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US-Scharfschützen in Falludscha schießen unbewaffneten Männern in den Rücken - 500 Beiträge pro Seite



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Augenzeugenbericht aus Falludscha/Irak, 13.4.
von kh. (Übersetzung) - 15.04.2004 01:22

Bericht einer Mitarbeiterin von Occupation Watch von den Kriegsgreueln in Falludscha: ihr Krankenwagen wurde wiederholt gezielt beschossen, das städtische Hauptkrankenhaus durch Bomben zerstört, überall Scharfschützen, die auch auf unbewaffnete Zivilisten schießen. Viele Menschen sind in ihren Häusern eingeschlossen, Tote liegen auf den Straßen, die niemand zu bestatten wagt. Das Gemetzel geht wieder einmal unter Ausschluß der Weltöffentlichkeit und der Medien vor sich.


US-Scharfschützen in Falludscha schießen unbewaffneten Männern in den Rücken, schießen auf eine alte Frau mit einer weißen Fahne, auf Kinder, die aus ihren Häusern fliehen, schießen auf die Ambulanz, mit der wir fuhren, um eine Frau zu holen, die in Frühgeburtswehen lag.

von Jo Wilding, 13. April 2004
http://www.occupationwatch.org/article.php?id=4105

Lkws, Tankwagen, Panzer brennen auf der Fernstraße östlich von Falludscha. Eine Menge von Jungen und Männern läuft hin und zurück zu einem Lastwagen, der nicht verbrannt ist, und räumt ihn leer. Wir biegen in Nebenstraßen ab, über Abu Ghraib, Nuha und Ahrar,... vorbei an mit Menschen und ein paar Besitztümern vollbeladenen Fahrzeugen, die in umgekehrter Richtung fahren, vorbei an improvisierten Erfrischungsständen entlang der Straße, wo Jungen uns und den Leuten im Bus durch die Fenster Essen zuwerfen ....

Der Bus folgt einem Auto mit dem Neffen des örtlichen Scheichs und einem Führer, der Kontakte mit den Mujahedin hat und das mit ihnen klargemacht hat. Der Grund, warum ich in dem Bus sitze: ein Journalist, den ich kenne, stand etwa 11 Uhr nachts vor meiner Tür und sagte mir, daß die Lage in Falludscha verzweifelt sei, er hatte Kinder herausgebracht, deren Gliedmaßen weggeschossen worden waren; die US-Soldaten würden herumgehen und den Leuten sagen, sie sollten bis zum Einbruch der Dunkelheit aus der Stadt heraus oder sie würden getötet. Aber als die Menschen flohen, mit allem, was sie nur mit sich nehmen konnten, wurden sie am Kontrollpunkt des US-Militärs am Stadtrand angehalten und nicht hinausgelassen, sie waren in der Falle, sahen, wie die Sonne unterging.

Er sagte, Hilfsfahrzeuge und die Medien würden abgewiesen. Er meinte, etwas an ärztlicher Hilfe müsse hineingelangen, und mit Ausländern, Leuten aus dem Westen, hätte man eine bessere Chance, durch die amerikanischen Kontrollpunkte zu kommen. Der Rest der Strecke war von den bewaffneten Gruppen gesichert, die die Straßen kontrollieren, auf denen wir fahren würden. Wir würden die medizinischen Güter einladen, sehen, was wir sonst tun könnten, um zu helfen und dann den Bus dazu verwenden, Menschen herauszubringen, die die Stadt verlassen mußten.

Ich will euch den ganzen Entscheidungsprozeß ersparen, all die Fragen, die wir uns selbst und uns gegenseitig stellten, und ihr könnt mir die Vorwürfe ersparen, wie verrückt das alles war. Aber worauf alles hinauslief: Wenn ich es nicht tue, wer dann? Irgendwie sind wir heil angekommen.

Wir stapeln die Sachen im Korridor auf, die Pakete werden sofort aufgerissen, die Decken sind höchst willkommen. Es ist überhaupt kein Krankenhaus, sondern eine Klinik, die Privatpraxis eines Arztes, der Menschen kostenlos behandelt, seitdem Luftschläge das Hauptkrankenhaus der Stadt zerstört haben. Eine weitere ist in einer Autogarage improvisiert worden. Es gibt keine Schmerzbetäubung. Die Blutbeutel sind in einem Getränke-Kühlschrank; die Ärzte erwärmen sie unter einem Wasserhahn mit heißem Wasser in einer unhygienischen Toilette.

Frauen kommen schreiend herein, beten, schlagen sich auf die Brust, ins Gesicht. ‚Ummi, meine Mutter‘, schreit eine. Ich halte sie, bis Maki, ein Facharzt und der amtierende Leiter der Klinik, mich an ein Bett führt, in dem ein Kind von etwa zehn Jahren mit einer Schußverletzung am Kopf liegt. Im danebenstehenden Bett wird ein kleineres Kind wegen einer ähnlichen Verletzung behandelt. Ein US-Scharfschütze hat sie und ihre Großmutter getroffen, als sie ihr Haus verließen, um aus Falludscha zu fliehen.

Das Licht geht aus, der Ventilator bleibt stehen, und in der plötzlichen Stille hält jemand die Flamme eines Zigarettenanzünders hoch, damit der Arzt weiter operieren kann. Die Elektrizitätsversorgung der Stadt ist tagelang unterbrochen worden, und wenn der Generator kein Benzin mehr hat, müssen sie eben so klarkommen, bis der Strom wiederkommt. Dave reicht schnell seine Taschenlampe. Die Kinder werden nicht am Leben bleiben.

‚Kommen Sie‘, sagt Maki, und führt mich allein in einen Raum, in dem einer alte Frau gerade eine Schußwunde am Unterleib genäht worden ist. Eine andere wird am Bein verbunden, die Stelle im Bett unter ihrem Fuß ist blutdurchtränkt, ihre Hand umklammert noch immer eine weiße Flagge - wieder dieselbe Geschichte: ‚Ich war dabei, mein Haus zu verlassen, um nach Baghdad zu fahren, als ich von einem US-Scharfschützen getroffen wurde.‘ Ein Teil der Stadt ist von US Marines besetzt, andere Stadtteile von den örtlichen Kämpfern. Ihre Wohnungen [die der Verletzten; d. Ü.) befinden sich in der von US-Amerikanern kontrollierten Zone, und sie sind sich sicher, daß die Heckenschützen US Marines waren.

Die Heckenschützen verursachen nicht nur ein Gemetzel, sondern auch die Lähmung der Ambulanz- und Evakuierungsdienste. Nachdem das Hauptkrankenhaus der Stadt bombardiert wurde, befindet sich das größte nun auf US-besetztem Territorium und ist durch Scharfschützen von der Klinik abgeschnitten. Der Krankenwagen ist nach Schaden durch Beschuß viermal repariert worden. Leichen liegen in den Straßen, weil niemand hingehen kann, um sie wegzubringen, ohne erschossen zu werden.

Manche sagen, wir seien verrückt, nach Irak zu kommen. Ziemlich viele sagten, wir seien total wahnsinnig, nach Falludscha zu kommen, und jetzt gibt es Leute, die zu mir sagen, in den Rücksitz des Kleintransporters (Pickup) zu steigen um an den Scharfschützen vorbeizufahren und Kranke und Verletzte zu holen, sei das Verrückteste, was sie jemals gesehen hätten. Aber ich weiß, daß niemand es tun wird, wenn nicht wir.

Er hält eine weiße Fahne mit einem roten Halbmond darauf; ich kenne seinen Namen nicht. Die Männer, die wir passieren, winken uns durch, wenn der Fahrer erklärt, wo wir hinfahren. Die Stille ist grausam im Niemandsland zwischen dem Pick-up am Rande des Mujaheddin-Territoriums, der gerade um die letzte Ecke aus unserem Blickfeld verschwunden ist. Die Linie der Marines ist jenseits der nächsten Mauer; keine Vögel, keine Musik, kein Anzeichen, daß hier noch irgendjemand lebt, bis sich gegenüber ein Tor öffnet und eine Frau herauskommt, auf etwas deutet.

Wir bewegen uns weiter zu dem Loch in der Mauer, wo wir das Auto sehen können, um welches verbrauchte Mörsergranaten herumliegen. Die Füße sind zu sehen, über Kreuz, im Rinnstein. Ich glaube, er ist schon tot. Auch die Scharfschützen sind zu sehen, zwei von ihnen, an der Ecke des Gebäudes. Da ich annehme, daß sie uns nicht sehen können, müssen wir sie darauf aufmerksam machen, daß wir hier sind.

„Hallo“, brülle ich aus vollen Kräften. „Können Sie mich hören?“ Sie müssen. Sie sind etwa 30 Meter von uns entfernt, vielleicht weniger, aber es ist so still, daß man auf fünfzig Schritt die Fliegen summen hören könnte. Ich wiederhole das ein paarmal - immer noch keine Antwort, also beschließe ich, mich etwas näher zu erklären.

„Wir sind ein medizinisches Team. Wir wollen diesen verletzten Mann wegbringen. Ist es ok für uns, herauszukommen und ihn aufzunehmen? Können Sie uns ein Signal geben, daß es ok ist?“

Ich bin sicher, daß sie mich hören können, aber sie antworten noch immer nicht. Vielleicht haben sie nicht alles verstanden, also sage ich dasselbe noch einmal. Dave schreit ebenfalls, in seinem US-Akzent. Ich schreie noch einmal. Schließlich glaube ich, einen Zurückruf zu hören. Nicht sicher, rufe ich noch einmal.

„Hallo.“ - „Ja.“
Dürfen wir aussteigen und ihn holen?“ - „Ja.“

Langsam, mit erhobenen Händen, steigen wir aus. Die schwarze Wolke, die zu unserer Begrüßung aufsteigt, birgt einen scharfen, sauren Geruch. Seine erstarrten Beine sind schwer. Ich überlasse sie Rana und Dave, während unser Führer seine Hüfte anhebt. Die Kalashnikow ist durch geronnenes Blut an seinem Haar und seiner Hand festgeklebt. Wir wollen sie nicht bei uns haben, deshalb setze ich meinen Fuß darauf, während ich seine Schulter hochhebe, sein Blut rinnt durch das Loch in seinem Rücken. Wir heben ihn so gut wir können in den Pick-up und versuchen, schneller zu sein als die Fliegen.

Ich nehme an, er hat Sandalen getragen, weil er jetzt barfuß ist, nicht älter als 20 Jahre, in Hosen von Nike-Imitation und ein blau-schwarz-gestreiftes Fußballhemd mit einer großen ‚28‘ auf dem Rücken. Als die Krankenträger von der Klinik den jungen Kämpfer aus dem Pick-up ziehen, strömt gelbe Flüssigkeit aus seinem Mund und sie drehen ihn um, das Gesicht nach oben, sie bahnen sich den Weg in die Klinik vor ihnen, direkt hinauf auf die Rampe in den behelfsmäßigen Leichenraum.

Wir waschen uns das Blut von den Händen ab und steigen in den Krankenwagen. Menschen sind in dem anderen Krankenhaus gestrandet, die nach Baghdad fahren müssen. Mit heulender Sirene und Blinklicht, kauern wir uns auf den Boden des Krankenwagens, Pässe und Ausweise werden aus dem Fenster gehalten. Wir packen ihn mit Menschen voll, einen mit verbundenem Oberkörper und einem Tropf, einen anderen auf einer Trage, mit heftig zuckenden Beinen, so daß ich sie niederhalten muß, während wir ihn hinausrollen und über Stufen heben.

Das Krankenhaus ist eher imstande sie zu behandeln als die Klinik, aber es fehlt an allem, um sie ordentlich zu versorgen und unser Bus ist die einzige Möglichkeit, sie nach Baghdad zu bringen. Das bedeutet, daß sie in die Klinik müssen. Wir haben uns auf dem Boden des Krankenwagens zusammengedrängt, für den Fall, daß auf ihn geschossen wird. Nisareen, eine Ärztin ungefähr in meinem Alter, kann ein paar Tränen nicht zurückhalten, nachdem wir durch sind.

Der Arzt stürzt heraus, um mit mir zu sprechen. „Können Sie eine Frau holen, sie ist schwanger und sie wird sehr bald ein Baby zur Welt bringen?“

Azzam fährt, Ahmed in der Mitte weist ihm den Weg, ich am Fenster, die sichtbare Ausländerin, der Paß. Etwas saust über meinen Kopf hinweg, gleichzeitig das Krachen einer Kugel, die den Krankenwagen durchschlägt, irgendein losgelöstes Plastikteil fliegt durch das Fenster.

Wir halten an, stellen die Sirene ab, lassen das Blaulicht blinken, warten, die Augen auf die Silhouetten von Männern in Uniformen der US-Marine an den Ecken der Gebäude gerichtet. Einige Schüsse kommen. Wir ducken uns, halten uns so niedrig wie möglich, und ich kann winzige rote Lichter am Fenster, an meinem Kopf, vorübersausen sehen. Einige, es ist schwer zu beschreiben, treffen den Krankenwagen. Ich fange an zu singen. Was sonst kannst du machen, wenn jemand auf dich schießt? Ein Reifen platzt mit ungeheurem Knall und einem plötzlichen Ruck des Fahrzeugs.

Ich bin außer mir. Wir versuchen, zu einer Frau zu gelangen, die ohne medizinische Behandlung ein Kind zur Welt bringt, ohne Strom, in einer Stadt unter Belagerung, in einem klar gekennzeichneten Krankenwagen, und ihr schießt auf uns. Wie könnt ihr es wagen?

Wie könnt ihr es wagen?

Azzam packt die Gangschaltung und bringt den Krankenwagen in den Rückwärtsgang, ein weiterer Reifen platzt, als wir über den Wulst auf der Straßenmitte fahren. Die Schüsse kommen immer noch, während wir um die Ecke flüchten. Ich singe weiter. Die Räder scharren, geplatzter Gummi brennt auf der Straße.

