Waldorfschule schmeisst die Kinder von NPD-Sympathisant raus! - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 12.11.04 19:30:48 von
neuester Beitrag 15.11.04 11:11:49 von


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12.11.04 19:30:48
WALDORFSCHULE

Auch die Kinder des rechten Tarnkappen-Lehrers sollen gehen

Von Jochen Leffers

Andreas Molau arbeitete jahrelang an der Braunschweiger Waldorfschule und nun für die NPD in Sachsen. Die Schulleitung will seine beiden Kinder, 8 und 11 Jahre alt, vor die Tür setzen, weil der Schulfrieden gefährdet sei. Bei Lehrern, Eltern und Schülern ist der Beschluss umstritten, Molau spricht von "Sippenhaft".

Der Streit zwischen der Freien Waldorfschule Braunschweig und dem Lehrer Andreas Molau, der dort seit Ende 1996 unterrichtete, eskaliert weiter. Nachdem Molau, 36, wegen seines Wechsels zur NPD gekündigt und die Schule seinen Lehrauftrag sofort aufgelöst hatte, kam es am letzten Freitag zu einem zweistündigen Gespräch mit der Schulleitung und am Montag zu einem Schulforum mit Eltern, Lehrern und Schülern. Der Vorstand kündigte an, die beiden Kinder des Lehrers nicht länger zu unterrichten. Molau will das nicht hinnehmen und prüft rechtliche Schritte.

Spätestens Ende November sollen sein achtjähriger Sohn und die elfjährige Tochter gehen. Durch die Reihen der Eltern, Schüler und Lehrer ziehen sich jetzt tiefe Gräben. Die Entscheidung ist umstritten, die Fakten sind es nicht. In den Herbstferien hatte Molau der Schule mitgeteilt, dass er die sächsische NPD-Landtagsfraktion künftig als wissenschaftlicher Mitarbeiter in schulpolitischen Fragen beraten und außerdem für die "Deutsche Stimme" - die Parteizeitung der NPD - arbeiten wolle.
In Dresden zog die NPD kürzlich mit zwölf Abgeordneten in den Landtag ein, sucht seitdem den Schulterschluss mit der DVU und nimmt auch einschlägig vorbestrafte Neonazis mit offenen Armen auf.

Die Nachricht vom fliegenden Wechsel zu den Rechtsextremisten erreichte Molaus bisherige Kollegen Mitte Oktober. Der Klassenlehrer einer siebten Klasse bat um seine Beurlaubung und wollte noch einige Wochen weiter unterrichten, um einen "vernünftigen pädagogischen Übergang zu schaffen und mich zumindest von den Schülern zu verabschieden", so Molau gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Schulleitung hielt seine Rückkehr jedoch für untragbar und entzog ihm sofort den Lehrauftrag; zum 31. Oktober wurde ein Aufhebungsvertrag wirksam.

"Wir haben keine Wahl"

Andreas Molau hat nach eigenen Angaben zudem Hausverbot erhalten, ebenso seine Frau. Die beiden Kinder indes gehen derzeit weiter in die Waldorfschule. Der Junge besucht die dritte, das Mädchen die sechste Klasse - nach dem Willen der Schulleitung nicht mehr lange: Nach der Aussprache am Montag, an der die Molaus nicht teilnahmen, wurden die Schulverträge fristlos gekündigt. Spätestens bis 30. November sollen die Molaus erklären, wie sie die Schulpflicht für ihre Kinder an anderen Schulen erfüllen wollen.

Die Kündigung für die beiden Kinder hat Molau am Donnerstag per Einschreiben erhalten. Geschäftsführer Michael Kropp begründet den Beschluss mit der "massiven Gefährdung des Schulfriedens". Der Konflikt ziehe sich quer durch die Schulgemeinschaft, vor allem die Elternschaft sei in zwei Lager gespalten. "Nach dem Vertrauensbruch von Andreas Molau haben wir keine Wahl, wir müssen diese Entscheidung treffen", so Kropp gegenüber SPIEGEL ONLINE.

"Das Konzept der Waldorfschulen beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern - das ist in diesem Fall für viele nicht mehr möglich", sagt auch Barbara Mai, Mitglied der Geschäftsführung. Anders als staatliche Schulen schließen Waldorfschulen mit den Eltern Verträge ab. Wenn Eltern durch ihr Verhalten die Erziehungsaufgabe der Schule schwerwiegend beeinträchtigten, sei eine Kündigung möglich, so Mai.

Michael Kropp spricht von einer stark aufgeheizten Stimmung, von fassungslosen Kollegen und einer starken Gruppe von Eltern, die "besonders empfindlich reagieren, weil manche zum Beispiel Einwanderer sind und mit rassistischen Positionen nicht das Geringste zu tun haben wollen". Etliche Eltern hielten eine weitere Zusammenarbeit mit Molau für unzumutbar. Die Schule müsse verhindern, dass es zu einer "Die oder wir"-Position komme, und rasch zu einem vertrauensvollen Miteinander zurückfinden.

Als Autor rechter Blätter plötzlich verschwunden

Natürlich bangt die Waldorfschule auch um ihr Image und befürchtet, dass Eltern ihre Kinder bei anderen Schulen anmelden. Darum hat sich die Schulleitung entschieden, mit den Querelen um den rechten Lehrer offen umzugehen. An der 1976 gegründeten Freien Waldorfschule gibt es rund 50 Lehrer und 433 Schüler von der ersten Klasse bis zum Abitur. Andreas Molau hat dort Deutsch, Geschichte und - in der Oberstufe - auch Politik gelehrt.

Wie SPIEGEL ONLINE bereits berichtete, ist Molau politisch kein unbeschriebenes Blatt. So war er in den neunziger Jahren Kulturredakteur bei der "Jungen Freiheit", laut Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen "eines der wichtigsten Sprachrohre und Foren der so genannten `Neuen Rechten`". Nach einem politischen Zerwürfnis ging er zur Zeitschrift "Deutsche Geschichte" des ultrarechten, mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilten Verlegers Gerd Sudholt. Ende 1996 verschwand Molau als Autor rechter Blätter - jedenfalls unter seinem eigenen Namen. Auf die Frage, ob er nach Beginn seiner Arbeit an der Waldorfschule unter Pseudonymen weiter publiziert habe, gibt er keine Antwort.

Die Braunschweiger Schulleitung versichert, sie habe von Molaus rechter Einstellung in den langen Jahren seiner Mitarbeit nichts geahnt. "Als er in der Kündigung die NPD erwähnte, dachte ich, ich hätte mich verlesen", sagt Michael Kropp und beschreibt den Lehrer als "sympathischen Querkopf, der bei uns unisono eher als linksliberal eingestuft wurde". Auch etwa bei der Betreuung der Jahresarbeit einer Schülerin über Rechtsextremismus habe Molau sich nicht auffällig verhalten.

Damoklesschwert der Enttarnung

Indoktrination im Unterricht wirft Kropp dem 36-Jährigen also nicht vor, aber bewusste Täuschung - seine politische Einstellung habe Molau acht Jahre lang verschwiegen. "In der Waldorfschule brauchen wir authentische Lehrer, die mit ihrer ganzen und nicht mit einer gespaltenen Persönlichkeit vor der Klasse stehen und aus dem Vertrauen der Schüler ihre Autorität beziehen", umschreibt Kropp sein Idealbild eines Waldorf-Lehrers. Mit dem Waldorfkonzept seien die programmatischen Ziele der ausländerfeindlichen NPD überhaupt nicht zu vereinbaren.


Andreas Molau sieht das anders. Er stehe voll hinter der Waldorfpädagogik und ihrer "Erziehung zur Freiheit" und habe sich im Unterricht nichts zuschulden kommen lassen. Für Lehrer gebe es keinen Bekenntniszwang: "Ich muss doch nicht offenbaren, welche Partei ich wähle - das ist meine Privatsache."

Molau ist bisher nicht NPD-Mitglied, schließt einen Beitritt aber nicht aus. Seine Zukunft sieht er zunächst bei der NPD und nennt sie "eine politische Kraft, die durch den Wahlerfolg in Sachsen und das Zusammengehen mit der DVU wieder eine wirksame rechte Oppositionspartei werden kann".
Hinzu komme die "gestalterische Mitwirkung bei der `Deutschen Stimme`". Molau räumt aber ein, dass es einen anderen wichtigen Grund für seine Kündigung in Braunschweig gab: "Durch die Interneteinträge zu meinem Namen hing über mir ein berufliches Damoklesschwert, ich musste aus der Zwickmühle raus."

"Am Ende gibt es nur Verlierer"

Dass die Schule ihm den Lehrauftrag entzogen habe, müsse er akzeptieren und sei auch zum Verzicht etwa auf die Teilnahme an Elternabenden bereit, sagt Molau - aber den Rauswurf der Kinder könne er nicht hinnehmen. Der Waldorfschule wirft er vor, "keinerlei problemlösende Gespräche" gesucht zu haben. "Meine Kinder werden für die politische Gesinnung ihres Vaters bestraft, das hat etwas von Sippenhaft." Eine problematische Wortwahl: Von den Nationalsozialisten (aber nicht nur von den Nazis) wurde die Sippenhaft als Terrormaßnahme gegen politische Gegner angewandt.

Seine elfjährige Tochter fühle sich vor allem von ihrer Lieblingslehrerin verraten, sein achtjähriger Sohn sei todtraurig, aber noch zu klein, um den Streit zu begreifen, erklärt Molau. "Damit meine Kinder nicht weiter leiden müssen", habe er bereits eine Beschwerde bei der Bezirksregierung eingereicht, die die Schulaufsicht führt. Zudem prüfe eine Anwaltskanzlei momentan das Hausverbot und die Beendigung des Schulbesuchs. Weil die Waldorfschule die beiden nur noch bis Ende des Monats dulden will, könnte Molau versuchen, eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht durchzusetzen.

Die Schulleitung sieht auch die Schattenseite ihrer "schwierigen Entscheidung". Immerhin seien beide Kinder seit der ersten Klasse an der Schule und hätten dort ihre Freunde, so der Geschäftsführer. Doch die Folgen seines jahrelangen Versteckspiels habe der ehemalige Lehrer sich selbst zuzuschreiben, die Waldorfschule müsse Grenzen ziehen. "Bei dieser Auseinandersetzung kann es keine Hurra-Rufe geben, sondern am Ende nur Verlierer", ahnt Michael Kropp.


http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,327495,00.ht…



Traurig, daß hier Kinder aufgrund der politischen Einstellung ihrer Eltern rausgeschmissen werden. Das erinnert ja schwer an die 12 schlimmsten Jahre des letzten Jahrhunderts! :cry:
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12.11.04 19:37:15
Während die Kinder des "Kalifen von Köln" selbstverständlich nicht mit abgeschoben werden können...

:confused:
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12.11.04 19:45:08
da kommen wohjl noch ganz alte Rechnungen hoch, aus der Zeit der Thule- Bewegung.
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12.11.04 19:48:28
Man sieht eigentlich an euch und an euren Kommentaren hier in den Boards, wenn es um dieses Thema geht, wie die Saat des Bösen in diesem Land schlummert!

Eine erschreckend prozentual hohe sympathiebereitschaft mit rechtem Gedankengut und Rechtsgerichteten Persönlichkeiten herrscht vor!
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12.11.04 19:48:48
es gibt halt eine Sippenhaft und national gesinnte Leute werden halt diskriminiert !
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12.11.04 19:50:26
@ andererkostolany

Ja das sind schon wahre rechtsgerichtete Persönlichkeiten! Eine elfjährige und ein achtjähriger! :rolleyes:
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12.11.04 19:51:33
fueller, man kann ja über Dich sagen, was man will. Besser wäre ohnehin, sich zu fragen, was hinter Deiner gekonnten Auswahl an Thread- Themen stecken könnte.

Aber mit dem Hintergrund der Walldorf- Reaktion sind die allermeisten hier doch eindeutig überfordert.

Andererseits, das gilt ja auch für andere von Dir aufgemachten Threads. Dir geht es ja wohl um andere Zielsetzungen.

Dann also mal drauslosgegugelt, was es mit Walldorf auf sich hat, wieso diese Schule so heißt, auf welchen Gründer das zurückgeht. Was der mit Nazis zu tun hatte. Gemeinsame Wurzeln.

Und dennoch trennten sich die Wege ziemlich unsanft und nachhaltig.

Was wohl zu dem hier von Dir sicher ganz arglos angezündeten Feuerchen gehört.
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12.11.04 19:52:19
So steht es also um die viel beschworene Toleranz der Freidenker....

Ausgrenzung, Stigmatisierung und Sippenhaft, die Mittel sind die gleichen wie schon vor 70 Jahren -
nur die Richtung hat sich geändert, sonst gar nichts.:cry:

Aber sie fühlen sich noch toll dabei, so aufgeklärt, ja modern.

Ich könnte kotzen.:rolleyes:

KD
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12.11.04 20:01:44
Toleranz der Freidenker???

TOLERANZ???? Mit gewaltbereiten Rechtsradikalen????
Ich weiss nicht was in euren Köpfen vorgeht....Menschen die dieses Land richtig zu grunde richten können?? Hat mal jemand darüber nachgedacht von euch rechtsköpfen was mit diesem Land aussenpolitisch und wirtschaftlich passieren würde wenn wir z.Bsp. eine rechtsgerichtete Regierung hätten???

@Fuller
Ich spreche nicht von den Kindern! Ja das ist schade das sie darunter leiden müssen! Und das sie so einen Vater haben mit solch einem Gedankengut, dafür können sie nichts!
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12.11.04 20:02:35
Der Mann hat einen Fehler gemacht und sich der falschen Gruppierung am Rand des politischen Spektrums angeschlossen.
Hätte er stattdessen die von der öffentlichen Hand subventionierte Antifa-Chaotentruppe gewählt (Quelle und Link war hier jüngst zu lesen, vielleicht findet es jemand schneller als ich) dann....
+...wäre er schon Direktor der Schule
+...seine Kids längst in der Abgeordneten-Kita in Berlin.

Hat er aber nicht, und daher tritt nun praktisch gelebte Demokratieerziehung ganz nach Thierse`scher Prägung in Kraft...
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12.11.04 20:10:51
#9 Ach ja...

...wo hört denn deiner Meinung nach Toleranz auf?

