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Köhler & Krenzer - Ergebnissprung - 500 Beiträge pro Seite



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Wenige informierte Marktteilnehmer haben die starke Unterbewertung bereits erkannt und den Kurs seit Ende November von rd. 9 auf über 13 EUR hochgetrieben. Eine breitere Anlegerschaft dürfte auf die Verhältnisse um die Köhler & Krenzer Fashion AG noch nicht aufmerksam geworden sein.

Ich denke mit diesem Beitrag der vernachlässigten Publizität etwas auf die Sprünge helfen zu können – schließlich haben die Aktionäre ja eine angemessene Bewertung verdient. Das Unternehmen wird soweit ich informiert bin nicht institutionell researched.

Das wesentliche in kürze – Details können ja in der späteren Diskussion erörtert werden, obwohl ich meine, dass es hier aufgrund der klaren Verhältnisse wenig Diskussionsstoff gibt.

Die Textilkrise der letzten Jahre hat das Unternehmen mit einem relativ moderaten Ergebniseinbruch gut überstanden. Seit dem Q3/2004 zeigt der Trend auch in der Ergebnisentwicklung wieder nach oben, nachdem sich die Umsätze schon seit 2003 vom Branchentrend abgesetzt haben. U. a. auch mit dem forcierten Shop-Konzept erzielt das Unternehmen offenbar gute Erfolge. Der Umsatz Q3 lag um 7% über dem des Vorjahres, das Ergebnis um 22%.

Für das abgelaufene GJ rechne ich mit einem Ergebnis von 1,25 EUR je Aktie.

Für das lfd. GJ wird die Bilanzierung auf IFRS umgestellt. Dem entsprechend werden die nach HGB bisher vorgenommenen ratierlichen periodischen Firmenwertabschreibungen zu ersetzen sein durch "impairment tests". Durch mögliche Abschreibungen infolge der Impairments sind keine Belastungen zu erwarten, da der (Rest-) Firmenwert der Konzerntochter Marcona i.H.v. rd. 15 Mio. EUR durch stabile und hohe Ergebnisbeiträge ausreichend abgesichert ist. Die Ergebnisentlastung hierdurch liegt bei rd. 1,7 Mio. EUR p.a. Aus der Berichterstattung in 2003 liegen übrigens Überleitungsrechnungen für IFRS vor, allerdings noch nach der alten Methode mit ratierlichen Firmenwertabschreibungen.

Ich gehe für 2005 von einem Ergebnis von 2,15 EUR/Aktie aus. Da man K & K durchaus ein KGV von über 10 zubilligen kann, ergibt sich selbst nach dem schönen Kursanstieg noch ein Potential von rd. 60%. Dieses Szenario ist bewusst vorsichtig kalkuliert. Sofern sich der Textilmarkt in 2005 weiter stabil zeigt, kann sowohl die Bewertung als auch die Ergebnisprognose erhöht werden – Kursziele dann durchaus noch deutlich höher.
Die Textilwirtschaft spricht vom Dezember übrigens von Umsätzen, die 3% über dem Vorjahr liegen. Für 2005 seit man ggü. den Vorjahren erstmals wieder optimistischer. Entsprechende Entwicklungen sind auch in den Kursen anderer Textilunternehmen seit Anfang Dezember abzulesen (Ahlers Vz. 8%, Gerry Weber 20%, Escada 8%, Hirsch 10%). Im Gegensatz zu Köhler & Krenzer (KKF) liegen die Bewertungen allesamt über KGV 10, während KKF bei 6 oder tiefer notiert.

:)
Heute selten dicke Umsätze auf Xetra, welche die schöne Performance bestätigen sollten. :)
Maßgeblich für die Werthaltigkeit des Firmenwerts, der aus der Kapitalkonsolidierung der Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co. KG heraus in der Konzernbilanz der KKF entstanden ist, sind die Ergebnisse dieser Beteiligung. KKF hält ja bekanntlich 74,9% der Anteile.

Historie der Ergebnisse der Marcona in Mio. EUR

2000 8,5
2001 6,7
2002 5,2
2003 6,0

Hierzu sein anzumerken, dass in die Jahre 2002 und 2003 die größte Krise des Textilhandels in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gefallen ist.

Die Konsolidierung der Marcona führte im GJ 2000 zu einem Neuausweis an Firmenwerten i.H.v. rd. 19 Mio. EUR. Zum Ende des abgelaufenen GJs dürften die Firmenwerte auf rd. 14 Mio. EUR heruntergeschrieben worden sein. Zusammen mit dem EK der Marcona von rd. 5 Mio. EUR dürfte bei deren Ergebnis von über 6 Mio. EUR an der Werthaltigkeit des Firmenwerts kein Zweifel bestehen. Wie ich unter #1 schrieb, sind daraus infolge von Impairments also keine außerplanmäßigen Anschreibungen zu erwarten. Die bisherigen Firmenwertabschreibungen entfallen und können i.H.v. rd. 1,7 Mio. EUR ab 2005 ergebniswirksam vereinnahmt werden.

Das Akquisitionsdarlehen für die Marcona-Beteiligung aus 2000 wird übrigens bis zum 31.05.2005 getilgt sein. Für verbleibende (und z.T. refinanzierende) Kontokorrentkredite können die günstigen Kapitalmarktzinsen genutzt werden. Dieses führt zu einer weiteren Abnahme der Zinsbelastungen in 2005.
Hallo Hans

so langsam zeichnet sich ab, dass Sie wieder einmal eine Perle im weiten Börsenozean entdeckt haben ! Der Kursverlauf der letzten Tage ist schon erstaunlich, unterstützt mit einem relativ hohen Umsatzvolumen. Ich sehe Parallen zu Ihrem Einhellthread und hoffe, dass K&K eine ähnliche Entwicklung nehmen wird. Vielen Dank für Ihre äußerst informativen Beiträge !

Gruss S.Feier
Hallo,

zur Info an alle "Köhler&Krenzer-Interessierten":

Es gibt einen weiteren (älteren) Thread über diese AG!
Thread: Köhler&Krenzer

Gruß
Nebenbei: Die wöchentlich von der TextilWirtschaft erhobenen repräsentativen Zahlen weisen für die erste Kalenderwoche 2005 ein Umsatzplus von durchschnittlich 14% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum im deutschen Textileinzelhandel aus. Wortwörtlich heißt es "Kaum jemand hat damit gerechnet, denn eigentlich waren die frühlingshaften Temperaturen keine gute Voraussetzung, um Winterware zu verkaufen."

Bei der Interpretation der Zahlen muss natürlich bedacht werden, dass die wöchentlichen Umsätze starken Schwankungen unterliegen können.
Bei diesen Temperaturen läuft dagegen die Frühjahrsware sehr gut.
Wenn das Wetter gut ist und wie jetzt frühlingshafte Werte annimmt, läßt sich die Frühjahrsware sehr gut verkaufen.
Das schöne daran, keine Rabatte, volle Marge (gut für die einzelhändler).
Aber nix für K&K, da sie in der Regel per Vororder verkauft und wenig Zwischenkollektionen oder NOS - Ware anbietet und kein Retailgeschäft betreibt (kann sich ja ändern).

fundamental_a
Hallo fundamental_a!

Zustimmung. Hier profitiert zunächst der Einzelhandel, also die Kunden von KKF. Sofern sich die Entwicklung der KW1/2005 als Trend fortsetzen sollte, wird KKF dann infolge erhöhter Anschlussorder profitieren können.

>> ... kein Retailgeschäft betreibt (kann sich ja ändern).

Interessanter Einwurf. Mit eigenem Retailsegment läge KKF dann ja im Trend der Vertikalisierung im Textileinzelhandel. Ich frage mich, ob es auch für KKF mit seinen eher klassisch-modernen Kollektionen opportun ist, eigene Stores zu betreiben (vielleicht etwa so wie in der Art von Betty Barclay?). Wie schätzt Du diese Möglichkeit ein?
Hallo Syrtakihans,
wenn es dem Einzelhandel gut geht, hat das sicherlich auch positive Auswirkungen auf das Orderverhalten und ist somit gut für KKF, GWI, Hirsch und andere.
Mit den Stores ist das so eine Sache.
Ich denke mal Marcona ist sicherlich Shop - fähig.
K&K und Isabell S halte ich für weniger Shop - fähig.
Ob man mit Marcona auch Stores betreiben kann ?
In einigen Lagen sicherlich. Hirsch betreibt in einigen Lagen auch eigene Stores relativ erfolgreich. Das Konzept läßt sich überall aber nicht realisieren.
Hinzu kommt, dass diese Stores nicht viel größer als Shops sind, nur das sie alleine als Geschäft positioniert sind .
Aber als Shop - System gäbe es hier sicherlich noch einiges zu tun.
Das Problem ist eher, dass es nicht zur Philosophie von KKF gehört eigene Geschäfte (Shops) zu bewirtschaften.
Die Auftragsabwicklung von KKF ist zur Zeit eher starr als flexibel.
Hier dürfte aber sicherlich ein Umdenken eingetreten sein.
Bei GWI war es bis vor 2-3 Jahren auch so das ca. 90% des Umsatzes schon in der Vororder (Frühjahr/Sommer oder Herbst/Winter) verkauft wurde.
Mittlerweile sieht es da anders aus. Eigene Retailprogramme, Flash - Programme und NOS Ware (Never out of Stock) zwingen zu mehr Flexibilität in der Produktion/Order (Stoffe) usw.
Bevor KKF sich auf eigene Shops konzentriert wird man wohl eher einen Mitbewerber übernehmen.
Hat man ja wohl vor.
Über das Tempo einer weiteren Übernahme ist ja der Herr Eckhard damals gestolpert.
Der Herr Schmitt hält halt das Ruder fest in der Hand.

fundamental_a

P.S. Die 1. Woche war anscheinend für die Branche sehr vielversprechend (siehe TW). Ludwig Beck berichtet ebenso über einen sehr guten Start im Januar.
Mittwoch 12. Januar 2005, 14:10 Uhr

Aufwind in der Mode- und Textilbranche - Geschäft soll 2005 besser verlaufen - cpd vor dem Start - Ärger über Berliner Konkurrenz

Düsseldorf (ddp-nrw). Für die Modeindustrie und den Textileinzelhandel brechen wieder bessere Zeiten an. Beide Wirtschaftszweige rechnen trotz der anhaltenden allgemeinen Konsumflaute mit kauffreudigeren Verbrauchern in diesem Jahr, wie Branchenvertreter am Mittwoch in Düsseldorf anlässlich der bevorstehenden weltgrößten Modemesse cpd woman_man_kidz bekräftigten. Auf der cpd zeigen vom 30. Januar bis 1. Februar in Düsseldorf 1500 Aussteller aus 50 Ländern mehr als 3000 Marken und Labels mit neuen Kollektionen.

Die Modewirtschaft rechnet bei Damen- und Herrenoberbekleidung (DOB, HAKA) 2005 mit Umsatzsteigerungen von jeweils 1,8 und 4,5 Prozent im Vergleich zu 2004. Schon im Vorjahr hatte die DOB beim Umsatz mit einer «schwarzen Null» den Rückgang gestoppt, die HAKA konnte sogar um 4,5 Prozent zulegen. Insgesamt fuhr die Modeindustrie 2004 rund 12 Milliarden Euro in ihre Kassen. Wichtige Stütze ist dabei der Export: Die deutschen Modefirmen stehen hier weltweit an dritter Stelle.

Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) setzt für 2005 auf stabile Umsätze, nachdem die Einnahmen im Vorjahr um zwei Prozent auf rund 56 Milliarden Euro schrumpften. «Wir hoffen, dass sich das Konsumklima verbessert», sagte BTE-Vizegeschäftsführer Siegfried Jacobs.

Zuversicht schöpft der Handel aus aktuellen Umfragen, nach denen eine steigende Zahl von Verbrauchern wieder mehr Geld für Bekleidung ausgeben will. »Wenn sich die Zukunftsängste der Konsumenten abbauen, tut sich die Modebranche auch wieder leichter, mehr Umsatz zu erzielen«, ergänzte Jacobs.

Branchenintern für Ärger sorgt bei der cpd unterdessen die wachsende Zahl von Modemessen in Deutschland, die der Leitveranstaltung zunehmend Konkurrenz machen. »Die Atomisierung der Modemessen führt zur Zersplitterung der Branche und zu Verunsicherung am Markt«, warnte die Geschäftsführerin der cpd-Muttergesellschaft Igedo, Margit Jandali, mit Blick auf die am 21. Januar beginnende Modemesse »B in Berlin«. Die cpd werde den Wettkampf aber »sportlich« aufnehmen.

Die »B in Berlin« geht damit rund eine Woche vor der cpd an den Start. In der Bundeshauptstadt zeigen dann mehr als 200 Aussteller ihre Kollektionen. Nach Einschätzung von »B in Berlin«-Manager Gerald Beck wird die internationale Bedeutung von Standorten wie Düsseldorf und Köln künftig deutlich abnehmen. Bei der cpd zeigt sich dies bereits in den Zahlen: Gab es im Herbst 2002 noch 2000 Aussteller, sind es in diesem Januar 1500.

Jandali sieht in der Wirtschaftskraft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes einen entscheidenden langfristigen Wettbewerbsvorteil der cpd. In NRW gebe es 10 000 Textileinzelhändler, in und um Berlin dagegen nur 1000. Auch beim BTE wird ein zentraler Standort für die Präsentation der Damen- und Herrenmode befürwortet. (Quelle: Pressekonferenz)
Die Hirsch AG, ebenfalls Markenhersteller für Damenoberbekleidung, berichtet übrigens von einem erfreulichen 1. Quartal im Geschäftsjahr 2004/2005 (31.10.), in dem spürbare Impulse festzustellen waren. Die letzen Wochen des Jahres 2003/2004, der Start ins neue Geschäftsjahr sowie die Eindrücke von der in der vergangenen Woche zu Ende gegangenen Modemesse CPD deuten nach Unternehmensangaben auf ein deutlich besseres Geschäftsjahr hin. Die Zahlen des 1. Quartals 2004/2005 sollen dieses bereits belegen: Die Auftragseingänge stiegen um 15% gegenüber der Vorjahresperiode.

Trotz des Kursanstiegs auf bis jetzt 15,80 EUR ist die Koehler & Krenzer AG mit einem KGV von sieben weiterhin stark unterbewertet. Im Vergleich mit anderen Textilunternehmen und den momentan hohen Bewertungen im Nebenwertebereich sind Kurse über 25 EUR realistisch. Ich gehe von kurzfristig weiter steigenden Kursen aus. :)
Syrtakihans, volle Zustimmung zu Deinen Überlegungen, auch zu Deiner Schätzung für 2005. Hirsch gestern (sogar Hirsch!) und das Feedback von der cpd unterstreichen das Momentum in der gehobeneren Preisklasse DOB. Hatte mich vor meinem Einstieg noch über ein paar Dinge beim Unternehmen informiert:

Großaktionär VuW/HVB (nur teilweise präsent auf der letzten HV, mittlerweile nicht mehr DS): es sind keine Ausstiegspläne bekannt, ein Übernahmeszenario würde ich ausschließen (am ehesten stockt vielleicht die Familie auf).

Marcona (setzt man den Wert dieser Perle mit 50-60 Mio. an, die JÜ-Historie gibt dies her, auch vor dem Hintergrund der KGVs von GWI & Co., kommt man auf FV von 25-30 Euro je Aktie): weitere Call-Optionen bestehen angabegemäß nicht, restliche 25% werden von Hr. Ostermann & Co. gehalten, ich kann mir mfr. einen Erwerb dieses Paketes vorstellen, wenn auch nicht zum Dumpingpreis der letzten 4,9%, daran knüpft sich für mich schon eine gewisse mfr. Phantasie.

IFRS: unterjährige Umstellung nicht geplant, damit der Ertrag von 2 + x Euro je Aktie sichtbar wird und der Markt der Gesellschaft (noch) mehr Aufmerksamkeit schenkt, müssen wir also noch ein bisserl warten.

Gruß,
KleinerMann
Der Chart sieht inzwischen recht ungewöhnlich aus: Schlusskurse immer auf oder nahe Tageshoch:eek:
@KleinerMann bzw. #14

Bzgl. der Umstellung auf IFRS war ich bisher davon ausgegangen, dass man sofern die Umstellung nicht schon zum Q1-Bericht erfolgt, doch zumindest eine Überleitungsrechnungen wie in Q1/2003 mit aufführt. Liegen Dir eingehendere Erkenntnisse vor, die meine Erwartungen wiederlegen?

Zumal sich ja Herr Schmitt im Herbst wohlwissend um die guten Aussichten selber noch mit zusätzlichen Papieren eingedeckt hat, können wir eigentlich davon ausgehend, dass an der richtigen Stelle das notwendige Verständnis für die Publikation der entsprechenden Zahlen vorliegt. ;)
#18

Mir wurde von einem Herrn aus der Finanzabteilung mitgeteilt, dass man sich derzeit mit dem Thema IFRS noch auseinandersetze und aus heutiger Sicht erst zum Jahresende (GB 2005) auf IFRS umstelle.