Die Männer laufen nach einer Tragbahre, als wir ankommen, aber ich schüttle mit dem Kopf. Sie entdecken die neuen Einschußlöcher und laufen herbei, um zu sehen, ob wir ok sind. Gibt es irgendeinen anderen Weg, zu ihr zu kommen, will ich wissen. La, maaku tarieq. Es gibt keinen anderen Weg. Sie sagen, wir hätten das einzig Richtige getan. Sie sagen, sie hätten den Krankenwagen schon viermal repariert und sie würden ihn wieder reparieren, aber der Kühler ist hin und die Räder sind verzogen. Und sie ist immer noch zu Hause in der Dunkelheit und ist bei der Geburt allein. Ich lasse sie im Stich.

Wir können nicht wieder ausfahren. Zum einen gibt es keinen Krankenwagen und außerdem ist es jetzt dunkel und das bedeutet, daß unsere ausländischen Gesichter den Leuten, die mit uns fahren, oder denen, die wir holen, keinen Schutz bieten können. Maki ist der amtierende Leiter der Einrichtung. Er sagt, er habe Saddam gehaßt, aber jetzt hasse er die Amerikaner mehr.

Wir ziehen die blauen Kleider aus, als der Himmel irgendwo jenseits des gegenüberliegenden Gebäudes explodiert. Minuten später kommt ein Auto zur Klinik gebraust. Ich kann ihn schreien hören, bevor ich sehen kann, daß keine Haut mehr an seinem Körper ist. Er ist von Kopf bis Fuß verbrannt. Mit Sicherheit können sie da nichts mehr machen. Er wird binnen weniger Tage an Dehydration sterben.

Ein weiterer Mann wird aus dem Auto gezogen und auf eine Trage gelegt. ‚Streubomben‘, sagen sie, aber es ist nicht klar, ob sie nur den einen oder alle beide meinen. Wir machen uns auf den Weg zu Mr. Yassers Haus, wobei wir an jeder Straßenecke warten, bis jemand die Straße überprüft hat, bevor wir sie überqueren. Ein Feuerball fällt aus einem Flugzeug, zersplittert in kleinere grell-weiße Lichtbälle. Ich denke, daß das Streubomben sind, denn Streubomben habe ich zuvorderst in meinem Kopf, aber sie verschwinden, es sind bloß Magnesium-Leuchtkugeln, unglaublich grell, aber kurzlebig, die wohl von oben eine Blitzlichtaufnahme der Stadt erzeugen.

Yasser bittet uns alle, sich vorzustellen. Ich sage ihm, daß ich in der Ausbildung als Rechtsanwältin bin. Einer der anderen Männer fragt, ob ich mich im Völkerrecht auskennen würde. Sie wollen etwas über die Bestimmungen über Kriegsverbrechen wissen und was ein Kriegsverbrechen ist. Ich sage ihnen etwas über die Genfer Konvention, daß ich einige Information mitbringen würde, wenn ich das nächste Mal komme und wir jemand kriegen, der es auf arabisch erklären kann.

Wir bringen die Sache mit Nayoko [eine der bedrohten japanischen Geiseln; d. Ü.] zur Sprache. Diese Gruppe von Kämpfern hier hat nichts mit denen zu tun, die die japanischen Geiseln gefangenhalten, aber während sie sich bei uns dafür bedanken, was wir an diesem Abend gemacht haben, sprechen wir darüber, was Nayoko für die Straßenkinder getan hat, wie sehr sie sie geliebt hätten. Sie können nichts versprechen, nur daß sie versuchen würden herauszufinden, wo sie ist und die Gruppe zu überzeugen versuchen, sie und die anderen laufen zu lassen. Ich glaube aber nicht, daß das irgendetwas bringt. Sie sind voll damit beschäftigt, in Falludscha Krieg zu führen. Sie haben keine Verbindung zu der anderen Gruppe. Aber es kann nicht schaden, es zu versuchen.

Wir fahren wieder, Dave, Rana und ich, diesmal in einem Kleintransporter (Pick-up). Es gibt einige Kranke in der Nähe der Stellung der Marines, die evakuiert werden müsssen. Niemand wagt, aus seinem Haus zu treten, weil die Marines auf den Gebäudedächern sind und auf alles schießen, was sich bewegt. Saad nimmt eine weiße Fahne und sagt uns, wir sollten uns keine Sorgen machen, er habe die Straße überprüft und gesichert, kein Mujaheddin würde auf uns feuern, Friede sei mit uns – dieses elfjährige Kind, sein Gesicht ist außer seinen hellbraunen Augen mit einer Keffiyeh bedeckt, seine AK47 fast so groß, wie er selbst.

Wir rufen wieder die Soldaten an, halten die Flagge mit dem daraufgesprühten roten Halbmond hoch. Zwei kommen vom Gebäude herunter, decken diese Seite und Rana murmelt: „Allahu akbar.“ Bitte, daß niemand auf sie schießt.“

Die Flugzeuge sind die ganze Nacht über uns, so daß ich im Halbschlaf vergesse, daß ich woanders bin, als auf einem Langstreckenflug: der konstante Baßton einer unbemannten Aufklärungsdrohne, überlagert vom hektischen Rasen von Düsenjägern und dem dumpfen Takt von Hubschraubern, unterbrochen von Explosionen.

Am Morgen mache ich Hunde-, Giraffen- und Elefanten-Ballons für den Kleinen, Abdullah Aboudi, der sichtlich niedergedrückt von dem Lärm der Flugzeuge und den Explosionen ist. Ich mache Seifenblasen, die er mit seinen Augen verfolgt. Endlich, endlich erhasche ich ein Lächeln. Die Zwillinge, dreizehn Jahre alt, lachen auch, einer von ihnen ist Fahrer eines Krankenwagens. Beide sagen, sie könnten gut mit einer Kalashnikow umgehen.

Die Ärzte sehen an diesem Morgen abgespannt aus. Keine(r) von ihnen hat eine Woche lang mehr als ein paar Stunden geschlafen. Einer hat in den letzten sieben Tagen nur acht Stunden Schlaf gehabt und hat nicht am Begräbnis seines Bruders und seiner Tante teilnehmen können, weil er im Hospital gebraucht wurde.
„Den Toten können wir nicht helfen“, sagte Jassim. „Ich muß mich um die Verletzten kümmern.“

Wir springen herunter und sagen ihnen, wir müßten einige Kranke aus den Häusern holen, und sie wollen, daß Rana geht und die Familien aus dem Haus herausholt, auf deren Dach sie postiert sind. Dreizehn Frauen und Kinder sind noch drin, in einem Raum, ohne Nahrung und Wasser in den letzten 24 Stunden.

„Wir werden gleich durchgehen und die Häuser säubern,“ sagt der Ältere.
„Was bedeutet das, die Häuser säubern?“
„In jedes Haus hineingehen und nach Waffen suchen.“ Er sieht nach seiner Uhr, kann mir natürlich nicht sagen, was wann beginnen wird, aber es werde Luftschläge zur Unterstützung geben. „Wenn Sie das tun wollen, müssen Sie es gleich tun.“

Zuerst gehen wir die Straße entlang, zu der wir geschickt wurden. Da liegt ein Mann mit dem Gesicht nach unten, in einer weißen Dishdasha, mit einem kleinen roten Fleck auf seinem Rücken. Wir laufen zu ihm. Wieder waren die Fliegen früher da. Dave ist bei seinen Schultern, ich bei seinen Knien, und als wir anfassen, um ihn auf die Trage zu rollen, fährt Daves Hand durch seine Brust, durch die Höhlung, die von der Kugel zurückgelassen wurde, die so glatt seinen Rücken durchschlug und sein Herz mit fortriß.

In seiner Hand ist keine Waffe. Erst als wir ankommen, kommen seine Söhne heraus, weinend, schreiend. Er war unbewaffnet, schreien sie. Er war unbewaffnet. Er ist nur zum Tor hinausgegangen und sie haben ihn erschossen. Niemand hat mehr gewagt, hinzugehen und seine Leiche zu holen, entsetzt, verängstigt, gezwungen, die Tradition zu verletzen, eine Leiche sofort zu versorgen. Sie konnten nicht wissen, daß wir kommen würden, es ist also unvorstellbar, daß jemand herausgekommen wäre und eine etwaige Waffe an sich genommen, die Leiche jedoch liegengelassen hätte.

Er war unbewaffnet, 55 Jahre alt, in den Rücken geschossen.

Wir bedecken sein Gesicht, tragen ihn zum Kleintransporter. Es gibt nichts, mit dem man seinen Körper bedecken kann. Die kranke Frau wird aus dem Haus geleitet, die kleinen Mädchen um sie herum drücken Stoffbeutel an sich, flüstern: „Baba, Baba“ – Vater. Zitternd lassen sie uns vorangehen, mit emporgehobenen Händen, um die Ecke herum, dann führen wir sie zum Führersitz des Pickup, ihre Köpfe abschirmend, so daß sie ihn nicht sehen können, den dicken Mann, der mit steifem Rücken daliegt.

Die Menschen scheinen jetzt aus den Häusern zu strömen, in der Hoffnung, daß wir sie sicher aus der Feuerlinie eskortieren können, Kinder, Frauen, auch Männer, die uns besorgt fragen, ob sie alle gehen könnten, oder nur die Frauen und Kinder. Wir gehen hin, um zu fragen. Der junge Soldat der Marines sagt uns, daß Männer im Kampfesalter nicht weg dürfen. Was ist Kampfesalter, will ich wissen. Er denkt nach. Alles unter 45. Nicht darunter.

Es erschreckt mich, daß alle diese Männer in einer Stadt in der Falle sitzen werden, die dabei ist, zerstört zu werden. Nicht alle von ihnen sind Kämpfer, nicht alle sind bewaffnet. Es wird abseits der Weltöffentlichkeit vor sich gehen, abseits der Medien, weil die meisten Medien in Falludscha bei den Marines „eingebettet“ sind oder in den Außenbezirken abgewiesen werden. Bevor wir die Nachricht weitergeben können, zerstreuen zwei Explosionen die Menge in der Seitenstraße, treiben sie zurück in ihre Häuser.

Rana evakuiert zusammen mit den Marines die Familie aus dem Haus, das sie besetzt halten. Der Kleintransporter ist noch nicht zurück. Die Familien verstecken sich hinter ihren Mauern. Wir warten, weil wir sonst nichts tun können. Wir warten im Niemandsland. Die Marines zumindest beobachten uns durch Ferngläser; vielleicht tun das auch die lokalen Kämpfer.

Ich habe ein ... Taschentuch in der Tasche, so lasse ich, während ich dasitze wie bestellt und nicht abgeholt [like a lemon] und nirgendwo hingehen kann, Geschützfeuer und Explosionen ringsherum in Hülle und Fülle, so lasse ich das Taschentuch verschwinden, hole es wieder hervor, lasse es wieder verschwinden. Es ist immer besser, denke ich, vollkommen harmlos und unbeteiligt zu erscheinen, dann wird niemand sich allzuviel Mühe machen, auf dich zu schießen. Wir können jedoch nicht zu lange warten. Rana ist schon eine Ewigkeit weg. Wir müssen fahren und sie dazu bewegen, daß sie sich beeilt. Zu der Gruppe gehört ein junger Mann. Sie hat sie dazu überredet, ihn auch mitfahren zu lassen.

Ein Mann will seinen Polizeiwagen benutzen, um einige Leute zu transportieren, ein paar Ältere, die nicht so weit gehen können, und die kleinsten Kinder. ... Wer weiß, ob es wirklich ein Polizeiwagen, oder das Auto angeeignet und dort nur abgestellt war? Es spielte keine Rolle, wenn damit mehr Leute schneller herausgeholt werden konnten. Sie schleichen aus ihren Häusern, drücken sich an die Mauer, folgen uns ins Freie mit erhobenen Händen und gehen die Straße hoch, umklammern Babys und Taschen, klammern sich aneinander.

Der Kleintransporter kommt zurück und wir laden soviele hinein wie wir nur können, als ein Krankenwagen von irgendwoher ankommt. Ein junger Mann winkt aus einem Torweg oder dem, was von einem Haus übriggeblieben ist, mit bloßem Oberkörper, einen blutgetränkten Verband um seinen Arm gewickelt. Möglicherweise ein Kämpfer, aber das tut nichts zur Sache, sobald jemand verwundet und unbewaffnet ist. Die Toten zu holen ist nicht so wichtig. Wie der Arzt sagte: die Toten brauchen keine Hilfe, aber wenn es einigermaßen leicht ist, dann tun wir es. Da wir schon mit den Soldaten klar sind und der Krankenwagen hier steht, fahren wir hinunter, um sie m einzuladen. Im Islam ist es wichtig, eine Leiche sofort zu bestatten.

Der Krankenwagen folgt uns. Die Soldaten beginnen, uns auf englisch zuzurufen, daß wir anhalten sollen, legen die Gewehre an. Er fährt schnell. Wir brüllen alle, signalisieren ihm, er soll anhalten, aber es scheint eine Ewigkeit, bis der Fahrer uns sieht und hört. Er stoppt. Er stoppt, bevor sie das Feuer eröffnen. Wir zerren sie auf die Tragbahren und rennen, schieben sie hinten in den Wagen hinein. Rana quetscht sich zusammen mit dem verwundeten Mann und Dave auf den Vordersitz und ich hocke mich hinten neben die Leichen nieder. Er [wohl Dave] sagt, er hätte als Kind Allergien gehabt und nicht mehr viel Geruchssinn. Ich wünschte im nachhinein, ich hätte als Kind auch Allergien gehabt, und stecke meinen Kopf aus dem Fenster.