Da, wo es dir gefällt - oder kennst du auch noch hehre Maßstäbe:confused:

KD:rolleyes:
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12.11.04 20:11:57
AndererKostolany,
guckstu Thread: So verhalten Sie sich richtig bei NPD/DVU-Wahlerfolgen!, dort steht wie sich auflinke linkschaffene Demokraten richtig genüber NPD/DVU & Co verhalten, geltendes Link achten, gelink - aber niemals selbstgelink. So soll es sein. Zum Schutze von Toleranz und Meinungsfreiheit.
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12.11.04 20:12:35
@

Da sieht man, wie in Deutschland ein weiteres Mal unter dem Beifall wohlmeinender Bevölkerungsgruppen Ausgrenzung und Sippenhaft wieder eingeführt werden. Politisch kurzsichtig, weil dadurch der parlamentarsiche Arm der Rechten weiter gestärkt wird.
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12.11.04 20:14:16
@ SeP

Besser wäre ohnehin, sich zu fragen, was hinter Deiner gekonnten Auswahl an Thread- Themen stecken könnte.


Vielleicht der Kampf für Gleichberechtigung und gegen die Ausgrenzung von Andersdenkenden, obwohl ich vielleicht selbst ein ganz normal Denkender bin! :eek:


Dann also mal drauslosgegugelt, was es mit Walldorf auf sich hat, wieso diese Schule so heißt, auf welchen Gründer das zurückgeht. Was der mit Nazis zu tun hatte. Gemeinsame Wurzeln.

Ich war ja nie auf einer Walldorfschule, aber da Du Dich ja scheinbar sehr gut damit auskennst, kannste uns Unwissenden das ja mal näher bringen.
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12.11.04 20:28:51
nee, ich war auch nie auf einer Walldorfschule.

Das ist vielleicht schon der Grund, warum ich mich auskenne.

Und Du mußt schon etwas weiter gefaßte Gründe vorweisen für deine thread- Eröffnungen. Sich mit Walldorf nicht auszukennen, das langt jedenfalls noch nicht.

Den Kampf für "Gleichberechtigung", - Dein hier angebotenes Motiv eines "vielleicht ganz normalen Denkers" - (vielleicht ist gut) auch den kämpft man besser aus einer Position heraus, in der man wenigstens rudimentär weiß, um was es gehen könnte.
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12.11.04 20:30:48
Was eine Waldorfschule ist, da hilft uns zB
http://de.wikipedia.org/wiki/Waldorfschule
weiter. Die Beschreibung ist allerdings so gut gelungen, dass nicht einmal SittinBull mit mehr Wörtern weniger sagen kann.
Überzeugt Euch am besten selbst, ob die Prinzipien der Waldorfschule vereinbar sind mit den Geschehnissen aus der Schilderung in #1.
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12.11.04 20:36:18
Eine nette Passage u.a. darin lautet:
Kritik an der Waldorfpädagogik
Waldorfpädagogik ist aus verschiedenen Gründen in der Vergangenheit in die Kritik geraten: So ist zum einen das Vokabular Rudolf Steiners und seine dem Zeitgeist entsprechende Weltsicht im Rahmen seiner Anthroposophie-Lehre immer wieder Gegenstand der Kritik geworden.

Die Waldorfschule hat sich vor allem in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt. Rudolf Steiner wird kritisch hinterfragt, neue Medien erhalten Einzug in den Unterricht und die Waldorfschulen sind bemüht ihr Image von der Öko-Kuschelpädagogik abzustreifen.

In der Vergangenheit wurde oftmals zu blind auf Steiners Lehren vertraut, die über die Jahre in vielen Punkten nicht mehr zeitgemäß waren.


An welche Gesinnungsgemeinde erinnert der Begriff Öko-Kuschelpädagogik ?
:rolleyes:

P.S: unter Wikipedia kann man der Vollständigkeit halber Links Pro und Contra Steiner-Methode/Waldorf nachlesen.
Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass Waldorfschulen per se Privatschulen sind. Sprich auch wenn mensch das Vorgehen aus #1 nicht goutieren sollte, so heisst eine liberale Anschauung ja doch zu akzeptieren, dass sich eine private Körperschaft ihre Kunden/Mitarbeiter aussuchen dürfen sollte, ob das jetzt einen schalen Beigeschmack birgt oder nicht.
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12.11.04 20:38:55
dass sich eine private Körperschaft ihre Kunden/Mitarbeiter aussuchen dürfen sollte...

das ist zwar richtig, aber den gewerkschaften sollte man besser nix erzählen :D
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12.11.04 20:42:07
Auszug aus http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner


Anfang des Jahrhunderts war er Generalsekretär des deutschen Zweigs der Theosophischen Gesellschaft, in diese Zeit fällt auch seine kurze Verbindung mit der satanistisch angehauchten Sekte Ordo Templi Orientis - er wurde 1906 Großmeister eines unbedeutenden Ablegers in Berlin - die um 1914 endet.

:eek:
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12.11.04 20:43:55
So gut die Entlassung des Lehrers ist, so schlecht ist der Schulverweis der Kinder.

Extremisten/Radikale sollten niemals unsere Kinder unterrichten. Daher ist seine Entlassung nur allzu begrüßenswert.

Die Kinder aber gleichfalls "mitzubestrafen" halte ich aus verschiedenen Gründen für nicht sinnvoll. Zum einen bestraft man die Kinder de facto, da man sie aus ihrem sozialen Umfeld reißt. Zum anderen gibt man den Rechten weitere Argumente zur Hand, mit denen sie sich als Opfer darstellen können. Popolismus ist mit einem solchen Handeln nur allzu leicht zu verbinden.....
Des Weiteren gleicht das Verhalten der Walldorf-Schule der Sippenhaft. Schlimm, dass wir scheinbar nichts aus unserer dunkelsten Zeit gelernt haben:(
Wer nun auf den Druck der Eltern verweist - gerade aus diesem Grund ist der Ausschluss der Kinder um so trauriger! Denn hierdurch zeigt sich, dass sich bestimmte Gedankenmuster immer noch in unseren Köpfen befinden. Ob nun rechts, links, jüdisch, evangelisch oder sonstwie - die Ausgrenzung findet noch immer statt. Die Geschichte zeigt aber leider, dass es auf jeden Ausschlag in die eine Richtung auch einen Ausschlag in die andere Richtung gibt. Es wäre schon lange an der Zeit, gerade solchen Ausschlägen vorzubeugen.
Stattdessen sonnen wir uns in vermeintlicher political correctness und freuen uns, alles richtig zu machen.........
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12.11.04 20:44:22
#18
das Beispiel aus #1 sollte zumindest nicht als Präjudiz in die Rechtssprechung (oder Linkssprechung ?) eingehen, sonst sitzen in Deutschlands AR bald 120% Gewerkschaftsvertreter, weil man allen Eigentümervertretern (die haben alle das Nazivokabel Kapital schon verwendet, was alleine gegen das Wiederbetätigungsgesetz verstösst) demokratiefeindliche und unvereinbare Nähe zur NPD zusprechen konnte...
:D
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12.11.04 22:40:28
AndererKostolany

Danke, du hast völlig Recht !!

Lass dich von dem zum Teil erschreckenden wohlwollenden Geschwätz für Neonazis
(Linke Zecken nannte Sie ein Ex-Hausmeister !!) nicht beeindrucken.

Diese Faschisten träumen vom Deutschen Reich, Massenerschießungen Andersdenkender
und würden am liebsten morgen wieder die KZ´s öffnen um den Massenmord zu perfektionieren.

NULL TOLERANZ mit Neonazis und Faschisten - egal ob deutsch oder islamisch!!
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12.11.04 22:50:12
wollen wir einmal festhalten, daß die NPD eine LEGALE partei in deutschland ist.
(aus welchem grund auch immer das so ist, aber immerhin haben sie nichts angestellt)

möchte nicht die linke nicht hören, wenn dieses schlimme schicksal ein mitgled der SED/PDS getroffen hätte :D
(und letztere partei ist für eine erkleckliche anzahl jahre brutaler diktatur und MORDE verantwortlich)
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12.11.04 23:03:14
#23

Noch legal. Kann nicht mehr lange dauern.:D:D
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12.11.04 23:05:19
Fuller


Deine Threadthemen sind in der Tat bemerkenswert.
Ich denke, Du gehörst zum Dunstkreis einer schlagenden Verbindung.(Du bist doch Student, oder?).

Zum Thema: Die Kinder haben am wenigsten davon, wenn sie in der Schule bleiben. Lieber kurz und schmerzlos rausnehmen. Der verantwortungslose Papa ist da in der Pflicht, die Zäsür so milde wie möglich für seine Kinder zu gestalten.
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12.11.04 23:06:18
nichtnurbeizahlewnverwirrter


du bist echt gestört :rolleyes:

genauso wie diese verwirrten antifa leute
Avatar
12.11.04 23:07:27
genau.
kann nicht mehr lang dauern... dann wird das volk auf stehen und der sturm los brechen.

:D
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12.11.04 23:08:55
#20

Auch wenn ich die Rechten für blöd halte,

würde mich interessieren was Du unter Extremisten und Radikale verstehst.

Schröder und Fischer müsste man derzeit als Radikale einstufen, so wie die den EU-Beitritt der Türkei forcieren, oder als Landesverräter, die gezielt gekauft wurden, um dem eigenen Volk zu schaden.

Wenn die Politik in Berlin so weiter macht, weiterhin massenhaft nicht integrierbare Ausländer in´s Land zieht und (hier sind CDU/CSU leider schuld) guten Leuten die Einwanderung nach Deutschland erschwert wird,

dann werden jene, die heute glauben, Links zu stehen,

jene, die sie heute als Rechts bezeichnen,

bald sehr weit rechts aussen überholen.

In den Niederlanden sieht man schon die ersten Anzeichen.

Wofür Pim Forteune noch als Rechtsradikaler beschimpft wurde, ist für die Linke in der dortigen Regierung heute bereits der Samthandschuh von gestern.


mfg
thefarmer
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12.11.04 23:09:35
DerArbeitslose

Du hast die vergessen Hei. Hitl.. drunterzuschreiben :p:p
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12.11.04 23:11:32
keinProfilneurotiker

Vielen Dank für deinen netten Beitrag, der vor Argumenten
nur so strotzt. :rolleyes::rolleyes:
Avatar
12.11.04 23:14:35
#28

Haben die auch Erschießungen (wie die NPD) angekündigt
und SS-Generäle als leuchtende Vorbilder ?? :confused::(:rolleyes:
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12.11.04 23:16:31
zeig doch bitte mal wo die erschiessungen angekündigt haben !
aber bitte mit quellenangabe.
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12.11.04 23:18:36
#789...


Schieß nicht über das Ziel.
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12.11.04 23:18:50
#24

wäre positiv überrascht, wenn die diversen antidemokratischen vereine verboten würde.
und am besten der terroristenfreund und steinewerfer fischer gleich mit :D

ich habe da aber so meine zweifel. koalitionspartner wird schröder nicht verbieten lassen - man will ja an der macht bleiben :rolleyes:
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12.11.04 23:19:10
...nur mal so zum vergleichen,weil ich hab hier zb eine liste da steht ganz oben 789456123.
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12.11.04 23:20:11
Die haben Arafat und Gadafi als Freund und Che Gevara als Vorbild, hängen noch immer halb am Sozialismus (auf das Konto Stalins gehen zig Millionen Tote) und wurden als Steinewerfer sogar selbst handgreiflich, wie einst die Schlägertrupps der SS und SA.

Reicht das?


Im übrigen:

Der Evolution ist es scheiss egal, ob ein Volk von den Linken oder den Rechten in den Abrund gefahren wird.


mfg
thefarmer
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12.11.04 23:21:45
#31

Und bevor ich es vergesse,

die Linken halten den Islam, dessen Religionsgründer Kriege führte und zur gewaltsamen Verbreitung des Islam aufrief, doch tatsächliche für eine friedfertige Religion.

Vielleicht sollten die Rechten ihre Weltanschauung als Religion definieren?


mfg
thefarmer
Avatar
12.11.04 23:22:18
Avatar
12.11.04 23:27:42
also ich sehe da nix...
ausser der äusserst vernünftigen einstellung vier wochen lang nach der machtübernahme auf exekutionen zu verzichten.
ich finde das übrigens absolut ok.

das ist keine morddrohung,sondern ein ausdrücklicher verzicht auf gewalt.

4 wochen dürften ja sogar für solche wie dich ausreichen um sich ein anderes land zu suchen.
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12.11.04 23:33:15
#39

Such Dir eine liebe Frau und habt Kinder. Täte Dir sicher gut.:)
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12.11.04 23:34:07
#39

Schade das du blind bist, Braille kann nicht :cry:

Ich hoffe du stehst dann nach 4 Wochen mit Augenbinde an einer Mauer. :p:D
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12.11.04 23:35:18
hausmannskost

Stimmt. Kann ich aus Erfahrung bestätigen ;):D
Avatar
12.11.04 23:39:20
der einzige der hier von einer mauer und einer augenbinde spricht... also wohl eindeutig von exekutionen...bist du 789456123 !

so einfach ist es die wahren gewalttätigen und zum mord bereiten linken zecken wie dich zu entlarven.
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12.11.04 23:42:59
irgendwie ist das verhalten dieser waldorf-schule typisch. so ein pech hat es m.e. genau erkannt. einerseits gibt es da ein paar gemeinsame braune wurzeln, andererseits reagiert die moderne waldorf-schule natürlich übersensibel, wenn sie so ein kuckucksei wie diesen npd-lehrer bei sich entdeckt.

nach meinen erfahrungen sind waldorf-einrichtungen nicht nur sehr dogmatisch, sondern auch bequem. eines aber sind sie ganz bestimmt nicht: weltoffen, großzügig, offenherzig.

meine kinder haben einen waldorf-kindergarten besucht, der im einzugsbereich eines sozialen brennpunkts liegt. ich war immer irritiert darüber, dass ich dort über sieben jahre hinweg kein ausländerkind traf, mit ausnahme von ganz wenigen zweisprachigen engländern und schweden aus mischehen.

meinen sohn haben sie dann wegen einer kleinen behinderung ein 3/4-jahr vor dem wechsel zur grundschule rausgeschmissen. für solche kinder habe man keine kapazität, man müsse auch an die anderen denken. für nicht mal ein jahr musste er sich noch wieder komplett in eine neue gemeinschaft einleben. im neuen war er aber kein problem und freute sich, dass er endlich mal rechnen und basteln durfte - die anthroposophen meinen nämlich immer, fünfjährige dürften nicht mal die eigenen bilder mit namen signieren: schreiben in dem alter sei viel zu früh...

es wird - ich kann nur von meinen erfahrungen sprechen - nach außen hin zwar alles für die gemeinschaft und zum wohl der kinder getan. es herrscht ruhe und harmonie, und manchen kindern tut die oase der ordnung und ruhe sehr gut. die dogmen stehen aber im zweifel über den belangen der ach so beschützenswerten kinder, die zu jeder jahreszeit nur mit mützchen ins freie dürfen und bei diesbezüglich vergesslichen eltern raumarrest kriegen.
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12.11.04 23:44:28
#42/789....


