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Das Observatorium - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)

eröffnet am 16.04.03 17:09:05 von
neuester Beitrag 06.07.08 17:20:11 von


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04.07.04 14:04:00
Beitrag Nr. 501 ()
Hallo HoppundTopp, Hallo Rolf,

@..so wurde .. stada sehr, sehr günstig nachgekauft.

Was gibt Dir die Gewissheit, dass Stada sehr, sehr günstig ist? Aus Value Sicht war Stada noch nie günstig. Und aus Growth Sicht vielleicht insofern, als die weit überdurchschnittliche Wachstumsraten den Kurs nach vorne getrieben haben. Wie Du erfahren hast, werden die Zahlen stärker als erwartet von der Gesundheitsreform belastet. Zudem ist ein Preiskrieg zwischen deneinzelnen Generika-Herstellern ausgebrochen. Die operativen Gewinne werden mit Sicherheit zurückgehen. Und die Gewinne je Aktie erst recht, da die durchschnittliche umlaufende Aktienanzahl gggü. 2003 nochmal deutlihc steigt. Letzteres geht allein auif die Kappe von Stada. Mit anderen Worten: Die Gewinne je Aktie würden Ende 2004 ohne Kapitalerhöhung fast 30% höher stehen. Ein Rückgang der Gewinne je Aktie rechtfertigt kein KGV von derzeit 20. Günstig wäre vielleicht ein KGV von 10. Dann könnte man sich ein mittelfristiges Engegament wieder vorstellen. Aus Value Sicht wäre das aber immer noch kein Schnäppchen. Unter diesen Bedingungen in fallende Kurse nachzukaufen halte ich für gewagt.

Grüße
PoP
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04.07.04 20:14:52
Beitrag Nr. 502 ()
Hallo Rolf + PoP,

ich habe ja Stada auch auf meiner Watchlist - aber irgendwie ist mir die Sache im Moment zu heiss.

Und wenn doch, dann mit sehr engem StoppLoss. Falls es dann nach oben gehen würde, sollte dieser sofort nachgezogen werden.

Da würde ich i.M. lieber Zapf kaufen.
Im Vergleich:
Zapf KGV 10, Dividende 5,4
Stada KGV 20 Dividende 2,1
Das sind so meine Valuewerte, die ich greifen kann.

Das Weihnachtsgeschäft wird Zapf in den nächsten Monaten wieder positiv ins Gespräch bringen. Positiv meine ich, zumindest die Aussichten vor Weihnachten. Wie es dann tatsächlich an Weihnachten kommt, ist wieder ein anderes Thema.

Das Management bei Zapf scheint mir auch zu reagieren und sich zu bewegen. Produktionsverlagerungen, Schliessung von Standorten, neue Produkte, neue Märkte z.B. in USA.
Da läuft natürlich nicht alles glatt, z.B. USA. Aber wichtig ist, dass man dann schnell reagiert. Da müssten auch die mittelständischen Strukturen von Zapf ihre Vorteil haben - kurze Entscheidungswege ect.

Charttechnisch könnte ein Boden bei Zapf gefunden sein.

Zu Stada:
Mit der Gesundheitsreform sind noch sehr viele Einsparungen nötig. Die Defizite sind für mich ein Fass ohne Boden.

Aber alle diese Einschätzungen sind bei mir eher subjektiv, quasi aus dem Bauch heraus.

Viele Grüße
HoppundTop
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04.07.04 23:43:07
Beitrag Nr. 503 ()
Anmerkung zum Kampf am Generika Markt.

Kürzlich hat Sandoz die Generikafirma AZU Pharma aufgekauft. Der Name AZU verschwindet nun relativ schnell vom Markt, da die Packungen nur noch zu Ende verkauft werden.
Ich denke mal, daß solche Übernahmen demnächst öfter vorkommen werden. Was das im einzelnen für zB Stada oder Teva bedeutet, kann ich allerdings schlecht einschätzen.

Gruß
Forticus mit Teva im Depot und Stada im Regal
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05.07.04 12:45:40
Beitrag Nr. 504 ()
Stada ist natürlich ein pozenieller und zudem begehrter Übernahmekandidat. Das Unternehmen hat starke Vertriebsstrukturen in Europa aufgebaut. Internationale Konzerne wie Teva haben bereits ihr Interesse an einem stärkeren Engagement in Europa bekundet. Gerade jetzt wo Stada so eine Wachstumsdelle hat und sich der Kurs verbilligt, ist das natürlich ein günstiger Zeitpunkt. Fragt man sich dann einmal welche RoIs mit solchen immer noch teuren Übernahmen erzielt werden, kommt man auf ein lachhaftes Ergebnis. Stada wäre mit einem KGV 20 im Branchenvergleich (zu Recht) niedriger bewertet, das hieße der Aufkäufer würde in jenem günstigen Fall eine Rendite von 5% im 1. Jahr für seine Aktionäre machen, aber das ist ein anderes Thema. Ich denke die Übernahmespekulationen und der hohe Anteil an investierten Instis, die im Wochenrythmus ihre Kaufempfehlungen aussprechen um Schlimmeres zu verhindern, sind der Grund, warum Stada nicht noch tiefer steht. Aber auf dieser wacekeligen Grundlage würde ich nie eine Aktie halten. Wenn erstmal die weiteren Q-Zahlen kommen, hilft vielleicht Alles nichts mehr.
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07.08.04 11:09:58
Beitrag Nr. 505 ()
Hallo,

da herrschte doch einige Zeit eher Langeweile in meinem Depot, bis sich da wieder Katerstimmung an den Börsen breit macht. Irgendwie schmeckt mir dieses Sommerschlussverkauf-wir-kriegen-Panik-rette-sich-wer-kann-Umfeld, wo doch viele Aktien wider günstiger zu haben sind.

Einen Neuzugang habe ich zu vermelden. Es ist die alte und neue PC-Spezialist. Der Kurs steht gut 30% niedriger als noch vor ein paar Monaten und bei den aktuellen Fundameldaten kann ich trotz größerer Abstriche noch mit ausreichender Sicherheitsmarge kaufen, wodurch sich dieses Investment für mich aus Chance-Risiko-Perspektive wieder interessanter gestaltet.

Was macht meine Watchlist? Mattel und H&R Block sind wohl noch zu teuer. Lennar sieht schon wieder sehr viel attraktiver aus, wobei die Sache aufgrund der Housing-Nachfrage, die früher oder später zurückgeht, gepaart mit der anhaltenden Nervösität an den Börsen mit Sicherheits noch interessanter wird. K-Swiss schaue ich mir erst noch an, ebenso sind folgende eventuell einen näheren Blick wert: Medion, Food Junction Holdings, Deutsche Grundstücksauktionen, außerdem TUI und vielleicht auch Gerry Weber u./o. Ä.

Grüße
PoP
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08.08.04 11:57:51
Beitrag Nr. 506 ()
@ prince ,

auf meiner liste sind weiterhin eon, FMC, schering , RWE.

ich versuche diese allerdings über shortputs ins boot zu holen , um mir einen discount zu sichern .

mal ne frage am rande : arbeitest du nur mit den aktien direkt oder kombinierst du deine handelsweise auch mit optionsstrategien ?

übrigens : super thread hier

:)

gruß joerg
allzeit gute trades
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08.08.04 12:28:21
Beitrag Nr. 507 ()
Hallo Joerg,

danke für Dein Lob an diesen Thread und Dein 1. Posting hier!

Deine Watchlist-Kandidaten habe ich mir noch nicht näher angeschaut. Wenn Interesse besteht kann ich Dir aber mal Zahlenmaterial (AA) zukommen lassen.

Ich handele Aktien nur direkt. `Habe noch nie einen Optionsschein gehandelt. Das passt auch nicht zu meiner Anlagestrategie, da ich charttechnische Belange (so gut wie) vollkommen außer Acht lasse. Wenn ich mit meinen Recherschen nicht völlig daneben liege, kann ich ja an sinkenden Kursen mit Nachkäufen anstatt mit Shorten partizipieren.

P.S. Auf meiner Watchlist befindet sich auch wieder Stada, die ich mir unterhalb von 9 Euro noch mal näher anschaue würde.

Grüße
PoP
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08.08.04 15:14:43
Beitrag Nr. 508 ()
@ prince,

das wäre klasse mit den zahlen :)

aber wichtig : ich meinte keinesfalls os , sondern eurexoptionen, bei denen ich puts auf die aktien, die ich für aussichtsreich halte, verkaufe .

dh ich verkaufe das recht, mir diese aktien zu einem festgelegten preis verkaufen zu dürfen .

ich geb mal fix ein beispiel :

nehmen wir an ich will gerne eon kaufen , aber eben zum preis von 55 .
jetzt kann ich entweder warten oder ich eröffne eine shortputposition dez 55 .
dafür bekomme ich eine prämie , sagen wir mal 100 euro für 100 optionen (1 kontrakt).

fall a ) eon sinkt unter 55 : ich bekomme sie für 55 und kann die prämie verbuchen .
fall b) eon steigt und erreicht die 55 nicht .
wenn ich nur auf meinen ek gewartet hätte, hätte ich nichts verdient, so habe ich die prämie .
also ist ein shortput eher ein bullisches instrument .

aber ich will jetzt hier nicht zu viel von der stillhalterei erzählen, aber da du ja viel mit ek limits arbeitest , könnte das eine interessante bereicherung sein .

gruß joerg
der sich bestimmt häufiger hier beteiligen wird :)
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08.08.04 19:24:14
Beitrag Nr. 509 ()
Hallo,

in jedem Fall meintest Du ein Engagement bevor man kauft, insofern war mein Beispiel mit "an sinkenden Kursen mit Nachkäufen zu partizipieren" ein Denkfehler. Wie dem auch sei, ich denke dennoch das das nichts für mich ist. Klingt natürlich interessant, da fällt der Kurs, man wird fafür bezahlt und kauft anschließend günstig ein und rechnet noch den Gewinn aus der Shortputposition gegen, wodurch sich der Einkaufskurs weiter verbilligt. Aber was ist denn z.b. im Fall b)? Irgendwo spekuliere ich ja auf fallende Kurse und wenn das daneben geht, verliere ich doch Geld. Und was mach ich dann? Soll ich das dann auch gegenrechnen, wenn ich später nochmal kaufe, d.h. der Kaufkurs erhöht sich damit? Oder soll ich die Kosten im Falle eines Verlustes einfach als Tradingkosten bezeichnen? Und wie viel Kosten fallen dann an? Und bin ich dann ein Trader? Ich denke das ist nur etwas für Leute, die sich mit Trading auskennen und Erfolg damit haben. Beides trifft auf mich nicht zu.

P.S. Was ist denn jetzt im Fall b)? Hat man da kein Geld verloren? Oder habe ich`s immer noch nicht begriffen?

Ach ja, Deine E-mail-Adresse benötige ich auch noch (für das Zahlenmaterial).

Grüße
PoP
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08.08.04 20:05:14
Beitrag Nr. 510 ()
@ prince ,

da ist noch ein kleiner denkfehler drin :

in fall b verdienst du geld :

der trader der von dir den put kauft, erwirbt das recht, dir eon für 55 liefern zu dürfen .

dafür erhälst du die prämie .

lohnt es sich für den putbesitzer nicht, dir die aktien zu 55 zu liefern , weil eon über 55 steht , so passiert nichts und du kannst die prämie komplett behalten .
er wird dir erst dann die eon zu 55 liefern, wenn es für ihn gut ist, also wenn eon unter 55 steht .
dann ist dein EK von eon 55- prämie in unserem beispiel also 54.
ebenfalls besteht während der lz des puts sowohl für den käufer als auch den verkäufer (dich) jederzeit die möglichkeit, den put durch ein gegengeschäft glatt zu stellen .

also du würdest ihn zurückkaufen, wenn a) eon so weit gestiegen ist, dass der put nichts mehr wert ist
oder b) eon soweit fällt, dass du die aktie doch nicht mehr für 55 haben willst .

in fall a beträgt dein gewinn vereinnahmte prämie- Rückkaufswert des puts
in fall b beträgt dein verlust vereinahmte prämie- rückkaufswert .
gruß joerg
allzeit gute trades

ps : BM mit mail ady ist unterwegs
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08.08.04 22:01:01
Beitrag Nr. 511 ()
Ich muss zugeben "dh ich verkaufe das recht, mir diese aktien zu einem festgelegten preis verkaufen zu dürfen" klang schon schräg, aber nach Deinem zweiten Beispiel habe ich es jetzt verstanden. (finde ich aber immer noch schräg ;-)

OK,

Szenario 1) die Aktie steigt und der Put ist wertlos. Der Verkäufer des Puts behält die Prämie, 100 Eur.

Szenario 2) die Aktie sinkt auf unter 55 Eur, sagen wir auf 50 Eur, dann kauft der Käufer des Puts die 100 Aktien, die er Dir für 55 Eur verkaufen darf. Der Käufer der Aktien hat jetzt 100 Aktien für 100*55-100=5400 Eur erworben, also zu 54 Eur je Aktie. Das blöde ist ja, dass der Verkäufer des Puts jetzt lieber für 50 Eur je Aktie kaufen würde. Oder anders ausgedrückt: Der Käufer macht Verluste, wenn er einen Wertgegenstand, das gerade 50 Eur wert ist für 54 Eur kauft. Der Käufer der Aktien hat hier also nich nur 100 Aktien für 54 Eur erworben können, sondern auch 100*4=400 Eur Verlust gemacht.

Szenario 3) Also kann er den Put zurückkaufen, dann würde er einen Verlust wahrnehmen, in Höhe von 100 -Rückkaufswert Eur, wie Du sagst. Aber wie hoch ist dann der Rückkaufswert? Müsste der nicht 100*5=500 Eur wert sein, wenn ich das Recht (zurück-) kaufen darf Jemanden 100*50 Eur für 100*55 Eur zu verkaufen? Also betrüge der Verlust 100-500=400 Eur? Jetzt könnte ich die 100 Aktien für 50 Eur je Aktie selbst kaufen, muss aber 400 Eur Verlust gegenrechnen, so dass ich bei 100 Aktien auf einen Kaufpreis von 100*50+400=5400 Eur oder 54 Eur je Aktie. Aha, dann sind wir ja wieder bei 54 Eur und einem Wertgegenstand der an der Börse 4 Eur weniger wert ist, was bei 100 Aktien einem Verlust von 400 Euro entspricht.

Den 400 Eur Verlust aus Szenario 2) und Szenario 3) könnte man ja entgegenhalten, dass ich Value-Investor bin. Sprich: Ich bin der Ansicht, dass die Aktie einen inneren Wert von 80 Eur hat. Somit habe ich bei Szenario 2) und 3) keinen sofortigen Verlust erlitten, nur weil die Aktie zwischenzeiutlich 50 Euro wert ist, wenn sie vermutlich noch auf 80 steigt. Dann wäre der Nachteil aber, dass ich pro Aktie nicht 30 Euro verdiene, sondern 26 Euro. Das kann man doch ebenfalls als Verlust bezeichnen. Wenn man einen Gewinn von 30 Eur auf 26 Eur vermindert, dann hat man 4 Euro Verlust gegengerechnet. Dann wären wir ja schon wieder bei diesen 400 Euro, wobei man in diesem Fall noch den Trost eines Totalgewinns hat, der den Verlust natürlich stark überwiegt. Dennoch erleidet man ja einen Nachteil bei Szenario 2) und 3), den Vorteil sehe ich nur bei Szenario 1) und das ist dann nichts Anderes wie eine Wette, dass der Kurs XY nicht unterschreitet. Dann gibt es ja Szenario 4), wenn ich den Put für 0 Euro zurückkaufe, weil der Kurs schon so weit gestiegen, dass der Put nichts mehr wert ist, wobei das Ergebnis dem von Szenarion 1) gleicht.

Also insgesamt konnte ich keinen Vorteil erkennen.
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09.08.04 10:56:10
Beitrag Nr. 512 ()
@prince :

ich mach mal nen paar fallbeispiele, dann können wir das resümieren .
du willst eon sagen wir kaufen aber nur zu 55 und legst ein limit von 55an den markt . dann erfolgt :
verkauf put auf eon basis 55 dez
(eröffnung eines shortputs)
du erhälst eine prämie von 100 euro pro kontrakt also 100 aktien ( ist jetzt fiktiv, um runde summen zu haben )

fall 1 ) eon steigt weiter oder erreicht zumindest die 55 am verfallstag nicht
du kannst die prämie behalten und verbuchst für dich 100 euro , hättest du nur das limit gelegt, hättest du die aktie nicht bekommen)
in diesem fall ein gewinn von 100 euro für dich
bei reinem limit : gewinn 0
fall 2 ) eon erreicht die 55 am verfallstag du bekommst die aktie eingebucht .
du hättest sie auch zu 55 mit deinem limit bekommen, aber du kannst zusätzlich weiter die prämie verbuchen .
du stehst dich also besser , als wenn du die aktie direkt erworben hättest

fall 3 ) eon fällt unter 54 du machst jetzt auch mit deiner shortput konstruktion miese aber weniger , als wenn du die aktie direkt bezogen hättest, denn die prämie ist immer noch deine .

ebenfalls profitierst du während der lz des puts vom zeitwertverfall , dh du verdienst auch , wenn die aktie sich überhaupt nicht bewegt .

an sich eine optimale konstruktion für einen valueisten, der die aktie sowieso zu seinem festgegbenen limit erwerben will .

du denkst glaube ich immer noch wie ein put käufer , du bist bei dieser handelsweise eine art mini - emi .

wenn du dich bei dieder handelsweise auf aktien beschränkst,due du sowieso zu einem gegebenen limit nehmen willst, liegst du auf den verfallstag gerechnet immer besser als bei dem direktinvestment .

übrigens der rechteverkauf ist nichts ungewöhnliches , 95% der geschäfte der instis sind rechteverkäufe .
nur der kleinanleger sträubt sich aus verständnisgründen ein wenig gegen diese art der geschäfte .
betrachten wir das gesamtrisiko der eon position so stellen wir fest, dass wir nach eröffnung des shortputs weniger risiko tragen als im direktinvest .
nämlich 5400 euro für 100 eon statt 5500 euro .
zusätzlich kaufen wir uns den vorteil, auch in stagnierenden märkten durch den zeitwertverfall (wenn auch wenig) zu verdienen.
und als valueist spielt der sl auch eine untergeordnete rolle, zumindest weniger als bei einem trader .

ändert sich deine einschätzung zu dem wert innerhalb der lz des puts so wirst du dort genauso die notbremse ziehen wie bei dem direktinvest denke ich .

gruß joerg
allzeit gutes investieren
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09.08.04 12:53:28
Beitrag Nr. 513 ()
Hallo Joerg,

ich verstehe, was Du meinst. In meinem Beispiel aus Szenario 2) und 3) bin ich davon ausgegangen, die Aktie nicht kaufen zu müssen. Deine Idee ist aber, dass wenn man sie ja sowieso zu diesem Preis kaufen würde, man nicht mehr im Nachteil wäre, sondern um den Wert der Prämie im Vorteil. Aber nicht selten haben wir den Fall, dass eine Aktie um 30% an einem Tag fällt, siehe Medion, und wenn die 55 bei Eon irgendwo dazwischen liegen, dann hätte ich ohne shortput noch die Möglkichkeit zu warten, bis sich ein Boden ausbildet und kriege die Aktie nochmal billiger, d.h. ich muss ja nicht kaufen. Und noch viel wichtiger: Was ist, wenn eine Nachricht kommt, die Dich zu dem Entschluss kommen lässt, dass Du Eon nur noch für 45 Euro willst? Dann haste ja verschissen. Ohne Shortput hast Du aber in aller Ruhe die Zeit, die Informationslage zu checken und entsprechend zu handeln oder nicht, während Du bei der Shortputposition handeln musst.

Grüße
PoP
Avatar
09.08.04 13:01:28
Beitrag Nr. 514 ()
@ prince ,

ah jetzt werden mir deine bedenken klar , ich ging davon aus , dass du limits an den markt legst und dann würdest du ja auch bei solchen medion katastrophen bedient .

dann ist es was anderes wenn du dir die möglichkeit offen halten willst, den eventuellen kauf zu einem limit neu zu überdenken .

gruß joerg
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09.08.04 14:04:35
Beitrag Nr. 515 ()
ja ja, auf jeden Fall. Aus den u.g. Gründen gehe ich nicht mit Limits vor, ich habe sie lediglich im Kopf bzw. auf der Watchlist notiert ;-)
Avatar
09.08.04 22:21:12
Beitrag Nr. 516 ()
hallo lieber 50ér prinz, liebes 50ér observatorium:)

heute schloss der dax auf jahrestief !
einige solide (?!) einzelwerte sind auf 52 wochen tief !

da ich im urlaub viel zeit habe, auch zwischendurch mal in der sonne den ein oder anderen artikel zu lesen, bin ich dabei mir aus meinem pool mal einige werte näher anzuschauen.

auf dem ersten blick sind die kurse ja sehr verlockend. aber, wer weiss vielleicht werden sie ja noch günstiger..

*501 stada
mit günstig meinte ich bezogen auf die historischen stadabewertung...
heute habe ich einen älteren artikel gelesen, der stada zu den top 11 deutschen unternehmen zwischen 97 und 03 aufgelistet hat, mit den von dir schon geposteten hohen durchschnittlichen gewinnwachstumsraten (rd. 32 % im schnitt, bei einem durchschnittlichen umsatzwachstum von rd. 44 %). allerdings werden diese gewinnwachstumsraten (wie bei den meisten wachstumsfirmen) auf dauer nicht mehr halten, wie ja bekanntlich dieses jahr gezeigt hat.
trotzdem gefällt mir der wert ganz gut...
der kurs scheint dabei zu sein einen boden zu finden.

übrigens: extrem finde ich auch den erdrutschartigen kursverfall von medion...

es gibt schon einige chancen, wenn die zittrigen so weiter machen, könnte es für den valueangehauchten anleger ein einstiegstraum werden.

liebe grüsse aus der schweiz

rolf
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09.08.04 23:53:26
Beitrag Nr. 517 ()
Nebenbemerkung:

die Medion-Produkte sind hier bei Aldi teurer als Vergleichbares im Fachhandel.
wenn ich im Fachhandel kaufe, habe ich eine dreijährige, kostenlose Vorortbetreuung.

Gruß
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11.08.04 14:26:13
Beitrag Nr. 518 ()
Hallo Stachelin, 50-er König, liebes 50ér Observatorium :)

@König

@mit günstig meinte ich bezogen auf die historischen stadabewertung......allerdings werden diese gewinnwachstumsraten (wie bei den meisten wachstumsfirmen) auf dauer nicht mehr halten, wie ja bekanntlich dieses jahr gezeigt hat.

Wenn Du nicht erwartest, dass diese Wachstumsraten wieder erreicht werden, würde ich auch nicht das historische KGV zu Grunde legen. Das KGV war ja nur die Durchschnittsmeinung, dass Stada weiterhin um 30% wächst. Also wäre Stada auf dieser Grundlage nur dann günstig, wenn die Wachstumsrate wieder auf 30% ansteigt.

@auf dem ersten blick sind die kurse ja sehr verlockend. aber, wer weiss vielleicht werden sie ja noch günstiger..
es gibt schon einige chancen

Das denke ich auch. Ist doch aktuell ein viel besseres Umfeld zum kaufen, als noch vor ein paar Monaten. Ich überlege nicht, ob die Märkte weiter fallen, sondern ob die Aktie, die mich interessiert günstig ist. Dafür schaue ich mir erstmal die Unternehmensnachrichten an, die ja durchaus nicht positiv waren, um einschätzen zu können wie nachhaltig die negativen Nachrichten sind. Die Marktteilnehmer neigen doch oft dazu, Alles fortzuschreiben. Wächst ein Unternehmen mit 50%, kommt Juhustimmung auf und die Meinung lautet, dass das Unternehmen noch ewig um 50% wächst und der Kurs wird abgehen wie eine Rakete. Wie sonst sollen Marktteilnehmer ein KGV von 50 rechtfertigen, wo es doch eine Gewinnrendite von 2% bedeutet, also weniger als Tagesgeld. Oder der Unternehmenswert interessiert einen gar nicht, das Ergebnis bezgl Wachstumsannahmen ist aber das Gleiche. Läuft es mal nicht so rund, was ja völlig normal ist, denken Alle es kann nur noch schlimmer werden. Da sinken die Gewinne mal um 10% und die Meinung lautet, oh Gott, was wenn sie jetzt weiter um 10% fallen und der Kurs ist dann noch mehr im Eimer. Schwups liegt das KGV wieder bei 15. Da gilt es nüchtern abzuwägen, wie die Zukunft aussieht und nicht in der allgemeinen Meinung zu verfallen, es könnte nur noch schlimmer kommen oder eben es kann nur noch besser werden, es sei denn natürlich man hat eine begründete Annahme dahingehend. Zugegebenermaßen ist ein prozykischles Handeln die einfachere Variante, die auch durchaus zum Erfolg führen kann. Aber ich versuche halt als Investor aufzutreten, genauso wie ich in andere Dinge investieren würde. Außer der Börse gibt es keine Plattform auf dieser Welt, wo man so günstige Investitionen tätigen kann, und dies nur weil die Börse gerade mal wieder durchdreht. Da ergeben sich Chancen für den Anleger. Bei anderen Investitionsalternativen sind die Preis oftmals viel effzienter. Mein Fazit für derartige Börsenphasen lautet: Cool bleiben (aber nicht leichtsinnig werden) ;-)

@Stachelin

Du bist der lebende Beweis, warum ich denke, dass es z.B. PC-Spezialist mit ALdi und Co. aufnehmen kann. In einer Rundmail schrieb ich dazu vorhin als auf Antwort auf die Befürchtung von XY: Aldi würde den Stores in 15 Jahren den Garaus machen:

Derzeit sind lediglich 15% der IT-Fachhändler in Einkaufskooperationen organisiert. Studien belegen, dass die Insolvenzquote von Fachhändlern die einer Einkaufskopperation angehören geringer ist als bei denen, die keiner Einkaufskooperation angehören. Hier liegt z.b. langfristig noch Wachstumspotenzial für Microtrend, der IT-Einkaufskooperation von PC-Spezialist. Der Großteil der IT-Fachhändler sind nicht wettbewerbsfähig. Die Insolvenzquote liegt hier bei 15% […]. Insofern ist Aldi durchaus eine Bedrohung für den IT-Fachhandel. Händler, die einer großen Einkaufskooperation angehören können jedoch mit Aldi preismäßig mithalten. Natürlich macht es einen Unterschied, ob es anderswo Laptops günstiger gibt als bei Aldi. Bei Aldi kaufe ich meinen Laptop doch nur, weil er sehr günstig ist bzw. ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet, und nicht weil ich zufällig gerade einkaufen war. Wenn Aldi jedoch seinen Wettbewerbsvorteil ggü. den Fachhändlern einbüßt, wie es derzeit bei dem Teil der wettbewerbsfähigen Fachhändler der Fall ist, dann ist Aldi auch keine Bedrohung für Jene. Im Gegenteil, denn Aldi kann nur über den Preis gewinnen. Keine Kundenberatung, nichts. Auch durch Qualität kann Aldi nicht überzeugen, eher im Gegenteil. IT-Fachhändler wie PC-Spezialist können sich dagegen auf einen umfangreiche Kundenberatung mit viel Know-How berufen. Ihr glaubt nicht, wie viele Eignungstest und Fortbildungsprogramme die Franchisenehmer machen müssen. Und damit haben diese einen Wettbewerbsvorteil ggü. Aldi, der sie am Leben hält. So können sich die Stores eine loyale Kundschaft erarbeiten und brauchen auch kein Marketingbudget wie Metro, denn Mundpropaganda zufriedener Kunden ist doch die beste lokale und zudem günstigste Werbung.
Gibt es also einen konkreten Grund, warum es die PCS-Stores in 15 Jahren nicht mehr geben soll? Wenn der Grund einfach im Status Quo liegt, dann würden sich die Stores nicht behauptet haben und/oder wären jetzt unwirtschaftlich. Also müsste sich etwas ändern, zu Ungunsten der PCS-Stores, damit XY`s These [Garaus] eintritt. Also schauen wir wie sich der Markt verändert und ob die PCS-Stores einen Wettbewerbsnachteil haben könnten. Letzteres haben wir gerade besprochen. Ersteres wirkt sich nicht negativ auf Letzteres aus, im Gegenteil. Derzeit ist es so, dass von 25.000 IT-Fachhändlern 15% p.a. insolvent werden, aber nicht 15% nachkommen, so dass die Zahl derzeit um 2.000 schrumpft, also 8% p.a. – wenn es in diesem weitergeht, dann haben wir in 5 Jahren nur noch 16.500 IT-Fachhänlder. Das wird tendenziell gut sein für diejenigen, die sich im Wettbewerb behaupten können, Aldi und Metro eingeschlossen. Zudem sehen wir ein Zusammenwachsen von IT und CE (Consumer Eletctronics). Die Sache wird zunehmend komplexer und Aldi wird da einen Wettbewerbsnachteil haben. PCS rüstet bereits auf CE um und macht beispielsweise Fortbildungskurse für die Franchisenehmer.

Grüße
PoP
Avatar
11.08.04 15:12:45
Beitrag Nr. 519 ()
hallo 50 ér prinz:)

"Mein Fazit für derartige Börsenphasen lautet: Cool bleiben"
Das ist ein gutes fazit !

was ist los mit den deutschen einzelwerten ?
einige (standard-)werte

- allianz
- münchner rück
- lufthansa

liegen kursmässig ganz unten, obwohl die nachrichtenlage nicht schlecht ist.

medion mit halbierten kurs !
stada, die kgvmässig auf die 10 zugeht...
zapf auf 52 wochen tief-niveau...

qiagen kommt runter von seinem hohen (biotech-) bewertungsniveau.
singulus ist so günstig wie lange nicht.

zeit einzusteigen ?

liebe grüsse

rolf
Avatar
11.08.04 21:05:20
Beitrag Nr. 520 ()
Hi, all ! :)

was los ist, Rolf ?

ganz einfach, die Bewertungen / Kurse fangen langsam an, der wirtschaftlichen Realität zu folgen.
Nicht vorauszueilen !

DAX - Werte fasse ich jetzt nicht mal mit der spitzen Kneifzange an.
Dasselbe gilt für medion, die uns auch weiterhin mit Umsatz- und Gewinnwarnungen erfreuen werden.
Dito singulus, wenn die sich nicht hopphopp nach Asien auslagern, komplett.
wenn Zapf nicht umgehend was am Geschäftsmodell ändert, ein Pleitekandidat.
KLEINE MÄDCHEN SPIELEN NICHT MEHR MIT PÜPPCHEN !
Ganz abgesehen davon, dass es immer weniger kleine Mädchen gibt.
WELT WEIT !

Stada ... sollten die bei um die 10 Euro einen Boden finden, nehm ich mir die ins Visier.

so, Ihr Lieben,

ich verabschiede mich erstmal für einige Zeit, ich arbeite nämlich an meiner 50er FU.

Gruß
Avatar
11.08.04 21:22:19
Beitrag Nr. 521 ()
p.s.: übrigens hat stada derzeit ein KGV von 17 komma nochwas.

un wech
Avatar
11.08.04 21:24:50
Beitrag Nr. 522 ()
cool stachel, cool ;)

singulus, medion, etc. etc....davor haben wir doch schon vor monaten gewarnt, aber damals wie heute gilt: jedem das seine :)


es lebe das (aktien)trading, da springt wenigstens was bei raus ;).

lufthansa hat nicht nur wegen dem ölpreisschock schwierigkeiten, rolf, da kommt noch mehr nach....


es grüsst
shakes am abend, auf 2.200 m die angenehme frische geniessend......:)
Avatar
05.09.04 14:39:09
Beitrag Nr. 523 ()
Hallo 50-er,

ist etwas still geworden, hier.

Was gibt es denn so Neues bei Euch?

Was hat sich bei mir Neues getan? Wesentliches Ereignis war der Kauf von PC-Spezialist. Meine Beweggründe hierfür habe ich in Form einer Kurzanalyse gerade bei Value-Analyse.de ins Forum gestellt, wo ihr es nachlesen könnt.

Grüße
PoP
Avatar
05.09.04 14:57:30
!
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Avatar
06.09.04 22:36:41
Beitrag Nr. 525 ()
hallo 50-er prinz:)

aktienmässig gibt es kaum etwas neues bei mir, ausser den nachkauf von vossloh von heute...:)

liebe grüsse in den 50-er norden

rolf
Avatar
07.09.04 13:00:20
Beitrag Nr. 526 ()
Hallo 50-er König,

@aktienmässig gibt es kaum etwas neues bei mir, ausser den nachkauf von vossloh von heute...

Ist doch schon mal was. Vielleicht hast Du ja Lust Dein Investment (kurz) vorzustellen, würde mich ja schon interessieren.

Grüße aus Kiel ;-)
PoP
Avatar
07.09.04 18:42:37
Beitrag Nr. 527 ()
hallo 50-er prinz:)

erinnere mich bitte mal am wochenende daran...:)

liebe grüsse

rolf
Avatar
08.09.04 09:17:03
Beitrag Nr. 528 ()
Hallo PoP,

bin im Moment am Überlegen, ob ich mir Nokia noch einmal genauer ansehe. Das Unternehmen gewinnt langsam Marktanteile (OK durch Rabatt), versucht den Vorsprung der anderen Handyanbieter wett zu machen. Denke, das Nokia seine Marktanteile zurück gewinnen kann. Dieses Unternehmen hat in der Vergangenheit solche Tiefs überwunden (haben ja nicht immer Handys hergestellt :D).

Ich denke, das der Zeitpunkt im Moment recht gut ist, muss da aber noch ein wenig in die Tiefe einsteigen.

Gruß Thomas
Avatar
08.09.04 12:14:00
Beitrag Nr. 529 ()
Hallo Thomas,

vor kurzem war ich mal mit einem alten Bekannten unterwegs. Er holte dann so ein Gerät aus seiner Tasche, es sah aus wie ein Gameboy. Aber es war ein Nokia-Handy. Das Ding war total unhandlich und er erzählte uns, wie er sein Handy halten muss, damit die Stimme aus dem Handy nicht so überlaut ist. Das sah dann ziemlich schräg bzw. affig aus. Da war mir doch klar, warum „kein Schwein“ mehr Nokia-Handys kauft. Der Bekannte ist da ne Ausnahme, er muss nämlich grundsätzlich immer das „Beste“ haben, also das mit den meisten Features usw. Das ist jetzt nur ein Beispiel und wahrscheinlich nicht ganz so aussagekräftig in Hinsicht auf Nokia als Ganzes, aber auch nicht nichts-sagend. Bei mir ist es so, dass ich zwar nie ein Handy besessen habe, weil es für mich ein Luxus ist, genauso wie Autofahren, das ich erst gar nicht zu meinem Lebensstandard machen möchte (dann wird es nicht mehr als Luxus empfunden.) Insofern kann ich das Alles auch nur begrenzt einschätzen und verfolgen aber ich frage dann auch schon mal hier und dort, was denn mit Nokia ist, und Nokia scheint ja schon lange out zu sein. Mich wundert das, haben sie doch das Können und die Mittel mit neuen Produktlinien zu überzeugen. Aber auch das scheint ihnen ja nicht gelungen zu sein. Und das ändert sich jetzt? Es könnte ja auch sein, dass Nokia jetzt wieder etwas Einzigartiges ist, was nicht Jeder hat. Wer will schon ein Handy, das jeder hat - da ist es wie mit Klamotten habe ich den Eindruck, jedenfalls bei den Jüngeren und hier in der Stadt. Oder sind Fluktuationen bei den Marktanteilen schon immer dagewesen und auch in dieser Größenordnung? Und wie sieht es mit den Preisen aus? Wie sind die Wachstumsperspektiven? Wir hoch ist die Ertragskraft und Ist Nokia in Bezug darauf günstig? -> Ein paar Anhaltspunkte zum Nachdenken, fernab von Gummistiefel- und Klopapierinvests ;-)

Grüße
PoP
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08.09.04 12:22:50
Beitrag Nr. 530 ()
Hallo,

Nokia scheint mir im Moment nach unten abgesichert.
Ich selbst habe bei 17 Euros verkauft.
Dann bei 12,x erstmals wieder gekauft und bei 9,x jetzt nochmals nachgekauft.
Sollten sich die Marktanteile 1- oder 2-mal weiter verbessern, könnte ich mir 15 Euros vorstellen. Auch habe ich UMTS oder wie der nächste Breitbanddienst auch immer heisst, noch nicht ganz abgehackt.

Ich habe übrigens auch Samsung im Portfolio.
Ich sage immer: Fleissige Leute die Koreaner.

Viele Grüße
HoppundTop
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08.09.04 12:36:59
Beitrag Nr. 531 ()
Hallo HoppundTop,

UMTS sehe ich auch positiv für die Zulieferer. Bei Handys haben wir einen gesättigten Wiederbeschaffungsmarkt und in solchen Märkten wird Wachstum durch Verkürzung der Lebenszyklen der betreffenden Produkte erreicht. Wobei man die Erwartungen kurzfristig nicht zu hoch stecken sollte. Bis UMTS für den Massenmarkt reif ist können auch viele Jahre vergehen.