Der Bus wird abfahren und die Verletzten zurück nach Baghdad nehmen, den Mann mit den Verbrennungen, eine der Frauen, der ein Scharfschütze in den Kiefer und in die Schulter geschossen hat, und mehrere andere. Rana sagt, sie würde bleiben, um zu helfen. Dave und ich zögern nicht: Wir bleiben auch. „Wenn ich es nicht mache, wer sonst?“ ist beiläufig zu einem Motto geworden, und mir ist nach dem letzten Streifzug deutlich bewußt, wieviele Menschen, wieviele Frauen und Kinder, immer noch in ihren Häusern sind, entweder weil sie keinen Ort haben, wohin sie gehen können, weil sie sich fürchten, vor die Tür zu gehen, oder weil sie es vorgezogen haben zu bleiben.

Am Anfang wird das akzeptiert, dann sagt Azzam, wir müßten fahren. Er hat nicht zu jeder bewaffneten Gruppe Kontakte, nur mit ein paar. Mit jeder gibt es verschiedene Probleme, die zu lösen sind. Wir müssen diese Leute zurück nach Baghdad bringen so schnell wir können. Wenn wir gekidnappt oder getötet werden, wird das noch mehr Probleme verursachen, also ist es besser, wir steigen in den Bus und fahren ab und kehren so bald wie möglich mit ihm zurück.

Es tut weh, in den Bus zu steigen, wenn der Arzt uns gerade gebeten hat, loszufahren und weitere Leute zu evakuieren. Ich hasse die Tatsache, daß ein qualifizierter Mediziner nicht fahren darf, aber dafür ich, nur weil ich aussehe wie die Schwester des Heckenschützen oder eines seiner Kameraden, aber so ist es eben heute und so war es gestern, und ich fühle mich wegen der Abreise wie eine Verräterin, aber ich sehe keine andere Wahl. Jetzt ist Krieg und wie sehr es mir auch zuwider ist, zu tun, was mir gesagt wurde, diesmal muß ich es.

Jassim ist verängstigt. Er redet ständig auf Mohammed ein, versucht, ihn vom Fahrersitz zu ziehen, während wir aufbrechen. Die Frau mit der Schußwunde ist auf dem Rücksitz, der Mann mit den Verbrennungen ist vor ihr, ihm wird mit einem Stück Pappe von den leeren Schachteln Luft zugefächelt, seine intravenösen Infusionsleitungen schaukeln von der Schiene entlang der Decke des Busses herab. Es ist heiß. Es muß für ihn unerträglich sein.

Saad kommt zum Bus und wünscht uns alles Gute für die Reise. Er schüttelt Dave und mir die Hand. Ich halte die seine in meinen beiden und sage zu ihm: „Dir balak“ – sei vorsichtig. Nichts Dümmeres hätte ich sagen können, zu einem beginnenden Teenager mit einer AK47, die er in der anderen Hand hält. Unsere Augen begegnen sich und bleiben haften, die seinen voll Feuer und Angst.

Kann ich ihn nicht mit fortnehmen? Kann ich ihn nicht irgendwo hinbringen, wo er ein Kind sein darf? Kann ich ihm nicht einen Giraffen-Luftballon machen, ihm ein paar Zeichenstifte geben und ihm sagen, er soll nicht vergessen, sich die Zähne zu putzen? Kann ich nicht die Person auftreiben, die diesem kleinen Jungen das Gewehr in die Hände gedrückt hat? Kann ich nicht jemandem erzählen, was das aus einem Kind macht? Muß ich ihn wirklich hier zurücklassen, wo überall bewaffnete Männer um ihn herum sind und wo viele von ihnen nicht auf seiner Seite stehen, soviele Seiten es in all dem [Schlamassel] gibt? Aber natürlich muß ich. Ich muß ihn zurücklassen, wie die Kindersoldaten überall.

Die Rückfahrt ist spannungsgeladen, der Bus bleibt fast in einer Vertiefung im Sand stecken, Menschen, die in irgendwelchen Gefährten flüchten, sogar noch auf einem Traktor-Anhänger dichtgedrängt, Schlangen von Autos, Kleinlastern und Bussen, die Menschen in den zweifelhaften Zufluchtsort Baghdad karren, Männer in Fahrzeugen, die Schlangen bilden, um in die Stadt zurückzukehren, nachdem sie ihre Familien in Sicherheit gebracht haben, entweder um zu kämpfen oder um weitere Menschen zu evakuieren. Yassim, der Fahrer, der Vater, ignoriert Azzam und schlägt eine abweichende Route ein, so daß wir plötzlich nicht mehr dem führenden Auto folgen und auf einer Straße sind, die von einer anderen bewaffneten Gruppe kontrolliert wird, nicht von der, die uns kennt.

Eine Ansammlung von Männern winkt mit Gewehren, um den Bus zu stoppen. Irgendwie scheinen sie zu glauben, daß amerikanische Soldaten im Bus sind, als ob die nicht in Panzern oder Hubschraubern säßen. Männer steigen aus ihren Autos, mit Rufen: „Sahafa Amriki“ – amerikanische Journalisten. Die Passagiere rufen aus dem Fenster: „Ana min Falludscha“ – Ich bin aus Falludscha. Bewaffnete rennen zum Bus und sehen, daß es wahr ist, daß Kranke, Verletzte und Alte, Irakis, drin sind, werden dann lockerer und winken uns weiter.

Wir machen in Abu Ghraib halt und tauschen die Sitze, Ausländer vorn, die Iraker weniger auffällig mit abgenommenen Kopftüchern, so daß wir westlicher aussehen. Die amerikanischen Soldaten sind so glücklich, Westler zu sehen, daß sie nicht zu viel Aufhebens wegen der Iraker machen, sie durchsuchen die Männer und den Bus, nicht aber die Frauen, weil keine weiblichen Soldaten da sind, um uns zu durchsuchen. Mohammed fragt mich immer, ob alles in Ordnung gehen wird.
„Al-melaach wiyana“, sage ich zu ihm – die Engel sind mit uns. Er lacht.

Und dann sind wir in Baghdad, liefern sie in die Krankenhäuser ein, Nuha in Tränen, als sie den Mann mit den Verbrennungen stöhnend und wimmernd herausheben. Sie legt ihre Arme um mich und bittet mich, ihre Freundin zu sein. Ich gebe ihr das Gefühl, weniger isoliert zu sein, weniger allein.

Und die Satellitennachrichten sagen, der Waffenstillstand halte und George Bush sagt am Ostersonntag zu den Truppen: „Ich weiß, daß das, was ihr im Irak tut, richtig ist.“ Unbewaffnete Männer vor dem Haus ihrer Familie in den Rücken zu schießen ist also richtig. Großmütter mit weißen Flaggen zu erschießen ist richtig? Frauen und Kinder zu beschießen, die aus ihren Wohnhäusern flüchten, ist richtig? Auf Krankenwagen zu feuern ist richtig?

Gut, George, auch ich weiß jetzt. Ich weiß, wie es aussieht, wenn Sie Menschen so brutal behandeln, daß sie nichts mehr zu verlieren haben. Ich weiß, wie es aussieht, wenn eine Operation ohne Narkose gemacht wird, weil die Krankenhäuser zerstört werden oder von Scharfschützen unter Feuer genommen werden und die Stadt belagert wird und keine richtige Hilfe hineingelangt. Ich weiß auch, wie sich das anhört. Ich weiß, wie es aussieht, wenn Leuchtspurgeschosse an deinem Kopf vorbeisausen, obwohl du in einem Krankenwagen sitzt. Ich weiß, wie es aussieht, wenn der Brustkorb eines Mannes kein Inneres mehr hat und wie das riecht, und weiß, wie das ist, wenn dann seine Frau und seine Kinder aus ihrem Haus herauskommen.

Es ist ein Verbrechen, und es ist eine Schande für uns alle.

http://de.indymedia.org/2004/04/80194.shtml

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Krieg ist widerlich. Dieser ganz besonders. Übrigens ist auch ein anderer Krieg widerlich. Das Einbringen von Flugzeugen in Hochhäuser oder das Sprengen von Diskotheken, Synagogen oder Zügen. Und Unbewaffnete werden ständig getötet. Da war doch kürzlich was mit einem Mob, der Leute verbrannte und durch die Stadt schleifte? Eine Hinrichtung vor laufender Kamera?

Da ist wohl kaum einer besser.

Ausgetragen wird das alles auf dem Rücken von Bevölkerungen quer über den Erdball. Nicht nur die Amis machen hier vieles falsch, das sollten wir nicht vergessen.
ich hoffe, dass dieser Artikel den ganzen Tag und solange ganz oben auf der Seite stehen wird, bis dieser Krieg vorbei ist.

Kickaha
da in Deutschland die kritische US-Einstellung
so populär ist.

es gibt auch Richtlinien die im Krieg manchmal
beachtet werden.

meine Mutter wurde 1944 in einem deutschen
rot Kreuzwagen transportiert
da US Flugzeuge kamen stellten deutschen
Sanitäter die Krankenliege mit meiner Mutter
neben das rot Kreuzfahrzeug
danach suchten die Sanitäter Schutz weit entfernt
vom rot Kreuzfahrzeug.
Meine Mutter auf der Liege neben dem rot Kreuzfahrzeug
konnte mit gerochenem Bein den US-Piloten sehen.

Dieser US-Pilot hat nicht geschossen
obwohl eindeutig ein menschliches Schutzschild
das Transportfahrzeug schützen sollte.

Wer die persönliche story will kann gerne die
Adresse meiner Mutter haben.
..wo wird denn in diesem Artikel erwähnt, dass es Amerikaner sind?

coke
@ 3

Gebe dir ja zum Teil Recht.

Kieg ist scheiße!

Hinrichtungen usw. auch - gibts aber bei unseren "Freunden" in China (schätze) jeden Tag 1 mal.

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Und die 4 US-Zivilisten waren doch nicht so "ganz" zivil. Lies mal.




Rassisten und Faschisten


Überführte Verbrecher aus den Diktaturen Südafrikas und Chiles kämpfen im Irak als Söldner für die USA


Ehemalige Angehörige der chilenischen Armee, die für US-Söldnerfirmen in Irak tätig sind, gelten als potentielles Ziel militanter Widerstandskämpfer. Dies verlautet aus den Kreisen, die für die Ermordung von vier Angehörigen eines der »US-Sicherheitsunternehmen« in Falludscha Ende März verantwortlich sind. Die vier US-Amerikaner, deren Leichen von einer wütenden Menschenmenge durch die Straßen geschleift wurden, arbeiteten für die US-Söldnertruppe:eek: :eek: :eek: Blackwater, die den US-amerikanischen Besatzern im Irak zur Seite steht. Und eben für Blackwater sind auch 122 ehemalige chilenische Militärangehörige tätig. Ihre Präsenz im besetzten Zweistromland stößt jedoch auf Verärgerung bei der chilenischen Regierung, die sich als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat gegen den Irak-Einsatz ausgesprochen hatte.

Die chilenischen Sicherheitskräfte wurden im vergangenen Oktober über Annoncen durch lokale Vertreter von Blackwater in Chile angeheuert. Presseberichten zufolge arbeiten sie direkt oder indirekt für den amerikanischen Geheimdienst CIA. Bei den 122 Söldnern handelt es sich um ehemalige Soldaten, die im Zuge einer politischen Säuberungskampagne nach dem Ende der faschistischen Gewaltherrschaft von General Augusto Pinochet (1973–90) aus dem aktiven Dienst entfernt worden waren. Insgesamt wurden seit Beginn der Irak-Invasion 15 000 Söldnern eingesetzt.

Blackwater, mit Sitz im US-Bundesstaat North Carolina, ist eines von 25 privaten Sicherheitsunternehmen, die von den lukrativen Verträgen mit der führenden Besatzungsmacht profitieren. Für diesen Posten geben die USA jeden Monat durchschnittlich vier Milliarden US-Dollar aus. Die Firma wurde von ehemaligen Marines und »Green Berets«, einer Spezialeinheit der US-Armee, gegründet und hat aktuell rund 3 000 Mann in Irak stationiert. Rund 18 000 Dollar für einen sechsmonatigen Einsatz versprach die Anzeige der US-Firma, die im Oktober von der sogenannten »Grupo Téctico«, der lokalen Vertretung von Blackwater, in der chilenischen Tageszeitung El Mercurio erschien. Gesucht wurden ehemalige Militärangehörige mit Englischkenntnissen. Es meldeten sich mehr als 400 chilenische Marines und ehemalige Angehörige der »Black Berets« – eine Sondereinheit der chilenischen Armee, die in den letzten Jahren, zum Teil aufgrund ihrer politischen Vergangenheit während der Diktatur von Augusto Pinochet, in den Ruhestand versetzt worden waren. Dem Leiter des chilenischen Rekrutierungsbüros, José Miguel Pizarro, wiederum werden Kontakte zum US-Geheimdienst CIA nachgesagt. Eine Vorauswahl an Söldnern fand in San Bernardo, südlich der Hauptstadt Santiago, statt – zum Ärger des chilenischen Verteidigungsministeriums, das Ermittlungen zu einer möglichen Umgehung des chilenischen Kriegswaffenkontrollgesetzes aufnahm. Die 122 verbliebenen Soldaten wurden später in das Blackwater-Trainingscamp nach North Carolina (USA) und dann über Kuwait nach Irak entsandt.

Der Präsident von Blackwater, Gary Jackson, erklärte in einem Interview gegenüber der chilenischen Tageszeitung La Tercera, das Angebot der US-Regierung über die Bereitstellung von Sicherheitsdiensten im Irak sei für sein Unternehmen ein »phantastisches Geschäft«. Ausbildungsleiter Jim Sierawski hob die Vorzüge der ehemaligen chilenischen Armeeangehörigen hervor. Sie verfügten über eine Ausbildung, die sie für ein breites Einsatzgebiet qualifiziere, so der Paramilitär.

