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AEW garantiert 5% MONATSzins !? Und der Haken? - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo allerseits,
ich stieß im Netz vor ein paar Tagen auf die folgende vermeintlich höchst lukrative Form der Geldanlage:

Anbieter: AEW (Sitz in Basel)
Mindesteinlage: 10.000 Euro
Ablauf: Man ermächtigt den Vertragspartner zum Abheben des genannten Einlagebetrages. Innerhalb von 4-5 Wochen wird das Geld zurückgezahlt. Und zusätzlich die garantierten 5% pro Monat ! Dieses Spielchen soll sich monatlich wiederholen - bis zum "Abwinken".

AEW weist darauf hin, dass man - wenn das Geld nach 5 Wochen NICHT zurückgezahlt wurde - die Abbuchung bei seiner Hausbank rückgängig machen könnte. Insofern besteht scheinbar kein Risiko !!?

Angeblich läuft dieses Procedere schon seit mindestens 1998, vgl. deren Homepage www.aew-anlagen.de und die dortigen Referenzen. Hintergrund ist angeblich, dass AEW Firmen Kapital für kurzfristige Überbrückung von Liquiditätsengpässen zur Verfügung stellt.

Adhoc sehe ich das Risiko, dass die Abbuchung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, da die Firma dann nicht ggf. mehr existiert ...

Wer hat davon schon etwas gehört ? Ich bin sehr gespannt.

Gruß
Kl@us
Soviel zu diesem Thema

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/75…

Betrug per Lastschrift: Millionenschaden

LKA: Dubioser Kreditvermittler in Haft - Ermittlungen auch gegen Kapitalanleger

Die Betrugsmasche wird "Lastschrift-Karussell" genannt - und hat allein in Baden-Württemberg etwa zwei Millionen Euro Schaden angerichtet. Nun startete das Landeskriminalamt eine groß angelegte Razzia im Großraum Stuttgart und Nordbaden: Ein 56-jähriger Vermittler sitzt in Untersuchungshaft.

VON WOLF-DIETER OBST

Jeden Monat fünf Prozent Zinsen? Und das garantiert? Kapitalanleger sollten eigentlich misstrauisch werden. Die Firma Auftragsdienst Europäischer Wirtschaft (AEW) aus Basel verspricht noch mehr: Wer kein Geld hat, bekommt binnen 24 Stunden ohne Prüfung der Bonität ein Darlehen bis zu 50 000 Euro - für wöchentlich 3,96 Prozent.

"Ich hoffe und bete an den lieben Gott, damit Ihnen und Ihrem Team und mir nichts passiert und wir gesund bleiben", lobt ein angeblich zufriedener Kunde die Masche mit den Lastschriften, die wie eine Geldvermehrungsmaschine aus dem Nichts wirkt. Das könnte sich ändern: Staatsanwälte ermitteln nicht nur in Sachen AEW, sondern auch gegen hunderte Kapitalanleger und Darlehensnehmer. "Es geht um Wucher und den Verstoß gegen das Kreditwesengesetz", sagt Horst Haug vom Landeskriminalamt.

Im Prinzip ist das Lastschrift-Karussell eine verbotene Kreditvermittlung von privat zu privat: Ein Darlehensnehmer bucht per Einzugsermächtigung vom Konto eines von AEW vermittelten Kapitalanlegers einen Geldbetrag ab. Dafür zahlt er an die AEW wöchentliche Wucherzinsen, mit der das Karussell in Schwung gehalten wird. Der Trick dabei: Kurz vor Ablauf der Widerruffrist zieht der Kapitalanleger als Komplize seine Einzugsermächtigung zurück.

Die Zeche muss am Ende die Bank des Darlehensnehmers zahlen, weil sie nach den Bedingungen des Lastschriftverfahrens dazu verpflichtet ist. Und nicht erkannt hat, dass es beim Lastschrifteinzug nicht um Waren oder Dienstleistungen ging, sondern um eine verdeckte Darlehensgewährung. Bundesweit kam so ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe zusammen.

Seit April ermitteln die Staatsanwaltschaften Stuttgart und Mannheim gegen die Kleinvermittler in Baden-Württemberg - während die AEW in Basel, die laut Polizei bis vor kurzem noch unter dem Namen Star Invest Limited auftrat, offenbar noch ungeschoren blieb. Bei einer Razzia in der vergangenen Woche wurde ein 56-jähriger Vermittler aus Mosbach verhaftet. Beamte des Landeskriminalamts und der Kripo Esslingen durchsuchten noch zehn Wohnungen im Raum Esslingen, Waiblingen und Heilbronn. Die Erwischten müssen angesichts zivilrechtlicher Schadenersatzforderungen wohl "an den lieben Gott beten".
Hallo strangefloor,
schönen Dank für die schnelle und hochinformative Kunde. Es musste ja irgendwie "stinken".

Auf "saubere Jahresrenditen" im einstelligen Bereich
Kl@us


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