Dieser User wirkt zu verspannt. Vielleicht sollte er einen Flieger nach Thailand nehmen. Wie ich gehört habe, sind die wenigsten Frauen dort abgeneigt mitzukommen. Wenn er in Arbeit steht, ist es noch besser.
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12.11.04 23:47:09
#43

Du brauchst dir keine Mühe geben, ich lasse mich nicht
von braunen linken Zecken beleidigen. :D:laugh::laugh:

Außerdem machst du es mir echt viel zu leicht:

Du entlarvst dich selber, ich muß gar nix tun außer Lachen :p

:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Avatar
13.11.04 00:05:58
#7 Ich finde es erschreckend das kinder für die politische einstellung ihres vaters die schule verlassen sollen,dies ist sehr wohl sippenhaft.Sind die unsäglichen berufsverbote gegen linke endlich weitgehends abgeschaft,wird jetzt einem als eher links bisher geltendem lehrer, seinen kindern der besuch waldorfschule untersagt,weil er sich als rechter geoutet hat.Dies mag ja für dich mittlerweile normal sein SeP,gekonnt erwähnst du die Nazis dabei,nur mit einer anderen zielsetzung,sie handelten ebenso gegen Juden und du schliesst dich gleichermaßen ideologisch an?.
Avatar
13.11.04 00:11:47
#47

ich finde das abschieben der kinder auch nicht für gut, gestehe aber einer privaten einrichtung zu, daß sie sich ihre kunden aussucht.
wenn die einrichtung nun wirklich rein privat ist und nicht irgendwelche subventionen kassiert :rolleyes:
Avatar
13.11.04 00:16:44
#47 + #48

Mir tut`s auch um die Kinder leid - wie immer die Blöden :cry::(
Avatar
13.11.04 00:18:37
Viele Steiner-Fans entdecken plötzlich, dass ihr
Altmeister in seiner Terminologie leider nicht so
vorausschauend und hellsichtig war, als wie sie es nun
plötzlich gerne hätten, und als wie er sich auf anderen
Gebieten gerierte.
Sein Gesamtwerk ist nun mal nicht klein, und bietet in der
Detailfülle und den Ausfransungen am Rande jede Menge
Material, um auch mal sein Mütchen an ihm durch Nachtreten
zu kühlen. Einfach mal reingegriffen in die Detailvielfalt
und sich an ein paar Reizwörter drangehängt. ....
Seinen "Jüngern" könnten man den Vorwurf machen, zunächst
einmal alles verpennt zu haben, das nach Tretmine aussah,
sie hätten sich schon frühzeitig präparieren müssen.
Kirchtrumdenken und Selbstisolation mit einem gehörigen
Dünkel haben dazu sicher auch noch weiter beigetragen die
Misere zu vergrössern. Deshalb wären sehr früh kritische
Leute von nöten gewesen, die Steiner vor seinen Anhängern
verteidigt und in Schutz genommen hätten .
Er wollte zeitlebens bestimmt weniger verehrt,
als denn in seinem Sinne mehr verstanden werden....
Und daran hapert es wohl noch bis heute...
Nun kommt es plötzlich zu Überreaktionen und Hektik und
nicht ganz ausgereiften Entscheidungen. Sich gegen die
NPD-Type zu wenden halte ich auch für gut. Hätten sie es
nicht gemächt, würde es jetzt bei Waldorfs noch mehr qualmen.
Avatar
13.11.04 00:23:14
@big_mac
sie erhalten m.w. durchaus öffentliche fördergelder, die kindergärten in hh zumindest arbeiten mit dem jugendamt zusammen und rechnen mit diesen die beiträge ab.
Avatar
13.11.04 00:27:51
#51

Bist du dir sicher das die Walddorf-Kindergärten vom
Jugendamt Beiträge erhalten ?? :confused::rolleyes::rolleyes:
Avatar
13.11.04 00:34:47
#48 Gerade eine Private einrichtung ist nicht so der staatlichen ordnung unterworfen,die waldorfschule ist mehr oder weniger ein sektierer haufen,wo ich zuerst auch meinen sohn unterbringen wollte.Wir haben uns aber nach mehreren besuchen für die Montessori-Schule entschieden.Davon bin ich unglaublich begeistert,man kann selbst am unterricht teilnehmen und sich auch anders einbinden.Nirgendswo habe ich so glückliche schulkinder erlebt in verschiedenen altersklassen und sie haben ein ganz anderes konzept.Sicherlich findet auch dort eine vorauswahl statt,sowohl für die kinder und unbekannterweise spielen die eltern auch eine große rolle,beim eignungsgespräch.Das sie meinem sohn genommen haben,ist bei solchem vater wie mich,wohl als ein nachweis für praktizierte toleranz zu werten.Will man verantwortung für die zukunft seines kindes tragen,sind viele staatliche schulen nicht mehr zumutbar,weder vom unterrichtstoff noch vom verhalten der kinder.
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13.11.04 00:34:58
Nennt man Beitragszahlungen, die Eltern an eine
Privatschule oder einen Kindergarten entrichten
Fördergelder ? Dann könnte man die Zahlungen
an die KFZ-Versicherung ebenfalls Fördergeld nennen, oder
die monatlichen Zahlungen an die Muckibude in der man
trainiert . GEZ-Einzahlungen würden dann ebenso unter
"Fördergeld" laufen. Die Gelder des Jugendamtes sind normale
Beitragszahlungen und haben mit einer "Förderung" nichts
zu tun. Es sind die gleichen Beträge, die auch die
Eltern monatlich für ihre Blagen entrichten müssen.
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13.11.04 00:40:36
#50 Sie haben sich nicht gegen den Typen gewendet so ich richtig gelesen habe,erhat selbst die konsequenz gezogen ,was immerhin achtbar ist.Sie haben gegen das kindeswohl eingegriffen,die wohl schon als agitatoren ihres vaters gelten dürften,oder wie ist es sonst zu erklären?.Helfe mir doch mal wieder auf die sprünge wolfi,ich lerne ab und zu gerne dazu.
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13.11.04 00:54:03
...jau Daxi, ich kann Deinen Hilferuf wirklich gut
verstehen und hätte mich auch gewundert, wenn er nicht
von Dir gekommen wäre. Die Lage ist vernebelt und
getrübt...., und das Problem ist gross...!

Jedoch muss ich Dich da an eine wesentlich
kompetentetre Instanz verweisen , als ich es
( in aller Bescheidenheit bin) bin...
....hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott...!...:rolleyes: :D
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13.11.04 01:52:25
steiner war Mitglied der thule Gesellschaft, die 1918 gegründet wurde. Ein Germanen- Orden. Ebenfalls Mitglied waren hitler, Hess, Göring, Himmler, Eckert, Rosenberg, Morell, Gürtner usw usf.

Diese thule- gesellschaft spaltete sich, und Steiner war auf der falschen Seite. Hitler ließ jeden killen, den er erwischte.

Das scheint mir der Hintergrund zu sein für die seltsam rigide Art, trotz pädagogischem Anspruch sich an Kindern zu vergehen, indem man sie in Bann schlägt für eine Parteizugehörigkeit desw Vaters.

Ich unterstelle, daß nicht nur hier, sondern auch an dieser Schule bisher diese historischen Zusammenhänge nicht allgemein bekannt sind. Daß dort einige eltern immer noch glauben, es handele sich um Gutmenschentum, sich lediglich von der NPD zu distanzieren.

Das schließe ich jedoch, was die Motivlage der Schulleitung angeht, eigentlich aus.

Ebenso schließe ich aus, daß dieser NPD- Vater die historischen Zusammenhänge kennt, denn das hätte ihm eigentlich unmöglich machen müssen, seine Kinder auf diese Schule zu stecken. Zumindest sieht er sich ganz offensichtlich nicht in der Nachfolge der NSDAP.

Was von der Schulleitung übersehen wird, falls die mal nachdenken würden.

Diese alten Rechnungen nun über die kinder begleichen zu wollen, da frage ich mich, ob nicht die Schulleitung ausgewechselt werden muß.

Die Eltern einer Walldorfschule, die eigentlich über alle wesentlichen Teile mitzubestimmen haben, denen kann man nur wünschen, daß sie hier bis auf den Grund der Sache gehen, und sich dann - trotz der schwierigen Lage, sich der Öffentlichkeit gegenüber möglicherweise vermeintlich pro- NPD mißverständlich zu verhalten - auf die Seite der Kinder schlagen.

Es gibt eigentlich nur einen Grund, Kinder von der Schule zu verweisen, und das muß in dem Verhalten der Kinder begründet sein. Alles andere wäre eine Katastrophe.
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13.11.04 02:02:47
Artikel 3
[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.


(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
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13.11.04 02:03:03
#57 NA ES GIBT DOCH NOCH ETWAS WO WIR GLEICHER MEINUNG SIND,JETZT HABE ICH ABER EIN PROBLEM DAMIT DIES ZU VERARBEITEN.:D
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13.11.04 02:10:33
wird wohl nicht Dein einziges Problem sein.
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13.11.04 02:13:29
rookie50, hast Du auch verstanden, was Du da einstellst ?

wenn ja, was hat das mit der hier besprochenen Sache zu tun ?
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13.11.04 02:13:35
Jo,da haste recht.:laugh:
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13.11.04 02:21:02
u.a. wohl mit der Tastatur :kiss:
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13.11.04 02:36:15
#61

Wenn du das verstehen würdest, hätte ich es nicht verstanden.
Verstehen kommt von Verstand.
Was hältst du, als Aussenstehender, von Intelligenz?
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13.11.04 02:44:27
Wenn das, was Du da von Dir gibst, intelligent ist, dann möchte ich tatsächlich Außenstehender sein. Und natürlich bleiben.
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13.11.04 02:47:39
#65

Das steht dir frei.
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13.11.04 02:54:44
ich weiß
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13.11.04 07:53:47
#54

für wen zahlt das jugendamt beiträge ? ämter haben doch wohl kaum kinder ? :eek:
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13.11.04 08:26:57
#58

Find ich superlustig, das diejenigen, die das Grundgesetz
schnellstmöglich abschaffen wollen und jeden Verfechter
desselben erschießen lassen wollen, bei jeder nur denkbaren
Gelegenheit damit herumfuchteln und in Anspruch nehmen wollen.
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13.11.04 08:43:50
...naja, für Kinder bedürftiger Eltern eben, bei denen das
Jugendamt nach Abstimmung einspringt,....- oder wenn eine
Amtsvormundschaft besteht, weil z.B. die häuslichen
Verhältnisse zerrüttet sind , - wenn der Vater nie
bekannt war , oder auf und davon ist,....usw.
Wahrscheinlich gibt es noch ein paar zusätzliche Fälle,
aber das dürfte so der Standard sein . Für die
betreffenden Kinder wird der gleiche Betrag in Rechnung
gestellt , wie für intakte ("normale") Verhältnis-Kinder.
Das dürfte für alle Einrichtungen dieser Art gelten, nicht
nur für diese eine. Einen Anspruchs-Automatismus gibt es
allerdings nicht. Kann sein, dass es in Zeiten ganz
knapper Kassen soetwas nicht mehr gibt. Dann würde eben
die "besser" gestellte Aufzucht in den Einrichtungen
akkumuliert.
Aber Moos für nix (eine irgendwie geartete Förderung,
vom konkreten Fall abgekoppelt) gibt es nicht .
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13.11.04 11:39:02
Nach seinen wirklich armseligen Auftritten hier wurde dieser Zahlenverwirrte
jetzt endlich auch bei mir auf Ignore gestellt.

KD:kopfschüttel:
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13.11.04 11:53:35
bic mac

Ist wieder mal typisch, dass diese linksliberalen und Möchtegernsozialisten
auf Sachfragen keine anständigen Antworten geben.:rolleyes:

Nach meiner Kenntnis erhält jede öffentliche Schule erhebliche Zuschüsse zum Schulbetrieb
aus der Staatskasse. M.W. können diese bis zu 90% des gesamten Aufwands abdecken.
Die Höhe hängt aber von vielen Faktoren ab, u.a. auch vom Spektrum der Kinder.
Insbesondere Behinderungen etc. können sehr "förderlich" sein.

Die privaten Spenden und Elternbeiträge decken mithin i.d.R. nur einen kleineren Teil der Kosten.
Dies bringt im Gegenzug die Verpflichtung für die Schulen mit sich,
auch Kinder jenseits ihrer Mitglieder, Ideologie und Glaubensrichtung aufzunehmen.

KD
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13.11.04 11:57:36
kd,

ungefähr so habe ich mir das vorgestellt.
fett steuergelder kassieren -egal aus welchem titel- und dann tun, als ob man rein privat wäre :mad:
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13.11.04 12:04:01
@ Big-Mac, @ wolaufensie

Die Waldorf-Schulen erhalten auch staatliche Förderung (unabhängig vom einzelnen Schüler). Ist ja auch ganz logisch, für jeden der weiß was sonst eine Privatschule international kostet und diese Pipifax-Waldorf- Elternbeiträge können so etwas doch nie decken. Ich wurde bei Google recht schnell fündig: Stichwort "Staatliche Förderung Waldorf Schule"

z. B.

Finanzen
Waldorfschulen sind ein Bestandteil des öffentlichen Bildungswesens. Daher haben sie Anspruch auf finanzielle staatliche Förderung. In Niedersachsen werden ca. 63% der anfallenden Kosten erstattet; 37% sind durch die Solidargemeinschaft der Eltern und Förderer aufzubringen.
http://www.waldorfschule-oldenburg.de/schule.profil.php

Bei dem Anspruch auf staatliche Förderungen berufen sich die Waldorf-Schulen und ihre Unterstützer auf das Grundgesetz (Art 7 IV GG), deshalb sollten Sie sich auch sonst daran halten.

;
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13.11.04 12:11:34
#72

Ha, da ist mir der schnelle KD mal wieder inhaltlich zuvorgekommen. Somit ist mein #74 als weitere Bestätigung von #72 zu sehen.