Nach Presseberichten setzen die USA nicht nur ehemalige Soldaten des chilenischen Diktators Pinochet ein, sondern beschäftigen auch Militärs des ehemaligen Apartheid-Regimes in Südafrika. Ihre Zahl wird auf rund 1 500 geschätzt. Sie stellen damit eines der größten Söldnerkontingente der amerikanischen Besatzungsmacht im Irak.


http://www.jungewelt.de/2004/04-15/007.php

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..............................................................#.1.FALLUDSCHA
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Und waren die vier Gelynchten bewaffnet? Gibt es irgendjemandem überhaupt das Recht, einen anderen so grausam zu mißhandeln, selbst wenn er bewaffnet ist? (Ich habe hier immer noch die Bilder eines Lynchmordes in Nordirland vor Augen, muß in den späten Achtzigern gewesen sein, als zwei Polizisten aus dem Auto gezerrt und erschlagen wurden)

Wer so etwas tut, ist kein Deut besser als derjenige, dem ebenfalls Untaten vorgeworfen werden. Wir sind längst über einen Status hinaus, zu dem man sagen kann, wer schuld und wer nicht schuld ist.

Dieser Krieg und die jetzigen Folgen sind ein Wahnsinn. Und es eskaliert von beiden Seiten. Ich kann die Nervosität sowohl bei den Irakern als auch bei den Amerikanern verstehen. Beide haben tierische Angst. Das entschuldigt nicht das Töten von Zivilisten, dummerweise agieren die Terroristen aber auch nicht derart, dass sie vorher ankündigen, dass sie jetzt an dem und dem Platz jemanden umbringen möchten. Wer würde da in Panik nicht ebenfalls viel zu schnell den Finger am Abzug haben, wenn sich irgendwo in deiner Nähe etwas bewegt, was nicht aussieht wie ein Freund? (Was natürlich entsetzlich ist)

Wohlgemerkt: Das ist eine psychologische Erklärung, keine Entschuldigung.
@ 9

Ob die bewaffnet waren, oder nicht - keine Ahnung.
Spielt jetzt auch keine Rolle mehr. Es sind einfach zu viele Leute ums Leben gekommen. Davon waren auch sehr viele nicht bewaffnet.

Ansonsten volle Zustimmung.

Gruß
DmComeBack

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"US-Politik lässt die arabische Seele kochen"

Der Nahe Osten steht kurz davor, in Flammen aufzugehen, meint der ehemalige US-Sicherheitsberater Brzezinski

von Nathan Gardels

DIE WELT: Adnan Pachachi, ein führendes Mitglied des irakischen Regierungsrats, erklärte kürzlich, die Belagerung Falludschas nach der Ermordung von US-Entwicklungshelfern und der Schändung von deren Leichen komme einer Kollektivstrafe für alle Iraker gleich. Das ist schon allein deshalb bemerkenswert, weil dies jemand sagt, der einem von Amerika unterstützten Gremium angehört. Davon abgesehen erinnern die jüngsten Geschehnisse im Irak aber immer mehr an den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Was sind die Parallelen und was die Gefahren, die beiden Besatzungen innewohnen?


Zbigniew Brzezinski: Die Parallelen insgesamt und leider auch die Parallelen bei den Gefahren fallen tatsächlich ins Auge. Aus Sicht der Iraker ähnelt die US-Besatzung mehr und mehr dem, was sie aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen kennen. Und die Palästinenser fühlen sich durch die Bilder aus dem Irak an ihre Erfahrungen unter Ariel Scharon erinnert. Für viele Menschen im Nahen Osten sind diese beiden Besatzungen zu einem alles umfassenden Konflikt verschmolzen. In beiden Fällen mag die Wahrnehmung verzerrt sein, nichtsdestotrotz ist sie hochgradig mit Emotionen aufgeladen. In der Politik sind Gefühle und persönliche Wahrnehmungen ein Teil der Realität, folglich kann man sie nicht ohne weiteres ignorieren. Wenn die USA nicht aufpassen, werden sie am Ende als der Hauptfeind der gesamten arabischen Welt und dann nach und nach der gesamten moslemischen Welt dastehen. Das wäre zunächst einmal eine Katastrophe für die Vereinigten Staaten, aber daneben auch für Israel, dessen wichtigster Beschützer Amerika ja ist.


DIE WELT: In dem Jahr seit der US-Invasion im Irak hat es Bombenanschläge in Madrid, Istanbul und Casablanca gegeben. Im Irak selbst wurden Japaner, Koreaner und sogar Chinesen als Geiseln genommen, ganz zu schweigen vom Aufstand der Iraker gegen die Besatzungsmacht Amerika. Ist die Welt heute sicherer oder weniger sicher als vor gut einem Jahr?


Brzezinski: Der ganze Nahe Osten steht kurz davor, in Flammen aufzugehen. Die amerikanische Politik hat die arabische Kollektivseele zum Kochen gebracht. Die Feinseligkeiten der Moslems gegenüber den USA sind erbitterter geworden. Gleichzeitig haben sich die Vereinigten Staaten von ihren wichtigsten Verbündeten isoliert, vor allem von den Europäern. Als eine Folge davon ist die Welt heute unsicherer. Das Risiko von gegen die USA gerichteten Terrorakten hat zugenommen. Wir alle sind gefährdeter als vor dem Irak-Krieg.


DIE WELT: Sehen Sie einen Ausweg?


Brzezinski: Der Ausweg wäre, die Frage des Friedens in der Region auf ebenso ernsthafte wie nachhaltige Weise anzugehen und dabei, anders als die derzeitige US-Regierung, nicht fast ausschließlich auf das Mittel der Gewalt zurückzugreifen. Die Vereinigten Staaten müssen versuchen, die UNO und ihre europäischen Verbündeten bei der Stabilisierung des Irak mit ins Boot zu nehmen, so dass Amerika nicht mehr so exponiert in Erscheinung tritt. Dies wiederum würde es moderateren moslemischen Staaten wie Marokko oder Pakistan erlauben, friedenserhaltende Truppen in den Irak zu entsenden - mit dem Ergebnis, dass der Eindruck abnehmen würde, es werde ein Krieg gegen den Islam geführt. Zugleich müssen die USA sich im Schulterschluss mit den Vereinten Nationen und den Europäern ernsthaft darum bemühen, einen klaren und ausgewogenen Vorschlag für die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts auszuarbeiten.


DIE WELT: Stattdessen billigt Washington die Politik von Ariel Scharon, die darin besteht, den Frieden überwiegend mit Waffengewalt erzwingen zu wollen und die Palästinenser außen vor zu lassen . . .


Brzezinski: Ja, doch einem solchen Frieden wird es nicht nur an internationaler Unterstützung mangeln, sondern auch an Legitimität in der Region. Die Vereinigten Staaten werden dann nicht mehr in der Lage sein, einer gerechten Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt den Weg zu bereiten - kurzum, einer Lösung, die auch den Rückhalt der Staatengemeinschaft hätte. Wenn Scharon das Westjordanland jetzt einseitig weiter teilen will und dabei von Amerika unterstützt wird, ist das die Formel für einen permanenten Konflikt und eine weltweite Isolation der USA. Wie gesagt, die israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen und die amerikanische Besetzung des Irak sind bereits miteinander verschmolzen. Falls die Vereinigten Staaten den Irak Hals über Kopf verlassen, während die Kämpfe in Palästina weitergehen, wird jede künftige irakische Regierung sowohl antiamerikanisch als auch antiisraelisch sein.


DIE WELT: Der Anspruch Washingtons war und ist, den Irak zu befreien. Doch muss die Präsenz der Amerikaner am Golf ohne einen Anflug von UN-Legitimität den Irakern nicht vielmehr als Provokation erscheinen?


Brzezinski: So, wie Washington die Sache angegangen ist, war dies unausweichlich. Die Bush-Administration hätte besser daran getan, sich nach der Eroberung Bagdads der Gesamtheit der nahöstlichen Probleme anzunehmen, vor allem des israelisch-palästinensischen Konflikts. Vielleicht wäre die jetzige missliche Lage dann gar nicht erst entstanden. Stattdessen vertrödelten die USA ein ganzes Jahr, in dem sie den Friedensprozess hätten voranbringen können - und während dieser Zeit wuchs die Wut, verloren auf beiden Seiten viele unschuldige Zivilisten ihr Leben. Die Folge ist, dass die Vereinigten Staaten in der Region nicht mehr als unparteiischer und wohlmeinender Vermittler wahrgenommen werden, sondern zunehmend als Besatzungsmacht (im Irak) und als Verfechter der israelischen Okkupationspolitik.


Das Interview führte Nathan Gardels.


Zbigniew Brzezinski war Sicherheitsberater des früheren US-amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter. Zuletzt erschien sein Buch "The Choice: Global Domination or Global Leadership" (Basic Books, März 2004).


Aus dem Amerikanischen von Daniel Eckert.
© Global Viewpoint 2004
Artikel erschienen am 16. April 2004


http://www.welt.de/data/2004/04/16/264936.html?prx=1

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Der Nahe Osten steht kurz davor
Die Welt ist sicherer geworden - Danke Mr. Bush :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:


USA fliegen ihre Bürger aus Saudi-Arabien aus

16. Apr 10:32

Die Regierung in Washington hat alle US-Bürger dringend zur Ausreise aus Saudi-Arabien aufgerufen. Die Begründungen für diese Vorsichtsmaßnahme blieben spärlich.

Das amerikanische Außenministerium hat am Donnerstag den Abzug nahezu aller Regierungsangestellten und ihrer Familien aus Saudi-Arabien angeordnet. Lediglich das dringend benötigte Personal soll im Land bleiben. In einer Erklärung hieß es, US-Bürger, die sich in dem Land aufhielten, sollten dringend ausreisen.

Zur Begründung hieß es, es gebe «präzise und zuverlässige Informationen, die nahe legten, dass Terroristen einen Anschlag gegen westliche oder amerikanische Interessen verüben werden». Außenminister Colin Powell sagte vor Journalisten, die Bedrohungslage habe sich verschärft. Die Situation in dem Königreich sei Besorgnis erregend.

Hinweise auf Anschläge

Öffentlich wollte sich die US-Regierung nicht näher äußern. Ein Geheimdienst-Mitarbeiter sagte, man habe Hinweise auf bevorstehende Anschläge gegen Wohnanlagen. Terroristen würden möglicherweise versuchen, Auto- oder Lkw-Bomben zu zünden. Es gebe aber keinen Zusammenhang mit dem am Donnerstag ausgestrahlten Bin-Laden-Tonband.

Vergangenes Jahr waren bei Bombenanschlägen in der Hauptstadt Riad 51 Menschen getötet worden. Erst am Mittwoch hatte die US-Botschaft in Riad gesagt, man erhalte fortwährend glaubwürdige Hinweise auf geplante Anschläge. (nz)


http://www.netzeitung.de/spezial/kampfgegenterror/282124.htm…
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Da die Zustände in Falludscha kriegsähnliche Formen
angenommen haben, wäre es doch jetzt endlich mal an
der Zeit und eine gute Gelegenheit, dortige Bewaffnete wie
Kriegsgefangene zu behandeln und mal so für 10 - 15 Jahre
in Kriegsgefangenschaft zur Weiterbildung zu nehmen.
Dann nach einem ordentlichen Zeitpolster, könnte man
diese dann wieder zurückgehen lassen, in der Hoffnung, dass
sie wenigstens mal etwas Verwertbares gelernt hätten....
...und wenn sie nach der Zeit dann immer noch nichts
gelernt hätten, wäre es auch nicht so schlimm, aber
zumindest würden sie nicht die aktuell- weiteren Prozesse
im Irak usw durch Terror unterbrechen oder zeitweise zum
Stillstand bringen können.
#5: Menschliches Schutzschild für ein Krankenwagen, der mit einem roten Kreuz gekennzeichnet war? Bei allem Respekt für für Betroffene des Krieges, aber ein Rotkreuzwagen hätte auch ohne nebenan liegende Person nicht beschossen werden dürfen.

Deine Schilderung klingt eher danach, dass die Fahrer entweder Schiss hatten, weil sie Tiefflieger sahen, ausstiegen, aber dann lieber sich selbst in Sicherheit brachten. Oder aber Deine Mutter neben das Fahrzeug legten, um zu zeigen, dass der Krankenwagen nicht gegen die Genfer Konvention militärische Güter transportiert.

So oder so hätte der Wagen auf keinen Fall angegriffen werden dürfen. Der Begriff menschliches Schutzschild kann also kaum zutreffen.


Abgesehen davon stimmt es schon, daß nur ein geringer Teil der Soldaten degeneriert ist und sadistische Neigungen auslebt. Leider hört man meistens von diesen Zwischenfällen und seltenst von den gutgemeinten versöhnlichen Gesten.
15: Zustimmung zu beiden Punkten.

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Quelle stellt sich allerdings.
Während die Gewaltexzesse der anderen Seite keinesfalls erfunden sind, denn die Leute zeigen ja geradezu stolz, was für brutale Steinzeitmenschen sie sind. Ob man es auf Falludscha oder auf den vor laufender Kamera ermordeten Italiener bezieht.
Es würde die Welt ein ganzes Stück sicherer und lebenswerter machen, wenn die USA ihre Mörderbanden samt ihren "Verbündeten" endlich aus den Teilen der Welt zurückziehen, wo sie nichts verloren haben.
Überall wo die nämlich aufkreuzen, hinterlassen sie Krieg, Leid und Armut. Sie sind nicht umsonst fast überall auf dieser Welt verhasst!

