Com4Net - Die Prozesse - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

"Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." Franz Kafka

Kafka war, wie Hermann Hesse einmal über ihn schrieb, ein Prophet, der kommende Zustände und Ereignisse wie ein Seismograph erahnte und in gleichnishafte Bilder umsetzte. Und dieser Kafka dessen Todestag sich kürzlich zum 80. Male jährte, war offenbar ein noch größeres Genie als die literarische Welt bisher erahnt hat. Er, der größte Epiker des 20. Jahrhunderts, hat in seinem Jahrtausend-Epos "Der Prozess" auch konkrete Ereignisse des 21. Jahrhunderts vorweggenommen - Ermittlungen und Umstände im Com4Net-Prozess: Nach brandneuem Material, das ich heute per Post erhielt, erhärtet sich mehr als je zuvor der von mir schon mehrfach gehegte Verdacht, dass bei den Ermittlungen Unschuldigen und nur ein wenig Schuldigen der Prozess gemacht werden soll, während für mich noch nicht sichtbar ist, dass Personen, auf deren Konten ohne Grund (und gegen den Willen von Vorstand Josef E.) Millionen von Com4Net-Geldern flossen und auch jenen, die durch abenteuerlichste Firmen-Konstrukte (GbR etc.) und Geldverschwendung (AgM) den Börsengang gefährdeten und letztlich verhinderten, auch nur ein Haar gekrümmt werden soll.

Am 24.10.01 jedenfalls wurden, wie bei Kafka, Personen verhaftet, die allesamt nichts Böses getan haben. Kommissar Weingärtner von der Kripo Erding ließ so etwa den zeitlebens unbescholtenen Hermann L. verhaften und lastete ihm Dinge an, die absolut haltlos sind, wie sich herausstellte. Mittlerweile hat man das (nach drei Jahren) auch erkannt, Herrn L. für frei von allen Anschuldigungen erklärt und - wie mir gestern von verlässlicher Seite mitgeteilt wurde - wird man Herrn L. wohl auch kräftig auf Steuerzahler-Kosten dafür entschädigen müssen, was ihm so genannte "Staatsvertreter" an Unrecht angetan haben.

Das neueste Material, das ich heute erhalten habe, geht in ähnliche Richtung. Staatsanwaltschaft und ein Gericht wurden hier nach meiner Auffassung mit solch haltlosen (wie ich sehr gerne beweisen kann) Dingen konfrontiert, dass ich nur hoffen kann, dass es in dieser Sache sehr bald zu einem Prozess kommen wird, der dann die völlige Abstrusität der Ermittlungen und Vorwürfe in diesem Fall endlich erweisen müsste. Die Realität hat eben viel schneller eingeholt, was ich erst gestern im letzten Thread (Aktenzeichen C4N gelöst) prophezeit habe: dass ich es für gut möglich halte, dass einige Prozesse im Fall Com4Net sich zur völligen Blamage der Ermittlungen des Kripo-Beamten Weingärtner aus Erding gestalten könnten und nicht dazu, Schuldige oder Unschuldige zu treffen.

Nun wird es endlich richtig interessant :)und ich darf mich bei Kripo und Staatsanwaltschaft schon jetzt für die wunderschöne PR bedanken :lick:. Meine Ankündigung, dass Journalisten eingreifen, wird nun wohl sehr viel schneller wahr werden als von mir erwartet: Schon vor Beginn der Com4Net-Prozesse wird die erste Anschuldigung nun womöglich zu öffentlichen Enthüllungen (über die Arbeit der Kripo Erding im Fall Com4Net) führen. Einige Herren von der Kripo wollten es offenbar nicht anders; nun mahlen bald nicht nur die Mühlen der Justiz, sondern der Öffentlichkeit.
Ich treffe mich jedenfalls kommende Woche mit Tageszeitungs-Kollegen aus alten gemeinsamen Tagen und einem Kollegen von - erstmals nenne ich direkt ein Magazin, in dem ein alter Kolllege von mir arbeitet (übrigens: auch mein Ex-Weltbild-Chefredakteur Eugen G. Schwarz, der mich einstellte, und die mir noch aus gemeinsamem Teamwork persönlich gut bekannte Doris Köpf, heutige Bundeskanzler-Gattin, arbeiteten mal dort; ich besitze heute noch einen Artikel, den Frau Köpf im Jahr 1992 unter meiner Redaktionsleitung verfasste) - "FOCUS" in München verabredet. Dieser Kollege besitzt seit langem ein Dossier über die Ermittlungen im Fall Com4Net und auch über Arbeit und Privatleben des Pferdefreunds und Ex-Bankangestellten Weingärtner. Relevant werden Erkenntnisse aus diesem Dossier, wo Herrn Weingärtner von meiner Seite gravierende Ermittlungsfälle vorgeworfen werden. Die beschränken sich meiern Meinung nach nicht nur auf den Fall Hermann L.

Sicher, es geht nicht um Hermann L. und auch nicht um mich - treffen will man, vermute ich, eigentlich Elas, dessen Schicksal Kafka seismographisch vorausgeahnt zu haben scheint. Er (Kafka, nicht Elas) möge mir gestatten, einen Buchstaben seines Textes abzuwandeln wie folgt: "Jemand musste Josef E. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."
Dieser Satz könnte als Anfangs-Motto über meinem Com4Net-Buch stehen. Vielleicht tut er das auch.
@RRichter

Warum denn nicht Namen nennen? Ich schließe mal aus einigen Postings im vorhergegangenen Com4Net-Thread, dass mit einer Person, über die mehrfach bemerkt wurde, dass die Ermittlungen gegen sie eingestellt wären, Beckstein gemeint sei. Seines Zeichens Ex-Com4Net-Aufsichtsratsvorsitzender und Bruder des bayerischen Innenministers. Ich erwähnte schon mal vor längerem im Board, dass ich - obwohl er im Lande politisch durchaus umstritten ist (doch: "Viel Feind`, viel Ehr`", das kennt ja auch Elas) - letzteren sehr schätze. Ich interviewte ihn mal im Juli 2003 (es gibt auch Pressefotos von jener Begegnung) und lernte ihn als Politiker und Mensch sehr zu schätzen. Möglicherweise verwundert Sie das.

Zu Ihrer möglichen Verwunderung schätze ich aber auch seinen Bruder, den einstigen Com4Net-Aufsichtsrat. Ich schreibe diese Zeilen deswegen, weil ich den Ton des Bedauerns, mit dem manche Aktionäre das Einstellen der Ermittlungen gegen ihn beklagen, nicht teilen kann. Ich habe Beckstein bei der Com4Net kennen gelernt als einen äußerst korrekten, geradlinigen und integren Mann (und das kann ich wirklich nicht von jedem in der Com4Net sagen). Er führte und verwaltete die Aufsichtsratsprotokolle mit großer Gewissenhaftigkeit. Nie sah ich ihn parteiisch (und das kann man wirklich nur von wenigen in der Com4Net sagen!), sondern immer um Gerechtigkeit und Objektivität bemüht. Als Witsch im Januar 2001 plötzlich behauptete, der wahre Vorstand zu sein, sprach ich einige Male mit Beckstein und bewunderte, wie er dabei weder zu Elas noch zu Witsch tendierte, sondern einzig und allein die Faktenlage extrem sachlich prüfte, um zu erfahren, wer nun der wahre CEO sei (an solch kühlem Vorgehen hätten sich viele Aktionäre ein Beispiel nehmen können, wenn ich an das Geschrei auf der Aktionärsversammlung am 18.1.2001 und hier im Internet denke - ist ja alles noch nachzulesen).
Ganz anders verhielt sich in der gleichen Frage damals etwa der Aufsichtsrat Müller, von dem es mir so erschien, dass er ungeprüft und sehr beeinflusst einfach Behauptungen annahm (die sich ja bis heute nicht als wahr herausstellten) und sehr polemisch vertrat.

Mich würde, von dieser Einschätzung ausgehend, Herr Richter, persönlich interessieren, was Sie als Aktionär denn Beckstein überhaupt vorwerfen wollen, sofern Sie zu dieser Aussage (von mir aus auch nicht öffentlich vertraulich per mail) bereit sind. Die Bewertung der Software, falls es das ist, hat er meiner Einschätzung nach mit bestem Wissen und Gewissen vorgenommen und ich hatte von ihm immer den Eindruck, dass er an die Firma und an den Börsengang der Com4Net (auch noch im April 2000, als es schwieriger wurde, Elas zurücktrat und Beckstein mit dem Aufsichtsrat ein eigenes Gremium für das Erreichen des Börsengangs einsetzte) ehrlich glaubte und dafür eintrat.

Ich schreibe dies, im Kontext mit vorherigem Posting, auch deswegen, um zu relativieren und aufzuzeigen, dass ich nicht so einseitig urteilen und belasten will wie manch andere Herren und um zu demonstrieren, dass es einige Fälle gibt, in denen sich meine Kenntnisse mit den Schlüssen der Kripo Erding gelegentlich decken. Zumindest im Fall Beckstein.

In noch einem Fall muss ich etwas bezüglich der Kripo Erding berichtigen:
Ich schrieb im letzten Posting: "...während für mich noch nicht sichtbar ist, dass Personen, auf deren Konten ohne Grund (und gegen den Willen von Vorstand Josef E.) Millionen von Com4Net-Geldern flossen und auch jenen, die durch abenteuerlichste Firmen-Konstrukte (GbR etc.) und Geldverschwendung (AgM) den Börsengang gefährdeten und letztlich verhinderten, auch nur ein Haar gekrümmt werden soll." Inzwischen entnehme ich meinem neuen Material, dass durchaus einigen, die das abenteuerliche Konstrukt GbR entwarfen, ein Haar gekrümmt werden soll. Das berichtige ich also. Als "Verfolgte" werden nach Unterlagen der StA Elas, Weber, Witsch und Zilkens genannt. Wobei meinen Informationen zufolge Weber es war, der als Wirtschaftsprüfer dieses Konstrukt entwarf, als Com4Net-Aufsichtsratsvorsitzender durchgehen ließ und der Vorstandschaft empfahl.

Noch immer nicht sehe ich freilich, dass Personen, auf deren Konten plötzlich ohne Grund (und gegen den Willen von Vorstand Josef Elas) Millionen von Com4Net-Geldern flossen, deswegen juristisch belangt werden. Komisch, denn das sind die klarsten und einfachsten Fälle, wo wirklich auf äußerst dubiose Weise Millionen von Com4Net-Geldern in den Taschen einiger Privatleute verschwanden. Was hat die Kripo da ermittelt??? Was hat die StA daraus gemacht?

Abschließend, Herr Richter, nochmals zu Beckstein (dem Com4-Net-Aufsichtsrat): In einem - vielleicht verstehe ich Sie so besser? - könnten Kripo und StA ein Problem haben oder kriegen: Ist Beckstein von einigen Vorwürfen entlastet, müsste man in den gleichen Punkten auch Elas entlasten (und ich werfe der Kripo vor, dass sie in den Ermittlungsunterlagen fast nur Be- und nichts Entlastendes gegen Elas aufgenommen hat, obwohl es sehr viel davon gibt - man hätte dazu auch noch ganz andere Zeugen hören müssen). Ist etwa Beckstein als einer der grundlegenden Gutachter der Software frei vom Vorwurf, die DC-Software zu hoch bewertet zu haben, kann man Elas und anderen nicht mehr eine zu hohe Bewertung der Software vorwerfen (und dabei etwa noch Vorsatz unterstellen!). Ist Beckstein von dem Vorwurf frei - immerhin als Aufsichtsrat, der alles gewusst und die Finanzlage mehr als jeder andere in der Firma gekannt haben muss! - , das Nichtzustandekommen des Börsengangs schon lange vor dem April 2000 (als er noch die Schaffung eines eigenen Gremiums für den Börsengang mittrug) gewusst oder geahnt zu haben, so sind auch Elas und alle anderen davon frei. Oder glaubt man, dass da Chef-Sekretärinnen (Rita Furtner sprach ja bekanntlich als Ansprechpartnerin am Aktionärstelefon vom Herbst 1999 bis April 2000 monatelang mit Aktionären vom bevorstehenden Börsengang) und andere Angestellte plötzlich mehr Wissen als der Aufsichtsrat haben? Wenn einer, dann höchstens Weber als Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsratsvorsitzender.

Nun aber möchte die StA exakt solche Punkte einigen Personen - nicht nur Weber - aus der Com4Net vorwerfen. Wäre es da ein Wunder, wenn die Anwälte jener Personen nebst einigen Aktionären nun die gleiche (StA)-Klage gegen Beckstein und alle anderen Aufsichtsräte ausdehnen und führen lassen? Wenn das die Kripo und StA erreicht haben, na dann: Gute Nacht, Herr Beckstein.
@STeplan: ich habe seinerzeit der StA hinsichtlich der Rolle von Dr. Beckstein geschrieben, meine Hinweise haben nicht das von mir beabsichtigte Ergebnis gehabt. Von daher bitte ich um Verständnis, daß ich diese Dinge nicht öffentlich im Forum noch einmal breitwalzen möchte.

Zwei Dinge nur zum Thema:

1. Dr. Beckstein hat beim Bewertungsgutachten für die Gebrauchtkauf-Software mitgewirkt und war beratend für die Com4Net, Inc. und als Aufsichtsrat für die Com4Net AG tätig. Für meinen Geschmack ist eine solche Verquickung von Begutachtungs-, Beratungs- und Kontrolltätigkeiten nicht sauber. Ich hätte mir gewünscht, daß die damals Beteiligten sich stets für eine Rolle entschieden hätten: Begutachten, Beraten oder Beaufsichtigen. Dies gilt auch für Dr. Beckstein. Meine Meinungsäußerung ergeht z.B. vor dem Hintergrund, daß die Bewertung für Alphacom zurückgenommen wurde, nicht aber das Bewertungsgutachten für die Gebrauchtkauf-Software. Zudem ist dieses Gutachten m.E. sehr abstrakt geschrieben worden, eine Funktionsprüfung kann m.E. nicht stattgefunden haben. Sonst wären Mängel beanstandet worden. Auch kann der Funktionsumfang der Software kaum dahin geprüft worden sein, ob er das angestrebte Geschäftsmodell vollständig umsetzt. Vergessen wir nicht: Gebrauchtkauf.de hätte ein deutsches eBay werden können... wenn es funktioniert hätte. Darin haben viele Aktionäre ihre Hoffnung gesetzt (ich jedenfalls mehr als auf die anderen beiden Zugpferde Alphaware und Alphacom).

2. Ich finde es den übrigen Beschuldigten gegenüber unfair, daß das Verfahren gegen einen aus der Gruppe so schnell eingestellt wurde, die anderen müssen aber noch mit dem Makel eines ergebnisoffenen Ermittlungsverfahrens leben. Dies ist auch unfair gegenüber den Personen, von denen ich meine, daß sie strafrechtlich relevant gehandelt haben.

Ob man von Anlagebetrug sprechen muß, wird letzten Endes ein Gericht entscheiden. Ich für meinen Teil spreche jedenfalls da, wo Gelder ohne Gegenleistung aus der Firma fließen, ganz abstrakt von rechtswidriger Aneignung. Die strafrechtliche Beurteilung der "Überzahlung" bei der Gebrauchtkaufsoftware dürfte vor diesem Hintergrund erfolgen.
Danke @Herr Richter, für Ihre offene Antwort.

@Wen`s interessiert
Ich sprach heute mit zwei Anwälten und einigen Journalisten in München und sah dabei in den Ermittlungsakten (die u.a. Rechtsanwälten vorliegen) in eigener Sache nach, was die Kripo da so formuliert. Und muss - wer viel meckert, muss auch mal loben - sagen, dass ich bei aller Kritik, die ich diesbezüglich des öfteren übte, in einigen Punkten durchaus eine juristisch sehr kühle und sachliche Auseinandersetzung äußerst positiv finde.
Beispiel: die durch Herrn Weingärtner vorgenommene Behandlung der Strafanzeigen von Witsch gegen mich wegen Verleumdung. Ich finde jene Analysen der Kripo sehr klar und objektiv. Näheres werde ich hier aber erst darstellen, wenn es zum entsprechenden Prozess kommen sollte. Insofern aber nehme ich in diesen Punkten gegenüber der Kripo auch meine gelegentliche Kritik ihrer Arbeit - die keine generelle, sondern nur auf speziell mir kritisch erscheinende Einzel-Aspekte punktuelle ist - zurück. Ich halte - dies möchte ich, um jedem Missverständnis vorzubeugen, deutlich machen - nicht die Ermittlungen oder deren Ergebnis generell für abstrus, empfinde dies aber in einzelnen Punkten so, die ich exakt begründen kann.
Beispiel: Mir wirft die Kripo wie Elas, Witsch, Weber und anderen Täter- oder Mittäterschaft an einem Betrug vor (oh, hätte ich doch auch mal was bei der Com4Net abgekriegt statt imer nur draufgezahlt!). Die Begründungen, die sie dabei liefert, halte ich dabei teilweise für wirtschaftlich nicht korrekt, mehrere Vorwürfe für von falschen Prämissen ausgehend, wie ich begründen kann. Auf Wunsch eines Rechtsanwalts werde ich aber nicht weiter hier öffentlich darauf eingehen. Warten wir die Prozesse und mein Buch ab (ich freue mich so natürlich auf die PR, die dieser Fall mir liefert).
Nach meiner Meinung sind Vorwürfe z.B. gegen Herrn Weber da schon weit schwerer zu entkräften.
Nach wie vor vermisse ich - habe ich etwas übersehen? - was die StA aus der Strafanzeige gemacht hat, die Herr Geishendorf im September 2001 gegen Markus Stettinger gestellt hat. Allerdings ist das Aktenmaterial derart umfangreich, dass sich da noch ein ganzes Heer von Journalisten damit beschäftigen kann.
"Ich für meinen Teil spreche jedenfalls da, wo Gelder ohne Gegenleistung aus der Firma fließen, ganz abstrakt von rechtswidriger Aneignung." (RRichter in seinem letzten Posting).
Eben eben! Exakt dies ist meiner Meinung nach bei den meisten Überweisungen, die am 7.12.00 in insgesamt siebenstelliger Höhe von der Com4Net ausgeführt wurden, der Fall. Überweisungen, gegen die Strafanzeigen gestellt wurden. Überweisungen in einer Höhe, die die der von RRichter genannten Überzahlung noch weit übersteigt. Was haben die Kripo Erding und StA Landshut daraus gemacht?

Für den Fall, dass hier nichts oder nichts Genügendes geschehen ist, wird der Anwalt eines Com4Net-Aktionärs, wie ich weiß, im Lauf des ersten, demnächst wohl bald beginnenden Prozesses erneut Strafanzeige stellen. Der komplette Vorfall wird dann im Detail demnächst nochmals öffentlich dargestellt werden inklusive der Aussagen, die der Kripo zu diesem Fall vorlagen.
kann man denn nicht da, wo gelder ohne gegenleistung aus der firma geflossen sindnicht lieber von konkreter als nur von abstrakter rechtswidriger aneignung sprechen? ist ja fast wie ne analoge anwendung.
grüße
Tom
@option-tom
Durchaus. 1,8 Millionen DM sind z.B. auch eine durchaus konkrete Summe und nicht abstrakt irgendwelche Zahlungsabflüsse.
Zum Thema konkret: Noch lieber würde ich, würden wir alle gerne sehen, was bei solcher rechtswidriger Aneignung konkret gegen die Rechtswidrigen unternommen wird.
Hallo Herr Teplan!

Es war vor längerer Zeit in diesem Börsenboard einmal davon die Rede, Sie hätten mit Frau Angela Merkel eine größere Aktion durchgeführt. Es solle davon angeblich auch Pressefotos geben. Nun schrieben Sie vor kurzem über eine Begegnung zwischen Innenminister Beckstein und Ihnen. Auch davon solle es angeblich Pressefotos geben. Ich habe im Internet leider nichts darüber gefunden. Bescheidene Frage: Kann man diese Geschichten und Fotos irgendwo einsehen?
Bin eben neugierig :)
@hildegardvonbingen

Die zwei von Ihnen angesprochenen Geschichten sind auf jeden Fall in bestimmten Pressearchiven erhältlich. Die mit Angela Merkel habe ich in einem Archiv in einer Redaktion in Augsburg aufbewahrt, die mit Minister Beckstein inkl. den dazugehörigen Fotos liegt bei einer gewissen Presse-Agentur. Ich gebe Ihnen, da sie so neugierig sind und selbst sicher keinen Zugang zu Pressearchiven haben, ein Versprechen: Ich werde in den kommenden Tagen meine Kollegen in jenen Redaktionen informieren, um das Material dann in das Internet stellen zu lassen oder notfalls selbst reinzustellen. Zufrieden?

Da ich von Minister Beckstein spreche: Die Geschichte mit mir und Angela Merkel ist so alt, dass sie zu einer Zeit in die Presse kam, als auch Frau Merkel noch Minister(in) war: 1993 veranstaltete ich als verantwortlicher Redaktionsleiter des kritischen TV-Supplements "tele-welt", das damals in einer Auflage von 530.000 Exemplaren in vielen Kirchenzeitungen beilag, eine bundesweite Aktion gegen Gewaltdarstellungen im Fernsehen. Ich sammelte insgesamt rund 36.000 Unterschriften und wurde daraufhin zweimal von der damaligen Ministerin für Jugend und Familie nach Bonn in ihr Ministerium eingeladen, da der mit der Aktion verbundene Jugendschutzappell ihr Ressort direkt betraf. Dabei wurde ich mehrfach mit Frau Merkel fotografiert, als ich Säcke voller Unterschriften auf Ihrem Tisch ausschütten und ihr die Aktion offiziell anvertrauen durfte. Diese Fotos wurden dann in mehreren Heften veröffentlicht. Wenn sie natürlich niemand ins Internet stellt, können Sie sie darin natürlich auch nicht finden. Also, wie versprochen: Das holen meine Kollegen und ich nun nach!
@hildegardvonbingen

habe Sie nicht vergessen. Gestern erhielt eine Kollegin von mir (da ich mich selbst zeitlich nicht darum kümmern kann) aus einem Presse-Archiv meine erwähnten Artikel über Angela Merkel und den bayerischen Innenminister Beckstein und wird sie selbst in einigen Tagen ins Internet stellen. Inzwischen danke für Ihre Geduld!
Hallo zusammen,

wollte mal fragen, ob sich was neues ergeben hat? wie sehen die ermittlungsvorbereitungen bzw. ergebnisse aus (natürlich nur, sofern man darüber öffentlich sprechen kann, ohne zu viel zu verraten)? wie verhält sich die StA?
schöne grüße
Tom
Hallo option_tom,

herzlichen Glückwunsch, Sie retten dieses Board! Ich hätte nämlich nichts mehr hier geschrieben, wenn von Aktionärsseite keine Reaktionen mehr gekommen wären, da ich ansonsten Desinteresse konstatiert hätte und nicht gegen eine Wand schreiben will. Ich hätte lediglich - und werde dies auch tun - in den nächsten Tagen an die Mitglieder der Com4Net-IG eine neue Mitteilung geschrieben, aber dies nicht öffentlich, also auch nicht hier im Board.

Ich verrate hier im Board öffentlich dazu nur so viel: Da die Prozesse wohl bald beginnen werden, wird evtl. auch mein angekündigtes Buch dazu entsprechend erscheinen (es gibt derzeit nur noch die Überlegung, ob man nich noch ein bisschen zuwartet und zumindest den Beginn der Prozesse noch mit aufnimmt). Was das die IG-Mitglieder angeht?: Ich plane, wie schon vor Jahren mehrfach im Board angedeutet, einige Aktionäre, insbesondere die IG, an den zu erwartenden Gewinnen zu beteiligen (ich denke, ich schrieb schon im Jahr 2001 im Board, dass mein Verleger von dieser Idee angetan war). Gewinne heißt in diesem Fall: nicht Prozente an den Verlags-Einnahmen, sondern an meinen persönlichen Autoren-Honoraren. Aber dazu in der IG-Post in einigen Tagen mehr. Ich bitte insbesondere den Teilnehmer edug, falls er noch mitliest, die nächsten Tage seine Boardmail zu prüfen!

Auf Ihre Fragen: Es gibt jede Menge Neues und hoch Interessantes. Es ist zu erwarten, dass im März/April 2005 der erste Prozess im Fall Com4Net anläuft. Ich habe mich im Zuge der Prozess-Vorbereitungen inzwischen so viel mit Beweisstücken, Recherchen, Art und Stil und vieler offener Fragen bezüglich der Recht- oder Unrechtmäßigkeit (dies wird geprüft werden) der Vorgehensweisen der Kripo Erding und der StA Landshut, beschäftigt, dass ich allein darüber schon 1000 Seiten schreiben könnte. Verständlicherweise darf und kann ich - die einzelnen Anwälte wären ansonsten entsetzt! - vor den Prozessen darüber nichts schreiben. Es wäre auch ein Verstoß gegen meine journalistische Sorgfaltspflicht. Aber ich habe das Material auch weiterhin an Journalisten gegeben, die sich ebenfalls eifrig auf März/April vorbereiten. Im übrigen werden einige mir gut bekannte Journalisten den Prozess beobachten. Auch mata.hari (wer von euch kennt sie noch?) wird wieder auftauchen - und clarus beweisen, dass sie nicht identisch ist mit Stefan Teplan.

