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Gold, Silber & Finanzsysteme - der Thread für Buchempfehlungen - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo,
nachdem man meist nur per Zufall auf interessante Lektüre dieses Genres stößt, dachte ich mir es wäre an der Zeit einen extra Thread für Buchempfehlungen zu eröffnen ;)

Unter Umständen könnte hier auch gebrauchte Lektüre angeboten werden (Kontaktaufnahme per Boardmail ist ja möglich)

Wer also bereits etwas gelesen hat, kann hier gerne seine Meinung kundtun - möhlichst mit Angabe des Titels und der ISBN Nummer.

Vielen Dank und fröhliches Schmökern;)
Folgende Bücher kann ich besonders für Neuinteressenten dieses Anlageberiches uneingeschränkt empfehlen:

Ferdinand Lips - "Die Gold-Verschwörung"



Dieses Buch wurde zuerst in englischer Fassung veröffentlicht ("Gold-Wars") - der etwas unglücklich gewählte deutsche Titel sollte jedoch nicht von der hervorragenden, inhaltlichen Gestaltung ablenken. Nach dem Lesen dieses Buches entwickelt man ein Grundverständniss für die Komplexität unseres Währungssystems sowie die Beeinflussung durch die unterschiedlichsten Systeme - insbesondere der amerikanischen Einrichtungen und der Regierung.

Aus dem Buch geht z.B. eindeutig hervor, daß die US-Regierung sowie die dortige Finanzelite um jeden Preis erreichen möchte, daß die europäischen Regierungen ihre Goldreserven auf dem Markt verschleudern. Amerika jedoch sitzt wie die Henne auf dem (goldenen) Ei! Mir gibt das zu denken.

Sollte es zum Zusammenbruch des Währungssystems kommen (und davon gehe ich mittlerweile aus), dürfte die USA einmal mehr trotz massiver wirtschaftlicher Schäden als Gewinner hervorgehen, da sie im Gegensatz zu Europa zumindest noch Goldreserven besitzen. Sollte sich nach der Schweiz und England nun auch noch die deutsche Bundesbank entscheiden unsere Goldreserven zu reduzieren, macht sich Europa im Fall der Fälle erpressbar !

Fazit: Unbedingt lesen, auch wenn knapp 30% des Buches aus Querverweisen auf andere Bestsellerwerke dieses Genres besteht !

Beschreibung des Verlages:
Die Manipulation der Märkte »Ein spannender, schonungslos offener und sehr lesbarer Bericht - Ohne Zweifel das wichtigste Buch, das seit Jahren zum Thema Gold vorgelegt wurde.« Gold & Money Intelligence Ferdinand Lips war Mitbegründer und langjähriger Direktor der Bank Rothschild in Zürich. 1987 gründete er seine eigene Bank. Kein Zweiter kennt die internationalen Finanzmärkte, aber vor allem den Goldmarkt, besser als er. In diesem Buch erfahren Sie von einem absoluten Insider, warum der Goldmarkt seit über 40 Jahren von einer internationalen Macht- und Finanzelite manipuliert wird und warum ein freier Goldmarkt nicht existiert. Gold ist nicht irgendeine Ware. Gold ist das Barometer, das man beseitigen will. Gold ist Geld! Gold ist sogar mehr als Geld. Zusammen mit seinen ihm zugeschriebenen mystischen Eigenschaften hat es für die Menschheit eine entscheidende Bedeutung. Was Eingeweihte hinter den Kulissen schon lange wissen, enthüllt der Privatbankier hier schonungslos: - Warum der globale Zusammenbruch der Weltwirtschaft unmittelbar bevorsteht. - Warum Gold das wichtigste Krisenmetall ist. - Wo sich das Zentralbankgold der Deutschen tatsächlich befindet und ob überhaupt noch da ist. - Wer die Schweiz dazu erpreßte, ihren Goldschatz zu verkaufen. - Wer den Goldmarkt manipuliert und warum. - Warum Sie zu Ihrem Schutz Gold kaufen sollten. gebunden, 382 Seiten
Ebenfalls lesenswert:



Bin im Moment noch dabei es zu lesen.

Erster Beurteilung: Im Grunde kommen die Autoren Leuschel & Vogt zu denselben Erkenntnissen wie Ferdinand Lips. Dieser jedoch beschränkt sich auf das Währungssystem und den Gold/Silbermarkt, während Leuschel und Vogt auch noch auf den Aktienmarlt eingehen.