Ronald
#3 mausschubser deine vergleiche dazu führe ich mal auf heutigen zu großen Alkoholkonsum zurück.Was kinder und alte etc. damit zu tun haben vo einem besatzer gemeuchelt zu werden,bedarf schon eiem sprung in der schüssel bei diesen vergleichen.
gezwirbelt, zieht sich dann der Islamismus auch aus Deutschland zurück, wo er ebenfalls definitiv nichts verloren hat?

In einem Land wie Deutschland, das diese Menschen freundlich aufnimmt, werden in Turnhallen Exerzitien mit Spielzeuggewehren martialisch durchgeführt. Es werden Reden gegen Nichtmuslime in Deutschen Moscheen gehalten (natürlich längst nicht in allen, hoffentlich sind das nur ganz wenige Ausnahmen - noch...).

Nicht nur die trampelhafte Art der USA sind eine Gefahr. Die Gefahr ist auch bei uns angekommen. Ein Beispiel im Kleinen? Deutsche Schulmädchen werden von ihren islamischen Spielkameradinnen plötzlich als "unrein" bezeichnet, weil sie kein Kopftuch tragen. Das Betreten einiger Gegenden in Berlin zu gewissen Uhrzeiten ist Deutschen (und mittlerweile auch Türken) weniger zu empfehlen, da sich arabische Familienclans mit ganz eigenen Gesetzen ausbreiten. "Das regeln wir schon selbst!"

Das ist ein soziales Problem mit einem unglaublichen Sprengsatz im Inneren direkt vor unserer Haustür.

Die Welt ist nicht so einfach in Böse (USA und Verbündete) und Gut (alle, die die USA hassen) einzuteilen. ;)
endaxi, ich will mal deine mir gegenüber bisher ungeahnte Frechheit auf erhöhten Alkoholkonsum deinerseits zurückführen. ;)

Kommen bei den terroristischen Attentaten über den gesamten Erdball keine Kinder oder Alte ums Leben? Machen Terroristen einen Unterschied zwischen Schuldigen und Nicht-Schuldigen, wenn sie Häuser, Gotteshäuser, Züge zerbomben?

Was ist an meinem Hinweis falsch, dass somit nicht nur die USA Handlungen begehen, die jenseits von gesunder Moral sind? Aber das wird natürlich gerne vergessen.

Und noch etwas: Ich war von Anfang an gegen den Einmarsch der USA im Irak, ich heiße den Krieg nicht gut. Ich wehre mich aber gegen die ach so simple Ansicht, dass nur und nur die USA (und selbstverständlich Israel) die einzigen sind, die sich amoralisch verhalten.

Also laß mal deine Zunge weniger scharf im Mündchen. ;)
#20 Du relativierst diese verbrechen in einer weise,die anderen gegenern des Irakkrieges unterstellt mit dem anschlägen in Amerika,Spanien etc. einverstanden gewesen zu sein.Schreibe das diese Schweine von US Soldaten in einem besetzten land unschuldige blindwütig töten,statt deine mundwinkel beleidigt zu ziehen.:mad:
aus dem Artikel geht nirgends hervor, dass zB die alte Frau von US-Soldaten geötet wurde, nicht einmal, dass sie bewußt getötet wurde. Es kann auch ein Querschläger gewesen sein.

Im übrigen ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass die Iraker auf Unbewaffnete schießen und das trotz weißer Fahne als dass es Amerikaner tun. Sie haben ja schon bewiesen, dass sie gegen jedes Kriegsrecht gern verstoßen, durch Geiselnahmen, durch Mißbrauch der weißen Fahne im Krieg und durch Verschanzen und Lagern von Waffen in Krankenhäusern.
Dagegen geht aus dem Artikel hervor, dass Frauen bei Kontrollen durchgelassen werden, wenn keine weiblichen Soldaten da sind, die die Kontrolle durchführen könnten.

Die Frau, die ihn geschrieben hat, sollte froh sein, dass sie noch frei ist (sie scheint ja auch Ausländerin im Irak zu sein), vielleicht wird sie morgen auch als Geisel genommen....:mad:
Was soll dieser Stuß, endaxi?

Ich versuche deutlich zu machen, dass viele Unschuldige auf allen Seiten ermordet werden. Ich hasse aber einseitige Betrachtungsweisen! Ich habe nie gesagt, dass Leute, die einseitig schauen, sofort mit den Taten der Terroristen einverstanden seien! Wenn ich das jemandem sagen möchte, werde ich es auch unmißverständlich auf den Kopf zusagen. Das weißt du ganz genau, endaxi.

Und noch etwas: Die Terrorakte islamistischer Irrer (in deinem heutigen Pöbel-Jargon, endaxi, damit du mich verstehst "Schweine", aber ich pflege diese Sprache in der Regel nicht) finde ich widerlich. Ein Vorgehen gegen diese Terroristen ist dringend notwendig. Aber das Vorgehen der USA im Irak habe ich nie begrüßt und schon gar nicht in der wahnsinnigen Art, wie es dort abläuft.

Ich relativiere keine Verbrechen. Ich relativiere auch keine Toten. Die Beschreibung in #1 ist erschütternd, keine Frage (im übrigen finde ich nirgendwo eine Angabe, dass die Toten allesamt von Amerikanern erschossen wurden. Der Beschuß des Krankenwagens ist ein Alptraum. Schießen die anderen aber gar nicht?). Schau` dich aber nur selbst mal um, dass der gesamte Konflikt nicht in Gut und Böse trennbar ist, da üble Taten auf allen Seiten geschehen. Aber möglicherweise bist du heute nicht in der Form, dies zu begreifen.

Relativieren bedeutet für mich, dass ich aussagen würde, dass Tote der einen Seite nicht so tragisch sind, weil ja irgendetwas anderes geschehen ist. Ich sage, Tote auf allen Seiten sind tragisch, und beim populären USA-Bashing sollte man schauen, dass es noch ganz andere Bösewichter in diesem Spiel gibt, die Unschuldige über die ganze Erde völlig unvermutet quälen.

Also: USA, kriegt euch ein! Der Weg im Irak ist der Falsche und wird in einem Volksaufstand enden! Ihr tut viele Dinge, die Unschuldige quälen! Seht zu, dass ihr aus der Nummer rauskommt, ohne weiteren Tod zu verursachen.

Irakisches Volk: Kämpft gegen die Islamisten! Sie sind auch eure Feinde!

Und noch etwas, endaxi. Bisher habe ich jede Diskussion mit dir genossen. Nimm mal ein wenig zu persönlichen Dampf raus. Persönliche Bandagen mag ich nicht, ich werde sie gerne wieder zur Seite legen. ;)
#23 komme heute spät abens oder morgen noch mal darauf zurück,bin ab sofort eingespannt und muss weg.;)
Here is a list of some of the member groups of "United for Peace and Justice", one of the left-wing groups represented on the Advisory Board of Occupation Watch, the organization that produced the article posted in #1:

Young People`s Socialist League
Young Communist League
Communist Party of Maryland
Communist Party USA
Socialist Action
Youth for Socialist Action
League of Revolutionaries for a New America
Anti-Capitalist Convergence
Anti-Imperialistic News Service

There are dozens of other groups represented on the Advisory Board, which can all to be assigned to the extreme left fringe of the political spectrum.

One member of the Advisory Board is the old student revolutionary of the 60s and Marxist radical Tariq Ali.

Now ask yourself if Occupation Watch is a serious source of information on the battle of Falludscha or any other political subject.

:laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
Make no mistake, spicault, it`s exactly this list of honor, that makes the source extremely trustworty to DM, endaxi and their friends ...

:laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
#27 Du weisst ja was ich von Dir halte (_QC°*°OM_)falls Du es vergessen hast,siehe unter mail nach.:p
#23 schubbser vergess es ,es war nicht meine absicht dich zu beleidigen,wie käme ich dazu?.Einem vergleich von widerstandskämpfern im Irak mit terroristen die sonstwo ausserhalb tätig werden,finde ich unangemessen und nicht vergleichbar.Die Iraker sind von Saddam befreit worden,aber nicht bereit sich unter einer gewaltsamen "demokratisierung" a la USA zu ergeben.Wer so gegen dem willen der bevölkerung vorgeht,hat jede weitere legitimation verloren,niemand würde sich umgekehrt bei uns so eine Islamische besetzung gefallen lassen.Bestrebungen dazu werden zurecht bekämpft,mir reicht schon ein Kaplan u. anderes in Deutschland.Ob sich der Irak für ein demokratisch oder islamisch demokratische Regierungsform ,oder wie auch immer entscheidet ist deren sache,nicht die der USA.
Gezwirbelt,

ich glaube Du irrst, wenn Du meinst, daß außer Dir und ein paar weiteren Außenseitern und natürlich die Anhänger Bin Ladins, die Amerikaner weltweit hassen.
Die weit meisten hier im Lande wissen schon, wer bisher die Freiheit verteidigt hat.
wilbi
Worüber regt ihr euch eigentlich auf?

Alle Welt weiß inzwischen, daß es die Kriegsgründe der
Amerikaner nie gegeben hat. Sie haben mithin grundlos ein
Land überfallen und versucht es zu unterjochen.

Daß die Bewohner das nicht prikkelnd finden liegt doch wohl
auf der Hand. Was sollen sie nun tuen? Sie könnten sich in
ihr Schicksal ergeben. Oder sich wehren. Sie haben sich für
Wehren entschieden. Und sie tuen das entsprechend ihrer
Möglichkeiten und entsprechend ihrer Menthalität. Was zur
Folge hat, daß es keine Auseinandersetzung unter Gentle-
men ist.

Die Iraker lassen ihrer Wut freien Lauf. Und die Amerikaner
haben, zu Recht, die Hosen voll. Und schießen aus panischer
Angst auf alles was sich bewegt. Die Nerven liegen blank.
Bei den wirklich Beteiligten. Bei denen, die George Bush´s
Renomee bei der amerikanischen Industrie festigen sollen.
Bei denen, die dafür sorgen sollen, daß das Unternehmen Irak
sich in klingender Münze auszahlt. Für Hallyburton und viele
andere.

Aber es entwickelt sich zu einer Aktion "blood for nothing".

Die Amerikaner werden den Irak nicht mehr in den Griff bekommen.
Das haben sie sich mit dem Absägen Saddam Hussein´s verscherzt.
Der ist "bei Fuß" gegangen. Die kommenden Mullah´s werden
alles andere als "bei Fuß" gehen.

Und George W. Bush wird als ein Volksschädling in die ame-
rikanische Geschichte eingehen. Als jemand, der amerikanische
Bürger unsinnigerweise geopfert, und damit unsägliches Leid
verursacht und gleichzeitig der amerikanischen Wirtschaft
erheblichen Schaden zugefügt hat.
Endaxi, danke für den Hinweis! Was ich von Dir in meinem Postkasten gefunden habe, entspricht weitestgehend meiner Vermutung, daß Du ein toleranter Menschenfreund mit vollendeten Umgangsformen bist: Sensibel Einfühlsam Dezent ... :D :D :D
Kommt jetzt der "Räumungsverkauf" aus US-Lagern?
:eek: :eek: :mad: :mad:


ESKALATION IM IRAK

USA werfen 1000-Kilo-Bombe auf Falludscha
(das Teil trifft mit 1000%iger Sicherheit auf 5 cm genau - also keine Angst, dass da ein Unschuldiger getroffen wird!) :D

Im Irak sind die Gefechte zwischen Besatzern und Aufständischen erneut aufgeflammt: Ein US-Kampfflugzeug warf über der Stadt Falludscha:eek: :eek: :eek: eine
1000 Kilogramm schwere Bombe ab. Nahe der Schiitenhochburg Nadschaf kam es zu heftigen Kämpfen mit Milizen des Predigers Sadr. In Basra entführten als Polizisten verkleidete Kidnapper einen US-Bürger.

Falludscha - Der Luftangriff auf Nadschaf habe ein Gebäude im Norden der Stadt zerstört, in das sich Aufständische zurückgezogen hätten, teilten die US-Streitkräfte am Nachmittag mit.:laugh: :laugh:

Was haben die Amis denn für scheiß Bomben. 1000 Kilo - und nix passiert? Ein mit 25 Kilo bepacker Terroist sprengt aber eine Disco weg? Da kann doch etwas nicht stimmen?

Nach der Explosion stieg eine riesige Wolke aus Staub und Rauch auf, die ganze Straßenzüge einhüllte. Vor dem Schlag der Amerikaner hatten die US-Streitkräfte und Vertreter der Stadt Falludscha erstmals direkte Verhandlungen über ein Ende der Gewalt angekündigt. Seit Beginn der Belagerung der Stadt im sunnitischen Dreieck vor zwölf Tagen hatten mit den USA verbündete Iraker die Gespräche mit den städtischen Vertretern geführt. Die US-Truppen seien für Lösungen offen, sagte ein Militärsprecher.

Schon in der Nacht war es zu Angriffen auf mutmaßliche Aufständische in Falludscha gekommen. Dabei kamen laut dem arabischen Nachrichtensender al-Dschasira mindestens sechs Iraker ums Leben. Augenzeugen berichteten von einem weiteren Angriff am Morgen. Der sunnitische Rat der Religionsgelehrten ging mit den Amerikanern scharf ins Gericht. Er erklärte, die Einwohner Falludschas hielten sich an die Waffenruhe. Die US-Truppen verübten dagegen täglich neue Massaker in der Stadt. Dem widersprach US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Sichtlich empört sagte er, US-Soldaten begingen keine Gräueltaten.