Grüße
PoP
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08.09.04 13:13:02
Beitrag Nr. 532 ()
@PoP

ja dein Bekannter mag ja Recht haben - selbes könnte ich über mein Siemens Handy berichten. Ich kenne Leute die ein Samsung haben und auch nur schimpfen :D
Scheinbar liegt das Meckern nicht unbedingt an der Marke, auch wenn unser kleiner Einblick sicher keine repräsentative Marktforschung ist. Trotzdem denke ich, das Nokia im Moment recht fair bewertet ist (wenn es sowas gibt). Durch die Rabattsituation beim Handyverkauf muss Nokia zwar Erlösschmälerungen hinnehmen, verkauft aber wieder mehr Handys. Lieber Handys mit Rabatt verkaufen, als gar keinen Umsatz machen. Ich gehe mal davon aus, das meine Controllerkollegen so kalkulieren, das Fixkosten trotz Rabatt eingerechnet sind.
So wird die der Mehrumsatz trotzdem gewinnsteigernd sein.

Der Handymarkt ist sehr schnelllebig, so das Nokia meiner Meinung nach an alte Erfolge anknüpfen kann. Die Forschungsausgaben steigen, die Produktpalette wurde komplett in Frage gestellt, Marktanteile kommen zurück - Kosten werden gesenkt....

@HuT
Ja die Koreaner sind fleißig! Nokia halte ich auch für abgesichert, mal schauen wie die Entwicklung hier weiter geht. Lasse den Titel jedenfalls auf meiner Watchlist!

Gruß Thomas
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08.09.04 13:47:54
Beitrag Nr. 533 ()
@Ich gehe mal davon aus, das meine Controllerkollegen so kalkulieren, das Fixkosten trotz Rabatt eingerechnet sind. So wird die der Mehrumsatz trotzdem gewinnsteigernd sein.

Hm, das geht aber zu Lasten der Margen. Mit anderen Worten: Der Gewinn wird gesteigert, aber in Bezug auf die Wachstumsrate beim Umsatz nur unterdurchschnittlich. Und so hoch wird das Umsatzwachstum schätze ich mal nicht sein, also würde ich mich fragen mit wieviel Gewinnwachstum man rechnen kann/darf.
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08.09.04 14:19:55
Beitrag Nr. 534 ()
@PoP

Na ja, so gesehen hast du da Recht, nur würde das Ergebnis ohne diese Maßnahmen sicher noch schlechter aussehen. Also ein lohnender Aufwand. Nokia gewinnt im Moment durch Rabatte... Stellt sich die Frage, ob Nokia es schafft in Zukunft ohne diese Rabatte Umsatz (besser steigenden Umsatz) zu generieren.
Neu und heute vorgestellt ist der neue Communicator. Der soll laut Nokia "signifikante Umsatzsteigerungen" hervorbringen - ab 2005...

Gruß Thomas
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08.09.04 14:40:53
Beitrag Nr. 535 ()
Nun ja, wie viel hat Nokia in 2003 verdient? 75 Cent je Aktie. Wie sind die Gewinnschätzungen für 2004? 56 Cent je Aktie. Und für 2005? 61 Cent je Aktie. Vielleicht wäre es besser, lieber mal mehr für Marketing auszugeben und die Marke stärker im höherpreisigen Segment zu positionieren. Kann aber auch sein, dass die Schätzungen eher pessimistisch sind und die Zahlen aus 03 habe ich auch nicht näher untersucht.

Grüße
PoP
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08.09.04 15:20:59
Beitrag Nr. 536 ()
Hallo,

@PoP
pessimistische Schätzung bei Nokia
Nokia hat die Märkte schon massiv verprellt.
Das war bisher nicht Nokia-like.
Ich hoffe das war ein Ausrutscher des Managements.

Deshalb hoffe ich auf die zukünftige Devise des Managements:
"Lieber vorsichtig schätzen und dann positiv überraschen."

Viele Grüße
HoppundTop
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08.09.04 15:47:04
Beitrag Nr. 537 ()
 
Hi & Hallo,

da ich selbst - neben `nem EuroSTOXX-Zerti - mir auch noch "echte Aktien" :eek:
*otonmeineskundenbetreuersamtelefon* anlegen möchte, und zudem hier im
Gespräch mit Board-Mitgliedern der Bereich Stahl genannt wurde, hier kurz die
Frage: Wie schätzt ihr den Bereich, speziell Salzgitter (WKN 620200), ein?
Die Mischung aus potentiellem Kurs *anscheinendmittendenznachoben* und
der Dividende könnte mich reizen...

Gruß aus dem warmen Norden

Loafer
 
 
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08.09.04 16:26:43
Beitrag Nr. 538 ()
Hallo Loafer,

Salzgitter ist meiner Meinung nach immr noch unterbewertet. Bin ja in Thyssen investiert und ärgere mich, das ich Salzgitter nicht bei Aufnahme in mein Musterdepot gekauft habe (Kurs 08.01.03: 6,15 Euro, hätte gibt es ja bekanntlich nicht :cry:). Aber zur Bewertung:
Salzgitter hat ein Kurs - Buchwert Verhältnis auf Eigenkapital von rund 0,6. Na ja, der Trend Stahlnachfrage scheint noch anzuhalten, so das weitere Preissteigerungen möglich sind. Kann nur gut für Salzgitter sein.

Gruß Thomas
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08.09.04 20:28:12
Beitrag Nr. 539 ()
Hallo Loafer,

kurzfristig hat Salzgitter sicherlich noch Potenzial. Wachstumstreiber ist die Sparte Handel, die vom lebhaften Stahlhandel profitiert. Die Sparte konnte Preissteigerungen in den betreffenden Werken durchsetzen, das gute Ergebnis wird sich aber im Laufe des 2. Halbjahres wieder normalisieren, weil der Effekt aus dem Verkauf von günstig bewerten Lagerbeständen zu aktuell hohen Preisen wegfällt. Die Sparte Stahl und Röhren profitieren ebenfalls von Preissteigerungen und die Sparte Röhren zusätzlich vom wiedererstarkten Dollar und einer wiedererstarkten Nachfrage (die Sparte Röhren ist besonders anfällig auf den Eur/US$ Wechselkurs). Im 4. Quartal werden nochmals die Preise für Stahl angehoben, was den Sparten Stahl und Röhren nochmals zu Gute kommt.

Salzgitter gehört aber zu den zyklischsten Werten unter den Stahlaktien, so betrug der Gewinn je Aktie:

1994: 0,54
1995: 2,10
1996: 0,18
1997: 0,72
1998: 1,22
1999: 0,21
2000: 1,12
2001; 2,22
2002: 1,03
2003: 0,51
2004e: 1,68
2005e: 1,28

Quelle: Aktien-Analyse

Die Fundamentals sind Alles in Allem schwach, weshalb ich von einem langfristigen Engagement abraten würde. Für so einen Zykliker ist eine Eigenkapitalquote von 27% doch eher zu wenig, ganz zu schweigen von der Nachhaltig eines optisch günstigen KGVs. Durch die hohe Verschuldung wird immerhin die Eigenkapitalrendite (RoE) gehebelt, aber auf immer noch unterdurchschnittliche 9,9% in 2004 und 7,2% in 2005. Die Kapitalrendite (RoIC) liegt bei nur 6% in 2004 und 4% in 2005. Und das sind ja noch außergewöhnlich gute Jahre. Damit kann das Unternehmen gerade noch seine Kapitalkosten verdienen, wenn es denn mal gut läuft. Die Gewinnmargen sind auch sehr gering, schwanken so zwischen 0,5 und 2%. Von Dividendenkontinuität kann auch nicht die Rede sein.

Meine Fazit: Spekulativ/ kurzfristig vielleicht Hui, fundamental/langfristig eher Pfui.

Mir gefallen aus der Stahlbranche besser: Böhler-Uddeholm, Acerinox, Thyssen Krupp, Arcelor, U.S. Steel, Nippon Steel.

Grüße
PoP
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09.09.04 15:13:40
Beitrag Nr. 540 ()
 
Danke für eure Statements! Zusammengefaßt mit anderen Meinungen deutet also,
so meine bisherige Interpretation - im Stahlbereich alles auf ein positives
Potential für evtl. 6-8 Monate hin...

Dann kommt es jetzt darauf an, die Werte herauszupicken, die a. in diesem
Zeitraum a. Kurssteigerungspotential haben und b. ggf. eine Dividende aus-
schütten, die man mitnehmen könnte...

Für Fans :laugh:: Das die Werte auch an der NASDAQ gehandelt werden, lass` ich hier
mal einfach aus und konzentrier` den Überblick auf den deutschen Handel...

Acerinox - sagt mir nicht viel, wird seit kurzem in Frankfurt gehandelt, Dividendenrendite
gegen 2,6%

Arcelor - Gewinn je Aktie steigt kontinuierlich, der Kurs hat aber beinahe schon wieder
sein 52Wochen-Hoch erreicht, Dividendenrendite steigt von 2,1% (2003) über 3,22% (2004e)
auf 3,43% (2005e)

Böhler-Uddeholm - solider Kursanstieg mit interessanten Steilanstiegen (sogar in den
Desasterjahren), der Kurs liegt derzeit bei 71 Euro, das erwartete Kursziel liegt, je
nach Analyst, zwischen 80,- Euro und 83,- Euro, Dividendenrendite steigt von
3,58% (2003) über 3,87% (2004e) auf 4,15% (2005e)

Nippon Steel - magere Volumina... aber wenn, dann sind Kurssprünge um 2-3% nichts
ungewöhnliches... Okay, Kurs derzeit bei 1,90 Euro, da reichen 3-4 Cent schon aus... :)

Salzgitter - Xetra-Handel, seit 2003 stetig steigend, Kurs nach Erreichen des 52Wochen-
Hoch momentan fallend, das erwartete Kursziel liegt, je nach Analyst, zwischen 12,50
Euro und 14,50 Euro, Dividendenrendite steigt von 2,28% (2003) über 2,74% (2004e) auf
2,83% (2005e)

Thyssen Krupp - Xetra-Handel, anscheinend dabei, das Hoch von Januar wieder in Angriff
zu nehmen. Gute Tagesvolumina, solide Dividende

Soviel `mal auf die Schnelle... Anscheinend bieten sich hier wirklich noch Alternativen
zu Salzgitter...


So - muß erst `mal wieder `n bißchen arbeiten... Die Entscheidung wird momentan vertagt...


CU, Loafer
 
 
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10.09.04 07:36:39
Beitrag Nr. 541 ()
Moin Moin allerseits,

Nokia hat seine Gewinnerwartung nach oben korrigiert. Steigende Nachfrage und Rückgewinnen von Marktanteilen werden angegeben. Schön schön...

Gruß Thomas
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10.09.04 21:34:54
Beitrag Nr. 542 ()
hallo lieber 50-er prinz und 50-er observatorium:)

ich versuche mal kurz und knapp mein investment VOSSLOH vorzustellen.

vorab: ich finde die PR bzw. IR-Abteilung spitze. schaut mal auf die homepage http://www.vossloh.de/de-DE/173_4_27.php
ich mag das sehr gern wenn OFFEN der dialog mit den aktionäre gesucht wird...

130 Jahre gibt es vossloh schon. sie haben sich "ertragsorientiertes wachstum" auf die fahne geschrieben.

drei geschäftsbereiche
rail infrastructure (schienenbefestigung, pie mal daumen 60 % umsatzanteil)
motive power (dieselokomotiven, pie mal daumen 35 % umsatzanteil)
information technologie (systemtechnik, rd. 5 %)

die umsätze wachsen kontinuierlich.
das ebit zum halbjahr lag deutlich unter dem vorjahresthalbjahr, weshalb es auch die ein oder andere kritik seitens der analysten gab.
schaut man sich allerdings die zahlen genauer an und eliminiert die steuerfrei realisierte gewinne aus der veräußerung der VAE-beteiligung im 1 halbjahr 2003, so liegt das aktuelle halbjahresergebnis auch dieses jahr über dem vorjahr.

der überragende anteil am gesamt ebit liegt übrigens im bereich rail infrastruce (ebit marge 16,8 %)

zur diskussion um die bahn:
"Der Umsatzanteil der Deutschen Bahn am Gesamtumsatz beträgt 12 % ! reduziert die bahn ihr investitionsvolumen um 30 % bedeutet dies ein umsatzrückgang von 4 % !

nachzulesen im " Vossloh Zwischenbericht zum 30.Juni 2004" ...

liebe grüsse

rolf
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11.09.04 13:03:09
Beitrag Nr. 543 ()
Hallo Rolf,

Du hast Recht. Ich schaue mir gerade Vossloh an und muss sagen, dass die IR-Seite von der Übersicht und vom Umfang auf jeden Fall zu den besten ihrer Sorte gehört! Ich kann mir jedenfalls kein Research ohne IR vorstellen. Und wie wichtig eine gute IR-Kommunikation für den Aktionär ist, haben wir ja gesehen. Du erinnerst Dich doch sicherlich noch an FJH? Sie wollten Dir keine Antworten auf Deine Fragen geben, weil Du hier im Forum aktiv bist. Das klang doch nach Schadensbegrenzung, irgendwie so, als hätten sie etwas zu verschweigen. Die Begründung war doch absurd. Du bliebst mit Deinen Fragen im Dunkeln und Deine Entscheidung FJH daher konsequent den Rücken zu kehren, hat sich als vollkommen richtig herausgestellt, wie der Jahreschart unmissverständlich zeigt:





Grüße
PoP
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17.09.04 15:02:11
Beitrag Nr. 544 ()
so, nach langer zeit auch mal wieder was von mir:

vorgestern sind die ergebnisse von esprit für das jahr 2003/2004 (ende des finanzjahres bei esprit Juni). wie bereits die halbjahresergebnisse hat esprit hervorragende zahlen vorgelegt
ar Ended June 30
04 2003
Year-on-year
growth
Turnover 16,357 12,381 32.1%

Operating Profit (EBIT) 2,872 1,824 57.4%

Profit attributable to Shareholders 2,003 1,289 55.4%

Gross Margin 52.1% 49.9% 2.2% pts

Operating Margin 17.6% 14.7% 2.9% pts

Net Margin 12.2% 10.4% 1.8% pts

Basic EPS HK$1.68 HK$1.09 53.9%

Final Dividend HK$0.48 HK$0.33 47.7%

Special Dividend HK$0.50 HK$0.30 66.7%

Return on Equity (ROE) 41.7% 35.6% 6.1% pts

Shareholders’ Funds 5,415 4,192 29.2%

Net Cash 1,758 1,320 33.1%


die zahlen sind vielleicht etwas unübersichtlich – tut mir leid. dieerste zahl gibt die 2004 ergebnisse wieder, die zweite zahl die 2003 ergebnisse und dahinter die prozentuale steigerung.

mir gefallen die zahlen sehr gut, denn es wurde nicht nur der gewinn deutlich gesteigert, sondern auch das umsatzwachstum fällt mit +32% gegenüber dem vorjahr deutlich positiv aus. von bremsspuren nichts in sicht. beachtlich auch das ROE von über 40%.

zweitens wird die internationale expansion weiter fortgeführt (starkes wachstum in frankreich, mit abstrichen auch in skandinavien und usa, spanien und italien sollen ebenfalls erschlossen werden), so dass sich durchaus weiteres potential bietet. der hauptanteil wird immer noch in europa umgesetzt und verdient, vor allem in deutschland – auch hier gibt es deutliche steigerungsraten im gegensatz zu den meisten anderen bekleidungsketten verläuft also auch hierzulande das geschäft positiv. Asien schwächelt hingegen immer noch, allerdings gab es hier im zweiten halbjahr wohl sehr postitive zeichen mit einem stärker als erwarteten wachstumsanstieg (zahlen hierzu hab ich noch nicht vorliegen).

die abhängigkeit vom deutschen markt ist für mich der einzige kritikpunkt. die zunehmenden marktanteile in frankreich und skandinavien, sowie der ausbau in den usa und hoffentlich bald auch wieder in asien lassen aber hoffen, dass die dortigen märkte in zukunft einen stärkeren ergebnisbeitrag liefern. sollte in spanien und italien ein ähnlich guter markteintritt gelingen, wie in frankreich, wovon ich ausgehe, so sind auch hier gute chancen für zusätzliches wachstum in europa gegeben.
auch die ausschüttungspolitik ist für die aktionäre äußerst erfreulich. bezogen auf meinen einstandskurs dürften die gesammelten dividenden wohl immerhin über 5% liegen.

die bewertung der aktie ist im laufe des jahres allerdings auch deutlich angestiegen. seit diesem frühjahr haben die umsätze an den deutschen börsen doch spürbar angezogen, der kurs hat sich seit meinem kauf vor gut einem Jahr in etwa verdoppelt. auf basis der diesjährigen gewinne liegt das kgv so bereits oberhalb von 20. nicht gerade billig, angesichts des ungebremsten wachstums allerdings m.E. auch gerechtfertigt. allzu starke aufschläge rechne ich mir in den nächsten monaten allerdings nicht aus, eher eine ausgrpägte konsolidierung auf erhöhtem niveau. anlass zur hoffnung gibt der ausbruch aus der seitwärtsrange an der heimatbörse hongkong. charttechnisch ist esprit also in einwandfreiem zustand.

daher halte ich esprit zunächst weiter in vollem umfang. teilverkäufe in zukunft aber nicht ausgeschlossen.

ähnlich positiv entwickelt sich das geschäft bei novartis, wenn sich auch gewinne und aktienkurs in deutlich geringerem rahmen aufwärts bewegen. die gewinnsteigerungen sind im vergleich zum pharmasektor sehr gut, die bewertung aber auch schon angemessen hoch.

nestlé ist hingegen immer noch ein kleines sorgenkind. die positive entwicklung ist schon wieder fast dahingeschmolzen, da die ergebnisse doch deutlich unter den erwartungen geblieben sind. auf dem niveau rechnen ich allerdings mit einer stabilisierung des kurses.

stada fängt sich auch allmählich wieder, nach einem heftigen kurssturz, über den p.o.p. ja schon ausführlich berichtet hat. leider war ich zu der zeit in urlaub, aber im grunde stimme ich seiner analyse der dinge zu. langfristig halte ich stada aber immer noch für ausichtsreich, die alten höchstkurse werden aber wohl erst auf mittlere bis lange sicht wieder zu erreichen sein.

neu in meinem depot befindet sich canon, eine firma die wohl jedem, der schon mal eine kamera in der hand hatte ein begriff sein sollte. der umsatz und gewinn steigt kontinuierlich an, der aktienkurs hat sich langfristig positiv vom nikkei abgesetzt. auch in den schwachen letzten jahren hat canon aufgrund der positiven geschäftsentwicklung eine gute performance abgeliefert. sehr starke aufstellung im bereich digitaler kameras. für eine technologie-aktie ein sehr stetiges wachstum…

rhön klinikum springt ziemlich hin und her, die ergbenisse waren nicht berauschend. interessiert mich derzeit aber weniger, weil mein fokus hier sehr langfristig ist (mind. 5-10 jahre). langfristig sehe ich bei rhön erhebliches potential und das management macht einen sehr kompetenten eindruck mit langjährigem fokus.

bei ohb technology herrscht jetzt schon länger funkstille. die zahlen waren i.o., aber nicht überragend. aussagen zu neuen grossaufträgen könnten demnächst bewegung bringen, so sie denn zustande kommen. nach wie vor sehr hoher auftragsbestand und entsprechende planungssicherheit im unternehmen.

bei funkwerk habe ich gewinne mitgenommen, sprich verkauft, auch wenn ich von dem wert nach wie vor 100%ig überzeugt bin. mir scheint allerdings die luft derzeit etwas raus zu sein. wiedereinstieg demnächst möglich.

depfa mit verlust verkauft, die einzige aktie mit SL – und mal wieder den schlechtesten zeitpunkt erwischt ;-(. na ja, lieber einmal bei 15%die reißleine als unendlich verluste einzufahren. langfrisitg halte ich depfa immer noch für top. auch hier bietet sich bei ausbruch nach oben ein wiedereinstieg an.

meine fonds sind in der anzahl reduziert worden. der akrobat value wurde in den griffin eur. opportunities getauscht, der inzwischen geschlossen ist. es handelt sich um einen der so genannten absolute return fonds, deren ziel eine postitve rendite unabhängig von der marktentwicklung ist. neben aktien wird sich hier auch der wahl von derivaten bedient, um in jeder marktphase profitieren zu können. die aktienauswahl ist eher defensiv. ansonsten rückt verstärkt asien in den fokus mit dem axa rosenberg pacific ex jap. small comp. und dem jp small comp. der gleichen gesellschaft.


Aktien
Canon Inc 5.33%
Esprit Holdings Ltd 9.57%
Nestle 8.61%
Novartis 9.17%
OHB Technology 4.29%
Rhoen-Klinikum 7.34%
Stada Arzneimittel 8.28%
52.6%

Zertifikate
AL Global Hedge 5.17%

Fonds
DWS Inter Genuß 7.54%
ABN AMRO EUROPE Bond Fund 4.63%
F.Temp.Inv.Fds-T.Growth (EUR) 5.51%
ABN AMRO Fds-Gl.Em.Mk.Bd (USD) 4.63%
AXA Rosen.Eq.A.Tr.-Pa.Ex-J.SmC 3.27%
AXA Rosenb.Eq.A.Tr.-Jap.Sm.Cap 2.80%
Griffin Umbr. Fd-Eur.Opport.Fd 13.85%
42.23%

neue investments sind noch nicht konkret geplant. aber es werden aktien aus dem energie/öl und oder aktien aus dem finanzsektor hinzukommen, die mir derzeit im depot vollkommen fehlen. wird`s konkreter, meld ich mich mal wieder...ansonsten ist mir mein depot immer noch zu aktienlastig ausgerichtet. langfristig plane ich somit auch den ausbau der renten/genusscheine etc auf ca. 25% und hedge-zertifikate (ca. 10-15%). damit wär ich dann immer noch offensiv aufgestellt, im gegensatz zur vergangenheit aber deutlich diversifizierter. mittelfristig soll auch wieder ein immofonds hinzukommen.
im aktienteil soll der asienanteil nach oben gefahren werden.

gruß, jochen
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17.09.04 22:34:52
Beitrag Nr. 545 ()
Vossloh

wird im 4. Quartal mit einer erneuten Umsatzkorrektur aufwarten.
Den Gewinn kann ich noch nicht einschätzen, dürfte aber durch die Investitionen in Australien belastet werden.

wird das Vertrauen zu Vossloh belastet, dürfte der Kursverlauf für lange, lange Zeit uninteressant sein.

Gruß
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24.09.04 20:41:37
Beitrag Nr. 546 ()
Hallo Jochen,

Zu Esprit:

- gewinn deutlich gesteigert
- auch das umsatzwachstum fällt mit +32% gegenüber dem vorjahr deutlich positiv aus.
- von bremsspuren nichts in sicht.
- beachtlich auch das ROE von über 40%.
- zweitens wird die internationale expansion weiter fortgeführt, so dass sich durchaus weiteres potential bietet.
- auch die ausschüttungspolitik ist für die aktionäre äußerst erfreulich.
- anlass zur hoffnung gibt der ausbruch aus der seitwärtsrange an der heimatbörse hongkong.

@daher halte ich esprit zunächst weiter in vollem umfang. teilverkäufe in zukunft aber nicht ausgeschlossen.

Es gibt da ja so einen Spruch, von wegen "Unkraut gießen und die Blumen vernichten" oder so. Ich denke Du weißt, was ich meine. Bei mir war es z.B. so, dass ich mich entschlossen hatte Bijou Brigitte nicht zu verkaufen, diesen Entschluss jedoch aufgrund eines zu engen SL mit Lehrgeld bezahlt habe. (Sagte ich doch, SL ist nicht mein Ding ;-). Vielleicht wäre es sinnvoll, die Aktie so lange laufen zu lassen, wie das Geschäft gut läuft. Wenn sich der Gewinn in 3 Jahren verdoppelt hat, steht der Kurs womöglich auch bei 80. Eventuell könntest Du es ja mal ganz anders machen und zukaufen. (Nur so eine Idee a la Blumen gießen.) "SL" kannst Du ja bei 100% Plus ziemlich großzügig handhaben.

Wie dem auch sei: Mit diesem Investment hast Du Alles richtig gemacht - daher mein Glückwunsch!!

PS.: KGVe 05/06: 16,4

Und weil`s so schön ist:




Grüße
PoP
Avatar
24.09.04 21:50:27
Beitrag Nr. 547 ()
Wie ich gerade sehe gibt es die Aktien-Analyse zu Canon auf www.Aktien-Analyse.de kostenlos zum Download.
Avatar
27.09.04 13:47:06
Beitrag Nr. 548 ()
moin arman,

ich hab mich auch entschlossen, esprit vorerst in vollem umfang zu behalten, allerdings wird man bei 100% kursgewinn doch leicht nachdenklich.

dennoch, ich sehe esprit weiterhin als basisinvestment und werde dort in vollem umfang investiert bleiben..

ich hab deine erfahrung schon in beiden richtungen erlebt. mich über ein SL geärgert, aber andererseits erlebe ich z.b. bei nestlé gerade das gegenteil. hier hätte ich 20% steuerfrei mitnehmen können, inzwischen sind es noch 3%. doch arg unter die räder gekommen. auch wenn ich denke, dass zwischen 160 und 180 € spätestens der boden gefunden wird, ärgere ich mich ein wenig, nicht zumindest einen teil versilbert zu haben und nun wieder einzusteigen.

ich gebe dir aber recht - die unternehmenszahlen sind im gegensatz zu denen von esprit alles andere als berauschend bei nestlé...

vielen dank für den canon-hinweis. die aktie schwächelt auch noch etwas, aber angesichts der zahlen bin ich hier sehr zuversichtlich..

gruß, jochen
Avatar
27.09.04 17:58:05
Beitrag Nr. 549 ()
Hallo Jochen,

@ ich hab deine erfahrung schon in beiden richtungen erlebt. mich über ein SL geärgert, aber andererseits erlebe ich z.b. bei nestlé gerade das gegenteil. hier hätte ich 20% steuerfrei mitnehmen können, inzwischen sind es noch 3%. doch arg unter die räder gekommen. auch wenn ich denke, dass zwischen 160 und 180 € spätestens der boden gefunden wird, ärgere ich mich ein wenig, nicht zumindest einen teil versilbert zu haben und nun wieder einzusteigen.

Hmm, so sind die Märkte nun mal. Dann solltest Du vielleicht konsequent mit Charttechnik arbeiten. Ansonsten muss der fundamentale Trend langfristig stimmen und der Kurs passt sich ihm an, wenn auch mit + - 50% :rolleyes:

@ ich gebe dir aber recht - die unternehmenszahlen sind im gegensatz zu denen von esprit alles andere als berauschend bei nestlé...

Stimmt. Wobei Nestle ein sehr risikoarmes Investment ist. Ich würde bei Nestle z.B. keine übliche Sicherheitsmarge im Bereich von 40% fordern. Schauen wir mal, was Nestle jetzt fundamental wert ist.

Ich habe mir jetzt den Halbjahresbericht mal näher angeschaut und mir folgende Dinge notiert:

- Organisches Wachstum (Interner Absatzwachstum + Preise – Währungen – Veräußerungen) = knapp 5% [OK]
- Umsatz-Wachstum unterm dem Strich: 2,5%

- EBITDA-Wachstum gebremst durch gestiegene Rohstoff- und Energiepreise, höhe Kosten für Marketing, Veräußerungen und Währungsschwankungen sowie unterstützt durch Kostensenkungen im operativen Bereich +1% [schwach]
- EBITDA-Marge bereinigt um Währungen und Veräußerungen + 20 Basispunkte, also EBITDA-Wachstum bereinigt: +4% [auch eher schwach]
- Conclusio: Hauptsächlich Rohstoffpreise und außerdem höhere Investitionen dämpfen EBITDA-Performance

- EBITA + 2%, also etwas weniger Abschreibungen [auch schwach]

- EBIT + 1% - höheren Goodwillabschreibungen stehen geringere Sonderkosten (hauptsächlich Restrukturierungskosten) entgegen.

- Vorsteuergewinn gesunken (-2%) aufgrund eines erhöhten Nettofinanzaufwands
- Jedoch: Nettoverschuldung - 27% im 6-Monatszeitraum
- Zusammenhang: Der Finanzertrag hat sich vermindert. Es werden wohl Kursverluste gewesen sein, ggü. Kursgewinnen im Vorjahr.

- geringerer Steueraufwand. Steuerquote 30,6% in 04 ggü. 32,7% in 04
- Gewinn + 2%

- Gewinn je Aktie: 7,2 SFr
- Nachhaltiger Gewinn je Aktie: 9,2 SFr (-3%)

Nachhaltiger EPS 28% höher als EPS? Nachhaltig definiert Nestle als Gewinn vor Goodwillabschreibungen, Wertbeeinträchtigungen, Restrukturierungskosten, Erfolge aus Veräußerungen sowie bedeutende einmalige Einflüsse. Ich halte das für richtig die Gewinne aus dieser Perspektive zu betrachten, wobei ich z.B. Restrukturierungskosten nicht unbedingt dazuzählen würde. Ich bereinige den Gewinn jedoch immer um Goodwillabschreibungen, da sie keinen wirtschaftlichen Aufwand darstellen. Und siehe da: Gewinn vor Goodwill: 9 SFr je Aktie! Das stellt die Bewertung schon mal anders dar.

Ausblick: Erhöhte EBITA-Marge bei konstanten Wechselkursen, also unterm dem Strich keine Margenverbesserung angestrebt, sprich EBITA-Wachstum < Umsatzwachstum. Umsatzwachstum organisch zwischen 5 und 6% erwartet, unterm dem Strich vermutlich 3 bis 4%. Also ähnliches Bild wie in H1 für das Gesamtjahr -> schwaches Wachstum auf der Gewinnseite.

Gewinnprognose laut JCF-Consensus: 20,5 SFr. Das wird der bereinigte Gewinn sein, ist zu schaffen (EPS H2 03: 10,7 SFr). Damit beträgt das aktuelle KGV 04: 14.

Die Zahlen sind schwach. Jedoch denke ich, dass Nestle langfristig weiterhin mit 5% umsatzmäßig wächst und im Zuge der umfangreichen Kostensenkungsprogramme gewinnmäßig im hohen einstelligen Bereich wächst. Es stellt sich nun die Frage, ob Nestle fundamental wieder attraktiv geworden ist. Immerhin hat sich die Aktie stark verbilligt. Der Free Cash Flow zeigt eine gute Performance und die Verschuldung wird stark zurückgefahren. Das gilt es jetzt herauszufinden. Ich muss nur Alcon irgendwie gesondert betrachten und die 25%ige Beteiligung an Loreal dieses Mal nicht vergessen. Sieht es gut aus, dann würde ich nachkaufen.
Ansonsten würde ich Nestle und MBNA zunächst weiter halten, um sie dann in andere (neue) Aktien einzutauschen, bevor diese aus den liquiden Mitteln bediene. Denn mit meiner Aktienquote von rund 50% bin ich zufrieden, deswegen kein Verkauf bislang, sondern (bislang) angestrebter Tausch.

Grüße
PoP
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27.09.04 18:15:41
Beitrag Nr. 550 ()
Nestle:

RoE derzeit: 15%
RoIC liegt bei 21% (relativ viel Goodwill und liquide Mittel in der Bilanz)
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27.09.04 19:39:20
Beitrag Nr. 551 ()
Meine Annahmen:

FCF-Annahme in 2004: 14,5 SFr je Aktie

Wachstusmsannahme 04-10: 8%
Wachstusmsannahme 10-16: 4%
Wachstusmsannahme ewig: 2%

Diskontierungsfaktor: 9%

Barwert der Gewinne je Aktie: 305 SFr

- Finanzverbindlichkeiten: 75 SFr je Aktie
+ Liquide Mittel: 37 SFr je Aktie
+ 26,4% der Marktkapitalisierung von Loreal: 36 SFr je Aktie
+ 75% der Marktkapitalisierung von Alcon: 76 SFr je Aktie
----------------------------------------------------------

Innerer Wert: Rund 380 SFr je Aktie.

Aha. Alcon erhöht den Wert um fast 30%. So war es vom Vorstand übrigens auch gedacht. In einem Interview im Januar hieß es noch:

Arno Schmocker und Manfred Rösch: "Die teilweise Publikumsöffnung von Alcon hatte nicht zuletzt zum Zweck, dadurch den Wert des Kerngeschäfts quantifizierbarer zu machen. Wir haben jedoch den Eindruck, das Wahrnehmungsdefizit sei nicht beseitigt."

CFO von NEstle: An dem Tag im Oktober 2001, als wir die Publikumsöffnung bekannt gaben, und in der Woche, als Alcon an die Börse ging, im März 2002, gab es einen positiven Schub für die Nestlé-Aktien. Wir glauben, dass das Teil-IPO eine Neueinschätzung von Nestlé gebracht hat, wenn vielleicht auch nicht in dem Mass, wie wir es erwartet hatten. Was der Markt meiner Ansicht nach nicht reflektiert, ist, dass Alcon sich kräftig aufgewertet hat. Seit dem Börsengang zu 33$ haben sich Alcon in Dollar fast verdoppelt. Das ist noch nicht vollkommen im Nestlé-Kurs absorbiert."

(Das ganze Interview kann im Nestle-Thread bei VA nachgelesen werden)

Im Januar kostete Nestle ungefähr so viel wie heute. Wobei die Kapitalkosten von Nestle eher bei pi mal Daumen 7% liegen. Abgezinst zu 7% würde sich der Wert auf eher 500 SFr je Aktie erhöhen. (Außerdem war Loreal höher bewertet.) Aus dieser Sicht war/ist Nestle wirklich unterbewertet. Aber aus meiner Sicht (Renditeforderung von 9%) ist Nestle.. tatsächlich schon wieder recht günstig. Eine Sicherheitsmarge von 25% geht hier denke ich in Ordnung, wobei mich eher 250 SFr je Aktie reizen, Kurs aktuell 286 Sfr Aktie.


Grüße
PoP
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27.09.04 20:13:32
Beitrag Nr. 552 ()
Folgende Nachricht habe ich gerade gefunden:

Zürich (AWP) - Die Aktien der Nestlé AG sind nicht mehr gefragt. Seit Anfang August haben sie über 10% verloren. Eine baldige Kurswende ist unwahrscheinlich. Denn das Umsatz-Wachstumsziel wird der Nahrungsmittelmulti 2004 wohl nicht erreichen, sagen Analysten.

Die Investoren zeigen sich in Sachen Nestlé-Anlagen zurückhaltend: Seit Anfang August sind die Aktien des Nahrungsmittelmultis um über 10% gesunken. Alleine in der vergangenen Woche hat der Börsenwert des Konzerns unter dem Eindruck der Perrier-Krise, um mehr als 2,5 Mrd CHF abgenommen.

Doch Perrier habe keinen Einfluss auf Nestlés Börsenkurs, sind sich die Analysten einig. "Das ist nur eine politische Angelegenheit", begründet Sal.Oppenheim-Experte Paolo Mazzoni. Denn das Sprudelwasser in der grünen Glasflasche trage gerade mal 0,5% zum Gesamtumsatz und 6% zum Nestlé-Waters-Umsatz bei.

Die wahren Probleme orten die Analysten vielmehr im schwierigen Marktumfeld: "Die Investoren haben nach den schwachen Quartalszahlen und den Gewinnwarnungen von Coca Cola, Unilever und Colgate Angst, dass die Markenartikel-Hersteller unter die Räder kommen", begründet Sarasin-Analyst Patrick Hasenböhler. Denn das Konsumverhalten nach dem Motto "Geiz ist geil", das bisher vor allem in Deutschland vorherrschte, sei jetzt auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten.

Hauptgrund für den Kursrückgang der Nestlé-Papiere ist laut Marktbeobachtern aber das enttäuschenden Halbjahresergebnis. Danach seien die Aktien erstmals seit Ende 2003 unter 300 CHF gefallen. Und die Prognosen für die Umsatzentwicklung im dritten Quartal, die Nestlé am 21. Oktober publiziert, sind nicht viel besser: "Die Umsatzzahlen werden nicht berauschend sein", erwartet ZKB-Analyst Patrik Schwendimann.

"Fällt das dritte Quartal schwach aus, wird Nestlé die Jahresziele nicht erreichen", ergänzt Sarasin-Experte Hasenböhler. Die Gruppe strebt ein organisches Wachstum von 5% bis 6% und eine gegenüber dem Vorjahr höhere operative Gewinnmarge zu konstanten Wechselkursen an. Die Margensteigerungen seien nur unter Dach zu bringen, wenn der Schweizer Franken nicht zu stark und die Rohstoffpreise nicht steigend seien. Hohe Rohstoff- und Verpackungspreise waren aber mit ein Grund für die Gewinnwarnungen bei Coca-Cola und Unilever.

