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Aktenzeichen C4N gelöst - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo alle,

also, mich gibt`s noch und ich sehe nach monatelanger Pause erstmals wieder ins Board. Habe endlich alle e-mails beantwortet. Leider kann ich nicht von der Luft und der Liebe leben oder habe irgendwie etwas aus den Com4net-Geldern abbekommen (:( )wie manche Herren, auf deren Konten sechs- und siebenstellige Beträge flossen. Darum bin ich beruflich fast ständig weg und wieder journalistisch und schriftstelllerisch tätig.
Zur IG: Was hier läuft und was noch nicht läuft, ist nicht nur für Sie alle, sondern auch für mich eine enorme Geduldsprobe. Juristische Dinge, Recherchen und Ermittlungen ziehen sich bekanntlich unendlich langsam dahin, zudem gab es - nach Enttäuschungen mit einem gewissen Anwalt, der in der Com4Net-Sache schon mal tätig war und den RRichter meines Wissens auch schon mal wegen Parteiverrats angezeigt hat (oder anzeigen wollte?) - Rückschläge. Dennoch geht auch einiges positiv voran, nur bin ich in der unguten Rolle, hier nichts herausposaunen zu können und zu dürfen, wie ich dies auch Mr. Bean schrieb. Grund: Mache ich es - ich spreche mal rein theoretisch - etwa bekannt, dass wieder Geld in der C4N-Kasse ist, gibt es eine Unzahl von Gläubigern, die gleich die Hände aufhalten. Grund 2: Ich erhalte von gewissen Seiten, auf die ich angewiesen bin, keinerlei Informationen mehr, wenn ich öffentlich zu viel in solchen Sachen diskutiere. Grund 3: Es gibt gewisse Feinde, die, wie schon zu "besten" Com4Net-Zeiten, alles sabotieren, wovon sie glauben, dass es nur irgendwie Herrn Elas, mir oder den Aktionären nützen könnte. Und die gierig sind, mit allen Mitteln Informationen zu bekommen, die ich eben noch an niemand herausgebe.
Ich kann daher nur den - wie mir bewusst ist, derzeit äußerst unbefriedigenden - Rat geben, mit mir gemeinsam abzuwarten, was hinter den Kulissen läuft und sich mit dem Wissen zufrieden zu geben, dass einiges in Bewegung ist.

Aber nun zu absoluten Top-News, die ich gerne öffentlich mache: Aktenzeichen C4N gelöst!! Nach dem Weggang des Staatsanwalts Zigann aus der StA Landshut und der Übernahme besagten Aktenzeichens durch die Staatsanwältin Wawerla kam man zügig voran und hat zum März 2004 die Ermittlungen abgeschlossen! Die von September 2000 bis zum März 2004 andauernden Ermittlungen, in denen über 50 einzelnen Verdächtigungen auf Straftaten nachgegangen wurde, haben einen Umfang erreicht, der über 60 Aktenordner umfasst.
Ich denke, wir alle freuen uns auf die Prozesse (auch gegen meine Person sind zwei Strafanzeigen - wegen angeblicher Verleumdung gegen den, im Mai 2000 aus der Com4Net entlassenen, Ex-Vorstand Alexander Witsch - Teil der zu erwartenden Show) und ich darf - was nach so langer Zeit wohl niemand mehr für möglich gehalten hat - allen Aktionären versichern, dass einige meiner Kollegen aus den Medien diese Prozesse mit großem Interesse begleiten werden. Sicher wird auch die Art der Ermittlungen in die Berichterstattung mit einfließen. Ein Verfahren, für das so lange ermittelt wurde und bei dem es um fast 20 Millionen DM verschwundene Firmengelder geht, ist selbstverständlich äußerst medienattraktiv.
Ob die Gerechtigkeit siegen wird, steht auf einem anderen Blatt. Es hängt u.a.auch davon ab, was man unter Gerechtigkeit versteht, und da sind nach Ansicht vieler Aktionäre auch in manch anderen Fällen - siehe z.B. EMTV - Beschuldigte viel zu mild weggekommen.
Es wird sich anhand der Beschuldigungen auch die Qualität der Ermittlungen zeigen: Ist man Fällen wie den mysteriösen, insgesamt siebenstelligen Überweisungen (die letztlich den Untergang der Com4Net verursachten) vom 7.12.2000 gründlich genug nachgegangen oder z.B. auch der bis heute ungeklärten Verwendung der 1,8 Millionen DM, die an die Firma Auto global Management gezahlt wurden? Ist man gewissen Provisionszahlungen an Teile des Aufsichtsrats oder gar dessen Vorsitzenden Karlheinz Weber gründlich genug nachgegangen? Oder hat man sich - ein Eindruck, den ich zu Anfang der Ermittlungen hatte und dies so auch der Kripo und einigen aufgehetzten Aktionären vorwarf - zu einseitig auf Vorwürfe gegen Herrn Elas fixiert, die teilweise relativ leicht zu entkräften sind? Es wird interessant werden, Unterlagen und Informationen, die die Medien besitzen, dem gegenüberzustellen, was die Staatsanwaltschaft verwertet hat.
Richtig stellen will ich bei meiner obigen Bemerkung über 20 Millionen DM verschwundene Firmengelder, dass natürlich nur die rechtmäßige Verwendung eines (immerhin aber siebenstelligen) Teils davon ungeklärt und evtl. strafrechtlich relevant ist, siehe dazu oben aufgeführte Beispiele. Der Rest der Aktionärsgelder floss größtenteils in die Kassen der Beteiligungsgesellschaften der Com4Net. Denen hätte man allerdings auch besser auf die Finger sehen müssen!
Na ja, wenn ich schon dabei bin, gleich noch was: Haben die sagenhaften Ermittler von H.Bürgel & Co. (siehe unter http://www.wirtschaftsfahndung.de) ihre Recherchen in Sachen Com4Net aufgegeben? Ich kann dies nur daraus schließen, dass ich auf deren Page weder die Com4Net noch die getroffenen Aussagen gegen Herrn Elas - gegen die ich an dessen Stelle übrigens längst Strafanzeige gestellt hätte! - wiederfinde. Und was ist aus deren Com4Net-Interessengemeinschaft geworden, für die sie doch nicht gerade wenig Geld von den ohnehin geschädigten Aktionären wollten? Die Com4Net steht jedenfalls nicht mehr auf ihrer schwarzen Liste der Firmen, auf ihrer schwarzen Liste der Personen ist nur noch eine aufgewärmte Geschichte aus dem "Finanztest" vom April 2000 aufgeführt, die längst widerlegt ist (das spricht nicht gerade für die Recherchen und die Gründlichkeit jener "Wirtschaftsfahnder" von Bürgel) - ich hätte an Elas` Stelle da übrigens längst eine Gegendarstellung in den "Finanztest" gestellt.
Ich zitiere aus www.wirtschaftsfahndung.de alias Bürgel alles, was es dort noch über Elas zu lesen gibt: "Elas Firmengruppe, Dorfen
riskante Unternehmensbeteiligungen, Datenquelle Finanztest 04/00." Man hat also noch nicht einmal ermittelt, dass es gar keine Elas-Firmengruppe gibt und noch nie eine gab! Man hat offenbar auch nicht die Hintergründe recherchiert, wie jener Artikel in "Finanztest" zu Stande kam (ich will das hier nicht zum 1000. Mal aufwärmen). Und man hat auch nicht die relative Harmlosigkeit der in jenem Artikel erhobenen Vorwürfe erkannt, der im März 2000 - noch vor dessen Erscheinen, da er Elas-Feinden innerhalb der Comn4Net-Führung schon vorher bestens bekannt war! - nur benutzt wurde, um Elas zu stürzen.

Ich bitte im übrigen, sämtliche Fehler meines ersten, relativ schnell in die Tasten getippten Beitrags, zu entschuldigen. Natürlich darf ein Schriftsteller "schriftstellerisch" nicht mit drei lll schreiben (auch ein Nicht-Schriftsteller nicht) und natürlich sollte es in Zeile 3 korrekter heißen: "Leider kann ich nicht von der Luft und der Liebe leben und habe ich auch nicht irgendwie etwas aus den Com4net-Geldern abbekommen." Mich hat gleich ein Aktionär angerufen und darauf hingewiesen; natürlich hat er im Grunde angerufen, weil er noch mehr Hintergrund erfahren wollte. Aber es freut mich, dass der Kontakt mit einigen Aktionären auch übers Telefon nach so langer Pause doch nicht ganz abreißt.
HELLO GOOD-BYE HELLO AGAIN
STeplan: Der 6.4. ist offenbar ein markanter Tag, was Deine Teilnahme in diesem Board betrifft. Ich habe mir erlaubt, mal kurz zurückzublicken und entdeckte, wie Du Dich am 6.4.01 hier verabschiedet hast. Nun tauchst Du nach langer Funkstille an einem 6.4. wieder auf. Schöner Zufall. Eigentlich wollte ich nur im Archiv zurückblättern, um einen kleinen Rückblick auf die Com4Net-Geschichte im Monat April zusammenzustellen. Aber Du verzeihst mir, wenn ich das hier zum Amüsieren noch einmal reinstelle:

#165 von STeplan 06.04.01 12:40:55 Beitrag Nr.: 3.255.998 3255998:
Liebe Freunde,
ich darf mich, nachdem ich mich anderen Aufgaben widme, hiermit offiziell in diesem Board als Ansprechpartner der Com4Net verabschieden. Da ich sehr freundlich zu einem letzten Beitrag im Board aufgefordert wurde, nehme ich damit gleichzeitig diese Gelegenheit wahr. Unlängst gingen auf - freundlicherweise von den Usern WSJ Reader und RIT Broker im Board bekannt gegebenen Privatanschlüssen - diverse Drohanrufe (unter anderem eine Morddrohung gegen Herrn Elas) ein. Zur allgemeinen Erheiterung (ich habe mit Erfolg letztens die Tonbandaufnahmen meines Anrufbeantworters als gelungene Party-Unterhaltung verwendet und bedanke mich bei den Urhebern freundlich für das Material) darf ich als nur ein Beispiel einen offenbar sehr nervösen Anrufer zitieren, der gerne wieder etwas von mir hören wollte:
„Ja, guten Tag, Herr Teplan, es geht um Com4Net. Wenn Sie da nicht bald mal aus Ihrem Loch herauskommen und mal wieder Stellung beziehen – wallstreet-online, schreiben Sie da mal was rein, sonst zerren wir Sie eigenhändig aus Ihrem Loch. Herrn Elas können Sie auch mal wieder auftreiben, wo versteckt sich die Drecksau? Herr Teplan, melden Sie sich, und zwar bald! Ja? In Ordnung? Verstanden? Alles klar? Und tschüss.“
Und tschüss.
Hallo Hr STeplan,

es freut mich wenn es in Sachen Com4Net Fortschritte gibt.
Es freut mich auch das ich im Eröffnungsthtread namentlich erwähnt wurde.
Allerdings habe ich nicht viel davon weil ich noch immer keine Info´s bezüglich der IG von Ihnen bekommen habe.
Und das schon seit einem 3/4 Jahr.
Ich habe den Eindruck Sie vertrauen mir nicht!
Gruß Mr.Bean
Hallo Mr. Bean,

ich habe Ihnen gestern eine lange Boardmail geschickt. Wenn die aus welchem Grund auch immer nicht angekommen ist, so sende ich Sie jetzt gleich im Anschluss nochmals. Ich traue Ihnen :)
Freundlichen Gruß S. Teplan
Nochmals @Mr. Bean,

so, die mail ist jetzt weg und ich muss mich gehörig entschuldigen. Beim Überprüfen der gesendeten Boardmails habe ich festgestellt, dass ich just die an sie - war wirklich keine Absicht! - vergessen hatte, war aber der Ansicht, ich hätte sie verschickt.
Ich hoffe, Sie können verzeihen. Ich bereue :(
Hallo STeplan,

werde nochmal gerade so verzeihen können wenn ich im Endeffekt meine eingezahlten Millionen bei Com4Net von Ihnen zurück bekomme;)
Bitte lassen Sie mir ein bißchen Zeit zum lesen.
Ich melde mich auf jeden Fall per Boardmail.
Vielen Dank!
Mr.Bean
@Mr. Bean,

ach, wenn`s sonst nichts ist. Die paar Milliönchen müsste ich noch irgendwie zusammenkratzen. ;) Aber wollen wir doch auf die Justiz hoffen, dass sie von den weggekommenen Milliönchen der Com4Net per Gerichtsurteil noch für irgendeinen Rückfluss sorgen kann. Und wollen wir auf die seit Jahren untätige Com4Net Inc. hoffen, dass sie, sollte sie - nicht zuletzt durch die Aktivitäten der IG - wieder zu Geld kommen, dieses endlich gewissenhafter und gewinnbringender investiert, um die Aktionäre endlich auszahlen zu können. Zunächst einmal müsste sie sich - ich werde dies dem Generalbevollmächtigten Geishendorf nahelegen - wieder einmal bei den Aktionären melden; es kann ja nicht angehen, dass ich die einzige Verbindung zu ihnen bin. Und die erste Investition sollte eine Investition in einen Aktionärsbrief sein. Schon die Rücksendung der Aktienzertifikate hat sie ja aus Geldmangel unterlassen und ich habe dann für einen Weg gesorgt, diese auf Staatskosten zurückschicken zu lassen (um so auch mal für vernünftige Staatsausgaben und Rückfluss von Steuergeldern zu sorgen).
Wir werden auch noch das Problem lösen, das wir schon aus der Vergangenheit kennen: dass sich plötzlich, sobald wieder Geld da ist, jemand meldet und behauptet, er wäre der eigentliche Vorstand oder CEO, dies aber über die ganzen Jahre vergessen hat (ach, ist ja nur ein Vorstandsposten) :laugh:
Also, ich kann es ja nicht lassen, im Archiv zu blättern und entdecke, dass RRichter wirklich prophetische Gaben hat. Schon im Januar 2001 war ihm klar, dass die Ermittlungen bis zum Jahr 2003 oder gar 2004 dauern würden. Er ist übrigens der, der auch die Anzeige gestellt hat. Dafür sollten wir ihm alle danken. Folgende seiner Informationen sind vielleicht für alle hilfreich, die noch einmal etwas über die Historie der Anzeige und den damit verbundenen Beginn der Ermittlungen wissen oder einmal das Aktenzeichen erfahren wollen:


RRichter 28.01.01 20:13:16 Beitrag Nr.: 2.790.204 2790204:
Die Anzeige ging am 28.08.2000 vorab per Fax an die StA Landhut, anschließend mit den mir bis dahin vorliegenden Unterlagen per Post. Der Bericht der Aktionärsvertreter ist kurz danach erschienen. Seit dem ist bekannt, daß Anzeige gestellt wurde.
Die Eingangsbestätigung ist datiert vom 29.09.2000.

Im Dezember 2000 kam es zu einer Hausdurchsuchung in den Räumen in Erding. Zeit genug war also, die Unterlagen zu frisieren bzw. belastendes bei Seite zu schaffen...

Soweit ich weiß, haben aber wohl einige Leute Anzeige erstattet. Von diesen Anzeigen habe ich inhaltlich keine Kenntnisse. Daher kann ich nichts darüber sagen, was der StA und ihren Hilfsbeamten jetzt an belastendem Material vorliegt, das für eine Verurteilung ausreicht. Das ist die Voraussetzung, daß auch Anklage erhoben wird.

Wir dürfen gespannt sein, wie die Sache ausgeht. Optimistisch hinsichtlich einer Anklageerhebung bin ich inzwischen leider nicht mehr...

Vielleicht bequemt die StA sich ja im Jahr 2003 dazu, einige namentlich bekannte Zeugen doch einmal zu befragen... oder im Jahr 2004?

Ende des Sarkasmus.

Wer mehr wissen will, mag versuchen sich über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu verschaffen.

Staatsanwaltschaft Landshut
Porschestr. 5a
84030 Landshut
Aktenzeichen: 51 Js 21864/00
Hallo KUMPELstilzchen,

danke, dass Du mich angerufen hast; na, da spielen wir uns ja wieder ganz schön die Bälle zu. Leider habe ich nachher nicht mehr Zeit und auch jetzt nicht so viel Zeit, ewig im Archiv zu blättern. Aber zu dem zitierten Beitrag von RRichter fällt mir etwas ein, was ich schnell loswerden will:
"Im Dezember 2000 kam es zu einer Hausdurchsuchung in den Räumen in Erding. Zeit genug war also, die Unterlagen zu frisieren bzw. belastendes bei Seite zu schaffen... " (Zitat RRichter)

Ich erwähnte ja gestern, dass auch die Qualität der damals noch unter Staatsanwalt Zigann (inzwischen arbeitet er ja beim Amtsgericht München) geleisteten Ermittlungen die Journalisten sehr interessieren werden. Hat man bei der von RRichter erwähnten Durchsuchung im Dezember 2000 daran gedacht, dass belastende Unterlagen evtl. nicht mehr in den durchsuchten Räumen der Com4Net in der Otto-Hahn-Straße 21 in Erding, sondern in den Räumen der Com4Net AG in der Loferfeldstraße in München hätten sein können? Warum? Weil am 2.10.00 die Com4Net bekanntlich in die Inc. und die AG geteilt wurde und damit rund die Hälfte der Firma inklusive einer Reihe von Unterlagen und Akten an die Com4Net AG mit dem Sitz in München (= damalige Firmenadresse des Com4Net-Ex-Vorstands Alexander Witsch) gingen. Hat man dort nachgesucht? Mir ist nur von einer Durchsuchung in Erding bekannt. Neun Monate später suchte man in München - in den Büroräumen des Herrn Geishendorf.

Zeit genug, belastendes Material zu entfernen, war allerdings schon vom 12.-15.5.2000: Ab Freitag, dem 12.5.2000 wurde Herr Elas von Herrn Witsch (der seit dem 1.4.2000 als alleiniger Vorstand in der Com4Net regierte und auch die Verantwortung für alles aus dieser Zeit tragen muss) aus der Firma ausgesperrt (eine unsägliche Aktion und ein Wochenende, über das ich noch ausführlich berichten werde), es wurden von einem Angestellten Witschs aus dessen damaliger Firma WIA (ein gewisser Herr Inglsperger; ich hoffe, ich schreibe diesen Namen hier richtig; müsste im Dossier nachsehen) noch am gleichen Tag neue Schlösser in der Com4Net angebracht; ab Montag 15.5.00 wurden von einem, wie mir Elas mitteilte, "guten Bekannten" - um nicht zu sagen: Schulfreund - des damaligen Com4net-Aufsichtsratsvorsitzenden Weber (der sich mit Witsch schon immer gut verstand) Unterlagen für eine "Wirtschaftsprüfung" ge- und durchsucht. Laut Herrn Elas fehlen zufällig seit dieser Zeit tatsächlich einige Unterlagen in den Com4Net-Akten, die belastend sein könnten. Aber das soll er vor Gericht noch einmal sagen.
Nachdem mir ein Controller der Com4Net schon vorher seinen Verdacht auf große "Unregelmäßigkeiten" (um es mal so auszudrücken) mitgeteilt hatte, teilte ich diese Befürchtungen wiederum in einem Brief an den Com4Net-Aufsichtsrat zusammen mit meiner zusätzlichen Befürchtung mit, es könnten rein theoretisch bei Aktionen des Herrn Witsch und Herrn Weber belastende Unterlagen - gegen wen auch immer - entfernt (oder auch nur belastende Unterlagen gegen einige Personen entfernt und gegen andere, die möglicherweise belastet werden sollten, liegengelassen) werden. Ich forderte den Aufsichtsrat damals auf, in seiner Verantwortung zu handeln oder ich selbst würde Staatsanwalt und Presse einschalten, sofern dazu Anlass wäre. Von diesem Brief habe ich übrigens während der gesamten Ermittlungen noch nichts gehört(wurde auch von der Kripo nicht danach befragt), aber ich werde ihn dem Hohen Gericht vorlegen.
Na ja, zwei Wochen später wurde Herr Witsch ja vom Aufsichtsrat entlassen. Aber man sollte, beim Lesen von RRichters Zeilen, mal überlegen, wer und wo und wann überall Zugang zu belastenden Unterlagen und die Möglichkeit diese zu entfernen hatte. Und die Kripo und der damals leitende Staatsanwalt sollten in sich gehen und sich fragen, ob sie sich diese Fragen vor ihrer Durchsuchung vom Dezember 2000 gestellt haben. Warum wurde an manchen Stellen durchsucht und an anderen nicht? Wurde tatsächlich an zwei existierenden Com4Net-Adressen, die entsprechende Unterlagen hatten oder hätten haben können, gesucht (dass sie auf die dritte Adresse in den USA keinen Zugriff hatten, kann ich ja noch verstehen - obwohl, eigentlich doch nicht, denn auch das ist ganz gut möglich). Dies müssen sie sich von den Medien fragen lassen. "Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird". Dies steht im Matthäus-Evangelium 10,26 und ist mein Beitrag zur Karwoche. Denn nicht nur Staatsanwälte und Firmenvorstände, wir alle sollten in uns gehen. Mehr in sich und vor den Kadi gehen sollten freilich alle, die sich an der Com4Net ungerecht bereichert haben.

So viel wollte ich jetzt eigentlich gar nicht schreiben, aber ich vergesse mich schon in großer Vorfreude auf die Verhandlungen, bei denen noch sehr viel mehr an den Tag kommen wird.
Nicht möglich, Herr Teplan, das Sie von den Toten auferstanden sind. Und bissig und zynisch wie eh und je. Die Herren Elas und Witsch scheinen Sie wohl zu Ihrem Lebenswerk zu machen. Da können Sie mir vielleicht gleich mal eines verraten. Wissen Sie, was diese beiden Herren jetzt machen? Ich habe mal gaghalber die Namen Elas und Witsch in der Suchmaschine Google eingegeben und stieß auf folgendes: ELAS Buch-Tipps und in denen ist die Rede von einem Buch im Verlag Kiepenheuer& WITSCH . Zu finden unter
http://www.google.de/search?q=cache:UwurOFAM-P0J:www.beepwor…
Sind das unser Elas und Witsch?
Eigentlich wollte ich heute gar nichts mehr schreiben, aber KUMPELstilzchen hat mich informiert, ich solle doch amüsementhalber noch mal ins Board schauen. Na dann eben noch ein Beitrag:

@hildegardvonbingen
Mann/Frau, hildegardvonbingen, ich muss Ihren letzten Beitrag wohl nicht ernsthaft beantworten. Geben Sie doch mal bei google die Namen Teplan und Elas ein und Sie landen dort:

Sector 001: Personnel - E - [ Diese Seite übersetzen ]
... city building depicting life in happier and healthier times, before the blight devastated
the Teplan civilization ... Elaan France Nuyen The Dohlman of planet Elas. ...
http://www.powernet.net/~jcrafton/person-e.html - 80k - Im Cache - Ähnliche Seiten
http://www.google.de/search?q=elas+teplan&ie=UTF-8&oe=UTF-8&…


Sind also Teplan, dessen Zivilisation zerstört, und Elas, nach dem gleich ein ganzer Planet benannt wurde, inzwischen in den Tiefen des Alls entschwundene Science-Fiction-Gestalten?

Oder geben Sie Teplan und Witsch ein: Da landen Sie u.a. dort:

Top 100 Hitliste Bücher - Bestsellerliste Buch Idealo ...
... Scott Ritter Kiepenheuer & Witsch(2002) ISBN: 3462032119 Krieg gegen den Irak. ... Renate
Teplan, ua PATTLOCH VLG IM WELTBILD(2001) ISBN: 3629011179 Ich mag dich ...
http://top.idealo.de/2003kw7/buch_top100.html

Ich habe ja durchaus Hoffnung, mit meiner Frau Renate noch öfter in die Top100-Hitliste der meistverkauften Bücher zu kommen (in obiger Link stehen wir auf Platz 19 der amazon-Bestseller des Jahres 2003). Ich habe aber keine Hoffung, dass Herr Witsch - hätte er einen eigenen Verlag - ein Buch mit dem Autorennamen Teplan verlegen würde.

Zu Ihrem Hinweis auf "Elas Buchtipps": Ich traue es Herrn Witsch durchaus zu, ein Buch zu schreiben. Ich traue es aber Herrn Elas nicht zu, für ein solches noch Reklame zu machen.
Was die beiden Herren beruflich und privat zur Zeit machen, weiß ich in beiden Fällen sehr genau. Aber ich finde, das gehört nicht hierher und ich achte das Recht beider auf ein Privatleben und auf einen Neuanfang.
Habe heute mit dem Com4Net-Generalbevollmächtigten Rolf Geishendorf persönlich gesprochen; mit meinem Wunsch nach einem Aktionärsbrief und endlicher Wiederaufnahme eines Kontakts mit den Aktionären wird es demnach so schnell nichts werden, da es vor allem keine Neuigkeiten gibt, die öffentlich bekannt gemacht werden könnten oder dürften. Manche Dinge würde ich auch lieber ganz gerne sagen, unterlasse dies aber. Es gibt zu viele, die zuhören - Feinde der, immer noch existierenden, Com4Net Inc., Gläubiger, staatliche Behörden (die müssen auch nicht alles wissen).

Ich kämpfe weiter im stillen und verborgenen - auf eigenes Risiko und nur mit eigenen Vorleistungen und bin dabei froh, dass ich mich an Aktionärsabzocken nicht beteilige, wie manch andere dies versucht haben. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Bin gespannt, wann es nach Abschluss der Ermittlungen zu Anklageerhebungen kommt und werde auch darüber informieren. Wann dies sein wird, hängt sicher vom Arbeitstempo der Behörden ab.

Allen Com4Netlern, die noch gelegentlich ins Board schauen, wünsche ich auf diesem Weg besinnliche wie erholsame Feiertage und ein frohes Osterfest. :)
S.g.Hr STeplan

Auch ich freue mich, dass Sie wieder aktiv im Board schreiben.Sie haben mir, sowie auch Mr.Bean, versprochen,
diverse Unterlagen zuzusenden.Ich hoffe, nicht in
Vergessenheit geraten zu sein und bitte Sie, auch mir diese Informationen zuzusenden.Vielen Dank im Voraus und frohes Osterfest wünscht

Ferdinand Janzek
(dezemberkind )
Hallo STeplan,

ich kann mich dezemberkind nur anschließen:
"Sie haben mir, sowie auch Mr.Bean, versprochen,
diverse Unterlagen zuzusenden.Ich hoffe, nicht in
Vergessenheit geraten zu sein und bitte Sie, auch mir diese Informationen zuzusenden.Vielen Dank im Voraus und frohes Osterfest wünscht"

Plaste alias Andreas P.
@Plaste, dezemberkind, Mr. Bean: :)

Ich freue mich, dass Sie sich freuen, dass ich wieder aktiv im Board schreibe. Ich habe Ihnen versprochen, diverse Unterlagen zuzusenden. Sie sind nicht in Vergessenheit geraten; ich habe sie Ihnen zugesandt (s. Ihre Boardmails). Vielen Dank auch für Ihre Freundlichkeit und nochmals frohes Osterfest wünscht
S. Teplan


Da habe ich mich ja gestern zu früh für Ostern verabschiedet. Bevor ich nun in die Karfreitags-Andacht gehe, darf ich speziell zu diesem Tag Herrn Alexander Witsch erneut freundlich und im Geiste Christi die Hand reichen und ihm folgende Botschaft übermitteln:

@AWitsch bzw. AWitsch Com4Net: :)

"Da schlug einer von den Knechten, der dabei stand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester? Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich?" (Joh. 18, 22-23)
Und da wollte Alexander Witsch seinen einstigen PR-Manager Stefan Teplan wegen Verleumdung an ein Gericht ausliefern. S. Teplan entgegnet ihm: "Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum zeigst du mich an?"
Von mir auch frohe Ostern. Damit es nicht so langweilig wird, hier mal wieder ein kleiner Rückblick. Das Board und die Com4Net vor drei Jahren: Am 10.4.01 war ein weiterer Verhandlungstag im Verfahren Com4Net gegen Markus Stettinger. Interessant ist, dass bereits vor drei Jahren Zobeltier das Arbeitstempo bei der StA Landshut beanstandete! Und dass Witsch schon vor drei Jahren von Aktionären aufgerufen wurde, seinen Pflichten als CEO endlich nachzukommen! Wieviel in beiden Fällen nach drei Jahren passiert ist, wissen wir alle. Na ja, angeblich sind ja nun wenigstens die Ermittlungen abgeschlossen. Die Frage ist nur, wann es zu einer Anklageerhebung kommt.


#27 von Zobeltier 10.04.01 07:11:06 Beitrag Nr.: 3.275.128 3275128 Dieses Posting: versenden | melden | drucken | historischer Thread
Lest das auf der Karl Feldmeyer-Site: Karl Feldmeyer wurde bis heute wegen keiner dieser Vergehen nicht belangt. Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt bis zum heutigen Tage. Bis auf Zeugenvernehmungen wurden noch keine Maßnahmen eingeleitet, die dem Treiben von Karl Feldmeyer ein Ende bereiten... Staanw. Landshut! Das darf doch nicht war sein!?! Manchmal bin ich vielleicht naiv, aber dass es gleich einen ähnlichen Fall, auch noch mit ähnlichem Firmennamen (CyberComNetX, CCNETX AG) bei dieser Staatsanwaltschaft gibt, hätte ich in meinen künsten Träumen nicht geglaubt. Unfassbar! Wahrscheinlich wollte Elas bei Unternehmensgründung 1996 sich schon mal absichern, was im schlimmsten Fall passiert und hat dann den Namen Com4Net bei der Staanw. ausgegraben. Ein Danke an konns!

#33 von drlama 10.04.01 13:45:32 Beitrag Nr.: 3.277.694 3277694 Dieses Posting: versenden | melden | drucken | historischer Thread
Ich war bei der (den) Verhandlung(en) und HERR ELAS und FRAU LOHNER sowie HERR TEPLAN waren auch da. 1. Verhandlung: Com4Net (Elas) ./. Stettinger Beginn: 9.30 - Ende: ca. 10.15 Uhr 2. Verhandlung: Elas ./. Mooshofer Beginn: 11.00 Uhr, aber anderer Richter Hat der Elas jeden Tag eine Verhandlung oder war das jetzt wirklich Zufall ? Wer weiss mehr ? Wer hat Informationen um Elas/Lohner ausserhalb der Com4Net ? Bitte melden ...