Das Greenspan-Dossier liest sich sehr flüssig und ist vom Schreibstil her gesehen für Anfänger leichter verständlich.

Bislang habe ich jedoch das Gefühl, daß man durch das "Greenspan-Dossier"im Grunde nicht mehr Erkenntnisse gewinnt, falls man sich mit der Materie bereits befasst hat bzw. "Gold-Wars" oder "Gold-Verschwörung" bereits kennt.
Beide Bücher sind z.B Amazon und ebay gebraucht (zum Teil wesenlich günstiger) bzw. neu erhältlich.

Ich habe sie mir aus der Bücherei per Ferleihe bestellt - übrigens nicht zu empfehlen, da Wartezeiten bis zu 4 Monaten bestehen (zumindest im oberbayerischen Raum)!;)
Nachtrag zu #3:

Meine persönliche Meinung:
"Das Greenspan-Dossier" ! - begeistert bin ich nicht :rolleyes:

Am Anfang dachte ich noch es sei gut geschrieben. Mir war aber auch da schon klar, daß man nach der Gold-Verschwörung von Lips durch das Buch von Leuschel und Vogt wohl kaum neue Erkenntnisse gewinnen wird.

Jetzt habe ich es zur Hälfte gelesen und muss sagen daß ich masslos enttäuscht bin. Ich hatte nicht vor mir einen Science-Fiction Roman bzw. ein Buch für den Pseudo-Wirtschaftsunterricht der Realschulklassen zu kaufen.:rolleyes:

Ein Kapitel beginnt mit dem Titel "Wir schreiben das Jahr 2017....." - danach folgen Seitenweise Vermutungen und Phantastereien. Zum krönenden Abschluss deuten die beiden dann noch ihre angeblichen Träume über die zukünftige Finanzsituation im Jahr 2017. Es tut mir leid, aber das glaubt doch kein Mensch - es wird so dargestellt als ob beide Autoren nachts schweißgenadet aufgewacht sind ... wer`s glaubt wird seelig.:rolleyes:Man kann`s auch übertreiben :D

Auch kommt es mir so vor, daß manche Kapitel absichtlich derart überbläht wurden, um auch ein dickes, augenscheinlich viele Informationen lieferndes Buch verkaufen zu können (angesichts des tatsächlichen Informationswertes halte ich den Preis aber für zu hoch)

In einem Kapitel wird auf Spekulationsblasen und Greenspans Aussagen darüber eingegangen (Seite 111 - 118) Mindesten 6 mal wird hier auf ein und derselben Aussage herumgekaut (nur jedesmal anders formuliert) - obwohl sich das ganze ohne Informationsverlust auf 2 Seiten zusammenstreichen ließe - bei uns in der Schule hieß das früher "Thema verfehlt".

Ein anderes mal werden wirtschaftliche Zusammenhänge mit Bauern und Hühnereiern sowie Arzt und Behandlung erklärt - ja bin ich denn hier in der Grundschule ? Von Käufern dieser Buchgenres sollte man eigentlich ein gewisses Grundverständnis für Fachbegriffe aus dem wirtschaftsbereich voraussetzen (da ist es einem ja schon fast peinlich falls mal jemand über die Schulter mitliest - der muss im ersten Moment denken man sei Banker im ersten Lehrjahr ):rolleyes:

Andere Meinungen würden mich nach wie vor interessieren - ich persönlich habe immer weniger Lust das Buch weiterzulesen:(:look:
Hi,

es wundert mich, dass noch niemand "Die Geldfalle” (Untertitel: Ein Geldgeheimnis, das Sie unbedingt kennen müssen und warum der Silberpreis explodieren wird) von Reinhard Deutsch empfohlen hat.

Es geht um Papiergeld, Staatsverschuldung, etc. Nähere Info unter http://www.weigl-fdl.de/geldfalle_-_inhalt.html .

Es ist schon etwas länger her, dass ich es gelesen habe. Auch wenn ich nicht mit allen Schlussfolgerungen übereinstimme; finde ich das Thema spannend, und die Sichtweise des Autors hochintersessant. Natürlich freut mich als Silberinvestor besonders, dass er von steigenden Silberpreisen ausgeht.

Gruß
GF1959
"die Geldfalle" von R. Deutsch ist unbedingt empfehlenswert
"Big Silver" von Hubert Roos muss man nicht haben, es wird nur das Industriemetall angesprochen und das unzureichend.

