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USA wollen mehr Daten. Bin ich Besucher oder Verbrecher? - 500 Beiträge pro Seite



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Biometrie an den Grenzen
USA wollen mehr Daten

Wer demnächst in die USA einreisen will, muss sich auf stärkere Kontrollen gefasst machen. Das US-Heimatschutzministerium (DHS) will die biometrischen Daten von allen Besuchern der USA erfassen. Die ersten Details zu dem Programm US-VISIT wurden jetzt in Washington vorgestellt. Laut DHS sollen verdächtige Personen bei der Einreise dadurch schneller erkannt werden. Außerdem können so Verletzungen der Aufenthaltsbestimmungen leichter festgestellt werden, hieß es.

Das DHS plant alle Besucher, die ab 1. Januar 2004 mit Visa in die USA einreisen, zu fotografieren und ihre Fingerabdrücke abzunehmen. Die gewonnenen Daten sollen an eine zentrale Datenbank übermittelt und dort mit den Daten von Verdächtigen sowie bekannten Terroristen und Verbrechern verglichen werden. Zusätzliche Technologien wie das Erfassen der Iris sollen nach Angaben von Unterstaatssekretär Asa Huthinson später integriert werden.

Wenn der Besucher das Land verlässt, wird seine Ausreise automatisch bestätigt. Das System wird zuerst auf US-Flughäfen und Seehäfen installiert. Später sollen die Grenzübergänge zu Kanada und Mexiko erfasst werden. Die Informationen aus dem Programm sollen neben den Einwanderungsbehörden auch dem FBI, der lokalen Polizei sowie den Konsulaten zur Verfügung gestellt werden.

"In 99,99 Prozent der Fälle wird dem Besucher einfach ein guter Tag gewünscht und sie können ihre Reise fortsetzen", so der Unterstaatssekretär. Er versuchte Bedenken von Bürgerrechtsgruppen zu zerstreuen, dass das System zu viele Daten sammle und so Reisende aus anderen Staaten abschrecke. Stattdessen könnten sich die Grenzbehörden auf einzelne Personen konzentrieren und müssten nicht ganze Gruppen unter Generalverdacht stellen.

Nach Angaben von Huthinson hätten mit US-VISIT zwei Attentäter vom 11. September 2001 vorzeitig aus dem Verkehr gezogen werden können. Die beiden wurden wegen Verletzung der Einreise-Bestimmungen bei früheren USA-Besuchen gesucht. Mit der Einführung von US-VISIT wächst auch der Druck der USA auf Staaten, deren Bürger keine Visa benötigen, mindestens zwei biometrische Erkennungsmerkmale in ihre Reisedokumente zu integrieren.
Quelle N-TV
# 1

Also ich lass auch nicht jeden in meine Wohnung.
Fremde schau ich mir ganz genau an, bevor sie rein dürfen.
Ja, und am besten wäre, die Amis bauen auch noch eine 100 Meter hohe Mauer ums Homeland. Das sind ja vielleicht Schisser! Wer nicht unbedingt hin muß, sollte zuhause bleiben. Im Gegenzug sollten die EU-Länder mit den Amis genauso verfahren. Schließlich gabs ja sogar einen amerikanischen Taliban!
Ich habe nichts zu verbergen! Sollen sie die Daten doch erheben wenns ihrer Sicherheit dient! Ist doch verständlich!
#4 Jaja, unsere Scheinliberalen wieder unterwegs. Bist Du auch so auskunftsfreudig, wenn`s um Deine Depots und Konten geht?
# 3

Vielleicht sind sie deshalb "Schisser", weil ein Großteíl
der WTC-Attentäter aus Hamburg kam, wo sie sich in aller
Ruhe vorbereiten konnten.
Und jetzt haben sie die Schnau(t)e langsam voll.
.
die alte Regel aller totalitären Systeme: wer nichts zu verbergen hat, braucht sich vor der totalen Überwachung nicht zu fürchten.
@makaflo,

Wenigstens durften Sie Ihre Pilotenlizenz in den USA machen.
Es ist auch keinesfalls bewiesen, ob die Hamburger Gruppe wirklich die Attentäter waren. Bis dahin gilt eigentlich die Unschuldsvermutung. Normalerweise jedenfalls.
Macht es Dich eigntlich nicht stutzig, daß man von einer Aktion dieses Ausmaßes (11.Sep.)vorher nichts wußte, aber wenige Stunden nach dem Attentat alles?
@mouse_potato

"Ich habe nichts zu verbergen!" :rolleyes:

Das wird auch das Agrument sein, falls das
Wahlgeheimnis abgeschafft wird!

Gruß,

CAH
# 8

Wo liest du da was von einer "totalen Überwachung"?

Es geht darum, die Einreise von Terroristen und aktenkundigen
Verbrechern zu verhindern.

Hier für dich noch mal zum Lesen:

Das DHS plant alle Besucher, die ab 1. Januar 2004 mit Visa in die USA einreisen, zu fotografieren und ihre Fingerabdrücke abzunehmen. Die gewonnenen Daten sollen an eine zentrale Datenbank übermittelt und dort mit den Daten von Verdächtigen sowie bekannten Terroristen und Verbrechern verglichen werden. Zusätzliche Technologien wie das Erfassen der Iris sollen nach Angaben von Unterstaatssekretär Asa Huthinson später integriert werden.


Einige hier sind scheinbar recht stolz darauf, dass Deutsch-
land mittlerweile zum Tummelplatz internationaler Mafia-
Organisationen von Albanien bis Kolumbien und Nigeria
geworden ist.
@derdieschnautzelangsamvollhat:

"Im Gegenzug sollten die EU-Länder mit den Amis genauso verfahren. Schließlich gabs ja sogar einen amerikanischen Taliban!"

Blos nicht, denn man kann ja nicht nur die Amerikaner kontrollieren. Nein, dann mßten alle, auch die EU-Bürger krontrolliert werden.
Eine solche Welt will ich nicht.

Wenn man die auf die linke Wange schlägt, dann halte auch die rechte Wange hin.

Wenn wir den Terrorismus nur damit besiegen können, indem wir alle Freiheiten aufgeben, dann soll der Terrorismus meinetwegen gewinnen. Denn dann ist unser System falsch.

Ein Polizist ist nur dann etwas wert, wenn er sich durch jemanden, den er nicht überzeugen konnte, hat umbringen lassen, anstatt den zu Überzeugenden umzubringen.

Nicht der hat Recht, der Gewalt ausgebt hat. Derjenige hat Recht, der Gewalt erdulden mußte.

Das Beste, was man machen kann, ist der Gewalt auszuweichen, und in Deckung zu gehen.
# 9

"Es ist auch keinesfalls bewiesen, ob die Hamburger Gruppe wirklich die Attentäter waren. Bis dahin gilt eigentlich die Unschuldsvermutung."

Da müssen wir wohl warten, bis der Prozess gegen Atta und Co
beginnt?!