#43 von Zobeltier 10.04.01 21:22:31 Beitrag Nr.: 3.282.072 3282072 Dieses Posting: versenden | melden | drucken | historischer Thread
@RRichter Eine ähnlich gestrickte Site wie Karl Freidmeyer finde ich schon sehr interessant. Es muß ja kein Hitman sein... @alle Was sagt ihr dazu? Auch sehr interessant finde ich auch was heute wieder von RRichter ausgegraben wurde. Wie steht Herr Witsch eigentlich heute zu seiner CEO Aufgabe? Wird da etwas in Zukunft geschehen? Was ist mit den anderen 700 Aktionären die nichts von diesem Thread wissen oder im Verteiler sind werden die auch mal außer nur von Elas informiert? Es wird Zeit für ein Rundschreiben, aber nicht von Elas! Gruß Phil
@STeplan

Ihre Nachrichten und Handreichungen an Herrn Witsch scheinen meist ziemlich wirkungslos zu verhallen, meinen Sie nicht?
Trotzdem wünsche ich Ihnen auch ein frohes Osterfest.
@hildegardvonbingen

Wirkungslos würde ich nicht sagen. Alles folgt nur einer langen, so manchem schon lieb gewordenen Tradition, durch die uns Alexander Witsch in seiner Entrücktheit weiter als das erscheinen darf, als was er so manchem so häufig erschien: der unsichtbare, der schweigende CEO.
Das letzte Mal erschien er mir sichtbar an einem Tag, der sich heute übrigens zum zweiten Mal jährt: am 12.4.2002 am Munich Airport, eben jener Ort, an dem er mehr als ein Jahr zuvor seine Ansprüche auf den CEO-Posten öffentlich lauthals - einmal gar nicht so schweigsam - kundgab. Ich gestatte mir einen nostalgischen Rückblick und suche im Archiv mal raus, was ich über jenen 12.4. im Board schrieb.
Habe eben noch in meine Boardmails geschaut und darf mich bei allen, die mir in den letzten Tagen aufmunternde Zeilen - im Grunde fast alle mit der gleichen Tendenz, ich solle weiter am Ball bleiben und nicht aufgeben (das tue ich nie! Trotzdem tut solche Bestärkung auch mal gut) - schrieben und auch für alle privaten Ostergrüße herzlich bedanken.

Und hier der Archiv-Beitrag über das Flughafen-Treffen vom 12.4.02:
#101 von STeplan 14.04.02 14:27:25 Beitrag Nr.: 6.118.195 6118195

Also, das Treffen am Freitag, 12.4., hat stattgefunden. Es kamen zwei Aktionäre sowie die vier Ex-Com4Netler Lerch, Schmidt, Teplan, Witsch (Reihenfolge alphabetisch). Ich denke, die beiden Aktionäre müssen relativ ernüchtert die Versammlung verlassen haben, denn wenn ich richtig interpretiert habe, so haben sie ihr letztes Fünkchen Hoffnung, noch irgendetwas aus ihrem Geld zu erhalten, im Kempinski in München fahren lassen. Ich habe, wie angekündigt, erzählt, wie noch Geld aus der Com4Net zu holen sei; Herr Witsch hielt dem entgegen, dass dem Verbindlichkeiten in Höhe von über drei Millionen Euro entgegenstünden. Er als Ex-Vorstand muss es wissen; ich weiss nur von einer Forderung einer deutschen Bank in Höhe von rund 350.000.- Euro. Forderungen von Aktionären, denen schriftlich eine Rückabwicklung ihres Aktiengeschäfts versprochen wurde, kann ich nicht als Verbindlichkeit rechnen. Aktionärsgelder gehören meiner Ansicht nach zum Eigenkapital und nicht zu den Verbindlichkeiten einer Firma. Was Rückabwicklungen von Aktiengeschäften der Com4Net betrifft, so halte ich persönlich es für unfair, irgendwelche Personen hierbei vorzuziehen, was immer für Zusagen die Com4Net-Führung hier auch gegeben haben mag. Es gab bisher nur drei Ausnahmen: zwei Aktionäre, die über Rechtsanwalt Weiss sich dies erstritten sowie Stettinger (die Frage, ob er diese Aktien, die er an die Com4Net zurück verkaufte, vorher je wirklich bezahlt hat, will ich hier nicht noch einmal zum Thema machen).
Es war noch von einer weiteren Forderung einer österreichischen Bank an die Com4Net Inc. in Höhe von rund einer Million Euro die Rede; ich prüfe diese Information nach. Ich war bisher der Ansicht, die Geschichte mit dem Wechsel vom November 2000 sei erledigt. Mal sehen!
Her Witsch, dem ich an dieser Stelle für seine Gesprächsbereitschaft herzlich danke, legte mir dar, wieso er glaube, dass weder er noch Herr Elas President oder CEO seien, sondern Herr Stenbock von den U.S. Services in Kalifornien. Er begründete dies vor allem mit der Argumentation des Gerichts im Stettinger-Urteil. Herr Stenbock sei President von der Firmengründung an gewesen. Sollten nun alle Verantwortlichkeiten für die Vorgänge der letzten fünfeinhalb Jahre innerhalb der Com4Net an diesen Herrn geleitet werden? Da werden sich Herr Elas und die Aufsichtsräte freuen.
Eine weitere interessante Frage tauchte auf: Im Dezember 2000 wurden von den rund 1,8 Millionen DM, die auf Konten Stettingers und dessen Freunden und Verwandten flossen, rund 500.000.- DM zurück überwiesen. Was geschah mit diesem Geld? Ich sollte dazu mal den President befragen. Nur welchen?

Leider fehlten beim Treffen Herr Elas, Herr Stettinger, Herr Weber, Herr Ruhland, Herr Aenishaenslin und einige andere schöne Gesichter. Ich würde 1.000.- DM Eintritt bezahlen, wenn eine solche Diskussionsrunde einmal zu Stande käme. Vielleicht ist irgendjemand von diesen Herren ja gegen eine gute Gage zu haben. Ich denke, dass niemand von ihnen ein Verachter des Geldes ist.
Wer weiß eigentlich, was aus der Interessengemeinschaft der geschädigten Com4Net-Aktionäre bei der so genannten Wirtschaftsfahnder-Kanzlei von Krügel geworden ist? Hat sie sich als error herausgestellt? Es taucht nämlich nur noch das Bild ERROR 404 auf, wenn man folgenden link anklickt, unter dem sie bisher groß Aktionen gegen die Com4Net und Herrn Elas ankündigte:
http://www.wirtschaftsfahndung.de/AktuelleFaelle/Com4Net.htm…
Auch wenn Krügel vielleicht manches gern aus dem Netz nähme (Gott sei Dank haben einige Journalisten alles schön abgespeichert), so steht doch noch einiges im online-Archiv des "Wifa"(Wirtschaftsfahndungs)-Newsletters Nr.3 vom Juni 2003, aus dem verdächtig klar hervorgeht, dass die Wifa einiges ganz gut wusste, was bei der Staatsanwaltschaft Landshut und der Kripo Erding für Absichten bestanden/bestehen und dass sie Zugang zu deren damals noch sehr vertraulichen Quellen haben musste. So heißt es z.B.:
"Mit dem Erlös beging Herr Elas wohl den einzigen strafrechtlich relevanten Tatbestand: Er verkaufte die Software der DC Network an die Com4Net Inc. - zu einem überhöhten Preis, wie der Staatsanwalt glaubt."
Weiter unten heißt es:
"Den Strick, den der Staatsanwalt ihm jetzt dreht bezieht sich auf einen einzigen Sachverhalt, den die Kripo Erding zusammen getragen hat:"...
Und dann wird von der "Wifa" schön lang aus dem Zwischenbericht der Kripo (woher man den wohl hatte?) zitiert.
Ich habe schon im Juli 2003 im w:o-Board dargelegt, welcher sehr beschränkte Personenkreis Zugang zu diesen Informationen, zum Kripo-Zwischenbericht und zur vollständigen Aktionärsliste der Com4Net Inc. (die Krügel für seine damalige Gründung einer
"Interessengemeinschaft" wohl vorlag) hatte, so dass der Kreis der Informanten und möglichen Hintermänner der damals vorgesehenen kostspieligen "Interessengemeinschaft" hier sehr eng ist.
Übrigens hat man auch unrichtige Informationen übernommen. So ist einmal die Rede vom "Konkurs der Com4Net Inc. durch den Konkurs der Beteiligungsgesellschaften." Die Com4Net Inc. ist aber nicht konkurs.

Jener "einzige Sachverhalt", der in erwähnter Schrift übrigens gegen Elas angeführt wird, ist die so genannte "Überzahlung" - ein Sachverhalt, für den das Hohe Gericht auch Karl-Heinz Weber, den damaligen Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsratsvorsitzenden und Buchhalter der Com4Net Inc. in Personalunion (auf den sich Elas in all diesen Funktionen verlassen musste) entsprechend zur Verantwortung ziehen muss. Weber hat bekanntlich ein halbes Jahr lang laufende, beträchtliche Überzahlungen der Com4Net Inc. nicht bemerkt (hat er inzwischen keine Bücher der Com4Net gelesen? Was war mit seiner Verantwortungsfunktion?), bis die Zahlungen sich zu einer Höhe von rund 530.000 US-Dollar summiert hatten. Warum eigentlich hat sich der Com4Net-Aufsichtsrat nach derart sträflicher Vernachlässigung nicht sofort von einem solchen Vorsitzenden und "Wirtschaftsprüfer" getrennt? Ich hoffe doch sehr, dass die StA in diesem Fall entsprechende Anschuldigungen erhebt.
So viel zum, laut Wifa, "einzigen Sachverhalt" gegen Elas.

Für den Prozess interessant wird ebenso der (laut StA laut Wifa) "überhöhte Preis" der Software - ein Sachverhalt, für den das Hohe Gericht weniger Elas als die, die diesen Preis festgesetzt haben (insgesamt sechs Gutachter, auf die sich Elas verlassen musste) entsprechend zur Verantwortung ziehen muss.
War nun aber - offene Frage an die Kripo und die Staatsanwaltschaft - nicht einer jener sechs Gutachter der Ex-Com4Net-Aufsichtsrat Beckstein, seines Zeichens Bruder des bayerischen Innenministers und obersten Dienstherrn der bayerischen Kriminalpolizei? Und wurde dieser Aufsichtsrat - zweite offene Frage an die Kripo und die StA - nicht relativ früh während der, unter den vom damaligen Staatsanwalt Zigann geleiteten, Ermittlungen von jeglichem Vorwurf entlastet?
So viel zum, laut Wifa, "einzigen strafrechtlich relevanten Tatbestand" (s.o.).

Dies alles sind Fragen und Umstände, die die prozessbegleitende Presse mit Sicherheit sehr interessieren werden.

Was Beckstein angeht, sei mir die persönliche Anmerkung erlaubt, dass ich diesen Ex-Com4Net-Aufsichtsrat persönlich hoch schätze und stets als einen sehr korrekten und intelligenten Mann erlebt habe. Ebenso schätze ich den bayerischen Innenminister, mit dem ich - in ganz anderer Sache natürlich - erst vor einem knappen Jahr ein interessantes Interview geführt habe. Ich erwähne dies eigens, damit obige Aussagen nicht in eine falsche Richtung interpretiert werden. Es geht mir dabei einzig um Vorwürfe der StA, die mir innerhalb der Com4Net-Ermittlungen als unlogisch bzw. einseitig an eine Adresse gerichtet erscheinen.
Es geht mir an dieser Stelle auch noch um andere "Fahnder" wie etwa die von Krügel, von denen ich stark den Eindruck habe, dass sie solche Vorwürfe ungeprüft und ohne detallierteres Hintergrundwissen kritiklos übernehmen. Diesen Eindruck kann ich an vielen ihrer Texte zur Com4Net (auch jene, die jetzt schon nicht mehr im Netz sind) belegen und diese relativ leicht zerlegen. Journalisten-Tipp an alle "Fahnder": Gründlich recherchieren und hinterfragen schadet nie!
PS: Für den verschwundenen Beitrag der Wirtschaftsfahndung Krügel zur Com4Net sei auf folgende link verwiesen, innerhalb derer Teile jenes Krügel-Beitrags zitiert sind - mit erstaunlichen, absolut wörtlichen Parallelen zwischen dem Kripo-Bericht und dem "Bericht" von Krügel: Einfach
http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/threadpag…
anklicken, dort etwas nach unten blättern und Beitrag #45 vom 25.07.03 20:27:49 aufrufen.

Im Beitrag #31 des gleichen Thread findet sich ein weiteres Zitat aus dem Krügel-Bericht:
".... rund 22 Millionen DM. Verwendet wurden die Gelder einerseits zur Schuldentilgung der Firma DC Network Conulting (Zahlungen an deren Gläubiger) andererseits flossen große Geldsummen jedoch auch an Günstlinge von Elas ."
Ich könnte mir vorstellen, dass Krügel diesen Satz, der sachliche Unrichtigkeiten enthält und in den grobe Unterstellungen hineininterpretiert werden können, gerne aus dem Netz genommen hat, um einer evtl. Strafanzeige durch Herrn Elas zu entgehen.
Zu den "großen Geldsummen": Ich denke, dass weder die Firma Auto global Management noch Herr Markus Stettinger und dessen Günstlinge, an die "große Geldsummen" flossen (alles zusammen genommen rund 3,6 Millionen DM), Günstlinge des Herrn Elas waren. Also sind große Geldsummen auf ganz andere Weise aus der Com4Net gekommen (und zwar weit mehr als durch die berühmte Überzahlung! Die Berechtigung der Zahlungen bzw. Verwendung der Gelder sind dabei immer noch offen!). Mal sehen, was die StA dazu sagt.
Tagesrückblick 13.4.2000[/B] - mal was Positives
Com4Net-PR:
Vom 13.4.00-bis 16.4.00 wurden die Com4Net Munich Open 2000 ausgetragen. Diese Veranstaltung, deren Namensgebung auf eine PR-Initiative von Stefan Teplan in enger Zusammenarbeit mit Squash-Playerin Sabine Schöne und deren Vater Bernd zurückgeht, vereinigte in einem Turnier der Women`s International Squash Players Association (WISPA) die acht weltbesten Spielerinnen der Welt. Siehe dazu
http://www.wispa.net/ranking/100000000000sqwi17main.htm und http://www.squashnow.com/results/wmunichop00/
Firmeninterner Hintergrund der Veranstaltung: Es gelang Stefan Teplan im März 2000, den Com4Net-Vorstand und -Aufsichtsrat zur Finanzierung seiner mit diesem WISPA-Turnier verbundenen PR-Ideen zu überzeugen. Eine jener Ideen und Initiativen von Stefan Teplan war damals die Durchführung eines von der Com4Net veranstalteten, drei Stunden (!) lang währenden Live-Chats (mit Video-Livestream) mit den acht weltbesten Spielerinnen, bei dem Herr Teplan und ein Mitarbeiter der Com4Net-Beteiligungsgesellschaft SIMI moderierten. Die Com4Net bot dabei nicht nur SIMI, sondern auch ihren Beteiligungs- bzw. Tochtergesellschaften Computerman, Netseek und AlphaCom reichlich Möglichkeiten, sich zu präsentieren.
Insbesondere gab Herr Teplan dem Geschäftsführer der Com4Net-Beteiligungsgesllschaft Computerman, Simon Kissel, Gelegenheit, dessen Produkt "Chatjet" einzusetzen und einer breiteren Öffentlichkeit werbewirksam vorzustellen. Noch heute wirbt die Firma Computerman auf ihrer Homepage stolz mit dieser Com4Net-Veranstaltung - erwähnt dabei Geldgeber Com4Net und Initiator Teplan freilich nur anonym als "weitere Partner". So heißt es auf der Page http://www.chatjet.de/referenzen.shtml: "Gemeinsam mit der WISPA (Women`s International Squash Players Assoc.) sowie weiteren Partnern wurde dieser Raum am 14.4.2000 eingeweiht. Zielsetzung war es hier, einen Video-Livestream in den Chat mit einzubetten und einen Livechat zwischen Besuchern und den Top-Squash-Spielerinnen aus aller Welt zu ermöglichen."

Com4Net-Nachricht:
Dieser Tagesrückblick geschieht nicht nur um des reinen Rückblicks willen, sondern um gleichzeitig die Com4Net-Nachricht des Tages mit ihr zu verknüpfen: Die Page www.com4net.de wird im Sommer 2004 mit völlig neuen Inhalten endlich wieder ins Netz gestellt, wobei u.a. Material aus oben erwähntem Video-Livestream sowie der zum Turnier veranstalteten Pressekonferenz publiziert werden wird. Dies auch deswegen, um neben allem Schatten um die Com4Net auch etwas Licht zu bringen und zu demonstrieren, dass es durchaus auch Positives gab. Mit der Austragung der Com4Net Munich Open 2000, zusammen mit Computerman und weiteren Partnern, mit der in der Fachpresse vielbeachteten Präsentation der Com4Net-Domain "Gebrauchtkauf" bei der "Resale 2000", die mit rund 20.000 Stellplätzen damals Europas größte Internet-Plattform für gebrauchte Maschinen war und zahlreichen anderen Themen sollen die Perspektiven und Errungenschaften der Com4Net aufgezeigt, aber im Zuge dessen schonungslos auch Geschichte und Gründe für den Niedergang des Unternehmens dargestellt werden.
Mehr dazu wird womöglich STeplan sagen, der im Tagesrückblick deswegen etwas hervorgehoben ist, um einmal richtig zu stellen, wer welche PR-Aktionen erbracht hat, mit denen sich andere gerne schmücken.
Soweit ich weiß, ist Herr Teplan für alle Anregungen und Wünsche nach beitragsmäßigen Beteiligungen für diese Site offen. Er plant auch, Journalisten, die die zu erwartenden Com4Net-Prozesse begleiten wollen, daran mitwirken zu lassen. Ebenso soll die Site allen Teilnehmern der Com4Net-IG dienen.
Danke für den netten Tagesrückblick !
Ich setze mit dem 14.4.00 fort: ein ereignisreicher Freitag in der Com4Net.
Während ich, zusammen mit den "Gebrauchtkauf"-Leuten Monika Lenz und Nicolette Lerch, die mich freundlicherweise unterstützten, bei der Com4Net Munich Open mit Spielerinnnen, Journalisten, "weiteren Partnern", der Vorbereitung des (übrigens via Internet weltweit angekündigten und beachteten) Live-Chat und der Vorbereitung der Presse-Konferenz beschäftigt war, wurde bei der Com4Net in Erding noch eine wichtige Aufsichtsrats-Sitzung (wo es auch um die Kompetenzen des Herrn Witsch ging) abgehalten - sehr zu meinem Verdruss, denn mir war daran gelegen, dass Herr Witsch auch (und möglichst in guter Laune) zu dem Squash-Ereignis und zur Presse-Konferenz kam, die ich - wie schon am 27.1.00 - eigens für ihn organisiert hatte. Zudem hatte ich für den 14.4.00 drei Minuten Sendezeit bei RTL für die Com4Net ausgehandelt und wollte, dass der damalige Vorstand Alexander Witsch sich hier medienwirksam in Szene setzen sollte. Weiterhin hatte ich für ein kostbares Note-Book (jaja, so warf ich mit dem Com4Net-Geld um mich!) gesorgt und wollte, dass Herr Witsch dieses aus PR-Gründen bei der Presse-Konferenz der Squash-Topspielerin Sabine Schöne vor laufenden Kameras schenken sollte - Sabine Schöne wurde von Com4Net gesponsert und trug damals natürlich das Com4Net-Logo auf ihrem Dress (s. diverse Presse-Fotos und TV-Auftritte, von denen ich auch mal was ins Netz stellen könnte).

Um die gute Laune des Herrn Witsch musste ich fürchten, da ich - meine Kontakte in den AR waren nicht unbedingt schlecht - bereits vorher wusste, was bei jener Aufsichtsrats-Sitzung besprochen werden sollte - und dies war nicht unbedingt angenehm für ihn. Doch kam Witsch, spät, aber noch rechtzeitig, durchaus professionell und souverän und meisterte auch die internationale Pressekonferenz (er musste auch englisch sprechen) wie das RTL-Interview bravourös. Wenn ich daran zurückdenke, bedauere ich, dass es in der Vorstandschaft nicht zu einer Arbeitsteilung kam, die die Com4Net weiter gebracht hätte: Witsch als der medienwirksame Vorstand, der die Firma nach außen repräsentiert (er konte sich durchaus gut verkaufen), Elas im Hintergrund als der ideengebende Geschäftsmann (Beispiel: Eigengeschäft "Gebrauchtkauf")und erfahrene Banker (die entscheidenden Gelder wurden gegen seinen Willen aus der Firma geschleudert und er warnte stets vor dem Zukauf neuer teurer Beteiligungen).

Durch einen kleinen Versprecher verriet ich mich vor der Pressekonferenz leichtsinnigerweise ein bisschen bezüglich der AR-Sitzung, Witsch musterte mich kurz und sagte: "Ist ja erstaunlich, was Sie alles wissen!" Weiter durfte ich mich auf keinen Fall mehr verraten!
Zum Inhalt jener ominösen AR-Sitzung ein andermal. Das ist ein großes Kapitel für sich.

Das Teamwork mit Sabine Schöne - deren Homepage ich damals auch durch die Com4Net erstellen ließ - und deren Vater (zwei wirklich ganz tollen Menschen) war eine der schönsten Arbeiten während meiner Com4Net-Zeit. Leider wurde dies durch die Querelen in der Vorstandschaft für mich sehr beeinträchigt; ich ahnte am 29.9.00 - als ich in einem Co-Sponsoring mit der Reifen-Firma Dunlop bei einem Squash-Turnier in Aschaffenburg die Com4Net vertrat - nicht, dass ich Sabine Schöne (heute Sabine Tillmann) und ihren späteren Mann Michael Tillmann dabei zum letzten Mal sehen sollte, weil ich drei Tage später völlig überraschend erfuhr, dass mit der Trennung von Com4Net Inc. und AG meine Tage bei der Com4Net AG gezählt seien. Die AG (und damit auch die Fortsetzung des Schöne-Sponsoring) ging bekanntlich auf Herrn Witsch, die Inc. auf Herrn Elas über. Ohne die Inc. hat es ja die AG dann leider nicht mehr weit gebracht; ich hätte es ihr durchaus gegönnt. Leider wurde so auch aus einigen großen, von mir mit dem Dunlop-Management besprochenen Team-Projekten Dunlop/Com4Net nichts mehr.

Oh Gott, es wird spät und ich könnte noch endlos über jenen 14.4.00 (eigentlich über jeden Tag bei der Com4Net) erzählen. Ist mal was anderes als Kripo-Zeug, Juristen-Käse, Intrigen und Bereicherungen, worum es dann in der Com4Net-Geschichte ging.
Bei Journalisten lagern die RTL-Sendung und der komplette Video-Livestream. Bild (evtl. auch Ton) stelle ich mal in Auszügen ins Netz. Soweit zum Tagesrückblick - gute Nacht!
Zu "Gebrauchtkauf" wollte ich zwar noch etwas sagen, tue dies aber wegen Überlänge im nächsten Posting.
Also zu "Gebrauchtkauf", diesmal mach ich`s kurz:
Eine freundliche Seele aus dem Umfeld der Com4Net spielte mir vor einigen Wochen die Information zu, dass Ebay in den Online-Gebrauchtwagen-Marktplatz mobile.de einstieg - für stattliche 121 Millionen Euro in bar! Wenn nicht gleich 121 Millionen Euro, aber welche Summe hätte man jetzt für "Gebrauchtkauf" bekommen?!
"Gebrauchtkauf" war, als ich die Plattform bei der Resale 2000 präsentierte, tatsächlich von der Zahl der Stellplätze Europas größte Internet-Plattform für gebrauchte Maschinen und hatte enormes Potenzial. Warum dies später nicht in entsprechendes Geschäft umgesetzt werden konnte, ist wieder eine eigene Geschichte. Dies war der Aufgabenbereich des damaligen Com4Net-Gebrauchtkauf-Leiters Christian Ruhland.
Die Firma Computerman existiert also noch. Als einzige der Firmen des einstigen Com4Net-Imperiums?
Welchen Anteil an Computerman hat eigentlich die Com4Net erworben und was wurde aus diesen Anteilen? Wenn diese Firma aus unseren Aktionärsgeldern gekauft wurde, warum können wir dann nicht wenigstens davon profitieren?

Herr Teplan, ich habe Ihnen nach KUMPELstilzchens Ankündigung zur Com4Net-Homepage eine Boardmail geschickt. Ich würde mich gerne daran beteiligen.
Hallo hildegardvonbingen: frag doch mal bei Computerman selbst nach!
@hildegardvonbingen
Na, wer hildegardvonbingen heißt, müsste eigentlich mehr über die Firma Computerman wissen, denn er/sie sitzt doch in Bingen gleich an der Quelle!
Aber im Ernst: Die Frage nach den einstigen Com4Net-Beteiligungen (bzw. -töchtern), von denen es bei einer einen erfolgreichen Exit gab (AlphaCom), zwei noch leben (Computerman GmbH und t.i.m.e. GmbH, letztere wurde aus dem Mantel der AlphaCom gebildet und ist noch immer eine 100%ige Tochter der Com4Net Inc.) und die anderen mehr oder weniger unrühmlich zu Ende gingen , ist äußerst berechtigt (SIMI lebt zwar auch noch, ist aber als Beteiligung auch wieder ein großes Kapitel für sich; darüber ein andermal).
Es ist Ihr Geld und jeder Aktionär hat das Recht zu wissen, was aus seinem Geld, mit denen die Beteiligungen ge- und teilweise verkauft wurden, geworden ist, hat ein Recht zu erfahren, wie profitabel oder unprofitabel sich eine Beteiligung erwiesen hat.
Im Fall Computerman habe ich vor, einen längeren Ausschnitt aus dem, was ich darüber auch für mein Com4Net-Buch schrieb (nach wie vor habe ich vor, dieses zum C4N-Prozessbeginn herauszubringen und es wäre kommerziell dumm, dies vorher zu tun), ins Netz zu stellen, denn der Fall Computerman betrifft letztlich auch das Kapitel, was die Com4Net AG aus den durch die Inc. eingesammelten Aktionärsgeldern gemacht hat. Als Insider müssten Sie nun einiges zwischen den Zeilen lesen können. Mehr - natürlich könnte ich auch Zahlen nennen - möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dazu sagen und bitte dafür um Verständnis. Es ist aber auch geplant, auf der Seite www.com4net.de im Sommer über dieses Kapitel der Firmengeschichte näher zu berichten (Ihre e-mail und Ihre sehr kritischen Vorschläge dazu habe ich gelesen und antworte Ihnen bald).
Sicher ist es auch keine schlechte Idee, bei der Computerman GmbH nachzufragen, wobei ich nicht weiß, wie transparent und offen sich diese Firma zu ihrer Geschichte in Zusammenhang mit der Com4Net verhält.
Aber ich habe Ihnen zu Computerman und Chatjet einen Bericht aus den "Com4Net-News" vom Dezember 1999, hier zitiert aus einem Beitrag von Zobeltier, aus dem Archiv geholt:


"#35 von Zobeltier 05.12.99 16:41:53 Beitrag Nr.: 177.741 177741
aus der Newsseite von C4N:
Computerman verschickt die ersten Demoversionen des neuartigen Sytems Chatjet

Die Computerman GmbH, an der Com4Net Management Venture Capital AG, Erding, zu 30% beteiligt ist, hat nach Beendigung der
Entwicklungsarbeiten mit dem Versand der Demoversion des neuartigen Chatsystems ,Chatjet` begonnen.

Mit Chatjet soll eine neues, benutzerfreundliches und schnell arbeitendes Chatsystem auf dem Markt etabliert werden. Dieses
Chatsystem ist so ausgelegt, dass bei entsprechender Anbindung des Chat-Servers auch grosse Teilnehmerzahlen kein Problem
darstellen. Als Anwendungen sind neben dem Entertainment- und Communitybereich auch Servicechats vorgesehen, in die sich
Kunden einloggen können und so online die Wünsche mit entsprechenden Fachleuten des Lieferanten klären können.

Zum Lieferumfang von Chatjet gehören auch eine Einrichtungs- und Installationsoberfläche, die es zulässt, Chaträume in kürzester Zeit
nach eigenen Wünschen zu installieren. Mit diesen Hilfsmitteln ist der Chatbetreiber in der Lage, auf einfachem Weg grafisch
aufwendige Chaträume zu gestalten, die er mit seinen individuellen Vorstellungen des Webdesigns in Einklang bringen kann.

Aufgrund der hohen Nachfrage, die nach der Präsentation des Chatsystems auf der Computermesse Systems in München zu
verzeichnen war, geht die Computerman GmbH davon aus, dass die ersten Lizenzverkäufe noch in 1999 stattfinden werden.

Computerman GmbH
Basilikastr. 3
55411 Bingen am Rhein

Tel +49 - (0)6721 - 991177
Email: info@computerman.de
Internet www.computerman.de


Com4Net Management Venture Capital AG
Otto-Hahn-Str. 21
85435 Erding

Tel. +49 - (0)8122 - 22284-0
Fax +49 - (0)8122 - 22284-25

Email: info@com4net.de
www.com4net-news.de
03.12.99"
So, diesmal als STeplan privat und nicht als Com4Netler: Sah gerade in meine mails, worauf ich kurz folgendes antworten will:

@stormi23
Sie kriegen heute noch die gewünschten Informationen per Boardmail. Danke auch für die freundlichen Grüße von dezemberkind und Plaste.