Einige Strafgeschichten sind offenbar fallengelassen worden, was ich in manchen Fällen bedauere und mich frage, ob die Öffentlichkeit, die Com4Net-Aktionäre und übergeordnete staatliche Stellen dies so hinnehmen werden, wenn die Presse darüber und über Hintergründe berichtet. Die Wirtschaftsabteilung der StA Landshut und ihre Ermittler werden sich meinem Eindruck nach da in sehr vielen Dingen rechtfertigen müssen. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen.

Nochmals kurz zum Board: Manche Dinge brauchen leider länger als vorgesehen. Es tut mir leid, dass die im Dezember erwähnte Journalistin meine Artikel über und mit Beckstein sowie meine Treffen mit Angela Merkel noch nicht im Internet veröffentlicht hat. Möglicherweise muss ich es eben doch selbst machen.

Länger als angekündigt dauert auch das Ins-Netz-Stellen der geplanten neuen Webpage www.com4net.de mit vorgesehener Begleitung der aktuellen Vorkommnisse. Dies liegt, zugegeben, ausschließlich an mir: Ich habe mir noch nicht die Zeit genommen, entsprechende Webpage-Texte zu verfassen - ein Designer steht längst bereit und wartet nur mehr darauf, dass ich sie ihm endlich liefere. Ich entschuldige mich damit, dass ich im November drei neue Buchverträge für christliche Literatur, die ich verfasse, von einem großen Verlagshaus erhielt und damit derzeit - neben all den Com4Net-Angelegenheiten - überbeschäftigt bin.

Kürzlich habe ich auch mit einem großen Gläubiger der Com4Net gesprochen (er bekommt noch über 50.000 Euro) und verhandele mit ihm darüber, ob er nicht mit mir (uns IG-Mitgliedern) zusammen eine knapp siebenstellige Forderung der ComNet Inc. an wiederum deren Schuldner eintreiben will. Sinn der Sache: Er würde bei Erfolg seine Forderungen sofort erhalten, müsste aber im Gegenzug dafür helfen, Prozesskosten zu finanzieren. Ich gebe damit zu, dass ich aufgrund beschränkter Mittel die Belastungen für Anwälte, Recherchen und dann noch nötige Prozesse nicht mehr alleine tragen kann. Im Sinne der IG-Arbeit suche ich aber weiter nach Möglichkeiten, das Begonnene voranzutreiben. Ich werde den IG-Mitgliedern dazu demnächst einige Vorschläge machen. Auch wenn es noch zwei Jahre dauert, aber ich bin zuversichtlich, dass wir Erfolg haben.

Freute mich sehr, Tom, mal wieder von Ihnen zu hören
Auch schöne Grüße
S.T.
Schönen guten Abend Herr Teplan,
wenn ich der stein des anstoßes war, daß sie mal wieder schreiben, freut mich das sehr. wenn ich auch noch der stein des anstoßes sein könnte, daß zumindest ein wenig des geldes der aktionäre bei uns auch wieder ankommt, würde ich mich noch mehr freuen! doch, wie soll es auch anders sein, der kann ich nicht sein. dazu könnte ich wenig bis eigentich gar nichts beitragen!
aber nun lieber zu ihnen: so scheint ja alles auf ihr betreiben hin soch noch in die gänge zu kommen. freut mich sehr! auch, daß es wohl nicht nur zu einem kleinen prozeß kommen, sondern die sache doch ein bißchen größer aufgezogen wird. dank ihren und ihrer kollegen recherschen. also abwarten, was rauskommt.
mit dem geld ist das natürlich so eine sache. hoffentlich klappt es mit dem großgläubiger.
ihr buch wird bestimmt nicht ganz ohne. kann mir auchgut vorstellen, daß eine publicity durch den prozeß sich positiv auswirken wird.
bis dahin warte ich die ergebnisse erwartungsvoll und -froh ab, und hoffe auf baldige nachrichten.
schöne grüße
Tom
Natürlich ist es für jeden, der durch die Com4Net viel Geld verloren hat, von primärem Interesse, hoffentlich wieder etwas davon zu sehen. Dafür kämpfe ich seit Jahren fast allein auf weiter Flur, nicht zuletzt, da ich auch, wie ich vor über zwei Jahren im Board schon mal dem Teilnehmer teneree erklärte, einer der wohl Hauptgeschädigten bin und von der Com4Net aus dem AlphaCom-Verkauf immer noch etwas kriegen müsste (was indes in andere Taschen floss) und da ich jeden Com4Net-Aktionär äußerst gut verstehen kann. Dennoch muss ich sagen: Man muss das Geld schon legal und realistisch eintreiben. Ich spiele damit auf einige Aktionäre an, die auf den seltsamsten Umwegen versucht haben und es derzeit - wie ich ganz aktuell mitbekomme - wieder versuchen, ihr verlorenes Geld in einer Art Verzweiflungstat wieder reinzuholen und sich dabei leider auf äußerst falsche Berater und Verleumder verlassen. Aber alles was bisher in diese Richtung ging, ging schief.

Beispiel: Es gab Verleumder, die behaupteten, Elas hätte viel Geld hinterzogen und Nummernkonten in Österreich. Natürlich hängt sich da ein verzweifelter Aktionär an so ein Gerücht, versucht, den auf diese Art verleumdeten Elas zu verklagen und über Ermittlungen an jene Nummernkonten in Österreich und an den Rückfluss seines Kapitals zu kommen. Dass dies alles freilich erstunken und erlogen ist, hat sich dann aber herausgestellt. Elas hat, wie ich schon immer wusste und wie auch Nachforschungen und Ermittlungen ergeben haben, nur e i n Nummernkonto in Österreich, das er aber noch nie geheimhielt, da es, wie er stets offen mitteilte, ein Com4Net-Geschäftskonto sei, für das im übrigen auch Witsch eine Konto-Vollmacht besitze.
Inzwischen haben die Ermittlungen, die zunächst sichtlich in andere Richtung gingen (man suchte nach versteckten Geldern - fiel auch die Kripo anfangs auf falsche Informanten und Verleumder herein?), ergeben, dass die Com4Net-Gelder weitgehend ordungsgemäß verwendet wurden, wie es so ähnlich in einem Zwischen- oder Schlussbericht der Kripo heißt (wurde schon mal ausführlich hier im Board zitiert; ich kann es jetzt nur aus dem Gedächtnis sinngenmäß wiedergeben).

Jeder, der auf Verleumder (das sind oft Leute, die selbst gerne Verleumdungsklagen anstrengen und dabei seltsamerweise immer erfolglos bleiben) gehört hat, möge selber bedenken, worauf er alles reingefallen ist.

Dann gab es Aktionäre wie etwa Herrn K., die, ebenfalls durch falsche Gerüchte aufgehetzt und von Frankfurt bis in den Raum Landshut reisend, z.B. die Herrschaften E. und L. vor deren Privatwohnungen aufsuchten und lauthals die "Herausgabe unserer Gelder" forderten. Wieder falsch informiert, denn dort sind nachweislich verschwundene Com4Net-Gelder nicht, wie nach langen Jahren offensichtlich auch die ermittelnde Kripo Erding festgestellt hat. Denn schließlich: Die Gelder sind doch ... ordnungsgemäß verwendet worden. Und an Elas und L. ist keine Spur persönlicher Bereicherung zu finden.

Dann gab es einige ganz Dumme, die über eine gewisse Wirtschaftsfahndung, an der sich dabei nur einige falsche "Informanten" und "Fahnder" gesundgestoßen haben, hofften, ihre Gelder von Elas (der sie doch nachweislich nicht hat) zurückzuholen - und dafür neuerlich stark blechen mussten. Das hätte evtl. die große Aktionärsabzocke Nr. 2 im Fall Com4Net werden können. Ich habe, wenn man im Board nachblättert, damals aus diesem Grund, weil mir solche Aktionäre leid taten, die Com4Net-IG gegründet - ohne Aktionärsabzocke, auf eigene Kosten, auf eigene Faust und rein auf Erfolgsbasis. Und weil ich offenbar der einzige bin, der weiß, wo noch - realistisch und legal - Com4Net-Gelder zu holen sind (ich weiß nicht, ob es die Polizei überhaupt weiß; ich würde es ihr auch gerne sagen, aber von mir will sie ja nichts hören).

Nun gibt es wieder einige Aktionäre, die auf ähnliche Weise - auf wessen Gerüchte sind sie da schon wieder hereingefallen? - versuchen, von Personen ihre Com4Net-Gelder zurückzufordern, die es, selbst den dreieinhalbjährigen Ermittlungen der Erdinger Kripo zufolge, eben nicht haben und nicht haben können und außerdem selber Aktionäre und Geschädigte sind. Zum Beispiel von H. L., Com4Net-Groß-Aktionär und guter Bekannter des Herrn Elas, in dessen Fall sich die Kripo Erding nachweislich sehr geirrt hat und der heute von allen Verdächtigungen und Anschuldigungen frei ist und, wie ich erfahren habe, gehörigen Schadensersatz von den Staatsvertretern fordern will. Eine Zeugin von dessen Verhaftung (er wurde in Handschellen vor den Blicken seiner Nachbarn abgeführt wie ein Schwerverbrecher, als wäre er auf Aufforderung nicht auch so ganz brav mitgegangen) berichtet, der Erdinger Kripobeamte Arthur Weingärtner habe bei der Verhaftungsaktion gebrüllt wie ein .... (das zitiere ich hier lieber nicht) und das Ehepaar L. als "die wahren Verbrecher" bezeichnet. Oder, soll er nach den Berichten der Zeugin (ich nenne auf Wunsch eines Gerichts auch gerne ihren Namen, da sie bereit ist, dies unter Eid auszusagen) weiter ge..., na sagen wir mal ge"rufen" haben, glaube man denn, er habe umsonst über ein Jahr lang hart ermittelt? Wie man heute sehen kann, war das Ermittlungsergebnis nach diesem harten Jahr Recherchen offenbar doch nicht richtig, denn weder fand man das gesuchte (schließlich ja doch ordnungsgemäß verwendete!) Geld nicht in einem Safe der Lohners (es existiert gar keiner), den man noch am gleichen Tag verzweifelt in deren Wohnung suchte, und ist, wie man heute weiß, auch H. L. nicht der wahre Verbrecher, sondern schon immer ein denkbar braver und frommer Staatsbürger gewesen. Ich kenne ihn seit über vier Jahren und hätte der Polizei das schon immer sagen können. Aber auf meine gut gemeinten Hilfsangebote (und Hinweise, wo wirklich Gelder verschwunden sind) wollten bestimmte Herren der Kripo Erding damals ja nicht hören. Statt dessen musste ich den Eindruck gewinnen, dass man lieber auf "Informanten" hörte, von denen ich überzeugt bin, dass sie nur auf eine falsche Fährte führen wollten, um von sich selber abzulenken. Freilich: Wäre bei Elas wirklich Geld gewesen, wäre H. L. wirklich einer der "wahren Verbrecher" gewesen, wäre der ersehnte Fahndungserfolg sicher schön spektakulär gewesen. Ja, wenn und wäre....

Noch immer frage ich mich, was die Kripo aus jenen Fällen gemacht hat und die StA Landshut entsprechend zur Anklage bringt (oder nicht??), wo wirklich knapp zwei Millionen DM Com4Net-Gelder auf dubiose Weise auf Privatkonten verschwanden und bis heute nie mehr wiederkamen (Aktionäre, endlich wach werden: Da ist euer Geld!). Überweisungen, denen, wie Elas auch heute noch erklärt, jeglicher Grund, jegliche Berechtigung fehlen und die letztlich die Firma Com4Net und die Aktionäre ruinierten, indem man damit das letzte working capital aus der Firma schaffte!

Wie verfolgen Kripo Erding und StA Landshut Vorfälle wie z.B. den des Markus Thornton, seines Zeichens Cousin von Markus Stettinger, dem laut Elas grundlos ein Vielfaches seines eingesetzten Aktienkapitals einfach so auf sein Konto überwiesen wurde? Laut Elas (der sofort Strafanzeige erstattete) von Stettinger selbst mit Blankounterschriften von Elas (Stettinger selbst stellt dies sicherlich anders dar). Gab es denn solche Blankounterschriften von Elas? In den Ermittlungsakten der StA Landshut existiert jedenfalls ein Protokoll mit einer Aussage von mir, wonach ich im Dezember 2000, ein oder zwei Tage nach den sagenhaften Millionenüberweisungen von Com4Net-Geldern auf Privatkonten, zusammen mit einem weiteren Zeugen in Stettingers Unterlagen mehrere Blankounterschriften von Elas fand. Ich bemerkte damals gegenüber der Kripo (das schrieb sie nicht in ihren Aktenvermerk), da könne man doch untersuchen, ob nicht Stettingers Fingerabdrücke drauf seien (natürlich hätte sie auch selbst auf solche Gedanken kommen können). Offenbar war das nicht interessant genug. Jedenfalls haben Kripo und StA bis heute diese Blankounterschriften nicht von mir zu einer entsprechenden Untersuchung verlangt. Und ein Informant berichtete mir erst vor wenigen Monaten (ich bezeuge dies und nenne den Informanten gerne vor Gericht, es existiert auch der Ausdruck einer entsprechenden e-mail), dass jemand von der Kripo Erding schon im Frühjahr 2001 gegenüber einem Dritten, der sich über Stettinger erkundigte, geäußert haben solle, das Verfahren gegen Stettinger werde vermutlich bald eingestellt (??! oha!). Gegen Stettinger, gegen den mehrere Strafanzeigen vorliegen, wurde laut StA-Akten zwar ermittelt. Die entscheidende Frage dabei ist: wie? Es wird sich bald zeigen. Es gibt zum Vergleich ja noch andere Fahnder und Recherche-Ergebnisse als die von Staatsbeamten.

Zurück zu Markus Thornton: Hat er denn je etwas von der, von Elas so bezeichneten, mehrfach erhaltenen "Rückzahlung" seines Aktienkapitals zurückgegeben? Mit Anstand sozusagen, damit es die Aktionäre wieder kriegen? Wurde da überhaupt etwas strafrechtlich verfolgt? Oder glaubt man, dass da keine Straftat sei? Es wird sich auch hier zeigen, ob sich überhaupt etwas zeigen wird - und das Vorgehen oder Nichtvorgehen der Kripo Erding und der StA Landshut werden an Fällen wie diesen deutlich werden.
Que sera sera, whatever will be will be, sicher aber ist eins: der Krimi geht weiter...

Allen nicht aufgebenden Aktionären aber sage ich zusammenfassend noch einmal: Nicht aufhören, euer Geld zurückzuholen, wo es geht! Aber eben nur dort, wo es geht - und von dort, wohin es wirklich ging.
Hallo,
es würde natürlich einem selber guttun, rein aus rachgefühle, denn man kommt sich ja schon ein wenig verschaukelt vor, wenn man sich wie der von ihnen erwähnte herr vor ein haus stellt, und seinen frust los wird. oder ein paar "freunde" vorbeischauen läßt.
doch diese methoden sind ganz klar abzulehnen! meist bekommt man im nachhinein selber den ärger oder, wenn man mit seiner anschuldigung ganz falsch lag, den spott der anderen ab. mir kommt es manchmal gar nicht mehr auf das geld selber an, obwohl es natürlcih immer schön ist, wenn bereits abgeschriebenes sich wieder einfindet, ich nach möglichkeit einen teil meines einsatzes also schon zurückhaben mag. aber hauptsächlich würde ich es gut finden, wenn die schuldigen tatsächlich bestraft werden! das ist ja schließlich auch keine schlechte rache. aus ihren berichten ist aber zu schließen, daß zumindest von staatsanwältlicher seite leider nicht allzuviel zu erwarten ist.
hier also nochmals ein großer dank für ihre bemühungen! wenn dann noch was für die aktionäre dabei abfällt, egal welche der zwei wiedergutmachungen man bevorzugen mag, hat die ganze sache ein versöhnliches ende gefunden.
ein schönes we
Tom
@option_tom
Danke Tom und ebenfalls schönes Wochenende. :)


@alle
Berichtigung: Im Beitrag #15 vom 28.1.05 ist mir beim schnellen Tippen ein Fehler unterlaufen, für den ich aufrichtig um Entschuldigung bitte und den ich hiermit - bevor Herr Elas mich verklagt; na, das würde noch fehlen! - wie folgt korrigieren will. Es heißt dort: "Elas hat, wie ich schon immer wusste und wie auch Nachforschungen und Ermittlungen ergeben haben, nur e i n Nummernkonto in Österreich, das er aber noch nie geheimhielt, da es, wie er stets offen mitteilte, ein Com4Net-Geschäftskonto sei, für das im übrigen auch Witsch eine Konto-Vollmacht besitze. "
Statt "Nummernkonto" muss es in jenem Text "Konto" heißen. Richtig ist also, dass Elas in Österreich ein Konto, nicht aber ein Nummernkonto hat. Ich bitte insbesondere die in diesem Zusammenhang genannten Herren Elas :)und Witsch :)für dieses Versehen um Verzeihung.


@IG-Mitglieder
Ich hoffe, ich schaffe es morgen (Sonntag) abend, die versprochenen e-mails an Sie zu senden - und hoffe ebenso, dass mir diesmal keiner durch den Verteiler rutscht, wie mir das in einigen Fällen leider schon passiert ist.
Auch Ihnen allen ein schönes Wochenende :)
Mit einem noch nicht in diesem Board aufgetauchten Posting von mir gab es irgendeinen technischen Fehler. Aus diesem Grunde schreibe ich hier nochmals eine BERICHTIGUNG zu meinem Beitrag #15 vom 28.1.05: Dort heißt es:
"Elas hat, wie ich schon immer wusste und wie auch Nachforschungen und Ermittlungen ergeben haben, nur e i n Nummernkonto in Österreich....."
Hier hat sich in der Eile beim schnellen Tippen leider ein Fehler eingeschlichen. Es muss dort "Konto" heißen und nicht "Nummernkonto". Elas hat also ein Konto in Österreich, nicht aber ein Nummernkonto. Ich bitte für diesen Fehler die in diesem Zusammenhang genannten Herren Elas und Witsch aufrichtig um Verzeihung.
Na, da kam ja gestern mit Verspätung mein Beitrag #17 doch noch rein. Macht nichts, doppelt hält besser

@Com4Net-IG-Mitglieder
Bitte in Ihre mails sehen. Ich habe die versprochenen Mitteilungen heute abend rausgesandt.
Allen eine wunderschöne Woche!
S.T.
Hallo Herr Teplan,
eine Antwort haben Sie bereits.
MfG, Zobeltier
Hallo Herr Teplan,
vielen dank für die mail. ich werde in mich gehen und überlegen.
schöne grüße und woche
Tom
@Zobeltier
danke für die schnelle Reaktion. Ich habe ebenso prompt wie Sie geantwortet.

@option_tom und alle anderen
Wünsche auch eine schöne Woche und gutes Nachdenken :)
Hallo Herr Teplan,
ein wenig bin ich schon in mich gegangen; aber richtig viel hat es noch nicht gebracht.
das mit der idee einer stiftung entzieht sich meinem unzureichenden kenntnisstand. ich dachte allerdings, daß eine stiftung ziemlich streng an vorlagen gekoppelt ist, da damit ja auch nicht wenige steuervorteile einhergehen. dann müßte auch noch ein ausreichendes stiftungskapital vorhanden sein, mit dem die stiftung betrieben wird; ob die forderung gegen c4n ausreichend ist, glaube ich nicht. das ganze entzieht sich aber, wie bereits gesagt, meiner kenntnis, da ich mich nicht mit stiftungsangelegenheiten auskenne.
als möglichkeit käme dann nur noch eine gesellschaft oder ein veren in betracht. die gesellschaftsform hängt dann aber wohl mit denjenigen mitteln zusammen, die schon im vorfeld eingebracht werden können. und natürlich auch mit dem damit zu betreibenden aufwand (abschlüsse, steuererklärungen, alggemeiner formeller kram). am einfachsten käme dann wohl ein verein in form der interessengemeinschaft in frage; hier sehe ich zumindest den geringsten aufwand und doch zugleich eine geordnete struktur.
der andere von ihnen gemachte vorschlag, das ganze erst bei sich zu versteuern und dann die verteilung an die aktionäre vorzunehmen ehrt sie, und für uns wäre dies natürlich auch von vorteil, aber so sollte es dann doch nicht laufen. höchstens vielleicht, daß sie erzielten einnahmen abzüglich der an die aktionäre weitergegebenen zahlungen und dem von ihnen betriebenen finanziellen aufwand (rechtsanwälte, nachforschungen, usw.) also sonstige einkünfte deklarieren. dann hätte jeder nur den an sich selbst geflössenen betrag zu versteuern, und sie könnten die ganzen beitreibungsgebühren (schließlich ist es ja auch ihr arbeitsaufwand gewesen) bei sich ansetzen.
aber wie gesagt, ich kenne mich nicht aus und wollte nur, wie ja versprochen, meine nach inmichgehung erlangten vorschläge kundtun. vielleicht weiß jemand noch mehr oder besseres?
schöne grüße

Tom
Danke option_tom, ich werde auch noch in mich gehen und mich beraten lassen.

@Zobeltier @ edug
Bitte um e-mail-check
@Com4Net-IG-Mitglieder

Bitte an alle, die mir Fragen gestellt haben, um Boardmail-Check. Habe soeben wieder Post und Anfragen beantwortet.
Hallo Herr Teplan,

Habe Ihre Bordmail leider nicht erhalten. Bitte prüfen Sie meine IG-Mitgliedschaft: eckhard.jerrentrup@t-online.de

MfG

eckijerry
Bin als Zeuge vor dem Landgericht Landshut am 9.5.05 in der Strafsache gegen Elas / Lohner geladen.
Wer noch?
@max38de und alle , die es interessiert

Da hat Sie, lieber max38de, die StA Landshut offenbar leider nicht zum Kreis der Privilegierten gezählt. Auftakt für die endlich beginnenden (:) Com4Net-Prozesse ist nicht am 9.5.05, sondern am - was ich hiermit offiziell ankündige - 14.40.05 (u.a. bin dort ich als Zeuge geladen). Auf der Angeklagtenbank am 14.4. sitzt auch nicht Elas, sondern ein offenbar noch größeres Kaliber ;).
Mehr entweder noch heute nacht oder morgen, da ich leider just im Koment dringend auf einen Termin weg muss. See you :)
halo zusammen,
da scheint es ja nun endlich in der sache weiter zu gehen! lohnt sich also, wenn man ne zeit lang nicht hier nicht mitmischt. hatte aber leider überhaupt keine zeit um am we geht es auch gleich wieder weiter.
man kann also gespannt sein, wie sich der prozeßauftakt gestallten wird. wer ist denn als größeres kaliber gemeint? steht es in der vorladung?
@max38de, ich wurde nicht geladen.hätte aber auch nicht viel bis garnichts sagen können.
schöne grüße
Tom
Also sei hier, wie gestern versprochen, das Geheimnis des Auftakts der Com4Net-Prozesse gelüftet. - Ich möchte nichts weiter dazu kommentieren und überlasse die Com4Net-Aktionäre der bloßen Ankündigung und einem möglichen Rätselraten und Spekulieren (das ist doch was für Aktionäre!): Also: Es werden am 14.4.05 in Landshut die Com4Net-Prozesse eröffnet mit einer Verhandlung wider den (übrigens just heute Geburtstag feiernden) Beschuldigten Christian Ruhland
@eckijerry

Pardon, habe gestern ganz eine Antwort auf Ihr letztes Posting vergessen. Ich sende Ihnen die an die anderen IG-Mitglieder gegangene letzte Mitteilung am kommenden Wochenende nach. Sorry, war vielleicht auch mein Versehen, für dass ich um Nachsehen bitte :)
Ich würde mich freuen, nach den Verhandlungen von evtl. anwesenden Zuschauern die eine oder andere Schilderung hier lesen zu dürfen.
@eckijerry
Die gewünschte Information wurde verschickt.


@RRichter
Schade, Herr Richter, dass Sie nicht selbst dabei sein können. :( Ich bin als Zeuge - von der StA, nicht von Ruhland - geladen und werde wohl auch einiges dazu im Board schreiben (ich kann zwar nicht gleichzeitig Zeuge und Zuschauer sein, aber ich habe meine Informanten).


@alle
Ebenso wird die in diesem Board als mata.hari vor längerer Zeit aufgetauchte (und wieder verschwundene) Journalistin einer großen Tageszeitung beim Prozess am 14.4. erneut auftauchen. Sie hat mir dies vor wenigen Tagen jedenfalls persönlich versichert (die Kripo Erding hat es ja sicher längst mitgekriegt - oder nicht?? :confused: - und verschuldet, dass ich all meine kollegialen Journalisten-Kontakte seit langem nur mehr persönlich und ohne Möglichkeiten der Überwachung führe).

Vielleicht kann ja clarus, der mata.hari schon mal für mich hielt, sich dann vor Ort überzeugen, um welche Kollegin es sich handelt. :eek: Ich denke, er hat ein Interesse an der Verhandlung, da er selbst bei Ruhland Com4Net-Aktien kaufte und erklärte, des öfteren mit ihm telefoniert (und dabei neben Firmeninformationen auch mehr oder weniger richtige persönliche Informationen über den Bildungsstand von Com4Net-Angestellten erhalten) zu haben.

