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Frage zur Beraterhaftung bei Zinsdifferenzgeschäften - 500 Beiträge pro Seite



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Ich habe im Herbst 1998 nach derAsien/Russlandkrise meine Aktienfondsanteile verkauft und eine sichere Anlage gesucht.

Mein Versicherungsmakler hat mir damals empfohlen das Geld in eine With Profit-Anlage (Einmalanlage)der englischen Lebensversichrung CMI zu stecken.Zusätzlich zu meinem Eigenkapital habe ich den 6-fachen Betrag fremdfinanziert.
Die Anlage läuft bis November diesen Jahres.Die Fremdfinanzierung vermittelte auch der Makler.

Der "Berater" hat mit folgenden Argumenten geworben (habe alles schriftlich)

Zitate (Auszüge):

1.Die CMI jat über Jahrzehnte hinweg zweistellige Renditen erwirtschaftet.Wir glauben, der beste Beweis für die Stärke von CMI ist die Bereitschaft europäischer und deutscher Banken, Einmalprämien zu finanzieren. Keine laufenden Zinszahlungen, keine Laufende Tilgung, alles wird abgestellt auf die guten Ergebnisse der Gesellschaft.

2. Auf jeden Fall bietet die Finanzierung die Möglichkeit das eingesetzte Kapital in kurzer Zeit mehr als zu verdoppeln.

3. Ihre kreditgebende Bank holt keine Auskünfte ein.Das ganze Programm ist ausschließlich auf die erstklassige Bonität und Historie von CMI abgestellt.Da Sie keine laufenden Tilgungen oder Zinszahlungen vornehmen, hat die Bank kein Ausfallrisiko.

4.Prognoseberechnung Finanzierungsverlauf:
Wir haben die Prognose des Vertrages auf 8,5% Wertzuwachs begrenzt, obwohl in der Vergangenheit die Ergebnisse deutlich höher ausfielen.

5.Aufgrund der Attraktivität und Sicherheit des Angebotes ist die Nachfrage dementsprechend hoch.

6. Unter den Beispielrechnung wurde als einziger eventueller Risikohinweis aufgeführt, dass es sich um Beispielrechnungen handelt und die künftige Überschußbeteiligung nur unverbindlich dargestellt werden konnte, da die künftige Überschußentwickling vor allem von den Kapitalerträgen, aber auch vom Verlauf der Sterblichkeit und der Entwicklung der Kosten abhängt.

Ansonsten wurde mit keinem Wort erwähnt, dass ich mit meiner vermeintlich sicheren Anlage auch Verluste erleiden könnte.

Ich habe zwar die jährlich garantierten 3% Zinsen erhalten.
Für ein positives Ergebnis wären aber 6% p.a. erforderlich gewesen.Aufgrund des hohen Finanzierungshebels habe ich rund 85 % meines Eigenkapitals verloren.

Ich habe heute mit dem Makler telefonisch Rücksprache gehalten und ihn auf die mangelnde Risikohinweise von damals aufmerksam gemacht. Er war ziemlich kleinlaut und hat auf die nicht vorhersehbare Börsenentwicklung seit 2001
hingewiesen.

Nun meine Frage an unsere Rechtsexperten: Habe ich eine Chance einen Teil des verlorenen Geld vom Makler wegen mangelhafter Beratung wiederzubekommen?? Wenn ja, wie würdet ihr vorgehen?
nimm dir einen guten anwalt - denke die chancen stehen gut.

gruß

elbosso
die beratung so wie du sie darstellst war nicht grade seriös, aber das diese konstruktion nicht ohne risiko ist bei 6fachem hebel muss wohl jedem klar gewesen sein:rolleyes:

bei einer bank hättest du bestimmt die besten chancen, aber wie es sich bei versicherungsmaklern verhält kann ich nicht beurteilen, die unterliegen soweit ich weiss nicht den strengen vorschriften des wphgs

sgeler
Ich besitze keine Rechtschutzversicherung.Das Prozesskostenrisiko wäre verdammt hoch.
Wäre es daher sinnvoll dem Makler einen Brief mit der o.g. Begründung bezüglich der Fehlberatung zu schicken und ihm das Angebot einer aussergerichtlichen Einigung zu unterbreiten, oder mache ich dadurch unter Umständen etwas kaputt?

Weiss jemand, wie es mit der Verjährung aussieht?
@fidelity

die cmi anlage hat also in den letzten 6 jahren gerade mal 3 % per anno an performance gebracht ?

gibt es da nicht möglicherweise noch einen schlussbonus ode ähnliches ?

gruß
@Fidelity

1.) Ich bin kein Jurist.

2.) Auf Basis von Posting #1 allein wird aber wohl auch ein Jurist noch nichts über konkrete Erfolgsaussichten sagen können. Es liest sich aber mit meinen marginal vorhandenen Kenntnissen so, als ob der Makler eventuell haftbar gemacht werden könnte.

