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DAX Positions-Trading: Update 06.04.04 - 500 Beiträge pro Seite



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Hinweis zur aktuellen US Langfrist-Analyse:
Eine aktuelle lang- und mittelfristige Einschätzung des Autors
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Mittelfristige Betrachtung
Die vergangene Handelswoche war im Deutschen Aktienindex recht positiv. Damit setzte sich der Trend aus der vorletzten Woche fort. Im Weekly-Chart hat sich dabei eine durchaus interessante und positiv zu interpretierende charttechnische Situation ergeben.
Ende März konnte der DAX seine primäre Abwärtstrendlinie seit den Alltime-Highs vom März 2000 fast punktgenau bestätigen, bevor eine neue Aufwärtsbewegung einsetzte. Damit muss die vorangegangene Korrektur als eine Pullbackbewegung an die zu Jahresbeginn gebrochene primäre Abwärtstrendlinie gedeutet werden. Aus der aktuellen Sicht müssen die Kursverluste der letzten Wochen als gesunde Korrektur interpretiert werden.

Auch das Ausmaß der Korrektur hielt sich, bezogen auf die mittelfristige Sicht, in Grenzen. Legt man die Fibonacci-Retracements seit der dynamischen Aufwärtsbewegung von Anfang Oktober 2003 bis zu den vorläufigen Highs bei 4175 Indexpunkten an, so lässt sich feststellen, dass der DAX etwas weniger als sein 50%-Retracement ausgeschöpft hat. Von dieser Seite her wird also auch bestätigt, dass sich die Korrektur im Rahmen hielt und damit als positiv eingestuft werden muss.

Die aktuelle Situation muss auf Weekly-Basis zunehmend neutral eingestuft werden. Dies gilt solange, wie sich der Kurs des DAX zwischen 3692 und 4175 Punkten aufhält. Dieser Sachverhalt wird auch von den markttechnischen Indikatoren widergespiegelt. Der MACD verläuft seit Wochen auf hohem Niveau relativ horizontal. Und auch die Oszillatoren befinden sich im Mittelbereich ihrer Werteskala, wobei ein leicht positiver Trend auszumachen ist.
Alles in allem bieten die Indikatoren auf Weekly-Basis jedoch keine allzu große Entscheidungshilfe, sodass besonders auf die relevanten Chartmarken geachtet werden sollte.


Kurzfristige Betrachtung

Im kurzfristigen Bereich macht der Kursverlauf des Deutschen Aktienindex einen sehr positiven Eindruck. Nachdem starken Kursverfall seit Anfang März (von 4163 auf 3692 Punkte) konnte der DAX in den letzten Handelstagen deutlich anziehen und notiert aktuell wieder über der psychologisch wichtigen 4000-Punkte Marke. Da dieser Impulswechsel sehr schnell und drastisch vonstatten ging, kann man durchaus von einer V-Umkehrformation sprechen.
Dass diese Umkehrformation auch bereits abgeschlossen ist, lässt sich vor allem an zwei Sachverhalten festmachen.
Erstens ist es dem DAX erneut gelungen
, über seine wichtige und bereits gebrochene Unterstützungszone im Bereich von 3980/90 Punkten anzusteigen. Damit verliert dieser Bereich jedoch auch zunehmend an Bedeutung, da er bereits mehrfach durchhandelt wurde.
Zweitens konnte der DAX bereits zum Ende der vergangenen Handelswoche mehr als sein maximales Korrekturpotenzial (61,8%-Retracement) ausschöpfen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Lows bei 3692 Indexpunkten in naher Zukunft nicht unterschritten werden.
Drittens signalisieren die Candles einen gesunden und kraftvollen Aufwärtsimpuls. Jede grüne Kerze seit den aktuellen Lows weist ihren Tagesschlusskurs in der Nähe ihres Tageshochpunktes auf. Dies kann als Zeichen der Stärke gedeutet werden.

Die Analyse der markttechnischen Indikatoren muss im aktuellen Umfeld mit äußerster Vorsicht vonstatten gehen. Aufgrund der schnellen V-Umkehr und der verzögerten Reaktion der Indikatoren kann es schnell zu Fehlinterpretationen kommen.
Der MACD hat auf die jüngsten Kurssteigerungen reagiert und beginnt nun einen steiler werdenden Aufwärtstrend. Dabei wurde bereits vor einigen Handelstagen die Triggerlinie von unten nach oben durchbrochen, sodass ein Long-Signal generiert wurde.
Auch der RSI-Indikator folgt dem eigentlichen Kursverlauf. Noch befindet sich der Indikator jedoch nicht innerhalb seiner oberen Extremzone, sodass dem DAX noch weiteres Aufwärtspotenzial bescheinigt wird.
Dieses scheint jedoch allmählich ausgereizt zu sein, betrachtet man den Stochastik-Oszillator. Doch vor allem hier ist Vorsicht geboten. Dieser Indikator neigt durchaus dazu, für einen längeren Zeitraum in seiner oberen Extremzone zu verharren, ohne dass von einem wirklichen überkauften Zustand gesprochen werden kann. Der Indikator signalisiert allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit einer technischen Reaktion mit jedem weiteren Tag zunimmt, den er in seiner oberen Zone verharrt. Somit sollte der Positions-Trader zumindest vorbereitet sein.


FAZIT

Aus mittelfristiger Sicht hat der Deutsche Aktienindex seine technische Korrektur exakt zum richtigen Zeitpunkt beendet. So lange keine neuen Höchstkurse generiert werden, bleibt das Bild jedoch neutral.
In der kurzen Frist stimmt die Dynamik und bestehende Schwungkraft, mit der der neuerliche Aufwärtsimpuls vollzogen wird, optimistisch. Doch auch hier gilt es abzuwarten, bis die obere Begrenzung zwischen 4150 und 4175 Punkten durchbrochen wurde, bevor wirklich alle Ampeln wieder auf Grün springen.


Hinweis zur aktuellen US Langfrist-Analyse:
Eine aktuelle lang- und mittelfristige Einschätzung des Autors
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Autor: Andreas Vester (© wallstreet:online AG),19:15 05.04.2004

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Analyse.
Lehnen Sie sich bloß nicht zu weit aus dem Fenster, sie könnten sich im EG befinden.

Weiter so...
MFG Toberax


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