Ach, was waren das noch für Zeiten, als clarus hier im Board am soeben (in wallstreet-online jedenfalls, in der Kirche nicht) sang- und klanglosen verstrichenen Josephstag (19. März) an den großen Heiligen erinnerte und letztlich in seiner charmanten Art dies unzweifelhaft als Hommage an Josef Elas zu verstehen gab.;)
Mit ihm (clarus, nicht Elas) ist einer der eifrigsten und wortgewandtesten Schreiber hier im Board, mit dem ich mit großem Vergnügen so manches Wortgefecht - immer zur Klärung von Sachverhalten, nicht aus Polemik - austragen durfte, w:o verloren gegangen. Ich darf sehnsüchtig, anerkennend und als Hommage an ihn (clarus, nicht Elas) John Lennon zitieren: " Bless you, whereever you are!" :)
Berichtigung: Im vorangegangenen Posting #33 heißt es: "Ich bin als Zeuge - von der StA, nicht von Ruhland - geladen..." Dies wurde versehentlich umgekehrt formuliert. Es muss korrekt heißen: "Ich bin als Zeuge - von Ruhland, nicht von der StA - geladen..." Ich bitte, diesen Flüchtigkeitsfehler und eventuell daurch entstandenen Erklärungsirrtum zu entschuldigen.
GEWINNAUSSCHÜTTUNGEN
@Com4Net-Mitglieder

Nach Gesprächen mit einem Verleger, e-mail-Diskussionen mit einigen Aktionären, Für- und Gegenstimmen und nach reiflichem Überlegen habe ich mich entschlossen, mein seit August 2001 angekündigtes Vorhaben dennoch umzusetzen und einige Com4Net-Aktionäre an den Gewinnen aus meinem Com4Net-Buch zu beteiligen. Zu jenem gibt es einige Neuigkeiten, die ich demnächst mitteilen werde - entweder hier öffentlich oder den IG-Teilnehmern auf dem bisher üblichen Weg.
Vorab zu einem anderen Buch: Diese Woche erschien im Pattloch Verlag ein Buch meines geschätzten Kollegen Bernd Harder, an dem ich as Co-Autor und Rechercheur mitwirkte: Bernd Harder, "Medjugorje - Wallfahrt für Millionen", Pattloch Verlag München. Wen`s interessiert: Auf den Seiten 199 bis 212 finden Sie darin einen persönlichen Erfahrungsbericht von mir. Der (verhältnismäßig lange) Titel, den der Verlag dafür gewählt hat, dürfte vielen von ihnen ein Schmunzeln entlocken: „Stefan Teplan, Journalist aus Dorfen bei Erding: Gott sucht sich nicht immer die Besten aus“. ;)
Mit untenstehendem - von Marion Ulrich und mir gestalteten - Motiv sende ich herzliche Ostergrüße an alle Mitglieder der Com4Net-IG, alle weiteren Aktionäre der Com4Net, alle Ex-Com4Net-Angestellten und -Freiberufler, alle Damen und Herren von den StAs Landshut und München und der Kriminalpolizei München und Erding, die mit den Com4Net-Ermittlungen betraut waren sowie an alle anderen Brüder und Schwester auf diesem Erdball (es gibt ja auch ein Leben außerhalb der Com4Net).

In brüderlicher Liebe und österlicher Versöhnung sei an dieser Stelle einmal mehr Herrn Alexander Witsch, von dem ich irgendwie den leisen Eindruck habe, dass er mir nicht freundlich gesonnen sein könnte, die Hand gereicht. :kiss:

Im Geiste Christi sei auch Kok Arthur Weingärtner von der Kriminalpolizei Erding - den ich enorm fehlerhafter und "ungewissenhafter" Ermittlungen verdächtige, vor Gericht wird sich ja nach Ostern die Wahrheit herausstellen ;) - mit einem österlichen "Schalom" gegrüßt (ich hoffe, er hat als deutscher Staatsdiener nichts gegen diesen jüdischen Gruß?)



Nach Ostern beginnen die Prozesse und wird es richtig spannend! Möge GOTT gerechte und begabte "Halbgötter in schwarz" entsenden, die in der Lage sind, Dichtung und Wahrheit von Vorwürfen in der Com4Net-Geschichte und den Ermittlungen zu trennen.

PS: Wer es (noch) nicht wissen sollte: Als "Halbgötter in schwarz" bezeichnet Star-Anwalt Rolf Bossi in seinem neuen Buch einen Teil der deutschen Richter und ich spiele darauf an, weil ich dieses Buch - natürlich neben dem ebenfalls soeben erschienenen und von mir mit verfassten Medjugorje-Buch, s. Posting #35 ;) - als den heisstesten Oster-Literatur-Tipp 2005 empfehle. UNBEDINGT LESEN!!
@STeplan: Herr Bossi ist selbst ein nur mittelprächtiger Anwalt. Er versteht aber zwei Dinge sehr gut: zum einen präsentiert er sich hervorragend in den Medien und verkauft sich sehr gut. Zum anderen hat er eine Hand für gute Mitarbeiter, von denen er in seiner Kanzlei selbst einige hat.

Bossi selbst ist ein Schaumschläger. Ich gebe nichts auf ihn.

Über die z.T. mangelnde Qualität der Justiz und insbesondere die Willkür von Amtsrichtern wird leider fast jeder Jurist mit einigen Jahren Berufserfahrungen Lieder singen können. Um Richter werden zu können brauchen Sie halt keine Lebens- und Berufserfahrungen außerhalb des Staatsdienstes. Sie müssen gute Noten in beiden Examina haben, das war`s.
#STeplan

Ist Ihnen bekannt, nach welchen Kriterien die Staatsanwaltschaft Zeugen (Anleger) ausgewählt hat?

Welchen Sinn macht es, wenn Anleger geladen werden, die erst relativ spät bei Com4Net investiert haben, und nur aussagen können, dass sie Kapital investiert haben und dann nichts mehr gehört haben?
#STeplan

Das Thema Zeugen (im Sinne von Kuhlake) würde mich auch interessieren.

Gruß, P.
Nach welchen Kriterien die StA die konkreten Zeugen benannt hat, wird diese Herrn Teplan wohl kaum mitteilen. Üblicherweise werden Zeugen benannt die Aussagen aus eigener Kenntnis machen können, die im Sinne der Beweisführung geeignet sind. Der Angeklagte hat grundsätzlich auch das Recht Zeugen zu seiner Entlastung zu bennen.
zum prozeß und den göttlichen wünschen wollte ich nur nachtrage:
einzig vor gericht und auf hoher see ist man in gottes hand!
Ich war bis zum Wochenende in Urlaub - wie meist weg von der Zivilisation und ohne Zugang zum Internet weit und breit - und habe erst jetzt wieder in das Board geguckt. Sonst hätte ich einige gestellte Fragen gleich beantwortet. Ich werde mir heute abend für die Beantwortung der Fragen im Board sowie einiger eingegangener mails Zeit nehmen.
Gestern abend besuchte ich im übrigen einen Aktionärs-Club, bei dem auch einige Com4Net-Aktionäre anwesend waren. Die Com4Net war u.a. ein Thema des Abends. Vielleicht schreibe ich auch darüber noch einen kurzen Bericht.
Ich war bis zum vergangenen Wochenende in Urlaub und sah erst jetzt wieder ins Board. Sonst hätte ich einige Fragen - sowohl im Board wie eingegangene mails - sofort beantwortet. Ich nehme mir heute abend Zeit dafür.

Gestern abend besuchte ich einen Akltionärs-Club, in dem auch einige Com4Net-Aktionäre anwesend waren. Die Com4Net war u.a. auch Thema des Abends. Evtl. schreibe ich darüber demnächst auch einen kurzen Bericht.

PS: Sollte dieses Posting 2x im Board auftauchen - bitte nicht wundern! Mein erstes Posting ging nicht weg und ich schrieb es nochmals; aber es passierte mir schon einmal, dass ein solcherart verloren geglaubter Beitrag dann nach 20 oder 30 min. plötzlich doch noch im Board stand. Tücken der Technik? Oder bin ich in meinem internetfreien Urlaub so weit PC-entwöhnt, dass ich erst das Posten wieder lernen muss ;)
PS: Zum gestern erwähnten Aktien-Club ein andermal, da ich dienstlich nun gleich außer Haus muss. Vorab sei aber verraten: Es ging dabei viel um den Fall Markus Stettinger, auch in Zusammenhang mit den "Ermittlungen" des Arthur Weingärtner von der Kripo Erding. Sind die Millionen von Com4Net-Aktionärsgeldern, die - laut Strafanzeige der Com4Net-Führung ohne jeden Rechtsgrund und damit illegal - auf Stettingers Konten und auf die von dessen Verwandten, Freunden und Freundin flossen, noch immer kein Thema für die StA? Vielleicht sollte sie die Ermittlungen des Herrn Weingärtner einmal daraufhin überprüfen!!
Warum überprüft sie nicht intern, wer einer der Haupt-"Informanten" gegen Herrn Elas war und gegen diesen -wömöglich falsche Verdächtigungen streute? Und vielleicht würde es ihr nicht schaden, die Fähigkeit einiger Ermittlungsbeamten zu überprüfen, bei ihren "Informanten" Dichtung von Wahrheit zu unterscheiden! Im Fall Hermann Lohner, der, wie mehrfach berichtet, von allen Anschuldigungen völlig freigesprochen (anfangs aber ebenso sträflich dreist wie unwahr als einer "der wahren Verbrecher" bezeichnet wurde) wurde, hat man ja schon gesehen, was bei solchen "Informationen" herauskommt. Es wird nach meinem Kenntnisstand auch in einigen anderen Fällen nicht anders gehen. Nach über einem Jahr "harter Ermittlungen" vermutete und suchte die Kripo Erding bei Herrn Elas und/oder dessen Bekannten der Familie Lohner der Com4Net abhanden gekommene Millionen, wie sie dies jedenfalls bei Verhaftungs-und Durchsuchungsaktionen gegenüber Zeugen wörtlich geäußert haben soll. (Auch ich wurde bei einer Vernehmung einmal gefragt, ob ich denn wirklich nicht wüsste, wo bei Herrn Elas "die Gelder" seien. Dabei hatte ich doch schon längst zuvor sogar öffentlich darüber geschrieben, wo Gelder auf meiner Meinung nach strafbare Weise aus der Com4Net kamen. Aber ich hatte und habe bis heute den Eindruck, dass man sich allzu sehr auf Elas fixiert hatte und alles andere nicht "recht" war.) Später musste aber die Kripo im Schlussbericht ihrer Ermittlungen dann doch zugeben, dass die "Gelder weitgehend ordnungsgemäß verwendet wurden" und wohl einsehen, dass weder Her Elas noch einer seiner Bekannten sich persönlich bereichert oder Geld hinterzogen hatten. Schade, war`s nichts mit dem "tollen Fall"? Nun kamen aber in der Com4Net schließlich doch einige Millionen nicht "ordnungsgemäß" weg. Warum also suchte die Kripo das Geld nicht sofort dort, wohin es wirklich geflossen war und worauf sie bereits seit dem Jahr 2000 (!!!) in mehreren Strafanzeigen und Aussagen (z.B auch meiner, sogar öffentlich in diesem Board, das es immer mitlas) hingewiesen wurde???? :confused: Vertraute sie auf falsche Aussagen von "Informanten", die, nur um von sich abzulenken, Verdacht gegen Elas und andere streuten - dabei aber selbst die Milionen hatten? Wollte sie eventuelle Fehler nach über einem Jahr "harter Ermittlungen" nicht mehr zugeben? Blieb sie möglicherweise deswegen konsequent permanent auf der falschen Fährte? Erleben wir alle hier eine Realkrimi-Groteske auf Kosten von 850 Aktionären und Millionen von Steuerzahlern (die sagenhaften "Ermittlungen" dauerten ja fast vier Jahre!)? Solche Fragen müssen im Sinne der Gerechtigkeit - auch gegenüber allen Com4Net-Aktionären - überprüft werden! Es muss, wenn es nicht ermittelt wurde, auf jeden Fall gerichtlich überprüft werden, ob die Gelder an Stettinger und an dessen Freundes- und Verwandtenkreise zu Recht oder strafrechtlich relevant geflossen sind. Es muss u.a. auch der Verbleib der 1,8 Millionen, die die Com4Net an die Auto global Management GmbH zahlte und deren Verwenung bis heute nicht nachgewiesen wurde, geklärt werden. Es müssen eventuell unsaubere Provisionszahlungen der Com4Net geklärt werden (möglicherweise auch im Fall Auto global Management).
Ich habe über einen Rechtsanwalt bereits vor Monaten in einem Schreiben an eine richterliche Stelle daher neue, gewissenhafte, nicht einseitige und nicht voreingenommene Ermittlungen in Teilbereichen der Com4Net-Geschichte gefordert. Ich werde dies, wenn nichts Entsprechendes passiert, bald mit mehr Nachdruck, öffentlich und an weit höherer Stelle tun. Doch zuvor warte ich genüsslich vor Gericht das Zusammenfallen einiger falscher, womöglich konstruierter Beschuldigungen ab ;)

PPS: Die Aktionäre, die mir e-mails geschrieben haben, bitte ich noch um zwei bis drei Tage Geduld, bis ich meine Post beantworten kann. Ich kam gestern abend nicht mehr dazu und werde frühestens am Sonntag Zeit dafür finden.
Erster Com4Net-Prozess: kurz und schmerzlos

Da ich persönlich als Zeuge geladen war, durfte ich weder als Zuschauer noch als Journalist im Sitzungssaal anwesend sein. Folgende Informationen erhielt ich nach der Verhandlung von einem bekannten Journalisten, der die von 9.00 bis 14.00 Uhr andauernde Sitzung durchweg verfolgt hat. Ich gebe sie kurz so wieder, wie sie mir mitgeteilt wurden:
Gegen 14.00 Uhr kam heute eine Einigung zwischen dem des Betrugs Beschuldigten Christian Ruhland und dem Landgericht Landshut zu Stande. Herr Ruhland wurde aufgrund jener Einigung dazu verpflichtet, drei Monatsgehälter in Höhe von rund 2.000.- Euro zu bezahlen. Mit dieser Einigung entging Christian Ruhland einem möglichen höheren Strafmaß und einem damit verbundenen möglichen Status als Vorbestrafter. Von den vorgesehenen Aussagen der weiteren, bereits anwesenden Zeugen Rita Furtner und Stefan Teplan wurde nach jener Einigung abgesehen. Der Zeuge Josef Elas, President der Com4Net Inc., machte von seinem Recht der Zeugnisverweigerung Gebrauch. Christian Ruhland wurde von der Staatsanwaltschaft Landshut beschuldigt, ohne erforderliche Lizenz auf Provisionsbasis Aktien der Com4Net in Höhe von rund sechs Millionen Mark verkauft und in diesem Zusammenhang den Straftatbestand des Betrugs erfüllt zu haben.

Wie ich weiterhin von einem anderen Kollegen erfuhr, wird in den kommenden sieben bis zehn Tagen ein "interessanter Artikel" über Herrn Elas in der Tagespresse erscheinen. Ich habe mich verpflichtet, vorab keine Details dazu hier im Board zu veröffentlichen, werde den Artikel aber unmittelbar nach Erscheinen ausführlich hier behandeln.
Ergänzung zum gestrigen Prozess, um evtl. Missverständnissen vorzubeugen:
Der des Betrugs Beschuldigte Ruhland wurde - wie auch aus einem Bericht der heutigen Ausgabe der "Landshuter Zeiitung" hervorgeht - nicht des Betrugs für schuldig befunden. Das Gericht erkannte lediglich auf Fahrlässigkeit.
Also, keine Verurteilung wegen Betrugs sondern Fahrlässigkeit und damit nur die Verpflichtung zur Rückzahlung der "erhöhten Monatsgehälter".
Na super...
Unter der Schlagzeile
"Millionenbetrug mit Aktien - Erstes Verfahren eingestellt"
berichtete heute auch der Münchner Merkur über den vorgestrigen ersten Com4Net-Prozess gegen den Erdinger Com4Net-Aktienverkäufer "C." (sein Name bleibt in jenem Bericht anonym).
Es ließen sich, heißt es in dem Bericht des Münchner Merkur, "die Vorwürfe, der Erdinger habe Aktien und Anteilsscheine im Gesamtwert von 2,7 Millionen DM teils in betrügerischer Absicht verkauft, nicht erhärten."
Es scheint sich um eine Einstellung gegen Auflage (§ 153a StPO) zu handeln. Das ist keine Freispruch, aber auch keine Verurteilung.

@STeplan: Vielen Dank für Ihren Bericht.

@alle: Wenn der Artikel über Herrn Elas in einer Zeitung erscheint und er nicht auch in einer Online-Ausgabe erscheinen sollte, wäre ich dankbar wenn ihn jemand einscannen und hier reinstellen könnte. Bin doch sehr neugierig.
#alle

kann jemand den Artikel "Millionenbetrug mit Aktien - Erstes Verfahren eingestellt" aus dem Münchner Merkur vom 16. April 2005 hier in irgend einer Form einstellen?

Danke
@Kuhlake

Momentan habe ich leider keine Zeit, sonst würde ich es gleich machen - doch wenn sich sonst niemand findet, werde ich den Artikel hier reinstellen. Gruß :) ST
@Kuhlake

Mailen Sie mir bitte Ihre Fax-Nummer zu und ich sende Ihnen den Artikel aus dem "Münchner Merkur" per Fax. Ich konnte heute den Reporter, der ihn schrieb, nicht erreichen, brauche aber seine Genehmigung, wenn ich den Artikel ganz hier abschreiben will (was aber sicher kein Problem sein wird; nur muss ich korrekt vorgehen). Ohne seine Genehmigung besitze ich presserechtlich nur das Zitatrecht.

Ich sprach heute, den freien Samstag nutzend, persönlich mit einigen Kollegen, und zwar mit einem Redakteur des "Münchner Merkur" (komme noch darauf zurück), mit einem Journalisten einer weiteren Tageszeitung, mit dem eines Nachrichtenmagazins sowie mit mata.hari. Ich werde aber über den Inhalt dieser Gespräche noch nichts berichten, da gewisse Informationen und Trumpfkarten nicht vor der evtl. mitlesenden StA und Kripo ausgespielt werden sollen. Apropos StA und Kripo: Ferner unterhielt ich mich heute persönlich mit einer Ex-Schulfreundin der Landshuter Staatsanwältin Michaela Wawerla und mir wurde dabei mitgeteilt, dass letztere - ihres Zeichens Elas` Anklägerin - wie Elas aus Dorfen kommt (klein ist die Welt!), mit dem in Erding namentlich bekannten Teppich-Unternehmer Wawerla verheiratet sei, heute in Pretzen bei Erding wohnt und einige andere Dinge aus deren Privatleben, die nicht hierher gehören. Von einer anderen, noch relativ jungen Dame erfuhr ich kürzlich noch einige weitere Dinge aus dem Privatleben des Erdinger Kommissars Arthur Weingärtner - seines Zeichens auch Springreit-Trainer in einem Reiterverein bei Erding - , die ebenfalls nicht hierher gehören. Warum ich das tue? Journalisten schnüffeln, pardon, recherchieren, von Berufs wegen eben auch ganz gerne herum und suchen nach eventuell belastendem Material und Stoff für Dossiers.

Zum "Merkur":
Ich werde peu a peu (ich muss leider gleich wieder weg und mache morgen oder übermorgen weiter) jenen dort am 16./17.April 2005 veröffentlichten Artikels über den ersten Com4Net kommentieren und dabei ausführlich zitieren.
Machen wir`s chronologisch, vom Titel bis zum Schluss (Zitate sind durch Anführungszeichen und fette Schrift, meine Kommentare durch Kursivsatz gekennzeichnet):
Die Schlagzeile besagten Artikels lautet:
"Millionenbetrug mit Aktien"
Ich ließ dem Redakteur, der die Schlagzeile angefertigt hat, in aller Kollegialität über einen anderen Kollegen bestellen, dass dieser Titel einen Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht der Presse darstellt. Korrekt (und geboten sorgfältig und objektiv!)wäre es, ein Fragezeichen hinter jenen Titel zu setzen. Die fehlerhafte Schlagzeile suggeriert in Form einer Feststellung, es hätte tatsächlich ein Millionenbetrug mit Aktien im Fall Com4Net stattgefunden, noch bevor dies bewiesen ist. Dies noch dazu in einem Bericht über eine Gerichtsverhandlung, in der der vorsitzende Richter sogar entschied, der Betrugsvorwurf sei nicht zu erhärten. Meinen Com4Net-Insiderkenntnissen zufolge fand auch kein Millionenbetrug mit Aktien statt, wohl aber ein Millionenbetrug in Zusammenhang mit ungerechtfertígten Zahlungen, die aber nichts mit dem Aktienverkauf zu tun haben.
Ich zitiere weiter. Der Untertitel lautet:
"Erstes Verfahren eingestellt".
Das ist korrekt, wenn eventuell auch ärgerlich für Kreise, die eine Bestrafung des Beschuldigten wegen Betrugs erwartet haben.
Der Vorspann des Artikels lautet:
"In einer Prozess-Serie vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Landshut wird ehemaligen Verantwortlichen der Erdinger Com4Net-Gruppe der Prozess gemacht."
Dies ist halb korrekt. Der Prozess wird auch Nicht-Verantwortlichen gemacht, die mit der Firma Com4Net kaum zu tun hatten, wie etwa einer Bekannten des Herrn Elas oder nicht verantwortlichen Angestellten. Dies wird sich im Laufe des Prozesses noch zeigen und darüber berichtet werden. Einige journalistische Kollegen und meine Wenigkeit werden im Rahmen jener Berichterstattung auch aus Beweismaterial zitieren und aufzeigen, dass nach Meinung einer Reihe von sachkundigen Personen (u.a. Anwälten und Rechercheuren , die die Ermittlungsakten nebst weiterem Material studiert haben) ein Großteil der Beschuldigungen falsch sind, auf fehlerhaften Ermittlungen basieren, ferner darauf, dass - in einem enormen Verstoß gegen § 160 der Strafprozessordnung - entlastendes Material entweder irrigerweise oder vorsätzlich (da wider vorhandenes Beweismaterial) nicht verwertet wurde, eventuell entlastende Zeugen nicht gehört wurden sowie bei wichtigen Personen und Firmen, die die Verdachtsmomente und Beschuldigungen hätten entlasten können, überhaupt nicht recherchiert wurden - da fragt man sich schon: Was hat man in dreieinhalb Jahren (!!!) Ermittlungen überhaupt getan?? Nur einseitig belasten wollen?
"Zum Auftakt wurde das Verfahren gegen den 51-jährigen Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Richard C. (Namen geändert) aus Erding, der als Aktienverkäufer eher eine Nebenrolle spielte, gegen eine Geldauflage von 6000 Euro eingestellt."
Diese Auflage ist als extrem mild zu beurteilen vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Beschuldigte in der Verhandlung angab, mehrere wertvolle Eigentumswohungen und Grundstücke zu besitzen; es traf also keinen Armen. Zudem hat der Beschuldigte allein am Verkauf der Com4Net-Aktien rund 300.000 oder 360.000 DM (laut "Münchner Merkur", rund 360.000 DM nach anderen vorliegenden Quellen) verdient. Nun gut, jetzt sind es 300.000 DM minus 6.000 Euro. Kleine Provisionsschmälerung. Damit lebt man gerne.

--- Fortsetzung folgt ---
Ich denke, dass ich morgen Zeit finden werde, den Artikel aus dem "Müncher Merkur" weiter zu zitieren. Inzwischen sind drei weitere Presseberichte erschienen. Der angekündigte "interessante Artikel" über Herrn Elas wurde noch nicht publiziert; ein Journalist, der mich seit vielen Jahren kennt und mir offensichtlich großes Vertrauen entgegenbringt, ließ ihn mir aber bereits in der Rohfassung (d.h. noch bevor ein Chefredakteur evtl. Änderungen darin vornimmt) zukommen - selbstverständlich gegen das Versprechen, vorerst nichts Inhaltliches darüber verlauten zu lassen. Doch ich denke, Sie alle im Board werden noch früh genug davon erfahren.

Gestern begann der zweite Com4Net-Prozess; ich nutzte die Gelegenheit, zwei Stunden - da ich noch nicht als Zeuge geladen war - am Presse- bzw. Zuschauertisch neben drei journalistischen Kollegen der Verhandlung beizuwohnen (exakt von 13:06 bis um 14:59 Uhr). Als der Vorsitzende auf Nachfragen (da er mich wegen "Schwätzens" mit meinen Kollegen ermahnte) erfuhr, wer ich sei, bat er mich, den Saal zu verlassen, da ich "als Zeuge noch in Betracht" käme. Andere Journalisten werden mir nun über den weiteren Verlauf berichten und ich hoffe, bald einige Details über den Prozess für interessierte Aktionäre hier ins Board stellen zu können und werde über eerschienene Presseartikel informieren. Leider bin ich heute und morgen verlagsgeschäftlich in Augsburg unterwegs und werde voraussichtlich erst morgen abend wieder Zeit finden, mich der Sache Com4Net intensiver zu widmen.

