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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland - 500 Beiträge pro Seite



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Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002

http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12700b%20AlmanachUnt…

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Daher möchte ich Sie dringend bitten, nicht voreilig vom Inhalt einer verweisenden Seite her auf meine politische Grundhaltung zu schließen. Sehen Sie sich bitte auf meiner eigenen Hompepage um, dann wird schnell deutlich, wer ich bin und was ich will.
Egon W. Kreutzer

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von Egon W. Kreutzer Sie haben ein Manuskript? Wie das Geld funktioniert

Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland

Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002

In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer


Was sollte der Staat tun?
Läßt sich Wachstum herbeisparen?

Vermögenssteuer
Warum nicht?
Woher kommt das
Haushaltsdefizit
Ist das schon die Deflation?

02.10.2002 bis 30.04.2004 Gesamt seit 2.10.2002 (577 Tage)Kennen Sie schon die anderen Seiten dieser homepage?
1.792.091

30.04.2004 1. Mai 2004; Tag der Arbeit?

Scheint abgeschafft. Morgen ist jedenfalls der öffentlich verordnete `Tag der EU-Osterweiterung`.

Um den Beitritt einer gigantischen Sonderwirtschaftszone voller Niedriglohnsektoren und mit Arbeitslosenquoten, die sich "von" schreiben, wird der gleiche laute Jubel und glitzernde Budenzauber inszeniert, wie wir ihn schon bei der Einführung des Euro erlebt haben.
Endlich darf der deutsche Arbeiter im direktem Wettbewerb zu Menschen aus Ländern mit niedrigsten Löhnen, miserablen Sozialstandards und mangelhaftem Umweltschutz beweisen, wie eng er den Gürtel schnallen kann.
Als Bewohner eines Hochpreislandes weiß er jedoch, dass er seit 1949 über seine Verhältnsisse gelebt hat und Löhne eingeschoben hat, von denen andere heute noch träumen. Er darf sich weißgott nicht beklagen und schon gar nicht von Armut sprechen. Er hat inzwischen sogar eingesehen, dass er mit seiner rücksichtslosen Kaufzurückhaltung daran Schuld ist, dass der Aufschwung nicht kommt. Deswegen schämt er sich, auch für seine Gewerkschaften, die ihn irregeleitet haben und geht heuer nicht zur Maifeier. Da trifft es sich gut, dass gleichzeitig die EU-Feiern abgehalten werden.

Die Befürworter und Gewinner der EU-Ost-Erweiterung freuen sich über die rege Anteilnahme der Bevölkerung und sehen sich bestätigt und werden nicht müde, darauf hin zu weisen, dass die sogenannten Reformen zwar die richtigen Schritte auf dem richtigen Weg in die richtige Richtung sind, aber eben noch längst nicht weit genug gehen, und deswegen schnell und mit der gebotenen Härte fortgeführt werden müssen, wenn der Standort Deutschland den Anschluss an Polen nicht verlieren will.

Maikäfer flieg! zum 1. Mai

30.04.2004 Landesfilmzentrum Schwerin, wegen Kürzung der Fördermittel droht Insolvenz , vorerst vier Entlassungen. 4

30.04.2004 Stickerei Bachmann, Wiesenburg, kündigt acht Frauen vorsorglich. 8

30.04.2004 Universität Heidelberg, Tierfarm Kirchheimer Mühle, die Tierfarm wird geschlossen. 12 Arbeitsplätze gehen verloren. 12

30.04.2004 Salamander, Schuhe, die Garant-Gruppe baut rund ein halbes Jahr nach der Übernahme jeden zweiten Arbeitsplatz in der Salamander-Zentrale im baden- württembergischen Kornwestheim ab. 78

30.04.2004 Antoniushaus, Behinderteneinrichtung,Hochheim, 15 zum Teil teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter verlieren zum Jahresende ihre Job los. 15

29.04.2004 SAW Retropor, Verpackungs- u. Dämmstoffe, Glindenberg hat Insolvenz angemeldet, 20 Arbeitsplätze sind betroffen. 20

29.04.2004 Eschebach, Küchen-Hersteller, Radeberg, dritte Insolvenz innerhalb von gut drei Jahren und diesmal wohl das endgültige Aus. 40 Arbeitsplätze sind betroffen. 40

Hintergrund Länger arbeiten?

Das Statistische Bundesamt hat per Mikrozensus (Datenbasis Frühjahr 2003) ermittelt:

7,2 Millionen Beschäftigte, 22 Prozent aller Beschäftigten, sind Teilzeitbeschäftigte. Das ist ein Zuwachs von 51 Prozent gegenüber April 1991.

Nach unseren überschläglichen Berechnungen dürfte die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen (incl. Selbständige) damit bei ca. 32 Stunden liegen. Rechnet man die Arbeitslosen mit Null Wochenstunden mit ein, sinkt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf etwa 29 Stunden.

So viel Arbeit ist da.

Längere Wochenarbeitszeiten ohne Lohnausgleich machen (das ist richtig) die deutschen Erzeugnisse billiger. Es kann also mehr exportiert werden.

Was nie gesagt wird:

40 statt 35, 41 statt 37, 42 statt 38 Stunden - das bedeutet eine Mehrproduktion von rund 10 Prozent, ohne dass dafür ein einziger zusätzlicher Arbeitsplatz benötigt wird.

Wer glauben machen will, die freiwillige Rückkehr zu den Arbeitszeiten der frühen 60er Jahre schafft Arbeitsplätze, der muss sich fragen lassen, wo er das zusätzliche Wirtschaftswachstum um 10 Prozent hernehmen will, und vor allem, wer diesen Wachstumsberg von welchem Geld kaufen soll.

Mehr Lohn soll es nicht geben - und unsere globalen Lohnkonkurrenten arbeiten - deswegen müssen wir ja auch billiger werden - für noch weniger Geld. Die können also auch nicht viel mehr konsumieren.

Viel naheliegender ist da doch die Erklärung, dass Mehrarbeit ohne Lohnausgleich weiteren Arbeitsplatzabbau und vor allem steigende Gewinne zur Folgen haben wird.

