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mehr braucht mann da nicht zu sagen


Small Caps
Aktie von Gebhard & Co eine Wette auf erfolgreiche Restrukturierung

08. Dezember 2003 Mit einem Kursgewinn von mehr als 60 Prozent innerhalb von gerade einmal vier Monaten auf zuletzt 1,63 Euro machte die Aktie der Wertpapierhandelsbank Gebhard & Co auf sich aufmerksam. Auf der einen Seite dürfte sich in dieser Kursentwicklung die positive Grundstimmung an den Börsen spiegeln, auf der anderen auch die Ertragsentwicklung. Denn nach zwei Jahren mit zum Teil massiven Verlusten zeichnet sich für das laufende Jahr wieder ein Gewinn ab. Das Management selbst redet sogar von der Dividendenfähigkeit.

Das Unternehmen hat sich kräftig restrukturiert. Unter anderem wurden die Kosten deutlich gesenkt und der Geschäftsbereich Skontorführung verkauft. Das Unternehmen möchte sich als „Investmentbank des Mittelstandes“ positionieren und auch in der Vermögensverwaltung expandieren. Bei seinen Dienstleistungen will es sich vor allem auf jene Bereiche konzentrieren, bei denen es sich für größere Banken nicht lohnt, ihren „Apparat anzuwerfen“.

Unternehmenskonzept mit drei Teilbereichen

Es konzentriert sich auf drei Bereiche. Erstens die „Financial Markets“ mit den Gliederungspunkten Designated Sponsoring, der Orderausführung und dem Eigenhandel. Im Designated Sponsoring betreut Gebhard & Co bisher zwölf Unternehmen, unter anderen Atoss, Phoenix, Beko Holding und Curanum und wird mit seinen Diensten positiv bewertet. Im zweiten Bereich, dem „Corporate Finance“, werden mittelständische Unternehmen bei Kapitalmarkttransaktionen begleitet. Das sind Vorgänge wie die Börsenzulassungen, der Segmentwechsel, Delisting, Aktienrückkäufe, Umplatzierungen, Kapitalerhöhungen, Übernahmeangebote, alternative Finanzierungsformen bis hin zu Unternehmenskäufen und -verkäufen. Der Bereich Asset Management umfaßt insbesondere die Konzeptionierung und das Management eigener Fonds, sowie die individuelle und persönliche Betreuung von Einzelvermögen.

Im ersten Halbjahr konnte das Unternehmen einen Jahresüberschuß von 104.000 oder 0,02 Euro je Aktie erzielen. Die Betriebsleistung von 801.000 Euro ist in erster Linie auf die die Geschäftsfelder Designated Sponsoring sowie Corporate Finance zurückzuführen. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem ersten Quartal des Jahres 2003 leicht verbessert. Die Bilanz weist liquide Mittel in Höhe von 4,954 Millionen Euro aus. Zuzüglich der Aktien im Handelsbestand in Höhe von 0,836 Millionen Euro per 30.06.2003 ergibt sich ein Cashsaldo von 5,790 Millionen Euro was bei 5,5 Millionen Aktien einem Cashwert je Aktie von rund 1,05 Euro entspricht.

Gute Kapitalausstattung

Eine Analyse von GBC-Research prognostiziert einen Gewinn für das Gesamtjahr von 4,5 Cents je Aktie. Auf dieser Basis wäre die Aktie noch recht teuer. Die weitere Entwicklung dürfte von der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, die Kundenbasis bezüglich der angebotenen Dienstleistungen zu erweitern. Ein gutes Potential könnte im Bereich Corporate Finance liegen. Denn die Finanzierung mittelständischer Unternehmen dürfte sich in Zukunft auf Grund neuer Richtlinien zur Fremdkapitalvergabe deutlich ändern. Eine stärkere Eigenkapitalfinanzierung müßte an sich das Geschäft deutlich beleben.

Das Risiko der Aktie ist auf Grund der guten Kapitalausstattung teilweise begrenzt. Sollte es dem Unternehmen gelingen, nicht nur die Geschäfte auszuweiten, sondern dabei auch eine vertretbare Eigenkapitalverzinsung zu erreichen, könnte das der Aktie weiteren Auftrieb verleihen. Auf Grund des engen Handels und der noch unsicheren Entwicklung dürfte sich allerdings höchstens eine Beimischung zu einem Portfolio empfehlen. Auf Grund der Marktenge dürften limitierte Orders ratsam sein.
Gebhard auf Performance-Jagd
02.12.03 11:14
Die Wertpapierhandelsbank Gebhard & Co hat für ihren Aktienfonds G&S Falken Fonds Cash & Value (WKN 814 012) die Vertriebszulassung bekommen. Er wurde am 1. August aufgelegt und hat bis Anfang Dezember bereits eine Wertentwicklung von 19 Prozent hingelegt. Die Bank bläst jetzt „offiziell zur Performance-Jagd in Deutschland und Österreich“. Jetzt soll das Fondsvolumen von 900.000 Euro „nachhaltig auf mehrere Millionen Euro wachsen“, sagt Christian Fischl, Anlageberater des Fonds und Vorstand der Gebhard & Schuster Vermögensverwaltung.


Der Fonds konzentriert sich auf kleinere und mittelgroße Unternehmen, vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie müssen viel Liquidität, ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial, eine günstige Bewertung und eine hohe Dividendenrendite haben. Derzeit sind Werte wie Beko, Cewe Color, Borussia Dortmund und Südzucker im Portfolio. Das Management kann auch in Rentenpapiere und internationale Aktien ausweichen.

Gebhard & Schuster kooperiert bei der Analyse der Unternehmen mit dem Research-Haus GBC German Business Concepts. Hauck & Aufhäuser Luxemburg ist Verwaltungsgesellschaft und Depotbank für den thesaurierenden Fonds. Der Ausgabeaufschlag beträgt 4,5 Prozent, die Verwaltungsgebühr 1,6 Prozent. Dazu kommt eine Performancegebühr von bis zu 15 Prozent der Wertentwicklung.


INFO: Die Gebhard & Co Wertpapierhandelsbank ist börsennotiert und unabhängig. Im Fokus stehen mittelständische Unternehmen und vermögende Privatkunden. Sie hat ihren Sitz im bayerischen Gräfeling.


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