Eine Aussage von einem Lügner wie Rums... ist natürlich auch sehr glaubwürdig! Vor allem wenn kein US-Soldat wg. dieser Sache vor Gericht gestellt werden kann. Ist hoffentlich noch in Erinnerung! :mad: :mad: :mad:

Der Specher der US-Verwaltung, Dan Senor, bestätigte erstmals, dass die Amerikaner inzwischen direkte Verhandlungen mit Einwohnern von Falludscha führten. Die Amerikaner fordern nach wie vor die Auslieferung ausländischer Kämpfer, die ihrer Meinung nach in der Stadt Unterschlupf gefunden haben.

Kämpfe bei Nadschaf

Auch im Schiitengebiet hat sich die Konfrontation zwischen der US-Armee und den Anhängern des radikalen irakischen Predigers Muktada al-Sadr verschärft. Während sich US-Soldaten in der nur sieben Kilometer von Kufa entfernten Ortschaft Umm al-Abbassiat Gefechte mit Milizionären von Sadrs Mahdi-Armee lieferten, hielten deren schwer bewachte Anführer eine kämpferische Freitagspredigt in der Moschee von Kufa, das unweit der als heilig betrachteten Stadt Nadschaf liegt. Augenzeugen berichteten, die US-Soldaten hätten Umm al-Abbassiat unter ihre Kontrolle gebracht. Bei den Kämpfen seien drei Iraker getötet und neun weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Nach Angaben von Ärzten starben bei einer Attacke auf einen Stützpunkt der spanischen Truppen in Nadschaf drei Iraker. Zehn Menschen seien verletzt worden, als die Soldaten das Feuer erwidert hätten. Die US-Armee verteilte in der Pilgerstadt Flugblätter auf denen sie erklärte, Muktada al-Sadr stehe außerhalb des Gesetzes und müsse bestraft werden. Sie forderte die Milizionäre der Mahdi-Armee auf, Nadschaf zu verlassen und ihre Waffen niederzulegen.

Iran wies unterdessen Berichte über offizielle Vermittlungsbemühungen zwischen US-Truppen und schiitischen Aufständischen in der Stadt Nadschaf zurück. Der Besuch des iranischen Gesandten Hussein Sadeghi im Irak sei eine "Erkundungsmission, um mit Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie mit politischen und religiösen Führern zu verhandeln und die Koalitionstruppen zu warnen", sagte Außenminister Kamal Charrasi laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Sadr selbst kündigte in seiner Freitagspredigt in Kufa an, er werde seine Miliz nicht auflösen. "Ich habe die Mahdi-Armee nicht alleine gegründet, sondern zusammen mit dem irakischen Volk", sagte er. Schuld am Blutvergießen im Irak seien die Besatzer und der Regierungsrat. Noch gestern hatte ein Sprecher Sadrs erklärt, dieser sei zu einer Umwandlung der Miliz in eine politische Organisation bereit. Im Gegenzug sollten die US-Truppen die heiligen Städte der Schiiten verlassen.

Weitere Entführungsfälle

Wie der dänische Sender DR1 am Freitag meldete, ist im Irak ein dänischer Geschäftsmann von Wegelagerern entführt worden. Das Außenministerium in Kopenhagen bestätigte die Entführung, wollte aber zu Einzelheiten keine Angaben machen. Der Rat der Religionsgelehrten im Irak gab bekannt, er habe zur Freilassung eines vor zwei Tagen entführten Chinesen beigetragen. Der entführte Däne arbeitete laut einem Bericht des Senders an einem Abwasser-Projekt in Basra und wurde auf dem Weg nach Bagdad in Tadschi gefangen genommen. Dänemark hat in der Region 410 Soldaten stationiert.

Die USA sind angeblich grundsätzlich bereit, ausländische Geiseln mit militärischer Gewalt zu befreien. Voraussetzung sei, dass die betreffenden Staaten dies wirklich wollten, sagte der stellvertretende Außenminister Richard Armitage der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Von drei tschechischen Journalisten, die am Sonntag im Irak gekidnappt worden waren, gab es am Freitag weiter keine offizielle Nachricht.

Ein neuer Entführungsfall wird aus der südirakischen Stadt Basra gemeldet. Dabei gingen die Geiselnehmer besonders dreist vor. Als Polizisten verkleidete Männer hätten gestern einen amerikanischen Geschäftsmann aus seinem Hotel in der Stadt verschleppt, teilte der Polizeichef Basras mit. Der entführte US-Bürger ist nach Polizeiangaben jordanischer Abstammung.

Italienische Zeitungen berichteten, nach der Ermordung eines Italieners drohten die Kidnapper, die noch drei Italiener in ihrer Gewalt haben, damit, alle 48 Stunden eine weitere Geisel zu töten. Das Außenministerium in Rom wollte eine solche Drohung nicht bestätigen.

Nach der Ermordung der italienischen Geisel erklärte der italienische Außenminister Franco Frattini in einem Zeitungsinterview, die Besatzungstruppen sollten sich künftig stärker um das Wohl der irakischen Bevölkerung bemühen. In Zusammenarbeit mit Iran und Syrien versuche man, die übrigen drei italienischen Geiseln freizubekommen. Einer Umfrage zufolge ist in Italien die Zustimmung für die Präsenz der italienischen Truppen im Irak nach der Ermordung der Geisel von 47 Prozent auf 38 Prozent gesunken.

Powell und Blair begrüßen Uno-Pläne

US-Außenminister Colin Powell begrüßte gestern Abend den Vorschlag der Vereinten Nationen, den irakischen Verwaltungsrat durch eine Übergangsregierung zu ersetzen und dieser bis zum 1. Juli die Souveränität zu übergeben. Der britische Premierminister Tony Blair sprach sich vor einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush für eine Schlüsselrolle der Uno im Irak aus

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,295733,00.html
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Powell und Blair begrüßen Uno-Pläne :mad: :mad:

den "Gewinn" möchte man ja selbst einstreichen. Aber die Weltgemeinschaft an den Kosten beteiligen.

Den Rest kennt ja hoffentlich noch jeder.

Das Alte Europa, die Achse des Bösen usw. Ach da war ja noch der Dellelju - Wer nicht für uns ist , der ist ... :mad: :mad: :mad:

Für mich sollen die Amis erst mal die Suppe selbst auslöffen. Wer nicht für uns ist , der ... usw.

Gruß
DmComeBack
Kriegsverbrechen von US-Soldaten hat es nie gegeben - so oder so ähnlich heist es doch immer!

Hier etwas zu Vietnam - sorry ist lang her, deshalb ein sehr kurzer Beitrag.

Kriegsverbrechen in Vietnam

Apocalypse Now

wer weiterlesen will - hier:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-295224,00.html

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Wer sich mit dem Golfkrieg von 1991 befaßt, der bekommt noch sehr viel mehr Hinweise.

Ich kenne persönlich jemaden, der dabei war. Was der erzählt hat, ....kann ich hier nicht wieder geben.

Kiegsverbrechen jeder Art.

Könnt ihr jetzt glauben oder auch nicht.

Der gute Mann hat nämlich richtig schiss, wenn das öffentlich bekannt wird. Er sagte: Dann bin ich reif. Nicht weil er das getan hat, nein - er hatte es halt dummerweise gesehen.

Gruß
DmComeBack
Fallujah`s Friends

By Stephen Schwartz
Weekly Standard | April 19, 2004

WHY FALLUJAH? Why should this relatively obscure Iraqi city of half a million have become the crucible of atrocities against the Coalition in Iraq?

Some analysts say Fallujah was a stronghold of Baathist sympathy. The reality is rather different. The al-Jumaili clan, which is a leading force in the area, produced two pre-Saddam presidents of Iraq, the brothers Abd as-Salaam Arif, who ruled from 1963 to 1966, and Abd ar-Rahman Arif, whose tenure lasted from 1966 to 1969. The first died in a suspicious aerial accident, and the second was driven from power, and then from Iraq, by the Baathists under Saddam.

The al-Jumailis have a long memory, and the downfall of the Arif brothers fostered a blood feud between the powerful tribal sheikhs and Saddam, so that when Coalition troops appeared in Iraq the al-Jumaili sheikhs ordered their followers not to interfere with them. That, at least, is the version told by al-Jumaili representatives in the United States, who decline to be identified in the media.

But the al-Jumailis now claim that tensions with the Coalition began with U.S. military raids on their strongholds soon after Saddam`s fall. A San Francisco Chronicle report in late 2003 quoted Sheikh Mishkhen al-Jumaili denouncing U.S.-inflicted fatalities in the area. Reporter Anna Badkhen added, "Important members of the community, like al-Jumaili, went from being supportive of the U.S.-led alliance to being openly anti-American."

A more significant ingredient in the stewpot of Fallujah`s discontent, however, is local adherence to Wahhabism, the extremist Islamic sect that is the state religion in neighboring Saudi Arabia and whose purest expression is al-Qaeda. Here and there, Western journalists have alluded to this; an Associated Press report noted that of the residents of Fallujah, "many adhere to Sunni Islam`s austere Wahhabi sect." Wahhabi militants in Kuwait and other nearby states have begun collecting money, blood, and supplies to sustain the conflict. Even in the United States, some leaders of the "Wahhabi lobby" that dominates American Islam declared their solidarity with the "resistance" in Fallujah.

Wahhabi sympathies complicated Fallujah`s relationship with Saddam`s regime, which mainly repressed the Wahhabis, but also used them against Muslims in Kurdistan. Rahul Mahajan, publisher of an anti-American weblog titled "Empire Notes," admitted the Wahhabi connection to Fallujah on April 7, politely denoting the fanatics by the camouflage term they prefer, "Salafis." Mahajan wrote, "Many inhabitants were Salafists (Wahhabism is a subset of Salafism), a group singled out for political persecution by Saddam." Wahhabis use "Salafi" the same way extreme leftists have used "progressive."

But where Wahhabis or Salafis go, Saudis are never far behind. Some Western scribes have noted the presence of Saudis among the foreign fighters in Fallujah. At the beginning of April, as reported on the Saudi opposition website www.arabianews.com, the supreme mufti, or top religious leader of Saudi Arabia, Shaikh Abd al-Aziz bin Abd-Allah Aal ash-Shaikh, a descendant of Ibn Abd al-Wahhab, founder of the Wahhabi cult, publicly called on the kingdom`s Muslims to "send hundreds of fighters to participate in the ongoing battle in Fallujah."

The mufti`s appeal was followed by prayers in numerous Saudi mosques for "destruction of the Jews and the Christians," with cries of "O Allah, destroy them! O Allah, disperse them! O Allah, support the fighters in Iraq! O Allah, grant them aid!" Media in the kingdom that had previously praised Saudis for going to Iraq to fight the Coalition and the Shias -- hated by the Wahhabis as alleged heretics -- exultantly reported that numerous Saudis had transferred their activities to Falluja.

In addition, Saudi government media encouraged the kingdom`s subjects to hurry across the border. The official newspaper al-Riyadh used its front page to praise the terrorists in Fallujah, describing them as "creating an epic chapter of combat against the American military invaders."

The consequence? On April 12, a Riyadh resident, Fahed al-Razni al-Shimmeri, reported that his son Majed, aged 25 and a student, had become "a martyr... in resisting the American forces` aggression in Fallujah," according to the website Middle East Online. The son was said to have left for the jihad in Iraq just a month after the overthrow of Saddam. He was only the latest of many Saudi "martyrs" in Iraq to be eulogized in his homeland.

But Wahhabi interference with the Coalition has not been limited to Fallujah. A Salafi presence became obvious in Baghdad itself when a major mosque in the capital was renamed for Ibn Taymiyyah, the 13th-century inspirer of the later Wahhabi movement. The mosque quickly became a center of Wahhabi agitation against the Coalition.

What to do, then, about Fallujah? The brief "rebellion" of the upstart Shia cleric Moktada al-Sadr appears to be collapsing like a balloon. But Fallujah may become the "Jenin" of Iraq. That is, like the Palestinian community that in 2002 served as a pretext for false atrocity charges against Israel, Falluja is emerging as a rallying point for those hoping to accuse the Coalition in Iraq of wholesale violations of human rights. The desecrated dead who thrust Fallujah into the consciousness of every American are already forgotten by many beyond our borders.

In Iraq, efforts are being made to bluff Americans, and the world, into seeing an incipient civil war, or a "resistance" to foreign incursion, rather than the reality of the situation: an aggression by al-Qaeda, supported by the Wahhabi hardliners in Saudi Arabia, who loathe the idea of a Shia-led democracy in Iraq.

If we are to prevent a repetition of the ghastly brutalities inflicted on the Coalition in Fallujah, and if we are to protect the Shia, Kurds, and other non-Wahhabi Sunnis in Iraq against terrorism, there are two obvious steps we can take: First, seal the Saudi-Iraqi border, to shut off the northward flow of Wahhabi combatants. Second, tell the Saudi rulers in no uncertain terms that preaching jihad in Iraq, and collecting money, blood, and supplies for it, must stop
#1
Na und ? Sei doch froh, das die denen nicht in den Kopf schiessen...

:cool:
Zur Zeit ist es ziemlich ruhig in Falludja.
Ob das irgendwie wie mit Posting # 33 zu tun hat? :D
@ Birk35

das ist evtl. möglich.

Wäre aber das dummste was die Amis z. jetzigen Zeit machen können. Ähnlich diesen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,295928,00.html

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INTERVIEW MIT PLO-VERTRETER ABDALLAH FRANGI


"Das Dümmste, was Scharon tun konnte"

Erst leiteten die USA einen Kurswechsel ihrer bisherigen Nahostpolitik ein, dann liquidierte Israel den neuen Hamas-Chef. Der Friedensprozess scheint am Ende zu sein. Wie geht es nun weiter? SPIEGEL ONLINE sprach mit Abdallah Frangi, dem Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde in Deutschland.

SPIEGEL ONLINE: Aber müsste nicht insbesondere die PLO Scharon dafür dankbar sein? Immerhin schaltet er doch auch ihre ärgsten politischen Gegner aus.

