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Steuern beim Landverkauf - 500 Beiträge pro Seite



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Welche Steuern fallen bei einem Verkauf von Ackerland an, wenn das Land zum derzeitigen Marktpreis (qm 1,35 EUR)
verkauft wird und 20 bzw. 50 Jahre in meinem Eigentum ist.
Muss ich von dem Verkaufspreis einen Teil versteuern??

Wie ist es, wenn über Marktpreis (hier: Bau einer Biogasanlage: qm: 7,50 EUR) verkauft wird. Der
Flächennutzungsplan wird geändert.

Vielen Dank für die Antworten!
Hängt davon ab, ob das Ackerland im Betriebsvermögen oder im Privatvermögen ist.

Privatvermögen: Nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei.

Betriebsvermögen: Wenn beim Verkauf stille Reserven gehoben werden, sind diese mit den persönlichen Steuersatz zu versteuern.
So um 1970 wurden die Grundwerte ermittelt. Wenn dieser dann bei rund 1,50 €/qm lag und Du heute für 7,50 € verkaufst, dann wären 6,00 €/qm mit Deinem persönlichen Steuersatz in der Einkommensteuer anzusetzen. Dabei erhöht sich durch die Progression auch die Steuer Deiner anderen Einkünfte!
Unbedingt Steuerberater konsultieren! Unter Umständen kann man die Steuer auf mehrere Jahre verteilen bzw. durch Neuinvestition in neue betriebliche Grundstücke ganz vermeiden.

Wenn Du einen landw. Betrieb hast, daraus Einkünfte aus Landwirtschaft versteuerst, dürfte es Betriebsvermögen sein.

mfg, Lemmus
Wichtig dürfte hier sein, ob der
Acker zum Betriebsvermögen eines L+F
Betriebes gehört oder nicht.
In Anbetracht des von Dir genannten Wertes von
€ 1,35 tippe ich mal auf eine Sandbüchse in
Ostdeutschland, hier in unseren Breiten ist
unter 3,oo € nix zu bekommen. Ich kenne die Gegeben-
heiten nicht, aber Du solltest 1. dringend mit einem
in der Landwirtschaft kundigen Steuerberater sprechen,
2. überlegen ob Du die Fläche nicht besser an einen
Pächter mit entsprechenden Sicherheiten verpachtest.
Zudem ist mir neu, dass für Biogasanlagen Flächen
ausgewiesen werden. Wenn das denn so sei, ist der
Marktwert der Fläche mit Sicherheit höher als
7,5 €. Auch hier gilt: Nicht das erste Angebot gleich
annehmen.

Laster
Da ich für Pachten usw. eine Gewinnermittlung erstelle
und diese in der EKST-Erklärung als Einkünfte aus LW berücksichtigt werden, handelt es sich wohl
um Betriebsvermögen, oder?

Aus welchem Bundesland kommst Du?? Ich dachte, dass Niedersachsen nach NRW die Spitzenposition bei den Ackerlandpreisen einnimmt. Bei uns in der Gegend
(Bremer Umland) werden sonst nur Preise von 1,20 (qm)
erzielt. Dann sind die 1,35 EUR nicht so schlecht.
Der Landwirt, der unser Land kaufen möchte, verkauft an
den Investor einer Biogasanlage.
Die endgültige Genehmigung liegt noch nicht vor. Am liebsten hätten wir dieses Ding nicht in unserem Ort,
zumal auch Schlachtabfälle verarbeitet werden sollen.
Hier, westliches NRW, bekommst Du für
1,35 nicht mal `ne klamme Wiese. Im Grunde
wird kaum was angeboten, wenn`s mal einer was
verkaufen will oder muss stürzen sich mindestens
zehn Bauern drauf. Und dann kauft`s `ne Kirche,
weil die am meisten Knete bieten :mad: und der
Verkäufer meist zurückpachten kann.
Halte die 7,50 für einen Standort für zu wenig,
zudem warum verkauftst Du nicht direkt an den
Investor? (2 mal Gebühren und Grunderwerbsteuer !)
Und wenn`s wirklich Betriebsvermögen ist, leg das
Geld wieder an, sonst lacht nur der Eichel und
aus 7,5 werden 3,75.

Weiteres über Boardmail

Laster
Eine Biogasanlage ist völlig ok, solange keine Schlachtabfälle verarbeitet werden. Falls doch, am besten gar nicht verkaufen, weil ansonsten durch den Gestank auch Deine möglicherweise wertvollen Baugrundstücke oder Immobilien stark an Wert verlieren werden.


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