Eine Überleitungsrechnung (gerade was die EPA angeht) schliesst das nicht aus, aber da müsste ich mich noch genauer erkundigen.
interessante Aktie, die Syrtakihans hier ausgegraben hat. Ich hab mir diese auch mal näher angeschaut und bin trotz des schon fulminanten Anstiegs selber noch eingestiegen, da auch ich mittelfristig mit Kursen über 20€ rechne. Meine Annahmen:
- durchschnittliches Umsatzwachstum der nächsten 5 Jahre: 1,5% p.a.
- EBIT-Marge: 9%
- Abschreibungen = Investitionen
- Change in Working Capital: ca. 300 T€ p.a.
`=> Free Cash Flow zwischen 4 und 5 Mio. p.a.
- Verbindlichkeiten: ca. 20 Mio. €
`=> Je nach Abzinsungsfaktor komme ich so auf Werte zwischen 20€ und 25€ und ich denke mal, dass meine Rechnung nicht zu aggressiv ist. Meinungen?
Bei den börsennotierten Textilunternehmen bessert sich die Lage offenbar zusehends. Durchweg prognostiziert man Umsatzsteigerungen, welche durch gute Auftragslagen/Bestellungen unterlegt sind. Die Meldungen aus der Branche und zum Konsumklima belegen nichts Gegenteiliges.

GWI z. B. hat im abgelaufenen GJ den Umsatz um 1% und das Ergebnis um 41% steigern können. Für das lfd. GJ rechnet man mit einer Umsatzsteigerung von 10% und über die EBIT-Margen-Prognose dann mit einer Ergebnissteigerung von rd. 30%.

Zugleich haben bei den börsennotierten Textilunternehmen die Kurse deutlich angezogen, so dass mittlerweile eine Höherbewertung zu erkennen ist. Der Markt scheint mittlerweile deutlich höhere Bewertungen als KGV=10 zuzubilligen. GWI steht auf KGV=15.

Bei meiner 2005er Ergebnisprognose für KKF von 2,15 EUR/Aktie war ich von fast stagnierendem Geschäft ausgegangen. Unter Einbeziehung der verbesserten Geschäftaussichten auch für KKF und einer einhergehenden weiteren Ergebnisverbesserung auf rd. 2,50 EUR/Aktie sowie einer Höherbewertung bis KGV=13 stehen dann deutlich höhere Kursziele von über 30 EUR im Raum.

Da wir immer noch im Bereich einer grotesk niedrigen Bewertung stehen, können wir in Ruhe abwarten, ob sich diese Erwartungen dann in den folgenden Quartalsberichten bestätigen oder vielleicht noch übertreffen lassen.
Ahlers hat für das 4. Quartal Rekordzahlen gemeldet - bestes 4. Quartal in der Unternehmensgeschichte.
k&k hat in der krise nicht so schlecht ausgesehen wie manche andere, wird aber m.e. umsatz- und ertragmässig auch nicht so überschiessen, wenn der markt sich dreht. der grund dürfte in dem bedienten marktsegment liegen (klassische dob für frauen ab 35).

dennoch: kurse ab 20 scheinen mir schon gerechtfertigt.
Wann ist mit neuen Zahlen von KKF - und entsprechend einem Aufdecken der niedrigen Bewertung - zu rechnen?
habe bei K&K nachgefragt wegen des Termins. Auskunft war, dass die Jahresabschlusszahlen voraussichtlich am 29.4. veröffentlicht werden. Also noch etwas Zeit...
Bei der Konkurrenz läuft es prächtig!

Mal sehen wie es bei Köhler und Krenzer läuft.

Nachrichten: GERRY WEBER: Deutliches Umsatzwachstum in allen Unternehmensbereichen

Die GERRY WEBER-Gruppe konnte im 1. Quartal 2004/2005 ihre Marktposition erneut ausbauen und ihren Umsatz erfreulich steigern. Sowohl die starken Marken GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON als auch die Einzelhandelsaktivitäten legten deutlich zu. Das Umsatzplus lag bei 10,1%. Die aktuellen Marken erlösten 85,7 Mio. EUR nach 77,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs von 5,1 Mio. EUR auf 5,78 Mio. EUR. Das DVFA-Ergebnis je Aktie stieg von 0,11 EUR auf 0,13 EUR.

Ziel des GERRY WEBER-Konzerns im laufenden Geschäftsjahr ist es, die EBIT Marge auf über 9% zu steigern und zweistellig auf einen Umsatz von 390 Mio. EUR zu wachsen. Dabei ist vom Export ein überproportionales Wachstum zu erwarten. Ebenso werden die HOUSES OF GERRY WEBER einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzplus leisten. Allein für das laufende Jahr plant GERRY WEBER zu den bisher 20 Standorten in Eigenregie weitere 20 zu eröffnen. Der Startschuss für einen neuen Flagship-Store in Hamburg erfolgte vor sieben Tagen. Dort entstand auf über 1.000 Quadratmetern das bis dato größte HOUSE OF GERRY WEBER. Auch die Zahl der aktuell 57 HOUSES OF GERRY WEBER, die von Franchisenehmern betrieben werden, wird ausgebaut. Mittelfristiges Ziel ist es, 300 bis 400 HOUSES OF GERRY WEBER in Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern zu betreiben. Internationale Metropolen sollen zusätzlich mit Flagship-Stores abgedeckt werden, um dort die Markenbildung von GERRY WEBER voranzutreiben. Bei den Shop-in-Shop-Systemen setzt das Unternehmen auf Kontinuität im Wachstum. Für das gesamte Geschäftsjahr sind rund 100 neue Flächen für die drei Marken GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON geplant.
Besonders schön liest sich das, was die FTD heute zum Auftragseingang von Gerry Weber zu berichten hat:

"Nach einem Anstieg der Bestellungen für die Frühjahr/Sommersaison um zwölf Prozent seien die Auftragseingänge für den Herbst/Winter um knapp 14 Prozent geklettert."

Beschleunigung auf hohem Niveau. Bei KKF machen die Vororders 80-90% des Umsatzes aus, wobei die Herbst/Winter- wichtiger als die Frühjahrs/Sommer-Kollektion ist.
K&K hat wohl gestern erst im Bundesanzeiger den Tod ihres AR - Vorsitzenden veröffentlicht, ebenso die Bestellung eines Nachfolgers.
Vielleicht hat das einer falsch aufgenommen, wer weiss es?
Ansonsten sehe ich keine negative Entwicklung vorliegen.
Es gibt meinerseits zu dem hier geschriebenen keine weiteren Ergänzungen.
Alles wichtige (hat noch Gültigkeit) steht hier schon geschrieben.
Aufgrund der AR Neubesetzung dürfte der Jahresabschluss tatsächlich erst gegen Ende April vorliegen.
fundamental_a
War`s das jetzt? :confused:

Mit einem 2005er KGV von ca. 7 ist Köhler & Krenzer jetzt wieder der preiswerteste deutsche Nebenwert. Die oben genannten Gerry Weber werden bei vergleichbaren Fundamentaldaten - wenn auch besserer Marktstellung - doppelt so hoch bewertet.
Auf der Homepage www.Koehler-krenzer.de kann man unter dem Punkt Finanzkalender 2005 nachlesen, dass

am 29. April 2005 die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2004

ansteht.

Gruß
Sirlarry
einen Tag vor der großen Verkündigung Minuszeichen bei geringen Umsätzen. Tippe mal auf gute Zahlen mit vagem Ausblick und deutlich nachgebenden Kursen.

Hoffentlich kommt es doch anders

vulpecula2
Nur keine Panik bekommen mit Blick auf das DVFA - Ergebnis.
Dies dürfte nämlich so um die 1 Euro liegen, eher noch darunter.
Die ganze Geschichte mit IFRS findet nämlich erst nächstes Jahr statt. Eventuell im Quartalsbericht, parallel zur normalen Bilanzierung.
Spannender finde ich den Ausblick und die Auftragseingänge.
fundamental_a
bei so marktengen Papieren muß man ja ruhig bleiben. Ein spontaner Ausstiegsentschluß könnte ziemlich kostspielig werden.

vulpecula2
völlig indiskutabel ist ja wohl die homepage.
Also sowas hab ich ja bei einer AG noch nicht erlebt, echt übel.
Aber das nur nebenbei.


mfg
sbb
DGAP-News: Köhler & Krenzer Konzern in 2004 mit erfreulichem Umsatz- und Ergebniswachstum

Corporate-News übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Köhler & Krenzer Konzern in 2004 mit erfreulichem Umsatz- und Ergebniswachstum

Ehrenberg, 29. April 2005: Der zu den führenden Herstellern von
Damenoberbekleidung (Modern Woman) zählende Köhler & Krenzer Konzern,
Ehrenberg, kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2004 zurückblicken. Nach
den heute vorgelegten Jahresabschlusszahlen stieg der Konzernumsatz in 2004 um
4,6 % auf 82,6 Mio. Euro (im Vorjahr 79,0 Mio. Euro). Gleichzeitig konnte das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern von 6,6 Mio. Euro um 15,0 %
auf 7,6 Mio. Euro verbessert werden. Auf Grund dieser Entwicklung wollen
Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären auf der Hauptversammlung am 30.
August 2005 in Fulda vorschlagen, eine Dividendenerhöhung um 0,10 Euro auf
0,30 Euro je Aktie zu beschließen. Der übrige Bilanzgewinn soll zur weiteren
Stärkung der Finanzkraft der Gesellschaft verwandt werden.

Marcona Kombi-Programme sehr gefragt - Export in EU-Staaten + 8,3 %
"Das Wachstum in 2004 basiert vor allem auf dem Erfolg unserer
Tochtergesellschaft Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co. KG,
Gelsenkirchen. Insbesondere die dort hergestellten Kombi-Programme erfreuen
sich bei unserer Kundschaft großer Beliebtheit," führte Robert Schmitt,
Vorstandsvorsitzender der Köhler & Krenzer Fashion AG aus. Mit einem Umsatz
von 59,8 Mio. Euro stieg der Anteil Marconas" am Konzernumsatz von 70,2 % auf
72,3 %. Der Anteil der Köhler & Krenzer GmbH, Ehrenberg, mit den Marken
Isabell S und Köhler & Krenzer lag in 2004 bei 22,9 Mio. Euro oder 27,7 % (im
Vorjahr 29,8 %). Die Exportquote stieg im Berichtsjahr auf 36,2 % (im Vorjahr
35,0 %). Dabei fiel mit einem Umsatzplus von 8,3 % der Zuwachs bei Lieferungen
in Staaten der EU, die mit 83,0 % (im Vorjahr 82,8 %) vom Gesamtexport das
wichtigste Absatzgebiet im Ausland darstellen, am höchsten aus.

Kommunizierten Ziele in 2004 erreicht - Cash Flow deutlich verbessert
Bei einem Jahresüberschuss von insgesamt 2,3 Mio. Euro (im Vorjahr 1,8 Mio.
Euro) hat der Konzern die kommunizierten Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr
2004 erreicht. Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg entsprechend auf 1,14 Euro
(im Vorjahr 0,88 Euro). Gleichzeitig wuchs das DVFA/SG-Konzernergebnis um 0,5
Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,0 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein
DVFA/SG-Ergebnis je Aktie von 0,74 Euro (im Vorjahr 0,48 Euro).

Deutlich verbessert zeigt sich der Cash Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit, der im Konzern 9,0 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro im Vorjahr
betrug. Bezogen auf den Cash Flow je Aktie (CPS) ergibt das 4,49 Euro nach
1,18 Euro in 2003.

Erstes Akquisitionsdarlehen zum Erwerb Marcona bis Ende Mai 2005 zurückgeführt
Das erste Akquisitionsdarlehen in Höhe von 24 Mio. Euro zum Erwerb der
Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co. KG, Gelsenkirchen, wurde in 2004
planmäßig um weitere 3,9 Mio. Euro reduziert. Durch die hohen jährlichen
Tilgungsleistungen wird das Restdarlehen in Höhe von 3,3 Mio. Euro bis zum
Mai 2005 vollständig zurückgeführt sein. Zum 01.01.2004 wurden weitere 4,9%
der Anteile an der Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co. KG zu einem
Kaufpreis von 1,3 Mio. Euro übernommen. Die Tilgung des 2.
Akquisitionsdarlehens wird in den nächsten Jahren vorgenommen.

Stabile Geschäftsentwicklung für 2005 erwartet
Der Konzern ist mit seinen für den Handel in umsatzstarken Eckpreislagen
konzipierten Konzernmarken Marcona, Isabell S und Köhler & Krenzer, den
attraktiven Zwischenprogrammen zur Bedienung kurzfristiger Markttrends sowie
dem frühzeitig umgesetzten Shop-Konzept zur Stärkung der Marktdurchdringung
und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades gut im Markt aufgestellt.

"Für die Frühjahr-/Sommerkollektion 2005 verzeichnen wir einen erfreulichen
Vorordereingang. Unter der Voraussetzung einer ebenfalls guten Herbst-
/Wintervororder erwarten wir für 2005 eine weitere stabile
Geschäftsentwicklung," äußerte sich Wolfgang Staminski, Vorstand der
Gesellschaft, zu den Aussichten im laufenden Geschäftsjahr.

Umstellung auf halbjährige Berichterstattung
Auf Grund der saisonal üblichen Schwankungen und der daraus teilweise
eingeschränkten Aussagekraft der Ergebnisse in der unterjährigen
Berichterstattung hat sich der Vorstand, auch mit Blick auf eine weitere
Reduzierung administrativer Kosten, entschlossen, ab dem Geschäftsjahr 2005
nur einen Zwischenbericht zu erstellen.

Aufsichtsratsvorsitzender Michael Hultgren verstorben
Überraschend ist am 30. Januar 2005 der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende
Michael Hultgren verstorben. Mit ihm verlor die Gesellschaft eine anerkannte
fachliche und menschliche Persönlichkeit. Auf Antrag des Vorstands bestellte
das Amtsgericht Fulda Herrn Diplom-Volkswirt Lutz Diederichs, Berlin, als
weiteres Mitglied in den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wählte Karl Erhard
Gärtner am 19. April 2005 zum neuen Vorsitzenden und Martin Knauff zum neuen
Stellvertreter.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Köhler & Krenzer Fashion AG
Herrn Robert Schmitt - Vorstand
Am Schwimmbad 6 - 36115 Ehrenberg
Telefon +49(0)6683/15-0 - Telefax +49(0)6683/15-51
info@koehler-krenzer.de - http://www.koehler-krenzer.de

Ende der Mitteilung (c)DGAP 29.04.2005
Das Ergebnis scheint einigen aber nicht zu schmecken.
Oder sollte das etwa sell on good news sein????
fundamental_a
Wird wohl daran gelegen haben, dass das Q4 etwas schwach ausgefallen ist. Der Umsatz fiel von 9,6 auf 8,0 Mio. EUR. Die Äußerungen zu den Ordereingängen deuten aber auf einen anderen Trend, nämlich weiter steigende Umsätze in 2005 hin.

Die tendenzielle Entwicklung stimmt also.

Mit einem EPS von 2,14 EUR vor Firmenwertabschreibungen liegen wir auf jeden Fall im Plan. Für 2005 rechne ich weiterhin mindestens mit 2,15 EUR. 2005er KGV somit bei einem Kurs von 15 EUR bei niedrigen 7.

Die Bilanzrelationen haben sich auch verbessert. Durch erfreulich hohen freien CF konnten Finanzschulden weiter zurückgeführt werden und die EK-Quote stieg auf 40%. Interessant ist zu lesen, dass man im Ausblick des neuen GBs offenbar bewusst Akquisitionsmöglichkeiten erwähnt.

Der momentane Abgabedruck bei der Aktie scheint durch kurzsichtige Anleger verursacht zu sein, die sich wohl neben dem schlechten Q4 auch von der allgemein zittrigen Börsenstimmung haben irritieren lassen.
Da der im Titel erwähnte Ergebnissprung frühestens im Halbjahresbericht sichtbar wird, könnten sich noch gute Kaufgelegenheiten ergeben.
Die Meldung von heute scheint nicht geeignet, kurzfristig die Entdeckung der Aktie auszulösen. Die wenigen Informierten sind anscheinend ausreichend investiert.
Auf Sicht von 6-12 Monaten bleiben Kursziele > 20€ realistisch.
@Hans
Hast Du bei der Berechnung des EPS daran gedacht, die 2,1 M€ Fremdanteile abzuziehen? Ich komme für 2004 auf ca. EPS 1,40 (bei 40% fiktiver Steuerquote). Mit welcher Steuerquote rechnest Du in 2005?
@Mandrella

Habe dem Ergebnis nach Gewinnanteilen anderer Gesellschafter die Firmenwertabschreibungen aufgeschlagen. Ist ja zulässig, da steuerlich nicht relevant.