:eek: :O
Als registrierter User ist mir klar das ich auch kontrolliert werde.
:D

Auf einen Urlaubs-Trip in die USA habe ich auch keinen Bock.
@kosmo,
Leicht übertrieben von Dir, mir das in den Mund zu legen.
Ich will auch keinen "gläsernen Menschen", aber wer meint man könne Terrorismus durch Kontrollen an Flughäfen besiegen, liegt meiner Meinung nach falsch.
Bei allem wird vergessen, daß auch in den USA Gruppierungen ansässig sind die man getrost in die terroristische Ecke stellen könnte.
Um nur die Aryan Nation zu nennen oder den Klu-Klux-Clan (kaum zu glauben, daß er noch immer existiert), aber das sind eben Amis und und keine Moslems.
nicht aufregen,osis und Drexler Technologies beachten.
Die sollten davon profitieren.

dies ist keine Kaufempfehlung,sind schon im vorfeld gut gelaufen.

TP:D
# 1

Cook,

nach den Einreisekontrollen kann deine Frage

" Bin ich Besucher oder Verbrecher?"

eindeutig beantwortet werden.

Aber ich vermute, viele "Verbrecher" werden dann lieber
auf einen Einreiseversuch verzichten.
"@derdieschnautzelangsamvollhat:

"Im Gegenzug sollten die EU-Länder mit den Amis genauso verfahren. Schließlich gabs ja sogar einen amerikanischen Taliban!"

Blos nicht, denn man kann ja nicht nur die Amerikaner kontrollieren. Nein, dann müßten alle, auch die EU-Bürger krontrolliert werden.
Eine solche Welt will ich nicht."

Das war an Dich gerichtet. Der Rest ging an Alle. Nicht speziell an Dich.
makaflo,
ich wollte damit nur meine Bedenken an der Geschichte zum Ausdruck bringen, keinesfalls eine terroristische Organisation unterstützen.
So sind wir eben auf Indizien angewiesen. Die gibt es aber auch für andere Szenarien.
# 12

"Ein Polizist ist nur dann etwas wert, wenn er sich durch jemanden, den er nicht überzeugen konnte, hat umbringen lassen, anstatt den zu Überzeugenden umzubringen."

Sag mal, kosmo, ist das dein Ernst??????????
nunja, die erfolgsmeldungen der amis in bezug auf die bekämpfung des internat. terrorismus sind ja doch wirklich sehr beschränkt. stellt sich also die frage, ob das die "tauglichen" mittelchen für diesen zweck sind.

soweit mir bekannt, war keiner der 11/9-attentäter vorher negativ in erscheinung getreten, also auch nirgends "negativ" erfasst.

was soll da die biometrische erfassung bringen, wenn die selbstmordattentäter junge, fanatisch-fehlgeleitete "unbekannte" sind.... die drahtzieher bleiben doch - vielleicht x-fach-erfasst- eh im hintergrund.
Irgendwie ist doch alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit, oder?

Natürlich haben die Amerikaner manchmal einen an der Waffel, und wo die Kontrollen vor dem 11. September ein echter Brüller waren (man hätte da - persifliere ich - Atombomben vorbeitransportieren können), sind sie jetzt deutlich verschärft.

Ich war am 11. September im Ausland. Auf der Hinreise war die Kontrolle ... naja, auf der Rückreise wurde ich kräftig gefilzt. Seitdem wird man immer wieder an Flughäfen halb auseinander genommen. Na und? Ich möchte auch mit dem Flieger lebend ankommen und nicht in ein Hochhaus oder sonstwohin rasen.

Diese Kontrollen haben auch was mit der Sicherheit für alle zu tun.

Wie weit sie gehen sollten, das ist tatsächlich eine Frage. Völlige Freiheit und Sicherheit sind nicht beide gleichzeitig zu optimieren. Und mir gefällt auch einiges nicht, was sich die Amerikaner gerade so ausdenken zur Überwachung (z.B. Überwachung von Bibliotheken und Buchläden im großen Stil). Aber mal eine Frage an die Fraktion derer, die keine weiteren Kontrollen zulassen wollen:

Wie kann man denn den Terroristen das Leben schwerer machen, wenn man das schon bei der Einreise nicht zumindest versucht?
@makaflo:

kosmo@>"Ein Polizist ist nur dann etwas wert, wenn er sich durch jemanden, den er nicht überzeugen konnte, hat umbringen lassen, anstatt den zu Überzeugenden umzubringen."

makaflo>Sag mal, kosmo, ist das dein Ernst??????????

Ich wrde nie Polizist werden wollen. Ja, das ist mein voller ernst. Das gilt für jeden Menschen.

Wenn ich einen Menschen berzeugen will, und dieser Mensch macht etwas, was mich befürchten läßt, das er mich umbringen will, nur eine Bewegung, und ich bringe diesen Menschen um, dann stimmt bei mir doch etwas nicht.

Wenn er mich wirklich umbringen wollte, gut, dann kann ich mich versuchen zu schützen, ohne ihn umzubringen.

Wenn er mich aber gar nicht umbringen oder verletzen wollte?
Wenn mich jemand angreift, werde ich versuchen, mein Leben und das meiner Lieben zu verteidigen vor dem Angreifer. Es wird nicht mein Ziel sein, ihn zu töten, aber wenn ich ansonsten mein Leben nicht schützen kann, werde ich nicht lange nachdenken. Das ist ein ganz normaler Schutztrieb des eigenen Überlebens.

Beispiel: Wenn ich nachts aufwache, und es steht ein Mensch im Dunklen im Zimmer, und ich erkenne, dass er nicht meine Frau oder mein Kind ist, werde ich diese Person nicht erst fragen, warum sie in meine Privatsphäre eingedrungen ist. Und schon gar nicht, ob sie mir etwas antun möchte... Ich werde - hoffentlich - handeln, also zuschlagen, denn der andere könnte schneller sein.

Damit will ich nicht töten, aber ich werde mich wehren.

Wenn kosmo sich lieber umbringen läßt, ist das sein gutes Recht, aber dies von anderen zu verlangen, geht deutlich zu weit...
Deutsche Urlauber brauchen zur Einreise in die USA bisher kein Visum. Die maximale Aufenhaltsdauer in den USA ohne Visum beträgt drei Monate. D.h. dieser Personenkreis scheint von der neuen Regelung nicht betroffen zu sein.