Das ist doch auch ein schönes Ziel. Schade, dass es so schamhaft verschwiegen wird. Hintergrund
29.04.2004 Baden-Württemberg, Konkretisierung, 41-Stunden-Woche für Arbeiter und Angestellte.
Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) möchte, dass Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst künftig genau so lang arbeiten wie ihre Kollegen, die Beamte sind. Die wöchentliche Arbeitszeit soll für sie dann von 38,5 auf 41 Wochenstunden steigen. Im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs sind etwa 216.000 Beamte und 80.000 Angestellte sowie Arbeiter beschäftigt.
Insgesamt wird dadurch Mehrarbeit im Umfang von fast 20.000 Arbeitsplätzen gefordert. Umsonst, versteht sich.

Die Folge: Vermutlich werden die Beamten die gleiche Arbeit wie bisher, mit weniger Überstunden oder weniger Stress erledigen. Nur in ganz geringem Umfang werden sich Tätigkeiten unkündbarer Beamter so verlagern lassen, dass der erhoffte "Gewinn" aus der Arbeitszeitverlängerung sich durch Entlassungen im Bereich der Arbeiter und Angestellten realisieren ließe. Stellenabbau wird im Beamtenbereich wenn überhaupt, dann nur langsam durch teilweisen Nitchtersatz der die natürlichen Fluktuation eintreten. Bei den Arbeitern und Angestellten werden innerhalb von 2 Jahren rund 5.000 Jobs verschwinden. Konkretisierung aus Arbeitzszeit-
verlängerung im Öffentlichen Dienst

29.04.2004 Edscha, Automobilzulieferer, Dollar-Kurs und Stahlpreisen drücken auf die Erträge, Edscha, mit Hauptsitz in Remscheid, gibt den Druck an die Belegschaft weiter und baut am größten Inlandsstandort Hengersbach 65 von 1.200 Stellen ab. 65

29.04.2004 Textilwerke Deggendorf, synthetische Garne, bis Jahresende werden 110 Kündigungen ausgesprochen. Der Betrieb hat derzeit 957 Mitarbeiter. 110

29.04.2004 Springer Science und Business Media, Bücher und Zeitschriften, löst die Herstellungsabteilungen in Berlin auf. Betroffen sind rund 20 Mitarbeiter. Die bisherigen Aufgaben der Buch- und Zeitschriftenherstellung sollen teilweise ins Ausland verlagert werden, ein großer Teil nach Indien. 20

29.04.2004 Trilux-Lenze, Leuchten, bis Ende 2005 werden 200 Arbeitsplätze am Hüstener Firmensitz abgebaut. 200

28.04.2004 Rösch, Büromöbel, wird zm 30. Juni ist geschlossen. 61 Mitarbeiter in Eilenburg und 39 Mitarbeiter im zweiten Werk in Lorch erhielten die Kündigung. 100

28.04.2004 Tui, Touristik, verlagert ein Viertel der 320 Stellen in der Buchhaltung des Geschäftsbereichs Europa Mitte nach Budapest. Die verbleibenden 240 Arbeitsplätze in der Buchhaltung werden in eine neue Tui Dienstleistung GmbH ausgelagert. Künftig gibt es dafür nur noch zwei Standorte, Hannover und Budapest. 80

28.04.2004 Software AG, Software, will ein höheres Ergebnis erzielen und baut im II. Quartal weitere 161 Stellen im Forschungsbereich ab, 120 davon in Deutschland. 120

28.04.2004 KSB, Pumpenhersteller, Frankenthal, will profitabler werden und bis Ende kommenden Jahres etwa 650 seiner 12 480 Stellen abbauen. Betroffen sind davon etwa zehn Prozent der Mitarbeiter in den europäischen Gesellschaften. Weil KSB in Deutschland 4.300 Mitarbeiter beschäftigt, nehmen wir davon 10 Prozent in diese Statistik auf. 430

27.04.2004 Hettlage, Bekleidungshändler, hat mehr als 100 Jahre nach der Eröffnung des ersten Herrenkonfektions-Geschäfts wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind 45 Geschäfte und insgesamt 1.376 Mitarbeiter. 1.376

27.04.2004 Vivantes, Krankenhäuser, Berlin, ein brillant geschriebenes und unbedingt lesenswertes (anklicken) Fallbeispiel rot-roter Privatisierungspolitik von Lucas Adler lenkt den Blick rund 6 Monaten nach der letzten Vivantes-Meldung erneut nach Berlin. Hatten wir im Oktober 2003 auf dem Stand von 14.000 Beschäftigten noch Abbaupläne in Höhe von 1.220 Stellen gemeldet, erfahren wir nun, dass der Gesamtplan die Streichung von insgesamt 4.000 Stellen, ausgehend von ehemals rund 15.000 Beschäftigten vorsieht. Es ergibt sich zu unserem bisherigen Kenntnisstand eine Differenz von 1.880 Jobs, die wir nun in die Statistik aufnehmen. 1.880

27.04.2004 Evangelische Kirche Sachsen, Seelenheil, plant Stellenabbau und Verwaltungsreform. Die Zahl der Pfarrer wird von derzeit 656 Vollzeitstellen auf 590 gekürzt. 66

27.04.2004 VR (Volksbank/Raiffeisen) Bank Kirchhain Alsfeld Schwalmstadt will in den nächsten Monaten zehn Prozent der 290 Vollzeitstellen streichen, die auf derzeit 400 Mitarbeiter aufgeteilt sind. Da werden wohl um die 40 Jobs verloren gehen. 40

27.04.2004 Grenzdurchgangslager Friedland, die Zentrale Anlaufstelle muss 55 von 155 Stellen für Landesbedienstete (Niedersachsen) abbauen. 55