"Dem Margendruck, unter dem die übrigen Grossanbieter leiden, kann sich auch Nestlé nicht entziehen, wie bereits die Halbjahreszahlen gezeigt haben", erklärt Hasenböhler. Auch wenn das Geschäft des Foodmultis, anders als bei der Konkurrenz, nicht nur von Getränke- oder Glacé-Verkäufe abhänge, die wegen des schlechten Wetters rückläufig waren. Höhere Schoggi- und Kaffee-Verkäufe reichen aber offenbar nicht aus, um die Einbussen zu kompensieren. So erwartet Hasenböhler, dass Nestlé das organische Umsatzwachstum im laufenden Jahr nur um 4,9% steigern kann und nicht um 5% bis 6%, wie noch kürzlich vom Konzern bestätigt.

Auch die Analysten von Leu, Sal Oppenheim und ZKB glauben, dass es für Nestlé schwierig werde, das Wachstumsziel zu erreichen. Während Steven Frey von Leu und Paolo Mazzoni von Sal. Oppenheim mit 5% rechnen, geht ZKB-Experte Schwendimann davon aus, dass Nestlé die eigene Guidance - wenn überhaupt - nur knapp erreichen kann: "Um 5,0% zu erzielen, muss Nestlé in der zweiten Jahreshälfte um mindestens 5,4% zulegen, was nicht einfach sein wird und in den vergangenen beiden Semestern nicht gelungen ist."

Ob Nestlé das zweite Ziel, die Betriebsgewinnmarge in Lokalwährungen zu steigern, erreichen wird, hängt laut Schwendimann von den Marketingkosten ab. Diese sind im ersten Halbjahr gestiegen und haben die Einsparungen aus den Kostensenkungsprogrammen praktisch zu Nichte gemacht. "Sollte Nestlé einen schwachen Umsatz mit höheren Marketing-Ausgaben ankurbeln wollen, könnte dies erneut zu Lasten der Margenentwicklung gehen", sagt Schwendimann.

bv/fp

Quelle: Bluewin Börse

Keine schlechten Vorraussetzungen für weitere fallende Kurse. Ob nun 4,9% Umsatzwachstum oder 5,5%, ob nun + 10 Basispunkte EBITDA-Marge oder - 10 Basispunkte - fundamental ändert es nicht viel, das Jahr wird eh nicht berauschend. Außer dass vielleicht die Prognosen zurückgenommen werden und Analysten den Wert runterstufen, was die Aktie vielleicht nochmal 10 bis 20% billiger macht. Da bleibe ich mal in Lauerstellung.
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28.09.04 13:32:53
Beitrag Nr. 553 ()
@PoP,

super Info`s zu Nestle! Sind wir ja von dir nicht nicht anders gewöhnt :) Komme ja aus der Nahrungsmittelindustrie, da ist so eine Analyse glech doppelt interessant :yawn:

Hast du das auch bei Value Analyse eingestellt? Denke da sind viele interessierte "Kollegen".

Gruß Thomas
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28.09.04 14:33:42
Beitrag Nr. 554 ()
ach arman,

schön mal wieder eine ordentliche bilanzanalyse zu lesen. hätte selbst nicht minder lust mich mal wieder verstärkt den berichten verschiedener firmen zu widmen, aber in den letzten monatenbin ich nicht wirklich dazu gekommen und ich fürchte, dass sich dies auch nicht ändert...daher danke ich Dir umso mehr für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast (siehe auch Boardmail!!!)

Nestlé werde ich auf diesem Niveau nicht verkaufen, aber die zahlen sind für mich dennoch recht enttäuschend gewesen. viel zu viele firmen (auch nestlé) begründen ihre schlechten ergebnisse mit schlechtem wetter (eisverkauf läuft nicht) und dem steigenden eur/$-verhältnis...der anstieg war doch schon lange vorhersehbar und kam nicht so überraschend, oder? mich wundert, dass in einem unsicheren umfeld immer erst hohe gewinnaussichten genannt werden, die dann doch nicht eingehalten werden können. für mich erscheint jedenfalls absehbar, dass die jahresziele nicht erreicht werden - ich lasse mich aber gerne positiv überraschen - nur woher sollen die impulse kommen?!?

wie sieht denn Euer aller Depot im Moment aus?!?

Arman, bist Du noch ion Boss investiert?!? Ist mE. auch eher noch ein Kaufwert...scheint den Turnaround im Damen-Bereich doch schneller zu meistern, als ich dachte...

gruß jochen
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28.09.04 18:23:32
Beitrag Nr. 555 ()
Hallo,

erstmal danke für die nette Resonanz.

@ThBoe

Ich habe die DCF-Prognose bei VA reingestellt. Was meine Recherschen ergeben haben ist das Nestle (selbst) mit einem KGV 14 fair bewertet ist. Jedoch gehören Nestle 26% an Loreal und 75% an Alcon. D.h. ich kaufe Nestle fair und kriege diese Beteiligungen im (Markt-)Wert von 110 SFr je Aktie umsonst. Oder aber ich ziehe diesen Marktwert als Gegenwert vom inneren Wert von Nestle (selbst) ab und kriege Nestle recht günstig. Wie man es auch dreht auch und wendet, ob nun Nestle selbst fair bewertet ist und die Beteiligungen im Kurs nicht reflektiert werden, oder ob Nestle selbst unterbewertet ist - der aktuelle Kurs bewegt sich in einem interessanten Terrain oder ist auf dem Weg dorthin. Sehr lesenswert ist auch das komplette Interview mit dem CFO, das im VA-Thread steht (vorletzes Posting). Ich hatte seine Aussagen zu der Zeit nicht überprüft, aber was er gesagt hat stimmt mit meinen Ergebnissen überein.
Die DCF-Prognose hat nur einen kleinen Haken. Nämlich dass ich die Beteiligungen zu Marktwerten bewertet habe. Bei sinkenden Kursen von Loreal und Alcon ist da also noch Luft nach unten. Besser wäre es hier, sowohl für Loreal als auch für Alcon eine eigene DCF-Prognose zu machen und diese dann anteilig zu bewerten. So hatte es auch mal Warren BUffett empfohlen. Aber das würde wieder sehr lange dauern und da Loreal und Alcon sehr gut im Wettbewerb stehen und nicht exorbitant bewertet werden denke ich, dass der Unterschied so groß nicht ist.

Kleiner Tip noch. Der Smiley: :yawn: sagt uns nicht etwa "Wow", wie ich selbst irrtümlich dachte, sondern er gähnt. Nur, damit es nicht zu Missverständnisen kommt ;-) Die Bedeutung der Smileys kannst Du sehen, wenn Du ein Antwortfenster öffnest und oben rechts auf den Link "zur Hilfe>Fragen zum Posten klickst".

@notnormal

@hätte selbst nicht minder lust mich mal wieder verstärkt den berichten verschiedener firmen zu widmen, aber in den letzten monaten bin ich nicht wirklich dazu gekommen und ich fürchte, dass sich dies auch nicht ändert...

Ja, so ist das nunmal. Vielleicht ist es dann ganz gut, dass Du ne relativ hohe Fondsquote hast und diversifiziert bist.
Aber die Quartalsberichte kann man sich schon mal am Wochende durchlesen, oder? Sonst weiß man`s halt erst, wenn es zu spät ist.

@daher danke ich Dir umso mehr für die Arbeit

Sehr gerne.

@wie sieht denn Euer aller Depot im Moment aus?!?

Ich mach wohl Donnerstag meinen Quartalsabschluss.

@Arman, bist Du noch ion Boss investiert?!?

Schon lange nicht mehr.

@Ist m. E. auch eher noch ein Kaufwert...scheint den Turnaround im Damen-Bereich doch schneller zu meistern, als ich dachte...

Scheint so. Als ich verkauft hatte, hatte Boss ne Wachstumsdelle. Aktuell bin aber nicht tiefer in die Materie eingestiegen, sieht halt nicht mehr so billig aus wie noch für 10 Euro. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Aktie gut ins Laufen kommt, wenn es so läuft. Sie haben auch eine sehr starke Marke. Die Dividende ist ja auch nicht ohne. Den Wert würde ich mir an Deiner Stelle genauer anschauen.


Grüße
PoP
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28.09.04 19:03:08
Beitrag Nr. 556 ()
@PoP

Danke für den Tip... So war das nicht gedacht :)
Habe im VA schon mal reingeguckt und den Beitrag gesehen (hätte ich ja auch gleich gucken können).

Gruß Thomas
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30.09.04 08:56:34
Beitrag Nr. 557 ()
@all

Was haltet ihr eigentlich von Caterpillar? Der Wert profitiert zuletzt von der anziehenden Baukonjunktur und konnte die Ergebnisschätzungen übertreffen. Grundsätzlich ist dieses Unternehmen für mich nicht unbedingt als „Lebensinvestment“ interessant. Dazu ist Cat ein zu großer Zykliger.
Doch im Moment schaue ich mir den Wert an, um eventuell Tradinggewinne zu realisieren.

Das Thema Dollar / Euro macht mir auch noch zu schaffen. Sollte der Euro weiterhin steigen, drohen Risiken. Grundsätzlich stellt sich diese Frage natürlich bei allen US Aktien.

Was denkt ihr über den Baumaschinenhersteller und über das Thema Dollar / Euro?


Gruß Thomas
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30.09.04 10:45:28
Beitrag Nr. 558 ()
@ThBoe #556

Caterpillar
Ist prinzipiell ein guter und seriöser Valuewert.
Der Kurs ist aber am oder nahe dem 5-Jahreshoch.
Da würde ich so eine Aktie nicht kaufen.
Schau dir mal den Chart an.

Dollar/Euro
Auf einem Vortrag eines renomierten Vermögensverwalters sagte dieser:

Währungen sind nicht zu kalkulieren! Da kann man nur die Risikien mildern.

Pfizer
Wenn schon USA, dann schau dir mal diesen Valuewert chartmässig an.
Sieht meines erachtens im Moment gut aus.

Dell
Ist auch eine Überlegung wert.
Chart steht vielleicht am Ausbruch.
Heute kamen auch gute Nachrichten und guter Ausblick für 2005.

Viele Grüße
HoppundTop
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30.09.04 11:45:31
Beitrag Nr. 559 ()
hallo zusammen

bezüglich währungen bleibt vieles spekulation - aufgrund der momentanen konstellation spricht aber vieles für einen kurzzeitigen anstieg des eur/$-kurses...

frage ist jedoch, wie lange möchtest du die aktien halten?!? auf sicht von 5-10 jahren kann man vielleicht eine aussgae hinsichtlich einer firmenentwicklung versuchen, aber wohl niemals die entwicklung des währungskurses vorhersagen. kurzfristig ja, aber mittel- und langfristig m.E. nicht.

Wenn du sorge bzgl. des wechslekurses hast, wie wäre es, wenn du in amerikanische werte in mehreren tranchen investierst?!? so verringerst du das risiko zumindest etwas...

@ p.o.p.

mein problem ist, dass ich fonds nicht wirklich sexy finde, sie sind gut, um bestimmte regionen in mein depot einzubeziehen oder wenn die kohle fehlt, um genügend werte selber zu kaufen...ansonsten vertraue ich mein geld aber immer noch mir selber am liebsten an, da weiss ich wenigstens, wen ich nachher verdammen muss ;)

benutzt du für deine analysen immer noch die va-methode oder hsat du dich mittels literatur etc. weitergebildet? ich suche noch vernünftige literatur zur unternehmensbewertung - recht übersichtlich und nicht zu abgehoben geschrieben. wisst ihr was?

@hoppundtopp

dell halt ich für sehr gut, allerdings auch schon recht teuer...hab mich nicht eingehender mit befasst, aber das firmenmodell überzeugt mich!

mit pfizer hab ich so meine schwierigkeiten - so wie der kurs im moment rumsumpft steckt da entweder noch mehr im busch, oder es traut sich einfach keiner mehr, nach der gewinnwarnung. ich bin angesichts der größe von pfizer eher skeptisch, was übermäßiges wachstum angeht. pfizer kann m.E. nicht weiter durch übernahmen so stark wachsen wie in der vergangenheit...ich bin allerdings auch schon in eine hochkapitalisierte pharma-gesellschaft (Novartis) investiert und würde daher nicht noch Pfizer hinzunehmen. Novartis erscheint mir derzeit deutlich attraktiver als Pfizer, wie das Wachstum der vergangenen Quartale zeigt. Die Pipeline ist gut bestückt und Geld ist auch ausreichend vorhanden, um bei Gelegenheiten zuzugreifen. Zudem ist Novartis nebenbei auch einer der größten Generika-Produzenten, was langfristig sicher positiv zu werten ist...

gruß jochen
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30.09.04 15:02:49
Beitrag Nr. 560 ()
@HuT,

Caterpillar ist sicher ein Valuewert. Ich persönlich habe bei bauzugehörigen Branchen Bauchschmerzen. Auch sehe den Aspekt des 5 Jahreshochs (bin also zu spät :D ). Grundsätzlich denke ich aber, das da noch ein paar Prozente auf sicht Ende 2004 drin sind. Deswegen habe ich Tradingchance geschrieben.
Pfizer habe ich immer auf der Rechnung, Dell beobachte ich seit kurzer Zeit. Paychex, Starbucks, Gillette, Altria ist ebenfalls auf dieser Liste...

@notnormal
Novartis ist meiner Ansicht nach auch interessanter als Pfizer, genau aus der Generika Sicht.

@all
Thema Währung sehe ich auch eher auf Blick 10 - 20 Jahre. Auf fünf Jahressicht wird sich wohl nichts änder, eher steigt der Euro noch (reine Spekulation).
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30.09.04 15:13:37
Beitrag Nr. 561 ()
hallo alle zusammen,

was haltet ihr zu abrundung des depots eigentlich von discountzertifikaten u.ä.?

ich schaue mir derzeit ein zertifikat auf die lufthansa an - LH notiert nahe am september 01 tief, drunter war der kurs in den letzten jahren nur einmal im jahr 03. natürlich ist der kurs recht anfällig für externe schocks wie anschläge und auch für ölpreisanstiege, allerdings sollte hier schon einiges eingepreist sein. operativ zählt LH für mich zu den stärksten Luftfahrtgesellschaften. die aktie selber halte ich allerdings für recht spekulativ!

der passende discounter notiert momentan bei ca. 5.35-5.4 euro bei gut vier jahren laufzeit. sollte der kurs zur fälligkeit oberhalb von 7.81 € liegen, so werden diese ausgezahlt. verlust würde man erst machen, wenn LH in 4 Jahren unterhalb vom derzeitigen Kurs liegt, was mir recht unwahrscheinlich vorkommt. es bietet sich bei einem Puffer gegenüber der aktie von >50% eine chance von fast 10 % p.a., wenn die aktie am lauzeitende über 7,81 € liegt.

ein niedrigerer einstiegskurs würde die chancen entsprechend erhöhen und den puffer verringern...

halte ich als alternatives investment für überlegenswert. irgendwelche meinungen?!?

gruß jochen
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30.09.04 20:17:21
Beitrag Nr. 562 ()
Hallo,

@notnormal..“ …ansonsten vertraue ich mein geld aber immer noch mir selber am liebsten an, da weiss ich wenigstens, wen ich nachher verdammen muss “

Das sehe ich genau so. Wenn ich z.B. Irgendetwas verbocken würde, hätte ich das selbst zu verantworten - dann könnte ich damit leben. Aber was für ein Scheißgefühl muss es sein, Geld zu verlieren und dafür nicht verantwortlich zu sein!? Ich wüsste jedenfalls nie so richtig woran ich bin, geschweige denn was kommt und wieso und ändern kann ich’s ja auch nicht.

@ benutzt du für deine analysen immer noch die va-methode oder hast du dich mittels literatur etc. weitergebildet?

Ich habe mich von vielen Dingen der VA distanziert. Ich hatte mich auch von Warren Buffett und Alles drum rum zeitweise ganz verabschiedet und die Dinge von hinten aufgerollt. Das hat mich wirklich weitergebracht und erst so konnte ich die Zusammenhänge verstehen und lernen wo drauf es ankommt. Man muss immer irgendwo seinen eigenen Weg finden. Ich meine kann zwar viel von Buffett lernen, aber man kann ihn nicht kopieren, weil wir nicht denken wie er und auch nicht genau wissen, was genau! er sich bei seinen Investments gedacht hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Augen vor Vielem verschließt bzw. dass man Vieles gar nicht bemerkt, wenn man nur stur systematisch anhand von irgendwelchen „fremden“ Analysemustern vorgeht.
Auf der anderen Seite habe ich auch Vieles wieder entdeckt und die Fragen zur allg. Unternehmensbeurteilung sollten einem bei einer vernünftigen Unternehmensanalyse eigentlich immer im Kopf herumschwirren und eine Unternehmensbewertung a la DCF ist für mich das A&O. Letztlich bin ich ja ein Valueinvestor geblieben und teile den Grundgedanken der VA voll und ganz - die Methodik jedoch nur eingeschränkt.
Ich habe mich zwar auch mittels Literatur weitergebildet, aber hauptsächlich habe ich durch Gespräche hinzugelernt, mit Investoren die Durchblick haben. Frei nach dem Motto, "wer nicht fragt bleibt dumm" und diese Investoren waren bzw. sind so freundlich, mir Alles zu erklären und es sind wirklich sehr gute Investoren.

@ich suche noch vernünftige literatur zur unternehmensbewertung - recht übersichtlich und nicht zu abgehoben geschrieben. wisst ihr was?

Ich kenne ein tolles Buch zur Unternehmensbewertung, hat aber 440 Seiten und ist vielleicht nicht ganz das, was Du suchst. Ich würde Dir lieber empfehlen Literatur über qualitative Zusammenhänge in der Wirtschaft zu lesen und ebenso die Geschäftsberichte zu lesen, die auch viel Aufschluss über diese Zusammenhänge bieten. Wie man ein Unternehmen anhand DCF bewertet ist technisch ganz einfach, das kann ich Dir gerne hier im Thread erklären, dafür brauchst Du kein Buch. Das wirklich Schwierige ist, dass Deine DCF-Prognose auch einigermaßen zuverlässig ist. Hier kommen wieder die qualitativen Faktoren und ein tiefes Verständnis vom Geschäft ind Spiel. Bei vielen Unternehmen ist eine zuverlässige Prognose nicht möglich, so dass eine ernsthaft DCF-orientierte Strategie den Radius der in Frage kommenden Unternehmen stark einschränkt. Aber bei der Vielfalt bleibt immer noch genügend übrig.

@was haltet ihr zu abrundung des depots eigentlich von discountzertifikaten u.ä.?

Grundsätzlich denke ich, hier ist es oft so wie beim Roulette: „Die Bank hat gewonnen.“ Aber vielleicht ist es nicht immer vorrangig, was der Andere verdient, sondern ob man selbst davon einen Vorteil hat. Ich konnte mich noch nicht richtig damit anfreunden, aber hier bei den 50-ern gibt es ja einen Thread dazu.

zu meinem Depot-Update:

Was hat sich Alles geändert seit Q2?

Kauf von PC-Spezialist Aktien nach schwachen Q2-Zahlen und schwachem Ausblick für das Geschäftsjahr 2003. PC-Spezialist ist nun die mit Abstand größte Position in meinem Depot. Die Größe richtet sich nach der Sicherheitsmarge. Meinen Recherschen zu Folge ist PC-Spezialist konservativ gerechnet 15 Eur je Aktie wert. Kaufgrund also wie immer bei mir: Eine starke fundamentale Unterbewertung bzw. hohe Sicherheitsmarge.

Dann hat sich Zapf Creation sehr schwach entwickelt. Hier werden vermutlich schwache Quartalsergebnisse und in der Folge eine Gewinnwarnung erwartet. Keiner weiß wohl so recht, was kommt. Deshalb wird die Aktie denke ich gemieden. Ein operatives Ergebnis auf Vorjahreshöhe halte ich für gut erreichbar bzw. auch übertreffbar. Analysten und Aktionäre finden die Prognose aber optimistisch. Ist auch müßig darüber zu spekulieren. Hier muss man einfach die Quartalszahlen abwarten. Dann wird sich zeigen ob die aktuellen Kurse gerechtfertigt sind oder nicht.

MBNA hat sich nicht stark verändert. Die Quartalszahlen waren mit einem deutlich zweistelligen EPS-Wachstum ganz ordentlich. Es hat sich nichts daran geändert, dass dieses Investment mangels Verständnis auf der Abschussliste steht.

Nestle: Schwache Quartalszahlen und mehr oder weniger deutliche Kursverluste. Hatten wir ja besprochen. Hier würde ich unterhalb von 170 Eur je Aktie aufstocken, vermutlich im Tausch gegen MBNA.

Die Goldminenaktien habe ich verkauft. Ich war ja nie besonders positiv für Gold, hatte die Anteile zum Hedging von Währungsverlusten als Diversifikation im Depot. Diversifikation ist aber gerade das, was ich nicht mehr betreibe.

Zur Währungsdiskussion: Da kenne ich mich auch nicht aus, glaube jedoch, dass es auch dann nicht seriös einzuschätzen ist, wenn man sich auskennen würde. Davon mal abgesehen ist doch die Eur/Dollar Kaufkraftparität schon zu Gunsten des Euros überschritten worden. Zudem wächst die USA nach wie vor dynamischer und die Zinsen steigen. Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass der Dollar noch mal um rund 30% abwertet, wie seit Anfang 2002. Ich würde heute ruhigen Gewissens in Dollarwertpapiere (jedoch keine Anleihen) investieren, auch wenn diese keine Umsätze außerhalb der USA machen und damit von einem sinkenden Dollar profitieren.

Ansonsten habe ich meiner Mutter etwas Geld geliehen, was als Darlehen ausgewiesen wird. Die Rendite wird bei um und bei 9% nach ca. 1 Jahr liegen. Für mich eine risikolose 9% Anlage. Ich hab ihr ja gesagt, dass sie das bei der Bank billiger kriegt, aber so sind Mütter nun mal.

Meine Performance betrug - 4% gegenüber Q2. Durch eifriges Sparen habe ich die Verluste wettgemacht und komme auf ein Wachstum des Depotvolumens in Höhe von + 3,8% gg. Q2.

Depotwachstum:

Zapf Creation: - 2,8%
Nestle: - 1,2%
Spareinlagen: + 7,8%
-------------------
+ 3,8%



Aufteilung des Portfolios:

PC-Spezialist: 26%
Zapf Creation: 15%
MBNA Corp.: 8%
Nestle: 6%
------------------------------------
Einzelwerte insgesamt: 55%
Tages-Geld: 25%
Darlehen: 20%


Aufteilung des Portfolios nach Währungen:

Eur: 86%
US-$: 8%
CHF: 6%


EINZELWERTE:

PC-SPEZIALIST:

Wertentwicklung: + 0,6% (2 Monate)



ZAPF CREATION:

Wertentwicklung: - 13,6% (11 Monate)



MBNA CORP.:

Wertentwicklung: + 38,1% (2 Jahre + 3 Monate)




NESTLE:

Wertentwicklung: - 8,7% (2 Jahre + 4 Monate)



KENNZAHLEN:

Gewinnrendite 2004: 9,6% entspricht einem KGV: 10,4
(Auf Basis der Anschaffungswerte und Gewinnschätzungen 04)

Gewinnrendite 2004: 9,7% entspricht einem KGV: 10,3
(Auf Basis der Marktwerte und Gewinnschätzungen 04)

Dividendenrendite 2004: 4,7%
(Auf Basis der Anschaffungswerte und Dividendenschätzungen 04)


CASH - TAGESGELD zu 2,5 %

Erhaltene Zinsen in % des Depotvolumens: 0,4%

DARLEHEN:

Wertentwicklung: 1,3% (2 Monate)


PERFORMANCE: + 5,9%
RENDITE: 2,6% (Laufzeit ca. 2 Jahre + 3 Monate):



Viele Grüße
PoP
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10.10.04 18:40:17
Beitrag Nr. 563 ()
Hallo,

@notnormal..zur Buchfrage: Mir ist da noch eins eingefallen. Ich denke das wäre genau das, was Du suchst:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3478383609/qid%3D10974…

Zu meinem Angebot DCF, zu erläutern: Jemand hat mich per Boardmail kontaktiert und geschrieben, dass er sich über so etwas freuen würde. Er ist aber bislang der Einzige. Wenn sich noch mehr melden, würde ich es machen.

Grüße
PoP
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28.10.04 18:21:52
Beitrag Nr. 564 ()
Hallo 50-er,

was gibt es Neues? Lauter Quartalsberichte, ja.

MBNA:

Hier hat sich das Wachstum etwas verlangsamt. Nichts desto trotz: ein zweistelliges EPS-Wachstum im 3. Quartal. Für 2005 wird weiter ein zweistelliges EPS-Wachstum auf 2,3 $ erwartet, was einem KGV von knapp 11 entspricht. Kein Handlungsbedarf.

Nestle:

Das Wachstum hat sich im 3. Quartal etwas beschleunigt und soll auch im 4. Quartal anhalten. Die Aussicht auf eine Gewinnrevision und damit günstigere Kursen ist damit leider erstmal verschmäht. Ebenfalls kein Handlungsbedarf.

Zapf Creation:

Das 3. Quartal ist sehr schwach ausgefallen. Die Gründe liegen hier v.a. in Zentraleuropa. Das deckt sich auch mit den Beobachtungen, die ich bei VA gepostet hatte. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass sich das so stark in den Zahlen widerspiegelt - immerhin sank der operative Gewinn um 25%, das ist schon happig. Resümierend muss ich sagen, dass ich die Lage bei Zapf Creation zu optimistisch eingeschätzt habe. Ich dachte, dass sich Zapf bereits dieses Jahr wieder rehabilitiert, aber das Fazit lautet derzeit eher: ein Unglück kommt selten allein.
Die Verschuldung ist inzwischen stark angestiegen, die Margen und Kapitalrenditen sinken und der Umsatzschwund ist viel stärker als von mir erwartet. Dieser Mix reduziert meine Erwartungen an einen fairen Wert auf nunmehr 22 Euro je Aktie. Zum Zeitpunkt des Kaufes war ich noch von 28 Euro ausgegangen und mein Einstiegskurs liegt derzeit bei 18,5 Eur je Aktie. Bzgl. meiner Konzentration auf das Prinzip der Sicherheitsmarge kann ich zumindest sagen, dass die im nachhinein beschlossene Risikoanpassung im Bereich von 80% und eine Forderung der Sicherheitsmarge im Bereich von 40% darauf hinausgelaufen wären, bei den projizierten 28 Euro nicht mehr als knapp 14 Euro zu zahlen. Damit wäre ich jetzt im Plus. Ist aber lediglich ein Trost. Fakt ist, dass dieses Investment zum Zeitpunkt des Kaufes ein Fehlinvestment war.
Das ist die eine Seite. Die andere Seite sieht aber gar nicht mal so schlecht aus. Ich denke, dass Zapf Creation im 4. Quartal durchaus ein Ebit von 11,8 Mio Eur schaffen kann, womit die Prognose erfüllt wäre. Für das kommende Jahr ist die Strategie stimmig. Zapf Creation verstärkt noch einmal seine Produktoffensive, dazu wurden Maßnahmen getroffen, die die operativen Kosten weiter drücken und die Einmaleffekte aus Q1 03 wird es wohl auch nicht geben. Insgesamt bin ich ziemlich zuversichtlich, dass Zapf Creation in 05 wieder an die 30 Mio Eur beim Ebit herankommt. Nach Steuern bedeutet das ein operatives KGV von gerade mal 6 bei einer Dividendenrendite von 7%. Für ein Unternehmen, das im kommenden Jahr steigende Umsätze und Erträge melden wird, ist das nicht schlecht und daher denke ich, dass sich der Kurs im nächsten bei 20 Euro rum etablieren wird bzw. dass ich mit diesem Investment mindestens ins Plus drehe.
Aktuell finde ich die Bewertung attraktiv, so dass ich mir sogar einige Stücke kaufen würde, wenn ich nicht schon welche zu 18,5 Eur im Depot hätte. Um auf einen guten Kurs zu kommen müsste ich zu viel aufstocken und der realisierte Durchschnittskurs und die geringere Sicherheitsmarge würden in keinem guten Verhältnis mehr zum hohen Depotanteil stehen.
Also vorerst kein Handlungsbedarf.

PC-Spezialist:

PCS meldet bald vorläufige Zahlen, das Datum steht aber nicht fest. Die ursprüngliche Gewinnprognose sollte vorläufig bis zum 3. Quartal beibehalten werden aber als unterer Rand wurde schon mal eine halbe Gewinnwarnung Richtung EPS auf Vorjahreshöhe gemacht. Diese halbe Gewinnwarnung wird zum Quartalsergebnis wohl eine ganze Gewinnwarnung, da der Vorstand schon in einigen Interviews davon gesprochen hat, ein EPS auf Vorjahreshöhe erreichen zu wollen. Ich vermute mal das das der Grund für die aktuelle Kursschwäche ist. Von mir aus soll der Kurs aber ruhig noch mal zurückkommen, so unter 7 Euro würde ich nämlich sehr gerne noch mal aufstocken.

Allgemein:

Insgesamt betrachtet läuft es in diesem Jahr performancemäßig schlecht. Hinzu kommen noch 50% Cash und ein steigendes Depotvolumen durch Spareinlagen. So bin ich von meiner Zielrendite in Höhe von 9% p.a. derzeit weit entfernt. Ich habe daher beschlossen, mich künftig stärker also langfristiger an Aktien zu binden, um eine bessere VErzinsung der investierten Mittel zu erreichen. Verkäufe sollten eigentlich nur dann getätigt werden, wenn es bessere Alternativen gibt. Ansonsten entscheide ich mich ja für die Alternative 2,5% Tagesgeld und wenn eine Aktie bessere Renditechancen hat, sollte man diese Alternative verwerfen.

Grüße
PoP
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29.10.04 08:30:14
Beitrag Nr. 565 ()
guten morgen, :)

zu Zapf

wenn Zapf bei diesem Geschäftsverlauf und der katastrophalen Finanzlage eine Dividende zahlt, ist ihnen nicht mehr zu helfen.

Gruß

:)
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29.10.04 13:49:22
Beitrag Nr. 566 ()
@PoP

Zapf hat mich auch ein wenig entäuscht. Da ich gerne Unternehmen aus zweiter oder dritter Reihe kaufe, war Zapf lange Zeit in einem Musterdepot von mir. Doch ich gebe es ehrlich gesagt auf. PC Spezialist kenne ich erst durch dich, liegt aber nicht so sehr in meinen Betrachtungen. Im Moment versuche ich Positionen bei Brilliant und Baywa aufzustocken.

Jungheinrich leider durch SL gerutscht und raus aus dem Depot. Seit Januar 2003 habe ich mit meinen geliebten Jungheinrich im Schnitt 53% gemacht. Jetzt scheint das Wachstum gepremst zu werden. Auch wird der Markt enger, auch wenn Jungheinrich meiner Meinung nach ein Spezialist ist. Vielleicht ergibt sich ein Einstieg.

Pfizer und GE (OK,OK beides keine zweite Reihe ;) )sind ins Depot gewandert. Cash im Moment bei immer noch 45%.

Weiter unter Beobachtung stehen Einhell und Starbucks. Bei den Kaffeeeeeeemeistern möchte ich ebenfalls aufstocken. Aber ich bin im Moment fast ausschließlich in D und USA investiert...

Was denkst du über Länderstreuung? Mit Asien kenne ich mich zu wenig aus. Auch in Osteuropa bin ich nicht der Held (ich weiß das im VA ein paar Experten sitzen :D )
In Osteuropa bin ich über ein Indexzerti auf den CECE investiert.
Rohstoffe über GCSI...

Gruß Thomas
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29.10.04 16:17:06
Beitrag Nr. 567 ()
@TheBoe

Brilliant, Baywa, Einhell und Jungheinrich - alles Nebenwerte, die ich mir noch gar nicht angeschaut habe. Wie lautet denn Deine Investmentstory zu den besagten Werten? Wo siehst Du die Wettbewerbsvorteile der Unternehmen? Warum soll ich mir z.B. eine Lampe von Brillant kaufen und nicht vom Nächstbesten bzw. -günstigsten? Würde mich freuen, wenn Du uns einen kurzen Einblick in die besagten Werte gibst. Ich werde dann mit Sicherheit auch mal einen Blick drauf werfen.

Wo wir gerade bei Brillant waren..wo gibt es denn die Geschäftsberichte? Auf der HP habe ich keine gefunden.

Starbucks willst Du aufstocken, d.h. Du bist schon investiert. SBUX finde ich ganz schön teuer. Wie lange bist Du schon investiert?

Was ich über Länderstreuung denke.. Im Rahmen einer aktiven Einzelwertestrategie halte ich nichts von Länderstreuung, zumindest nicht der Länderstreeung wegen. Ich bevorzuge deutsche Unternehmen, weil die Informationsbeschaffung und damit der Research besser von statten gehen. Amerika ist da auch noch ganz gut, wenn auch aufgrund der fehlenden Nähe zu den Märkten anders. Wenn man zu Haus` nöx mehr findet, kann man sich durchaus mal aus dem Fenster lehnen, um im Ausland nach guten Investment zu suchen. Aber Länderstreeung der Länderstreeung wegen macht finde ich nur für passiv gemanagte Fonds-Portfolios Sinn.

Grüße
PoP
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29.10.04 16:47:50
Beitrag Nr. 568 ()
hallo liebes 50-er observatorium, lieber 50-er prinz:)

ich muss ehrlich gestehen, das ich schon seit langem nicht mehr dazu komme mich intensiver um unternehmensresearch zu kümmern. eigentlich schade, nur ich kann es nicht ändern...;)

es gibt mittlerweile einige einzelwerte aus meinem erweiterten aktieneinzelpool die meinen ek-kurs gestreift hatten. sehr viele us-werte, wenn ich mir das genauer betrachte, so z.b.

- amgen
- citigroup
- coca cola
- pfizer
- unilever
- bmw
- medion

mittlerweile sind bei den meisten allerdings die kurse wieder höher...:mad:

eigentlich will ich ja mit meinem cash das erste mal ein discountzerti kaufen. schau mer mal....

liebe grüsse

rolf
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30.10.04 09:38:54
Beitrag Nr. 569 ()
@PoP

Kurz aus dem WE ein paar Info`s, Anfang der Woche mehr.

Brilliant - du wirst es nicht glauben, ist eine reine Empfehlung seitens Nebenwerte Journal. Ausgabe muss ich mal raus suchen. Meiner Meinung nach ist das die beste deutsche Zeitung zum Thema Nebenwerte.

Einhell ist in jedem guten Baumarkt als gutes, günstiges Produkt zu finden. Zahlen stelle ich zusammen und folgen.

Jungheinrich ist gut gelaufen und jetzt in mein SL gerutscht. Ich werde aber dran bleiben. Grundsäztlich ist das Unternehmen gut. 2004 belasten Werksschließungen in Frankreich (ca. 7 Mill. €) und in Spanien. Diese Produktionsstätten waren unproduktiv. Weiterhin belastet dieses Jahr eine Produktionsverlagerung von GB nach Deutschland (Moosburg). Der Einstieg in den USA soll die ersten zwei, drei Jahre Geld kosten. Trotzdem ist der Wert nach meiner Auffassung günstig. Ein Einstieg lohnt bei Kursen unter 15,50. Genauere Zahlen reiche ich nach, bin gerade ein wenig in der Frima :) Weißt ja, einige bekommen nie genug.

Starbucks besitze mit Kursen zu durchschn. 23,30. wobei der erste Kauf am 25.10.01 zu 19,10 war.

Gruß Thomas, der noch ein wenig über seiner Deckungsbeitragsrechnung sitzen wird....
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04.11.04 11:40:58
Beitrag Nr. 570 ()
Hallo PoP,

hier kurz ein paar Info’s zu einem meiner Werte: Einhell.

Einhell (Headquarter ist in Landau an der Isar) produziert Heim- und Handwerkerbedarf für den Einzelhandel. Zugehörig ist die Weka Holzbau in Neubrandenburg, Einhell Far East, Einhell China, das Service Center in Landau und verschiedene Vertriebsfirmen weltweit.

Gegründet wurde Einhell 1964 von Josef Thannhuber als ein Mann Betrieb mit einem Umsatz von 60.000 DM. 1974 betrug der Umsatz 10 Mill. DM (250 Angestellte), 1987 erfolgte der Börsengang (Umsatz des Unternehmens bereits 100 Mill. DM mit 350 Angestellten).

Der Umsatz 2003 betrug bereits 288,4 Mill. Euro, was eine Steigerung von 9,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im ersten Halbjahr 2004 stieg der Umsatz um 14,6%, der Inlandsumsatz um 12,5% (auf 102,9 Mill Euro), der Auslandsumsatz stieg um 17,6 % (auf 77,6 Mill. Euro).