Nächste Woche versende ich an einige Aktionäre, die ich an meinem Buch beteiligen werde, Informationen zu der Umsetzung, wie ich mir dies vorstelle. Ich habe mich entschlossen, die Hälfte meines Autorenhonorars (das 10% vom Umsatz des Buches beträgt) für diesen Zweck zu teilen. Wie schon mehrfach erwähnt, möchte ich besonders betroffenen und geschädigten Aktionären damit helfen; nicht unterstützen werde ich aber Aktionäre, die mich in den Jahren 2000 und 2001 am Telefon und im wallstreet-online-Board polemisch beschimpft und telefonisch teilweise sogar bedroht haben (ich schrieb u.a. am 6.4.2001 in diesem Board darüber).
Herr Teplan, den ich als Aktionär kenne, bat mich telefonisch, Folgendes mitzuteilen:
Am vergangenen Dienstag, 26.4., verstarb unerwartet und auf dramatische Weise die Mutter des Herrn Teplan. Er brach daraufhin sofort sämtliche geschäftlichen und privaten Aktivitäten ab. Er möchte dies bis wenigstens 10. Mai so halten und bittet um Verständnis, dass ihm alles andere nunmehr sekundär sei.
Betreffs der Com4Net-Prozess habe er nur erfahren, dass Herr Elas zu einer Haftstrafe verurteilt worden sei. Frau Lohner sei von allen Anschuldigungen freigesprochen worden. Ich persönlich kann dies nur indirekt weitergeben und nicht bestätigen. Diese Angaben sind daher ohne Gewähr.
Ich kenne Herrn Teplan seit Jahren und habe über entfernte gemeinsame Bekannte vom Tod seiner Mutter erfahren. Ebenso erfuhr ich, dass dies für Herrn Teplan sehr traumatisch war. Ich habe volles Verständnis für seine Reaktion und bezeige ihm meine aufrichtige Anteilnahme.
Dass es nun wichtigere Dinge für ihn gibt als die Kommunikation mit Aktionären, wird jeder verstehen. Er hat ohnehin dafür schon mehr als genug getan, wofür ich ihm persönlich sehr danken möchte.
dem vorherig gesagten von hildegardvonbingen kann ich nur beipflichten: danke für Herrn Teplans arbeit in der ganze com4net-sache. und noch wichtiger die aufrichtige anteilnahme!
ich wünsche ihnen die kraft und die stärke über den erlittenen verlust hinwegzukommen, auch wenn es schwer fallen mag.
Tom
STeplan hat mich nochmals gebeten, für ihn zu posten und lässt mich Folgendes mitteilen:
Er bedankt sich zunächst bei allen, die Anteilnahme am Tod seiner Mutter gezeigt haben. Er wird in den nächsten Tagen wieder den Aktionären im Board zur Verfügung stehen. Er lässt mitteilen, dass er für Interessierte auch eine Aufarbeitung der bislang vier abgeschlossenen Com4Net-Prozesse verfassen wird. Ebenso verfasst er diese für das Buch über die Com4Net, das er um die Kapitel Com4Net-Ermittlungen und -Prozesse derzeit erweitert.
Hallo Aktionäre und alle anderen Mitleser,

nach langer Pause wegen des von ortega berichteten Trauerfalls melde ich mich endlich wieder zurück. Ich danke an dieser Stelle auch persönlich denen, die mir ihre Anteilnahme gezeigt haben. Ich danke auch all denen für ihre Geduld, die in Sachen Com4Net so lange auf neue Informationen gewartet haben; ich danke allen für das Verständnis, dass ich aus persönlichen Gründen nicht mehr posten konnte und mir, wie ortega schrieb, eine Zeit lang alles andere "sekundär" sein musste (es geht mir, offen gestanden, immer noch so).

Dennoch mache ich mit meinen Informationen weiter, da ich mich den Aktionären und der IG verpflichtet fühle. Es ist ein Jammer, dass die Informationen nur mehr von meiner Seite kommen; wo sind eigentlich all die anderen Com4Netler (AWitsch kümmerte sich eine Zeit lang recht intensiv um die Kommunikation in diesem Board) und Aktionäre, die einst so engagiert hier schrieben?? Wo ist "Elas-TV", das doch so großmundig angekündigt hat, sich um die Verfolgung der Prozesse zu kümmern???

Die Geschichte mit den Com4Net-Prozessen, an der ich derzeit mit Unterbrechungen (wegen anderer Arbeiten, die ich noch zu Ende führen muss) intensiv schreibe, wird sehr umfangreich und, wie ich denke, sehr interessant. Ich kann hier im Board nur Auszüge bringen. Ich werde, wie bisher hier im Board und während meiner gesamten journalistischen Laufbahn praktiziert, die Wahrheit schonungslos an den Tag bringen und kein Blatt vor den Mund nehmen - weder was Elas angeht noch was die angeht, die Millionen aus der Firma gezogen haben noch was offensichtliche Fehler und meiner Meinung nach skandalöse Vorgänge bei den "Ermittlungen" des Erdinger Kriminalkommissars Arthur Weingärtner betrifft. Ich werde aber vor dem 20.6. nicht dazu kommen, hier etwas Näheres dazu zu posten, da ich derzeit eine große Pressekonferenz in München für den 17.6.05 vorbereite, was mich ganze Tage und meist auch Abende voll in Beschlag nimmt.

Zu den Prozessen inzwischen nur ganz kurz: Es fanden bisher vier Com4Net-Prozesse statt. Der Prozess gegen Elas ist, wie der "Münchner Merkur" berichtete, "der bislang einzige, der nicht mit einer Einstellung oder Freispruch endete". Das ist kein Ruhmesblatt für die Ermittlungen. Ausführliche Details folgen. Wie ortega schon ankündigte: Die Ermittlungen und die Prozesse werden - auf Wunsch meines Verlegers und meiner Literaturagentin - in meinem Com4Net-Buch intensiv aufgearbeitet. Es bleibt natürlich bei meinem Versprechen (und ich werde dies noch schriftlich in Vertragsform vorlegen), dass die Hälfte meiner Autorenhonorare in einen Fonds für einige besonders geschädigte Com4Net-Aktionäre gehen sollen.

Zum Abschluss, um des Unterhaltungswerts willen, ein Bonmot des Herrn Elas bei einem der Com4Net-Prozesse: Daraufhin befragt, welches Verhältnis er heute zu mir oder ich zu ihm habe, antwortete Elas der Staatsanwältin Michaela Wawerla: "Herr Teplan ist ein sehr kritischer Mensch. Der nimmt keine Rücksicht auf Freundschaften".
Hallo Herr Teplan,

es freut mich, dass Sie sich aktiv wieder zurück gemeldet haben. Gott sei Dank hat das Leben Sie wieder! Ich dachte mir dies bereits gestern abend, als ich Sie zufällig im Fernsehen als Moderator der Pressekonferenz sah, von der Sie in Ihrem letzten Posting schrieben.
Äußerst gespannt bin ich nun schon auf Ihren nächsten Bericht.
@hildegardvonbingen

danke für Ihre freundlichen Zeilen. Nun habe ich Sie bis jetzt immer noch auf meinen Bericht warten lassen. Aber natürlich halte ich, wie immer, meine Versprechen. Derzeit bin ich nur leider (oder soll man heurte sagen: "Gott sei Dank"?) sehr beschäftigt; ich nehme mir jetzt mal den kommenden Sonntag für mein nächstes Posting vor. Auch an die Mitglieder der Com4Net-IG möchte ich demnächst einen neuen Rundbrief verschicken. Bezüglich der ausstehenden 600.000-Euro-Forderung derCom4Net hat sich Neues ergeben; zudem möchte ich die Mitglieder nichtöffentlich über mein Buch informieren.
Wünsche schönes Wochenende
S.T.
Ist was neues von den Strafprozessen bekannt? Bis jetzt weiß ich nur, daß Herr Elas zu einer Strafe verurteilt wurde. Mich würden die Begründung des Gericht und auch das Strafmaß interessieren. Was ist mit den anderen, gegen die ermittelt wurde?
Meines Wissens wurde Elas auf zwei Jahre Haft verurteilt. Mehr ist mir leider auch nicht bekannt.
Mit Bewährung oder ohne? Mich würde vor allem die Begründung des Richters interessieren.
Hallo Herr Teplan,
da ich jetzt längere zeit nicht mehr hier im board war, wollte ich ur fragen, ob sie schon den rundbrief verschickt haben?

ansonsten wäre es wirklich interessant zu erfahren, wofür, also wegen was, und wozu, also strafe zur bewährung oder freiheitsentzug, Herr Elas verurteilt wurde. so oder so kann man aber sagen, daß es fast "schön" ist, daß jemand bestraft wurde. hört sich zwar ein wenig oberflächlich und gemein an, empfinde es aber so.
schöne grüße
Tom
Hallo RRIchter, hallo option_tom

ich wollte schon längst über die Prozesse schreiben, aber ich kam wegen beruflichem Stress und mehreren (ebenfalls beruflich bedingten) Auslandsaufenthalten immer noch nicht dazu. Und wenn ich etwas schreibe, so möchte ich dies doch gründlich machen. Doch bevor ich Sie wieder auf ein Posting nächste oder übernächste Woche, wenn ich hoffentlich mal etwas mehr Zeit habe :confused: , vertröste, in aller Kürze zu Ihren Fragen so viel:

Elas ist der einzige aus bisher vier Com4Net-Prozessen Verurteilte. Die anderen drei Prozesse und deren Freisprüche (bzw., eine Einstellung) bestätigen meiner Meinung nach sehr deutlich, was ich im Laufe der letzten Jahre hier im Board immer wieder bezüglich der Qualität bzw. Nicht-Qualität der Ermittlungen schrieb und ankündigte - ich muss das hier nicht zum 1000. Mal wiederholen (man muss sich dazu allein nur diesen Thread nochmals von Anfang an durchlesen). Auch das Urteil gegen Elas bestätigt für mich im Grunde das, was ich immer schrieb: Für geschäftliche Fehler, die strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllen, muss er sicher gerade stehen, aber er ist nicht - wie jahrelang auch hier im Board fälschlich behauptet und von bestimmten Seiten häufig gehetzt wurde, der Betrüger, der sich an den Com4Net-Millionen bereichert hat. Das haben ganz andere Personen (auch das dürfte inzwischen bekannt sein) getan und ich sehe leider bis heute immer noch nicht, dass jene Personen strafrechtlich irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden.

Was Elas und die übrigen drei Prozesse betrifft (ich werde demnächst auch schreiben, welche Personen hier zu Unrecht - meiner Meinung nach auch mit absolut fehlerhaften und evtl. sogar sträflich konstruierten Beschuldigungen! - angeklagt wurden), so möchte ich dazu - damit jeder sich sein eigenes "Urteil" bilden kann - die Anklageschriften und das Urteil bzw . die Freisprüche zitieren. Ich habe gute Informanten und u.a. über einen Gerichtsreporter Zugang zu sämtlichem diesbezüglichem Material.

Zu Elas vorab: Er wurde nur in einem einzigen Punkt für schuldig befunden, der wegen der (siebenstelligen) Höhe des entstandenen (Anleger-)Schadens freilich für eine Haftstrafe ausreichte: Ihm wurde vorgeworfen, er hätte im Jahre 1998 den Emissionsprospekt der Com4Net Inc. sofort stoppen müssen, nachdem fest stand, dass die Com4Net-Tochter AlphaCom GmbH zu damaligen Zeitpunkt noch nicht den im Prospekt angesetzten Vermögenswert erreicht hatte. Angesetzt wurde damals ein Firmenwert der AlphaCom von rund 8 Milllionen DM. Es ging bei dem Urteil also nur um einen gewissen Zeitpunkt, ich denke etwa Februar 1998 (ich werde dies noch genau aus dem Urteil zitieren). Wenige Monate später ereichte die AlphaCom tatsächlich den Firmenwert von rund acht Millionen DM, doch ist dies bezüglich des Zeitpunktes für das Urteil nicht relevant. Das Urteil nahm meiner Meinung zufolge aber keine Rücksicht darauf, wie zum damaligen Zeitpunkt Internet-Firmen generell nur aufgrund ihrer Zukunftsperspektiven bewertet wurden; da gab es ja ganz andere, damals sogar noch hoch verschuldete Firmen, deren Firmenwert dennoch sogar in Milliardenhöhe angesetzt wurden - was hätte das Gericht da etwa aus amazon gemacht???:confused:). Ich persönlich halte also die wirtschaftlichen Daten, die als Fundament für das Urteil dienen sollten und die Kompetenz eines vom Gericht eingeholten Gutachten für enorm fragwürdig (meiner Meinung nach hätte da ein Gegengutachten geholfen, aber Elas wollte nicht weiter kämpfen und in keine weitere Instanz gehen - warum Elas kampflos aufgab, ist für mich mehr ein psychisches Phänomen, darüber einmal an anderer Stelle). Es ist eine Ironie der (Com4Net-)Geschichte, dass Elas so just in einem Punkt für schuldig befunden wurde, in dem er gerade die Perle der Com4Net geschaffen hatte: die AlphaCom GmbH, die er noch zu wirtschaftlich schlechten Zeiten am 30.11.2000 für 5,9 Millionen DM verkaufen konnte (man sieht daran, welchen Substanzwert diese Firma wirklich hatte) - zur Steigerung des Substanzwerts der Com4Net Inc. und zum Wohl der Com4Net-Inc.-Aktionäre, wäre da ein Großteil jener Millionen nicht wenige Tage später auf dubiose Weise auf dubiose Konten geflossen - und exakt darum sollten sich mal die Aktionäre und ein Gericht kümmern!!! :mad: Da ging das Com4Net-Geld hin!

Das Urteil kann auch so gedeutet werden, dass Elas in keinem anderen Punkt, den ihm einige Ex-Firmenangehörige und Aktionäre immer wieder gerne vorwerfen wollten, für schuldig befunden werden kann. Selbst Kommissar Arthur Weingärtner von der Kriminalpolizei Erding, der in anderen Fällen (siehe u.a. anhand der entsprechenden Freisprüche) meiner Meinung nach äußerst fragwürdig (noch sehr gelinde ausgedrückt!) ermittelte, kam in seinem Abschlussbericht zu dem Urteil, Elas habe die Gelder ordnungsgemäß verwendet. Elas hat sich auch nachweislich nicht mit einem einzigen Cent selbst bereichert. Im Gegenteil hat er - mit Ausnahme von sieben Monaten -jahrelang ohne Gehalt gearbeitet und große Teile seines Privatvermögens für die Firma geopfert und nie zurück erhalten. Das ist ein Punkt, der von allen Hetzern noch nie berücksichtigt wurde! (Vielleicht trifft ein Ausspruch der Elas-Vertrauten Anita L. diebezüglich den Nagel auf den Kopf: "Jeder Depp hat sich an der Firma bereichert, nur Elas war immer der Gelackmeierte." Bezeichnenderweise kommen falsche Vorwürfe gegen Elas oft von jenen Seiten, die sich wirklich selbst aus Com4Net-Geldern bereichert haben). Elas ist also von allen anderen Vorwürfen frei. Das zumindest ist meine Deutung des Urteils (ich habe es leider jetzt nicht hier, sondern bei Kollegen in einer Redaktion) und ich werde, wie erwähnt, dieses noch selbst zitieren.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich momentan aus beruflichen Gründen nicht mehr Zeit finde, mehr zu schreiben - das wird sich wieder ändern und ich möchte dennoch den Aktionären für Informationen zur Verfügung stehen, so gut ich kann und bleibe für alle, insbesondere auch kritische Fragen, immer offen. Mehrere kritische Fragen sollten die Aktionäre aber einmal an die Staatsanwaltschaft Landshut und Kriminalpolizei Erding richten. Z.B. die: Was ist mit den Ermittlungen gegen Markus Stettinger, Thornton, Kaltz, Chovancova und andere Bekannte und Verwandte Stettingers, auf deren Konten insgesamt siebenstellige Summen aus Com4Net-Geldern flossen? Und wenn - Frage Nr. 2 - aus Com4Net-Kontoauszügen und anderen Dokumenten 100%ig nachgewiesen werden kann, dass angebliche "Aktionäre", die faktisch nie Aktionäre waren, da sie nie Com4Net-Aktien bezahlt hatten, ihre "Geldeinlagen" zurück erhielten, wenn wiederum andere Aktionäre, die beispielsweise nur für 6.000.DM Com4Net-Aktien erwarben, plötzlich 60.000.- DM zurück erhielten (wussten Sie schon, dass so die Com4Net-Aktien im Dezember 2000 das Zehnfache ihres Ausgabewerts erreicht hatten?), warum wird da bis heute nichts sichtbar strafrechtlich geahndet (wurde überhaupt richtig ermittelt???). Und solch kritische Fragen gäbe es bezüglich der Ermittlungen noch über ein Dutzend. Wo bleiben in diesen Fällen all die kritischen Aktionäre, die nie verlegen waren zu wüten und hetzen und Strafanzeigen zu stellen? Sämtliche Beweise für die genannten Fakten und noch viel mehr können über eine Münchner Redaktion und über einen Münchner Rechtsanwaltskanzlei, wo diese lagern, jederzeit geliefert werden. Jene Beweise lagern, wie u.a. aus Rechtsanwaltseinsicht und internen Quellen ersichtlich, seit Jahren auch bei der Kripo Erding und der StA Landshut. Vielleicht "lagern" sie dort zu gut?

option_tom: Wären das nicht Fälle, in denen Ihre Worte angebracht wären: "so oder so kann man aber sagen, daß es fast `schön` ist, daß jemand bestraft wurde" ? Wenn Sie schon der Fall Elas - der nachweislich kein Geld aus der Firma gezogen hat - mit solcher Befriedigung erfüllt, um wie viel befriedigter müssten sie sein :lick:, wenn Sie diejenigen verurteilt sehen, die dies wirklich getan haben? ;) Denn jene und nicht Elas waren es, die der Com4Net und allen Aktionären Grab geschaufelt haben! :( Das sollten alle anhand der Fakten und anhand der bisher gesprochenen Urteile einmal sehen! Und entsprechend neue Strafanzeigen stellen bzw. wegen möglicherweise nicht berücksichtiger Umstände und einiger neuer vorliegender Beweise (ich lasse diese gerne bereit stellen; sie liegen auch meinem Verleger vor) Neuaufnahme der Ermittlungen forcieren - und zwar unvoreingenommene, niemanden begünstigende und dem §160 der Strafprozessordnung gerecht werdende Ermittlungen! Sonst droht, wie dies in meinem - mittlerweile bei einem Verlag vorliegenden und nur noch anhand der Prozesse laufend aktualisierten - Buch deutlich herausgearbeitet wird, der Fall Com4Net nicht zu einem Wirtschafts-, sondern zu einem Ermittlungs- und Justizskandal zu werden.
Danke für die Info. Ist die "DC Network Überzahlung" im Prozeß thematisiert worden?
Hallo,

also ich wäre bei einer Strafanzeige gegen Stettinger & Co sofort dabei, jedoch nur OHNE nochmals Geld investieren zu müssen, da mich die c4n mein ganzes Geld gekostet hat.

Was können wir als "Aktionäre" machen ????:confused:
Bin derzeit wieder auf Reisen und kann nur in aller Kürze antworten.

@RRichter
Die DC-Überzahlung war meines Wissens nicht dabei. Näheres erfahren Sie, wenn ich Ihnen das komplette Urteil zitieren werde.

@Planetengucker
Ich kann Sie gut verstehen, nachdem Sie schon einmal von einem Anwalt in Sachen Com4Net abgezockt wurden, ohne dass viel passiert ist. Ich bin mit zwei weiteren Com4Net-Aktionären im Kontakt, die eine Klage in der betreffenden Sache und entsprechende Neuermittlungen anstreben. Vielleicht können Sie sich diesen Aktionären (kostenlos, aus reinen Solidaritätsgründen) anschließen). Ich sehe zu, was ich in dieser Sache auf die Schnelle noch leisten kann, bevor ich für längere Zeit verreise. Bei mir sind inzwischen kurzfristig neue Umstände eingetreten, die mich zwingen, für einen journalistischen Auslands-Großauftrag ab 1.8.05 ein halbes Jahr am anderen Ende der Welt zu verbringen. Doch habe ich immer wieder mal Zugang zum Internet und werde so sehen, was ich bis Februar auf dem e-mail-Weg mit steuern kann. Ansonsten ist alles in den Händen von Rechtsanwälten. Ich melde mich bald aus Fernost und Australien und hoffe, dass ich das kommmende Wochenende noch zu dem Elas-Urteil komme, um es dann hier reinzustellen. :)
Hallo,

Habe gerade ne (Ein)Ladung zur Strafsache vonm Landsgericht Landshut bekommen. Geht wohl um den Betrug bei der Com4Net. Angeklagt sind Christian Schorn + Michael John Wales Erwin Markus Sellmaier Thomas Martin von Khuon zu Wildegg-Streidl und Dr. Otto Schreiber. Verhandlungstermin ist am 24.01.2006. Bitte um nähere Infos über diese Personen gerne auch per Boardmail. Ich habe schon vor längerer Zeit mein Investment abgeschrieben. Doch wenn ich hier jemanden vors Knie treten kann dann gerne, dann aber bitte vors richtige!

Wer darf denn noch kommen ?

Grüße

Zorro2
Hallo 2u2,

melde mich derzeit aus Indien und habe nach Aufenthalten in ländlichen Gegenden endlich wieder Zugang zum Internet. Ich sehe gerade, dass eine Menge mails von Aktionären bei mir eingegangen sind und ich werde dieses Wochenende daran gehen, sie zu beantworten.
Zum Elas-Urteil, das ich für Herrn Richter noch zitieren wollte: Kurz vor meinem Abflug wurde mir das Urteil zugesandt; ich musste aber mein Vorhaben, es vollständig zu zitieren, aufgeben, da es 27 Seiten Umfang (!) aufweist. Dennoch, Herr Richter: Die Überzahlung ist nicht Bestandteil des Urteils. Dieses enthält lediglich Beschuldigungen wegen Konkursverschleppung (in Zusammenhang mit DC Network) sowie Schädigung von Aktionären in Zusammenhang mit der Emission von Com4Net-Aktien, die nach Ansicht des Gerichts hätte eingestellt werden müssen, nachdem die AlphaCom GmbH zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht den im Prospekt angeführten Wert besessen habe. Ferner geht es im Urteil um die Grünewälder GmbH. Geld hat Elas, interpretiert man das Urteil und liest man den Zwischenbericht der Kripo Erding gründlich, nicht hinterzogen.

Schade, dass ich wegen meiner langen Auslandsaufenthalte am 24.1.06 nicht der Gerichtsverhandlung beiwohnen kann; ich überdenke es noch, evtl. eigens dazu eine Woche früher als geplant nach Hause zu fliegen, sofern meine Arbeiten in Asien dies zulassen.

@Zorro2
Ich kann nur beistimmen, dass das richtige Knie getroffen wird. Noch wichtiger aber ist, dass es endlich einmal das richtige Knie der richtigen Leute trifft, die tatsächlich Millionen von Aktionärsgeldern aus der Com4Net hinterzogen haben (treten Sie doch von denen mal jemand ins Knie! Ich kann Ihnen da gerne mit ein paar Informationen helfen, dass da überhaupt mal endlich jemand von denen vor ein Gericht kommt - und wenn ich es von Indien, wo ich derzeit wohne, aus tun muss). Das trifft nach meinen Erkenntnissen auf keinen der am 24.1.06 vor dem Kadi stehenden Personen zu, auch wenn einige von ihnen sich angeblich anderer Dinge schuldig gemacht haben sollen.
@to whom it may concern :)

habe nun, nachdem ich - wegen des Todes meiner Mutter und folgender längerer Auslandsaufenthalte - Ewigkeiten lang meine Boardmails nicht gecheckt habe, alle auf einmal beantwortet. Wen`s also interessiert: in die Boardmails schauen!
Hallo,

ich habe dem Aktionär, der sich in einer mail erkundigt hat, was ich eigentlich in Indien arbeite, ausführlich per Boardmail geantwortet (muss ja nicht öfentlich sein, da es nicht zur Com4Net gehört). Bedanke mich für das Interesse und sende an alle Grüße nach Deutschland.
Ich darf ganz persönlich anmerken, dass es mir in Indien ausgezeichnet geht :)und dass ich dieses Land besonders nach all dem, was ich von einigen Behörden im Fall Com4Net erlebt habe, für weit fortschrittlicher, menschlicher, reifer und ehrenwerter halte als das vielerorts kleinkarierte Deutschland.
@Zorro 2 und alle Com4Net-Prozess-Interessierten

Der nächste Prozess gegen Führungs-Mitglieder der Com4Net ist nicht erst im Januar, sondern im November. Hat dazu niemand eine Ladung bekommen?
Wollte mich mal wieder zurück melden, bin umgezogen nach Dresden (Wahlkreis 160 *g*) ... ja ich bin`s der NetSeek-Typ ;)
Falls jemand mir mal die neusten Infos (seit Ende 2004) in gebündelter Form zukommen lassen würde, wäre das sehr nett.
Meine Kotaktdaten sind auf meiner Homepage: www.leglermedia.net

Viele Grüße an alle!
@ Hallo "nessie",

wenn ich Sie mal in alter Verbundenheit so nennen darf. Schön, wieder von Ihnen zu hören. Sollte sich sonst niemand im Lauf der nächsten Woche melden, kann ich Ihnen gerne gebündelt etwas zukommen lassen.