Viele Grüße nach Südschweden. Und immer die Tempolimits beachten. ;zwinker;

;
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13.11.04 12:24:22
Das fällt mir leicht,
habe doch viel Haus"arrest" zur Zeit:laugh:

Nächste Woche wird´s wieder anders....

KD
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13.11.04 12:33:09
wer sich mit den Leistungen des Staates, also in diesem Falle "Unterstützung der Waldorfschulen" näher befassen möchte, hier ist der Link zu einem Urteil, und der Urteilsbegründung.

So üppig sind die Zahlungen an solche Schulen nicht, und die Voraussetzungen, bis solche Zahlungen überhaupt einsetzen, sind auch recht umfangreich.

http://www.oefre.unibe.ch/law/dfr/bv090107.html

Wenn man liest, daß 63% der anfallenden kosten erstattet werden, dann muß man auch bedenken, daß es dazu Vergleichszahlungen gibt, was ein Schüler beispielsweise kostet, so er im staatlichen Schulsystem bleibt.

Keineswegs wird den Waldorfschulen diese Summe ersetzt, sondern eben ein Anteil der Kosten, die der jeweiligen Schule entstehen.

Ich habe keine Zahlen zur Hand, was den Staat z.B. ein Schüler in einem Gymnsasium kostet, nach meiner Erinnerung war das höher.

Beispielsweise werden die Lehrer an Waldorfschulen schlechter bezahlt als staatliche Lehrer. Das hat viel mit Überzeugung zu tun, eben Antroposophen, und dafür müssen die halt auch Einkommennachteile in Kauf nehmen. Auch die eltern sind nicht nur finanziell gefordert.

Ich gehe eigentlich stark davon aus, daß Waldorfschulen für den Staat rechnerisch ein Geschäft sind.
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13.11.04 12:40:37
SeP,

für den staat ist alles ein geschäft, was andere machen.
das sagt etwas über den geschäftssinn des staates aus, aber nichts über waldorfschulen
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13.11.04 12:51:37
ich habe auch nichts weiter über Waldorfschulen gesagt.
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13.11.04 15:23:10
Man sollte der Waldorf-Schule die öffentlichen Mittel streichen, dann dürfen die machen was sie wollen, bis hin zur Sippenhaft an Kindern.

Leider ist das formaljuristisch nicht machbar und daher nur ein schöner Traum. Der Vater wird klagen und ich sehe für gute Chancen. Nur für die Kinder sehe ich dabei keine Chancen, da ist von der Schulleitung schon alles vermurkst worden.
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13.11.04 15:32:08
for4zim
aus # 1 Meine Kinder werden für die politische Gesinnung ihres Vaters bestraft, ..." - wir sind ein Team, ein deutsches Team, gell!
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13.11.04 15:43:27
Warum schickt ein NPD-Sympathisant seine Kinder auf eine Waldorfschule?
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13.11.04 15:45:24
warum auch nicht, wenn er selbst dort arbeitet ?:rolleyes:
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13.11.04 15:46:42
@ Stella

Hast Du eigentlich noch was anderes in diesem Thread als die Überschrift gelesen? :confused:

Vielleicht weil er da auch Lehrer war und das Konzept der Waldorfschule gut findet?

Wie viele Eltern von Waldorfschülern mögen noch NPD gewählt haben? Würdest Du deren Kinder auch alle von der Schule schmeissen, wenn Du es könntest? :confused:
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13.11.04 15:47:44
Kwerdenker

Freut mich das ich deinen unausgereiften Käse nicht mehr lesen muß. :D:p:p:p:laugh::laugh::laugh:
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13.11.04 15:48:45
Sippenhaft gabe es nicht nur im Dritten Reich, sondern auch in allen kommunistischen Staaten. Wer Kinder für ihre Väter bestrafen will, der ist in der Demokratie nicht angekommen.
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13.11.04 15:49:33
Fuller
evtl. hat der Vater ja etwas missverstanden:

"Bedenkliche Ansichten Rudolf Steiners über Rassen

«Seit 1983 haben Zitate Rudolf Steiners in den Medien zu heftigen Debatten hinsichtlich der Frage geführt: war Steiner Rassist. 1996 sollte diese Diskussion dann zu einer dramatischen Situation führen, als ein Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft der Niederlande in einer Radiosendung versuchte, einige der beanstandeten Zitate Rudolf Steiners nachvollziehbar zu machen. Ausser der Tatsache, dass dies zum Rücktritt dieses Vorstandsmitgliedes führte, war es auch Anlass zu heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der anthroposophischen Bewegung» berichtet der Anthroposoph Jelle van der Meulen

Am 2. April 1996 war in der FRANKFURTER RUNDSCHAU zu lesen: «Die `geistigen Europäer` seien `die Rasse der Zukunft`. Schwarze Afrikaner stünden `auf der Entwicklungsstufe eines siebenjährigen Kindes`. Diese und andere Äusserungen Rudolf Steiners hatten in der Anthroposophischen Vereinigung der Niederlande zu heftigen Auseinandersetzungen geführt.» Im Juni desselben Jahres wurden bei einer Tagung der IzAK (Initiative zur Anthroposophie-Kritik) in Paderborn Hefte von Waldorfschülern vorgelegt. Darunter ein Aufsatz über «Die Bantu Neger»: «Am Rande des Regenwaldes leben die Neger, wenn ein Forscher dort hingeht und einem Neger zum Beispiel eine Stereoanlage schenkt, kann er in 3 Minuten alle Knöpfe und Schalter gut bedienen.» (Vgl. auch Grandt 1997, S. 209) Am 13. November 1996 sendete der ORF die Fernsehdokumentation Erlöser, die sich mit den okkulten Wurzeln des Rassismus beschäftigt und auch erwähnt, dass Rudolf Steiner als langjähriger Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft die «Wurzelrassenlehre» der Helena Blavatsky in die Anthroposophie übernommen hat. Der Historiker Eduard Gugenberger sagt in diesem Film über die Wurzelrassentheorie:

«Die Wurzelrassenlehre der Theosophie ist ein rassistisches Denkgebäude, das der Menschheit aufzeigt, wie sie sich in Rassen, von niederen zu immer höheren Stadien entwickelt hat, mit der arischen Rasse als höchster Entwicklungsstufe, wobei die niederen Rassen dazu verdammt sind, nach und nach abzusterben, zum Wohle eben der höheren Rasse. Dieses Ideengebäude wurde später von der Ariosophie, von Lanz Liebenfels und Guido von List, aufgegriffen und sehr stark auf das Germanentum, auf die Ariergläubigkeit der Zeit umgemünzt.» ....

www.infosekta.ch
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13.11.04 15:50:50
#86

Sippenhaft :laugh::laugh::laugh:

Nein die sind in`s KZ deportiert wurden.

Außerdem liegt`s daran das die armen Kinder einen
extrem asozialen Vater haben :(:rolleyes:
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13.11.04 15:51:53
#88 Wie viel hast Du heute getrunken? Ehrlich?
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13.11.04 15:53:58
#89

2-3 Liter.
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13.11.04 15:56:42
destilliertes Wasser? :p
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13.11.04 15:59:29
#91

Mein. Mineralisiertes. :D
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13.11.04 16:00:28
Andreas Molau - NPD-Lehrer schockiert Waldorfschule.
Die Vorgänge um den Ex-Waldorflehrer Andreas Molau wurden nun auch im Hamburger Abendblatt besprochen: `Der Lehrer Andreas Molau (36) sorgt für Empörung an der Waldorfschule in Braunschweig. Molau hat angekündigt, für die rechtsextreme NPD zu arbeiten, und so seine Nazi-Gesinnung offenbart. Molau will für die Zeitung "Deutsche Stimme" tätig werden und die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen in schulpolitischen Fragen beraten. "Das ist eine Katastrophe für unser Image", meinte Michael Kropp, Geschäftsführer der Waldorfschule. Molau wurde sofort suspendiert. Acht Jahre hatte Molau Deutsch und Geschichte unterrichtet. Von seiner Gesinnung ahnte laut Kropp niemand etwas. "Diese politische Einstellung und das Konzept der Waldorfschule passen nicht zusammen", sagte er.

http://www.radio-anthroposophie.de/2004/11/andreas-molau-npd…

Kann ich voll verstehen !! :look::look:
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13.11.04 16:02:02
for4zim
Diverse Studien haben ergeben, dass lernfähige, lernbereite, lernwillige und gute Schüler aus sozial schwachen Familien in unseren Schulsystem benachteiligt werden. Ist das nicht auch eine Form von Sippenhaft?
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13.11.04 16:06:45
789456...
der link funzt nicht!
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13.11.04 16:08:09
Wodurch werden sie denn dann benachteiligt? :confused:
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13.11.04 16:10:26
@ stella

Ich meine welchen Einfluß haben denn sozial schwache Eltern auf den Lernerfolg ihrer Kinder, wenn die Kinder Deine aufgelisteten Kriterien erfüllen? :confused:

P.S.: Der Link funzt sehr wohl! ;)
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13.11.04 16:11:59
#79 von SoeinPech

ich kann zur waldorfschule eine persönliche, aufgrund meiner eigenen erfahrung als vater,nur subjektive anmerkung machen.
Ich hatte mal als meine kinder schulpflichtig worden in erwägung gezogen meine kinder dort hinzuschicken weil eine derartige schule ganz in der nähe lag.

Also beschäftigte ich mich zunächst mich mit der frage,

1. welche eltern schicken ihre kinder aus welchen gründen dort hin???
2. Was sind das für lehrer und welche ideen vertreten sie??

3. ist die schulform und die lehrerschaft in der lage, die ihnen anvertrauten kinder für die heute herrschenden gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen bedingungen vorzubereiten und fit zu machen.???

4. Sind diese kinder ( dann als freunde und kameraden der eigenen) ein repräsentativer durchschnitt der sie umgebenden gesellschaft oder nur eine eher seltene, bereits durch sich progressiv nennende oder sein wollende eltern vorgeschädigte oder besonders geprägte kinder???

5. Zumal an dieser schule ein internat angeschlossen war und dort kinder aus meiner sicht als schulpflichtiges rohmaterial von ihren eltern frühzeitig entsorgt, bzw. dem eigenen erziehungseinfluss entzogen und dieser freiwllig vollständig an die waldorfschule und deren lehrerschaft deligiert wurde. Diese kinder waren augenscheinlich verhaltensauffällig und wirkten gestört auf mich.

Ich hatte damals das glück, in der nähe dieser schule ein ehemaliges schullandheim zu kaufen, dessen trägerverein dieses aufgrung der neudeutschen schülerzusammensetzung 60% ausländeranteil) und der daraus erwachsenden probleme hinsichtlich ernährung, moralvorstellungen nicht mehr tragen wollte.
Diese haus wurde dann von einer wohngemeinschaft von waldorflehrern angemietet und ich hatte damit gott sei gedankt persönlich sehr viel mit diesen menschen zu tun.

Für mich der einblick in eine bisher verborgene welt von träumern, weltfremden entrückten fantasten, teilweise mit sich und der welt nicht im reinen und in einer freien wirtschaft aus meiner sicht nicht lebensfähig. Dazu untereinander im dauerstreit wegen geradezu kindischen ursachen und als mieter der reinste horror weil unverantwortlich, verdreckt und schlampig, unzuverlässig usw. natürlich mit dem resultat, dass die leute schnell gekündigt wurden mit nochmaligen unsäglichen problemen usw.

Ich bin heute froh, meine kinder diesen menschen nicht überlassen zu haben. egal ob die nun gerade als arbeitgeber eine waldorfschule hatten oder eine cristliche oder radikale sonstige schule.Entscheidend war für mich, dass diese spezielle waldorfschule wie ein magnet diese besondere art pädagogen anzog.

Die übrigen fragen lösten sich für mich damit von selber weil m.e. eltern, die zu dieser art von pädagogen vertrauen entwickeln können,ebenso gestrickt sein müssen.

dies hat sich später dann auch immer wieder gezeigt und die teilweisen von mir beobachteten traurigen lebensläufe von ehemaligen waldorfschülern haben dies dann leider bestätigt.
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13.11.04 16:15:16
"Fehler der Weltgeschichte":
Judentum, Zionismus und Antisemitismus aus der Sicht Rudolf Steiners
Von Ralf Sonnenberg

War Rudolf Steiner ein "völkischer Antisemit"? Kritische Kurzbibliografie und Resümee

Vor allem seit Mitte der neunziger Jahre äußern Autoren den Verdacht, die Anthroposophie transportiere antisemitische bzw. rassistische Inhalte und sei mitunter sogar Wegbereiterin des Nationalsozialismus gewesen. (82) Tatsächlich bediente sich ihr Urheber recht ungeniert aus dem Repertoire theosophischer und anderer Rassentheorien (83), auch wenn der Behandlung des Themas "Rassen" – sofern dieser Begriff somatische Varietäten und nicht bewusstseinsgeschichtliche Etappen im Sinne theosophischer Terminologie meint – in Steiners umfangreichen Werk eine marginale Stellung einnimmt. (84) Als rassistisch muss aus heutiger Sicht Steiners Versuch gewertet werden, biologische "Rassen" mit dem Grad der mentalen "Entwicklungsreife" ihrer Angehörigen zu korrelieren und somit eine Hierarchisierung von Menschengruppen spirituell zu begründen, deren unterste Sprossen den – aufgrund ihrer physischen "Degeneration" zum Aussterben verurteilten – Indianern (85) sowie den von "Trieben" (86) und "Witterungen" (87) dominierten "Negern" vorbehalten bleiben. Die "arische" oder europäische hielt Steiner für die "zukünftige, da am Geiste schaffende Rasse". (88) Sie repräsentiert innerhalb seines Weltanschauungskosmos die "fünfte nachatlantische Kulturepoche", deren Anfang er auf den Beginn der frühen Neuzeit datierte. (89) Die rassistischen Implikationen dieses Stufenmodells hoffte Steiner durch eine eigentümliche esoterische Dialektik einzuholen, die er seinen rassenkundlichen Erörterungen vorschaltete: Die Reinkarnationsfolgen der menschlichen Individuen führten demnach durch die verschiedenen biologischen "Rassen" hindurch, so dass, "obgleich man uns entgegenhalten kann, dass der Europäer gegen die schwarze und die gelbe Rasse einen Vorsprung hat, doch keine eigentliche Benachteiligung" bestehe. (90)

Nach Auffassung des Politologen Helmut Zander ist Steiners Oeuvre "von einer nicht systematisierten oder hermeneutisch integrierten Ambivalenz gekennzeichnet", "in der Unvereinbares und Widersprechendes stehengeblieben" sei. Es hinge somit vor allem "von den Interessen der Leser ab, ob die Anthroposophie rassistisch interpretiert wird oder nicht." (91) Die völkische Tradition, unter welcher Zander recht allgemein "sozialdarwinistische" und "rassistische" Auffassungen versteht, ließe sich auch heute noch "neben und in den humanistischen Vorstellungen" der Anthroposophie auffinden. (92) Zander konzediert jedoch, dass Steiner kein "scharfmacherischer politischer Rassist oder Antisemit" gewesen sei, auch wenn er "zum intellektuellen Hintergrund und Überbau der deutschen Tragödie" gehöre. (93) Der Autor verortet die Entstehungsgeschichte der theosophisch-anthroposophischen Bewegung im Spektrum völkischer Sondergemeinschaften, wie sie sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zu formieren und in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg zu konsolidieren begannen.