Doch wie sieht es mit den Gewinn aus? Einhell hat 2003 ein Ergebnis je Aktie von 3,00 Euro aufzuweisen (Kurse um 17.00 Euro im Hoch). Im ersten Halbjahr 2004 kletterte der Gewinn von 1,00 Euro auf 1,5 Euro je Aktie!
Das Unternehmen schüttete 2003 eine Dividende in Höhe von 0,50 / 0,44 (Vz./St.) aus und plant für 2004 eine Dividende von 0,60 € (VZ)

Die Umsatzrendite soll langfristig 5% betragen, der Auslandsanteil soll steigen.

Über die Internetseite des Unternehmens kann man die Geschäftsberichte runterladen.

Grundsätzliches Ziel des Vorstandes ist es, den Ertrag zu steigern.

Gruß Thomas
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05.11.04 03:27:13
Beitrag Nr. 571 ()
ist irgendjemand an Rüstungsaktien dran ?

fragende Grüße
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05.11.04 07:42:53
Beitrag Nr. 572 ()
Moin Stachelin,

schläfst du auch mal??? 3.27 Uhr... Na gut - Rüstungsaktien habe ich nicht. Aber interessante Frage. Spekulierst du auf Mr. Bush?

Gruß Thomas
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05.11.04 13:48:51
Beitrag Nr. 573 ()
Hi, Thomas ! :)

nee, im Moment arbeite ich rund um die Uhr. ;)

yepp, ich spekuliere auf den Herrn.
ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er plötzlich bescheiden und zurückhaltend wird.

Bei Halliburton bin ich allerdings vorsichtig, unsere Lieblingsbrezel hat schon elf Firmen in den Sand gesetzt und Halliburton ist mir mit den Bushs zu sehr versippt.

also, mich interessiert alles rund um Rüstung, was nicht gerade direkt an dieser Familie klebt.

Ideen ?

gespannte Grüße

:)
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11.11.04 16:24:25
Beitrag Nr. 574 ()
@Stachelin,

so ich hab mich noch nicht richtig mit Rüstung beschäftigt. Aber mal ein anderer Ansatz - Nahost?? Gibt es israelische Rüstungsaktien (Elbit z.B. hat ein KGV von 17,87)? Wenn ja, könnten die eventuell interessant werden.
Wer weiß, wie jetzt die Entwicklung dort weitergeht...

Mr. Bush hat doch seine Kriffel überall drin!?!

Gruß Thomas
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11.11.04 17:53:05
Beitrag Nr. 575 ()
Hi, Thomas !

und alle anderen natürlich auch. :)

israelische Firmen, zumal wenn sie ihren Sitz auch noch im Nahen Osten haben, fasse ich grundsätzlich nicht an.
ich weiß nie, wo der nächste Selbstmörder hoch geht.
In der Ecke weiß sowieso noch keiner so genau, wie es weiter geht.

na, ja, vielleicht hab ich ja noch `ne Idee.

Gruß

:)
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12.11.04 08:28:33
Beitrag Nr. 576 ()
@prince

habe mir gestern noch mal deine Ausführungen in VA angesehen. Da ich noch auf Cash sitze, werde ich mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Grundsätzlich ist ein Sicherheitsmarge von 40% meiner Meinung nach sehr gut. Aber mich wundert ehrlich gesagt, warum nur wir diesen Wert im Blick haben. Keiner der soooo tollen Analysten guckt sich scheinbar den Wert an. Das ist doch positiv?!

Gruß Thomas
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12.11.04 09:19:00
Beitrag Nr. 577 ()
@prince....

bin eigentlich ein wenig im Thema gesprungen, ging um PC Spezialist... Mir ist mal gerade aufgefallen, das der Eintrag schon ein wenig zurück lag... Nicht drüber nachdenken - werde alt und senil....

Thomas
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12.11.04 12:10:19
Beitrag Nr. 578 ()
Hallo!

@PCS...Aber mich wundert ehrlich gesagt, warum nur wir diesen Wert im Blick haben. Keiner der soooo tollen Analysten guckt sich scheinbar den Wert an. Das ist doch positiv?!

Nun ja, der Wert eignet sich wohl aufgrund der geringeren Marktkapitalisierung vermutlich nicht unbedingt für die vermeintlih sooo tollen Analysten. Oder: der Kursverlauf war zuletzt nicht gerade ermutigend. Steigt der Wert, dann raten vermutlich Alle wieder zum Kauf.
Aber es gibt doch schon einige, die den Wert beobachten. Schau doch mal auf der HP von PCS bei "Analysen" nach, dort findest Du allerlei.

@bin eigentlich ein wenig im Thema gesprungen, ging um PC Spezialist... Mir ist mal gerade aufgefallen, das der Eintrag schon ein wenig zurück lag...

Kein Problem.

@Nicht drüber nachdenken - werde alt und senil....

Na...wir wollen mal nicht übertreiben!

Danke übrigens auch für dein Statement über Einhell. Würde mich freuen, wenn noch das oder andere Statement zu den anderen Nebenwerten kommt. Ich werde mit den Einen oder Anderen sicher mal ansehen.
Habe sowieso das Gefühl, dass ich zu wneige Anregungen habe. Das fängt schon dort an, wo ich bei WO eigentlich hauptsächlich mit meiner Favoritenliste arbeite, anstatt alle Threads durchzuklappern. Bin sogar am überlegen, ob ich mir zur Abwechslung mal ein Magazin oder so kaufe, vielleicht das Nebenwertejournal. Nur um mir mal ein paar Anregungen zu holen, schließlich gab es PCS auch mal für 5 Euro und ich wusste nicht mal was PCS ist. Hab ich auch mal im Forum umgesehen und bin prompt auf Etwas gestoßen, das mir auf den 1. Blick sehr günstig erscheint. Es handelt sich um die Turbon AG. Ist da Jemand dran?

PS. Noch eine ernstgemeinte Frage. Wenn man Unternehmen unterstützt, die Produkte produzieren, mit denen Menschen brutal umgebracht werden, sprich wenn man Rüstungsaktien kauft - ist einem das egal oder ignoriert man die Tatsache einfach?

Grüße
PoP
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12.11.04 12:45:55
Beitrag Nr. 579 ()
Hallo PoP,

wenn Einhell trotz fehlender Alleinstellungsmerkmale, EK-Rentabilität unter 20% und relativ hohem cash-flow-Verbrauch für Investitionen und Umlaufmittelfinanzierung(also alles, was die "ganz guten" von den "guten" Unternehmen unterscheidet) aufgrund Bewertung / Wachstumsmöglichkeiten (oder warum auch immer) für dich trotzdem einen Blick wert ist (für mich auf jeden Fall), dann dürfte dich auch Hymer interessieren.
Gibt einen ganz informativen Thread dazu, wenn man bei "informativ" vernachlässigt, dass Hymer selbst nur sehr unzureichend informiert. Thread: Hymer ... bislang von keiner Börsenzeitschrift entdeckt!

Gruß Cutter
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12.11.04 13:35:30
Beitrag Nr. 580 ()
@PoP,

klar reiche ich mal den Rest nach. Bin da schon am Ackern - Zeit ist doch kein endloser "Rohstoff".

Das Nebenwertejournal kann ich nur empfehlen! Muster kannst du über deren Seite anfordern (Miniabo und ohne automatische Verlängerung).
Dort wird auch mal über PCS und Hymer, Einhell, Brilliant, Jungheinrich, MPC und und und berichtet. Auch über Werte, die du (so wie ich früher) nie kennenlernen wirst. Einige werden nur in Ministückzahlen verkauft, andere bekommst du nur über spezielle Broker. Aber grundsätzlich sehr sachlich, sehr konservativ, sehr tiefgründig und fundiert. Für mich das Beste, was es in Deutschland gibt. Sorry, aber da muss auch die Aktien Analyse besser werden.

@Cutter

Hymer ist sehr interessant. Nur fahre ich imemr sehr begeistert mit einem Freund und seinem Bedford Blitz, Baujahr 1976 duch die Gegend. Na ja, Bedfordleute stehen nicht unbedingt auf Hymer.

Gruß Thomas
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15.11.04 15:33:07
Beitrag Nr. 581 ()
@Stachelin,

kurz zurück zum Thema Rüstung.... Vielleicht ist für dich ja ein kleines Zertifikat auf den Index interessant. AMEX Def. Index heißt das Teil und kann über die Freunde von ABN Amro (ISIN: DE0009279943) investiert werden.

Gruß Thomas


P.S.: Was sagst du über die Gerüchte rund um Thales und EADS? :D
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15.11.04 21:05:03
Beitrag Nr. 582 ()
Hi, Thomas, :)

ich hab schon drauf gelauert. ;)

und mich sofort vorige Woche für den zukünftigen Weltmarktführer EADS entschieden.
Die Fusion ist abgemachte Sache, aus strategisch politischen Gründen.
Egal, welche Hü und Hott die Gerüchteküche jetzt noch ausspuckt.

einziger Makel:

die fünfprozentige Beteiligung des französischen Staates an Thales.

dürfte aber für zukünftige Kursgewinne kein Hindernis sein.
Mit der Wiederwahl Bushs ist eine neue Runde im Wettrüsten eingeläutet worden.

Gruß und beste Geschäfte

:)
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16.11.04 12:59:10
Beitrag Nr. 583 ()
Hallo Stachelin,

na habe ich es mir doch gedacht, bist ja fix :)

Denke im Moment über das Zertifikat nach, mal schauen.

Die 5% Staat an Thales sind wirklich ein Manko, doch sehen wir doch mal nach Deutschland, was da teilweise los ist...


Gruß Thomas
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16.11.04 20:36:44
Beitrag Nr. 584 ()
guten Abend ! :)

ich denke auch, 100% gibt es nirgendwo.
ergo habe ich die Staatsbeteiligung eben mit `in Kauf` genommen.
es soll ja auch Privatinvestoren geben, die Post- oder Telekomaktien halten. ;)

mit dem Zerti würd ich vielleicht noch ein bisschen warten, EADS hat Rückschlagspotential bis 22,50 / 23,00 Oironen.
ich kann aber nicht einschätzen, ob die das ausschöpfen.

Mit meinen Neuerwerbungen Kali & Salz, Salzgitter und EADS fühle ich mich recht gut aufgestellt für die nächsten, überschaubaren Monate.

Gruß und beste Geschäfte

:)
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17.11.04 07:38:12
Beitrag Nr. 585 ()
Moin Moin...

Salzgitter hat ja auch wieder (die zu erwartenden) guten Zahlen abgeliefert. Wobei ich dort im Moment mit recht dichtem SL arbeiten würde.

K&S fnde ich als Nebenwerte Fan natürlich Oberklasse :)


Gruß Thomas
Avatar
17.11.04 20:03:28
Beitrag Nr. 586 ()
guten Abend ! :)

Salzgitter

wollte ich schon ein paar Monate festhalten. ;)
Der Trend fängt erst grad an, sich zu etablieren.
Wichtiger als die exzellenten Zahlen war der Ausblick. Und der las sich für 2005 sehr optimistisch.
Sollte es erhebliche Rücksetzer geben, stocke ich lieber nochmal auf.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

in meinem deppo sind ausschließlich Nebenwerte.
Mit chinesischer Beimischung.

Gruß und beste Geschäfte

:)
Avatar
22.11.04 07:48:57
Beitrag Nr. 587 ()
@Stachelin,

für K+S hagelt es im Moment gute Kommentare. Die Aktie ist die letzte Woche super gelaufen (glaube so 10%). Wann bist du ca. eingestiegen und wie viel Potential siehst du noch? Grundsätzlich halte ich im Moment einen kompletten Neueinstieg für zu "teuer", trotz der Aussicht auf eine Dividendensteigerung von 1 Euro auf "wesentlich" mehr (so sagt es ja der Vorstand).

Gruß Thomas
Avatar
22.11.04 12:23:38
Beitrag Nr. 588 ()
Hi, Thomas ! :)

mir soll`s recht sein, wenn jetzt Kommentare kommen.
ich muss ehrlich gestehen, ich lese nicht einen einzigen Analysten oder Börsenbrief oder sowas.
ich klemm mich lieber selbst dahinter.

eben hab ichs im Einzelwertesräd (#2558)gefunden:

Erstkäufe K + S in den zwanzigern der Augusttage, später hab ich bei den Rücksetzern bei 32,55 nochmal nachgelegt.
MK: 32,73 €.

Kursziel ?
Hmm, ich tu mich da immer schwer.
Erstmal hab ich mich mit mir auf ca. 46 € auf Zwölfmonatssicht geeinigt.
Schaunmamal. :)

der Kauf Salzgitter steht hier auch im Einzelwertesräd:

#2563 zu 10,92.

da nenn ich aber lieber kein Kursziel, sonst halten mich alle für bekloppt. :D

und ich könnt ja auch mal schief liegen. ;)

Gruß und beste Geschäfte

:)
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22.11.04 13:17:16
Beitrag Nr. 589 ()
Hallo Stachelin,

was die Weisheiten von Analysten etc angeht sind wir uns sicher einig! Einzig das Nebenwertejournal halte ich persönlich für aussagekräftig und fundiert. Das heißt aber nicht, das ich jeder Empfehlung des Blattes folge. Das ist wohl auch seitens Herausgeber gar nicht gewünscht. Bei einigen weiß man ja nicht so genau, ob die nur ihre Positionen besser verkaufen wollen.

K+S ist ein recht hohes Kursniveau. Ich hätte eher so an 40/41€ Euro gedacht. Dann noch die Dividende...

Salzgitter: Denke, das wir bei den letzten Gewinnprognosen und dem Ausblick gut und gerne 16 € sehen werden. Auch auf die Gefahr hin, das jetzt einer lacht :D

Gruß Thomas
Avatar
22.11.04 20:41:30
Beitrag Nr. 590 ()
guten abend ! :)

Kursziele

K + S

ich sags mal so:

46 Euro klingt jetzt sehr ambitioniert.
Liegt aber immernoch am unteren Ende meiner Erwartungen.
Sofern kein Krieg, Herr Bush oder eine ähnliche Naturkatastrophe dazwischen kommt.

dasselbe gilt für Salzgitter.
Auch dort liegt schon mein erstes Kursziel wesentlich über Deinem.
Das habe ich aber inzwischen nach oben revidiert.

vor rund 10 Monaten hab ich im Einzelwertesräd auf MPC (damals bei 22 €), Bijou Brigitte (damals 33 €) und Fuchs Petrolub (damals bei 36 €) hingewiesen.

Natürlich ziehe ich auch immer die Möglichkeit in Betracht, mal schief zu liegen.

EADS
ich glaub, es wird Zeit für das Zerti.

Gruß und beste Geschäfte :)
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02.12.04 14:19:52
Beitrag Nr. 591 ()
mahlzeit, :)

könnte hinklappen mit den 46 Euro, Genaueres ist aber erst Ende Dezember zu sagen.

Gruß und beste Geschäfte

:)
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03.12.04 09:45:28
Beitrag Nr. 592 ()
Hallo Stachelin,

denke auch, das K+S die 46 erreichen kann.

Letzte Zahlen waren schon super!

Salzgitter macht Pause, Thyssen geht gerade gen Süden. Einhell ausgestoppt, Brilliant ausgestoppt, Jungheinrich raus - mein Depot sieht ein wenig zerschossen aus :D
Na wenigstens kein Minus erwirtschaftet... Cash zum Investieren ist jetzt jedenfalls da...

Gruß Thomas
Avatar
03.12.04 11:32:20
Beitrag Nr. 593 ()
mahlzeit, :)

K & S,

die 46 sind das untere Ende meiner Erwartungen, dazu sag ich aber erst in 3 Wochen wieder was. Die Unterstützungen fangen erst ganz vorsichtig an zu zucken.
Gehandelt wird der Ausblick.
Und dem Vernehmen nach kommt noch mal eine Preissteigerung von 25% Minimum.

Salzgitter

gestern hat sich ein Vermögensverwalter im TV (bloomberg) zum Kursziel geäußert:
20 / 21 €.
jetzt darf ich mich auch trauen, weil, das trifft punktgenau mein Kursziel.

EADS

die zweite Angriffswelle auf die 25 läuft.
Habe vorgestern die dritte tranche zu 22,82 nachgelegt.
Vorläufig kein Kursziel, die 25 ist der Knackpunkt.

MPC

läuft in den Abschluss seiner Konsolidierungsphase.
ein zukünftiges Wachstum von 20% reicht mir.

Gruß und beste Geschäfte
:)
Avatar
09.12.04 16:16:22
Beitrag Nr. 594 ()
Hallo,

@ll

Danke für die Anregungen. Investmentideen sind hier stets willkommen.

Turbon habe ich mir inzwischen angeschaut. Das Geschäftsmodell ist mir zu schwach oder neutraler formuliert bestenfalls durchschnittlich. Vor diesem Hintergrund ist mir Turbon eindeutig zu teuer. Das Wort "preiswert" sollte man hier beim Namen nehmen. Nachdem ich mir Turbon angeschaut habe, verspüre ich umso mehr den Drang, Warren Buffets Rat nachzugehen, der da lautet:

"Look for the franchise business"

Buffett sees the economic world as being divided into franchises and commodity businesses. He defines a franchise as a company providing a product or service that is (1) needed or desired, (2) has no close substitute, and (3) is not regulated.

Turbon hat Punkt (2) nicht bestanden.

Grüße
PoP
Avatar
09.12.04 21:27:57
Beitrag Nr. 595 ()
PoP,
wenn Franchise nicht "regulated" ist, ja was denn dann?
Oder reden wir aneinander vorbei?
Gruß
Forticus
Avatar
09.12.04 22:43:58
Beitrag Nr. 596 ()
Forticus,

Du machst Witze :-)

(wenn nicht, dann reden wir wirklich aneinander vorbei)

Grüße
PoP
Avatar
09.12.04 22:59:34
Beitrag Nr. 597 ()
Die Zeiten, in denen die Puppen von Zapf Creation ein einzigartiges Produkt im Handel darstellten sind vorbei. Zu Baby Born, Chou Chou und Baby Annabell gesellen sich nunmehr Princess Alexa von Mattel http://www.toysrus.de/index.php?PHPSESSID=4d1affdda008508b73… und Baby Amore von Giochi Preziosi http://www.spielemax.de/catalog/product_info.php?products_id…. Allesamt Spiel- und Funktionspuppen, die allerlei Sachen machen können wie brabbeln, nuckeln und Bäuerchen machen, den Bauch auf und ab bewegen, die Augen auf und zu machen und den Mund beim trinken usw. us., Accesoire ohne Ende, aufwendig produziert und durch Marketingkampagnen unterstützt. Die Unterscheidungsmerkmale sind äußerst gering, bis auf den Preis, der gerade aufgrund der fehlenden Unterscheidungsmerkmale keine untergeordnete Rolle spielt. Princess Alexa und Baby Amore kosten 40 Eur, Chou Chou 60 Eur. Auch die Zubehörartikel bietet die Konkurrenz günstiger an. Die Marke darf hier glaube ich nicht überschätzt werden. Sie hat bestenfalls regionalen Charakter und eine Region bleibt halt nur eine Region, außerdem schätze ich die Markenmacht an sich als insgesamt gering ein. Ich glaube nicht einmal, dass es überhaupt auffallen würde, ob man Baby Amore, Chou Chou oder Baby Born geschenkt kriegt. Als Vater könnte ich meiner Tochter Baby Amore schenken und sagen „schau mal Baby Born“. Die Tatsache, dass Zapf Creation in seiner Fernsehwerbung bewusst „nur echt mit der Ente“ (oder so ähnlich, das ist das Markenzeichen) sagt, ändert vermutlich auch nicht viel. (Auch Mattel und Hasbro dürften Probleme bekommen. Giochi Preziosi etwa, der führende Spielwarenhersteller in Italien kopiert die Bratz- und Barbiepuppen http://www.giochipreziosi.it/contents.aspx?page=tvspot.htm, genau wie Simba hier in Deutschland http://www.simbatoys.de/world_of_toys/wot/index.html . Ob so eine Puppe in einer „Original“-Sammlung (eine reicht da wohl nicht) auffallen würde? Ich denke kaum. Zapf Creation hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil eingebüßt (No close Substitut). Von My Model brauchen wir gar nicht erst anfangen). Die zweistelligen Zuwachsraten beim Umsatz und Ertrag, zweistellige Margen sowie Kapitalrenditen von über 20% in der Vergangenheit hat Zapf mit einem einzigartigen und erfolgreichen Produkt gemacht. Der Markt gehörte Zapf. Wenn sich nun aber drei den Markt teilen und von Einzigartigkeit nicht mehr die Rede sein kann, dann sieht es künftig wohl düster(/er) aus. Ich habe die Reißleine gezogen und meine Anteile verkauft.
Avatar
09.12.04 23:28:49
Beitrag Nr. 598 ()
PoP,
ich bin nun tatsächlich etwas irritiert.
Ich stelle mir ein FranchiseUnternehmen a la MacDonald
oder PCS so vor, das in einem Qualitätshandbuch detailiert bis haarspalterisch geschrieben steht,
wo welche Kelle hängt, mit der Innenseite oder Ausßenseite
zur Wand, wo welches Kabel und wie zusammengebunden liegt.
Oder bezieht sich die Regulierung auf staatliche Vorschriften ? In dem Fall kann ich von einer Investition im Bereich Gesundheitswesen nur abraten.
Da ist jeder Pups staatlich reguliert und konrolliert.
Hätte Buffet wohl ein paar Jahre früher kennenlernen sollen.

Gruß
Forticus, zu 95% im Gesundheitswesen investiert
Avatar
09.12.04 23:56:20
Beitrag Nr. 599 ()
:-)

Du darfst Franchise laut Buffett nicht mit einem Franchise-System verwechseln, das sind zwei Paar Schuhe. Franchise ist laut Buffett "a product or service that is (1) needed or desired, (2) has no close substitute, and (3) is not regulated." Und ein Franchisesystem ist das, wo "in einem Qualitätshandbuch detailiert bis haarspalterisch geschrieben steht, wo welche Kelle hängt, mit der Innenseite oder Ausßenseite zur Wand, wo welches Kabel und wie zusammengebunden liegt" und noch ein bißchen mehr :-)
Die drei Merkmale von Buffett finden sich exakt in der allg. Unternehmensbeteiligung laut Value-Analyse.de: Werden die Produkte dringend benötigt? Gibt es keinen direkten Ersatz? Sind die Produkte eindeutig von den Konkurrenzprodukten zu unterscheiden? Gibt es Restriktionen die das Unternehmen behindern? Ist die Produktion einfach ausdehnbar? Sind die Produkte eindeutig von den Konkurrenzprodukten zu unterscheiden? Die zwei wichtigen Fragen Verfügt das Unternehmen über eine monopolartige Stellung? Hat das Unternehmen eine weitgehende Gestaltungsfreiheit der Preise? resultieren wohl wiederum aus den vorangegangen Fragen, während die Fragen Kann das Unternehmen noch genügend wachsen, hat es noch Wachstumsraum? Kann die Nachfrage noch gesteigert werden? das Ganze abrunden. Wenn man also ein Franchise findet - gut - wenn das Geschäftsmodell dazu noch multiplizierbar ist - sehr gut, und wenn es ein Franchise-System gibt, das ein Franchise ist und multiplizierbar ist, dann...ist es PC-Spezialist? ...zugegeben nicht ganz aber fast ;-)

Grüße
PoP
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10.12.04 14:05:49
Beitrag Nr. 600 ()
PoP,

Glückwunsch zu der Verkaufsentscheidung Zapf.

sehr gute Analyse dazu.

Ich darf noch anfügen:
vor 2 oder 3 Wochen hat das statistische Bundesamt die Geburtenzahlen gemeldet.
In 2003 gab es in Deutschland 715.000 Geburten, so wenig, wie seit dem Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr.
Generell ist die Geburtenrate in den Industriestaaten rückläufig.

Gruß und beste Geschäfte

:)
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10.12.04 15:42:17
Beitrag Nr. 601 ()
Hallo,

ja, einfach war es nicht. Psychologisch fällt es immer schwer, mit Verlust zu verkaufen. Aber man muss konsequent bleiben und Entscheidungen treffen. Die Faktenlage spricht nun mal leider dafür, dass sich das Verlustpotenzial auch noch vergrößert hat. Seit Q4 03 und im bisherigen Jahresverlauf sind viele Dinge bei Zapf zusammengekommen. Beim Resümieren, was von meiner Seite falsch gelaufe ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die diesjährige Entwicklung nicht sehr gut vorhersehbar gewesen ist, auch wenn Du damals schon der Ansicht warst, dass es schlimmer kommen wird. Wie hätte ich z.B. ahnen können, dass das 3. Quartal so schlecht ausfällt, nicht weil weniger Puppen (Verkauf im Handel) verkauft werden, sondern der Handel mit deutlich geringeren Inventurbeständen (Verkauf an den Handel) ins Schlussquartal geht? Aus der Entwicklung in der Vergangenheit oder bei anderen Unternehmen kannte ich diese Gefahr nicht und soweit reichten meine Gedanken dann doch nicht. Letzlich haben Q4 03, Q1 04 und Q3 04 eigentlich nicht viel gemeinsam. Außer, und das ist vielleicht das Entscheidende, dass es das Geschäftsmodell hergibt, das soetwas leicht passieren kann/könnte. Da liegt glaube ich der Knackpunkt. In Zukunft werde ich mich davor schützen, indem ich den Wettbewerbskräften höheren Stellenwert beimesse und diese stärker in die Sicherheitsmarge mit einfließen lasse. Unter diesen Vorraussetzungen wäre mir der Ausrutscher rückblickend nicht passiert. Die Investition in Zapf sitzt tief und springt mir jedes Mal in roter Schrift (wie alle Verlusttransaktionen) ins Auge wenn ich meine Exceltabelle bearbeitete. Allerdings ist es keine Narbe, sondern eine lehrreiche Erinnerung an Etwas, was mich zu einem besseren Investor für die Zukunft gemacht hat. Einen besseren Trost kann es für einen Fehler doch nicht geben ;-) Im lateinischen heißt doch Fortune sowohl Schicksal als auch Glück. Aus philisophisch Sicht hätte man es doch dabei besein lassen sollen :-)

Grüße
PoP
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10.12.04 19:50:03
Beitrag Nr. 602 ()
Habe eine kleinere Position in Zwack Unicum aufgebaut, einem ungarischen Spirituosenhersteller mit einer nachhaltigen Dividendenrendite von knapp 8% nach Steuern. Ich sehe die Investition eher als langfristige Zinsanlage, änhlich einer Fremdwährungsanleihe. Der operative Aufwärtstrend aus dem 3. Quartal sollte möglichst aufrecht erhalten werden, dann sieht`s auch kurstechnisch gut aus. Ansonsten ist Luft nach unten, ließe sich aber langfristig wunderbar aussitzen.
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11.12.04 13:50:03
Beitrag Nr. 603 ()
Habe mir auch noch die Nemetschek AG angesehen. Nicht schlecht, doch mehr als 7 Euro möchte ich dafür nicht ausgeben.
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12.12.04 01:54:25
Beitrag Nr. 604 ()
Hi, :)

weißt, Pop, ich schau mir immer die Branchen an, die gut laufen könnten.
Dann suche ich mir alle Unternehmen raus, die da tätig sind.
Anschließend wird nach Zahlen und bisherigem Erfolg selektiert.

Das Prinzip funktioniert nicht schlecht, auch wenn es Ausnahmen wie Puma oder Bijou Brigitte gibt.

Das Prinzip ist:
der Markt hat immer Recht. :)

wäre nett, wenn Du hier ab und zu ein paar Nebenwerte vorstellen würdest.
Bittedanke. :)

Nemetschek
gibts da nicht ein Übernahmeangebot ?

Gruß und beste Geschäfte

:)
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13.12.04 10:54:56
Beitrag Nr. 605 ()
Hallo Stachelin,

@ich schau mir immer die Branchen an, die gut laufen könnten.

Bei mir ist es eher Zufall, ob der Trend gut ist oder nicht. In einer Mail hatte ich das mal so formuliert: Das Problem besteht manchmal darin, dass Unternehmen oft dann attraktiv erscheinen, wenn sie operative Probleme haben. Wenn man dann daneben liegt und kein Turnaround eintritt, steht man vor dem Problem einen zu hohen Preis bezahlt zu haben. Am komfortabelsten ist es natürlich, wenn das Unternehmen operativ gesund ist, wächst und seinen Wert steigert. So war es z.B. bei Bijou Brigitte und so einen Wert mit hoher (und folglich steigender) Sicherheitsmarge zu finden, ist leider eine Mangelerscheinung. Ich habe schon Probleme die 1. Variante zu finden.

@Das Prinzip funktioniert nicht schlecht, auch wenn es Ausnahmen wie Puma oder Bijou Brigitte gibt.

?

@Das Prinzip ist: der Markt hat immer Recht.

Dem kann ich als Valueinvestor freilich nicht zustimmen :-) Valueinvesting hätte nie funktioniert, wenn dem so wäre, und Warren Buffett wäre wohl noch ein Kleinaktionär. Die Marktteilnehmer treffen letztlich alle Annahmen über die Zukunft, aber keiner kennt sie. Wenn also der Markt zu jeder Zeit Recht hat, dann wäre die logische Schlussfolgerung entweder, dass wir Alle unfehlbar sind oder in die Zukunft sehen können.

Eine andere Sache ist es natürlich, nach diesem Prinzip zu investieren. Schließlich sind die Märkte in den meisten Fällen effizient und es ist viel einfacher sich dem Marktverhalten anzupassen, anstatt zu meinen, dass man besser Bescheid weiß. Die meisten Marktteilnehmer halten sich selbst für die Schlausten und zynisch formuliert ist es vielleicht nur Arroganz oder Selbstüberschätzung, zu meinen dass man besser ist als der Markt, oder statistisch betrachtet einfach nur unwahrscheinlich. Aber Jeder sollte da seinen Weg gehen. Hauptsache man geht systematisch vor und hat Erfolg damit. Es ist ja nicht so, dass ich es befürworten würde, Alles kompliziert zu halten, oder dass nur eine Strategie richtig sein kann. Zumal: wenn sich die Meinung durchsetzt, dass nur Valueinvesting richtig ist, würden mir die Ideen ausgehen ;-)

@wäre nett, wenn Du hier ab und zu ein paar Nebenwerte vorstellen würdest.
Bittedanke.

Dankebitte. :-) Wenn sich was ergibt, gerne. Ich diskutiere hier gerne über Einzelwerte, allerdings führe ich Diskussionen meist in den entsprechenden Threads.

@Nemetschek
gibts da nicht ein Übernahmeangebot ?

Nicht, dass ich wüsste.


Grüße
PoP
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13.12.04 16:48:25
Beitrag Nr. 606 ()
Hab` mal ein Blick auf Pfizer geworfen. Sollte der Kurs weiter gen 20 Dollar tendieren, wird`s eventuell interessant.
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13.12.04 20:26:14
Beitrag Nr. 607 ()
Hat Jemand Pfizer mal unter die Lupe genommen? Was meint ihr zu Pfizer?
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14.12.04 09:42:30
Beitrag Nr. 608 ()
PoP,
hier! ich!
Meine Meinung zu PFE kannst Du auf meiner Homepage lesen.
Ist allerdings von Anfang des Jahres. Werde mich in ca 3 Wochen wieder drum kümmern, wenn die Q4 Zahlen raus sind.

Gruß
Forticus
www.forticus.de/aktionaer -> Archiv
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14.12.04 11:03:56
Beitrag Nr. 609 ()
Hallo Forticus,

@Werde mich in ca 3 Wochen wieder drum kümmern, wenn die Q4 Zahlen raus sind.

Gut. `Kannst Deine Gedanken hierzu gerne posten. Dann mache ich schon mal`n bißchen mit.

Grüße
PoP
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14.12.04 11:10:23
Beitrag Nr. 610 ()
Hallo PoP,

habe mir Pfizer vor ein paar Wochen für 22,20 ins Depot gelegt. Habe den Wert seit Jahren im Musterdepot und hielt den Einstieg für günstig. Eventuell fasse ich bei Werten unter 20 € noch mal nach. Grundsätzlich bin ich von dem Unternehmen überzeugt. Pfizer investiert viel in Forschung, entwickelt viele neue Produkte, die dann sehr hohe Margen haben. Dem Unternehmen ist es immer wieder gelungen, nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Grund genug den Einstieg zu wagen. Die Quartalsdividende wurde übrigens gerade angehoben, so das sich das positiv auf den Kurs niederschlagen dürfte.
Pfizer bildet zusammen mit GE den defensiven Teil meines Depots dar.

Thomas
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14.12.04 11:50:03
Beitrag Nr. 611 ()
Frage: Hat Jemand ein Handelsblatt-Abo? Ich hatte meins zwischendurch gekündigt und möchte wieder eins beziehen. Für die Vermittlung eines einjährigen Studenten-Abos (so eines will ich) gibt es eine Prämie im Wert von 80 Euro - die können wir uns dann teilen! Bitte per Boardmail melden.
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17.12.04 08:31:21
Beitrag Nr. 612 ()
guten morgen, :)

leider war w:o ein paar Tage nicht auffindbar, deshalb die verzögerte Antwort:

Puma und BB

ordne ich in die Konsumbranche ein.
und der krebst, nicht nur in Deutschland, ziemlich tief am Boden rum.
Trotzdem konnten beide Werte sich vom allgemeinen Trend abkoppeln und haben zufriedenstellend performed.

Gruß und beste Geschäfte

:)
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02.01.05 18:22:38
Beitrag Nr. 613 ()
Aufteilung des Portfolios:

PC-Spezialist: 25%
Zwack Unicum: 9%
MBNA Corp.: 8%
Nestle: 6%
------------------------------------
Einzelwerte insgesamt: 48%
Tages-Geld: 52%

Kennzahlen für’s Einzelwertepool:

Gewinnrendite 2005: 10,9% - entspricht einem KGV: 9,2
(Auf Basis der Anschaffungswerte und Gewinnschätzungen für 2005)

Auf Basis der Marktwerte 10,3% - entspricht einem KGV: 9,7

Dividendenrendite 2005: 5,0%
(Auf Basis der Anschaffungswerte und Dividendenschätzungen für 2005, nach Quellensteuer)

Aufteilung des Portfolios nach Währungen:

Eur: 77%
HUF: 9%
US-$: 8%
CHF: 6%


EINZELWERTE:

PC-SPEZIALIST:

Wertentwicklung: + 2,9% (5 Monate)

ZWACK UNICUM:

Wertentwicklung: - 0,9% (1 Monat)

MBNA CORP.:

Wertentwicklung: + 38,6% (2 Jahre + 6 Monate)

NESTLE:

Wertentwicklung: - 4,6% (2 Jahre + 7 Monate)

CASH - TAGESGELD zu 2,5 %

Erhaltene Zinsen in % des Depotvolumens: 0,4%


PERFORMANCE: + 7,0%
RENDITE: 3,4% p.a. (Laufzeit ca. 2 Jahre)


Zieht man die Spareinlagen ab, betrug meine Jahresperformance für 2004 -5,0%. Das ist größtenteils auf die Fehlinvestition in Zapf Creation zurückzuführen, zu einem kleinen Teil darauf, dass die Goldminenaktien Ende 03 sehr hoch standen und zu einem kleineren Teil auf Transaktionen (Stada und PCS). Letztere konnten durch Gewinne aus einem Darlehen, der inzwischen vorzeitig zurückgezahlt wurde, kompensiert werden. Zählt man die Spareinlagen hinzu komme ich auf + 42,4%, demnach betrug meine „Performance“ durch Spareinlagen rund 47%. Insgesamt steht derzeit eine Wertentwicklung von 7,0% gegenüber 14,6% im Jahresabschluss 2003. Das geht hauptsächlich auf eine Fehlinvestition zurück und auf eine höhere Depotbasis als Bezugwert für die Performanceberechnung. Schließlich fehlten auch (gewinnbringende) Neuinvestitionen und es bestand eine allgemein hohe Cashquote. Die Laufzeit beträgt ungefähr zwei Jahre, also beträgt die Rendite derzeit 3,4% p.a. Mit der Entwicklung bin ich natürlich nicht zufrieden, aber es geht halt weiter und ich werde mich zu keinen unnötigen oder unüberlegten Investitionen hinreißen lassen, schon gar nicht der Eitelkeit wegen. Lieber spare ich eifrig weiter und warte geduldig auf gute Gelegenheiten. In der Spitze könnte ich meine Sparraten auf immerhin 550 Eur pro Monat erhöhen, d.h. dass ich mein Depotvolumen in 2 Jahren verdoppeln kann.

Grüße
PoP
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02.01.05 20:32:05
Beitrag Nr. 614 ()
aber es geht halt weiter und ich werde mich zu keinen unnötigen oder unüberlegten Investitionen hinreißen lassen, schon gar nicht der Eitelkeit wegen. Lieber spare ich eifrig weiter und warte geduldig auf gute Gelegenheiten.

Respekt ! :)

so diszipliniert sind die allerwenigsten.