Allgemein stelle ich fest, dass wenn die Amis sich abschotten, ist das gut für den Rest der Welt. Wenn sie sich darüberhinaus nur auf Nordamerika und ihre Probleme zu Hause konzentrieren würden, wäre das ein Segen für die Menschheit.
@mausschubser,

Man könnte das Problem vielleicht mittel- bis langfristig auch auf andere Art lösen. Dazu gehört vielleicht nur ein Mindestmaß an Toleranz gegenüber anderen Kultur- und Religionsgruppen oder das Einhalten von Versprechungen .
Man sollte nicht vergessen wie z.B. die Taliban in Afghanistan nach der Rußlandbesetzung an die Macht kamen.
Die USA hat Sie schließlich dahin gesetzt. Die USA hat Saddam mit Waffen und Logistik in den 80ern unterstützt. Schließlich ging es ja im Iran-Iraq-Krieg ja auch um die Ziele der USA.
Viele der Probleme, die wir alle auszubaden haben, liegen nun mal in der US-Außenpolitik der letzten 30 Jahre.
@mausschubser:

"Wenn kosmo sich lieber umbringen läßt, ist das sein gutes Recht, aber dies von anderen zu verlangen, geht deutlich zu weit..."

Ich will Dir nicht dein Recht auf Notwehr nehmen. Aber, wenn Du, sagen wir mal, irgendwo in der Nähe eines Einbruchs bist, und ein berlasteter Polizist hält Dich als flchtenden Einbrecher, Du greifst in deine Jacke, und der Polizist erschießt dich "in Notwehr". Möchtest Du so etwas?

Die Polizei soll der Freund des Bürgers sein, sein Schutzschild (wenn Du es so willst), aber nicht der Halbgott in Grün.

Das sehe ich für unsere Polizei so, wie für die Polizei der USA, wie für die US-Soldaten im Irak, die mit Steinen beworfen werden, wie für die Israelischen Soldaten, die von Palästinensern mit Steinen beworfen werden.
Niemand ist gezwungen, dort zu stehen, wo er steht.
Entweder er läßt sich im Zweifelsfalle von Steinen erschlagen, oder er zieht sich zurück (und "Desertiert").
#27

Das bestreite ich auch überhaupt nicht, dass die USA vieles durch ihre Politik mit bewirkt haben. Nur: Die Terroristen nutzen z.B. die größere Toleranz in unserem Land, um sich auf Anschläge vorzubereiten. Sie bomben mittlerweile recht wahllos herum. Und jeder Anschlag, selbst wenn er gezielt war, trifft immer Unschuldige. Eventuell auch dich oder mich. Und ich z.B. habe eigentlich ein gutes Verhältnis zu vielen Arabern. Und? Hilft es mir?

Einfach mal ein krasses Beispiel aus einer anderen Ecke: Wenn ein Jude mich persönlich haßt, weil ich Deutscher bin und seine Großeltern im Holocaust starben, dann werde ich damit einfach leben müssen. Die Deutschen haben den Haß erst ausgelöst (auch wenn ich es nicht persönlich war und auch gar nicht sein konnte). Würde er aber - hypothetisch gesprochen - gewaltsame Aktionen gegen mich oder mein Land starten, würde ich mich gegen ihn wehren.
Der Smilie ist ein Versehen. Da hat sich ein Semikolon eingeschmuggelt.
kosmo #28

Der Polizist darf dich also schützen als dein Schutzschild (er muß es ja auch sogar), aber er darf sich nicht selbst verteidigen? Niemand ist gezwungen, dort zu stehen, wo er steht. Klasse. Logisch hatte der Polizist, der gerade in Berlin bei einer Wohnungsrazzia erschossen wurde, die Wahl. Er hätte ja nicht Polizist werden müssen! Rein logisch richtig, nur moralisch sehr merkwürdig.

Wir verstecken uns also hinter Polizisten, die die Aufgabe haben, uns zu beschützen, aber wenn sie jemand abknallt, drehen wir uns also ganz schnell weg und sagen: "Selbst Schuld, Herr Polizist!"

Natürlich gibt es immer wieder Problemfälle, der mit der Jacke ist ein schrecklicher Klassiker. Ich glaube, kein Polizist möchte wirklich in diese Situation geraten, hier zu entscheiden. Aber er will auch überleben, und manchmal ist in ebendieser Jacke auch eben eine Waffe...

Nicht der Polizist ist schuld an dieser Situation, sondern die Verbrecher, die sie in der Geschichte der Verbrechen zu solchen Handlungen treiben. Und deshalb hoffe ich, dass ich nie in die Situation komme, die du mit dem falschen Einbrecher skizzierst. Denn der Polizist wird eben leider auch nervös sein. Ist das die Schuld des Polizisten? Nein. Meine auch nicht, aber es hilft uns beiden eben leider überhaupt nicht.
So im nachhinein wenn ich die Nachricht lesen. Fühle ich mich doch etwas an meine Besuche in der DDR erinnert. Die Pass- und Visakontrollen waren auch nicht ohne.
Gruß CaptCook
In Wirklichkeit handelt es sich um eine AB-Maßnahme
der überflüssigsten Behörde der Welt - homeland security.
@mausschubser:

"Nicht der Polizist ist schuld an dieser Situation, sondern die Verbrecher, die sie in der Geschichte der Verbrechen zu solchen Handlungen treiben."

Zuerst hoffe ich, das Du nie Polizist wirst. Allerdings spreche ich den meisten Polizisten ihre Eignung ab.

Wer ist schuld? Im Prinzip der erste, der eine Situation anfängt. Es geht aber gar nicht darum, einen Schuldigen zu finden, sondern darum, seine eigene schuldhafte Situation zu vermeiden. Der Polizist kann eine schußsichere Weste tragen, er kann einen Helm tragen. Seine Schuld beginnt dort, wo er von einer Waffe gebrauch macht, sei es Pistole, Maschinengewehr, Knüppel oder Wasserwerfer.

Um Gewalt zu vermeiden, ist es wichtig, als erster aktiv auf Gewalt zu verzichten. Die, die nicht zu berzeugen sind, zu vernichten, ist ein Mittel, der Natur. Wenn wir mehr sein Wollen, als Tiere, dann dürfen wir nicht auf der Ebene des Tieres reagieren.
Captn Cook

Mein erster Gedanke als ich das las, war auch: "Bei Honecker hat man so`ne Abschottung `antifaschistischer Schutzwall` - spricht: Mauer (mit Zubehör) genannt". .;)

Heute, wo man nicht mehr mit "Handkurbel", sondern mit Biometrie arbeitet, hat man dafür andere Vokabeln. Kommt aber auf`s Gleiche raus. Ich meine die Ideologie, die dahinter steckt.

Der 11. September ist m. E. ein günstiger Vorwand, für eine Rundumkontrolle einer durch und durch hysterisierten Gesellschaft.

Die USA werden sich damit den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Wer hat schon Lust, sich wie ein Verbrecher behandeln zu lassen, bloß weil man Urlaub/einen Sprachkurs/seine Verwandten besuchen will....

Das erfüllt letztlich den gleichen Zweck wie diese ganzen Schutzzölle, Ausschlussverfahren für ausländische Unternehmen etc.. Kurz: die USA wollen weltweit wirtschaftlich überall mitmischen, doch gilt dieses Recht nicht für andere. Es geht nicht um Terrorismus, sondern darum, sich für Unternehmen etc. bessere Rahmenbedingungen und einen Vorteil zu verschaffen.

