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Volkswagen: langsam wieder interessant ... - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)



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Was findest du daran ungewöhnlich oder neu für dich?
Steht doch klar in #497. Lesen bildet BBBio! Zusätzlich:

1.) Welches andere Unternehmen in D hat allein in D 100 Politiker auf der Gehaltsliste? Darunter Leute wie den Viereck, der schon 2 Polit-Fulltimejobs hat (Bürgermeister WOB + Landtagsabgeordneter)

2.) Warum sind die VW Bezüge der niedersächsischen Landtagsabgordneten nicht vorschriftsgemäß behandelt worden(abgeführt an Landtag)? War doch bekannt, das das so nicht geht. Grade wenn
Mitarbeiter im Landtag sitzen. ;)

3.) Rein betriebwirtschaftlich gedacht: Was hat diese sogenannte Lobbyarbeit für den VW Absatz in D in den letzten JAhren gebracht? Wo ist der Gewinnsprung?

Wenn du mir diese Fragen vernünftig beantwortet hast, BBBio, dann können wir weiter diskutieren. Ansonsten nehm ich an, es ist dein üblicher bla-bla Einzeiler, zwecks a weng Provokation. :laugh:

Übrigens: Was genau wäre für Dich Lobbyarbeit?
Lobbyismus ist doch Bestandteil jeder Konzernpolitik, muss auch sein, sonst würden unsere Politheuler noch mehr Unheil anrichten.

Was hat unser Joschka, sicher der "flexibelste Politiker"
aller Zeiten, mit seinen Umweltstandards alles angerichtet, die im internationalem Masstab kein Schwein akzeptiert.

Im Gegenzug mauschelt er mit seinem Duz-Freund Achleitner über günstigere Versicherungsbedingungen.
Der soll sich mal Gedanken über den Unsinn steuerfreier Gewinne aus Firmenveräußerungen machen.
Hier hat unsere Top-Regierung das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und eine Lawine ins Rollen gebracht, zum Nachteil der Bürger, die an diesen steuerfreien Gewinnen nur mit zusammengedroschenen Aktienkursen profitieren, sollten sie zufällig die dezimierten Aktien eingesammelt haben, was ich sehr bezweifele.
bardoblues, ich heiße diese Art des Lobbyings auch nicht für sehr moralisch. Mich wunderte aber, das du so überrascht reagiert hast, so als ob das für dich neu wäre.
Da ich diese Debatte hier losgetreten habe, möchte ich mal ein paar Dinge klarstellen.

Gegen Lobbyarbeit eines Unternehmens generell habe ich nichts, aber gegen die Art wie VW diese auffasst und betreibt.

Keine Einwände habe ich, wenn Abgeordnete einen vertretbaren Teil ihrer Arbeitskraft Nebentätigkeiten, Posten in Verbänden etc. widmen.
Gesellschaftliche Verankerung ist wichtig, aber es muss bekannt sein, welche Nebentätigkeit vorliegt und der Zeitaufwand sollte vielleicht nicht mehr als 15-20% der wöchentlichen Arbeitszeit ausmachen, an analog Nebentätigkeitsregelungen in Unternehmen und öff. Dienst.

Es ist für mich auch völlig in Ordnung und sehr positiv, wenn ein Unternehmen politische Aktivitäten der Mitarbeiter durch eine Arbeitsplatzgarantie nach Rückkehr aus der Politik unterstützt. Eine bessere Fluktuation zwischen Arbeitswelt und Politik wäre nämlich sehr wichtig, damit um diese abgehobene Politikerkaste aufzubrechen.

Ebenso in Ordnung ist es, wenn Firmenmitarbeiter neben ihrer Tätigkeit im Unternehmen (meistens in ihrer Freizeit) in Kommunal- und Stadtparlanmenten gegen Aufwandsentschädigung aktiv sind.

Wenn ein VW Vorstand oder Pischetsrieder selbst bei z.B. Wulff, Schröder Klement um günstige Bedingungen für VW und Autoindustrie feilscht, dann ist das nötig und richtig. Ist schließlich der Job dieser Leute, da sie bei VW arbeiten, auch die Interessen des Unternehmens maximal zu vertreten.

Wenn VW ein paar bezahlte Lobbyisten in
Bonn hat, die ausschließlich für VW arbeiten, und keine gewählten Volksvertreter sind
um Politiker vom größten Quatsch abzuhalten, wäre das auch ok, solange sich der Aufwand rechnet. Es ist dann klar: das sind VW Leute, die arbeiten und reden für VW.


Die Grenze ist hier:
Abgeordnete in Land- und Bundestag sind Vollzeitpolitiker, die ein volles Gehalt beziehen,
und überdies sind sie (oder sollten) nur ihrem Gewissen, den Menschen ihres Wahlkreises
und sekundär allen Bürgern verpflichtet, nicht aber einem Unternehmen. Daher dürfen sie während ihrer Abgeordnetenzeit
auch kein Gehalt oder sonstige Zahlungen eines Unternehmens beziehen.

"Wes Brot ich ess des Lied ich sing" kann zumindest nicht ausgeschlossen werden.
Bundestagsabgeordneter erhält Diäten (zu versteuern) 7009 Euro und Kostenpauschale (steuerfrei) 3589 Euro.

Meyer und Ahrends wurden also mit Recht abgesägt.

Wenn Leute wie der Viereck, der als Bürgermeister von WOB und Landtagsabgeordneter
ohnehin auch Standortpolitik für seinen größten Steuerzahler VW betreiben muss, wenn er seinen Wählerauftrag ernsthaft erfüllen will, auch noch ein volles 2. oder gar 3. Gehalt
von VW bezieht, ohne dass seine Wähler das wissen
dann ist das eine Schweinerei.

Wenn dabei neben der Heimlichtuerei noch klare Regeln wie im niedersächsischen Landtag gebrochen werden
(Einküfte aus Nebentätigkeiten nicht abgeliefert)
oder Nebentätigkeit nicht angegeben wurden, wie es vorgeschrieben war,
dann ist das in meinem Wertesystem klar Betrug und sollte genau so geahndet werden wie umgekehrt der Steuerbetrug beim Bürger.
Da ist der Staat ja auch nicht zimperlich.

Es geht vor allem um Offenheit und Transparenz.
Wenn ich jemand wähle, möchte ich klar wissen, wessen Interessen er vertritt -außer seinen eigenen, was sowieso klar ist.

Was mich an der aktuellen Diskussion auch ärgert: Selbst der olle Obermoralist Thierse wirft schon wieder Nebelkerzen. Er warnt vor dem gläsernen Abgeordneten.

Das ist in mehrfacher Hinsicht lächerlich. +

1. In anderen Ländern sind Abgeordnete teilweise zu weitaus genaueren Auskünften verpflichtet als hierzulande.
England zum Beispiel. Einladungen, bezahlte Reisen, Pöstchen, alles muss angegeben werden. Steht auf der Internetseite des Parlaments. In den USA bestehen ähnliche Pflichten. Dort ist Lobbyismus extrem ausgeprägt, aber man weiß wer ihn betreibt.

2. Gerade wurde wird der gläserne Steuerbürger geschaffen. Konteneinsicht durch alle möglichen Ämter, Abgleiche zwischen denen etc. ohne Benachrichtigungspflicht gegenüber dem kontrollierten Bürger Und da jammern die Parlamentarier schon über ein bisschen Transparenz gegenüber denjenigen, die sie wählen und bezahlen? Ich will noch nicht einmal deren Konten prüfen, sondern lediglich wissen, wer sie außer dem Steuerzahler finanziert damit ich weiß, warum sie wie argumentieren.

Auch dieses Gerede mancher Bundestagsabgeordneter von "wenn man jeden Cent angeben muss, dann findet sich kaum noch jemand für politische Ämter, es gäbe noch mehr Beamte im Bundestag" (wörtlich in einem Interview!) ist schlicht dummes Zeug.
In den USA und England sind durchaus sehr wohlhabende Leute, auch Geschäftsleute, politisch aktiv, obwohl die Auskunftspflicht weitreichend ist.

Und umgekehrt: Hierzulande hocken trotz fehlender Auskunftspflicht schon viel zu viele Beamte (und vor allem Juristen!) in den Parlamenten. Am gläsernen Abgeordneten kann das bei uns sicher nicht liegen. (Bei der letzten Europawahl waren 50% der CSU Kandidaten in
unserer Region Juristen. Wieviel Prozent Juristen gibts in der Bevölkerung?)

Abgesehen davon muss jeder Bürger auch jeden Cent bei der Steuer angeben.
Und es geht bei den Skandalen nicht um Centbeträge, wie hier schon wieder ablenkend und verniedlichend suggeriert wird, sondern um Beträge von mehreren tausend Euro im Monat , vollen Gehältern, ganz nebenbei ohne Arbeitsnachweise.
Auch bei Meyer und Ahrends ging es nicht um Centbeträge.

3. Es gibt bereits Abgeordnete die freiwillig ihre Nebentätigkeiten und Einkünfte offenlegen, Gansel, Lange, Kelber, Tauss, Hüppe aus dem Bundestag zum Beispiel.

Es gibt also schon positive Beispiele auch hierzulande.
Also fragt man sich, wie kommt ausgerechnet der oft moralisierende Wanderprediger Thierse dazu, vom Thema abzulenken, bzw, eigene Versäumnisse kleinzureden. Hinter den Kulissen waren die Verhältnisse doch bestimmt bekannt und Thierse hätte als Bundestagspräsident schon seit Jahren die Möglichkeit gehabt, dagegen vorzugehen, das wäre sicher auch im Stillen möglich gewesen. Da hierzulande so wenig in der Richtung passiert, und immer nur Scheinlösungen gefunden werden,
vermute ich, dass die Politikerkaste bewusste Verschleierungstaktik betreibt.

Jeder Bürger, dem diese Manöver nicht passen, kann aber folgendes tun:
`Seinen` Bundestags- und Landtagsabgeordneten höflich und deutlich um die Offenlegung
der Nebentätigkeiten und der Bezüge daraus auffordern. Wenn dies eine allgemeine
Qualifikation für ein Mandat wird, dann müssen die Damen und Herren Abgeordenten endlich Farbe bekennen, ob sie wollen oder nicht.

Man könnte durchaus auch darüber nachdenken, Diäten zu erhöhen, wenn im Gegenzug sonstige Einkünfte eines Abgeordneten offengelegt und an den Staat abgeführt würden (wie in Niedersachsen). Damit hätte ich gar kein Problem.
@Schürger,
den Fischer sehe ich wie Du, vielleicht sogar noch schwärzer.
Ein übler Opportunist, dessen Handeln nur eine Triebfeder hat, seine exorbitante Profilneurose.
Der zuliebe erweckt er manchmal den Eindruck, gegen den Stom zu schwimmen, alles geheuchelt.

In meinem Elefantengedächtnis gehe ich ein Vierteljahrhundert zurück. Frankfurt Startbahn West und ähnliche Groß`demos`. Auf der einen Seite zehntausende von Demonstranten, ich dabei als junger Bursche. Fischer hinten am Megaphon peitscht und hetzt die Leute auf, nein, nicht zu friedlichem zivilen Widerstand sondern Aktionen waren angesagt! Fischer der Tatmensch und Organisator, begabter Redner und Demagoge.

Auf der anderen Seite des Zaunes die Vertreter der Staatsmacht, junge Männer in meinem Alter, die (damals noch) eher dürftig gerüstet waren, erkennbar Angst und Unsicherheit in den Gesichtern. Was war richtig, was war falsch?

Aktionen waren dann damals: Zaun einreißen, Steine schmeißen, draufschlagen, Stahlkugeln aus Zwillen usw. und Tränengas und Wasserwerfer, Gummiknüppel von der anderen Seite. Hunderte von Verletzte auf beiden Seiten. Ich hab mich umgedreht und bin gegangen. Fischers Hetzparolen erinnerten mich zu sehr an andere Akteure in der Deutschen Geschichte.
Fischer wurde bekannt mit solchen Aktionen und ein Politstar. Die Startbahn West wurde natürlich trotzdem gebaut
und seither sicher auch von Fischer fleißig genutzt. ;)

Später als hessischer Umweltminister unter Dachlatten-Börner wieder öffentlichkeitswirksame Aktionen. Diesmal juristische Versuche, den Chemiekonzern Höchst mit seinem Main-Abwasser unter Druck zu bringen.

Als das öffentliche Interesse nachlässt, wird die Sache später von Fischer ergebnislos abgebrochen mit der lapidaren Bemerkung, die Rechtsabteilung von Höchst sei größer als sein Ministerium.

Sein Ziel, sich als unerschrocken kämpfender David gegen den Goliath Höchst zu profilieren war ja erreicht. Wen interessierte da noch, ob die Brühe wirklich giftig war oder nicht...

In diesem Stil betreibt er weiter Politik, schon immer.
Ich halte den Mann seit Startbahn West für einen feigen Rattenfänger der heute A und morgen B sagt, je nachdem was ihm am meisten nutzt. Natürlich folgt er immer den "Sachzwängen". Und ist
clever genug, nicht plump populistisch zu erscheinen.

Bezeichnend für den Zustand unseres Landes: Er ist einer der beliebtesten Politiker. :rolleyes:
@bardoblues

Ganz so schlimm ist es ja nun auch nicht.
Erstens handelt es sich hier um 2 aktive Personen die
ein Problem haben.
Der Rest arbeitet auch "wirklich" bei VW.
Zum Beispiel der Betriebsratsvorsitzende G.Lenz aus Hannover.
Gabriel(SPD) hat ihn in den Landtag geholt, damit wieder
mehr Menschen aus der Wirtschaft im Landtag vertreten sind
(Oder möchtest du nur noch von Lehrer und Beamten Regiert werden ???).
Trotzdem arbeitet er jede Woche mind. 35 Stunden im Betrieb. Soll er das unentgeldlich machen ?

Außerdem wenn ein Mitarbeiter von VW im Landtag von Niedersachsen sitzt und Einfluss auf Entscheidungen nimmt,
wie kann das schlecht für das Bundesland sein, wenn das Unternehmen der größte Arbeitgeber (100.000 Mitarbeiter)in jenem ist ?
hi codiman!
Ich dachte immer Landtagsabgeordneter sei ein Vollzeitjob.
Wie geht denn dann das: Trotzdem arbeitet er jede Woche mind. 35 Stunden im Betrieb. ?
Mit Double? :)

Betriebsratsvorsitzende sind meisten Dauerfunktionäre, die schon lange nicht mehr selbst gerabeitet haben.
Ohnehin den Berufspolitikern zu ähnlich. Dieselbe Clique.
Kein großer Unterschied zu Lehrern und Beamten. :laugh:

Besser wäre es, Leute, die wirklich bei VW arbeiten
(z.B. Techniker, Industriemeister, Ingenieure, Kaufleute)

und nicht nur seit Jahrzehnten über Arbeit palavern wie die Funktionäre
zeitweise in ein Parlament zu holen. ;)



Außerdem wenn ein Mitarbeiter von VW im Landtag von Niedersachsen sitzt und Einfluss auf Entscheidungen nimmt,wie kann das schlecht für das Bundesland sein, wenn das Unternehmen der größte Arbeitgeber (100.000 Mitarbeiter)in jenem ist ?

Ich hab in #502 doch geschrieben, dass ich das in Ordnung
und seine Aufgabe finde. Siehe Bemerkung zu Viereck.

Wieso nur 2 Mitarbeiter. Ich dachte es wären hundert auf der Liste. Oder wurde da so gezählt wie beim Betriebsrat.
35 Stunden im Betrieb und 60 im Parlament?

Schönen Gruß, Alex
Ein etwas reißerischer Artikel noch dazu. Die allermeisten Leute der 373 erwähnten sind ja vermutlich ehrenamtlich nebenher Politiker und arbeiten richtig bei VW. Wie gesagt, das finde ich sogar positiv. Aber es gibt halt doch leider mehr als 2 andere...

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/050114/vw.html


VW bezahlt 373 Politiker
Autokonzern veröffentlicht Liste der Doppelverdiener und streicht deren Gehalt mit sofortiger Wirkung
Wolfsburg - Der Wolfsburger Autobauer VW will rückwirkend zum 1. Januar kein Gehalt mehr an Träger eines politischen Mandats zahlen. Gleichzeitig veröffentlichte die Konzernleitung eine Liste mit sechs SPD-Abgeordneten in Bundes- und Landtag, die neben ihren Diäten auch ein Salär aus Wolfsburg bezogen. Seit April 1990, so bestätigte der VW-Vorstand, habe bei VW der Grundsatz gegolten, Mitarbeitern, die politisch aktiv sind, ihr bisheriges Gehalt weiter zu zahlen. Man habe daran die Erwartung geknüpft, "daß die Mandatsträger ihre Tätigkeit bei VW so weiterführen, daß bei Mandatsende eine reibungslose Reintegration in das Unternehmen gewährleistet ist". Jahrelange Gehaltsfortzahlung - wer sagt da schon Nein? So schämten sich weder der frühere Betriebsratschef von VW Emden Jann-Peter Janssen (59) noch VW-Betriebsrat Hans-Jürgen Uhl (53) aus Helmstedt, neben ihren Diäten als Bundestagsabgeordnete (7009 Euro Grundentschädigung plus 3591 Euro Kostenpauschale) auch VW-Gehälter weiter zu beziehen. Erst auf öffentlichen Druck hin ließ Janssen sein Arbeitsverhältnis mit VW zum 1. Januar 2005 ruhen.

Auch den drei niedersächsischen Landtagsabgeordneten Günter Lenz (45, VW-Betriebsratschef in Hannover), Ingolf Viereck (43, kaufmännischer Angestellter bei VW) und Hans-Hermann Wendhausen (57, technischer Angestellter) reichten ihre Parlamentsbezüge (5403 Euro Diät plus 1027 Euro Aufwandspauschale) nicht. Immerhin: Die beiden letzteren verzichten ebenfalls seit 1.1. auf ihr VW-Gehalt. Noch bis August 2001 wurde auch der bayerische Landtagsabgeordnete und Ex-Audi-Sprecher Hans Joachim Werner, 52, von den Wolfsburgern entlohnt.

Und diese sechs sind nur der Gipfel des Eisbergs: Insgesamt, so teilte Wolfsburg mit, stünden noch weitere 367 ehrenamtlich politisch Aktive auf der Gehaltsliste von VW. Doch das soll sich ändern: Kommenden Dienstag will der VW-Vorstand rückwirkend zum 1. Januar seine automatischen Zahlungen an Politiker streichen. Künftig sollen die Gehaltszahlungen bei Übernahme eines Mandats ruhen, so ein Sprecher von VW-Chef Bernd Pischetsrieder.

Ausnahmen: Werde das Arbeitsverhältnis eines Abgeordneten klar definiert, z.B. als Teilzeit, und öffentlich dokumentiert, sei eine bezahlte Weiterbeschäftigung weiter möglich.
Politiker werden ja nicht müde, sich als unterbezahlt im Vergleich mit höchsten Richtern und Wirtschaftsbossen zu sehen, höhere Gehälter zu fordern und vor allem auf ihren 16 Stundentag hinzuweisen.

Obwohl sie so viel arbeiten und scheinbar weitere 7-8 Stunden am Tag für ihre Nebenbeschäftigungen, sind alle staatlichen Kennzahlen unter aller Sau.

Hoffentlich hat die Tätigkeit wenigstens VW genutzt, ist man versucht voll Sarkasmus zu hoffen.

Wenn diese Regelungen nun geändert werden, wird es mit VW so richtig abwärts gehen, soviel steht fest. Hat der Aktienkurs das schon eskomptiert?
Ich denke, man sollte das ganze positiv sehen:

VW hat doch jetzt ein riesiges Sparpotenzial!
Über 370 Politiker auf der Gehaltsliste -
das sind schon ein paar Euros die man da
sparen wird. :D

Vielleicht ist der Stellenabbau von 4000 "Arbeitsplätzen"
ja auch nicht auf die "konzern-internen" Stellen gemeint
gewesen. Wenn es bei VW alleine in Deutschland über
370 "Politiker-Stellen" gibt, wird das wohl nicht alles
sein. In Brüssel etc. werden wohl auch noch ein paar
solcher Stellen sein. Wäre jedenfalls sehr verwunderlich,
wenn es nicht so wäre. Und da die in Brüssel eh nicht
mehr so spuren wie es VW will, kann man da auch
rationalisieren. ;)

Im übrigen glaube ich schon, dass diese Politiker
VW was gebracht haben. Siehe Rußfilter oder VW-Gesetz.
Das war allerdings letzten Endes wohl eher ein
Bärendienst.
@ wo.b
Die Zahl 370 ist falsch im Zusammenhang mit Politikergehältern.

Wahr ist, das 370 Politiker in irgenwelchen Kleckerdörfern im Stadtrat sitzen uns meist ehrenamtlich
ihren Nebentätigkeiten als Stadrat /Bezirksrat nachgehen.
Die Aufwandsentschädigung (der Gemeinde) beträgt dann, meist ca. 100 -150 € im Monat.

Wahr ist allerdings auch, dass, soweit ich weis, 4 Politiker ein Problem damit haben,
dass sie ein Gehalt von VW bezogen haben sollen , aber keine Leistungen erbracht haben.
Zwei davon haben schon Konsequenzen gezogen...

Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, :rolleyes::rolleyes::rolleyes:
das ein Gemeinderat von einem Dorf im Wendland
Druck auf Brüssel und die Rußpartikelentscheidung ausüben konnte / kann ....


:laugh::laugh::laugh::laugh:

In diesem Sinne
Codiman :cool:
"Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen,
das ein Gemeinderat von einem Dorf im Wendland
Druck auf Brüssel und die Rußpartikelentscheidung ausüben konnte / kann .... "

... aber die Politiker/Berater, die in Brüssel und Berlin auf der Gehaltsliste von VW stehen!
dazu auch als QUELLE:

19.01.2005

DOPPELVERDIENER

VW-Zahlungen alarmieren Staatsanwalt



Wegen der umstrittenen Zahlungen des VW-Konzerns an niedersächsische Landespolitiker wird es immer wahrscheinlicher, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt. VW müsse sich nach Einschätzung eines Experten "vom Verdacht der Untreue befreien". Auch der Aufsichtsrat sollte aktiv werden.


Hannover - Der auf Bestechung, Vorteilsnahme und Untreue spezialisierte Frankfurter Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner sagte der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse": "Der Verdacht ist nicht fern liegend, dass Verträge geschlossen wurden, obwohl beide Seiten vorher wussten, dass die Politiker Geld beziehen, ohne dafür Gegenleistungen zu erbringen."


Zu solchen Abmachungen seien die Verantwortlichen einer juristischen Person, wie etwa der Volkswagen AG, jedoch nicht berechtigt. "Schließlich verwalten sie fremdes Geld und das dürfen sie nicht einfach verschenken. In so einem Fall braucht es für die Staatsanwaltschaft übrigens nicht einmal eine Anzeige, um aktiv zu werden", erläuterte der Ermittler.

Nach seinen Worten geht es für VW nun darum, "sich vom Verdacht der Untreue zu befreien". Sollte es zur Untreue gekommen sein, "müsste der Aufsichtsrat prüfen, ob er an den Vorstand Regressforderungen stellt". Schließlich sei durch eine Veruntreuung der Konzern geschädigt worden. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) sitzen im VW-Aufsichtsrat.

Landtagspräsident Jürgen Gansäuer hatte gestern gesagt, bei den Gehaltszahlungen von Volkswagen an die SPD-Landtagsabgeordneten Ingolf Viereck und Hans-Hermann Wendhausen spreche die Beweislage dafür, dass die Nebeneinkünfte an das Land abgeführt werden müssen. Alles spreche dafür, dass den von VW gezahlten Vergütungen keine adäquaten Gegenleistungen entsprächen. Zahlungen an Abgeordnete, die keine Arbeitsleistung abgelten, sind in Niedersachsen verboten.
"... die wurden aber in diesem Zusammenhang nicht genannt ...."

In meinem Beitrag hab ich aber in diesem Zusammenhang darauf angespielt:

"...In Brüssel etc. werden wohl auch noch ein paar
solcher Stellen sein. Wäre jedenfalls sehr verwunderlich,
wenn es nicht so wäre. Und da die in Brüssel eh nicht
mehr so spuren wie es VW will, kann man da auch
rationalisieren..."
@w.ob

"" ...In Brüssel etc. werden wohl auch noch ein paar
solcher Stellen sein. Wäre jedenfalls sehr verwunderlich,
wenn es nicht so wäre.
Vermutungen, unterstellungen aber keine Beweise ...
:rolleyes:

FAKTEN - FAKTEN - FAKTEN und an die Leser denken ! :laugh:

P.S.: Hätte VW wirklich Politiker in Brüssel gekauft,
würde der Kurs doch ganz anders aussehen ..