Auch die Bücher von G. Hannich(für Einsteiger) und natürlich Paul.C. Martin(für Pessimisten):D
Desweiteren Margrit Kennedy´s "Geld ohne Zinsen und Inflation"

Ich hänge diese Bücher nicht an die große Glocke und würde dies auch keinem hier empfehlen,
denn dann sähe es hier bei uns jetzt schon zappenduster aus.;)
Aber je länger wir warten desto schlimmer wird es kommen,
oder wir warten eben bis zum Krach und dann heisst es einfach, gut vorbereitet zu sein.

Für den Einsteiger und Interessierten:
www.new-sense.net

Für den Romanleser sei folgendes Buch zu empfehlen:
"Eine Billion Dollar"
von Andreas Eschbach
(durch diesen Roman wurde ich erst näher an diese Thema herangeführt)

Die eigentlich Frage für den Investor lautet ja nur:
Was wird zuerst kommen - (Hyper-)Inflation oder Deflation - oder beides?
Ferdinand Lips ist sicher empfehlenswert ebenso R. Deutsch.

Paul C. Martin predigt schon seit Jahren den Staatsbankrott - eingetreten ist er immer noch nicht. Die Finanzsysteme und vor allem die immer wieder neu erfundenen Werkzeuge (Derivate) tragen dazu bei, dass der Showdown wesentlich später kommt als erwartet. Kommen wird er allerdings irgenwann....:cry:

Begleitend sollte man immer mal wieder einen Blick in George Orwells "1984" bzw. in Aldous Huxley`s "Schöne neue Welt" werfen. Die Bücher wurden vor langen Jahren geschrieben, es gibt jedoch erstaunliche Parallelen zur gesellschaftlichen Entwicklung der neueren Zeit und insofern sind diese Werke visionär. Big Brother is watching you.......

cu
macvin
Das Geld-Syndrom
von Helmut Creutz

Kurzbeschreibung
Das Buch gibt Aufschluß über die Rolle, die das Geld in Wirtschaft und Gesellschaft spielt. Aber nicht nur die Wechselwirkungen zwischen Geld und Gesellschaft, Währung und Wirtschaft werden, ausgehend von offiziellen Daten, anschaulich erklärt. Auch interessante Details, durch Vergleiche und Grafiken verdeutlicht, machen dieses Buch zu einer Fundgrube für alle.


zum Runterladen :kiss:
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/

Jana;)



amazon-Rezensionen:

¿Karl Marx ist tot!¿ ¿ wer ist der Nächste?, 21. Juli 2004
Rezensentin/Rezensent: Manuel Müller (Mehr über mich) aus Dormagen
Ein wichtiges Buch - ohne Zweifel! Creutz nimmt den Leser mit kleinen Schritten auf eine Führung durch das Haus unseres Geld- und Wirtschaftssystems mit. Wo kommt unser Geld her, wo geht es hin, wer schafft es, wer bekommt es, wer behält es, wer fragt es nach, was muss man dafür tun, wer profitiert von diesem Geldsystem und auf wessen Kosten? Wenn Sie sich diese Fragen noch nie gestellt haben, dann wird es höchste Zeit! Der Themenkomplex ist so immens wichtig, dass kleine Mängel des Buches getrost ausser Acht gelassen werden können, denn im Kern ist die Darstellung korrekt und für jedermann leicht nachvollziehbar. Sie müssen sich damit beschäftigen.
Sie werden vielleicht meinen, Wirtschaft, Zinsen, Geld - das interessiert mich alles gar nicht. Aber Sie werden irgendwann bemerken, dass Wirtschaft, Zinsen und Geld sich für Sie interessieren. Bis dahin: Bleiben Sie wachsam! --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..


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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Das erleuchtete Auge in der Lebenspyramide, 12. Dezember 2003
Rezensentin/Rezensent: Alexander aus Halle, Sachsen-Anhalt Deutschland
"Helmut Creutz", ein Sachbuchautor mit derzeit noch allgemein verkannter Grösse für die Erkenntnis der verfälschten Wirtschaftssysteme. Sein Werk muss eines Tages als eines der grössten Pionierbücher für den Bereich "Mut zur Qualität" volksgeistig gewürdigt werden.
Seine jahrelange Arbeit wird für immer Gültigkeit besitzen und den uneinsichtigen Verantwortlichen ein ewiges Mahnmal bleiben. Wenn die "grosse Krise" vorbei ist und wir uns an die Beseitigung der Kapitaltrümmer begeben wird sein Buch ein "Grundgesetz des Kapitalismus" sein. Versprochen!