Nach Firmenwertabschreibungen wären es 1,14 EUR/Aktie – aber das braucht ja spätestens ab dem 01.01.2005 keinen mehr interessieren.

Weiter gilt es nun zu beobachten, ob sich
1. die höheren Bewertungen der Textilunternehmen halten können (GW ist ja wieder deutlich zurückgekommen) und ob
2. die Branchenkonjunktur so stabil bleibt, dass KKF Umsatzzuwächse erreichen kann.

Ich denke, je nachdem dürften sich die Grenzen der Kursziele 2005 zwischen 22 EUR und > 30 EUR bewegen.
weiß einer, wer die "Dritte" sind und welchen Anteil diese bekommen? Wenn ich mir die Jahre 2003 und 2004 anschaue, gehen ca. 48% des Ergebnisses an die Dritten. Gibt es hier eine zeitliche Beschränkung oder wird dies auf unbestimmte Zeit so weitergeführt?
@Hans
Habe dem Ergebnis nach Gewinnanteilen anderer Gesellschafter die Firmenwertabschreibungen aufgeschlagen.

Das heißt Du hast mit 29% Steuerquote gerechnet, nach 32% im Vorjahr. Bleibt die Frage, welche Steuerquote in 2005 zu erwarten ist. Ca. 40% nach IFRS inklusive latenter Steuern? Der Konsolidierungskreis enthält nur inländische Gesellschaften. Oder hat die Marcona GmbH & Co KG Auslandsbeteiligungen, bei denen ein niedrigerer Steuersatz anfällt?

Der in der Pressemeldung erwähnte Cashflow je Aktie ist übrigens Unfug, da nicht um Fremdanteile bereinigt.
@Mandrella

Entnehme der Konzern-GuV eine Steuerquote von 35% (2,392 Mio. EUR von 6,832 Mio. EUR, sonstige Steuern vernachlässigt).

Da es sich hier in der HGB-Rechnung um reelle Ertragssteuern handelt, wird man diese mit nach IFRS als zu veranschlagenden Betrag übernehmen können. Weder infolge Verlustvorträgen (nicht vorhanden) noch durch Unterschiedsbeträge dürften Steuerlatenzen großartig verursacht werden. Gehe daher davon aus, dass eine 2004er-IFRS-Bilanz einen Ertragssteuerbetrag von rd. 2,4 Mio. EUR ausweisen würde.
@Hans
Die 29% ergeben sich durch das Bereinigen der steuerneutralen Firmenwertabschreibungen: Insgesamt sind es 6,83 + 1,42 = 8,25 Mio. € nach HGB zu versteuernder Gewinn, macht 29% Steuerquote. Das erscheint mir ungewöhnlich niedrig.
Hallo, zusammen!

Ich habe da mal eine Frage. Eigentlich müsste doch auch ein zu erwartender Gewinnbeitrag aus Firmenwertabschreibungen ebenfalls auf Aktionäre und Fremde aufgeteilt werden, oder? In diesem Fall wäre Nettogewinn + Goodwill eine Milchmädchenrechnung und die Umstellung auf IFRS kein Segen, da sie die Aktie lediglich optisch günstiger macht, wahrhaftig würde sie dadurch teurer. Ich hoffe Jemand von Euch hat eine Antwort.

Grüße
PoP
Die Firmenwertabschreibungen bei Köhler & Krenzer betreffen nur die Aktionäre.
@Mandrella / zu #46

Die Firmenwertabschreibungen sind ja nicht unbedingt steuerneutral. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (Normalfall) wird in der Steuerbilanz über 15 Jahre linear abgeschrieben. Steuerneutral fallen Änderungen der Abschreibungsmodalitäten daher in der Handelsbilanz aus – da die Steuerbilanz hiervon unberührt bleibt. In der Handelsbilanz wurden die Firmenwerte bei KKF bisher auch über 15 Jahre abgeschrieben. Wie es in der Steuerbilanz nun definitiv aussieht, weis ich nicht.

Es gibt im Bericht Q3/2003 eine Überleitungsrechnung HGB zu IFRS. Die Ergebnisse liegen bei 4,5 zu 4,2 Mio. EUR. Firmenwertabschreibungen sind darin natürlich noch enthalten.

@Prince / zu #47

Da der Firmenwert bei KKF als fast ausschließlich aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Marcona-Kleidung Ostermann GmbH & Co KG im Konzern hervorgeht, bleiben deren andere Gesellschafter mit ihrem Beteiligungsergebnis von Änderungen der Firmenwertabschreibung unberührt. Der Fremdanteil in der Konzern-GuV bleibt also unberührt.

>> die Umstellung auf IFRS kein Segen, da sie die Aktie lediglich optisch günstiger macht,

IFRS stellt im Ggs. zu HGB ein den wirtschaftlichen Verhältnissen wesentlich besser entsprechendes Bild dar. Unter HGB war man gezwungen Firmenwerte abzuschreiben, die tatsächlich nachweislich gar keinen Wertminderungen unterlagen.
@Hans
Ich finde in der IFRS-Überleitungsrechnung im Halbjahresbericht 2003 nur folgende Zahlen: HGB-Konzerngewinn 451 T€, IAS-Gewinn 290 T€. Bereinigt um Firmenwertabschreibungen (damals auch noch bei IFRS) sind das nach HGB 1138 T€ Gewinn, nach IFRS 977 €, also 14% weniger. Die Differenz besteht aus latenten Steuern und zusätzlichen Abschreibungen. Auffällig ist, dass sowohl nach IFRS als auch nach DVFA zusätzliche Abschreibungen vorgenommen werden.

Wo hast Du denn die 4,5 und 4,2 M€ gefunden?

Angenommen, die Firmenwertabschreibungen sind nicht steuerneutral. Müssten dann nicht beim Wegfall der Firmenwertabschreibungen nach IFRS zusätzliche latente Steuern angesetzt werden, um den Effekt der (nicht mehr vorhandenen) Firmenwertabschreibungen vollständig zu kompensieren?
Angenommen, die Firmenwertabschreibungen sind nicht steuerneutral. Müssten dann nicht beim Wegfall der Firmenwertabschreibungen nach IFRS zusätzliche latente Steuern angesetzt werden, um den Effekt der (nicht mehr vorhandenen) Firmenwertabschreibungen vollständig zu kompensieren?

Habe gerade selbst erkannt, dass das Unsinn ist.


@hans
Ich verstehe immer noch nicht, wie Du auf 2,14 EPS kommst. 2,29 M€ Konzerngewinn + 1,42 M€ Firmenwertabschreibung, ergibt 1,85 EPS :confused:
Also, jetzt nochmal eine ausführliche Berechnung/Schätzung des EPS.

Ich gehe davon aus, dass die Firmenwertabschreibungen von der Steuer absetzbar sind. Die Steuerquoten (EE-Steuern) in den letzten Jahren, bezogen auf den Gewinn nach Firmenwertabschreibungen:

1999/00: 47%
2000/01: 32%
2001/02: 35%
RGJ 02: 35%
2003: 40%
2004: 35%

Für die Bewertung der Aktie rechne ich mit einer EE-Steuerquote von 38% plus 1% für sonstige Steuern, also insgesamt 39%. Vielleicht haben wir Glück und die Politiker einigen sich auf eine Körperschaftssteuer-Senkung auf 22%; dann wären es insgesamt 36% statt 39%. Die ursprünglich geplante Senkung auf 19% dürfte am Widerstand der CDU (wegen Gegenfinanzierung) scheitern.

Das heißt für 2004:

6,83 M€ Vorsteuergewinn
- 2,66 M€ bereinigte Steuern
- 2,01 M€ bereinigt Fremdanteile
+ 1,42 M€ Firmenwertabschreibungen
= 3,58 M€ "Aktionärsgewinn"
= 1,79€ EPS - KGV 8

In 2004 hat Köhler & Krenzer den Gewinn vor Firmenwertabschreibungen von 7 auf 8,25 M€ gesteigert, also +18%. Davon entfallen 0,45 M€ auf die zugekauften 4,9% Anteil an Marcona (Gewinn Marcona insgesamt 7,8 M€ nach Gewerbesteuern, also ca. 9,2 M€ vor Gewerbesteuern). Organisch hat der Gewinn in 2004 also um ca. 11% von 7 auf 7,8 M€ zugelegt.

pessimistische Schätzung für 2005:

Konjunktur und Wirtschaftswachstum schwächen sich weiter ab. Köhler & Krenzer kann dies aufgrund der guten Firmenkonjunktur teilweise kompensieren, aber der Gewinn insgesamt ist leicht rückläufig von 6,83 auf 6,4 M€. Die Steuerquote bleibt bei 39%. Höhere Abschreibungen nach IFRS belasten das Ergebnis zusätzlich um ca. 5%. Die Margen verschieben sich weiter zugunsten von Marcona, d.h. die Fremdanteilsquote steigt weiter an, von akquisitionsbereinigten(*) 28% des Nettogewinns vor FWA in 2003 über 36% in 2004 auf 40% in 2005. Das heißt:

6,1 M€ Gewinn
- 2,38 M€ Steuern
- 2,06 M€ Fremdanteile
+ 1,42 M€ Firmenwert-Abschreibungen
= 3,19 M€ "Aktionärsgewinn"
= 1,54€ EPS

optimistische Schätzung für 2005:

Köhler & Krenzer kann den Gewinn um weitere 10% steigern. Die Körperschaftssteuer wird auf 22% gesenkt. Es treten keine negativen IFRS-Effekte auf, und die Fremdanteilsquote bleibt bei 36%. Das heißt:

7,5 M€ Gewinn
- 2,7 M€ Steuern
- 1,73 M€ Fremdanteile
+ 1,42 M€ Firmenwert-Abschreibungen
= 4,5 M€ "Aktionärsgewinn"
= 2,25€ EPS

KGV 10 sollte bei wieder besserer Börsenlage erreichbar sein, d.h je nach Konjunktur, Steuerpolitik und Bilanzierungseffekten errechnet sich ein Kursziel von 15-23 Euro.


(*) zur Entwicklung der Fremdanteile:

In 2003 entfielen 30% bzw. 1,58 M€ des Marcona-Gewinns auf Konzernfremde. In 2004 waren es 25% bzw. 2,09 M€. Rechnet man auf vergleichbarer Basis, also mit 25% in 2003, dann ergibt sich in 2003 eine Fremdanteilsquote von 1,58 * 5/6 / (3,34 + 1,37 M€ Nettogewinn) = 28%. In 2004 sind es dagegen 2,09 M€ / (4,38 + 1,42) = 36%. Der Fremdanteil am Gewinn hat also erheblich zugenommen.
Oops, in der optimistischen Variante hatte ich die Fremdanteile falsch berechnet.

7,5 M€ Gewinn
- 2,7 M€ Steuern
- 2,24 M€ Fremdanteile
+ 1,42 M€ Firmenwert-Abschreibungen
= ca. 4 M€ " Aktionärsgewinn"
= 2 € EPS

Also Kursziel je nach Szenario 15-20 Euro.
Die Konsequenz aus Mandrellas Analyse wäre aus meiner Sicht, zu verkaufen und den Wert weiterzubeobachten.

Bei einem aktuellen Kurs von 14,79 und im günstigen Fall ein Ziel von 15 € lohnt kein Risiko.

vulpecula2
@Mandrella

Nur kurz, da gerade wenig Zeit.

Die Zahlen der Überleitungsrechnung entnahm ich aus Q3/2003 (nicht Q2/2003).

Beim pro forma Ergebnis 2004 ist mir offenbar ein Fehler unterlaufen. Sehe ich meiner Tabellenkalkulation unter Firmenwertabschreibungen 2,00 stehen – da ist offenbar die Aktienanzahl reingeschlittert. Kann momentan auf die Schnelle auch gar nicht erkennen, weshalb ich in #1 eigentlich 1,7 Mio. EUR nannte. Die 1,42 Mio. EUR sind richtig, so steht es ja im GB im Anlagespiegel.

Werde das klären und mich im Laufe der Woche auch noch mal mit einer genaueren Einschätzung für 2005 melden – denke die wird auf Kursziele um die 25 EUR hinauslaufen.

#54 ist - mit Verlaub - natürlich Quatsch.
@hans
Ok, also es sieht nach einem etwas niedrigeren IFRS-Ergebnis (vor Firmenwert-Abschreibungen) aus. Ich rechne jetzt ingesamt mit folgenden Zahlen:

8,9 M€ HGB-Gewinn vor Steuern und Goodwill, das sind ca. 8% Wachstum gegenüber 2004
- 0,3 M€ IFRS-Effekt
- 2,8 M€ Steuern (39% auf 7,18 M€ Gewinn nach IFRS-Effekt und Goodwill)
- 2,2 M€ Fremdanteile (38% von 5,8 M€ Nettogewinn)
= 3,6 M€
= EPS 1,80

Ich nehme an, dass Marcona sich in 2005 wieder besser entwickelt als der Rest des Konzerns. Bei einem Konzernwachstum von ca. 4% nach IFRS-Effekt erwarte ich ca. 5-6% Wachstum bei Marcona und eine entsprechend überproportionale Zunahme der Fremdanteile.

Das KGV von jetzt ca. 8 sollte den Kurs nach unten absichern. Mag sein, dass es bei weiter schwacher Börse nochmal preiswertere Zukaufkurse gibt, aber mittelfristig dürfte es doch eher in Richtung 18 Euro gehen.

Gerry Weber wird aktuell mit einem `05er KGV von ca. 13 bewertet, Ahlers mit 11 (jeweils nach Dividendenabschlag). In Relation dazu erwarte ich bei Köhler & Krenzer (markteng, geringere Dividendenrendite, intransparenter) ein KGV von maximal 10.
[posting]16.500.542 von Syrtakihans am 30.04.05 18:19:22[/posting]Lieber Syrtakihans,

mit Verlaub, die Kursentwicklung wird nicht nur von kühlen Rechnern bestimmt, sondern auch von Leuten, die nach deiner Ansicht „Quatsch“ verkünden.

Ich behaupte nicht, daß mein „Quatsch“ richtungsweisend oder repräsentativ ist. Dennoch möchte ich ihn gern erläutern.

Mandrella hat in # 52 ein Kursziel von 15 – 23 € angegeben. Momentan ist Koehler um die 14,40 € zu erhalten. Wer für sich die untere Grenze als realistisch ansetzt, wird jetzt nicht kaufen, sondern einen Rücksetzter abwarten. Auch die, die bei oberhalb 15 € eingestiegen sind, müßten sich überlegen, ob sie jetzt nicht besser verkaufen und auf niedrigerem Niveau einsteigen.

Nun bist du ja zu einer höheren Kursziel gekommen und jeder kann für sich auch die obere Grenze von Mandrellas Schätzung als realistisch bewerten. Wer das tut, muß natürlich nicht auf Rücksetzter warten und/oder kann Kursdellen locker aussitzen.

Zum Schluß möchte ich noch sagen, daß ich diesen Thread aufgrund seiner Sachlichkeit sehr schätze und hoffe, durch meine „Erwiderung“ kein Gift eingetragen zu haben.

Viel Spaß mit Koehler

Vulpecula2
Habe mich mit K+K nicht näher beschäftigt. Aber mir scheint klar:

1. IFRS hat keinen Einfluß auf die tatsächliche Besteuerung. Eine Änderung bei IFRS oder von IFRS (neu) zu HGB (bisher) hinsichtlich Firmenwert- AfA berührt also die tatsächliche Steuer nicht.

2. Sowohl IFRS (künftig) als auch HGB laut DSR- Richtlinien verbieten den Ansatz latenter Steuern auf Firmenwerte. Also auch bei latenten Steuern ändert sich nichts, soweit es den Firmenwert betrifft.

Somit schlägt eine wegfallende Firmenwert-AfA mE voll durch.
Insoweit die Firmenwert-AfA (vor Steuerminderung durch diese) das DVFA-Ergebnis bisher gemindert hat, fällt diese Minderung beim IFRS-Ergebnis weg.

Grüße althor
Eben noch mal ein kurzer Rückblick auf 2004. Das letzte Q4 lag leider unter meinen Erwartungen, weshalb in 2004 statt 1,25 nur 1,14 EUR/Aktie erreicht wurden. Hatte erwartet, dass nach dem guten Q3 (Umsatz +7,5%) auch im Q4 das Vorjahr deutlich übertroffen wird – stattdessen 8% weniger.

Für die pro forma GuV nach IFRS für 2004 bereinige ich um die Firmenwertabschreibungen i.H.v. 1,42 Mio. EUR und veranschlage 10% höhere sonstige Abschreibungen, ergibt dann 1,78 EUR für 2004. Die 10% stammen als Ansatz aus der letzten IFRS-Überleitungsrechnung aus Q3/2003.