Gruß codiman
Finanzdienste verhelfen VW zu Gewinn
(Berliner Zeitung, 10.02.2005)
Volkswagen hat, dank seiner Finanzdienste, sein reduziertes Gewinnziel für 2004 erreicht, so
die Meinung von Analysten. Diese gehen davon aus, dass der Konzern im letzten
Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 1,9 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Die
Analysten erwarten allerdings eine Senkung der Dividende.
„Bei VW wird eine neue Kultur entstehen“
(OÖNachrichten - Online, 09.02.2005)
Im Interview mit der Zeitung äußerte sich VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch zur aktuellen
Lage des Unternehmens. Die Kostensituation sei trotz einer geschickten Standortstrategie
noch nicht zufriedenstellend.
Mit dem Programm ForMotion und anderen Maßnahmen werde
bei VW eine neue Kultur der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit entstehen. Unabdingbar sei
es zudem, ein höheres Ertragsniveau zu erreichen und die bestehenden Überkapazitäten
abzubauen.
VW überrascht mit schneller Sanierung

Volkswagen hat die Börse mit seinen vorläufigen Ertragszahlen für 2004 positiv überrascht. Die Aktie stieg kräftig.


Vor allem das vierte Quartal ist offenbar besser gelaufen als erwartet. Die VW-Aktie wurde daraufhin Tagesgewinner im Dax und stieg um 2,65 Prozent auf 38,38 Euro. Dabei hat der größte Autohersteller Europas für das vergangene Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch gemeldet: Das Ergebnis vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr nach den vorläufigen Zahlen um fast ein Fünftel auf rund 1,1 Mrd. Euro.

Allerdings übertraf der Konzern beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen mit rund 2,02 Mrd. Euro leicht seine im Juli nach unten korrigierte Prognose von 1,9 Mrd. Euro. 2003 verdiente VW operativ noch 2,3 Mrd. Euro, was bereits ein Rückgang von 48 Prozent gegenüber 2002 war.
Höhere Gewinnmarge durch neuen Passat erwartet


Denn ob sich der positive Trend im ersten Quartal dieses Jahres fortsetzt, ist unsicher. Nahezu zeitgleich werden zwei wichtige Modelle durch Nachfolger ersetzt: der Jetta, das meistverkaufte VW-Modell in den USA, und der Passat. Beide Modellwechsel werden vor allem das erste und zweite Quartal belasten. Besonders vom Passat, der am Dienstag in Hamburg der Presse vorgestellt wird, erwartet sich Volkswagen eine deutlich höhere Gewinnmarge. Basierte das alte Modell noch auf der teuren Technik des Audi A4, soll das neue zahlreiche Bauteile wie Motoren, Getriebe, Elektronik und Achsen aus dem kleineren Golf übernehmen.

Im vergangenen Jahr hatte der Golf der jüngsten Generation die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Gemeinsam mit den Schwestermodellen Touran und Golf Plus hat sich die Baureihe dann jedoch stabilisiert.
Besserer Modell-Mix lässt Umsatz steigen


Der VW-Konzern, zu dem auch die Marken Audi, Skoda und Seat gehören, hatte die Auslieferung an Kunden im vergangenen Jahr trotz des neuen Golf um nur 1,3 Prozent auf 5,079 Millionen Autos gesteigert. Wegen des besseren Modell-Mix stieg der Umsatz jedoch 4,9 Prozent auf 88,9 Mrd. Euro. Der schwache Dollar, der das Nordamerikageschäft in die roten Zahlen zog, ein schwächeres Chinageschäft, gestiegene Rohstoffkosten und der stärker werdende Preiskampf auf allen Märkten brachten dann allerdings die Rendite unter Druck.

Wie stark die einzelnen Marken abgeschnitten haben, wird der Konzern bei seiner Bilanzpressekonferenz am 8. März bekannt geben. Es wird erwartet, dass Pischetsrieder dann auch eine erste Prognose für 2005 wagt. Im vergangenen Jahr hatte er zunächst einen operativen Gewinn von 2,5 Mrd. Euro versprochen, diese Prognose dann jedoch zurückgenommen. Das niedrigere Ziel hat er nun übertroffen.
18.02.2005
Volkswagen wieder ein Kauf
Der Aktionärsbrief

Für die Experten von "Der Aktionärsbrief" ist die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) wieder ein Kauf.

Der Autokonzern habe vor kurzem Zahlen für das Jahr 2004 präsentiert, die gut ausgefallen seien.

Positiv sei, dass erstmalig seit zwei Jahren wieder ein positiver Netto-Cashflow in Höhe von 1,9 Mrd. Euro generiert worden sei. Die Dividende in Höhe von 1,05 Euro je Aktie bleibe konstant. Das dürfte den Titel vor allem für Fonds interessant machen. Aber auch die Konsensschätzungen beim Nettogewinn für 2004 seien mit 2,02 Mrd. Euro übertroffen worden.

Technisch ist die Ausgangslage bei der Volkswagen-Aktie nun hochinteressant, mit einem Spielraum bis in den Bereich um 47 Euro.
15.02.2005
Volkswagen "reduce"
SEB

Ingmar Lehmann, Analyst der SEB, stuft in dem aktuellen "AnlageFlash" die Aktie von Volkswagen (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) mit "reduce" ein.

Der Volkswagen-Konzern habe mit einem operativen Gewinn von über 2 Mrd. Euro und der Zahlung einer stabilen Dividende (1,05 Euro je Stammaktie und 1,11 Euro je Vorzugsaktie) positiv überrascht. Der Netto-Cash-Flow sei zudem mit 1,8 Mrd. Euro höher als erwartet ausgefallen. Zwar habe der Ertragsrückgang -12,3% betragen, damit aber über den Markterwartungen gelegen. Maßgeblich dafür sei ein höher als angenommener Ergebniseffekt aus dem Sparprogramm "ForMotion" von 1,6 Mrd. Euro. Die Sonderbelastungen aus dem "ForMotion"-Programm seien mit 395 Mio. Euro im angekündigten Rahmen von 400 Mio. Euro geblieben.

Damit habe der Konzern auch nach Sondereffekten mit 1,620 Mrd. Euro operativ die Erwartungen übertroffen. Beim Umsatz habe sich die vorauseilende Anpassung der IAS/IFRS-Rechnungslegung bemerkbar gemacht. Der Umsatz-Vergleichswert aus 2003 sei um über 2 Mrd. Euro gesenkt worden. Nach neuer Rechnungslegung habe VW damit ein Umsatzplus von 4,9% auf 88,963 (84,813) Mrd. Euro ausgewiesen. Die Investitionstätigkeit im Konzernbereich Automobil sei erwartungsgemäß deutlich um 16,7% auf 7,047 Mrd. Euro gesunken.

Anzeige

Eine Prognose für das laufende Jahr sei der Konzern dagegen schuldig geblieben. Auf der Bilanz-Pressekonferenz am 8. März, auf der sich der Konzern detailliert zu den Zahlen 2004 äußern wolle, würden die Analysten weitere Details erwarten. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder habe jedoch bereits erklärt, dass er von den Märkten im laufenden Jahr "keine wesentlichen Impulse und kein dynamisches Wachstum" erwarte. Mit einer Reihe von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung solle die Kostenbasis 2005 um weitere 3 Mrd. Euro gesenkt werden.

Die Zahlen zum vierten Quartal und 2004 entsprächen den Erwartungen. Die Befürchtung einer anstehenden Kapitalerhöhung seien vom Tisch. Die Volkswagen-Aktie sei weiterhin sehr niedrig bewertet. Auch wenn die Belastungsfaktoren (US-Dollar, Rohstoffpreise) zunächst die Oberhand behalten würden, könnte sich die Lage insbesondere ab 2006 verbessern, womit auf Sicht der nächsten 12 Monate höhere Bewertungsniveaus bei der Aktie zu rechtfertigen seien. Die Analysten würden ihr Kursziel vorerst bei 38 Euro belassen.

Die Analysten von SEB stufen die Volkswagen-Aktie mit "reduce" ein.
Audi: Gewinn in 2004 unverändert - Stabile Ertragslage in 2005 angepeilt

INGOLSTADT (dpa-AFX) - Der Autobauer Audi hat im vergangenen Jahr dank eines Absatzrekords einen stabilen Gewinn erwirtschaftet. Wie die Volkswagen-Tochter am Dienstag in Ingolstadt mitteilte, kletterte das konzernweite Vorsteuerergebnis von 1,101 auf Euro auf 1,142 Milliarden Euro. Nach Steuern blieben Audi 871 Millionen Euro, nach 811 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte von 23,406 Milliarden auf 24,506 Milliarden Euro. Das vergangene Jahr war dennoch erneut durch den schwachen Dollar belastet, hieß es. Audi hat auf die neue Rechnungslegung IAS umgestellt und hat die Zahlen des Vorjahres zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Im Jahr 2004 hatte Audi den Absatz der Kernmarke das elfte Mal in Folge gesteigert und dabei mit 779.441 Fahrzeugen (+1,2%) eine neue Bestmarke erreicht. In diesem Jahr peilt Audi dank neuer Modelle erneut einen Absatzrekord an. Dabei rechnet der Konzern mit einer stabilen Ertragslage und einer "weiter aufwärts gerichteten Produktions- und Umsatzentwicklung". Audi werde die hohe Investitionstätigkeit der letzten Jahre fortsetzen. Für die Jahre 2005 bis 2009 hat Audi ein Investitionsvolumen von 12,6 Milliarden Euro eingeplant./tav/sk
.
Hallo,
Heute gab es seit langer Zeit mal ein Gap im Kurs von VW!?
So etwa zwischen 37,25 und 37,43 (aus meiner Erinnerung!).
Gaps müssen ja geschlossen werden! Sagt man in der Chart-
theorie! Aber wie kann das passieren? Da feiern die in den
USA mal einen Presidents Day und schon geraten die Kurse
in Europa ins sprunghafte? Die Dax-Vola ist doch z.Zt. auf
Rekordtiefstand?
Gruß
.
WAS IST DAS????

KANN MIR DAS EINER ERKLÄREN????

Mir ist eines klar: Es werden im Moment in Deutschland keine vernünftigen Preise für Aktien gezahlt.

Audi hat eine Marktkapitalisierung von 11,3 Mrd EUR - und wenn man Umsätze und Rendite betrachtet scheint das günstig; Und nun der "Hammer" Volkswagen hat gerade mal 11,8 Mrd EUR Marktkapitalisierung, obwohl sie über 99% der Audianteile besitzen....

NIEDRIGE KURSE SPIEGELN NUR SELTEN DEN UNTERNEHMENSWERT WIEDER!

IST VOLKSWAGEN OHNE AUDI NUR 0,5 MRD EUR WERT????
#524

"Audi hat eine Marktkapitalisierung von 11,3 Mrd EUR - und wenn man Umsätze und Rendite betrachtet scheint das günstig; Und nun der " Hammer" Volkswagen hat gerade mal 11,8 Mrd EUR Marktkapitalisierung, obwohl sie über 99% der Audianteile besitzen...."

Wie kommst du denn auf diese Zahlen? Volkswagen ist aktuell mit 29,4Mrd bewertet (Vozugs- + Stammaktien).
.
Hallo Marketanalyst,

Du darfst doch nicht bei Audi vom Kurs eines so
engen Wertes auf den Wert von Audi schließen!
Heute wurde gerade mal 50 Aktien gehandelt!
Und eine Mehrheitsbeteiligung steht nicht zum Kauf.
Audi ist sicher 1-2 Milliarden wert. Aber kann Audi
ohne VW existieren? Audi-Aktien sind mehr teuere
Eintrittskarten und Verzehrbons für die Hauptversammlung.

Dennoch bin ich deiner Meinung, dass VW völlig unter-
bewertet ist. Nur du kennst ja die Problematik mit dem
Staatsvorbehalt in Niedersachsen.

Gruß

P.S. Meine Gap vom Dienstag letzter Woche wurde heute
geschlossen! Die Chart-Theorie hat doch recht!
.
#525, 524

Mein letztes Posting war Blödsinn, der aktuelle Marktwert von VW beläuft sich auf ca 14,8 Mrd (Vorzüge + Stämme).

Sorry.
Herzliches Dankeschön an Buhmi und Weingold! Dann rechne ich nochmal: (Meine Zahlen/Analysen usw. hole ich mir von comdirect)

Richtig - ich hatte die Vorzüge vergessen, aber mir ist eines klar:

Audi: Umsatz 23 Mrd, Bruttorendite 4,7%; Marktkap. 11 Mrd. das halte ich für eine günstige Bewertung (wegen der hohen Bruttorendite)

VW OHNE Audi: 87-23=64 Mrd Umsatz; Bruttorendite 0,01%, Marktkap 12(Stammaktien)+3(Vorzugsaktien)-11(Audi)=4 Mrd

Marktkap ohne Audi 4 Mrd!!!! das ist doch wirklich ein SCHNÄPPCHEN
für Skoda, Seat, VW und noch ein paar andere Marken, das sind doch die Markennamen alleine deutlich mehr wert!!!!

Wer kann den bereit sein, seine Aktien SO BILLIG zu verkaufen?

P.S. Falls es Volkswagen (ohne Audi) tatsächlich schafft, die Bruttorendite über 1% zu hiefen, dann müsste der Aktienkurs deutlich höher sein - und zur Steigerung der Bruttorendite hat sich VW den richtigen Mann geholt. (Vielleicht erhalten wir wieder so etwas wie den Lopez-Effekt)

Für VW bin ich absolut BULLISH
In den letzten fünf Monaten performte der Kurs der VW-Aktien zwar nur marktkonform,
aber deutlich besser als der von DaimlerC und BMW,
s.a. http://www.traducer.de/star/include/chart2ae.htm

Der kurzfristige Trend ist weiter positiv, allerdings ist der Kurs von Seiten des
kurzfristigen RSI (Relative Stärke Index) aktuell nicht mehr ganz billig.


Gruß tf
# 528


Du hast VW Financial vergessen (Volkswagen Bank),
die machen richtig Gewinn!



Die bekommts Du natürlich auch für die verbliebenen 4 Mrd € auch noch dazu....

Gruß codiman ;)
>Der kurzfristige Trend ist weiter positiv

Stimmt, aber wenn VW noch ein bisschen fällt, bricht der Aufwärtstrend (seit Mitte Jänner). Die technischen Indikatoren sind jetzt schon schlecht. Ich bleibe allerdings in meinen Bonuszertifikaten voll drinnen, da jene einen sehr hohen Sicherheitspuffer haben. Aktien würde ich allerdings aktuell von VW nicht zu halten wagen. Bei den Bonuszertifikaten von Goldmann Sachs ist der Gewinn unlimitiert, das Risiko gering.

http://161.58.235.104/dcforum/DCForumID1/3187.html
Das sieht jetzt tatsächlich böse aus für die Aktie.
Für die Bonuszertis hingegen ist das hingegen eher gut!
Aufwärtstrendlinie seit September/Oktober 2004 verläuft bei ca. 35€. Bis dahin, Intraday auch tiefer kann es noch konsolidieren.
Der BMW-Chart sieht auch nicht besonders gut aus, verbessert sich aber seit ein paar Tagen.
Die Automobil-Werte in D spielen diesesmal den Spätzykliker. Da ist viel Geduld angesagt.
Ich glaube aber, daß der Trend insgesamt stimmt.
Irgendwann ist der Nachholbedarf beim Autokauf nunmal fällig.
Spätestens in 2006 nach der nächsten Wahl.:D
Dann muß meine OS in längerlaufende umtauschen.

Mike
Hauptsache dem Vorstand geht es gut.

Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor geht, verdiente Pischetsrieder im vergangenen Jahr rund 2,63 Mio. Euro . Die Vergütung des VW-Chefs wurde erstmals einzeln ausgewiesen. Insgesamt erhielt der siebenköpfige Vorstand 2004 rund 11,6 (13,8) Mio Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus fixen sowie variablen, von der Höhe des Geschäftserfolgs abhängigen Bestandteilen .

Wo gibt es denn da einen Grund für variable Vergütungen???
Die Kerle müssten noch Geld mitbringen!!!!

Das operative Minus der Gruppe, zu der die Marken VW, Skoda, Bentley und Bugatti gehören, betrug 44 Mio. Euro nach einem Ergebnis von 486 Mio. Euro im Vorjahr.

Selbstbedienungsmentalität in D!!!
Ich hoffe darauf, daß das VW-Gesetz gekippt wird, ein Großinvestor dort einsteigt und den Laden mal richtig ausmistet.
Angefangen ganz oben (AR und VS).

Mike
VW startet schwach ins neue Jahr
Vorstandschef Pischetsrieder erwartet Trendwende spätestens im zweiten Halbjahr

Automobilwoche/8. März 2005




Schwacher Start ins neue Jahr - VW hofft auf besseres Ergebnis

Wolfsburg. Europas größter Autokonzern Volkswagen ist nach einem erneut rückläufigen Ergebnis auch in das neue Jahr 2005 schwach gestartet. Der Marktstart von 20 neuen Modellen der Konzernmarken und verstärkte Sparbemühungen sollen jedoch die Wende bringen, kündigte VW-Chef Bernd Pischetsrieder am Dienstag in Wolfsburg an. Dabei stellte er zwar ein Absatzplus und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses in Aussicht, nannte aber keine Zahlen. Die VW-Aktie verlor zuletzt 2,22 Prozent auf 36,51 Euro und war damit schwächster DAX-Wert .

"Um wie viel das operative Ergebnis vor als auch nach Sondereinflüssen steigen wird, hängt von heute nicht prognostizierbaren externen Umständen ab", sagte der VW-Chef. Pischetsrieder sprach aber von einer "robusten Prognose". Das operative Ergebnis des ersten Quartals 2005 werde allerdings "nicht befriedigend ausfallen". Eine Trendwende werde aber spätestens im zweiten Halbjahr erwartet, wenn der Konzern seine neuen volumenstarken Modelle auf den Markt gebracht hat. In den ersten beiden Monaten habe der weltweite Absatz wegen deutlicher Verluste in China um 0,5 Prozent unter Vorjahr gelegen, sagte Pischetsrieder.

Auch in diesem Jahr rechnet VW mit weiterhin starken Belastungen durch den starken Euro, anhaltenden Preisdruck und hohe Rohstoffkosten. Gegen steigende Stahlpreise sei VW bereits aber zu einem Großteil durch langfristige Verträge abgesichert, zudem liefen Verhandlungen mit Lieferanten. Um die negativen Wechselkurseffekte zu mindern, kündigte der Konzern eine Ausweitung des "Natural Hedging", also der Produktion im jeweiligen Verkaufsraum, an. So sollen die Fertigungskapazitäten in Brasilien und Mexiko und die Einkaufskapazitäten im Dollarraum stärker ausgenutzt werden. Über Absicherungsgeschäfte sei VW derzeit zu über 70 Prozent gehedgt, sagte der Finanzchef weiter. "Das Restrisiko ist also überschaubar."

Im vergangenen Jahr hatte Volkswagen ein operatives Ergebnis von 2,02 Milliarden Euro eingefahren nach 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2003. Nach Sonderposten lag das operative Ergebnis mit 1,62 Milliarden leicht über Vorjahresniveau (1,61 Milliarden Euro). Zwar übertrafen die Wolfsburger ihre eigene Prognose, "dennoch ist das sicherlich kein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können", sagte Pischetsrieder. Ungünstige Wechselkursverhältnisse hätten das operative Ergebnis mit 800 Millionen Euro belastet.

Schneller als erwartet kam VW mit seinem konzernweiten zweijährigen Sparprogramm "ForMotion" voran, das im vergangenen Jahr einen positiven Effekt von 1,6 Milliarden Euro hatte. Dem standen knapp 400 Millionen Euro an Aufwendungen für das Sparprogramm entgegen. Pischetsrieder zeigte sich zuversichtlich, in diesem Jahr das endgültige Einsparziel von 3,1 Milliarden Euro zu erreichen, kündigte aber weitere Sparbemühungen an. Zur Höhe weiterer Kostensenkungen machte der VW-Chef zwar keine Angaben, verwies aber auf die zur Mitte des Jahres anstehende Budgetierung.

In Deutschland war der Marktanteil des Konzerns im vergangenen Jahr stagniert (30,5%). Wegen des Preisdrucks in den USA und dem Modellwechsel von Jetta und Passat verbuchte Volkswagen in Nordamerika einen operativen Verlust von 907 (Vorjahr: minus 168 ) Millionen Euro. In diesem Jahr rechnet der Konzern durch den Anlauf der beiden Nachfolgevarianten aber mit einer Absatztrendwende. In den USA war der VW-Absatz 2004 um 13,5 Prozent eingebrochen.

Der Marktumbruch in China, zunehmende Konkurrenz und konjunkturdämpfende Maßnahmen der chinesischen Regierung ließen den Marktanteil in China von 30,8 auf 25,2 Prozent in 2004 einbrechen. Das operative Ergebnis rutschte von 561 Millionen auf 222 Millionen Euro. Volkswagen arbeite mit Hochdruck an einem Umbau des dortigen Geschäfts, um seine Marktführerschaft weiter zu behaupten und von der steigenden Nachfrage zu profitieren, sagte der für das dortige Geschäft verantwortliche Folker Weißgerber. VW habe es zunehmend mit einem Wechsel der Nachfrage von Funktionärswagen auf Individualgefährte zu tun, dem der Konzern mit neuen Modellen begegnen müsse. VW will in China in diesem Jahr profitabel sein, gleichzeitig beim Preiskampf aber nicht wie die Konkurrenz mitziehen.

Tiefrote Zahlen schrieb im vergangenen Jahr die Markengruppe Volkswagen, zu der neben VW-Pkw auch Skoda, Bentley und Bugatti gehören. Die Markengruppe verbuchte einen operativen Verlust von 44 Millionen Euro nach plus 486 Millionen Euro in 2003. Der zum Februar neu in den Vorstand gerufene frühere DaimlerChrysler-Manager Wolfgang Bernhard soll die Gruppe wieder in die Gewinnzone führen. Der Manager werde seinen Job als Lenker der Gruppe lange vor dem bisher als spätesten Termin genannten 1. Januar 2006 antreten, betonte Pischetsrieder, nannte aber keinen konkreten Zeitpunkt. Die Markengruppe Audi (Audi, Lamborghini, Seat) steigerte ihr operatives Ergebnis von 1,106 Milliarden auf 1,225 Milliarden Euro. (dpa-AFX)
VW-Händler: Fox und Co. soll Absatzschub bringen
Trotz der anhaltenden Stagnation auf dem deutschen Automarkt hoffen die VW-Händler in diesem Jahr auf eine "Sonderkonjunktur". Grund seien die vielen neuen Modelle von Volkswagen, etwa der neue Passat und der neue Kleinwagen Fox, sagte der Geschäftsführer des VW/Audi-Händlerverbandes, Michael Lamlé.





"Wir rechnen ungeachtet der schwierigen Marktlage mit einem guten Geschäft in diesem Jahr." 2004 sei weder für Hersteller noch Handel ein gutes Jahr gewesen.

Hohe Erwartungen setzt Lamlé vor allem in den neuen VW-Kleinwagen Fox, dessen Variante für den europäischen und vor allem deutschen Markt am nächsten Freitag (1.4.) auf der Automesse in Leipzig vorgestellt wird. "Der Handel hat ein solches preiswertes Einstiegsmodell von VW seit langem gefordert."

Der in Brasilien gefertigte Fox soll knapp unter 9.000 Euro kosten und Ende April auf den Markt kommen. Damit steigt VW in Europa erstmals in das Segment von Fahrzeugen mit einem Preis von unter 10.000 Euro ein. Der Wagen konkurriert etwa mit dem Ford Ka Student, der knapp unter 8.000 Euro kostet, und dem Renault Dacia Logan, der mit 7.500 Euro noch billiger sein soll.

Neben dem Fox feiert auch der neue Polo in Leipzig seine Premiere. Auf dem Markt ist bereits der neue Passat. Insgesamt will VW im laufenden Jahr 20 neue Modelle auf den Markt bringen. Der VW-Konzern hatte 2004 erneut einen Gewinneinbruch verzeichnet. Lamlé sagte, der Kurs von VW-Chef Bernd Pischetsrieder, die einzelnen Marken zu stärken, sei richtig. "Zudem müssen auch im Sinne des Handels markenübergreifende Synergien und Kostenersparnisse realisiert werden, wo immer es sich anbietet und machbar ist."
Europas Automarkt im Abwärtstrend
Die Autofahrer in Europa halten sich beim Kauf eines Neuwagens zurück: Die Pkw-Neuzulassungen sind im März kräftig gesunken. Die deutschen Hersteller konnten allerdings ihre Marktanteile weitgehend behaupten.