In aller Kürze vorab so viel: Vier Com4Net-Prozesse haben seit dem 14.4.05 mittlerweile stattgefunden. Resultat: Eine Einstellung, zwei Freisprüche, eine Verurteilung. Mehrere weitere Prozesse werden folgen, nächste Runde ist, beim Landgericht Landshut, im November gegen einige Führungsmitglieder der Com4Net. Lesen Sie doch einfach zur schnellen Information diesen Thread!

Ich lebe mittlerweile in Asien, derzeit konkret in Indien, wo ich einen inhaltlich traumhaft schönen und gleichfalls traumhaft gut bezahlten Job machen darf (da war die Com4Net um vieles geiziger). Das Leben - das haben Sie inzwischen ja auch gemerkt - hält eben doch mehr bereit als Com4Net und Kleinkariertheit und Korruption einiger Kreise in Deutschland. Ansonsten arbeite ich auch nach wie vor weiter an Büchern. Ich kann - dies gleich vorweg, um evtl. Missverständnissen in der Korrespondenz vorzubeugen - manchmal nur mehr wochenweise antworten, da ich sehr viel im Land unterwegs bin.

Freue mich immer, von Ihnen zu hören, per e-mail oder anderswie. Wünsche alles Gute in Dresden, das ich durch Privatkontakte sehr gut kenne und liebe. Und zur alten Heimat in Freiberg ist es von dort ja auch nicht weit. Nur Hochwasser darf keines mehr kommen!

:):) S.T.



@ hildegardvonbingen, gibt es Sie überhaupt noch? Von Ihnen habe ich schon lange keine mail mehr erhalten!
@STeplan

Hallo Herr Teplan! Ich finde es ja rührend, dass Sie mich schon vermissen, wenn Sie im fernen Indien sind ;). Es gab von meiner Seite einfach nichts Brisantes. Darum habe ich nicht mehr kommuniziert. Sieht so aus, dass nie etwas passiert, wenn Sie nicht den Anstoß dazu geben.

Aber eine Frage hätte ich schon. Warum verraten Sie eigentlich nicht, gegen welche Führungsmitglieder der Com4Net im November eine Verhandlung läuft? Oder wissen Sie es selbst nicht?
Und gegen welche Personen liefen eigentlich die bisherigen Prozesse? Ich habe den Thread nochmals durchgelesen. Mir fiel dabei auf, dass Sie nicht alle Namen nennen. Ist dies Absicht?

Mit einem netten Gruß nach Indien! :) hvb
@RRichter @hildegardvonbingen

Komme gerade von einem längeren Aufenthalt auf der Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren aufs indische Festland zurück und habe endlich wieder Internet-Anschluss - leider bekam ich auf den Inseln auch mit meiner Aircard keine Verbindung. Darum, hvb, Pardon für die späte Antwort.

Ich verbinde meine Antwort an Sie mit einer Antwort und einer Frage an RRichter: Sicher gibt es etwas Neues. Und sicher weiß ich auch, gegen welche Com4Net-Führungsmitglieder im November eine Verhandlung läuft, mir liegen selbst hier in Indien Termin und Sitzungssaal-Nummer vor. Wissen Sie es nicht, Herr Richter, da Sie fragen, ob es was Neues gäbe? Da Sie doch die entsprechende Strafanzeige gestellt haben, nahm ich dies mal an (im Notfall genügt ja ein Anruf bei der StA oder dem Landgericht Landshut). Darum warte ich mit der Antwort an hvb noch, weil ich es schön fände, wenn sich in diesem Board die Aktionäre/Geschädigten untereinander wider mehr austauschten und nicht immer alles von mir kommt - vor allem, da ich nun doch einige Zeit lang ein wenig aus der Welt bin.
Ansonsten drücke ich mich natürlich nicht und bin gerne zu jeder Art von Auskunft bereit.
:) S.T.
@STeplan: nein, ich weiß nichts von weiteren anstehenden Verhandlungen. Sicher war ich auch nicht der einzige, der die StA zu ihren Ermittlungen Anlaß gegeben hat.
@hildegardvonbingen @RRichter

Ich habe die Fragen aus Posting #77 noch nicht beantwortet. Also:
Gegen wen bisher Prozesse liefen? Ich wolte bewusst keine Namen mehr nennen, nachdem ich in zwei Fällen Ärger bekam - auch wenn ich im Recht bin und Namen aus öffentlichen Verhandlungen nennen könnte. Es geht hier also mehr um moralisches Recht und um Schutz der Privatsphäre von richterlich erwiesenermaßen Unschuldigen. In einem Fall (des ersten Com4Net-Prozesses am 14.4.) habe ich den Namen hier im Internet genannt und daraus ist er wohl auch nicht mehr zu entfernen. Ich habe jener Person, gegen die das Verfahren eingestellt wurde, persönlich versprochen, ihren Namen nicht mehr öffentlich zu nennen bzw. ihn zu ändern, wie es sogar die Presse fairerweise getan hat. Leider habe ich hier in Indien die Presseartikel nicht dabei, wie Sie sich denken können, sonst würde ich ganz gerne daraus zitieren).
Also: künftig ändere ich die Namen. Jeder Com4Net-Insider wird auch so wissen, um wen es geht. Versuchen wir es mal so (und Sie werden in einem speziellen Fall sicher schmunzeln, warum ich darüber noch nichts geschrieben habe):

Verhandlung 14.4.: s. Thread. Einstellung des Verfahrens. Alle Informationen da.

Verhandlung 25./26.4.: Vorstandsvorsitzender der Com4Net Inc. und AG. Haftstrafe.

Verhandlung: 25./26.4.: Bekannte des Vorstandsvorsitzenden: Freispruch . Absolut haltlose Vorwürfe

Verhandlung 3.6.: PR-Leiter der Com4Net. Freispruch . Absolut haltlose bis – wie sich in der Verhandlung sehr schnell herausstellte und zwar ausschließlich durch Belastungszeugen der Staatsanwaltschaft, ohne irgendwelche Verhörung von einem runden Dutzend Zeugen des falscher Vorwürfe Beschuldigten! – fadenscheinige und groteske Vorwürfe. Der Skandal in diesem Fall ist, dass Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei mit solchem, in wenigen Minuten und mit wenigen Sätzen zu entkräftendem Material und nachweislich mehr als mangelhaften "Ermittlungen" es überhaupt gewagt haben, in eine Verhandlung zu gehen. Sie haben ihre Rechnung vom Gericht bekommen, eine zweite öffentliche wird im Frühling 2006 folgen. Die Frage stellt sich: Wollte man hier evtl. nur jemand mundtot machen?

Über letzteren Fall (wie auch über den Fall Markus Stettinger) werde ich, auch unter Nennung aller Namen, weil ich hier einen Ermittlungsskandal sehe, der meiner Meinung nach dem Ansehen der Kriminalpolizei Erding und der Staatsanwaltschaft Landshut schwersten Schaden zufügen könnte, nach meiner Rückkehr nach Deutschland mehr veröffentlichen. Dies ist auch Teil meines Buches, das nun bis zum Ende meiner Auslandsmissionen (Ende Januar) leider ruhen muss. Ich bin wegen .. heiten (wie soll man es denn nennen?) der Erdinger Kripo nicht so dumm, hoch lukrative und schöne Tätigkeiten in den Wind zu schreiben. Sonst hätte ich längst mehr auch hier ins Internet darüber gestellt.
Meine Mühlen mahlen in diesem Fall - beruflich bedingt - vielleicht mindestens so langsam wie die der Justiz (und der so genannten Exekutive). Vielleicht dafür aber weit gründlicher (was in diesem Fall keine große Kunst ist).

Was die nächste Verhandlung im November gegen Führungsmitglieder der Com4Net angeht: Muss ich dazu Namen nennen? Hatte die Com4Net denn so viele Führungsmitglieder, dass man lange rätseln müsste? Interessiert das überhaupt noch jemand? Ich warte noch einige Zeit die Reaktionen im Board ab, bis ich diesen Punkt beantworte.
Hallo,

Also wenn keiner Namen nennen will dann tue ich es.

Angeklagt ist Herr Witsch.

Grüße

Zorro2

Wie wärs mit ner Fahrgemeinschaft im Januar ?

oder doch per Flugzeug ?
Zorro 2: Danke für Ihre Klarstellung.
Herr Teplan ist offenbar wieder im Dschungel verschwunden, da er sich auch auf meine mail nicht meldet.
Wenn es in meinen Zeitplan passt, würde ich der Verhandlung ganz gerne beiwohnen. Haben Sie, Zorro 2, zufällig noch nähere Angaben zu Zeit und Ort? Wenn ja, wäre es sehr lieb, mir dies auch mit zu teilen.
Danke! hvb
Hi

es ist wohl der 11.11.2005

wer es genau wissen will kann beim Landgericht anrufen

Grüße

Zorro2
@alle,

Hallo Mitgeschädigte,

gibt es überhaupt noch die Hoffnung, unser zu Com4Net Zeiten eingezahltes Geld Bzw. einen Teil davon wieder zu sehen.
Ich persönlich habe nicht die finanziellen Möglichkeiten, einen Anwalt einzuschalten.
Daher beschäftigt mich diese Frage schon länger?!

mfg Plaste
@Plaste

ich schreibe Ihnen am Wochenende eine längere mail, was ich Ihnen auf Ihre Fragen hin raten würde. Ich werde dann erstmals auch öffentlich hier im Board darüber berichten, welche Forderungen der C4N noch eingeklagt werden könnten und welche nicht, was ich mit der IG erreicht habe und was nicht. Allgemein betrachte ich es als einen Riesenjammer, dass sich niemand sonst darum kümmert, wenn ich, wie es mein Beruf erfordert, monatelang im Ausland außer Gefecht bin. Wo sind die CEOs und Bevollmächtigten der Com4Net, wo die kämpferischen Aktionäre?


@Zorro 2 @hildegardvonbingen @alle Aktionäre, die`s interessiert

Meinen mir aus Deutschland mitgeteilten Informationen zufolge ist die Verhandlung gegen Com4Net-Vorstand Alexander Witsch am 15.11.05 ab 9.00 Uhr im Sitzungssaal 10, 2. Stock, beim Landgericht Landshut angesetzt. Diese Information bitte nachchecken! Zorro, wie Sie schreiben: ein Anruf beim Landgericht Landshut in Niederbayern genügt ja. Muss ich dazu erst aus dem indischen Dschungel schreiben?
PS: Weitere Informationen, die bis zu mir ins fernöstliche Asien drangen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch Elas beim Prozess zugegen ist.
@STeplan: Vielen Dank von meiner Seite aus jedenfalls für Ihr Engagement.

Vielleicht kann ELAS.TV ja mal wieder einen Bericht abliefern :D
@STeplan
Auch von meiner Seite herzlichen Dank an Sie. Ich lag also gar nicht so falsch mit meiner Vermutung, dass Sie im Dschungel verschwunden sind. ;)

@alle
Geht irgendjemand nächste Woche zu der Verhandlung in Landshut?

@RRichter
In der Tat, Elas-TV wäre wieder mal gut. Lange nichts mehr davon gehört.
Ich hatte heute telefonischen Kontakt mit Herrn Teplan. Er nannte mir zwei Journalisten, die wohl beim Prozess kommende Woche dabei sein werden. Wenn es mir möglich ist, werde ich selbst auch an der öffentlichen Verhandlung teilnehmen. Ich kann dann ja Elas-TV spielen. Oder muss es jetzt nicht Witsch-TV heißen?
@Ortega: wie so häufig sind Namen letzten Endes Schall und Rauch.

Berichte einfach, und nenn Dich doch "Ortega TV" :)

ELAS TV war damals ein rhetorischer Joke, denke ich - wenn auch mit ernstem Hintergrund. Habe das nur mal als "etablierte Marke" verwendet, neue Marktteilnehmer sind selbstverständlich gerne gesehen.

Wenn Du magst, kannst Du ja auch Gerichtszeichner spielen !
@RRichter

Danke :) Ich werde Ihren Vorschlag aufgreifen.


Angesichts des bevorstehenden Prozesses habe ich noch einmal zurückgeblättert zum Beginn dieses Threads. Dabei fiel mir auf, dass Herr Teplan im Eröffnungsbeitrag nahezu prophetische Aussagen über den Ausgang der Ermittlungen und Verhandlungen führte. Zumindest wenn man bedenkt, dass von vier Verfahren zwei mit Freispruch und eines mit Einstellung endeten. Dies demonstriert für mich auch deutlich, wer im Fall Com4Net Wahrheit gesprochen und wer Dichtung verbreitet hat. Oder wer letzterer aufgesessen ist. Da ich Stefan Teplan und die Vorgänge in der Com4Net kenne, weiß ich, dass er immer richtig und auf Seiten der Wahrheit lag. Ich möchte daher zur Einstimmung auf den morgigen Prozesstag nochmals aus Teplans Beitrag #1 vom 20.11.04 zitieren:

Kafka war, wie Hermann Hesse einmal über ihn schrieb, ein Prophet, der kommende Zustände und Ereignisse wie ein Seismograph erahnte und in gleichnishafte Bilder umsetzte. Und dieser Kafka dessen Todestag sich kürzlich zum 80. Male jährte, war offenbar ein noch größeres Genie als die literarische Welt bisher erahnt hat. Er, der größte Epiker des 20. Jahrhunderts, hat in seinem Jahrtausend-Epos " Der Prozess" auch konkrete Ereignisse des 21. Jahrhunderts vorweggenommen - Ermittlungen und Umstände im Com4Net-Prozess: Nach brandneuem Material, das ich heute per Post erhielt, erhärtet sich mehr als je zuvor der von mir schon mehrfach gehegte Verdacht, dass bei den Ermittlungen Unschuldigen und nur ein wenig Schuldigen der Prozess gemacht werden soll, während für mich noch nicht sichtbar ist, dass Personen, auf deren Konten ohne Grund (und gegen den Willen von Vorstand Josef E.) Millionen von Com4Net-Geldern flossen und auch jenen, die durch abenteuerlichste Firmen-Konstrukte (GbR etc.) und Geldverschwendung (AgM) den Börsengang gefährdeten und letztlich verhinderten, auch nur ein Haar gekrümmt werden soll.
Am 24.10.01 jedenfalls wurden, wie bei Kafka, Personen verhaftet, die allesamt nichts Böses getan haben. Kommissar Weingärtner von der Kripo Erding ließ so etwa den zeitlebens unbescholtenen Hermann L. verhaften und lastete ihm Dinge an, die absolut haltlos sind, wie sich herausstellte. Mittlerweile hat man das (nach drei Jahren) auch erkannt, Herrn L. für frei von allen Anschuldigungen erklärt und - wie mir gestern von verlässlicher Seite mitgeteilt wurde - wird man Herrn L. wohl auch kräftig auf Steuerzahler-Kosten dafür entschädigen müssen, was ihm so genannte " Staatsvertreter" an Unrecht angetan haben.
Das neueste Material, das ich heute erhalten habe, geht in ähnliche Richtung. Staatsanwaltschaft und ein Gericht wurden hier nach meiner Auffassung mit solch haltlosen (wie ich sehr gerne beweisen kann) Dingen konfrontiert, dass ich nur hoffen kann, dass es in dieser Sache sehr bald zu einem Prozess kommen wird, der dann die völlige Abstrusität der Ermittlungen und Vorwürfe in diesem Fall endlich erweisen müsste. Die Realität hat eben viel schneller eingeholt, was ich erst gestern im letzten Thread (Aktenzeichen C4N gelöst) prophezeit habe: dass ich es für gut möglich halte, dass einige Prozesse im Fall Com4Net sich zur völligen Blamage der Ermittlungen des Kripo-Beamten Weingärtner aus Erding gestalten könnten und nicht dazu, Schuldige oder Unschuldige zu treffen.
@alle

Ich halte meine Versprechen immer, bitte aber freundlich um zwei bis drei Tage Zeitaufschub für meinen in Beitrag #86 angekündigten Bericht über die IG und die Com4Net-Forderungen. Leider war ich das ganze Wochenende in andere Aktivitäten eingespannt.
:mad::D:cry::confused:Bin auch geschädigt worden, ohne diese Threads hier wäre
es unmöglich ab und zu Neues zu erfahren, ob und wie noch
Geld zu bekommen ist, bitte an mich weiterleiten.
Hi,

war jemand bei dem Prozeß ?

ein Bericht wäre schön auch per Bordmail.

Grüße

Zorro 2

der in diesem Betrugsfall gerne mal den Leuten auf die Füße ;) treten möchte die hier Gelder veruntreut haben...
Der Prozess ist noch nicht zu Ende. Ich war leider nicht als ortega-TV bei den ersten beiden Verhandlungstagen.
Mir versicherte STeplan jedoch telefonisch, er haette direkte Informationen aus dem Gerichtssaal nach Indien uebermittelt bekommen. Ich denke doch, dass er dies bald oeffentlich machen will. Er teilte mir mit, derzeit wieder im Land unterwegs zu sein und seinen angekuendigten Beitrag zu posten, sobald er wieder Internet-Anschluss habe.
Ich schreibe folgende Zeilen auf Wunsch des Herrn Teplan, mit dem ich gelegentlich per Mobiltelefon in Verbindung stehe:

Herr Teplan ist seit seinem letzten Posting ohne Internet-Anschluss im Fernen Osten unterwegs und teilt auf diese Weise mit, dass am morgigen Dienstag, 29.11.05, 9.00 Uhr, vor dem Landgericht Landshut der laufende Com4Net-Prozess fortgesetzt wird.
Er bittet mich bewusst, keine Namen zu nennen. Ich komme hiermit auch diesem mir nicht ganz einleuchtenden Wunsch nach.

Teplans Posting zur IG werde folgen, sobald er wieder Internet-Anschluss habe.
Wenn Herr Teplan beruflich in Südostasien unterwegs ist, kann man von ihm eigentlich kaum erwarten, daß er hier Berichte abliefert oder die IG-Mitglieder unterrichtet.

Sofern er das doch getan hat, möchte ich ihm danken.

Von den in und um München ansässigen Mitleidenden würde mich interessieren, ob jemand etwas neues/näheres zu berichten weiß.
hallo zusammen,

da ich josef e. und co. kannte, hatte ich niemals in com4net investiert. nur damals glaubte mir niemand. egal.

ich wohne in landshut und könnte zu den gerichtsverhandlungen gehen. kann mir jemand die termine sagen ? würde im gegenzug auch berichten.

ich würde gerne wieder mal dem josef e. in die augen schauen. mich würde interessieren ob der mann ein gewissen hat. mich hat er schon vor seiner com4net zeit um ca. 80 000 DM betrogen und vor gericht gelogen (kann ich nur nicht beweisen, nur ich kannte die wahrheit). und die richterin hat er um den finger gewickelt. ich war unglaubwürdig, obwohl ich die wahrheit gesagt habe. so läuft das in diesem land eben.

josef e. und anita waren laut einer guten freundin von ihr ein paar, also ist es verständlich dass sie zu ihm steht.

gruss,

drlama
@drlama

Ich bin sicher nicht der einzige Com4Net-Aktionär, der es begrüßen würde, wenn Sie zu den Gerichtsverhandlungen gehen. Dann hätten wir endlich wieder Elas-TV.

Die nächste Verhandlung müsste doch laut Zorro2 am 24.1.06 sein. Ich schließe dies aus Posting Nr. 70 in diesem Thread. Vielleicht können Sie ja einfach mal bei der Staatsanwaltschaft Landshut nachfragen?

Ich bin leider etwas enttäuscht, dass überhaupt nichts bekannt gegeben wurde, wie der letzte Com4Net-Prozess im November ausging. Weiß vielleicht irgendjemand etwas?
Hallo,

... die Ausladung zur Verhandlung kam zu spät an, so das ich das "Vergnügen" hatte dem Prozeß gegen Herrn Rechtsanwalt Schorn als Zuhörer teilzunehmen.
(war ein teurer Zuhörer da sämtliche Auslagen gezahlt werden mußten .... ich habe also ca. 18 STD Fahrt gehabt für .....)
Zu meiner Verwunderung wurde als einzigster Zeuge am 5. von 7!!! Verhandlungstagen Herr Elas (der von 2 Vollzugsbeamtenvorgeführt wurde) vernommen. Er war nach meiner Auffassung in einem nicht gerade tollem Zustand. (obwohl lt. dem Richter seinen Gesundheitszustand wesentlich besser war als bei seiner letzten Vernehmung im Prozeß um Herrn Witsch )
Er wurde über die Vorgänge um den DCI Verkauf an die Alphacom /Com4Net und die Rolle des Herrn Schorn ca. 2 STD befragt.

Anwesend waren Zeitweise auch Frau Lohner mit ihrer Tochter mit der ich mich auch noch kurz unterhalten habe.

Das Wichtigste war wohl das die DC Networks wohl schon Ende 1996 mehr als Konkursreif war. Dieses hat Herr RA Schorn Herrn Ehlers wohl schriftlich mitgeteilt. Es ist jedoch verschleppt worden.(warum wohl ? na weil der RA dabei gut verdient hat !) Anfang 1997 hat die Alphcom die Geschäfte von der DC übernommen und wegen dem überhöhten Kaufpreis sitzt Herr Elas jetzt im Knast.

werde noch weitere aber nicht neue Details noch mal zusammenfassen.

Grüße

Zorro2
@ Zorro 2: Gibt es ein Ergebnis des Prozesses gegen Herrn Witsch?

@STeplan: Gibt es Sie noch? Geht es Ihnen gut? Mich würde Ihre Sicht zum Posting von Zorro 2 interessieren.
@RRichter

danke Ihrer Nachfrage, mich gibt es noch, bin aber bereits wieder in Fernost-Asien. Ich war nur für einen kurzen Urlaub in Deutschland, dann rief mich die Arbeit, die mich länger an Asien binden wird, wieder zurück. Insofern bitte ich um Verständnis, dass ich nur mehr mit großen Intervallen die Diskussion im Board verfolgen und führen kann.
Leider hatte ich während meines kurzen Deutschland-Aufenthalts auch keine Zeit, bezüglich der Prozesse Näheres selbst in Erfahrung zu bringen oder meine Quelen anzugehen, da das bisschen Freizeit, das ich hatte, nach einem halben Jahr Abstand ganz der Familie gehören musste.

Ich will aber gerne Ihre Frage bezüglich des Beitrags von Zorro 2 beantworten - schade dass niemand beim Prozes gegen Com4Net-Aufsichtsratsvorsutzenden Karlheinz Weber und Com4Net-Vorstand Aexander Witsch (CEO) zugegen war. Mir wurde von einer Person, die als Zuschauerin und -hörerin dabei war, mitgeteilt, die Verfahren wären gegen Auflage (Zahlung einer Geldsumme in einem, Arbeitsleistung im anderen) eingestellt worden. Gab es denn außer im Falle Elas bisher nur Freisprüche und Einstellungen? Wurde dafür fast vier Jahre lang vom Erdinger Kommissar Arthur Weingärtner "hart" ermittelt und wurden x Strafverfahren vor den Richter gebracht? Saßen die Anklageerhebungen nicht? Aber was die "Qualität" jener sagenhaften Ermittlungen betrifft, konnten sich ja inzwischen schon viele ein Bild davon machen. Da können sich viele Com4Net-Aktionäre und brave Steuerzahler fragen: Dreieinhalb Jahre Ermittlungen und Ausgeben so vieler Steuergelder für solche Resultate?

Die Staatsanwältin Wawerla, die sich bei ihren Anklageerhebungen auf die Ermittlungen verlassen musste, war schon im November beim Prozess nicht dabei. Mir wurde mitgeteilt, sie sei schwanger oder habe bereits ein Kind geboren (konnte das nicht nachprüfen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sie sich zu Hause wohler fühlt als dabei, vor Gericht mit den Resultaten mancher Ermittlungen konfrontiert zu werden). Ich denke nicht, dass der Fall Com4Net für sie karrierefördernd war.

Fälle wie die des Markus Stettinger und Thornton ruhen immer noch in Frieden; über jene Ermittlungen - dürfte ich es denn auch Nicht-Ermittlungen nennen? - ruht noch interessantes Material in zwei Redaktionen, davon vielleicht einmal später. Ich denke aber doch, dass Oberstaatsanwaltschaften, Innenministerium und die Öffentlichkeit das einmal erfahren sollten.