@hildegardvonbingen
Was ein Nachfragen Ihrer Informationen zur einstigen Com4Net-Beteiligung Computerman betrifft, so wäre ich diesbezüglich optimistisch, wenn Sie bedenken, dass deren Geschäftsführer Simon Kissel ebenso auskunftsfreudig und offen sein müsste wie ich. Dies dürfen Sie daraus schließen, dass wir beide namentlich seit dem Jahr 2002 vereinigt sind :) :) als "Unterzeichner der Erklärung gegen die Einschränkung der Informationsfreiheit". Siehe die links
http://odem.org/informationsfreiheit/unterzeichner_8.html (Simon Kissel - dort zu finden, wenn Sie auf die Nr. 1987 herunterscrollen) und http://odem.org/informationsfreiheit/forum-view_3213.html (Stefan Teplan).
Sie kommen, wenn Sie Spielchen mit der Suchmaschine lieben, auch dorthin, wenn Sie etwa bei google.de die Suchbegriffe Kissel und Informationsfreiheit sowie Teplan und Informationsfreiheit (oder auch Teplan und Demokratie) eingeben.

In diesem Sinne - bei so viel Liebe zur Informationsfreiheit: Viel Glück bei Ihrer Informationsbeschaffung! Sie erhalten natürlich auch von mir bald weitere Informationen. :)
Ach, da fällt mir noch was ein. Man gestatte mir, die vorigen Beiträge als ein bisschen Werbung für das neue Buch meiner Frau (ein weiteres von ihr und mir zusammen wird im Juli im Herder Verlag erscheinen) zu verwenden:

Teplan und Kissel, Com4Net und Computerman - bei so viel gemeinsamer Liebe zur Informationsfreiheit: Gemeinsam sind wir stark :

Renate Teplan, Pattloch Verlag, 2004. Zu erwerben in jeder Buchhandlung oder im Internet u.a. bei: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3629020178/qid=1082024…
Tagesrückblick Com4Net 15.4.2000:

" All those years ago" , sang nearly twenty years ago George Harrison von den Beatles.
Four years ago war bei der Com4Net einiges geboten, was sich wunderbar einreiht in die letzten Beiträge zur WISPA Munich Squash Open bzw. Com4Net Munich Open 2000 - wie das von der Com4Net gesponserte Turnier korrekt hieß und so PR-trächtig in allen Medien genannt wurde:
Im Thread: Die neue Com4Net Management Venture Capital AG (4) schrieb Zobeltier darüber:
" #36 von Zobeltier 15.04.00 11:37:32 Beitrag Nr.: 807.902 807902
Lest auch die neuen Inhalte auf der Com4Net Seite:

http://www.com4net.de/standard/indexs.htm
Es gibt einen Link zu Sabine Schönes Hompage, die aber leider beim Squashtunier in Parsdorf bei Segmüller gestern ausgeschieden ist. Sie kam unter die betsen acht!
Die Süddeutsche Zeitung berichtete!! Auch Com4Net wurde namentlich erwähnt!
Also wer sagts denn!"



Jene angesprochenen " neuen Inhalte" auf Teplans PR-Seite www.com4net.de lauteten:

"Die 16 weltbesten Squash-Spielerinnen kämpfen bei dem WISPA - Turnier (WISPA = Women’s International Squash Players Assoc.) um ein Preisgeld von 20.000 Dollar.
Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses steht natürlich das Aushängeschild des deutschen Squash – Sports, die von der Com4Net gesponserte Sabine Schöne. In ihrem Heimatland gilt sie als unschlagbar, doch auch vor der starken internationalen Konkurrenz muss sie keine Bange haben, gehört sie doch selbst zur Weltspitze. Freilich weiß sie : ,Unter den ersten 16 der Weltrangliste kann wirklich jede jede schlagen.`

Absolute Spannung ist bei einem so dichten Feld also angesagt, und die Com4Net und alle deutschen Fans drücken Sabine natürlich die Daumen.
Die Com4Net informiert Sie auf dieser Seite über alle Ergebnisse und wichtigen News des Turniers, von den Qualifikationsspielen ab 11. April, 14.00 Uhr bis zum Finale am Sonntag, 16 April, 14.00.
An den Qualifikationsspielen muss Sabine Schöne übrigens – dank ihres siebten Weltranglistenplatzes – nicht teilnehmen. Diesen Platz hat sie im letzten Jahr, trotz einer langwierigen Verletzung, sensationell behauptet, indem sie unter starken Schmerzen bei den Ranglistenturnieren erfolgreich kämpfte.
Wünschen wir ihr, dass sie nun, wieder gesund und fit, ihrem Wunsch näher kommt, zunächst wenigstens wieder zu den Top 5 aufzusteigen.
Wer mehr über Sabine Schöne erfahren oder mit ihr in Kontakt treten will: einfach mal auf ihrer, von der Com4Net produzierten, Homepage www.sabine-schoene.de vorbeischauen."


Ich weiß noch gut aus meiner Com4Net-Zeit, wie Pressesprecher Stefan Teplan, mit dem ich meine Liebe zu den Beatles teile :kiss: , damals jene Zeilen verfasste und ins Netz stellen ließ. Unsere Kollegin Nicolette Lerch, die damals engste Assistentin Teplans, machte sich verdient um das stets aktuelle Aufbereiten aller News und Ergebnisse im Web. Ein herzlicher Gruß an dieser Stelle an das geamte alte Com4Net-Team. :)
Schaute nochmal kurz ins Board, um meine mails abzurufen und um - für die geplante neue C4N-Homepage und für zwei meiner journalistischen Kollegen - eine Zusammenstellung über die Com4Net und ihr Sponsoring von Sabine Schöne zu machen. Stieß dabei auf zwei recht interessante Beiträge von AWitsch (der damals noch offiziell als AWitsch Com4Net postete), die ich der Vollständigkeit halber hier reinstelle, da dies ja gerade auch das Thema von KUMPELstilzchens historischem Rückblick ist.
Für die Kommunikation im Board hat Alexander Witsch, das muss man ihm lassen, damals eine ganze Menge getan. Wenn nur die Querelen innerhalb der Vorstandschaft nicht gewesen wäre und man mit zu gewagten Ausgaben die Firma nicht schon vor dem geplanten Börsengang an den Rand der Illiquidität getrieben hätte, dann, ja dann könnte die Com4Net heute eine - börsennotierte! - Bombenfirma sein. :(
Die Beiträge sind dem Thread: Die neue Com4Net Management Venture Capital AG. entnommen.

#48 von AWitsch Com4Net 31.01.00 09:15:44 Beitrag Nr.: 407.806 407806
Sabine Schöne: Sie ist gestern zum 13 Mal in Folge Deutsche Meisterin geworden; das gibt es meines Wissens in keiner anderen Einzelsportart. Squash wird laut Erhebungen von 2,5 mio in Deutschland gespielt und wir gehen schon davon aus, dass uns dieser Schritt unserer Bekanntheit gut tun wird. Auf jeden Fall war die Pressekonferenz letzten Freitag ein Erfolg und wir sind alle zufrieden. Wer dann gestern Abend in BR3 noch die Berichterstattung gesehen hat, wird auch das Com4Net Logo mehrmals im Bild erlebt haben. Dass natürlich demnächst auch die Spiele mit Simi Know How analysiert werden, versteht sich von selbst. Und ich darf z.B. noch zu bedenken geben, dass derzeit Squash in USA in einer Boomphase ist und diese Dinge meist zu uns kommen. Auch ist Sabine Schöne als aktuelle Nummer 7 der Weltrangliste oft im Ausland aktiv (und ihr Bekanntheitsgrad ist dort wesentlich höher als bei uns) und auch die Firma Simi, aber auch andere Unternehmen unserer Gruppe streben ins Ausland. Ich darf es hier mit den Worten eines Journalisten (hatte er letzten Freitag sinngemäß gesagt): es ist wohl mit unserem Engagement so wie an der Börse; man sucht unterbewertete Titel und investiert in diese. Ich glaube, dies sagt als Aussage eines Fachmanns schon viel zur Einschätzung.


#81 von AWitsch Com4Net 02.02.00 17:02:30 Beitrag Nr.: 418.689 418689
Heute wird um 18:30 beim Sender M Eins (www.m-eins.de) Sabine Schöne zu Besuch sein. M Eins ist ein Stadtsender in München und Umgebung, in dem z.B. auch einer der bekanntesten Motivatoren, Herr Lejeune, aktiv ist (http://www.lejeune.de/html/vip_talk.htm). Natürlich werden wir uns bemühen, dieses Interview auch später online zur Verfügung stellen zu können. MfG AWitsch
PS: @stormi 23
Spät, aber doch noch heute: Habe die versprochene Boardmail an Sie verschickt!
Danke, Herr Teplan, für Ihre e-mail. Ich werde die Anregungen durchdenken.

Da Sie sehr kritisch sind, nehme ich es mir heraus, das Ihnen gegenüber auch zu sein. Ich verstehe nicht, welches Problem Sie daran sehen, einige Dinge ganz klar auszusprechen. Sie deuten oft nur geheimnisvoll an. Z.B. die Geschichte mit SIMI in einem Ihrer letzten Postings. Wenn das so ein Kapitel für sich ist, dann schreiben Sie es doch!
Ich verstehe auch nicht, was so geheimnisvoll oder tragisch daran sein soll, mir zu verraten, wieviel Geld die Com4Net in das Unternehmen Computerman investierte und für wie viel sie diese offenbar wieder verkauft hat - wovon wir Aktionäre noch nie etwas gehört haben! Ich denke, solche Wertsteigerungen gehen uns Aktionäre alle etwas an. Und diese Auskunft wäre auch, als es noch Telefon-Kontakt mit der Com4Net gab, jedem Aktionär zugestanden!
Die Anregungen, bei Computerman selbst nachzufragen, greife ich sehr unwillig auf. Ich finde es schade, dass ich solche Informationen nicht von offizieller Com4Net-Seite aus bekomme!

Trotzdem, wenn Sie noch immer kritische Aktionäre für Ihre Page com4net.de wollen - ich bin da.
KURZER PROZESS

Bevor ich Ihnen, hildegardvonbingen, antworte, lassen Sie mich kurz zum heutigen Urteil des Tages
(dauernd nur ein Rückblick des Tages wird sonst zu langweilig) etwas posten und dabei einen kleinen Bezug zur Com4Net herstellen.

Heute wurde bekanntlich Max Strauss, Sohn des einstigen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauss - Allah hab` ihn selig - wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt. Anleger seien im entsprechenden Wirtschaftsfall um rund 100 Millionen Euro geprellt worden. Es ist herrlich, in einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland zu leben und ich darf - als Christ, der die Tugend des Verzeihens noch würdigen kann - besonders vor den Münchner Gerichten (im Norden weht vielleicht noch ne stärkre Brise) für deren menschliches Verständnis meinen noch nicht existenten Hut ziehen!
Ich könnte mir theoretisch vorstellen, dass dies auch einige Leute aus dem Com4Net-Management mit Freuden tun - und andere Personen, die sich Gelder von Com4Net-Anlegern in die eigene Tasche gesteckt haben (sofern die betreffende StA dies überhaupt ermitteln konnte und verfolgt; das wird sich noch öffentlich erweisen).
Ich darf zum näheren Verständnis zunächst aus der Tagespresse zitieren - die Hervorhebungen durch Schriftfettungen sind jeweils von mir vorgenommen:

"München - Wegen der Beihilfe zum Betrug in drei besonders schweren Fällen ist Max Strauß, der Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, zu 600 Tagessätzen à 500 Euro verurteilt worden... Strauß ist damit vorbestraft. Als Justitiar der Anlagefirma Wabag AG war er Mitwisser von Betrügereien, die die Firmenspitze systematisch betrieb. Insgesamt waren in den neunziger Jahren über 5000 Anleger um über 100 Millionen Mark geprellt worden. Die Wabag AG hatte vorgegeben, in den neuen Bundesländern im großen Stil Unternehmen zur Müllentsorgung und zur Energiegewinnung aufzuziehen, doch von insgesamt 244 Millionen Mark, die dem Unternehmen von Investoren zur Verfügung gestellt worden waren, wurden lediglich 55 Millionen auch wirklich investiert, der Rest verschwand in den Taschen des Managements,, meist getarnt als Sonderprovision oder Verwaltungsaufwendung. In dem Verfahren vor dem 6. Strafsenat des Münchner Landgerichts ging es um ein Bio-Kraftwerk in Zittau, die Trentec AG und die Sachsenholz AG, die inzwischen alle insolvent sind."
(Aus "Die Welt"; Quelle: www.welt.de)

"MÜNCHEN. Nach zweieinhalb Stunden war alles vorbei und Max Josef Strauß konnte als freier, jedoch vorbestrafter Mann noch vor dem Mittagsläuten den Schwurgerichtssaal des Münchner Strafjustizzentrums verlassen.
Zuvor war er zu 300 000 Euro Geldstrafe wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt worden, weil er zwischen 1995 und 1999 als Rechtsanwalt der Firma „Wabag“ behilflich war, Tausende von Anlegern um fast 100 Millionen Euro zu schädigen.... Die angerichteten Schäden, betonte der Sohn des verstorbenen Ministerpräsidenten in seiner von Verteidiger Wolfgang Dingfelder verlesenen Erklärung, bedauere er „sehr“. Mitursächlich für sein Verhalten sei aber eine schon damals beginnende psychische Erkrankung gewesen, die sich unter anderem in „massiven Verdrängungsprozessen“ geäußert habe."
(Quelle: "Kölnische Rundschau", entnommen aus
http://www.rundschau-online.de/kr/page.jsp?ksArtikel.id=1080… )

Ziehen wir doch mal einen - natürlich rein hypothetischen - Vergleich, was in der Relation zu den Straftaten in den Com4Net-Prozesssen schlimmstenfalls passieren könnte:
Vor bayerischen, am liebsten Münchner Gerichten bekunden Schuldige, "sehr zu bedauern", Anleger in größerer Höhe geschädigt zu haben. Solche Reue stimmt vielleicht schon mal milde und kostet nichts. "Größere Höhe" (alles ist relativ) heisst im Fall Com4net höchstens mal zehn Millionen Euro. Setzt man ein Strafmaß von 330 000 Euro bei um 100 Millionen Euro geprellten Anlegern an und dieses in der Relation auf die Com4Net-Verhältnisse um, so müsste sich nach dieser Rechnung ein Strafmaß von maximal 33 000 Euro ergeben.
Da Manager manchmal ganz gut rechnen können - die Formel lautet hier: Persönliche Rendite minus Strafmaß -, dürften sie sich schnell und cool :cool: die Hände reibachen: Das Geschäft hat sich gelohnt! Sei umschlungen, Justitia! :kiss: (ihr Millionen sowieso :kiss: :kiss: )

Ich empfehle dringendst allen aus dem Umfeld der Com4Net, die demnächst vielleicht bald als Angeklagte vor einem bayerischen Richter - der hoffentlich das Herz auf dem rechten Fleck hat (wenn das Herz in Wahrheit auch links schlägt; hier muss Gott einen politischen Fehler gemacht haben) - stehen, sich aussagemäßig nicht zu schonen, frank und frei zuzugeben (und sich dies unbedingt psychiatrisch bestätigen zu lassen!), welch massive Verdängungsprozesse sie überhaupt erst zu Betrügereien geführt haben (Jurastudenten: Betrug muss nicht mehr unbedingt vorsätzlich sein, er kann auch versehentlich entstehen durch Verdängung oder Geistesverwirrung - Reiche Irre!). Richter, vergebt ihnen, denn sie wusssten nicht, was sie taten, als sie, kurzzeitig ihrer Orientierung beraubt, ein paar Com4Net-Millionen versehentlich in eine falsche Tasche steckten. Zudem haben manche der Personen durch bösartige Angriffe von Aktionären und Rufmord in wallstreet-online, wytto und anderswo ihre Strafe schon mehrfach abgebüßt! Lasst auch diesen Menschen ihr - sprichwörtliches - Auskommen, entlasst sie wieder auf ihre Ferienhäuser, Motorboote und Karibikreisen.
Gnade vor Recht sollte schließlich der geistige Schmuck eines jeden Menschen sein, der sich mit dem Prädikat christlich schmückt. Leistung muss sich wieder lohnen!
Wie sagte Oscar Wilde: "Es ist immer ein Fehler, unschuldig zu sein. Ein Krimineller zu sein erfordert Phantasie und Mut."
Denken wir also an unsere Wirtschaft! Ohne Leute mit Phantasie und Mut wären der Neue Markt und die IT-Branche nie das geworden, was sie geworden sind.
Möge der große Oscar Wilde auch das Com4Net-Schlusswort geben:
" Ich möchte aus dir etwas `rausholen."
" Geld, vermute ich mal."
@hildegardvonbingen

"Ich finde es schade, dass ich solche Informationen nicht von offizieller Com4Net-Seite aus bekomme!"
Wenn dem so wäre - ich auch. Aber haben Sie überhaupt an "offizieller" Stelle nachgefragt? Wenn Sie damit mich meinen, sind Sie an der falschen Adresse.
Ich bin nicht mehr offizieller Unternehmensprecher der Com4Net. Ich schreibe hier im Grunde als Journalist. Was den Fall Computerman betrifft, so bin ich spätestens seit dem 2.10.00 nicht mehr offiziell zuständig, als die Com4Net Inc. und die Com4Net AG getrennt wurden. Ab diesem Tag ging der aus den Geldern der Inc.-Aktionäre erworbene 30%-Anteil an Computerman auf die AG und damit bekanntlich allein auf Herrn Witsch über. Was ab diesem Datum mit Computerman geschah, müssten Sie also Herrn Alexander Witsch fragen, wenn Sie schon die "offizielle Com4Net-Seite" anführen wollen. Oder Herrn Simon Kissel, Geschäftsführer von Computerman und somit auch einst entscheidender Teil der Com4Net.

Ich drücke mich damit keineswegs um eine Antwort, möchte nur die Prioritäten einhalten, gegen die zu verstoßen mir meine Achtung vor Herrn Witsch und Herrn Kissel verbietet. Sollten Ihnen Informationen, auf die Sie und alle Aktionäre ein Recht haben, vorenthalten werden, bin ich immer noch gerne gerne bereit, Ihnen als Aktionär die jeweilige Summe zu nennen, zu der der 30%-Anteil an Computerman von Com4Net, aus Inc.-Geldern, gekauft und von der AG verkauft wurde.

die Geschichte mit SIMI in einem Ihrer letzten Postings. Wenn das so ein Kapitel für sich ist, dann schreiben Sie es doch!
Das tue ich! Aber da bitte ich doch um etwas mehr Geduld!
Wer von den Aktionären ihn noch nicht in den Müll geworfen hat: Im Infobrief der Com4Net vom November 1999 steht einiges über ihre Beteiligungen SIMI und Computerman drin.
Kurze Inhaltsangabe für alle, die ihn nicht haben:

Einladung zur HV mit den Vollmachten wegen der Abstimmung.

Grußwort
Infos zur neuen AG
Börsengang

Zu den Com4Net-Projekten und -Firmen:
-Computerman
-Gebrauchtkauf
-Netseek
-Zur Nichtfusion mit ITL
-Neue Büros
-Alphacom
-Online Kiosk
-SIMI
-Alphaware
-Systems

Kurzvorstellung SIMI (mit Hinweis Börsengang 2000-2001)

Aktionärsversammlung
Sacheinlagenbewertung
Bilanz 30.09.99
Ich schreibe folgende Zeilen nach einem interessanten Gespräch mit Herrn Teplan zum einen primär für noch interessierte Aktionäre, zum anderen auch als öffentliche Informationsquelle für Journalisten, die vor den Com4Net-Prozessen noch Hintergrund und Fragematerial sammeln, wohin die rund zehn Millionen Euro aus den Com4Net-Geldern überall hingingen. Ab Sommer 2004 soll als öffentliche Informationsquelle die Webpage www.com4net.de zur Verfügung stehen.

Wohin ging das Geld? Was ab Oktober 2000, als sich die Com4Net Inc. von der Com4Net AG trennte, aus all den von Inc.-Aktionären bezahlten Beteiligungen und Projekten der AG wurde, wäre dazu auch einmal interessant. Fakt ist, dass die Com4Net AG bald Insolvenz anmelden musste und das darin investierte Aktionärsgeld damit weg war. Was mit Simon Kissels Firma Computerman aus unserem Geld geschah, wurde bislang in der Öffentlichkeit totgeschwiegen. Aber zu der von Uwe Legler gegründeten Firma netseek steht im Internet ein aufschlussreicher Text:
http://www.wertpapier-analysten.de/wyttohomepage/welcome.php…

War die Com4Net AG eventuell schon im Herbst 2000 insolvent und kein Geld mehr da für netseek, Jayde, Computerman usw.? Falls ja, warum hat man sie dann von der Inc. getrennt? Denn die Com4Net Inc. nahm derweil im November 2000 rund 6 Millionen DM mit dem erfolgreichen Exit von AlphaCom ein und steckte dieses Geld größtenteils in ihre Beteiligungen Alphaware und Online Kiosk. Leider, denn die gingen trotz der in sie noch gepumpten Millionen später auch pleite. Aber da fragt man sich schon, ob netseek, Jayde und Computerman nicht besser bei der Inc. geblieben wären, um aus den vorhandenen sechs Millionen DM noch weiter gestützt zu werden und so doch noch etwas aus dem Geld für die Aktionäre zu machen!
Ich würde diese Fragen wahnsinnig gerne einmal Herrn Elas von der Inc. und Herrn Witsch von der AG stellen.
Jedenfalls habe ich noch keinen Geschäftsführer der Inc.-Beteiligungen klagen gehört, die Inc. hätte sich nicht bis zum letzten um ihre Beteiligungen gekümmert.
Journalisten-Service:
Die von Marion Ulrich und Stefan Teplan kreierte offizielle Werbe-Karte der Com4Net.
Dieses Motiv - die von ihren Beteiligungsgesellschaften umkreiste Muttergesellschaft Com4Net - bildete gleichzeitig die Rückseite der Sabine-Schöne-Autogrammkarte und Startseite der page www.com4net.de. Es wurde ab der Pressekonferenz vom 27.10.00, für die es zunächst eigens produziert wurde, bundesweit an Journalisten verteilt und später auch als Startseite der Page www.com4net.de verwendet.
Wir bedanken uns bei der Kollegin von Tomorrow/Focus, die uns das Bild aus ihrem Redaktionsarchiv wieder zur Verfügung gestellt hat. Gleichzeitig bitten wir die nicht professionelle Qualität des auf diesem Weg übermittelten Bildes zu entschuldigen. Herr Teplan ist für Pressezwecke bereit, auf Wunsch reprofähige Reprints gegen Erstattung der Portokosten zu versenden oder online zu übermitteln.

Copyright: Marion Ulrich/Stefan Teplan.
Für Pressezwecke honorarfrei bei Nennung der Copyright-Inhaber.
Berichtigung:
In vorhergehendem Text ist versehentlich ein Datum falsch angegeben. Es muss korrekt heißen:
"Es wurde ab der Pressekonferenz vom 27.01.00" (nicht:27.10.00!)..."bundesweit an Journalisten verteilt."

Ich bitte für diesen Fehler meiner Kollegin KUMPELstilzchen um Verzeihung. Ich bitte auch um Verständnis, dass wir derzeit vor dem Start der geplanten Informations-Page www.com4net.de auf diesem Wege an Journalisten und interessierte Aktionäre gelegentlich Material übermitteln.
Ich denke, meine Kontaktadresse ist allen an der Com4Net-Geschichte interessierten Kollegen bekannt. Ansonsten bin ich in wallstreet-online auch via Boardmail erreichbar.
Aktionäre/Journalisten:
"Ich kann mich gar nicht entscheiden, is alles so schön bunt hier" (Nina Hagen)

Ja, bringen wir etwas Farbe ins Board! Untenstehende, zweiseitige Autogrammkarte (ich erwähne dies eigens nochmals, da es telefonisch deswegen einige Ungeklärtheiten gab) wurde von mir und der Grafikerin Marion Ulrich zunächst für die Com4Net-Pressekonferenz mit Sabine Schöne am 27.1.00 produziert, später bundesweit an Journalisten zu PR-Zwecken verteilt. Seite 1 der Karte stellt die damals von Com4Net gesponserte Squash-Topspielerin Sabine Schöne (heute Sabine Tillmann) dar, Seite 2 die von ihren damaligen Beteiligungsgesellschaften umkreiste Muttergesellschaft Com4Net - ein Motiv, das Com4Net-Vorstand Josef Elas so gefiel, dass er es auch für die Startseite der Page www.com4net.de verwenden ließ.
Da diese Motive als öffentlich verwertbares Presse-und Fan-Material in hoher Stückzahl ausgegeben wurden, dürfen sie auch weiterhin als solches behandelt und publiziert werden.
Veröffentlichungen sind bei Nennung der Rechte-Inhaber (s.u.) honorarfrei. Weitere Fragen zu Inhalten oder Rechten bitte per e-mail stellen an: Com4Net@web.de.
So, und jetzt Farbe ins Board:

Foto: Holzhauser

Text und Bildgestaltung: Ulrich/Teplan
PS: Ich darf ergänzend KUMPELstilzchens Ankündigung bestätigen, dass ab Sommer 2004 die Page www.com4net.de, mit neuen Inhalten, wieder ins Netz gestellt werden soll - als kritisches Informations-Board für Aktionäre und Materialquelle für Journalisten vor den Com4Net-Prozessen. Möglicherweise wird dafür das erwähnte Startseiten-Motiv der ursprünglichen Com4Net-Homepage übernommen.
Ein Aktionär hat mir in einer Boardmail den zynischen Vorschlag gemacht, als Motiv eine Com4Net-Aktie zu verwenden und "Servus" draufzuschreiben. Nicht schlecht!Für weitere kreative Vorschläge bin ich immer aufgeschlossen.

@stoxx 1
Ich antworte heute abend noch auf Ihre Boardmail-Anfrage
Freundlichen Gruß S. Teplan :)
Hallo allerseits, habe diesen Thread heute mit Interesse durchgelesen.

Erst einmal eine persönliche Nachricht an Sie, Herr Teplan. Auch wenn wir in der Vergangenheit unsere Zwistigkeiten und Meinungsverschiedenheiten hatten (die für mich Vergangenheit sind, sei es vergessen), muß ich Ihnen für Ihre Hartnäckigkeit doch Respekt zollen. Ich hoffe, es zahlt sich für Sie (und Ihre Mitstreiter) in irgend einer Weise aus.

Daß die Ermittlungen der StA abgeschlossen sind, heißt nicht zwangsläufig, daß es zu Anklageerhebungen kommen muß. Ich rechne damit, daß eine Reihe von Verfahren eingestellt werden wird. Naja, hoffentlich nicht alles.

Um Enttäuschungen vorzubeugen: es ist nicht Aufgabe der StA bzw. der Strafgerichtsbarkeit, irgendwelche Geldforderungen durchzusetzen. Sie gucken, wo strafbares Verhalten voliegen könnte und handeln entsprechend.
@RRichter: : Ein schöner Zug von Ihnen, die Zwistigkeiten zu vergessen. So seien sie auch von mir vergessen.
Dass es von den angeblich über 50 Straftaten, denen man nachging, wenigstens zu einigen Anklageerhebungen kommt, hoffe ich doch sehr. Wenn da nichts rauskommen würde, wäre dies ein äußerst schändliches Armutszeugnis für den Münchner Richter und Landshuter Ex-Staatsanwalt Zigann , für dessen Nachfolger(in) sowie für die Erdinger Kripo - und ein gefundenes Fressen für die Presse dazu (das gäbe Schlagzeilen wie: "20-Millionen-Betrug - Schuld ohne Sühne"). Da drücke ich allen Ermittlern dereinst lieber noch die Daumen, wünsche Erfolg und hoffe auf Gerechtigkeit!

Inzwischen wurde ich per Boardmail nach Com4Net-Namens- und Domainrechten bezüglich der Com4Net befragt. Durch die IG haben es sich wohl die meisten angewöhnt, mit mir nur noch versteckt per mail zu kommunizieren, doch ich antworte in diesem Fall öffentlich: Nach meinen Informationen besitzt die Rechte für den Namen Com4Net die heutige t.i.m.e. GmbH, die aus dem Mantel der AlphaCom GmbH, mit Rolf Geishendorf als Geschäftsführer, gebildet wurde. Jedenfalls informierte mich Herr Elas im Herbst 2000 dahingehend, dass im Trennungsvertrag Com4Net Inc./AG (2.10.2000) Herrn Witsch untersagt wurde, den Namen Com4Net weiter zu verwenden und verwerten und die Namensrechte bei der AlphaCom blieben. Jene Namensrechte blieben nach dem Verkauf der AlphaCom bei deren Mantel. Er informierte mich übrigens ferner, dass die AG sich im Vertrag auch verpflichtet habe, an die Inc. 100.000.-DM für den Erwerb von Netseek zu bezahlen, was aber offenbar nie geschehen ist! Wenn dies so zutrifft, hat man auch damit die Inc.-Aktionäre wieder mal um eine schöne Summe aus ihrem Geld gebracht! Am besten wäre es - wenn der Kaufvertrag so nicht erfüllt wurde - da wohl für die Inc. gewesen, nach zwei oder drei Monaten Zahlungsverzug Netseek an jemand anderen zu verkaufen, wofür man damals sicher auch noch weit mehr als 100.000.- DM bekommen hätte.

Nächste Frage nach der Com4Net-Domain: Es ist bei denic.de leicht nachzuprüfen, dass die Domain auf mich angemeldet ist. Ich habe sie mir dank der freundlichen Unterstützung einer Ex-Com4Net-Kollegin sichern , bevor sie in falsche oder fremde Hände kommen könnte (es war ja leider bei der Com4Net immer sehr viel in falschen Händen). Und ich möchte langsam aber sicher auch noch etwas daraus machen; es geht eben nur langsam - leider habe ich mehr als genug zu tun. Mein persönlicher Ehrgeiz ist es, auf ihr das zu bieten, was die Com4Net nie bot und was auch ich als Com4Net-PR-Leiter nie bieten konnte, weil es wiederum mir nie geboten wurde: Transparenz! Viele Zusammenhänge wurden auch mir erst später - zu spät - nach und nach klar. Doch können mir weder ein Herr Witsch noch ein Herr Elas noch ein Herr Weber noch ein Herr Stettinger noch irgendwelche Firmenvorschriften noch eine StA oder Kripo nehmen, wofür ich als Journalist immer gelebt und gekämpft habe: Offenheit und Öffentlichkeit.