Der Mercedes-Benz SLR McLaren auf dem internationalen Genfer AutosalonDie Zahl der neu registrierten Autos in den 23 EU-Staaten und den EFTA-Ländern Schweiz, Norwegen und Island verringerte sich im März um 4,7 Prozent auf 1,71 Millionen, wie die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Mittwoch in Brüssel mitteilte. In den 15 Ländern der EU in ihrer alten Form und den drei EFTA-Ländern wurden 3,7 Prozent weniger Autos als im März 2004 zugelassen.

Der Verband machte für die Einbußen vor allem die Osterferien verantwortlich, die in den Hauptabsatzmärkten ein bis drei Werktage gekostet hätten. Zudem bleibe das wirtschaftliche Umfeld schwierig. Bereits im Januar und Februar 2005 waren die Zulassungszahlen rückläufig. Im ersten Quartal sind die Pkw-Neuzulassungen in Europa damit um 3,3 Prozent auf rund 3,99 Millionen Fahrzeuge gesunken

Unter den fünf wichtigsten Automobilländern konnte im März lediglich Frankreich mit 2,5 Prozent ein Neuzulassungsplus verbuchen. Auf Europas größtem Automobilmarkt Deutschland erholten sich die Autoverkäufe nach dem schwachen Jahresstart zwar etwas, lagen mit 0,4 Prozent aber immer noch leicht im Minus. Daneben schwächelten auch die Märkte in Spanien (minus 3,6 Prozent), Großbritannien (minus 5,1 Prozent) und Italien (minus 8,6 Prozent). Aus den neuen EU-Ländern kamen keine Impulse. Dort brach die Zulassungszahl im März um 24,2 Prozent auf 65.967 Autos ein. Den höchsten Rückgang verzeichnete erneut Polen mit minus 38,6 Prozent, während Lettland (plus 12,3 Prozent) und Island (plus 22,3) erneut die höchsten Steigerungsraten verzeichneten.


BMW und DaimlerChrysler legen zu

BMW (hier ein M6) wuchs stärker als der Konkurrent aus Stuttgart Bei den Herstellern erhöhte Europas Marktführer Volkswagen seinen Marktanteil von 16,9 Prozent im Vorjahr auf 17,2 Prozent, allerdings verringerte sich der Absatz um 2,1 Prozent. Der Marktanteil von Europas Nummer Zwei, der französischen Peugeot-Citroen-Gruppe, sackte von 14,0 auf 13,2 Prozent. Dagegen konnte die defizitäre europäische Tochter des US-Autobauers General Motors mit dem deutschen Hersteller Opel ihren Marktanteil bei 11,3 Prozent nach 11,2 Prozent stabil halten. Ford erreichte 12,3 Prozent nach 12,4 Prozent im Vorjahresmonat.

Bei den Luxusmarken setzte BMW mit einem Marktanteil von 5,2 Prozent seine Erfolgsfahrt fort. Im Vorjahr lag der Marktanteil noch bei 4,6 Prozent. Konkurrent DaimlerChrysler legte leicht von 5,7 auf 5,8 Prozent zu.

Die japanischen Autobauer Toyota und Mitsubishi legten leicht zu. Dagegen verlor der italienische Autobauer Fiat mit 6,2 Prozent nach 7,2 Prozent Marktanteil weiter an Boden. Die angeschlagene britische Traditionsmarke MG Rover konnte ihren Marktanteil mit 1,0 (1,1) Prozent nicht ganz halten.
Volkswagen-Konzern im März in fünf Segmenten Sieger
Mit dem Polo, Golf, Audi A4, Touran und Transporter/Multivan hat der
Volkswagen-Konzern auch im März in der Bundesrepublik gleich in fünf
von zehn Segmenten die meistgekauften Autos gestellt.
Einen Führungswechsel
gab es diesmal lediglich bei den Minis, wo sich diesmal
der Smart Fortwo mit 1899 Einheiten hauchdünn vor dem VW Lupo
(1895) an die Spitze setzen konnte. Klarer ging es wie schon seit etlichen
Monaten bei den Kleinwagen und der Unteren Mittelklasse zu. VW
Polo (7984) vor Opel Corsa (5729) und Skoda Fabia (4638) sowie Golf
(21 271) vor Opel Astra (13 191) und Ford Focus (7631) lautete die jeweilige
Reihenfolge. Souverän die Spitzenposition in der Mittelklasse
hält derzeit auch der Audi A4, der sich in einem recht stark abgeschwächten
Segment gegen die Mercedes C-Klasse und die BMW 3er-
Reihe durchsetzte. (auto-reporter.de)
AKTIE IM FOKUS: Volkswagen (VW) sehr fest - Deckungskäufe nach Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Volkswagen-Aktien (VW) haben am Donnerstag positiv auf die Vorlage von Zahlen reagiert. Die Papiere des Wolfsburger Autobauers verteuerten sich bis gegen 9.50 Uhr um 2,00 Prozent auf 33,61 Euro. Der DAX behauptete sich gleichzeitig mit plus 0,11 Prozent auf 4.183,17 Punkte. Volkswagen hatte am Mittwochabend Zahlen vorgelegt, war aber einen konkreten Ausblick mit Zahlen schuldig geblieben.

Nach den Kursverlusten in den vergangenen Handelstagen deckten nun einige Investoren ihre Verkaufspositionen ein, sagten Aktienhändler in Frankfurt. "Offenbar sind einige zu dem Schluss gekommen, dass es nun nicht mehr weiter runter geht", hieß es. Das Zahlenwerk, der Ausblick und das wie erwartet verlaufende Einsparprogramm stimmten dabei leicht positiv. Entsprechend habe sich das Papier nach den Zahlen von der charttechnischen Unterstützung bei rund 33 Euro zunächst nach oben abstoßen können, sagte ein Börsianer.

Ein weiterer Frankfurter Händler sagte, dass die unerwartet guten Ergebnisse auf Kostensenkungen, nicht aber auf eine Verbesserung des Geschäfts zurückzuführen seien. Der Absatz leide weiter unter der schwachen Nachfrage, allerdings könnte sich die Situation angesichts neuer Modelle in den kommenden Monaten leicht verbessern. Zudem sei China weiter ein Problemkind. Ein anderer Händler wertete die VW-Zahlen als "gemischt". Operativ habe VW positiv überrascht, während der Überschuss schwächer ausgefallen sei.

Nach den Zahlen bestätigte Morgan Stanley Volkswagen mit "Underweight". Die vorläufigen Ergebnisse hätten ein starkes Gewinnwachstum bei deutlich fallenden Kapitalzuflüssen gezeigt, schrieben die Analysten. Zudem übernehme Wolfgang Bernhard bereits zum 1. Mai die Leitung der Markengruppe Volkswagen und damit etwas früher als erwartet - dies sei positiv zu werten.

Goldman Sachs
zufolge lagen die Quartalszahlen "im Rahmen der Erwartungen", wobei die Profitabilität in China deutlich gesunken sei. Die Empfehlung bleibt "In-Line". JP Morgan bestätigte den Titel auf "Neutral". Die Zahlen hätten die Erwartungen erfüllt.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz hat VW mit "Outperformer" bestätigt. "Die Zahlen liegen über unseren, aber zum Teil leicht unter den Konsenserwartungen. Dies ist auf das schwache Finanzergebnis inklusive der China Joint Ventures zurückzuführen", hieß es in dem Kommentar. VW habe seinen Ausblick bekräftigt, ohne dies mit Zahlen zu unterlegen. Das Kursziel lautet 42 Euro./fs/fat/tw
ANALYSE: BNP Paribas hält Volkswagen nach guten Zahlen auf `Outperform`

PARIS (dpa-AFX) - Nach überraschend guten Geschäftszahlen von Volkswagen hat Exane BNP Paribas die Bewertung "Outperform" für die Aktien von Deutschlands größtem Autobauer bestätigt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse bestätigten die Analysten der französischen Investmentbank zudem das Kursziel von 44 Euro. Die Geschäftszahlen für das erste Quartal seien eine "alles in allem positive Nachrichten gewesen".

Das Quartalsergebnis habe "unsere positive Einstellung zur VW-Aktie verstärkt", schreiben die Analysten. Das aktuelle Kursniveau sei ein willkommenes Einstiegsniveau vor dem Hintergrund, dass der Wolfsburger Konzern "seinen Turnaround vorbereite".
(...)
News - 29.04.05 11:25


ROUNDUP: VW kommt mit Sparprogramm voran - Verluste in China und den USA

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Autobauer Volkswagen kommt mit seinem Sparprogramm "ForMotion" schneller als vom Markt erwartet voran. In den USA jedoch geriet der Konzern jedoch im ersten Quartal tiefer in die Verlustzone und auch in China schreibt der bis dahin erfolgsverwöhnte Autobauer plötzlich rote Zahlen. Konzerweit wurde das Ergebnis zum Jahresauftakt verbessert, wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mitteilte. VW bestätigte damit seine in der vergangenen Woche bereits präsentierten vorläufigen Zahlen, auch am Ausblick hält der Konzern weiter fest. An der Börse wurden vor allem die Einsparungen positiv bewertet. Die VW-Aktie legte bis gegen 11.20 Uhr um 1,16 Prozent auf 32,25 Euro zu und notierte damit an der DAX-Spitze .

Dank "ForMotion" hatte der Konzern von Januar bis März sein operatives Ergebnis von 329 auf 464 Millionen Euro gesteigert. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 70 (Vj: 26) Millionen Euro. Das Sparprogramm habe dabei einen positiven Ergebniseffekt von 684 Millionen Euro erbracht, teilte VW weiter mit. Im Gesamtjahr sollen wie schon verlautet 3,1 Milliarden Euro eingespart werden. Zuzüglich der im vergangenen Jahr bereits eingesparten Kosten dürfte "ForMotion" dann über 4 Milliarden Euro Einsparungen bringen. Hierzu seien bereits "rund 90 Prozent der erforderlichen Maßnahmen entschieden". Konzernchef Bernd Pischetsrieder hat allerdings bereits signalisiert, dass der Konzern über "ForMotion" hinaus die Kosten drücken wird.

ROTE ZAHLEN IN CHINA

In China kämpft der Konzern unterdessen mit massiven Problemen. Hohe Fixkosten, steigender Wettbewerb und ein Absatzrückgang um gut ein Drittel machten dem bisherigen Marktführer schwer zu schaffen. Nach einem operativen Gewinn von 106 Millionen Euro, machte VW hier nun im ersten Quartal einen Verlust von 17 Millionen Euro. Mit einem großen Aufschwung rechnet VW nicht mehr, Pischetsrieder hat für 2005 in China nur noch ein "ausgeglichenes Ergebnis" in China in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern hier noch 222 Millionen Euro verdient.

Der anhaltende Preisdruck in den USA durch zahlreiche Rabattaktionen der Wettbewerber und das Auslaufen von Modellen setzt VW in den USA weiter zu. Der Konzern verkaufte in den Vereinigten Staaten im Auftaktquartal über 14 Prozent weniger Fahrzeuge. Das spiegelt sich im operativen Ergebnis wieder. Mit minus 328 (Vj: minus 235) Millionen Euro rutschte VW noch tiefer in die roten Zahlen. Der Umsatz sank von 3,07 auf 2,7 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr will VW dank seiner neuen Modelle aber aufholen und den US-Absatz über Vorjahresniveau steigern. Dabei sollen die beiden neue Modelle Jetta und Passat helfen. Der Passat kommt allerdings erst im August auf den US-Markt.

MARKENGRUPPE VW WEITER MIT VERLUST

Verluste erwirtschaftete der Konzern unterdessen auch weiter in seiner Markengruppe Volkswagen (VW, Bentley, Bugatti und Skoda). Hier wies VW minus 53 Millionen Euro aus nach einem Verlust von 71 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz rutschte von 11,82 auf 10,71 Milliarden Euro.

Erst in der vergangenen Woche hatte VW früher als erwartet Wolfgang Bernhard an die Spitze der Markengruppe berufen und ihn gleichzeitig zum Leiter der Technischen Entwicklung berufen. Der frühere DaimlerChrysler-Manager soll die Markengruppe und vor allem die angeschlagene Kernmarke VW wieder auf Vordermann bringen. Die Markengruppe Audi (Audi, Seat, Lamborghini) verbuchte ein operatives Ergebnis von 303 (Vj: 248) Millionen Euro. Im Nutzfahrzeuggeschäft erwirtschaftete der Konzern einen operativen Verlust von 39 (Vj: -88) Millionen Euro. Im Gesamtjahr will die VW Nutzfahrzeuge eine "schwarze Null" erwirtschaften.

AUSBLICK BESTÄTIGT

Wie bereits angekündigt, will VW durch die Verstärkung durch Wolfgang Bernhard, aber auch mit Hilfe neuer Modelle und seines Sparprogramms in diesem Jahr sein operatives Ergebnis nach Sonderposten und das Vorsteuerergebnis über das Vorjahresniveau steigern. Um wie viel, hänge aber von heute nicht prognostizierbaren Faktoren ab, heißt es. Risikofaktoren seien die Entwicklung der Wechselkurse und die steigenden Rohstoffpreise. Wie Konzernchef Pischetsrieder vergangene Woche betonte, sollen die kommenden drei Quartale aber "in jedem Fall" besser ausfallen als das erste Jahresviertel./tav/sk
Offensive bei VW Nutzfahrzeuge
Neue Trucks aus Brasilien und der LT3 erweitern die Produktpalette
Henning Krogh
Automobilwoche/8. Mai 2005


Hannover. Die Nutzfahrzeugsparte des VW-Konzerns (VWN) plant eine Modelloffensive im Bereich größerer Transporter und Lkw. So wird VWN bereits im Oktober eine neue Generation von Trucks aus brasilianischer Fertigung und Kabinen für schwere Nutzfahrzeuge vorstellen. Das so genannte New Cab aus dem VWN-Werk Resende bietet einen vergleichsweise großen Innenraum und wird erstmals mit Fernfahrer-Schlafplätzen zu haben sein. Eine Rechtslenkerversion soll auch in Südafrika und Australien angeboten werden.

Die dritte Auflage der Lieferwagenreihe LT will VWN im Rahmen der Leipziger AMI 2006 präsentieren. Als Konkurrent für das Erfolgsmodell Daily von Iveco ist auch eine überlange LT-Ausführung mit Super-Hochdach vorgesehen. Der LT3 soll werkseitig mit Rußfilter ausgerüstet werden.

[n]Auch die Fünfzylinder-Diesel des T5-Vans will VWN ab 2006 serienmäßig mit Partikelfilter liefern[/b] (bei Vierzylindern gegen Aufpreis). Eine Reinigungsalternative, die gekühlte Abgasrückführung, hatte VWN als zu teuer verworfen.

Die Absatzzahlen von VWN sind in den letzten Jahren GEWALTIG gestiegen ! Schafft es VWN jetzt auch noch die
hohen Anteile in klingende Münze umzusetzen, verwandelt sich die Baustelle in ein Goldgrube .


Gruß codiman ;)
VW hat große CKD-Pläne
Neue Modellreihen für kostengünstige Montage in asiatischen Ländern

Wolfgang Eschment
Automobilwoche/8. Mai 2005


Wolfsburg. Der VW-Konzern wird nach Informationen von Automobilwoche in den nächsten Jahren weitere preisgünstige Kleinwagen- und Mittelklasse-Modellreihen für Indien und andere Wachstumsmärkte in Asien entwickeln. Die im Gegensatz zu europäischen VW-Modellen technologisch weniger anspruchsvollen Autos sollen von Anfang an so konstruiert werden, dass sie sich vor Ort aus vorgefertigten Bausätzen montieren lassen. Für diese so genannte CKD-Fertigung denkt das Unternehmen über den Einsatz „mobiler Fertigungsanlagen“ nach. Diese sollen nach Aussagen eines Wolfsburger Insiders „leicht und schnell zu errichten sein und dadurch künftigen Kunden in neuen Entwicklungsmärkten flexibel folgen können“.

Ein Kandidat für eine CKD-Fertigung ist auch das neue Billigauto Fox, das VW im brasilianischen Werk São José dos Pinhais baut. So soll eine eigenständige Van-Version des Kleinwagens ab Ende 2005 im argentinischen VW-Werk Pacheo montiert werden – 65 Prozent der Teile kommen als CKD-Bausätze aus brasilianischer Fertigung. Ein Großteil der Autos soll anschließend in Brasilien verkauft werden.

Auch in Indien und in den ASEAN-Staaten will VW in den nächsten Jahren kostengünstige Montagestätten für Fox-Modelle aufziehen. „Wir sind mit unseren Produktionsvorbereitungen für Emerging Markets viel weiter als unsere Wettbewerber“, verlautete dazu jetzt aus Wolfsburg. Eine CKD-Fertigung vor Ort ist für Volkswagen in Indien und den ASEAN-Märkten schon aufgrund der sehr hohen Einfuhrzölle für Neufahrzeuge interessant.

Kleinvieh macht auch Mist ! - Weiße "Flecken" im Vertriebsnetz werden geschlossen !

Gruß codiman
Volkswagen: Attacke auf Solotänzer


Kaum im Amt, greift VW-Markenchef Wolfgang Bernhard durch und mischt seine Truppen auf. Er will den Vormarsch von Toyota in Europa stoppen.




Welche Ansprüche ihr neuer Chef stellt, wissen die VW-Manager spätestens seit Ostern. Im internen Managementletter "Leading Points" teilte Wolfgang Bernhard mit, was eine Führungskraft ausmacht: "Top-Fachmann mit Blick für das gesamte Unternehmen, guter Mannschaftsspieler". Schlechte Manager seien "macht- statt sachorientiert, Solotänzer, ohne Initiative, ohne Ahnung". Dann verriet Bernhard, was er am wenigsten entschuldigt: "Faulheit in all ihren Erscheinungsbildern". Seine Lieblingstugend sei "Gradlinigkeit", sein Hauptcharakterzug "Energie", sein größter Fehler "Ungeduld".


Kurswechsel. Als Sanierer hat der 44jährige Wirtschaftsingenieur, der zugibt, keine Ahnung vom "doppelten Rittberger der Diplomatie" zu haben, einen legendären Ruf: "Ich bin schnell und fokussiert. Ich rede nicht lange um den heißen Brei herum und spare mir gerne Formalien." Gemeinsam mit Daimlerchrysler-Vorstand Dieter Zetsche brachte er den US-Hersteller Chrysler wieder auf Vordermann.

Wie sehr Bernhard meint, was er sagt, zeigte sich am Montag, den 2. Mai. Für ihn war es der erste offizielle Arbeitstag als Chef der Markengruppe VW (VW, koda, Bentley, Bugatti), die bislang Konzernchef Bernd Pischetsrieder persönlich geleitet hatte. Nach wenigen Stunden wurde die erste Personalentscheidung bekannt: Bernhard gab Motorenchef Helmut Endres den Laufpass. Der Nachfolger stand bereits fest: Rudolf Krebs, bislang bei Audi für Benzinmotoren zuständig.
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Konzern. Bernhard, seit Anfang Februar zunächst ohne eigenen Geschäftsbereich im Vorstand, ist in Wolfsburg angekommen. Viele Manager müssen sich warm anziehen. "Wenn einer glaubt, er kann seinen Stiefel so weitermachen, kann ich ihm jetzt schon sagen, dass es so nicht funktioniert", sagt er warnend. "Wir werden neue Wege gehen müssen, wenn wir andere Ergebnisse haben wollen."


Absturz. Die Lage ist prekär: Das operative Ergebnis der Markengruppe VW fiel in den vergangenen vier Jahren von plus 3 Milliarden Euro auf minus 44 Millionen Euro. Der Absatz stagniert bei 3,5 Millionen Stück und wäre ohne den Boom in China, der derzeit ins Stocken geraten ist, sogar gefallen. Eine fehlende Währungsabsicherung gegenüber dem Dollar, die Finanzchef Hans Dieter Pötsch von seinem Vorgänger erbte und mittlerweile korrigiert hat, schlug mit mehr als zwei Milliarden Euro Verlust zu Buche. Bei wichtigen Kennzahlen klafft eine gewaltige Lücke zwischen Wirklichkeit und Anspruch: Umsatzrendite 1,2 statt 6,5 Prozent, Kapitalrendite im Bereich Automobile 1,2 statt 9,0 Prozent, operative Rendite 0,9 statt 6,9 Prozent.

Ohne die Markengruppe Audi (Audi, Seat, Lamborghini), die mit einem soliden Ertrag glänzt, wäre die Situation längst eskaliert. Seit Frühjahr 2002 stürzte der Aktienkurs von 62 auf 33 Euro. Die Dividende von 1,05 Euro je Stammaktie und 1,11 Euro je Vorzugsaktie ist selbst für Pötsch nicht mehr als ein "Schmerzensgeld für die Aktionäre". Mit Sorge betrachtet der Vorstand den Vormarsch der Japaner und Koreaner. Am 3. Mai rüttelte Bernhard während einer Abendveranstaltung im VW-Werk seine Mannschaft auf: Erst hätten die Asiaten "die USA erobert", nun rolle der "Angriff in Europa". Die Konkurrenten, allen voran Toyota, hätten besonders VW "im Fadenkreuz". In den USA stieg der Marktanteil von Toyota seit 2000 von 9,3 auf 13,0 Prozent, in Westeuropa von 3,7 auf 5,5 Prozent. Gleichzeitig ging der VW-Konzernabsatz in Westeuropa von knapp 3,0 auf 2,75 Millionen Stück zurück. Auch in China sowie in Nordamerika fährt der Konzern im Rückwärtsgang.


Mängelliste. "Wenn VW, ein Edelstein der Industriekultur, die Waffen streckt und sich geschlagen gibt, kann Europa einpacken", sagt Bernhard. Eine brisante Analyse, die der Vorstand im Aufsichtsrat präsentierte, offenbart den aktuellen "Status" von VW und zeigt, wo Bernhard zupacken muss. Die Mängelliste im Detail: "Hohe Produktkosten, zu hohe Schadenhäufigkeit, unzureichende Kundenbetreuung, fehlende Belegung einzelner Wachstumssegmente, unterdurchschnittliche regionale Präsenz in Nordamerika, Japan und Emerging-Markets, unzureichende Ausschöpfung von Dienstleistungs- und Zubehörmärkten, nicht ausreichende Entscheidungstreue und Stringenz in der Umsetzung". Dabei hat Pischetsrieder, seit April 2002 im Amt, schon viel getan, um den Konzern flottzumachen. Das Sparprogramm For Motion spülte im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro in die Kasse. In diesem Jahr soll es mindestens 3,1 Milliarden Euro bringen.

Der ehemalige BMW-Chef entzerrte die Modellzyklen, entrümpelte das Motorenregal und kippte die Plattformstrategie, bei der Ingenieure sowohl Komponenten als auch Baugruppen für nur wenige Modelle entwickelten. Stattdessen setzt er auf rund 500 Module in 31 Modulfamilien wie Cockpit, Bremsen, Achsen oder Klimaanlagen. Sie sind bis zu zwölf Jahre im Einsatz. Doppelentwicklungen sind tabu. In den nächsten Jahren rollen endlich auch begehrte Modelle wie Sport Utility Vehicles (SUV), Cabrios und Sportwagen auf den Markt. Mit dem Fox gibt es seit kurzem auch bei VW einen niedrigpreisigen Kleinwagen.

Spielregeln. Beim letzten Top-Managementmeeting klagte Pischetsrieder über "strategische Defizite" und "irrige Annahmen", die VW in eine Sackgasse manövriert hätten: "Die Kunden sind nicht mehr bereit, Jahr für Jahr mehr Geld für ihr Auto auszugeben." Vehement wandte er sich gegen die geheimen Spielregeln im Konzern: Hierar chiedenken, keine Fehler zugeben, mehr fordern als man braucht, Anwesenheit statt Leistung, Schuld haben immer die anderen. Im "Erklären von Negativmeldungen" und dem Ausdenken von Ausreden seien viele Führungskräfte inzwischen "Weltmeister", polterte Pötsch, der nach Pischetsrieder ans Rednerpult trat: "Mit der Art und Weise, wie vereinbarte Zielsetzungen wieder abgemeldet werden, muss endgültig Schluss sein."
Dafür wird Bernhard mit Sicherheit sorgen. Ihm gefällt der Werbespruch von Toyota: "Nichts ist unmöglich." Sein Managementstil: klare Abmachungen, kurze Fristen, schnelle Entscheidungen. Sein Motto: "Ich mache alles aus vollem Herzen" und das am liebsten im Eiltempo. 15 Kilometer läuft er in 63 Minuten, 1000 Höhenmeter schafft er in 50 Minuten. Der Sohn eines Volksschullehrers aus dem Allgäu hat acht Geschwister und musste früh lernen, sich durchzubeißen. Sein Studium verdiente er auch als Straßenmusikant. Das Diplom machte er mit 26, seinen MBA mit 28, den Doktortitel mit 30. Er arbeitete bei der elitären Consultinggesellschaft McKinsey, wechselte zu Mercedes-Benz und dirigierte mit 35 den Serienanlauf der S-Klasse. Mit 40 saß er im Daimlerchrysler-Vorstand und war Feuerwehrmann bei Chrysler.


