DAX+0,46 % EUR/USD-0,59 % Gold+0,44 % Öl (Brent)0,00 %

Der ultimative Deutsche Telekom-Haßthread - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Am Dienstag abend kam ein Bericht zu den Praktiken der deutschen Telekom bei Frontal21

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html



- fast alle untersuchten Rechnungen waren falsch. Im Bericht ist von durchschnittlich 3-10 % überteuerten Rechnungen die Rede. Zufall?

- versucht man, gegen diese überteuerten Rechnungen vorzugehen, ist man in der Beweislast: nur leider habe ich als normaler Kunde gar nicht die technischen Möglichkeiten meine "Unschuld" zu beweisen --> ich muß blechen

- über allem schwebt immer das Damoklesschwert der 0190-dialer. Habe ich mir einen eingefangen, muß ich auch wieder meine Unschuld beweisen, was ich natürlich wieder nicht kann --> ich muß blechen


Als Großkunde (im Bericht Communitel) kann ich mir teure Gutachter leisten. Wenn ich Glück habe kommt dabei nach langem Prozessieren ein Vergleich heraus und ich werde einen Teil des mir zustehenden Geldes wiederbekommen. Bei diesen Vergleichen achtet die Telekom anscheinend immer darauf, das eine "Verschwiegenheits-Klausel" diesen Vergleich nicht öffentlich macht.


Halten wir mal fest:


Als "Kunde" der DT wird man anscheinend regelmäßig abgezockt. Beschwert man sich bei denen, berufen die sich auf meine Beweispflicht und drohen mir: zahl oder die Sache geht vor Gericht. Und die allermeisten zahlen dann auch wirklich, um ihre Ruhe zu haben. :eek:

Wo gibt es sowas heutzutage sonst noch?

Muß ich in einem solchen Verein wirklich Mitglied sein?


Ich finde diesen größenwahnsinnigen, kundenfeindlichen und arroganten "rosa Riesen" echt zum Kotzen und hoffe, das möglichst viele "Kunden" diesen Verein verlassen und der an seinen Schulden erstickt. :mad:

Dummerweise vertritt "der Staat", der einem eigentlich gegenüber einem Quasi-Monopolisten helfen sollte, als Großaktionär der Telekom die gleichen Interessen.

Persönlich habe ich vor einigen Monaten die Konsequemzen gezogen und bin (auch mit dem Fetsnetzanschluß) zu Netcologne, einem lokalen Anbieter aus dem Großraum Köln, gegangen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden.

Ignatz
Vorgestern kam ein Bericht im Südwestfernsehen über Arcor.
Die sind auch nicht besser :rolleyes:

Für mich als Telekom-Aktionär (so leid mir das tut) ist es gut. :rolleyes:
Was solls!

Das bei 40 Millionen ausgehenden Rechnungen und der komplexen Technik dahinter, eine gewisse Fehlerquote dabei ist, würde ich unter der Rubrik normal abbuchen. Das ist auch bei lokalen Anbietern nicht anders, nur geben die für Krawalljournalismus nicht soviel her.
Bewussten Betrug der Telekom zu unterstellen ist ja wohl zu blöd, denn dann müssten ja Tausende von Telekom-Mitarbeitern (auch verärgerte!) "dicht" halten und dagegen spricht ja wohl die Lebensrealität.
Das an der Optimierung der Rechnungsstellung ständig und unter hohen Aufwand gearbeitet wird, weiß ich von einem Mitarbeiter der Telekom, der in diesem Bereich arbeitet.
Und das ist auch im Interesse der Telekom selber.
Denn wenn es Fehlbuchungen aufgrund technischer Mängel gibt, dann aller Lebenserfahrung nach, in die positive wie in die negative Richtung.
Ich warte also auf einen Bericht des Betroffenheits-Senders Frontal21 wo sich ein Telekom-Kunde unter hohem Entrüstungspotenzial über eine zu niedrige Rechnung beschwert! :rolleyes:
Mal was andres:

Wenn du dein Festnetz nun bei Netcologne hast, musst du dann der Telekom noch die Anschlussgebühr bezahlen oder bekommt die Netcologne :confused:
Mit meiner Rechtsschutzversicherung kann ich mir auch teure Sachverständige (Gutachter) leisten und ohne Selbstbeteiligung, auf in den Kampf.
:lick: :lick: :lick:
@ Kaperfahrer

Was heißt denn hier "Betroffenheitsjournalismus"?