Die Entwicklung in 2004 kann durchaus zufrieden stellen: Während in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie die Umsätze um 1,5% zurückfielen, konnte KKF diese um 4,6% steigern. Die Rohertragsmarge (Gesamtleistung nach Material) konnte weiter verbessert werden. Unbefriedigend sind die überproportional gestiegenen Personalkosten und die Ergebnislage der Köhler & Krenzer GmbH mit den Marken K & K und Isabell S.

Die 75%ige Marcona-Beteiligung entwickelte sich weiter gut:

Umsatz Marcona in Mio. EUR

2002 54,0
2003 55,5
2004 59,8 (+7,7%)

Ergebnis Marcona in Mio. EUR

2002 5,2
2003 6,0
2004 7,8 (+30%)

Da man seitens KKF für 2005 von erfreulichen Vorordereingängen berichtet und für die Textil- und Bekleidungsindustrie im Ggs. zu 2004 von keinen weiteren Umsatzverlusten ausgegangen wird, rechne ich bei KKF mit einem Umsatzplus von 5,8%. Das entspricht einer Steigerung von 8% bei Marcona und Stagnation bei den beiden anderen Marken.

Umsatz 86,7 Mio. EUR

Beim EBITDA gehe ich für 2005 von einer etwas geringeren Steigerung der Marge ggü. Vorjahr aus, auf 13,1% (Marge 2004: 12,6%, 2003: 11,9%).

EBITDA 11,4 Mio. EUR

Abschreibungen 1,7 Mio. EUR (unverändert ggü. IFRS-proforma 2004)

EBIT 9,7 Mio. EUR

Finanzergebnis -0,6 Mio. EUR (ggü. 0,8 in 2004, wegen deutlichem Schuldenabbau geringer)

EBT 9,1 Mio. EUR

Steuern 2,8 Mio. EUR (gleiche Quote wie 2004 bei Berücksichtigung von GW)

EAT 6,3 Mio. EUR

Anteil anderer Gesellschafter 2,4 Mio. EUR (38%)

E 3,9 Mio. EUR, pro Aktie also 1,95 EUR

Bei der Bewertung orientiere ich mich an Gerry Weber, die zz. auf einem 2005er KGV von 14 liegen. Für KKF setzte ich einen Punkt weniger an, also KGV 13,

Kursziel 2005 also 25 EUR.
Dem ist wenig hinzuzufügen, wenn ich auch beim Kursziel angesichts der Liquidität der Aktie und auch der Kommunikationspolitik zurückhaltender wäre.

Es ist mir schon negativ aufgestoßen, dass K+K die Quartalsberichterstattung einstellt und nur noch einen Halbjahresbericht veröffentlicht. Ein Anachronismus, zumal Q1 und gerade Q3 die entscheidenden Quartale sind. Weiterhin ist es bedauerlich, dass - im Gegensatz zu Mitbewerbern - der Vorordereingang nicht quantifiziert wird, bei Vororder = 90% vom Umsatz.

Positiv natürlich die anhaltend starke Entwicklung von Marcona; die 74,9% an dieser Gesellschaft überdecken aus meiner Sicht bequem den aktuellen Aktienkurs; der Rest ist leider nicht viel wert (ein bisschen wie Hucke früher, oder?).
Denke mal, dass betreffend der nicht quantifizierten Vorordereingänge bei KKF kein Verschleierungsgedanke dahinter steht, sondern nur reine Gewohnheit. Bei der Berichterstattung wird man sich vermutlich aufgrund des Aufwands bzgl. der IFRS-Umstellung auf das momentane Pflichtmaß beschränken. Die beiden Argumente würde ich daher nicht negativ auslegen.
Ich hatte vor einigen Wochen einmal bzgl. aktueller Entwicklung bei K+K angerufen. Nur qualitative Aussagen: auch Vororder für Herbst/Winter positiv, so dass man wohl zumindest von einem Umsatzplus fürs Gesamtjahr ausgehen darf. Bei konservativen Unternehmen kann positiv viel heißen...

Aktuelle Bewertungsübersicht (Konsenszahlen, sonst meine Schätzungen) - KGV 05:

Ahlers ca. 11x
Hugo Boss ca. 19x
Escada ca. 19x
Gerry Weber 13-14x
K+K etwa 7,5x
Umfeld hellt sich auf:

05.07.2005 08:49
Einzelhandelsumsatz steigt im Mai um 2,7 %
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im Mai 2005 nominal 3,1% und real 2,7% mehr um als im Mai 2004. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Mai 2005 mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr hatte als der Mai 2004. Das vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen 81% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum April 2005 nominal 1,8% und real 1,2% mehr abgesetzt.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2005 wurde im Einzelhandel nominal 1,0% und real 0,6% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lag der Umsatz im Mai 2005 nominal 5,1% und real 4,0% höher als im Mai 2004. In den Lebensmittelgeschäften mit einem breiten Sortiment (Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte) wurde nominal 5,6% und real 4,6% mehr als im Mai 2004 umgesetzt. Dagegen lagen die Umsätze im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln - dazu gehören z.B. die Getränkemärkte und Fischgeschäfte - nominal um 1,1% und real um 2,8% niedriger als im Vorjahresmonat.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln (dazu gehört der Einzelhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern) wurde das Ergebnis des Vorjahresmonats ebenfalls übertroffen (nominal + 1,5%, real + 1,8%). Drei Einzelhandelsbranchen erzielten nominal und real höhere Umsätze als im Mai 2004: der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal + 5,7%, real + 6,5%), der Facheinzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal + 3,7%, real + 5,2%) und der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal + 1,2%, real + 1,3%). Reale Umsatzsteigerungen bei nominalen Umsatzrückgängen verbuchten der sonstige Facheinzelhandel (z.B. Bücher, Zeitschriften, Schmuck, Sportartikel) (nominal - 0,1%, real + 1,5%) und der Versandhandel (nominal - 0,8%, real + 0,1%).
(Aber: )Unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats blieb lediglich der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zu dem die Waren- und Kaufhäuser gehören (nominal - 10,4%, real - 9,6%).
Gestern und heute mal wieder Umsätze bei K&K, leider in die falsche Richtung.
Ich denke mal, hier muß man sicherlich noch viel Geduld mitbringen.
K&K gehört halt nicht zu den schillernden Konsumwerten.
Die Gruppe der sogenannten Best Ager wächst aber vorläufig noch. Für K&K sicherlich eher positiv zu werten.
fundamental_a
da schau her, 1 Woche vor Bekanntgabe des Ergebnisses zum 1. Halbjahr legt sich der Vorstandsvorsitzende 124.000 Aktien (Kurswert 1,55 Mil. EUR) ins Depot.

man kann wohl davon ausgehen, dass der Gute morgen nicht enttäuschende Zahlen bekanntgeben wird..
Interessante Kurse.
Dafür würde ich auch noch ein paar nehmen.
Aus Depotspider.de
Gesellschaft: Köhler & Krenzer AG
ISIN: DE0006303407
Insider: Robert Schmitt
Funktion: Geschäftsführendes Organ
Art: Kauf
Handelstag: 22.08.2005
Anzahl: 124.095 Stück
Kurs: 12,50 €
Summe: 1.551.188 €

Großes Vertrauen in KKF hat der Abgeber scheinbar nicht.
Netter Paketabschlag.
fundamental_a
Na, das sind doch erfreuliche Zahlen, wenn auch leider immer noch nach HGB. Gewinn vor Steuern und Goodwill-Afa von 2,1 auf 2,6 M€ gesteigert, und der Ausblick auf das zweite Halbjahr ist ok. Ich erhöhe meine IFRS-Gewinnerwartung von EPS 1,80 auf 1,90 in 2005 - KGV 7,6!

Der Bericht auf http://www.koehler-krenzer.de/kkfag/investor/downloads/files… wurde vor der adhoc-Meldung veröffentlicht ...
#67: Sehe das auch so, erfreuliche Entwicklung. Aber insgesamt im Rahmen der Erwartungen und auch der Ausblick beinhaltet keine Überraschungen.
Da weiterhin nicht nach IFRS berichtet wird, kann man noch lange Anteile einsammeln. Wenigstens sind unsere Positionen steuerfrei, bis diese Spekulation aufgeht.

Heute ausnahmsweise mal gute Nachrichten zum Konsumklima.http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2005-08/artikel-…
Die Zahlen haben bei mir doch einen leicht ambivalenten Eindruck hinterlassen. Der Umsatz konnte mit +5,7% bisher so zulegen, wie ich in #59 erwartet hatte. Die Rohmarge konnte sich weiter verbessern. Die EBITDA-Marge verbesserte sich ggü. der Gesamtleistung offenbar aber nur deshalb von 8,9 auf 9,2%, weil im Vorjahr in der Basis noch überproportional viele Bestandsaufstockungen mit entsprechend nicht realisierten Gewinnanteilen enthalten waren.

Unklar ist mir, wieso die Abschreibungen von 1,76 auf 1,42 Mio. EUR zurückfielen. Im Bericht ist von geringeren Abschreibungen für den Zweiterwerb der Anteile der Marcona die Rede. Das erscheint mir leider nicht plausibel, da der Goodwill doch über 15 Jahre pro rata temporis abgeschrieben wird und erst in etlichen Jahren bei Null liegen dürfte, oder nicht?

Die Reduzierung der Zinsbelastungen und Ergebnisanteile der Fremdgesellschafter fiel noch etwas besser aus, als ich erwartet habe.

Möglicherweise deuten die geringen Bestandsaufstockungen von nur 3,9 Mio. EUR (Vorj. 7,7) auf geringere Umsatzzuwächse im zweiten Halbjahr hin. Im Bericht werden allerdings extra unterjährige Schwankungen als Erklärung angeführt.

Die von mir im Laufe der Diskussion für möglich gehaltene deutliche Erholung in der Textilbranche ist bisher leider nicht eingetreten.

Vorausgesetzt, dass in den Abschreibungen zu H1 nicht bereits eine Verringerung der GW-Abschreibungen stattgefunden hat und somit im IFRS-Ergebnis zum Jahresende die besprochenen 1,4 Mio. EUR an verringerten GW-Abschreibungen voll durchschlagen, bleibe ich bei meiner Prognose von 1,95 EUR/Aktie und einem Kursziel von 25 EUR.

Der Preis, zu dem Herr Schmitt rd. 6% vom Kapital erworben hat ist mit einem Abschlag von 15% schon auffällig - auch wenn es sich nur um eine Minderheitsbeteiligung handelt. Beruhigend ist, dass es sich auf Seiten von Herr Schmitt um einen Kauf gehandelt hat, und nicht umgekehrt. Bzgl. dieses Geschäfts müsste übrigens mindestens eine § 21 Meldung kommen.

:)
[posting]17.711.520 von nextepisode am 29.08.05 10:04:07[/posting]für meinen Teil bin ich froh, daß der positive Ausblick keine Überraschungen enthält.

Was die Steuerfreiheit angeht, habe ich wenig Probleme mit Köhler Krentzer. Im Gegenteil ich muß aufpassen, rechtzeitig zu verkaufen, damit ich mir den Verlust anrechnen lassen kann.

vulpecula2
Ein paar Eindrücke von der heutigen HV:

Positiv: Umsatzplus für 2. Hj. absehbar, vorbehaltlich positiver Orderentwicklung für letztes Quartal (Vororderquote geringer als früher, heute 3 bzw. 3*2 oder 3*3 Kollektionen ggü. 2 mit >90% Vororderquote früher); Anteil Shop-in-shop zuletzt 21% mit steigender Tendenz, 20-30 weiteres Shops für nächste Jahre geplant ggü. aktuell 91; nach wie vor Abverkaufsquote >90%; K&K nicht vom Textilstreit EU/China betroffen; keine Risiken im Zusammenhang mit Karstadt-Situation gesehen

Negativ: Aktuelles Kursniveau als sehr akzeptabel bezeichnet; einige Detailfragen aus meiner Sicht nicht bzw. nichtssagend beantwortet

Teilnehmerliste/Aktionärsstruktur: HVB 50% minus 1 Aktie; CEO Schmitt und Familie (RMBI) etwa 39%; Gesamtpräsenz 89,72%. Nach meinen Berechnungen müsste CEO Schmitt mit Familie sogar 46% halten (knapp 37,7% lt. Bekanntmachungen der Vergangenheit sowie Zukäufe durch den CEO von 8,35% seitdem) – hat jemand hierzu nähere Erkenntnisse? Der CEO begründete seinen letzten Zukauf aus dem Kreis der Altgesellschafter (da gab es nach meiner Recherche nur noch einen) damit, dass keine Aktien vagabundieren und den Kurs belasten sollten...

Fazit: Ich denke, Ihr kennt die Wette, die wir hier fahren; größere Öffnung zum Kapitalmarkt als Zubrot würde ich nicht erwarten...
Hallo KleinerMann,

Dank für die HV-Eindrücke. Im Anbetracht der getätigten Zukäufe (und womöglich noch folgenden Zukäufen) durch Herr Schmitt ist seine Interpretation des Kurses nachvollziehbar und sollte somit keine Grundlage für Anlageentscheidungen außen stehender Aktionäre bilden.

Da KKF vom Importstop für Chinatextilien nicht betroffen ist, könnte sich hierdurch möglicherweise sogar ein, wenn auch vorübergehender, Vorteil ergeben.

Wurde auf der HV näher auf die H1-Zahlen (Abschreibungen, siehe #70) eingegangen? Ich finde es zudem schade, dass man trotz Fortlassung des Q1-Berichtes nicht in der Lage war im H1-Bericht zumindest eine Überleitungsrechnung zu IFRS einzubringen. Das würde sich übrigens mit möglichen Motiven des Herr Schmitt decken, seinen Anteil durch weitere günstige Zukäufe aufstocken zu wollen.
[posting]17.733.340 von Syrtakihans am 30.08.05 21:59:50[/posting]Hallo Syrtakihans,

nach meinen Berechnungen gibt es nicht mehr allzu viele außenstehende Aktionäre -> Free float etwa 4% (vor allem Leute mit einem Interesse am HV-Mittagessen im Maritim in Fulda...).

Die Import-Blockade für chinesische Textilien könnte sicherlich einen kurzfristigen Vorteil bedeuten; die Kehrseite ist, dass einige Einzelhändler (K&K überproportional über Fachhandel aktiv) durch diese Blockade vielleicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Die H1-Zahlen wurden auf der HV grob erläutert (Rückgang Minderheiten bedeutet z.B. nicht Rückgang Profitabilität Marcona, da Anteil Anfang 2005 aufgestockt); was die Abschreibungen angeht, verweise ich auf die Quartalsberichte Q1/Q2 aus 2004, in denen Zusatzabschreibungen (Goodwill) von 0,2 bzw. 0,1 Mio. auf den zugekauften 4,9% Anteil an Marcona erwähnt werden.

Bemerkenswerte Umsätze in K&K heute; demnächst wieder DD-Mitteilungen von Herrn Schmitt?
@#74

Der durch die Marcona-Aufstockung in 2004 zugegangene GW von 0,501 Mio. EUR müsste über 15 Jahre pro rata temporis abgeschrieben werden. Ein Auslaufen bereits Anfang 2005 wäre demnach keine Erklärung. Der restliche GW müsste nach HGB noch bis 2015 laufen.

Kann es sein, dass es sich um aktivierte Verwertungsrechte der Marke Marcon handelt, die als immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB ebenfalls pro rata abzuschreiben sind? Diese Erklärung erschiene mir plausibel.
[posting]17.746.033 von Syrtakihans am 31.08.05 19:13:19[/posting]Wenn Du Dir die Quartalsberichte seit 2003 im Detail ansiehst, fällt folgendes auf: AfA-Niveau pro Quartal etwa 0,7 Mio., in Q1 04 aber 1 Mio. und in Q2 04 noch 0,8 Mio., "zurückgedreht" in Q4 04 mit nur 0,5 Mio. Also anscheinend "Sonder-AfA auf GW" während des Jahres und Bereinigung/Rücknahme am Jahresende, warum auch immer. Daher: H1 05-EBIT nicht überzeichnet, sondern eher H1 04- EBIT runtergerechnet.