26.04.2004 Aventis, Ex-Höchst, Pharma-Industrie, die Übernahmeschlacht ist gelaufen, die französische Sanofi übernimmt Aventis, seit Jahresbeginn ist bekannt, dass diese Transaktion in Deutschland Tausende Arbeitsplätze kosten wird. Schließlich sind die von Sanofi angenommen Synergien in Höhe von 1,6 Milliarden Euro nur zu realisieren, wenn es auch in Deutschland und Frankreich zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommt. Wir rechnen damit, dass innerhalb von drei Jahren rund 3.000 Aventis Arbeitsplätze verschwinden werden. Davon etwa 900 kurzfristig im Vertriebsaußendienst, danach ca. 1.100 in der Produktion und zuletzt rund 1.000 in Forschung, Entwicklung und Verwaltung. geschätzt 3.000

26.04.2004 Georg Stolle GmbH, Entenschlachterei, Neutrebbin, ist pleite. Neben der Schlachterei mit 130 Beschäftigten zählen in Brandenburg drei eigene Mastbetriebe in Neutrebbin, Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) und Staffelde (Uckermark) mit weiteren 80 Angestellten zur Stolle-Gruppe. An der Schlachterei, die jährlich 6,5 Millionen Enten verarbeitet, hängen 43 Mastbetriebe mit rund 300 Arbeitsplätzen, die aber hoffentlich andere Abnehmer finden. 210

26.04.2004 Adler-Reederei, Sylt, und andere, EU-Osterweiterung fordert erste Opfer in der christlichen Seefahrt, das Ende der Butterfahrten hat bei deutschen und polnischen Reedereien zu 200 Kündigungen geführt. Wir nehmen die Hälfte als den Verlust deutscher Arbeitsplätze in die Statistik auf. 100

26.04.2004 Lindner, Ausbau-Unternehmen, Arnstorf, schon in den ersten Monaten des Jahres wurde der Personalbestand um 200 auf 2850 Beschäftigte gekappt, 100 Stellen entfielen am Hauptsitz in Arnstorf. 200

26.04.2004 Internationaler Bund, Ausbildung für Reha-Personal, muss in Bad Kreuznach Personal entlassen. So ist das schleichende Ende geplant: Zum 30. Juni endet das dritte Ausbildungsjahr zur Reha-Ausbildung Hauswirtschaft. Das bedeutet das Aus für 1,5 Ausbilderinnen-, 0,5 Lehrkraft-, 0,5 Sozialpädagogin-Stellen. Einen Monat später läuft die berufsvorbereitende Maßnahme für 49 Jugendliche genauso aus wie die Verträge für insgesamt fünf Stellen. Im Herbst fallen sechs weitere Stellen weg. 14

26.04.2004 EEW, Automatisierungstechnik, ist insolvent, auch der schnellste Fräsroborter der Welt konnte den Niedergang nicht aufhalten. 40 Arbeitsplätze (darunter 12 Ausbildungsplätze) sind betroffen. 40

26.04.2004 Haus am Deich, Gesundheitszentrum der AWO in Burhaversiel, wird zum 31. Dezember aufgegeben. Damit gehen 35 Arbeitsplätze verloren, die betroffenen Mitarbeiter sollen versetzt oder in den Vorruhestand geschickt weren. 35

26.04.2004 Hamburg-Mannheimer, Versicherungen, den kommenden zwei bis drei Jahren werden in Hamburg rund 200 Mitarbeiter abgebaut. 200

26.04.2004 BAT, Zigartetten, innerhalb von rund zwei Jahren werden 125 von rund 2000 Stellen in Deutschland abgebaut. 125


in eigener Sache



(Werbung,
wenn Sie so wollen..)
Wohin führt dieser Wahnsinn? Warum werden Millionen von Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben, während gleichzeitig wichtige und sinnvolle Aufgaben unter dem Vorwand des Geldmangels eingespart werden? Wo ist das Geld geblieben?

Die Antworten und Lösungsvorschläge finden Sie hier:


Egon W. Kreutzer, Wolf`s wahnwitzige Wirtschaftslehre, zwei Bände, erschienen im Selbstverlag, und nur hier zu bestellen. werfen Sie einen Blick auf zwei kurze Kapitel aus dem zweiten Band:

Arbeitslosigkeit,
eigentlich ein paradiesicher Zustand,
und
Arbeitslosigkeit, eine Folge der Rationalisierung
23.04.2004 Caritas, Wohlfahrt, Roland Koch, der brutalstmögliche Spendensumpfaufklärer ist auch sonst nicht zimperlich. Seine radikal sparsame Haushaltspolitik schlägt auch auf die Wohlfahrtsträger durch. Nur ein Beispiel:
Der Bezirks-Caritasverband Offenbach muss 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterbetriebsbedingt kündigen, weil dem Verband durch Kürzung von Landeszuschüssen das Geld ausgeht.

Unter dem zynischen Motto "Aktion sichere Zukunft" wurden von Kochs Landesregierung die Zuschüsse für ungezählte soziale Einrichtungen und Verbände gestrichen oder drastisch reduziert. Dies führte in vielen Fällen dazu, dass die von Landeszuschüssen abhängigen Bundeszuschüsse ausblieben. Die Folgen sind hessenweit dramatisch.
nur ein einziges
Beispiel:
20

23.04.2004 Bilfinger Berger, Bau, für Zukäufe im Ausland sind 300 Millionen Euro in der Kriegskasse, im Inland ist Stellenabbau angesagt. Weil man sich auch hier geniert, die Zahlen auf den Tisch zu legen, müssen wir schätzen: 13 700 Mitarbeiter schaffen derzeit 27 Prozent des Gesamtumsatzes. Dieser Anteil wird um ca. 2 Punkte auf 25 Prozent schrumpfen, unterstellt, dass davon nur die Hälfte aus dem absolutem Rückgang des Deutschlandgeschäfts resultiert, werden damit schon 500 Mitarbeiter überflüssig. geschätzt 500

23.04.2004 Hamburg, Kommune, die finanzielle Lage führt dazu, dass in 2004 rund 1,5 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen werden. Um das Loch zu stopfen wird (Volks-)Vermögen verkauft (710 Millionen), werden neue Schulden gemacht (750 Millionen) und 40 Millionen Euro müssen gespart werde und das heißt Personalabbau. Wir schätzen: 1.000 Jobs müssen weg, um die 40 Millionen einzusparen. geschätzt 1.000

