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Inflation-Notgeld-visualisiert - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 17.07.03 12:39:35 von
neuester Beitrag 17.07.03 21:12:10 von


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17.07.03 12:39:35
Beitrag Nr. 1 ()
einfach bei www.google.com suchen
mit Stichwort "Notgeld"

Spare in der Zeit dann hast Du in der Not

Quelle:
http://www.sammler.com/mz/gs.htm


Thema: Notgeld

Vorab es gab Zeiten wo Papiergeld stark an Wert verloren hat.
Doch auch heute lässt Argentinien mit seinen Spareinlagen einen Einblick in die Gegenwart des Papiergeldes zu.

Notgeld und die Versprechen von Stadt, Land, und Notenbanken
Es gibt sogar Notgeldscheine wo der Wert des Notgeldes in Gold verbrieft ist.
„promises were made and later broken“
(Versprechen wurden gemacht und später gebrochen)


Die Stadt Köln hafte für die Einlösung ( 1. Aug 1923)
Ein Versprechen von Politikern, Beamten und Finanzbeamten.


2 Millionen Mark zahlt die Landesbank der Provinz Westfalen in Münster/Westfalen
dem Einlieferer dieses Scheines


10 Millionen Mark zahlt die Stadtkasse Nürnberg für diesen Schein


Preise am 30.Nov 1923 ein Liter Wasser 250 Million
Ein Pfd. Salz 100 Milliard
Ein Pfd. Zucker 650 Milliard
Sowas kann es doch nicht geben die Notenbanken konnten doch auch damals
Schon eine bestimmte Geldpolitik betreiben ( Geldnoten drucken )
[IMG]http://homepages.paradise.net.nz/richard7/notgeld-images/voh…


Papier u. Notengeld
http://www.sammler.com/mz/gs.htm#Kurzgeschichte

Bewertung von Papiergeld:
http://www.sammler.com/mz/inflation.htm


bei den Silber-Zertifikaten finde ich leider keine bunten Zertifikats-Scheine
values of small silver an Gold Certificates 1928-1953
http://www.sammler.com/coins/certificates.htm
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17.07.03 12:42:06
Beitrag Nr. 2 ()
Ich hab jede Menge von dem Zeug hier rumliegen, heute sind sie teilweise wertvoller als damals.:laugh:
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17.07.03 12:44:03
Beitrag Nr. 3 ()
ist zwar schön azusehen,es gibt auch feine serien von div städten,gemeiden.
aber leider iss das zeug nicht allzuviel wert:rolleyes:
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17.07.03 13:05:40
Beitrag Nr. 4 ()
wer die Deutsche Telekom damlas zu 100 Euro kaufte
und der Strategie von Ron Sommer glaubte

der hätte damals 100.000 Euro anlegen können
und hätte immerhin noch ca. 12.000 Euro.


Wir haben schon inflationäre Trends am Aktienmarkt
allerdings in einem milderen Klima.
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17.07.03 13:38:11
Beitrag Nr. 5 ()
die schönen Goldmünzen auf dem Papier-Notgeld
versuchen beim Kunden zu bewirken dass die
Notenbank für das Papiergeld Gold bereithält.
Es sind aber nur 5 Billionen MK Papiergeld
und das Gold hätten die dafür niemals rausgerückt.
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17.07.03 16:26:12
Beitrag Nr. 6 ()
Der abgebildete Schein ist offensichtlich erst erschienen, als die Inflation schon gestoppt war: Es sind div. Preise vom 30.11.1923 angegeben, aber schon ab 15.11.1923 wurde mit der Ausgabe der Rentenmark begonnen.
5 Billionen Reichsmark entsprachen immerhin noch 5 Rentenmark. Viel Gold hätte man sich dafür zwar nicht kaufen können, aber ganz unbedeutend war der Wert nicht.

Und was die abgebildeten Goldmünzen bezwecken sollen ist wohl eher das Gegenteil von dem, was Du mit Deinem (etwas merkwürdigen) Satz vermutlich sagen willst: Sie sollen auf den Gegensatz zwischen der soliden Währung der USA und dem heruntergekommenen Geldwesen in Deutschland hinweisen.
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17.07.03 21:12:10
Beitrag Nr. 7 ()
A propos Notgeld....es gibt auch werthaltige Vertreter dieser Gattung.