Hi, erstmal, :)

bevor es morgen wieder losgeht, heute noch mein versprochenes Wort zu K + S:

da hat sich leider nix getan, also unverändert 46 € zu Ende 2005.
WENN keine Störfeuer wie Umsatz- oder Gewinnwarnung oder ein Herr Busch mit neuen Kriegsideen dazwischen kommen.

EADS
habe ich scharf in der Pupille, die stehen grad an einem Kursentwicklungsscheideweg.
Sollte es wider Erwarten schlecht ausgehen, ziehe ich die Reißleine. Um nach einer Bodenbildung wieder reinzughen.
Über die Performance meiner Aktien und Gesamtbestandes schreib ich lieber nix.

Für 2005 fehlen mir noch zündende Ideen. Bzw. charttechnische Kaufsignale.
Ergo werden die Sparzugänge zu jeweils einhalb in einem Geldmarktfonds und auf dem Sparbuch geparkt.

werde mich weiter verstärkt auf Nebenwerte focusieren.

Gruß und allen ein erfolgreiches 2005

:)
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02.01.05 22:20:02
Beitrag Nr. 615 ()
PoP,
Deine "Performance" von +47% durch Spareinlagen...

Um bei mir Depot-Performance und Erhöhungen/Aufstockungen durch Spareinlagen auseinanderzuhalten, verwende ich ein Anteilswertverfahren.
Klar: AnteilsWert * AnteilsAnzahl = DepotWert
Bei der allerersten Berechnung wird der Anteilswert auf zB €100 festgelegt und die AnteilsAnzahl aus dem DepotWert errechnet. Später, bei Einzahlungen/Entnahmen wird erst der AnteilsWert aus der bekannten AnteilsAnzahl berechnet und mit dem eingezahlten Kapital eine entsprechende Anzahl von Anteilen gekauft und zu den vorhandenen Anteieln dazuaddiert.
Als Beispiel diene die Seite über Performance auf meiner Homepage. Mit einem Anteilswert von 100 für Ende 1998 ergibt sich per 31.12.04 ein Anteilswert von 61. Ergo: Sche*ß Performance über 6 Jahre.... andererseits, so "günstig" komme ich an den Forticus Fonds Plan50 nicht vielleicht nicht mehr ran :D

Gruß
Forticus
www.forticus.de/aktionaer
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03.01.05 16:27:16
Beitrag Nr. 616 ()
@Stachelin

Danke für die Blumen. So ein bißchen Zuspruch hört man doch immer gerne ;-) Auch Dir ein erfolgreiches neues Jahr!

@Forticus

Ich hatte das jetzt so berechnet, dass ich mir zunächst alle Änderungen der Depotwerte zum letzten Stichtag Ende 2003 angeschaut habe und diesen Unterschied als Summe zur Berechnung der Performance nahm, Bezugswert Depotwert 03. Nachdem ich dann diese Differenz zum Depotwert 03 Stichtag hinzugezählt habe (oder diesesmal leider abgezogen), habe ich den hierdurch errechneten Depotwert 04 vom tatsächlichen Depotwert Ende 04 abgezogen, was dann die Höhe meiner Spareinlagen war. Ich dachte eigentlich, diese differenzierte Betrachtung würde jetzt vollkommen reichen; aber dann ist mir eingefallen, dass spätestens dann zum nächsten Stichtag wieder der höhere Basiswert die Rendite verwässert. Übrigend wäre dann meine Performance in 2004 auch schlechter als - 4% (-5% + 1% hatte die Tagesgildzinsen vergessen) gewesen, da ja die Negativperformance verwässert wurde. Deine Methode klingt eigentlich ganz einfach, ja wieso eigentlich nicht. Dann mache ich das mal ab diesem Jahr so. Nur doof, dass sich das schwer auf die letzten zwei Jahre zurückrechnen lässt, zumal ich 2003 kaum was festgehalten habe.

Grüße
PoP
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03.01.05 16:41:36
Beitrag Nr. 617 ()
PoP,
die Methode ist so einfach, daß ich selbst auch nicht drauf gekommen bin, sondern von "leowolfgang" drauf gestoßen wurde. Ich habe damit ja auch erst sauber aber 2002 gearbeitet. Andererseits, so ganz sauber ist es auch nicht, da Dividenden voll ins Cash einfließen und Steuern gar nicht berücksichtigt werden. Von Anfang 2002 nach Ende 1998 zurückzurechnen war auch nur grob möglich.
Wenn is nich dann is nich.

Gruß
Forticus
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10.01.05 18:01:22
Beitrag Nr. 618 ()
Moin!

Bin gerade an einem Wert dran und jeder von Euch kennt und vermutlich ignoriert ihn: Puma. Was haltet ihr von diesem Wert?

Grüße
PoP
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10.01.05 18:27:50
Beitrag Nr. 619 ()
Hallo PoP :)

Ich halte die Aktie schon seit einer ganzen Weile und verschreibe auch short-calls als Stillhaltergeschäft auf meinen Puma-Aktienbestand.

Fundamental ist die Aktie sehr gesund. Gegenüber Konkurrent Adidas relativ niedrig bewertet, hoher Eigenkapitalanteil, solides anhaltendes Wachstum. Unter den DAX und M-DAX - Werten fundamental sicherlich eine der besten Aktien überhaupt.

Charttechnisch ist sie allerdings in den letzten Monaten eingetrübt und nach einem spektakulären Aufwärtstrend in den letzten 2 Jahren seit Mitte/Ende 2004 in einen Seitwärtstrend übergegangen.

Ich werde sie noch etwas halten, meinen stop-loss habe ich jedoch seit Dezember auf 185 herangezogen.
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13.01.05 20:57:43
Beitrag Nr. 620 ()
Hallo Freudenspender, Hallo 50er

Zu Puma:

Ich bin der Ansicht, dass Puma aufgrund seiner Riesenmarke eine starke Wettbewerbsposition innehat. Die Marktpositionen der großen Sportartikelhersteller dürften aufgrund der relativen hohen Markteintrittsbarrieren (Markentreue) nur schwer angreifbar sein, Substitutionsprodukte sind mir keine bekannt und die Verhandlungsmacht ggü. Abnehmern und Lieferanten ist auch gut, Alles jeweils nachhaltig/dauerhaft. Ich glaube die o.g. Wettbewerbsbedingungen (darunter v.a. die hohe Differenzierbarkeit der Produkte durch Markenidentität und begrenzte Anzahl an Wettbewerbern) sprechen dafür, dass langfristig Preisstabilität gewahrt bleibt bzw. dass die Branche und Puma im Speziellen langfristig sehr gute Gewinnperspektiven haben. Ein echtes Franchise-Business.

Im Gegensatz zu den Großen hat Puma das Potenzial seiner Marke noch nicht ausgeschöpft und expandiert erfolgreich in Amerika und Asien, aber auch in Europa (wo ein Großteil erlöst) wächst Puma noch relativ stark. Mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 17% und einem EPS-Wachstum von 22% per 3. Quartal hat Puma für mich den Status eines Wachstumsunternehmens.

Freudenspenders Argument einer gesunden fundamentalen Verfassung erscheint mir nicht nur goldrichtig, sondern auch bescheiden. Fundamental fit wie ein Turnschuh trifft es besser. Ich habe gerade keine genauen Daten, aber um und bei dürfte die Eigenkapitalrendite bei sagenhaften 50% und mehr liegen, dies bei relativ hoher Nettoliquidität in den Büchern - die Kapitalrendite auf das betrieblich investierte Kapital (RoIC) liegt bei phänomenalen 100% und mehr. Puma braucht also nur wenig investieren tätigen, um stark zu wachsen, kann also nebenbei noch einen Großteil seines Free Cash Flows in Form von Dividenden & Aktienrückkäufen ausschütten. Eine echte Cashmaschine ist es also noch obendrein.

Hinzu kommt ein toller, vertrauenswürdiger und wertorientierter Manager - der Erfolg Pumas ist Zeitzs Handschrift durch und durch. In einem Presseartikel hieß es mal treffend „von der Ramschtheke für 20 DM zur Nobelboutiqe für 200 Euro“ oder so – das ist die nüchterne Beobachtung einer tollen Leistung die Jochen Zeitz v.a. dank einer effektiven Markenpolitik vollbracht hat.

Und eine Aktie von so einem Topformat ist mit einem KGV 04 von 11 (nach Abzug der Nettoliquidität in Höhe von rund 20 Euro je Aktie) sehr attraktiv bewertet, so dass ich für mich auch bei konservativeren Wachstumsannahmen eine hohe Sicherheitsmarge ableiten kann.

Irgendwie eine tolle Kombination aus Franchise/Wachstum/Value, sofern man das überhaupt trennen kann. Alles in Allem ein ziemlich stimmiges Investment, wie ich finde.

Doch welche Risiken gibt es? Einige von Euch dürften Bedenken bezüglich der Nachhaltigkeit der Wettbewerbsvorteile haben. Ist Puma vielleicht lediglich ein Trend, der morgen vorbei sein könnte? Ich glaube nicht.

Kurzer Rückblick: Puma hat (ziemlich erstaunlich) den Spagat zwischen Sport, Freizeitbekleidung und Mode mit nur einer Marke gemacht und spielt damit eine Vorreiterrolle bei der seit mehreren Jahren andauernden Wandlung des Sportartikelmarktes hin zu einem Sportartikel- UND Freizeitbekleidungsmarkt. So weit so gut. Wie ist es heute? Wenn Puma heute davon spricht, dass 30% der Umsätze Sportartikel und 70% Lifestyle und Mode sind, so zählt Puma zum Segment Lifestyle auch die (Sport-)Freizeitschuhe, die man z.B. bei Foot Locker kaufen kann und zum Segment Sport die reinen Performanceprodukte, während Adidas, wenn es von 20% Lifestyle und 80% Sport spricht, zu den Sportartikeln auch jene in der Freizeit getragenen Sportschuhe bei Foot Locker und Co. meint. So groß sind die Unterschiede zwischen Puma und Adidas & Nike also nicht, außer dass Puma durchaus mehr Erfolg mit Lifestyle und Mode und dort folglich auch mehr erlöst. Der ganze Markt ist von Trends abhängig, Puma zugegebenermaßen mehr. Ich denke, dass Puma als Sportlifestylemarke bzw. als Sport- und Lifestylemarke genauso wie Adidas und Nike einen dauerhaften Wert hat, sofern man die Marke richtig führt und das tut man (hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt). Aber wie sieht es aus mit Mode bzw. Lifestylemode? Schließlich spricht Puma damit verstärkt Jüngere an. Hier könnte man einwenden, dass diese Kundschaft wenig loyal ist. Vielleicht ist Puma bei den Trendys ja demnächst wieder out? Dieses Risiko ist durchaus vorhanden, aber es lässt sich mit einer gescheiten Markenpolitik steuern. Puma begegnet dem z.B. mit einer selektiven Distributionspolitik und verzichtet damit auf kurzfristige Gewinnmaximierung zu Gunsten langfristig nachhaltiger Gewinne. Einige Artikel gibt es sogar zunächst nur in den eigenen Stores oder etwa in Nobelboutiqen (Jil Sander ist für Puma auch kein Fremdwort). Die Artikel findet man also nur in ausgewählten Läden und zudem in begrenzter Anzahl, was die Exklusivität der Marke erhält bzw. stärkt, anstatt sie zu verwässern. Darüber hinaus ist das Unternehmen zu ständig neuer Produktinnovation gezwungen und Trends werden ständig in die laufenden Produktentwicklungen integriert, so dass sich Nichts totläuft. Zu guter Letzt sind die Produkte nicht für Jedermann erschwinglich. Insgesamt wird es also vermieden, dass irgendwann jeder Zweite oder Dritte mit der Marke Puma rumläuft oder gar mit dem selben „Teil“. Der Kunde, der sich seinen Artikel ein Vielfaches eines Nonameartikels kosten lässt wird seinem Gefühl also nicht beraubt, dass er Etwas Individuelles, Einzigartiges, Tolles gekauft hat. Das nenne ich eine effektive Markenführung. Und währenddessen lässt sich die Marke durch ein gezieltes Marketing weiter stärken und pflegen. Ja, warum sollte nicht auch eine Modemarke dauerhaften Erfolg haben? Nur weil sie Jüngere anspricht? Für mich hat es den Anschein, als wenn hier dauerhafte Werte geschaffen wurden/werden, sowohl was den reinen Sportartikelbereich betrifft, als auch den Sport-Lifestyle bis hin zum Lifestyle- und Modebereich (die Grenzen sind fließend) und Pumas Erfolgsgeschichte wird glaube ich so schnell kein Ende nehmen.

So einfach kann Wirtschaft sein? Ja. Wer’s nicht glaubt, sollte z.B. mal folgenden Artikel lesen, der irgendwie ganz gut dazu passt:

Wenn Beinkleider zum Luxusgut werden

Jeans verkaufen sich gut. Vorausgesetzt, sie sind teuer, selten und nur in
erlesenen Boutiquen zu finden

STEFANIE BILEN, HAMBURG HANDELSBLATT, 12.1.2005

Das Erfolgsrezept klingt immer gleich: Die Jeanshosen müssen verwaschen aussehen, Stickereien und ein paar Nieten auf den Taschen haben, einen knackigen Hintern und ein schlankes Bein machen und möglichst schwierig zu bekommen sein. Wenn sie dann noch einen außergewöhnlichen Namen tragen und mindestens 100 Euro kosten, ist der Absatz garantiert.

Die Situation könnte paradoxer nicht sein: Deutschlands Modegeschäfte klagen seit Jahren über zurückhaltende Kunden und übertrumpfen sich gegenseitig mit Rabattaktionen und Rotstiftpreisen. Für 2004 geht der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) erneut von einem Umsatzminus von ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert aus. Gleichzeitig hat sich das Geschäft mit Luxusjeans in einer Nische etabliert. Der BTE erwartet beim Jeansumsatz für die ersten drei Quartale 2004 ein Plus von zwei bis drei Prozent. Die hochpreisigen Modelle haben allerdings ungleich stärker zugelegt, berichten Einzelhändler und Hersteller.

Das bekannteste Beispiel für diese Entwicklung ist die Marke "7 for all mankind" aus Los Angeles. Vor knapp fünf Jahren hat die Firma L-Koral Inc. das Trendlabel auf den Markt gebracht. Einige Showstars haben Gefallen an der Hose gefunden, die einen besonders knackigen Hintern und lange Beine machen soll, und wurden darin in Magazinen wie Vogue, Elle oder Harper s Bazaar abgebildet. Die Lawine kam ins Rollen: Wegen ihrer guten Passform geben mittlerweile auch deutsche Kunden rund 200 Euro für die Jeans aus. "Die Leute fragen gezielt nach der Marke, sie kennen sie aus der Presse", sagt Andreas Feldenkirchen, Inhaber der gleichnamigen In-Boutique in Hamburg. Feldenkirchen hat die Marke im Frühjahr 2001 als einer der Ersten nach Deutschland importiert. Ein Ende des Erfolges sieht er nicht. Ganz im Gegenteil: Zu Weihnachten hat "Seven" ein aufwendigeres Modell mit Strasssteinen der Firma Swarovski für 300 Euro auf den Markt gebracht. "Bei uns ist das Modell bereits ausverkauft", sagt Feldenkirchen.

Dahinter steckt eine bewusste Strategie: Knappe Ware steigert die Nachfrage. Deutschlandweit waren nur etwa 1000 Strass-Hosen im Verkauf. Nach diesem Prinzip agieren viele der kleinen, aber feinen Luxusjeans-Marken. Die Firma Paper Denim & Cloth nummeriert ihre Hosen sogar und versieht den Hosenbund mit einer Zahl. Alle 50 000 Modelle wird das Label neu designed. Bei "Seven" bekommt jedes neue Modell eine andere Stickerei auf die Gesäßtaschen. So können Insider den Trendfaktor der Beinkleider beurteilen.

Häufig sind es kleine Hersteller von der US-Westküste mit Namen wie Citizens of Humanity, Earnest Sewn, Paper Denim & Cloth, Rock & Republic oder True Religion, die erst seit kurzem auf dem Markt sind und auf Anhieb hohe Preise erzielen. "Jeder junge Designer hat in Kalifornien Chancen, erfolgreich zu sein", sagt Feldenkirchen. Dort sitzen viele der Wäschereien, die jeder Jeans - wenn gewünscht- einen individuellen Look verpassen können. Wenn ein Hersteller es dann noch schafft, sein Produkt an einen Filmstar zu verkaufen, ist das Geschäft gemacht. Im Extremfall erzielen die Hosen sogar Preise von 500 Euro.

Die meisten Firmen geben sich geheimnisvoll und veröffentlichen keine Umsatzzahlen. Doch Branchenkenner sind sich einig, dass es sich um ein kleines, sehr lukratives Geschäft handelt. Die Börsen notierte Firma True Religion Apparel Inc. hat ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen 2004 beispielsweise von 1 Mill. auf 14,1 Mill. Dollar katapultiert. Der Gewinn stieg alleine im dritten Quartal um 103 Prozent.

12.01.2005

Also, mich hat Puma überzeugt und ich beginne gerade damit, Positionen aufzubauen.

Für anderweitige Meinungen bezüglich der Dauerhaftigkeit der Marke oder jedwede sachliche Kritik bin ich sehr dankbar. Ich hoffe die Diskussionsrunde ist damit eröffnet.

Grüße
PoP
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14.01.05 08:35:15
Beitrag Nr. 621 ()
guten morgen :)

Puma

fundamental sehr gesund, aber die Wachstumsdynamik nimmt ab.
Der Chart spiegelt das sehr schön wider.
Die technische Gegenreaktion kann nochmal bis kurz unter die 200er Marke laufen, aber spätestens dann sollte man raus sein.
und erstmal abwarten.
ich habe Puma auf `verkaufen`.

Gruß
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14.01.05 09:57:32
Beitrag Nr. 622 ()
Guten Morgen Stachelin,

@fundamental sehr gesund, aber die Wachstumsdynamik nimmt ab.

Fundamental ist das kein Thema, schließlich wird die Aktie auch nicht wie ein Wachstumsunternehmen bewertet. Sogar mit einem 0%-Wachstum wäre Puma noch fair bewertet.

@Der Chart spiegelt das sehr schön wider...ich habe Puma auf `verkaufen`.

Gut ;-)

Grüße
PoP
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17.01.05 20:53:27
Beitrag Nr. 623 ()
hallo zusammen

Puma bleibt für mich interessant, allerdings erwarte ich zunächst noch eine Konsolidierung. Unabhängig davon, ob Puma nach wie vor recht niedrig bewertet ist, sollte man m.E. den psychologischen Faktor auch beachten.

Verstehe mich nicht falsch, Arman, auch ich vertraue den harten Fakten, aber ich versuche auch nicht mehr, mich gegen den Strom (sprich Verkaufsdruck) zu stellen.

Das "Problem" bei Puma: man erwartet einfach ein hohes Wachstum, wird dieses nicht erfüllt, wird verkauft. Dies entspricht nicht unbedingt der Logik, da die Aktie auch bei einem 10%igen Wachstum immer noch recht günstig ist, aber so wird leider oft gehandelt.

Da der Kursverlauf ein - zwar nachrangiges, aber immerhin es ist eins - Kriterium für mich ist, würde ich derzeit noch die Finger von PUma lassen...sieht von der Charttechnik nicht gerade gut aus.

Langfristig sehe ich hier aber fundamental durchaus noch Luft nach oben, wenn es weiterhin gelingt, den Geschmack der Käufer zu treffen...

Gruß, Jochen
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17.01.05 21:16:39
Beitrag Nr. 624 ()
Hallo Jochen,

vollkommen d`accord! Es ist genau wie Du sagst. Ich versuche nie gegen den Strom zu schwimmen, das ist eher Zufall - ich versuche einen guten Preis zu machen. Wenn mir die Charttechnik einen besseren Kurs machen will, bitte - ich habe es ja nicht eilig: 1/3 habe ich investiert, mit dem 2. /3 warte ich die kommenden zwei Wochen ab (wenn denn die Charttechnik so schlecht ist, mache ich vielleicht bessere Kurse) und das letze 1/3 investiere ich nach der BPK am 7. Februar.

Grüße ;-)
PoP
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20.01.05 16:00:01
Beitrag Nr. 625 ()
Hallo zusammen

@ P.o.P.

Guter Mann ;). So würde ich auch vorgehen.

Puma ist substanziell sicher nicht zu teuer, allerdings behagt mir nicht, wenn eine Aktie in aller Munde ist und entsprechend gepusht wird. Sobald sie „out“ ist, geht es südwärts – oft interessieren dann leider auch die Fakten wenig.

Mir sind bei Puma zu viele auf den fahrenden Zug aufgesprungen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass einige abspringen, wenn es mal nicht so läuft ist recht groß - und die Erwartungen an die Firma sind nach wie vor hoch. Ich habe Puma weiter auf der Watch’n’, aber ich warte zunächst ab, ob und wie stark sich das Wachstum verlangsamt. Ich gehe derzeit zwar von nachlassendem Wachstum aus, halte aber weiteres, gesundes Wachstum für wahrscheinlich.

Die große Preisfrage: was erwarten die anderen? Der Einstieg mit einer Teilposition ist wohl die beste Lösung.


@ alle

Ich stelle derzeit Überlegungen an, meinen Aktienanteil auf zwei verschiedene Strategien zu splitten:

1. Basisdepot:
Ziel: Sicherheit und Wachstum zum vernünftigen Preis. Die Werte sollen wenn möglich ihre Erträge von Jahr zu Jahr stetig (!) steigern und gute Zukunftsperspektiven besitzen. Die Bewertung soll im Bezug auf das zu erwartende Wachstum moderat sein bzw. besondere Sicherheit bieten, wie z.B. Nestlé, die ein recht geringes Verlustrisiko durch ihre Finanzstärke, Marktposition und Ausrichtung haben.

derzeit enthalten: Nestlé, Novartis, Canon, Esprit, Rhön Klinikum Vz und Stada.

langfristig: max. 10 Werte, Haltezeit > 5 Jahre, es sei denn es passiert Außergewöhnliches (positiv wie negativ)

2. Antizyklisches Depot:
Ziel: Hohe Kurssteigerungen durch stark gefallene Werte, die derzeit keiner haben will, die m.E. aber eine vernünftige Turnaround-Story bieten.

Das Problem hierbei ist, dass das Risiko unlängst höher ist, als beim Basisdepot, daher will ich mein Basisdepot mit ca. 2/3 bis 3/4, mein antizyklisches Depot nur mit ¼ bis 1/3 des Gesamtbetrages gewichten.

Derzeit enthalten (als einziger Wert): TA Triumph Adler.

Haltedauer: mittel- bis langfristig, je nach Erfolg der Restrukturierung und der sich ergebenden Wachstumsperspektiven. Zeiträume kann man hier schwer angeben, aber langer Atem ist gefragt.
TA Triumph Adler

Jaja, Ihr kennt sicher auch noch die guten alten Schreibmaschinen ;)

TA hat aber heute nicht mehr allzu viel gemein mit dem früheren Geschäftsmodell…man konzentriert sich zunehmend mehr auf den Vertrieb und vor allem sämtliche Dienstleistungen, wie Wartung und Service, rund um den Bürobedarf - hier insbesondere im Bereich Drucker und Kopierer. Dies läuft alles unter der Bezeichnung „Imaging“. Was kaum jemand weiß: innerhalb Deutschlands ist man in dem Bereich „Imaging“ Marktführer und hat langfristige Verträge mit Kunden. Kunden konnte man wohl dadurch gewinnen und halten, das der Service groß geschrieben wird und auch zu unmöglichen Zeiten vorgenommen wird. Der Kunde ist also König. Ein weiterer Vorteil: mit Kyocera-Mita ist eine große Firma als Großaktionär (ca. 30%) engagiert, deren Produkte gleichzeitig auch zur Erweiterung der Produktpalette herangezogen und Kunden angeboten werden kann.

Gleichzeitig werden die weiteren Aktivitäten, innerhalb derer TA im Moment noch aktiv ist (Medien- und Präsentationstechnik) an Bedeutung eher verlieren. Selbst von einer Veräußerung dieser Aktivitäten war schon die Rede. Die schwachen Erträge in diesem Bereich waren u.a. verantwortlich für den hohen Restrukturierungsbedarf.

In Zukunft soll die Eigenmarke stärker ins Licht gerückt werden und der Anteil am Vertrieb von Fremdmarken zurückgehen. Dies erscheint sinnvoll, denn hier winken höhere Margen. Durch die Kooperation mit Kyocera wird jedoch weiterhin Kundenpotential mit erschlossen.

Aufgrund der bereits angesprochenen Restrukturierungsmaßnahmen wird das 2004er Ergebnis noch deutlich rot sein, ab 2005 werden wieder Gewinne erwartet. Dies erachte ich als möglich.

Was mich positiv stimmt, ist die Tatsache, dass Kyocera als Großaktionär im Rahmen einer Kapitalerhöhung in 2004 gerade erst seinen Anteil von ca. 25% auf 30% aufgestockt hat und zwar – jetzt wird es interessant: zu einem Preis von etwas über 2,5 € pro Aktie. Erwartet da vielleicht jemand in Zukunft noch was von der Aktie? Das Vertrauen der Privatanleger ist jedoch noch nicht wieder soweit hergestellt, dass dies Auswirkungen hat, denn die Aktie ist derzeit für ca. 2 € an der Börse zu haben…sobald erste positive Anzeichen zu erkennen sind, wird der Abschlag verschwinden, davon bin ich überzeugt. Ich sehe die Kursschwäche als Kaufanreiz und baue erste Positionen auf.

Risiken bleiben natürlich – wie bei einem solch immensen Geschäftsumbau immer – zur Genüge vorhanden. Bisher wurde lediglich ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht, mehr nicht. Schlägt die Restrukturierung fehl und entwickelt sich das Geschäft nicht wie erhofft, kann es also schnell brenzlig werden, was die Finanzlage betrifft. Gewisse Sicherheit bietet allerdings der Großaktionär Kyocera-Mita und die langfristig abgeschlossenen Kundenverträge bzgl. Wartung und Service.

Dass man auch bei TA wieder positiver in die Zukunft blickt, zeigt auch die Pressemeldung von gestern – es wurde ein erster Schritt zur Ausweitung des Geschäftsfeldes Imaging unternommen:

TA Triumph-Adler AG - Übernahme ist erster Schritt der Neustrukturierung - 19.01.2005
Die Nürnberger Kopier-Experten kaufen bedeutenden Imaging-Fachhändler - und bauen so ihre neue Struktur gezielt aus

(smartcaps-Redaktion Frankfurt am Main)


Die TA Triumph-Adler AG hat die Firma Sankopie aus Kaarst erworben. Das ist an sich keine allzu spektakuläre Nachricht. Doch die eher mittelständisch strukturierte Sankopie ist eine der bedeutendsten Fachhändler für Kopier- und Drucksysteme im Großraum Düsseldorf. Mit der Akquisition des Unternehmens baut Triumph-Adler seine führende Marktposition im Rheinland weiter aus.

Der Kompetenzschwerpunkt von Sankopie liegt in der Vermarktung und im Service von digitalen Farbkopier- und -drucksystemen. Der Schritt zur Übernahme ist nach den jüngsten Ankündigungen über die Neuausrichtung von TA nur konsequent. Vorstandsvorsitzender Dr. Dietmar Scheiter betonte zum Ende des vergangenen Jahres immer wieder, „wie wichtig für TA die Umstrukturierung hin in den Service-Bereich ist". TA wolle zukünftig nicht nur B2B betreiben, sondern auch als Servicer für die 30.000 Endkonsumenten auftreten.

Verschmelzung mit rheinländischer TA-Tochter

Insgesamt werden etwa 5.000 Systeme von Sankopie in Zukunft betreut, davon allein über 2.000 im Rahmen von langfristigen Verträgen. „Mit Sankopie haben wir ein erfolgreiches Unternehmen mit einer attraktiven Kundenstruktur erworben, welches unsere Präsenz in der Region Düsseldorf weiter verbessert", sagt der TA-Vertriebsvorstand Robert Feldmeier zu dem Erwerb. Sankopie hat im Geschäftsjahr 2004 mit 40 Mitarbeitern mehr als 8 Mio. Euro umgesetzt.

Triumph-Adler plant im nächsten Schritt die Zusammenführung der neu erworbenen Sankopie mit ihrer Tochtergesellschaft Triumph-Adler Rheinland, die 2004 mit etwa 110 Mitarbeitern 40 Mio. Euro Umsatz erzielen konnte. „Die geplante Verschmelzung von Sankopie mit unserem Unternehmen bringt uns erhebliche Vorteile", so Frank Eismann, Geschäftsführer der Triumph-Adler Rheinland. „Insbesondere werden wir den Kunden unserer beiden Unternehmen einen noch besseren Service und ein erweitertes Dienstleistungsangebot anbieten können."

Frisches Kapital aus Japan ermöglicht weitere Akquisitionen

Die Akquisition ist der erste Schritt der von Triumph-Adler im November letzten Jahres angekündigten Wachstumsstrategie. Triumph-Adler hatte zu diesem Zeitpunkt gegenüber smartcaps über den erfolgreichen Abschluss der Neustrukturierung der Konzernfinanzierung berichten können (siehe smartcaps-Bericht vom 11.November 2005: TA Triumph-Adler AG - „Von Standby auf volle Leistung geschaltet"). Der in diesem Zusammenhang geschaffene zusätzliche Finanzierungsspielraum soll für Investitionen in das Wachstum der Gesellschaft genutzt werden. In Deutschland beabsichtigt Triumph-Adler weitere Akquisitionen zu tätigen.

„Die TA Triumph-Adler AG hat sich im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung zielgerichtet zu einem operativen Distributions- und Serviceunternehmen im Zukunftsmarkt der digitalen Bürokommunikation entwickelt", sagt Vorstandsvorsitzender Scheiter. So umfasst das Segment Triumph-Adler Experts at Output beispielsweise den Vertrieb und Service von Output Solutions. Hierunter werden die Segmente Imaging (Geräte und Dienstleistungen zum Kopieren, Drucken, Faxen und Archivieren) sowie Präsentations- und Medientechnik (Geräte zum professionellen Präsentieren) erfasst.

„Langlaufende Leasing-Verträge für solide Planung wichtig"

Im Segment Imaging ist Triumph-Adler Experts at Output Marktführer in Deutschland; das Segment Präsentations- und Medientechnik hat in Europa eine marktführende Stellung inne. Ziel sei es, so Scheiter, die starke Marktstellung europaweit durch internes Wachstum wie auch Unternehmensakquisitionen weiter auszubauen.

„Wir haben zwar bereits eine exzellente Position. Bei Kopierern, Faxgeräten und Druckern sind wir mit deutlichem Abstand Marktführer und konnten unseren Marktanteil in letzter Zeit deutlich über zehn Prozent erhöhen. Aber es ist auch wichtig, einen hohen Anteil lang laufender Leasing-Verträge mit unseren Kunden zu haben, so dass wir über eine solide Planungsgrundlage verfügen", sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Dietmar Scheiter.

Anleger sind weiterhin zurückhaltend

Die Wachstumschancen sehen die Nürnberger als sehr gut an. Durch die Allianz mit dem Japaner Kyocera Mita sei TA in der Lage, den Anteil eigener Marken im bestehenden Kundenkreis deutlich zu erhöhen. Außerdem habe man vereinbart, gemeinsam den Vertrieb in weiteren Märkten Europas, Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens anzugehen. Der Kauf von Sankopie ist da nur ein kleiner Schritt.

Die Finanzwelt zeigt sich indessen eher zurückhaltend bis skeptisch gegenüber der Entwicklung in Nürnberg. Trotz positiver Nachrichten verkauft sich die Aktie des Unternehmens weiterhin schleppend. Wie in den vergangenen Monaten auch dümpelt sie aktuell um die 2-Euro-Marke herum.

Weitere Infos könnt Ihr bei Interesse auf der Homepage nachlesen.


@ alle

Was haltet Ihr von einer Aufteilung des Depots in zwei „Unterdepots“? Macht das Sinn?

Der Vorteil, den ich durch Einbezug der antizyklischen Investments sehe:
die Firmenentwicklung ist i.d.R. nur geringfügig durch äußere Einflüsse geprägt, wie Wirtschaftsentwicklung etc., sondern vielmehr von internen Restrukturierungsmaßnahmen und deren Erfolg. Ich erhoffe mir, dass die antizyklischen Investments nur geringfügig mit der allgemeinen Börsenentwicklung korrelieren, da ein Turnaround (so er denn wirklich gelingt) immer zu steigenden Kursen führen sollte.

Für das Basisdepot werden ebenso Werte ausgesucht, die möglichst ein „Eigenleben“ führen…so konnte sich z.B. Canon aufgrund der guten Geschäftsentwicklung doch recht eindeutig vom negativen Trend des Nikkei absetzen, Esprit steigt seit Jahren gegen den Trend an den Börsen. Ähnliches erwarte ich mir auf dauer auch von Rhön, Stada, Nestlé und Novartis – sofern sich die Firmen weiterhin so positiv entwickeln, wie in der Vergangenheit.

Meinungen sind willkommen, Anregungen natürlich auch. Einzelwertdiskussionen werden von Zeit zu Zeit sicherlich auch folgen…

Gruß n.n.
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20.01.05 16:27:30
Beitrag Nr. 626 ()
@notnormal,

ich persönlich finde den Gedanken gut. Meine Strategie sieht ähnlich aus. Ich setzte Grundsätzlich auf Nebenwerte (und ein paar Blue chips), siehe hierzu vielleicht Einzelwertethread...

Einen kleinen Teil meines Geldes investiere ich in ein paar Spekulationen (im Sinne von Turnaround oder Gesamtwirtschaftliche Betrachtung). Was diesen Teil des Geldes angeht, sind wir beide denke ich geistig gleich (TA habe ich ebenfalls - in Form von Geschäftsberichten der letzten zwei Jahre.

Deutz fällt mir da noch ein, bin ich ebenfalls schwer am grübeln.

Grundsätzlich setzte ich immer einen recht kleinen Teil - 1/4 sollte insgesamt ein guter Wert sein. Im Prinzip ist es eine Frage deiner persönlichen Risikobereitschaft und natürlich auch des Vertrauens in diese Werte. Willst du in die nächste Marslandung investieren oder in Werte, die bestimmte geistige ;) Überlegungen als Hintergrund haben??? So wie ich dich verstehe, machst du dir schon viele Gedanken. Denke, das mindert das Risiko an sich schon etwas. Und es ist verdammt gut für das Ego, wenn die eigenen philosophischen Geistesblitze Rendite bringen :)
Außerdem kannst du mit SL das Risiko weiter minimieren....

Gruß Thomas
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21.01.05 10:35:59
Beitrag Nr. 627 ()
Hallo!

@Guter Mann

Danke, ich geb’ mein Bestes :D

@Puma ist substanziell sicher nicht zu teuer, allerdings behagt mir nicht, wenn eine Aktie in aller Munde ist und entsprechend gepusht wird. Sobald sie „out“ ist, geht es südwärts – oft interessieren dann leider auch die Fakten wenig.

Och, das sehe ich nicht so. Kurzfristig mag das zutreffen, aber am Ende zählen die Fakten. Nehmen wir mal an, dass Puma den Gewinn je Aktie die nächsten 4 Jahre um 12% p.a. steigert, dann würde es 2008 bei 24,4 Eur je Aktie liegen. Dann betrüge das KGV 08 rund 7,5 – und das sind eher konservative Annahmen für einen qualitativ hochwertigen Wert. Wenn Puma dann kaum noch Wachstumsperspektiven hätte, könnte man durchaus davon ausgehen, dass sie auf Vollausschüttung umstellen, dann betrüge die Dividendenrendite mindestens 13%. Viel falsch machen kann man also nicht, freilich nur wenn die Fakten stimmen. Kurzfristige Kursbewegungen ohne Faktenlage sind da nicht so wichtig. Z.B. könnte man chronische Angst haben, dass der Wert noch um 30% fällt. Gut dann betrüge das KGV auf Sicht von 3 bis 5 Jahren bei gleicher Faktenlage gerademal 5,3 bzw. die Dividendenrendite bei 19%. Wenn es also keine Fakten sind, die den Kurs bewegen, dann kann man dies entweder aussitzen, und soviel Geduld bzw. Ruhe sollte man als Aktieninvestor schon mitbringen, oder man kauft nach.