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Wieder nichts gewusst?, 20. Januar 2003
Rezensentin/Rezensent: feniglia (Mehr über mich) aus Wörthsee
Ich halte dieses Buch für eines der wichtigsten Sachbücher überhaupt und bin sicher, dass sich nach der nächsten Wirtschaftskatastrophe (mit allen ihren Folgen) viele wieder darauf hinausreden werden: Das haben wir damals nicht gewusst! Wer dieses Buch gelesen hat, weiss nicht nur, dass wir schon lange der nächsten Katastrophe entgegensteuern, sondern erkennt auch die Ursachen - und weiss vor allem, dass es Alternativen und Auswege gegeben hätte! Dieses Buch sollte man jedem Politiker schenken, damit er später keine Ausrede mehr hat!
Dumm nur, dass es bald nicht mehr zu haben sein wird und derzeit (Jan. 03) keinen Verlag hat.


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Erstaunliche Analyse + Vorschlag zur Krisenprävention, 4. Februar 2001
Rezensentin/Rezensent: Sven Schmidt aus Hamburg
Ich habe das Buch von Creutz mit beachtlichem Gewinn gelesen. Es eröffnet eine erstaunliche Sichtweise auf das allgemeine Wirtschaftsgeschehen. Es ist ein zutiefst humanes Buch und macht Hoffnung auf die Lösung großer Wirtschaftsprobleme. Es erhebt sich die Frage, warum die Creutz`schen Vorschläge nicht in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden. --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Wahnsinn, 30. Januar 2001
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent
Das war das Wort daß mir beim Lesen immer wieder durch den Kopf gegangen ist. Wie offensichtlich der Fehler im System doch ist und wieviel er eklärt. Und wie selten doch öffentlich über die Dinge diskutiert die unser Leben wirklich entscheiden. An den Symptomen zu schustern geht nicht ewig aber diejenigen die wissen wo das "Problem" steckt sind kaum daran interessiert etwas an dieser Wurzel zu ändern. Es ist nichts illegales dazu nötig um eine Debatte über derartiges nicht aufkommen zu lassen.. das ist simpler Konsens von denen die von dem System profitieren. 3. Welt Länder.. Diiiieee aaarmen... aarmen - PSEUDO Mitleid: ohne ihre Armut wären wir Arm. Das ist eine Konsequenz des Fehlers im System. Aber ändern wollen diejenigen nichts die könnnten und können tun diejenigen nichts die wollten. "The hope lies in the proles" --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

"Jede Wahrheit löst eine Katastrophe aus", 20. Januar 2001
Rezensentin/Rezensent: aus 8955 Oetwil an der Limmat, Schweiz
Helmut Creutz, Das Geldsyndrom

Jahrelang hat Creutz an seinem Werk gearbeitet. Die Früchte seiner Arbeit kann die Leserin, der Leser innerhalb einiger Tage, oder Wochen ernten. Schritt um Schritt werden wir in die Zusammenhänge des "Geldwirtschaftens" eingeführt. Immer besser lernen wir den Geldmechanismus kennen.Immer mehr können/müssen staunen, dass diese Tatsachen, obwohl für alle eigentlich immer einsehbar, sich so verstecken können. Und im Verstecktem findet eine leise aber stete Umverteilung des Geldes von unten nach oben. Was ist zu tun? Das weiss eigentlich niemand so richtig. Aber alle müssen sich anstrengen darüber nachzudenken. Damit nicht erst die soziale und ökologische Katastrophe zum Umlernen zwingt. Darum ist Cruetzt`s Buch auch eine Art "Kleines Handbuch" in Sachen "Geldmechanik" auf das man immer wieder zurück greifen kann. Auch hier gilt: "Jede Wahrheit löst eine Katasrophe aus". Diesmal eine, um "die" Katasrophe zu verhindern! Die soziale Destabilisierung durch die immer grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich. --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..