23.04.2004 Bistum Trier, Seelenheil, muss rund ein Viertel seiner Kindergärten abgeben, damit sollen jährlich 5,2 Millionen Euro eingespart werden. Dies ist Teil eines Sparpakets, mit dem das älteste Bistum Deutschlands rund 30 Millionen Euro pro Jahr einsparen will. Dabei sollen 160 Stellen der rund 2160 Mitarbeiter abgebaut werden. 160

23.04.2004 Feinstrumpfwerke Oberlungwitz GmbH (FSO), 30 Mitarbeiter, das sind zwei Drittel der Belegschaft, müssen gehen, weil der Multimilliardär Karl Albrecht für seine 1500 Aldi-Süd Filialen nach 30 Jahren einen noch billigeren Feinstrumpfwarenlieferanten gefunden hat. 30

23.04.2004 Degussa, Metallurgie, am Standort Trostberg/Schalchen werden 143 Stellen sozialverträglich abgebaut, weitere 60 Stellen sollen über Abfindungen oder Altersteilzeit abgeräumt werden. (Die Degussa gehört übrigens seit geraumer Zeit zur RAG) 203

22.04.2004 Siemens (plant Pierer die Republikflucht?)

Der Betriebsrat spricht aus, was das Management weiterhin dementiert: "Das, was die Firmenleitung `Optimierung der globalen Wertschöpfung` nennt, bedeutet konkret, ein erfolgreiches und gut funktionierendes Unternehmen zu zerlegen und in alle Winde zu zerstreuen", teilte Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann am Donnerstag in München mit. Es handele sich um ein "Arbeitsplatzvernichtungsprogramm" für Deutschland.
Seit längerem spricht man bei Siemens davon, dass Umsatz und Wertschöpfung in den jeweiligen Märkten in Einklang gebracht werden sollen. Während in Deutschland etwa 40 Prozent der Mitarbeiter arbeiten, liegt der Umsatzanteil lediglich bei gut 20 Prozent. Die Folgen solchen Denkens liegen auf der Hand: "Eine konsequente Umsetzung des `Anpassungsziels` würde für Deutschland einen Abbau der Belegschaft um 74.000 Mitarbeiter bedeuten", wiederholte der Gesamtbetriebsrat in einem bereits vor Wochen veröffentlichten Positionspapier.

"Das ist eine Milchmädchenrechnung", dementierte ein Siemens-Sprecher. Zudem wurden die Betriebsräte aufgefordert, sich Kostensenkungen - etwa durch die teilweise Einführung einer 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich - nicht zu verweigern, denn so könnten sie Stellen retten.

Wir halten die Überlegungen des Betriebsrats für grundsätzlich richtig. Diejenigen, die bei Siemens besser rechnen können, als die angeblichen Milchmädchen im Betriebsrat, haben sicherlich viel präzisere, nach Perioden, Produkten und Ziel-Regionen aufgeschlüsselte Zahlen, aber in Summe ergeben die höchstwahrscheinlich nichts nennenswert anderes, als die Peilung über den dicken Daumen. Wir rechnen von den 74.000 des Betriebsrats zur Sicherheit runde 20 Prozent ab und vermindern die verbleibenden 59.000 um die 10.000 Jobs, die wir zuletzt am 17.02. dieses Jahres als Auslagerung von Software-Entwicklung nach Indien gemeldet haben und vermelden heute als weiteren, absehbaren Stellenabbau beim internationalen Elektromulti mit dem deutschen Namen die erschreckende Zahl von 49.000 Jobs. 49.000

22.04.2004 Steilmann, Textilien, hat vierzig weitere Kündigungen ausgesprochen. Der Betriebsrat hält damit für 2004 beim Personalabbau das Ende der Fahnenstange für erreicht. 40

22.04.2004 Bundesbank, Geld, Stellenabbau ist aus Anlass des Führungswechsels aufgewärmt, keine neuen Erkenntnisse, aufgewärmt

22.04.2004 n-tv, Nachrichtensender, seit Anfang 2003 unter den Fittichen von RTL, zieht von Berlin nach Köln. Dadurch wird ein großer Teil der 220 Mitarbeiter den Job verlieren. Lediglich 24 Berliner Stellen sollen erhalten bleiben. 196

22.04.2004 Menke, Commutatoren, Menden, noch in diesem Jahr werden bis zu 50 der 65 Arbeitsplätze in das Werk in Dunaujvros in Ungarn ausgelagert. 50

22.04.2004 Phoenix, Auto-Zulieferer, soll von Conti-Tech übernommen werden, die Zentrale soll nach Hannover, Stellenabbau und Werkschließungen werden folgen. Einzelheiten bleiben auch hier geheim, allerdings werden jährliche Einsparungen von rund 30 Millionen Euro erwartet und das erfordert nach unserer Schätzung den Abbau von mindestens 500 Arbeitsplätzen. geschätzt 500

22.04.2004 MAN, Maschinenbau, auch der MAN-Konzern will seinen Gewinn erhöhen und fordert daher von den Mitarbeitern Lohnverzicht durch unbezahlte Mehrarbeit. Sonst müssten Stellen ins Ausland verlagert werden. Das Sparprogramm soll - die Gelegenheit scheint günstig - noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Weil Ungewissheit die Angst steigert, bleibt vorerst offen, wie viele Arbeitsplätze von einer möglichen Verlagerung betroffen sein könnten. Ausserdem läßt die sybillinsche Rede: "Gelingt es uns, Kosten einzusparen, werden aber mehr Stellen im Inland bleiben können", nach den geforderten Zugeständnissen der Belegschaft immer noch jeden beliebig hohen Stellenabbau zu, denn sonst wären eben noch mehr gestrichen worden. Also schätzen wir, dass über den seit 2001 laufenden Abbau von rund 5.000 Stellen weitere 1.500 MAN Jobs in Deutschland verschwinden sollen. geschätzt 1.500
22.04.2004 Lorenz Snack World, Kartoffelchips u.ä., verlagert Stellen nach Polen. Im vergangenen Jahr strich das Unternehmen rund 200 Stellen (die melden wir nach) und im kommenden Jahr soll in Deutschland eines von noch vier verbliebenen Werken geschlossen und nach Polen verlagert werden. Das wird, schätzen wir, weitere 150 Jobs kosten. 200
+ geschätzt 150