Aber nun endlich zu Zorro2: Nach allem, was ich inzwischen weiß, denke ich auch, dass die DC schon 1996 konkursreif war. Herrn Elas wurde bei seiner Verhandlung denn auch in diesem Kontext Konkursverschleppung vorgeworfen und das war wohl mit entscheidend für sein Strafmaß. Die Tatsache freilich, dass eine Firmas konkurs ist, ändert noch nicht notwendigerweise die Qualität ihres Produkts/ihrer Produkte. Wenn eine andere Firma wie in diesem Fall die AlphaCom diese(s) übernimmt, ist dies eher sinnvoll als unlauter. Tatsächlich war die AlphaCom mit diesem Produkt auch die beste Investition der Com4Net; seit dem Jahr 1999 gab es eine Reihe von Internet-Firmen, die der Com4Net diese Beteiligung zu lukrativen Bedingungen abkaufen wollten. Dies geschah letztlich am 30.11.2000, als die Firma IPCenta - Tochter der an der Nasdaq notierten CompleTel - zum Kaufpreis von 5,9 Millionen DM die AlphaCom übernahm (zu einem Zeitpunkt , als die Bewertungen der Internet-Firmen bereits alle sanken; noch ein Jahr zuvor hatte sie ein weit höheres Verhandlungsangebot gemacht).
Zum "überhöhten Kaufpreis", dessentwegen "Herr Elas jetzt im Knast", wie Zorro2 schreibt, sitzt, kann ich sagen: Herrn Elas wurde nicht ein überhöhter Kaupfpreis vorgeworfen, sondern die Angabe eines zum damaligen Zeitpunkt nicht zutreffenden Wertes der Firma AlphaCom im Com4Net-Emissionsprospekt. Es gab eine Berechnunsformel, nach der der Firmenwert angesetzt werden sollte, die, vereinfacht ausgedrückt besagte, das 7,5-fache des aktuellen Montasumsatzes sei ein reeller Verkaufspreis (diese Berechnungsformel stellte nicht die Firma Com4Net auf, sondern andere AlphaCom-Interessenten; ich habe in einer Redaktion noch entsprechende Gesprächsprotokolle, die mir die Firma Wieselhuber aus München - die übrigens hochbrisante Unterlagen in ihrem Archiv hat, bei der aber offensichtlich niemals ermittelt oder Material beschlagnahmt wurde, wie mir eine veranwortliche Sachbearbeiterin mitteilte - , für meine Recherchen in Kopie zur verfügung stellte). Zum Zeitpunkt, als der Emissionsprospekt gemacht wurde, betrug der Monatsumsatz nicht ganz eine Million DM, man konnte also laut jener Formel (die freilich, offen gestanden, mir persönlich auch fragwürdig erscheint) nicht acht Millionen DM im Prospekt ansetzen. Nur wenige Monate später freilich erreichte die Firma AlphaCom aber tatsächlich jenen Wert, aber das hilft juristisch in der Sache nichts. Ein kompetenter Gutachter hätte beim Elas-Prozes freilich auch berücksichtigen müssen, nach welchen Kriterien im jahr 1998 Internet-Firmen bewertet wurden, wie man damals in der Branche Zukunftspotenzial ansetzte und die Formel des Com4Net-Experten-Gremiums eventuell selbst in frage stellen müsen (viele Gutachter damals hätten den Wert der AlphaCom nach damals üblichen Bewertungskriterien sogar wohl noch höher als acht Millionen DM angesetzt). Jeder Börsianer weiß - s. als Beispiel nur amazon - wie hochverschuldete Firmen, die kaum irgendeine Substanz hatten, zur Geburtsstunde des Internet-Goldrausches für neun- bis zehnstellige Summen bewertet wurden!!

Herr Elas verließ sich jedenfalls auf ein sechsköpfiges Experten-Gremium, das ihm den Firmenwert berechnete, den man ansetzen sollte. Er hat sich meiner Meinung nach in dieser Sache nur ungeschickt verteidigt, denn warum wurden/werden nicht all jene sechs Experten (jeder Com4Net-Aktionär weiß, dass auch zumindest ein prominenter Name darunter ist) dafür verantwortlich gemacht? Die hätten vor Gericht das Zustandekommen der Wertung (des "überhöhten Kaufpreises") eventuel plausibler darstellen können als Elas, der - ich war beim Prozess am 25.4.05 dabei - nur mehr als geschlagener, nervlich zerrütteter Mann vor dem Richter saß und sich an die einfachsten Dinge nicht mehr erinnern konnte.

Meiner Meinung nach hat der entsprechende Landshuter Richter (ich denke, sein Name lautet Gmelch) im Prozess gegen Elas viele Dinge nicht richtig gewertet und eine Reihe von Zusammenhängen nicht erkannt. Ich kann dies auf Wunsch an anderer Stelle gerne im Detail begründen. Immerhin hat er lobenswerterweise zwar einen Gutachter für die AlphaCom-Wertung bestellt, aber für mich war nicht erkennbar, dass er das Gutachten selbst in Frage stellen konnte, wozu ich aber großen Anlass sehe. Es wäre auf jeden Fall ein zweites notwendig gewesen und da hat die Verteidigung des Herrn Elas sicher Entscheidendes versäumt. Ich selbst habe dies vor dem Prozess noch angeraten, leider hat man auf mich - wie schon zu Com4Net-Zeiten, als ich der Vorstandschaft mehrfach einen offenen, transparenten und offensiven Kurs anriet - nicht gehört.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage nach meiner Sicht der Dinge ausreichend beantwortet und sende liebe Grüße ins ferne Deutschland

ST
Sorry, habe jetzt erst nach langer langer Zeit wieder mal meine Boardmails gecheckt. Ich antworte aus Zeitgründen ganz kurz und knapp hier:

@Zorro 2: Die Sache hat sich inzwischen ja wohl erledigt, nachdem der besagte Prozess vorbei ist. Wenn Sie irgendwelche speziellen Informationen zur Com4Net wollen, bin ich immer gerne dazu bereit. :)

@gfwzteftc
Auch diese Sache hat sich inzwischen wohl erledigt und ich betrachte sie als vergessen. :)

@hildegardvonbingen
Freut mich, dass Sie mich bei CNN und im ZDF gesehen haben. Ich habe dazu nichts ins Board gestellt, weil das meiner Meinung nach nicht hierher gehört und mit der Com4Net nichts zu tun hat. Aber dann wissen Sie ja jetzt, was ich in Asien so mache. Dass mich angesichts dessen der kleinkarierte deutsche Beamten-Kram relativ kalt lässt, können Sie so vielleicht auch verstehen. Dass ich für die Com4Net-Aktionäre nicht mehr so viel Zeit habe wie früher, tut mir freilich auch leid, aber ich tue, was ich kann. :)
@Zorro2

"werde noch weitere aber nicht neue Details noch mal zusammenfassen." schrieben Sie in Ihrem letzten Posting. Wenn Sie noch wollen, ich wäre schon daran interessiert, da ich beim Prozess leider nicht dabei sein konnte. Gerne bin ich auch bereit, Informationen zu geben, die evtl. zur Klärung benötigt werden.
Gäähn!

Nichts mehr los hier! Geld ist weg und die Bösen kommen ungeschorren davon.
@max38de

"...die Bösen kommen ungeschoren davon".....Kein Vertrauen in unsere Justiz und Kripo im Fall Com4Net?

Wenn ich mir den Thread von Anfang an nochmal durchsehe, muss ich sagen: Da hat Herr Teplan wirklich durch die Bank prophetische Gaben bewiesen.
@hildegardvonbingen

Danke für die Blumen. Es bedurfte dazu allerdings keiner prophetischen Gaben. Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, noch weiter in alte Threads zurückzublättern, so können Sie schon ab Oktober 2001 nachlesen, was ich von den Com4Net-Ermittlungen des Erdinger Kriminalbeamten Arthur Weingärtner gehalten und was ich prophezeit habe. Besonders was in den Fällen Markus Stettinger, Markus Thornton etc. passiert oder nicht passiert ist, ist auch heute noch sehr interessant.

@alle

Mit einer ganz ulkigen Idee von moneygrabber aus dem Jahr 2004, die ich aus Thread: Aktenzeichen C4N gelöst (Posting #43 vom 19.4.04) übernommen habe, sende ich aus Indien Ostergrüße ins ferne Deutschland.

Frohe Ostern auch an alle Boardmitglieder!

@STeplan
Welche Freude, so prompt eine Antwort von Ihnen zu kriegen. Sie machen sich ja sonst ziemlich rar, seit Sie nicht mehr in Deutschland wohnen.
Aber sagen Sie mal: moneygrabber - war das nicht der, mit dem Sie hier im Board einst eine Schach-Partie austrugen? Gibt es den eigentlich noch?
@hildegardvonbingen

Leider ist diese Antwort jetzt nicht so prompt. Ich kann bedauerlicherweise nicht täglich ins Board schauen.

Zu Ihrer Frage: moneygrabber gibt es noch, aber nicht mehr im Board. Er ist ein Freund von mir, der sich schon vor mehr als einem Jahr aus dem Board verabschiedet hat. Is ja doll, dass Sie sich noch an unsere Schachpartie erinnern. Sie rief damals bei einem allen Com4Netlern wohlbekannten Boardteilnehmer aus Freiberg - einst Chef einer Com4Net-Beteiligung, Sie wissen jetzt schon wer - etwas Kopfschütteln hervor. Aber es gab im Fall Com4Net weit mehr, was Kopfschütteln hervorrufen konnte.

Ich möchte hier nicht unbedingt Artfremdes ins Com4Net-Board stellen, aber wenn es Sie interessieren sollte: Ich spiele derzeit eine SMS-Fernpartie Indien-Deutschland gegen den Boardteilnehmer ortega_y_gasset. Wir wollten es den nichtschachspielenden Com4netlern diesmal ersparen, dies auch übers Board auszutragen; es fehlt auch etwas der Com4Net-Bezug, außer dass wir beide Com4Netler sind. Der Bezug zwischen Schach und Com4Net ist höchstens herzustellen, wenn man eine gewisse Kombinationsfähigkeit als gemeinsamen Nenner nimmt, deren es bedurfte, bedarf und/oder bedarft hätte, um die manchen Personen undurchsichtig erscheinenden Transaktionen, Geschäftszüge und Ermittlungen im Fall Com4Net zu lösen. Ich denke, ich habe schon einmal im Board persönliche Schulungen der Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaften im Schach-Kombinationsdenken angeboten, um Beamten darin zu fördern. Namhafte Kapazitäten wie Susan Polgar und zuletzt Maurice Ashley (in seinem Buch „Chess For Success“) berichten von neuen Studien, die eindeutig belegen, wie Schach die allgemeine Intelligenz und insbesondere Kombinationsvermögen und Gedächtnis fördern. An solchen wissenschaftlichen Studien sollte man nicht vorbeigehen; was die Beamten betrifft, wäre das ein Thema für unsere Innenminister.


Ich weiß nun nicht, wie viel Sie, hildegard, vom Schach verstehen, sonst würde ich glatt die ersten Züge (wir sind noch im Eröffnungsstadium und ich habe, mit Weiß, im angenommenen Königsgambit einen Springer für die Initiative geopfert) hier reinstellen. Oder, was soll’s, hier sind sie (ich hoffe, ich zitiere sie jetzt aus dem Gedächtnis richtig):
Stefan Teplan - Ortega (bleibt anonym), Fernschach März/April 2006
1. e4 e5 2. f4 ef 3. Sf3 g5 4.Lc4 d6 5. h4 g4 6.Sg5 Sh6 7.d4 f6 8.Lxf4 fg 9. Lxg5 Dd7 10. 0-0 Lg7 11.Dd2 Tf8 12.Txf8+


Mehr möchte ich heute aus persönlichen Gründen nicht posten; wenn Sie im Thread ein Jahr zurückblättern, wissen Sie, an welch tragischen Vorfall mich das heutige Datum erinnert, aber da ich heute wieder mal ins Board sah, wollte ich Sie nicht ohne Antwort lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.325.873 von STeplan am 26.04.06 11:42:26Weiß jetzt jemand näheres über die in München gelaufenen Prozesse?

Wenn es öffentliche Verhandlungen waren, dürfen hier Namen und die Entscheidungen des Gerichts auch offen genannt werden.
@RRichter

Welche Verhandlungen gegen welche Personen meinen Sie exakt? Die letzten Verhandlungen, von denen mir berichtet wurde, liefen in Landshut. Aber ich kann mich, wenn schon sonst niemand antwortet, gerne kundig machen.
Herzlichen Gruss :)
ST
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.858.911 von STeplan am 29.05.06 14:27:57@STeplan: das wäre mächtig nett, wenn Sie sich kundig machen könnten. Ich weiß nur, daß das Verfahren gegen Herrn Elas wohl abgeschlossen ist, Sie hatten berichtet. Da endet meine Kenntnis leider auch schon.

Evtl. kann ja auch einer der Interessierten aus dem Raum München Näheres sagen?
@RRichter

konnte mich noch nicht so schnell kundig machen, will aber bei einem Zwischenstop in einem indischen Internet-Cafe eine erste Antwort nicht schuldig bleiben. Bin etwas verwundert und bitte daher um Aufklaerung, falls ich an Ihren Asufuehrungen evtl. etwas missverstanden haben sollte. Das Verfahren gegen Herrn Elas war schon am 26.4.05 abgeschlossen, inzwischen liefen aber doch Prozesse, ueber die zumindest am Rande auch in disem Board berichtet wurde (insofern koennte Ihre Kenntnis doch ueber den Elas-Prozess hinausgehen), u.a. ueber - ich moechte Namen bewusst vermeiden - gegen eine Bekannte des Herrn Elas (Verhandlung April 05), gegen den PR-Leiter, (Verhandlung Juni 05), gegen den vom 1.4.00 bis 31.5.00 agierenden Ex-AG-Vorstand der Com4Net (Verhandlung November 05), ansonsten zweitenden Vorstand und angeblichen Inc.-CEO, gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden, Wirtschaftspruefer und Treuhaender in Personalunion (Verhandlung November 05), gegen einen Steuerberater (Verhandlung Januar 06) und einen Rechtsanwalt der Firma (Verhandlung Januar 06).

Ich war Ende Januar bis Ende Februar kurz in Deutschland und habe dort bei Informaten den Wissensatand bis zu jenem Zeitpunkt eruiert, muss mich aber ueber alles weitere erst informieren, was seitdem geschehen ist.

Gruss :)
ST
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.876.452 von STeplan am 30.05.06 17:33:15Hallo Herr Teplan,

bei Herrn Elas haben wir den einzigen Prozeß, bei dem mir ein Ergebnis präsent ist. Ansonsten weiß ich nichts über den jeweiligen Ausgang. Sollte es hier im Board berichtet worden sein, muß ich es überlesen haben. Oder vergessen.

Mich interessiert, ob es zu Verurteilungen wegen unlauterer Machenschaften (ich formuliere es jetzt mal bewußt ganz schwammig) im Zusammenhang mit der Com4Net gekommen ist. Wenn ja, wäre ich verbunden um Mitteilung von Namen und dem Prozeßergebnis. Da die Strafverhandlungen öffentlich waren, dürfen die hier wohl genannt werden.
@RRichter


Gut denn. Sie kennen meine Offenheit und ich habe daher auch keine Probleme damit, Namen zu nennen. Ich habe lediglich dem ehemaligen Leiter der Com4Net-Abteilung Gebrauchtkauf vor einem Jahr - nachdem er sich heftig bei mir beschwert hat - versprochen, ihn nicht mehr namentlich zu nennen - und dachte kuenftig bei allen Personen so vorzugehen. Daher bleibe ich aus moralischer, nicht juristischer Verpflichtung bei meinem Versprechen; jemand anderer moege von mir aus gerne die entsprechenden Namen nennen. Ferner nenne ich aus Prinzip grundsaetzlich die Namen Freigesprochener nicht, da ich es publizistisch fuer unverantwortbar halte, die Namen unschuldiger Personen, die nachweislich zu Unrecht verdaechtigt wurden, oeffentlich in Zusammenhang mit Anklagen zu bringen. Auch die Presse hat dies respektiert und die Namen jener Personen in ihrer Berichterstattung geaendert. Gestatten Sie mir also, wenigstens mit Initialen und Funktionszuweisungen zu arbeiten; aufgrund Ihrer Sachkenntnis duerfte Ihnen eine Identifikation dann ohnehin nicht schwer fallen.

Zu den Ergebnissen:
Nach meinen Informationen kam es nur im Fall E. zu einer Verurteilung; in saemtlichen anderen Faellen wurde laut mir zugelieferten Berichten (leider lebe ich ja nicht mehr in Deutschland und bin auf solche Berichte angewiesen) das Verfahren entweder gegen Auflagen (meist so geringfuegig, dass man sie fast aus der Portokasse bezahlen konnte, aber was Portokasse ist, ist eben relativ) eingestellt oder es erfolgte (in zwei Faellen) ein Freispruch.

Gehen wir es chronologisch an:
Am 14.4.05 Einstellung des Verfahrens gegen den Leiter Gebrauchtkauf (s. Berichte im Board). Die Presse berichtete.

26.4.05: Verurteilung im Fall E. Presse und Rundfunk berichteten.

Freisprueche erfolgten gegen A.L. (gegen den zunaechst ebenfalls nachweislich zu Unrecht Verdaechtigten und Verhafteten H.L. kam es zu gar keiner Anklageerhebung) und S.T. (am 26.4. bzw. 3.6.05 - ich habe hier im Board darueber berichtet, kann aber auf Wunsch gerne noch mehr ins Detail gehen). Die Presse berichtete.

Nach weiteren Informantenberichten erfolgten im November 05 Verhandlungen gegen Ex-Com4Net-AG-Vorstand und angeblichen Com4Net-Inc.-CEO A. W. sowie gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden, Wirtschaftspruefer und Treuhaender in Personalunion, Herrn K.W. Mir wurde mitgeteilt, die Verfahren waeren gegen Auflage eingestellt worden. Ich wollte es eigentlich vermeiden, Naeheres hierueber zu posten, obwohl ich enorm viel aus meiner Kenntnis der Personen im Kontext mit der Com4Net dazu erzaehlen koennte. Und was ich erzaehlen koennte, ginge aus meiner Interpretation der Dinge weniger gegen die Angeklagten als gegen die Ermittlungen der Kripo und der Formulierung der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Fuer schlimmer allerdings halte ich einige nicht erfolgte, von manchen Com4Netlern (inklusive der Com4Net-Fuehrung) freilich erwartete Anklageerhebungen, die meiner Meinung (die ich mit Unterlagen belegen kann) nach aber Anklageerhebungen rechtfertigen wuerden. Ich spiele auf die Zahlungen von rund 1,8 Millionen DM aus Aktionaersgeldern an, die nach Aussagen der Com4Net-Fuehrung zu Unrecht an einige Personen ausgezahlt und bis heute nicht zurueckbezahlt wurden. Ferner wurden einige Aktiengeschaefte mit der Com4Net zu einem Mehrfachen des Einkaufspreises "rueckabgewickelt". Was hat die Kripo hier eigentlich der StA geliefert? Zudem wurden mehrere Personen, die noch nie Com4Net-Aktionaere waren, mit der "Rueckabwicklung" ihrer angeblichen Aktien-Transaktionen zu stattlichen Summen beglueckt. Ich frage Sie, Herr Richter: Ist dies strafrechtlich relevant oder nicht? Es geschah nicht zuletzt mit Ihrem Geld. Wenn das Ganze beweisbar ist (man vergleiche doch nur einmal jene Zahlungen mit Kontoeingaengen der Com4Net, dann sieht man, wer wirklich Aktien in welchem Umfang erworben oder nicht erworben hat), frage ich mich auch heute noch: Was hat hier die Kripo unternommen oder eventuell unterlassen? Ein Informant zeigte mir ein Schreiben der Kripo Erding vom April 2001 (bereits im Anfangsstadium der Ermittlungen), das besagt, dass die Ermittlungen gegen die Person, die laut Strafanzeige der Com4Net jene Zahlungen veranlasst hat (und auch selbst beguenstigt war) vermutlich bald eingestellt wuerden. Jenes Schreiben der Kripo erfolgte - ich denke, im Zuge einer Bewerbung - meiner Erinnerung zufolge an einen potentiellen Arbeitgeber, der sich ueber den Verdaechtigten erkundigt hat. StA und Kripo moegen gerne in ihren Unterlagen nachsehen, ansonsten kann ein mir bekannter Journalist, in dessen Besitz das Dokument ist, das Schreiben als Beleg zusenden. Was alles im Spiel gewesen sein koennte, ueberlasse ich Ihrer Spekulation, Herr Richter. Ich wollte diese Faelle eigentlich noch weiter verfolgen, bitte aber um Verstaendnis, dass mir meine Aufgaben in Asien momentan vorrangig sind.


Naechste Faelle: Steuerberater Sch. und Rechtsanwalt Sch., Verhandlungstermine vor dem Landgericht Landshut im Januar 06. Das Verfahren gegen den Steuerberater wurde nach mir vorliegenden Informationen ebenfalls gegen Auflage eingestellt. Im Falle des Anwalts muss ich mich tatsaechlich erst naeher kundig machen, mir wurde aber berichtet, dass es zu keiner Verurteilung gekommen sei.

Einige Informationen, die ich ueber Dritte erhielt, sollten also noch verifiziert werden. Da die Verhandlungen oeffenlich waren und ich durch meinen Aufenthalt in Asien gehandicappt bin, Frage an Sie, Herr Richter: Koennen nicht besonders Sie als der Strafanzeigen-Steller in den Com4Net-Faellen die Ergebnisse und Urteile von der Staatsanwaltschaft anfordern und hier ins Board stellen? Erfolgten wirklich nur eine Verurteilung und sonst lauter Einstellungen und Freispueche? Mich wuerde persoenlich interessieren, wie Sie, Herr Richter, ueber jene "Ergebnisse" denken angesichts des Leidenswegs vieler Com4Net-Aktionaere. Ich persoenlich meine, das spricht eine klare Sprache ueber die Qualitaet der (fast vierjaehrigen!) Ermittlungen und sehe mich darin bestaetigt, was ich immer von diesen gehalten habe. Ich habe mich besonders in dem, was man mir nachweislich fehlerhaft vorzuwerfen versuchte, vom .... ueberzeugen koennen, der da zusammenformuliert (ich sollte es ja zur Erheiterung tatsaechlich einmal zitieren) wurde und konnte muehelos alles mit wenigen Saetzen widerlegen. Ich frage mich nur, was man da mit teuren Steuergeldern jahrelang zusammen"recherchiert" hat :confused:. Und wieso ich den Eindruck gewinnen muss, dass manche in Faellen, die mir strafrechtlich einfach und klar erscheinen, nichts zu unternehmen scheinen? :confused:

Im Falle einiger Anklageerhebungen waere ich persoenlich juristisch anders vorgegangen. Ich bringe mal allgemeine theoretische Beispiele, um juristische Missverstaendnisse oder falsche Ableitungen zu vermeiden: Wenn Sie, Herr Richter, mich versehentlich und fahrlaessig koerperlich verletzt haben, Sie aber wegen Mordversuchs angeklagt werden, wundert es Sie, dass das Verfahren wegen dieses (tatsaechlich ja nicht begangenen) Delikts eingestellt wird oder ein Freispruch erfolgt? Nein? Dasselbe Spiel koennen Sie jetzt spielen, wenn jemand zum Beispiel wegen Betrugs angeklagt wird, in Wirklichkeit aber eher ein Verdacht auf Veruntreuung angebracht waere und aehnliches. Dies, wie gesagt, theoretisch; jede Aehnlichkeit mit Vorfaellen in der Com4Net ist zufaellig und unbeabsichtigt, wie man so schoen schreibt. Aber es ist jedem erlaubt, sich seinen Teil selbst zu denken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.886.012 von STeplan am 31.05.06 11:52:41Hallo Herr Teplan,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht. Gerne will ich hier auf den einen oder anderen Punkt eingehen, zu dem Sie mich nach meiner Meinung befragt haben. Über Herrn E. hatten Sie ja schon berichtet, für die anderen Informationen meinen Dank.

Richtig ist, daß ich in drei Fällen im Zusammenhang mit der Com4Net Strafanzeige erstattet habe. In einem Falls wurde das Verfahren sehr zeitnah eingestellt mit einer Begründung, die mir sehr nach vorauseilendem Gehorsam gegenüber der politisch in Bayern nicht unbedeutenden Verwandtschaft des Betroffenen klang. Aber eingestellt ist eingestellt, damit halte ich persönlich den seinerzeit von mir erhobenen Vorwurf nicht mehr aufrecht. Hier scheint mir ein weiteres Insistieren aufgrund der mir gegebenen Begründung nicht sinnvoll.

In einem weiteren Fall hatte ich Anzeige gegen einen Anwalt wg. Parteiverrats gestellt, was ebenfalls eingestellt wurde. Hier war die Begründung für mich juristisch nachvollziehbar, wenn auch gewisse wirtschaftliche Zusammenhänge ignoriert wurden. Für die Anwaltskammer war das Thema nicht mehr relevant, am Vorwurf des Parteiverrats halte ich auch nicht fest. Es war eben keiner.

Bei der 3. Anzeige habe ich von der Polizei Nachfragen gestellt bekommen zu dem von mir angezeigten Sachverhalt. Später gab es irgendwann mal meine Aktienurkunde zurück (wofür ich Ihnen an dieser Stelle noch mal danke - soweit ich mich erinnere hätte ich ohne Ihr Engagement auch dieses Blatt Papier abschreiben können). Dann habe ich nichts mehr gehört. Meine beiden Anschriftenwechsel seit Anzeigenerstattung hatte ich jeweils mitgeteilt. Von der Verurteilung habe ich durch Sie hier im Board erfahren.

Ich hatte selbst einige Energie, Zeit und Geld in die Sache investiert, ohne daß es ein irgendwie greifbares Resultat gab. Irgendwann habe ich dann für mich die Entscheidung getroffen, kein Geld und vor allem keine Zeit mehr in die Sache zu investieren. Insbesondere viele Telefonate mit anderen Anlegern haben mich sehr berührt, wenn diese mir schilderten was ihnen vor der Aktienzeichnung alles in Aussicht gestellt und versprochen wurde. Rechtsberatung habe ich nicht gemacht (darauf die Leute auch immer hingewiesen und gesagt, daß dies im Zweifel ein Anwalt machen müsse). Allerdings habe ich teils Kontakte unter Geschädigten hergestellt (die darum jeweils baten, um mit mehreren die Kosten für einen Anwalt gut teilen zu können) oder eben das, was mir über gewisse Sachverhalte bekannt war, mitgeteilt. Mit den mir persönlich zur Verfügung stehenden Mitteln und Kapazitäten war ich allerdings bald auch an einem Punkt angelangt, wo ich nicht mehr weitermachen konnte.