Die von Helmut Zander nahegelegte Subsumierung der Anthroposophie unter die völkischen Lehren der Kaiserzeit und Weimarer Republik wäre jedoch nur dann sinnvoll, wenn sich der Nachweis erbringen ließe, dass nationalistische, sozialdarwinistische, pangermanische und antisemitische Begründungsmuster einen zentralen Stellenwert innerhalb anthroposophischer Lehren einnähmen und deren kosmopolitischen und humanistischen Gehalt überlagerten bzw. marginalisierten. Programmatische Inhalte völkischer Agitation wie die Forderung nach Segregation der Juden, nach Bildung einer "artgerechten" Religion, nach eugenischer Selektion und Ausmerze oder nach Errichtung eines imperialen Rassenstaates müssten demnach das ideologische Bindeglied für die unterschiedlichen anthroposophischen Ideen und Aktivitäten abgeben und das Selbstverständnis ihrer Protagonisten entscheidend prägen. (94) Aus der partikularen Konvergenz von rassistischen Argumentationssträngen und Ideologemen, wie sie im ersten Quartal des 20. Jahrhunderts den gesellschaftsübergreifenden Diskurs dominierten und somit kein Spezifikum völkischer Ideologiebildungen darstellten, eine strukturelle Koinzidenz von völkischer und anthroposophischer Lehre extrapolieren zu wollen, hieße jedoch den Begriff "völkisch" auf eine Weise zu inflationieren, die diesen als Instrument der geschichtswissenschaftlichen Analyse gänzlich untauglich machte. Historiker wie George L. Mosse (95), Jörn Rüsen (96), Uwe Puschner (97) oder jüngst Michael Rißmann (98) haben daher zu Recht Vorbehalte gegenüber dem Versuch angemeldet, Steiner unter die völkischen "Systembauer" und Aktivisten einzureihen: "Von den völkischen Theorien über die Geschichte des Judentums unterscheidet sich dieser Entwurf (der Steinersche, Anm. R.S.) erheblich. Bereits die Annahme, die Existenz des Judentums habe überhaupt einen Sinn gehabt, hätten Vertreter des völkisch-nationalsozialistischen Spektrums widersprochen, die im Judentum eher einen ›Menschheitsverderber‹ vom Beginn der Geschichte an sahen. Das von Steiner geforderte ›Aufgehen‹ des Judentums in der Menschheit darf … keinesfalls mit jenem ›Erlösungsantisemitismus‹ der Nationalsozialisten verwechselt werden, der im Genozid seine konsequente Vollendung fand." (99)

Wirft schon die Konnotation des Adjektivs "völkisch" mit dem Substantiv "Religion" Probleme auf, da fragwürdig ist, ob im Hinblick auf den Eklektizismus völkischer Sinntstifungsversuche überhaupt von Religion im herkömmlichen Sinne gesprochen werden kann, so erweist sich der Ausdruck "›arteigenes‹ Glaubenssystem", wie er im Titel eines Sammelbandes auftaucht (100), in Bezug auf eine Charakterisierung des anthroposophischen Selbstverständnisses gleich in zweifacher Hinsicht als irreführend: Steiner begriff die Anthroposophie nicht als Religion, sondern als "Weg meditativer Schulung", welcher dem esoterischen Verständnis der Weltreligionen, vor allem aber des Christentums und (antiken) Judentums, diene. Die Schaffung einer "arteigenen Religion" lehnte er, der sich als Erneuerer der christlichen Esoterik sah, ausdrücklich ab: "Der Christus ist kein Volksgott, ist kein Rassengott, der Christus ist überhaupt nicht der Gott irgendeiner Menschengruppe, sondern der Christus ist der Gott des einzelnen Menschen, insofern dieser einzelne Mensch nur ein Angehöriger der gesamten Menschheit ist". (101)

Anders als Theodor Fritsch, Alfred Rosenberg oder Max Bewer, die einen "arischen Christus" propagierten, sah Steiner in Jesus von Nazareth einen hochstehenden jüdischen "Eingeweihten", der während der Jordan-Taufe den Christus-Geist in sich aufgenommen habe.(102) Im Unterschied zur Argumentationsweise der Rassenantisemiten, die einen manichäischen Antagonismus von "arischer" und "jüdischer" Rasse" konstruierten, erblickte Steiner zudem gerade in den "Ursemiten" die Begründer der "arischen Wurzelrasse", deren Angehörige vor allem die "Denkkraft" entwickelt hätten.(103) Steiner deutete die Weltgeschichte auch nicht wie Arthur Comte de Gobineau als Arena von "Rassenkämpfen" oder wie Alfred Ploetz als Laboratorium eugenischer Zuchtexperimente, sondern sah in ihr einen Prozess allmählicher Emanzipation von "Gattungsmerkmalen" wie Rasse, Vererbung oder Geschlecht. Dem Selbstverständnis ihres Urhebers nach bildete die Anthroposophie somit einen Gegenentwurf zur zeitgenössischen naturalistischen Anthropologie, welche die vermeintliche genetische Determination des Menschen zur Richtschnur ihres Denkens und Handelns bestimmte und in letzterem oft ein Zielobjekt rassenhygienischer Manipulation und Selektion erblickte.(104) Es werde dahin kommen, so prognostizierte Rudolf Steiner bereits 1907, "dass alle Rassen- und Stammeszusammenhänge wirklich aufhören. Der Mensch wird vom Menschen immer verschiedener werden. Die Zusammengehörigkeit wird nicht mehr durch das gemeinsame Blut vorhanden sein, sondern durch das, was Seele an Seele bindet. Das ist der Gang der Menschheitsentwicklung".(105)

In dem völkischen Konstrukt einer "Volksgemeinschaft" erblickte er einen gefährlichen Rückfall in atavistische Bewusstseinsformen, dem er seit 1917 seine politische Utopie einer "Dreigliederung des sozialen Organismus" entgegensetzte, die er als Beitrag zur Fortbildung der parlamentarischen Demokratie verstand. Das so genannte Dreigliederungskonzept sah eine Entmachtung des ethnisch definierten Nationalstaates durch die Entflechtung der Bereiche Staat, Bildungswesen und Wirtschaft vor.(106) "Ein Mensch", so urteilte Steiner 1917 im Hinblick auf die Ursachen des Ersten Weltkrieges, "der heute von dem Ideal der Rassen und Nationen und Stammeszugehörigkeiten spricht, der spricht von Niedergangsimpulsen der Menschheit. Und wenn er in diesen so genannten Idealen glaubt, fortschrittliche Ideale vor die Menschheit hinzustellen, so ist das die Unwahrheit. Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen."(107) Stattdessen sei es notwendig, dass die anthroposophische Bewegung " … gerade im Grundcharakter dieses Abstreifen des Rassencharakters aufnimmt, dass sie nämlich zu vereinigen sucht Menschen aus allen Rassen, aus allen Nationen, und auf diese Weise überbrückt diese Differenzierung, diese Unterschiede, diese Abgründe, die zwischen den einzelnen Menschengruppen vorhanden sind."(108)

Mit diesen Worten ist ein weiteres Unterscheidungskriterium von anthroposophischen und völkischen Lehren benannt, soweit diese sich in institutionalisierten Formen Ausdruck verschafften. Denn während in völkischen Vereinen oder Organisationen der so genannte Arier-Paragraph über die Homogenität der Gemeinschaft wachte, stand die Mitgliedschaft der Anthroposophischen Gesellschaft Juden offen. Zu den Mitarbeitern und Anhängern Steiners jüdischer Abstammung zählten der Philologe Ernst Müller (1880-1954), der Philosoph und Zionist Hugo Bergmann (1883-1974)(109), der Fabrikant Carl Unger (1878-1929)(110), der in Auschwitz ermordete Komponist Viktor Ullmann (1898-1944)(111), aber auch Berta Fanta (1865-1918), die vor dem Ersten Weltkieg in Prag einen einflussreichen philosophisch-literarischen Salon unterhielt.(112) Nicht zuletzt der Umstand, dass in der Anthroposophischen Gesellschaft Juden "überrepräsentiert" waren und darüber hinaus Schlüsselpositionen innehatten, brachte ihrem Begründer die Feindschaft völkischer Kreise bis hin zu einem Attentatsversuch ein.(113)

Als Ausdruck der umfassenden Sinn- und Wertekrise in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg partizipierten Steiners esoterische Lehren an dem rassentheoretischen Diskurs jener Zeit, indem er diesem einzelne Elemente entnahm, welche er den theosophischen Ideen der Genese von Rassen und Kulturen anverwandelte. Im Gegenzug adaptierten völkische Theoretiker wie etwa die "Ariosophen" Jörg Lanz von Liebenfels (1874-1954) und Guido von List (1848-1919) Versatzstücke theosophischer Rassentheorien, ohne jedoch deren Einbindung in den universalistischen und kosmopolitischen Horizont der Blavatskyschen Theosophie zu berücksichtigen. (114) Steiners peripheren Auseinandersetzungen mit dem zeitgenössischen Judentum bewegten sich im Spannungsfeld zwischen einem aufgeklärten, die Assimilation bedingungslos einfordernden Antijuduaismus und der kirchenchristlichen Tradition soteriologisch untermauerter Judenfeindschaft, ohne dass dessen Anschauungen über jüdische Kultur und Religion bereits restlos in dieser ideengeschichtlichen Schnittmenge aufgingen. Es ist jedoch gewiss kein Zufall, dass Steiner wesentliche Anstöße bezüglich der Genese seines philosophisch-anthroposophischen Werkes den Schriften Kants, Fichtes, Hegels und Herders verdankte, die stellvertretend für die Mehrheit der christlichen Aufklärer an der Überzeugung von der Obsoletheit des Judentums festhielten und ein geschichtsevolutives Stufenmodell favorisierten. (115) Im Subkontext transportierten seine Forderungen nach Assimilation der jüdischen Minderheit sowie seine stereotypen Miniaturen jüdischen Daseins Elemente eines "antisemitischen Codes" rechtsbürgerlicher sowie linksliberaler Kreise in den Jahrzehnten vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Als manifesten (Rassen-) Antisemiten könnte man Rudolf Steiner freilich nur dann apostrophieren, wenn sich herausstellte, dass seine wiederholten Distanzierungen vom judenfeindlichen, nationalistischen und rassistischen Diskurs damaliger Zeit nicht ernst gemeint waren und somit lediglich als Vorwand dienten, um unter der Hand eine politische Agitation zu betreiben, die auf eine gesellschaftliche Ausgrenzung bzw. Benachteiligung von Juden abzielte. Eine solche Deutung erscheint jedoch angesichts der Fülle an gegenteiligen Belegen und Zeugnissen als wenig überzeugend.

Die zuerst von Julia Iwersen (116) verbreitete, dann von Helmut Zander (117) und Micha Brumlik (118) reproduzierte Kolportage, Steiner habe "die Juden" für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verantwortlich gemacht und sei somit als Multiplikator antisemitischer Verschwörungsmythen in Erscheinung getreten, zeigt immerhin, wie ausgeprägt selbst unter seriösen Wissenschaftlern die Bereitschaft ist, sich im Umgang mit devianten Strängen der jüngeren Religions- und Ideengeschichte eher auf Vorurteile zu verlassen denn auf ein sorgfältiges Studium einschlägiger Quellen: Den Kontext der betreffenden Aussage bildete eben nicht die von Iwersen postulierte Schuldzuweisung an Juden, sondern eine Kritik an dem europäischen Nationalismus, der zum Ersten Weltkrieg geführt habe. Den Zionismus nahm Steiner von dieser Kritik nicht aus, sofern dessen politische Programme mit dem europäischen Nationalismus konvergierten. (119)

Die "Protokolle der Weisen von Zion", in denen sich der judeophobe Verschwörungsmythos idealtypisch verdichtete, wies Steiner ausdrücklich als "Fälschung" politisch reaktionärer Kreise zurück. (120) In der Verbreitung der so genannten Dolchstoß-Legende erblickte er den Versuch deutscher Militärs, die Verantwortung für die Niederlage im Ersten Weltkrieg auf politisch missliebige Gruppen abzuwälzen, zu denen vor allem Juden und Kommunisten gehörten. (121) Eine unfreiwillige Pointe liegt freilich darin, dass der frühe Apostat des katholischen Kirchenchristentums und spätere Neognostiker Steiner den antisemitischen Verschwörungsmythos seiner Zeit zu entkräften suchte, indem er bei einem anderen – damals nicht minder populären – Konspirationsglauben Zuflucht nahm: Die "Protokolle" werden nicht den Juden, sondern den Machinationen fortschritts- und demokratiefeindlicher Jesuiten angelastet.