Ich finde die 15 Rupien-Tabora Goldmünze überaus schön. Der Legende nach soll der Graveur der Prägestempel ein singalesischer Goldschmied gewesen sein, der unter Alkoholeinfluß am besten arbeitete...bei dieser Münze muß er stockbesoffen gewesen sein...
Tabora liegt uebrigens ca. 200 km suedlich der heutigen Viktoria-See-Goldregion, wo Ashanti, Anglo, Barrick und Placer vertreten sind. Der Ort wurde deshalb seinerzeit zum provisorischen Verwaltungssitz, weil die 700 km östlich am Meer gelegene Hauptstadt Dar-Ess-Sallam kurz nach Ausbruch des 1. WK von britischen Kanonenbooten unter Feuer genommen wurde und die Verwaltung evakuiert wurde.
Es gibt übrigens zwei gleichermaßen seltene Varianten der Münze (große bzw. kleine Arabeske auf der Rückseite). Gehandelt werden die Stücke bei ebay für 1800 EUR.

Lexikon : Tabora-Notmünzen


Deutsch-Ostafrika wurde von den Briten während des ersten Weltkrieges vom
Mutterland abgeschnitten. Einer drohenden Knappheit an Münzgeld entging die
Kolonialverwaltung, indem sie die Prägung von Münzen in einer provisorisch
eingerichteten Prägestätte im Ausbesserungswerk des Eisenbahnknotenpunktes
Tabora (heutiges Tanzania) anordnete. Das Ausgangsmaterial für die
Münzprägungen setzte sich aus Patronenhülsen, Kartuschen, Schiffsblechen und
Altmetall zusammen, aus denen Messing und Kupfer für die Prägung von 5-, 10-
und 20-Heller-Stücken gewonnen wurde. Diese Münzen zeigen auf der Vorderseite
die Reichskrone, das Datum und das Kürzel DOA für Deutsch-Ostafrika. Auf der
Rückseite die Wertangabe unter Zweigen. Alle verausgabten Münzen zeigen den
Prägebuchstaben T für Tabora auf der Vorderseite. Für höhere Werte druckte man
Papiergeld, und aus dem Gold der Kironda-Mine Senkenke prägte man eine der
wenigen Notmünzen weltweit aus Gold mit der Nominale 15 Rupien. Diese Münzen
sollten zwar dem 20-Mark-Stück des Deutschen Reiches entsprechen, aufgrund
ihres Feingehaltes (750/ 1000) hatten sie aber lediglich einen Wert von 15 Mark. Von
dieser Münze wurden etwa 16.000 Exemplare geprägt. Sie zeigen auf der
Vorderseite den Reichsadler mit Krone und die Wertangabe. Auf der Rückseite
einen angreifenden Elephanten vor der Kulisse des Kilimandscharo, die
Jahreszahl 1916, sowie das Münzzeichen T für Tabora. Gerade um diese Münze
rankt sich eine Legende, die vielleicht sogar der Wahrheit entsprechen mag. Die
hohe Nominale von 15 Rupien hätte durchaus auch als Papiergeld verausgabt
werden können, und die fehlende Entsprechung zum 20-Mark-Stück scheint nicht
zufällig in Kauf genommen worden zu sein : Die Kolonialverwaltung ahnte, daß das
vom Mutterland isolierte Deutsch-Ostafrika von den Briten besetzt werden würde.
In einem solchen Falle hätten die Briten sämtliche Wertgegenstände, insbesondere
aber auch das Gold der Kironda Goldmine Senkenke, beschlagnahmt. Man wußte
jedoch aus der Vergangenheit, daß die Briten in ähnlichen Fällen niemals das im
Umlauf befindliche Münzgeld angetastet haben. Also verprägte man die gesamten
Gold-Vorräte in den 15-Rupien-Münzen, und tatsächlich wurden diese sich im
Umlauf befindlichen Goldmünzen von den Briten bis zum Kriegsende nicht
beachtet.


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