Jetzt haben wir erst einmal 8 Monate Ruhe; Bekanntgabe Geschäftszahlen 2005 Ende April 2006...
Meine Einschätzung in #69 war wieder einmal falsch! :D


Weder der Bericht zum Halbjahr, noch die Nachrichten über die HV lassen erkennen, warum die Aktie gerade jetzt anspringt. Hat vielleicht GSC den Wert entdeckt?
Hallo @pantarhei,
geht mir genauso.
Ich würde dir einzig bezüglich der HV widersprechen.
Die Erkenntnis eines Free-Floats von nur noch annähernd 4%,
die wachsende Kundenzahl der Zielgruppe von Marcona (sog. Best Ager) und die immer noch vorhandene Phantasie bezüglich IFRS, dürfte sicherlich nicht zu einem Kursrutsch führen. (Einzig der HVB Anteil könnte nachdenklich machen. Wobei selbst die HVB Leute nicht so verrückt sind und versuchen über die Börse zu verkaufen, zumal sie jetzt einen Mann im AR haben.)
Die Frage auf der HV zu IFRS hat der Vorstand ja freundlich überhört.

fundamental_a
Hallo fundamental_a,
dann habe ich die vorhergehenden Beiträge richtig verstanden: inzwischen sollten wir die Möglichkeit eines Squeeze Out in Betracht ziehen?
ciao
panta rhei
Zur Aktionärsstruktur:

Meines Wissens ist die HVB/VuW letzlich im Zuge des IPOs an ihre K&K-Beteiligung gekommen. Der neue HVB-Großaktionär könnte diese Beteiligung vielleicht zur Disposition stellen. Mögliche Käufer? Familie Schmitt? Ich wage es zu bezweifeln (wir reden von aktuell 17 Mio. Euro). Ein Modeunternehmen? Wohl nur im Einklang mit Familie Schmitt. Aber warum auch nicht?

Wie ich schon schrieb, `mal sehen, ob es im Zuge der letzten hohen Umsätze wieder zu DD-Mitteilungen kommt. Andererseits hat die Aktie durch den Chart-Ausbruch wohl ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Squeeze out? Durch wen? Die Aktien von HVB und Familie Schmitt sind meines Wissens nicht gepoolt.

Interessant in diesem Zusammenhang noch die Reaktion des CEO auf die Frage in der HV, warum man überhaupt noch an der Börse sei. Ja, damals beim IPO habe man andere Pläne gehabt...
zum thema möglicher übernahme-interessenten mal ein wenig reflektierter gedanke: hucke! die haben eine fette bilanz, sind mit ihrer (schwächelnden) dob-sparte im gleichen markt tätig. ausserdem: die haben es bitter nötig, mit einem grossen bang aus dem eigenen sumpf zu kommen.

heraus käme ein profitables dob-unternehmen mit 180-200 mio eur umsatz im markt der "best ager", rund 70 mio ek und vergleichsweiser hoher exportquote. wenn man die beiden börsenkapitalisierungen anschaut, kann in der kombination fast nur mehr dabei rauskommen...
Da wir hier ja immer noch auf einer deutlichen Unterbewertung sitzen und es letztendlich an ausreichender Publizität fehlt, würde ich mir wünschen, dass die HVB ihre Anteil an möglichst viele Finanzinvestoren abgibt. Das könnte dann mittelfristig die Börsenumsätze steigern und für zunehmendes Interesse am Markt sorgen.

Was Übernahmen betrifft, so könnte ich mir eher vorstellen, dass KKF selber aktiv wird. Herr Schmitt hatte sich ja auch schon mal in dieser Richtung geäußert. Da Marcona bilanziell mittlerweile gut "verdaut" ist, könnte man m.E. durchaus in der Lage sein ein profitables Textilunternehmen mit z.B. 20 bis 30 Mio. EUR Umsatz sich einzuverleiben.
15.09.2005 - 15:01 Uhr
Köhler & Krenzer kaufen
Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" empfehlen die Aktie der Köhler & Krenzer Fashion (KKF) AG (ISIN DE0006303407/ WKN 630340) bis 17,25 EUR zu kaufen.

Die Gesellschaft mache entgegen dem negativen Trend in der Textilbranche gute Geschäfte. Die Tochter Marcona wirtschafte besonders erfolgreich. Großes Potenzial sehe der Unternehmensvorstand in der Kooperation mit Kaufhäusern, in denen KKF Ende 2004 mit 91 Shops vertreten gewesen sei. Im letzten Jahr habe die Gesellschaft bereits 21 Prozent von 82,6 Mio. EUR Umsatz über dieses Konzept erzielt.

Nachdem die Verschuldung zuletzt stark verringert worden sei, werde eine erheblich geringere Zinsbelastung in Aussicht gestellt, wodurch ein deutlich steigender Gewinn zu erwarten sei. Der Konzernüberschuss im traditionell schwachen Zeitraum Januar bis Juni habe sich auf 0,4 Mio. EUR oder 0,20 EUR je Aktie verdoppelt. Für die Zukunft sei die Unternehmensführung positiv gestimmt. So rechne man mit einer Fortsetzung der positiven Trends der letzten Jahre.

Die Experten von "Der Aktionär" raten die Köhler & Krenzer-Aktie bis 17,25 EUR zu kaufen. Analyse-Datum: 15.09.2005
Zum Vergleich:

Die Gerry Werber International AG meldete Ihre Q3-Zahlen. Der Umsatz der Marke Gerry Weber konnte nunmehr in den ersten neun Monaten um 12,4% gesteigert werden. Die Auftragseingänge für die Auslieferungen Frühjahr/Sommer stiegen weiter um 14,4%.

Der Aktienkurs hat in den letzten Wochen rd. 25% zugelegt und die Bewertung läuft für 2005 auf ein KGV 20 zu.

Bezogen auf KKF erscheint mir mein eigener Ansatz für die Bewertung mit einem 2005er KGV von 13 mittlerweile immer bescheidener. Ich gehe jetzt zumindest schon einmal davon aus, dass ich mein Kursziel von 25 EUR für den weiteren Verlauf 2006 werde hochsetzen können. Dazu müssen allerdings erstmal die nächsten Zahlen auf dem Tisch liegen, und dieses wird ja noch etwas dauern ... :)
Der heutige Artikel im Nebenwerte Journal zeigt sich erstaunt über das Ausmaß des Kursanstiegs und sieht nur noch moderates Aufwärtspotential. Weitere Dividendenanhebungen scheinen nicht vorgesehen.

Allerdings stellt das NJ keine Überlegungen zu den Firmenwertabschreibungen an, die Grundlage unserer Spekulation sind. ;)
Der Artikel zeigt eine Oberflächlichkeit, die man sonst vom NWJ nicht gewohnt ist. Der Autor des Artiklels, Herr Dr. Roß, hat offenbar nur oberflächlich recherchiert und infolge dessen die Wichtigkeit des Aspekts der Firmenwertabschreibungen verkannt. Darauf aufbauend kann Herr Hellwig mit seinem Fazit zu KKF natürlich nur zu einer Fehleinschätzung gelangen. Die Feststellung, dass KKF in der Vergangenheit „mit einem KGV von mindestens 20“ bewertete wurde, ist natürlich unsinnig. Die im Artikel angegebene Aktionärsstruktur ist auch nicht mehr gültig.

Nach meiner Ergebniseinschätzung liegt das 2005er KGV jetzt bei rd. 9.
Das Statistische Bundesamt hat in dieser Woche gemeldet, dass die Verbraucherpreise für Bekleidung im September ggü. dem Vormonat um 3,2% gestiegen sind. Ich vermute, dass hierzu die Zollblockade beigetragen hat, die es den davon nicht betroffenen Textilunternehmen wie KKF ermöglicht haben dürfte, etwas höherpreisiger abzuverkaufen.
Seit Tagen schon lässt sich eine Abgabebereitschaft feststellen. Immer über die Geldseite.
So langsam scheint sich die Geldseite über dem Mass des Maklers (DS) aufzufüllen.
Ob das alles nur an der nahenden MWST Erhöhung liegt,
an dem Rücktritt von Vorstand Staminski (ohne Meldung von KKF wohlgemerkt.), oder sollte es noch andere geben?
Bis wir erste Zahlen sehen werden, dürfte noch etwas dauern.
Bis dahin also gibt es noch genügend Raum für Spekulationen.
fundamental_a
Bewertungs-Update nach Q3-Zahlen des Wettbewerbs, Kurse Stand heute, Konsensdaten bzw. meine Schätzungen für K+K:

KGV 05/06:

Ahlers 12,5/11,8, Boss 19,7/17,5, Escada 24,9/16,5, GWI 15,8/11,6, K+K 8,7/8,2

EV/EBIT 05/06:

Ahlers 9,4/9,0, Boss 15,9/14,1, Escada 13,4/11,5, GWI 9,4/7,6, K+K 6,9/6,7

Umsatzwachstum 05 (%):

Ahlers 2-3, Boss 10-12, Escada 2-3, GWI 13-15, K+K 3

EBIT-Marge 05 (%):

Ahlers 9,2, Boss 12,2, Escada 6,8, GWI 9,5, K+K 10,2

Orderwachstum F/S-Kollektion 06 (%):

Ahlers ?, Boss ca. 10, Escada über 10, GWI 11, K+K ?

Ansonsten einen guten Schlaf bis Ende April 2006...
@KleinerMann

Hast Du den Kursdurchsacker von heute Mittag noch nicht mit drin, oder rechnest Du tatsächlich nur mit einem 2005er EPS von 1,75 EUR?
[posting]18.755.366 von Syrtakihans am 11.11.05 14:48:47[/posting]Ja, Kursrutsch ist drin (habe 15,20 Euro angesetzt), war Grund für mein Update. Erwarte in der Tat nur 1,75 Euro (konservativ) - EBITDA minimal unter Vorjahr bei gleichzeitig höherer AfA unter IFRS, habe allerdings auch höhere Minderheiten angesetzt, was angesichts höherer AfA möglicherweise zu pessimistisch ist. Mit anderen Worten: 1,85 Euro je Aktie erscheinen mir auch realistisch.

Was mir an K+K gefällt: das niedrige KGV reflektiert keine hohe Verschuldung (EV/EBIT) oder niedrige Profitabilität (EBIT-Marge) - also abwarten und Tee trinken bis Ende April 2006, wenn es hoffentlich allen wie Schuppen von den Augen fällt...
@KleinerMann

Möglicherweise bin ich mit meinen 1,95 EUR für 2005 auch etwas zu optimistisch. Die Witterung in den letzten Wochen könnte das Nachordergeschäft für die Winterkollektion beeinträchtigt haben.

Deine Aufstellung in #89 bestätigt mich aber nochmals in meiner Erwartung einer fairen Bewertung mit KGV 13. Die Ansätze von Herr Hellwig vom NWJ mit KGV 20 halte ich aber für völlig übertrieben.

Faire Kurse beginnen für mich ab frühestens 23 EUR.

Auffällig ist auch das Umsatzvolumen an der Börse. Angesichts des vermuteten Streubesitz von 4% wurde in den letzten 80 Tagen ja fast die Hälfte davon umgewälzt.

Ich denke folgende spezielle Punkte werden für den Kurs und das Geschäft von KKF in näherer Zukunft wichtig sein:

1. Ergebnissprung im 2005er Abschluss, was möglicherweise im April 2006 für positive Überraschung sorgen wird.

2. Aktionärsstruktur: Streubesitz vermutlich bei 4% und Verkauf des HVB-Pakets mit allen möglichen Folgeszenarien.

3. Erweiterte Retail-Aktivitäten (entspr. der HV-Äußerung von Herr Schmitt).

4. Mögliche Akquisition.
[posting]18.760.470 von Syrtakihans am 11.11.05 20:12:29[/posting]Das bis zuletzt recht milde Wetter - zusammen mit der Verteilung auf immer mehr Kollektionen und spätes Orderverhalten - wurde in meinem letzten Gespräch mit der Gesellschaft auch angeführt; dies trifft aber alle Modefirmen.

Der Artikel im NWJ ist indiskutabel; auch die HV ist unzulänglich angesprochen; das hohe KGV der Vergangenheit reflektiert m.E. in gewissem Umfang bereits die hohen Goodwill-Abschreibungen der Vergangenheit - auch die Marktenge des Titels ("Liebhaberei"), und diese nimmt ja weiter zu.

Ich halte mich bei Kurszielen generell lieber zurück, bin aber nach wie vor der Meinung, dass Marcona - auch z.B. vor dem Hintergrund des Kaufpreises für Basler vor einiger Zeit - ohne weiteres 50-60 Mio. wert ist. Zur Erinnerung: K+K hat 2 Mio. Aktien.
@Kleiner Mann,
sicherlich hast du recht, wenn du schreibst, dass das milde Wetter alle Unternehmen trifft (schwacher Trost).
Mit einem Umsatzanteil von 49% Jacken und Mäntel, liegt die klassische Herbst-/Winterbekleidung bei KKF jedoch recht hoch.
In der kommenden Woche soll der Winter aber Einzug halten.
Dann dürften die Abverkäufe wohl anziehen.
Wichtig ist, dass der Handel noch keine Reduzierungen vornimmt.
Dieses GJ dürfte von dem milden Wetter sowieso nicht so hart getroffen werden, da die meiste Ware bei KKf schon verkauft ist.
In der nächsten Orderrunde werden die Händler halt vorsichtiger odern, unter der Voraussetzung weiterer milden Temperaturen.
KKF ist sicherlich zu günstig bewertet (Marcona allein betrachtet), ein Vergleich mit Basler trotzdem schwierig.
Allein das die Zielgruppe weiterhin wächst ist auch nicht zu verachten.
Da der Freefloat nur ca. 4% (= 80.000 Aktien) beträgt
(HVB Anteil unberücksichtigt) ist die Marktenge für viele sicherlich ein Investitionshemmnis.
fundamental_a
[posting]18.772.978 von fundamental_a am 13.11.05 19:10:27[/posting]Wenn irgendetwas mit dem HVB-Paket passiert oder K+K selbst wieder akquisitorisch aktiv oder ab April 2006 die ein oder andere Empfehlung für K+K abgegeben wird, freut uns der niedrige Streubesitz vielleicht noch. Im Augenblick sicherlich ein Hemmnis, keine Frage, aber noch sind die jüngsten Kursabschläge IMO im Rahmen des "Normalen".
Am interessantesten (neben dem Foto von VV Schmitt mit seiner Tochter) finde ich folgende Passage:

Derzeit sind es über 90 Shops, mit denen das Unternehmen 2004 mehr als 21 Prozent des Konzerumsatzes erwirtschaftet hat. Bis Ende 2007 sollen rund 30 folgen. Doch Schmitt plant auch, eigene Läden in Einkaufszentren zu eröffnen. „Wir werden 2006 mit den ersten in Würzburg, München und Essen starten.“
Der Vollständigkeit halber: Unicredito wurde am 15.12. im Zuge der Übernahme der HVB von einem Pflichtangebot für K+K freigestellt. Der Antrag wurde im Einklang mit dem WpüG mit der Begründung gestellt, dass die Beteiligung wertmäßig weniger als 20% der Aktiva (in der Tat unter 1%) der HVB ausmacht.

Wie die Agrob AG ist K+K eine Beteiligung der HVB, die über kurz oder lang wohl zur Disposition steht, wobei der Käufer - es sei denn, es wäre die Familie des CEOs Schmitt - dann um ein Übernahmeangebot wohl kaum herumkäme.
Mal` sehen, ob er jetzt noch mit mir redet, wo er Vorstand ist :-)

22.12.2005 - 14:13 Uhr
DGAP-News: Köhler & Krenzer Fashion <DE0006303407>


Köhler & Krenzer Fashion: Veränderung im Vorstand

Corporate-News übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


Ehrenberg, 22. Dezember 2005: Der Aufsichtsrat des zu den führenden
Herstellern von Damenoberbekleidung (Modern Woman) zählenden Köhler & Krenzer
Konzerns, Ehrenberg, hat mit Wirkung zum 01. Dezember 2005 Markus Wehner zum
Vorstandsmitglied bestellt. Markus Wehner, Diplom-Betriebswirt (FH), ist seit
Oktober 2003 als Leiter Finanz- und Rechnungswesen / EDV für den Konzern
tätig.

Köhler & Krenzer Fashion AG
Der Vorstand
Im Nebenwerteinsider wurde vor etwa zwei Wochen die Befürchtung schwacher Umsätze im 2. Hj. geäußert - meine Rückfrage bei K+K ergab, dass man in der Tat mit (leicht) rückläufigen Umsätzen rechnet - vor diesem Hintergrund sollte man bei der Ergebnisentwicklung wohl nicht zu optimistisch sein - K+K jetzt mit knapp 10x 2006er KGV ggü. Ahlers mit 12,5x (hohe Dividendenrendite, Markenportfolio) und G. Weber mit 14x (sehr hohes Momentum, hervorragende Strategie, starke Marken). Mal sehen, ob sich in Sachen HVB-Anteil etwas tun wird - bei Agrob könnte dies bereits der Fall sein.
Ich denke mal, dass der schlechte Oktober im Ergebnis nicht all zu krasse Spuren hinterlassen hat. Meine Erwartung für 2005 kürze ich der Sicherheit halber mal von 1,95 EUR je Aktie auf 1,75 EUR.

Durch Witterungseinflüsse verursachte Schwankungen im Umsatz gehören zur normalen Geschäftsgrundlage im Textilhandel und sollten kein Grund zur Verunsicherung sein. Im laufenden Januar wird die Entwicklung wohl übermäßig gut sein. Hubertus Pellengahr sprach diese Woche von „größter Nachfrage“ nach Winterbekleidung. Dementsprechend dürfte der Handel seine Lager jetzt gut leeren können.