Attentate wird man damit genauso wenig verhindern, wie abgeklebten Fenstern.

TS
kosmo,

wir werden keine völlige Übereinstimmung zwischen uns erzielen. Aber in der Mitte kommen wir uns einigermaßen nahe.

Aktiv auf Gewalt verzichten? Gerne. Ich setze meine Ziele - so hoffe ich doch - nicht mit Gewalt durch. Das ist schon einmal ein Anfang. Ich versuche, Kompromisse zu erzielen und möchte, dass das andere auch tun. Ich versuche hier bei W:O z.B., Gemeinsamkeiten zu finden. Denn ansonsten brüllen sich alle nur an. Das mag zwar auch mal lustig sein, aber weiter bringt es keinen. Fanatiker mal außen vor.

Ich gehe aber nicht so weit, dass ich die andere Wange hinhalte, wenn ich schon geschlagen wurde. Damit meine ich, dass ich mich aktiv wehren werde, wenn ich Gewalt auf mich zukommen sehe. Und leider werde ich nicht in allen möglichen Varianten genau die eigentliche Intention des anderen hinterfragen können (wieviel Gewalt er mir also angedeien wollte). Da weichen wir dann also voneinander ab.

So, jetzt aber gute Nacht! :)
mausschubser
@tiramisu,

Absolut kein Widerspruch.
Doch Deine Fakten erreichen nur die "Erleuchteten"!:cool:
@ 26 oddlot
Was ich in den Nachrichten gehört habe, lautet ,wenn Du in Deinem Pass Fingerabdrücke usw gespeichert hast, kannst Du so einreisen.
Wenn nicht mußt Du Dir auch als Deutscher ein Visum holen mit den Merkmalen, oder mit den im Computer gespeicherten Merkmale.
Ich habe es nur so im Radio gehört.
J.
# 34

"Zuerst hoffe ich, das Du nie Polizist wirst. Allerdings spreche ich den meisten Polizisten ihre Eignung ab."

kosmo, die Polizeutruppe, die du zusammenstellst, möchte
ich mal am Vorabend des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg erleben.


:D
"Um Gewalt zu vermeiden, ist es wichtig, als erster aktiv auf Gewalt zu verzichten. Die, die nicht zu berzeugen sind, zu vernichten, ist ein Mittel, der Natur. Wenn wir mehr sein Wollen, als Tiere, dann dürfen wir nicht auf der Ebene des Tieres reagieren."

Junge, Junge, wenn da gewisse Leute in gewissen U-Bahnen in
gewissen Städten spitz kriegen, was du für einer bist,
kommst du jeden Abend in der Unterhose nach Hause - wenn du
Glück hast.
:D
Also Pässe mit Fingerabdruck, sonst kann ein Visumszwang erfolgen.

USA

Einreise nur gegen Fingerabdruck

Im Zuge der Terrorvorbeugung verschärfen die USA ihre Grenzkontrollen massiv. In das Land der Großen Freiheit gelangen ausländische Besucher ab nächstem Jahr nur, wenn sie einen Fingerabdruck abgeben oder in ihrem Pass vorweisen können.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,249412,00.html
So neu ist das übrigens gar nicht, was die Amis vorhaben!

Anwendung neuer ED-Methoden

Mit Biometrie gegen den internationalen Terrorismus


Seit die Bundesregierung am 12.10.2001 ihren "Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus"(1) vorgelegt hat, ist vorgesehen, daß bald in Pässen und Personalausweisen sowie Einreise-Visa für die BRD "neben dem Lichtbild und der Unterschrift weitere biometrische Informationen des Passinhabers enthalten" sein dürfen; alle diese Daten "dürfen auch in mit Sicherheitsverfahren verschlüsselter Form [...] eingebracht werden". Auch in Duldungen und anderen Dokumenten für AsylbewerberInnen sollen nicht näher bezeichnete biometrische Daten aufgenommen werden. Zu all dem hieß es im Oktober noch: "Die Einzelheiten über die Aufnahme biometrischer Informationen und die Einbringung von Informationen in verschlüsselter Form [...] bestimmt das Bundesministerium des Innern im Benehmen mit dem Auswärtigen Amt durch Rechtsverordnung, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf".

Nachdem es erst so aussah, als wenn die nationale Verpflichtung zur uneingeschränkten Solidarität mit den USA jede Kritik an allem, was unter dem Label Anti-Terror gehandelt wird, im Keim ersticken würde, gab es dann doch noch eine Diskussion: Welche biometrischen Daten in die Ausweise sollen. Die Grünen nämlich wollten keinen Fingerabdruck. Begründung: Die gesamte Bevölkerung würde einem kriminalistischen Generalverdacht ausgesetzt. Die Grünen würden lieber ein anderes biometrisches Datum verwenden, die sog. Handgeometrie (s.u.). Doch dazu später.


Was ist Biometrie?

Unter Biometrie versteht man die Verwendung einzigartiger körperlicher Charakteristika zur Identifikation einer Person.

Wurden bis in die 80er Jahre biometrische Verfahren im Wesentlichen zur Spurensicherung in der Kriminalistik Anwendung angewandt (z.B. Fingerabdrücke, DNA-Analyse), werden sie seit ca. zwei Jahrzehnten zunehmend zur Personenidentifikation auch im Zusammenhang mit Zugangskontrollen eingesetzt. Je nach Anwendungsgebiet kommen hierfür verschieden Verfahren in Frage, angefangen bei den klassischen Fingerabdrücken über Handgeometrie und Irisabgleich bis hin zur Spracherkennung. Sie werden seit Jahren eingesetzt, um nur autorisierten Personen den Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen oder Daten zu gewähren.

Darüber hinaus wird im Bereich des Objektschutzes und der kameragestützten Überwachung "öffentlicher" Räume an dynamischen Erkennungsmethoden (z.B. Gangerkennung, Physiognomie) gearbeitet. Hierbei geht es, neben der Identifikation von Personen, die in den Hintergrund rückt, weil es z.Zt. an Datenmaterial zum Abgleich mangelt, um das automatisierte Erkennen von sog. abweichendem bzw. auffälligem Verhalten.(2)

In der Diskussion um den Einsatz biometrischer Merkmale auf Personalausweisen im Rahmen von Schilys Sicherheitspaket II handelt es sich um sogenannte statische Merkmale. In Frage kommen zur Zeit die Erfassung durch Iriserkennung, Gesichtserkennung, Handgeometrie und Fingerabdruck. Gegenwärtig scheint die Iriserkennung als einzige Methode technisch so weit entwickelt zu sein, daß sie im großen Maßstab eingesetzt werden könnte. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 hoch 78 scheinen Verwechslungen nahezu ausgeschlossen. Auch Brillen und Kontaktlinsen sollen das in Europa von SD-Industries vertriebene System nicht irritieren.Verfahren, die auf Vermessung der Handgeometrie basieren, sind in ihrer technischen Umsetzung bisher vergleichsweise unzuverlässig.