21.04.2004 INI, Private Hirnklinik, Hannover, soll durch Verlagerung von Betten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am Leben erhalten werden. Die Landesregierung steht unter enormen Druck, weil sie mit rund 42,5 Millionen Euro für die private Klinik gebürgt hat und im Fall einer Pleite zahlen muss. Das Internationale Neurowissenschaftliche Institut (INI) hat eine Auslastung von nur 40 bis 50 Prozent und ist von der Insolvenz bedroht. Problematisch für die Auslastung der Klinik ist vor allem, dass sie nicht für Kassenpatienten offen ist. Der Personalrat der MHH kritisierte: "Es ist skandalös, dass ein privater Krankenhausbetreiber wie das INI über Steuermittel beziehungsweise Versichertenbeiträge indirekt subventioniert und finanziell saniert werden soll."
Dem kann man sich nur anschließen!
Der in Teheran geborene Neurochirurg Samii (66) hatte sich im Jahr 2000 mit der Eröffnung der Klinik, die äußerlich die Form eines Gehirns darstellt, einen Lebenstraum erfüllt. Er behandelte zuvor schon viele Prominente wie Dirigent Herbert von Karajan und Milliardär Karl Flick.
...und ohne staatliche Subventionen hätten sich Karajan und Flick und andere begüterte Privatpatienten eine solche Behandlung wohl niemals leisten können.
Wir schätzen, dass in diesem Zusammenhang rund 150 Arbeitsplätze verloren gehen, und zwar - so wie die Dinge im Lande laufen - hauptsächlich an der MHH. 150

21.04.2004 Walter Bau, die mit der Dywidag vereinigte Walter Bau AG senkte die Zahl der Mitarbeiter im Inland im letzten Jahr von 8900 auf 7779 - diese 1.121 haben wir nachzumelden. Auch in diesem Jahr sollen weitere Stellen gestrichen werden um trotz sinkender Bauleistung das operative Ergebnis zu verbessern. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. Wir schätzen daher: 500 1.121
+ geschätzt 500

21.04.2004 Dräxlmaier, Autozulieferer, die Unternehmenszentrale im bayrischen Vilsbiburg will die Produktion von Emden komplett nach Polen verlagern. Die Kabelbäume für das aktuelle Passat-Modell werden noch zu rund 20 Prozent in Emden hergestellt. Der Rest kommt heute schon aus Polen. Die Kabelbäume für den neuen Passat werden komplett in Polen gefertigt. Betroffen sind rund 160 Stellen bei Dräxlmaier in Emden und weitere 80 Arbeitsplätze bei der Emder Firma Bordnetze. 240

21.04.2004 Hoerbiger, Antriebstechnik, Weilheim, rund 80 Arbeitsplätze des insgesamt 180 Mitarbeiter zählenden Hoerbiger-Betriebszweigs "Antriebstechnik" gehen in Deutschland durch Verlagerung nach Zentraleuropa verloren. 80

21.04.2004 Anhaltische Kirche, Dessau, Seelenheil, 20 Arbeitsplätze sollen bis Ende 2006 gestrichen werden, weil gespart werden muss. 20

20.04.2004 Der Klebe-Effekt - beobachtet bei Infineon
Hartz und seine Unternehmensberater gaukelten den Verantwortlichen in diesem unserem Lande erfolgreich vor, dass Arbeitslose nur billig genug als Leiharbeiter antreten müssten, um ihre Fähigkeiten beweisen zu können und um dann über kurz oder lang beim entleihenden Unternehmen einen festen Arbeitsplatz zu ergattern.
Dass dies ein Wunschtraum bleiben würde, und was die tatsächlichen und eigentlich erwünschten Folgen sein werden haben viele treffend vorhergesagt.

Infineon liefert nun den Beweis. Rund 700 bisher befristet angestellte Mitarbeiter im Werk Dresden sollen dauerhaft durch die billigeren Leiharbeiter ersetzt werden.
Das ist kein Stellenabbau.
Es sind ja nicht einmal mehr sichere Arbeitsverträge, die jetzt zur Disposition stehen. Nur ein paar hundert befristete Verträge. Aber es geht eben noch billiger.
Deshalb zählen wir auch diese befristeten Stellen, die nun verloren gehen. Die Menschen, die jetzt entlassen werden, müssen froh sein, wenn sie demnächst als PSA-Mietlinge für einen Bruchteil des bisherigen Lohnes ihre alte Arbeit wieder aufnehmen dürfen.
Das ist kein Stellenabbau. Es ist nur ein kleiner, zwangslogischer Schritt auf dem richtigen Weg in die richtige Richtung. Das Ziel ist ein anderer Staat, eine andere Gesellschaftsordnung, deren Konturen hinter allen Maßnahmen zur Zerschlagung der bisherigen Ordnung immer deutlicher sichtbar werden.
Die Demontage des Sozialstaates, der geringschätzige Umgang mit Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften, alle Versuche, den demokratischen Staat, das Organ der Bürger, durch Deregulierung, Entbürokratisierung und Privatisierung zum hilflosen und machtlosen Hampelmann zu machen, führen auf direktem Weg zurück zu den Verhältnissen der Feudalherrschaft. 700

20.04.2004 Böhme-Chemie, in Geretsried werden 100 der derzeit 462 Arbeitsplätze abgebaut. Die Branche wandert nach China. 100

20.04.2004 Wilh. Schlechtendahl & Söhne (WSS) streicht 80 von rund 500 Arbeitsplätzen, um in Deutschland bleiben zu können. 80

20.04.2004 Süwag, Energieversorger, im Raum Frankfurt, Neuwied, Bad Homburg, Bammental, Ludwigsburg und Achern hat das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr um etwa 20 Prozent auf fast 90 Millionen Euro gesteigert. Nach Abzug der Steuern blieb für 2003 ein Jahresüberschuß von 42,6 Millionen Euro. Die Süwag beschäftigt nach Unternehmensangaben zur Zeit etwa 1800 Mitarbeiter. 240 Stellen sollten noch gestrichern werden, hieß es, damit man auf Dauer wettbewerbsfähig sei. 240