Als ich begonnen hatte mich zu engagieren war ich noch Referendar und alleinelebend. Trotz Examensvorbereitungen war eigentlich immer genügend Zeit für solche Nebenaktivitäten. Später kam dann die Familiengründung und der Berufsstart bei meinem jetzigen Arbeitgeber hinzu - und der Job und vor allem die Familie haben Priorität. Mir ist dann auch klar geworden, daß die Anleger (also auch ich) ihr Geld wohl nicht wieder sehen werden (ich weiß, Sie haben noch eine Überlegung in der Hinterhand... deren Realisierbarkeit ich aber nicht beurteilen kann). Also kam dann für mich der Schnitt. Die Unterlagen habe ich noch aufbewahrt, aber wie gesagt bis auf gelegentliche Lektüre im Board und auch ausdrücklicher Unterstützung Ihrer Interessengemeinschaft ist die Sache abgeschlossen. Wer früher hier mitgelesen hat wird wissen, wie wir beide uns seinerzeit beharkt hatten, was aber Vergangenheit ist. Es mag sich jeder seinen Teil dazu denken.

Weshalb man - wenn ich richtig informiert bin - gegen Sie strafrechtlich ermittelt hat, ist mir nicht ganz klar. Aber der Ausgang des Verfahrens gegen Sie ist hierzu ja auch deutlich genug.


Frage an Sie, Herr Richter: Koennen nicht besonders Sie als der Strafanzeigen-Steller in den Com4Net-Faellen die Ergebnisse und Urteile von der Staatsanwaltschaft anfordern und hier ins Board stellen? Erfolgten wirklich nur eine Verurteilung und sonst lauter Einstellungen und Freispueche? Mich wuerde persoenlich interessieren, wie Sie, Herr Richter, ueber jene "Ergebnisse" denken angesichts des Leidenswegs vieler Com4Net-Aktionaere.

Akteneinsicht bekommt ein Rechtsanwalt. Ich selbst habe keine Anwaltszulassung und bin auch nicht bereit, hierfür einen Anwalt zu bezahlen. Das Recht, über einen Anwalt Akteneinsicht zu bekommen, stünde mir hier sicherlich zu. Ihre Frage knapp beantwortet: ich werde mir hier keine Akteneinsicht besorgen.

Was ich über die Ergebnisse denke: ich finde sie sehr, sehr frustierend und enttäuschend. Letzten Endes ist es eine weit verbreitete Neigung der Strafjustiz, bei Kapitalanlage- und Wirtschaftsdelikten "großzügig" zu sein. Was aber möglicherweise auch daran liegt, daß die mit der Materie befaßten Staatsanwälte und Richter zwar hervorragende theoretische juristische Kenntnisse haben mögen, aber nicht wirtschaftlich denken und außerhalb ihres Amtes i.d.R. auch keinerlei Berufserfahrung haben. Ein weites Feld für Diskussionen... die können wir gerne wo anders führen.

Alles in allem ist die causa Com4Net aus meiner Sicht in mehrfacher Hinsicht - nicht nur wirtschaftlich, sondern teils auch menschlich - eine Enttäuschung.

Daher möchte ich zwar wissen, was bei den Verfahren im Ergebnis rausgekommen ist. An der Lektüre der Details habe ich nur mäßiges Interesse, da ich möglicherweise fürchterlich ärgern würde.


Wenn Sie, Herr Richter, mich versehentlich und fahrlaessig koerperlich verletzt haben, Sie aber wegen Mordversuchs angeklagt werden, wundert es Sie, dass das Verfahren wegen dieses (tatsaechlich ja nicht begangenen) Delikts eingestellt wird oder ein Freispruch erfolgt? Nein?

Ganz so läuft es im Strafrecht nicht. Wenn sich (spätestens in der Gerichtsverhandlung) herausstellt, daß das angeklagte Delikt A durch die der Anklage zugrunde liegenden Tat nicht verwirklicht war, sondern das (viel milder zu beurteilende) Delikt B, dann erfolgt die Verurteilung wegen des Deliktes B.

Etwas anderes ist, wenn ein Sachverhalt angeklagt wird, sich im Zuge der Ermittlungen und der mündlichen Verhandlung rausstellt, daß diesem Lebenssachverhalt kein strafrechtlich relevantes Verhalten zugrunde liegt. Dann erfolgt in dieser Anklage Freispruch. Wenn sich aber bei der ganzen Geschichte noch rausstellt, daß es weitere Lebenssachverhalte gibt, die nur indirekt oder gar nicht mit der angeklagten Sache zusammenhängen, dann wird es ein neues Verfahren und dann auch eine Verurteilung geben, wenn die neu festgestellten Lebenssachverhalte strafrechtlich relevant sind. Da nützt der erste Freispruch gerade mal gar nichts. Sind bei anderen Gelegenheiten strafbare Handlungen begangen worden, ist mit einer Verurteilung oder bei Geringfügigkeit mit Einstellung gegen Auflage (i.d.R. eine Geldzahlung) zu rechnen.

Ein letztes noch: wenn feststeht, daß aufgrund der vielen festgestellten Sachverhalte eine Gesamtstrafe von 3-4 Jahren rauskommt, kann die Strafverfolgungsbehörde die Verfahren in aus ihrer Sicht eher unbedeutenden Punkten einstellen, wenn sie sich auf die anderen Sachen konzentrieren möchte. Beispiel: Wir haben 5 Unterschlagungen, von denen werden nur 4 verhandelt. Die 5. Unterschlagung wurde eingestellt, weil es keine höhere Verurteilung ergeben hätte, und der Nachweis der Straftat (den ja grundsätzlich die Staatsanwaltschaft erbringen muß) zu aufwändig wäre.

Eine zweite Sache ist grundsätzlich die Frage, wie es mit Schadensersatzansprüchen aussieht. Diese Frage wird durch ein Strafverfahren i.d.R. nicht geklärt. Da müssen die Geschädigten selbst Klage auf Schadensersatz gegen den Schädiger erheben. Gibt es den nicht mehr (z.B. bei Firmen, wenn diese erloschen sind) oder ist der pleite (z.B. der verantwortlich handelnde Mitarbeiter der Firma, der die schädigende Handlung begangen hat), wird eine solche Klage aber ganz sicher nicht erhoben werden. Die Geschädigten müßten ihren Anwalt und die Gerichtskosten bezahlen. Zwar haben sie einen Erstattungsanspruch gegen den Schädiger - ist dort aber nichts zu holen, bleiben sie trotz Erfolgs vor Gericht wirtschaftlich nicht nur auf ihrem Schaden, sondern auch auf den Anwalts- und Gerichtskosten sitzen. Ein guter Anwalt wird seine Mandanten vor Klageerhebung entsprechend beraten (ein schlechter, der das nicht tut, hat hoffentlich eine gute Haftpflichtversicherung).

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu kompliziert erklärt...
@RRichter

Ich danke Ihnen ebenfalls für Ihre prompte und umfassende Antwort.
Ich möchte gerne demnächst auf einige einzelne Punkte näher eingehen; momentan stehe ich leider etwas unter Zeitdruck, da ich kurz vor dem Weiterflug nach New Delhi bin. Ganz kurz aber möchte ich einen Satz aus Ihrem Schreiben aufgreifen -"Weshalb man - wenn ich richtig informiert bin - gegen Sie strafrechtlich ermittelt hat, ist mir nicht ganz klar. Aber der Ausgang des Verfahrens gegen Sie ist hierzu ja auch deutlich genug." - und in diesem Zusammenhang aufgrund des Datums an die auf den Tag genau ein Jahr zurückliegende Com4Net-Verhandlung vom 3.6.05 erinnern, die meiner Meinung nach enorme Schwächen und sogar Absurditäten der Ermittlungen an den Tag gebracht hat. Aus Zeitmangel zitiere ich im Folgenden nur einen Auszug aus dem Thread-Beitrag #81 vom 21.10.05, in dem ich auf Nachfrage kurz über die bis dahin vier erfolgten Com4Net-Verhandlungen berichtete (nähere Details demnächst ausführlicher, nicht zum Ärgern, Herr Richter, sondern zum Schmunzeln, denn auch ich kann über dier Art der besonders in meinem Fall geführten "Recherchen" nur den Kopf schütteln und schmunzeln):

"Verhandlung 14.4.: s. Thread. Einstellung des Verfahrens. Alle Informationen da.

Verhandlung 25./26.4.: Vorstandsvorsitzender der Com4Net Inc. und AG. Haftstrafe.

Verhandlung: 25./26.4.: Bekannte des Vorstandsvorsitzenden: Freispruch . Absolut haltlose Vorwürfe

Verhandlung 3.6.: PR-Leiter der Com4Net. Freispruch . Absolut haltlose bis – wie sich in der Verhandlung sehr schnell herausstellte und zwar ausschließlich durch Belastungszeugen der Staatsanwaltschaft, ohne irgendwelche Verhörung von einem runden Dutzend Zeugen des falscher Vorwürfe Beschuldigten! – fadenscheinige und groteske Vorwürfe. Der Skandal in diesem Fall ist, dass Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei mit solchem, in wenigen Minuten und mit wenigen Sätzen zu entkräftendem Material und nachweislich mehr als mangelhaften " Ermittlungen" es überhaupt gewagt haben, in eine Verhandlung zu gehen. Sie haben ihre Rechnung vom Gericht bekommen."
denn auch ich kann über dier Art der besonders in meinem Fall geführten "Recherchen" nur den Kopf schütteln und schmunzeln

Vielen, die von Strafverfolgungsbehörden belangt werden, vergeht das Schmunzeln sehr schnell, und nicht jeder ist charakterlich so gefestigt, mit haltlosen Vorwürfen mehr oder weniger locker umgehen zu können. Ihnen insofern meinen Glückwunsch.
Danke fuer die Glueckwuensche, Herr Richter! :)

Mit einem anderen angekuendigten Teil meiner letzten Ausfuehrungen ("naehere Details demnaechst ausfuehrlicher") muss ich leider warten, bis ich wieder in Deutschland bin, da ich dazu gewisses Material, aus dem ich zitieren kann, benoetige und jenes Material lagert derzeit bei einem Rechtsanwalt in Bayern. Ich bin ab 25. August nach einem halben Jahr wieder fuer einen kurzen zweiwoechigen Urlaub in Deutschland und moechte mich dann gerne der Sache annehmen, Sie etwas zum Schmunzeln zu bringen ;)
Moeglich, dass Ihnen aber auch die Haare zu Berge stehen, so grotesk ist das alles.

Kleines Bonbon vorab:
1. Mir wurde vorgeworfen, mit Personen (Aktienverkaufs-)Gespraeche gefuehrt zu haben, die selbst bezeugten, mit mir noch nie - bzw. in einem anderen Fall zu einem weit spaeteren Zeitpunkt als zur "Tatzeit" - gesprochen zu haben. Tolle Recherche! Konnte man da nicht vorher nachfragen statt der Staatskasse (es war eine sehr teure Verhandlung) Unsummen an Kosten aus Steuergeldern aufzubuerden?

2. Ferner habe ich noch nie in meinem Leben je eine Aktie verkauft oder ein Aktienverkaufsgespraech gefuehrt. Auch das waere sehr leicht zu recherchieren gewesen. Darueber hinaus soll jene "Tat" zu einem Zeitpunkt geschehen sein, als ich gerade mal wenige Tage in der Firma Com4Net taetig war und noch kaum eine Ahnung von der Firma Com4Net und absolut null Ahnung von Aktienverkaeufen hatte. Ich bedanke mich aber recht freundlich beim scharfsinnnigen Leiter der Com4Net-Ermittlungen, Arthur Weingaertner von der Kriminalpolizei Erding, dass er mir offensichtlich die enorme Intelligenz zutraut, in ein paar Tagen so viel ueberzeugendes Fachwissen anzusammeln (wofuer andere mindestens ein Jahr Studium brauchen), dass ich, in einem angeblichen Fall, ein halbstuendiges Fachgespraech fuehren konnte, in dem besagter Aktionaer - eigenen, vor Gericht geausserten Angaben zufolge - merkte, dass er es hier mit einem hochkaraetigen Boersenexperten und IPO-Fachmann zu tun haben musste. In der Tat muss jener Aktionaer mit einem hochkaraetigen Boersenexperten gesprochen haben - einem Aktienmakler der Firma teleprint media naemlich, der sich an ihm wohl auch gesund verdient hat. War es denn so wahnsinnig schwer, das zu ermitteln? :confused:

3. Besagte Personen haben Com4Net-Aktien ueber die Firma teleprint media erworben und es waere doch wohl kinderleicht - und zur evtl. Entlastung eines moeglicherweise faelschlicherweise Beschuldigten juristisch, s. StPO, verpflichtend!! - zu recherchieren gewesen, wer da mit jenen Aktionaeren jene Verkaufsgeseprache (in denen die Aktionaere in betruegerischer Absicht zum Verkauf gedraengt worden sein sollen) gefuehrt hat (schliesslich haben, wie erwaehnt, jene Personen hohe Provisionen kassiert!). Aus Ermittlungsunterlagen und Verhandlungsergebnissen war aber nicht ersichtlich, dass bei jener Firma teleprint media ueberhaupt ermittelt wurde, so dass die Vorsitzende der Com4Net-Verhandlung vom 3.6.05 am Ende der Staatsanwaeltin Michalea Wawerla riet, da muesse wohl doch mal bei teleprint media recherchiert werden. Frage: Ist man bisher schon (mehr als ein Jahr ist immerhin verstrichen) diesem Rat des Gerichts nachgekommen und versucht man, jene mutmasslichen Betrueger - wenn man sie denn schon zu orten glaubt - unter den Aktienverkaufern endlich vor den Kadi zu bringen? Ich sehe jedenfalls kein Anzeichen davon. Oder wollte und will man gewisse Leute gar nicht treffen (und darf man diesen Verdacht entsprechend auch in den Faellen Markus Stettinger, Markus Thornton u.a. hegen?) und hat es moeglicherweise allein darauf abgesehen, den PR-Leiter der Com4Net mundtot zu machen, der - aus seiner Insider-Kenntnis heraus - oeffentlich immer wieder Maengel und Fehler, die er in den Ermittlungen des Erdinger Kripobeamten Arthur Weingaertner zu erkennen glaubte, kritisierte? Und warum hat man eigentlich Personen, die wirklich moeglicherweise in betruegerischer Absicht Com4Net-Aktien verkauft hatten, nicht angeklagt? Es gab wahrlich Verkaeufer und Telefon-Akquisiteure genug. Hat man gegen solche gar nicht ermittelt? In den Ermittlungsunterlagen habe ich jedenfalls nichts davon gesehen.

4. Die gesamte Anklageschrift steckt so voller falscher Behauptungen und erscheint mir so laecherlich konstruiert, dass ich sie am 20.11.04 (einen Tag nach Posteingang) fuer einen Rechtsanwalt in einer Satz-fuer-Satz-Analyse inhaltlich und juristisch zerlegt und widerlegt habe. Jener Rechtsanwalt hat jedenfalls zunaechst einmal recht kraeftig gelacht. In nahezu jedem Satz des Strafbefehls stecken gravierende Fehler und meiner Meinung nach schon mehr als dreiste Anschuldigungen. Ich bin gerne bereit, jederzeit oeffentlich jenen Beweis noch einmal anzutreten. Kann so etwas wie jene Schrift denn allen Ernstes das Ergebnis angeblich jahrelanger harter Ermittlungen sein?
Bei Interesse stelle ich jene Analyse gerne einmal ins Board (vielleicht Satz fuer Satz als Fortsetzungs-Serie; ist ja sonst so langweilig im Board). Duerfte fuer alle interessant sein, die sich fuer Juristisches interessieren und etwas zum Lachen brauchen. :laugh: :laugh:

Recht gut amuesiert haben sich nach der Verhandlung jedenfalls in einem Erdinger Restaurant auch ein kleiner Kreis von Ex-Com4Netlern, ein Anwalt, der geladene Zeuge Beckstein (Ex-Com4Net-Aufsichtsrat und -Berater und Bruder des bekannten Politikers) und meine Person. Ich moechte - aus Gruenden der politischen Fairness und da ich den bayerischen Innenminister sehr schaetze - hier nicht zitieren, was Herr Beckstein zu jenen Ermittlungen sagte, ist sein Bruder doch hoechster Dienstherr der dafuer verantwortlichen Kripo.
Antwort auf Beitrag Nr.: 22.700.956 von STeplan am 18.07.06 16:14:53@STeplan
Eines würde mich als Aktionär im Zusammenhang mit Ihren jüngsten Äußerungen interessieren: Darf man daraus schließen, dass die Kriminalpolizei Erding der Auffassung ist, es liege Betrug beim Verkauf von Com4Net-Aktien vor? Wenn ja: Welche Möglichkeiten haben Aktionäre dann, dagegen anzugehen und eventuelle Schadensersatzforderungen zu stellen?


@RRichter
Vielleicht können ja auch Sie besonders die vorhergehende Frage beantworten, da Sie offenbar rechtlich sehr firm sind.
@hildegardvonbingen

Was ich von den Com4Net-Ermittlungen der Erdinger Kriminalpolizei halte, ist Ihnen ja bekannt. Ich wuerde nicht allzuviele Schluesse daraus ziehen.
Allein der von mir geschilderte Fall aber zeigt, dass man Ihre erste Frage mit Ja beantworten kann. Die Kripo muss dies in einem oder mehreren Faellen angenommen haben; so viel geht aus den Ermittlunsakten eindeutig hervor.

Zur Frage 2: Hier muss ich rechtlich tatsaechlich passen; haben Sie keinen Anwalt, der Ihnen das beantworten kann? Aus meinem laienhaften Verstaendnis heraus aber wuerde ich sagen, dass jemand, der strafrechtlich des Betrugs ueberfuehrt ist, auch zivilrechtlich zu Schadensersatz gezwungen werden kann. BGB und StGB habe ich momentan leider nicht zur Hand. Sorry, dass ich Ihnen hierzu - zumindest momentan - nicht mehr Hilfe leisten kann. Vielleicht weiss ja auch tatseaechlich Herr Richter mehr.

Wenn man beide Ihrer gestellten Fragen mit Ja beantworten und eine betruegerische Absicht nachweisen kann, so wuerde das freilich fuer Aktionaere neue Wege eroeffnen, Kompensation fuer erlittenen Schaden zu erhalten. Dazu muesste man freilich ermitteln, wer ueberhaupt alles Aktien verkauft hat und dann jenen Kreis in Richtung eines Verdachts auf meoglichen Betrug eingrenzen. Ich weiss nicht, ob das geschehen ist, da ich, wie schon in vorhergehenden Postings erwaehnt, grosse Zweifel habe, dass z.B. bei teleprint media (und anderen Telefonverkaeufern?) ueberhaupt ermittelt wurde.

:-) ST
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.496.368 von STeplan am 18.08.06 14:36:06§ 823 Absatz 2 BGB in Verbindung mit dem Betrugstatbestand des Strafgesetzbuches gibt grundsätzlich einen Schadensersatzanspruch.

Wenn ich jemanden betrüge, mache ich mich nicht nur strafbar, sondern grundsätzlich auch schadensersatzpflichtig.

Soweit sieht es im Grundsatz aus.

Der Teufel steckt dabei aber mächtig im Detail. Ich muß Person X nachweisen, daß sie mich betrogen hat um mich finanziell zu schädigen, und daß mein finanzieller Schaden eben auch wegen dieses Betrugs eingetreten ist. Wenn Person X dann hinreichend liquide ist, daß ich an meine Kohle komme, habe ich eine gute Chance.

Konkrete Rechtsberatung zu dem Thema darf nur ein zugelassener Anwalt machen.
@RRichter
Danke für Ihre rechtlichen Informationen. Ich muss zugeben, dass ich da leider nicht mehr viel Hoffnung habe. Rein theoretisch aber wollte ich einfach mal Bescheid wissen.


@STeplan
Sie schrieben kürzlich, dass Sie ab 25.8. für kurze Zeit wieder in Deutschland seien. Sie erwähnten in diesem Zusammenhang, dass Sie dann bei Interesse Ihre Analyse eines Strafbefehls oder einer Anklageschrift, die mit der Com4Net zusammenhängt, ins Board stellen könnten. Wenn ich Ihnen damit nicht zu viel Arbeit zumute: Ich würde dies tatsächlich einmal gerne lesen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.620.295 von hildegardvonbingen am 26.08.06 09:26:11Ergänzungsfrage meinerseits: Sie hatten mal angedeutet, zu der gesamtem Angelegenheit Com4Net ein Buch schreiben zu wollen. Liegt das Projekt auf Eis (wofür ich angesichts Ihrer "sonstigen" beruflichen Aufgaben jedes Verständnis hätte), oder kommt da noch was?
@RRichter

leider liegt das Buch tatsächlich auf Eis, wie Sie richtig vermuten. Ich hatte im letzten Jahr zwischen den Optionen zu wählen, dieses und zwei andere Bücher, für die ich zusammen bereits 25.000 Euro Vorschuss angeboten bekam (wovon ich wegen der Verzögerungen nun aber keinen Gebrauch machte), fertig zu stellen oder diese Projekte auf Eis zu legen, um ein hoch interessantes und lukratives Projekt in Fernost-Asien zu leiten (Sie wissen ja darüber Bescheid). Ich habe mich für letzteres entschieden, auch weil ich anfangs annahm, dass mich jenes Projekt nur für ein halbes Jahr ans Ausland binden würde. Inzwischen hat es aber eine Auto-Dynamik und sich zu einem Langzeit-Projekt entwickelt, so dass ich mit der Fortsetzung all meiner Bücher warten muss. Wie weit das Com4Net-Buch dann überhaupt noch interessant sein könnte, ist allerdings die große Frage und muss nach meinen Auslandseinsätzen neu geklärt werden. Die beiden anderen Bücher sind eher zeitlos - es geht darin um religiöse Themen.

@hildegardvonbingen

Ich bin tatsächlich seit wenigen Tagen wieder in Deutschland und werde bis morgen von meinem Anwalt das Material bekommen. Ihr Interesse freut mich. Wenn ich schon vorerst kein Com4Net-Buch fertig schreiben kann (vielleicht stelle ich ja wenigstens einmal Fragmente daraus hier ins Board), so hoffe ich doch, dass Sie sich wenigstens mit jenen Zeilen ein bisschen amüsieren können. Es war ja leider vieles, was wir mit der Com4Net erlebt haben, Realsatire pur und für die Betroffenen gar nicht so amüsant.
So, nun habe ich das Material, das ich meinem Anwalt am 20.11.04 zusandte, wieder bekommen. Ich möchte diesen Thread hiermit beenden, denn irgendwie schließt sich damit ein Kreis: Am 20.11.04 eröffnete ich diesen Thread mit einem Hinweis auf jenen dubiosen Strafbefehl, den ich meinte, aber nicht konkret ansprach, als ich im Eröffnungsbeitrag am 20.11.04 schrieb:
Das neueste Material, das ich heute erhalten habe, geht in ähnliche Richtung. Staatsanwaltschaft und ein Gericht wurden hier nach meiner Auffassung mit solch haltlosen (wie ich sehr gerne beweisen kann) Dingen konfrontiert, dass ich nur hoffen kann, dass es in dieser Sache sehr bald zu einem Prozess kommen wird, der dann die völlige Abstrusität der Ermittlungen und Vorwürfe in diesem Fall endlich erweisen müsste. Die Realität hat eben viel schneller eingeholt, was ich erst gestern im letzten Thread (Aktenzeichen C4N gelöst) prophezeit habe: dass ich es für gut möglich halte, dass einige Prozesse im Fall Com4Net sich zur völligen Blamage der Ermittlungen des Kripo-Beamten Weingärtner aus Erding gestalten könnten und nicht dazu, Schuldige oder Unschuldige zu treffen.

Dass dies keine leeren Worte waren, zeigte der Prozess (zu jenem Strafbefehl) am 3.6.05, den ich mit Schmunzeln als Erfüllung dieser Aussagen interpretierte: Er endete, wie schon zuvor am 26.4.05 der Prozess gegen die zu Unrecht beschuldigte Anita L., mit einem klaren Freispruch des haltloser Vorwürfe beschuldigten PR-Leiters der Com4Net.

Der Strafbefehl stammt vom 19.11.04 und ist unterzeichnet von der in Landshut/Niederbayern tätigen Staatsanwältin Michaela Wawerla. Er basiert auf den Ermittlungsergebnissen von Arthur Weingärtner, Kok der Kriminalpolizei Erding, der für die Com4Net-Ermittlungen verantwortlich ist. Insofern, denke ich, ist es legitim, jene beiden Personen verantwortlich zu machen für all jene Behauptungen, die ich am 20.11.04 für meinen Anwalt Satz für Satz analysiert habe. Ich beginne heute spät abends oder morgen früh damit, jene Analyse - wegen des großen Umfangs in kurzen Fortsetzungen - hier für interessierte Com4Net-Aktionäre ins Board zu stellen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.688.039 von STeplan am 30.08.06 17:49:39Danke für die Info.