Sollen Journalisten nur noch lustige Geschichten über "Wandern im Schwarzwald" schreiben dürfen? Es ist ja schließlich deren Job auf Mißstände hinzuweisen, ansonsten wären die die ja (fast) überflüssig.

Ich fand den Beitrag gelungen, legte er doch den Verdacht nahe, das die massenhaft falschen Abrechnungen nicht durch Systemfehler bedingt waren, sondern durchaus absichtlich erfolgten. So was nennt man dann wohl im Volksmund Betrug.


@ Mick

Ich habe mit dem Verein zum Glück nichts mehr zu tun. Die Grundgebühr bezahle ich bei Netcologne.


Ignatz
@IgnatzWrobel

Sollen Journalisten nur noch lustige Geschichten über " Wandern im Schwarzwald" schreiben dürfen?

Habe ich nicht gesagt!
Aber überlege einmal, nichts ist einfacher für die Journallie wenn einem mal nichts besonderes einfällt und man einen möglichst großen vermeintlichen Betroffenheitskreis erreichen will, sich ein Zielobjekt mit 40 Millionen Rechnungsempfängern auszusuchen. Da kann man schön alten Käse aufwärmen, der schon tausendmal in der einen einen oder anderen Form gebracht wurde. Irgend einen trifft es immer.
Olle Kamellen recyceln ist das, und absolut nichts macht diese Meldung plötzlich relevanter.

Was heutzutage mehrheitlich als Journalist arbeitet und/oder nachwächst ist unter aller Kanone und nur noch auf den reinen Krawall aus.
Davon, dass in der schreibenden Zunft, die wenigsten noch der deutschen Sprache und Rechtschreibung wirklich mächtig sind, will ich gar nicht erst anfangen, das scheint ein gesamtgesellschaftliches Problem zu sein. Für den Normalbürger mag das ja noch durchgehen, aber von einem Journalisten der von der Sprache lebt, erwarte ich mehr. Schlag nur einmal eine x-beliebige Tageszeitung auf.
Nein, es wird inhaltlich nur noch voneinander abgeschrieben, ohne zu prüfen und zu denken, Hauptsache möglichst breite Betroffenheit. Als ganz krasses Beispiel nenne ich nur mal den Fall des kleinen Joseph Kantelberg-Abdulla aus Sebnitz. Jeder nicht gerade Grenzdebile, der den ersten Bericht gelesen hatte, konnte sich an den fünf Fingern abzählen, dass die Geschichte so nicht stimmen konnte. Aber nein, ein vollkommen unreflektiertes Aufheulen ging durch die Medienszene.

Immer wenn noch ein paar Sendeminuten oder Seiten zu füllen sind, kann man darauf wetten das reflexartig immer die gleichen Sachen aus der Schublade gezogen werden. Eine davon ist das Thema Telekom und die Abrechnungen. Und wenn du und andere den Beitrag noch als gelungen empfinden, zeigt das eigentlich nur wie furchtbar niedrig die Ansprüche an "investigativen" Journalismus inzwischen sind. Da wäre zwischen drin mal eine nette, gut recherchierte Schwarzwaldwanderung nicht einmal das Schlechteste.

Das unsere Politiker in der Mehrheit nur noch unterste Schublade sind ist ja inzwischen Allgemeingut, aber bei den Journalisten ist das um keinen Deut besser.


p.s. Der Volksmund redet auch viel dummes Zeug, wenn der Tag lang ist. Und dem hinterher zu hecheln, nennt man im allgemeinen auch Populismus.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.