Zum Com4Net-Sponsoring: Es gibt im Web sehr gute Turnierfotos von Sabine Schöne mit dem, von Marion Ulrich und mir konzipierten, Com4Net-Logo auf Schönes rechter Rock-Seite und linkem Ärmel. Ich verweise mal beispielsweise auf zwei links von "Squash-Pics", bei denen ich im übrigen wegen der Bildrechte angefragt habe, um ein oder zwei Aufnahmen auf die Seite www.com4net.de stellen zu dürfen.
http://www.squashpics.com/topwomen/schoene_003.htm
http://www.squashpics.com/topwomen/schoene_004.htm

Zur Com4Net-IG: Ich bedauere, wie ich einigen auch per mail schrieb, nicht mehr sagen zu können, obwohl ich sehr viel mehr weiß. Aber man möge mir glauben, dass dieses Schweigen unserer Sache dient. Ich habe keine Lust, rechtlich zu kämpfen mit dem Resultat, dass dann (ein altes Com4Net-Trauma) wieder irgendwelche Leute kommen und das Geld wollen, für das sie nichts getan haben.
Das Geld steht den Eigentümern der Firma zu und das sind bekanntlich nur die Aktionäre - natürlich auch den Gläubigern, doch darüber lasse ich mich hier nicht aus. Aber "mein Kampf" (darf man das überhaupt noch schreiben?) wird sicher noch lange dauern; dies sage ich gleich ganz illusionslos.
@RRichter
Mein Daumendrücken (siehe meinen gestrigen Beitrag) war erfolgreich: Neue Recherchen haben ergeben, dass es im Fall Com4Net auf jeden Fall zu Anklageerhebungen kommen wird. Nach meinen derzeitigen Informationen soll die StA Landshut dabei zwischen sieben und zehn Personen anklagen.
@STeplan: ich freue mich, wenn es zur Anklageerhebung kommt. Das Verfahren gegen den Bruder des bayerischen Innenministers wurde ja ultraschnell eingestellt, was in mir böse Vorahnungen weckte.

Zu Computerman: ich habe irgendwann gehört, daß die übrigen Gesellschafter (außer der Com4Net AG) die Anteile der AG übernommen hätten, um von ihrem Werk zu retten was da zu retten ist. Genaueres weiß ich nicht, vielleicht kann hildegardvonbingen mehr Infos geben?

Bei der Neugestaltung der Homepage com4net.de sollten Sie ganz stark deutlich machen, daß Sie nicht in der Nachfolge dieser Firma stehen, sondern letzten Endes eine private Interessengemeinschaft von Geschädigten vertreten. Das ist wichtig, um den Anschein einer rechtlichen Nachfolge zu verhindern.
@RRichter
Danke für Ihre prompte Antwort. Ihren Tipp zu der Homepage werde ich berücksichtigen. Es liegt auch nicht in meinem Interesse, dass mein Name noch irgendwie mit einer Funktion als offizieller Vertreter der Com4Net (für den manche mich immer noch halten, aber das bin ich seit dem 30.9.00 nicht mehr) oder Nachfolger der Firmen-Leitung (der ich nicht bin) oder Sprachrohr irgendeines Fürhungsmitglieds (was ich auch nicht bin) in Zusammenhang gebracht wird. Ich trete einzig und allein als das auf, was ich vor meiner Com4Net-Zeit war und danach auch wieder war und bin: als Journalist und Autor. Und nur in diesen Funktionen eröffne ich die Com4Net-Homepage und werde dies auch deutlich machen.

Die Tatsache, dass ich bei der Com4Net PR-Leiter war, sehe ich insofern nicht als Widerspruch, sondern eher, in aller Bescheidenheit, als Nachweis einer gewissen Kompetenz eines Insiders, der das ganze Geflecht aus Macht- und Geldgier, Intrigen, Unwahrheit und kaltblütiger Demontage des President Josef Elas aus nächster Nähe miterfahren hat.
Ich schätze mich aber glücklich, nie auch nur eine Mark zu viel von der Com4Net bekommen zu haben (eher viel zu wenig und auch da musste ich meinem monatlichen Anspruch oft noch hinterherlaufen, das muss auch einmal gesagt werden. Zudem habe ich Ansprüche an die Firma, die bis heute nicht erfüllt wurden) und nie PR für eine unlautere Sache gemacht zu haben - ganz im Gegenteil. Davon zeugen meine drei Kündigungen vom April, Juli und September 2000 (im April und Juli wurde ich jedes Mal von Elas überredet, doch zu bleiben, ich werde über Hintergründe einmal mehr schreiben), davon zeugt mein Schreiben an den Aufsichtsrat vom Mai 2000(das ich ja unter dem Risiko, daraufhin sofort entlassen zu werden, verfasste; auch das muss einmal gesagt werden), in dem ich eindeutig erklärte, sofort Staatsanwalt und Presse einzuschalten, wenn ich dazu Anlass sähe und der AR seiner Funktion hinsichtlich des Verdachts von Unregelmäßigkeiten nicht nachkommt. Vielleicht zitiere ich auch mal im w:o-Board vorab einiges aus diesem Brief, der zur sofortigen Entlassung des Herrn Witsch führte (was - auch das muss einmal deutlich gesagt werden - nicht das Ziel des Briefes war, denn in ihm forderte ich den AR auf, allen Verdachtsmomenten gegen jegliche Person nachzugehen und erwähnte dabei ausdrücklich: "...auch gegen Herrn Elas"). Aus der Reaktion des AR kann ich nur schließen, dass er an Herrn Elas wohl nichts Belastendes sah. Was Herrn Witsch betrifft, so hat ihm beim AR meiner Ansicht nach seine Aktion vom 12.5.2000 das Genick gebrochen, die sicherlich andere Folgen hatte, als er sich ausgerechnet haben mag.

Was den AR, insbesondere dessen Vorsitzenden Karl-Heinz Weber, der dies alles mittrug, betrifft, so soll sich dieser selbst vor Gericht rechtfertigen (ich vermute übrigens, dass Herr Beckstein vor Gericht als Zeuge aussagen wird. Soweit ich weiß, besizt er auch alle AR-Protokolle).

Ich schätze mich auch glücklich, unlautere Angebote nie angenommen oder auch nur eine unlautere Sache im Ansatz mitgemacht, sondern im Gegenteil ausnahmslos strikt verweigert zu haben. Ich kann und werde vor Gericht auch unter Eid aussagen, dass mir für gewisse unlautere Dinge (ich will sie jetzt noch nicht nennen) Geld, Aktien, ein weiterer Karriereschub versprochen wurden. Man bot mir dies wohl an, weil man automatisch voraussetzte, dass kein normaler Mensch in unserer Gesellschaft dem widerstehen würde. Nun denn, wenn man so will, bin ich kein normaler Mensch (Gott sei Dank! Denn wenn Ellenbogengesellschaft, Karriere- und Geldsucht für "normal" erklärt werden, bin ich mehr als froh, nicht dazuzugehören. Da habe ich andere Werte - die übrigens im Einklang mit unserem grundgesetz stehen). Wie Sie, Herr Richter, längst wissen, bin ich sehr streng praktizierender Christ und prägt diese Einstellung vorrangig vor allen persönlichen und materiellen Interessen mein Tun. Das hat unter anderem zur Folge, dass ich nicht bestechlich bin und mich nie an der berechneten Demontage eines Menschen - auch wenn ich daraus große Vorteile ziehen würde - beteiligen würde. Das hat eher im Gegenteil zur Folge, dass ich gegen das, was ich als unlauter ansehe, heftig kämpfe, auch wenn mir persönlich daraus nur große Nachteile entstehen. Dass es so etwas noch gibt, war man offenbar in der Com4Net nicht gewohnt. Aber ich werde bald zu diesem ganzen Sumpf noch viel mehr sagen, als ich je gesagt habe.
Vielleicht können Sie, Herr Richter, aus dieser Motivation heraus verstehen, warum ich oft Herrn Elas gegen den Rufmord, den man ständig an ihm begehen wollte, verteidigt habe (daraus rühren ja unsere "Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeiten", nicht wahr, Herr Richter?). Worin Elas Unrecht vorgeworfen wird, dafür muss er sich - wie auch alle anderen in der Com4Net - rechtfertigen. Aber ich sah und sehe, vor allem moralisch, nicht ein, einen Menschen wie Elas geplant zu vernichten und in Bausch und Bogen zu verdammen - und dies geschah, wofür auch dieses Board nachweislich (blättern Sie doch zurück!) missbraucht wurde. Ich hoffe, ich habe jenen, die wallstreet-online und wytto dazu schäbig ge- und missbrauchten, die Waffen aus der Hand genommen und sie mit ihren eigenen Schwertern geschlagen (ge reicht, ich will sie ja nicht erschlagen).

Ja, vieles muss noch gesagt werden. Auch darum gestalte ich die Homepage, auf der ich jeden, der etwas Wichtiges dazu leisten will oder loswerden will, zur Mitwirkung aufrufe. Ich habe ferner schon im Mai 2003 eine eigene Verlags- und Presseagentur gegründet, die eine Kollegin während der Com4Net-Prozesse dafür als zentrale Anlauf-, Presse- und Informationsstelle nutzen wird. Und ich sorge mit meinen journalistischen Kollegen und den geplanten Veröffentlichungen dafür, dass dieser ganze Sumpf in die Öffentlichkeit kommt wie auch das, was man in den Ermittlungen und Anklagen daraus macht. Gott sei Dank kann ich hier als Insider sehr viel beurteilen und Detailkenntnisse dazu beitragen, vielleicht mehr, als die Kriminalpolizei in ihren 65 Ordnern ermittelt hat (denn ich war dabei, nicht sie - und sie kann nur vermuten und versuchen zu beweisen, was ich aus direkter Quelle weiß). Wenigstens dazu war meine Com4Net-Zeit gut. Und man wird es ja sehen, wenn vor dem Hohen Gericht und der Öffentlichkeit Information gegen Information steht.

Na ja, ich habe noch viel mehr zu sagen, aber ich schließe diesen Beitrag mal wegen Überlänge.
Zum zweiten, Herr Richter: Zum Schicksal der 30%-Beteiligung der Com4Net an der Computerman GmbH in Bingen gibt es andere Informationen. Diese müssen auch aus den Insolvenz-Unterlagen der Com4Net AG hervorgehen. Abe ich möchte diese Fakten vorläufig noch nicht outen.

Zum dritten: Da ich Herrn Witsch in meinem letzten Posting einige Male erwähnt habe, darf ich nochmals zu seinen Stranzeigen gegen mich sagen: Mir war es bisher nicht bekannt, dass es als Verleumdung gilt, wenn man die Wahrheit sagt (außer natürlich in totalitären Systemen). Ich denke, dass auch eine StA und ein Gericht der demokratischen Bundesrepublik Deutschland dies so sehen müssen, wenn sie sich nicht juristisch und öffentlich lächerlich machen wollen. Ich habe bereits vor einem Jahr in einem persönlichen Gespräch mit dem Erdinger Kommissar Weingärtner, dem Leiter der Com4Net-Ermittlungen, die von Herrn Witsch geäußerten Vorwürfe locker entkräftigen können und war nur erstaunt über die Dreistigkeit, wegen solch offensichtlich richtiger und einfach zu widerlegender Dinge überhaupt Stranzeige zu stellen. Auch das kann Herrn Witsch einiges kosten.

Aber nobody is perfect und auch Herr Witsch kann sich einmal täuschen. Dazu das heutige historische
ZITAT DES TAGES,
das vielen Aktionären sicher bitter aufstoßen wird (aus wall-street-online vom 22.4. und 24.4.1999):

#14 von AWitsch Com4Net 22.04.99 20:20:00 Beitrag Nr.: 167.899 167899
Die Planung unseres Hauses ist, in diesem Jahr an die Börse zu gehen.

#21 von AWitsch Com4Net 24.04.99 05:29:00 Beitrag Nr.: 167.906 167906
Offensichtlich wird doch von einigen Besuchern dieses boards bezweifelt, daß wir einen Börsengang planen.
Ich darf es nochmals sagen, daß der Börsengang für dieses Jahr vorgesehen ist.
@STeplan: was die Person von Herrn Elas angeht, so sind wir beide sicherlich unterschiedlicher Auffassung. Menschlich kann ich Ihre Beweggründe - wenn man Ihren Blickwinkel auf die Sache in Betracht zieht - schon nachvollziehen. Wenn ich vor Ihren Motiven, soweit sie für mich erkennbar sind, Respekt zolle (das tue ich), heißt das aber nicht, daß ich mich Ihrer Sicht der Dinge anschließe.

Ich denke, was Herrn Elas anbelangt warte ich den Ausgang des gerichtlichen Verfahrens ab. Es würde mich wundern, wenn er als einer der Hauptverantwortlichen hier nicht betroffen wäre.

Was die Witsch-Zitate anbelangt: ich gehe eigentlich bis heute davon aus, daß er es auch so meinte. Daß es mit dem Börsengang wohl nichts werden würde, wurde Herrn Witsch erst zu einem späteren Zeitpunkt klar (wenn er mag, kann er gelegentlich selbst was dazu posten. Er hat sich aber in der Vergangenheit auch schon öffentlich zu dem Thema geäußert, beispielsweise auf der Versammlung am Flughafen)

Wenn meine Informationen bzgl. Computerman falsch sind, wäre ich (rein aus Neugiergründen) über einen Tip per Boardmail dankbar.
@RRichter
Zu "unseren" beiden Vorständen:

1. Elas: Sicher wird er sich vor Gericht verantworten müssen. Aber nicht er alleine. Diese Tatsache lässt hoffen, das StA und Kripo doch in vielerlei verdächtiger Richtung gründlich ermittelt haben und nicht nur in einer, worauf man zunächst aus der Aktion vom 24.10.01 hätte schließen können. Es ist nun einmal Tatsache, dass durch andere - vorsichtig ausgedrückt: mir sehr verdächtig erscheinende -
"Geschäfte" weit weit mehr Geld aus der Com4Net verschwunden ist als durch die Überzahlung. Es ist auch Tatsache, dass der Sechs-Millionen-Verkauf der AlphaCom durch President Elas das einzig verdienstvolle Geschäft der Com4Net und deren angesetzte Bewertung durch sechs Gutacher (inkl. der angesehenen Herren Beckstein und Wales, deren Sachverstand ich niemals in Frage stellen würde) im Jahr 1998 somit absolut gerechtfertigt war. An diesen Fakten kommt kein Gericht vorbei.
Eine ganz andere Sache aber ist, wie schnell und mit welcher Berechtigung ein großer Teil jener sechs Millionen wieder verschwunden ist. Da könnte ein Gericht Straftaten finden.

2. Witsch: Auch ich denke, dass er zu jenem Zeitpunkt ehrlich meinte, was er sagte. Die "Zitate des Tages", die sich nur des Tagesdatums wegen anboten, waren humoristisch gemeint und ich denke, dass auch Herr Witsch Humor und die Fähigkeit zur Selbstironie hat.
Wenn ich in böser Absicht hier was ins Board stellen wollte, würde ich ganz andere Zitate wählen.
PS: Was das Schicksal der 30%-Beteiligung der Com4Net an der Computerman GmbH betrifft, würde ich ansonsten noch gerne abwarten, ob und wie sich Herr Witsch und Herr Kissel dazu äußern und was wir aus den Insolvenz-Unterlagen der Com4Net AG ersehen können.

PPS: Zu meinem letzten Posting #53: mit der Vokabel "verdienstvoll" meine ich im genannten Zusammenhang lediglich: betriebswirtschaftlich profitabel. Ich stelle damit nicht in Frage, dass sich die Firmenleitung der Com4Net in anderen Fällen um Verdienste bemüht hat. Aus eigenen Erfahrungen weiß und bezeuge ich sogar, dass sie dies getan hat.
@STeplan: habe Ihnen zu den wesentlichen Fragen per eMail geschrieben.

So viel nur hier: wenn die Trennung von Inc. und AG rechtlich sauber lief (was wohl der Fall war), ist das spätere Schicksal der AG und ihrer Beteiligungen für die Inc-Involvierten vielleicht noch von allgemeinem Interesse... aber sie können daraus keinen rechtlichen oder materiellen Anspruch herleiten. Herr Witsch hatte sich das zukünftige Schicksal der AG wohl auch etwas anders vorgestellt als Insolvenz.
Noch was zu Gebrauchtkauf.de. Ich habe mal zum Inhaber der Domain bei der DENIC recherchiert (kann jeder unter www.denic.de machen)

Domaininhaber
Der Domaininhaber ist der Vertragspartner der DENIC und damit der an der Domain materiell Berechtigte.

Name und Adresse: Mixcon AG
Huobstr. 14
8808 Pfaeffikon SZ
CH


Administrativer Ansprechpartner
Der administrative Ansprechpartner (admin-c) ist die vom Domaininhaber benannte natürliche Person, die als sein Bevollmächtigter berechtigt und gegenüber DENIC auch verpflichtet ist, sämtliche die Domain gebrauchtkauf.de betreffenden Angelegenheiten verbindlich zu entscheiden.

Name: Michael Robrock
Kontakttyp: PERSON
Adresse: Graefstr. 95
PLZ: 81241
Stadt: Muenchen

Mir sagt der Name bzw. diese AG nichts. Wenn ich aber daran denke, daß Gebrauchtkauf.de von der Idee her das Potential von eBay gehabt hätte (man hätte die Geschäftsidee nur konsequent umsetzen und verfolgen müssen... aber aber m.E. nie wirklich geplant war... das ist aber ein anderes Thema), kommen mir echt die Tränen!
@RRichter
Ich danke Ihnen für Ihre interessante mail, die ich versuche, heute spät abends (vorher komme ich leider nicht dazu) zu beantworten.
Zu Computerman und Com4Net: Ich gebe Ihren im letzten Posting öffentlich geäußerten Argumenten im Prnzip Recht. Ich dachte aucn nie daran, irgendwelche rechtlichen oder materiellen Schritte daraus abzuleiten; mir ging es wirklich nur um das allgemeine und sicher auch berechtigte Interesse der Inc.-Aktionäre, was denn so aus ihrem Geld geworden ist. Und ich finde, dass aus Fairness-Gründen in diesen Fragen - von der Inc. wie von seiten der AG (als Übernehmerin von Inc.-Beteiligungen) wie von seiten der einstigen Com4Net-Beteiligungsgesellschaften - eine offene Informationspolitik herrschen sollte.
Letztlich geht es bei dieser Frage auch allgemein um Bewertungen, um Wertsteigerungen oder -senkungen der von der Com4Net Inc. eingekauften Beteiligungen.
Noch einmal etwas anderes: Ich bin im Kontakt mit einer Com4Net-Aktionärin, mit der auch Herr Teplan in näherem Kontakt steht. Sie hat vor drei Wochen schriftlich bei der Wirtschaftsfahndung Krügel angefragt, ob deren Com4Net-IG noch existiert und ob sie sich daran evtl. noch beteiligen könne. Bis heute hat sie keine Antwort erhalten. Was sagt uns das? Keine Antwort ist auch eine Antwort.
Bin nach etwas länger geratenen Antworten auf zwei Boardmails noch schnell hier im Board.
Zu RRichters Posting #56 über Gebrauchtkauf darf ich ein sehr positives
April-Zitat
des Herrn Witsch vom 7.4.00 anführen, in dem er auch das Squash-Turnier Com4Net Munich Open 2000 und die Auto global Management erwähnt:

#90 von AWitsch Com4Net 07.04.00 09:27:27 Beitrag Nr.: 768.551 768551
"...Wir haben kommende Woche ein von uns gesponsortes Squashturnier und
unsere neue Beteiligung AGM eröffnet die ersten beiden Shops (in
Kaiserslautern im Barbarossa Center und in Berlin im Treptow Center).
Ich will sehen, dass ich am Samstag, 15.4., nach Kaiserslautern kommen
kann und würde mich freuen, auch Aktionäre zu treffen; wir werden dies
noch bekannt geben. Die offiziellen Eröffnungen werden erst später
stattfinden, wenn wir sicher sind, das die eingestzte Technik stabil
läuft.
Auch ist die für uns sehr erfolgreiche Messen Resale zu Ende gegangen,
auf der wir gebrauchtkauf.de präsentiert haben. Aber - wie jeder weiß -
bedarf es nach einer solchen Messen intensiver Nacharbeit......

Alexander Witsch"

Ja, die Geschichte Gebrauchtkauf wäre eine Bombengeschichte geworden und warum es mit der von Herrn Witsch erwähnten Nacharbeit nach der efolgreichen Resale nicht geklappt hat, ist ein Kapitel, das auch einmal aufgearbeitet gehört. Ebenso wie das Kapital, pardon: Kapitel Auto global Management.
Ich bin Journalist, ich bin nicht "mata.hari" und das erste Mal hier. Journalistischen Insidern wird das Pseudonym Daniel Doppler etwas sagen. Die Diskussionen in diesem Board verfolge ich seit längerem vorwiegend zu meinem Amüsement. Aufmerksam wurde ich auf sie durch Herrn Teplan, den ich aus Pressekreisen und von Pressereisen in Afrika und USA seit über zehn Jahren kenne.
Wenn ich sage, dieses Board würde mich amüsieren, so schließe ich dennoch nicht aus, dass ich durchaus ernsthaft an den Prozessen zum Fall Com4Net, deren Zustandekommen ich eigentlich nicht mehr für möglich hielt, großes Interesse habe und plane, für eine sehr bekannte deutsche Tageszeitung darüber zu berichten. Kein Journalist lässt sich eine Geschichte eines solch komplexen, wirren und irren Millionenbetrugs entgehen!

Der Hauptgrund, warum ich mich ausnahmsweise in diese Diskussion einmische, ist ein persönlicher. Kollege Teplan, an dem ich stets seine Vielseitigkeit und Geradlinigkeit bewundert habe, betont gelegentlich seine christlichen Motive auch im Fall Com4Net. Manche mögen dies lächerlich finden, manche es anzweifeln. Ich kann nur persönlich sagen: Ich habe ihn immer und ausnahmslos nur als tief gläubigen, christlichen und selbstlosen Menschen kennengelernt. Ein Mensch, der für eine gute Sache bis zum letzten kämpft. Der als Journalist in dieser Richtung unglaubliche Initiativen bis in den Bundestag hinein geleistet hat. Und der unter stärkstem Druck neben zeitraubender journalistischer Arbeit und unentwegten Weltreisen eine Predigt- und Diakonatsausbildung absolvierte, wie dies ein großer Teil unserer Presse-Kollegen mitbekommen und bewundert hat.

Ich habe mit Herrn Teplan höchstens nur mehr halbjährlich einmal Kontakt. Absolut zufällig aber stieß ich heute morgen im Internet auf eine relativ neue religiöse Veröffentlichung Teplans, eine Oster-Botschaft in einem "Marien-Boten", in der er sich als vehementer Abtreibungsgegner outet. Das ganze passt eigentlich wunderbar aktuell zu Mel Gibsons Film "Die Passion Christi" und ist herrlich anti-zeitgeistlich.
Ich verweise auf die Web-Page http://www.marien-apostolat.de , wo unter der Rubrik "Aktuelles aus Marpingen" diese "Predigt" Teplans zu finden ist.

Vielleicht ist auch das einmal etwas anderes zum Wochenende. Etwas anderes als das "Geflecht aus Macht- und Geldgier, Intrigen, Unwahrheit und kaltblütiger Demontage des President..." etc., wie Teplan jüngst seine Erfahrungen der Com4Net-Zeit umschrieb.
@daniel.doppler @RRichter:
Also, ich weiß zwar Bescheid, will aber das Outing - falls überhaupt gewünscht (ich vermute, eher nicht) - daniel.doppler selbst überlassen, wenn er wieder mal im Board vorbeischaut. Bedanke mich aber für das nette kollegiale Lebenszeichen nach so langer Zeit.
@daniel.doppler: Da bin ich aber sehr neugierig geworden. Wo hat denn Herr Teplan Initiativen bis in den Bundestag hinein entwickelt?
Zu den letzten Fragen warte ich mal, wann sich STeplan und daniel.doppler selbst melden.

Inzwischen mal wieder ein
Com4Net-Zitat des Tages:
#56 von Mock2 25.04.01 20:59:06 Beitrag Nr.: 3.388.918 3388918:
"So ist die Zeit verstrichen und die einzige Firma die einen Wert seit Anfang an hatte Alphacom konnte in Ruhe von Elas verschachert werden. Wer sich anschließend an den Geldern bereichert hat sollte geklärt werden."
Kollege daniel.doppler sieht wohl nicht regelmäßig ins Board oder hat keine Zeit. Sofern er sich überhaupt outen will, müsste RRichter da ja noch eine Antwort kriegen.
Herr Richter, Sie bekommen jedenfalls von mir die nächsten Tage noch eine ausführliche Antwort auf Ihre letzte mail.

Die Antwort auf Ihre Frage, hildegard, könnte ich Ihnen theoretisch auch geben. Aber da Sie sie nicht an mich gestellt haben und ich keinen Anlass zur Eigen-PR sehe (es geht ja nicht um Com4Net, da mache ich das manchmal schon, um einiges richtig zu stellen - wie etwa meine Aktivitäten für den Squash-Chat bei der WISPA bzw. Com4Net Munich Open 2000, mit denen sich andere schmücken), warte ich auch hier mal ab, ob sich dazu noch jemand meldet.
Liebe hildegardvonbingen, offenbar verfolgen Sie die Bundespolitik nicht aufmerkam genug! :)
Tatsächlich ist meine Zeit knapp, doch gebietet die Höflichkeit eine Antwort:

@RRichter: Kompliment, Sie kennen sich aus. In der Tat ist Daniel Doppler das Pseudonym, unter dem unser Kollege Karasek im SPIEGEL des öfteren publizierte. Nun muss ich Sie dennoch enttäuschen: Ich bin nicht Karasek. Die Verwendung dieses Pseudonyms war lediglich als Insider-Hinweis an Herrn Teplan gedacht. Ich erkläre dies kurz weiter unten. Herr Teplan wird mir dabei hoffentlich nicht das Ausplaudern eines kleinen Betriebsgeheimnisses verübeln.
Möge auch Herr Karasek mir meine "Amtsanmaßung" nachsehen. Schrieb ich doch der Sicherheit halber "Journalistischen Insidern wird das " und nicht mein "Pseudonym Daniel Doppler etwas sagen."

Folgende Insider-Geschichte nun zwischen Herrn Teplan und mir verbindet uns mit dem Namen Daniel Doppler:
Herr Teplan war als multibeschäftigter Redakteur eine Zeit lang gleichzeitig Leiter dreier verschiedener Zeitschriften-Ressorts: Chef des TV-Supplements TELE-WELT, Leiter des Reise-Ressorts und Leiter des Kultur-und Medien-Ressorts beim Magazin WELTBILD. Da Herr Teplan enorm viel selbst verfasste, musste er auf Drängen eines bestimmten Chefredakteurs widerwillig öfters unter Pseudonymen schreiben. Man wollte so in manchen Heften dem Eindruck entgehen, die halbe Redaktion bestünde nur aus Herrn Teplan. Und den Eindruck erwecken, man hätte einen größeren Mitarbeiterstab.
Aus Zorn verwendete Herr Teplan nun gelegentlich Pseudonyme, die sich Insidern schon als solche verrieten. Eines davon war das von Karaseks bekanntem Daniel Doppler abgeleitete Daniel Dopplan. Ich erinnere mich u.a. noch sehr gut an eine hervorragende und vielgerühmte Titel-Story Daniel Dopplans alias Stephan Teplan über Christopher Reeve und dessen Buch "Still Me".
Nach jener Story hatten Teplan und ich gelegentlich e-mail-Verkehr, in dem er sich weiter Daniel Dopplan nannte und ich stets als Daniel Doppler erwiderte. Von da her durfte ich sicher sein, dass Teplan meine Identität bei wallstreet-online sofort erkennen musste.

Ich hoffe, Sie nun nicht zu sehr enttäuscht zu haben, Herr Richter. Karasek wäre Ihnen womöglich lieber gewesen. Ich selbst bin u.a. Reisereporter und Buchautor. Sie werden meine wahre Identität möglicherweise noch in angesprochenen Zusammenhängen (Prozessberichte) erfahren.

Nun schreibe ich schon fast so viel wie Herr Teplan. Altes Journalisten-Übel! Nur mehr kurze Antwort an Sie, hildegardvonbingen: Ich sehe mich nicht als PR-Maschine des Herrn Teplan. Das macht doch schon KUMPELstilzchen ganz gut! Die Aktivitäten jedenfalls, die Teplan in den Bundestag oder gar zur Bundesregierung führten, kann er selbst sicher kompetenter wiedergeben als ich. Erinnern Sie ihn doch einfach mal an Begegnungen mit - na sagen wir mal: Angela Merkel! Ich sah ihn vor Jahren in diversen Publikationen mehrfach mit ihr abgebildet.

Ich wünsche allen wallstreet-onlinern-Lesern weiter viel Freude im Board. Und harre mit Ihnen gespannt der Prozesse im Falle Com4Net. Ich selbst lese fleißig mit. Mich hier öfters als Autor zu beteiligen, plane ich nicht. Doch bestätigt die Ausnahme die Regel.
Interessant, interessant. Ich soll also die PR-Maschine Teplans sein. Aber der ist doch selber PR-Manager!
Aber ich kann ja, seine freundliche Genehmigung mal vorausgesetzt, in einem Redaktions-Archiv nachgucken, ob ich für hildegardvonbingen irgendwelche Fotos von ihm und Frau Merkel finde. Die kenne ich selbst noch nicht, falls sie überhaupt existieren. Aber ich denke, Daniel Doppler wird wissen, was er schreibt. Ich kenne zwar viele Fotos von Teplan mit Schauspielern und -spielerinnen, Models, Popstars, Schriftstellern und -innen, aber noch keine von Teplan mit Politikern. Pardon, außer eines mal mit Beckstein.