19.04.2004 Zwickauer Kammgarn, Textil, 60 Mitarbeiter verlieren in Wilkau-Haßlau ihren Job. 60

16.04.2004 Sparkassen-Versicherer Hessen-Nassau-Thüringen (HNT) und Baden-Württemberg (BW), die beiden Unternehmen fusionieren, Sitz des neuen Unternehmens wird Stuttgart sein. in Kassel wird die Zahl der Mitarbeiter im Innendienst von 366 auf insgesamt 267 reduziert werden. In Wiesbaden sinkt die Zahl der Innendienst-Mitarbeiter von 825 auf 621, in Erfurt von 83 auf 77.
Das sind klar benannte 309 Arbeitsplätze. Der gesamte Synergie-Effekt der Fusion wird allerdings auf 88 Millionen Euro pro Jahr geschätzt und das ist nur zu erreichen wenn mindestens 1.100 Jobs entfallen. 309
+ geschätzt 800

16.04.2004 DuPont, Chemie, am Standort Neu-Isenburg baut DuPont 80 von 270 Arbeitsplätzen ab. 80

16.04.2004 Ja, streitet Euch nur untereinander, ein lachender Dritter wird sich schon finden...

der NRW-Verband Garten- und Landschaftsbau behauptet: Der "ungerechte Wettbewerb" des gemeinnützigen Qualifizierungsbetriebes koste in Dorsten 40 Arbeitsplätze. "Die Behauptung ist unhaltbar", kontert DA-Geschäftsführer Jürgen Erhardt. Die Vorwürfe von Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des GaLaBau-Verbandes, sind nicht neu. Zuletzt im Februar warf er der Dorstener Arbeit vor, Betrieben öffentliche Aufträge wegzunehmen. Nun fürchtet er, die neun GaLaBau-Betriebe in Dorsten und Umgebung mit zusammen 130 Mitarbeitern müssten in den nächsten zwei Jahren mindestens 30 bis 40 Arbeitsplätze abbauen, wenn sich die Auftragslage nicht bessere. unwürdiges
Gezerre um Arbeit

16.04.2004 Blohm + Voss, Werft, wegen der aktuellen schwierigen Marktlage für Marineschiffe soll die Zahl der Arbeitsplätze um 160 Stellen bis Ende 2005 auf rund 830 Jobs reduziert werden. 160

16.04.2004 DuPont, Chemie, streicht 60 Stellen am Standort Wuppertal, die insgesamt 2500 Mitarbeiter von DuPont (ehemals Herberts) in Wuppertal werden damit vom DuPont Sparprogramm nur wenig getroffen. 60

15.04.2004 Skihalle Bottrop, Freizeitgesellschaft, Deutschlands längste Skihalle, wegen drohender Insolvenz wurde rund 100 Beschäftigten zum 30. April gekündigt. 100

15.04.2004 Eura Mobil, Reisemobil-Hersteller, der Betriebsrat steht hinter dem Sparkurs, mit dem insgesamt 56 Arbeitsplätze vernichtet wurden. Dazu kommt ein Haustarifvertrag mit erhöhter Wochenarbeitszeit (aha! schaftt Arbeitsplätze!) und Einschnitte bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld. 56

15.04.2004 Deutsche Bank, Geldschöpfung, in der Region Oberhausen/Mülheim, die auch Wesel, Dinslaken und Moers umfasst, blickt die Deutsche Bank auf ein erfolgreiches Jahr 2003 zurück. Insgesamt waren im Zuge der Restrukturierung etwa 20 Stellen abgebaut worden, ohne dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kam. Jetzt soll die Mitarbeiterzahl stabil bleiben. So leppert sich das, quer durch den Konzern... Konkretisierung

15.04.2004 DEMAG, Kranbau, "operative Optimierung" = Entlassungen und Know-how-Transfer nach Osteuropa. Demag war eine von sieben Tochterfirmen des Elektronik-Konzerns, die dieser Mitte 2002 für 1,7 Milliarden Euro an KKR verkaufte.Das hochspezialisierte Demag-Industriekranwerk ist nun von Wetter nach Tschechien exportiert worden, die ersten der insgesamt rund 800 deutschen Mitarbeiter sind entlassen. Eine lesenswerte Story dazu bei Spiegel online:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,295150,00.html 800

15.04.2004 Ravensburger, Spiele, 60 von 500 Stellen in Ravensburg werden abgebaut. Teile der Spieleproduktion, bei der viel handwerkliche Arbeit nötig ist, sollen ins preiswertere Tschechien verlegt werden. 60

15.04.2004 Dr. Scheller Cosmetics, Kosmetik, rote Zahlen, Restrukturierung, Personalabbau. Wie viele der 430 Beschäftigten um ihren Job fürchten müssen, ist noch unklar. Klar ist: bis 2005 sollen die Kosten um insgesamt fünf Millionen Euro gedrückt werden. Von da aus läßt sich schätzen, dass rund 125 Jobs gestrichen werden müssen. geschätzt 125

15.04.2004 Villeroy & Boch AG, Keramik, baut bis 2006 rund 730 Arbeitsplätze ab, davon rund ein Drittel in Deutschland. 240

14.04.2004 Sound Garden Duisburg Veranstaltungs- und Gastronomie GmbH, hat Insolvenz beantragt, 65 Mitarbeiter sind betroffen. 65

14.04.2004 RWTH, Hochschule, Aachen, Abbau von rund 250 oder noch mehr Stellen ist zu erwarten. Die Hochschule muss dem Land rund 150 nichtwissenschaftliche und 26 wissenschaftliche Stellen «zurückgeben». Nochmals 60 bis 80 Stellen fallen durch die erhöhte Arbeitszeit weg. 250

13.04.2004 Österliche Ruhe beim Stellenabbau. Von Karfreitag bis Ostermontag ist (fast) nichts passiert, nur die Süddeutsche berichtete in ihrer Osterausgabe über drohende Entlassungen bei DSM.
13.04.2004 DSM, Deutsche-Städte-Medien, Außenwerbung, nach Übernahme durch die Konkurrenz entfallen 400 von 900 Arbeitsplätzen. 400