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Überzeugende Alternativen für die Wirtschaftspolitik, 18. November 1999
Rezensentin/Rezensent: aus 53925 Kall
Sehr lesenswert für alle die sich für globale und grundsätzliche Zusammenhänge interessieren; Sehr überzeugend, wenn vielleicht auch nicht alles praktisch umsetzbar; Leider werden die Ideen von keiner politischen Seite ernsthaft aufgegriffen. --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Warum Kapitalismus und Marktwirtschaft nicht identisch sind., 6. Juli 1999
Rezensentin/Rezensent: joerg.luettgau@t-online.de aus Bad Vilbel, Deutschland
Über Geld schreiben viele. Aber Creutz versteht es Zusammenhänge, die sonst abstrakt bleiben, bildhaft zu machen. Beispiel: Ein Pfennig, vor 2000 Jahren mit 6% Verzinsung angelegt: Wie groß ist das daraus entstandene Vermögen heute? Die Summe ist so gigantisch, daß sie nur in Goldkugeln von der Größe der Erde gemessen werden kann! Ob Creutz in jeder Beziehung auf jeder Seite seines Buches recht hat, kann ich nicht beurteilen. Aber die Kernaussagen sind so gut untermauert, daß man sich seiner Argumentation nicht entziehen kann: Reformen ohne eine Reform des Zinssystems greifen zu kurz. --Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels..

( http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-/books/35… )
Vorwort

Geld ist eine tolle Einrichtung! Doch obwohl wir es seit Jahrtau-
senden kennen und benutzen, gibt es nichts Vergleichbares, wor-
über wir so wenig wissen! Geld ist immer noch mit einem Nebel
des Geheimnisvollen umgeben. Selbst Wissenschaftler reden von
„Geldschleier“ und „Geldillusion“ und verbinden Geld mit Ma-
giebegriffen.
In diesem Buch wird versucht, die Begriffe und Funktionen
rund um das Geld zu erklären. Ebenso die geldbezogenen Vor-
gänge in der Wirtschaft und deren Auswirkungen für uns Bürger.
Vor allem aber wird den Fehlstrukturen unserer Geldordnung
nachgegangen, werden ihre Folgen verdeutlicht und am Ende
Wege aus dem heutigen Dilemma aufgezeigt. Denn die Kenntnis
dieser Fehlstrukturen sowie die Möglichkeiten ihrer Behebung
sind ausschlaggebend für unsere Zukunft. Das gilt nicht nur für die
überschuldeten Länder Lateinamerikas oder den inflationären
Niedergang der Ostblockstaaten. Das gilt auch für die Industrie-
nationen, in denen die Geldbezogenheit aller Problementwicklun-
gen täglich deutlicher wird. Und niemand von uns kann sich diesen
monetären Zwängen und Auswirkungen entziehen, es sei denn, er
flieht als Robinson auf eine Insel.
Für den normalen Bürger stellten sich bisher solche Überlegun-
gen kaum. Er erhält Geld für seine Arbeit und gibt es für den
Lebensunterhalt aus. Allenfalls hat er in der Jugend ein paar
Sprichworte mitbekommen, ohne viel darüber nachzudenken;
zum Beispiel „Geld verdirbt den Charakter“ oder „Beim Geld
macht der Teufel immer auf den größten Haufen“. Noch bekann-
ter und in vielen Sprachen zu Hause ist das Sprichwort: „Geld
regiert die Welt.“
Warum aber verdirbt Geld den Charakter? Würden wir das
auch von einem Gutschein sagen oder einer Theaterkarte, die,
ähnlich wie Geld, einen Anspruch auf eine Gegenleistung doku-
mentieren? Und warum bekommen diejenigen noch mehr Geld,
die bereits einen „großen Haufen“ davon haben? Ist Einkommen
nicht an Leistung gebunden? Wenn ja, widersprechen leistungs-
lose Einkünfte dann nicht den Grund- und Menschenrechten?
Und was bedeutet das dritte Sprichwort, nach dem die Welt vom
Geld regiert wird? Wenn dieses Sprichwort stimmt, sind dann
nicht alle Regierungen, ob gewählt oder nicht, ob rot, schwarz
oder grün, nur eine Farce, Marionetten des Geldes? Können wir
von einer aufgeklärten, mündigen Welt und vor allem von Demo-
kratien reden, solange diese Fragen ungeklärt bleiben? Oder hat
man bewußt den Schleier des Geheimnisvollen über die Geld-
sphäre ausgebreitet?