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Anmerkungen:
(82) Die Arbeiten solcher Autoren bieten in der Regel interessantes Quellenmaterial, das jedoch häufig mit stark polemischer Einfärbung präsentiert wird. Die einseitige Auswahl der Quellen, deren absichtliche oder auch unabsichtliche Verstümmelung und Missdeutung spiegelt zudem die oft beträchtlichen Aversionen und auch Vorurteile der Interpreten wider. Bezeichnend hierfür sind die Erträge folgender Schriften: Peter Bierl: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik, Hamburg 1999; Oliver Geden: Rechte Ökologie. Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus, 2. Aufl., Berlin 1999; Guido und Michael Grandt: Schwarzbuch Anthroposophie. Rudolf Steiners okkult-rassistische Weltanschauung, Wien 1997; Georg Otto Schmid: Die Anthroposophie und die Rassenlehre Rudolf Steiners zwischen Universalismus, Eurozentrik und Germanophilie, in: Joachim Müller (Hg.): Anthroposophie und Christentum. Eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung, Freiburg 1995, S. 138-194; Christian Schüller/ Petrus van der Lett: Rasse Mensch. Jeder Mensch ein Mischling, Aschaffenburg 1999, S. 112-160; Volkmar Wölk: Natur und Mythos, Duisburg 1992.
Um eine ausgewogenere Darstellung und Interpretation bemüht sich hingegen Helmut Zander in zwei quellengesättigten Beiträgen: Helmut Zander: Sozialdarwinistische Rassentheorien aus dem okkulten Untergrund des Kaiserreiches, in: Uwe Puschner/ Walter Schmitz/ Justus H. Ulbricht (Hg.): Handbuch zur "Völkischen Bewegung" 1871-1918, München 1999, S. 224-251 sowie ders.: Anthroposophische Rassentheorie. Mit der wechselvollen Geschichte anthroposophischer Einrichtungen während des "Dritten Reichs" und der NS-Verfolgung einzelner Mitglieder der 1935 verbotenen Anthroposophischen Gesellschaft beschäftigt sich eine materialreiche Studie, deren Autor jedoch die Frage, inwieweit antisemitische Überzeugungen unter damaligen Anthroposophen verbreitet waren, vollkommen ausspart. Siehe Uwe Werner: Anthroposophen in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945), München 1999. Eine kritische Auseinandersetzung mit anthroposophischen Rassenlehren verspricht der Bericht einer von niederländischen Anthroposophen eingesetzten Untersuchungskommission: Anthroposophie und die Frage der Rassen. Zwischenbericht der niederländischen Untersuchungskommission "Anthroposophie und die Frage der Rassen", Frankfurt a.M. 1998. Eine Studie der Autoren Jürgen Bader und Lorenzo Ravagli arbeitet entsprechendes Quellenmaterial fundiert, aber in deutlich apologetischer Absicht auf: Jürgen Bader/ Lorenzo Ravagli: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Rassismus-Vorwurf, Stuttgart 2002.
Zum Antisemitismus-Verdacht erschienen desweiteren folgende Arbeiten: Julia Iwersen: Rudolf Steiner: Anthroposophie und Antisemitismus. Zu einer wenig bekannten Spielart des christlichen Antisemitismus, in: Babylon – Beiträge zur jüdischen Gegenwart, Nr. 16-17, Oktober 1996, S. 153-163; Ekkehard W. Stegemann: Antijüdische Stereotypen in der anthroposophischen Tradition? Im Internet aufrufbar unter http://www.akdh.ch/ps/ps_60Ref-Stegemann.html und Bader / Leist/ Ravagli: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf.
(83) Ideengeber Steiners in puncto Rassenlehren waren neben H.P. Blavatsky und Ernst Haeckel (1834-1919) vermutlich auch Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840), Carl Gustav Carus (1789-1869) und Hegel. Vgl. Zander: Anthroposophische Rassentheorie, S. 302 f.
(84) Zur semantischen Aufschlüsselung in der Anthroposophie gebräuchlicher Periodisierungen wie "Wurzelrasse", "Unterrasse" oder "Kulturepoche" siehe Bader / Ravagli: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Rassismus-Vorwurf. Zur Einordnung des Komplexes "biologische Rassen" im Steinerschen Oeuvre vgl. Anthroposophie und die Frage der Rassen, S. 15-32.
(85) Etwa Steiner: Die Mission, S. 79 und S. 118.
(86) Rudolf Steiner.: Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums (GA 349), Vortrag vom 3. März 1923, Dornach 1980, S. 53.
(87) Rudolf Steiner: Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre (GA 348), Vortrag vom 16. Dezember 1922, Dornach 1959, S. 105 f.
(88) Steiner: Die Mission, S. 67.
(89) Vgl. Jens Heisterkamp: Weltgeschichte als Menschenkunde. Untersuchungen zur Geschichtsauffassung Rudolf Steiners, Diss., Dornach 1989. S. 129 ff.
(90) Steiner: Die Mission, S. 78.
(91) Zander: Sozialdarwinistische Rassentheorien, S. 246.
(92) Ebd., S. 248.
(93) Zander: Anthroposophische Rassentheorie, S. 325.
(94) Zur Definition völkischer Ideologien und Organisationen vgl. Uwe Puschner/ Walter Schmitz/ Justus H. Ulbricht: Vorwort, in: Handbuch zur "Völkischen Bewegung", S. IX-XXVII. Siehe auch Uwe Puschner: Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich, Darmstadt 2001, S. 10-25.
(95) George L. Mosse: Die Geschichte des Rassismus in Europa, Frankfurt a.M. 1990, S. 119 f.
(96) Jörn Rüsen: Rassismus, Modernität und Anthroposophie, in: Info3, Nr. 12, Dezember 1998, S. 11-15.
(97) Brief Uwe Puschners vom 11.11. 2002 an den Autor.
(98) Michael Rißmann: Nationalsozialismus, völkische Bewegung und Esoterik, in: Zeitschrift für Genozidforschung 2 (2003), S. 58-91, S. 61 ff.
(99) Ebd., S. 63 f.
(100) Schnurbein/ Ulbricht: Völkische Religion.
(101) Rudolf Steiner: Alte und neue Einweihungsmethoden (GA 210), Vortrag vom 7.1.1922, Dornach 2001, S. 25.
(102) Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium (GA 148), Vortrag vom 6.1.1914, Dornach 1996, S. 155-160.
(103) Rudolf Steiner Aus der Akasha-Chronik (GA 11), Dornach 1979, S. 30-33.
(104) Rudolf Steiner: Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis (GA 177), Vortrag vom 7. Oktober 1917, Dornach 1999, S. 84-86.
(105) Steiner: Theosophie des Rosenkreuzers, Vortrag vom 4. Juni1907, S. 129.
(106) Vgl. Ted van Baarda: Das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Steiners Kritik einer folgenreichen Lehre, in: Jens Heisterkamp (Hg.): Die Jahrhundertillusion. Wilsons Selbstbestimmungsrecht der Völker, Steiners Kritik und die Frage der nationalen Minderheiten heute, Frankfurt a.M. 2002, S. 11-52 sowie Albert Schmelzer: Die Dreigliederungsbewegung 1919. Rudolf Steiners Einsatz für den Selbstverwaltungsimpuls, Diss., Stuttgart 1991.
(107) Steiner: Die spirituellen Hintergründe, S. 205.
(108) Rudolf Steiner: Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien (GA 117), Dornach 1986, S. 152.
(109) Siehe Sonnenberg: Zionismus.
(110) Ronald Templeton: Carl Unger. Der Weg eines Geistesschülers, Dornach 1990.
(111) Verena Naegele: Viktor Ullmann. Komponieren in verlorener Zeit, Köln 2002.
(112) Georg Gimpl: Weil der Boden selbst hier brennt. Aus dem Prager Salon der Berta Fanta (1865-1918), Furth im Wald 2002.
(113) Werner: Anthroposophen, S. 8. Ravagli: Anthroposophie und völkisches Denken. Zur rechtsradikalen Gegnerschaft der Anthroposophen in der Weimarer Zeit vergl. Lorenzo Ravagli: Unter Hammer und Hakenkreuz. Der völkisch-nationalsozialistische Kampf gegen die Anthroposophie, Stuttgart 2004.
(114) Siehe Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus, Stuttgart 1997, S. 36-109; ferner Ulrich Nanko: Das Spektrum völkisch-religiöser Organisationen von der Jahrhundertwende bis ins "Dritte Reich", in: Schnurbein/ Ulbricht: Völkische Religion, S. 208-226, hier 213-217 und Zander: Sozialdarwinistische Rassentheorien, S. 233 ff.
(115) Zur kontroversen Diskussion um antisemitische Positionen in den Werken herausragender Vertreter der Aufklärung, der Romantik und des philosophischen Idealismus siehe etwa folgende Literaturauswahl: Hans-Joachim Becker: Fichtes Idee der Nation und das Judentum, Amsterdam 2000; Micha Brumlik: Deutscher Geist und Judenhass. Das Verhältnis des philosophischen Idealismus zum Judentum, München 2000; Horst Gronke/ Thomas Meyer/ Barbara Neißer (Hg.): Antisemitismus bei Kant und anderen Denkern der Aufklärung, Würzburg 2001; Gudrun Hentges: Schattenseiten der Aufklärung.
(116) Iwersen: Rudolf Steiner, S. 155.
(117) Zander: Sozialdarwinistische Rassentheorien, S. 244.
(118) Micha Brumlik: Die Gnostiker. Der Traum von der Selbsterlösung des Menschen, Berlin 2000, Vorwort.
(119) Steiner: Wesen des Judentums, S. 189.
(120) Rudolf Steiner Vergangenheits- und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen (GA 190), Vortrag vom 5. April 1919, Dornach 1971, S. 114 f. Einen Überblick über die Entstehungs- und frühe Rezeptionsgeschichte des antisemitisch-antifreimaurerischen Verschwörungsmythos‘ verschaffen folgende Studien: Norman Cohn: "Die Protokolle der Weisen von Zion". Der Mythos der jüdischen Weltverschwörung, Zürich 1997; Jeffrey L. Sammons: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Grundlage des modernen Antisemitismus – eine Fälschung. Text und Kommentar, Göttingen 1998 sowie Armin Pfahl-Traughber: Der antisemitisch-antifreimaurerische Verschwörungsmythos in der Weimarer Republik und im NS-Staat, Wien 1993.
(121) Siehe zum Beispiel Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen (GA 192), Dornach 1991, Vortrag vom 18. Mai 1919, S. 118. Eine Orientierung über die umfangreiche Fachliteratur zur "Dolchstoßlegende" gibt Gerd Krumeich: Die Dolchstoß-Legende, in: Deutsche Erinnerungsorte, Bd. 1, hg. von Etienne Francois und Hagen Schulze, München 2001, S. 585-599.

hagalil.com 07-07-2004
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13.11.04 16:18:57
Beitrag Nr. 100 ()
SWR2 Wissen

Freitag, 26. November 2004

Hammer und Hakenkreuz

Anthroposophie im Visier der Völkischen Bewegung
Aus der Reihe: Schauplatz
Von Lorenzo Ravagli

Steckten die Anthroposophen mit den Nazis unter einer Decke? Herrscht in Waldorfschulen ein brauner Geist? Solche Gerüchte schwirren gelegentlich durch die Öffentlichkeit. Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, werfen manche seiner heutigen Kritiker vor, er sei Antisemit oder Rassist gewesen und habe der Völkischen Bewegung nahegestanden. Führende Nazis waren da anderer Meinung. Sie hielten Steiner für einen Juden und die Anthroposophie für eine Judengesellschaft. Den Einsatz Steiners für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit betrachteten sie als Beweis seiner semitischen Abstammung. Deswegen bekämpften sie ihn auf Leben und Tod.
www.swr.de
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13.11.04 16:22:07
Beitrag Nr. 101 ()
Fuller81
die Eltern haben keinen Einfluß, da die Kinder keine Empfehlung für eine weiterführende Schule erhalten, da aus sozial schwachen Verhältnissen!
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13.11.04 16:31:11
Beitrag Nr. 102 ()
Ich weiß ja nicht wo Du wohnst Stella, aber bei mir hat damals niemand vom Sekretäriat des Gymnasiums die Empfehlung der Grundschullehrerin sehen wollen. ;)


Aber es stimmt schon. Es gab diese Empfehlungen und sie fielen auch entsprechend aus, je nachdem wie oft die Grundschullehrerin bei den Eltern der Kinder zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurde. :rolleyes:
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13.11.04 16:56:15
Beitrag Nr. 103 ()
#102,

sollte mn da nicht wegen Bestechung und Vorteilnahme ein Verfahren gegen die Leherin einleiten!

Laut Dienstvorschrift darf sie nichts annehmen!
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13.11.04 17:02:37
Beitrag Nr. 104 ()
Fuller
in Bayern geht nichts ohne Zustimmung der Lehrer!
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13.11.04 17:16:15
Beitrag Nr. 105 ()
@ Stella

Das ist schade. Aber zum Glück komme ich ja auch aus dem fortschrittlichen NRW! :D

@ albatossa

Auch wenn sie nicht immer objektiv war, so war sie doch eine gute Lehrerin. Wenn ich da so an unsere Parallelklasse denke. Die haben doch glatt den Diktattext immer vorher mit nach Hause bekommen bevor eine Arbeit darüber geschrieben wurde. :laugh:
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13.11.04 17:22:12
Beitrag Nr. 106 ()
nannsen, Danke.

mein Sohn war ein knappes Jahr auf einer Walldorf- Schule, er hat sich dort nicht wohl gefühlt. Zum Übertritt in die erste Klasse des Gymnasiums haben wir dann seiner Bitte entsprochen und ihn auf ein stinknormales Munchener Gymnasium gesteckt.

Wir haben diesen Schritt nicht bereut. Er hat inzwischen sein Abitur gemacht uns steckt bereits im 5 Semster seines Studiums.

Mir liegen also eigene Erfahrungen vor, die freilich schon etwas zurückliegen.

Ich hatte im Frankfurter Raum eine Whnung an einen Lehrer dieser Schule vermietet, und dort Erfahrungen gemacht, die sich mit Deinen weiteren Erfahrungen decken. Nicht immer sind diese Leute von dieser Welt, wie es scheint.

Wie gesagt, das alles ist lange her, und ich thematisiere das nicht, weil es nicht repräsentativ ist. Ich stehe denen neutral gegenüber.

Was ich thematisieren wollte ist das besondere Spannungsfeld zwischen Antroposophen, und der rechten politischen Seite. Weil dies hier eine Rolle spielt.