Zum Lohn berief ihn der Aufsichtsrat an die Spitze der Mercedes Car Group. Doch im April 2004, zwei Tage vor Amtsantritt, verlor Bernhard seinen Posten. Beim Machtkampf um den damaligen Allianz-Partner Mitsubishi hatte er sich gegen Konzernboss Jürgen Schrempp gestellt und darüber hinaus gewagt, Mercedes-Benz als "Sanierungsfall" zu bezeichnen, bei dem "Blut fließen werde". Schrempp war beleidigt, der mächtige Konzernbetriebsratschef Erich Klemm fürchtete ein "blindwütiges Aufräumen". Das Duo gab kein Pardon.


Fehlplanung. Welche Herausforderung bei VW vor Bernhard liegt, beweisen interne Kalkulationen zu Golf und Passat. Von den beiden wichtigsten Modellen setzte VW im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 1,3 Millionen Stück ab. Doch die Produktrenditen, die über die gesamte Laufzeit mindestens acht Prozent erreichen sollen, liegen weit unter Plan. Der Golf erzielte 2002, ein Jahr vor dem Modellwechsel, eine operative Marge von 3,1 Prozent. Der Nachfolger, mit dem VW eigentlich aus der Krise fahren wollte, kam nur mit Hilfe einer kostenlosen Klimaanlage in Schwung. Resultat: eine Rendite von minus 3,3 Prozent im Jahr 2004. Gegenüber der Planung fehlen rund 900 Millionen Euro Ertrag. Beim neuen Passat wäre der Vorstand derzeit froh, insgesamt eine Rendite von vier Prozent zu packen. [7red]

"Die Realität hat unsere Pläne einfach ignoriert", sagt Pötsch sarkastisch. Nun will Bernhard nacharbeiten, um die Zahlen zu verbessern. Auf Lieferanten kommen noch härtete Zeiten zu. Schon als Chrysler-Vize forderte er immer wieder niedrigere Preise und bessere Qualität. In den USA belegte die Marke VW bei der letzten "Initial Quality Study" von J. D. Power, die bei Autokäufern breite Beachtung fi ndet, den 36. Platz unter 37 Herstellern. Der Plan steht: Die Materialkosten sollen konzernweit 2006 im Vergleich zum Vorjahr um eine Milliarde Euro sinken. Auch bei Gemeinkosten, deren Budgets schon in diesem Jahr pauschal um 20 Prozent sanken, gibt es weitere scharfe Einschnitte.


Wie er Probleme anpackt, zeigte der VW-Markenchef beim geplanten Golf-SUV. Noch im März war das Modell, das 2007 in Wolfsburg vom Band laufen soll, totgerechnet. Im Vorstand drehte sich die Diskussion im Kreise. Bernhard war genervt und gab allen Abteilungen vier Wochen Zeit, neue Vorschläge zu erarbeiten. Dann gingen mehr als 300 Manager eine Woche in einer Halle in Klausur. Jeden Tag ab 17.00 Uhr stieß Bernhard dazu, ließ sich Resultate präsentieren, verwarf Vorschläge, forderte Nachbesserungen manchmal gingen die heftigen Debatten fast bis Mitternacht. Am Ende war es vollbracht: Das Fahrzeug lässt sich rund 2000 Euro billiger herstellen ein "Befreiungsschlag", sagt ein Teilnehmer.


Vorbild.
Der Golf-SUV ist für Bernhard, der bei VW auch als Entwicklungschef agiert, ein Symbol. Das Modell konkurriert direkt gegen Japaner und Koreaner. Es soll beweisen: Wir können die Asiaten schlagen. Ein Benchmarking, das VW im vergangenen Jahr mit Hilfe von McKinsey durchführte, ergab, dass Toyota am besten als Vorbild taugt. Fazit der Analyse: "Beste Produktqualität, geringe Kosten, schnelle Durchlaufzeiten, höchste Kundenzufriedenheit. Kultur der Konsequenz und Fokussierung. Globale Präsenz, aggressive Expansionspolitik".

Hat Bernhard Erfolg, ist ihm der VWThron sicher. Pischetsrieder ist 57 und froh, das Tagesgeschäft los zu sein. Die "Konzernstrategie 2015", die er im Herbst im Aufsichtsrat vorstellte, enthält folgendes Szenario: Der Absatz von Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen steigt von 60 auf 78 Millionen Stück. Vor allem China und die Asean-Staaten legen zu. VW schafft einen Marktanteil von zwölf Prozent und verkauft mehr als neun Millionen Fahrzeuge. Ein weiter Weg: Im vergangenen Jahr waren es 5,1 Millionen Stück, die Fabriken sind bei Weitem nicht ausgelastet. Doch Bernhard will kämpfen. Er träumt davon, in zwei bis drei Jahren eine schöne Schlagzeile lesen zu können: "Volkswagen wieder bärenstark".
Die Goldman Sachs Zertifikate sind wieder einmal für die nächsten paar Monate gratis handelbar!
Das werde ich zum teilweisen Abbau der VW-Papiere nutzen, die nun doch schon langsam etwas heiß laufen.
Die Bonuszertifikate gehen zwar bis über 47 Euro, ich glaube aber trotzdem, dass sie zuvor noch etwas nachgeben.
VW arbeitet an günstigem „Welt-Auto“
„3-K-Projekt“ zielt auf Herstellkosten von nur 3.000 Euro – Vorstand prüft „Weltbebauungsplan“

Henning Krogh
Automobilwoche/5. Juni 2005

Wolfsburg. Volkswagen entwickelt ein betont preisgünstiges und geräumiges Einstiegsautomobil für sich entwickelnde Märkte. Das so genannte 3-K-Fahrzeug soll mit Herstellkosten von rund 3.000 Euro deutlich billiger zu produzieren sein als der VW Fox und neben vier Türen, so ein Insider, „viel mehr Kofferraumvolumen bieten“. Zuständig für das 3-K-Projekt ist Karl Hirtreiter, als Heavy-Weight-Produktmanager bei VW für die „Entry-Level“-Strategie verantwortlich. Gefertigt werden soll das 3-K-Auto ab 2008 zunächst in China. Neben dem Reich der Mitte gelten „Emerging Markets“ wie Indien und Malaysia als wichtige Absatzmärkte. Ein Export nach Deutschland ist nicht vorgesehen. Die 3-K-Wagen sollen auf einer einfachen und technisch jeweils identischen Plattform je nach regionaler Design-Präferenz der Zielkunden verschiedene Karosserieformen erhalten. Die Verkaufspreise will VW je nach Währungsrelation und lokaler Wettbewerbslage erst unmittelbar vor dem Marktstart fixiere
VW verschärft den Sparkurs
Markenvorstand Bernhard plant Optimierungs-Klausur für aktuellen Golf


Automobilwoche/5. Juni 2005

Wolfsburg. Die Volkswagen AG unternimmt zusätzliche Anstrengungen, um die angespannte Ertragssituation zu entschärfen. Gemeinsam mit VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard will Konzernchef Bernd Pischetsrieder rasch eine Reihe neuer Sparprogramme auflegen, um die Kostenstrukturen nachhaltig zu verbessern.

So wird Bernhard demnächst mehrere hundert Experten zu einer „Kostenklausur Golf V“ in Wolfsburg versammeln. Im Rahmen des dreitägigen Workshops will Bernhard nach Einsparpotenzialen „in Produkt und Prozessen“ suchen lassen, weiß einer der geladenen Spezialisten. „Das wird vor allem eine Knebelrunde für die Zulieferer“. Hintergrund für Bernhards Fahndung nach Sparvorschlägen ist die aufgrund kostspieliger Incentives erodierende Rendite des neuen Golf. Die Ergebnisse der Produktkostenoptimierung (PKO) sollen möglichst schon im Herbst in die Serienfertigung einfließen. Eine Senkung der Golf-Verkaufspreise jedoch ist momentan nicht geplant.

„Bernhard hat sich in der kurzen Zeit, die er bei VW arbeitet, schon sehr stark bemerkbar gemacht“, lobt ein VW-Aufsichtsrat. Insbesondere im Hinblick auf die Vereinfachung von Fertigungsprozessen wisse der Ex-Daimler-Produktionsexperte zu überzeugen. So wolle Bernhard beim Bau des „3-K-Autos“ , das in einigen Jahren nach China auch in Brasilien hergestellt werden könnte, vermehrt auf standardisierte Montage-Sequenzen setzen. Für teure Komponenten wie die Achsen des neuen Einstiegsmodells ziehe Bernhard „simple, aber pfiffige Neuentwicklungen“ einer Vereinfachung bestehender Module aus Kostengründen vor.

Das Auslandsgeschäft der Volkswagen AG will Konzernchef Bernd Pischetsrieder über Synergieeffekte und eine Stärkung der VW-Werke in anderen Ländern intensivieren. Im Rahmen eines „Weltbebauungsplans“, an dem Pischetsrieder arbeitet, zeichnen sich größere Produktionsvolumina für Mexiko sowie Indien, Malaysia und China ab. So schloss VW jüngst eine Kooperation mit der chinesischen Sinopec-Gruppe, um durch beschleunigte Materialfreigaben den Einkauf bei lokalen Zulieferern erhöhen zu können.

Neue Impulse für das kriselnde China-Geschäft erhofft Pischetsrieder von Winfried Vahland, der seit wenigen Tagen als „President of Volkswagen Group China“ fungiert. Vahland, zuvor als stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Skoda für den kaufmännischen Bereich zuständig, erhält für den Turnaround in China eine bei VW bisher unübliche Machtfülle und berichtet direkt an Pischetsrieder. Als Nachfolger für Vahland soll Skoda Holger Kintscher auserkoren haben, den Finanzchef von VW Nutzfahrzeuge.

Für Unruhe im Werk Wolfsburg haben jüngst Pläne des Managements gesorgt, die Schichtmodelle zu modifizieren. Geplant ist demnach, die Beschäftigten künftig an jeweils drei Tagen pro Woche zehn Stunden arbeiten zu lassen. Von einem Entfall der Nachtschichtzulagen sowie von Sondervergütungen für Einsätze am Sonnabend erhofft sich VW dem Vernehmen nach Einsparungen in Höhe von rund 67 Millionen Euro pro Jahr. „Wir haben nicht vor kurzem einen Tarifvertrag geschlossen, um ihn jetzt zu begraben“, kündigte ein Betriebsrat Widerstand an.
@ #545:

Bravo! Endlich redet einer im VW-Elfenbeinturm Tacheles:

Unproduktivität, Qualitätsprobleme, etc.

Das, was in diesem Forum schon vor ZWEI JAHREN!!! bekannt war, scheint nun endlich auch bei der VW-Führung angekommen zu sein.

Leider drübt sich die Europhorie schon wieder stark ein:
Es werden nämlich die falschen Konsequenzen gezogen!

Unter Bernhard wird nun noch stärker bei VW auf die Kostenbremse getreten. Man kannte dies von ihm ja bereits bei DaimlerChrysler. Der KURZFRISTIGE Erfolg kam auch prompt: DaimlerChrysler konnte einen satten Gewinn einfahren. Heute wissen wir alle: die Freude war nur allzu kurz. Durch die Sparmaßnahmen hat leider deutlich die Qualität gelitten - Ergebnis: dramatischer Umsatz- und Gewinneinbruch - und was noch viel schlimmer ist: Imageverlust! Nach Bernhard`s Sparkurs steckt DaimlerChrysler in einer noch viel tieferen Krise.

Merke: "Geiz ist geil" bzw. "Billig will ich" bringt keine Qualität!!! Das gilt nicht nur im Discounter, sondern auch bei Zulieferteilen!!!

Die Wurzel allen Übels, nämlich die Überproduktion, wird leider nicht angegangen. Quantität ist nicht gleich Qualität! Aber nur mit Qualität kann ein deutsches Unternehmen in einem globalen Markt überleben! Anderfalls ist es dem Untergang geweiht.

Es gibt ein Sprichwort:

Man darf Fehler machen - aber niemals denselben Fehler zweimal!

Aber Bernhard ist gerade auf dem besten Wege, den schwerwiegendsten Fehler von DaimlerChrysler bei VW zu wiederholen.
@549

"Leider drübt sich die Europhorie schon wieder stark ein:
Es werden nämlich die falschen Konsequenzen gezogen!

Unter Bernhard wird nun noch stärker bei VW auf die Kostenbremse getreten. Man kannte dies von ihm ja bereits bei DaimlerChrysler. Der KURZFRISTIGE Erfolg kam auch prompt: DaimlerChrysler konnte einen satten Gewinn einfahren. Heute wissen wir alle: die Freude war nur allzu kurz. Durch die Sparmaßnahmen hat leider deutlich die Qualität gelitten - Ergebnis: dramatischer Umsatz- und Gewinneinbruch - und was noch viel schlimmer ist: Imageverlust! Nach Bernhard`s Sparkurs steckt DaimlerChrysler in einer noch viel tieferen Krise."

Bernhard hat nicht DaimlerChrysler sondern Chrysler saniert, und zwar mit Erfolg. Die Probleme bei DC liegen zur Zeit eher bei der Mercedes Car Group, deren Chef Bernhard werden sollte, aber nicht durfte, weil er schon vor seiner Ernennung harte Einschnitte angekündigt hatte. Sein Sparkurs hat ergo mit den Qualitätsproblemen bei DC nix zu tun. Deine Kritik ist somit sachlich nicht korrekt.

VW ist ein Massenproduzent und hat es schwerer als z.B. BMW oder DC sich in lukrative Nischen zurückzuziehen. Ich denke, Kosten- und Volumenreduktion als Reaktion auf die aktuelle Überproduktion im Automobilsektor sind leider die wenigen aussichtsreichen Optionen von VW. Grundsätzlich bedeutet Kostenreduktion auch nicht automatisch Qualitätsreduktion, siehe Toyota! Ich denke, Bernhard ist schon der richtige Mann für VW.

der buhmi
@buhmi

Dem schließe ich mich an, ich kann es gerade "Life" und "in Farbe" beobachten ...
@550:

"Bernhard hat nicht DaimlerChrysler sondern Chrysler saniert, und zwar mit Erfolg."

Nun, ich würde einen aktuellen Absatzrückrückgang von 6% und Qualitätsproblem nicht als Erfog bezeichnen. Das wird sich nämlich auch bald beim Gewinn bemerkbar machen.

Richtig ist natürlich, dass Bernhard unproduktive Werke geschlossen hat und hat damit die Situation auch nachhaltig bei Chrysler verbessert.

Chrysler ist aber nach wie vor nicht wirklich konkurrenzfähig gegenüber den Japanern oder Koreanern.
Sowohl im Preis als auch in der Qualität.

"Die Probleme bei DC liegen zur Zeit eher bei der Mercedes Car Group,"

Die Qualitätsprobleme bei Mercedes sind natürlich der absolute Supergau und überschatten natürlich die Qualitätsprobleme bei Chrysler.

" deren Chef Bernhard werden sollte, aber nicht durfte, weil er schon vor seiner Ernennung harte Einschnitte angekündigt hatte."

Richtig. Und genau vor diesem Problem steht er auch bei Volkswagen. Ich zitiere nur mal:

"Für Unruhe im Werk Wolfsburg haben jüngst Pläne des Managements gesorgt, die Schichtmodelle zu modifizieren. Geplant ist demnach, die Beschäftigten künftig an jeweils drei Tagen pro Woche zehn Stunden arbeiten zu lassen. Von einem Entfall der Nachtschichtzulagen sowie von Sondervergütungen für Einsätze am Sonnabend erhofft sich VW dem Vernehmen nach Einsparungen in Höhe von rund 67 Millionen Euro pro Jahr. „Wir haben nicht vor kurzem einen Tarifvertrag geschlossen, um ihn jetzt zu begraben“, kündigte ein Betriebsrat Widerstand an."

Wenn schon solche Kleinigkeiten zu "Unruhe im Werk Wolfsburg" führen, wie bitte schön soll Berhard eine
dringenst notwendige Radikalkur für VW durchsetzen?

"Sein Sparkurs hat ergo mit den Qualitätsproblemen bei DC nix zu tun. Deine Kritik ist somit sachlich nicht korrekt."

Im übrigen hat man den Einkauf von DC in weiten Teilen zusammengelegt (d.h. also von Chrysler und MCG). Dies
war sinnvoll, um Kosten zu sparen. Somit muss man sehr wohl einen Herr Bernhard mit in der Verantwortung sehen! Denn
es ist nicht richtig, wenn man bei bereits bestehenden Qualitätsproblemen die Zulieferer noch weiter drückt. So erreicht man natürlich keine bessere Qualität. Denn eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied!

Es spielt aber nun auch keine große Rolle, ob nun ein Herr Bernhard etwas mehr oder etwas weniger für den Einkauf (bei Chrysler und damit auch bei MCG) verantwortlich ist. Die Zulieferer wurden sowohl bei Chrysler als auch bei MCG nochmals drastisch gedrückt. Und das Ergbnis sieht man bei Chrysler ... und natürlich auch bei MCG.

Wobei der Aufschrei natürlich bei MCG natürlich bedeutend größer ist, da

1. die Qualität bei Chrysler noch nie berauschend war (das wäre so, als ob bei Fiat die Qualität etwas sinkt, was vermutlich auch keinen riesen Aufschrei in der Öffentlichkeit zur Folge hätte) und
2. für eine Marke wie "Mercedes" Qualitätsmängel deutlich mehr Schaden anrichten und somit der Aufschrei in der Öffentlichkeit viel größer ist (als z.B. bei Chrysler), da hiermit ein massiver Image-Verlust verbunden ist! Das ist einfach gefundenes Fressen für die Medien!

Im übrigen kann man dieselbe Entwicklung auch bei BMW erkennen. Man kann nur hoffen, dass man dort schneller als bei DC reagiert.

Aber genau dieser Weg, der bereits unter Piech eingeschlagen wurde, wird bei VW nicht nur weiter gegangen werden, sondern soll nun noch weiter forciert werden! Das ist fatal!

"VW ist ein Massenproduzent und hat es schwerer als z.B. BMW oder DC sich in lukrative Nischen zurückzuziehen."

Bzgl. BMW stimme ich noch zu. Aber ist DC kein "Massenproduzent"? DC ist weltweit der viertgroßte Automobilhersteller der Welt! Also größer als Volkswagen!

"Ich denke, Kosten- und Volumenreduktion als Reaktion auf die aktuelle Überproduktion im Automobilsektor sind leider die wenigen aussichtsreichen Optionen von VW. Grundsätzlich bedeutet Kostenreduktion auch nicht automatisch Qualitätsreduktion, siehe Toyota!"

Die Sitaution bei Volkswagen mit der von Toyota nur ansatzweise in Verbindung zu bringen, zeugt von Unwissenheit!

1. Toyota hat keine Probleme mit Überproduktionen! Toyota hat es noch nichteinmal nötig auf seine neusten und innovativsten Produkte nur einen Cent Rabatt zu
geben. Und ist trotzdem bzgl. der Konkurrenzfähigkeit ungeschlagen. Eben weil man eine GERADLINIEGE und LANGFRISTIGE Strategie fährt und daran festhält!

Toyota hatte nie die Absicht (im Gegensatz zu Volkswagen oder DC) eine marktbeherrschende Rolle zu spielen. Sie
sind halt einfach langsam, aber stetig gewachsen.
Selbst jetzt, wo sie locker einige Konkurrenten leicht aus dem Markt drängen können, schrauben sie zurück, indem sie einfach die Preise erhöhen und noch mehr Gewinn einfahren!
Der "stille Riese" wächst halt einfach so vor sich hin.

Man baut bei Toyota nicht einfach irgendwelche Werke, die
dann vielleicht irgendwann nicht mehr ausgelastet sind, oder vielleicht krampfhaft versuchen muss, diese mit irgendwelchen neuen Modellen auszulasten.

Damit wird einfach ein riesiger Unkostenfaktor vermieden!

Das ist wohl der größte Unterschied von Toyota (oder auch Honda oder Hyundai) zu DC oder Volkswagen. Oder anders ausgedrückt: DC oder Volkswagen müssen deutlich mehr die Zuliefer drücken, um auf dieselbe Kosteneinsparung zu gelangen!

2. Toyota spart Kosten, indem gut geschultes - man kann sogar sagen "gedrilltes" - Personal eingesetzt wird! Ein Fließbandarbeiter verdient bei Toyota umgerechnet 5000 EUR im Monat. Das ist nicht gerade wenig! Aber die sind ihr Geld voll wert!

3. Jeder Manager bei Toyota muss mindestens einen Monat am Fließband arbeiten! Unvorstellbar hier in Deutschland! Aber die japanischen Führungskräfte wissen so, wovon geredet wird und wissen, worüber sie entscheiden. Dazu trägt auch bei, dass mindestens einmal im Monat ein Meeting mit den Arbeitern stattfindet.

3. Toyota (wie auch andere Asiaten) spart Kosten, indem Qualitätsprobleme - also teure Rückrufaktionen vermieden werden! Dies geschieht ganz einfach durch Punkt 2 und 3.

3. Toyota und Honda sind die Kapitalstärksten Unternehmen in der Branche. Da muss man nicht unbedingt auf den "letzten Cent" achten. Sollte die Qualität irgendwo einbrechen, können es sich diese Unternehmen mal eben leisten, eine Gruppe von 200 Ingineuren abzukommandieren, um dieses Problem nicht nur zu beheben, sondern auch deren Entstehung und Ursache genaustens zu analysieren! Davon kann ein Konzern wie DC oder Volkswagen nur träumen!

Diese Punkte lassen sich übrigens auch weitestgehend auf
Honda, Nissan oder Hyundai übertragen-

Nur alleine diese Punkte zeigen, dass dies eine ganz anderen Liga ist und deren Kosteneinsparungen nicht viel gemein haben mit denen bei z.B. DC oder Volkswagen.

"Ich denke, Bernhard ist schon der richtige Mann für VW."

Sagen wir mal so: Es ist derzeit kein Besserer auf dem Markt zu haben. Wie das obige Zitat zeigt, wird er wohl gegen Betonwände anrennen.
@codiman

Ah, das hört sich nach einem Insider an ;)

Kannst du deine Beobachtungen etwas näher erläutern?
@wo.b

"Nun, ich würde einen aktuellen Absatzrückrückgang von 6% und Qualitätsproblem nicht als Erfog bezeichnen. Das wird sich nämlich auch bald beim Gewinn bemerkbar machen."

Da hast du recht, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und daher ist das für Chrysler relativ erfolgreiche erste Quartal mit Vorsicht zu geniessen.

Fairerweise musst du Bernhard zugestehen, dass er sich des Qualitätsproblems bewusst ist. Zumindest hat er in zahlreichen Interviews die Qualität zusammen mit den Kosten als die schwerwiegendsten Schwachstellen von VW identifizert. Ich denke, dass er seine Strategie dementsprechend ausrichtet.

"Richtig. Und genau vor diesem Problem steht er auch bei Volkswagen. [...] Wenn schon solche Kleinigkeiten zu " Unruhe im Werk Wolfsburg" führen, wie bitte schön soll Berhard eine dringenst notwendige Radikalkur für VW durchsetzen?"

Ja, das wird nicht einfach. Deshalb wurde er ja auch von Pischetsrieder geholt, nämlich damit dieser falls etwas schiefläuft seinen Kopf nicht hinhalten muss :D

"Die Sitaution bei Volkswagen mit der von Toyota nur ansatzweise in Verbindung zu bringen, zeugt von Unwissenheit!"

Die Probleme bei VW sind strategischer Natur - viele teure Parallelentwicklungen und unrentable Prestigeprojekte banden in den letzten Jahren für Investitionen dringend benötigte Mittel - unter anderem für Investitionen in die Qualität.