3.) Bitte nicht falsch verstehen: Es ist doch eigentlich offensichtlich, dass jedes Leveragegeschäft gefährlich ist, d.h., dass ich Geld verlieren kann, wenn ich mit einem Festzinskredit eine Anlage mit variabler Rendite tätige. Wenn ich das als Anleger nicht selbst erkenne, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Wenn ich das aber erkenne, dann ist es eigentlich auch egal, ob mein Berater mich darauf noch einmal explizit hinweist. Vielleicht nicht juristisch, aber moralisch. Das rechtfertigt natürlich auch nicht das Vorgehen des Beraters...
zu 6.: Aufgrund der schlechten Börsenlage ist ein Schlußbonus relativ unwahrscheinlich.Dieses Jahr habe ich nur 1,5 Prozent Verzinsung bekommen. Neuverträge dagegen bekommen 3%.

zu 7: Der Vertreter hat mir schriftliche Unterlagen zugeschickt, in denen ausgeführt wurde, dass CMI über Jahrzehnte 2-stellige Renditen erwirtschaftet hat und das es in der Vergangenheit immer Zinszahlungen gab (die letzten 170 Jahre trotz Weltkriege).In Beispielrechnungen nahm er 8,75 % Rendite an, was er als konservativ bezeichnete, da CMI in der Vergangenheit ja immer deutlich mehr erwirtschaftet hatte. Für das Jahr des Vertragabschlusses wurden noch 6 % Ausschüttung gutgeschrieben mit Aussicht auf einen fetten Schlußbonus. Auserdem wurde in den Unterlagen mit der hohen Sicherheit der Anlage geworben. Jetzt im Nachinein bin ich natürlich schlauer. Ein bisschen naiv war ich natürlich auch.
.

Aber hier noch eine Frage:
Die Finanz-/Makler Firma wurde im Jahr 2000 von einer neu gegründeten KG übernommen.
Alle Kundenbestände, das Personal (Berater usw.), Adresse usw.sind geblieben.Mein damaliger Berater ist jetzt Geschäftsführer.Kann ich, wenn ich Ansprüche geltend machen will, gegen diese neue KG vorgehen oder muss ich gegen meinen damaligen Berater klagen?

Interessant ist auch, dass die CMI mir 13 Monate nach Vertragsabschluss ein Schreiben geschickt hat, indem sie darlegt, dass sie für kreditfinanzierte LV`s die Verantwortung nicht übernimmt (insbesondere für die Werbung solcher Anlagen).Die hatten damals wohl schon kalte Füsse bekommen.

Wo finde ich übrigens einen Spezialanwalt für meine Region?
Fidelity,

zieh den einzig logischen Schluß und laß die Finger von Finanzanlagen. Spätere Tenbagger verkauft und Kapitalreste verzehntelt ist kein Pech.



Frag doch den versicherten Berater, der war vorher auch schlau und wird es heute auch sein wollen. Es geht hier nicht um seine Asche, der lebt damit.

Eine Idee wäre noch die fehlende Risikobelehrung, da gibt es einige Urteile gegen Banken, die übertragbar sein könnten. Vorher auf weichen Vergleich machen ist unklug, zeugt von Schwäche und wird so auch verstanden.

Glück auf
@Fidelity

gemäß deinen Schilderungen könnten die Vorraussetzungen um Schadenersatz o.ä. zu erhalten ganz gut sein. Die Details -darin steckt bekanntlich der Teufel- solltest du aber mit einem in diesen Sachen versierten Anwalt klären. Wenn es um grössere Beträge gehen sollte, dann lohnt sich das allemal.

Verjährungsfrist (31.12.04) beachten !

Grüße K1
Evtl. könnte @Internas Lieblingskanzlei helfen und einen Prozeßkostenträger liefern:confused:
@friseuse:
Danke für die Hinweise, aber die Schadensumme ist nicht so hoch.Die Mindestschadenssummen der Prozeßfinanzierer liegen deutlich höher.
geldgierig sein:lick:

sich künstlich dumm stellen:laugh:

und den makler dafür haftbar machen:cry:

6. Unter den Beispielrechnung wurde als einziger eventueller Risikohinweis aufgeführt, dass es sich um Beispielrechnungen handelt und die künftige Überschußbeteiligung nur unverbindlich dargestellt werden konnte, da die künftige Überschußentwickling vor allem von den Kapitalerträgen, aber auch vom Verlauf der Sterblichkeit und der Entwicklung der Kosten abhängt.

den punkt 6. konntest du doch klar aus deiner bisherigen erfahrung heraus richtig bewerten, oder etwa nicht:confused:

deine bisherigen vergangenheitserfahrungen mit fonds hatten dir doch aufgezeigt was zukunftsrisiken bedeuten können;)

glaube kaum, dass du eine chance hast
halihallo:

;) Mr. Schlau - was :D

Zufällig war ich bei einem Verkaufsgespräch dieser Hebel-Anlage anwesend - selbst wenn Du diesen Absatz des Vertrages zur Kenntnis nimmst, wird Dir das Modell als absolut sicher verkauft - am Schluss glaubst Du das sogar selbst.