Nun ist es sicherlich die Frage, ob die Kursverluste derzeit unbegründet sind. Für mich erscheint es so, aber ich weiß es natürlich nicht 100%ig. Wenn UBS völlig unbegründet dahin stellt, dass es ja „hätte sein können“ Punkt fertig, dann klingt das für mich etwas weit hergeholt. Von Sal Oppenheim braucht man da wohl gar nicht erst anfangen. Deren Statement ist ja noch nichtssagender und das prognostiziertes Gewinnwachstum in Höhe von 10% erscheint mir schon etwas tief gestapelt. Na ja, die haben ihre Finger auch überall drin, u.a. in etlichen Discountzertifikaten zu Puma, ist mir auch zu müßig über die Motivationslage von irgendwelchen Aussagen zu recherchieren, wenn sie so daher kommen wie: fairer Wert gesenkt auf 223 von 274. Mich würde ja schon mal interessieren, wie man auf 223 kommt. Ein fairer Wert ist dermaßen subjektiv –> die bloße Nennung ist doch eine völlig wertlose Information. Besonders fundamental kann er aber nicht sein, sonst müßte man weit schlechtere Annahmen treffen. Wie dem auch sei. Ich denke, dass ich mir ca. die Hälfte der Investitionssumme für nach den 7. Februar aufbewahre. Dann wird der Vorstand auch Stellung zur Auftragslage nehmen und einen Ausblick geben. Spätestens dann sollte auch klar sein, ob an den Gerüchten etwas dran ist.

@Mir sind bei Puma zu viele auf den fahrenden Zug aufgesprungen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass einige abspringen, wenn es mal nicht so läuft ist recht groß - und die Erwartungen an die Firma sind nach wie vor hoch.

Gut möglich, dass Viele Gewinne realisieren, schließlich dümpelt der Kurs seit einem ¾ Jahr vor sich hin, nachdem exorbitante Steigerungen an der Tagesordnung waren. Den letzten großen Sprung hat Puma im Februar letzten Jahres gemacht, so dass man davon ausgehen könnte, dass der Verkaufsdruck durch kurzfristige Investoren, die noch steuerfrei verkaufen wollen, alsbald aufhören sollte. Der Rest ist wohl eher fundamental/langfristig orientiert. Eine hohe Erwartungshaltung ist womöglich auch gegeben, aber ich würde das nicht überbewerten. Wenn eine eBay mit einem KGV von 100 um 100% wächst und die Erwartungen verfehlt, dann mag das Etwas auslösen, aber wir reden hier von einem KGV in Höhe von 11. Und das „wenn es mal nicht so läuft“ ist fundamental lediglich ein Gerücht. Nun gut, warten wir mal die BPK ab, dann wissen wir mehr. Aus meiner Sicht wäre es wichtig, dass es keine negativen Überraschungen wie gefloppte Modelle gibt und das in Aussicht gestellte Gewinnwachstum zumindest zweistellig ist. Beides ist wahrscheinlich und wenn es dann immer noch mit Kursverlusten quittiert wird, dann wäre es mir ganz recht.

@Ich habe Puma weiter auf der Watch’n’, aber ich warte zunächst ab, ob und wie stark sich das Wachstum verlangsamt. Ich gehe derzeit zwar von nachlassendem Wachstum aus, halte aber weiteres, gesundes Wachstum für wahrscheinlich.

Ja, das sehe ich auch so. Wie ich gerade herausgefunden habe, ist das laufende Aktienrückkaufprogramm noch vom April 2003, das für den Zeitraum von 18 Monaten zum Rückkauf berechtigte. Bis zur HV können also zunächst leider keine Aktien mehr zurückgekauft werden. Dann wird man mit Sicherheit ein neues Rückkaufprogramm starten. Im 9-Monatszeitraum hatte Puma 3,4% der Aktien zurückgekauft. Dass das eher moderat ausfällt, wundert mich. Immerhin betrug das Wachstums des Gewinne je Aktie satte 40%, da ist der Anreiz zur Ankurbelung des Gewinns je Aktie nicht gerade hoch. In 2005 würde Puma die Rückkäufe sicherlich verstärken. Warum sollten sie nicht gleich 10% einziehen? Das würde bei einem Durchschnitsskurs von 200 Euro 320 Mio Eur kosten. So viel hatte Puma Ende September Bar auf dem Konto und soweit ich weiß bestehen keine größeren Investitionsvorhaben. Wieso nicht? Die Bereitschaft ist da, die Mittel sind mehr als da, die Aktie ist günstig und der Druck wächst, je stärker die Wachstumsraten nachlassen. Ich erwarte auf jeden Fall eine Stütze für das Wachstum der Gewinne je Aktie in den kommenden Jahren.

@Der Einstieg mit einer Teilposition ist wohl die beste Lösung.

Jup. Denke man sollte sich allgemein hüten überhastet zu kaufen, aus Angst keine besseren Kurse zu sehen. Und sollte einem der Kurs tatsächlich mal davonlaufen hat man am Ende glaube ich weniger Schaden, wenn man hier mal Gewinne verpaßt hat, anstatt eventuelle Verluste durch emotionales/unüberlegtes "Investieren" in Kauf zu nehmen. Ich versuche so weit es geht immer rational und systematisch vorzugehen. Und seien wir mal ehrlich: Die allermeisten Aktien, die wir gekauft haben, haben wir doch später auch noch mal billiger gesehen. Ich werde künftig vermutlich viel öfter mit Teilpositionen vorgehen.

@Ich stelle derzeit Überlegungen an, meinen Aktienanteil auf zwei verschiedene Strategien zu splitten:1. Basisdepot: 2. Antizyklisches Depot: .. mein Basisdepot mit ca. 2/3 bis 3/4, mein antizyklisches Depot nur mit ¼ bis 1/3 des Gesamtbetrages gewichten.

Prinzipiell ist das OK!

Reine Turnaroundstrategien sind allerdings nicht ganz meine Sache. Das liegt daran, dass ich Unternehmen rein anhand ihrer Ertragskraft bewerte und bei Turnaroundwerten ist das oft ein Blick in die Glaskugel. Paßt also nicht ganz in meine Philosophie.
Muß aber auch nicht. Ich habe selbst seit längerem im Hintergedanken ¼ bis 1/3 auf eine andere Strategie zu splitten, habe es aber bislang nicht konkretisiert. Wenn ich mir aber so ansehe, wie hoch meine Cashquote in letzter Zeit doch ist, sollte ich das vielleicht mal tun, denn solche Werte gibt’s im Gegensatz zu Value immer. Es sind…Wachstumswerte! Kein Scheiß, ich rede von echten Wachstumskisten a la eBay mit KGV > 50 - und das als lebende Valuedoktrin. Dazu aber erst mehr, wenn es sich einmal konkretisiert.

Grüße
PoP
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21.01.05 11:03:19
Beitrag Nr. 628 ()
Sollte heißen: "Im 9-Monatszeitraum hatte Puma 3,4% der Aktien zurückgekauft. Dass das eher moderat ausfällt, wundert mich NICHT."
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21.01.05 11:26:34
Beitrag Nr. 629 ()
mahlzeit ! :)

doch nochmal zu puma (und das gilt auch generell):

das zu erwartende KGV für das laufende Geschäftsjahr ist Spekulation, die vergangenen Jahre sind sowieso Makulatur.
Entscheidend sind die Aussichten.
Und da wird eben ein gleichbleibendes GewinnWACHSTUM angezweifelt vom Markt.
Nicht ganz unbegründet, wie ich meine.

Wenn aber die Gewinne nicht mehr so weiter wachsen bzw. sogar stagnieren sollten, ist die hübsche, kleine Spekulation mit dem KGV in der Zukunft voll in die Hose gegangen.
Da hilft auch alle Schönrechnerei nichts.

und genau dieses Szenario spielt der Markt bei puma.
ich fühle mich jedenfalls sehr wohl mit meiner Verkaufseinstufung von überneulich für puma.

Gruß :)
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12.02.05 13:09:25
Beitrag Nr. 630 ()
Moin zusammen,

bei mir hat es auch mal wieder eine Änderung im Depot gegeben:

Stada sind nach der beträchtlichen Erholung und nun schon wieder stattlicher Bewertung mit 23,78 € aus dem Depot geflogen. Die Zahlen sehen zwar wieder etwas besser aus, aber ich bin nicht davon überzeugt, dass noch höhere Kurse gerechtfertigt wären...

Nicht lange rumgezuckt, das Geld wurde in die Bank of Nova Soctia (Kanada) investiert.

Wer Näheres hierzu wissen möchte: www.scotiabank.com oder im entsprechend Thread bei Value-Analyse.

Gruß, n.n.
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01.04.05 14:47:19
Beitrag Nr. 631 ()
MEINE STRATEGIE:

Mit diesem Depot wird ein wertorientierter Ansatz verfolgt. Dreh- und Angelpunkt der Bewertung ist der Free Cash Flow (FCF), also das was zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung steht. Der Wert einer Aktie ist demnach der Barwert der künftigen Dividenden/FCFs. Die erwarteten, mir zufließenden Geldströme werden mit meiner Renditeerwartung in Höhe von 9% abgezinst, um ihnen einen fairen Wert zuzuweisen. Der faire Wert sollte dabei deutlich über dem Preis liegen, den ich dafür bezahle, damit die voraussichtliche Rendite deutlich mehr als 9% beträgt. Also suche ich Investments, die bzgl. ihrer Ausschüttungsfähigkeit deutlich unterbewertet sind bzw. auf der Basis des aktuellen Preises deutlich überdurchschnittlich rentabel sind. Der Abschlag zum fairen Wert sollte dabei i. d. R. mindestens 40%, besser noch 50% betragen -> Safety of Margin. Das ist die Quintessenz der Investments, nämlich die Maximierung des Chance/Risiko-Verhältnisses. Chance: Es wird damit gerechnet, dass a) die mir zufließenden FCFs auf der Basis des Kaufpreises eine weit überdurchschnittliche Rendite gewährleisten (Ertrag) und/oder b) sich die Schere zwischen fairem Wert und Börsenwert schließt (Kursgewinn). Risiko: War die Wertermittlung zu optimistisch und erfordert diese im Nachhinein eine negative Wertanpassung, bietet der deutliche Abschlag zum fairen Wert einen Risikopuffer. Um diese Gefahr weiter auf ein Mindestmaß zu minimieren, versuche ich mich auf wettbewerbsstarke Unternehmen zu beschränken, die sich langfristig einigermaßen zuverlässig bewerten lassen. Außerdem rechne ich grundsätzlich konservativ, schließlich will ich mir nicht anmaßen, die Zukunft genau vorauszusagen, sondern mir überlegen wie sie „mindestens“ bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit aussehen sollte. Steht die DCF-Prognose immer noch in Zweifel, wird sie zudem mit einer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit risiko-adaptiert.

Investiert wird also rein nach wirtschaftlichen Kriterien: Die mit den mir zufließenden Erträge in % von der Investitionssumme, also eine Ertragsrendite und nicht eine zu erwartende Kursrendite bestimmen den Wert einer Anlage -> DCF. Das ist für mich die einzig gültige, weil schlüssige Methode um einen Geldanspruch in der Zukunft zu bewerten und eine Aktie ist für mich wie gesagt nichts Andres als eine Summe von Geldansprüchen. Die Börse ist bloß die Handelsplattform und kein Entscheidungsträger an sich. Kennzahlenvergleiche auf Peer-Group-Basis, Trends, Markt- und Wirtschaftsprognosen, Charttechnik oder StopLoss und dergleichen sind für dieses Depot so gut wie irrelevant, da sie sich bestenfalls auf den Preis einer Anlage bzw. auf bestimmte Börsenmechanismen und daraus ableitend eine zu erwartende Kursrendite beziehen und nicht auf einen Ertragswert.

Die Anzahl der Aktien sollte sich auf ca. eine Hand voll Werte beschränken. Die Depotvolumina der einzelnen Positionen orientieren sich an der Höhe der Sicherheitsmarge. Es gibt eigentlich keine Beschränkungen nach oben. Prinzipielle Bandbreite für einen Wert: 20% +/- 10%, aber im Extremfall auch 100%, extreme Fälle erfordern vielleicht extreme Maßnahmen.

Exit-Strategie: Ein Verkauf orientiert sich nach Vergleichen. Bietet ein Investment ein deutliches besseres Chance/Risiko-Verhältnis, wird zu Gunsten des besseren Investments verkauft bzw. getauscht. Ein bloßer Verkauf wäre ein Tausch gegen Tagesgeld, sollte also nur dann erfolgen, wenn die Chance-/Risikoperspektive der Aktie gegenüber Tagesgeld unattraktiv ist.

Die o. g. Aufnahmekriterien sind sehr hart. Die wenigsten Werte erfüllen die Kriterien, weshalb ich derzeit Kompromisse und „Cash ohne Ende“ habe. Die Konsequenz ist die, dass ich eine unterdurchschnittliche Rendite in Kauf nehme. Oder aber ich würde die Kriterien aufweichen, und das tue ich nur sehr ungern. Na ja, es ist ein Mittelweg aus beiden, denn auf den einen oder anderen Kompromiss werde ich mich schon einlassen.


MEIN PORTFOLIO:

Titel / Anteil am Depot / Wertentwicklung / Haltedauer:

Tages-Geld / 47% / Zinsen in % des Depotvolumens: 0,9

PC-Spezialist / 21% / -3,0% / 8 Monate

CeWe-Color / 17% / +17,3% / 1 Monat

Zwack Unicum / 9% / +11,7% / 4 Monate

Nestle / 6% / +3,9% / 34 Monate

Performance in Q1 05: +2,7%


KOMMENTAR:

Wie Einige sicherlich schon wissen, habe ich mich letzen Endes doch gegen Puma entschieden. Zwar schätze ich die Aussichten nach wie vor als gut ein und denke dass die Aktie die besten Vorraussetzungen hat, weiter zu steigen, jedoch ohne mich. Der Grund liegt darin, dass ich mir über die langfristige Ertragskraft nicht ganz im Klaren bin. Aber genau darauf beruhen meine Kaufentscheidungen. Ich vermute zwar, dass die Ertragskraft aufgrund der vorausschauenden Strategie von Zeitz langfristig nachhaltig ist, würde es jedoch auch nicht unterschreiben. Dass MBNA auf der Abschussliste stand, ist ja bekannt. Also habe ich die erste und letzte Tranche Puma und meine Position MBNA in eine Aktie investiert, deren Perspektiven sich sehr viel klarer abzeichnen. Es handelt sich hierbei um CeWe-Color. Das hat folgenden Hintergrund. Zunächst war ich eigentlich sehr positiv zu CeWe-Color gestimmt, als die Aktie ein einstelliges KGV, eine hohe Dividendenrendite und eine schlüssige Wachstumsstory hatte. Gleich drei Wünsche auf einmal. Mit der Zeit wurde die Story einer Substitution von margenschwächerem analogen zum margenstärkeren digitalen Fotofinishing jedoch dermaßen durch Preiskämpfe unterminiert, dass ich sie samt Management in Frage gestellt und CeWe-Color als Looser-Aktie verspottet hatte. Was ich dabei jedoch übersah, war die strategische Bedeutung aus Wettbewerbssicht. Bewusst hat CeWe-Color einen Großteil der Konkurrenz in die Knie gezwungen und die gesamte Branchen- und Wettbewerbstruktur nachhaltig zu seinen Gunsten verändert. Nachdem die Meisten aufgeben mussten, steigen nicht nur Marktanteile, sondern v. a. die Preise für analoge Fotos! Die steigenden Marktanteile haben die Wettbewerbsvorteile von CeWe-Color wie etwa die Verhandlungsmacht und Größenvorteile noch weiter gestärkt und die Markteintrittsbarrieren sind sehr hoch. Gleichzeitig bergen die steigenden Preise ein Ertragspotenzial, das noch nicht im Kurs enthalten und auf mittlere Sicht ein deutlich einstelliges KGV bzw. eine deutlich zweistellige und nachhaltige Gewinnrendite zulässt.

Zu PC-Spezialist: Das Management hat sich dazu entschieden, die überschüssige Liquidität dazu zu benutzen, das Wachstum anzukurbeln. Daran ist Nichts Schlimmes, außer dass das KGV 05 nicht gut aussieht. Letztes Jahr wurden 10% der Aktien zurückgekauft. Und dieses Jahr soll die starke Bilanz in das Kerngeschäft zurückfließen, um die Qualität des Franchisesystems zu verbessern und das Wachstum anzukurbeln. Auch so kann man zu einer höheren Eigenkapitalverzinsung zurückfinden. Der Wert für die Aktionäre, der dadurch geschaffen werden könnte, kann den Gegenwert eines Aktienrückkaufs oder einer Dividende durchaus deutlich übertreffen. Im Worst-Case-Szenario, dass den Investitionen überhaupt kein Mehrwert gegenübersteht, würde auch nicht viel Wert vernichtet, da die Kosten (größtenteils) nicht fix sind. Einige sehen hier anscheinend eine nachhaltig geringere Ertragskraft, was so nicht richtig ist. Ich sehe die mittel- bis langfristige Ertragskraft eher gestärkt, da sich bereits jetzt ein zweistelliges Wachstum auf Franchise- und Kooperationsbasis abzeichnet – mehr als ich erwarte. Auf Sicht kurze Sicht ist die Luft jedoch sicherlich raus. Sofern PCS-Aktionäre, die schon länger dabei sind, seufzend den Ausblick auf 2005 zur Kenntnis nehmen, habe ich natürlich Verständnis dafür. Schließlich besteht erst in 2006 die Aussicht auf einen höheren Gewinn je Aktie als in 2001. Und auch ich gehöre jetzt zum Aktionärskreis, dem nun Geduld abverlangt wird. Ich werde auf PC-Spezialist noch detaillierter bei Value-Analyse eingehen.

Zu Zwack Unicum und Nestle möchte ich mich zu den kommenden Quartalsergebnissen wieder äußern.


Grüße
PoP
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01.04.05 20:24:06
Beitrag Nr. 632 ()
hallelujah POP,

schön wieder von dir zu hören. und dann gleich soooooooo ausführlich: super !!!

liebe grüsse

rolf
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02.04.05 13:27:44
Beitrag Nr. 633 ()
Hallo PoP,

beim Lesen Deiner Strategie stelle ich fest, daß wir beide vergleichsweise ähnlich unterwegs sind, da auch Du die Konzepte des persönlichen Kompetenzbereichs, des konzentrierten Portfolios, des Inneren Wertes und der Sicherheitsmarge verfolgst. Dazu bin ich ja persönlich noch ein Fan des wirtschaftlich konsolidierten Gewinns, auch bekannt unter Buffetts Bezeichnung der Look-Through-Earnings. Da durch Deine Strategie bereits für jedes Unternehmen die freien Cash Flows vorliegen würde es sich m.E. doch anbieten, diese über die im Depot gehaltene Aktienanzahl anteilig aufzuaddieren und deren Entwicklung im Zeitverlauf fortzuschreiben. Damit kannst Du in einigen Jahren überprüfen, ob die von Dir getroffenen einzelnen Annahmen in Summe aufgegangen sind.

Grüße
Carret
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05.04.05 21:34:55
Beitrag Nr. 634 ()
Hallo 50-er,

@Learner6

Jau, iImmer wieder gerne. Hier gilt Qualität vor Quantität. Andere Threads mit 20 Zeichen pro Posting gibt es ja zu Genüge.

@Carret

Wie mir eingefallen ist, hatten wir bereits in Deinem Thread eine Diskussion darüber.

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Retrospektive

Carret:

Also mit den Look-Through-Earnings hat es etwas ganz Einfaches auf sich. Im Grunde erwarten die Menschen, wenn sie ein Aktienportfolio zusammenstellen, daß der Kurswert insgesamt möglichst stark ansteigt.

Buffett aber sagt: „Das Spiel wird auf dem Spielfeld gewonnen, nicht durch den Blick auf die Ergebnistafel.“ Ergo empfiehlt er die Zusammenstellung eines „Unternehmensportfolios“, das in der Zukunft die größtmöglichen konsolidierten Gewinne (Look-Through-Earnings) aufweisen wird. Zur Berechnung multipliziert man den Gewinn je Aktie mit der Anzahl der gehaltenen Aktien und addiert das Ergebnis für alle seine Unternehmen auf. Dies führt von den Kursgewinnen weg, und hin zu realen Gewinnen, die einem anteilig gehören. Dahinter steht die Erwartung, daß das Unternehmensportfolio mit steigenden konsolidierten Gewinnen langfristig auch im Kurswert ansteigt.

betterthanthterest:

Diese Look-Through-Earnigs lassen sich sehr schön ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital bringen.

Es kann ein persönliches KGV gebildet, bzw. die Verzinsung des Einsatzes berechnet werden.

Über mehrere Jahre gesehen, ist es besonders interssant zu beobachten, wie dieses KGV bei Firmen, welche kontinuierlich ihre Gewinne steigern konnten, immer kleiner und im Umkehrschluß die erzielte Rendite immer größer wird.

Dabei erkennt man den Vorteil von Aktien gegenüber Anleihen.
Bei Anleihen bleibt die Rendite des eingesetzten Kapitals über die gesamte Laufzeit gleich, während sie sich bei Anlage in erfolgreiche Unternehmen ständig verbessert.

Carret:

Ähnliche Betrachtungen um die Look-Through-Earnings stelle ich auch an. Dabei bin ich jedoch auf das Problem gestoßen, daß durch Zukäufe mit frischem Kapital die konsolidierten Gewinne des Depots steigen, ohne daß es hierfür einen wirtschaftlichen Hintergrund gibt. Als Lösung habe ich einfach eigene Aktien als Rechengröße herausgegeben. Damit erhöht oder verringert sich bei Zu- oder Verkäufen die Aktienanzahl proportional zu dem Betrag, der ins Depot hinein- oder herausfließt. Die Look-Through-Earnings, erhaltene Dividenden und den gesamten Depotwert beziehe ich immer auf die Anzahl der eigenen Aktien und kann somit, bereinigt um Zu- oder Verkäufe, die Entwicklung von Gewinnen, Dividenden und Marktwert einfach verfolgen. Gleichzeitig dient mir dieses System zur Performancemessung. Ähnlich den Sheets bei Valueline, habe ich für verschiedene Kennzahlen meines Depots eine Tabelle erstellt, die jährlich fortgeschrieben wird. Die Auswirkungen von Depotveränderungen lassen sich damit auch leicht verfolgen.

prince.of.persia:

Noch mal zu den Look-Through-Earnings. Ich hatte schon mal etwas darüber gelesen, kann mich aber nicht mehr recht erinnern. Du hast geschrieben, dass man sich nach diesem konzept ein Portfolio zusammenstellt, dass die hochstmöglichen konsoldierten Gewinne in X Jahren abwirft. Richtig? Und das hast das Problem benannt, dass die Earnings steigen würden, wenn Du aufstockst und dass dadurch die Gesamtgewinne ja steigen, ohne wirtschaftlichen Hintergrund. Aber ist es nicht so, dass die Gesamtgewinne auf den gesamten Kaufpreis bezogen werden? Sonst könnte man sich ja einfach eine BRK Aktie Class A kaufen und meinen die konsolidierten Gewinne seien gestiegen. Habe ich jetzt etwas nicht bedacht? Wenn man die Gesamtgewinne auf den GEsamtkaufpreis bezieht, dann entsteht aber auch kein Problem durch Aufstockung.

Carret’:

Durch den Bezug der Gesamtgewinne auf den Kaufpreis verfolgst Du die Entwicklung Deiner Einstandsrendite. Das hat betterthantherest im letzten Absatz gut beschrieben. Das ist im Prinzip nahezu das gleiche, wie die Orientierung an den Look-Through-Earnings. In bestimmten Situationen bekommst Du mit dieser Vorgehensweise aber ein Problem.

Nehmen wir an, Dein Depot besteht nur aus einem Unternehmen ‚A‘. Du hast ‚A‘ zu seinem 10fachen Jahresgewinn gekauft. Die Einstandsrendite bei Kauf beläuft sich somit auf 10%. Die Gewinne entwickeln sich gut und verdoppeln sich über die Jahre. Der Markt honoriert das und bewertet das Unternehmen nun mit seinem 15fachen Gewinn. Die Einstandsrendite (Gewinn : Kaufpreis) beläuft sich jetzt auf 20%. Du wirst auf ein anderes Unternehmen ‚B‘ aufmerksam, das Du wieder zu seinem 10fachen Jahresgewinn kaufen kannst. Sofern Du ‚A‘ verkaufst und den Erlös in ‚B‘ investierst, liegt Deine Einstandsrendite wieder bei 10%. Dein wirtschaftlich konsolidierter Gewinn hat sich jedoch um 50% erhöht.

Ich verfolge daher beide Parameter, Einstandsrendite und Look-Through-Earnings. Die Einstandsrendite bei einzelnen Unternehmen in der jeweiligen Landeswährung, die Gesamteinstandsrendite - der Einfachheit halber - in Euro.

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Das passt ja auch wunderbar zu der Verkaufsphilosophie, die sich nach Vergleichen orientiert. Ich werde hin und wieder mal meine Einstandsrenditen und die Gewinnrenditen nennen, wie ich es sonst immer getan habe. Dieses Jahr kommt aber zu Verzerrungen, so dass diese zunächst wenig aussagekräftig ist. Sollten weitere Käufe oder Verkäufe erfolgen, ließe sich das wunderbar mit den Look-Through-Earnings messen. Der User betterthantherest meinte noch, er bräuchte die LTE nicht, denn "neues Spiel, neues Glück". Das stimmt natürlich, dafür ist es aber vielleicht von Vorteil, dass man "neues Spiel" messbarer gegenüber altem Spiel macht und das kann dann Vor- und Nachteile aufzeigen, also bei der Entscheidungsfindung helfen. Auf der anderen Seite muss man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr davon leiten lässt bzw. dass die Prämisse nicht LTE über Alles heißt. Sonst könnte man schnell versucht sein, qualitativ hochwertige, aber weniger rentablere Gewinne von starken Unternehmen gegen vermeintlich höher rentierliche Gewinne (aufgrund optisch günstiger KGVs) schwacher Unternehmen einzutauschen. Die Prämisse sollte also bei der Anlagestrategie liegen und die LTE als (hilfreicher) Maßstab gelten. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nochmal darauf zurückgreife.

A pro pro LTEbbe: Für alle mit vergleichsweise kleinen Depots und hoher Cashquote, oder andersherum: Ich hab ein Tagesgeldkonto zu 4% Zinsen gefunden. Einlagensicherungsfonds, keine Kontoführungsgebühren, bis max. 25.000 Euro 4%. Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch.

Grüße
PoP

PS. Carret, wie passt eigentlich Aegon in Deine Strategie?
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07.04.05 18:24:06
Beitrag Nr. 635 ()
Hallo PoP,

ich kann mich an die Diskussion von damals noch sehr gut erinnern. Ich meinte ja nur, weil Du eh bereits alle Daten vorliegen hast, könntest Du über die freien Cash-Flows je Aktie auch die LTE abbilden. Manchmal fallen bei mir auch Daten an, die ich anderweitig nutze. Ist ja in Excel kein Aufwand.

<<PS. Carret, wie passt eigentlich Aegon in Deine Strategie?>>

Am ehesten wahrscheinlich über die Dividendenrendite. Aber auch die Gewinnrendite und das KBV fand ich akzeptabel. Außerdem liegt Aegon mit dem Verkauf von Lebensversicherungen im äußerst langfristigen Trend der privaten Altersvorsorge. Ich denke daher, das Geschäftsvolumen ist in 10 Jahren sehr wahrscheinlich größer, als heute. Außerdem profitiert das Unternehmen von steigenden Zinsen in den USA; sozusagen ein Minihedge fürs Depot. Ferner ist die Aegon Aktie für mich mit einem relativ hohen Beta ein prozyklisches Investment. Aber worauf Du wahrscheinlich anspielst... Es ist das einzige Unternehmen in meinem Portfolio, daß ich außerhalb meines Kompetenzbereichs sehe. Die Depotgewichtung liegt bei 8%. Vielleicht muß man Aegon nicht haben, aber ich denke unter 10 Euro liegt man auch nicht völlig daneben.

Grüße
Mario
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08.04.05 12:30:48
Beitrag Nr. 636 ()
Hallo Mario,

zu Aegon: Ich wollte auf nichts Bestimmtes anspielen. Ich frage u. a. auch deshalb, weil ich mir die Versicherungswerte angesehen habe, und mir Aegon nicht unbedingt positiv aufgefallen ist, wenn auch nicht schlecht. Da gibt es Werte, die in Hinsicht auf Gewinn- und Dividendenrenditen attraktiver sind, z.B. Fortis und ING-Group. Das doppelt so hohe KBV ggegenüber Aegon steht vor dem Hintergrund einer doppelt so hohen Eigenkapitalverzinsung. Allerdings tendieren die Werte ein Stück weit mehr zum Allfinanzkonzept, das ich als gescheitert betrachte. Ich stimme aber mit Dir überein, dass man mit Aegon langfristig nicht daneben liegt.

Grüße
Arman
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11.04.05 20:01:39
Beitrag Nr. 637 ()
Hab` heute gehört, dass sich die Sicherheitsmarge als Differenz von fairem Wert zum Börsenwert in % des fairen Wertes errechnet bzw. als Börsenwert in % vom fairen Wert - 100, also z.B. fairer Wert 50 Eur, Börsenwert 100 Eur, Sicherheitsmarge 100%. Bin etwas verwirrt, weil ich seit eh und je anders rechne, nämlich Differenz von fairem Wert zum Börsenwert in % vom Börsenwert bzw. fairer Wert in % vom Börsenwert - 100, nach obigem Beispiel also Sicherheitsmarge = 50%. Jedenfalls wisst ihr jetzt, was ich mit "40%, besser 50%" Sicherheitsmarge meine.
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13.04.05 18:25:34
Beitrag Nr. 638 ()
Rechne weiter wie bisher. So mache ich es auch. Schließlich entspricht es der Logig des Valueinesting, 1$ für 50Cent (=Sicherheitsmarge 50%) zu kaufen.

Grüße
Carret
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13.04.05 19:44:47
Beitrag Nr. 639 ()
Jo, sage ich doch! Hatte nicht vor, es zu ändern. Schließlich kann der Wert des Dollars noch um 50% fallen, ohne dass Du zu viel bezahlst hättest. Eine Sicherheitsmarge von 100% wäre demnach das Maximum und den Dollar gäbs umsonst. Klingt doch auch "leicht" übertrieben, wenn man meint "Hey, meine Sicherheit beträgt 300%" Ja gibts denn sowas?
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04.05.05 12:39:58
Beitrag Nr. 640 ()
hier ein kurzes update meiner aktien-aufteilung im depot. fonds lasse ich erstmal weg.

Bank Of Nova Scotia. 12.1%
850388

Canon Inc. 13.5%
853055

Eganagoldpfeil Hold. 14.3%
887923

Esprit Holdings Ltd. 24.4%
888946

Nestle S. A. 12.6%
887208

Novartis 12.3%
904278

Rhoen-Klinikum 6.4%
704233

TA Triumph-Adler 4.5%
749500


etwa 25% des aktienanteils machen somit inzwischen Esprit aus, nachdem ich kurz vor den letzten Zahlen nachgelegt habe. Ich habe hier trotz des hohen Gewichts keine Probleme, da ich vollkommen überzeugt bin.

RHön Vz habe ich letztlich reduziert, vielleicht etwas zu früh. Allerdings erscheint mir der Wert derzeit ausreichend bewertet. Aufrgund der wieder positiveren Stimmung und wegen der guten Zahlen zum ersten Quartal könnt es hier noch etwas aufwärts gehen. Langfristig sicher ein Top-Investment.

Egana Goldpfeil ist seit meiner letzten Auflistung hier neu hinzugekommen, ebenso Bank of nOva Scotia. Näheres zu den Beweggründen findet Ihr auf der Seite von value-analyse.

gruß, n.n.

p.s. derzeit beobachte ich einige deutsche und europäische nebenwerte und wenige asiatische und amerikanische aktien. asien ist bei mir sowieso hoch gewichtet, bei amerika zögere ich hinsichtlich des dollars (wobei man die langfristige entwicklung eh nicht vorhersagen kann) und einiger faktoren, wie z.b. explosion der grundstückspreise, die ich im bezug auf die von mir beobachteten werte z.T. sehr kritisch sehe.
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04.05.05 17:34:13
Beitrag Nr. 641 ()
Hallo n.n.,

nochmal Glückwunsch zu Esprit.

Welche Nebenwerte beobachtest Du derzeit?

Grüße
PoP
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04.05.05 21:31:22
Beitrag Nr. 642 ()
notnormal schrieb:

"etwa 25% des aktienanteils ... Esprit ... vollkommen überzeugt bin."

Hierzu ein paar Gedanken: vor gut einem Jahr war ich so sehr überzeugt von Harley Davidson, daß ich mit 25% rein bin. Durch Kursanstieg ging der Anteil auf 30% und durch Depotaufstockungen und Kursrückgang auf 22% zurück.
Das war vor dem Einbruch vergangenen Monat. Der Kurseinbruch im April hat mich ziemlich getroffen.
Ende 2004 dachte ich noch über einen Teilverkauf nach, weil mir das Gewicht zu hoch erschien, wollte mich dann aber doch nicht von Gefühlen leiten lassen. Kleiner
Wermuthstropfen: im Dezember bin ich in Esprit rein,
mit meinem Standardmaß von 5%, da ich zu der Zeit gerade über Diversifizierung grübelte.

Gruß
Forticus
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04.05.05 22:20:21
Beitrag Nr. 643 ()
[posting]16.529.515 von notnormal am 04.05.05 12:39:58[/posting]Hi, notnormal ! :)

Wärst Du bitte so nett, ein bisschen was über Eganagoldpfeil Hold. 14.3%
887923


zu erzählen ?

Branche, Land, Firmensitz.
oder wo ich etwas über die finden kann.
Ich hab nur die Zahlen.

Danke im Voraus und Gruß

:)
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05.05.05 00:36:54
Beitrag Nr. 644 ()
@ p.o.p

kann mal passieren ;)

Nebenwerte: Deutschland ist z.B. mal wieder Funkwerk in meinen Focus gerutscht, in Amiland schaue ich mir u.a. Bed Bath & Beyond etwas genauer an, in Frankreich Zodiac (allerdings hab ich läuten gehört, dass es hier eine Empfehlung in Börse-Online gegeben hat, was bei Nebenwerten durchaus schon mal Auswirkungen auf den Kurs haben kann :mad:

die recherchen sind allerdings erst in einem mittleren stadium, ausser bei Funkwerk, da diese bereits früher in meinem Depot waren.

zusätzlich gibt es noch zwei, drei Werte, zu denen ich noch zu wenig sagen kann...

@ forticus

(1) Natürlich birgt das Ganze ein Risiko, allerdings investiere ich lieber 25% des eingesetzten Kapitals in einen Wert, der mich restlos überzeugt, als "Halbgares" zu machen. Im Gegensatz zu Harley sehe ich Esprit derzeit in einer starken Wachstumsphase, in der neue Märkte erschlossen werden und die Markenbekanntheit deutlich ansteigt. Dieses Wachstum wird sich naturgemäß abschwächen, so dass ich irgendwann in Zukunft auch wieder über eine Reduzierung der Position nachdenken muss. Ich sehe diese Abschwächung allerdings auf Sicht eines überschuabaren Zeitraums noch nicht, wie auch die letzten Zahlen mal wieder gezeigt haben...

Ich habe lange überlegt, ob ich die Position weiter aufstocken soll, oder lieber in andere Werte investieren sollte (Zwecks Diversifikation) - ich habe mich gefragt, welche Aktie mir ähnliches Potential bietet, wie Esprit. Mir fallen sehr, sehr wenige Werte ein momentan.

Ein gewisser W. Buffett würde es wohl so erklären:

Warum soll ich in die zwanzigstbeste Aktie investieren, wenn es neunzehn bessere Möglichkeiten gibt?

Verstehe mich nicht falsch, ich halte sehr viel von Risikostreuung, allerdings muss man m.E. auch gewisse Risiken eingehen, um an der Börse erfolgreich zu sein. Persönlich halte ich das Risiko bei Esprit auf Sicht der nächsten drei bis vier Jahre für überschaubar bei gleichzeitig hohen Chancen - was andere darüber denken, ist mir ziemlich wurscht.

Zu Harley: nach dem Kursrutsch habe ich an einen Einstieg gedacht - nur: restlos überzeugt bin ich immer noch nicht, daher lasse ich es lieber. Vielleicht werden Anleger glücklich, wenn sie zu aktuellen Kursen in Harley investieren, aber mir fehlt ein wenig die Perspektive. Ich würde nie glücklich damit, weil ich nicht überzeugt bin.
Ich bin mir nicht sicher, ob Harley die MArktanteile ausbauen kann in Zukunft, da viele "ältere" Leute die MAschinen fahren, aber die Frage bleibt, ob die junge Generation da hineinwächst...ich will und kann dies nicht beurteilen.

(2) Dies ist nur mein Anteil an direkt gehaltenen Aktien, hinzu kommen noch Aktien- und Rentenfonds, so dass die 25% nicht das Risiko meines Gesamtdepots widerspiegeln, sondern lediglich die Gewichtung innerhalb des Aktienteils.

