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Börsen in Europa: Hexensabbat führt zu deutlichen Abschlägen - 500 Beiträge pro Seite



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Die europäischen Blue Chips geben am Freitagnachmittag deutlich ab. Hauptgrund für die großen Umsätze ist der heutige Hexensabbat. Daneben sind auch der gestiegene Ölpreis und der etwas ansteigende Euro von Interesse. In Deutschland hat besonders der über den Erwartungen ausgefallene ifo-Geschäftsklimaindex für gute Stimmung gesorgt, die sich aber nicht weiter verbreiten konnte.

Der auch als Hexensabbat bezeichnete dreifache Verfallstag an der Terminbörse tritt viermal im Jahr auf. An jedem dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember treffen die Verfallstermine von Aktien-Optionen, Index-Optionen und Index-Futures aufeinander und sorgen für hohe Handelsvolumina in diesem Segment.

Indexstände (16.05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.893,90 (-1,22 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.758,75 (-1,00 Prozent)

EURONEXT 100: 647,8 (-1,17 Prozent)

FTSE 100 (London): 4.696,3 (-0,82 Prozent)

CAC 40 (Paris): 3.750,95 (-1,57 Prozent)

MIB30 (Mailand): 30.582 (-0,48 Prozent)

IBEX35 (Madrid): 8.839,9 (-0,66 Prozent)

SMI (Zürich): 5.616,6 (-0,60 Prozent)

ATX (Wien): 2.393,87 (+0,16 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Fluggesellschaft Air Asia hat mit dem Flugzeughersteller Airbus eine Absichtserklärung über den Kauf von 40 Maschinen unterzeichnet. Wie die südostasiatische Fluggesellschaft heute bekannt gab, beinhaltet die geschlossene Vereinbarung den Kauf von 40 Flugzeugen vom Typ A320 sowie eine Option auf den Erwerb weiterer 40 Maschinen gleichen Typs. Für den Großauftrag hatte sich neben Airbus auch der amerikanische Flugzeughersteller Boeing beworben. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2005 bis 2011 erfolgen. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Bei Airbus handelt es sich um eine Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS und des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems.

Der Vorstand der VA Technologie AG nimmt zu dem von Siemens AG Österreich am 10. Dezember 2004 veröffentlichten Übernahmeangebot eine neutrale Stellung ein. In seiner gemäß Übernahmegesetz abgegebenen Äußerung spricht der Vorstand der VA Technologie AG keine Empfehlung aus, sondern führt dazu wesentliche Argumente für oder gegen die Annahme des Übernahmeangebotes an. Daneben kommt der VA Tech-Vorstand unter Berücksichtigung der von JP Morgan vorgenommenen Bewertungsanalysen und der von JP Morgan abgegebenen Fairness Opinion zu dem Ergebnis, dass der Angebotspreis von 55 Euro pro Aktie aus wirtschaftlicher Sicht nicht angemessen ist. Ernst&Young erachtet diese Einschätzung als unabhängiger Sachverständiger für zutreffend.

Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat die die Einzelheiten zur geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben Wie der Konzern heute bekannt gab, hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Ausgabe von drei Millionen neuer Aktien beschlossen. Der Preis für die jungen Aktien wurde auf 219 Euro festgelegt. Des Weiteren hat der Konzernvorstand mit Zustimmung des Kontrollgremiums die Begebung von 1.793.868 Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von 550 Mio. Euro beschlossen. Diese Wandelschuldverschreibungen berechtigen anfänglich zur Wandlung in eine Aktie von OMV. Die Wandelschuldverschreibung wurde mit Ausgabepreis, Nominale und Wandlungspreis von 306,6 Euro begeben. Der Kupon wurde mit 1,5 Prozent festgelegt. Insgesamt 12 Prozent der jungen und 2 Prozent der Wandelschuldverschreibungen wurden durch Ausübung des Bezugsrechts von Aktionären der Gesellschaft bezogen. Der amtliche Handel der jungen Aktien und der Wandelanleihe an der Wiener Börse wird voraussichtlich am 22. Dezember 2004 beginnen.

Die Telekom Austria hat eine Kaufoption zum Erwerb der Mehrheit an dem bulgarischen Mobilfunkanbieter Mobiltel erworben. Wie der größte österreichische Festnetzanbieter heute bekannt gab, beinhaltet die erworbene Call-Option für die Telekom Austria das alleinige und unwiderrufliche Recht, 100 Prozent der Anteile des größten bulgarischen Mobilfunkanbieters zu einem Unternehmenswert (Enterprise Value) von bis zu 1,6 Mrd. Euro gegen Ende 2005 zu erwerben. Der Preis für die Kauf-Option beläuft sich auf bis zu 80 Mio. Euro und wird im Falle der Ausübung auf den Kaufpreis angerechnet. Die Option wird im ersten Quartal 2005 zur Zahlung fällig und kann bis zum dritten Quartal 2005 ausgeübt werden. Bis zu 150 Mio. Euro des Kaufpreises sind an das Erreichen von operativen und finanziellen Erfolgskriterien im Jahr 2005 gebunden und werden im zweiten Quartal 2006 zur Zahlung fällig. Im Falle der Ausübung der Option will die Telekom Austria die Finanzierung der Übernahme größtenteils aus dem eigenen Cash-Flow sowie zu einem kleinen Teil durch die Aufnahme von Fremdkapital decken. Der CFO der Telefongesellschaft, Stefano Colombo, erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Telekom Austria keine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des möglichen Erwerbs durchführen wird. Das bestehende Aktienrückkaufprogramm soll ebenfalls aufrechterhalten werden.