Frangi: Erstens ist dieser Akt völkerrechtlich vollkommen unannehmbar. Zweitens ist die israelische Armee weiterhin als Besatzer in den palästinensischen Gebieten. Drittens soll uns beigebracht werden, an demokratische Institutionen zu glauben. Und Demokratie heißt, auch mit unseren Gegnern zu verhandeln und sie durch Argumente zu überzeugen. Wir können nicht die politischen Gruppierungen, die nicht mit uns einverstanden sind, einfach liquidieren. So etwas kann nur ein israelischer Ministerpräsident tun.

SPIEGEL ONLINE: Wieso nur der?

Frangi: Weil er die Leiden der Juden in der Vergangenheit für seine Politik instrumentalisiert. Und jeden Kritiker und jede Kritik als antisemitisch bezeichnet.

SPIEGEL ONLINE: Ist es der manchmal etwas blumigen arabischen Sprache zu schulden, dass die Anhänger der Hamas nun mit Hunderten Anschlägen und einem "Vulkan" der Gewalt drohen?

Frangi: Nein, es ist eher echter Zorn. Aber auch Ohnmacht angesichts der israelischen Politik.

SPIEGEL ONLINE: Immerhin will die Hamas die Juden nach wie vor ins Meer treiben und setzt für Anschläge in Israel auch Frauen und Kinder ein. Ist es da nicht verständlich, dass Israel mit aller Härte reagiert?

Frangi: Die Hamas ist 1988 mit der Unterstützung Israels gegründet worden. Nun hat sie sich verselbständigt. Aber Hamas hat das Potenzial, sich in eine politische Organisation zu wandeln. Auch die PLO hat unter anderen Prioritäten begonnen und hat nach einem langen Prozess das Existenzrecht Israels anerkannt. Warum sollte das für die Hamas nicht gelten?

SPIEGEL ONLINE: Aber wie sollte sich Israel denn vor Terroranschlägen schützen?

Frangi: Der einzige Weg ist, dass sich Israel aus den besetzten Gebieten zurückzieht und den Friedensprozess von Oslo wieder aufnimmt. Wir halten nach wie vor an Gesprächen fest und wollen eine Lösung des Konflikts auf der Grundlage von zwei Staaten erreichen.

SPIEGEL ONLINE: Welche Rolle kann die PLO in dem Friedensprozess noch spielen?

Frangi: Wir wollen alle palästinensischen Kräfte bündeln und versuchen auch mäßigend auf die Hamas, den islamischen Dschihad und andere radikalen Kräfte einzuwirken. Wenn wir Demokratie lernen sollen, dann müssen demokratische Prozesse aber auch mit Macht ausgestattet werden. Die Autonomiebehörde muss der Ansprechpartner sowohl für alle Palästinenser als auch für die israelische Regierung sein.

SPIEGEL ONLINE: Wie soll das gehen? Jassir Arafat steht seit Jahren in Ramallah de facto unter Hausarrest.

Frangi: Arafat ist der gewählte Repräsentant unseres Volkes, daran ändert auch nichts, dass sein Hauptquartier in einem zerstörten Gebäude von israelischen Panzern umstellt ist. Nelson Mandela hat 28 Jahre im Gefängnis gesessen und spielte dann die entscheidende Rolle bei der Gestaltung eines neuen Südafrika.

SPIEGEL ONLINE: Geraten nun auch die Amerikaner durch die Politik von US-Präsident George W. Bush ins Fadenkreuz palästinensischer Extremisten? Schließlich wird die Anerkennung der jüdischen Siedlungen im Westjordanland eine Zweistaatenlösung nicht gerade erleichtern.

Frangi: Ich glaube, die Amerikaner waren auch schon vor dem Kurswechsel der amerikanischen Regierung unter Arabern äußerst unbeliebt. Wir hoffen darauf, dass die USA innerhalb des Nahostquartetts ihre Position überdenken werden - und endlich wieder Fortschritte auf dem Weg zu einem eigenständigen palästinensischen Staat erzielt werden können.

Das Gespräch führte Lars Langenau
"Und Demokratie heißt, auch mit unseren Gegnern zu verhandeln und sie durch Argumente zu überzeugen. Wir können nicht die politischen Gruppierungen, die nicht mit uns einverstanden sind, einfach liquidieren."

Da hat der Herr Frangi ja sogar Recht. Allerdings sollen seine Landsleute dann mal langsam anfangen, sich ein paar Argumente zu suchen, statt Kinder mit Steinen und Jugenliche mit Bomben loszuschickenl....
Und die Hamas-Führer wurden auch nicht liquidiert, weil sie "nicht einverstanden" waren - sondern weil sie Morde in Auftrag gegeben, gebilligt und belohnt haben.
@ xylophon

stimmt.

Aber was macht der "liebe" Herr Scharon?

Der ist auch nicht besser.
27.04.2004

Ausland
Rainer Rupp

Falludscha wird ausgeblutet

US-Verstöße gegen Genfer Konvention. »Berlin-Tribunal« will Zeugen der Kriegsverbrechen laden

Der US-amerikanische Nachrichtensender ABC berichtete am Montag aus Bagdad, daß vier zwölfjährige Kinder erschossen wurden. Die irakischen Schüler hatten den Schulhof verlassen, um ein brennendes US-Militärfahrzeug zu bestaunen, das in im Osten der Hauptstadt kurz zuvor von einer Bombe gesprengt worden war. Den von ABC zitierten Zeugen zufolge schossen daraufhin herbeieilende US-Soldaten wahllos in die Menschenmenge
:mad: :mad: :mad: , die um das brennende Fahrzeug stand. Die Kinder waren sofort tot, fünf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.


Auch bei der Belagerung der Großstadt Falludscha ist es bereits zu massenhaften Verstößen gegen die Vorschriften der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung durch die US-Truppen gekommen. Der ranghöchste US-Offizier, General Richard Myers, hatte die Stadt kürzlich vor dem Streitkräfteausschuß des US-Kongresses als »Rattennest« bezeichnet, das es auszuräuchern gelte. Inzwischen flohen etwa 60000 Einwohner aus dem Inferno. Zeugen berichten, daß das US-Militär nicht nur die Elektrizitätsversorgung gesperrt hat, so daß unter anderem die Krankenhäuser nicht mehr arbeiten können, sondern auch die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern unterbindet. Zugleich wagten die Einwohner in bestimmten Stadtteilen, die von US-Marines eingesehen werden können, nicht einmal, ihre Toten zu bergen: Die Scharfschützen der Marines würden auf alles schießen, was sich bewegt.

Derweil bezeichnete der ehemalige Ministerpräsident der Niederlande, Dries van Agt, am Wochenende im Fernsehsender »Nova« die USA als »Schurkenstaat« und forderte die Regierung in Den Haag auf, die niederländischen Truppen so schnell wie möglich nach Hause zu holen, »weil sie ohne UN-Mandat an einer illegalen Besatzung eines anderen Landes beteiligt sind«. Er fügte hinzu, daß die USA und Israel internationales Recht »wiederholt schwer verletzt« haben.

Zur Untersuchung der US-amerikanischen Kriegsverbrechen im Irak und der Beihilfe der Regierung der Bundesrepublik Deutschland fand am Sonntag in Berlin ein Treffen zur Vorbereitung des »Berlin-Tribunals« statt. Das erste öffentliche Hearing ist für den 19. Juni geplant. Dazu sollen auch irakische Opfer der amerikanischen Verbrechen, die in der Regel von den großen Medien ignoriert werden, als Zeugen gehört werden.

* Zur Finanzierung der Reisekosten für die irakischen Zeugen bitten die Organisatoren um Spenden. Bankverbindung: Internationale Liga für Menschenrechte, Bankkonto: 3317100, Verwendungszweck: Irak-Tribunal. Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 10020500


http://www.jungewelt.de/2004/04-27/006.php
US-Soldaten wegen Misshandlung von Irakern vor Gericht

Donnerstag, 29. April 2004, 21.09 Uhr

Sechs Militärpolizisten der US-Besatzungstruppen im Irak müssen sich unter dem Vorwurf der Misshandlung von gefangenen Irakern vor einem Militärgericht verantworten. Dies berichtete der US-Fernsehsender CBS unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium in Washington. Der Sender hatte am Vorabend Bilder vom März 2003 gezeigt. Darauf sind Insassen des Abu-Ghraib-Gefängnisses nahe Bagdad zu sehen, die misshandelt und entwürdigend behandelt werden. Er sei „entsetzt“ über die CBS-Bilder, meinte der Sprecher der US-Truppen im Irak, Brigadegeneral Mark Kimmitt.

Quelle: Bild - News-Ticker

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was wird da raus kommen?


Überhaupt nichts
DmComeBack,

na, das ist doch wohl nach Recht und Gesetz und spricht doch wohl für die Amerikaner, die ihre Gesetzesbrecher bestrafen. Bei der Öffentlichkeit ist da kaum was unter den Tisch zu kehren.
wilbi
HÄFTLINGSMISSHANDLUNGEN

US-Militär fürchtet Rache der Iraker


Irakische Gefangene mussten sich zum Striptease ausziehen, US-Soldaten sprangen auf nackten Häftlingen herum: Nach den schockierenden Folterbildern will das amerikanische Militär die Täter hart bestrafen. Die Alliierten fürchten Racheaktionen der Iraker.


Washington - Sechs Militärpolizisten seien vor einem Militärgericht bereits angeklagt worden, ein weiterer müsse mit einer Anklage rechnen und gegen drei weitere Soldaten werde ermittelt, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen Armeesprecher. Die Angeklagten müssten sich wegen Verschwörung, Grausamkeit, Misshandlung, Körperverletzung, Vernachlässigung der Dienstpflichten und sexuellem Missbrauch verantworten. Außerdem sollen sieben Offiziere Disziplinarstrafen erhalten. Der Kommandeur des Gefängnisses in Abu Ghoreib, 40 Kilometer westlich von Bagdad, wurde ausgewechselt. Dort hatten die Misshandlungen stattgefunden.

Auf Fotos, die der US-Sender CBS zeigte, ist zu sehen, wie irakische Gefangene gequält wurden. Das US-Militär soll die Aufnahmen als authentisch bezeichnet haben. Demnach mussten sich Häftlinge nackt ausziehen und eine menschliche Pyramide bilden, auf der die Soldaten dann herum sprangen. In anderen Fällen hätten Häftlinge einen Striptease aufführen müssen. Ein Mann sei mit einem Kapuzengewand auf eine Box mit Essensrationen gestellt und mit Elektrodrähten verkabelt worden. Dem Häftling sei gedroht worden, dass er durch einen Stromschlag getötet werde, falls er von der Box falle.

Auch Präsident George W. Bush verurteilte die Misshandlungen. "Ich teile die tiefe Abscheu darüber, dass diese Gefangenen so behandelt wurden, wie sie behandelt wurden. Ihre Behandlung entspricht nicht der Natur des amerikanischen Volkes. Das ist nicht die Art, wie wir in Amerika mit den Dingen umgehen."

Guantanamo ist dann etwa so eine Art "Erholungslager"! :mad:

Die betroffenen Soldaten fühlen sich jedoch zu Unrecht angegriffen. Sie ließen über Verwandte und Anwälte ausrichten, dass Offiziere die :eek: :eek: "Behandlung der Häftlinge" sowohl befohlen :eek: :eek: als auch aktiv unterstützt haben sollen. :mad: :mad:

Die US-Militärführung will verhindern, dass sich derartige Vorgänge wiederholen. Die US-Soldaten sollen jetzt besser in den Bestimmungen der Genfer Konventionen geschult werden. Außerdem würden sie bei der Ausbildung lernen, wie Häftlinge mit Respekt behandelt werden.

Die Bilder sind in den irakischen Tageszeitungen wegen des muslimischen Feiertages am Freitag bislang nicht veröffentlicht worden. US-General Mark Kimmitt traf sich nach eigenen Angaben mit Vertretern der irakischen Zeitungen, um über die Art der Berichterstattung zu sprechen.

Die Amerikaner fürchten, dass es aus Rache zu neuen Anschlägen auf die US-Truppen kommen könnte. Nach jüngsten Umfragen befürworten 57 Prozent der Iraker ohnehin ein möglichst rasches Verschwinden der Besatzer.

"Das ist das absolute Ende. Diese Bilder werden den Amerikanern das Genick brechen", sagte der Chefredakteur der in London erscheinenden arabischen Zeitung "al-Quds al-Arabi", Abdelbari Atwan, der BBC. Fotos von sexueller Misshandlung seien in der muslimischen Welt das "Schlimmste, was es überhaupt gibt".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,297913,00.html

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Feldwebel Chip Frederick,der auf bildern mit misshandelter häftlingen posierte.Wir sind von angehörigen des militärischen geheimdienstes dazu ermutigt worden,gefangene "mental und physisch" auf das verhör vorzubereiten.Dazu gehörten schläge,der einsatz von hunden und todesdrohungen."Wir hatten mit unseren stil eine sehr hohe erfolgsrate" meint Frederik.Die häftlinge seien "in wenigen stunden" gefügig gemacht worden.Sicher eine neue form, die bisher so nicht bekannt war.In Vietnam haben sie einem wettbewerb gehabt,wer die längste Mala mit den meisten abgeschnittenen ohren am schnellsten erreicht.Da hat Bush recht,in Amerika machen sie sowas nicht.




US-Soldat Ivan Chip Frederick soll irakische Gefangene gefoltert haben, wartet jetzt auf den Prozess vor dem Militärgericht
Ein "echter Cowboy"

http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html


Evtl. erinnert sich noch der ein oder andere an die Bilder der Gefangenen US-Soldaten durch die irakische Armee und den Aufschrei von Rumsfeld und Co.!