@ stachelin

hallo stachelin...hab hierüber bereits ein paar infos in einem thread unter www.value-analyse.de geschrieben. wäre also nett, wenn du dort nachliest, bevor ich alles wiederhole.

ansonsten kannst Du Dich sehr gut unter www.irasia.com über die Aktie informieren (kannst auch unter den Begriffen irasia und egana in Google suchen), die Aktie ist in Hongkong gelistet (www.hkex.com.hk, das Kürzel ist 48 bzw. HK:48)

Ich hoffe, dies bietet Dir zunächst genügend Stoff, bei konkreten Fragen helf ich natürlich gerne weiter, sofern ich Zeit habe.

gruß, n.n.
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05.05.05 10:27:56
Beitrag Nr. 645 ()
Moin Moin,

@n.n...Esprit...kann mal passieren ;)

Nun mal nicht so bescheiden, das ist ja not normal ;)


Zum Thema Diversifizierung contra Fokussierung:

Meine Meinung ist, dass man hier nach seiner eigenen Erfahrung gehen sollte. Da spielt die Erfolsquote sicherlich keine gerige Rolle. Wenn man oft richtig liegt und selten daneben, dann macht eine stärkere Fokussierung Sinn. Wenn die Treffequote aber nicht so gut ist, sollte man stärker in Richtung Diversifizierung tendieren. Das ist freilich nicht so einfach getan wie gesagt. Hier könnte man an seiner eigenen Über- oder Unterschätzung scheitern, aber dann muss man sich halt herantasten. Auf keinen Fall sollte man die Sache zu dogmatisch sehen. Die Chance-Risiko-Perspektive, die n.n. aufgegriffen hat, ist wohl die beste Herangehensweise. Deshalb orientieren sich die Depotanteile bei mir auch an der Sicherheitsmarge. Ich selbst neige derzeit eher zur Diversifizierung, weil keine Werte die Bedingungen für eine Fokussierung erfüllen. Forticus, stell Dir vor, Du möchtest in Harley und in Esprit investieren und überlegst nun wie hoch die Depotanteile sein werden. Aus Deiner Erfahrung heraus könntest Du sagen, 20% sind mir zu viel und 5% zu wenig, also nehme ich 10% als Richtwert. So, und nun stell Dir vor, Harley gebe es bei unveränderten Perspektiven für einen Drittel das aktuellen Preises und Esprit wäre bei unveränderten Perspektiven dreimal so teuer. Das Chance-Risiko-Verhältnis hätte sich deutlich zu Gunsten von Harley verschoben. Nun könntest Du Dir überlegen, ob Du aus 10% & 10% lieber 15% & 5% oder 20% & 0% machst.

Grüße
PoP
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05.05.05 10:50:21
Beitrag Nr. 646 ()
hallo pop:)

"Zum Thema Diversifizierung contra Fokussierung:"
ich finde auch, das es keine generelle einheitsstrategie geben darf. das sollte m.e. je nach anlegerisikoprofil unterschiedlich gehandhabt werden. der eine fühlt sich sicher, wenn er möglichst in vielen verschiedenen branche und regionen investiert, der andere hat ein gutes gefühl wenn er eine guten draht zum unternehmen hat...

liebe grüsse in den 50-er norden

rolf
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06.05.05 00:02:13
Beitrag Nr. 647 ()
hallo ihr beiden

ich gebe euch mit euren ausführungen recht. jeder nach seinem besten wissen und gewissen.

es ist ähnlich wie mit der auswahl der aktien - auch hier kann man nicht allgemin sagen, dies ist ein top-investment und jenes ein schlechtes - ich hab nur lernen müssen, dass man an der börse geduld und eine eigene meinung mitbringen sollte. lernen tut man von alleine, ich denke ich spreche nicht für mich alleine, wenn ich sage, dass es zunächst ein paar (oft auch) bitterer lektionen bedarf...

wieviel wert legt ihr eigentlich auf das management und die softfacts bei eurer auswahl? bei meinen entscheidungen spielen sie zunehmend eine rolle...natürlich, die zahlen und fakten müssen stimmen, aber dies ist für mich nur der anfangspunkt, mich näher mit dem unternehmen zu befassen.

mir ist z.b. wichtig, auch mal artikel zu lesen, die sich mit dem unternehmen befassen und sich nicht ausschliesslich mit den zahlen befassen, sondern über das arbeitsklima, die köpfe des unternehmens oder besondere eigenschaften eines unternehmens berichten. ich denke z.b., dass gesunde unternehmen, die langfristig wachstum generieren, auch die mitarbeiterzahl kontinuierlich steigern - zeugt es nicht von schlechten managementqualitäten (zumindest in der mehrzahl der fälle) erst überkapazitäten aufzubauen und dann tausende stellen streichen zu müssen? natürlich, jedes unternehmen kann in eine schlechte phase geraten, aber wenn ich mir einige deutsche großunternehmen anschaue, z.b. dt. telekom, zweifele ich schon an deren managementqualitäten (zumindest an denen der alten führungsriege).

Interessante Artikel finde ich z.b. immer mal wieder in der zeitschrift brand eins - liest die sonst noch jemand hier? dort erhält man mal einblicke inwirtschaftsunternehmen und -themen aus anderen perspektiven. kann ich nur empfehlen...

habt ihr auch ein paar lesetipps in dieser richtung?

gruß und schönes WE an alle,

n.n.
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06.05.05 10:05:47
Beitrag Nr. 648 ()
ach ja, hatte ich vergessen:

Performance des Depots in diesem Jahr ziemlich genau 11% (ohne Dividenden). Ist doch ein Anfang...

Gruß, n.n.
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06.05.05 12:42:47
Beitrag Nr. 649 ()
Hallo n.n.,

das ist doch ein Super-Anfang.

@ich hab nur lernen müssen, dass man an der börse geduld und eine eigene meinung mitbringen sollte. lernen tut man von alleine, ich denke ich spreche nicht für mich alleine, wenn ich sage, dass es zunächst ein paar (oft auch) bitterer lektionen bedarf...

Das bedarf keines weiteren Kommentars!

@wieviel wert legt ihr eigentlich auf das management und die softfacts bei eurer auswahl? bei meinen entscheidungen spielen sie zunehmend eine rolle...natürlich, die zahlen und fakten müssen stimmen, aber dies ist für mich nur der anfangspunkt, mich näher mit dem unternehmen zu befassen

Die "soft facts" spielen für mich eine sehr wichtige Rolle. Die Zahlen sind "bloß" das Ergebnis dessen. Ohne ein tiefes Verständnis für das Geschäftsmodell und die Wettbewerbsstellung wird man auch die Zahlen nicht richtig verstehen, und wenn man weder das Geschäftsmodell und die Wettbewerbsstellung noch die Zahlen versteht, kann man auch keine fundierte Prognose treffen. Was einem dann übrig bleibt ist Wachstumsraten einfach fortzuschreiben und sich damit auf die Gleichung Vergangenheit=Zukunft zu verlassen.

Zur Beurteilung des Managements ist es wichtig, aufmerksam die Geschäftsberichte zu lesen. Das Management trifft Annahmen und Investitions-Entscheidungen, die man bewerten kann. Dabei ist es m.E. weniger relevant, dass Alles super läuft. Denn auch ein Management ist nicht perfekt und lernt dazu. Wichtiger ist dann eventuell die Reaktion darauf und wie ehrlich das Management ist. Außerdem ist immer gut zu wissen, wie das Management tickt; sprich, macht es eine Shareholdervalue-Politik oder nicht. Wie integer ist das Management? Welchen Bezug hat es zum Unternehmen? Ist es ein bloßer Verwalter oder auch ein Lenker? Spricht es drum herum oder klartext? Wie gut kennt es das Geschäft? Was hat es Alles mit welchem Erfolg unternommen? Wie geht es bei Übernahmen vor? Und und und. Außer in den Geschäftsberichten zu lesen, sind Interviews ganz hilfreich, oder vielleicht auch ein Lebenslauf. Da hilft dann eventuell einfach Googeln, Interiew + Mustermann. Und wenn man nicht auf der HV erscheinen kann, sollten man sich möglichst die Reden der Vorstände downloaden. Heute kann man sich bei den BPKs ja per Internet einloggen, vielleicht geht das bald auch bei den HVs.

@ich denke z.b., dass gesunde unternehmen, die langfristig wachstum generieren, auch die mitarbeiterzahl kontinuierlich steigern - zeugt es nicht von schlechten managementqualitäten (zumindest in der mehrzahl der fälle) erst überkapazitäten aufzubauen und dann tausende stellen streichen zu müssen?

Ein Ausbau von Kapazitäten ist ja nicht gleichbedeutend mit Überkapazitäten aufbauen. Schließlich wird man die Wachstumsgelegenheiten schon wahrnehmen. Aber wenn es einem gut geht, dann setzt man schon mal Fett an und wenn sich dann die Marktgegebenheiten verändern, dann muss man abspecken.

@natürlich, jedes unternehmen kann in eine schlechte phase geraten..,

Genau. Man sollte schlechte Ergebnisse auch nicht immer mit Managementfehlern gleichsetzen. Das will natürlich untersucht sein, aber die bloße Gleichnis halte ich für falsch. Ein Management kann auch immer nur im Rahmen im seiner Möglichkeiten agieren. Und manchmal verschlechtern sich die Rahmenbedingungen oder waren schon immer schlecht. Aber so lässt sich auch verfolgen, wie das Management mit solchen Situationen fertig wird.

@..,aber wenn ich mir einige deutsche großunternehmen anschaue, z.b. dt. telekom, zweifele ich schon an deren managementqualitäten (zumindest an denen der alten führungsriege).

Worauf sprichst Du hier genau an?

@Interessante Artikel finde ich z.b. immer mal wieder in der zeitschrift brand eins - liest die sonst noch jemand hier? dort erhält man mal einblicke inwirtschaftsunternehmen und -themen aus anderen perspektiven. kann ich nur empfehlen...

Kann ich auch nur empfehlen, ich sollte es auch mal wieder abbonieren.

@habt ihr auch ein paar lesetipps in dieser richtung?

Zeitung, und zwar das Handelsblatt. Das ist sehr gut für die Allgemeinbildung, dabei meine ich weniger den Wirschafts- und Anlegerteil, die mich eher langweilen, sondern vor allem den Teil Unternehmen & Märkte. Die Berichte sind sehr informativ und so lernt man viele betriebswirtschaftlich relevante Zusammenhänge in den veschiedensten Branchen. Man lernt auch viele Unternehmen kennen, die einem eine Anregung sein können. Als Investor bringt einem das schon weiter. Das gute an dieser Zeitung ist auch, dass der Politkteil wirklich sehr gut ist. Deswegen brauche ich auch keine zweite Zeitung. Ein Sportteil ist auch drin sowie ein Teil für Technik & Innovation. Dass der Kulturteil eher kurz kommt, stört mich als Kulrutbanausen weniger, Außerdem gibt es viele Specials, besonders zur Wochendeausgabe. Ach ja, und die Reportagen sind auch spitze. Die redaktionelle Arbeit ist hervorragend und die Jornalisten berichten aus überall von der Welt, man hat immer das Gefühl hautnah dabei zu sein. Tolle Zeitung.

Ansonsten ist die "Aktien-Analyse" sicher auch nicht schlecht. Fundamentaldatenbank für mehr als 500 Unternehmen und monatlich aktualisierte Prognosen, spielen einem schon die oder andere Anregung zu.

Grüße, auch in die "50-er NRW-Zentrale"
PoP
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01.07.05 13:09:24
Beitrag Nr. 650 ()
MEINE STRATEGIE:

Mit diesem Depot wird ein wertorientierter Ansatz verfolgt. Dreh- und Angelpunkt der Bewertung ist der freie Cashflow (FCF), also das was zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung steht. Der Wert einer Aktie ist demnach der Barwert der künftigen Dividenden/FCFs. Die erwarteten, mir zufließenden Geldströme werden mit meiner Renditeerwartung in Höhe von 9% abgezinst, um ihnen einen fairen Wert zuzuweisen. Der faire Wert sollte dabei deutlich über dem Preis liegen, den ich dafür bezahle, damit die voraussichtliche Rendite deutlich mehr als 9% beträgt. Also suche ich Investments, die bzgl. ihrer Ausschüttungsfähigkeit deutlich unterbewertet sind bzw. auf der Basis des aktuellen Preises deutlich überdurchschnittlich rentabel sind. Der Abschlag zum fairen Wert sollte dabei i. d. R. mindestens 40%, besser noch 50% betragen -> Safety of Margin. Das ist die Quintessenz der Investments, nämlich die Maximierung des Chance/Risiko-Verhältnisses. Chance: Es wird damit gerechnet, dass a) die mir zufließenden FCFs auf der Basis des Kaufpreises eine weit überdurchschnittliche Rendite gewährleisten (Ertrag) und/oder b) sich die Schere zwischen fairem Wert und Börsenwert schließt (Kursgewinn). Risiko: War die Wertermittlung zu optimistisch und erfordert diese im Nachhinein eine negative Wertanpassung, bietet der deutliche Abschlag zum fairen Wert einen Risikopuffer. Um diese Gefahr weiter auf ein Mindestmaß zu minimieren, versuche ich mich auf wettbewerbsstarke Unternehmen zu beschränken, die sich langfristig einigermaßen zuverlässig bewerten lassen. Außerdem rechne ich grundsätzlich konservativ, schließlich will ich mir nicht anmaßen, die Zukunft genau vorauszusagen, sondern mir überlegen wie sie „mindestens“ bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit aussehen sollte. Steht die DCF-Prognose noch in Zweifel, wird sie zudem mit einer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit risiko-adaptiert.

Investiert wird also rein nach wirtschaftlichen Kriterien: Die mir zufließenden Erträge in % von der Investitionssumme, also eine Ertragsrendite und nicht eine zu erwartende Kursrendite bestimmen den Wert einer Anlage -> DCF. Das ist für mich die einzig gültige, weil schlüssige Methode um einen Geldanspruch in der Zukunft zu bewerten und eine Aktie ist für mich wie gesagt nichts Anderes als eine Summe von Geldansprüchen. Die Börse ist bloß die Handelsplattform und kein Entscheidungsträger an sich. Kennzahlenvergleiche auf Peer-Group-Basis, Trends, Markt- und Wirtschaftsprognosen, Charttechnik oder StopLoss und dergleichen sind für dieses Depot so gut wie irrelevant, da sie sich bestenfalls auf den Preis einer Anlage bzw. auf bestimmte Börsenmechanismen und daraus ableitend eine zu erwartende Kursrendite beziehen und nicht auf einen Ertragswert.

Die Anzahl der Aktien sollte sich auf ca. eine Hand voll Werte beschränken. Die Depotvolumina der einzelnen Positionen orientieren sich an der Höhe der Sicherheitsmarge. Es gibt eigentlich keine Beschränkungen nach oben. Prinzipielle Bandbreite für einen Wert: 20% +/- 10%, aber im Extremfall auch 100%, extreme Fälle erfordern vielleicht extreme Maßnahmen.

Exit-Strategie: Ein Verkauf orientiert sich nach Vergleichen. Bietet ein Investment ein deutliches besseres Chance/Risiko-Verhältnis, wird zu Gunsten des besseren Investments verkauft bzw. getauscht. Ein bloßer Verkauf wäre ein Tausch gegen Tagesgeld, sollte also nur dann erfolgen, wenn die Chance-/Risikoperspektive der Aktie gegenüber Tagesgeld unattraktiv ist.

Die o. g. Aufnahmekriterien sind sehr hart. Die wenigsten Werte erfüllen die Kriterien, weshalb ich derzeit Kompromisse und „Cash ohne Ende“ habe. Die Konsequenz ist die, dass ich damit eine unterdurchschnittliche Rendite in Kauf nehme. Oder aber ich würde die Kriterien aufweichen, und das tue ich nur sehr ungern. Na ja, es ist eher ein Mittelweg aus beiden, denn auf den einen oder anderen Kompromiss werde ich mich schon einlassen.


MEIN PORTFOLIO:

Titel / Anteil am Depot / Wertentwicklung / Haltedauer*:


CeWe-Color / 22% / +67,1% / 4 Monate

Zwack Unicum / 16% / +6,3% / 7 Monate

Nestle / 5% / +6,1% / 37 Monate

Tages-Geld / 57% / Zinsen in % des Depotvolumens: 1,1


Transaktionen: Verkauf PC-Spezialist: - 7,5%


Performance in Hj1 05: +9,0%


KOMMENTAR:

- PC-Spezialist wurde aus dem Depot verbannt. Die aktuelle Entwicklung ist eine Misere und Hauptverantwortlicher ist ganz klar das Management. Ein Franchisessystem ist letzlich nur so gut, wie zufrieden die Franchisenehmer sind. Wenn das Management jedoch zu Lasten der Franchisenehmer verdienen will (Maximierung des Gewinns aus Werbekostenzuschüssen), muss man sich schon fragen, ob das Management überhaupt kompetent ist. Die Kündigung von ¼ aller Franchisestores und das aktuelle Gerichtsverfahren ist auch ein Armutszeugnis, zeigt es doch, dass die Kommunikation zwischen Franchisegebern und –nehmern nicht hinreichend funktioniert hat und dass sich die Franchisenehmer schlecht behandelt gefühlt haben. Der Vorstoß von Cornerstone & Co. in der heutigen Hauptversammlung ist meiner Meinung nach voll berechtigt – ich hoffe, dass sie Erfolg haben werden.

- ich habe meinen Anteil an Zwack Unicum deutlich aufgestockt. Zwack Unicum ist ein ungarischer Spirituosenhersteller. Das Unternehmen konzentriert sich größtenteils auf Eigen- und Premiummarken und arbeitet sehr profitabel und quasi schuldenfrei. In den vergangenen 5 Jahren ist das EPS leider nur stagniert, was u.a. daran lag dass die Preismacht aufgrund des allg. Preisdrucks infolge der sinkenden Zölle (EU-Beitritts Ungarns) sehr begrenzt war und dass das bißchen Wachstum in Form von höheren Wachstumsausgaben weitergeben wurde – letzteres leider ohne Erfolg. Deswegen hatte ich die Aktie sehr konservativ bewertet und anfangs "nur" einen Depotanteil von 9% eingestanden. Doch das hat sich faktisch jetzt geändert. Der Preisdruck dürfte größtenteils absorbiert sein und die höheren Wachstumsausgaben scheinen sich endlich auszuzahlen. Ein Wachstum von 14% bei Premiumprodukten im 3-Monats-Zeitraum per Ende März 05 kann Einen beinahe euphorisch stimmen, zumal gleichzeitig die Materialkostenquote aufgrund des EU-Beitritts nachhaltig sinkt. Ich denke mal, dass ein zweistelliges Wachstum des EPS in 2005 keineswegs zu optimistisch ist. Damit ist die Aktie äußerst rentierlich, denn das KGV 05 wäre hiermit <= 7 bzw. die Einstandsrendite >= 14% und die Dividendenrendite nach Quellensteuer > 8%. Ich habe auch die Hoffnung, dass die Rückkehr zum Wachstum die Iniialzündung für eine Neubewertung sein könnte.

Meine Performance betrug im Hj1 rund 9,0%, gegenüber 2,7% in Q1. Das war hauptsächlich auf die sehr erfreuliche Entwicklung bei CeWe-Color zurückzuführen und wurde etwas gebremst durch den Verkauf von PC-Spezialist.

Nun bin ich auf der Suche nach neuen Werten, konnte jedoch noch nichts richtig Unterbewertetes finden. Meine Cashquote ist immer noch sehr hoch, was auf die Performance drückt.

Die von n.n. vorgestellte EganaGoldpfeil ist sehr interessant – wer es hier mit der Unterbewertung nicht so streng nimmt findet mit EG einen interessanten Wachstums-SmallCap. Die Diskussion hierzu läuft bei Value-Analyse.de.
Weiterhin wurde ich auf die gute, alte deutsche Telekom aufmerksam gemacht, die mit einem freiem Cashflow von 8 Mrd Eur und einer Börsenbewertung von 60 Mrd Eur eigentlich sehr sexy aussieht. Leider ist das Motto „telefoniert wird immer“ für diesen Wert zu kurz gegriffen – ich würde die DTE irgendwo zwischen New und Old Economy ansiedeln, jedoch eher bei New Economy. Das Geschäft ist sehr technologielastig und dadurch riskobehaftet. Wie der Telekommunikationsmarkt in 10 oder 20 Jahren aussieht, kann kein Mensch sagen. Bedrohungen gibt es allemal, VoIP und WiMax lassen grüßen. Auch sind die Preise allgemein weiter auf dem Rückmarsch, was sich mit zunehmender Sättigung der Märkte noch verschärft (siehe z.B. Simyo). Aus meiner Sicht wirft das einen deutlichen Schatten auf die Attraktivität der Aktie.
Andere Werte sahen schon auf den ersten Blick nicht attraktiv aus. Mal schauen, denn der User krausehausmeister hat mich auf ein interessantes Unternehmen namens SCS Upholster aufmerksam gemacht (Forum: Kaufempfehlung), das näher betrachtet sein will.

Ich habe mir überlegt, künftig wieder ein Monatsupdate machen. Damit meine ich nicht die Depotperformance, sondern ganz allgemein. Z.B. könnten bestimmte Watchlistwerte besprochen werden oder eventuelle Depotveränderungen, die ich zwar weiterhin nicht in Echtzeit, aber vielleicht auch nicht erst nach 3 Monaten diskutieren muss. Bestimmt trägt das auch dazu bei, dass die dieser Thread wieder etwas lebhafter wird.


Grüße
PoP
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01.07.05 14:02:40
Beitrag Nr. 651 ()
Hallo PoP,

schön mal wieder etwas von dir in diesem Thread zu lesen. Ich habe bei Value-Ananlyse mit Spannung die Goldpfeil diskussion gelesen. Ich glaube mein letztes Posting im VA Forum liegt Jahre zurück (bin seit Anfang an dort stiller Leser user: Thomasboensch.... )

PC-Spezialist ist ärgerlich, das Konzept hast du uns immer toll erklärt und für mich ist das Management einfach - na ja...

Gruß Thomas
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02.07.05 00:31:58
Beitrag Nr. 652 ()
Hallo, Leute

schön, dass hier mal wieder was passiert – war ja doch recht lange ruhig...bei mir ist in letzter Zeit aus Aktiensicht recht wenig passiert, da ich voll investiert war. Zum Glück, denn mein Depot hat im ersten Halbjahr ungefähr 15,5% zugelegt (nicht eingerechnet sind allerdings Transaktionskosten und Dividenden – beides eingerechnet wäre die Rendite noch etwas höher).

Vor einigen Tagen dann der Verkauf meiner Rhön-Klinikum-.Aktien...ich sehe die Aktie als ausreichend bewertet an, auch wenn die Stimmung sehr positiv ist. Aufgrund meiner hohen Investitionsquote habe ich es vorgezogen, in diesem Fall Gewinne einzufahren.

Meine Werte verbliebenen Werte:

Bank of Nova Scotia 13,4%
Canon 14,7%
EganaGoldpfeil 15,4%
Esprit Holdings 25,7%
Nestlé 12,9%
Novartis 12,6%
Triumph Adler 5,3%

Esprit ist nach wie vor hoch gewichtet und der “Highflyer” des Depots. Trotz zwischenzeitlichen Nachkaufs ist die Gesamtposition mit ca. 110% im Plus und ich sehe hier noch kein Ende des Wachstums. Die Dividende steigt auch von Jahr zu Jahr stark an, so dass sich alleine aus dieser Sicht die Investition in den nächsten Jahren rechnen sollte.

Die anderen Aktien sind alle ähnlich hoch gewichtet, abgesehen von meiner einzigen Turnaround-Wette Triumph Adler. TA hat seit Jahren mal wieder Gewinne in einem ersten Quartal geschrieben und entsprechend hat sich der Kurs unter starken Käufen von seinen zwischenzeitlichen Tiefstständen gelöst. Hier erwarte ich auch für den rest des Jahres positiven Newsflow.

Bank of nova Soctia kommt endlich in Schwung und hat an der Börse in Toronto ein ATH erreicht...operativ sind regelmäßige Steigerungen des Ergebnisses bei BNS fast schon obligatorisch. Ich erwarte daher moderate Kurssteigerungen.

Canon legt ebenfalls seit Jahren immer wieder Rekordergebnisse vor – so auch im laufenden Jahr. Die Aktie notiert in der Nähe des ATH.

Nestlé ist von der Substanz her sich der absolute Traumwert, allerdings ist die Bewertung auch recht hoch. Ich hoffe, dass die erwarteten Effizienzsteigerungen die Ergebnisse wieder etwas beschleunigt nach oben treiben. Alleine die Beteiligungen machen einen Großteil des Börsenwertes aus.

Novartis läuft operativ hervorragend, hat eine recht junge Produktpalette, d.h. recht wenige Patente laufen in den nächsten Jahren ab. Hierdurch sollten sich weitere Wachstumschancen ergeben. Für Charttechniker: der langjährige Abwärtstrend wurde vor kurzem durchbrochen, also auch von dieser Seite grünes Licht. Ich erwarte hier in den nächsten 4-5 Jahren weiterhin zweistellige Ergebnissteigerungen.

Neben dem reinen Aktiendepot bin ich auch noch in einigen Fonds investiert, a) um in bestimmte Regionen zu investieren (Axa Rb. Asia Pacific ex Japan, MS Emerging Europe & Middle East), b) um das Risiko etwas zu minimieren (Griffin Europ. Opport.) und c) um andere Anlageklassen aufzunehmen (DWS Inter Genuss, ABN Emerg. Markets Bond Fund, KBC INflation Link Bond). Zusätzlich noch eine kleinere Position in einem Soft-Commodities-Zertifikat. Und noch etwas Cash, um demnächst auch mal wieder über neue Werte schreiben zu können ;-))

Nachdem somit ein Grundgerüst steht, bin ich derzeit auf der Suche nach ein paar kleineren Werten, bzw. solchen, die nicht so im Fokus stehen, wie die o.g. (abgesehen von Egana und BNS). Da wieder etwas mehr Cash vorhanden ist, sehe ich mich nach neuen Werten um...ich bin für ausgewählte Aktien nach wie vor positiv gestimmt, auch wenn die Auswahl schwerer wird..

Gruß, n.n.
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02.07.05 09:56:51
Beitrag Nr. 653 ()
Moin Moin,

@n.n.

TA macht mir im Moment auch Spaß. Mein Einstieg liegt bereits zwei Jahre zurück. Hoffen nur, das die letzten Kurssteigerungen nicht wieder zu Verkäufen führen.

Was sagst du eigentlich zu Deutz? Meiner Ansicht nach gleiche Chancen wie TA...

Gruß Thomas
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04.07.05 13:14:06
Beitrag Nr. 654 ()
Hallo,


@Thomas, alias TheBoe & ThomasBoensch

Der VA-User ThomasBoensch ist mir noch im Gedächtnis geblieben.
Danke auch der Nachfrage im Einzelwertethread von neulich. Mir geht es gut, alle anderen VA-Hasen sind soweit ich weiß auch wohlauf.

Welche Werte hast Du derzeit eigentlich in Deinem Portfolio?


Ich habe übrigens meinen Anteil an Zwack Unicum nochmals aufgestockt. Damit ist sie nun die größte Position in meinem Depot.

Grüße
PoP
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04.07.05 17:03:20
Beitrag Nr. 655 ()
@PoP

ich hoffe du hast keine schlechten Erinnerungen an mich ;)

Im Moment habe ich folgende Werte im Depo:

Triumph Adler
Deutz
MPC
Hymer
Pfizer
GE
Softship
MTU (Zeichnung hat geklappt)

Jim Rogers Rohstoffzerti und ein CECE Zerti sind außerdem bei der Party eingeladen.

Für meine liebe Lebensgefährtin (hoffe bald Frau :) ) habe ich K+S, MPC, EON, Salzgitter und den Templeton…

Gruß Thomas
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04.07.05 21:30:29
Beitrag Nr. 656 ()
hallo lieber 50-er prinz; liebes 50-er observatorium:)

klasse das du deine strategie so ausführlich beschrieben hast und künftig wieder ein monatliches update hier postest!

leider, leider habe ich nicht die zeit, um so ausführliche analysen zu betreiben, weshalb ich mich auf bereits "fertige" stütze...

übrigens hatte unser freund forticus auf dem letzten nrw-stammtisch mal das komplette aktienanalyse-werk von volker mit. ist ja schon ein hammer, wieviel arbeit da drin steckt...

ganz liebe grüsse in den 50-er norden

rolf, der dein analytisches vorgehen sehr schätzt und bewundert
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29.07.05 23:57:36
Beitrag Nr. 657 ()
@thboe #652

...hab ich mich leider nie mit auseinandergesetzt. Ich versuche immer nur ein bis zwei spekulative Investments (derzeit TA und in gewissem Maße auch Egana) in mein Depot aufzunehmen, nachdem ich früher mit Turnaround-Werten schon ordentlich auf die Nase gefallen bin...gebranntes Kind scheut das Feuer ;-)

Ich suche eher Firmen, die seit Jahren die Gewinne - wenn es geht recht beständig - steigern und berechtigte Chancen haben, dies auch in Zukunft zu tun...

@ alle

Bei mir hat sich wieder so Einiges getan:

Die Quartalszahlen sind gemischt ausgefallen; von etwas unerwarteter Seite kamen leider etwas schlechtere Zahlen als erwartet: Canon hat die Markterwartungen enttäuscht und seitdem ca. 9% an Wert verloren.

Dies ist an sich nicht weiter schlimm, allerdings hat man seitens Canon doch deutlicher mit nachlassenden Margen zu kämpfen, als ich dachte. An sich ein sehr solider Wert, an dem ich vorerst festhalte, auch wenn ich derzeit etwas unsicher bin. Die nachlassenden Margen könnten zu langsamerem Wachstum führen...muss ich mir in Ruhe noch mal durch den Kopf gehen lassen...derzeit schaue ich mich in Deutschland noch ein bisschen um und ausserdem suche ich noch schöne solide Nebenwerte mit Wachstumsphantasie...mal sehen.

Novartis – hab ich nach dem letzten Kursanstieg verkauft. Ich bin durchaus langfristig überzeugt von Novartis, auch wenn Pharmawerte schwer einzuschätzen sind. Jedoch erscheint mir auch hier die Bewertung ausreichend zu sein, so dass ich mir ein (hoffentlich ;-)) lukrativeres Investment aus dem Bereich Gesundheit gesucht habe:

Cooper Companies, womit auch ich mal ein klein wenig Amerika im Depot habe...Tätigkeitsfelder sind in erster Linie der Vertrieb von Kontaklinsen in allen Formen und Variationen sowie der Bereich Healthcare für Frauen, u.a. gynäkologische Instrumente, Instrumente zur Krebsfrüherkennung usw.

Im Mai hat COO die Geschäftserwartung leicht nach unten geschraubt und als Folge dieser Gewinnwranung hat die Aktie einen deutlichen Abschlag hinnehmen müssen – das dies bei COO nicht allzu häufig vorkommt, habe ich die Chance für einen Einstieg genutzt. Die Zahlen erscheinen mir recht solide und Wachstumspotential ist vorhanden...die Nachfrage nach Kontaktlinsen und Healthcare steigt stetig und COO scheint gut aufgestellt.

Die Gewinne steigen bei COO seit Jahren beständig und ich sehe keine Gründe, warum dies nicht auch in Zukunft möglich sein sollte.

Depotanteil ca. 12%

Zweiter Neuzugang: Erste Bank (Österreich). Da Banken mesit nicht allzu gerne diskutiert werden, da sie recht schlecht bewertet werden können, nur soviel: für die Erste Bank hat die regionale Aufstellung gesprochen – solide Basis in Österreich mit zunehmender Osteuropas-Phantasie, wo man sehr gut aufgestellt ist.

Depotanteil ca. 12%

Ansonsten läuft mein Depot derzeit weiter nach oben, derzeit +18,5% seit Jahresanfang...die Schwankungen sind recht gering, selbst Canon kann das Depot nicht aus der Bahn werfen, da in letzer Zeit Esprit, Nestlé und Bank of Nova Scotia wieder angezogen haben.

Egana schlummert noch – Betonung auf noch ;-).

Triumph Adler hat sich inzwischen deutlich erholt und verschnauft auf dem erreichten Niveau erst einmal...

Gruß und schönes WE

n.n.
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05.08.05 19:19:41
Beitrag Nr. 658 ()
Hallo, zusammen

SCS Upholstery: Habe ich mir näher angesehen und mich zu einem Kauf nicht durchringen können. Das Geschäftsmodell ist an sich sehr attraktiv. Allerdings ist das Produktangebot denke ich die Achillesferse des Unternehmens. Zunächst einmal ist die Konkurrenz sehr groß und es gibt wirklich Vergleichbares an fast jeder Straßenecke. Die Differenzierung der Produkte dürfte also nicht sonderlich hoch sein. Und wenn das der Fall ist, geht der Wettbewerb auch mal über den Preis. SCS Upholstery hat sich hier im mittleren Preissegment positioniert und will dort auch bleiben. Viele Hersteller gehen jedoch inzwischen in Billiglohnländer und lassen dort fertigen. Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass ein Anbieter von Sofas im mittleren Preissegment ohne starke Differenzierung einen Preiswettbewerb schadlos übersteht. Natuzzi hat wie ich hörte sogar bei seinen Premiummarken Preisdruck. Hinzu kommt dass die Konsumausgaben in UK in den vergangenen Jahren sehr stark waren, begleitet von einem Immobilienboom. Die Wirtschaft wächst jetzt aber so langsam wie seit Jahren nicht mehr und der Immoboom scheint vorerst auch gestoppt zu sein. In solch einem Fall kann man zuerst auf die Anschaffung neuer Sofas verzichten, die Wiederanschaffungszeit erhöht sich dann wieder, was zu flächenbereinigten Umsatzrückgängen führen kann. Zu guter letzt sind die Wachstumsperspektiven wohl eher begrenzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Geschäftsmodell problemlos auf das Ausland übertragbar ist. Prinzipiell stehen die Chancen auf einen Kursanstieg aber gut. Immerhin ist das Geschäftmodell im Heimatmarkt multiplizierbar und 50% der Gewinn zu Renditen von 20-30% reinvestieren sowie 50% ausschütten, und das ganze zu einem KGv von 10 ergibt an sich einen attraktiven Kennzahlenmix. Ich möchte aber nicht Alles kaufen, von dem ich denke, dass es steigt.

Monsoon: Ein sehr interessantes Unternehmen mit einem starken Geschäftsmodell und sehr guten Wachstumsperspektiven – bin ich sehr angetan von. Das ist auch der Neuzugang in meinem Depot. Eine Diskussion zu diesem Wert habe ich bei Value-Analyse.de eröffnet.

VNU: Ebenfalls ein interessantes Unternehmen, aber mir noch nicht günstig genug. Auch hierzu habe ich etwas bei Value-Analyse.de geschrieben und verweise noch mal auf dieses Forum, um mich nicht zu wiederholen.

Fabasoft: Habe ich mir auch angesehen, für einen Kauf reichte es mir nicht, siehe auch V-A.de

Premiere: Auch sehr interessant, i. A. sehr attraktive Wettbewerbsbedingungen. Wenn in Deutschland annähernd die Durchdringungsraten wie in den USA, GB oder auch F und E erreicht würden, dann wäre die aktuelle Bewertung ein Witz. Die Fixkosten sind so hoch, dass jeder Neukunde größtenteils in den Gewinn fließt. Die Markteintrittsbarrieren sind auch sehr hoch und verstärken sich mit zunehmender Größe. Die Verträge mit den Filmstudios und Sportveranstaltern laufen exklusiv. Ich denke diese Bedingungen erlauben schon eine ansehnliche Marge (HBO, BSkyB und Canal+ lassen grüßen) obwohl die Pay-TV-Sender ggü. Veranstaltern und Studios keine sehr gute Verhandlungsposition einnehmen. Aber es ist eben die Frage, ob das Alles auf DE übertragbar ist. Wenn sich die Wachstumsperspektiven weiter bestätigen und der Aktienkurs nicht zu weit mitläuft dann müßte man sich einen Kauf schon ernsthaft überlegen. Denn bei anhaltendem Wachstumstrend könnte Premiere schon mit einem 2006-er KGV von <15 zu haben sein, und das bei längst nicht erschöpften Wachstumsraum. Ich warte hier aber vorerst noch ab.

Autohaus Cloppenburg: Habe ich mal kurz einen Blick drauf geworfen, bin aber nicht wirklich schlau draus geworden.

Depotveränderungen gab es wie gesagt eine. Ab 11. August bin ich für einen Monat im Urlaub, die Q-Zahlen von Zwack Unicum, CeWe-Color und Nestle werde ich daher verpassen; ich glaube nicht, dass ich mir die Mühe machen werde, nach dem Rechten zu schauen – paßt schon.

MCCarthy & Stone: Möchte ich mir als nächstes ansehen, wird aber wohl vor dem Urlaub nichts mehr.

@n.n.

