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Und jetzt gehts den Häuslebauern an den Kragen - Eichel streicht Eigenheimzulage ! - 500 Beiträge pro Seite



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..auf Wunsch des Kanzlers, natürlich:D


Aus der FTD vom 5.4.2004
Eichel plant Etat 2005 ohne Eigenheimzulage
Von Birgit Marschall, Berlin

Finanzminister Hans Eichel will die Eigenheimzulage von 2005 an komplett abschaffen. Die Bauförderung soll zu Gunsten von Bildungsinvestitionen ersatzlos gestrichen werden.

"Es wird ein Haushaltsbegleitgesetz geben, in das wir die Streichung der Eigenheimzulage ab 2005 aufnehmen werden", sagte ein Sprecher Eichels der FTD. Der Bund wolle die Einsparungen daraus für zusätzliche Ausgaben für Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte nutzen.

Eichel entspricht damit einem Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der die Streichung der Eigenheimzulage zu Gunsten höherer Bildungsinvestitionen in seiner Regierungserklärung vorvergangene Woche angekündigt hatte. Bisher erhalten die Bürger vom Finanzamt eine Zulage, wenn sie ein Eigenheim neu bauen oder ein altes renovieren, es anschließend selbst nutzen und eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.


http://www.ftd.de/pw/de/1080975554338.html?nv=hpm
Vor den Erfolg bei der Abschaffung der Eigenheimzulage hat der liebe Gott schließlich auch hier noch die Opposition und deren überwältigende Bundesratsmehrheit gesetzt! :D
Muß mal ganz ehrlich sagen, dass ich es gut finde, die Eigenheimzulage abzuschaffen. Auch wenn ich in ein paar Jahren selbst davon betroffen sein werde.

Warum soll der Staat diesen Luxus finanzieren? Wenn man sich ein Haus bauen will, dann muß man eben länger sparen, oder länger abbezahlen oder den Kindern die Resthypothek vererben.

Wohnungsmangel gibt es in Deutschland nicht. Ein eigens Haus ist Luxus.
#4

Es stehen in D ja auch nur 2 Millionen Wohnungen leer.
Und der Staat zahlt im Osten sogar Abrissprämien für leerstehende Häuser.
Ich habe meine starken Zweifel, dass diese Zulage letztlich wirklich den Häuslebauern zugute gekommen ist.
Wenn die entfällt, dann ist in erster Linie die Bauwirtschaft gefordert diese zu kompensieren.
Warum sollen/müssen die, die kein Haus bauen oder eine Eigentumswohnung erwerben, die Bauwirtschaft subventionieren und zur Eigentumsbildung dieser Erwerber-Klientel beitragen?
#6

Das Problem ist nur, dass es der Bauwirtschaft schon jetzt miserabel geht...
Jaaaaaaawoll!!!

Dreht den Subventionsschmarotzern endlich den Geldhahn zu - und zwar allen !!!
#6
Ausnahmsweise mal einer Meinung mit Dir !
Die Eigenheimzulage war doch in den Grundstückspreisen, Baustoffen usw. schon eingespeist.
Provitiert haben die, die sowieso alles mit " Nachbarschaftshilfe" gebaut haben.
Gerade die, die immer das Prinzip Selbstverantwortung betonen, sind dagegen, daß Hausbauer für die Finanzierung ihrer Wünsche selbstverantwortlich sein sollen....

Zum Kotzen!!!
Ich finde es auch in Ordnung, wenn die Eigenheimzulage gekürzt wird. Ich wäre sogar so weit gegangen, sie nur noch an Personen auszugeben, die Kinder haben. Im Gegenzug hätte ich diese dann erhöht. Die Regierung gibt heute gerade mal 33 Euro pro Kind und Jahr. Das ist ein Witz. Ebenso hätten die Zuschüsse für ökologisches Bauen höher ausfallen müssen. Auch das Gegenteil ist seltsamerweise ausgerechnet bei Rot-Grün der Fall.

Es endet mal wieder in einem reinen Kürzungswahn. Keine ausgewogene, weitsichtige Politik. Aber hätte man von diesen Flachpfeifen in Berlin auch etwas anderes erwartet?
#11 antifor - genau so ist es....