Genau aus diesem Grund MUSS man VW mit Toyota vergleichen, denn die haben fast alles richtig gemacht. Es besteht viel Einsparungspotenzial bei VW, ohne dass Zulieferer wie Zitronen ausgequetscht werden müssen. Genau das ist die Aufgabe von Bernhard und ich denke, er kann dabei viel von Toyota lernen.

der buhmi

PS: Übrigens, bzgl. Punkt 3 (dem ersten): Auch Bernhard ist die Ochsentour gegangen und hat bei Chrysler wochenlang in der Produktion gearbeitet...
@buhmi
Nur soviel,man hört immer öfter von Führungskräften, die
"versetzt" wurden und "andere Tätigkeiten im Konzern wahrnehmen"
und es sind ziemlich genau die Abteilungen davon betroffen,
die in letzter Zeit nicht gerade "glücklich agiert" haben.
Vorher gab es meist ein 3 tägiges "Kostenoptimierungsmeeting"
mit Herrn Bernhardt...
...und die Sache läuft hier zimlich dynamisch .. ;)

Gruß codiman
Hallo buhmi,

"Fairerweise musst du Bernhard zugestehen, dass er sich des Qualitätsproblems bewusst ist. Zumindest hat er in zahlreichen Interviews die Qualität zusammen mit den Kosten als die schwerwiegendsten Schwachstellen von VW identifizert."


Das habe ich ja auch ausdrücklich geschrieben, dass endlich "einer im VW-Elfenbeinturm Tacheles" redet, nachdem lange Zeit u.a. die Qualitätsprobleme bei VW (auch hier im Forum) geleugnet wurden.

Einsicht ist der erste Weg der Besserung. Daher war ich anfangs ja auch euphorisch ...


"Ja, das wird nicht einfach. Deshalb wurde er ja auch von Pischetsrieder geholt, nämlich damit dieser falls etwas schiefläuft seinen Kopf nicht hinhalten muss"

Stimme voll zu! Berhard ist sowas wie eine Art "Lebensversicherung" für Pischi ... zugeben: Pischi hat Null Ahnung (war schon bei BMW so), aber er kann sich hervorragend verkaufen. Und in einem Punkt hat gegenüber BMW hinzugelernt (vermutlich von Piech): Er weiß inzwischen wie man seine Macht sichert und seinen Allerwertesten mit Sekundenkleber mit dem Stuhl vereint. :D

"Die Probleme bei VW sind strategischer Natur - viele teure Parallelentwicklungen und unrentable Prestigeprojekte banden in den letzten Jahren für Investitionen dringend benötigte Mittel - unter anderem für Investitionen in die Qualität."

Die Parallelentwicklung wurde nun durch ForMotion ad acta gelegt. Ein klarer Fortschritt. Ohne Frage.

Das Problem mit den Prestigeobjekten ist leider noch keine Vergangenheit. An denen wird krampfhaft festgehalten und es werden nach wie vor Millionen versenkt...

Millionen, die in der Tat besser für Qualität investiert werden müssten!


Aber den wichtigsten Punkt hast Du nicht angesprochen:
Überkapazitäten und veraltete Produktionsstätten!

VW muss krampfhaft mit neuen (auch unrentablen) Produktion seine Werke auslasten (im Gegensatz z.B. zu Toyota, die zwar auch Draufleggeschäfte haben, aber das sind Technologieträger, die zudem recht schnell ins "Plus" kommen). Auch muss VW bestimmte Stückzahlen fahren, obwohl es keinerlei Sinn macht, da man sich den Markt selber (durch hohe Nachlässe) zerstört.

Zum zweiten gelten die Produktionsstätten von VW als recht veraltet. Da ist VW selbst gegenüber Ford oder Opel, die sehr viel in den letzten Jahren investiert haben, inzwischen ins Hintertreffen geraten. Alle Hersteller haben sich für eine neue Runde in der Preisschlag gerüstet. Nur VW bis dato nicht. Das ist gefährlich!

"Genau aus diesem Grund MUSS man VW mit Toyota vergleichen, denn die haben fast alles richtig gemacht. Es besteht viel Einsparungspotenzial bei VW, ohne dass Zulieferer wie Zitronen ausgequetscht werden müssen. Genau das ist die Aufgabe von Bernhard und ich denke, er kann dabei viel von Toyota lernen."

Nun dafür hätte man nicht Bernhard holen müssen:

Porsche (wurde schließlich mit Hilfe von Toyota-Managern saniert) und BMW ist das deutsche Automobilunternehmen, welches am "japanischsten" geführt wird. Pischetsrieder kam von BMW und hätte also das Know-How besitzen müssen. Hat er aber nicht.

Bei VW sind folgende Punkte DRINGEND notwendig.

1. die unrentabelsten Werke müssen geschlossen werden 2. die restlichen Werke müssen modernisiert werden. Und zwar ein Rund-um-Paket!

Ist das realistisch?

1. Sowohl in D, ESP, BRA, MEX steckt VW mehr oder weniger in Knebelverträgen mit den Gewerkschaften. Das würde Unsummen kosten.

In China werden für über 6 Mrd. Euro weitere Fabriken hochgezogen, obwohl die alten bei weitem nicht ausgelastet sind.

2. um sämtliche Werke zu modernisieren (Experten kritisieren ja, das diesbzgl. Jahre lang leider viel zu wenig getan wurde, nur damit Piech tolle Bilanzen vorzeigen konnte), wären ebenfalls Milliardenbeträge notwendig.

Das Problem: VW hat dieses Geld nicht (mehr)! Es wurde zuviel in den letzten Jahren verheizt. Eine solche Sanierung wäre nur möglich, wenn VW einen dicken Investor bekommen würde. Solange dies nicht der Fall ist, wird Bernhard zwar viele tolle Ideen haben können, die aber nicht realisierbar seien werden. Bzw. zu spät realsierbar seien werden.
@ w.ob

Erzähl nicht so einen Blödsinn !:

Zum zweiten gelten die Produktionsstätten von VW als recht veraltet. Da ist VW selbst gegenüber Ford oder Opel, die sehr viel in den letzten Jahren investiert haben, inzwischen ins Hintertreffen geraten. Alle Hersteller haben sich für eine neue Runde in der Preisschlag gerüstet. Nur VW bis dato nicht. Das ist gefährlich!
Das stimmt nicht ! Die Werke sehen von aussen alt aus,
aber von innen sind sie neu.
@codiman:

AUSSEHEN ist oberflächlich. Bei einem Werk kommt es nicht auf`s AUSSEHEN (egal ob innen oder aussen) an, sondern auf die Fertigungsmethoden - also der Produktivität!

Und diesbzgl. gelten VW-Werke schon seit Jahren als veraltet!
@codiman:

P.S.: Wenn Du ein Insider bist/seien willst, dann unterhalt Dich doch mal über dieses Thema mit Herrn Bernhard. ;)
Wenn du wirklich so gut über VW bescheid wüstest,
würdest Du hier nicht so einen Unsinn schreiben. ;)
@w.ob

Ich finde deine Aussage zu den veralteten VW-Produktionsstätten sehr interessant, denn ich höre dieses Argument zum ersten Mal - deshalb würde es mich freuen, wenn du ein wenig mehr Informationen (Quellen, Schlussfolgerungen) liefern könntest. Wenn du recht hast, wäre die Situation bei VW in der Tat besorgniserregend.

Zu den Investitionen:
Der freie Cashflow ist bei VW seit mehreren Jahren negativ, um ihn zu stabilisieren mussten die Investitionen im letzten Jahr massiv gekürzt werden. Auch im ersten Quartal diesen Jahres war der FC negativ. Du hast somit recht, dass der finanzielle und somit strategische Handlungsspielraum bei VW eng wird.

Überproduktion:
Ja, auch die ist das Resultat von strategischen Fehleinschätzungen. Es ist auch gut möglich, dass der Autoabsatz noch viel stärker einbricht als bisher. Auch dann wird es für VW eng. Die Werke in China sehe ich allerdings nicht als Fehlinvestment, da sich der dortige Markt immer noch im Entwicklungsstadium befindet und sehr wahrscheinlich noch sehr stark wachsen wird. Aus vielen Gründen kann es vorteilhaft sein, vor Ort zu produzieren (Natürliches Währungshedging, Distribution, etc). Es macht auch Sinn, China als eigenständigen Markt zu betrachten, für den speziell zugeschnittene Autos entwickelt und produziert werden (Wobei VWs Probleme in China vor allem daher rühren, dass nicht marktkonforme Modelle entwickelt wurden: Die Chinesen wollen grossräumige Autos, VW produziert vor Ort Kleinwagen. Ein strategischer Vorteil wurde so zu einem Nachteil!).

b.
Naja, ich kenne einen "Insider" in diesem Forum, der auch Monate lang Qualitätsprobleme hatnäckig geleugnet hat als ich dies gepostet hatte. ;)

Oder der gemeint hat nach ForMotion geht`s wieder aufwärts, obwohl ich damals schon gesagt hat, dass dieses Einsparpotential bei weitem nicht reicht.

Nun, wir alle wissen ja, was Bernhard nun dazu gesagt hat ... ;)
Hallo buhmi,

schau mal auf:


http://www.wams.de/data/2004/01/04/218571.html?s=2:

"Auch auf die Werke hat es der VW-Chef abgesehen. Sie sollen bei der Vergabe von Produktionsaufträgen künftig stärker als bisher konkurrieren. In der Vergangenheit war das nicht immer so: Manche Produktionsstätten wurden ausgebaut, obwohl andere Werke nicht ausgelastet waren."

Dieser Artikel ist schon etwas älter. Nur dieses Problem hat man ja nicht abgestellt.

Derzeit jongliert man einfach mit den Produktionen hin und her. Der Vento/Jetta wurde in das nichtausgelastete Werk in Mexiko verlagert (was ja Sinn macht, da der Jetta auf den US-Markt(->USD) abzielt). Dafür werden Kapazitäten in Wolfsburg frei, in dem der Golf-SUV nach dem Modell 5000x5000 gebaut werden soll. Nur ist der Markt dafür wirklich da? Analysten sind da skeptisch. Wenn man sich den Absatz vom Polo Fun anschaut, sollte man das auch.

Der Fox (Nachfolger vom Lupo) wird in dem nichtausgelasteten Werk in Brasilien gebaut. Was durchaus Sinn macht, denn dort wird der Fox ja bereits für den Südamerikischen Markt gebaut (in abgespeckter Ausstattung).
Nur hat man jetzt ein Werk wieder frei (nämlich da, wo der Lupo produziert wurde). Das Werk in China, welches zu der brasilianischen Produktionsstätte in Konkurrenz stand, ist übrigens immer noch nicht ausgelastet.

Nun hört man, dass für den Fox bereits einen Nachfolger geplant ist. Dafür will man nun ein NAGELNEUES Werk in Indien hochziehen (man hat ja nur ein paar Werke in Europa und China, die bereits nicht ausgelastet sind).

So sieht`s bei VW aus.

Jedenfalls wurden auch Werksschließungen diskutiert, was
in der Presse aber schnell dementiert wurde:

http://www.wams.de/data/2004/03/07/247693.html?search=piech+…

Damals ist man schließlich noch von anderen Voraussetzungen bei der Marktentwicklung ausgegangen.

Detailiertere Infos werde ich (verständlicherweise) nicht posten. Aber ich hoffe, dass Du Dir ungefähr ein Bild machen kannst.


Bzgl. Werksschließungen und Modernisierungen bei der Konkurrenz:

Such im Internet einfach mal rum, was z.B. Renault, Opel oder Ford investiert haben. Das sind schon ein paar Milliarden pro Hersteller.

Jedenfalls sollte VW sich auch dahingehend schleunigst in Bewegung setzen. Vorausgesetzt, man findet einen Investor.
Aber da ist man ja auf der Suche ...
Hallo buhmi,

diese beiden Artikel sind auch sehr interessant, kosten aber was:

http://service.manager-magazin.de/digas/servlet/find/ON=mana…

http://service.manager-magazin.de/digas/servlet/find/DID=271…

Das spiegelt aber auch in etwas die Versäumnisse bei VW wieder, die sich heute rächen und mit denen Bernhard nun zu kämpfen hat.
@wo.b
Natürlich gab es bei VW versäumnisse, sonst wären sie nicht da wo sie sind.
Aber wir wollen doch ehrlich sein !

Erkläre mir bitte mal das:

Threads des Users wo.b:
Thread Postings Ansicht Datum
-Volkswagen - Absatzsorgen in China 9 16.07.04 12:50:20
-Keine Qualitätsprobleme bei VW? Oh doch!!! 25 12.05.04 11:20:39
-VW ruft weltweit 870.000 Autos zurück! 18 30.04.04 00:21:06
-VOLKSWAGEN - Gebremste Erwartungen in China 2 24.03.04 16:25:32
-Seat-Pläne: Neuer Toledo 2005 - Aus für Arosa und Tango 1 16.03.04 11:01:30
-VW-Pläne für USA in Gefahr 1 16.03.04 10:55:15
-EU-Neuzulassungen im Februar - VW und DaimlerChrysler weiter Einbußen 3 13.03.04 06:10:32
-Umfrage: VW-Modelle wurden schlechter als der Durchschnitt eingestuft 5 11.03.04 16:30:21
-VW braucht erneut Geld 1 11.03.04 10:49:13
-Gewinn-Schwindsucht in Wolfsburg 3 24.02.04 18:10:10
-VOLKSWAGEN - Der Golf wird immer billiger11 24.02.04 15:59:58
-AUTOMARKT CHINA: Wie Volkswagen&Co. über den Tisch gezogen werden! 4 13.11.03 17:02:02
-WTO-Urteil, Strafzölle und Handelskrieg - deutsche Autobauer betroffen? 1 11.11.03 12:29:48
-VW - Skoda senkt Produktion 2
-VW-Bilanz: Und es wird immer schlimmer 5 22.07.03 16:33:39
-Dramatischer Absatzrückgang bei Volkswagen! 20 07.07.03 11:46:13

Offen und ehrlich gesagt, sind Deine Threads ganz schön VW lastig ! Und fast immer negativ !
Dafür gibt es eigentlich nicht so viele Erklärungen:
1. Es macht Dir eine hämische Freude schlecht über VW zu schreiben.
2. Du schreibst über viele Unternehmen viele Threads und benutz bei VW das Kürzel "w.ob"
bei BASF bespielsweise "chemie" um Deine Themen
übersichtlich zu halten.
3. Du bist von dem Unternehmen stark enttäuscht worden und führst einen privaten Rachefeldzug.
(Es kommt vor das Volkswagen Kunden enttäuscht hat).
4. Du bist von einem Wettbewerber und machst Stimmung gegen Volkswagen!
5. Kläre mich auf ....
Hallo wo.b,

Danke für deine Links. Die ersten beiden habe ich nicht gelesen, da man sich dafür erst mal anmelden muss...

In den anderen Links habe ich allerdings keine Indizien, die auf veraltete Werke schliessen lassen könnten, gefunden!

b.
Hallo buhmi,

noch was zu veralteten Werken bei VW:

Es ist natürlich klar, dass auch VW modernisiert hat.
Ein Golf V läuft natürlich nicht von derselben Produktionslinie, wo mal ein Golf IV oder gar III gebaut wurde. Das dürfte schon klar sein. ;)

Das sind natürlich elementare Investitionen.

Es kommt aber darauf an,

1. wie man seine Logistik organisiert und
2. wie z.B. Zulieferer mit in den Produktionsprozess mit einbegunden werden.

Damit läßt sich eine Menge sparen!

Such mal (z.B. bei Google) nach den Begriffen
Ford, Supplier-Park oder Zuliefer-Ring, Köln bzw. Saarlouis

Falls Du die Möglichkeit hast, schau Dir`s einfach mal an.
Das ist das beste. Und dann fahr mal nach Wolfsburg oder zu einem x-beliebigen VW-Werk und schau Dir da mal die Situation dort an.

Schau Dir auch mal an, wie die Japaner produzieren. Schnell wirst Du feststellen, dass die Werke - also die Produktionsabläufe z.B. bei Ford mit denen der Japaner deutlich mehr gemein haben, als mit denen bei VW.

Schau Dir auch mal an, wieviel Milliarden z.B. Ford in die sogenannten Supplier-Parks bzw. Zuliefer-Ringe gesteckt hat und was VW diesbzgl. in den letzten Jahren unternommen hat.

Dann verstehst Du ungefähr, was ich meine.

Z.B. Ford Deutschland (speziell die Werke Köln und Saarlouis) sind spürbar profitabler geworden. Obwohl Ford Deutschland durch die Verlagerung von kostenintensiver Entwicklung an diesen Standort weiter stark belastet wurde, haben sich die Ergebnisse deutlich gebessert. Trotz dieser zusätzlichen Belastungen kommt man wohl sogar wieder aus den roten Zahlen raus.

Bei VW flossen die Milliarden bekanntlich in andere Projekte, anstatt seine Fertigungen für die Brot und Butter Geschäfte zu optimieren. :(

Stattdessen begnügt man sich bei VW damit, Probleme zu verschieben - zeitlich und auch räumlich:
Schafft man es, ein Problem in der Schublade zu versenken und auf einen anderen Schreibtisch zu verlagern, gilt es als gelöst. Siehe nur mal die Hin- und Herverlagerung von Produktionen auf Grund von nicht ausgelasteten Werken.

Anstatt Werke zu schließen, schiebt man das Problem auf.
Pischetsrieder hätte das wohl sonst den Kopf gekostet, da nach bekanntwerden dieser Pläne sein Stuhl schon mal kräftig angesägt wurde.

Also wurden die Parolen ausgerufen:

1. Wir fahren unverändert hohe Stückzahlen bei den Volumenmodellen.
2. Wir schaffen neue Modelle und besetzen Nischen
3. Wir schaffen ein Kostensenkungsprogramm mit dem tollen
Namen "ForMotion" (das kann man auch gut werbewirksam den Finanzmärkten eintrichtern)
4. Wir investieren Milliarden in den China-Markt, wo die Bäume in den Himmel wachsen.


Und schon war der "perfekte" Plan, wie die Werke wieder ausgelastet waren.

Natürlich konnte dieser Plan nicht aufgehen.

Der (traditionelle) Markt hatte eben keinen "kurzfristigen Durchhänger". Die Analysten hatten ja vor der Überproduktion gewarnt.

Experten haben aber bereits beim China-Geschäft frühzeitig gewarnt. Aber man hat auch hier die falschen Entscheidungen getroffen:

http://www.wams.de/data/2005/05/08/715760.html?search=vw+bmw…

Was die VW-Presse-Maschinerie so werbewirksam als "ForMotion" anpreist, ist nichts anderes als das, was sämtliche andere Automobilhersteller ebenfalls schon (längst) machen. Nur hat man sich halt nicht so einen tollen Namen wie VW ausgedacht.


Und dann die Strategie mit den Nischenmodellen. Bsp. SUV-Golf:

Die Idee mit dem SUV-Golf wurde geboren, um die Produktionauszulasten. Denn welchen Sinn macht ein SUV-Golf?

Laut Analysten stagniert der SUV-Markt in dem No.1 Markt der Welt: Nordamerika. Man geht sogar in den kommenden Jahren auf Grund steigender Spritpreise von einem sinkenden SUV-Markt aus. Nun gut. Die Analysten müssen ja nicht recht behalten.

Also schauen wir mal, was die Konkurrenz macht:
Da wäre z.B. Renault mit dem sehr erfolgreichen Megane (Scenic). Hier hatte man sich gedacht, dass eben so ein SUV auf Basis des erfolgreichen Modells Megane Scenic eine gute Idee seien könnte, um eine Nische zu besetzen. Und so war der Renault Megane Scenic 4x4 geboren.
Das Teil war so erfolgreich, dass man beim aktuellen Modell
erst gar keinen Gedanken mehr daran verschwendet hat.

Aber da ist ja BMW. Die sind Premium. Das wollen wir schließlich auch sein. Und BMW ist erfolgreich. Und BMW baut auf Basis des 3ers den kleinen SUV BMW X3. "Klasse, genau das wollen wir auch" hat man sich in WOlfsburg gedacht. Leider hatte BMW wohl auch mit besseren Verkaufszahlen beim X3 gerechnet.

Oder wie sieht`s bei Ford aus. Na ja, kein SUV, aber immerhin ein MAV in Form eines Ford Fusion. Um`s kurz zu machen: Über den Erfolg dieses Modells sprechen wir besser nicht.

Aber Ford hatte ja auch den Plan, auf Basis des Focus einen SUV zu bauen. Das Allrad-System kann man sich schnell mal bei der Konzerntochter Volvo borgen, der Focus basiert ja auf derselben Plattform - das würde gehen. Am man lässt es lieber. Warum? Ganz einfach man schaut zur Konkurrenz nach Wolfsburg!

Ja richtig, vielleicht sollte man ja auch man im eigenen Konzern schauen, wie artverwandte Modelle denn so laufen:

Da wäre nun man der Golf 4motion mit Allradantrieb. Eine tolle, kostengünstige, aber nicht schlechte Allrad-Lösung. Leider ist der Marktanteil eher bescheiden im Vergleich zu den zweiradgetriebenen Golf-Brüdern. Folgerichtig hat Ford sich gesagt: "Das fangen wir uns erst gar nicht an".

Oder wie hat den der Polo Fun "eingeschlagen"? Um`s salopp zu formulieren: Der Einschlagkrater war nicht sehr tief ...

Nun denken sich die VW-Verantwortlichen halt:
Ok, die Analysten haben keine Ahnung vom Markt; die Konkurrenz aus Frankreich oder Bayern können`s halt einfach nicht; und Ford? Will uns ernsthaft jemand mit Ford vergleichen? O.k. das mit dem Golf 4motion und dem Polo Fun könnten mehr verkauft werden, aber da arbeiten wir schließlich dran. Wir sind ja nicht irgendein Hersteller - wir sind VW! JEDER will ein Auto fahren auf dem VW steht! WIR sagen dem KUNDEN, was er will und dann kauft er es auch!

Und so wird dann die Entscheidung getroffen, ein neues Nischen-Modell zu schaffen.


Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie Bernhard mit dem VW-Sumpf umgehen wird. Und vor allem: Wie lange. Er ist dynamsich. Allgegenwärtig. Und hat auch tolle Ideen.
Nur bei den großen, einschneidenden Ideen beißt er ebenfalls wie Pischetsrieder schon auf Granit.
Und was sagt ihr dazu, wollte VW nicht mit dem Golf V
endlich wieder Geld verdienen?
Das sieht mir eher nach einer Wiederholung des amerikanischen `way of loss ` von GM aus.
Ich verstehe es auch nicht recht, denn der Golf V erscheint mir recht attraktiv. Wieso solche Rabatte?

http://de.biz.yahoo.com/050608/341/4kmtk.html

Dow Jones/vwd
VW stützt Absatz des Golf 5 mit hohen Rabatten - FTD
Mittwoch 8. Juni 2005, 08:20 Uhr




HAMBURG (Dow Jones-VWD)--Die Volkswagen AG, Wolfsburg, unterstützt den Verkauf des Golf 5 laut einem Zeitungsbericht in Deutschland derzeit mit hohen Rabatten. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Mittwochausgabe und beruft sich dabei auf eine Studie des Marktforschungsinstituts B&D-Forecast, die der Zeitung vorliegt. VW-Händler hätten diese Aussage bestätigt. "Im branchenweiten Vergleich war das Rabatt- und Anreizverhalten bei VW in den vergangenen sechs Wochen ANZEIGE

besonders ausgeprägt", zitiert die Zeitung B&D-Forecast-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

"Die Rabatte für Privatkunden haben beim fabrikneuen Golf ein Niveau von bis zu 21% erreicht." Laut B&D-Forecast zogen die Verkäufe des Golf 5 in Deutschland im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 20% an, schreibt die Zeitung weiter. VW habe jedoch zurückgewiesen, dass dies mit verstärkten Anreizen zu tun habe. "Wir schlagen die Rabattschlachten der anderen nicht mit", zitiert die "FTD" einen VW-Sprecher. (ENDE) Dow Jones Newswires/8.6.2005/11/bb/jhe
Hallo KlingerP,

"Und was sagt ihr dazu, wollte VW nicht mit dem Golf V
endlich wieder Geld verdienen?"

Die Betonung liegt wohl auf "wollte". Aber man "will" ja immer viel un Wolfsburg ...

"Das sieht mir eher nach einer Wiederholung des amerikanischen `way of loss ` von GM aus."

Sieht nicht nur danach aus, das ist es!

"Ich verstehe es auch nicht recht, denn der Golf V erscheint mir recht attraktiv. Wieso solche Rabatte?"