Ich denke, daß Thema Com4Net dürfte jetzt nur noch für einen relativ überschaubaren Kreis von potentiellen Lesern interessant sein, so daß ich Verständnis für einen Verleger hätte, der andere Projekte vorziehen würde. Genauso wie ich absolut nachvollziehen kann, daß Sie Ihre Prioritäten anders setzen.

Evtl. stellen Sie Ihr ja sicherlich reichhaltig vorhandenes Material mal als eBook zusammen ins Netz? Über den Server der Deutschen Bibliothek, wo jetzt m.W. auch für eBooks "Pflichtexemplare" abgeliefert werden müssen, kann man die dann problemlos allgemein zugänglich machen.
@RRichter

Danke für Ihre Vorschläge; sofern ich das, was ich bereits über die Com4Net geschrieben, aber noch nicht publiziert habe, nicht in einem Verlag veröffentlichen sollte, werde ich es mir tatsächlich überlegen, das Ganze kostenlos als e-book herauszubringen - oder als Fortsetzungs-Serie im Board??. Im Folgenden nun erst einmal die versprochene Fortsetzungs-Reihe über den Strafbefehl vom 19.11.04 im Rahmen der Com4Net-Ermittlungen.


Kurze Vorbemerkung dazu noch: Ich habe, wie in einem unten stehenden Posting erwähnt, jenen Strafbefehl Satz für Satz für einen Anwalt analysiert und in den ersten Sätzen zunächst meiner Meinung nach logische Ungenauigkeiten, Unrichtigkeiten und Undifferenziertheiten, die auch in sprachlichen Ungenauigkeiten zum Ausdruck kommen, aufgedeckt. Man sollte doch annehmen, dass Juristen und Kriminalbeamte sich logisch, sachlich und sprachlich korrekt ausdrücken können sollten. Dies ist nach meiner Meinung in jenem Strafbefehl in weiten Passagen nicht der Fall; hier wurden unrichtige Behauptungen oder falsche Annahmen wie Tatsachen hingestellt - möglicherweise aus dem Motiv, daraus weitere falsche Ableitungen rechtfertigen oder konstruieren zu können? Wer den kompletten Strafbefehl liest, kann ihn so interpretieren wie ich ihn interpretiert habe: als den mühsamen Versuch, aus einigen meiner Meinung nach schlecht oder fehlerhaft (oder, noch schlimmer, auch gar nicht?) recherchierten Annahmen - die hingestellt werden, als wären es Tatsachen - das Delikt eines Betruges nach §263 StGB ableiten zu können. Da zum Delikt des Betruges wissentlicher und willentlicher Vorsatz gehört, wird immer wieder gerne die Formulierung „wie Sie wussten“ verwendet (das durchzieht den ganzen Strafbefehl) - und dies bei Dingen, die der Beschuldigte nachweislich nicht wissen konnte und, noch dreister, bei Dingen, die einfach nur behauptet werden, ohne der Wahrheit zu entsprechen, so dass sie also unmöglich irgendjemand wissen konnte außer der Person, die sich diese „Tatsachen“ in ihrer Phantasie einbildete. Ferner wird ebenso mühsam versucht, eine Verbindung zum „anderweitig Beschuldigten Josef Elas" zu schaffen, eine Verbindung, die so zu jener Zeit (es geht um den Zeitraum Januar bis Februar 2000) überhaupt nicht bestand; zudem werden Herrn Elas Dinge vorgeworfen, die unrichtig sind und derentwegen er auch nicht vor Gericht verurteilt werden konnte (dies wird im Einzelfall jeweils durch einen Kommentar von mir erklärt).Das Urteil gegen ihn am 26.4.05 bezog sich auf ganz andere Dinge (unrichtige Angaben im Emissionsprospekt, s. entsprechende Beiträge in diesem Thread). Mir sagte jedenfalls ein Anwalt, der auch diesen Strafbefehl las und die Sachzusammenhänge kannte, er empfinde es als eine schäbige, niederträchtige und absolut unjuristische Methode, jemandem Mitwisserschaft oder gar Mithilfe in angeblichen Delikten eines Dritten anzulasten, noch bevor diese überhaupt geklärt oder bewiesen sind.
Die im Strafbefehl genannten Anschuldigungen entsprechen zum großen Teil nicht der Wahrheit und letztlich siegte diese dann doch vor Gericht. Jahrelang wurde ermittelt, in wenigen Minuten war alles entkräftet. „Die Wahrheit kann warten, sie stirbt nicht“, besagt ein keltisches Sprichwort. Aber nun genug der Vorerklärungen; im Folgenden das juristische (Mach?)Werk (Ausführungen der StA sind fett, meine Kommentare kursiv gesetzt):


S T R A F B E F E H L

Die Staatsanwaltschaft legt Ihnen folgenden Sachverhalt zur Last:
Sie waren ab 1.1.2000 als PR- und Marketingberater für die Com4Net-Gruppe des anderweitig Verfolgten Josef Elas in Erding, Otto-Hahn-Straße 21, tätig.


Dies ist nicht korrekt bzw. ungenau. Aus meiner Zeugenvernehmung (s. entsprechende Beweisblätter) ergibt sich, dass ich ab dem 10.1.2000 für die Com4Net tätig war. Zwar war der Arbeitsvertrag auf den 1.1.00 datiert, faktisch begann ich am 10.1.00 (Zeugen: Josef Elas, Rita Furtner, Christian Ruhland), wie ich dies gegenüber dem Zeugen KOK Weingärtner in meiner Vernehmung angab und er dies so auch im Protokoll fixierte. Der Vorgesetzte der Com4Net Management Venture Capital AG, Josef Elas, gestand mir zu, noch rund zwei Wochen journalistisch für die Redaktion WELTBILD, von der er und Christian Ruhland mich am 11.12.1999 mit dem Versprechen des baldigen Börsengangs der Com4Net und der damit verbundenen Aussicht auf ca. 30.000 – 40.000 DM Monatsgehalt abgeworben hatten, an Reportagen zu arbeiten. Dieses Zugeständnis war Teil meiner Zusage zum Arbeitsvertrag, da die Redaktion WELTBILD, in der ich aufgrund meiner leitenden Stellung einen für solche Positionen üblichen langen Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Quartalsende, einer vorzeitigen Auflösung meines Arbeitsvertrags unter der Bedingung zustimmte, noch für sie bestimmte Reportagen fertig zu stellen. Dies erledigte ich in der Zeit zwischen dem 2.1. und 16.1.00, in der ich für die Tätigkeit in der Com4Net durch mündliche Zusage des Vorstands befreit war. Am 10.1.00 betrat ich erstmals als Angestellter die Räume der Com4Net, ab dem 16.1.00 kontinuierlich.
Es ist ferner nicht richtig, dass ich für die „Com4Net-Gruppe“ tätig war. Laut Arbeitsvertrag war ich allein für die Com4Net Management Venture Capital AG (im folgenden kurz Com4Net AG genannt) tätig. Der Ausdruck Com4Net-Gruppe existiert als solcher nicht. Interpretiert man, dass die StA mit ihrer fehlerhaften Formulierung die Gesamtheit der Firmen Com4Net Inc., Com4Net AG sowie deren Tochtergesellschaft und Beteiligungsgesellschaften meinen könnte, so ist zum einen nicht richtig, dass ich für diese tätig war, zum anderen nicht richt richtig, dass dies die Firmengruppe „des….Josef Elas“ war, weder als alleiniger Besitzer (siehe Aktienanteile), noch als Leiter der „Firmengruppe“. Josef Elas übernahm lediglich im Januar 1997 als President von einem Hr. Stenbock die in den USA gegründete Com4Net Inc. Bis heute ist nach deutschem Recht nicht rechtmäßig geklärt, ob Herr Elas tatsächlich rechtmäßiger President der Com4Net Inc, ist (siehe Urteil des Oberlandesgerichts vom August 2001). Ferner erhob Alexander Witsch öffentlich und vor zahlreichen Aktionären den Anspruch, seit der Hauptversammlung der Gesellschaft am 10.12.1999 alleiniger CEO (Vorstand) der Com4Net Inc. zu sein (Zeugen: Aktionäre, Fax des Herrn Witsch an Josef Elas vom 4.1.01, in dem er diesen Anspruch erneut dokumentiert, Hauptversammlungs-Protokoll vom 10.12.1999).
Weiterhin bleibt anzumerken, dass mit dem, wenn auch inhaltlich fehlerhaften, Satz genannten nichts ausgesagt ist, was, wie in dessen Einleitung angedeutet, „zur Last“ gelegt werden könnte. Die StA bezieht diesen Einleitungssatz wohl auf den Gesamttext des Strafbefehls. Dies ist zumindest sprachlich absolut ungenau.


Fortsetzung folgt
S T R A F B E F E H L
(aufgrund der Com4Net-Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding, 19.11.04, unterzeichnet von: StA Landshut, Michaela Wawerla. Teil 2)

(2) „Ihr Aufgabenbereich bestand in der Betreuung der Medienpräsenz der Com4Net-Gruppe.“ (Michaela Wawerla, StA Landshut)

Dies ist richtig, wenn man mit Com4Net-Gruppe oben genannte Interpretation meint und mit Betreuung nicht eine Tätigkeit in anderen Firmen, sondern eine PR-Darstellung anderer, mit der Com4Net verbundenen Firmen einzig im Hinblick auf eine medienattraktive Darstellung der Com4Net AG. (Kommentar: S.T. an RA, 20.11.04)

(3) „Wie Sie wussten, hatte Elas zur Beschaffung von neuem Kapital für das Geschäft einer von ihm geführten deutschen GmbH in den USA die Com4Net Inc., eine Aktiengesellschaft amerikanischen Rechts gegründet.“ (Michaela Wawerla, StA Landshut)

Diese Behauptung ist, so wie sie hier formuliert ist, unwahr. Zum einen hatte nicht Josef Elas, sondern Hr. Stenbock die Com4Net Inc. gegründet. Herr Elas übernahm sie später. Ich wusste aber von dieser Übernahme, da dies auf der Internet-Seite Com4Net-News, auf der ich mich im Dezember 1999 vor meinem Eintritt in die Com4Net über die Firma informierte, so dargestellt war. Dass „Elas zur Beschaffung von neuem Kapital für das Geschäft einer von ihm geführten deutschen GmbH“ die Com4Net Inc. übernahm, wusste ich nicht. Ich erfuhr von entsprechenden Vorwürfen erst am 25. 8. 00 bei einem von mir initiierten und organisierten Treffen zwischen Com4Net-Leitung und Aktionärsvertretern, das zur offenen Klärung strittiger Fragen führen sollte (Zeugen: Josef Elas, Roland Richter, Thorsten Bischoff, H. Unger u.a., s. u.a. folgende Dokumente: Einladungen an die Aktionäre, öffentlicher im Internet geführter Kommunikation über Initiierung und Organisation jenes Treffens). Nähere Details über besagte deutsche GmbH und mögliche Zusammenhänge mit der Com4Net erfuhr ich erst, als ich im Januar 2002 für ein Buch, das ich über die Com4Net und die Ermittlungen gegen sie verfasse, mit einem Informanten - einem Gläubiger des Herrn Elas und leitenden Angestellten jener GmbH von Elas – sprach, einem Herrn Matthias Leu.
Die Formulierung „Wie Sie wussten“ weise ich insofern entschieden zurück, als hiermit keine Angabe eines Zeitpunktes ausgesagt ist, ab dem ich etwas Bestimmtes gewusst haben soll. Und auch für die genannten Zeitpunkte August 2000 und Januar 2002 muss ich diese Formulierung folgendermaßen korrigieren: Zu jenen Zeitpunkten erfuhr ich durch die Aussagen anderer, Herr Elas hätte zur Beschaffung von neuem Kapital für das Geschäft einer von ihm geführten deutschen GmbH“ möglicherweise die Com4Net Inc. gegründet. Dass sich dies tatsächlich so verhält, kann ich nicht nachprüfen und auch nicht behaupten, da ich keine Beweise dafür habe. So lange dies nicht durch ein Gericht bewiesen ist, muss es auch in der Formulierung der StA eine Vermutung bleiben.
(Kommentar: S.T. an RA, 20.11.04)

Anmerkung 2.9.06: Man sieht am kleinen Beispiel jener StA-Darstellung, wie juristisch ungenau und unsachlich da formuliert ist, so dass bei näherer Analyse viele Behauptungen letztlich als Unterstellungen oder bloße Vermutungen enttarnt werden können. Darf man in diesem Zusamenhang den Verdacht erheben, dass manche - nachweislich falschen - Behauptungen der StA nur gemacht wurden, um für in der Folge genannte Vorwürfe eine Absicht zu unterstellen, da ohne das Element der Absicht juristisch auch kein Betrugsverdacht erhoben werden kann? Ebenso kann man fragen: Basieren jene Behauptungen der StA Landshut nur auf Unwissenheit und schlechter Recherche (was dann nicht für die Ermittlungen spricht) oder sind sie wissentlich wider besseres Wissen geschehen (was dann, wenn dies mit der Absicht geschehen wäre, falschen Verdacht gegen einen Unschuldigen zu streuen oder zu erheben, ein strafbares kriminelles Delikt der StA und/oder der Ermittlungsbehörden wäre)?
S T R A F B E F E H L
(v. 19.11.04 aufgrund der Com4Net-Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding; unterzeichnet von: StA Landshut, Michaela Wawerla. Teil 3)

(4) „Die Gesellschaft hatte, wie von vorneherein beabsichtigt, weder eigenes Kapital, noch Büroräume in den USA, geschweige denn ein operatives Geschäft.“ (Michaela Wawerla, StA Landshut)

Die Formulierung „von vorneherein beabsichtigt“ empfinde ich als eine unzulässige Unterstellung, die erst vor Gericht bewiesen werden muss. Zu den Büroräumen kann ich sagen, dass mir vermittelt wurde und ich stets der Ansicht war, dass zu der in der von der Com4Net Inc. angegebenen Firmenadresse in Montana ein Büroraum existiert, den sie mit einer anderen Firma namens ABC teilt. Ich habe im Februar 2000 auf Wunsch der Vorstandschaft einen entsprechenden PR-Text als Gegendarstellung zu einem Vorwurf, eine solche Adresse existiere nicht, verfasst und veröffentlicht.
(Zeuge: Josef Elas, Dokument: PR-Text ). Herr Elas, an dessen Aussage ich keinen Zweifel habe, versichert mir bis heute, dass eine solche Adresse existiert habe und die Firma nach US-Recht legitim angemeldet sei und operiert habe. Gegenteilige Behauptungen müssen erst bewiesen werden.
Zudem war meines Wissens nach ursprünglich geplant, mit der Com4Net Inc. in den USA an die Nasdaq zu gehen. So wurde dies öffentlich im Jahr 1999 auf der Internet-Seite der Com4Net vermittelt und mir von Herrn Elas bestätigt.
Falsch ist ferner die Kommasetzung in der Formulierung der StA.
(Kommentar: S.T. an RA, 20.11.04)


Anmerkung 4.9.06: Falsch war die Kommasetzung der StA, wem's auffällt, auch schon in deren vorhergehendem Satz (Vers 3, Posting #131).
Zum Vorwurf, die Com4Net hätte nie beabsichtigt, ein operatives Geschäft in den USA zu betreiben oder hätte nie eines betrieben, hätte kein Kapital dort etc. darf ich ergänzen, dass ich dies als unwahr werten muss und meiner Meinung nach das Gegenteil leicht zu recherchieren (gewesen) wäre. Die Com4Net Inc. leistete sogar eine Investition von rund - ich muss nun mangels Unterlagen leider aus dem Gedächtnis rekonstruieren und ungefähre Zahlenangaben machen -700.000 DM, wie mir Herr Elas einst versicherte und mir entsprechende Gechäftsunterlagen zeigte. Es ging damals, soweit ich mich erinnere, um die US-Firma Micromotion, mit der ernste Geschäftsverhandlungen geführt wurden, es reisten auch einmal Verhandlungspartner von Micromotion nach Deutschland zu persönlichen Gesprächen mit der Com4Net-Führung. Ferner war ich im März 2000 Augen- und Ohrenzeuge eines Gesprächs zwischen den Com4Net-Vorständen Elas und Witsch (auf deren Wunsch, da der Gesprächsinhalt ihnen PR-trächtig erschien), worin es um ein eventuelles Com4Net-Engagament in den USA in Vereinigung mit der Gesellschaft SIMI aus Unterschleißheim ging.
Die Com4Net Inc. hatte all meinen Informationen zufolge, als sie gegründet wurde, ernsthaft vor, an die Nasdaq zu gehen - dies war eines der Hauptmotive für die Gründung einer US-Inc; den Neuen Markt gab es damals in Deutschland ja noch nicht und die Nasdaq war die Hauptbörse für Internet-Firmen.
Für all das gibt es Zeugen und Unterlagen. Wurde all das nicht recherchiert oder nicht berücksichtigt? Wurde in den USA überhaupt recherchiert (zum Beispiel an der Com4Net-Adresse in Montana sowie in Kalifornien bei Herrn Stenbock)? Ich bemerke davon in den Ermittlungsunterlagen und in den Formulierungen im Strafbefehl nichts. Sämtliches Com4Net-Material wurde beschlagnahmt, aber man sehe doch einmal darin gründlich nach! (ansonsten kann auch ich gerne daraus zitieren; sie lagern in Kopie bei einem Rechtsanwalt und bei zwei Journalisten in München). Kann man dann noch zu so Behauptungen wie oben kommen, die ich aus meiner Insiderkenntnis und der Kenntnis der Unterlagen heraus als unwahr und als Unterstellungen empfinden muss?
S T R A F B E F E H L
(v. 19.11.04 aufgrund der Com4Net-Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding; unterzeichnet von: Staatsanwaltschaft Landshut, Michaela Wawerla. Teil 4)

(5) „In den Jahren 1996 bis 1999 waren Aktien der Com4Net Inc. im vorbörslichen Bereich erfolgreich an Privatanleger verkauft worden.“ (Michaela Wawerla, StA Landshut)

Das war wohl so. Ich habe davon im Jahr 1999 von C. R. erfahren, der mich mit Herrn Elas für die Firma anwarb. Herr R. hatte selbst als Aktienverkäufer und später Angestellter der Firma Com4Net agiert und sehr viel mit Aktionären kommuniziert. Mir wurde von ihm und Herrn Elas mitgeteilt, er hätte für rund sechs Millionen DM Com4Net-Aktien verkauft. (Kommentar: S.T. an RA, 20.11.04)

Anmerkung 5.9.06: Herr C.R. bat darum, nicht mehr namentlich in diesem Board genannt zu werden.
Die Kommmmunikation mit den Aktionären führten, wie den Aktionären selbst ja wohl bekannt, bis Ende 1999 vornehmlich er nebst anderen Aktienverkäufern sowie Frau Furtner und Vorstand Alexander Witsch. Von Januar bis Ende Mai 2000 führten jene Kommunikation Aktienverkäufer der teleprint media, gelegentlich noch Herr C.R., sowie Frau Furtner und Alexander Witsch in besonders eifriger vorbildlicher Weise, wofür ihm an dieser Stelle einmal gedankt sei und wie auch die öffentliche Kommunikation im w:o-Board bis Mai 2000 eindrucksvoll belegt.
Ab Juni 2000, wie ebenfalls das w:o-Board belegt, führte ich - bedingt durch das Ausscheiden des Herrn Witsch und Frau Furtners - vornehmlich die Kommunikation mit den Aktionären. Eine meiner ersten Aktionen in diesem Zusammenhang war, wie im Board vom Juli und August 2000 nachzulesen, für Transparenz zu schaffen und Licht ins Dunkel zu bringen durch Schaffung eines Ationärsvertreter-Gremiums, das zur offenen Behandlung aller kritischen Fragen (die es damals reichlich gab) zur Com4Net eingeladen wurde, um die Vorstandschaft ins Kreuzfeuer zu nehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.765.801 von STeplan am 05.09.06 08:42:24Wenn ich mich nicht irre ist C.R. der Herr, der mir seinerzeit meine Aktien verkaufte ;)

Frage: welche Rolle in der ganzen Geschichte spielte eigentlich der als Palladiumbroker bekannte (ehemalige...? Habe lange nichts mehr von ihm hier gesehen) Boardteilnehmer offiziell für die c4n, nach Ihrer Kenntnis?
To whom it may concern: Bitte in die Boardmails gucken. Habe soeben einige vertrauliche mails ebenso vertraulich beantwortet.

@RRichter

Ich denke, da irren Sie nicht ;)
Ansonsten haben Sie eine Boardmail von mir.
@hildegardvonbingen

Ich antworte Ihnen auf Ihre Boardmail öffentlich, da Ihre Frage möglicherweise auch den einen oder anderen hier interessiert: Die Serie über den Strafbefehl vom 19.11.04 wird mit meinen Kommentaren fortgesetzt; ich bin derzeit nur leider noch für einige Tage unterwegs und bitte daher um Pardon.
Ich komme wieder einmal kurzzeitig zum Einsatz, nachdem ich heute mit Herrn Teplan ins Ausland telefonierte. Herr Teplan ist beruflich wieder auf Projektreisen in Asien unterwegs. Er versichert, die begonnene Reihe auf jeden Fall fortzusetezen, sobald er etwas Luft habe und bittet alle Interessierten noch um etwas Geduld.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.657.899 von ortega_y_gasset am 16.10.06 14:59:41Danke für die Info.
@STeplan
Ich empfehle auf alle Faelle das Buch zu veroeffentlichen. Sie haben die Gabe sich sehr detailliert zu erinnern. Das wird die einzige Quelle sein die eine Art "Vermaechtnis" oder Erinnerung der letzten 6-5 Jahre ueber com4net darstellen wird.
Schoene Gruesse, zobeltier
Ich bin von meinem neuerlichen Asien-Aufenthalt zurück. Der war doch sehr viel arbeitsintensiver als angenommen, so dass ich lange keine Zeit und Gelegenheit mehr hatte, ins Board zu schauen. Zobeltier und RRichter danke ich für den Zuspruch. Ich werde meine Veröffentlichungen fortsetzen. Es ist tatsächlich vieles noch nicht aufgearbeitet worden. Ebenso ist eine ganze Menge vertuscht worden, was noch behandelt werden sollte (wenn es schon nicht verhandelt wurde). Und wenn die Com4Net-Aktionäre schon so viel bluten mussten, sollen sie wenigstens ein Recht auf Wahrheit und detailliertre Informationen haben. Ich setze ab MO oder DI meine Com4Net-Veröffentlichungen im Board fort. Ob Buch oder nicht, Zobeltier, das überlege ich mir noch, da ich mit anderen Arbeiten zu sehr eingedeckt bin - mal sehen, wie ich mir evtl. Freiräume schaffen kann.
Allen Com4Netlern nachträglich ein gutes neues Jahr!:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 27.042.392 von STeplan am 20.01.07 09:00:55Danke für die Mühe.

Was mich persönlich - neben mir z.T. (noch nicht) bekannten Fakten - am meisten interessiert ist, was aus den handelnden Personen geworden ist. Bis auf die Anzeige gegen Dr. B. (Unterrichtung von der Einstellung) haben die Strafverfolgungsbehörde mir keine Informationen zukommen lassen.

Da ich selbst (nach Wiesbaden) umgezogen bin und derzeit daheim kein Internet habe, gucke ich hier nur noch ab und an vorbei. Von daher: keine Hatz mit Com4Net ;)
@RRichter
soweit ich diese Informationen habe, lasse ich sie Ihnen gerne zukommen. Ich muss aber Sie und alle anderen Interessierten erstens um Entschuldigung und zweitens nochmals um etwas zeitlichen Aufschub bitten - ich war bei meinem letzten Posting, was das Timing betrifft, zu optimistisch bzw. konnte nicht voraussehen, dass ich ganz kurzfristig nochmals zu einem Auslandsprojekt reisen muss. Ich bin am 26.2. wieder zurück in Deutschland und möchte mir dann wirklich endlich die Zeit nehmen, die angekündigten Informationen zu posten. Ihre spezielle Anfrage, Herr Richter, kann auch nicht-öffentlich via e-mail geschehen, wenn nicht allgemeines Interesse an diesen Fragen besteht.

Mit herzlichem Dank für Verständnis und Geduld :)

ST
Hallo Com4Netler,

bin nach langer Abwesenheit wieder im Board. Kann wegen Reisen und gewachsener beruflicher Aufgaben leider nicht so umfangreich posten wie geplant. Die Antwort an RRichter gebe ich nichtöffentlich, da ich die Privatsphäre der Personen respektiere.

War ja nach fast vier Jahren juristisch wohl für die meisten Aktionäre enttäuschend, was da bei den Prozessen rauskam. Gegen gewisse Personen, die das letzte Geld - nahezu zwei Millionen DM - aus der Com4Net gezogen haben (was ihr letztlich das Genick brach) wurde meines Wissens zufolge kein Verfahren erhoben und aus dem Aktenmaterial der Kripo sowie aus einigen Aussagen anderweitig und fälschlich Belasteter wird für mich nicht ersichtlich, dass da überhaupt ermittelt wurde. Das ist nach meiner Meinung der größte Skandal in der ganzen Geschichte. Dafür wurde Personen der Prozess gemacht, die nachweislich völlig unschuldig waren (und letztlich freigesprochen werden mussten). Ist da nicht was faul im Staate Bayern?