Ebenso wie bei der Iriserkennung ist bei der Handgeometrie, die in der aktuellen Diskussion von den Grünen favorisiert wird, eine Verwendung der Daten für kriminalistische Zwecke nahezu auszuschließen. Beide Verfahren erfordern zur Erfassung der Daten ein Mitwirken der entsprechenden Person. Der von Schily bevorzugte Fingerabdruck und die Gesichtserkennung hingegen böten den Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten paradiesische Voraussetzungen. Insbesondere bei zentraler Speicherung der Daten kämen plötzlich alle ins Fadenkreuz der ErmittlerInnen, die irgendwann an von der Spurensicherung untersuchten Orten Fingerabdrücke hinterlassen haben oder sich nur an einem videoüberwachten Ort aufgehalten haben.


Bisherige Praxis

Pässe und Ausweise von BRD-BürgerInnen enthalten seit 1987 eine maschinenlesbare Zone; sie enthält die Dokumentart (IDD), Vor- und Nachnamen, eine Seriennummer incl. Paßnummer, ein "D" für "DeutscheR", Geburtsdatum und Ablaufdatum des Dokuments. Biometrische Daten werden bisher in Form von Paßbild, Unterschrift, Körpergröße und Augenfarbe vermerkt, letztere sind nicht sehr spezifisch. Anders bei AsylbewerberInnen: Sie müssen bei der Antragstellung einen Fingerabdruck abgeben, der zentral in AFIS (Automatisches Fingerabdruck-Identifikations-System) gespeichert wird, nicht aber in ihren Ausweisdokumenten auftaucht.

Zur Anwendung kommen biometrische Daten in Form von Fingerabdrücken auf Personaldokumenten bisher in Brasilien, Malaysia, Indonesien und Brunei. Mit Unterstützung der Hamburger Firma Dermalog GmbH "können zusammen bereits mehr als 100 Millionen Menschen über ihren Fingerabdruck identifiziert werden". (3)


Ein Finger oder die ganze Hand?

Fingerabdrücke hinterläßt mensch im Alltag ständig (mittlerweile allerdings auch häufig Videoaufnahmen des Gesichts) - ganze Handabdrücke dagegen wohl eher selten. Was taugt also die Idee, durch die Verwendung von Handgeometrie den kriminalistischen Generalverdacht (gegen Nicht-AsylbewerberInnen) umgehen zu wollen? Diese Frage entscheidet sich noch an einem anderen Punkt, nämlich daran, ob die aufgenommen Daten zentral gespeichert werden.

Variante 1: Keine zentrale Speicherung. Der Fingerabdruck oder die Hand wird nur dann gescannt und mit dem Muster im Ausweis verglichen, wenn mensch sich unter Vorlage eben dieses Dokuments an einer bestimmten Stelle (Staatsgrenze, Meldeamt, Sozialamt, ...) legitimieren soll. In diesem Fall ist es also egal, ob mensch den Finger oder die Hand hinhält. Die alltäglichen Fingerabdrücke sind mit keiner dauerhaften zentralen Speicherung vergleichbar (es sei denn, mensch wurde schon früher ED-behandelt).

Variante 2 a: Die biometrischen Daten, die im Ausweis enthalten sind, werden zentral gespeichert. Dann ist es schon ein Unterschied, ob es die Hand oder der (kriminalistisch relevante) Finger ist. Denn dann gibt es für jede Person einen Datensatz, mit dem Fingerabdruckfunde (von wo und zu welchem Zweck auch immer) verglichen werden können.

Variante 2 b: Fingerabdrücke werden in Kombination mit der Ausweisnummer zentral gespeichert, nicht aber in den Ausweisen. Die Folgen wären die gleichen wie bei Variante 2a, aber die Speicherung im Ausweis erübrigt sich, denn der Abgleich der Person, die sich mit ihrem Dokument und ihrem Fingerabdruck vorstellt, kann über die Personalausweisnummer in der Zentraldatei erfolgen. Auf diese Variante deutet eine (am 14.11.) aktuelle Mitteilung des BMI hin: "Ab kommender Woche erhalten Pässe und Personalausweise neue Sicherheitsmerkmale. [...] Die Merkmale sind ein dreidimensionaler Bundesadler, das Lichtbild in standardisierter Form und maschinenlesbare Zeilen" (über deren Inhalt dort nichts mittgeteilt wird). Diese Maßnahme soll der erhöhten Fälschungssicherheit dienen, aber Schily fügt hinzu: "Die Einbringung biometrischer Merkmale und die Einführung von Kopierschutzelementen ergänzen sich. Wir werden alle technischen und sicherheitsrelevanten Möglichkeiten sehr genau daraufhin prüfen, welche biometrischen Merkmale der einwandfreien Identifizierung von Personen dienlich sind". (4)

Das Argument der Grünen (Handgeometrie sei kriminalistisch weniger relevant) trägt also nur dann, wenn die biometrischen Daten zentral gespeichert werden. Dürfen wir daraus schließen, daß das so vorgesehen ist, oder haben die Grünen sich das bloß nicht richtig überlegt? (Oder ging es nicht so sehr um das Argument, sondern mehr um Parteienprofilierung?) Die ganze Diskussion und die Gespräche innerhalb der Rot-Grünen Koalition haben bisher eigentlich nur den "Kompromiß" ergeben, daß nicht der Bundesinnenminister, sondern der Bundestag die Einzelheiten festlegen soll.


Perso mit Chip?

Personalausweis mit Chip? - "Das ist zugegebenermaßen teuer, aber die einzige Garantie dafür, dass die Daten nicht gesammelt werden." (5)

Noch ist nicht so richtig klar, wie das alles im Detail aussehen soll. Fraglich ist z.B., was genau mit einer "Zone für das automatische Lesen" gemeint ist. Wenn neue Personalausweise eingeführt werden, wäre es kein Problem, diese mit einem Chip zu versehen, der deutlich mehr Daten speichern kann als ein Stück eingeschweißtes Papier. Die Formulierung "in mit Sicherheitsverfahren verschlüsselter Form" im Gesetzentwurf legt das nahe. Für den Fall, daß Handgeometrie ohne zentrale Speicherung das Mittel der Wahl werden sollte, scheint ein Chip sogar zwingend notwendig. Klar ist aber, daß zur Zeit mit den immer gleichen Phrasen breite Akzeptanz für juristische und gesellschaftliche Veränderungen geschaffen wird. Es verändern sich die Maßstäbe dafür, welche Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit die Mehrheit der Leute zu ertragen bereit ist. Und das wiederum wird sich in den Restriktionen niederschlagen, die marginalisierten Gruppen auferlegt werden. Die rassistische Hierarchie im Kopf sagt: "Wenn schon wir unbescholtene Bürger mehr kontrolliert werden, dann doch bitte erst recht die wirklich verdächtigen Ausländer". Zum Vergleich: Noch vor einigen Jahren hat die Bundesregierung das Projekt "Asylcard" vorläufig gestoppt, weil eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis gekommen war, daß die Einführung dieser Karte für AsylbewerberInnen das Image solcher Kartensysteme in der Gesamtbevölkerung beschädigen würde. (Die Kontrollfunktion der damals konzipierten Asylcard war gewollt offensichtlich, u.a. dadurch, daß zur Identifizierung ein Fingerabdruck enthalten sein sollte.) Wenn es da aber bald nichts mehr zu beschädigen gibt, weil die Kontrolle selbst der eigenen Privatsphäre akzeptiert oder gewollt ist, gibt dieses taktische Argument leider nichts mehr her.