Der britische Hotelkonzern InterContinental Hotels Group gab heute bekannt, dass er 13 Hotels in den USA, Puerto Rico und Kanada für 425 Mio. Dollar an den Hospitality Properties Trust verkaufen wird. Mit den Erlösen plant die Hotelkette zum Teil den Abbau von Verbindlichkeiten, wobei man auch die Aktionäre hiervon partizipieren lassen will. Die langfristigen Verwaltungs-Verträge für die zu veräußernden Hotels bleiben dem Konzern den Angaben zufolge erhalten.

Der britische Bau- und Verkehrskonzern Balfour Beatty hat einen Auftrag im Wert von bis zu 400 Mio. Pfund zur Straßenüberwachung und -wartung erhalten. Im Rahmen des Auftrags, der eine Option auf Verlängerung um zwei Jahre beinhaltet, erhält das Unternehmen 50-80 Mio. Pfund pro Jahr für seine Arbeiten in den Gebieten Gloucestershire, Wiltshire, Somerset, dem Großraum Bristol und Teilen von Devon und Dorset.

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca veröffentlichte enttäuschende, vorläufige Studiendaten zu ihrem Krebsmittel Iressa. Im Vergleich zu Placebo zeigte das Arzneimittel bei der Behandlung von Lungenkrebs keine signifikante Überlegenheit hinsichtlich der Überlebensrate der 1.692 Patienten. Zwar verkleinerten sich die Tumore, dies führte aber nicht zu einem längeren Überleben. Das Präparat wird bereits verkauft und generierte im dritten Quartal einen Umsatz von 113 Mio. Dollar. Ferner bekräftigte Vorstandschef Tom McKillop seine Ergebnisprognose für laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn vor Sondereffekten von 2,10 Dollar pro Aktie oder etwas höher.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche teilte heute mit, dass sich die EU-Arzneimittelbehörde positiv zu seinem Hepatitis-C-Medikament Pegasys geäußert hat. Diese Äußerung bezog sich auf eine Kombinationstherapie aus Pegasys und Ribavirin zur Behandlung von HIV-Patienten. Nun ist der Konzern zuversichtlich, eine Zulassung zur Behandlung von Patienten, die gleichzeitig mit Hepatitis C und HIV infiziert sind, zu erhalten. Hierfür ist bisher kein Arzneimittel zugelassen. Bisher ist das Arzneimittel in der EU zur Behandlung von Hepatitis C-Patienten mit erhöhten oder anhaltend normalen Leberenzymwerten zugelassen.

Die russische Regierung will Zeitungsangaben zufolge offenbar die für Sonntag geplante Zwangsversteigerung einer Tochter des russischen Ölkonzerns Yukos Oil durchführen. Wie die \"Financial Times Deutschland\" berichtet, hat das staatliche russische Vermögensamt, welches die Auktion durchführt, am Donnerstag nicht auf einen Versuch des Konzernmanagements reagiert, die geplante Auktion um die Yukos-Tochter Yuganskneftegas zu verhindern. Yukos hatte am Dienstag bei einem US-Gericht Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt, wobei von der zuständigen Richterin Letetia Clark für Donnerstag eine Anhörung angesetzt wurde. Den Angaben zufolge reagierten die russischen Behörden mit der Durchsuchung der Büroräume des inzwischen in den USA lebenden Yukos-Finanzchefs Bruce Misamore. Ein Moskauer Gericht verbot den Yukos-Aktionären außerdem die Abhaltung eines Krisentreffens. Yuganskneftegas wird am Sonntag versteigert, wobei das Mindestgebot Zeitungsangaben zufolge bei 9 Mrd. Dollar liegen soll. Mit diesem Schritt wollen die russischen Steuerbehörden einen Teil der Steuerschulden in Höhe von 21 Mrd. Dollar eintreiben. Bei der Versteigerung wird die Gazprom-Tochter Yugansk als einzig ernsthafter Bieter gehandelt.

Wertpapiere des Artikels:
ASTRAZENECA PLC
EUROPEAN AERONAUTIC DEFENCE AND SPACE COMPANY EADS NV
BAE SYSTEMS PLC
BALFOUR BEATTY PLC
SIEMENS AG
ROCHE HOLDING AG
VA TECHNOLOGIE AG
OMV AKTIENGESELLSCHAFT
YUKOS, NK ADR 4/
TELEKOM AUSTRIA AG
INTERCONTINENTAL HOTELS GROUP PLC


Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),16:27 17.12.2004



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