Zum HVB-Paket: Vielleicht ergibt sich bei passender Platzierung bereits mittelfristig eine Spekulation auf Squeeze out – der Streubesitzt liegt ja nur noch bei rd. 4%. Angesicht dessen und der Solidität des Unternehmens halte ich ein KGV von mindestens 13 für angemessen.

Das verbesserte Konsumverhalten der Verbraucher veranlasst mich für 2006 von einem Ergebnis von über 2,00 EUR/Aktie auszugehen. Kursziel somit mindestens 26 EUR. Am 28.04.2006 (Zahlen 2005) sind wir auf jeden Fall schlauer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 15.453.044 von Syrtakihans am 04.01.05 19:23:16Irgendwie geht die Nebenwerte-Rally ein wenig an Köhler-Krenzer vorbei. Naja, ich hab Zeit...
Nun, spätestens in rd. einem Monat wird bei Vorlage der Zahlen und einem Ergebnis von m.E. rd. 1,75 EUR je Aktie die Unterbewertung offenbar.

Bewegung sollte es auch bei Verkündung des Verkaufs des HVB-Pakets geben. Ich denke hier wird sich Geduld für die Aktionäre auszahlen.
Laut Deutsche Börse beträgt der Free Float jetzt auch offiziell nur noch 4,33%....


Aktionärsstruktur Nennwertlose Inhaber-Stammaktien ISIN DE0006303407 Aktionär Aktien aktuell in %
UniCredito Italiano S.p.A. 49,99
RBMI-Beteiligungsgesellschaft mbH 29,89
Robert Schmitt 15,79
Freefloat (gem. Definition Deutsche Börse) (Stand: 20.03.2006) 4,33
DGAP-Ad hoc: Köhler & Krenzer Fashion AG

DGAP-Adhoc: Köhler & Krenzer-Konzern verzeichnet 2005 leichten Umsatzrückgang - Vorschlag zur Dividendenerhöhung von 0,30 auf 0,70 Euro

Köhler & Krenzer Fashion AG / Jahresergebnis/Dividende

04.04.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------------

Ehrenberg, 04. April 2006: Der Köhler & Krenzer-Konzern, Ehrenberg, Hersteller von zeitgemäßer Damenoberbekleidung (Modern Woman), erzielte nach Analyse der vorläufigen Geschäftszahlen im Geschäftsjahr 2005 auf Grund eines branchenüblich verhaltenden Jahresendgeschäfts mit 79,9 Mio. Euro einen mit -3,3 % leicht geringeren Konzernumsatz als im Vergleich zur hohen Vorjahresbasis von 82,6 Mio. Euro. Bestandsreduzierungen auf Grund veränderter Marktlage ermäßigen die Gesamtleistung auf 77,9 Mio. Euro (im Vorjahr 84,4 Mio. Euro).

Vorbehaltlich der Abschlussprüfung sowie der Prüfung durch den Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2005 ein Konzernjahresüberschuss (EAT - vor Minderheiten) von 3,6 Mio. Euro erwartet. Im Vorjahr betrug der aus der bisherigen Rechnungslegung, gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG), auf die im Geschäftsjahr 2005 erstmalig angewandten "International Financial Reporting Standards (IFRS)" übergeleitete Konzernüberschuss 5,2 Mio. Euro.

Auf Grund der unveränderten Ertragsstärke des Konzerns und den nach vollständiger Rückführung des ersten Akquisitionsdarlehen zum Erwerb der Marcona-Kleidung nunmehr freiwerdenden liquiden Ressourcen, wird der Vorstand eine Dividendenerhöhung von 0,30 Euro auf 0,70 Euro je Aktie vorschlagen.

Im Geschäftsjahr 2006 hat der lang anhaltenden Winter bislang zu einem geringeren Abverkauf der Frühjahrskollektionen im Handel gesorgt. Hierdurch reduzieren sich die Erwartungen auf eine gute Nachorder. Für das Gesamtjahr 2006 erwartet der Vorstand eine leicht rückläufige Geschäftsentwicklung.

Die Gesellschaft wird die detaillierten Zahlen zum Gesamtjahr 2005 am 28. April 2006 vorlegen.

Köhler & Krenzer Fashion AG Der Vorstand

DGAP 04.04.2006
Die Zahlen hätten ruhig ein bisschen besser ausfallen dürfen. Mal sehen was der Geschäftsbericht noch so hergibt. 32 mio. Market Cap ist nach wie vor zu wenig für KKF.
Entäuschende Zahlen. Beim Ergebnis pro Aktie sind wir wohl bei ca. 0,8€ pro Aktie. Köhler&Krenzer ist damit wahrlich kein Schnäppchen mehr. Unter 16€ verkaufe ich aber nicht mehr, denn der Umsätze und Gewinne können sich, trotz verhaltenen Ausblick auch wieder schnell erholen.

Die Squeeze-out-Phantasie besteht nach wie vor. Die Erhöhung der Dividende ist auch positiv. Wer hätte noch vor kurzem gedacht das Köhler&Krenzer fast den ganzen Gewinn ausschüttet?

Gruß tt
Ich muss ganz klar konstatieren, dass der Abschluss 2005 eine herbe Enttäuschung ist. Die Witterung im Herbst bzw. zweiten Halbjahr, wo ein wesentlicher Teil des Ergebnisses sonst eingefahren wurde, hat offenbar das Jahresergebnis regelrecht versaut.

Ich hatte zwar meine Schätzungen des EAT schon auf 5,6 Mio. EUR gesenkt, hätte aber nicht mit einem Rückfall auf wenige 3,6 Mio. EUR gerechnet! :(

Die Kursreaktion hält sich mit -13% ja noch in Grenzen, was auf mehr strategisch orientierte Anleger schließen lässt. Absatzschwankungen infolge Witterungseinflüssen gehören in der Modeindustrie eben zum Geschäft und das entsprechende Risiko drückt sich in der veranschlagten Bewertung aus. Genauso wie 2005 schlecht verlief kann das Jahr 200x überdurchschnittlich gut verlaufen. Der übergeleitete Konzernüberschuss von 5,2 Mio. EUR aus 2004 drückt auf jeden Fall die Ertragskraft aus, die unter halbwegs normalen Umständen zu erwarten ist – danach liegt die Bewertung unter KGV 10.

Dividendenrendite jetzt übrigens bei 4,5%. Squeeze-out-Phantasie ist zwar nicht akkut, aber weiterhin latent.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.074.114 von Syrtakihans am 04.04.06 19:29:25Ich würde sagen, man sollte auf jeden Fall erst mal den Geschäftsbericht abwarten. Wäre ja nicht das erste Mal, dass sich ein Unternehmen vor einem MBO "arm" rechnet. Ist aber nur eine Vermutung. Unter 15 sind aus meiner Sicht wieder Kaufkurse angesagt, Schmitt hat ja bekanntlich bei 12,50 zugegriffen und den halte ich für recht clever;-)
Wäre ja nicht das erste Mal, dass sich ein Unternehmen vor einem MBO "arm" rechnet
Das war eigentlich auch meine erste Vermutung. Dagegen spricht aber die Erhöhung der Dividende, die den MBO eher teuerer machen wird.

Gruß tt
Die Anhebung der Dividende ist eine echte Überraschung und im Moment die wichtigste Stütze für den Kurs.

Die IFRS-Umrechnung für 2004 entspricht ja genau den Erwartungen. Schade, dass diese so nicht vor 12 Monaten veröffentlicht wurden.

Die Zahlen für 2005 und der Ausblick sind entmutigend!
Wenn das Unternehmen schon mal eine Meldung herausgibt, sollten wir sie hier einstellen. Mit viel Geduld ist mit KKf wahrscheinlich doch noch Geld zu verdienen.

DGAP-News: Köhler & Krenzer Fashion AG

DGAP-News: Köhler & Krenzer-Konzern auch 2005 ertragsstark - Dividendenvorschlag mit 0,70 Euro je Aktie mehr als verdoppelt

Köhler & Krenzer Fashion AG / Jahresergebnis/Dividende

28.04.2006

Corporate-Mitteilung übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------------

Ehrenberg, 28. April 2006: Der Köhler & Krenzer-Konzern, Hersteller von hochwertiger, innovativer Damenoberbekleidung (Modern Woman), erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen Konzernumsatz von 79,9 Mio. Euro, der um 3,3 % leicht unter dem der starken Vorjahresbasis von 82,6 Mio. Euro lag. Auf Grund der schwierigen Branchenentwicklung im Berichtsjahr 2005 konnte der Köhler & Krenzer-Konzern nicht an das hohe Ertragsniveau des Vorjahres anknüpfen. Trotzdem belegen die vorgelegten Kennziffern die unveränderte Ertragsstärke des Konzerns. Hierdurch und durch die vollständige Rückführung des ersten Akquisitionsdarlehens zum Erwerb der Marcona-Kleidung nunmehr freiwerdenden liquiden Ressourcen, ermöglichen es auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2006 in Fulda eine Dividendenerhöhung von 0,30 Euro auf 0,70 Euro je Aktie vorzuschlagen.

Marcona-Kleidung stärkt Umsatzanteil Entsprechend der allgemein schwachen Binnenkonjunktur war vor allem das Inland vom Umsatzrückgang betroffen. So lag der Inlandsumsatz in 2005 bei 49,8 Mio. Euro nach 52,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen verbesserte sich die Exportquote in 2005 auf 37,7 %, nach dem sie im Vorjahr bei 36,2 % gelegen hatte. Mit einem Umsatz von 59,4 Mio. Euro (im Vorjahr 59,8 Mio. Euro) stärkte die Konzerngesellschaft Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co. KG, Gelsenkirchen, in 2005 den Anteil am Gesamtumsatz auf 74,4 % (im Vorjahr 72,3 %). Die Köhler & Krenzer GmbH Bekleidungsfabrik erreichte im Berichtsjahr 2005 einen Umsatz von 20,5 Mio. Euro (im Vorjahr 22,9 Mio. Euro), was einem Anteil am Gesamtumsatz von 25,6 % (im Vorjahr 27,7 %) entspricht.

Erstmalige Anwendung der "International Financial Reporting Standards (IFRS)" Unter erstmaliger Anwendung der "International Financial Reporting Standards (IFRS)" ergibt sich für den Köhler & Krenzer-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2005 von 6,2 Mio. Euro nach 8,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge lag bei 7,9 % (im Vorjahr 10,6 %). Bezogen auf den Anteil der Köhler & Krenzer Fashion AG am Konzernergebnis ergibt sich ein Ergebnis nach Minderheiten von 2,2 Mio. Euro oder ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,10 Euro. "Wir konnten mit dem vorgelegten Ergebnis zwar nicht das gute Vorjahresergebnis von 3,1 Mio. Euro wiederholen, es zeugt aber dennoch von der unveränderten Ertragsstärke des Konzerns", führt Robert Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, zum vorgelegten Ergebnis aus.

Eigenkapitalbasis auf 47,1 % verbessert Der Konzern hat seine Strategie der Innenfinanzierung und damit der stetigen Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in den letzten Jahren konsequent verfolgt. So gelang es in nur fünf Jahren das ursprünglich über 24 Mio. Euro valutierende erste Darlehen zum Erwerb der Anteile an der Marcona-Kleidung aus dem laufenden Cashflow zurückzuführen. Entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf komfortable 47,1 %, nach dem sie noch im Vorjahr bei 40,1 % gelegen hat.

Odertätigkeit orientiert sich zunehmend am Verbraucherverhalten Die Auftragseingänge für die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2006 sowie die Herbst/Winter-Kollektionen 2006/2007 bewegen etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Auf Grund des geänderten Orderverhaltens der Händler können hieraus allerdings nur bedingt Rückschlüsse auf den Geschäftsverlauf in 2006 gewonnen werden, da sich die Ordertätigkeit des Handels immer stärker am tatsächlichen Einkaufsverhalten der Verbraucher orientiert. Kurzfristige Modetrends verlangen zu dem eine immer flexibler werdende Fertigung und Belieferung. Daher ist die klassische zweimalige Vorordertätigkeit einer eher auf das gesamte Jahr verteilten Ordertätigkeit gewichen.

Der Köhler & Krenzer-Konzern hat sich auf die geänderten Rahmenbedingungen gut eingestellt. Mit den auf umsatzstarke Eckpreislagen für den Handel konzipierten Marken, zählt der Konzern zu den führenden Herstellern von Damenoberkleidung im Bereich "Modern Woman". Dank der Flexibilität im Einkauf und in der Produktion können mit Zwischenprogrammen kurzfristig auf Markttrends reagiert werden. Das frühzeitig umgesetzte Shop-Konzept trägt zur Stärkung der Marktdurchdringung und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bei. Darüber hinaus wird ab 2006 über die Köhler & Krenzer Fashion AG die Errichtung eigener Fashion-Outlets geplant.

Deutlich positives Konzernergebnis erwartet Trotz der positiven gesamtwirtschaftlichen Signale ist die Branchensituation unverändert als schwierig zu bezeichnen. Zu Beginn des Jahres hat der lang anhaltenden Winter bislang zu einem geringeren Abverkauf der Frühjahrskollektionen im Handel gesorgt. Hierdurch reduzieren sich die Erwartungen auf eine gute Nachorder. "Für das Gesamtjahr 2006 gehen wir von einer leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung aus, wobei die Ertragsstärke des Konzerns zu einem weiterhin deutlichen positiven Konzernergebnis führen sollte", äußerte sich Markus Wehner, Vorstand, zu den Aussichten im laufenden Jahr.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: Köhler & Krenzer Fashion AG Herrn Robert Schmitt - Vorstandsvorsitzender Herrn Markus Wehner - Vorstand Am Schwimmbad 6 - 36115 Ehrenberg Telefon +49(0)6683/15-0 - Telefax +49(0)6683/15-51 info@koehler-krenzer.de - http://www.koehler-krenzer.de
EPS 2005 nach Minderheitenanteilen bei 1,10€
Dividende 2005 wie bereits Anfang April angekündigt bei 0,70€
Aussicht für 2006 weiterhin verhalten:


Köhler & Krenzer Fashion AG / Jahresergebnis/Dividende

28.04.2006

Corporate-Mitteilung übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der
EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
---------------------------------------------------------------------------

Ehrenberg, 28. April 2006: Der Köhler & Krenzer-Konzern, Hersteller von
hochwertiger, innovativer Damenoberbekleidung (Modern Woman), erzielte im
Geschäftsjahr 2005 einen Konzernumsatz von 79,9 Mio. Euro, der um 3,3 %
leicht unter dem der starken Vorjahresbasis von 82,6 Mio. Euro lag. Auf
Grund der schwierigen Branchenentwicklung im Berichtsjahr 2005 konnte der
Köhler & Krenzer-Konzern nicht an das hohe Ertragsniveau des Vorjahres
anknüpfen. Trotzdem belegen die vorgelegten Kennziffern die unveränderte
Ertragsstärke des Konzerns. Hierdurch und durch die vollständige
Rückführung des ersten Akquisitionsdarlehens zum Erwerb der
Marcona-Kleidung nunmehr freiwerdenden liquiden Ressourcen, ermöglichen es
auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2006 in Fulda eine Dividendenerhöhung
von 0,30 Euro auf 0,70 Euro je Aktie vorzuschlagen.

Marcona-Kleidung stärkt Umsatzanteil
Entsprechend der allgemein schwachen Binnenkonjunktur war vor allem das
Inland vom Umsatzrückgang betroffen. So lag der Inlandsumsatz in 2005 bei
49,8 Mio. Euro nach 52,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen verbesserte sich die
Exportquote in 2005 auf 37,7 %, nach dem sie im Vorjahr bei 36,2 % gelegen
hatte. Mit einem Umsatz von 59,4 Mio. Euro (im Vorjahr 59,8 Mio. Euro)
stärkte die Konzerngesellschaft Marcona-Kleidung Heinz Ostermann GmbH & Co.
KG, Gelsenkirchen, in 2005 den Anteil am Gesamtumsatz auf 74,4 % (im
Vorjahr 72,3 %). Die Köhler & Krenzer GmbH Bekleidungsfabrik erreichte im
Berichtsjahr 2005 einen Umsatz von 20,5 Mio. Euro (im Vorjahr 22,9 Mio.
Euro), was einem Anteil am Gesamtumsatz von 25,6 % (im Vorjahr 27,7 %)
entspricht.

Erstmalige Anwendung der "International Financial Reporting Standards
(IFRS)"
Unter erstmaliger Anwendung der "International Financial Reporting
Standards (IFRS)" ergibt sich für den Köhler & Krenzer-Konzern ein Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2005 von 6,2 Mio. Euro nach 8,9 Mio. Euro
im Vorjahr. Die EBIT-Marge lag bei 7,9 % (im Vorjahr 10,6 %). Bezogen auf
den Anteil der Köhler & Krenzer Fashion AG am Konzernergebnis ergibt sich
ein Ergebnis nach Minderheiten von 2,2 Mio. Euro oder ein Ergebnis je Aktie
(EPS) von 1,10 Euro. "Wir konnten mit dem vorgelegten Ergebnis zwar nicht
das gute Vorjahresergebnis von 3,1 Mio. Euro wiederholen, es zeugt aber
dennoch von der unveränderten Ertragsstärke des Konzerns", führt Robert
Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, zum vorgelegten Ergebnis
aus.

