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Fernheizwerk Neukölln AG - Jahresabschluss 2003
Heizen mit Vernunft – hat Zukunft
Das Fernheizwerk beliefert im Berliner Stadtteil Neukölln rund 100.000 Einwohner, öffentliche Einrichtungen sowie Handels- und Gewerbebetriebe mit Raumwärme und Warmwasser. Erzeugt wird die Heizenergie im Werk am Weigandufer durch sieben Kesselanlagen mit einer Gesamtfeuerungsleistung von rund 200 MW, von denen drei mit hochwertiger Steinkohle und jeweils zwei mit Heizöl bzw. bivalent mit Heizöl oder Erdgas betrieben werden. Hierbei werden die Anforderungen des Umweltschutzes durch das Unternehmen beachtet und im Rahmen von jährlichen Umwelt-Audits durch externe Sachverständige begutachtet. Das Rohrnetz mit einer Länge von 61 km sorgt für die Verteilung der Wärme an 640 Kundenanlagen. Im Jahr 2003 konnten 16 Neukunden mit einem Anschlusswert von gesamt 3.400 kW angeschlossen und weiter 20 Kunden mit einem Anschlusswert von 2.400 kW akquiriert und bereits für 2004 vertraglich gebunden werden. Die Investitionen und Instandhaltungsaufwendungen zum bedarfsgerechten Ausbau bzw. zur Sicherstellung einer stabilen und rentablen Fernwärmeversorgung betrugen insgesamt 4,2 Mio. €.

Die FHW Neukölln AG weist im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von 29,1 Mio. € aus. Das von den Aktionären gezeichnete Grundkapital beträgt 5,98 Mio. € und verteilt sich auf 2,3 Millionen Stückaktien. Die Bewag Aktiengesellschaft & Co KG, Berlin, hält unverändert 75,22 % der Anteile, der Rest befindet sich im Streubesitz und wird an der Berliner Wertpapierbörse im geregelten Markt und in Frankfurt im Freiverkehr gehandelt.

Bei witterungsbedingt leichter Absatzsteigerung und unterjährig vorgenommener Preisanpassung blieb der Umsatz wegen der kundenseitig erzielten Energiespareffekte annähernd konstant. Deutlich höhere Materialkosten beim Brennstoffbezug, führten dabei zu einem geringeren Rohertrag. Über ein effektives Betriebskostenmanagement wurde, bei leicht sinkenden Personalkosten und Abschreibungen, eine operatives Jahresergebnis in Vorjahreshöhe erzielt. Der Jahresüberschuss der FHW Neukölln AG beträgt 2,52 Mio. € und liegt aufgrund der deutlich höheren Besteuerung unter dem Wert des Jahres 2002. Neben der Einstellung von 0,56 Mio. € in die Gewinnrücklagen wird den Aktionären auf der Hauptversammlung die Ausschüttung einer um 6,25 % gestiegenen Dividende von 0,85 € je Aktie vorgeschlagen. Der Gewinn je Aktie nach DVFA (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung) beträgt 0,81 €.

Die Kursentwicklung der FHW-Aktie war mit Werten zwischen 12,40 €/Aktie und 16,10 €/Aktie erfreulich positiv und korrespondierte in keiner Weise mit dem unsteten Verlauf der DAX-Werte. Aktionäre, die dieses Papier nicht als Spekulationsobjekt betrachten, konnte mit einer Dividendenrendite von 5,9 % bezogen auf den Jahresdurchschnittskurs eine attraktive Verzinsung geboten werden.

Für das Geschäftsjahr 2004 soll die erfolgreiche Neukundenakquisition der letzten Geschäftsjahre fortgesetzt werden. Vorrangiges Ziel der FHW Neukölln AG ist die Sicherung eines qualifizierten Wachstums. Die in 2001 begonnene substanzielle Verbesserung der Erzeugerkapazitäten wurde auch in 2003 durch die Montage von zwei Kesseleinheiten weitergeführt und in 2004 mit der Herstellung des Netzverbundes zum Fernwärmenetz Mitte der Bewag im Wesentlichen abgeschlossen. Hierüber wird ab Mitte des Jahres 2004 ein Teil des Wärmebedarfs aus Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungstechnik bezogen.

Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2004 (Januar bis März) ist bedingt durch die gegenüber dem Vorjahr leicht wärmere Witterung der Umsatz entsprechend gesunken. Bei überproportional reduzierten Brennstoffkosten und in etwa konstanten sonstigen Kostenblöcken ergibt sich bezogen auf das Wärmegeschäft eine gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Ertragssituation.

Für das laufende Geschäftsjahr sieht die Jahresplanung bei stabilem Preisniveau und über das Jahr gesehen durchschnittlichem Witterungsverlauf ein Ergebnis des operativen Geschäfts mit einer Ausschüttung an die Aktionäre in Vorjahreshöhe vor. Diese Zielsetzung wird durch die bisherige Geschäftsentwicklung deutlich bestätigt. Der aktuelle Aktienkurs liegt dabei mit 18,61 €/St. bereits auf höchstem Niveau.
Hat jemand eine qualifizierte Meinung zum FHW Neukoelln?

Die Bewertung ist ja mittlerweile sehr viel hoeher als noch vor einem Jahr, obwohl Umsatz/Gewinn nahezu konstant blieben. Eine grossartige Steigerungsmoeglichkeit kann ich mir auch kaum vorstellen - sicher man kann ein paar Kunden hinzugewinnen (oder auch verlieren) aber doch alles nur im kleineren Rahmen. War ja bislang ein sicheres Investment mit zufriedenstellender Dividende, aber bei einem Kursniveau von um die 19,- scheint mir die Sache langsam ausgereizt. Bliebe nur noch eine Delisting/Abfindungs-Spekulation, hab aber schon `ne Weile nichts mehr von derartigen Plaenen von Seiten Vattenfall Europe gehoert...


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