Gruß
DmComeBack

Abstoßend: Irakische Soldaten mussten sich nackt und maskiert aufeinander legen.


Auch Briten sollen irakische Gefangene gequält haben

Die Fotos der Schande


Am Mittwoch hatte der US-Sender CBS Misshandlungen irakischer Gefangener durch amerikanische Militärpolizisten aufgedeckt.

Gestern kamen neue, schockierende Bilder von Folterungen irakischer Häftlinge an die Öffentlichkeit!

Der „Daily Mirror“ druckte Fotos britischer Soldaten, die einen gefesselten Iraker prügeln und auf ihn urinieren. Der Zeitung zufolge wurde der Mann wegen Diebstahls festgenommen und acht Stunden misshandelt.

(Das neue Gesetz im Irak?)

Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Der Gefangene war zwischen 18 und 20 Jahren alt. Er flehte um Gnade, als er mit Gewehrkolben und Stöcken auf den Kopf und die Leiste geschlagen wurde (. . .). Nach acht Stunden Folter wurde er halbtot liegen gelassen.“

Später sei der Mann von dem Armeecamp in Basra weggefahren und von einem Truck geworfen worden. „Niemand weiß, ob er überlebt hat“, so der „Daily Mirror“. Das Blatt hat die Skandalaufnahmen nach eigenen Angaben von einem britischen Soldaten erhalten, der an den Misshandlungen beteiligt war.


Das Verteidigungsministerium in London ordnete eine Untersuchung an. Der Oberkommandierende des Heeres, General Sir Michael Jackson, nannte den Vorfall beschämend. „Wenn sich das bewahrheitet, sind die Täter nicht würdig, die Uniform der Königin zu tragen“, so Jackson. Das Büro von Premierminister Tony Blair erklärte, die Anschuldigungen müssten mit großer Ernsthaftigkeit behandelt werden.

Ähnlich hatte sich am Freitag bereits US-Präsident George W. Bush über die Misshandlung irakischer Gefangener durch US-Soldaten geäußert. „Ich teile die tiefe Abscheu darüber, dass diese Häftlinge so behandelt wurden“, erklärte Bush.

Das US-Militär teilte gestern mit, dass die Leiterin der Militärgefängnisse im Irak, Janis Karpinski, suspendiert worden sei. Die Offizierin im Rang eines Brigadegenerals war die Vorgesetzte von sechs Soldaten, die an den Übergriffen beteiligt waren. Außerdem seien mindestens sieben weitere Personen von ihren Aufgaben im Militärgefängnis Abu Ghraib entbunden worden

Karpinskis Nachfolger soll Generalmajor Geoffrey Miller werden. Er ist bisher Kommandeur von Guantanamo. In dem umstrittenen Sondergefängnis auf Kuba werden mehr als 600 Terrorverdächtige festgehalten.

Die meisten politischen Experten und Kommentatoren in den USA werteten gestern die Vorfälle als verheerend für das Ansehen ihres Landes. „Dies ist ein Desaster. Fünf oder sechs Soldaten haben es geschafft, das Ansehen der US-Soldaten weltweit zu beschmutzen“, so der Politikwissenschaftler und ehemalige Regierungsberater Michael Rubin in der „Washington Post“.

Die Europäische Union verurteilte die Folter Gefangener durch amerikanische und britische Soldaten. Der amtierende EU-Ratspräsident und irische Regierungschef Bertie Ahern: „Wir alle sind entsetzt über die Bilder.“

http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html

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Die Amis und Engländer können doch stolz auf die "Befreier des Irak" sein - oder? Und deshalb glaube ich auch, daß die Überschrift in diesem Thread stimmt!

Vielen Dank auch an G. W. Bush. :mad: :mad:
Ein "Alliierter Bush-Krieger" und ein "Untermensch"?


Widerlich: Die britische Zeitung „Daily Mirror“ druckte gestern auf Seite 1 das Foto eines britischen Soldaten, der auf einen irakischen Häftling uriniert...:mad: :mad:

http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html
Ist ja ungeheuerlich, wie sich da
einige Amis und Briten benehmen.

Hoffentlich sinken sie nicht so tief,
dass sie auch noch Leichen schaenden.:D
Wer nur Rambo-Filme und solch einen Scheißdreck sieht, der kann sich halt nicht benehmen, bzw. "ausmalen" was in einem wirklichen Krieg abgeht. Vor allem dass man nicht "10.000" Schuß Munition hat, verwundbar ist usw.

Dass die Wirklichkeit anders ist.
Krieg ist einfach Scheiße.

Und das habe ich jetzt auch bewußt ausgeschrieben. Soll W.O. doch diese Zeile des Threads entfernen. Wäre aber nicht nützlich. Es geht

1. nicht gegen W.0.

es geht gegen den Krieg.
Gegen Verbrechen usw.
Und da muß man auch einmal solche Wörter gebrauchen dürfen.

Im Voraus vielen Dank an W.0.

Gruß
DmComeBack
US-Geheimdienst soll Übergriffe befohlen haben

01. Mai 19:56

US-Soldaten haben gefangene Iraker anscheinende auf Befehl von oben gefoltert. Menschenrechtler forderten Ermittlungen gegen die Vorgesetzten.




Die Misshandlung von Irakern durch US-Soldaten soll vom US-Militärgeheimdienst angeordnet worden sein. Das berichtet das US-Magazin «The New Yorker». Das Blatt beruft sich auf einen Brief, den einer der nun wegen Misshandlung verdächtigten US-Soldaten im Januar nach Hause schrieb. Der Feldwebel erzählte darin, er habe «einige der Dinge in Frage gestellt», die er im Bagdader Abu-Gharib-Gefängnis gesehen habe. Darauf sei ihm gesagt worden, der Militärgeheimdienst wolle es so haben`.



Er selbst und andere Soldaten seien ausdrücklich vom Militärgeheimdienst gelobt worden, weil sie durch ihr Vorgehen gegen die Gefangenen «jetzt positive Ergebnisse und Informationen erhalten», heißt es in dem Brief. Der Anwalt des Feldwebels sagte, sein Mandant habe lediglich Befehle ausgeführt.



Misshandlungen auf Anweisung

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) forderte unterdessen, auch gegen die Vorgesetzten der verdächtigen Soldaten zu ermitteln. HRW besitz demnach Informationen, wonach die Soldaten bei den Misshandlungen auf Anweisung ihrer Vorgesetzten gehandelt haben.

Am Mittwoch hatte der US-Sender CBS Fotos ausgestrahlt, die Misshandlungen von irakischen Kriegsgefangenen durch US-Soldaten belegen sollten. Sechs US-Soldaten sind bereits formal angeklagt und warten auf ein Verfahren vor einem Kriegsgericht. (nz)
@ Diegoarmando

kann ich mir absolut vorstellen.

Was meinst was da passiert.

Überhaupt N I C H T S !!!!!


"2-3 Jungs" werden alles abbekommen. Ein, zwei Show-Prozesse - das wars. Der Rest kommt mit 0,0 davon.

Warum? Ganz klar. Weil jede Armee der Welt solche Leute

-sucht
-braucht
usw.

Die sind zu allem breit. Denen ist alles egal. Und genau deshalb sind das die richtigen für einen Krieg. Ich mag die Jungs auch nicht. Aber wer einen Krieg führen will, braucht solche Leute. Nur dann kann man gewinnen.

Sollte sich jeder überlegen. Und genau deshalb wird der Mehrzahl auch nichts passieren.

Gruß
DmComeBack
#51 Cyberwilly du meinst sicherlich im tiefsinken dich noch zu übertreffen.Dich erfreut es mehr bei den lebenden, zuminderst gedanklich fühlt sich so mancher verhindert dazu.
MISSHANDLUNGEN


Folteraufnahmen schockieren die arabische Welt

Die zuerst von dem amerikanischen Fernsehsender CBS ausgestrahlten Bilder von der Folterung irakischer Gefangener durch US-Soldaten sind auch in der arabischen Welt zu sehen gewesen. Sie stoßen viele ab, die die US-Soldaten bislang als Befreier angesehen haben. :eek:

Bagdad - Die Moderatoren von al-Dschasira und al-Arabija konnten getrost auf reißerische Worte verzichten. Denn die erschütternden Bilder aus dem berüchtigten Bagdader Gefängnis Abu Ghoreib sprachen für sich. Die wenige Minuten dauernden Filmsequenzen reichten aus, um auch im hintersten Winkel der arabischen Welt den Hass auf die alliierten Truppen zu steigern.

Besonders aufgeheizt war die Stimmung im Irak, wo Amerikaner und Briten schon lange nicht mehr als Befreier, sondern längst als Besatzer empfunden werden. In einem Bagdader Restaurant, in dem sonst die unbeschwerten Pop-Clips eines libanesischen Musiksenders über den Bildschirm flimmern, stockte Gästen und Personal gleichermaßen der Atem.

Besonders die Szenen, in denen junge US-Soldatinnen gleich mehrere gefangene Iraker vorführen, die sich ihnen entblößt zeigen und verhöhnen lassen müssen, trafen die Zuschauer ins Mark. "Für mich ist das nichts Neues", meint der Ingenieur Osama Mohammed. "Sie haben keine Tradition und keine Werte." Und schnell redet er sich in Rage. "Sie sind Söldner. Und sie sind alle schwul."

Doch die jetzt verbreitete Wut dürfte erst der Anfang sein. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Texte ins arabische übersetzt sind, die jetzt "The New Yorker" auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Das US-Magazin zitiert Passagen aus einen 53 Seiten umfassenden Untersuchungsbericht der Armee, die bereits im Februar Ermittlungen eingeleitet hatte, um Gerüchte über sadistische Misshandlungen von gefangenen Irakern durch ihre Soldaten zu überprüfen.

Was sie herausfanden, übertraf selbst die schlimmsten Befürchtungen und liest sich selbst im seriösen "New Yorker" wie ein Hardcore-Porno. Häftlinge seien mit einem Leuchtstab und wahrscheinlich einem Besenstiel sexuell missbraucht worden. Andere seien vor den Augen ihrer Mitgefangenen gezwungen worden, sich selbst zu befriedigen. Im Hintergrund knurrten Kampfhunde, um jeden Widerstand gleich im Keim zu ersticken.

"Solche Art von Demütigungen werden in jeder Kultur als verwerflich angesehen", kommentiert der New Yorker Islam-Experte Bernard Haykel die Ermittlungsergebnisse gegenüber dem "New Yorker". Aber speziell in der arabischen Welt würden sie als besonders schmählich empfunden, weil homosexuelle Praktiken gegen das islamische Recht verstießen und es für Araber peinlich sei, sich anderen Männern gegenüber nackt zu zeigen.

Zwar geht aus dem Bericht des "New Yorker" auch hervor, dass die Ermittlungen nur deshalb erfolgreich waren, weil US-Soldaten als Zeugen gegen ihre Kameraden aussagten und, mehr noch, das Verfahren erst in Gang brachten. Doch dem Ansehen der US-Armee in der arabischen Welt wird dies wenig nützen. Als al-Dschasira darüber informierte, dass die Übeltäter vor ein US-Militärgericht gestellt würden, heizte dies die Wut der Zuschauer nur zusätzlich an. "Was heißt vor ein US-Militärgericht?", ereifert sich etwa der Geldwechsler Imad Dschabar. "Wir verlangen, dass sie an unsere islamische Gerichtsbarkeit ausgeliefert werden, um ihre gerechte Strafe zu empfangen."

"Das ist sehr schlecht für das Ansehen der Amerikaner"

Die Bereitschaft militanter Iraker werde zunehmen, die den Landsleuten zugefügten Demütigungen mit tödlichen Anschlägen auf das Besatzungsmilitär zu rächen, befürchten auch Sicherheitsexperten. Für das Mitglied des provisorischen irakischen Regierungsrats, Mahmud Othman, steht fest: "Das ist sehr schlecht für das Ansehen der Amerikaner."

Dass die Strafverfolgungsbehörden der US-Streitkräfte mit den Untersuchungen einiges unter den Tisch kehren wollen, :eek: :eek: :eek: um die eigenen Offiziere zu schonen, dafür gibt es bereits jetzt einige Indizien. So war die zum Zeitpunkt der Misshandlungen für Abu Ghraib verantwortliche Brigadegeneralin Janis Karpinski bereits vor einigen Tagen vom Dienst suspendiert und in die USA zurückbeordert worden. In den Augen der Öffentlichkeit gilt sie zurzeit als die Hauptverantwortliche für den Skandal. Möglicherweise aber dient sie nur als Sündenbock.

Karpinski selbst verwahrt sich energisch gegen die Vorwürfe, für die Misshandlungen verantwortlich zu sein. Gegenüber der "New York Times" äußerte sie den Verdacht, Mitglieder des US-Militärgeheimdienstes hätten die Täter zu den Misshandlungen ermutigt, wenn nicht sogar die Anweisung dafür erteilt.

Der Hochsicherheitstrakt, in dem die Misshandlungen statt gefunden hätten, habe unter der strengen Kontrolle einer eigenständigen Gruppe des Militärgeheimdienstes gestanden. Ihr Fehler sei gewesen, dass sie den Trakt nie persönlich kontrolliert habe, sagte Karpinski weiter. Sie habe damit einem Wunsch der Geheimdienstoffiziere entsprochen, die vor einer Störung der Verhöre gewarnt hätten.

Auch die Aufzeichnungen des "New Yorker" bestätigen, dass Geheimdienst-Offiziere an den Misshandlungen beteiligt waren und lassen Karpinskis Aussage jedenfalls plausibel erscheinen.

Michael Kröger

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,298060,00.html

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Hallo George! Damit habt ihr euch wieder einige "Freunde" gemacht. Die sich mit Sicherheit auch dafür erkenntlich zeigen werden.

Gruß
DmComeBack


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