Doch ich möchte eigentlich zur Com4Net zurückkommen und den heutigen
Com4Net-Rückblick des Tages
bieten. Heute vor vier Jahren flatterte den Aktionären der dritte Info-Brief der Com4Net ins Haus. Verfasst und unterzeichnet vom neuen alleinigen Vorstand Alexander Witsch. Wesentlicher Inhalt: Witsch teilt offiziell Elas` Rücktritt als Vorstand mit. Er teilt mit, dass es mit dem Börsengang nicht so schnell klappen wird wie geplant.
Auszug: "Mit der Jahrtausendwende änderte sich mehr als nur ein signifikantes Datum. An der Börse stieg das Aktienfieber insbesondere in der Internet-Branche, das das ganze Jahr 1999 prägte, zunächst noch einmal auf einen grandiosen Höhepunkt und sank dann im Lauf des ersten Quartals mehr und mehr ab. Dem Neujahrsrausch folgte ein Neujahrskater, die Euphorie wich der Ernüchterung. Gerade Neuemissionen sieht man heute in völlig anderem Licht als noch vor einem Jahr. Verbuchte noch vor kurzem, wie Bolko Hoffmann - Herausgeber des Effectenspiegel - urteilt, >>jede bessere "Imbussbude", die nur das Wort "Internet" auf ihrem Logo aufweist, völlig überzogene Bewertungen<<, fragte sich plötzlich die Börsen-Zeitung, ob die Party zu Ende sei. Fakt ist, dass nicht mehr jede Neuemission sofortige Gewinne bedeutet, wie man zuletzt am Fall Lycos, Travel24.com, World Online oder Lastminute.com - um nur einige Beispiele zu nennen - gesehen hat. Die Kurskorrekturen der vergangenen Wochen und insbesondere der jüngste >>kleine schwarze Freitag<< am 14.April signalisieren überdeutlich, dass sich die Rahmenbedingungen am Neuen Markt geändert haben."
Außerdem war dem Brief noch folgendes kleine schreiben beigefügt:
Erding, 28.April. 2000
Sehr geehrter Aktionär,

wer sich länger nicht in Erinnerung gebracht hat, der kann dafür viel erzählen. So dürfen auch wir Ihnen, angesichts der vielen Aktivitäten, die wir in den vergangenen Monaten seit dem letzten Infobrief unternommen haben, wieder eine Menge berichten. Unter anderem die erfolgreiche Arbeit unserer Internet-Plattform Gebrauchtkauf.de, der Erwerb der neuen Beteiligung Auto global Management und die auf Hochtouren laufende Vorbereitung des Börsengangs belegen, dass wir alles andere als untätig waren, sondern im Gegenteil, wie wir denken, gute Aufbauarbeit geleistet und das Unternehmen Com4Net weiter vorangetrieben haben.

Statt den ganzen Brief zu zitieren, einige kurze Aktionärsstimmen dazu aus dem Board:
Zobeltier: "interessant ist der Adressen-Kopf unten:

Vors. des Aufsichtsrats: Dipl.-Kfm. Karl-Heinz Weber
Vorstand: Alexander Witsch
Registergericht: München - HRB 122110
USt-IdNr. De197109851
Tel. 08122/22284-0 Fax 8112/22284-25
e-mail:info@com4net.de
Internet:http://www.com4net.de

Wie auch beschrieben ist Herr Elas nicht mehr im Vorstand, sondern kümmert sich nun speziell im
Going Public Management Projekt-Team um das IPO"

Palladium Broker: "Die Informationen zum geplanten Börsengang halte ich für einen verspäteten Aprilscherz. Wörtlich heißt es in dem Infobrief des Unternehmens: (Zitat) Ein Börsengang der Com4Net, so sehr wir alle ihn uns für das erste Quartal 2000 gewünscht haben, erscheint dem Vorstand der Com4Net unter diesen Rahmenbedingungen für unverantwortlich - unverantwortlich gegenüber den Aktionären und gegenüber dem gesamten Unternehmen. Eine Stagnation oder gar ein Rückgang der Kurse nach dem IPO kann in niemandes Interesse liegen. (Ende des Zitates)

Dazu die Meinung Palladium-Brokers:
Eine Stagnation oder ein Kursrückgang soll schon zu den allerbesten Börsenzeiten vorgekommen sein. Im übrigen ist die Zeiten für Neuemissionen derzeit doch nicht schlecht! Von den letzten 11 Neuemissionen weist nur eine einzige Gesellschaft ein kleines Minus von 2,17 % auf. Alle anderen 10 liegen satt im Plus."

Plaste: "Wie schrieb PB, ,...ein verspäteter Aprilscherz...` Sehe ich auch so!"

Mock2: "Es kann kein Unternehmen bei einen Börsengang sagen wie im Moment die Lage am Aktienmarkt ist. Dies kann
sich innerhalb einer Woche total ändern.
Ich finde hier stimmt was nicht und man will uns nur vertrösten von Monat zu Monat.
Auch das Herr Elas abberufen wurde konnte schon eher mitgeteilt werden. Ich finde es gut das Herr Witsch nun am
Ruder sitzt und ich hoffe das er seine Arbeit auch nun verrichtet.
Doch erwarten wir nun von Ihnen auch erliche Antworten wie es unter Kaufleuten üblich ist und keine Schleiertaktick.
Wenn Sie jemand fragt ob in diesem Jahr!!!!!!!! überhaupt noch ein Börsengang stattfinden wird so kann ich doch nicht Antworten erst wenn konkrete Daten vorliegen kann ich Ihnen das sagen. Wir sind doch nicht in der Politik.
Die Aussage kann nur heissen,Ja es wird einen Börsengang in diesem Jahr geben - oder - das kann ich Ihnen nicht sagen zur Zeit."


Als "PR-Maschine" Teplans darf ich anfügen, dass ich von ihm persönlich weiß, dass er froh war, mit den damaligen Vorgängen im Hause Com4Net und diesem Info-Brief nichts zu tun zu haben. Er genoss, sagte er mir, Ende April und Anfang Mai 2000 den Frühling in einer Ferien-Villa am italienischen Lago di Garda und las Romane von John Galsworthy.
Er sollte, ab den mysteriösen Vorgängen vom 12.5.2000, noch länger "Zwangsurlaub" von der Com4Net bekommen!
Da wäre mal ein Rückblick fällig! Aber den könnte nur Teplan selber schreiben.
(Einmal nichtöffentlich öffentlich)
Man gestatte mir, auf die letzten Beiträge (noch) nicht einzugehen und dieses Board zu ge(miss?)brauchen für eine kurze message an moneygrabber, der in irgendeinem Winkel der Erde steckt und den ich sonst nicht erreichen kann - in der Hoffnung, dass er hier mal reinschaut. (Für den, der sich an unserer privaten Sprache stört - so ist es auch gedacht. Privat ist privat)
@moneygrabber: where the hell are ya hidin`? Woncha come on out to play and get in touch with me as fast as ya can! Got some urgent news for ya. Won`t tell ya more in this board. By the way, didcha know this picture from John Lennon at war (sure, KUMPELstilzchen does)?:

This is my wallstreet-online-contributi-io-ion (you say you want a revoluti-o-o-n) to President`s Bush`s war in Iraq (by the way, please get me Bob Woodwards new book "Plan Of Attack" from the States!) F.... Iraq-Attack! What would John Lennon have said about it? "Give peace a chance!" Sure. Cause fighting for peace is like fucking for virginity. Whamm-bam-thankya-ma`m.

Naja, wenn ich schon da bin, sollte ich vielleicht zur Com4Net noch was sagen. :confused: :confused: Mir fällt nichts ein. Vielleicht greife ich KUMPELstilzchens Anregung auf und berichte mal - zum "Jahrestag" - was hinter den Kulissen ab dem 12.Mai 2000 bei der Com4Net los war: Elas aus der von ihm gegründeten Firma ausgesperrt. Witsch allein an der Macht. Die Com4Net nur mehr mit vier Personen besetzt: Alexander Witsch, Nicolette Lerch, Christian Ruhland, XY (? hieß er nicht Dier?) Appel. Die Aktionäre ratlos. Rita Furtner und Stefan Teplan angeblich seit Wochen krank und unerreichbar (siehe wallstreet-online-Board vom Mai 2000). In Wahrheit erschienen sie wegen der Aktion vom 12.5.2000 nicht mehr. Teplan droht dem Aufsichtsrat mit Staatsanwalt und Presse. Aenishaneslin zieht von Spanien aus Fäden. Na ja, das reicht jetzt als kleine Vorschau.

Zu Angela Merkel ein ander Mal. Aber es gibt tatsächlich Fotos von ihr und mir - ich war 2mal, als sie vor 1998 noch als Ministerin in der Bundesregierung saß, wegen einer von mir initiierten erfolgreichen Aktion bei ihr in Bonn eingeladen. More, wie moneygrabber sagen würde, is coming up.

Nebenbei gesagt: Ex-Staatsanwalt Matthias Zigann, falls er sich noch für die Com4Net interessiert, dürfte moneygrabbers und meinen Slang womöglich ja ganz gut verstehen. Ist er doch, wie moneygrabber und ich, New-York-Fan und womöglich auch mit dem Slang vertraut. Ich saß wenige Tage nach dem 11. September 2001 in seinem Büro in Landshut (um eine Com4Net-Strafanzeige Rolf Geishendorfs gegen Markus Stettinger persönlich zu überbringen - Hintergründe und die kuriosen Folgen dazu bald auf der Page www.com4net.de) und bemerkte dort ein unübersehbares NY-Poster - natürlich noch mit den Twin-Towers. Er, Zigann, wiederum bemerkte wenige Wochen später, als wir nach der "Aktion" vom 24.10.01 kurz nebeneinander auf einer Bank (in der Polizeistation Erding) saßen, die Boardingcard eines New-York-Flugtickets in meinem Pass und fragte danach. Ich hatte das Gefühl, er brächte mich und New York nur mit der Com4Net-Hauptversammlung am 29.1.01 in Verbindung. Ich erklärte ihm, dienstlich (schon lange vor Com4Net-Zeiten) wie privat relativ häufig in New York zu weilen. Wir sprachen kurz vom zusammengestürzten World Trade Center und ich erzählte ihm, dass ich dort noch vor einiger Zeit im Cafe im 101. Stock mit einem sehr bekannten schwarzen Star-Model, "Wüstenblume" Waris Dirie, einträchtig zusammen saß. Mir persönlich erschien es damals (in Erding, nicht in New York) so, als würde Zigann daraufhin ungläubig gucken. Jedenfalls sagte er nichts mehr. Vielleicht hielt er mich für einen Hochstapler? :confused: Angeblich so oft in New York gewesen zu sein, dass man es schon nicht mehr mitzählt und dort dann noch ständig freundschaftlich mit Filmstars und Models zu vekehren, war womöglich etwas zu viel. Na ja, ein Staatsanwalt oder Richter (oder auch Com4Netler) kommt wohl selten zu so etwas, ein Journalist aber durchaus. Doch möchte ich damit dem Dunstkreis Erding-Freising-Landshut-München nicht die ihm eigene Faszination absprechen. Hat doch alles seinen eigenen Reiz!

Sollte mein persönlicher Eindruck mich nicht getäuscht und Zigann wirklich ungläubig geguckt haben,werde ich eigens für ihn - nebst Fotos von mir mit Merkel - ein paar Fotos von mir mit Waris Dirie in New York beisteuern - vielleicht auf "meiner" Homepage www.com4net.de. Damit Staatsanwälte und Kripobeamte (die übrigens immer noch mein journalistisches Telefonbuch mit einigen Prominenten-Geheimnummern für ihre Recherchen haben! Schon damit weitergekomen?) sehen, dass ich in allem die Wahrheit sage. Weswegen man mir auch nie an den Karren fahren kann, (nicht wahr, Herr Witsch, mit Ihren Strafanzeigen wegen angeblicher Verleumdung

Sollte Herr Zigann oder jemand von der Kripo rein zufällig persönlich oder zu Recherchezwecken an einer Begegnung mit einem Model oder Filmstar in New York interessiert sein (für den Fall, dass man mit meinem Telefonbuch nicht weitergekommen ist), so bin ich gerne bei der Vermittlung und beim Dolmetschen behilflich. Möchte ich doch gerne unseren Beamten zurückzahlen, was sie für uns leisten: Freund und Helfer zu sein.
Das bin ich gerne auch Ihnen, Herr Witsch. Ich dehne daher obiges Angebot an Sie zur Feier des Tages aus (ich habe heute Hochzeitstag und bin deswegen besonders gut gelaunt).

Mit dieser xten christlichen Handreichung an Herrn Alexander Witsch, freundlichen Grüßen an den President (Elas, nicht Bush!) und alle Beamten und Angestellten der Exekutive und Judikative und hochgespannten freudigen Erwartungen auf die Anklageerhebungen verabschiede ich mich in eine gute Nacht und ein schönes Wochenende
:) :) :) S.T.

PS: Zu "Elas, nicht Bush": Ich grüße George W. Bush nicht, da ich ihn persönlich nicht kenne. Puh, Gott sei Dank bin ich dadurch bei manchen Elas-Verdächtigern aus dem Schneider. Müssten sie Bush-Nähe nicht noch viel schlimmer werten als Elas-Nähe? Kann doch kein Com4Net-Vorstand je so viel Schaden anrichten wie ein US-President! Das sollten Rechtsliebende mal bedenken: Sind nicht die gewählten staatlichen Volksvertreter - deren Brot viele essen, aber deren Lied sie doch nicht singen sollten - oft die schlimmsten? Davon wissen gerade die Deutschen mit ihrer grausamen Geschichte ein Lied zu singen!
Apropos gewählte Volksvertreter: Vor einiger Zeit sah ich in einer - ich glaube, es war eine amerikanische - Zeitschrift eine Karikatur, in der Bush neben Hitler stand. Unter dem Bild Hitlers war zu lesen: "At least he was elected." ("Er wurde wenigstens richtig gewählt").
Na, lassen wir`s gut sein, aber ein bisschen Amerika-Bezug muss schon sein. Schließlich ist die Com4Net Inc. eine amerikanische Firma (es würde mich nebenher mal interessieren, ob hier deutsche Rechtssprechung überhaupt greifen darf?).
@ifel
Habe Ihre Boardmail gelesen. Zur Com4Net-IG noch nichts Neues.

@RRichter
Am Wochenende antworte ich endlich auf ihre letzte mail. Eine ihrer Fragen aber hat sich ja inzwischen schon beantwortet, wie ich festgestellt habe.
@KUMPELstilzchen: Der Song des Tages (immer nur ein Rückblick oder Zitat des Tages wird doch zu öde)

Leider kenne ich keine Platte oder CD mit dem Titel "The Elas".
Aber vielleicht kommt das bei den Prozessen mit steigendem Medienruhm? Wir sollten eine Band namens "The Com4"
(oder "Com4Ever") gründen und sie das einspielen lassen. Und von den Tantiemen der Com4Net ihre verlorenen 20 Millionen zurückzahlen. Zum Covern schlage ich außerdem mal die Com4Net-Hymne "Money" von Pink Floyd vor:
"Money, so they say, is the root of all evil today" (Lyrics: Roger Waters). Na, das ist doch gleich auch das Zitat des Tages.
Cool, RRichter. :cool:
Hab auch was gefunden: ELAS POR ELAS http://ntl.matrix.com.br/pfilho/html/mpb/francis_hime/franci…

Schöne Frühstückslektüre für STeplan. Er ist vor Stunden mit Gattin verreist, seinen Hochzeitstag zu feiern.
WSJ_Reader_ du bist mir ja ein Witzbold. Wen von der Com4Net könnest du dir denn hinter solchen Wänden vorstellen?
Da gibt`s vielleicht mehrere.


Habe eben mit STeplan telefoniert, der zurück ist von seiner "Hochzeitsreise". Diesen Tag feiert er jedes Jahr ganz besonders. Vor vier Jahren in Italien. Siehe Posting 67. Vor fünf Jahren, erzählte Stefan Teplan mir vorher, verzichtete er dafür sogar auf ein persönliches Treffen mit Paul McCartney und George Harrison!
Da Daniel Doppler mich ja zu Teplans PR-Maschine geschlagen hat, packe ich noch etwas mehr aus: Am 30.4. 99 war Teplan als einer der weltweit ganz wenigen Journalisten nach Siegen zur Weltpremiere von Paul McCartneys erster Bilderausstellung eingeladen. Und zu einer anschließenden Party mit den Pilzköpfen Paul und George. Also, da muss man als Beatles-Fan seine Frau schon sehr lieben, um auf so was zu verzichten! Ich kann da als Beatles-Fanatiker nur sagen: völlig verrückt!

Jaja, jetzt kann STeplan wieder schreiben: "Ein Staatsanwalt oder Richter (oder auch Com4Netler) kommt wohl selten zu so etwas, ein Journalist aber durchaus. Doch möchte ich damit dem Dunstkreis Erding-Freising-Landshut-München nicht die ihm eigene Faszination absprechen. Hat doch alles seinen eigenen Reiz!" Haha, das fand ich köstlich. :laugh:
Irgendein Staatsanwalt oder Richter muss es sich da gehörig mit der Presse verdorben haben.
Geht`s hier jetzt wieder mal um Com4Net oder gibt`s hier nur noch Bilder von Popstars und Teplans journalistische Abenteuer?
O.K., mal wieder ganz Com4Net-offiziell:

@alle Aktionäre in der IG
Ich habe in meiner letzten IG-Mail geschrieben, dass es einen gewissen kleinen Erfolg bei einem gewonnenen Prozess gab, der Hoffnung auf weitere Siege gibt. Und dass ich leider – natürlich für jeden unbefriedigend – derzeit nicht mehr sagen kann und will, um nicht unsere Sache zu gefährden und Gefahr zu laufen, keine weiteren – für uns wichtigen – Informationen für weitere Prozesse zu bekommen. Ich verspreche nun aber, demnächst nochmals mit der Firmenleitung der Com4Net zu sprechen und sie dabei dringlichst zu bitten, der Informationspflicht an die Aktionäre (der man jahrelang nicht nachkam) endlich nachzukommen und diesen neuen Sachverhalt mitzuteilen. Mehr aber sage ich – im Hinblick darauf, wer noch alles mitliest – an dieser Stelle nicht. Ich hoffe, es gibt doch (ich versuchte es ja schon Anfang April) in diesem Jahr wieder einen Aktionärsbrief, (der offen auch alle "bad news" beinhalten müsste).
Ich bedauere es sehr, dass der Rest der Com4Net-Belegschaft und -führung in der Versenkung verschwunden ist und ich mich hier als Alleinkämpfer betätigen muss. Jedenfalls, allen Unkenrufen zum Trotz: die Com4Net Inc. existiert noch.

@Hallo Herr Richter,
bitte schauen Sie noch mal in Ihre mail!


@KUMPELstilzchen
Bitte übertreibe Deine PR nicht. Es geht in diesem Board um Com4Net und dieser Bezug sollte trotz aller schönen Bildchen nicht fehlen. Was das Journalistische angeht, so würde ich selbst eine ganz andere Geschichte von mir in Zusammenhang mit der Com4Net bringen als die mit Angela Merkel, Waris Dirie oder Paul McCartney: „Wie weit kommt man ohne Geld?“ war eine achtseitige Farbreportage von mir betitelt, im Rahmen derer mir eine Niederbayern-Reise abenteuerlicher geriet als zu Fuß durch afrikanische Sand- oder mit Schlittenhunden durch arktische Eiswüsten zu wandern (was ich beides für WELTBILD tat). Eine Woche lang musste ich mich dabei – bewusst ohne irgendeinen Besitz außer der Kleidung auf meinem Leib - durch Niederbayern wie ein Geselle auf der Walz unter folgenden Bedingungen schlagen: Ich durfte weder Geld noch Kreditkarten mitführen, nicht betteln und mich nicht als Journalist outen. Ich musste, um Essen und einen Schlafplatz (wenn ich nicht im Wald schlafen wollte) zu bekommen, jeden Tag wo anders meine Arbeitskraft anbieten. Unter anderem tat ich dies in einem Kloster, auf einem Bauernhof und bei Öko-Hippies. Mir ging es vor allem psychologisch darum zu testen, wie die Menschen in Niederbayern auf einen solchen dahergelaufenen, verarmt wirkenden, exotischen Wanderer reagieren würden. Die (viel Resonanz erntende, zweimal auch von anderen Zeitungen nachgedruckte) Geschichte erschien erstmals im Juli 1999 – ein halbes Jahr, bevor ich zur Com4Net kam. Dort konnte ich mir angesichts des rasanten Rasselns der Com4Net in die Illiquidität wirklich bald die Frage stellen: Wie weit kommt man ohne Geld? Siehst du – das ist Com4Net-Bezug. Ja, wie weit kommt man ohne Geld? Heute dürfen sich dies einige gewisse Leute aus der Com4Net fragen, hätten sie nicht selbst die Firma ruiniert.
Während die Staatsanwaltschaft sich heute fragen darf: Wo ist das (Com4Net)Geld? Mir ist nicht bekannt, dass man auch nur einen Pfennig oder Cent persönlicher Bereicherung bei Personen gefunden hat, bei denen man es zu Beginn der Ermittlungen vermutete. Ich selbst habe ja mehrfach auf die meiner Kenntnis nach richtige Spur hingewiesen. Ob man dort gesucht hat, weiß ich nicht.
So, dann melde ich mich als Geschäftsführer der Computerman GmbH auch mal zu Wort.

Ich bin gerne bereit, hier öffentlich über die Rolle der Computerman GmbH als ehemalige Beteiligung der Com4Net zu sprechen. Dabei ist es nicht nötig, irgendwelche Dinge in Andeutungen zu verstecken, packen wir einfach alles auf den Tisch.

Ich habe damit kein Problem, ich sehe meine Firma ebenfalls als Com4Net-Opfer.

Aufbauend auf den hier bereits gestellten Fragen und Andeutungen erzähle ich mal kurz meine Seite der Geschichte. Ich mache dies aus dem Kopf, da ich jetzt keine Lust habe exakte Daten und Zahlen aus den entsprechenden Ordnern des Grauens zu suchen. Es sollte reichen um sich einen Überblick zu verschaffen.

Vorab: Ja, die Computerman GmbH ist offensichtlich die einzige ehemalige Com4Net-Beteiligung, die es noch gibt. Uns geht es zwar nicht sonderlich gut, aber wir leben noch. Und langsam geht es wieder aufwärts. Immerhin.

Zur Com4Net kam ich über einen befreundeten WO-Teilnehmer. In Gesprächen erzählte ich ihm damals, dass es mir an jeglichem Eigenkapital fehle, um es mit meiner Software weiter zu bringen. Er brachte mich mit Alexander Witsch zusammen. Nach vielen Gesprächen war es dann irgendwann soweit: Die Com4Net AG (ich betone einfach mal, dass es die AG war, nicht die inc) kaufte 30% der GmbH-Anteile von meinem Mitgesellschafter ab. Viel Geld floss dabei nicht - es wurde mehr oder weniger die Anteile der GmbH-Stammeinlage bezahlt.

Um der Computerman finanziell auf die Füße zu helfen, sollte die als Com4Net-Beteiligung (geplante? Ich weiß nicht mehr genau) SIMI bzw deren Tochter Incom4 den Vertrieb unseres Chatjet-Produktes übernehmen und uns vorab Lizenzen abkaufen. Aus verschiedenen Gründen, die durchaus auch mit meiner Unerfahrenheit zu tun hatten, maßgeblich aber wohl von den Finanzproblemen der Incom4 ausgelöst wurden, klappte das ganz und gar nicht. Lizenzzahlungen an uns blieben aus usw. Irgendwann wurde dieses Kapitel begraben.

Herr Witsch half der Computerman noch einige Male aus, in dem er privat Kredite in zur Verfügung stellte. Im Verhältnis zu den Zahlengrößen, über die hier sonst so gesprochen wird, ging es dabei wohl aber ebenfalls um Peanuts.

Ein weitere Versuch, Computerman über Com4Net-Synergien zu helfen, stellte die Senjoy AG dar. Für diese entwickelten wir 2001 über Monate die komplette Software - web-content-Management-System, Mediendatenbank, Foren usw. Wie könnte es anders sein, die Senjoy AG geriet ebenfalls in Finanzprobleme, und konnte unsere Rechnungen nicht begleichen. Für uns war das ein Riesen-Desaster. Senjoy verschwand zum Jahreswechsel 2002 dann ebenfalls von der Bildfläche.

Ebenfalls zum Jahreswechsel wurde die Com4Net AG liquidiert - mangels Masse gab es kein Insolvenzverfahren. Zuvor hatte die Com4Net AG die von ihr gehaltenen Anteile an der Computerman GmbH an mich zu einem symbolischen Preis zurückverkauft.

Aus diesen Erfahrungen heraus resultiert meine persönliche Einschätzung, die folgendermaßen aussieht:

- Die von Alexander Witsch zur Com4Net geholten Unternehmen hatten durchaus Zukunftschancen außerhalb der New-Economy-Seifenblase. Ok, Auto Global Management sah für mich sehr nach einem Millionengrab aus, aber nunja. Es waren andere Zeiten. Für die paar Mark die für Netseek bezahlt wurden, hatte das Projekt gute Zukunftschancen.
- Die übrigen Com4Net-Beteiligungen (die, die wohl von Herrn Elas stammten) sahen mir schon damals alle sehr nach Luftnummern und Abzocke aus. Dazu zählt inbesondere Gebrauchtkauf. Bei dieser Firma hatte ich die Ehre, den tollen Server bestaunen zu dürfen. Die verwendete Software war zusammengeschustert, die Server-Hardware war ein stinknormaler Arbeitsplatz-PC in mittelmäßigem Zustand. Die Datenbanken der angeblich größten Gebrauchtkaufplattform bestanden ausschließlich aus Testdatensätzen. Die Software war nicht wirklich fertiggestellt - Bestell/Kontaktfunktionen fehlten meines Wissens nach z.B. völlig. Ich sage privat einfach mal: Diese Geschichte war oberfaul und roch doch sehr stark nach Fassade, um der Com4Net Gelder entziehen zu können.
- Herr Witsch hat sich intensiv um die von ihm eingebrachten Beteiligungen gekümmert. Er hatte immer ein offenes Ohr und hat versucht zu helfen, wo er nur konnte.
- Alles Geld was in unser Unternehmen gesteckt wurde, kam von Herrn Witsch direkt. Anders als die - ich sage das mal so deutlich - Elas-Scheinunternehmen wurden uns nie irgendwelche Aktionärsgelder zugeschoben. Das, was in Computerman investiert wurde, hat Herr Witsch privat auf eigenes Risiko investiert.

Mein Gesamteindruck zur Com4Net ist daher:

Es ging dieser Firma niemals wirklich darum, erfolgreiche Beteiligungen zu haben und am Markt zu bestehen. Alle Aktionärsgelder wurden in äußerst dubiose Scheinfirmen versenkt, die vollkommen ohne Wert und Zukunft waren. Die wenigen Beteiligungen mit Sinn wurden dagegen von der Com4Net selbst überhaupt nicht gefördert - obwohl es im Vergleich um echte Witzbeträge ging. Das Geld was in Computerman und Netseek gesteckt wurde, stammte jedenfalls wohl aus Herrn Witsch Privatvermögen. Wir haben hier niemals eine Überweisung oder einen Scheck der Com4Net gesehen.

Als das Ganze zusammenbrach, habe ich den klaren Eindruck gewonnen, dass der große Verlierer bei der Geschichte Herr Witsch war. Alles Geld, was er privat in diverse Beteiligungen gesteckt hatte, war verloren. Wenn wir uns dabei einfach mal im Vergleich anschauen (Aktionärsbriefe etc) wieviel Geld direkt und indirekt an Herrn Elas geflossen ist, ist meine persönliche Einschätzung, wer hier Opfer und Täter ist, eigentlich recht klar. Ich habe seinerzeit den Eindruck gewonnen, dass Herr Witsch eine zeit lang wirklich an die Com4Net geglaubt hatte, bis er irgendwann merkte was eigentlich gespielt wurde.

Als die diversen Beteiligungen der Com4Net zugrunde gingen, war es Herr Witsch der versucht hat zu helfen wo er konnte. Mir hat er sehr damit geholfen, dass er vor Liquidierung der Com4Net AG unsere Anteile zurückgab - andernfalls hätten wir einen "verstorbenen" Gesellschafter in der GmbH gehabt, den wir hätten entsorgen müssen - das hätte uns nach dem Zahlungsausfall durch Senjoy wohl damals endgültig das Genick gebrochen.

Soweit meine Einschätzung zur Com4Net und der Verbindung zwischen Computerman und Com4Net.

Einige Worte an Hildegardvonbingen (bei der es mich sehr interessieren würde, ob es irgendeinen Zusammenhang zu meinem Wohnort gibt, oder es sich um einen reinen Zufall bei der Namenswahl handelt):

Die Computerman GmbH wurde nie von "Aktionärsgeldern gekauft". Die Com4Net AG hielt einmal einen Minderheitsanteil. Die Com4Net AG ist seit zweieinhalb Jahren liquidiert und hat keine Aktionäre mehr. Rein rechtlich gesehen gibt es hier also keinerlei Zusammenhang und schon gar keine Ansprüche. Und auch rein moralisch gesehen: Es sind niemals Gelder von Com4Net Inc Aktionären bei uns gelandet. Alles was die Computerman GmbH heute außer Schulden besitzt, ist ausschließlich durch von mir geleistete Arbeit entstanden. Unter dem Strich schulden uns Unternehmen aus dem Com4Net-Verbund mehr Geld, als jemals an Kapital in uns investiert wurde (welches zudem von Herrn Witsch kam). Der Grund weswegen es uns noch gibt ist wohl einfach, dass wir eben nie am Aktionärsgelder-Tropf gehangen haben - insofern kratzte es uns auch recht wenig, als dieser abgedreht wurde.