Politik ohne Sinn, Verstand und Augenmaß:mad:
Hapy birthday, Kanzlerflasche, italienische !
schließe mich an !

die eigenheimzulage ist eine subvention, die wenn privilegie auf dem prüfstand sind gekippt werden sollte.

radikaler abbau aller subventionen - zumindest in einem überschaubaren zeitrahmen von 5-8 jahren.

das es der bauwirtschaft dann schlechter geht mag schon sein, aber auch dem einzelhandel geht es schlechter wenn arbeitslosen und noch arbeitenden die liquidität verstärkt entzogen wird.

wo gehobelt wird fallen eben späne.

allerdings sollte man aber nicht vergessen die steuern zu senken und das steuersystem zu vereinfachen.

verzicht nur um den eu-beamten in brüssel ihre sauf - und fresstouren durch die berühmten schlemmerlokale der belgischen hauptstadt zu ermöglichen - ist natürlich unsinn !

:D :D :D
#10/13....Normalerweise wäre ich auch dafür, diese Subvention gänzlich zu kippen. Allerdings müssen wir im Hinblick auf die immer älter werdende Gesellschaft zusehen, daß wir insbesondere in der Familienpolitik neue Wege gehen.

Dazu gibt es auch einen sehr guten Artikel im Spiegel:


Berlin - Nach Angaben der Statstiker ging 2003 die Zahl der Lebendgeburten im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 715.000 zurück, während die Sterbefälle um 1,6 Prozent auf 858.000 zunahmen. Im vergangenen Jahr starben also rund 143.000 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. Zuletzt gabe es 1971 einen Geburtenüberschuss.

Das Schlimmste an der Entwicklung ist, dass man so gut wie nichts mehr daran ändern kann. Wenn nicht ein Wunder geschieht und jedes Pärchen in Deutschland demnächst mindestens zwei Kinder in die Welt setzt, drohen langfristig gesellschaftliche Konflikte unbekannten Ausmaßes.

Aber auch wenn das Wunder geschähe, wieder mehr Kinder geboren würden und jährlich noch 150.000 junge Leute aus dem Ausland einwanderten, ließe sich das Problem nur auf lange Sicht ausräumen. Weil nämlich die in den vergangenen 33 Jahren nicht Geborenen heute als potenzielle Eltern fehlen, "könnte auch die beste Familienpolitik mangels Adressaten das Blatt nicht wenden", schrieb der Bielefelder Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg kürzlich in "FAZ.NET".

Deshalb wird die Forderung nach einer aktiven "Bevölkerungspolitik" immer lauter - ein Wort, das in Deutschland ungute Erinnerungen auslöst, an Zeiten, als die Nazis den gebärfreudigen Frauen das "Mutterkreuz" verliehen. Jahrzehnte wurde es in der Bundesrepublik-West gemieden. Doch in Zeiten geringer Geburtsraten und einer zunehmend älteren Bevölkerung taucht der Begriff immer häufiger in der Debatte auf. "Ein Projekt junges Deutschland bedeutet: Bevölkerungspolitik", hieß es jüngst in einem Artikel der "Zeit".

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Bürgermeister von Hamburg, Hans-Ulrich Klose, erklärte am Montag im "Deutschlandfunk": Eine Bevölkerungsdebatte hätte Deutschland "längst gebraucht". Eine Umwälzung, ja Revolution sei im Gange, und "wenn wir uns damit nicht beschäftigen, laufen wir angesichts der gegenwärtigen Entwicklungstrends in eine demographische Katastrophe hinein", befürchtet der Sozialdemokrat.


Bei der Kinderbetreuung ist Deutschland ein Entwicklungsland

Was tun, fragen sich Politiker und Wissenschaftler. "Es ist notwendig, nachhaltige Bevölkerungspolitik zu betreiben, um zu verhindern, dass die Bevölkerung langfristig immer schneller schrumpft", verlangte im vergangenen Jahr Regierungsberater Bert Rürup. Ein Drittel der Frauen des Jahrgangs 1965 bleiben kinderlos. Bei Akademikerinnen sind es gar 40 Prozent. Direkte Zahlungen des Staates für Kinder sind zwar in Deutschland hoch, aber es hapert bei der Betreuung, etwa von Kleinkindern. Da sei Deutschland "Entwicklungsland", konstatierte Rürup.