Was stimmt nicht bei unserem Geld?
Wer sich unvorbelastet mit unserem Geld befaßt, mit der Geld-
ordnung, der Geldtechnik und allen sonstigen Geldgegebenhei-
ten, dem stehen meist sehr schnell die Haare zu Berge. Allein die
Widersprüchlichkeiten, auf die man unter logischen Ansätzen
stößt, finden fast kein Ende:
· Da ist Geld eine öffentliche Einrichtung, gleichzeitig aber auch
privates Eigentum, obwohl nichts in der Welt zwei Herren die-
nen kann.
· Da ist die Geldvermehrung durch gefälschte Banknoten und
Münzen bei Strafe untersagt, die Geldverminderung durch Ent-
zug von Banknoten aus dem Wirtschaftskreislauf jedoch er-
laubt.
· Da ist Geld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, gleichzeitig
aber auch ein beliebig verwendbares Spekulationsobjekt.
· Da unterliegt Geld einem allgemeinen Annahmezwang, aber
keinem Weitergabezwang, obwohl das erste ohne das zweite
keinen Sinn ergibt.
· Da wird Geld gleichzeitig als Tausch- und Wertaufbewahrungs-
mittel deklariert, obwohl die zweite Funktion die erste aufhebt.
· Da wird kein Maßstab in der Wirtschaft so oft gebraucht wie das
Geld, aber dessen Wert nicht stabil gehalten.
· Da ist unser Geld mit einem Zins- und Zinseszinseffekt gekop-
pelt, obwohl das aus mathematischen Gründen zur Selbstzer-
störung führen muß.
Die Aufzählung dieser Widersprüche dürfte eigentlich genügen,
um die vom Geld ausgehenden Miseren zu erklären, vor allem,
wenn man sich die zentrale Bedeutung des Geldes in unseren heu-
tigen Volkswirtschaften vergegenwärtigt.





Welche Bedeutung hat das Geld?
Wenn man die Bewohner eines Hauses fragt, welche Teile des
Gebäudes die wichtigsten sind, werden sie sicher die Wohnge-
schosse nennen. Vom Untergeschoß wird kaum jemand reden,
und vom Fundament noch weniger. Dabei ist das Fundament für
die Stabilität des gesamten Gebäudes von entscheidender Bedeu-
tung.
Ähnlich ist es mit den Etagen der „politischen Gebäude“, in
denen wir leben: Der Bereich der Gesellschaftspolitik ist uns der
wichtigste. Mit wirtschaftlichen Fragen befassen wir uns weniger,
und mit jenen der Geld- und Währungsordnung so gut wie gar
nicht.
Diese Einschätzungs- und Interessenabstufung gilt nicht nur für
das Gros der Bürger, sondern auch für fast alle Politiker.
Ein langjähriges Mitglied der SPD im Bundestag, vormals
Bundesbanker und als Folge Währungsexperte seiner Fraktion,
hat mal beklagt: Immer wenn es um gesellschaftspolitische Ta-
gesfragen ginge, wäre der Fraktionsraum überfüllt. Würde
ernsthaft über Wirtschaftsfragen diskutiert, gingen zwei Drittel
der Abgeordneten nach Hause. Und stünden Geld- und Wäh-
rungsfragen an, bliebe von der ganzen Mannschaft allenfalls ein
halbes Dutzend übrig. - In anderen Parteien dürfte es kaum an-
ders sein.
Dabei wird die wirkliche Bedeutung des Geld- und Währungs-
sektors jedem klar, wenn man die Bereiche Gesellschaft, Wirt-
schaft und Währung - entsprechend unserem Wohnhausbeispiel-
einmal übereinander anordnet, wie in der ersten Grafik darge-
stellt: Eine stabile Gesellschaft kann es nur auf dem Unterbau
einer stabilen Wirtschaft geben, und diese nur auf dem Funda-
ment eines stabilen Geld- und Währungssystems. Doch ähnlich
wie bei den Gebäuden, wissen wir nur selten etwas von dieser fun-
damentalen Rolle der Währung. Tauchen in den „gesellschaft-
lichen Wohnetagen“ Risse auf oder droht das gesamte Gebäude
baufällig zu werden, versuchen wir darum meist „vor Ort“ mit den
Problemen fertig zu werden. Doch haben solche Reparaturversu-
che kaum Chancen auf Erfolg, wenn die Ursachen der Störung
tiefer liegen. Machen wir uns aber die Mühe, den „Rissen“ und
„Baufälligkeiten“ in unseren Gesellschaftssystemen intensiv ge-
nug nachzugehen, das heißt auf der Leiter der Ursachenkette bis
zur untersten, auslösenden Ebene hinabzusteigen, dann werden
wir fast immer im „Fundament“ fündig werden, also im Bereich
von Geld und Währung.


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