Ich schon:

1. Der Diesel-Anteil bei VW ist verdammt hoch. Les jetzt aber mal Vergleichstests: VW hat die Technik verpennt:
- "rauhe", "unkultivierte" TDIs (sind Zitate).
- keine Verbrauchsvorteile mehr. Im Gegenteil.
- keine Rußfilter.

2. Die FSI sind in der Unterhaltung unrentabel (teures SP). Die alten Benzin-Motoren waren besser. Gegenüber der Konkurrenz hat man keine Chance in diesem Punkt. Nicht ein Vergleichstest wurde in den letzten Monaten in diesem Punkt von einem FSI-Modell gewonnen.

3. Das Fahrwerk vom Golf V ist deutlich besser geworden gegenüber dem IVer. Aber Opel und Ford sind besser.

4. Schau in diversen Foren bzgl. der Qualität mal rum.
Der Golf V macht genau dort weiter, wo VW mit dem IVer aufgehört hat. Noch schlimmer: Man spart inzwischen sogar bei den Materialien und hat größere Spaltmaße, also da wo`s der Kunde jetzt auch sieht!

4. Wichtige Trends im Hifi- bzw. Kommunikationstechnik hat man verschlafen (-> MP3, Apple iPod, Bluetooth)

Und das ganze kostet dann mindestens mal eben noch 1000-2000 Euro gegenüber der Konkurrenz mehr. Und diese Lücke klafft schnell noch weiter auseinander, kommen noch Extras hinzu. Was ist daran "attraktiv"?
Auch wenn ich mich wiederhole :
@wo.b

Natürlich gab es bei VW versäumnisse, sonst wären sie nicht da wo sie sind.
Aber wir wollen doch ehrlich sein !

Erkläre mir bitte mal das:

Threads des Users wo.b:
Thread Postings Ansicht Datum
-Volkswagen - Absatzsorgen in China 9 16.07.04 12:50:20
-Keine Qualitätsprobleme bei VW? Oh doch!!! 25 12.05.04 11:20:39
-VW ruft weltweit 870.000 Autos zurück! 18 30.04.04 00:21:06
-VOLKSWAGEN - Gebremste Erwartungen in China 2 24.03.04 16:25:32
-Seat-Pläne: Neuer Toledo 2005 - Aus für Arosa und Tango 1 16.03.04 11:01:30
-VW-Pläne für USA in Gefahr 1 16.03.04 10:55:15
-EU-Neuzulassungen im Februar - VW und DaimlerChrysler weiter Einbußen 3 13.03.04 06:10:32
-Umfrage: VW-Modelle wurden schlechter als der Durchschnitt eingestuft 5 11.03.04 16:30:21
-VW braucht erneut Geld 1 11.03.04 10:49:13
-Gewinn-Schwindsucht in Wolfsburg 3 24.02.04 18:10:10
-VOLKSWAGEN - Der Golf wird immer billiger11 24.02.04 15:59:58
-AUTOMARKT CHINA: Wie Volkswagen&Co. über den Tisch gezogen werden! 4 13.11.03 17:02:02
-WTO-Urteil, Strafzölle und Handelskrieg - deutsche Autobauer betroffen? 1 11.11.03 12:29:48
-VW - Skoda senkt Produktion 2
-VW-Bilanz: Und es wird immer schlimmer 5 22.07.03 16:33:39
-Dramatischer Absatzrückgang bei Volkswagen! 20 07.07.03 11:46:13

Offen und ehrlich gesagt, sind Deine Threads ganz schön VW lastig ! Und fast immer negativ !
Dafür gibt es eigentlich nicht so viele Erklärungen:
1. Es macht Dir eine hämische Freude schlecht über VW zu schreiben.
2. Du schreibst über viele Unternehmen viele Threads und benutz bei VW das Kürzel " w.ob"
bei BASF bespielsweise " chemie" um Deine Themen
übersichtlich zu halten.
3. Du bist von dem Unternehmen stark enttäuscht worden und führst einen privaten Rachefeldzug.
(Es kommt vor das Volkswagen Kunden enttäuscht hat).
4. Du bist von einem Wettbewerber und machst Stimmung gegen Volkswagen!
5. Kläre mich auf ....
@all

Ich finde die Postings von wo.b durchaus lesenswert und fundiert argumentiert, auch wenn ich nicht alle seiner Standpunkte teile (und auch wenn er mich bezüglich der veralteten Werke noch nicht überzeugt hat ;) eine schlechte und kostenintensive Einbindung der Zulieferer lässt nicht auf veraltete Werke schliessen)

---

Ich persönlich bin aus antizyklischen Gesichtspunkten bei VW eingestiegen. Die Aktie ist nach den üblichen Bewertungskriterien (Ich verwende einen gewichteten Mix aus KBV, KUV, KGV, KCV) sehr niedrig bewertet.

Der Grund für die niedrige Bewertung sind die von wo.b angeführten Beobachtungen. Er hat den aktuellen Zustand bei VW mehr oder weniger treffend beschrieben (wenn er dabei auch vielleicht das eine oder andere Detail etwas zu schwarz sieht).

Die Frage in dieser Situation ist nun: Schafft es VW, das Ruder herumzureissen oder nicht? Wenn ja, dann wird der Kurs in den nächsten Jahren explodieren. Wenn nicht, dann werde ich Geld verlieren, wobei ich allerdings auf diesem niedrigen Bewertungsniveau keine grossen Kurssprünge nach unten erwarte. IMHO sind die Chancen grösser als die Risiken.

Was mich hoffnungsvoll stimmt ist die Tatsache, dass die meisten von wo.b angesprochenen Probleme vom VW-Management auch als solche erkannt worden sind und angegangen werden. So soll auch die Zahl der Zulieferer in den nächsten Jahren extrem verringert werden, die Zulieferer sollen früher in die Planungsprozesse eingebunden werden etc, getreu der alten Weisheit "besser spät als nie!". VW wird so schnell nicht zur Elite der Automobilproduzenten aufschliessen - aber nach dem `mean reversion`-Prinzip ist es nicht unwahrscheinlich, dass VW zum Durchschnitt seiner Umsatzrendite der letzten 10 Jahre zurückkehren können wird. Diese entspricht 3,1% (Umsatz/Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit). 2004 lag die Umsatzrendite bei 1,2%. D.h. selbst wenn massiv Kapazitäten gekürzt werden müssen, ist es wahrscheinlich, dass in mittelfristiger Zukunft wieder höhere Gewinne als 2004 eingefahren werden. Dies natürlich alles nur unter der Voraussetzung, dass eine Trendwende bei VW tatsächlich stattfinden wird.

Nun wird die Fahrzeugflotte in Europa jedoch immer älter und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Anzahl der Neuzulassungen bald wieder spürbar steigt. Europa ist der wichtigste Markt von Volkswagen und es scheint als könnten die Wolfsburger ihren Marktanteil stabil halten - anders als GM in seinem Heimatmarkt USA. Das sind schon mal gute Grundvoraussetzungen für eine Trendwende.

Das grosse Risiko ist, dass das im vorigen Absatz beschriebene Szenario nicht eintrifft und infolgedessen auch in Europa massive Rabattschlachten geschlagen werden. Dann ist VW in einer unangenehmen Ausgangsposition und kommt wahrscheinlich um Kapazitätsreduzierungen und somit Entlassungen nicht herum. Das würde dann wie GM enden.

Viele wenn`s und aber`s in meinem Posting... ich werde auf alle Fälle erst mal halten und mir anschauen, wie sich das alles in den nächsten ein bis zwei Jahren entwickelt.


Ich freue mich auf weitere Diskussionen!
@wo.b
Die Motorengeschichte/fehlende Rußfilter geht eher auf das Konto des Herrn Trittin. Während die deutschen Hersteller enorm investiert haben, um Euro 4 Motoren zu entwickeln -weil dies zunächst politische Vorgabe war- haben die Franzosen einfach ihre biederen Euro 3 Motoren mit Rußfiltern bestückt und plötzlich kam die Rußpartikel Hysterie, zufällig passend getimed. Diese geschickt eingefädelten EU-Richtlinien...

Eine industriepolitische Schweinerei die ihresgleichen sucht.
Feinstaubbelastung ist in D in den letzten 10 Jahren nämlich erheblich GESUNKEN!

Zu den kleinen Spaltmaßen: Eine Marotte des Herrn Piech, der sich über die Spaltmße der Konkurrenz lustig machte, hat absolut nichts mit Qualität zu tun, lediglich Optik.
Letzlich muss man sich fragen ob kleine Spaltmaße eventuell höhere Produktionskosten rechtfertigen.

Qualität der VW-Modelle ist übrigens gestiegen nach ADAC Pannenstatistik, derzeit oberes Mittelfeld, - hatte darüber mal ne kleine Diskussion mit codi, :laugh:
aber Skoda und Seat hinken nach. Audi ist top.

Statistik lesbar in

Thread Thread: 400-km/h-Marke geknackt
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Bedenklicher finde ich das hier:

http://de.biz.yahoo.com/050612/36/4ksq9.html
dpa-afx
INTERVIEW: Autoexperte wirft VW `arrogante Haltung` gegenüber Händlern vor
Sonntag 12. Juni 2005, 14:45 Uhr


HANNOVER/BAMBERG (dpa-AFX) - Volkswagen (Xetra: 766400.DE - Nachrichten - Forum) macht aus Sicht des Autoexperten Wolfgang Meinig verheerende Fehler im Umgang mit Händlern und Zulieferern. VW habe trotz seiner schwachen Ertragslage immer noch eine "arrogante Haltung" gegenüber Händlern und Zulieferern, kritisierte der Leiter der ANZEIGE

Forschungsstelle Automobilwirtschaft in Bamberg in einem dpa-Gespräch. "Das ist der falsche Weg. Man kann nicht mit einem unzufriedenen Händler- und Zulieferernetz die Ertragswende schaffen." Ein Sprecher des Konzerns wollte sich zu der Kritik nicht äußern. "Wir nehmen keine Stellung dazu", sagte er am Sonntag auf Anfrage.
Händler seien Untersuchungen zufolge unzufrieden etwa mit den Preisen für die Modelle und mit Gratifikationen, die nur zögerlich bei ihnen ankämen. Zudem beklagten sie, dass sie zu viele Vorführwagen vorhalten müssten, sagte Meinig. "Das ist alles Demotivation." VW müsse seine Händler und Zulieferer besser motivieren und "mehr Kreativität" in der Zusammenarbeit entwicklen.

Die Unzufriedenheit der Zulieferer und Händler sei ein wesentlicher Grund für die Krise bei Volkswagen, sagte Meinig. "Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung, dass die Unzufriedenheit bei Händlern und Zulieferern Frühindikator für Unternehmensmisserfolg ist. Das ist bei Ford und Opel so gewesen. VW steuert aber nicht gegen."

`VW-CHEF SETZT EINSEITIG AUF KOSTENSENKUNGEN`

VW-Boss Bernd Pischetsrieder setze einseitig auf die Senkung der Kosten, kritisierte Meinig. "Ich halte es für falsch, nur an der Kostenschraube zu drehen. Dies geht zu Lasten der Zulieferindustrie, des Personals und der Händler."

Volkswagen will mit dem Sparprogramm "ForMotion" 2005 konzernweit rund 3 Milliarden Euro an Einsparungen realisieren und damit die Ertragswende schaffen. Der Konzerngewinn war 2004 erneut eingebrochen. Der Autobauer hat derzeit massive Absatzprobleme in zentralen Märkten wie China und den USA. Bis 2008 könnten zudem konzernweit weitere vier Milliarden Euro nötig sein, um das Geschäftsergebnis zu verbessern, hatte Pischetsrieder angekündigt./hoe/DP/tav
Hallo KlingerP,

"Die Motorengeschichte/fehlende Rußfilter geht eher auf das Konto des Herrn Trittin. Während die deutschen Hersteller enorm investiert haben, um Euro 4 Motoren zu entwickeln -weil dies zunächst politische Vorgabe war- haben die Franzosen einfach ihre biederen Euro 3 Motoren mit Rußfiltern bestückt und plötzlich kam die Rußpartikel Hysterie, zufällig passend getimed. Diese geschickt eingefädelten EU-Richtlinien..."

Nun die EU-Richtlinie war seit 5 Jahren bekannt. Das Dieselruß NACHWEISLICH krebseregend ist sogar seit 15 Jahren! Die Rußfilter sind also nicht in erster Linie etwas gegen Feinstaub (das ist in erster Linie Wetter bedingt!
http://www.mdr.de/fakt/aktuell/2001560.html), sondern gegen Krebs.

Wie auch immer: Nach der Verabschiedung der EU-Richtlinie
war es doch clever von den Franzosen direkt zu handeln.

Im übrigen haben ja auch andere deutsche Automobilhersteller gehandelt:

Mercedes hat bereits letztes Jahr 80% aller Dieslfahrzeuge mit Rußfilter ausgerüstet. Bei Opel gibt es alle 1.9l Diesel und größer mit Rußfilter. Bei Ford gibt es den Focus, C-Max mit Rußfilter.

Nur VW hat völlig gepennt. Da gibt es bei den Volumen-Modellen nach wie vor nur den Passat mit Filter und das auch nur in Kombination mit einem Diesel. Das ist Schwach!

Diese Geschichte geht also nicht auf das Konto von Trittin, sondern ganz alleine VW selber hat sich in diese Lage manöveriert!


"Qualität der VW-Modelle ist übrigens gestiegen nach ADAC Pannenstatistik, derzeit oberes Mittelfeld"

Wurde ebenfall schon oft diskutiert:
VW - wie auch Mercedes oder BMW - untersagen den Kunden den ADAC in Anspruch zu nehmen, da sonst mit Garantie- und Kulanzverlust gedroht wird, wenn nicht der eigene Notdienst kontaktiert wird. Und was der ADAC nicht weiß, macht ihn nicht heiß-

Andere Hersteller wie z.B. Ford kooperieren mit dem ADAC. Wenn dort den Notdienst anruft, wird der ADAC rausgeschickt, so dass bei diesen Marken die Zahlen nicht manipuliert sind.


Interessanter sind da schon eher die unabhängigen Reports.

Qualitätsreporte:

http://www.auto-motor.at/Tipps-Tests-Autofahrer/Auto-Tests-T…

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=503489

Die Qualitätsreporte, verfolgt man sie über die Jahre hinweg, sehr interessant. War VW vor Jahren noch mit Mittelfeld und deutlich vor Marken wie Opel und Ford, so stellt man fest, dass VW in den letzten fünf Jahren stark
abgesackt ist. Das sind genau die Jahre, in denen der Sparzwang bei VW ausgebrochen ist.


TÜV-Report:

http://de.cars.yahoo.com/050127/348/4e3e6.html

Diese sprechen bzgl. der technischen Qualität von VW eine sehr eindeutige Sprache!

Wie bei den Qualitätsreports: Verglichen über die Jahre hinweg lässt sich eindeutig eine Beziehung zwischen Sparmaßnahmen und starkem Qualitätsverlust erkennen!
@w.ob

Da Du ja immer Kübelweise Scheisse über Volkswagen auskippst, beantworte mir nun meine Fragen :

Offen und ehrlich gesagt, sind Deine Threads ganz schön VW lastig ! Und fast immer negativ !
Dafür gibt es eigentlich nicht so viele Erklärungen:
1. Es macht Dir eine hämische Freude schlecht über VW zu schreiben.
2. Du schreibst über viele Unternehmen viele Threads und benutz bei VW das Kürzel " w.ob"
bei BASF bespielsweise " chemie" um Deine Themen
übersichtlich zu halten.
3. Du bist von dem Unternehmen stark enttäuscht worden und führst einen privaten Rachefeldzug.
(Es kommt vor das Volkswagen Kunden enttäuscht hat).
4. Du bist von einem Wettbewerber und machst Stimmung gegen Volkswagen!
5. Kläre mich auf ....
Hallo,

nur mal eine Frage: Gibt es bei VW eigentlich Gruende die STammaktie zu kaufen und nicht die Vorzugsaktie? Eigentlich liefert die doch die hoehere Dividende und kostet dabei etwa 30% weniger. Habe ich da was uebersehen??

Wuerde mich ueber eine aufklaerende Antwort freuen.
klarichter,
was du sagst, spricht für die Vorzüge. Die Stämme bestimmen aber in der AG. Dividende, Aufsichtsrat, Satzung, Kapitalerhöhung. Falls jemand die AG schlucken will, muß er nur den Stämmen ein Angebot machen. Offensichtlich werden deshalb die Stämme höher eingeschätzt.
Noch etwas, das für die Vorzüge spricht: die performance!
Schaut euch mal die Kurse von vow und vow3 im Zeitraum 06/04 bis 06/05 an: +6% ggü. +16% bei den Vorzügen. Der Abstand der Stämme zu den Vorzügen war früher mal bei 40%, jetzt nur noch weniger als 30%.
Ich denke, das ist eine klare message!
Irgendwann, wenn es Volkswagen wieder besser geht,
werden die Vorzüge in Stämme umgetauscht werden.
Natürlich wird dann eine entsprechnede Prämie (Schmerzensgeld) gezahlt werden.
Von daher sind die Vorzüge sehr interessant. ;)
News - 15.06.05 08:19ACEA: Pkw-Neuzulassungen in Europa gehen im Mai leicht zurück

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Pkw-Neuzulassungen sind im Mai in Europa erneut leicht zurückgegangen. Die Zahl sank in Gesamteuropa (EU+EFTA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent auf 1.290.933 Fahrzeuge, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mit. Auf dem wichtigsten Absatzmarkt Deutschland wurden wie bereits bekannt im Mai 299.992 Autos zugelassen, ein Plus von 6,2 Prozent.

Der Marktanteil des Volkswagen-Konzerns (VW, Audi, Seat, Skoda) stieg binnen Jahresfrist von 18,2 Prozent auf 19,4 Prozent. DaimlerChrysler verlor bei rückläufigen Zahlen der Kernmarke Mercedes von 6,5 auf 5,9 Prozent. Der Münchner Konkurrent BMW legte dagegen mit seiner Kernmarke deutlich von 3,8 auf 4,7 Prozent Marktanteil zu.

Die französische Peugeot Citroen Gruppe hatte im Mai einen Marktanteil von 14,3 (14,1) Prozent, Fiat von 5,6 (7,4) und Renault von 9,7 (10,4) Prozent.

Ford verlor leicht an Boden und erreichte einen Marktanteil von 11,2 (11,4) Prozent. General Motors lag unverändert bei 11,0 Prozent, die deutsche Marke Opel verbesserte ihren Anteil auf 9,5 (9,3) Prozent. Toyota steigerte den Wert auf 5,1 (4,9) Prozent.

Zwischen Januar und Mai ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen damit in den EU- und EFTA-Staaten um 2,4 Prozent auf rund 6,640 Millionen Fahrzeuge gesunken./tb/sf
Neuzulassungen Mai: Segmente-Sieger
09.06.2005



Im Berichtsmonat Mai gab es laut Kraftfahrt-Bundesamt sechs Führungswechsel bei den Klassenbesten der einzelnen Segmente: Der VW Fox konnte zum Verkaufsstart bei den Minis gleich den Platz an der Sonne erobern, im Kleinwagen-Segment siegte der Skoda Fabia, der den Opel Corsa verdrängte. Der BMW 3er überholte in der Mittelklasse den Audi A4.

Die Ingolstädter revanchierten sich dafür in der oberen Mittelklasse, wo der A6 den 5er von Platz eins schob.
In der Oberklasse wurden die Münchner und ihr 7er vom Mercedes CLS abgelöst. Dafür musste sich bei den Cabrios das Stuttgarter CLK-Modell dem zweiten Importeur in der Siegerriege geschlagen geben, dem Peugeot 206 CC. (ng)


Segment Segment-Anteil am Gesamtmarkt in % Die Nummer 1 Anzahl der Neuzulassungen Anteil innerhalb des Segments in %
Mini 3,5 VW Fox 1.764 16,9
Kleinwagen 16,6 Skoda Fabia 5.278 10,6
Untere Mittelklasse 28,4 VW Golf, Bora 23.506 27,6
Mittelklasse 17,3 BMW 3er 11.273 21,7
Obere Mittelklasse 5,8 Audi A6 5.433 31,2
Oberklasse 1,1 Mercedes CLS 755 22,3
Geländewagen 4,9 BMW X3 1.646 11,2
Cabrio 6,8 Peugeot 206 3.723 18,3
VANs 12,4 VW Touran 7.633 20,6
Utilities 3,0 VW Transporter, Caravelle 3.233 36,3
Sonstige 0,2 727
Insgesamt 100
Quelle: KBA
Kommentar dazu im Handelsblatt (Auszug)

HB HAMBURG. Wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mitteilte, erhöhte VW seine Neuzulassungen im vergangenen Monat um 5,3 %. Europas größter Autobauer baute seinen Marktanteil in den 15 EU-Ländern und den drei EFTA-Ländern Schweiz, Norwegen und Island damit auf 19,4 (Vorjahreszeitraum: 18,2) Prozent ungewöhnlich stark aus. Branchenexperten führen dies auf den Erfolg des neuen Mittelklassemodells Passat und des Kleinwagens Fox sowie der Modelle der Ingolstädter VW-Schwester Audi zurück.

„VW stabilisiert sich“, sagte HVB-Analyst Georg Stürzer. Er wies darauf hin, dass sich Passat und Fox noch in der Anlaufphase befänden und den in kommenden Monaten womöglich noch stärkere Zuwächse zu erwarten seien.
Vielen Dank fuer die Infos zu den Vorzuegen, hab meine Staemme in Vorzuege getauscht. Ich glaube einige Firmen haben kuerzlich ihre Vorzuege in Staemme umgewandelt (z.B. Rheinmetall) und eigentlich immer haben dabei die Vorzuege besser performed. Vielleicht geht das hier ja auch. Uebernahme wird es bei VW doch eh nicht geben, wegen des hohen Niedersachsen-Anteils.

Und dass es VW bald besser geht, kann ich nur hoffen. Haben ja AUDI als gutes Beispiel.
Volkswagen erhält syndizierte Kreditlinie über 12,5 Mrd Euro

Der Autobauer Volkswagen hat von einem internationalen Bankenkonsortium eine Kreditlinie über 12,5 Milliarden Euro genehmigt bekommen. Die Kreditlinie sei mehrfach überzeichnet gewesen, teilte VW am Mittwoch mit.

VW Chef Bernd Pietschesrieder: Kredite in Millardenhöhe.
Das Darlehen solle zwei alte Kreditlinien der Jahre 2002 und 2004 über 5 Milliarden und 11 Milliarden Euro ablösen. Zu den teilnehmenden Banken gehören den Angaben nach 40 Institute aus elf Ländern. (awp/mc/as)

Kann mir bitte jemand erklären was heißt das:
"Die Kreditlinie sei mehrfach überzeichnet gewesen."???
...Das die Kreditgeber ein vielfaches der Kredite zuteilen
wollten als verlangt.
Das ganze läuft im Bieterverfahren analog zu Aktienemmissionen...
VW will Kosten noch weiter drücken

Europas größter Autobauer Volkswagen will bis 2008 mehr als die bisher angepeilten 4 Mrd. Euro einsparen. Um dies zu schaffen, seien ein strengerer Sparkurs und Leistungssteigerungen nötig, sagte Konzernchef Bernd Pischetsrieder.

Weil sich von den Wechselkursen über den Modellmix bis hin zu den Marktpreisen sehr viel ändern könne, sei die bis 2008 nötige Summe an Einsparungen und Leistungssteigerungen "natürlich mehr als diese Zahl", sagte Pischetsrieder im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten.

Für 2005 bekräftige Pischetsrieder das Ziel eines höheren operativen Gewinns. "An der Prognose für das Gesamtjahr ändert sich nichts", sagte er. 2004 hatte VW dank schneller Erfolge seines Sparprogramms "ForMotion" besser abgeschnitten, als der Konzern selbst erwartet hatte. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen sackte zwar um zwölf Prozent auf 2 Mrd. Euro ab, blieb damit aber über der von Pischetsrieder zur Jahresmitte auf 1,9 Mrd. Euro gesenkten Prognose. In den ersten drei Monaten 2005 steigerte der Wolfsburger Konzern den operativen Gewinn dank weiterer Sparerfolge um 40 Prozent auf 464 Mio. Euro.

Pischetsrieder kündigte für 2008 die Einführung eines Hybridmodells im US-Bundesstaat Kalifornien an[7red], wo die Abgasvorschriften besonders streng sind. Das Modell werde wahrscheinlich ein Jetta sein.