Eigenkapitalbasis auf 47,1 % verbessert
Der Konzern hat seine Strategie der Innenfinanzierung und damit der
stetigen Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
den letzten Jahren konsequent verfolgt. So gelang es in nur fünf Jahren das
ursprünglich über 24 Mio. Euro valutierende erste Darlehen zum Erwerb der
Anteile an der Marcona-Kleidung aus dem laufenden Cashflow zurückzuführen.
Entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf komfortable 47,1 %,
nach dem sie noch im Vorjahr bei 40,1 % gelegen hat.

Odertätigkeit orientiert sich zunehmend am Verbraucherverhalten
Die Auftragseingänge für die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2006 sowie die
Herbst/Winter-Kollektionen 2006/2007 bewegen etwas unter dem Niveau des
Vorjahres. Auf Grund des geänderten Orderverhaltens der Händler können
hieraus allerdings nur bedingt Rückschlüsse auf den Geschäftsverlauf in
2006 gewonnen werden, da sich die Ordertätigkeit des Handels immer stärker
am tatsächlichen Einkaufsverhalten der Verbraucher orientiert. Kurzfristige
Modetrends verlangen zu dem eine immer flexibler werdende Fertigung und
Belieferung. Daher ist die klassische zweimalige Vorordertätigkeit einer
eher auf das gesamte Jahr verteilten Ordertätigkeit gewichen.

Der Köhler & Krenzer-Konzern hat sich auf die geänderten Rahmenbedingungen
gut eingestellt. Mit den auf umsatzstarke Eckpreislagen für den Handel
konzipierten Marken, zählt der Konzern zu den führenden Herstellern von
Damenoberkleidung im Bereich "Modern Woman". Dank der Flexibilität im
Einkauf und in der Produktion können mit Zwischenprogrammen kurzfristig auf
Markttrends reagiert werden. Das frühzeitig umgesetzte Shop-Konzept trägt
zur Stärkung der Marktdurchdringung und zur Steigerung des
Bekanntheitsgrades bei. Darüber hinaus wird ab 2006 über die Köhler &
Krenzer Fashion AG die Errichtung eigener Fashion-Outlets geplant.

Deutlich positives Konzernergebnis erwartet
Trotz der positiven gesamtwirtschaftlichen Signale ist die
Branchensituation unverändert als schwierig zu bezeichnen. Zu Beginn des
Jahres hat der lang anhaltenden Winter bislang zu einem geringeren
Abverkauf der Frühjahrskollektionen im Handel gesorgt. Hierdurch reduzieren
sich die Erwartungen auf eine gute Nachorder. "Für das Gesamtjahr 2006
gehen wir von einer leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung aus, wobei die
Ertragsstärke des Konzerns zu einem weiterhin deutlichen positiven
Konzernergebnis führen sollte", äußerte sich Markus Wehner, Vorstand, zu
den Aussichten im laufenden Jahr.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Köhler & Krenzer Fashion AG
Herrn Robert Schmitt - Vorstandsvorsitzender
Herrn Markus Wehner - Vorstand
Am Schwimmbad 6 - 36115 Ehrenberg
Telefon +49(0)6683/15-0 - Telefax +49(0)6683/15-51
info@koehler-krenzer.de - http://www.koehler-krenzer.de


DGAP 28.04.2006
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Sprache: Deutsch
Emittent: Köhler & Krenzer Fashion AG
Am Schwimmbad 6
36115 Ehrenberg Deutschland
Telefon: +49 (0)6683 15-0
Fax: +49 (0)6683 15-51
Email: investor.relations@koehler-krenzer.de
WWW: www.koehler-krenzer.de
ISIN: DE0006303407
WKN: 630340
Indizes:
Börsen: Geregelter Markt in Frankfurt (General Standard), Hamburg;
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Autor: import DGAP.DE (© DGAP),08:00 28.04.2006
Aus der lokalen Presse:

Schwächeres Jahr bei Köhler & Krenzer
Dividendenerhöhung / Gute Eigenkapitalquote
EHRENBERG (FZ) Eine geplante Dividendenerhöhung sowie eine bessere Eigenkapitalquote bei einem leicht verringerten Gewinn sind die wichtigsten Kenndaten der Jahresbilanz des Köhler & Krenzer-Konzerns in Ehrenberg.
Der Hersteller von Damenoberbekleidung erzielte im 2005 einen Umsatz von 79,9 Millionen Euro – 3,3 Prozent unter der starken Vorjahresbasis. „Auf Grund der schwierigen Branchenentwicklung“, so heißt es in der Jahresbilanz, „konnte der Köhler & Krenzer-Konzern nicht an das hohe Ertragsniveau des Vorjahres anknüpfen.“ Trotzdem belegten die Zahlen die unveränderte Ertragsstärke. Hierdurch und durch die vollständige Rückführung des ersten Darlehens zum Erwerb der Firma Marcona-Kleidung sei es möglich, dass während der Jahreshauptversammlung am 26. Juni 2006 in Fulda eine Dividendenerhöhung von 30 auf 70 Cent je Aktie vorgeschlagen werde.
Entsprechend der allgemein schwachen Binnenkonjunktur sei vor allem das Inland vom Umsatzrückgang betroffen gewesen.
Dagegen verbesserte sich die Exportquote in 2005 auf 37,7 Prozent (2004: 36,6 Prozent). Mit einem Umsatz von 59,4 Millionen Euro stärkte die Konzerngesellschaft Marcona-Kleidung den Anteil am Gesamtumsatz auf 74,4 Prozent (2004: 72,3 Prozent). Die Köhler & Krenzer Bekleidungsfabrik erreichte einen Umsatz von 20,5 Millionen Euro.
Vor Zinsen und Steuern (Ebit) beläuft sich der Gewinn auf 6,2 Millionen Euro nach 8,9 Millionen Euro im Vorjahr. „Wir konnten zwar nicht das gute Vorjahresergebnis von 3,1 Millionen Euro wiederholen, es zeugt aber doch von der unveränderten Ertragsstärke des Konzerns“, erklärte Vorstandsvorsitzender Robert Schmitt.
„Der Konzern hat seine Strategie der Innenfinanzierung und damit der stetigen Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in den letzten Jahren konsequent verfolgt.“ So sei es gelungen, das 24-Millionen-Euro-Darlehen zum Erwerb der Anteile an der Marcona-Kleidung zurückzuführen. Entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 47,1 Prozent.
Die Auftragseingänge für die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2006 sowie die Winter-Kollektionen 2006/2007 bewegten sich etwas unter dem Niveau des Vorjahres.
Das frühzeitig umgesetzte Shop-Konzept trage zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bei. Darüber hinaus sei ab 2006 die Errichtung eigener Fashion-Outlets geplant.
„Für das Gesamtjahr 2006 gehen wir von einer leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung aus, wobei die Ertragsstärke des Konzerns zu einem weiterhin deutlichen positiven Konzernergebnis führen sollte“, sagte Vorstandsmitglied Markus Wehner.

29.04.2006 Fuldaer Zeitung
Mittlerweile ist ja auch der GB 2005 veröffentlicht.

Das veröffentlichte Ergebnis nach Minderheiten (bisher war nur EAT bekannt) hat mich mit 1,10 EUR/Aktie übrigens positiv überrascht – ich war von weniger als 1,00 EUR ausgegangen. 2005er Kennzahlen somit nach aktuellem Kurs:

KGV 13,3
KUV 0,37
KBV 1,38
Dividendenrendite 4,8%

Der Grund für das nun doch recht ordentliche Ergebnis pro Aktie liegt u.a. auch in der im Vollbesitz befindlichen Köhler & Krenzer GmbH Bekleidungsfabrik, die ihr Ergebnis um rd. 20% gesteigert hat – ich hatte einen Verlust befürchtet und mit größerer Minderheitquote gerechnet.

Das Ergebnis (HGB) der Marcona–Kleidung Heinz Ostermann GmbH in Mio. EUR zwar mit Rückschlag, aber weiter stark (Nettomarge 2005 9,7%):

2001 6,7
2002 5,2
2003 6,0
2004 7,8
2005 5,8

Die Finanzschulden im Konzern zeigen weiterhin einen erfreulichen Trend (in Mio. EUR):

2003 20,2 (HGB)
2004 15,1
2005 12,3

Analog der freie CF sehr positiv (in Mio. EUR):

2003 2,6 (HGB)
2004 7,6
2005 5,3

Der freie CF pro Aktie (vor Minderheiten) liegt in 2005 bei fetten 2,65 EUR je Aktie. Angesichts dessen dürften die 0,70 EUR Dividende nachhaltig sein. Da die EK-Quote jetzt schon bei 47% liegt, dürften in Zukunft sogar höhere Dividenden möglich sein bzw. dürfte eine Akquisition eines weiteren Textilunternehmens mit einem Umsatz bis 30 oder 40 Mio. EUR bilanziell problemlos schulterbar sein.

Was die weitere Entwicklung betrifft, ist die in 2006 geplante Errichtung eigener Fashion-Outlets sehr interessant. Was den Relaunch der bisherigen Marke Isabell S. betrifft, könnten sich neue Impulse ergeben.

Entscheidende Frage ist für mich, wie man den Ergebnisrückgang in 2005 nun bewertet und welche Entwicklung sich für 2006 angesichts des schwachen Frühjahrs einstellt. Die Ertragsstärke von Marcona ist weiterhin bestechend. Von der Witterungsseite her müssen in diesem Gewerbe grundsätzlich sowohl negative wie positive Impulse einkalkuliert werden. Möglicherweise kann 2004 mit seinen 1,55 EUR je Aktie als Normalmaß betrachtet werden, die Tendenz sollte wegen fallender Zinslasten und leichtem organischem Wachstum flach aufwärts gerichtet sein.

Für die kommenden Jahre lege ich ein Ergebnis von 1,65 EUR/Aktie zugrunde, eine faire Bewertung wäre m.E. mit 13er KGV erreicht, ein faires Kursniveau sollte somit auf jeden Fall über 20 EUR liegen. Angesichts der Bewertung der Mitbewerber ist das KGV 13 allerdings sehr bescheiden.

Im GB kann man hinsichtlich der Entwicklung 2006 lesen: „Die Auftragseingänge für die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2006 sowie die Herbst/Winter-Kollektionen 2006/2007 bewegen sich etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Auf Grund des geänderten Orderverhaltens der Händler können hieraus allerdings nur bedingt Rückschlüsse auf den Geschäftsverlauf 2006 gewonnen werden.“

Da Herr Schmitt bekanntlich sehr konservativ prognostiziert, rechne ich zunächst mal mit 1,10 EUR je Aktie für 2006.

Latente Squeeze-out Fantasie sehe ich weiterhin, da die HVB auch nach der Übernahme durch die UniCredito an einer Abgabe des 50%-Pakets interessiert sein dürfte. Im Grunde genommen gibt es nur noch zwei Großaktionäre, die Familie von Vorstand Schmitt mit 45,5%, die sukzessive zugekauft hat (inklusive zurechenbarer RBMI) und die HVB mit 50%.
Die Kursturbulenzen haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. Nach Abzug der in wenigen Wochen auszubezahlenden Dividende von 0,70 EUR und einem für 2006 geschätzten Ergebnis von 1,10 EUR/Aktie haben wir:

KGV 12
Dividendenrendite 5,1%

Für 2007 gehe ich bei 1,65 EUR/Aktie von einem KGV 8 aus, garniert mit latenter Squeeze-out Phantasie - sympathisch. :)
Sehe ich genauso. Im August letzten Jahres hat Vorstand Schmitt zudem für 12,50 zugekauft. Wenn man die erzielten und einbehaltenen Gewinne seitdem berücksichtigt, dürfte man zur Zeit sogar günstiger an die Aktien herankommen.

Das ist eben eine langfristige Sache hier;). Und das Warten auf den Squeeze Out wird immerhin mit derzeit 5% verzinst...
Moin Syrtakihans,

kann man nach deinen Erfahrungen eigentlich von den Ergebnissen der anderen Modehersteller (Gerry Weber, Ahlers) auf die Ergebnisse KKFs schließen? Die beiden genannten Wettbewerber haben ja recht ansehnliche Zahlen für Q1 bekanntgegeben.
Moin MJM,

da ich weniger der Textilexperte bin, würde ich mich hier nicht mit wagen Hypothesen aus dem Fenster lehnen. In der Vergangenheit habe ich aber beobachtet, dass die verschiedenen Kollektionen und das entsprechende Geschäft beider Unternehmen, aber insbesondere natürlich mit Ahlers, eher weniger vergleichbar sind.

In der Vergangenheit konnte man beobachten, dass Marcona weniger konjunkturabhängig ist als andere Textilunternehmen. Hier noch mal die Ergebnisse von Marcona in Mio. EUR

2001 6,7
2002 5,2
2003 6,0
2004 7,8
2005 5,8

Ich schätze (so wie Schmitt und Wehner), dass die Konsumenten im Vorgriff auf die anstehende MwSt.-Erhöhung vermehrt hochpreisige Konsumgüter erwerben, also weniger Textilien.

Weiter schätze ich, dass der Textilhandel MwSt.-bedingte Preiserhöhungen teilweise ins Weihnachtsgeschäft vorziehen wird und es zum 01.01.2007 keinen Preisschock bei den Käufern von Textilien geben wird. Die Erfahrung hat zudem gezeigt, dass Verbraucher in dieser Beziehung relativ vergesslich sind. Die MwSt.-Erhöhung dürfte schnell vergessen sein und zumindest die Konsumstimmung der Verbraucher nicht nachhaltig drücken.

Ich halte daher für 2007 1,65 EUR/Aktie für realitisch, bei guter und förderlicher Witterung vielleicht auch über 2,00 EUR, bei schlechter vielleicht unter 1,20 EUR.
Köhler & Krenzer setzt auf eigene Läden
Dividendenerhöhung trotz gebremster Nachfrage

Von unserer Redakteurin
Leoni Rehnert

FULDA/EHRENBERG Wenn sich die Jahreszeiten nicht an ihre übliche Dauer halten, dann kann das für ein Unternehmen der Damenmodebranche fatale Folgen haben. So erging es auch Köhler & Krenzer aus Ehrenberg. „Der letzte Sommer dauerte bis Oktober, und der Winter zog sich dieses Jahr bis weit in den Frühling. Entsprechend hielten sich unsere Kunden mit Aufträgen für Herbst 2005 und Frühling 2006 zurück“, erläuterte Markus Wehner vom Vorstand bei der Hauptversammlung gestern im Fuldaer Maritim.
Auch wenn das Konzernergebnis mit 2,2 Millionen Euro weit unter dem des Vorjahres von 3,1 Millionen blieb und der Umsatz auf 79,7 Millionen Euro (2004: 82,6 Millionen) gesunken ist, sprach niemand von einem wirtschaftlichen Einbruch. „Wir legen Ihnen eine solide Bilanz vor, und der Konzern ist unverändert ertragsstark“, versprach der Vorstandsvorsitzende Robert Schmitt den Aktionären und kündigte gleichzeitig an: „Wir schlagen eine Dividendenerhöhung um 30 Cent auf 70 Cent vor.“ Insgesamt sind das 1,4 Millionen Euro.
Das gebremste Ergebnis des vergangenen Jahres drückt offenbar auch den Aktienkurs: Nachdem das Papier im Verlauf 2005 im wesentlichen zwischen 14 und 16 Euro pendelte, stieg der Wert zwischenzeitlich auf 19,10 Euro und beschloss das Jahr mit 17,20 Euro. Im April dieses Jahres stürzte der Wert um rund drei Euro auf jetzt etwa 16 Euro.
Doch der Vorstand zeigt sich optimistisch, zumal der Konzern seine Verbindlichkeiten gegenüber Banken konsequent zurückgeführt habe. Überdies wurde ein Darlehen über 24 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren abgelöst. Damit hatte Köhler & Krenzer seinerzeit Anteile an der Gelsenkirchener Marcona-Kleidung gekauft – mittlerweile gehört dieses Unternehmen zu 74,9 Prozent zum Ehrenberger Konzern.
Während die Nachfrage in Deutschland sank – immerhin 62 Prozent des Umsatzes stammt aus dem Inland – nahm der Export um 6,2 Prozent erneut zu. Hauptabsatzländer sind neben Niederlande, Großbritannien, Österreich, die Schweiz und Russland.
Schwach sei nach wie vor der private Konsum. Der Vorstand erklärt dies vor allem mit rückläufigen Arbeitnehmerentgelten. „Ursachen für diese Entwicklung sind eine sinkende Zahl der Erwerbstätigen sowie ein Trend zur Teilzeitarbeit und zur geringfügigen Beschäftigung“, heißt es im Geschäftsbericht.
Im Konzern ist die Zahl der Mitarbeiter konstant geblieben. Im Jahresdurchschnitt waren 282 Frauen und Männer beschäftigt. Am Sitz in Ehrenberg sind 89 Arbeitnehmer tätig. In der Rhöngemeinde laufen die Fäden des Unternehmens zusammen. Zwar wird in der Hauptsache in Osteuropa und Asien produziert, doch in Ehrenberg sitzt das kreative und technische Knowhow. Hier – in einer zentralen Region der Trendsportart Nordic Walking – wurde beispielsweise auch die neue Kollektion spezieller Funktionsmode entworfen.
Neue Ideen hat Köhler & Krenzer auch im Verkauf. Bereits in den vergangenen Jahren setzte man verstärkt auf das so genannte Shop-in-Shop-Konzept in Kaufhäusern – K&K betreibt mittlerweile 93 dieser Shops. Doch Robert Schmitt will jetzt einen neuen Weg einschlagen und eigene Geschäfte unter dem Label der Firma gründen. Das erste wird wohl bald in Würzburg eröffnet.
Robert Schmitt: „Das ist eine ganz logische Entwicklung. Immer mehr Fachhändler schließen ihre Geschäfte – oft wegen Nachfolgerproblemen. Und auf diese Weise verschwinden immer mehr unserer Kunden. Also eröffnen wir selbst Läden in guter Lage.“