Canon: Eigentlich wollte ich Dich eh schon fragen wie Du auf die Idee kommst, einen Digitalkamerahersteller zu kaufen, wo doch die Preise bei steigendem Absatz um >20% p.a. sinken. Aber wie ich erfuhr ist das wohl nur ein Teilgeschäft von Canon und das Unternehmen ansonsten ganz gut in Schuß? Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, aus den letztgenannten Gründen hatte ich mich dann doch nicht vorher dazu gemeldet. I.A. würde ich um Elektronik einen großen Bogen machen, weil die Wettbewerbsbedingungen i.d.R. keine guten Margen zulassen und der Preiswettbewerb ist Gift für jedes Valueherz.

Novartis: Zu einem Pharmawert könnte ich mich heute nur schwerlich durchringen, weil sie sich eigentlich nur für die Zeit ihre Patente ernsthaft bewerten lassen, alles Andere ist Phantasie. In Generika würde ich heuer noch weniger investieren wollen, weil auch hier die Wettbewerbsbedingungen nicht attraktiv sind, keine Differenzierung, Preiswettbewerb etc. Das geht nur solange gut, wie Alles Friede Freude Eierkuchen wächst und jeder was vom Kuchen abhaben kann. Im Kampf um Marktanteile sieht das dann ganz anders aus. Teva musste daher auch mit einem aberwitzigen teuren Kauf nachziehen, um Novartis das Schlachtfeld nicht zu überlassen.

Cooper Co.: Kannte ich gar nicht. Da hast Du Dir anscheinend ne echte Wachstumskiste ins Depot gelegt. Muß ich mir noch genauer ansehen, dazu dann später mehr!

Erste Bank & Bank of Novia Scotia: Bzgl. Banken halte ich mich an Devise: Investiere nur in das, was Du auch verstehst. Denn jede Wissenslücke ist eine Mine, in die Du treten kannst und es gibt bekanntlich zwei goldene Regel des Investierens: Rule No 1: Never loose moneay. Rule No 2: Never forget rule no 1, hehe. Wobei ich keinswegs ausschließe, dass ich auch mal Banken und Versicherungen bewerte, doch dafür fehlt mir noch die Zeit und Muße, mich damit auseinanderzusetzen.

Esprit: Kann mich auf diesem Niveau weiter nicht durchringen, zu kaufen, wobei die Kursperspektiven nach wie vor gut sein dürften. Dass ich den Wert irgendwie verschlafen habe, obwohl Du ja damals mit dem Zaunpfahl gewunken hattest, ist im nachhinein nicht so ärgerlich, aber nur, weil ich mich nicht ärger ;-) Dafür ist es mir eine Lehre, künftig genauer hinzusehen.

EganaGoldpfeil: Würde ich gerne günstiger rein. So, 140 HK$ schmoll*?

Triumph Adler: Hatte ich mir nach Deiner längeren Analyse letztes Mal kurz angesehen, aber was will ich mit einem Unternehmen das Verluste schreibt? OK, Turnaround, aber Phantasie kaufe ich grundsätzlich nicht.

@"Ansonsten läuft mein Depot derzeit weiter nach oben, derzeit +18,5% seit Jahresanfang"

Sauber, so kann’s weitergehen!

Grüße
PoP
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02.10.05 19:24:54
Beitrag Nr. 659 ()
STRATEGIE:

Mit diesem Depot wird ein wertorientierter Ansatz verfolgt. Dreh- und Angelpunkt der Bewertung ist der freie Cashflow (FCF), also das was zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung steht. Der Wert einer Aktie ist demnach der Barwert der künftigen Dividenden. Die erwarteten FCFs werden mit meiner Renditeerwartung in Höhe von 9% abgezinst, um ihnen einen fairen Wert zuzuweisen. Der faire Wert sollte dabei deutlich über dem Preis liegen, den ich dafür bezahle, damit die voraussichtliche Rendite deutlich mehr als 9% beträgt. Also suche ich Investments, die bzgl. ihrer Ausschüttungsfähigkeit deutlich unterbewertet sind bzw. auf der Basis des aktuellen Preises deutlich überdurchschnittlich rentabel sind. Der Abschlag zum fairen Wert sollte dabei i. d. R. mindestens 40%, besser noch 50% betragen -> Safety of Margin. Das ist die Quintessenz der Investments, nämlich die Maximierung des Chance/Risiko-Verhältnisses. Chance: Es wird damit gerechnet, dass a) die mir zufließenden FCFs auf der Basis des Kaufpreises eine weit überdurchschnittliche Rendite gewährleisten (Ertrag) und/oder b) sich die Schere zwischen fairem Wert und Börsenwert schließt (Kursgewinn). Risiko: War die Wertermittlung zu optimistisch und erfordert diese im Nachhinein eine negative Wertanpassung, bietet der deutliche Abschlag zum fairen Wert einen Risikopuffer. Um diese Gefahr weiter auf ein Mindestmaß zu minimieren, versuche ich mich auf wettbewerbsstarke Unternehmen zu beschränken, die sich langfristig einigermaßen zuverlässig bewerten lassen. Außerdem rechne ich grundsätzlich konservativ, schließlich will ich mir nicht anmaßen, die Zukunft genau vorauszusagen, sondern mir überlegen wie sie „mindestens“ bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit aussehen sollte. Steht die DCF-Prognose noch in Zweifel, wird sie zudem mit einer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit risiko-adaptiert.

Investiert wird also rein nach wirtschaftlichen Kriterien: Die mir zufließenden Erträge in % von der Investitionssumme, also eine Ertragsrendite und nicht eine zu erwartende Kursrendite bestimmen den Wert einer Anlage -> DCF. Das ist für mich die einzig gültige, weil schlüssige Methode um einen Geldanspruch in der Zukunft zu bewerten und eine Aktie ist für mich wie gesagt nichts Anderes als eine Summe von Geldansprüchen. Die Börse ist bloß die Handelsplattform und kein Entscheidungsträger an sich. Kennzahlenvergleiche auf Peer-Group-Basis, Trends, Markt- und Wirtschaftsprognosen, Charttechnik oder StopLoss und dergleichen sind für dieses Depot so gut wie irrelevant, da sie sich bestenfalls auf den Preis einer Anlage bzw. auf bestimmte Börsenmechanismen und daraus ableitend eine zu erwartende Kursrendite beziehen und nicht auf einen Ertragswert.

Die Anzahl der Aktien sollte sich auf ca. eine Hand voll Werte beschränken. Die Depotvolumina der einzelnen Positionen orientieren sich an der Höhe der Sicherheitsmarge. Es gibt eigentlich keine Beschränkungen nach oben. Prinzipielle Bandbreite für einen Wert: 20% +/- 10%, aber im Extremfall auch 100%, extreme Fälle erfordern vielleicht extreme Maßnahmen.

Exit-Strategie: Ein Verkauf orientiert sich nach Vergleichen. Bietet ein Investment ein deutliches besseres Chance/Risiko-Verhältnis, wird zu Gunsten des besseren Investments verkauft bzw. getauscht. Ein bloßer Verkauf wäre ein Tausch gegen Tagesgeld, sollte also nur dann erfolgen, wenn die Chance-/Risikoperspektive der Aktie gegenüber Tagesgeld unattraktiv ist.

Die o. g. Aufnahmekriterien sind sehr hart. Die wenigsten Werte erfüllen die Kriterien, weshalb ich derzeit Kompromisse und „Cash ohne Ende“ habe. Die Konsequenz ist die, dass ich damit eine unterdurchschnittliche Rendite in Kauf nehme. Oder aber ich würde die Kriterien aufweichen, und das tue ich nur sehr ungern. Na ja, es ist eher ein Mittelweg aus beiden, denn auf den einen oder anderen Kompromiss werde ich mich schon einlassen.

PORTFOLIO:

Titel / Anteil am Depot / Wertentwicklung / Haltedauer*:


CeWe-Color / 23% / +108,7% / 7 Monate

Zwack Unicum / 23% / +21,7% / 10 Monate

Monsoon / 16% / +11,2% / 2 Monate

Nestle / 5% / +21,6% / 3 Jahre + 4 Monate

Tagesgeld / 33% / Zinsen in % des Depotvolumens: 1,4


Performance in 9M 05: + 21,6%


Transaktionen:
Verkauf PC-Spezialist - 7,5%

*unabhängig von Zukäufen ab Datum des Erstkaufs

KOMMENTAR:

Die erfreuliche Wertentwicklung von 21,6% im 9-Monatszeitraum ggü. 9,0% zum Halbjahr ist das Resultat einer weiter guten Entwicklung von CeWe-Color und Kursgewinnen bei Zwack Unicum, aber auch Monsoon und Nestle haben dazu beigetragen. Zu CeWe-Color gibt es derzeit nicht viel zu sagen, hier spricht der Kursverlauf. Die Zahlen von Zwack Unicum waren nicht begeisternd, aber ich fühle mich nach wie vor sehr wohl mit diesem Investment. Ganz im Gegenteil Monsoon: + 39% Umsatzwachstum, bei + 8% flächenbereinigtem Wachstum in den ersten 17 wochen des lauf. Geschäftsjahres. Die Zahlen von Nestle waren nicht berauschend, aber der Kurs macht sich ganz gut. Mit nur noch 5% Depotanteil infolge des weiter deutlich steigenden Depotvolumens hat die Position kaum noch eine Bedeutung. Zukäufe waren zu 180 Eur gedacht, sind aber mit steigenden Kursen sehr unwahrscheinlich geworden. Längerfristig ist die Position daher weiterhin eher als guter Tagesgeldersatz gedacht und wird bei Gelegenheit in aussichtsreichere Anlagen geswitcht. Ich halte weitere Kurszuwächse bei Nestle für gerechtfertigt und warte daher noch ab. Die Diskussionen zu den Einzelwerten laufen in den entsprechenden Threads, CeWe-Color und Zwack Unicum bei w:o, Monsoon und Nestle bei Value-Analyse.de.

Grüße
PoP
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02.10.05 23:33:06
Beitrag Nr. 660 ()
Mein Depot sieht derzeit wie folgt aus:


Wertpapiername WKN
TA TRIUMPH-ADLER AG 749500 2,6%
BK NOVA SCOTIA 850388 8,0%
COOPER COS INC. DL-,10 867409 7,9%
NESTLE NAM. SF 1 887208 7,9%
EGANAGOLD. (HLDGS) HD 1 887923 8,1%
ESPRIT HLDGS HD-,10 888946 14,4%
1.BK OEST.SPARK. 909943 7,3%
ABN AMRO BK ZT / Soft Comm. ABN1T5 2,8%
59,0%



DWS INTER GENUSS DE0008490988 6,1%
ABN AMRO-GL.EM.MKTS BD A LU0085494788 4,8%
AXA ROSEN.E.A.-PA.SC.B(EO IE0031069499 7,3%
GRIFFIN UM.-EUROP.OPPORT. IE0031826153 13,0%
KBC BDS INFL.-LKD BDS CAP LU0103555248 3,8%
MORG.ST.-EM.EUR.+MID.EA.A LU0118140002 2,1%
37,2%

Cash 3,8%


Summe Aktien/Aktienfonds 78,6%
Summe Renten 14,8%
Rohstoffe 2,8%
Cash 3,8%

100,0%


Zwischenzeitlich habe ich die Aktie der Apollo Group Inc. gehalten, sozusagen als „Trendinvestment“. Aufgrund der hohen Bewertung habe ich mir jedoch ausnahmsweise ein SL gesetzt (im Kopf), welches nach schlechten Quartalszahlen unterschritten wurde. Die Position habe ich mit ca.6% Verlust wieder verkauft...es war mir mal wieder eine Lehre ;)

Zu meinem Depot:

Die Diskussion Fonds oder nicht Fonds hatten wir ja des Öfteren, sowohl hier im Forum, als auch bei Value Analyse.

Im Gegensatz zu einigen anderen Leuten hier wie dort, bin ich ein Verfechter der gemischten Direkt- und Fondsanlage. Meines Erachtens ergänzt sich beides wunderbar.

Die Wertentwicklung meines Aktiendepots (inkl. Soft Commodities Zertifikat) liegt in den ersten neun Monaten bei ca. 21%, wobei Transaktionskosten und Dividenden nicht mit eingerechnet sind (zur Info: die Dividenden übersteigen meine Transaktionskosten i.d.R. deutlich!).

Der Fondsanteil ist seit Jahresanfang um ca. 17% gestiegen, was durchaus beachtlich ist, denn hier sind auch die Renten- und rentenähnliche Fonds enthalten. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass ich hier keine exakte Berechnung der Performance vornehme, da sich der Anlagebetrag doch stetig ändert und ich nicht zuviel Zeit aufwenden möchte. Ich rechne daher die Gewinne dieses Jahres geteilt durch den aktuellen Depotbestand – nicht ganz sauber, aber es reicht mir aus, um einen Eindruck zu gewinnen...

Mit der Angabe der Cash-Position tue ich mich ehrlich gesagt schwer, denn der Gesamtbetrag meines Depots (inkl. Cash) verändert sich häufiger. Seit zwei Jahren bin ich zudem meist voll investiert, auch jetzt beträgt mein Cash-Polster nur knappe 4%. Da ich gerade mein Depot gewechselt habe, wird der Cash-Anteil mit luxuriösen 4% verzinst. Da kann man auch mal was rumliegen lassen.

Die Gesamtperformance des Depots liegt zwischen 18 und 19% nach neun Monaten. Das lässt sich sehen, allerdings rechne ich auf Dauer nicht annähernd mit einer solch hohen Performance – derzeit profitiere ich von meiner „Risikobereitschaft“ zu knapp 80% in Aktien zu investieren. Aber ehrlich gesagt: ich halte dies immer noch für risikoloser, als derzeit viel Geld in Renten o.ä. zu stecken....viele Alternative sehe ich ehrlich gesagt nicht.

Gruß, n.n.
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05.10.05 11:45:29
Beitrag Nr. 661 ()
Hallo n.n.,

ich fand die Zahlen von Apollo gar nicht schlecht: 25% Umsatzwachstum und 31% EPS-Wachstum (vor Sonderkosten). Im 4. Quartal lag das Unternehmen unter den eigenen Erwartungen, 2% weniger Umsatz als gedacht, 3% weniger EPS als gedacht. Ich frage mich sowieso, was das Quartalsdenken in Amerika bringen soll, wenn man Stichworte wie Langfristigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit oder einfach nur Unternehmenswert ernst nehmen will. Wie dem auch sei, scheint der Aktie ihr eigener Erfolg zum Verhängnis geworden, da die Wachstumsraten nicht mehr mit denen der Vergangenheit mithalten und es zu Anpassungen des von Markt zubgebilligten KGVs kommt. Diese ist mit nunmehr 22 und einem erwarten EPS-Wachstum von 15-20% wieder attraktiv angesiedelt. Als Fundi hätte man also durchaus investiert bleiben können, das hast Du nun davon :p lol*

Grüße
PoP
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19.10.05 16:29:08
Beitrag Nr. 662 ()
Moin PoP

ich sorge immer wieder gerne für gute Stimmung hier im Forum :laugh:

Ich gebe zu, dass ein Verkauf von Apollo nicht zwingend notwendig gewesen wäre, aber aufgrund vergangener Erfahrung habe ich mir bei hoch bewerteten Aktien (so ich dennoch in sie investiere, mit relativ geringem Depotanteil) strenge Anforderungen gesetzt, die in dem genannten Fall ein SL-Limit eingeschlossen haben.

In diesem Fall bin ich dann lieber mit -5% dabei, als dass der Wert nach unten rauscht und ich dabei bleibe..sorry, aber in dieser Hinsicht bin ich ein gebranntes Kind des 2000er Wahns. Mein unrühmlicher Anfang, mich mit der Börse auseinanderzusetzen. Ein leichtes Fingerverbrennen, wie bei Apol, hat mir mal wieder die Risiken vor Augen geführt und mir gezeigt, wie genau man Hinschauen sollte. Tut auch mal wieder ganz gut, einen solchen Dämpfer abzubekommen.

Was mir bei Apol zudem nicht gefällt, ist die Begründung der schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen – die Mehrzahl der neuen Studenten haben sich an einer bestimmten Institution eingeschrieben, deren Margen niedriger sind, als an anderen zu Apol gehörenden Instituten  weckt bei mir nicht gerade Vertrauen, vor allem unter Berücksichtigung einer stattlichen Bewertung – wie kann ich wissen, ob der Margenverfall nicht weiter anhält?

Also: beim nächsten Investment noch genauer hinschauen und lieber auf niedriger bewertete Aktie fokussieren, die ein recht geringes Risiko nach unten haben.

Bei z.B. einer Esprit sieht für mich die Lage etwas anders aus, denn als Wachstumswert ist sie m.E. nach wie vor nicht zu hoch bewertet und ausserdem würde ich dort Rückschläge eher zu weiteren Nachkäufen nutzen, weil ich absolut überzeugt bin.

Gruß, n.n.
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20.10.05 02:04:52
Beitrag Nr. 663 ()
@notnormal,

ich habe lange mit mir gerungen, Börsen-Gott, vergib !

ziemlich ausgewogenes Depot, das dürfte einige Kapriolen, und auch die eingeleitete Trendumkehr an den US- Börsen bestehen.

Hast Du auch ein paar Werte im Focus ?

Und was ist mit Halliburton ?

p.s.: hat hier jemand zufällig die WKN der neuen vietnamesischen Staatsanleihe mitbekommen ?

Gruß und happy invests :)
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21.10.05 08:59:38
Beitrag Nr. 664 ()
@ Igelin

...wieso und womit gezögert?!? Steh wohl gerade auf meiner Leitung.

Haliburton ist nicht unter meinen Beobachtungsposten - nach dem "Öl-Hype" der letzten Zeit bin ich momentan etwas kritisch eingestellt gegnüber diesen Werten und würde Vorsicht walten lassen - ausserdem: ist an diesem Unternehmen nicht ein gewisser Herr Dick Cheney, seines Zeichens US-Vize-Präsi beteiligt??? Das würde diesem Investment aus meiner Sicht endgültig den Todesstoß versetzen...tut mir leid :)

Ansonsten:

Persönlich halte ich Vietnam für eine spannende Geschichte, allerdings auch risikoreich und bislang gibt es mir persönlich zu wenig Möglichkeiten der Informationen und des Handelns in Deutschland.

Mit vietnamesischen Anleihen habe ich mich daher noch nie beschäftigt…

Als Urlaubsland kann ich es hingegen wärmstens empfehlen – obwohl mir zu Ohren gekommen ist, dass inzwischen der Tourismus auch dort verstärkt sein übliches Gesicht zeigt. Meine Reise dorthin liegt schon über zehn Jahre zurück.

Zum Depot:

Ich hoffe auch, dass ich damit gegen mögliche Rückschläge gefeit bin, zumindest auf lange Sicht…kurzfristig werde ich Rückschläge nicht vermeiden können, wenn es tatsächlich stark bergab geht. Ich sehe mich dennoch gut aufgestellt, auch wenn ich stark in Aktien investiert bin. Anleihen erscheinen mir insgesamt derzeit wenig attraktiv zu sein…

Ein paar Werte habe ich immer in der Hinterhand – wie sicherlich jeder hier. Gerne reden tue ich aber erst darüber, nachdem ich etwas Schmalz reingesteckt habe, daher ist der Informationsfluss diesbezüglich etwas spärlich.

Spannend finde ich z.B. die australische Macquarie Infrastructure, deren Geschäftsmodell der Erwerb, Verkauf und das Betreiben von Mautstraßen ist (international). Allerdings fällt es nicht gerade leicht, dieses Unternehmen zu bewerten. Meines Erachtens sollte man hier eher auf den Wert der Beteiligungen achten, als z.B. auf den Gewinn.

Generell suche ich mittelfristig noch zwei bis drei gute Value-Langfristanlagen. Bevorzugt Nebenwerte, evtl. Deutschland, die sich möglichst marktunabhängig entwickeln. Nischenplayer mit einem einträglichen Geschäftsmodell.

Ewigkeiten im Blickfeld sind bei mir Fuchs Vz, Rational und Bijou Brigitte (die letzten beiden sind die einzigen Werte, bei denen ich mich bis heute richtig ärgere, dass ich sie nach einer ersten Begutachtung 2001 nicht gekauft habe!!!) – die Bewertung von rational und Bijou ist aber auch schon recht stattlich.

Gibt es in dieser Richtung bei Euch ein paar Werte, die sich zu betrachten lohnen?

gruß, n.n.
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21.10.05 11:04:08
Beitrag Nr. 665 ()
Moin Moin,

@Fehler.

Ich denke ohne Fehler wären wir heute alle doof. Die Götter meinen es also gut mit uns.

@Rohstoffaktien.

Ich möchte immer eine ungefähre Vorstellung darüber haben, was ein Investment für mich als Aktionär fundamental wert ist. Achterbahnbranchen kann ich nicht bewerten. Price is what you pay, Value is what you get. Das eine geht für mich nicht ohne das andere.

@Watchlist.

Die gute Börsenlage hat offensichtlich vielen Aktien nach oben verholfen. Es wird immer und immer schwieriger, Aktien mit signifikanter Sicherheitsmarge zu finden. Aber es soll ja auch Enten geben, die nicht nur steigen, weil der Wasserspiegel steigt. Interessant fand ich zuletzt u.a. Polo Ralph Lauren, inzwischen leider ebenfalls ohne Sicherheitsmarge - hier kam ich etwas zu spät. Aufgrund der fehlenden Anlagealternativen versuche ich meine Ansprüche etwas runter schrauben, schließlich muss ich gegen 2,25% Tagesgeld abwägen. Da kann nicht noch auf eine Coca Cola mit 50% Sicherheitsmarge warten. Die Entscheidung auf eine Zwack Unicum mit einer Dividendenrendite im hohen einstelligen Bereich bei gleichzeitigen Kursperspektiven im hohen einstelligen Bereich fiel mir da nicht gerade schwer. Erfreulicherweise erfüllt das Unternehmen auch die qualitativen Kriterien in puncto Wettbewerbsfähigkeit. Etwas unklarer bin ich noch in Bezug auf Egana Goldpfeil, gegen 2,25% Tagesgeld sieht die Sache jedoch schon viel klarer aus.

Grüße
PoP
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01.11.05 18:57:55
Beitrag Nr. 666 ()
Leider komme ich zeitlich kaum noch zum Recherchieren, ich hinke meiner Watchlist hinterher, die immer größer wird, aber immerhin ist sie groß. Trotzdem ein kurzes Monatsupdate.

Polo Ralph Lauren: Wie gesagt, sehr interessantes Unternehmen mit einer ausgesprochen starken Marke, einer nachhaltigen Positionierung, einem gutem Management, und tollen Zahlen. Allerdings finde ich sie mit einem 05/06er KGVe von 17 ausreichend bezahlt, eine deutliche Sicherheitsmarge kann ich leider nicht erkennen.

Bulgari: Ebenfalls ein interessantes Unternehmen aus dem Luxusgüterbereich. Naja, der Luxusmarkt boomt wie nie zuvor und Bulgari ist nicht gerade unbekannt. Der Rest versteht sich vo selbst.

Egana Goldpfeil: Anders sieht es mit Egana Goldpfeil aus. Das ist ein unentdecktes, aufstrebendes Unternehmen mit einem bemerkenswert guten Manager zu einem günstigen Preis! Egana Goldpfeil ist eine Neuposition in meinem Portfolio.

Avon: Ist derzeit kein Kauf. Das Unternehmen scheint ernsthafte operative Probleme zu haben. Ob und wann diese gelöst werden ist mir genauso unklar wie die Höhe der erzielbaren Wachstumsraten auf lange Sicht. Da bleibt einem nur eine konservative Herangehensweise und für diese ist die Aktie nicht günstig genug. Also entweder auf Valuepreise warten oder aber Avon kommt wieder auf den Wachstumspfad zurück, dann kann sie auch wieder zu Wachstumspreisen bewertet werden. Im Moment steht sie im Niemandsland.

Douglas: Kurzen Blick drauf geworfen, erschien mir auf den ersten Blick mit einem KGVe von 20 zu teuer. Ich bin aber nicht tiefer rein und lasse mich daher gerne eines besseres belehren.

McCarthy & Stone: Hier besteht für mich das Problem, dass ich den Markt nicht richtig verstehe und zudem auch keine Einblicke in diesen Markt habe. Zwar steigt die Zahl der in Möglichkeit kommenden Nachfrager in den kommenden Jahrzehnten, allerdings weiß ich nicht ob diese auch entsprechende Immobilien nachfragen können und wollen. Ich halt mich hier aus Unkenntnis erstmal fern.

Lennar: Sehr gute Einblicke habe ich dagegen in den US-Immobilienmarkt. Ich will mich hier bei Gelegenheit unbedingt mal einlesen, Informationen habe ich en masse und die US-Homebuilder erscheinen mir nicht uninteressant. Objekt der Begierde wäre dann womöglich Lennar.

Das wars für Erste.
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01.11.05 20:22:58
Beitrag Nr. 667 ()
Bin ich froh, daß ich nicht der einzige bin, der keine Zeit hat...

Douglas interessiert mich derzeit auch sehr. Ein sehr schneller Überblick hat eine mäßige EK-Rendite im hohen einstelligen Bereich ergeben. Das KGV liegt bei rund 17 bis 20, also in der Tat kein Schnapper. Von daher also kein akuter Handlungsbedarf.

Unklar bin ich mir noch bei den Wettbewerbsvorteilen. Gut, Douglas hat einen Namen, keine Frage. Aber Parfum kann ich viel billiger bei eBay, Rossmann und co. kaufen. Die Buchhandlung Thalia hat Wachstumspotential, aber einen echten Wettbewerbsvoreil kann ich nicht wirklich erkennen.

Fazit: Kann man haben, muß man aber nicht...
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01.11.05 20:45:48
Beitrag Nr. 668 ()
Thalia ist schon interessant. Nach Amazon hat Thalia die größten Marktanteile im deutschen Buchmarkt. Von den Filialisten sind sie die größten und können so die größten Rabatte mit den Verlagen aushandeln. Der Markt scheint in Bewegung zu sein, die Großen gewinnen immer mehr Marktanteile zu Ungunsten der Kleinen. Allerings haben wir in Deutschland ja die Buchpreisbindung. Würde diese aufgehoben, dann würde es die Ertragskraft von Thalia vermutlich schmälern, weil Preiswettbewerb ins Spiel käme, aber es würde die Konsolidierung wahrscheinlich enorm vorantreiben, die Kleinen würden aussterben und der Marktanteilsgewinn bzw. der Gewinn an Wettbewerbsvorteilen würden dies langfristig wahrscheinlich überwiegen.
Wie ist denn das derzeit mit den Wachstumsraten bei Douglas? Wie viele neue Läden eröffnen die pro Jahr, wieviel können die wachsen?
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02.11.05 09:02:12
Beitrag Nr. 669 ()
Unter http://www.douglas-holding.de/index.php?go=357&lg=de gibt es eine Übersicht über die Zahlen. Daraus geht hervor, daß der Gewinn in den letzten Jahren geschwankt hat und das Umsatzwachstum bei etwa 2 bis 3 % im Jahr liegt.

Douglas will verstärkt im Ausland expandieren, dazu kommt die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung. Das könnte zu steigenden Umsätzen und Gewinnen führen. Aber dennoch ist die Aktie aus meiner Sicht derzeit zu teuer.
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02.11.05 17:34:47
Beitrag Nr. 670 ()
Daß Thalia von der Konsolidierung des Buchmarktes profitiert, ist keine Frage.

Allerdings ist pure Größe allein für mich kein Wettbewerbsvorteil. Natürlich bekommt Thalia bessere Konditionen als der Zwei-Mann-Betrieb um die Ecke. Aber der Kunde merkt das nicht, und darin kann ich keinen klassischen "Moat" im Sinne von Buffett erkennen.
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02.11.05 18:13:11
Beitrag Nr. 671 ()
Das würde ich so nicht sagen.

Aus dem Value-Analyse.de Forum

Mark Sellers:
Nach meiner Auffassung gibt es vier unterschiedliche Arten von Gräben.
Der erste sieht so aus, daß man ein Low-Cost-Anbieter ist oder ein Unternehmen mit Skaleneffekten durch die reine Größe. Wal-Mart ist hierfür ein perfektes Beispiel.
Die zweite Art ist der Besitz von geschütztem geistigen Eigentum, etwa Patente, Copyrights, Handelsmarken oder FDA-Genehmigungen. Beispiele sind Pharmaunternehmen, Biotechnologie- und Unterhaltungsunternehmen wie Disney.
Die dritte Sorte ist der stärkste Graben, zugleich aber auch der seltenste, der auf einer Art „Netzwerk“-Effekt beruht. Dies gibt es bei Gesellschaften, die als Vermittler fungieren und damit Kommunikation oder Transaktionen zwischen zwei oder mehr Parteien ermöglichen. Mehr Volumen erzeugt mehr Volumen. Das ist es, was Chicago Mercantile Exchange, die New York Stock Exchange und eBay so stark macht.
Die letzte Sorte von Gräben gibt es dort, wo ein Wechsel des Anbieters dem Kunden hohe Kosten verursacht. Dies kann man beim Privatkundengeschäft der Banken oder bei Lohnbuchhaltungs-Anbietern wie Paychex sehen.
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Was ist ein "klassischer" Wettbewerbsvorteil?
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03.11.05 11:36:21
Beitrag Nr. 672 ()
Ich denke, daß Wal-Mart und Thalia nicht 1 zu 1 vergleichbar sind.

Denn Wal-Mart hat die Möglichkeit, seine guten Einkaufskonditionen an die Kunden weiterzugeben. Damit werden weitere Kunden angelockt, es kann mehr eingekauft werden usw.

Bei Thalia hört es wegen der Buchpreisbindung (die ich übrigens als Bücherfreund sehr begrüße) an der Stelle auf. Ich muß nicht bei Thalia kaufen, ich kann auch zu Weiland, Hugendubel oder der Kirchröder Bücherstube gehen und zahle für meinen John Grisham immer 8,90 Euro oder so.

Und das meine ich damit, daß Thalia nicht diesen "klassischen" Wettbewerbsvorteil, hier die Skaleneffekte, hat.

Außerdem sind die Wal-Mart-Läden in den USA die letzten Kaschemmen (zumindest nach meiner Meinung), in denen ich mich sehr unwohl gefühlt habe. Billig halt. Zu Thalia kann ich nichts sagen, da ich noch nie in so einem Laden war - ich halte mich wohl in den falschen Städten auf...
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10.11.05 12:55:45
Beitrag Nr. 673 ()
So, nochmal eine kleine Auffrischung:

TA Triumph Adler hat mich nun doch (schweren Herzens) verlassen.

Als sehr kleine Position in meinem Depot habe ich zunächst überlegt, sie weiter zu halten, da ein Turnaround abzusehen ist.

Wie ich es aber bei solch riskanten Investments halte (wie angedeutet nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit) setze ich mir in Gedanken einen SL, um größere Verluste zu vermeiden. Und das alles bringt nichts, wenn man sich nicht daran hält.
Die größeren Verkäufe im Vorfeld der Neun-Monats-Zahlen haben mich darin bestärkt, lieber die Reißleine zu ziehen. Der Verlust bezogen auf mein Aktiendepot fällt mit 0.8% nicht wirklich ins Gewicht.

Ein Schnupfer von Esprit hat da größere Auswirkungen :laugh:

Das Geld werde ich nun viel, viel gewinnbringender anlegen: wie verrate ich aber erst in fünf Wochen. Bis dahin befinde ich mich in Australien & Neuseeland.

Gruß, n.n.
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04.12.05 21:59:00
Beitrag Nr. 674 ()
Watchlistwerte:

Unilever: Interessantes Marken-Portfolio, Umsätze entwickeln sich aber eher schleppend, operativer Gewinn aufgrund erhöhter Wachstums-Investitionen rückläufig, alles in Allem mit einem KGV von 14 wohl eher fair bewertet … bei höherem Wachstum kann man den Wert noch nach oben anpassen, jetzt muss `se überhaupt erst einmal wachsen.

Koehler & Krenzer: Hatte ich mir schon mal angesehen…da das Geschäftsmodell aber eher Mittelmaß bzw. ohne besondere Wettbewerbsvorteile ist und auch nicht von besonderen Wachstumsraten ausgegangen werden kann, relativiert sich das KGV von rund 8 doch schon beträchtlich. Prognostizierbar ist eine KKF nicht…wie soll man da rangehen? Vielleicht könnte man konservativ von einem 0-Wachstum bei theoretischem FCF=Gewinn ausgehen, was bei Opportunitätskosten von 9% bzw. einem dann fairen KGV von 11,11 einen inneren Wert von 21 Eur bedeuten würde. Knapp 30% Sicherheitsmarge also…nicht übel, aber aufgrund der o.g. Bedenken auch nicht sehr gut. Bin ein wenig hin und her gerissen…derzeit überwiegen aber noch die Bedenken, deshalb weiterhin kein Einstieg. Bei <14 Eur würde ichs mir vielleicht überlegen.

SABMiller: Großes Franchisebusiness, starkes Engegament in Wachstumsregionen, super Zahlen. Ein KGV von 15-16 ist nicht schlecht für eine SABMiller, wenn auch nicht überragend. Zu teuer erscheinen mir dagegen Anheuser Bush, InBev und Heineken, interessanter Carlsberg, Scottish & Newcastle und Grupo Modelo. Am besten aber SABMiller. Ich bin überzeugt, dass ein Unternehmen vom Schlage SAB starke Wettbewerbsvorteile und eine prosperierende Zukunft bzw. langfristig hohe Ertragskraft hat und daher vielleicht sogar mit dem 18-20-fachen Gewinn fair bezahlt ist. In Hj1 05 haben sich die Wachstumsraten etwas abgeschwächt, +9% EBITA organisch und vor Währungen. Nützt aber nichts, wenn sich der Währungsbonus des starken Rands (machen knapp 1/3 EBITA in Südafrika) bzw. eines schwachen Dollars (bilanzieren in Dollar) zu einem Malus entwickelt. Das Management hat bereits ein schwierigeres Hj2 angekündigt. Ich warte ab und hoffe darauf, günstiger reinzukommen. Es wäre nicht übel, wenn ich auf Basis des Kaufpreises eine Rendite von vielleicht 11% erzielen kann. Ich kaufe lieber ein Superbusiness mit Aussicht auf 11% als eine Koehler und Krenzer mit Aussicht auf 13 oder 14%. Dabei verzichte ich zwar ein wenig auf Sicherheitsmarge, allerdings messe ich alle Aktien auch mit gleichem Maß, nämlich 9%. Würde ich mit Risikoaufschägen arbeiten, wäre das Bild ein Anderes.

Semperit: Ich sehe derzeit nicht, dass sich Käufe aufdrängen. Steigende Rohstoff- und Energiepreise können nicht optimal weitergereicht werden, der Wettbewerb wird härter und Semperit ist derzeit wachstumsschwach, ein KGV von 12 ist da wohl nichts besonderes, zumal ich keine besondere Wettbewerbsvorteile oder sehr gute Wachstumsperspektiven sehe.

Depotwerte:

EganaGoldpfeil: Gerade aufgestockt, wie gesagt sehr interessant aufgestelltes Unternehmen aus dem Luxusgüterbereich. Ein 05/06er KGV (per Ende Mai) von 8-9 und einem 06/07 KGV von rund 7 sehe ich in keiner Weise gerechtfertigt. Da dürfte noch einiges an Potanziel drin sein. Auf der anderen Seite sind die Risiken bei diesen Bewertungsrelationen sicher begrenzt, sofern das Unternehmen aus welchen Gründen auch immer (vielleicht ja Vogelgrippe) enttäuschen sollte. Die Diskussion zu diesem Wert läuft bei Value-Analyse. de

CeWe Color: Die Zahlen sind insgesamt ganz ordentlich. Bin mal gespannt wie das Q4 ausfallen wird, dann sind wir alle schlauer. Handlungsbedarf sehe ich derzeit nicht.

Zwack Unicum: 7,5% operatives Gewinnwachstum im Hj1 für ein Franchisebusiness mit einem KGV von 9 –> Allerbest!

Monsoon: Seltener Fall von Topunternehmen, für das ich das derzzeitige KGV von rund 16 für einen guten Preis halte bzw. in dem ich trotz KGV 16 nicht zu knapp investiert bin. Ich bin so überzeugt von der Stärke des Geschäftsmodells, dass ich glaube, im schlimmsten Fall immer noch nicht merklich zu viel bezahlt zu haben.

Nestle: Entwickelt sich sehr gut, dürfte unter Berücksichtigung der Anteile an Loreal und Alcon in etwa fair bewertet sein.

Erfreulicherweise ist die Cashquote weiter auf dem Rückmarsch. Im 2. Quartal hatte ich nach dem Verkauf von PC-Spezialist sogar größtenteils knapp 70% Cashquote gehabt, übers Jahr vielleicht 40%, derzeit 25%. Das effektive KGV meines Portfolios sinkt nun deutlich, wenn man die 2,25% Tagesgeld mit einem KGV von 44,4 versieht. Dafür habe ich aber auch deutlich mehr Wagnis im Depot und ich hoffe, dass dem auch deutlich bessere Renditeperspektiven gegenüberstehen.
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05.12.05 08:04:34
Beitrag Nr. 675 (