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DAX weiter in intaktem Aufwärtstrend-Szenario - 500 Beiträge pro Seite



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Zum Zeitpunkt des SEB-AnlageFlash vom 28.August testete der DAX im Zuge einer technischen (Abwärts-)Gegenbewegung die Unterstützung bei 3.443 Punkten. Da die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals kurz vor dem Schnitt dieser Unterstützung stand, kam dieser Zone schon der Charakter einer Kreuz-Unterstützung zu. Das technische Umfeld hatte sich leicht abgeschwächt. Die Trendindikatoren bescheinigten dem DAX den moderaten Abbau des positiven Überhangs. Die Overbought/Oversold Indikatoren wiesen auf eine intakte Abwärts-Bewegungsdynamik hin. Somit erwarteten wir zunächst weitere Tests der Kreuz-Unterstützung. Da sich die mittelfristigen positiven Impulse vom technischen Umfeld abgeschwächt hatten und aus kurzfristiger Sicht die negativen Impulse überwogen, kam es vor allem auf die Stärke der Kreuz-Unterstützung an. Ein erfolgreicher Test würde dem DAX zusätzliche positive Impulse liefern und die Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung in Richtung des (leichten) Widerstands bei 3.616 Punkten nach sich ziehen. Kritisch musste ein Durchbruch unter die 3.443 Punkte Marke eingestuft werden. In diesem Fall hätte sich das Aufwärtstrend-Szenario zumindest vorläufig aufgelöst. In der Folge konnte der DAX die Kreuz-Unterstützung verteidigen und eine erneute Aufwärtsbewegung einleiten. Am 3. September startete der Index mit dem Test der 3.616 Punkte Marke. Der Index brach über diesen Widerstand aus, das inzwischen wieder aufgebaute Überkauft-Szenario setzte sich jedoch zunächst durch. In einer erneuten (Abwärts-)Gegenbewegung lief der DAX am vergangenen Freitag zu dieser Marke zurück.


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Das technische Umfeld hat sich wieder verbessern können, lässt jedoch den dynamischen Ausbau der positiven Impulse vermissen.

Die Trendindikatoren MACD und Momentum bescheinigen dem DAX den Wiederausbau des Überhangs von Aufwärtspotenzial und –dynamik. Der weitere Ausbau scheint jedoch abermals ins Stocken zu geraten.

Der MACD tendiert im positiven Bereich moderat aufwärts. Der Indikator verläuft oberhalb seines Triggers. Die (positive) Differenz wird jedoch nicht mehr weiter ausgebaut.

Das Momentum ist im positiven Bereich zur Seite abgedreht. Eine Aufwärtsdynamik von +301 (+50) Punkten / 20 Tage wird angezeigt. Der Indikator verläuft oberhalb seines Triggers, die (positive) Differenz wird eher wieder abgebaut.

Die Overbought/Oversold Indikatoren RSI und Stochastiks weisen auf die Herausnahme der Aufwärts-Bewegungsdynamik hin. Darüber hinaus liegt ein starkes Überkauft-Szenario vor. Beide Indikatoren sind in den Überkauft-Bereichen nach unten abgedreht, zeigen jedoch noch kein Ausbruchs-Szenario. In den vorangegangenen technischen (Abwärts-)Gegenbewegungen konnten sich die negativen Impulse von den Overbought/Oversold Indikatoren jedoch nur begrenzt durchsetzen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit für eine erneute (Abwärts-)Gegenbewegung zwar gegeben, jedoch könnte der DAX auch weiterhin von seiner inhärenten Stärke profitieren.

Die Volatilität ist erneut leicht zurückgegangen und liegt bei 68,19 (67,86) Punkten, was einer statistisch maximalen Tagesrange von 1,89 (1,95) Prozent entspricht.


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Auf Sicht der kommenden 5 Handelstage erwarten wir auf Grund des insgesamt robusten technischen Umfeldes keine Änderung des intakten Aufwärtstrend-Szenarios. Die Begrenzungen des Aufwärtstrendkanals liegen derzeit bei 3.517 und 3.938 Punkten. Somit befindet sich die untere Begrenzung bereits deutlich oberhalb der 3.443 Punkte Marke und dürfte im Falle von (Abwärts-)Gegenbewegungen die nächste Unterstützung darstellen.

Zunächst wird beim DAX der Test der Unterstützung (?) bei 3.616 Punkten ins Augenmerk rücken. Da es sich hier um einen \"leichten\" Haltepunkt handelt, muss mit einem Rücklauf zur unteren Begrenzung des Aufwärtstrendkanals gerechnet werden. Dies insbesondere dann, wenn sich ein Ausbruchs-Szenario bei den Overbought/Oversold Indikatoren bestätigt. Da in den vergangenen Gegenbewegungen diese bereits an den 50%-Marken wieder nach oben abgedreht sind, ist mit einem Durchbruch unter den Aufwärtstrendkanal kurzfristig nicht zu rechnen. Somit wird eine (Abwärts-)Gegenbewegung das Aufwärtstrend-Szenario nur kurzfristig unterbrechen.

Auf der anderen Seite ist das Ausbruchs-Szenario bei den Overbought/Oversold Indikatoren noch nicht bestätigt. Somit könnten die positiven Impulse bei den Trendindikatoren zunächst weiter die Oberhand behalten und der DAX seine Aufwärtsbewegung direkt wieder aufnehmen. Das mittelfristige Kursziel bei 3.947 Punkten halten wir weiter aufrecht.

Autor: Holger Galuschke, SEB AG, Portfolio M (© wallstreet:online AG),10:01 08.09.2003



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