Mittlerweile sind ja genügend andere Wortmeldungen eingegangen, die da etwas mehr Information zusteuern als lediglich jene, daß man sich nur von NPD distanzieren wolle. Da ist mehr dahinter, auf jeden Fall mehr als das, was bisher in der Öffentlichkeit berichtet wurde.
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13.11.04 17:28:59
Beitrag Nr. 107 ()
for4zim, 80

exakt so ist es. Die Kids zahlen die Zeche.
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13.11.04 17:47:33
Beitrag Nr. 108 ()
Sep
ich halte es für müßig mit einem kind der damaligen zeit und erfahrenen prägung zu diskutieren. (steiner)

Was solls und was kann es heute noch bringen?? Schuldzuweisungen??
bewiesene irrtümer??
einen typischen rassisten der damaligen zeit vorstellen??

einen menschen, der nicht mehr unserem jetzigen zeitgeist und wertvorstellungen entspricht, als schwach und fehlerhaft darzustellen???

steiner ist gestorben. seine heutigen jünger und interpreten sind das problem.


http//www.cityinfonetz.de/homepages/hammerschmitt/low_hansso…
Vorbemerkung

"Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hereinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können - wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt zu werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistiges Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden." (Rudolf Steiner in: "Über Gesundheit und Krankheit", Gesamtausgabe Bd. Nr. 348, Rudolf Steiner Verlag, Dornach / Schweiz, 1976, Seite 185.) - Dieses Zitat Rudolf Steiners ist eines der erstaunlicheren, wenn man bedenkt, daß die Anthroposophie in der Öffentlichkeit nur als ein Verein von Menschen mit leicht schrulligen Ideen zu Architektur und Ökologie angesehen wird, macht es doch die tief rassistische und antirationale Ausrichtung ihres Gründers Rudolf Steiner deutlich. Der folgende Test von Sven Ove Hansson, Philosoph am königlichen Institut für Technologie in Stockholm, beschäftigt sich mit der Frage, ob die Anthroposophie mit Recht eine Wissenschaft genannt werden kann, wie sie das von sich behauptet. Die Übersetzung ist von Sven Ove Hansson autorisiert.
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13.11.04 17:55:49
Beitrag Nr. 109 ()
nannsen, wir reden aneinander vorbei.

Ich will nicht mit jemandem der damaligen Zeit reden oder diskutieren.

Ich wollte nur klarmachen, daß da jemand Kinder rausschmeißt, und daß dies Günde haben muß, wenn der zu solch einem krassen Schritt greift.

Und daß die Gründe nix mit der Mitgliedschaft der BRD- NPD zu tun haben dürften, sondern wohl in der Vorkriegs Erfahrung der Antroposophen mit Nazis liegen dürften. Letzteres hier nicht bekannt war, jedenfalls in der Presse als Beweggrund nicht vorkamen.

Die Gründe liegen also sehr viel tiefer.

Dennoch sind die Gründe völlig unzureichend. Was wiederum darauf hinweist, daß es diese tieferen Motive geben wird.

Mehr als diesen Hinweis zu geben habe ich nicht im Sinn.
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13.11.04 18:02:07
Beitrag Nr. 110 ()
So, ich habe mich einmal etwas in die Materie vertieft, Steiners Lehre und Rassismus. Ich beurteile gar nichts, jede Lehre ist ein Kind seiner Zeit.

Dieser Lehrer, um den es geht, hat sich das wohl zu sehr zu Herzen genommen. Steiners Lehre ist sehr rechts anzusiedeln und der Herr Lehrer hat das als einer der wenigen kapiert.
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13.11.04 18:05:04
Beitrag Nr. 111 ()
soso, Du hast Dich also in Steiners Lehre vertieft.

Und Dir liegt bereits ein Ergebnis vor.

Da kann man nur staunen.
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13.11.04 18:07:17
Beitrag Nr. 112 ()
# 110 Powodldatschkerl!
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13.11.04 18:09:27
Beitrag Nr. 113 ()
What does this mean?:);)

Eher etwas mit Wurst oder Fleisch.:D
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13.11.04 18:10:23
Beitrag Nr. 114 ()
Powidldatschkerl = Hausmannskost!
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13.11.04 18:11:39
Beitrag Nr. 115 ()
#111

Eher schnell darübergelesen. Einiges wusste ich davor: Besonders das Junktim Steiner/ sehr, sehr rechts.
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13.11.04 18:11:54
Beitrag Nr. 116 ()
sep

sorry, aber da habe ich dich tatsächlich nicht verstanden.

ich denke, wenn ein politisch interessierter vater aus einer politisch denkenden und frei diskutierenden familie in die partei seiner wahl geht, dann haben seine kinder möglicherweise ebenfalls das denken gegen den "mainstream "in ansätzen mitbekommen.

somit kann ich mir vorstellen, dass sich mancher moderne waldorf pädagoge heutiger prägung und gesinnung durch diese möglicherweise vor ihm sitzenden querdenker provoziert und schwach fühlen muss.

Deshalb eher der versuch die unverbesserlichen kinder des aus sicht linken antfa gutmenschenpädagogen und seines gleichdenkenden kollegiums möglichst loszuwerden. das vorschieben des vaters als grund somit nur ein lapsus.
dies würde meiner erfahrung mit waldorfpädagogen entsprechen. schlichtweg mangelnde toleranz und intelligenz sowie schlichter hass auf das was man heute in diesen besonderen kreisen wegen der politischen abweichung von deren normen als böse, schlecht und undemokratisch halten muss. nichts neues oder besonderes. dies gibt es überall. auch hier am board.
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13.11.04 18:12:23
Beitrag Nr. 117 ()
Ich denke, selbst Ansichten, die damals als gemäßigt eingestuft wurden, gelten heute als rechts. Genauso werden die gemäßigten Ansichten von heute in Zukunft als extrem links bewertet werden. :cool:
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13.11.04 18:45:13
Beitrag Nr. 118 ()
#117 von Fuller81

Die logische konsequenz aus eines undemokratischen oder scheinbaren demokratischen systems mit unverrückbaren politischen feindbildern führt natürlich zur erstarrung weil das regulativ, in diesem falle vielleicht braune,lila, gelbe oder weiße parteien nicht als stimmfutterkonkurenten den etablierten parteien gefährlich werden dürfen. Somit kommt es von anfang an nicht zu einem politischen wettbewerb um das, was die wähler oder das volk wirklich teilweise wollen.

Es wäre denkbar, dass der zusammenschluss der radikalen parteien und die sich zuspitzende lage, der steigende frust etc. in deutschland den radikalen einen stimmenanteil von bis zu 7% ermöglicht und damit den einzug ins parlament. dies würde u.a. durch das versagen der etablierten parteien verschuldet sein. Dieser dann einsetzende schock mit dem nachfolgendem geschrei und der beschimpfung der wähler dieser demokraten würde dem wähler die demokratische gesinnung seiner bisher gewählten volksvertreter drastisch vor augen führen und für einen weiteren zulauf der extremen sorgen.

( übrigens ist dies bereits nach den letzten wahlen sichtbar)

Der dann einsetzender futterneid würde diese etablierten demokraten sofort veranlassen die im selben boot sitzenden radikalen mit noch übleren sprüchen rechts oder links oder in der höhe zu überholen. Erst dann würde demokratie m.e. funktionieren, weil die wähler sich nun verstanden fühlen und bei der nächsten wahl auf die anwesenheit der braunen, roten gelben usw. verzichten. sie haben ihre schuldigkeit geleistet und können gehen weil andere bedingungen nun andere parteien erfordern. vielleicht eine rentnerpartei oder die partei der ausgeplünderten und zwangsverschuldeten enkel die rechenschaft und schuldige suchen. dies wäre lebendige demokratie
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13.11.04 22:34:01
Beitrag Nr. 119 ()
Also ich kapiere es mal wieder nicht mit den waldorfschulen.Da könnten doch tatsächlich von einem waldorf lehrer der bis zur eigenen erklärung nicht als rechtausen aufgefallen war ,seine kinder vom samenstrang her schon rechts infiziert sein.Als alternative würde sich doch genau deshalb ein verbleiben der kinder in dieser schule empfehlen,um "demokratische verhaltensweisen" für sie erlern und nutzbar zu machen.Die wahrscheinlichkeit aufgrund dieser sippenhaftung ein gestörtes demokratieverständnis zu entwickeln,dürfte ein vielfaches größer sein.Der teufel wird meistens erst bei der austreibung sichtbar,erstens muss man daran glauben und zweitens ein besonderes verhältnis zur "demokratie" haben.
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13.11.04 22:41:02
Beitrag Nr. 120 ()
nannsen, 116, kein Beinbruch, wie gesagt, ich will eigentlich da garnicht ran.

Die Kinder sind, wenn ich richtig erinnere, 8 und 11 Jahre alt, ich glaube nicht, daß man als Pädagoge da den Fall machen kann, es mit Kindern zu tun zu haben, die bereits politisch anderweitig geprägt sind.

Wenn ich mich wirklich äußern müßte, dann in dieser weise, daß ich den Eindruck habe, hier mal wieder auf viel Unwissen und Ignoranz zu stoßen.

Ich nehme an, daß dieser NPD- Vater, udn ex Waldorf- Lehrer einer dieser Dünnbrett- Bohrer ist, die nie in die Tiefen gebohrt haben, in der man braune Scheiße findet. Sonst hätte dem klar werden müssen, daß seine nationale Gesinnung, und jene der Antroposophen zwar auf dem selben Grabstein stehen, aber absolut unvereinbar sind.

Das zumindest zeigt ja die Überreaktion der Schulleitung.

Wieso weiß dies ein Waldorf- Lehrer nicht ? Ich verkneife mir die Antwort.

Und nochmals, ich schrieb es bereits: das macht die sache eigentlich so unappetitlich: Auch die Schulleitung hätte nachdenken müssen und zu dem Schluß kommen müssen, daß ein NPDler aus unseren Reihen eigentlich nicht gefährlich sein kann, weil der es nicht einmal geschafft hat, die gemeinsamen Wurzeln in Erfahrung zu bringen.

Daraus folgt, daß man nicht die kinder eines Dilettanten bestrafen kann für den Dilettantismus, die Oberflächlichkeit eines derartigen NPD - Typen.

Daraus nun folgt, daß die sich einzig und alleine von der Furcht haben treiben lassen, eine schlechte Presse zu bekommen wegen dieser NPD- Tätigkeit eines Ex- Lehrers. Das ist also eine Gesinnungsfrage, bei der man sich vorsorglich die Hände versucht rein zu waschen. Soweit ist das ja meinetwegen OK.

Aber dafür 2 Kinder, noch nicht einmal Jugendliche, zu entwurzeln, aus ihrem Klassenverband zu entfernen, das ist übel.

Waldorf versteht sich als eine Institution, die besondere pädagogische Ansprüche stellt.

Nicht nur daran gemessen ist das einfach schwach und erbärmlich.

Mal abgesehen davon, daß die nun genau das bekommen, was sie verhindern wollten: Presse. Die nun hoffentlich nicht thematisiert, was denn Waldorf und NPD nicht gemeinsam haben.

Sondern, um was für Menschen es sich bei den Waldorf- Pädagogen in dieser Schulleitung handeln muß. Ich will hinzufügen, daß Ausschluß von Kindern eigentlich nicht nur von den Pädagogen, sondern auch von Eltern abgesegnet werden muß, soweit ich mich erinnere.

Zum Schluß noch: die Überschrift, die Fuller dem Thread gegeben hat ist, wie immer bei ihm, kämpferisch. Und, wie häufig, gerade so ausgerichtet auf "Transport", daß der eigentliche Hintergrund völlig unerkannt bleibt. Da ist kein Anspruch auf Aufklärung, Information dahinter, das ist ein Westentaschen- Agitator.

Ein Spediteur.

Da habe ich mein Kästlein dazugestellt.
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13.11.04 22:51:54
Beitrag Nr. 121 ()
Westentaschen- Agitator :laugh: :kiss:
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13.11.04 23:13:55
Beitrag Nr. 122 ()
freut mich, daß Du Dich gut getroffen fühlst.

;)
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13.11.04 23:19:42
Beitrag Nr. 123 ()
@soeinpech
in #120 hast du wirklich alles auf den punkt gebracht, chapeau! das kann ich genauso unterschreiben, und ich habe den eindruck, dass steiners thule-vergangenheit vielen durch diesen thread erst richtig ins bewusstsein kommt, denn die steiner-einrichtungen haben hierzulande an sich einen ganz guten ruf.

acht- und elf-jährige kinder haben keine politische meinung und sind nicht gefährlich! in den oberstufen kann das anders aussehen. die tochter von franz josef degenhardt hat mich mit zwölf immer zum spielen eingeladen, und ihr vater dozierte dann über die tolle ddr. ich fand das zum gähnen. ein jahr später nicht mehr. da kamen die akw`s erstmals ins blickfeld.

meine älteste ist fast elf und spielerisch voll engagiert bei den `falken` (sozialistische jugend - und sie ein waldorf-kind), aber mit politik und plakaten will sie nix zu tun haben. nur kürbisse schnitzen und nächstes jahr nach weissrussland zu den freunden fahren. (da geht es aber, zugegebenermaßen, schon los...)


Wenn ich mich wirklich äußern müßte, dann in dieser weise, daß ich den Eindruck habe, hier mal wieder auf viel Unwissen und Ignoranz zu stoßen.

exakt mein eindruck nach sieben jahren waldorf-kiga. berufstätige mütter werden dort übrigens immer noch schräg angesehen und wegen jedem fleck im hemd blöd angemacht.

Ich nehme an, daß dieser NPD- Vater, udn ex Waldorf- Lehrer einer dieser Dünnbrett- Bohrer ist, die nie in die Tiefen gebohrt haben, in der man braune Scheiße findet. Sonst hätte dem klar werden müssen, daß seine nationale Gesinnung, und jene der Antroposophen zwar auf dem selben Grabstein stehen, aber absolut unvereinbar sind.

ich denke, diese erkenntnis hat hier im thread so einige überrascht...

Das zumindest zeigt ja die Überreaktion der Schulleitung.

yep. völlig unsouverän.

Und nochmals, ich schrieb es bereits: das macht die sache eigentlich so unappetitlich: Auch die Schulleitung hätte nachdenken müssen und zu dem Schluß kommen müssen, daß ein NPDler aus unseren Reihen eigentlich nicht gefährlich sein kann, weil der es nicht einmal geschafft hat, die gemeinsamen Wurzeln in Erfahrung zu bringen.

sie verdrängen sie in ihrem bemühen um eine heile welt.

Daraus folgt, daß man nicht die kinder eines Dilettanten bestrafen kann für den Dilettantismus, die Oberflächlichkeit eines derartigen NPD - Typen.

tun sie aber, weil sie bequem und intolerant sind. sie singen lieber kindgerecht in höheren oktaven ihre traditionellen lieder, und da kommt das mehl nur, wenn sich die flügel drehen. und die eltern bitte in den reigen...