08.04.2004 Bildungswerk Witten/ Hattingen, hat Insolvenz beantragt. Bestehende Ausbildungsverträge (236), so Jürgen Dietrich, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Witten, seien aber nicht gefährdet. Betroffen sind also 49 Beschäftigte. 49

08.04.2004 Campina, Käserei Niedermörmter, der niederländische Konzern verlagert die Produktion 2005 ins Nachbarland. 65 Jobs entfallen in D. 65

08.04.2004 Residenz, Seniorenheim+Hotel, Hohenleye, macht heute zu. Zuletzt gab es 24 Mitarbeiter. 24

08.04.2004 Prinz Friedrich, Cafe-Restaurant, Integrationsbetrieb für Behinderte, hat Insolvenz angemeldet. 10 Beschäftigte erhielten die Kündigung, doch vorher sind reichlich Fördermittel geflossen. Das ist lesenswert. 10

08.04.2004 BAD WALDLIESBORN, Gesundheitszentrum, Nähe Lippstadt, geht in Insolvenz, betroffen sind 290 Mitarbeiter. 290

07.04.2004 Golatta, Event Marketing, Wuppertal, stellt Antrag auf Eröffnung der Insolvenz, 10 Arbeitsplätze sind betroffen. 10

07.04.2004 Solton, Musik-Elektronic, vor 32 Jahren wurde die Solton music GmbH, die sich als Hersteller von Keyboards, Lautsprechern und Verstärkern in Europa einen Namen gemacht hat gegründet. Jetzt musste Insolvenz angemeldet werden, die letzten 21 Mitarbeiter erhielten die Kündigung 21

07.04.2004 Weißwasser, Landkreis in der Sonderbewirtschaftungszone (SBZ), muss drastisch kürzen was der Rotstift. Zum 1. Januar 2005 geht es von derzeit 290 Mitarbeitern runter auf 244. 46

07.04.2004 Warner, Tonträger und Rechte, nicht 100, sonder 130 der 233 Mitarbeiter müssen gehen, wir melden 30 nach,. 30

07.04.2004 EMI, Tonträger und Rechte, schließt Standort in München, 63 der bislang 250 EMI-Angestellten müssen das Unternehmen verlassen. 63

07.04.2004 Lufthansa Technik, Flugzeugwartung, die Lufthasa-Tochter will rund 300 der 10 500 Stellen in Deutschland streichen. 200 davon in Hamburg. 300

07.04.2004 Paracelsus-Kliniken, Henstedt-Ulzburg, Klinik wird modernisiert - 30 Arbeitsplätze in den Bereichen Pflege und Versorgung sollen eingespart werden. 30

07.04.2004 Cofresco, Frischhalteprodukte, Melitta-Tochter in Minden, will Kosten um acht Millionen Euro senken. Rund 100 Arbeitsplätze sollen am Mindener Standort wegen Produktionsverlagerung nach Polen wegfallen. 100

07.04.2004 Caritasverband Offenbach, baut 12,7 Stellen ab. Im Interesse des Gesamtverbandes ließen sich solche Beschlüsse nicht vermeiden, erklärte Simon Tull, neuer Vorsitzender des Vorstandes. Es sei schmerzlich, dass das Leistungsangebot zum Nachteil Rat Suchender gemindert werde. 13

06.04.2004 Zahlen, die wir nicht gemeldet haben:

IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel behauptet, die Streichung der Eigenheimzulage kostet 80 000 Jobs in der Bauwirtschaft.
Der Schweriner IT-Experte Alfons Rissberger prophezeit, dass der Einsatz von Informationstechnologie in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre etwa eine Million Arbeitsplätze vernichten wird.
Hubert Burda, Präsident des Verbands der Deutschen Zeitschriftenverleger, warnt: Das geplante Verbot zum Telefonmarketing kostet 100.000 Arbeitsplätze
...und auch Herrn Bsirskes 130.000 Arbeitsplätze durch die geforderte Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst haben nur knapp zur Hälfte berücksichtigt.

Das alles ist Panikmache,
dabei ist die Wahrheit doch wirklich schon schlimm genug. Panikmache

1.255.000

angeblich gefährdete
Arbeitsplätze, die wir nicht mitgezählt haben.

06.04.2004 Gasag, Gasdealer, Berlin, Umsatz und Gewinn steigen, Mitarbeier werden abgebaut.Die Zahl der Beschäftigten in der Gasag AG sank gemäß des 1999 beschlossenen Sozialplans von 1015 im Jahr 2002 vorwiegend durch Altersteilzeitregelungen auf 936 Mitarbeiter 2003. In fünf Jahren soll die Gasag AG nur noch 550 Mitarbeiter haben. Das sind zusammen 465 465

06.04.2004 Nordoberpfalz, Krankenhäuser,die neue Struktur der Krankenhauslandschaft mit ihren 2700 Beschäftigten kostet voraussichtlich 900 Arbeitsplätze. 900

06.04.2004 KIRINA, Kirchlichen Initiative für Arbeit, evangel., die 40 Arbeitsplätze bei KIRINA sind akut gefährdet, wenn die öffentlichen Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit weiterhin ausbleiben oder zurückgefahren werden. 40

06.04.2004 Potsdam, Kommune, in der Stadtverwaltung sollen bis zum Jahr 2010 weitere 100 bis 150 Stellen abgebaut werden. Das kündigte der Finanzbeigeordnete Burkhard Exner gestern in einem Pressegespräch an. Derzeit gibt es in der Verwaltung nach seinen Angaben knapp 1980 Stellen, von denen 70 bereits mit dem sogenannten "kw"-Vermerk ("kann wegfallen") versehen seien. Nach Darstellung des Beigeordneten kann der jährliche Anstieg der Personalkosten durch weitere Stellenreduzierung halbiert werden. 150