Na bitte, unsere Gebete wurden erhört !
Es wird noch mehr eingespart, wie von vielen gefordert und
ein Hybridfahrzeug ist auch (endlich) in der Pipeline !!! :)
[posting]16.914.763 von codiman am 17.06.05 12:42:06[/posting]Codiman,

danke.
@ Acri : gern geschehen !

News - 23.06.05 11:44Presse: Volkswagen will bei Kernmarke sieben Milliarden Euro einsparen

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Autokonzern Volkswagen will bei seiner angeschlagenen Kernmarkengruppe VW in den nächsten drei bis vier Jahren sieben Milliarden Euro einsparen. Das meldet das "manager magazin" unter Berufung auf Konzernkreise. In Branchenkreisen hieß es am Donnerstag, die Zahl sei "realistisch".

Ein VW-Sprecher in Wolfsburg wollte keinen Kommentar abgeben. Chef der Markengruppe VW ist seit Anfang Mai der als Sanierer geltende Wolfgang Bernhard./hoe/DP/sbi

Quelle: dpa-AFX
News - 23.06.05 13:04
ROUNDUP: Bernhard will VW-Kernmarke mit drastischem Sparkurs sanieren

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Europas größter Autokonzern Volkswagen will seine angeschlagene Kernmarke VW mit einem drastisch verschärften Sparkurs sanieren. Der neue VW-Markenchef Wolfgang Bernhard plant, in den nächsten drei bis vier Jahren sieben Milliarden Euro einzusparen. Das meldet das "manager magazin" unter Berufung auf Konzernkreise. In Branchenkreisen hieß es am Donnerstag, die Zahl sei "realistisch". Ein VW-Sprecher in Wolfsburg wollte keinen Kommentar abgeben. Die Markengruppe VW war 2004 in die roten Zahlen gerutscht.

Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte vor kurzem gesagt, er wolle bis 2008 das Konzernergebnis um mehr als vier Milliarden Euro steigern. Dazu seien "deutlich" höhere Einsparungen und Leistungssteigerungen nötig. Mit dem Sparprogramm "ForMotion" sollen im laufenden Jahr 3,1 Milliarden Euro gespart werden. Volkswagen will damit die Ertragswende schaffen und wettbewerbsfähiger werden. Der Gewinn war 2004 erneut eingebrochen. Der Autobauer hat derzeit massive Absatzprobleme in zentralen Märkten wie China und den USA. Kritiker werfen VW Fehler vor allem bei der Modellpolitik und beim Vertrieb vor.

VERLUSTE

Der frühere DaimlerChrysler-Manager Bernhard, der als Sanierer gilt, ist seit Anfang Mai Chef der Markengruppe VW, zu der VW-Pkw, Skoda, Bentley und Bugatti gehören. Im ersten Quartal schrieb die Gruppe weiter rote Zahlen, verringerte ihren operativen Verlust aber von 71 Millionen auf 53 Millionen Euro. Ertragssäulen im VW-Konzern sind derzeit Audi und die Finanzdienstleistungen.

Wie das "manager magazin" berichtet, will Bernhard die Prämien der Führungskräfte künftig von der Qualität der Modelle abhängig machen. Auch dies wurde in Branchenkreisen bestätigt. Bisher sind die Prämien abhängig von der Geschäftsentwicklung.

ZULIEFERER AUCH BETROFFEN

Allein drei Milliarden Euro der geplanten sieben Milliarden Euro Einsparungen bei der Markengruppe VW sollen dem Bericht zufolge auf Zulieferer entfallen. Der für Beschaffung zuständige Konzernvorstand Francisco Javier Garcia Sanz hatte vor zwei Wochen gesagt, VW wolle seine Materialkosten bis 2008 um eine Milliarde Euro oder zehn Prozent senken.

Zu den Kostensenkungen bei VW gehören auch Einsparungen bei den Personalkosten. Derzeit ringen Betriebsrat und Management um ein neues Schichtmodell im Stammwerk Wolfsburg. Die Unternehmensführung plant eine Rückkehr zur Fünf-Tage-Woche mit etwa sechs Arbeitsstunden pro Tag. Vor allem durch die Streichung von Nachtschichten sollen rund 70 Millionen Euro gespart werden. Bisher gibt es in Wolfsburg die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Arbeitsstunden./hoe/DP/sbi
Hab`s kürzlich schon mal hier erwähnt: Auffällig ist für mich die andauernde Besser-Performance der Vorzüge ggü. den Stämmen. Ob da wieder mal einige mehr wissen als der Rest?
Zum Verhältnis der Vorzüge zu den Stämmen gibt es einige Postings im (jetzt historischen) Thread: Bewertung von Vorzugsaktien vs. Stammaktien, ich habe dazu #34 und #39 beigetragen.
Auf die gaaaanz lange Sicht werden mal Stämme, mal Vorzüge höher bewertet:

Mittelfristig sind gerade die Vorzüge am gewinnen: Etwa ein Jahr lang in 2001-2002 war das Verhältnis sehr eng und genau wie vor zehn Jahren. Seitdem haben die Vorzüge relativ zugelegt (bzw. weniger verloren). Bisher waren die Stämme im Abschwung stärker betroffen, und haben in einer Rallye den Boden wieder gut gemacht.

Seit September 2004 erfahren die Vorzüge eine recht konsistente Höherbewertung:

Seit Mitte September sind die Vorzüge um ca. 12-13 % besser gelaufen als die Stämme. Klar ist: Würde diese Gewichstverschiebung noch drei jahre so weiter gehen, dann hätten die Vorzüge die Stämme eingeholt - und das glaubt so schnell keiner.
Das muss jeder mit sich ausmachen, ob er damit rechnet, dass die Schere (jetzt erst einmal) noch weiter aufgehen wird oder ob er damit rechnet, dass sie sich (wie gehabt!!!) irgendwann wieder schließt, und falls ja wann und wie weit.
Manni
@ Manni:
Dank für die informativen Charts. Ich hatte bei meinem post # 593 in der Tat den Zeitraum 1 Jahr im Sinn.
Was auf der (prozentualen) Vergleichsskala nicht ganz deutlich wird ist die Verringerung des spreads (du hast es angesprochen) von ca. 40% vor einem Jahr auf unter 30% heute.
Ob der Markt die Stämme oder die Vorzüge einer Gesellschaft X absolut (!) höher bewertet, hängt in der Tat von einer Vielzahl von Faktoren ab. Da gibt es ja Beispiele in beide Richtungen. In der Regel ist der Kleinanleger mit Vorzügen besser bedient - auf die Stimmrechtsausübung kann ich bei so großen Gesellschaften wie VW leichten Herzens verzichten. JMHO. Was allenfalls gegen Vz sprechen könnte wäre mangelnde Liquidität im Handel - kein Gesichtspunkt aber bei VW.
Was die Performance angeht, so sollten beide Typen theoretisch (!!) parallel laufen. Wenn aber eine Sorte die andere über einen signifikanten Zeitraum permanent outperformt, so kann/sollte man nach Gründen (oder besser Gerüchten?) fragen/suchen. Also, konkret gefragt, sind vielleicht mal wieder angelsächische Fonds - vulgo: "Heuschrecken" ;) - unterwegs, die, wie weiland noch unter Piech probiert worden ist, VW zu einer Wandlung der VZ in ST drängen wollen?
[posting]17.070.265 von Barral am 30.06.05 10:19:43[/posting]Auf die Story mit einer zu erwartenden Sonderbewegung der Vorzüge gegenüber den Stämmen war ich selbst 2001 herein gefallen, als ich meine Vorzüge bei über 39 € gekauft habe.
Wie man leicht sehen kann, hat diese Sonderbewegung partout nicht stattfinden wollen - beide VW-Aktien sind runter. :mad:
Ich habe mich aber vorgestern bei 29,24 € verabschiedet und den gerade etwas verminderten Verlust realisiert, um weiter zu ziehen.
Warum zu diesem Zeitpunkt? Für meine Augen gab es in den letzten zwölf Monaten zunächst einen Aufwärtskanal mit unteren Aufsetzpunkten Ende September, Ende Dezember 2004 und Mitte März 2004 (und oberen Anschlagpunkten Anfang November 2004 und Mitte Februar 2005). Dieser recht steile Kanal wurde Anfang April 2005 nach unten kräftig durchbrochen. Seit Ende April 2005 wiederum haben wir eine kleine Rallye in VW, und die stieß in meiner Sichtweise gerade von unten an die ehemalige untere Begrenzungslinie an - sozusagen eine Einladung zu einer Korrektur.

Ob ich im Rückblick über meinen Ausstieg erleichtert schnaufen werde (`puh, gutes Timing`) oder still fluchen (`grrrr, wieder nicht die Gewinne laufen gelassen, lernst es nie...`) - das wird sich zeigen.

Good trades
Manni
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Zitat #476 von codiman (07.12.04):

@wo.b
#242

Desweiteren denke ich und hier ist die Welt am Sonntag falsch informiert (!)
sind Bernd & Bernhardt nicht die " Hände gebunden" , weil sie mit dem neuen Tarifvertrag,
ein mächtiges Werkzeug an die Hand bekommen nur müssen sie es richtig einsetzen: ...

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Zitat #481 von codiman (15.12.04):

@ wo.b

Dieses Modell funktioniert NUR, wenn man ein temporäres
Absatzproblem hat!

a) Schon mal was von Konjukturzyklen gehört ?


Das Mexiko-Werk ist nach eigenen
Aussagen nicht ausgelastet und dann will man noch ein
neues Werk hochziehen?
b) Das Werk in Mexiko wird durch den neuen Bora voll ausgelastet, von einem zweiten war nicht die Rede. !

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Zitat #483 von wo.b (17.12.04):


Hallo codiman,

" Schon mal was von Konjukturzyklen gehört ?"

Gegenfrage: Wie lange predigt VW denn schon
den Aufschwung (der nicht gekommen ist und auch so schnell nicht kommen wird)

" Schon mal was von Konjukturzyklen gehört ?"

Weiterdenken:
Den Bora gibt es bereits. Jetzt wird der Bora
in einem neuen Werk produziert. Was passiert mit
dem alten? Schonmal darüber nachgedacht?

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Zitat aus "Volkerts Rücktritt erschwert Sparrunden bei Volkswagen" FTD (01.07.2005):


Derzeit versucht der Konzern, mit einem neuen Schichtmodell im nur zu 70 Prozent
ausgelasteten Werk in Wolfsburg (Anm.: hier wurde vorher der Bora produziert) Nachtzuschläge zu sparen. Bisher scheiterte dieser
Versuch am Widerstand des Betriebsrats.

(http://www.ftd.de/ub/in/12719.html)

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1. Frage an codiman: Wieso sehe ich die Probleme immer schon ein halbes Jahr vorher, während Du diese
immer bestreitest?

P.S.: Ich bin KEIN Hellseher!



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Zitat aus "VW-Kunden bemängeln Qualität" FTD (30.06.2005):


Die Modelle des Autokonzerns VW und die Kleinwagen der Marke Smart aus dem DaimlerChrysler-Konzern
landen in der jüngsten Kundenzufriedenheitsstudie des US-Marktforschungsinstitutes J. D. Power auf
den hinteren Plätzen.

(http://www.ftd.de/ub/in/12543.html)
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Das ich die Qualität bei VW bemängel, ist ja nun nichts Neues. Das letzte mal hatte ich mich
diesbzgl. ungefähr vor einem halben Jahr geäußert.

2. Frage an codiman: Was hat sich diesbzgl. also bei VW getan?
@ w.ob
Oh großer WOB - Du hast recht !
Ich als Nichthellseher und nicht Schlaudenker bin halt Blind und habe keine Ahnung !
Natürlich hast Du Recht, was Du mir ja auch immer beweist !!! Danke ! :rolleyes:

An alle : W.ob Hat Recht ich nicht ! Hört mir nicht zu ! liest meine Beiträge nicht. Hört auf w.ob,
der weiss alles 6 Monate vorher !!
(Könntest Du mir mal die Lottozahlen für kommende Woche
mitteilen - Danke.

Gruß codiman.

P.S.: Um Deine Frage zu beantworten:
Fulminanter Bernhard zog Mitarbeiter in seinen Bann
(Wolfsburger Nachrichten, 01.07.2005)
Der neue VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard begeisterte mit seiner gestrigen Rede auf
der Betriebsversammlung die Mitarbeiter. Sein Hauptthema war die Qualität. Als erste Konsequenz
der letzten, für VW unbefriedigenden Qualitätsumfragen kündigte Bernhard an, den
Managerbonus fortan an Qualitätsdaten zu koppeln. Die Qualität müsse gesteigert werden, so
der Manager.
Er erklärte auch, dass man wieder richtige Volks-Wagen bauen müsse.
An beide Streithähne:

Sachdienliche Hinweise zum Unternehmen und zur Aktie - jederzeit gerne!

Eure flame wars tragt bitte woanders aus!
Bernhard drückt bei VW aufs Tempo
Markenvorstand fordert strengen Kurs bei Kosteneinsparung und Qualitätssicherung

Automobilwoche/4. Juli 2005




Wolfsburg. Mit einem eindringlichen Appell hat der neue VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard die Belegschaft auf einen strikten Kurs des Kostensparens und der Qualitätssicherung eingeschworen. "Wir stehen am Scheideweg", heißt es in einem der dpa vorliegenden Brief an die Beschäftigten, den Bernhard in allen westdeutschen Werken am Montag aushängen ließ. Und: "Die nächsten drei Jahre werden sehr schwierig". Die Qualität der Produkte müsse besser werden. Bei den Material- und Fertigungskosten müsse VW eine Milliarde Euro bis Ende 2006 einsparen. VW habe bis zu 40 Prozent höhere Fertigungskosten als die Wettbewerber. Deshalb müssten alle Abläufe systematisch durchforstet und effektiver gestaltete werden.

Die Markengruppe Volkswagen (VW, Skoda, Bentley, Bugatti) war im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht und wies im ersten Quartal 2005 einen Verlust von 53 Millionen Euro beim operativen Ergebnis aus. Bernhard war am 1. Mai 2005 als VW-Markenvorstand angetreten, um die angeschlagene Traditionsmarke zu sanieren. Er gilt als der große Hoffnungsträger.

Mit dem Brief in einem Extra-Blatt der Mitarbeiter-Zeitung "autogramm" richtet sich Bernhard, dem der Ruf eines harten Sanierers vorauseilt, zum ersten Mal nach einer VW-Manager-Konferenz am Wochenende mit konkreten Plänen an die Belegschaft. Eindringlich mahnt er: "In den nächsten Jahren wird sich entscheiden, ob es uns gelingt, den Trend umzukehren." Dabei werde es kurzfristig keine Hilfe durch neue Produkte geben. Bei der dringend notwendigen Verbesserung der Qualität müssten alle mitmachen. Es sei ein Forum Produktqualität eingerichtet worden, das sich alle vier Wochen treffen werde, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auch der Bonus der Führungskräfte werde künftig an der Qualität der Produkte bemessen. Wichtig sei ferner die Entwicklung überzeugender und kostengünstiger Modelle. "Denn: Wir erfüllen unser Markenversprechen nur, wenn sich der Kunde unsere Produkte auch leisten kann." (dpa-AFX)

Also, der Tanker bewegt sich wieder und Bernhardt bewegt den Tanker ....
Gruß codiman
Korruption, Tarnfirmen, Edelnutten, Lustreisen...jedenfalls nicht mit meinem Geld !

STRONG SELL !!!

:mad::mad::mad:
Na und,
wenn sich die Politiker mal wieder den Steuerfreibetrag erhöhen, wanderst Du ja auch nicht aus !
Hier sind Verfehlungen gelaufen und jetzt wird ausgemistet.
Kommt in der besten Familie vor.
[posting]17.127.539 von codiman am 04.07.05 16:35:14[/posting]Ich fürchte ein Bernhard reicht bei dem Wolfsburger-Sumpf garnicht aus...

:cool::D:cool:
Allerhöchste Zeit, dass genau wie in GB auch in D die Gewerkschaften "enteiert" werden !

Anderenfalls kaufen wir halt keine deutschen Aktien mehr...

:eek:
Immer schön locker bleiben! Und runter vom moralischen Hochsitz!
Wer einmal das Vergnügen mit einer wirklich guten brasilianischen Professionellen hatte, der kann nur volles Verständnis für den Herrn Volkert und seine Bedürfnisse aufbringen. Das ist wirklich `was anderes als die tägliche Hausmannskost. Die Damen verstehen ihr Gewerbe noch besser als die Balltreter der Selecao ihres. Und wenn dann noch die Firma den Spaß bezahlt: Mal ganz ehrlich, wer von euch könnte da widerstehen? Der werfe den ersten Stein. ;)
Die "deutschen" Aktien dürften auch kein Problem damit haben, Blue Max nicht zu gehören, falls sie die Höhe ihrer Qualität an der seiner Beiträge auszurichten hätten.
dem Aktienkurs scheint es auf jeden Fall nicht zu schaden.
Und wenn die Hartgesottenen sich von der Affäre nicht zum Verkauf verleiten lassen, sehe ich keinen Grund, die Aktie zu verkaufen. Könnte mir eher vorstellen, dass dies dem Papier weiter Auftrieb geben könnte, da das Mitbestimmungssystem bei VW damit am Ende sein könnte, was in jedem Fall den Aktionären zugute kommen sollte.
Ende des VW-Systems
Mittwoch 6. Juli 2005, 07:31 Uhr


Korrupte Manager und Tarnfirmen, Lustreisen und Luxusprostituierte: Das Drehbuch für diesen Wirtschaftskrimi hätte ein Hollywood-Macher nicht schriller schreiben können. ...

Korrupte Manager und Tarnfirmen, Lustreisen und Luxusprostituierte: Das Drehbuch für diesen Wirtschaftskrimi hätte ein Hollywood-Macher nicht schriller schreiben können. Wer hätte gedacht, dass der solide Volkswagen (Xetra: 766400.DE - Nachrichten - Forum) -Konzern aus dem langweiligen Wolfsburg je solche Schlagzeilen produzieren würde?

Egal wie viele der Revolvergeschichten
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sich im Zuge der internen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bewahrheiten werden: VW hat seine Unschuld verloren. Die Affäre ist der Anfang vom Ende jenes konsensualen Systems, mit dem Europas größter Autohersteller in den letzten Jahrzehnten geführt worden ist. Die enge Verbindung – manche sagen Filz – zwischen Management, Betriebsrat und Politik wird nun entwirrt. Die bislang verwischte Verantwortung zwischen Kontrolle und Management muss wieder deutlicher werden.

Für die IG (London: IGG.L - Nachrichten) -Metall und den Konzernbetriebsrat bedeutet das einen erheblichen Machtverlust. Die kämpferischen Parolen aus dem Gewerkschaftslager sind bestes Indiz für die Angst vor dem Unvermeidlichen. Dem Management um Bernd Pischetsrieder und dem neuen starken Mann bei VW, Wolfgang Bernhard, eröffnet sich dagegen die Chance, den Konzern grundlegend zu erneuern. Dazu gehört auch, dass wirtschaftliche Notwendigkeiten über politische Interessen des Großaktionärs Niedersachsen gestellt werden. Mit der bisherigen Kuschelmentalität wird VW im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Toyota nicht bestehen können. Nach den bereits erfolgten Kosteneinsparungen müssen weitere drastische Schritte folgen, sonst könnte VW in eine ähnlich tiefe Krise schliddern wie General Motors (NYSE: GM - Nachrichten) .

Es wird also nicht reichen, den Einfluss der Gewerkschaften zu beschneiden. Alle Protagonisten des alten VW-Systems stehen einem echten Neuanfang im Wege. Ein Rücktritt des Personalvorstands, Gewerkschaftsmitglieds und Kanzlerberaters Peter Hartz dürfte unvermeidlich sein. Und über kurz oder lang wird auch Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch seine Rolle als Volkswagens Übervater kritisch überdenken müssen.
Welcher Manager hat denn die Luxusreisen buchen lassen
und bezahlt. Ich kann mir nicht vorstellen das das der Harz war ?
Das die Aktie von dem Skandal profitiert glaub ich nicht.
Im Gegenteil, Gewerkschaft und Betriebsrat werden sich bei der jetzigen neueun Einsparrunde streitbar zeigen müssen. Die berühmte Kompromißfähigkeit bei VW wird hier Schaden nehmen.
... und am lautesten über einen bestechlichen Betriebsrat (Schande über ihn!) jammern diejenigen, denen das Ergebnis der Bestechlichkeit nicht weit genug geht, und die eine unbestechliche Amtsführung wo immer sie gefunden wird mit den üblichen Schimpfwörtern (`Betonköpfe, Sesselfurzer`...) belegen.

Im übrigen sind die Probleme bei VW nicht solche der zu hohen Personalkosten, sondern des Managements, welche den Schwerpunkt nicht auf die Beschleunigung der Entwicklung konkurrenzfähiger Modelle gelegt hat. Der Automobilmarkt ist ein Verdrängungswettbewerb, und in diesem gewinnt nicht der Betrieb mit den niedrigsten Produktionskosten, sondern derjenige, der die zuverlässig besten Produkte zügig zu einem vernünftigen Preis anbietet.
@all:

Also da muss ich codiman ausnahmsweise mal recht geben:

Diese ganze Korruptionsaffäre wird doch von den Medien
viel zu hoch aufgehängt! Fängt denn schon das Sommerloch an???

Zeig mir bitteschön nur EINE Branche in D, in der NICHT
geschmiert, bestochen und weiß weis ich nicht moch alles
gemacht wird! Und vor allem (fast) alle Groß-Unternehmen
und Interessenvertreter sind mit von der Partie!

Ich versteh die ganze Aufregung nicht. Wenn man jetzt so
ein Wirbel um die ganze Geschichte macht und entsprechend
die (moralische) Meßlatte hochlegen will, dann muss man
halb Deutschland hinter Gitter bringen und kann sämtliche
Unternehmen dicht machen (weil alle im Knast sitzen)!


@ManfredGonn:

"Im übrigen sind die Probleme bei VW nicht solche der zu hohen Personalkosten, sondern des Managements, welche den Schwerpunkt nicht auf die Beschleunigung der Entwicklung konkurrenzfähiger Modelle gelegt hat. Der Automobilmarkt ist ein Verdrängungswettbewerb, und in diesem gewinnt nicht der Betrieb mit den niedrigsten Produktionskosten, sondern derjenige, der die zuverlässig besten Produkte zügig zu einem vernünftigen Preis anbietet."

Stimmt. Und VW ist da nicht mit von der Partie. :(
Bernhard sieht «große Durststrecke» für VW

Auch abseits der Schmiergeld-Affäre steckt VW nach Ansicht von Markenvorstand Bernhard in einer ernsten Krise. Automobil-Experten sehen den Konzern schon als Übernahmekandidaten.

Der neue Chef für die Marke Volkswagen im VW-Konzern, Wolfgang Bernhard, sieht seinen Bereich in einer ernsten Krise. Die Marke habe eine «relativ große Durststrecke» vor sich, weil «wir im Prinzip unser Modellfeuerwerk weitgehend abgefeuert haben» mit der Einführung von Touran, Golf und Passat, sagte Bernhard dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Wie das Blatt am Samstag vorab berichtete, will der VW-Markenvorstand aus Kostengründen neue Modelle auf bestehenden Fahrzeugarchitekturen aufbauen. «Etwas völlig Neues zu erfinden ist zu teuer und dauert zu lange», sagte er. Dabei könne er sich auch vorstellen, auf Technologie der Konzernschwester Audi zurückzugreifen.

Bernhard ist seit Mai für die ins Schlingern geratene VW-Kernmarke Volkswagen zuständig. Die Markengruppe VW war 2004 in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Quartal verringerte die Gruppe, zu der neben Volkswagen auch Skoda, Bentley und Bugatti gehören, ihren operativen Verlust von 71 Millionen auf 53 Millionen Euro. Der Konzern hat derzeit massive Absatzprobleme in zentralen Märkten wie China und den USA.

Börse schaut genau hin

Kritiker werfen VW Fehler vor allem bei der Modellpolitik und beim Vertrieb vor. Der Leiter der Bamberger Forschungsstelle Automobilwirtschaft, Wolfgang Meinig, sieht in dem Konzern gar schon einen potenziellen Übernahmekandidat. VW werde es in zehn Jahren in seiner heutigen Form womöglich nicht mehr geben, sagte Meinig der dpa. Auch das VW-Gesetz werde eine Übernahme durch einen anderen Großkonzern oder internationale Finanzinvestoren nicht verhindern. Das Gesetz regelt die Beteiligung des Landes Niedersachsen am VW-Konzern.