Eine biometrische Neuerung für AsylbewerberInnen ist jedenfalls im "Anti-Terror-Gesetz"-Entwurf (Artikel 10: Änderung des Asylverfahrensgesetzes) schon enthalten: "Zur Bestimmung des Herkunftsstaates oder der Herkunftsregion des Ausländers kann das gesprochene Wort des Ausländers auf Ton- oder Datenträger aufgezeichnet werden. Diese Erhebung muß für den Ausländer erkennbar sein".
@makaflo

kosmo@>Um Gewalt zu vermeiden, ist es wichtig, als erster aktiv auf Gewalt zu verzichten. Die, die nicht zu berzeugen sind, zu vernichten, ist ein Mittel, der Natur. Wenn wir mehr sein Wollen, als Tiere, dann dürfen wir nicht auf der Ebene des Tieres reagieren.

makaflo>Junge, Junge, wenn da gewisse Leute in gewissen U-Bahnen in gewissen Städten spitz kriegen, was du für einer bist, kommst du jeden Abend in der Unterhose nach Hause - wenn du Glück hast.

Also erstens steht meine Einstellung nicht auf der Stirn geschrieben, und zweitens wird sich jeder vernünftige Fahrgast in Bus, U- oder S-Bahn ganz ruhig und unauffällig verhalten, wenn irgendwelche provozierenden Typen im Fahrzeug sind.
Abgesehen davon ist es mir erst einmal passiert, das ich eine, für mich, unangenehme Situation in einer S-Bahn erlebt habe. Das war an einem Nachmittag, in Deutschland in Hessen.

Ich bin spät Abends in London, in Berlin, in Hamburg, in München und in Frankfurt U-Bahn gefahren, ohne das etwas passiert ist.

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Was Demonstrationen betrifft, so würde ich sie grundsätzlich in Städten verbieten, und in die freie Natur an bestimmte Orte auslagern, wo dann auch Demonstration mit Gegendemonstration aufeinander treffen dürfen.

Man könnte auch eine Stadt nehmen, ich hätte da eine im Auge.
#43 Klar, kosmo,

... wird sich jeder vernünftige Fahrgast in Bus, U- oder S-Bahn ganz ruhig und unauffällig verhalten, wenn irgendwelche provozierenden Typen im Fahrzeug sind.

Demzufolge wird man auch keinem helfen, der angepöbelt wird. Denn damit verzichtet man auch auf Gewalt. Es wird nur der Angegriffene aufgemischt und verprügelt, und du hattest ja auch schon gesagt, niemand ist gezwungen, dort zu stehen, wo er steht. Insofern hat der Angegriffene einfach nur Pech gehabt und war zur falschen Zeit einfach an der falschen Stelle. Wir wenden uns deeskalierend ab... und beten, dass wir nicht das nächste Mal ein Opfer werden.

Ich hoffe, dass du es nicht so meinst, wie du es sagst, kosmo. Aber ich weise nur darauf hin, dass viel Schlechtes immer auf Wegschauen der Masse begründet wurde.

1914: Ist ja nur ein Pole...
1933: Ist ja nur ein Jude...
1990: Ist ja nur ein Türke...
2000: Ist ja nur ein Deutschrusse...
Und immer gilt: Was für ein Glück, dass es mich nicht trifft...

Fortsetzung folgt...

Für mich gibt es einen deutlichen Unterschied, nicht zu provozieren - da sind wir sicherlich d`accord - , aber eben auch einzuschreiten, wenn jemand in Gefahr ist. Und hier bin ich nicht sicher, wie du dazu stehst.
@ kosmo,
aus allem was du schreibst, geht hervor, dass du sehr
idealistisch denkst und offenbar noch ziemlich jung bist.

"Was Demonstrationen betrifft, so würde ich sie grundsätzlich in Städten verbieten, und in die freie Natur an bestimmte Orte auslagern, wo dann auch Demonstration mit Gegendemonstration aufeinander treffen dürfen."

Für deine Weltfremdheit lieferst du hier ein anschauliches
Beispiel.
Glaubst du vielleicht ernsthaft, die Berliner Chaoten würden
auf ihre alljährliche Randale verzichten, wenn über die
Medien oder per Plakate ihre Mai-"Demonstrationen" ver-
boten bzw. in die Lüneburger Heide verlegt würden?!
@mausschubser:

"Ich hoffe, dass du es nicht so meinst, wie du es sagst, kosmo. Aber ich weise nur darauf hin, dass viel Schlechtes immer auf Wegschauen der Masse begründet wurde.

1914: Ist ja nur ein Pole...
1933: Ist ja nur ein Jude...
1990: Ist ja nur ein Türke...
2000: Ist ja nur ein Deutschrusse...
Und immer gilt: Was für ein Glück, dass es mich nicht trifft...

Fortsetzung folgt..."

Bisher haben wir nur davon gesprochen, wie es ist, wenn man selbst betroffen ist. Und da stehe ich bei Ghandi.

Wie wäre es, wenn ich in einer U-Bahn oder einem Bus, oder sonstwo in der Öffentlichkeit wäre, und, sagen wir mal Skins, wrden einen Ausländer anmachen, verprgeln, zusammenschlagen, umbringen. Ich weiß es nicht. Ich denke, ich bin eher ein Erich Kästner, der die Faust in der Tasche geballt hat, als eine der aktiv eingreift.

Aber ich warne, jetzt große Töne zu spucken, wie feige die anderen doch sind. Ich hoffe, das ich nie in die Situation komme, wo ich mich entscheiden muß, jemandem zu helfen, oder "wegzuschauen".

Bei dem Vorfall, der mich betroffen hat, hätte ich den 3 Typen sagen können, sie sollen aufhören, ich hätte den Wagen wechseln können. Ich bin sitzen geblieben. Es ging dabei um mich, und nicht jemand anderen.

Wenn alle menschen defensiv wären, gäbe es keine Gewalt.

-----

@makaflo:

"aus allem was du schreibst, geht hervor, dass du sehr
idealistisch denkst und offenbar noch ziemlich jung bist."

Ich bin längst nicht so jung, wie Du denkst.
Klar, makaflo, ;)

wir sagen einfach: "He, wir wollen keine Gewalt, spielt doch ein wenig auf dem Feld von Bauer Schrumpelmoser! Der erlaubt das, und da könnt ihr euch einfach ein wenig mit den Jungs und Mädels von der Gegendemo treffen."