Daraus nun folgt, daß die sich einzig und alleine von der Furcht haben treiben lassen, eine schlechte Presse zu bekommen wegen dieser NPD- Tätigkeit eines Ex- Lehrers. Das ist also eine Gesinnungsfrage, bei der man sich vorsorglich die Hände versucht rein zu waschen. Soweit ist das ja meinetwegen OK.

nicht o.k., aber nachvollziehbar...

p.s. entschuldigung noch für den lapsus gestern: `fördergelder` war nicht gemeint, sondern `öffentliche mittel`. der vorposter fragte nach subventionen. sorry nochmals.
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13.11.04 23:45:05
Beitrag Nr. 124 ()
Ich weiss ehrlich gesagt nicht was schlimmer ist: Der Lehrer mit braunem Gedankengut oder die Schule, die Toleranz predigt aber Diskriminierung und Sippenhaft praktiziert. Scheint eine generelle Einstellung von linken zu sein: Tolerant muessen immer die anderen sein.
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14.11.04 00:00:54
Beitrag Nr. 125 ()
cabinda, danke für die Blumen, und zu "Fördergeldern", das ist eh untergegangen. So genau sind wir hier nicht.

Was ich nochmals klarstellen möchte ist: ich bin niemand, der anderen vorschreiben möchte, was er zu denken hat, ich habe - ganz im Gegenteil - alle Hände voll zu tun, andere daran zu hindern, dies anderen vorzuschreiben.

Wir sind ein Land des Konsenses. Wir werden über Konsensdruck gelenkt, und kaum jemand traut sich, da auszuscheren. Aber viele drücken jenen was rein, die sich dem Konsens nicht beugen können.

Es hat sich nicht allzuviel geändert. Wie auch. Die änderungen, die es gegeben hat, spielen sich allesamt im Bereich des Materiellen ab. Sie überdeckten.

Mich stören nicht die Waldorferianer, was die treiben, das ist deren Sache. Daß die sich aber in diese Konsens- Mühle begeben, und dafür Kinder aussperren, das ist übel.

Die Thule, deren Gruß "Heil und Sieg" lautete und später unter Hitler zu als Volte zu "Sieg Heil" wurde, war sozusagen eine Art germanischer Vorhof einer sich bildenden, wabernden, Zeit- Geistes- Ausrichtung, die alles unter Beschlag nahm, was sich irgendwie in einen Wert verwandeln ließ. Natur. Runen. National. Gruppenwärme.

Das hat sich dann aufgespalten in die Esoteriker, zu denen Steiner gehörte, und die Exoteriker, deren Leitung dann übrigens Hitler übernahm.

Man darf also nicht der Oberflächlichkeit folgen und die Waldorferianer als Hitler- Anhänger bezeichen, schon deshalb nicht, weil der die gekillt hat, wenn er die schnappen konnte. Die waren ihm geistig so nahe, daß er deren Abspaltung als besonders kränkend empfand.

Richtig ist aber, daß Hitler einerseits, und Steiner ein gemeinsames Standbein in diesem, wie er sich selber nannte, Germanen- Orden haben.

Diese Gemeinsamkeit kann man Steiner nicht vorwerfen, denn die führte für ihn in eine andere Richtung. Die heute noch vorhanden ist.

Viele wissen das nicht. Aber sie fühlen es. Und sie wollen es auch garnicht wissen. Genau da ist das eigentlich Pikante an dem Vorgang: da kommt etwas an das Tageslicht, was sich für die meisten nicht gedanklich auflösen läßt, aber sich wohlig anfühlt. Und dann die Furcht davor: es kommt was hoch, und es läßt sich kaum gedanklich präzisieren, das ist exakt der (An)trieb, der zum Rausschmiß der Kinder führte.

Das ist alles tief im Gefühlten, was dort abläuft. Von allen Seiten übrigens. Von der Schulleitung. Vom NPD- Fritzen. Und von der Öffentlichkeit. Walldorf, NPD. Schüler-rausschmiß.

Da ist ein Fuller nicht lange fern.

Keiner hat es drauf, da mal mit "Licht" dranzugehen. Will auch keiner. Es langt, Stimmung zu machen mittels wabern.

Allenfalls etwas Agitation gegen die NDP fällt dabei ab. Wie billig. Berechtigt, aber dennoch billig.

Das einzige, nun wirklich das einzige, was wirklich zum Fakt erhoben wird, was dem Untergrund der Gefühle entsteigt und Realität wird ist der Rausschmiß der Kinder.

Ist das nicht zum Schreien ?
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14.11.04 00:40:22
Beitrag Nr. 126 ()
Viele wissen das nicht. Aber sie fühlen es. Und sie wollen es auch garnicht wissen. Genau da ist das eigentlich Pikante an dem Vorgang: da kommt etwas an das Tageslicht, was sich für die meisten nicht gedanklich auflösen läßt, aber sich wohlig anfühlt. Und dann die Furcht davor: es kommt was hoch, und es läßt sich kaum gedanklich präzisieren, das ist exakt der (An)trieb, der zum Rausschmiß der Kinder führte.

wir brauchen nicht weiter darüber zu reden, aber die spur stimmt. und nur so kommt man weiter. es müssen sich nur erst mal viele gedanklich aus ihren schubladen rausbewegen, das ist schon mal eine herausforderung! vor allem für die rot-grün-braun-laden-denker, die jetzt gar nichts mehr kapieren.

dass sich das waldorf-denken wohlig anfühlt, habe ich auch bemerkt. es ist dort alles so einfach, und die 3-6 jährigen kinder werden fernab aller realitäten in einer traumwelt aus feen, göttern und zwergen festgehalten und abgeschottet von allen bösen einflüssen. zu den `bösen einflüssen` gehören nicht nur tv und die neuen medien, sondern es stören schon kinder, die mit zahlen und buchstaben hantieren oder sonstwie durch talente aus der reihe fallen.

die ideologie der `von gott beschützten zauber- und feen-welt` steht über allem - um so krasser ist der rausschmiss unschuldiger und extrem geborgenheitsverwöhnter kinder, wenn papa eine eigene und extreme meinung vertritt.

damit können sie nicht umgehen.
die ganze autorität der erzieher würde untergraben, wenn sie nur einen millimeter weit selber nachdenken und von ihrer lehre abweichen müssten. da opfern sie lieber die kinder.
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14.11.04 01:36:11
Beitrag Nr. 127 ()
#123+#126 versuche ich vergeblich in eine logische reihe zu bringen.du hast selbst eine tochter in diese schule,da kann doch jeder rot-grün-braun-laden-denkermit verlaub tatsächlich nichts mehr kapieren,nehem an als schwarzdenker wirst du es noch genauer erklären? bzw. weiter spurmässig beschreiben ,möchte schubladen nicht leer lassen bei mir.
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14.11.04 01:46:37
Beitrag Nr. 128 ()
@endaxi,
nö, ein schwarzdenker bin ich garantiert nicht, ich meine, für nichtschulpflichtige kids kann man die waldorf-denke durchgehen lassen und sie kann gut sein und stabilisierend wirken; für schulkinder muss man andere maßstäbe ansetzen im sinne höherer ansprüche an die weltoffenheit der für die bildung verantwortlichen institution.
neben den eltern natürlich.

gute nacht
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14.11.04 16:52:54
Beitrag Nr. 129 ()
..der Artikel in Nr. 1 zeigt doch nur, dass auch die Waldorfschulen nicht besser sind als jede andere Schule und die Eltern und Lehrer genauso unfähig und intolerant wie sie es an staatlichen Schulen sind, oder in Koranschulen oder in Sekten....

...traurig ist nur, dass man mit einem andere Anspruch dort auftritt.

Nr. 20 hat schon alles gesagt: der Lehrer gehört natürlich entlassen, wer glaubt, dass man auch die Schüler rausschmeißen müsse, kann nicht mehr ganz bei Trost sein....
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14.11.04 16:54:52
Beitrag Nr. 130 ()
durch 44 von cabinda fühle ich mich bestätigt. Danach wäre es an Walldorf-Schulen sogar schlimmer als an staatlichen Schulen.
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14.11.04 18:37:30
Beitrag Nr. 131 ()
xylo: es kommt auf die Schule drauf an.

Sowohl bei denen, als auch auf der staatlichen Seite. Und dazu muß das Kind passen. Kinder sind bekanntlich sehr verschieden.

Es ist durchaus möglich, daß Du, falls Du mit 2 Kindern gesegnet bist, eines in dieser, und das andere besser in der anderen Schulrichtung aufgehoben wäre.

Sofern 2 vernünftige Schulen der jeweiligen Ausrichtung in Deiner Nähe zur Verfügung stünden.

Das erfordert nicht nur finanzstarke, sondern auch entscheidungsstarke Eltern, die weniger darauf schielen, was ihnen gesellschaftlich gut zu Gesicht stünde. Wir reden ja nicht von Reitstall, oder Golfplatz. Eltern also, die etwas darüber ablassen können, in welche Richtung, mit welchem Potential ihre jeweiligen Sprößlinge ins Leben gehen.

In Wirklichkeit ist es sogar noch etwas komplizierter.

Es kann durchaus sein, daß Du Dein Kind auf einer guten Schule hast, jedoch mit dem Pech kämpfst, dort eine sehr schlechte Klasse erwischt zu haben.

Jetzt frage bitte nicht, wie sich sowas bemerkbar macht. Es macht sich bemerkbar.

Ich habe meine Tochter auf ein anderes Gymnasium umsiedeln müssen, weil die Klasse eine Katastrophe war und der Elternabend mir deutlich machte, daß dies auch so bleiben müsse und bleiben werde. Heute, nach 6 Jahren, weiß ich, daß ich mit dieser Entscheidung tatsächlich Glück hatte.
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14.11.04 21:41:19
Beitrag Nr. 132 ()
..das stimmt natürlich. Man sollte auch in Sachen Walldorf nicht pauschalisieren...;)

Wobei wir bisher immer Glück hatten....bei Kindergarten und Grundschule.


Der Thread hat allerdings immerhin doch recht überraschende Einigkeit aller Seiten offengelegt, dass die Kinder im Prinzip nix dafür können und der Verweis der Kinder von der Schule eine sehr peinliche - ev. auch heuchlerische - Reaktion war.
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15.11.04 06:31:07
Beitrag Nr. 133 ()
# 100 Stella
Ein ganz quicker Geist , Lorenzo Ravagli ,hat schon seit
einigen Jahren seine Finger in der Wunde der Steiner-Vita
liegen, und auch an den Schwachstellen der -Gesellschaft . ...,
http://www.siriusonline.de/verlag/produkte.nsf/0/cc1428bec6f…
.... Ravagli war eine zeitlang deren rotes Tuch und ihr
Problem ist wohl, dass sie solche Leute wie Ravagli viel
zu lange als despekierliche Denkmalschänder und
Nestbeschmutzer anging und rausschmiss,
aber der Weltenplan vollzieht sich unerbittlich und wohl
auch der der Anthroposophen, was sie gerne vergessen.

Steiners Verhältnis zu den Nazis könnte man vielleicht
damit am treffendsten beschreiben....
(...) In dem völkischen Konstrukt einer "Volksgemeinschaft" erblickte er einen
gefährlichen Rückfall in atavistische Bewusstseinsformen,
dem er seit 1917 seine politische Utopie (...)

http://www.antisemitismus.net/deutschland/steiner-7.htm
...und solch ein Rückfall in atavistische
Bewusstseinszustände ist in seinen Augen alles
andere als gut...

...interessant ist, dass solche Diskussionen dann doch
meistens von so plakativen Klötzen wie Fuller oder
(gotthabihnselig) Regierungswechsel angeregt werden,
in der vermutlichen Absicht nebulös gezielte , rasche
Keile austeilen zu können. ... und mit Hilfe flinker
Reizwörter in Gang gesetzt , an denen man beim
Lese-Schnellfug hängen bleibt. Allerdings sind die
anschliessenden Klärungen wirklich allzuoft notwendig
und meistens auch längst überfällig gewesen...
http://www.siriusonline.de/verlag/produkte.nsf/0/5fc2856c65d…

...und das sollte man sich vielleicht mal anhören...
http://www.siriusonline.de/verlag/FreiesGeistesleben.nsf/0/1…
Avatar
15.11.04 11:11:49
Beitrag Nr. 134 ()
wolaufensie, 133

das ist richtig. Deswegen hatte ich in meinen ersten postings auch darauf hinzuweisen versucht, daß dort in der Schulleitung etwas hochgekommen ist, was die zur Abgrenzung von der NPD trieb.

Leider sind dabei unnötigerweise die Kinder unter die Räder gekommen. Das ist mein einziger Kritikpunkt.

Mir ist klar, daß die sich nicht mit Nazis gemein machen, und ich hatte ja auch darauf hingewiesen, daß Hitler seinerseits die verfolgt hat, wo immer er sie stellen konnte. Die Gründe scheinen in Deinem 133 auf. Hitler hat ja mehr als nur den Ruf der Deutschen lädiert, er hat eine gesamte politische, ideologische Richtung geschrottet, die nur wenig mit Konservatismus zu tun (in dem Verständnis, in der Definition, wie wir das heute handhaben).

Daß Antroposophen keine Nazis sind, das ist klar, und das wird auch klar in der Distanzierung von diesem NPD- Hansel, über den ich auch schrieb, daß der selber sich offenbar nicht die Mühe gemacht hat, in die Geschichte überhaupt einzusteigen und bis zu den Wurzeln vorzudringen. Sonst hätte der wissen müssen, daß er da im falschen Lager gelandet ist.

Ich bezweifel, daß man Steiners Verhältnis zu den Nazis mit seiner Veröffentlichung aus dem jahre 1917 belegen kann. Nicht nur gab es da die Nazis noch nicht, zu denen er also auch noch nicht ein verhältnis haben konnte,

das gesamte ideologische Gebäude der Nazis war da allenfalls in den Köpfen von Männern wie Eckert, vielleicht noch Hess und eine Handvoll anderer präsent.

Und keiner von denen dachte 1917 an einen Hitler. Gut, Eckert träumte bereits davon, und lernte ihn 1919 auch kennen. Und formte ihn dann.

Richtig ist, daß das völkische Konstrukt einer Volksgemeinschaft - aber eben nicht nur diese - aus der Sicht von 1917 einen Rückfall in atavistische Bewußtseinsformen darstellen würde.

Nur, wie gesagt, das war da noch nicht die Sache der Nazis. Da stand ja erst noch 1918 die Thule Gesellschaft zur Gründung an, in die Steiner eintrat, und alles, was später die Creme der NSDAP ausmachen sollte.

Ich bezweifel, ob man Steiner mit diesem Vorbehalt zutreffend beschreiben kann, und ob dies bereits das Wesentliche zu Steiners Einschätzung über die Nazis darstellt.

Das ist alles Interpratation aus einer Nachschau heraus.

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