Man kann aus meinen Worten sicherlich ablesen, dass ich Herrn Witsch sehr dankbar bin. Ich habe ihn als einzige Person in Erinnerung, die beim Niedergang der Com4Net moralische Stärke gezeigt und verhindert hat, dass wir in diesen Strudel des Drecks, der Com4Net definitiv war, mit hineingezogen wurden.

Aktuelle Rechtsverhältnisse der Computerman GmbH: Ich halte 70% der GmbH-Anteile, 30% ein Gründungsgesellschafter aus Bingen. Wir stehen seit dem Jahre 2002 in keinerlei Geschäftsbeziehung mehr zu irgendeinem Teil der Com4Net. Weder zu Ex-Beteiligungen, noch zu irgendwelchen Personen aus diesem Umfeld. Auch privat habe ich dieses dunkle Kapital weit hier mir gelassen. Letzte Kontakte zu irgendwelchen Menschen die etwas mit der Com4Net zu tun hatten war ein Email-Kontakt mit Herrn Witsch im Jahre 2002, ein Telefonat mit Herrn Richter, und ein in 2002 immer wieder anrufender Herr von Auto Global Management, der mir immer wieder am Telefon sein Leid geklagt hat, bei dem ich ihm beim besten Willen nicht helfen konnte.

Wer noch Fragen zu Computerman hat: Ich stehe gerne zur Beantwortung bereit.
In meinem Namen und im Namen der Teilnehmer der Com4Net-IG (ich denke, ich darf mir erlauben, in diesem Fall für sie zu sprechen) meinen aufrichtigen Respekt und Dank für die Offenheit, mit der Simon Kissel von der Computerman GmbH ungeklärte Fragen beantwortete und sich noch zu Antworten auf weitere Fragen bereit erklärt.
So etwas hätte man sich (hätte auch ich mir, denn ich bekam es oft am wenigsten) von der Com4Net gewünscht und hat es, trotz meiner Forderungen für die PR-Arbeit, fast nie bekommen: Transparenz. Und doch hilft nur so etwas - transparente Flucht nach vorne - einem Unternehmen besonders in (und aus) schwierigen Zeiten weiter und macht es vor seinen Aktionären/Gesellschaftern und der Öffentlichkeit glaubwürdig.

Der Beitrag des Herrn Kissel wirft - gerade auch im Zusammenhang mit der Com4Net-Geschichte - so viele interessante Punkte auf, dass ich in den nächsten Tagen - am Wochenende? - gerne näher darauf eingehen und dabei, wenn erlaubt, selbst gern einige Fragen stellen möchte. Leider habe ich momentan nicht ausreichend Zeit für entsprechende Ausführlichkeit.

Ganz kurz nur einige Gedanken: Zur Rolle des Herrn Witsch: Dass er sich, als es mit der Com4Net AG und seinen anderen Firmen bergab ging, für seine Mitarbeiter und Gesellschafter-Firmen sehr eingesetzt haben soll, habe ich auch von wenigstens zwei anderen Zeugen gehört und würde dies niemals in Zweifel stellen. Viel Positives erfuhr ich da etwa von einem Mitarbeiter der Firma WIA, ziemlich negativ hat sich dagegen ein Herr von Netseek geäußert. Ich selbst bin hier gegen jede Schwarz-Weiss-Malerei, es gibt immer und überall Positives und Negatives und auch, wenn ich - aus völlig anderen Gründen - Herrn Witsch öfters kritisiere, zolle ich ihm doch für andere Leistungen - aus Gründen etwa wie Herr Kissel sie beschreibt - durchaus Anerkennung. Ich habe dies hier im Board in anderem Zusammenhang schon getan, beispielsweise erst kürzlich erwähnt, dass er nach meiner Auffassung für die Repräsentation nach außen und den Kontakt mit den Medien ein sehr guter Vorstand war (s. Pressekonferenzen/RTL-Interview) und es der Com4Net besser gegangen wäre, hätten die beiden Vorstände sich ihre Aufgabenbereiche nach ihren Stärken anders aufgeteilt und Machtkämpfe unterlassen.
Wenn ich mich dagegen immer wieder mal über die Strafanzeigen wegen Verleumdung, die Witsch gegen mich gestellt hat, mokiere, so deswegen, weil ich innerlich wirklich darüber grinsen muss, da ich doch weiss, dass ich in allem, auch in allem Uncharmanten, was ich über ihn sagte und schrieb, stets nur die Wahrheit behauptet habe und freue mich schon darauf, dies vor Gericht beweisen zu dürfen. Ich liebe Herausforderungen. Und bedanke mich daher recht herzlich bei Herrn Witsch für diese neue Gelegenheit.

Doch sollten wir nach so vielen Jahren weise genug sein, das alte Gut-oder-Böse-Spiel zu lassen und uns bemühen, möglichst objektiv zu denken. Inc. oder AG, Elas oder Witsch - keiner/keines von beiden war nur ausnahmslos gut oder ausnahmslos böse und schlecht. Eine Seite zu verteufeln und die andere für heilig zu erklären, ist kein Zeugnis für klaren Intellekt, kann unmöglich objektiv sein und bringt uns in der Sache nicht weiter.

Ich kann mich so leider nicht, bei aller Hochschätzung vor seinem offenen Beitrag, Herrn Kissels offenbar ausnahmlos schlechter Meinung über die Inc. und ihre Gesellschaften anschließen und würde gerne diese Dinge demnächst - besonders im Hinblick auf AlphaCom (der einzig erfolgreiche Com4Net-Exit) und Gebrauchtkauf - aus meiner Sicht differenzieren. Auch mit der Formulierung "Scheinfirmen" wäre ich vorsichtiger.
Die AG hatte unbestritten einige gute Beteiligungen (Auto global sah ich allerdings schon immer überkritisch); nur ist es ein Jammer, dass man nichts daraus machen konnte.

Auf die vielen interessanten Fakten zu Computerman möchte ich, wie gesagt, mit etwas mehr Zeit am Wochenende eingehen.

Ich würde mir wünschen, dass andere Geschäftsführer aus dem Umfeld der Com4Net und auch Herr Elas und Witsch ebenso offen zu kritischen Fragen im Board Stellung nähmen wie Herr Kissel. Meine Wunschkandidaten wären da zunächst einmal auf AG-Seite Herr Kassing (Geschäftsführer von Auto global Management) und auf Inc.-Seite Herr Zerdahely von Alphaware. Ersteren würde ich gerne fragen: Wofür, exakt aufgeschlüsselt, sind die 1,8 Millionen DM verwendet worden, die die Com4Net Ihnen bezahlt hat? Warum bleibt man diese Antwort seit fast vier Jahren schuldig? Frage(n) an letzteren: Wieviele Millionen aus dem AlphaCom-Verkauf haben Sie von der Inc. wenige Wochen vor der Insolvenz-Meldung Ihrer Gesellschaft bekommen und war die Insolvenz nicht schon zu diesem Zeitpunkt absehbar? Können Sie verstehen, dass ich persönlich vor der HV, dass die Aktionäre, dass wohl auch Herr Elas sich da ziemlich vera.... vorkamen?

Doch zunächst - demnächst - zu Computerman. Inzwischen nochmals Dank an Herrn Kissel für dessen Offenheit und Mut. Denn auch der gehört dazu, sich öffentlich zu einem größtenteils unangenehmen Stück Vergangenheit zu bekennen.
Herr Teplan,

danke für Ihre positive Reaktion.

Wenn ich mich recht entsinne war der Streit zwischen dem "Herrn Netseek" und Alexander Witsch eher in persönlicher Zwist, ausgelöst maßgeblich durch Enttäuschung über den Gesamtverlauf der Entwicklungen und den Kontaktabbruch durch Herrn Witsch.

Ich gebe Ihnen Recht, unter anderen Vorraussetzungen hätten Elas und Witsch gemeinsam durchaus einen guten Vorstand abgegeben. Man hätte mit Com4Net wohl auch Geld verdienen können, wenn man das Unternehmen nicht nur als Aktionärsgelder-Kuh behandelt hätte.

AlphaCom (und auch AlphaWare) hatte ich übrigens bereits ganz vergessen. Da haben Sie recht, das war wohl in der Tat eine im Vergleich gesehen solide Investition der Com4Net Inc.

Auto Global Management wirkte auf mich wie gesagt selbst wie ein Millionengrab. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass es sich um ein "normales", typisches Dot-Com-Millionengrab handelte. Dies schließe ich einfach daraus, wie oft in der Folge des Com4Net-Untergangs betreffender Firmenvertreter sich u.a. bei mir ausgeheult hat, dass er wegen der nicht durchgeführten zweiten Finanzierungsrunde seine Mitarbeiter entlassen müsse, seine Büroeinrichtung gepfändet würde etc - das passt nicht so recht zu "in die Kasse greifen und weg", und es fehlte mir doch ein wenig der "Ausweiden bevor der Insolvenzverwalter kommt"-Effekt.

Das sind aber natürlich nur sehr subjektive Einschätzungen...

Ob hier auch sonst noch jemand aus dem Com4Net-Verbund nach so langer Zeit nun die Bereitschaft zeigt, das Ganze aus historischer Perspektive aufzuarbeiten, bleibt abzuwarten.
Eigentlich wollte ich die angekündigte Antwort STeplans noch abwarten, bevor ich selber poste. Aber es dauert wohl am Wochenende länger, bis er Zeit findet. Oder er schreibt wieder einen ganzen Roman. Na dann los:

@Skissel
Vorweg einmal: Ich begrüße Ihre Worte ebenso wie Herr Teplan dies getan hat. An Ihren Beiträgen und auch an dem letzten Beitrag des Herrn Teplan begrüße ich vor allem den klaren ruhigen Stil, in dem es objektiv und ohne jede Polemik und Emotionalität zur Sache geht.

Sie wollen wissen, was es mit dem Bingen in meinem Namen auf sich hat? Ich war zwar zwei Mal auf einer Durchreise in Bingen, habe aber sonst leider nichts mit diesem schönen Ort zu tun. Ich erinnere mich noch besonders gut an die herrliche Basilika, den berühmten Mäuseturm und einen kurzen Besuch im Stefan-George-Museum. Doch gab ich mir die ID hildegardvonbingen mehr aus Jux und Dollerei. Da es in diesem Board mal einen Franziskus_von_Assisi und einen antonius_von_padua gab, dachte ich mir: Da fehlt doch noch eine weibliche Heilige.

Ich finde es super, dass Sie, Her Kissel, sich bereit erklären, Fragen zu Ihrer Firma zu beantworten. Wenn Sie die letzten Diskussionen verfolgt haben, wissen Sie ja, dass Herr Teplan mir riet, mich direkt an Sie zu wenden. Ich hatte dies auch für die nächste Zeit vor. Aber ich war immer noch enttäuscht, dass STeplan mir die Antworten nicht selbst geben wollte und einfach weiterdelegierte, wie es mir erschien. Doch vielleicht handelte er auch deswegen so, weil er diese Dinge nicht so genau wissen konnte wie Sie. Jedenfalls bin ich sehr dankbar für die Gelegenheit, mich zu Fragen über Computerman gleich an die allererste Quelle wenden zu können.

Fragen habe ich mehrere. Hier mal die ersten zwei:
1. Sie schreiben: „Die Com4Net AG (ich betone einfach mal, dass es die AG war, nicht die Inc.) kaufte 30% der GmbH-Anteile von meinem Mitgesellschafter ab. Viel Geld floss dabei nicht - es wurde mehr oder weniger die Anteile der GmbH-Stammeinlage bezahlt.“
Ich nehme an, Sie spielen damit auf ein Posting von mir an, in dem ich davon sprach, dass aus unseren Inc.-Aktionärsgeldern die AG-Beteiligungen erworben wurden. Das ist auch jetzt noch mein Wissensstand. Wenn falsch, bitte korrigieren Sie mich! Kam nicht das Geld, für das Computerman 1999 zu 30% von der Com4Net eingekauft wurde, ausschließlich von der Inc.? Bzw. von für die Inc. eingesammelten Geldern? Es gibt doch nur Com4Net-Inc.-Aktionäre. Alle, die bezahlt haben, haben in die Inc. eingezahlt.

2. Ist der "symbolische Preis" bzw. dessen Höhe, wofür Sie die Com4Net-Anteile an Computerman zurück bekamen, ein Geheimnis?
Hallo Bingen (wenn ich SKissel und hildegardvonbingen einmal so zusammenfassen darf),

nein, ich bereite hier keinen Roman vor. Ich bitte nur um etwas Geduld wegen Zeitmangels. Ich hoffe, heute abend etwas posten zu können, wenn nicht, so spätestens morgen. Ich hoffte zunächst etwas naiv, am Wochenende mehr Zeit zu haben, aber da rufen mich - offen gestanden - zur Zeit einige private, verwandtschaftliche Verpflichtungen.

Ich darf kurz Ihnen, Herr Kissel, der Sie mir für meine "positive Reaktion" danken, wiederum für Ihre Reaktion auf meine Reaktion danken. Ich denke, dass uns ein solch konstruktiver Dialog in einigen Fragen weiter bringt.
Hildegardvonbingen: Gut, dann war das also reiner Zufall. Interessant wie bekannt unsere Lokalheilige zu sein scheint ;)

zu 1.) Hier mag ich mich irren, aber ich meine mich zu Erinnern dass in dem AG/Inc.-Trennungsdeal keine Gelder Richtung AG geflossen sind. Was vorher war, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Wo ich mir allerdings ziemlich sicher bin (bei Bedarf kann ich das bei Gelegenheit mal mittels der alten Akten raussuchen): Die Zahlung für die erworbenen GmbH-Anteile erfolgte m.W. von einem Konto des Herrn Witsch bzw von einer seiner privat besessenen Firmen. Ich erinnere mich deshalb, weil mich das damals doch etwas verwirrt hat - seinerzeit hielt ich Com4Net ja noch für seriös und hatte schon erwartet, dass die Zahlung von dort aus erfolgen würde.

Wie angedeutet habe ich den starken Eindruck, dass Herr Witsch bei den ihm persönlich am Herzen liegenden Beteiligungen kräftig aus der eigenen Tasche dazugelegt hat - so lange, bis er selber finanziell ziemlich ruiniert war.

zur 2.) Nein, das ist kein Geheimnis (wie gesagt, ich mache überhaupt keine Geheimnisse): 1 Euro. Angesichts der Tatsache dass die GmbH zu diesem Zeitpunkt bedingt durch die beschriebenen Zahlungsausfälle nur noch aus Schulden bestand, war das wohl aber auch ein fairer Preis. Noch heute stottere ich einige Verbindlichkeiten aus dieser Zeit ab (Messekosten)...
Man kann hier wohl nur Stück für Stück in Posting nach Posting Fragen aufarbeiten, sonst werden die Beiträge überlang und das Ganze wird ein unübersichtlicher Daten- und Firmensalat. Manche Dinge sind, zugegeben, für mich, da ich an vorderster Stelle mit dabei war, nur schwer in wenigen Sätzen oder kurzen Andeutungen abzuhandeln. Ich machte mir z.B. am Wochenende Gedanken, was ich alles über den Wert oder Nichtwert von AlphaWare schreiben könnte - und da drehten sich wirklich bereits ganze Romane in meinem Kopf. Um zu vermeiden, dass hildegardvonbingen dann wieder die Haare zu Berge stehen, fange ich darum mal mit einem kurzen Thema an, von dem Herr Kissel sprach: Das Kapitel GEBRAUCHTKAUF

Herr Kissel und ich sind sichtlich unterschiedlicher Meinung, was den Wert von Gebrauchtkauf angeht. Vielleicht aber liegen wir dabei doch nicht so weit auseinander. Nach Kissels zuletzt geäußerten Bemerkungen über GK, wie ich "Gebrauchtkauf" der Einfachheit halber mal nennen will (so hieß es auch im Com4Net-Logo), entnehme ich nämlich, dass er, als IT-Spezialist naheliegend, offenbar nur die technische Seite bemängelt. Wenn ich dagegen eine Bewertung von GK abgebe, meine ich aber im Grunde nur das wirtschaftliche Potenzial, das darin steckte.

Ich möchte dies etwas näher erklären und komme dann auf das Technische zurück: Die rund 20.000 gebrauchten Maschinen, die in der GK-Datenbank eingestellt waren, waren keineswegs Schummel- oder Testdaten, sondern kamen durch Akquise der Gebrauchtkauf-Mitarbeiter Christian Ruhland, Nicolette Lerch, Monika Lenz und Stefan Hoyer zu Stande. Die haben sich alle dafür wirklich viele Wochen lang fleißig ins Zeug gelegt. Aufgrund dieser 20.000 angebotenen Maschinen war - von der Zahl der Stellplätze im Internet-Gebrauchtmaschinenhandel - "Gebrauchtkauf" zu jener Zeit tatsächlich nachweislich die größte Internet-Platttform Europas auf diesem Sektor. Ich habe dafür, u.a. in Fachzeitschriften und auf der Messe Resale 2000 (1.-6.4.2000), entsprechend PR gemacht. Ich habe auch andere Marketing-Maßnahmen dafür betrieben, u.a. in ausländischen, vor allem osteuropäischen Fachzeitschriften (da nach meinen Recherchen der "Osten" damals der größte Einkäufer gebrauchter Maschinen aus Deutschland war) mehrsprachige Inserate und Werbetexte geschaltet - mit ganz gutem Erfolg: Nach diesen Marketing-Maßnahmen kamen auch ohne weitere Akquise (die ab April 2000 aus betriebsinternen Gründen ziemlich schnell einschlief; über dieses Jammerkapitel ein andermal) eine ganze Menge Händler von selbst auf die Com4Net bzw. Gebrauchtkauf zu, um Maschinen und Fahrzeuge in die GK-Datenbank zu stellen. Ebenso kamen Anfragen von Interessenten, auch aus der Türkei, Bulgarien, Serbien, Kroatien und der Ukraine, die - da die GK-Web-Page im Internet leider eine Katastrophe war (und das meint Kissel wohl) - telefonisch und per Fax direkt anfragten, ob wir ihnen nicht über Gebrauchtkauf diese oder jene Maschine vermitteln könnten (und dies waren jeweils Maschinen mit fünf- und sechsstelligem Wert! Da hätte man eigentlich allein an den Provisionen ein ganz gutes Geschäft machen können).

Ich gab nun alle diese Anfragen und Wünsche an den damaligen Gebrauchtkauf-Leiter Christian Ruhland weiter. Warum der nichts daraus machen konnte und warum er auch die 20.000 Stellplätze nicht - wie vorgesehen - zu rund zehn DM pro Stellplatz (immerhin für Maschinen im Wert zwischen 4.000 bis 400.000 DM; in der Relation also nicht der Rede wert und weit billiger als ein einziges Print-Verkaufs-Inserat) vermieten konnte, ist ein so unfassbares Kapitel für sich, dass ich damit einen eigenen Thread füllen könnte. Gebrauchtkauf-Mitarbeiterin Nicolette Lerch, die sich damals - ich hoffe, sie nimmt es nicht übel, wenn ich dies hier oute - nach einigen Wochen entsetzt von Ruhland in meine Marketing-Abteilung regelrecht "flüchtete" (oder sie hätte fristlos gekündigt, d.h. sie hatte bereits und nahm dies dann zurück), kann sicher ein Lied davon singen. Aber ich will hier den Rahmen nicht sprengen und Personalien mal beiseite lassen.
Es geht um die Bewertung der Marktchancen dieses Internet-Projekts. Diese waren - hätte man es richtig gemacht - meiner Ansicht nach enorm. Man hätte bei einem Preis von zehn Mark Monatsmiete pro Internet-Angebotsplatz allein 200.000 DM Miete monatlich allein dafür einnehmen müssen. Nach Marktforschungen, die wir über die Dimensionen des Gebrauchtmaschinenhandels in Europa anstellten, hätten, wenn die ganze Sache überhaupt erst mal angelaufen wäre, jeden Monat locker rund wiederum 20.000 neue Stellplätze in der GK-Datenbank vermietet werden können. Das heißt, man hätte wenigstens 200.000 DM durchschnittlich jeden Monat mit dieser Vermietung einnehmen müssen (im Grunde sogar mehr, denn dieses bewusst noch zu Ungunsten von GK aufgestellte Rechenmodell bedingt, dass jeweils die 20.000 Maschinen des Vormonats dabei schon verkauft worden wären. Manche Maschinen aber wären womöglich auch zwei oder drei Monate zu a 10.-DM/Monat weiterhin im Netz gestanden).

So weit zum Modell der vermieteten Internet-Stellplätze (bei obigem Rechenmodell ein Jahres-Umsatz von 2,4 Millionen DM - ich rechne hier bewusst weiterhin in DM, da ich einfach die damaligen Rechnungen und Währungen übernehme). Ich selbst schlug damals ein anderes Modell vor, das mir noch renditeträchtiger erschien: Ich wollte es den Händlern wahlweise überlassen, ihre Maschinen und Fahrzeuge (vor allem waren es landwirtschaftliche und Baufahrzeuge) entweder zu a zehn DM ins Netz zu stellen oder dies kostenlos auf reiner Erfolgsbasis zu tun - im Klartext: GK Provisionen bei erfolgreichem Verkauf zu bieten. Es gab mehrere Händler, die solche Provisionen von sich aus anboten, da dies absolut branchenüblich ist. Nun rechne man: Anstatt zehn, 20 oder 30 DM (wenn der Verkaufsartikel drei Monate im Netz steht) an einem Verkauf mitzuverdienen, kommt man bei den Provisonen (sagen wir: 5%?) auf drei- bis fünfstellige Summen pro Srtikel (die meisten Maschinen hatten, wie erwähnt, fünf- bis sechsstelligen DM-Wert). Mehr möchte ich mir gar nicht mehr ausmalen... Der GK-Leiter hat leider weder das eine noch das andere Modell zum Erfolg führen können. Was er anstattdessen den ganzen Tag tat, kann ja vielleicht seine Mannschaft mal erzählen.

Zum weiter wirtschaftlichen Potenzial von GK bei einem evtl. Exit zitiere ich nur noch mal, was ich um Ostern herum hier im Board an RRichter schrieb:
"Also zu ,Gebrauchtkauf`, diesmal mach ich`s kurz: Eine freundliche Seele aus dem Umfeld der Com4Net spielte mir vor einigen Wochen die Information zu, dass Ebay in den Online-Gebrauchtwagen-Marktplatz mobile.de einstieg - für stattliche 121 Millionen Euro in bar! Wenn nicht gleich 121 Millionen Euro, aber welche Summe hätte man jetzt für ,Gebrauchtkauf` bekommen?!"

So, jetzt zur technischen Seite - und hier ist eigentlich Simon Kissel als Spezialist gefragt. Dass GK technisch unter aller S... war und man so nicht auf den Markt gehen konnte, war klar. Hier liegt so vieles im argen, was wirklich aufgearbeitet gehört. Da ist zum einen der Kauf der siebenstelligen Software. Ob die das wirklich wert war, kann ich als technischer Laie nicht beurteilen. Das überlasse ich denen, die damals bewertet haben und denen, die im nachhinein bewerten wollen - wie vielleicht auch Simon Kissel. Nun war aber diese sündteure Software für GK immer noch nicht brauchbar, sondern wurde in monatelanger Tüftelei von einem hochbezahlten Bastler namens Appel (Dieter? ich weiß den Vornamen wirklich nicht mehr - ich habe hier in meinem Privathaus keinerlei Com4Net-Unterlagen und arbeite nur aus dem Gedächtnis) für die Bedürfnisse von GK auf Vordermann gebracht. Laut Elas bekam Appel dafür 200.- DM/Stunde von der Com4Net, dafür aber war Appel dann auch tage- wie nächtelang fleißig (ein gewisser Aenishaenslin war später mal genauso fleißig und ließ sich noch Spanien-Hin- und -Herflüge bezahlen), was sich für ihn ganz schön rechnete (mir erzählte später jemand, Appel hätte, bevor er Elas kennenlernte, enorme finanzielle Schwierigkeiten gehabt. Nun, wenn dem so war, hat ihn die Com4Net saniert - ich rechnete mir aus, dass er in wenigen Monaten dort sechsstellig verdient haben muss. Später traf ich übrigens einen seiner Subunternehmer, Herrn Heinold, der mir sein Leid klagte, dass er von Appel nicht für seine Leistungen bezahlt worden wäre und ihn nicht mehr ausfindig machen könne. Wenn meine Informanten Recht haben, so hatten auch Herr Witsch und Frau Lerch, die sich anfangs beide sehr gut mit ihm verstanden, sehr große, auch finanzielle, Enttäuschungen mit Appel erlebt).

Zurück: wo war ich?, tage- und nächtelang, ah ja, tage- und nächtelang also - bei einem Zehnstunden-Tag kommt man da schon locker auf 2.000.-DM. Und ob jener Software-Spezialist sich nachts dann auch noch so lang in der Firma aufhielt, wie er behauptete (nochmal knapp 1.500.-DM?) , kontrollierte nie jemand nach. Die Com4Net war noch nie gut im Kontrollieren (der Grund für den Niedergang der Inc.-Gesellschaften lag auch in fehlendem Controlling), nur gut im Bezahlen.
Nun weiß ich also zu wenig von der Software, um beurteilen zu können, ob man daran monatelang basteln muss, um eine mir relativ einfach erscheinende Kauf- und Verkaufsplattform im Internet aufzubauen. :confused: Ich will nur erwähnen, dass sich die Genialität jener "Basteleien" auch dahingehend auswirkte, dass die PCs in der Firma wochenlang nicht miteinander vernetzt waren (ist so etwas ein Jahrhundertwerk??), dann ging das mal kurz, dann wieder nicht, dann waren plötzlich alle wieder einige Zeit offline.
"Ich dachte, ich bin hier in einer Internet-Firma" witzelte ich anfangs noch (bald verging mir der Humor). "In der Redaktion, aus der ich komme, hatte ich wenigstens immer Internet-Anschluss." Der von mir kreierte Com4Net-Werbetext wirkte da nur wie Hohn: "Wir machen nicht einfach Internet, wir machen Internet einfach."

Vielleicht können Sie, Herr Kissel, nun aufgrund einiger solcher persönlicher Randeindrücke die Genialität der Com4Net-Technik (oder soll ich sagen, des -Technikers?) noch besser beurteilen. Ich bin nicht abgeneigt, Ihnen in technischer Hinsicht bei ihrem GK-Urteil recht zu geben. Aber ich bitte Sie gleichzeitig, sich ehrlich mit den Gedanken des Markt-Potenzial von GK (eine funktionierende Technik natürlich vorausgesetzt), das ich oben ausführte, auseinanderzusetzen.

So, für heute reicht`s. Der "Lokalheiligen" stehen nun angesichts des langen Beitrags (kündigte ich ihn nicht als "kurzes" Thema an?) doch wieder die Haare zu Berge, aber ich hoffe, hildegard ist`s dennoch zufrieden, da ich nur Com4Net-bezogen und weder von Popstars noch von journalistischen Abenteuern erzählt habe. Ich bitte abschließend noch, evtl. Tippfehler zu entschuldigen, da ich zu müde bin, den Text nochmals zu lesen.

Mich würde von Herrn Kissel, von dem ich gehört habe, dass er, ganz Computer- (nebst Eisenbahn)Freak, auch mit Vorliebe ganze Nächte durch an seiner Software tüftelt (ohne allerdings von der Com4Net dafür sechsstellige Horror-Honorare zu kassieren), interessieren, wie er sich persönlich fühlt, wenn er auf diese Weise erfährt, wie andere "Genies" für - laut Kissels Urteil - miserable Arbeit in acht Tagen allein das verdienten, was er für seinen 30%-Computerman-Anteil insgesamt bekam. Da muss man sich doch ganz schön vera.... vorkommen. So muss auch Elas sich nach einigen Monaten vorgekommen sein. Da hätten wir doch lieber ihn für, sagen wir mal, 100.000.-DM die GK-Software weiterentwickeln lassen und ihm noch obendrein 100.000.-DM für Computerman draufgegeben und dabei immer noch gegenüber den tatsächlich angefallenen Kosten gespart. Und wir (mit wir schließe ich besonders die Aktionäre ein) hätten mit GK noch gute Geschäfte gemacht und jetzt mehr Geld.
It`s a drag! :( :( :( Und das Ganze ist nur einer von vielen Com4Net-Skandalen.
Zum Abschluss der Gebrauchtkauf-Geschichte noch was diesmal wirklich Kurzes:
Der WITZ DES TAGES
(von Alexander Witsch - bitte jetzt keine Strafanzeige, ich meine es charmant! Zudem hat sich alles genau so zugetragen)

Herr Witsch hatte durchaus Humor und saß spät abends mit mir gelegentlich noch länger amüsant plaudernd in den Räumen der Com4Net in Erding. Als er einmal nach einer solchen Plauderei - an einem Tag, an dem er auch mit Gebrauchtkauf-Leiter Christian Ruhland gesprochen hatte - gen Pullach nach Hause fuhr, musste er per Mobiltelefon noch etwas bei mir loswerden: "Hallo, Herr Teplan! Also, wenn man sich so die Krawatte.." (oder war es das Hemd? egal!) "...des Herrn Ruhland ansieht, dann wird es höchste Zeit, dass er mit Gebrauchtkauf mal Umsatz macht." :laugh: :laugh: :laugh:
Endlich wird es hier im Board zu Sachfragen wieder richtig interessant.

@STeplan: Mir stehen die Haare nicht zu Berge. Ihre Darstellung von Gebrauchtkauf lässt mich nun einiges in anderem Licht sehen. So habe ich das noch nie gehört. Woher denn auch? So viel Ehrlichkeit haben wir von der Com4Net ja sonst auch nie gekriegt. Wenn man sich andere Gebrauchtwaren-Shops im Web ansieht und mit zwei weinenden Augen mitkriegt, wie sich diese entwickeln, so war Gebrauchtkauf sicher eine gute Geschäftsidee.