Zufällig weiß ich wie die Verkäufer auf die "richtigen" Argumente für das Verkaufsgespräch "getrimmt" werden.

Genauso läuft das übrigens auch für die Verkaufsgespräche des Modells Sparenta oder die "Sicherheits-Kompakt-Rente" - (bei dieser verdienen sich die Vermittler eine goldene Nase bei 500.000 € Fremdfinazierung - meiner Ansicht nach absoluter Wahnsinn , sind bis zu 20.000 € Abschlussprovision für den Vermittler bei einem einzigen Vertrag drin ;)

Glaubst Du da noch an unbeeinflusste Beratung ? Ich kann`s den Jungs nicht mal verdenken:rolleyes:

Dar
Die Berater haben mir u.a. erzählt, die Police sei keine Versicherung sondern eine Vermögensverwaltung mit Versicherung. Die CMI-Verwalter wären in ihren Anlageentscheidungen völlig flexibel und würden in guten Börsenzeiten für den Anleger Gewinne realisieren und in schlechten Börsenzeiten aus Aktien in z.B Renten und Immobilien umschichten. Die Gespräche fanden ausschließlich am Telefon statt.
Sie haben nur den Fehler gemacht, mir die Argumentationen, sogar teilweise unterschrieben, zuzusenden. Es fehlt der kleinste Hinweis, dass man mit der Anlage Verluste erleiden kann.
Es wurde ausdrücklich mit der hohen Sicherheit der Anlage geworben (Orginalunterschrift des Geschäftsführers steht unter dem Satz).
Ich werde in den nächsten 6 Wochen einen Spezialanwalt aufsuchen.Ich will erst abwarten, bis die genaue Höhe des
Verlustes feststeht.
Habe heute noch ein frisches Gerichtsurteil gelesen, wonach Berater ihre Mandanten sogar über die Verlustrisiken bei Anleihekäufen aufklären müssen.

Ausserdem habe ich aus relativ sicherer Quelle erfahren, dass "mein" Finanzdienstleister schon seit einiger Zeit keine CMI-Produkte mehr vertreiben darf (auf Betreiben von CMI)CMI selbst hatte mich ca. 18 Monate nach der Anlage schriftlich auf die Risiken von Hebelgeschäften aufmerksam gemacht.Gleichzeitig gab CMI sinngemäß an, dass der Finanzdienstleisetr für die Beratung verantwortlich sei und CMI nichts damit zu tun habe.
Die hatten wohl damals schon kalte Füsse bekommen.

Durch den Banker, über den die Kredite abgeschossen wurden
habe ich erfahren, dass etliche Anelger ruiniert sind.

Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich an die Namen weiterer Geschädigter dran komme?
Ich würde die Sache (falsche Bratung, fehlender Risikohinweis) unbedingt der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht mitteilen - per Einschreiben !!! Und beeil Dich - wenn der Finanzdienstleister vorwiegend dies Anlageform vertrieben hat, wird es einige Geschädigte geben. Kontaktiere Deinen Anwalt bevor das Unternehmen (Dein Vermittler)Konkurs anmeldet - sonst siehst Du die Kohle unter Umständen nicht wieder. Der Hinweis von CMI kommt nicht umsonst. Die haben sich erstmal abgesichert. Bei einer offensichtlichen Fehlberatung kann man die meisten Verträge rückgängig machen - meiner Ansicht nach hättest Du aber besser gleich direkt nach dem Risikohinweis durch die CMI reagíeren sollen:rolleyes:
Der Risikohinweis von CMI kam in 1999.

Zu dieser Zeit kam ich nicht mehr aus dem Vertrag raus.

Um einen Konkurs des Unternehmens mache ich mir keine Sorgen.
Die sind ziemlich groß und schon lange auf dem Markt.

Die Firma, die mir die Sache angedreht hat, wurde übernommen. Der damalige Berater ist jetzt Geschäftsführer.
Der andere leitet die Muttergesellschaft in Luxemburg.

Am 27.09. habe ich erstmal einen Anwaltstermin.Mal schauen was der sagt.
Scherzkeks - ich mache mir keine Sorgen daß CMI den Löffel abgibt:laugh: Ich denke dabei eher an die Vermittlerfirma und dessen Beraterhaftung - wenn der nämlich Konkurs anmeldet ist dort nicht mehr viel zu holen :D;) Teil mir bitte mit wie die Sache ausgeht :cool:
Das war natürlich nicht auf CMI bezogen, sondern auf den Finanzdienstleister.Die sind auch lange auf dem Markt.


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