In anderen westeuropäischen Ländern ist aktive Bevölkerungspolitik seit Jahren kein Tabu - gleich ob linke oder konservative Regierungen an der Macht sind. Frankreich etwa kann mit rund 1,9 Kindern pro Frau auf eine der höchsten Geburtenraten blicken - dank guter Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs und finanzieller Unterstützung für Schwache und Alleinerziehende. In Schweden erhalten beide Elternteile im ersten Jahr der Erziehungszeit 80 Prozent ihres Lohnes. Deutschland hingegen beginnt erst langsam, sich einer aktiven Bevölkerungspolitik zuzuwenden.

Dabei hat es auf deutschen Boden vor noch nicht allzu langer Zeit genau das gegeben - unter staatssozialistischen Vorzeichen. In der DDR wurde ab den Siebzigern Bevölkerungspolitik betrieben, indem ein großzügiges Förderprogramm aufgelegt wurde: günstige Kredite für Eltern, Vorzugsbehandlung bei Wohnraumbeschaffung, Ausbau der Kinderbetreuung. Das Ergebnis war eine relativ hohe Geburtenrate (1,9 Kinder pro Frau), die nach der Vereinigung in den ostdeutschen Ländern jedoch drastisch absank und Mitte der Neunziger bei nur noch 0,8 lag. Heute liegt im Osten die Geburtenrate zwar bei 1,2 pro Frau - gegenüber 1,4 pro Frau in Westdeutschland.


Keine jungen Leute, kein Absatzgebiet

Der Osten ist exemplarisch dafür, wie es im Westen in wenigen Jahren aussehen wird. Die Bevölkerungsabwanderung und immer weniger Nachwuchs führen zur Vergreisung in weiten Teilen des Ostens. Leerstand und damit Vernichtung von Immobilienkapital sind nur eine der Folgen. Ganze Landstriche sind bereits heute für Investoren unattraktiv. Keine jungen Leute, keine jungen Mitarbeiter, kein Absatzgebiet.

Die Politik versucht gegenzusteuern. Ende vergangener Woche erst verkündete Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer in seiner Regierungserklärung eine "nachhaltige Bevölkerungspolitik". Bestehende Leistungen will der ostdeutsche Christdemokrat in einem Gesetz zu einem Netzwerk Familie verbinden. Jungen Frauen müsse geholfen werden, Beruf und Familienbildung in Einklang zu bringen. Kinderbetreuungsplätze, bei denen Sachsen-Anhalt in der Bundesrepublik "einsam" führe, genügten nicht, so Böhmer.

In CDU und CSU wird der Begriff schon seit längerem offensiv in die Debatte eingebracht. "Wir brauchen auch eine aktive Bevölkerungspolitik", hatte jüngst CSU-Generalsekretär Markus Söder verkündet. "Wir müssen die Notwendigkeit einer Bevölkerungspolitik in konkrete Politik ummünzen", schlussfolgerte CSU-Chef Edmund Stoiber. In der Union wird noch über den richtigen Weg gestritten. Die CSU will Eltern mit Kindern bei der Rente durch Bonuszahlungen begünstigen, die CDU eine Besserstellung über Steuern regeln. Ob damit aber schon mehr Geburten erreicht werden ist fraglich. Denn auch viele Konservative wissen mittlerweile: Kinder werden geboren, wenn die Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stimmen.

Furcht vor Mutterkreuz und Abkindern

Auf Seiten der rot-grünen Koalition hingegen tut man sich schwer mit dem Begriff "Bevölkerungspolitik". Für die Generation der heute 50- bis 60-jährigen, die im Kabinett, den Fraktionen und den beiden Parteien das Sagen haben, erinnert er an den Muff konservativer Familienpolitik. An alte Bilder von der "Frau an Heim und Herd", an die sklavische Bindung der Frau an ein Leben ohne berufliche Erfüllung.


Man sieht, Rot-Grün tut wieder mal nichts, um diesem Problem auch nur ansatzweise Herr zu werden. Grund dafür: Ihre eigene verstaubte Ideologie.


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