@SKissel: Gestatten Sie mir bitte, gleich zu Gebrauchtkauf einige Fragen an Sie anzuhängen. Sie schrieben vor wenigen Tagen: "Die verwendete Software war zusammengeschustert, die Server-Hardware war ein stinknormaler Arbeitsplatz-PC in mittelmäßigem Zustand. Die Datenbanken der angeblich größten Gebrauchtkaufplattform bestanden ausschließlich aus Testdatensätzen. Die Software war nicht wirklich fertiggestellt - Bestell/Kontaktfunktionen fehlten meines Wissens nach z.B. völlig."

Ich halte Sie sicher für sehr kompetent. Kennen Sie aus dem schönen fernen Bingen diese Software und Server-Hardware so detailliert, um dieses Urteil darüber abgeben zu können? Waren Sie einmal bei der Com4Net in Erding und haben sich ein Bild davon gemacht? Oder haben Sie sich, kleine Spaßfrage ;) , irgendwie in das System "eingehackt"? Mich interessiert, wie Sie denn überhaupt zu diesem Urteil kommen. Und wie beurteilen Sie nach Teplans letzten Ausführungen das Geschäftspotential von Gebrauchtkauf, wenn die Software und Technik in Ordung gewesen wäre?
Als ich mich vor dem Aktienkauf mit c4n beschäftigt hatte, war mir vor allem Gebrauchtkauf.de aufgefallen. Dies war die Geschäftsidee, der ich seinerzeit am meisten Potential zugetraut hatte.

Ich kann mich erinnern, vor längerer Zeit mal mit Herrn Appel telefoniert zu haben. Mein Eindruck war, daß der Mann wußte wovon er sprach. DM 200,- waren seinerzeit in der IT-Branche pro Stunde bei Selbständigen nicht unüblich und sind es meines Wissens heute auch nicht. Das Problem mit der alten Gebrauchtkauf Software war wohl, daß sie recht absturzanfällig war und daß Rechnungsstellungen mit ihrer Hilfe nicht möglich war. Ich meine mich erinnern zu können daß Herr Witsch mir mal gesagt hat, daß erst auf seine Initiative (während seiner Vorstands-Zeit) hier überhaupt Rechnungen geschrieben worden sind. Unter der Verantwortung von Herrn Elas bzw. Herrn Ruhland sei in diese Richtung gar nichts gelaufen.

Die Software von Herrn Appel kann nicht so schlecht gewesen sein, denn sie lief - als sich niemand mehr um die Sache kümmerte - über Monate ohne abzustürzen.

So gut die Geschäftsidee als solche war, meine ich doch daß die Umsetzung primär dazu diente, der Ersteller-Firma der ersten Software Geld zu verschaffen. Das "Bewertungsgutachten" muß nach meinem Eindruck ohne Prüfung, inwiefern eine Rechnungsstellung bzw. Geschäftsauswertung mit der zuerst gekauften Software überhaupt möglich ist, erstellt worden sein. Einer der wichtigsten Berater und Begutachter (nicht nur der Com4Net, auch der DC Network) ist jemand mit auch heute noch in Bayern und außerhalb nicht gerade unbekannter Verwandschaft. Die von mir in diesem Zusammenhang gestellte Anzeige wurde ruck-zuck eingestellt - während die anderen Beschuldigten wohl bis jetzt noch nicht wissen, was aus dem Ermittlungsverfahren gegen sie geworden ist (es aber demnächst erfahren sollen, werde dazu nachher was posten). Wenn Herr Teplan wirklich mal ein Buch über die ganze Sache schreibt (ich denke, er wird es!), wird er vielleicht noch recherchieren können, ob hier was Amigo-mäßiges gelaufen ist.

Mein Meinung heute ist, daß die Gebrauchkauf-Software eine Maßnahme war um Geld aus der Com4Net, Inc. zu schaffen. Etwas anderes hat sie jedenfalls im Ergebnis nicht bewirkt.
Dass erst unter der Vorstandschaft des Herrn Witsch Rechnungen für Gebrauchtkauf geschrieben wurden, kann ich bestätigen. Es war im Dezember 1999 beschlossen worden, von Januar 2000 bis März 2000 eine dreimonatige (für die GK-Kunden) kostenlose Testphase zu starten. Ab der AR-Sitzung am Samstag, 1.4.00, in der Elas zurücktrat, war Witsch alleiniger Vorstand der Com4Net, so dass es in der Natur der Sache liegt, dass unter seiner alleinigen Vorstandschaft ab diesem Datum Rechnungen geschrieben wurden. Recht viele waren es freilich nicht. Die Aufgabe, für entsprechende Umsätze zu sorgen, lag beim Gebrauchtkauf-Leiter Christian Ruhland.

Zu RRichters Ausführungen über Appel: Wie gut oder schlecht dieser Mann in technischen Dingen war, kann ich nicht beurteilen, da mir hier die Fachkenntnis fehlt. Ich habe in meinem letzten Posting nur ein paar persönliche Randeindrücke geschildert über Dinge, die mir etwas spanisch vorkamen, weil wir wirklich häufig technische Pannen hatten. Persönlich war Appel mir durchaus sympathisch. Ich weiß nicht, ob und wie weit Herr Kissel als Fachmann aufklären kann, wie gut Appel die GK-Technik gestaltet hat und ob es notwendig war, dafür eine für einen siebenstelligen Betrag erworbene, schon entsprechend konzipierte Software nochmals monatelang umzubauen. Wenn Kissel sagt: Ja, dies sei möglich, dann will ich darauf vertrauen und Appel hier nicht unrecht tun.

Dass ein Stundenlohn von 200.- DM in der IT-Branche nichts Besonderes ist, ist mir klar. Doch war sicher nicht geplant, dies im Fall Appel zu einer monatelangen Beschäftigung zu machen, so dass die Honorare dafür in sechsstellige Höhen schnellen mussten. Die Com4Net konnte sich dies, offen gestanden, damals bereits nicht mehr leisten. Sie hatte, wie ich durch Elas und den Controller erfuhr, Ende 1999/Anfang 2000 nur mehr so wenig Geld, dass sie die 1,8 Millionen DM, die man für Auto global Management ausgab, in die Illiquidität stürzten und den Börsengang im Grunde unmöglich machten. Ich habe noch die Worte des Controllers, der nur wenige Wochen für Com4Net arbeitete und dann entsetzt das Handtuch warf, im Ohr, als er im März 2000 sagte: "Wir haben sehr bald ein Liquiditätsproblem." Jener Controller sagte mir später mal nach gründlichem Studium der Geschäftsunterlagen einige wichtige Dinge über Witsch und Elas, die mich dann im Mai 2000 veranlassten - dabei meine sofortige Entlassung riskierend - einen geharnischten Brief an den AR zu schreiben und ihn zur dringlichen Prüfung eventueller Unregelmäßigkeiten aufzufordern wie auch zur Überprüfung besonders der Herren Elas, Witsch und Weber auf rechtmäßige oder unrechtmäßige Handlungsweisen in der Firma. Die Entscheidung, die der AR daraufhin am 31.5.00 gefällt hat, hat er - nach hoffentlich erfolgter gründlicher Prüfung - zu verantworten.

Ich zitiere zu GK kurz einen Satz von RRichter: "Die Software von Herrn Appel kann nicht so schlecht gewesen sein, denn sie lief - als sich niemand mehr um die Sache kümmerte - über Monate ohne abzustürzen. " Wie gesagt, wage ich technisch diese Geschichte nicht zu beurteilen. Aber wenn RRichter zu dieser Meinung kommt, verstehe ich wiederum Simon Kissels Kritik an Gebrauchtkauf nicht. Ich wiederhole nur nochmals: Ich denke, dasss die Geschäftsidee Gebrauchtkauf ein enormes wirtschaftliches Potenzial in sich trug. Gefehlt hat es womöglich (??) an der Technik, auf jeden Fall aber am Vertrieb, dem es nicht gelang, das aufgebaute Kundenpotenzial in klingende Münze umzusetzen. Ich kann mich persönlich noch gut erinnern, dass mich im Juli 2000 - Elas war wieder Vorstand, Witsch aus der Firma - die sehr scharf beobachtende Kollegin Nicolette Lerch darauf hinwies, dass Ruhland (der damals übrigens allein bei GK arbeitete - seine komplette Mannschaft hatte ihn verlassen) vielen seiner Kunden ohne Absprache mit Elas überweit entgegenkam, als er sie für eine lächerliche Miete teilweise einen ganzen Maschinenpark in die GK-Datenbank stellen ließ. Statt, wie vorgesehen, zehn Mark für jeden in die GK-Datenbank eingestellten Artikel zu bezahlen, bekamen die Kunden so vom GK-Leiter diese Einträge fast geschenkt. Elas war entsetzt, als er dies erfuhr. Ich denke, dasss Elas sich ausrechnete, dass wenigstens die Hälfte der Kunden für jeden ihrer eingestellten Artikel a zehn Mark bezahlen würden. 10.000 Artikel a 10 DM: da häte Ruhland in einem Monat also wenigstens 100.000 DM Umsatz machen müssen. Wenn ich mich recht erinere, kam nur eine Summe heraus, die mit zwei oder drei Stunden des Appelschen Honorars aufgewogen hätten werden können.

Zu einer weiteren Anspielung RRichters: Ich denke, dass die Geschichte mit dem Bewertungsgutachten und der nicht unbekannten Verwandtschaft besonders die Presse bei (bzw. kurz vor) den Prozessen lebhaft interessieren wird. Das erst macht den Fall Com4Net bundesweit auch politisch interesssant - das und was Kripo und Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen bzw. Anklageerhebungen daraus gemacht haben und machen.

Nochmals sei RRichter zitiert. "Meine Meinung heute ist, daß die Gebrauchkauf-Software eine Maßnahme war um Geld aus der Com4Net, Inc. zu schaffen. Etwas anderes hat sie jedenfalls im Ergebnis nicht bewirkt." Außer AlphaCom haben das leider auch alle anderen Com4Net-Projekte und -beteiligungen nicht.
hildegardvonbingen:

Kenntnisse über die Server der Com4Net habe ich u.a. dadurch erlangt, dass ich mangels Techniker vor Ort des öfteren von hier aus per Fernverwaltung bei diversen Projekten eingesprungen bin. Mitarbeiter von Computerman haben u.a. bei Netseek ausgeholfen.

Und die Kenntnisse über Gebrauchtkauf haben eine recht simple Quelle: Nach dem Untergang des Projektes wurden der Server zu uns geschickt - wenn ich mich recht entsinne sollte daraus ein neuer Netseek-Server werden. Die Hardware war in armseeligem Zustand (normales Desktop-Gehäuse, bei dem Blenden fehlten etc) und die Software-Seite war zum davonlaufen - eine chaotische, ungepflegte Linux-Installation. Die Reste des Servers liegen hier 10 Meter entfernt im Schrott-Regal. IRGENDWO müsste sogar noch ein Backup der kurz nach Anlieferung verstorbenen Festplatte existieren.

Ich denke jetzt ist klar, wieso ich so gut Bescheid weiß ;)
STeplan:

Zunächst meine Einschätzung zu Herrn Appel (der Vorname ist Peter). Ich halte mich etwas zurück, da er bei WO nie aktiv war, und ich ausführliche Darlegungen daher als unfair empfände. Aus meiner persönlichen Perspektive darf sich jeder sein eigenes Bild machen.

Herr Appel hatte durchaus die Fähigkeiten, ein Projekt wie Gebrauchtkauf aufzubauen. Er war nicht gerade ein Programmierer-Gott, aber hatte dafür im Bereich des Projektmanagements durchaus Erfahrungen. Woran ich eher zweifel(te)e, ist die geschäftliche Seite. Herr Appel pflegte alle Geschäfte über eine in den USA registrierte Scheinfirma "SAPE Consulting inc." abzuwickeln.

Meine Erfahrungen damit durfte ich im Rahmen des Senjoy-Projektes machen: Bei dem Auftrag wurde uns zwangsweise Herr Appel als Mittelsmann vorgesetzt. Der Werkvertrag bestand somit zwischen uns und SAPE Inc sowie SAPE Inc und Senjoy. Obwohl das für mich damals schon fischig roch, unterschrieb ich blauäugig den Vertrag auf anraten von Herrn Witsch.

Wer seinerzeit mal die Senjoy-Website besucht hat, weiß dass die Software fertig wurde und verdammt gut war. Ein komplettes Content-Management-System mit Mediendatenbank, Templates und vielem mehr, welches sich durchaus mit Spiele Online messen konnte. Ein Dreivierteljahr harte Arbeit auf unserer Seite.

Nun, das Ergebnis war dann auch, dass als Senjoy mangels Liquidität mit vorgeschobenen Gründen die Beahlung des Projektes verweigerte, ich keinerlei Chance hatte auf dem Klageweg an unser Geld zu kommen. Und Herr Appel bekleckerte sich seinerzeit auch nicht gerade mit Ruhm - er ging mehr oder weniger auf Tauchstation.

Man kann sich vorstellen dass meine Wut damals unglaublich war - Senjoy betrieb fast ein Jahr lang illegal mit unserer Software ihr Geschäft, ohne uns zu bezahlen, und ich hatte absolut keine Handhabe dagegen.

Wie in einem frühen Posting erwähnt, machte Herr Witsch diese Geschichte durch Rückgabe der Computerman-Anteile wieder gut, ich erwähne es hier aber einfach mal um die Bildung eines Gesamteindruckes zu ermöglichen.

Zu Gebrauchtkauf komme ich nochmal in einem späteren Posting.
@SKissel

Mit großem Interesse las ich Ihre Darstellung Ihrer Erfahrungen mit Senjoy. Allmählich denke ich, dass die halbe Geschäftswelt nur mehr aus Lug und Betrug besteht! :mad:
Wenn die Com4Net AG Ihnen den Server nach Bingen sandte, kann ich nunmehr auch verstehen, dass Sie Ihre Informationen wirklich aus direkter Quelle haben. Haben Sie oder Herr Witsch eigentlich niemals daran gedacht, das Projekt Gebrauchtkauf auf professionellere Weise doch noch zum Erfolg zu führen? Oder waren Hard- und Software nur für Netseek oder Computerman bestimmt?

Ich wünsche Ihnen jetzt nach Ihren leidvollen Erfahrungen aber von Herzen viel Erfolg und hoffe, Computerman ist auf dem Weg, gute Geschäfte zu machen. Können Sie sagen, welche Aktivitäten Ihre Firma derzeit betreibt, auch wenn das jetzt nicht zu Com4Net gehört?

Noch eine Frage interessiert mich sehr, wobei ich hoffe, Ihnen nicht durch zu viele Fragen lästig zu fallen: Ich habe mir kürzlich mit großem Interesse auch Ihre Homepage angesehen. Dabei fand ich, wovon hier im Board zuletzt schon einige Male die Rede war: Ihre Aktivitäten bei der "WISPA Munich Squash Open". Sind die in diesem Board verbreiteten Informationen richtig, dass dieses Squash-Turnier damals nicht WISPA Munich Squash Open sondern Com4Net Munich Open 2000 hieß? Und sind ferner die Informationen richtig, dass Herr Teplan Ideen-, Namensgeber und Initiator dieses Turniers und des Chats mit den weltbesten Spielerinnen war und alles von der Com4Net bezahlen ließ? Wenn ja, warum wird das auf Ihrer Page nicht erwähnt und das Turnier umbenannt? Wegen der leidvollen Erfahrungen mit der Com4Net?


Nun noch zwei Fragen an Sie,
@Herr Teplan:

Sie kennen ja meine kritische Art. Leider wartete ich gestern vergebens auf etwas, was Sie erst vor kurzem groß ankündigten: Ihren angekündigten Rückblick auf angeblich mysteriöse Vorfälle in der Com4Net am 12.5.2000. Ich habe mir dieses Datum eigens notiert und vorgemerkt. Mir ist es zu mühsam nachzusehen, wo genau Sie dies schrieben, Sie werden`s besser wissen. Aber ich kann mich noch gut an Ihre reklameartige, etwas reißerische "Vorschau" erinnern. Vergessen? Oder ist jetzt plötzlich Tauwetter? Oder trauen Sie sich nicht mehr?
2.Frage: Sie erwähnten kürzlich sinngemäß, Sie könnten einen Roman über die Bewertung von Alphaware oder dessen Bewertung schreiben. Vielleicht geht es auch kürzer als in einem Roman, aber interessieren würde mich schon, was Sie dazu sagen.
@hildegardvonbingen: Zu Ihrer 1. Frage an mich: Es soll nicht arrogant klingen, aber zum Rückblick des 12.5.2000 habe ich momentan weder Zeit noch Lust. Genügt nicht das, was ich angedeutet habe? Irgendwann schreibe ich mehr darüber - ich muss ja nicht unbedingt auf den gleichen Kalendertag warten.
Zur 2. Frage: Ich werde Ihrem Wunsch in Sachen Alphaware nachkommen. Aber da das wirklich etwas umfassender ist, bitte ich wegen momentanem Stress um wenigstens ein paar Tage Zeit.

@SKissel: Ich darf mich hildegardvonbingen anschließen und danken: Ihr Beitrag über Senjoy reiht sich, was Offenheit angeht, in Ihre vorigen Postings ein. Auf Ihren Beitrag zu Gebrauchtkauf bin ich schon gespannt.
hildegardvonbingen:

Nein, an eine Fortführung von Gebrauchtkauf hat niemals jemand auch nur im Entferntesten gedacht. Das hätte ja auch bedeutet, in einem schwierigen Marktumfeld ohne Kapital wieder bei 0 anzufangen. Reichlich unrealistisch. Die Hardware wurde zum "Recycling" hierher gesendet...

Aus Netseek hätte man definitiv etwas machen können.

Die Referenzen auf unserer Homepage sind gruseligst veraltet. Da gäbe es mittlerweile doch deutlich beeindruckerende Dinge als die Munich Squash Open. Ich müsste das mal aktualisieren...

Herr Teplan war in der Sache damals aktiv, das ist korrekt. Das ist aber alles lange her, und ich erinnere mich kaum noch. Ich glaube im Chatraum stand in der Tat "Com4Net Munich Squash Open". Alles in allem war das Ganze aber keine große Sache - bedingt durch wenig Vorankündigung waren auch nur eine Handvoll Chatteilnehmer dabei. Wirklich Geld geflossen ist bei der Sache wohl auch nicht, jedenfalls wurde alles mir bekannte mit minimalem Aufwand umgesetzt. Hier wurde also zur Abwechslung wohl mal vernünftig gewirtschaftet.

Dass es nichts weniger werbewirksames gibt als eine Com4Net-Referenz, ist wohl klar ;)

(Eine kurze Suche bei web.archive.org ergibt, dass die Referenz im Jahre 2001 tatsächlich mal "Com4Net Munich Open 2000" hieß).

Zu Computerman:

Die Aktivitäten von Computerman heute konzentrieren sich neben gelegentlichen Projektarbeiten nach wie vor auf Chatjet (www.chatjet.de), einem Webchat-Server-System. Anders als unsere Mitwettbewerber wie die letztes Jahr verstorbene Cassiopeia AG haben wir uns hierbei schon frühzeitig auf Chats zur geschäftlichen Nutzung umgestellt - wähernd andere Anbieter auf den Markt der öffentlichen Flirt/Communitychats zielen (mit denen niemand Geld verdient), nutzen unsere Kunden Chats zur Unternehmensvernetzung und für Online-Konferenzen. Das sind zu einem großten Teil Bankhäuser, die glücklicherweies auch in der Lage sind, dann Rechnungen zu bezahlen ;)

Das Geschäft läuft eigentlich sehr gut, wir kämpfen nur nach wie vor mit mangelndem Eigenkapital und Altschulden. Das läuft hier derzeit daher alles in einem ganz beschaulichen aber zunehmend stabiler werdenden Rahmen ab.

Weitere Produkte von uns liegen derzeit in der Schublade - mangels Investitionsmöglichkeiten macht es derzeit keinen Sinn, diese auf den Markt zu bringen.
Schaue nur mal kurz rein und kann aus Zeitgründen nur wenig -entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten :( - posten.
Ganz kurz zum Turnier, bei dem Computerman bzw. Chatjet und Com4Net den WISPA-Chat veranstalteten: Das Turnier hieß definitiv
"Com4Net Munich Open 2000". Als solches ist es auch in einer ganzen Reihe Pages im Web zu finden, ebenso auf Sabine Schönes neuer Homepage http://www.sabine-tillmann.de.
Wer, wie Herr Kissel, historisch ganz gründlich sein möchte und bei web.archives.org nachguckt, findet dort u.a. folgende für die Com4Net werbewirksame Tagesmeldung aus Großbritannien und auch noch die Angabe des Chatraums. Zitat:

WORLD`S TOP WOMEN LAUNCH WORLDWIDE INTERNET SQUASH CHAT

Squash media and enthusiasts will be able to participate in the sport`s first live worldwide interview with the world`s leading women players - including England`s world champion and world No1 Cassie Campion and Australia`s former three-times world champion Sarah Fitz-Gerald - during the Com4Net Munich Open which gets underway today (Thursday 13 April) in Germany.
The pioneering live link-up via an internet `chat room` will take place between 1300 and 1600 GMT on Friday 14 April - and participants will be able see video, hear audio and read text as they communicate with the leading squash stars competing in the WISPA World Tour`s first Grand Prix event of the year.
The chat room URL is: http://web.archive.org/web/20001120021600/http://chat.com4ne…
Sarah Fitz-Gerald, President of the Women`s International Squash Players` Association (WISPA), said: "This is a fantastic breakthrough initiative by our Munich event sponsors Com4Net, and we hope that squash journalists and fans around the world will make the most of this unique and exciting opportunity."
Stefan Teplan, Com4Net Marketing Director, added: "This is a world first in internet technology - the first time the elements of video, audio and text have been combined in this way for a sports and media event. We are delighted that it is being launched with the co-operation of the world`s leading squash players."

(Quelle: http://web.archive.org/web/20000511130927/www.squashplayer.c… )

Soweit ich mich erinnere, habe ich mich bei meinem Telefon-Kurzinterview auch dazu geäußert, dass unsere (damalige) Beteiligungsfirma Computerman mit seinem Produkt Chatjet diesen Chat gestalten würde. Leider wurde diese Interview-Passage nicht veröffentlicht.
Weiß eigentlich jemand, wie jayde.de "versackt" ist?

Habe eine DENIC-Abfrage gemacht. Die Domain ist registriert auf:

AT-Traffic GmbH
Waldhofweg 17
A-5312 Koppl

Wenn man die Seite aufruft, kommt eine leicht geschönte Baustellenseite. Jayde.com gibt es noch.
Habe bei web.archive.org mal eine ältere Version der Com4Net Homepage durchgesucht und bin u.a. auf folgenden Satz gestoßen:

Der Initiator der Aktiengesellschaft Com4Net, Herr Josef Elas, war einer der Geschäftsleute, der die enormen Möglichkeiten im globalen Internet frühzeitig erkannte: ...

Den lasse ich mal so stehen :mad:

Was anderes: erinnert sich noch jemand an SIMI? Der Laden scheint heute sehr gut zu laufen: http://www.simi.com
Nanu? Alles untergegangen? Herr Teplan, ich harre noch geduldigst Ihrer Ausführungen zu Alphaware.
Warte erst mal die ab und hätte dann noch eine Frage an Sie.

@SKissel
ich möchte Ihnen nochmals ganz herzlich für Ihre wertvollen informationen danken!
@hildegardvonbingen

Bitte um Pardon; meine Ausführungen zu Alphaware erfolgen auf jeden Fall noch. Ich bitte nur um Verständnis, dass ich derzeit so angespannt bin, dass ich die nächsten Tage dazu noch nicht komme.
Finde irgendwie, dass eine Anstands-Wartezeit vorüber ist. Herr Teplan, leben Sie noch?
Sollten Sie sich wieder mal einloggen, schauen Sie doch mal in Ihre Boardmails, Herr Teplan. Mittlerweile mache ich mir ernste Sorgen um Sie. :) Oder beser: :( Auf jeden Fall: :confused:
@hildegardvonbingen
Bitte schauen Sie in Ihre Boardmail. Ich habe Ihre Informationen dorthin gestellt, da ich aus bestimmten Gründen nicht alles davon öffentlich machen will.

@alle Aktionären
Bin zur Zeit im Ausland tätig und deswegen etwas zurückgezogen. Es gibt zwar Internet-Cafes, ich habe aber kaum Zeit, diese zu besuchen. Falls aber, so wie es aussieht, ohnehin sonst niemand postet, wenn ich nicht gerade dazu den Anstoß gebe, dann können wir dieses Board auch gerne einstellen. Wenn ich zurück bin, geht dafür eine Kollegin an den Aufbau der geplanten Com4Net-Homepage und da gibt`s dann reichlich über die Com4Net (mit Auszügen aus meinem Buch) zu lesen.

@alle leitenden Ex-Com4Netler
Wir warten und warten und man hört nichts davon, wann endlich die Verhandlungen losgehen sollen :(. Josef Elas, Alexander Witsch, Markus Stettinger, alle Herren vom Aufsichtsrat, René Aenishaenslin etc. &c. - seien Sie alle von mir recht herzlich gegrüßt :); ich harre freudig und gespannt der Momente unseres Wiedersehens, wennn wir hoffentlich doch vollzählig recht bald vor Gericht zusammenkommen. Es tut mir besonders für Sie leid, Herr Witsch, dass Sie so lange warten müssen, bis aus Ihrer Strafanzeige etwas Greifbares wird (wenn überhaupt:(), da stellt und stellt man Anzeigen und es kommt und kommt nichts dabei raus :O. Und Elas, über den Sie nicht immer sehr charmant sprachen, läuft frei und unschuldig und noch dazu in allerbester Laune (und finanziell wieder gut bestückt?) herum. Hat evtl. in USA neue Geschäfte?? Und die Com4Net Inc. existiert noch immer mit Elas als President. Und die IG hat - geheim geheim, hier nur eine Andeutung - den ersten Prozess gewonnen und kriegt Com4Net-Gelder rein (nein, STeplan kriegt nichts davon; er lebt gut von Vorschüssen seiner Buchverträge). Ist das Leben nicht ungerecht?

@alle in der IG
ich werde im September an die einzelnen Mitglieder Informationen zu dem Prozess und meinen Aktivitäten geben.

@Justiz, Kriminalpolizei
Na, haben sich - da alles so bemerkenswert still wird - die im Jahr 2001 erhobenen Verdächtigungen gegen Elas, die zu der von mir als sträflicher Justizirrtum (und ich kann dies im Detail begründen) bewerteten Aktion vom 24.10.2001 führten, doch als haltlos erwiesen? Wäre es denn möglich, dass da ein Beamter auf Elas` Kosten (solche Leute gab es auch in der Com4Net) nur Karriere machen wollte und der Schuss nach hinten losging (oder losgehen wird)? Hat man sich etwa von falschen "Informanten" aufhetzen lassen? Ich erwähne nur: Reitpferd/Lohner, Luxus-Autos/Lohner, überhaupt Hang zum Luxus etc. etc. - Sie wissen ja, woher Sie diese "Informationen" bekommen haben!
Ich schipperte übrigens vor zwei Wochen auf der kroatischen Adria herum, begegnete aber leider Markus Stettingers Motorboot nicht. Hat er es noch?
Geht es René Aenishaneslin noch gut auf seiner Villa in Spanien? Er drohte mir ja einmal wegen einiger Enthüllungen (keine weiblichen!) in diesem Board mit seinem Rechtsanwalt, wurde dann aber schnell still, als ich ankündigte, etwas von einem gewissen Haftbefehl (vom August 2000) zu veröffentlichen.

Es ist Ferienzeit und ich wünsche allen Genannten schönen Urlaub in der Karibik, in Kroatien, auf den Philippinen, in den USA oder auch, wo das Geld nicht reicht, im heimischen München - wo immer. Sonnenbrille auf :cool:, gute Laune auf:), Sorgen :mad: weg, möglichen Justizirrtum und Verleumdungen vergessen :D.
Hallo Herr Teplan,

schön, daß sie alle so recht herzlich grüßen und einen erholsamen urlaub wünschen! hoffe ihnen geht es noch bis zu ihrer rückkehr aus dem ausland prächtigst, damit sie ganz entspannt und ausführlich informativ über ihre andeutungen berichten können. ich freue mich schon auf den september (auch deswegen, da ich erst dann in urlaub fahre).
schöne grüße
Tom
Hallo STeplan,

freue mich ebenso wie option_tom auf den September. Nun ist es ja Gott sei Dank nicht mehr lange! :)
Melde mich von meiner Auslandsmission wieder zurück. Die gespannte Erwartung einiger Leute bezüglich der angekündigten Informationen kann ich verstehen, schließlich geht es um ihr Geld; es freut mich auch, dass bei einigen nach wie vor noch Interesse besteht, obwohl alles sehr schleppend verläuft. Es tut sich immerhin etwas, zwar nur langsam, aber sicher. Mit mehr Zeit und finanziellen Mitteln wäre natürlich noch mehr zu erreichen, aber man muss sich derzeit mit dem begnügen, was man hat und unter den gegebenen Umständen tun kann.

Ich werde, wie versprochen, an die Mitglieder der Com4Net-IG im September (nicht gleich am 1., aber in den nächsten Tagen - ich bemühe mich, es noch vor option_toms Urlaub zu schaffen) einen Rundbrief schreiben - natürlich nicht öffentlich.

Öffentlich rufe ich aber zu einem auf: Ich brauche für mein Com4Net-Buch noch Stimmen einiger Aktionäre, die aus eigener Erfahrung schildern können, wie sie das ganze Spektakel erlebt haben - interessant wären vor allem Aussagen von Leuten, die sich betrogen fühlen und dies darstellen können. Man darf dazu ruhig auch gegen mich losschießen - ich scheue mich nicht, auch dies zu veröffentlichen und nehme es niemand übel. Wer seinen Namen nicht hergeben möchte, kann natürlich - vertraglich zugesichert - anonym bleiben und unter anderem Namen fungieren. Würde mich freuen, wenn sich einige Leute in dieser Sache bei mir melden würden. Ohne mehr zu verraten (weil ich nicht darf), darf ich eines in diesem Zusammenhang schon mal leise andeuten: Möglicherweise werden die Einnahmen aus diesem Buch auch für einige Com4Net-Geschädigte interessant!