Und schon gibt`s keine Randale mehr. Die Welt ist ja so einfach. :D

Noch ein paar Bierzelte und Grillstände an den Rand für Zuschauer, und dann haben wir moderne Gladiatorenspiele... :)
#1 Na Und? Bleib doch zuhause! Wer zwingt Dich dazu, dahin zu fliegen?
... aber offenbar nicht alt genug, konkrete Fragen zu be-
antworten, z. B. die aus # 45.
@Makaflo:

"Glaubst du vielleicht ernsthaft, die Berliner Chaoten würden auf ihre alljährliche Randale verzichten, wenn über die Medien oder per Plakate ihre Mai-"Demonstrationen" ver-
boten bzw. in die Lüneburger Heide verlegt würden?!"

Die Frage beantwortet sich doch von selbst. Nein, sie würden nicht verzichten.

Auf die Gefahr, mir gegenber anderen Postings zu widersprechen:

Man könnte die Leute alle betäuben, und in eine Arena schaffen. Man könnte alle in der Sahara aussetzen. Führen wir das "lebendig enmauern wieder ein".

Ich bin total damit einverstanden, wenn wir auch offen sagen, das wir das mit allen Konsequenzen so wollen. Allerdings bin ich dann einer der ersten, der das Land verläßt, wenn es ihm zu weit geht (ohne Gegenworte, ohne Widerstand, ganz feige).

Wenn wir allerdings wirklich eine friedfertige, friedliche, humane Gesellschaft wollen, dann mssen wir uns der Gewalt enthalten, und unseren Nachwuchs auch dazu bringen, der Gewalt zu enthalten.

Wenn ich die macht hätte, wrde ich vieleicht die komplette Menschheit vernichten. Wenn es diesen Knopf gäbe, der bewirken würde, daß das komplette Universum anders aufgebaut wäre, und ohne Leben, wie wir es kennen, ich würde ihn drücken.

Gottseidank habe ich solche mittel nicht. Gottseidank bin ich ein schwaches Individuum ohne Einfluß.
Kosmo #46

Niemand weiß wirklich, wie er in bestimmten Situationen wirklich reagieren wird. Da hast du Recht. Und auch ich kann es nur vermuten, vielleicht versage ich dann im entscheidenden Moment auch, aber ich würde mich in Grund und Boden schämen...

Aber es gibt insbesondere Gewalt, weil es immer jemanden geben wird, der Gewalt gegen andere anwendet. Die Illusion der vollständigen Gewaltfreiheit ist eben eine Illusion... Zugegeben, eine schöne, aber völlig unrealistisch.

Insofern finde ich es schade (wenn auch natürlich), dass es Leute gibt, die von vornherein sagen oder vermuten, dass sie eher die Faust in der Tasche ballen. Viele Leute haben auch in der Nazizeit (oder in anderen Diktaturen dieser Welt) kräftig die Faust in der Tasche geballt. Zu wenige haben aktiv etwas unternommen. Die, die die Faust geballt haben, sind somit klar mit Schuld am Dritten Reich - durch Wegschauen.

Wenn einer in einer U-Bahn sitzt, und es wird jemand vor seinen Augen zusammengeschlagen, und keiner greift ein, so ist das ein Trauerspiel. Denn jeder denkt in diesem Moment nur an sich selbst!

Gewaltfreiheit ist ja ganz schön. Aber es funktioniert nur, wenn die Gewaltfreien auch zusammenhalten! Das tun sie in deinen Gedankenspielen aber nicht. Und insofern sind solche Gewaltfreien diejenigen, die auch - entschuldigung - mit Schuld an der Gewalt gegen Dritte sind.
@ kosmo,
sorry, aber du bist ein Wirrkopf!

Mir fällt kein anderer Ausdruck für einen ein, der so etwas
verzapft:

Man könnte die Leute alle betäuben, und in eine Arena schaffen. Man könnte alle in der Sahara aussetzen. Führen wir das "lebendig enmauern wieder ein".
Es ist schon abenteuerlich, das es Menschen gibt, welche sich eine Einmischung in Ihre Angelegenheiten verbitten (oder auch in die Angelegenheiten Deutschlands) gleichzeitig aber einem anderen Land Regeln und Regelungen vorgeben wollen.

Alle die, welche ich eine Einmischung der USA in deutsche Angelegenheiten verbitten sollten sich somit auch nicht in Angelegenheiten anderer (hier USA) einmischen

aber scheinbar strickt man sich die Toleranzgrenze sowie die Höhe des eigenen Anstands je nach bedarf neu !


armes Deutschland !


gruß Revenue
@mausschubser:

"Gewaltfreiheit ist ja ganz schön. Aber es funktioniert nur, wenn die Gewaltfreien auch zusammenhalten! Das tun sie in deinen Gedankenspielen aber nicht."

Gewaltfrei kann man nur als einzelner sein. Eine Gruppe stellt schon wieder ein gewisses Maß an Gewalt dar.
Ausserdem kann Niemand anders als man selbst sein Gewaltpotential unter Kontrolle halten.

Eine Gewaltfreie Gesellschaft ist eine Zusammensetzung aus lauter unabhängigen, gewaltfreien Individuen.

Menschen sind keine Computer. Wenn sich 10 Menschen, die von sich sagen, das sie friedfertig seien, auf 3 bis 5 Menschen stürzen, die einen einzelnen verprügeln, un diese 3 - 5 Menschen (wie auch immer) ausser Gefecht zu setzen, so sind sie nicht besser, als die 3 - 5 Menschen, die auf den einen eingeprügelt haben.

Die schlimmsten Greueltaten sind dort ausgeführt worden, wo sich Leute als Gruppen aufgehalten haben.

Im 3.Reich, im Vietnamkrieg, in Ruanda, im Krieg von Japan gegen Korea, in irgendeiner größeren Polizeitruppe. Halt überall dort, wo der Einzelne durch die Gruppe gestüzt wird.
"Einer für alle, alle für einen", "eine Hand wäscht die andere", und so weiter.
Revenue, bisher habe ich seitens der Bundesregierung keine Einmischung wahrgenommen, noch nicht einmal Kommentare zu diesem Thema aus dem Kabinett oder seinem Umfeld.

Du? Oder warum Dein Posting 54?
@ kosmo,
noch mal eine Frage:

"Menschen sind keine Computer. Wenn sich 10 Menschen, die von sich sagen, das sie friedfertig seien, auf 3 bis 5 Menschen stürzen, die einen einzelnen verprügeln, un diese 3 - 5 Menschen (wie auch immer) ausser Gefecht zu setzen, so sind sie nicht besser, als die 3 - 5 Menschen, die auf den einen eingeprügelt haben."