Nach Meinigs Auffassung wird die Korruptions-Affäre an der Börse genau beobachtet. «Möglicherweise machen sich einige Leute bereits Gedanken über eine Übernahme», spekulierte Meinig. Der Börsenwert des VW-Konzerns sei mit nur rund 15 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 89 Milliarden Euro nicht besonders hoch. Der japanische Konkurrent Toyota beispielsweise habe einen Unternehmenswert von 110 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 137 Milliarden Euro. Die Forschungsstelle in Bamberg untersucht regelmäßig das Verhältnis von Händlern und Zulieferern zur Autoindustrie. (nz)

(http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/347730.html)
@#614:

VW Übernahme-Kandidat - damit wird VW wirklich wieder interessant! :)

Denn wenn laut Bernhard das Pulver verschossen wurde und
kein Geld für Neuentwicklungen da ist, dann war`s das
für einen Automobilkonzern! Eine Übernahme ist damit
unausweichlich!

Das werden rosige Zeiten für uns (VW-)Aktionäre ... :cool:
#615

Witzbold !

Schon mal was von der Extra-Wurst "VW-Gesetz" gehört ?

:eek:
#615:

Schon mal was davon gehört, dass diese "Extra-Wurst" abgeschafft werden soll?

Schonmal was von dem Gerücht gehört, dass Niedersachen
bei VW aussteigen will?

:cool:

Denn zu einer Übernahme gibt es gar keine Alternative!
Alles andere würde in einer Katastrophe enden (ein Konzern, der kein Geld mehr für Neuentwicklungen hat ist erledigt in der kostenintensiven Automobilindustrie -> Stillstand=Rückschritt) und da dürfte wohl keiner ein Interesse dran haben!
#568

Hallo buhmi,

"In den anderen Links habe ich allerdings keine Indizien, die auf veraltete Werke schliessen lassen könnten, gefunden!"

Kommt zwar etwas spät ... aber besser spät als nie. ;)

Jetzt kann ich Dir auch ganz offiziell einen Link liefern,
der auf veraltete Werke schließen läßt:

Osterloh kritisierte, VW habe "einen nachweisbaren Modernisierungsrückstand in der Organisation, der Entwicklung und der Produktionsprozesse"
(http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,364…
Hallo wo.b

Danke für den Link!

P.S.
Wie ich sehe bist du zur Zeit in bester Laune :D
Aber Achtung, VW könnte die Kurve noch kriegen ;)
Interessant in dem von wo.b verlinkten Artikel finde ich vor allem Bernhards Aussage zu einer neuen konzernübergreifenden Plattformstrategie (Rückgriff auf Komponenten von Audi).

Ausserdem scheint Bernhard den Laden ja ganz schön aufzumischen, das ist nicht zu unterschätzen. Wenn bei VW eine kollektive "Jetzt packen wirs an"-Euphorie entsteht, dann können die Berge versetzen! Bisher überzeugt mich Bernhard voll und ganz.

der buhmi
Hallo buhmi,

danke, ich bin bester Laune! :cool:

"Interessant in dem von wo.b verlinkten Artikel finde ich vor allem Bernhards Aussage zu einer neuen konzernübergreifenden Plattformstrategie (Rückgriff auf Komponenten von Audi)."

Damit ist in erster Linie die Diesel-Technologie bei den
Audi-Top-Modellen gemeint (Common-Rail-Diesel satt PD-Diesel).
Dies sind natürlich sehr interessant für die Modelle Passat,
Touareg und Phaeton.

Außerdem dürfte die Kommunikationstechnologie von Audi interessant sein, welches auf den Bluetooth-Standard aufsetzt. VW wollte bisher ein eigenes System zusammen mit Siemens entwickeln und damit das Rad neu erfinden (womit
VW allerdings auch dann alleine dagestanden hätte. Außerdem
hatte vor kurzem Siemens bekanntlich diese Sparte an den
Koreaner BenQ abgestoßen).

Ansonsten ist bei Audi auch nicht viel mehr zu holen, sieht man mal vom quattro-Antrieb ab. Der dürfte für VW aber nicht so wirklich interessant sein, da er teurer ist, als der günstigere 4motion-Antrieb.

Das dürfte aber für VW nicht reichen.

VW bräuchte auch neue Common-Rail Diesel für die Massenmodelle Golf und Touran evtl. auch noch Polo.

Wichtig wäre mittelfristig eine grundlegende Neuentwicklungen in alternative Antriebskonzepte wie sie z.B. beim Hybridantrieb derzeit von Toyota, Honda oder Ford und demnächst auch DC und GM kommen.

Noch wichtiger aber wäre die Forsierung bei Ethanol-betriebenen Motoren, womit Ford eine Großoffensive in Südamerika und Skandinavien startet.

Da hat VW jedoch nichts entgegenzusetzen, was letztlich
Marktanteile kosten und zu Image-Einbußen führen dürfte.

Mal davon abgesehen wird VW sicherlich "die Kurve kriegen",
aber mit Sicherheit nicht eigenständig. Dafür hat VW zu viele Baustellen und zu wenig Geld, als dass diese Baustellen schnell in den Griff zu bekommen wären.
Erstmal müssen die Sparmaßnahmen greifen, bevor wieder ausreichend Geld in der Kasse ist. Das wird aber mindestens
12-24 Monate dauern - zu lange! Hexen kann Bernhard nun mal auch nicht.

Mal davon abgesehen ist für uns Aktionäre sicherlich eine
Übernahme auch viel lukrativer. ;)
Bernhard bricht Tabu mit möglicher Werksschließung
(Financial Times Deutschland, 12.07.2005)
VW-Markenchef Wolfgang Bernhard will noch in diesem Jahr über eine mögliche Werksschließung
in Europa entscheiden. Ein Unternehmenssprecher sagte, ein solcher Schritt sei nicht
ausgeschlossen. Offenbar hat der Konzern bereits einen Standort im Visier: das Werk im belgischen
Forest. Ein Werk in Deutschland zu schließen ist hingegen politisch kaum durchsetzbar.
Bernhard muss in den nächsten Jahren erheblich sparen, um die angestrebten Ziele zu
erreichen.

Da können sich also einige freuen, wenn das stimmt
ob nun in Deutschland oder Belgien, die Standortkosten
sind die selben. Das Einsparpotential ist enorm.
#623

Werkschliessungen bei VW in Europa ?

Was wird dann aus der Zulieferindustrie ?

Werden die Edelnutten, Lustreiseveranstalter, Viagra- und Aphrodisiakahändler dann alle arbeitslos ?

:laugh::laugh::laugh:
VW muss wohl nochmal auf 30 Euro runter kommen, um die Landesregierung von Niedersachsen dazu zu bewegen, ihr Aktienpaket abzugeben. Ministerpräsident Wulff benutzt seine Stellung bei VW, um mit dem politischen Gegner abzurechnen. Die Cliquen werden ausgetauscht, sonst bleibt alles beim Alten. Bernhard ist gerade gut genug, damit der Schlendrian weiter gehen kann.
Volkswagen macht ja richtig Freude dieses Jahr. War die richtige Entscheidung zu Jahresende 2004 ein paar VW Vorzüge ins Depot zu nehmen. Schon 28% Plus und zusätzlich noch eine fette Dividende abgegriffen. Der Bernhard wirds richten. Kursziel 65 Euro auf Zwei-Jahressicht für die Stammaktie!
[posting]17.218.609 von buhmi am 12.07.05 19:50:04[/posting]Volkswagen hat eine immens schlechte Eigenkapitalrendite und somit ein immenses Rationalisierungspotential. Bernhard räumt jetzt auf und macht die Marke profitabel. Das sollte reichen VW wieder in die 1999er Regionen zu führen. Im Hintergrund lauern: Wegfall VW Gesetz bzw. eventuell Umwandlung Vorzüge in Stämme macht man da richtig Asche. Also Strong Buy!
Diese Argumentationskette hätte von mir stammen können ;)
Ich bin mit ähnlichen Überlegungen eingestiegen.
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten bei VW:

Entweder sie werden übernommen, dann sind sogar mehr als
65 EUR drinnen.

Oder aber nicht. Dann ist der Kurs genauso schnell unten,
wie er jetzt hochgegangen ist.

Ich traue Benrhard durchaus zu, dass er innerhalb der nächsten
24-36 Monate ein gutes Ergebnis aus eigener Kraft vorzeigen kann. Nur wird VW die Sparmaßnahmen einholen ...

Denn wenn laut Bernhard die aktullen Produktionskosten um 40% über der Konkurrenz liegen, die man einsparen muss, dann muss auf die schnelle auch die Entwicklung zur Kosteneinsparung herhalten!
Hallo codiman,

man scheint ja bei VW jetzt wirklich aufzuwachen! Das ist
erfreulich. Ich tippe aber nicht auf ein belgisches und
schon gar nicht auf ein deutsches Werk (noch ist VW z.T.
ein Staatsunternehmen! Und nach den Tarifabschlüssen würden
Entlassungen Unsummen kosten).

Viel mehr rechne ich mit einem portogisischem Werk aus der
Lopez-Ära. Um die Sache zu konkretisieren: Das Werk, in dem
der VW Sharan, der Seat Alhambra und der Ford Galaxy gebaut
werden.

Warum?

Nun das Werk ist derzeit vielleicht zu 60% ausgelastet.
Ford steigt dort Ende des Jahres aus. Dann dürfte die
Auslastung unter 50% liegen. D.h. dort ist "Alarmstufe Rot"
angesagt!
[posting]17.221.251 von wo.b am 13.07.05 07:45:05[/posting]eine Übernahme möchte ich nicht. trotz schneller gewinne befürworte ich keinen ausverkauf deutscher traditionsunternehmen. zumal nicht zu den schleuderpreisen die private equities gerade für deutsche unternehmen zahlen, die bewertungen sind günstig wie nie.

wieso sollte man nicht den turnaround schaffen, wieso sollte man resignieren. in vw schlummert mehr potential als der markt nur zu ahnen vermag! in diesem sinne..
Megapotential !
Der Bernhard wird das auch nach und nach heben !!! ;)
@Ville7:

"wieso sollte man nicht den turnaround schaffen, wieso sollte man resignieren. in vw schlummert mehr potential als der markt nur zu ahnen vermag!"

Wo schlummert denn das Potential?

Nehmen wir nur mal die Motorentechnologie:

Kurzfristig sind die Dieselantrieb entscheidend.
Dort hat VW die Common-Rail-Technik verpennt. Lediglich im
Oberklassen-Segment kann man dort auf die Technologie von
Audi zurückgreifen. Die Konkurrenz hat inzwischen sparsamere Dieselmotoren bei den Volumenmodellen.

Mittelfristig sieht es noch schlimmer aus.

Beim Hybridantrieb hat man einen Rückstand von ca. 8 Jahren auf die führende japansiche Konkurrenz und ca. 3-4 Jahre gegenüber Ford.

Ebenso beim Ethanol-Antrieb der bereits in Südamerika sehr beliebt ist(Marktanteil über 90%). Sicher ist VW auch hier
mit von der Partie und dick im Geschäft - noch, jedoch sind die Motoren nicht gerade auf dem neusten Stand. Da kommt die europäische Offensive von Ford gerade recht ungelegen.

Ford verkauft bereits jetzt schon 90% aller Focus-Modelle in Schweden mit Ethanol-Antrieb. VW? Kein einziges Modell, da die neue Technik, mit der man sowohl herkömmliches Super als auch Ethanol und beliebige Mischformen davon fahren kann, nicht vorhanden ist! Und nun weitet Ford das Angebot
auf das übrige Europa aus.

Denn solche Alternativen werden auch in Europa und den USA immer beliebter in Anbetracht der zunehmenden Energieprobleme und den damit steigenden Spritpreisen!

Langfristig sieht es auch nicht besser aus:
Beim Brennstoffzellenantrieb hinkt VW ebenfalls der Konkurrenz deutlich hinterher.

Das Geld wurde für andere Projekte verprasst! Jetzt müsste DRINGEND in diese Technologien viel Geld fließen, jedoch ist keines (mehr) da! Bei den Einsparungen, die jetzt bis
2008 geplant sind, kannst Du gut und gerne nochmal den
Technologierückstand um weitere zwei Jahre erhöhen!

Man wird wohl auch in den kommenden 3-4 Jahren eigenständig
wieder gute Ergebnisse vorweisen können. Das traue ich
Bernhard absolut zu. Aber eben auf Kosten eines weiteren
Technologierückstandes; und das wird in einem Alleingang letzten Endes tödlich sein.

Die einzigste Chance kann deshalb nur eine Fusion oder Übernahme sein!
[posting]17.235.196 von wo.b am 14.07.05 12:48:46[/posting]Hallo wo.b,

kannst du mal bitte fundamental begründen wieso bei VOW kein Geld mehr da sein soll?

VOW hat m.E. einen Buchwert von 56 Euro je Aktie, da dürfte es mit einem positiven Szenario in der Guidance nicht schwierig sein - selbst wenn wirklich kein Geld mehr vorhanden wäre (was ich nicht glaube) - Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen.

So viel ich weiß hält VOW 13% eigene Anteile. Wieso hält eine Unternehmung eigene Anteile? Zumeist weil sie nicht weiß wohin sie all das Geld hinstecken soll, das sie einnimmt/eingenommen hat. Dann kauft sie eigene Anteile zurück um den Kuchen kleiner zu machen, einer Ausschüttung gleichwertig.

VOW hat die letzten Jahre mehr eingenommen als ausgegeben/ausgeschüttet.

Bitte um Begründung deiner Meinung. Ich kann sie nämlich nicht so wirklich nachvollziehen.

Grüße
Ville
:D

Ich finde die Konstellation der Diskussionspartner in diesem Thread fantastisch!

1) Ein von VW zutiefst enttäuschter Anleger ohne jeden Glauben in die Firma, der aber trotzdem investiert bleibt und der zudem über ein enormes Detailwissen aus der Branche verfügt.

2) Ein VW-Insider, der sich mit der Firma ziemlich gut identifizieren kann und der den derzeitigen Umbruch als grosse Chance sieht (Und der mir sehr viel Hoffnung macht mit seinen positiven, fast euphorischen Stimmungsbildern direkt aus der Firma. Wenn alle VW-Mitarbeiter auf dieser Welle schwimmen, dann geht die Post ab!).

3) Und dann noch Ville7 und ich, die eher aufgrund der bilanziellen Kennzahlen und dem aus diesen resultierenden enormen Potential bei VW eingestiegen sind.

Dieser Thread macht mir sehr viel Spass! (Ich hab ne Schwäche für kontroverse Diskussionen)

der buhmi
[posting]17.235.196 von wo.b am 14.07.05 12:48:46[/posting]noch eine Ergänzung:

Volkswagen hat lt. Comdirect liquide Mittel in Höhe von 13,2 Milliarden Euro!!

Demgegenüber steht eine Marktkapitalisierung, die nicht unwesentlich höher ist.

Sag mal, wo.b: wieso schreibst du solche Behauptungen ohne jegliche Fundierungen?

Das mit dem technischen Rückstand ist nur bedingt richtig. In anderen Bereichen ist der VW Konzern Technologieführer. Nimm beispielsweise das DSG Getriebe.

Im übrigen sind die Pumpe Düse Diesel bisher immer wirtschftlicher gewesen als Common Rail, für Common Rail sprach lediglich die Laufruhe.

Was hat dich eigentlich so frustriert?
hallo buhmi,

das ist doch schön ,wenn es dir spaß macht,mir nicht ,denn
ich hänge zu sehr hohen kursen-sicher das war meine entscheidung- bei VW drin und sehe das nicht so gelassen und wie ein spiel.börse ist auch kein spiel !!

und für falschspieler oder amateure ist weder an der regierung noch an der spitze von unternehnen platz!!!

folge hierzu : trappatoni würde sagen,da muß kommen ein radikaler spielerwechsel !!!

UND DER 18.09. wird kommen und der richtige Spielerwechsel
auch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
taten und nicht nur strategien bewirken und überzeugen !!
tja, etwas unbekannt? aber mir sehr ,zig-jahre im berufsleben und weiß manches tatsächlich besser wie "besserwisser"!
Also Ville17,

1. ein Unternehmen sollte stets gewisse
liquide Mittel zur Verfügung haben. Und je größer das
Unternehmen ist, desto mehr sollte man "flüssig" sein.
Sonst ist das Unternehmen auch ganz schnell zahlungsunfähig! Davon war aber nicht die Rede.

Klar hält VW auch noch eigene Aktien. Und die soll VW nun
auf den Markt werfen? DAS empfielst Du ernsthaft????
Warum bist Du dann bei VW "drin"????

Hast Du vielleicht auch mal verfolgt, was die Restrukturierungsmaßnahmen (inkl. die Modernisierung veralteter Werke) bei Chrysler, Ford oder GM gekostet haben?!?
Wahrscheinlich nicht, denn dann würdest Du nicht fragen,
wieso VW kein Geld hat!

2. "Das mit dem technischen Rückstand ist nur bedingt richtig. In anderen Bereichen ist der VW Konzern Technologieführer. Nimm beispielsweise das DSG Getriebe."

DSG. o.k. Und wo noch?

"Im übrigen sind die Pumpe Düse Diesel bisher immer wirtschftlicher gewesen als Common Rail, für Common Rail sprach lediglich die Laufruhe."

Nimm den 1.4l Common-Rail-Diesel von Peugeot, Citröen, Ford, BMW, Toyota, ... und vergleich die mal mit dem etwa gleichstarken 1.4l TDI. Die Common-Rails sind etwas sparsamer!


Nimm den 1.6l Common-Rail-Diesel von Peugeot, Citröen, Ford, und Mazda mit 90 PS und vergleich die mal mit dem etwa gleichstarken 1.9l TDI mit 90 PS. Hier sind die
Common-Rail-Diesel bereits um knapp einen halben Liter sparsamer und haben dieselbe Fahrleistung!

Nimm den 1.6l Common-Rail-Diesel von Peugeot, Citröen, Ford, Mazda und Volvo mit 109 PS und vergleich die mal mit dem etwa gleichstarken 1.9l TDI mit 105 PS. Hier sind die
Common-Rail-Diesel ebenfalls sparsamer und haben dieselbe Fahrleistung!

Und das bei den Brot- und Butter-Diesel! Hinzu kommt, dass
die PD-TDIs inzwischen für Turbo- und Zahnriehmenprobleme
berühmt sind.

Betrachten wir auch mal die Umweltverträglichkeit der TDIs.
Das es VW immer noch nicht geschafft hat, außer beim Passat einen Rußfilter anzubieten, lassen wir dabei mal außer acht. Wie sieht es aber z.B. bit der Euro 5 Norm aus?
Da ist in Brüssel kein TDI Referenzmodell! Auch nicht mir
Filter. Referenzmodelle stellen Toyota mit dem hervorragenden D-CAT-System und auch PSA/Ford mit dem FAP II-System!

Schade für VW, aber in Wolfsburg hinkt man in der Schadstoffbehandlung der Konkurrenz deutlich hinterher!
Stattdessen hat Pischetsrieder schon bereits einen Rückzug der Diesel im Kleinwagensegment erwogen!

Wie gesagt: Es ist schön, dass VW das DSG entwickelt hat;
aber einen Konzern bringen andere Technologien nach vorne!
Und wenn man bei diesen Technologien gepennt hat, dann benögt man Geld, viel Geld, um diese Lücke(n) zur Konkurrenz zu schließen.

Wenn dann aber noch viele Milliarden für Resturkturierungsmaßnahmen notwendig sind, man gleichzeitig aber auch (noch) nicht profitabel ist, dann hat man ein
gewaltiges Problem! Nicht jetzt oder in zwei Jahren ...
aber es wird kommen!
@punta:

"und für falschspieler oder amateure ist weder an der regierung noch an der spitze von unternehnen platz!!!"

Wie wahr!!!!


"folge hierzu : trappatoni würde sagen,da muß kommen ein radikaler spielerwechsel !!!

UND DER 18.09. wird kommen und der richtige Spielerwechsel
auch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"


Dann müsste nur noch bei VW ein Spielerwechsel sattfinden!
Es kann doch nicht sein, dass jemand, der BMW fast an die
Wand gefahren hat und jetzt das selbe bei VW praktiziert
noch weiter den Konzern leiten kann!!!!!!!!!!

Und jemand, der Jahre lang ebenfalls Mist gebaut hat, darf
noch weiter im Wegsichtsrat bei VW sitzen (auch wenn er
ohne Frage ein herrausragender Ingineur ist)!!!

Und alle wollen von den Machenschafften im eigenen Konzern
nichts gewußt haben???

Das läuft wohl eher wie beim "Bedingungslosen-Aufklärer"
aus Hessen hinaus, wenn diese Personen bleiben dürfen:
Ein paar Köpfe werden geopfert und der alte Filz bleibt!
Thread: maxmoney@egroups.com: KNORR CAPITAL - Superschnäppchen !

ALLE ACTUNG WO. b !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das ist mutige und genau richtige Stellungnahme und ANTORT !!

Da gibts nichts mehr darauf zu sagen!

Das gibt einen tollen Thread! mfg. punta
hallo punta,

mein vorheriges Posting war nicht ironisch gemeint, auch wenn vielleicht dieser Eindruck entstehen konnte. Auch bin ich ein sehr vorsichtiger Investor und meine erste Sorge ist immer, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Für mich ist die Börse kein Spiel!

Trotzdem sollte man Investmententscheidungen gelassen diskutieren können - Emotionen machen blind.

Es tut mir sehr leid, dass dein Engagement bei VW nicht so gelaufen ist, wie du dir das vorgestellt hast.
@wo.b und punta

Meine Neugier quält mich: Wieso habt ihr eure VW-Aktien eigentlich trotz eurer pessimistischen Einstellung zu der Firma gehalten?
Thread: maxoney@egroups.com: Empfehlungen KNORR CAPITAL, EM.TV

hallo buhmi ,

keine sorge ,es ist alles im grünen bereich!
sonst wollten und sollten wir nicht hier sein!

aber solche-wie meine meinung-sollte raus!

und wird ja -gott sei dank-von einer großen mehrheit endlich befürwortet.
ich bin seit 1997 in vw investiert und kann nicht verstehen,was da alles gelaufen ist!
und genauso ist es leider mit berlin !
ich glaube,ein anderes volk hätte dies so nicht hingenommen,so verdummt zu werden!
versprechungen und viele pläne und raus kam nur mist!

"DAS BESTE WAR: WIR WERDEN DIE ARBEITSLOSENZAHL SO SCHNELL
WIE MÖGLICH HALBIEREN !"
UND UND UND UND ??????? !!!!!!

ich hoffe ,es sind diesmal wirklich viele fachleute dabei!

warum geht es in denn in manchen bundesländern und ländern
in europa und in der welt ????? mfg. punta
Hallo buhmi,

"Meine Neugier quält mich: Wieso habt ihr eure VW-Aktien eigentlich trotz eurer pessimistischen Einstellung zu der Firma gehalten?"

Kann ich verstehen. Nun ich kann natürlich nur für mich antworten:

Wie Du sicherlich festgestellt hast, bin ich schonb länger recht gut über der Branche informiert. Auch über VW.

Wenn man nun sämtliche (Informations-)Teile wie in einem Puzzle zusammenlegt, läuft bei VW eigentlich alles auf zwei Möglichkeiten bei VW heraus.

1. Möglichkeit: VW wird schlicht und ergreifend gegen die
Wand gefahren oder siecht langsam vor sich hin wie z.B. Fiat. Wäre unschön, denn dann hätte ich mich nämlich verzockt. Glaub ich aber nicht dran, da VW immerhin eine weltbekannte Marke ist. Neue Marken drängen in den nächsten Jahren auf den europäischen und amerikischen Markt. Vor allem Chinesen. Und die suchen nach Marken! Geld spielt keine Rolle! Was könnte denen besseres passieren als VW? Dann ist da noch Audi, das Filestück des Konzerns. Europcar und Leasplan sind auch nicht uninteressant. Deshalb setz ich auf die

2. Möglichkeit: VW wird geschluckt. Evtl. von mehreren und
filitiert. Egal. Der Kurs geht dann auf jeden Fall noch
deutlich mehr ab! Wie gesagt, ich rechne mit dieser Möglichkeit nicht unbedingt in den nächsten 2-3 Jahren, solange Bernhard noch da ist. Der wird sich erstmal als Sanierer, als der Held, präsentieren wollen. Wird er wohl
auch schaffen. Wie Piech. Aber die Rechnung wird kommen ...
und ich bin dann dabei! :cool:


So, ich hoffe, ich habe Dich von Deinen Qualen erlöst. ;)
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