Vielleicht meldet sich auch aus den (Com4Net-)GbRs einer von jenen, die derzeit Klagen in Karlsruhe und München laufen lassen. Da ich über die Hintergründe dieser Klagen ganz gut informiert bin, warne ich in diesem Zusammenhang nur vor einem: vor neuerlicher Abzocke in einer Sache, in der meiner Meinung nach absolut nichts für die Aktionäre herauskommen wird. Die einzigen, die daran verdienen (und daher Eigeninteresse an diesen Klagen haben können), sind einige Anwälte. Es möge sich jeder informieren und ein Urteil bilden, ob hier nicht eine Neu-Auflage dessen läuft, was auch die so genannte Wirtschaftsfahndung Krügel mit einigen Aktionären versucht hat (ist schon irgendetwas inzwischen dabei herausgekommen? Na also!). Ich rate Ihnen, nur mit Leuten zusammenzuarbeiten, die Sie nicht vorher mit saftigen Honoraren und Gebühren abzocken, sondern - wenn sie von der Sache schon so überzeugt sind - bereit sind, auf Erfolgsbasis zu arbeiten.
Aber wenn das so weiter geht, bleibt die Com4Net-Geschichte wohl ein Dauerbrenner, an dem sich jeder gesundstoßen kann, der nur irgendeine Möglichkeit sieht, weitere Aktionäre zu melken, ob Anwälte oder Fahnder oder sonstige Personen.

Was die staatlichen Fahnder betrifft (@StA: Wann gehen denn nun endlich im Jahre 4 nach Beginn der Ermittlungen die Prozesse los?), so kann ich mir gut vorstellen, dass die bisherigen Ergebnisse nicht den Erfolg gebracht haben, den sich manche versprochen haben mögen. So etwa wurde mir jüngst zugetragen, dass nun - nach Ex-Com4Net-Aufsichtsrat Beckstein - auch die Elas-Vertrauten Lohner von den gegen sie gerichteten Verdächtigungen frei seien und keine Strafverfolgung mehr fürchten müssten. Am 24.10.01, als die StA Landshut besagtes Ehepaar (zu Unrecht, wie es nun erscheint?) verhaften ließ, hat nach Aussagen von Augenzeugen der Leiter der Ermittlungen, Kommissar Weingärtner von der Kripo Erding, felsenfest behauptet, er wüsste nach einem Jahr harter Ermittlungen exakt Bescheid und wisse genau, was er (mit jener sagenhaften Verhaftungs- und Durchsuchungs-Aktion) tue; er vermute die Com4Net-Millionen in einem Geheim-Safe jener Familie (es existiert keiner, wie er leider herausfinden musste, auch wenn er dazu alle Bilder von der Wand reißen ließ), die er als Komplizen oder Begünstigte des Herrn Elas verdächtige. Wenn dies nun - wie es die neue Sachlage erscheinen lässt -alles doch ein Irrtum war, so frage ich mich: Was für sagenhaft harte Ermittlungen hat man da ein Jahr lang auf Kosten der Steuerzahler geführt, welchen (Falsch?-)Informationen ist man aufgesessen oder hat sie eventuell zu wenig geprüft? Es wird in meinem Buch behandelt, als welchen Skandal ich die "Arbeit" der StA Landshut (damals noch unter Ex-Staatsanwalt Zigann) und der Kripo Erding in diesem Fall empfinde - und ich belege dies mit Fakten, Berichten von den Kripo-Aktionen, Protokollen, Verhören, Augenzeugen- und eigenen Zeugen-Eindrücken. Im Zuge der journalistischen Fairness werde ich die StA Landshut und die Kripo Erding natürlich mit den Vorwürfen konfrontieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich dazu zu äußern - bin gespannt, ob sie eine Antwort darauf geben (dürfen). Vorheriger Hinweis an die Kripo und StA: Alles, was Sie sagen (und machen oder schon gemacht haben), kann auch gegen Sie verwendet werden! Diesen Satz kenen Sie ja; er gilt natürlich auch für Ihre Arbeit.
Das ist das Gute an der Demokratie: Es gibt über jeder Gewalt noch eine Gewalt, die über dieser wacht - wenn man auch, wie letzte Woche im SPIEGEL zu lesen war, derzeit versucht, die Pressefreiheit einzuschränken. Es ist als bedenkliches historisches Warnsignal zu werten, dass just einige (es sind ja nicht alle) von jenen, die von Amts wegen Hüter der Demokratie und unserer Grundrechte sein sollten, versuchen, diese auf solche Weise zu gefährden - wenn man denn die Einschränkung der Pressefreiheit als Einschränkung eines Grundrechts sieht.

Abschließend nochmal an die IGler: Allen unverdrossen hoffenden Verdrossenen für ihre Treue und ihren Optimismus herzlichen Dank und freundliche Grüße :):)

Stefan Teplan
o@An potenzielle Verfassungsfeinde in den Reihen staatlicher Behörden in Politik, Justiz und anderswo:
Ergänzung zu gestern:
http://odem.org/informationsfreiheit/forum-view_3213.html

Dass Deutschland anfällig für eine Diktatur sein kann, hat es in seiner jüngsten Geschichte nachhaltig bewiesen. Vor dem Hintergrund seiner nationalsozialistischen Geschichte sollte sich gerade Deutschland vor diktatorischen Überwachungs-Tendenzen, Amtsmissbrauch, Amtsanmaßung und anderen anti-demkoratischen Erscheinungen besonders hüten. Gerade in Deutschland auch müssen den Befugnissen staatlicher Behörden - weniger der Bürger und der Journalisten - engste Grenzen gesetzt werden!

Beamte, die sich krasse Fälle von Justizirrtum und Amtsüberschreitung leisten, müssen einer strengen Strafverfolgung ausgesetzt werden. Um dies zu erreichen, müssen die Medien solche Fälle stärker in den Fokus rücken und solche Personen namentlich an den Pranger stellen, um zu verhindern, dass diese sich hinter einem Staatsapparat verbergen können.

Die USA sind längst kein Vorbild mehr, sondern - jedenfalls unter der derzeit amtierenden Regierung (der man in der Führung eines illegalen Krieges Gott sei Dank die Gefolgschaft verweigert hat) - ein abschreckendes Beispiel von Anti-Demokratie. Eine deutsche Regierung, die zu allem, was von dort kommt, sagt: "Yes, Sir" (solch unterwürfiges deutsches Vasallentum hatten wir auch erst in unserer jüngsten Geschichte), ist äußerst gefährlich und handelt nicht zum Wohl ihrer Bürger (auch das ist keine neue politische Tendenz in Deutschland). Der 11. September - so viel eineinhalb Wochen vor dem Jahrestag - kann nicht zu allem missbraucht werden.
@Mitglieder der Com4Net-IG: Ich werde am kommenden Sonntag, 5.9., die versprochenen Informationen versenden und melde dies hier, um Ihnen die Mühe zu ersparen, bis dahin ständig in ihren Mails nachgucken zu müssen.

Nochmals rufe ich
@alle Com4Net-Aktionäre,
die gerne für ein Buch erzählen wollen (anonym oder mit richtigem Namen, ganz nach Wunsch), wie sie die Com4Net-Geschichte erlebt haben und sich evtl. betrogen fühlen, zu einer Kontaktaufnahme in dieser Sache per e-mail auf.

@Markus Stettinger @Nicolette Lerch @AWitsch :kiss:
Wollt nicht vielleicht auch Ihr/wollen nicht vielleicht auch Sie das Forum Buch nutzen, um Eure/Ihre Perspektive darzustellen? Es wird Euch/Ihnen vom Verlag eine autorisierte Fassung ermöglicht, d.h. Euer/Ihr Wortlaut wird - vertraglich zugesichert - exakt ohne Streichungen oder Zusätze so gedruckt wie Ihr/Sie ihn haben wollt/wollen. Mein Gott, ist das mühsam, sprechen wir doch gleich englisch und bleiben beim you. You are welcome and free to say (and have published) whatever you want. Any insults and blaming on Elas and me are welcome. Why not take the chance and make your point of view clear to all the world? Why leave all the public forum to Elas and me?

Bevor es zur Publikation jenes Buches kommt, darf ich diesen Platz kurz für eine Ankündigung in eigener Sache nutzen und auf die zwei neuen, soeben im Herder-Verlag erschienenen, Bücher von Renate&Stefan Teplan hinweisen. Ich verstehe dies weniger als Werbung denn als Service: Es gab ja schon mal Teilnehmer in diesem Board, die große Schwierigkeiten hatten, im Internet zu recherchieren und herauszufinden, was ich nun geschrieben habe und was nicht. Und die dann ausgerechnet meinen, inzwischen knapp 60.000 mal verkauften, Geschenkbuch-Bestseller "Ich mag dich, weil..." nicht fanden, mir dafür aber zwei andere Bücher zuschrieben (und sich breit darüber ausließen), die gar nicht von mir waren - obwohl dies für (fast! ;)) jeden kinderleicht nachprüfbar war :laugh: Nicht wahr, Boardteilnehmer "Die_Intellektuelle_Feuerwehr", das war wohl keine intellektuelle Glanzleistung? Wenn wir beide dann auch nach einigen Wortgefechten noch einen Weg fanden, im Board zu zeigen, dass wir ebenso ganz human und sachlich miteinander kommunizieren können. :)
Aber jetzt zu den zwei neuen Büchern (und nun Achtung, Freunde des Chaos-Clubs):


Auch wenn der Titel es manche vermuten lassen könnte: Es geht darin nicht um die Com4Net, deren Presidents/CEOs oder um die Com4Net-Ermittlungen der StA Landshut und der Kripo Erding.

Mit dem Titel des zweiten Buches (s.u.) aber muss - in aller Bescheidenheit - meine Frau doch wohl mich gemeint haben? ;)

Mit Sicherheit sind nicht die Aktien der Com4Net gemeint.
@Com4Net-IG

es wurde inzwischen an alle Mitglieder der zugesagte Rundbrief verschickt. Sollte ich versehentlich jemanden übergangen haben, so bitte ich per Boardmail um entsprechende Meldung.
Persönlich darf ich dem jüngsten Mitglied der IG (trat erst im frühen Sommer 2004 bei) etwas sehr verspätet - aber auch das ging bei mir im Stress unter, ich hatte es viel früher vor - zu seiner Hochzeit gratulieren. :)

Allen eine schöne Woche und nochmals Dank an jene, die sich wegen des Buchs gemeldet haben :)
Hallo Herr Teplan,
da hab ich ja wirklich glück, daß mein urlaub noch nicht angefangen hat, und ich hier und im mailboard etwas von ihnen lesen kann. vielen dank für die zeilen!
ich kann nur hoffen, daß alles so weitergeht, wenn es auch ein wenig langsam sein mag, wie wir uns das alle erhoffen.
schöne grüße und eine gute woche
Tom
@alle, die Anfragen an mich per e-mail gestellt haben:

Bitte in Ihre Boardmails sehen! Ich habe heute morgen Post erledigt und Fragen einiger Aktionäre nichtöffentlich beantwortet.
@Com4Net-IG-Teilnehmer:
Bitte in Ihre mails schauen. Habe wieder einige Boardmails beantwortet und auch den IG-Teilnehmer, der versehentlich aus der Verteiler-Liste flog, wieder aufgenommen und ihm den Rundbrief nachgeschickt. Sorry :(

Habe kürzlich mit einigen Presse-Kollegen die Beschuldigungen der StA Landshut neu durchstudiert. Ich werde morgen oder übermorgen, na, sagen wir spätestens mal Samstag, einiges dazu und zu den Ermittlungsergebnissen der StA Landshut und der Kripo Lanfdshut sagen. Das Ganze wird sicher sehr interessant und ich freue mich sehr auf die Prozesse. Ich arbeite derzeit auch in dieser Sache mit einigen Rechtsanwälten zusammen und verrate vorab nur so viel: Wenn das, was da rausgekommen ist, wirklich der Ernst der StA und der Kripo ist und die StA damit ernsthaft in einen Prozess gehen will, so sieht es nach meiner Meinung und meinen (Gegen-)Informationen sehr schlecht aus - für die StA und die Kripo und weniger für einige der Personen, die da angeklagt werden sollten. Ich kann mir gut vorstellen, dass mehrere meiner Kollegen zu dem Eindruck kommen, dass hier äußerst einseitig (wenn nicht gar in falscher Richtung?) ermittelt wurde. Warum? Weil die Medien Informationen haben, die die Kripo eigentlich auch haben müsste - es ist für mich (und sicher auch für manch andere Journalisten) nur nicht ersichtlich, dass man diese Informationen überhaupt verwertet hat. Ich habe nach wie vor den persönlichen Eindruck, dass trotz vielen Materials und vieler Hinweise sehr sehr einseitig ermittelt wurde (und ich denke, ich darf mir diesen Eindruck erlauben, da ich viel Insiderwissen über die Vorgänge habe). In den Beschuldigungen empfinde ich einiges als absolut haltlos bis lächerlich - und kann dies selbstverständlich mit Dokumenten und Zeugenaussagen belegen (meiner Meinung nach sind auch einige mir wichtig erscheinende Zeugen gar nicht gehört, andere unzureichend befragt worden. Bestimmte Dokumente, die meiner Auffasung nach Entlastendes in einigen Punkten ergeben hätten können, empfinde ich als nicht entsprechend ausgewertet. Auf der anderen Seite ist für mich in anderen Fällen nicht nachvollziehbar, warum andere Personen entlastet sind - gegen einige von diesen wird nun, wie ich weiß, demnächst von Anwaltsseite einiges neu aufgerollt werden. Ich werde bald Namen und Details nennen, gehe dies aber vorher noch mit einem Anwalt durch). Wenn es bei dem den Anwälten und einigen Medien derzeit vorliegenden Sachstand bis zum Prozess bleiben sollte, bin ich gespannt, was ein Richter/eine Richterin für einen Eindruck von den Ermittlungen und Anklageerhebungen haben wird, wenn er/sie mit entsprechend anderen Zeugenaussagen und Dokumentenauszügen erst beim Prozess konfrontiert wird. Ich muss allerdings der Gerechtigkeit halber (darum sollte es eigentlich der Justiz gehen, nicht wahr?) auch anfügen, dass ich von anderen Beschuldigungen im Fall Com4Net weiß, die ich wiederum durchaus in Ordnung finde. Wo tatsächlich auf dubiose Weise Com4Net-Gelder in Millionenhöhe weggekommen sind, muss angeklagt werden, sonst müssten wir ja an unserer Justiz völlig verzweifeln.


Ich hoffe doch, dass die Prozesse bald beginnen; u.a. interessiert sich, als größerer Fisch im Medienteich, ein deutsches Nachrichtenmagazin dafür, das reichlich Material (und auch mein Material in seinen Räumen gelagert) hat - ich sage noch nicht welches, aber es ist relativ leicht zu erraten: es gibt ja in Deutschland nur zwei. Es bleibt auch nach wie vor dabei, dass zum Prozessbeginn ein Buch dazu erscheinen soll. Eines ist sicher: Aus Mangel an öffentlichem Interesse wird bei diesem Prozess sicher nichts mehr eingestellt.

Ich muss hier auch noch etwas korrigieren, was mir zunächst falsch zugetragen wurde und was ich leider gepostet habe, bevor ich die Informationen gründlich überprüft habe: In Posting # 106 hieß es, dass ein gewisser Personenkreis von den Beschuldigungen inzwischen gänzlich ausgeschlossen worden sei. Der aktuelle und wohl richtige Sachstand ist aber der, dass dies nur bei einem Teil der dort genannten Personen der Fall ist. Ich nehme die in diesem Fall gegenüber der StA Landshut und der Kripo Erding von meiner Seite her geäußerten Vorwürfe und Zweifel um genau den Anteil jenes Personenkreises zurück, bei dem Besagtes der Fall ist (ich nehme an, die Betreffenden verstehen dieses Beamtendeutsch) und bitte, dies als Gegendarstellung und als Geste eines fairen Miteinander (das ich mir öfters von staatlicher Seite her gewünscht hätte) zu betrachten. Ich darf in diesem Sinne erneut allen staatlichen Institutionen meine stetige Bereitschaft zu jeglicher Kooperation anbieten - "meine uneingeschränkte Solidarität" wäre zu viel versprochen; auch ist dieses Wort nach dem 11.9.01 etwas aus der Mode gekommen, seit Kanzler Schröder die Solidarität im Zuge des Irak-Kriegs dann doch einschränken musste. Er geht hier mit gutem Beispiel voran: Man darf sich nicht mit etwas solidarisch erklären, was man als Unrecht empfindet. Das werde auch ich im Fall Com4Net niemals tun! In solchen Fällen muss Recht(sempfinden) vor Amt gehen!!

PS noch eine öffentliche Antwort zu der mir zugemailten Frage eines Aktionärs, ob ich denn Anwälte, Beschuldigte und/oder Zeugen namentlich nennen könne, die mir Informationen und Material zum Com4Net-Prozess zutragen: Nein, dies werden weder ich noch, wie ich mir zumindest denke, andere Journalisten tun. Wir berufen uns dabei gegenüber jedermann - auch gegenüber Aktionären - auf unseren Informantenschutz, zu dem wir nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind. Ich frage besagten Aktionär hier öffentlich, ohne ihn, um auch ihn zu schützen, namentlich zu nennen (sehen Sie, so funktioniert das!): Wie ginge es Ihnen damit, wenn ich Ihr Vertrauen unter ähnlichen Umständen bräche, Sie der Öffentlichkeit aussetzte, nur weil mir ein anderer Aktionär zumailt, er hätte, Ihrer Formulierung gemäß, "ein Recht", Ihren Namen und die von Ihnen geäußerten Sätze zu erfahren? So ein Recht existiert nicht!
WEGEN KRANKHEIT VORÜBERGEHEND GESCHLOSSEN

Kommt bei mir auch mal vor. Die angekündigten Informationen kommen darum etwas später. Wünsche noch schöne Woche :)
Bis ich wieder ganz fit bin (loggte mich nur kurz wegen e-mailcheck ein und sage hier nur schnell: Hallo :)), mal ein Buchtipp insbesondere für alle Kripobeamten und Staatsanwält(inn)e(n), die mit dem Fall Com4Net betraut waren/sind (ich will damit freilich noch nicht sagen, dass dieser Titel ein Omen wäre für das, was ich über die Com4Net-Ermittlungen schreibe):



;);)
@IG-Mitglieder
danke für die mails. Ein gewisser Herr aus dem Raum Augsburg erhält morgen oder übermorgen die gewünschten Informationen, die er am 24.9. gewünscht hat).:)

@geldspender
Die erste Frage kann ich Ihnen nicht beantworten, die zweite schon. Ich schicke Ihnen dazu in den nächsten Tagen eine mail, da ich dies nichtöffentlich tun will. :)

@alle
Zu meinen angekündigten Zeilen über die Ermittlungen und Anklageerhebungen: Ich habe nach vielerlei Rücksprache beschlossen, zunächst der StA Landshut einen Brief zu schreiben und erst dann hier etwas reinzustellen. Ich nenne dann auch die Gründe für mein Vorgehen.:)
Hallo Herr Teplan!

Schon was Neues von der StA in Sachen Com4Net?
Ich glaube nicht, daß es da zu einer Hauptverhandlung kommt.

Dann würde klar werden, daß noch jemand weiteres auf die Anklagebank gehört, der (dank seines prominenten Bruders?) erreichen konnte, daß das Ermittlungsverfahren gegen ihn ruckzuck eingestellt wurde...
@hildegardvonbingen
Ich denke, Sie haben meine mail gesehen. Ich möchte das noch nicht öffentlich machen.

@RRichter
Ich kann Ihre Enttäuschung sehr gut verstehen. Meiner Einschätzung nach wird es zu Prozessen kommen, bei denen ich aber die Möglichkeit nicht ausschließe, dass sie zu einem Justiz- und Ermittlungsskandal führen könnten. Ich werde hier jedoch nichts Näheres öffentlich posten, bevor ich nicht der Fairness und der journalistischen Sorgfaltspflicht halber die StA Landshut sowie den Leiter der Ermittlungen in Erding und dessen Vorgesetzte in Erding und München mit diesen Vorwürfen konfrontiert habe. Dieses Vorhaben dauert so lange, weil es um massive Vorwürfe dabei geht und ich dies immer noch mit einem Rechtsanwalt und einigen journalistischen Kollegen bespreche. Und auch, zugegeben, weil ich mich nicht ständig damit beschäftigen kann. Wenn die Ermittlungen fast vier Jahre gedauert haben, ohne Geld bei Herrn Elas (dem man, wie sich gewisse Juristen sicher sind, auch keinen Anlagebetrug nachweisen können wird) oder dessen Bekannten zu finden, darf auch bei mir mal etwas länger dauern. Es müssen ja nicht gleich vier Jahre sein.

Ich verrate hier nur mal so viel: Ich habe die Kripo persönlich und öffentlich hier im Board mehrmals darauf aufmerksam gemacht, wo meinen Insider-Informationen zufolge wirklich strafrechtlich relevant Gelder aus der Com4Net verschwunden sind. Ich habe dem Leiter der Ermittlungen, Herrn Weingärtner von der Kripo Erding, auch mal persönlich gesagt, dass ich den Eindruck hätte, die Ermittlungen wären sehr einseitig auf Herrn Elas fixiert und es ginge noch um ganz andere Personen (die sich meinen Informationen zufolge der Kripo als "Informanten" andienten und kräftig gegen Elas wetterten, um von eigenen Schandtaten abzulenken und gegen die man weit größere strafrechtliche Vorwürfe als gegen Elas erheben könnte). Was kam dabei raus? Na, wenigstens, dass die Aktionäre ihre Urkunden zurückbekommen haben und auch das wäre nicht geschehen ohne meine Hilfe (ich sagte der Kripo endlich, wo sie zu finden seien) - nachdem die Kripo bei zwei Durchsuchungsaktionen mehrere Reihen Ordner mit besagten Urkunden (die beweisen können, wer wirklich Aktionär ist und wer nicht - da gab es doch auch einige strafrechtlich relevante Fälle, von denen ich nicht sehe, ob und wie ihnen nachgegangen wurde) auch zweimal schön brav stehenließen und dafür Unwichtiges mitnahmen (wie z.B. mein privates Journalisten-Telefonbuch, das ich bis heute immer noch nicht zurück erhalten habe nebst anderen Dingen. So viel zum Anstand und zur Professionalität der Kripo Erding).

Im Fall der Ermittlungen gegen Markus Stettinger (soweit überhaupt erfolgt) habe ich einige neue Informationen, die ich, wenn sie so zutreffen, als skandalös ansehe. An diesen Ermittlungen wird sich die Kripo Erding jedenfalls richten lassen müssen - in aller Öffentlichkeit. Aber ich habe ja schon selbst meine Erfahrungen gemacht: Darf man z.B. aus den nicht erfolgten Reaktionen der Kripo über die Bekanntgabe, dass Blanko-Unterschriften des Herrn Elas (mit denen Markus Stettinger laut Elas Überweisungen in dessen Namen ausführen ließ) in Markus Stettingers Schreibtisch gefunden wurden und Stettingers Fingerabdrücke doch wohl noch darauf sein müssten, auf die Professionalität jener Ermittler schließen (die Kripo hat sich jene Unterlagen bis heute nicht angesehen)? Oder darauf, dass sie hier gegen jemand gar nicht ermitteln will/wollte? Immerhin lagen zwei Strafanzeigen gegen Herrn Stettinger wegen Betrugs, einmal in sechs- und einmal in siebenstelliger Höhe, vor. An der Art, wie mit diesen Anzeigen umgegangen wurde, wird von der Presse - so viel darf ich von meinen Kollegen schon jetzt vorab verraten - die gesamte Qualität der Ermittlungen gemessen werden. Es wäre möglich, lieber Herr Richter, dass ein Prozess der StA und der Kripo mehr Schaden zufügen könnte als dem, den es eigentlich treffen sollte: Herrn Elas. Bei dem und seinen Bekannten wurde jedenfalls kein Geld gefunden (ich habe zwar der Kripo deutlich gesagt, wo etwas zu finden und strafrechtlich zu ahnden wäre, aber ich habe den persönlichen Eindruck gewonnen, das wollte man dort nicht hören. Vielleicht weil man sich schon zu sehr auf Elas fixiert hatte? Vielleicht weil man manche "Informanten" schützen wollte? Vielleicht weil man schon zu viel Aufwand in einer eventuell falschen Richtung betrieben hatte und dies nun so weiterfahren musste, um keine Fehler zuzugeben?). Die Presse hat jedenfalls über die rund 1,8 Millionen DM, die am 7. Dezember 2000 auf sagenhafte Weise aus der Com4Net verschwanden und sich auf Konten Stettingers, seiner Mutter, seines Schwagers, seiner Freundin, Freunde und Bekannten wiederfanden (woraufhin Elas sofort Strafanzeige stellte) Informationen, die jeden Richter und jeden Bürger im Staat interessieren werden. Werden müssen! Die wird auch interessieren, was die Kripo und die StA aus all diesen Informationen gemacht haben. Vor allem aber wird es die Aktionäre interessieren, denn deren Geld ist (war) es ja. Hat die Kripo im Interesse des Anzeigenstellers Roland Richter gehandelt, gegen j e d e r m a n n zu ermitteln, der auf strafrechtlich relevante Weise Com4Net-Gelder veruntreut haben könnte? Nun, am 7.12.00 sind - ein gefundenes Fressen für Ermittler, müsste man meinen - fast zwei Millionen mit Verdacht auf Untreue und/oder Betrug aus der Com4Net verschwunden. Werden nun Personen vor dem Richter stehen, an die im Zuge jener Überweisungen hohe Rückzahlungen ihrer angeblichen Aktienbeteiligungen (obwohl sie nie Aktionäre waren und nie etwas einbezahlten) ausgezahlt wurden? Oder Personen, die zwar solche Anteile erwarben, dafür aber gleich den mehrfachen Preis erzielten? Oder Personen, die hohe sechsstellige Summen kassierten, deren Grundlage und Berechtigung die Com4Net-Leitung heftigst abstreitet? Wenn Herr Elas, wie mal vermutet wurde, mit diesen Personen gemeinsame Sache machte, na dann ran: Dann muss er wirklich verurteilt werden - neben all den anderen, die von diesem Geld profitierten (komischerweise hat Elas nicht mit einer müden Mark davon profitiert, sondern nur andere). Aber warum hat er dann Strafanzeige gestellt? Schön blöd. Und warum ist ihm nicht nachzuweisen, dass er gemeinsam Sache mit jenen Profiteuren gemacht hat? Warum hat er 400.000.- DM (Schweigegeld?), die bei jenen ominösen Überweisungen auf sein Konto flossen, sofort zurückerstattet? Wenn er doch angeblich so ein übler Betrüger ist? Aber Herr Elas, wie kann man sich denn das schöne Geld durch die Lappen gehen lassen?
Ich kann diese Fragen leicht klären (kein Kunststück, ich war ja dabei), aber ich bin gespannt, ob und wie es die Kripo geschafft hat. Die Presse jedenfalls hat meine Informationen und wird bei den Prozessen dem allen auf den Zahn fühlen.

Abschließend, Herr Richter, zu jener Person, auf die Sie in Ihrem letzten Posting anspielen. Es gab vor kurzem ein Gespräch mit dieser, wobei auch einige interessante Unterlagen zu Tage kamen. Es wird auch in diesem Fall noch Überraschungen geben! Also vielleicht nicht ganz so pessimistisch sein! :)


PS @(to whom it may concern):
Jene, im vorherigen Satz, erwähnten Unterlagen belegen wunderbar die Rolle des Com4Net-Aufsichtsrats, des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Karlheinz Weber und Com4Net-Vize-Vorstands (oder doch CEO??) Alexander Witsch beim Erwerb der Beteiligung Auto global Management. Demnach ist eine immer wieder verbreitete Version amtlich nicht mehr gültig, der Aufsichtsrat hätte damals diesem Kauf bedenkenlos zugestimmt. Es erhärtet sich einmal mehr der Eindruck , dass Elas diesen Kauf auf keinen Fall wollte, um so mehr wollten dies offensichtlich die Herren Weber und Witsch auf Gedeih oder Verderb (es war zum Verderb).
Weiterhin ist im übrigen - ich erwähne dies, da gewisse "Informanten" immer wieder gerne von ominösen Nummernkonten des Herrn Elas in Österreich sprachen - klar belegt und bewiesen (ich hoffe doch, das hat auch die Kripo herausgefunden), dass Herr Elas nur e i n Konto in Österreich hat. Dieses hat er laut eigener (leicht überprüfbarer) Aussage mit Herrn Alexander Witsch zusammen eröffnet und Herrn Witsch ebenfalls die volle Verfügungsberechtigung darüber eingeräumt.
Es wird Zeit für einen neuen Thread. Aktueller Hintergrund: Der erste Com4Net-Prozess bahnt sich endlich an! :lick:
Endlich wird es richtig spannend; die Geschichte wird begleitet auf Thread: Com4Net - Die Prozesse
Hall Herr Teplan,
nun scheint ja wirklich ein wenig, oder gar ein wenig mehr bewegung in die ganze angelegenheit zu kommen. verspricht ja nach ihren ankündigungen eine interessante sache zu werden (nicht nur für die betroffenen, sondern auch für die presse). mich würde es jedenfalls freuen, wenn dem ein oder anderen ein wenig auf die füße getreten wird; auch wenn ich glaube, daß es zu rückflüssen von geldern an aktionären nicht kommen wird. aber die hoffnung stirbt zuletzt! hauptschae ist nach meiner einstellung nur noch, daß die schuldigen einer gerechten strafe entgegensehen werden.
sie erwähnten auch die aktien, die an die wahren eigentümer zurückgeschickt worden sind: ich habe trotz anforderung noch nichts bekommen. bin ich der einzige der oder geht es anderen ebenso?
viel erfolg und gutes gelingen
Tom
Sind nach der neuen Schuldrechtsreform nicht alle Ansprüche gegen die Verantwortlichen der Com4Net verjährt, wenn man sich nicht bis zum Ende diesen Jahres einen vollstreckbaren Titel besorgt?


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