03.04.2004 Ergo Versicherungen, Hamburg-Mannheimer, Victoria, DAS und DKV heißen die Marken, die in der Ergo-Gruppe zusammengefasst sind und der Münchner Rück gehören. Die Ergo hat von ihrem Aufsichtsrat grünes Licht für einen umfassenden Konzernumbau erhalten und strafft ihre Führung. Das Sparprogramm im Volumen von 300 Millionen Euro soll mit diesen Maßnahmen noch erweitert werden. Kündigungen sind zwar bis 2007 ausgeschlossen, aber auch mit der natürlichen Fluktuation lassen sich Stellen einsparen. Wir schätzen: mindestens 2.000 bis 2007 geschätzt 2.000

03.04.2004 Bahn AG, bei der Deutschen Bahn AG konkretisiert sich weiterer Stellenabbau. Wegen der Kürzung der Bundeszuschüsse sollen aktuell über 8000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Insgesamt streicht die Banh aber 40.000 Jobs und das haben wir längst gemeldet. Konkretisierung
03.04.2004 Kuhnke, Maschinenbau, Malente, um die notwendigen Spielräume für Investitionen zu schaffen, werden mehr als 150 Arbeitsplätze gestrichen. 151

02.04.2004 O & K Geissler, Maschinenbau, Gauting ist insolvent. Betroffen sind 73 Mitarbeiter. 73

02.04.2004 Wesero, Maschinenbau, Niedersprockhövel, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Im Februar gab es bei Wesero noch rund 60 Mitarbeiter. 60

02.04.2004 Wolff , Stahlbau, Eschweiler, Insolvenz, 17 Mitarbeiter sind betroffen 17

02.04.2004 Goebel, Hummelfiguren, im Jahr 2002 gab es 100 Entlassungen, 2003 wurden 160 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt und nun soll das Werk in Teuschnitz ganz geschlossen werden.Die 143 Beschäftigten erhalten die Möglichkeit, am Stammsitz in Rödental zu arbeiten. Wenn allerdings die die wirtschaftliche Situation bei Goebel so schlecht ist, dass ein Standort geschlossen werden muss, kann davon ausgegangen werden, dass die Geschäftsleitung hofft, dass nur wenige diese Gelegenheit wahrnehmen können. Wir melden die 160 aus 2003 + alle 143 Teuschnitzer. 303

02.04.2004 Tempodrom, Spassgesellschaftstempel, Berlin will das Tempodrom in die Insolvenz führen. Früher hätte man sich zu Tode geschämt, aber heute macht man das so. Da ist es dem Senat egal, wenn Handwerker wegen unbezahlter Rechungen in die Pleite getrieben werden und auf die 100 Jobs im Tempodrom selbst kommt es in Berlin doch schon lange nicht mehr an - Hauptsache die Stadt ist aus der Haftung. 100

02.04.2004 Pass & Co, Edelstahlverarbeitung, Berghausen, hat Insolvenz angemeldet, 45 Mitarbeiter sind betroffen 45

02.04.2004 Rena, Anlagenbau, Geretsried, entlässt alle 43 Mitarbeiter. 43

02.04.2004 Warner Music, Tonträger und Rechte, die deutsche Division des amerikanischen Musikkonzerns Warner Music wird rund 100 von insgesamt 233 Stellen streichen. 100

02.04.2004 Vossloh Locomotives GmbH, Lokomotiven, am Standort Kiel sollen 230 Stellen abgebaut werden. Der komplette Rohbau von Dieselloks wird verkauft oder ins Ausland velagert. 230

01.04.2004 Kreishandwerkerschaft, Dortmund, 32 Mitarbeiter müssen gehen, die Ausbildungswerkstätten für Maler, Elektriker, Dachdecker, Zimmerer und bedingt auch für Metallbauer werden geschlossen. 32

01.04.2004 Sparkasse Meißen, schließt sieben Filialene im Landkreis. Direkt davon betroffen sind 5000 bis 7000 Kunden. Ein Weiterbetrieb in den schwach frequentierten Filialen Deutschenbora, Sörnewitz, Kötitz, Niederau, Krögis, Zaschendorf und Niederfähre ist betriebswirtschaftlich nicht länger zu verantworten. Die meisten betroffenen Mitarbeiter werden versetzt oder gehen in Altersteilzeit. Wir schätzen, dass damit rund 40 Jobs verloren gehen. geschätzt 40

01.04.2004 MTU, Triebwerke, "Impact 100" heißt das Programm, das 100 Millionen Euro einsparen soll. 30 Prozent davon durch Personalmaßnahmen. Schon in Vorbereitung auf den Verkauf an das US-amerikanische Investment-Haus KKR wurde im Juni 2003 der Abbau von 350 Stellen beschlossen. Bis Ende 2006 sollen noch weitere 449 Jobs gestrichen werden. 449

01.04.2004 Danfoss, Kompressorenwerk Flensburg, eine komplette Produktionslinie wird in die Slowakei verlagert, was kurzfristig 100 Jobs kostet. Bis 2010 werden nach Einschätzung des Betriebsrats durch weitere Produktionsverlagerung insgesamt rund 750 Arbeitsplätze
verloren gehen. 750

01.04.2004 Pfleiderer, Stahlbau, das Leipziger Werk mit 120 Beschäftigten soll noch in diesem Jahr aufgegeben werden. Es wird zwar zunächst nach einem Käufer gesucht, aber wer kauft schon ein Werk, das Stahltürme für Windkraftanlagen herstellt, solange Clement das Verfeuern umweltschädlicher fossiler Brennstoffe als Wachstumsmotor ansieht. 120

01.04.2004 Siemens
Stellenabbau und Jobverlagerungen ins Ausland. Immer wieder versteht es der Multi, mit solchen Nachrichten in die Presse zu kommen. Die jüngsten Ankündiugungen sind aber wieder einmal nur die x-te Wiederholung früherer Ankündigungen. aufgewärmt

01.04.2004 Ernst Kuper, Entlackung, Sümmeran, die chemische Entlackung wird geschlossen. Das kostet 30 Arbeitsplätze. 30

ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004 117.773

ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004 83.225

ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004 50.140

ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003 297.121

ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003 160.789

ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003 155.971

ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003 Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003 36.503

ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002 440.062

ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002 102.573

ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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