Was schlägst du denn in diesem Fall vor, bzw. was würdest du
denn als einer von den zehn Menschen machen, die sehen, wie andere
da einen einzelnen verprügeln??
@makaflo:

Ich habe keine auf alle Situationen passende Antwort. Vieleicht zu zehnt den einen vor den 3 bis 5 anderen abschirmen. Der Rest würde dann unter Selbstverteidigung fallen, falss die weiter machen.
#56

Es geht nicht um die Bundesregierung ...

Es geht einfach um Menschen, welche deutsche Staatsbürger sind . Mit welchem Recht versuchen hier einige die USA und ihre Maßnahmen die sie treffen zu verteufeln .....

Wenn ein Gesetz in Deutschland entstehen soll wären diese dann wohl die ersten welche sich ein Einmischen z.B von Franzosen, Russen, Amerikanern etc. verbitten würden.


Mir macht es den Anschein, das es derzeit nichts neues antiamerikanisches gibt ... und da versucht man eben so ...

gruß Revenue

PS: Wenn man selber nicht will, das man reglementiert wird, dann sollte man es unterlassen andere zu reglementieren.
# 58

Jetzt auf einmal doch "Selbstverteidigung"??

Steht das nicht in Widerspruch zu deinen früheren Aussagen:

"Ein Polizist ist nur dann etwas wert, wenn er sich durch jemanden, den er nicht überzeugen konnte, hat umbringen lassen, anstatt den zu Überzeugenden umzubringen.

Nicht der hat Recht, der Gewalt ausgebt hat. Derjenige hat Recht, der Gewalt erdulden mußte."

Danach hat doch der Recht, der gerade verprügelt wird, oder nicht?
Letztendlich müsste sich der Geprügelte umbringen lassen,
um "etwas wert" zu sein:
#59 Darf man hier jetzt nur noch seine Meinung zu Themen in seiner Kommune schreiben?
@makaflo:

"Jetzt auf einmal doch "Selbstverteidigung"??

Steht das nicht in Widerspruch zu deinen früheren Aussagen:

"Ein Polizist ist nur dann etwas wert, wenn er sich durch jemanden, den er nicht überzeugen konnte, hat umbringen lassen, anstatt den zu Überzeugenden umzubringen.

Nicht der hat Recht, der Gewalt ausgebt hat. Derjenige hat Recht, der Gewalt erdulden mußte."

1. Ist der Polizist mehr als ein Bürger. Er hat besondere Aufgaben. Dafr sollte er ja auch besser bezahlt werden. Aber er darf sich dafür weniger herausnehmen. Er soll die Gesellschaft schützen, und insbesondere jeden einzelnen Bürger.

2. Hat niemand gesagt, daß das Leben einfach und widerspruchsfrei ist.

"Danach hat doch der Recht, der gerade verprügelt wird, oder nicht?"

Derjenige, der verprügelt wird, hat das Recht, sich zu wehren. Er hat nicht das Recht, diejenigen, die ihn verprügeln es ihnen mit gleicher Münze oder schlimmer heimzuzahlen, insbesondere sie zu töten.

Ergänzung: Niemand hat das Recht, einen Menschen zu richten, der einen anderen Menschen getötet hat. Dieses Recht hat nur einer. Gott!
"Ergänzung: Niemand hat das Recht, einen Menschen zu richten, der einen anderen Menschen getötet hat. Dieses Recht hat nur einer. Gott!"

Dann wird es aber höchste Zeit, dass du alle Richter in
den vorzeitigen Ruhestand schickst.

Das werden dann aber goldige Zeiten für Kinderschänder
und Schwiegermuttermörder!
@Revenue:

"Es geht einfach um Menschen, welche deutsche Staatsbürger sind . Mit welchem Recht versuchen hier einige die USA und ihre Maßnahmen die sie treffen zu verteufeln .....

Wenn ein Gesetz in Deutschland entstehen soll wären diese dann wohl die ersten welche sich ein Einmischen z.B von Franzosen, Russen, Amerikanern etc. verbitten würden."

Wenn alle Länder, sagen wir mal, Blasen wären, die von einander völlig unabhängig wären, dann würde es stimmen, das kein Land einem anderen Land (beziehungweise deren Bürger) hineinzupfuschen hätten. Nun liegen diese Länder aber alle in einer Sphere. Alles was irgendwo entschieden wird, hat Einfluß auf alle anderen Länder.

Und da insbesondere aus (fast) allen Ländern Menschen in (fast) alle anderen Länder gehen, hat das auch einen Einfluß auf diese Länder. Und zuletzt stellen die Gesetzgebungen der einzelnen Länder schlechte oder gute Vorbilder für die Gesetzgebung der anderen Länder. Wenn man also etwas nicht möchte, das die eigene Regierung von Regierungen anderer Länder bernimmt, muß man am besten schon im Keim ersticken.
@makaflo:

Warum legst Du immer alles auf die Goldwaage?

Natrlich hat ein Richter das Recht, einen berführten Mörder für Lebenslänglich (warum ist das nicht Lebenslänglich?) hinter Gitter zu schicken, und für Totschlag einen angemessenen Zeitraum.

Niemand hat das Recht, einen Mörder zu töten! ist Dir diese Formulierung lieber?

Niemand hat das Recht, einen Mörder moralisch zu verdammen! Auch ein Richter nicht.

Besser?
Das Pentagon plant die Matrix

21. Mai 12:22




Das Pentagon möchte mehr darüber erfahren, wie Menschen ihre Umwelt erleben und was sie darin tun. Ein System namens LifeLog soll dazu die Daten eines menschlichen Lebens erfassen – alle.


Die Matrix ist womöglich bald keine Fiktion mehr. Das Pentagon arbeitet daran, sie zur Realität werden zu lassen. Ein System namens LifeLog soll künftig alles, was sein Träger sieht, hört, denkt, redet, schreibt und erlebt aufzeichnen und in eine gigantische Datenbank einspeisen. Ein vollständiges Profil des betroffenen Menschen soll so entstehen, ein absolutes Gedächtnis ohne die Chance, etwas zu vergessen.
Ausgedacht hat sich LifeLog die Darpa (Defence Advanced Research Projects Agency), die Entwicklungsabteilung des Pentagon. Unter der Nummer BAA 03-30 läuft bereits die Ausschreibung.


In den Worten der Darpa wird das Projekt so beschrieben: «... die Entwicklung eines Ontologie-basierten (Sub)Systems, welches den Strom von Erfahrungen einer Person in und die Interaktionen der Person mit der Welt einfängt, speichert und zugänglich macht, um ein breites Spektrum von Teilhabern/Mitarbeitern und anderen System-Fähigkeiten zu unterstützen. Ziel des `LifeLog`-Konzeptes ist es, die `Fäden` im Leben eines Individuums im Zusammenhang mit Ereignissen, Zuständen und Beziehungen aufzuspüren.»...
Rest: http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=926&item=2402…
Quelle nz

Und wie soll das funktionieren, bekommt der Probant eine Festplatte in den A... :D:laugh:


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