27.06.2006 Fuldaer Zeitung
Antwort auf Beitrag Nr.: 22.314.269 von Syrtakihans am 28.06.06 12:27:29Köhler & Krenzer-Konzern: Ergebnis- und Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2006 im Rahmen der Erwartungen - EBIT-Marge bei 6,3 %

31.08.2006, 08:30

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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31. August 2006, Ehrenberg. Der Köhler & Krenzer Konzern erzielte in den
ersten sechs Monaten ein Konzernergebnis (EBIT) von 2,1 Mio. Euro (Hj.
2005: 2,9 Euro Mio.). Mit einer EBIT-Marge von 6,3 % von der Gesamtleistung
(Hj. 2005 7,5 %) konnte der Hersteller von Damenoberbekleidung seine
Ertragsstärke in einem schwachen Marktumfeld aufrechterhalten. Der Konzern
erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2006 Umsatzerlöse in Höhe von
28,5 Mio. Euro nach 34,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der
Umsatzrückgang liegt damit im Rahmen der Erwartungen und ist in erster
Linie auf den geringeren Inlandsumsatz zurückzuführen, während die
Auslandsumsätze stabil auf Vorjahreshöhe lagen.

Durch die Dividendenausschüttung in Höhe von 1,4 Mio. Euro verringerte sich
das Eigenkapital am Ende des ersten Halbjahres auf 21,7 Mio. Euro nach 22,4
Mio. Euro zum 31. Dezember 2005. Mit einer Eigenkapitalquote von 41,2 % (Vj
2005: 47,1 %) verfügt der Köhler & Krenzer Konzern aber nach wie vor über
eine sehr komfortable Kapitalausstattung.

Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres rechnet der Köhler &
Krenzer Konzern nicht mit einer grundsätzlichen Markterholung. Dennoch
erwartet der Vorstand für das traditionell stärkere Halbjahr eine Umsatz-
und Ertragssteigerung. Die Neupositionierung der Marke ISABELL wird in den
folgenden Quartalen zu positiven Effekten führen. Zudem werden die
Expansion im Ausland und die Eröffnung neuer Shops sowie Outlets die
Grundlagen für weiteres Wachstum schaffen.



Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Köhler & Krenzer Fashion AG
Herrn Robert Schmitt - Vorstandsvorsitzender
Herrn Markus Wehner - Vorstand
Am Schwimmbad 6 - 36115 Ehrenberg
Telefon +49(0)6683/15-0 - Telefax +49(0)6683/15-54
info@koehler-krenzer.de - http://www.koehler-krenzer.de


(c)DGAP 31.08.2006
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.702.957 von Muckelius am 31.08.06 16:30:10Kurzer Artikel im aktuellen Nebenwerte Journal. Überschrift: "Die Dividendenrendite von 5,4% sichert den Kurs der Modeaktie gut nach unten ab" - :rolleyes: - nun gut, der Arikel wurde bei einem Kursneveau von über 13 Euro verfasst, nun steht der Kurs bei 11,70 Euro. Ist das aktuell eine Übertreibung nach unten? Sogar der Vorstand sitzt mit einem Teil seiner Aktien, die er letztes Jahr im August zugekauft hat (für 12,50 Euro) nun auf "Verlusten".
Der Artikel im NWJ lässt leider zu wünschen übrig. Ich frage mich, was die Redaktion bewogen hat, wenige Tage vor der Veröffentlichung der H1-Zahlen einen Artikel zu verfassen.

Überhaupt nicht nachvollziehbar ist, wie der Autor Dr. Roß zu einer Prognose von rd. 1,45 EUR je Aktie gelangt – das ist selbst bei sehr optimistischer Sichtweise unrealistisch. Die Angaben zum Streubesitz sind falsch, dieser beträgt 4,5%. Kein Wort in dem Artikel wird den wesentlichen Vorgängen in 2006 gewidmet – nämlich dem Relaunch der Marke Isabell.
Seit Dienstagvormittag liegen in Frankfurt und auf Xetra gestaffelte 1000er Blöcke auf der Geldseite zwischen 11,30 und 11,70 EUR. Der oberste Block wurde am Mittwoch mit 495 Stück angebrochen.

Ich vermute mal vorsichtig, dass diese Blöcke von Fam. Schmitt herrühren – für keinen anderen Aktionär würde so eine Konstruktion Sinn ergeben. Ggfs. dürfte in der nächsten Woche eine Pflichtmitteilung aufgrund der 495 Stück erfolgen.

Der Streubesitz liegt bei rd. 4,5% bzw. rd. 90.000 Aktien. Die verbliebenen Streubesitzaktionäre dürften u.a. darauf warten, dass die HVB ihren Anteil abgibt. Wenn Fam. Schmitt diesen übernimmt, so wird es ein Pflichtangebot an den Streubesitz geben müssen.
... obwohl nicht 100%ig klar ist, ob die RBMI-Beteiligungsgesellschaft gemäß § 15a WpHG zur Meldung verpflichtet ist. Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank müsste nach § 21 Abs. 1 WpHG ebenfalls melden, da sie die Schwelle von 50% überschritten hätte. Da die Mitteilungsfrist nach § 15a fünf Werktage beträgt, hätte heute gemeldet werden müssen.
Nebenbei: Nach Börsengang der Köhler & Krenzer AG waren die Familienmitglieder Schmitt zunächst als Einzelaktionäre angegeben worden (beide Kinder und Ehefrau Schmitt je 6,18% und Herr Schmitt 7,47%). Später wurden diese Anteile dann in der RBMI-Beteiligungsgesellschaft zusammengeführt (RBMI leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der vier Familienmitglieder her, Beteiligung heute 29,73%). Als zu späterem Zeitpunkt die Beteiligungsverhältnisse wegen mittlerweile gesetzlich eingeführter Pflichtmitteilungen offen gelegt wurden, wurde bekannt, dass die Ehefrau Schmitt rd. 65% der RBMI innehält. Weitere Details darüber, wie dieses zustande gekommen ist, sind mir nicht bekannt.

Da § 15a WpHG ebenfalls Ehepartner mit einbezieht und Frau Schmitt in der RBMI eine beherrschende Stellung einnimmt, sollte ein Aktienkauf der RBMI zu einer § 15a-Mitteilung verpflichten. Allerdings gilt eine Freigrenze der Mitteilungspflicht von 25.000 EUR pro Monat – das genannte Geschäft betr. der 495 Stück fällt also nicht darunter!

Auffällig wenige Pflichtmitteilungen gab es auch zu dem Paket von Herr Schmitt, dass ja mittlerweile 15,80% betragen soll. Die einzige diese betreffende Meldung, die ich kenne, ist jene vom Erwerb des Matzen-Blocks vom August 2005. Auch scheint zum Matzen-Block die § 21-Meldung wegen der 5% Unterschreitung irgendwie auf der Strecke geblieben zu sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.338.539 von Syrtakihans am 02.10.06 10:42:31Ich war heute seit langer Zeit wieder auf der Köhler&Krenzer-Homepage. Das Layout bzw, die Menue-Führung wurde geringfügig modernisiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.179.408 von Muckelius am 06.11.06 18:06:07Die "Textilwirtschaft" meldet eine ggü. den vergangenen Wochen deutliche Verbesserung der Erlösesituation:

Das Geschäft im Textileinzelhandel in der 44. Woche: Plus 10%

Eine Super-Woche - die Teilnehmer im TW-Testclub, dem teilnehmerstärksten Panel im deutschen Textileinzelhandel, melden zweistellige Zuwachsraten auf zweistelligen Vorlagen. Die Erlöse in der 44. Woche sind im Vergleich zum Vorjahr (plus 13%) um 10% gestiegen. Es ist so gelaufen, wie es die meisten erwartet hatten: Mit dem ersten Schnee und winterlichen Temperaturen kamen auch die Kunden. Endlich ist das Geschäft mit Pullovern, Jacken und Mänteln in Schwung gekommen. Vor allem in den Modehäusern (plus 14%) waren viele Kunden unterwegs.
Seit 3 Tagen geht die Bid Seite von Frankfurt ausgehend,
sukzessive nach oben.
Jetzt schon bei 12,90.
Interessant, mehr noch nicht.
An einem guten WE kann es nicht allein liegen, obwohl kühles Wetter sicherlich ziemlich wichtig für KKF ist.
fundamental_a
Das Erhöhen des Bid kann ich Dir erklären, das bin ich. ;)
Ich versuche lediglich ein paar Stücke zu bekommen seit ein paar Tagen.
Der Kaufgrund zum jetzigen Zeitpunkt sind die Ergebnisse von Karstadt.
Aber mehr als 12,90 zahle ich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.245.722 von silverpwd am 09.11.06 19:19:18Nun, Marcona ist bei Karstadt vertreten, daher ist dies ein nachvollziehbares Argument.

Es befinden sich noch rd. 89.600 Aktien im Streubesitz. Ich vermute, dass deren Aktionäre eher ausdauernd veranlagt sind. Insofern bleibt es durchaus spannend, ob und wann Dein Geld auf 12,90 bedient wird ...
@silverpwd

Da scheint Dich heute jemand überbieten zu wollen. In Ffm stehen nun 260 Stück Geld auf 13,50 EUR. Irgendwie scheint hier nicht so richtig Abgabedruck zu bestehen ... ;)
Da scheint wohl einer gepennt zu haben, oder nach 17:30 Uhr unbedingt welche haben wollen.
Bis 17:30 Uhr hätte er nämlich 900 Stück zu 13,27 haben können.
Vielleicht haben ihn die aktuellen Umsatzzahlen auf TWnetwork.de so geblendet.
Sieht gut aus, aber lasst uns erstmal das Weihnachtsgeschäft abwarten (Nachorders usw.).
Jedenfalls gab es bei KKF heute keinen Hucke - Malus, wieso auch.
fundamental_a
Ich habe heute in Frankfurt 200 Stck zu 12,90 bekommen :D. Keine Ahnung wer die anderen 50 Stck bekommen hat, mehr wurde auf dem Niveau nicht gehandelt, mehr wollte ich aber auch nicht.
Jetzt kann die Aktie anfangen zu steigen und gute Zahlen zu berichten.
:D
Hallo @silverpwd,
dann mal herzlich Willkommen hier im KKF Board.
Das scheint ja richtig ansteckend zu sein.
710 Stck in Frankfurt und Schlusskurs 13,24.
So kann es weiter gehen.
Nachrichten, wenn du die zum normalen Geschäftsverlauf meinst, wird es lange Zeit nicht geben.
Tendenziell eher Richtung Ende April 07.
fundamental_a
Die angesprochenen 1000er-Blöcke im Geld wurden übrigens bereits letzte Woche abgezogen. Im Orderbuch herrscht also wieder gähnende Leere.

Über den Testclub der „TextilWirtschaft“ (TW-Testclub) ist folgendes zu lesen. Nachdem die gemeldeten Umsätze der Vorwochen für den Bereich DOB ein abermaliges unterschreiten des Vorjahres erwarten ließen, kam es in den jüngsten Tagen wohl offenbar zu einer versöhnlicheren Entwicklung …

+++

Das Geschäft im Textileinzelhandel in der 51. Woche: Plus 18%

Mit einem Lächeln auf den Lippen haben die Modehändler am vergangenen Samstagabend ihre Ladentüren abgeschlossen. Vielleicht sogar mit einem breiten Grinsen. Die Umsätze haben in der Weihnachtswoche einen rasanten Endspurt hingelegt. Die Teilnehmer im TW-Testclub, dem teilnehmerstärksten Panel im deutschen Textileinzelhandel, melden für die 51. Woche Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 18% auf einer Vorlage von 16%. Vergleicht man die vier Wochen vor Weihnachten mit dem Vorjahr, so ist das Weihnachtsgeschäft erfolgreich verlaufen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.502.759 von Syrtakihans am 27.12.06 20:16:53Der Testclub der „TextilWirtschaft“ meldet erfreuliche Umsätze für die letzte Woche des Jahres. Diese für die Saison späten Umsätze dürften KKF, wenn überhaupt, nur im lfd. GJ zu Gute kommen. Die schwachen Umsätze im DOB-Bereich, die der Testclub für Oktober und November meldete, dürften bei KKF für schwache Nachorder gesorgt haben, während die guten Umsätze in der letzten Dezember-Hälfte den Händlern eher geholfen haben dürften, ihre Lager zu leeren.

Da sich Marcona auch bei ungünstiger Witterung erfahrungsgemäß stabil zeigt, dürfte der Hebel im Gewinn am ehesten bei der Marke Isabell ansetzen. Besondere Bedeutung müsste dabei dem Relaunch dieser Marke, einhergehend mit den verstärkten Marketing-Aktivitäten und dem forcierten Shop-Konzept, zukommen. Die ersten Anzeichen hörten sich ja positiv an … Eine deutliche Ergebnisverbesserung wäre im Konzern schon erreicht, wenn Isabell lediglich aus den roten Zahlen herausgefahren werden kann.

Ich denke, dass die Chancen rel. gut stehen, für 2006 ein Konzernergebnis von über 1,00 EUR je Aktie ausweisen zu können (Vorjahr 1,10 EUR). Am 30. April spätestens sind wir schlauer.

+++

Das Geschäft im Textileinzelhandel in der 52. Woche: Plus 15%

(TextilWirtschaft/TWnetwork) Besser hätte es kaum laufen können. In der letzten Woche im Dezember haben die Erlöse noch einmal kräftig zugelegt. Die Teilnehmer im TW-Testclub, dem teilnehmerstärksten Panel im deutschen Textileinzelhandel, sind äußerst zufrieden. Obwohl sie in der 52. Woche einen Verkaufstag weniger hatten als im Vorjahr haben sie die Umsätze um 15% gesteigert. Im Vorjahr lagen die Erlöse bei minus 6%. Abgesehen von den Textil- und Kaufhäusern lagen alle Geschäftstypen zweistellig im Plus. In Süddeutschland ist es besonders gut gelaufen. „Das war ein super Endspurt“, freut sich ein DOB-Spezialist aus Baden-Württemberg. „Die Frequenz stimmte an allen Tagen. Die Kunden waren in guter Kaufstimmung.
16.02.2007
Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------------------------

Ehrenberg, 16.02.2007 - Der Köhler & Krenzer-Konzern erwartet nach vorläufiger Ermittlung für das Geschäftsjahr 2006 einen Konzernumsatz von 68,8 Mio. Euro nach 79,9 Mio. Euro im Vorjahr.
Auf Basis der jetzt vorliegenden Erkenntnisse rechnet der Vorstand vorbehaltlich der weiteren Jahresabschlussarbeiten für 2006 mit einem leicht positiven Konzernergebnis vor Steuern (EBT), das wesentlich unter dem des Vorjahres (5,5 Mio. Euro) liegen wird.

Köhler & Krenzer Fashion AG Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Telefon +49(0)6683/15-0 Telefax +49(0)6683/15-54 http://www.koehler-krenzer.de
Antwort auf Beitrag Nr.: 27.748.221 von Marloh am 16.02.07 15:22:53Damit hatte Koehler & Krenzer über die letzten drei Jahre kontinuierlich zurückgehende Umsätze. Die Aktie steht vor einer Neubewertung mit deutlich negativen Vorzeichen.
:p

Den Kioskbetreiber Köhler+Co habe ich schon lange auf meiner Einkaufsliste für mein "team", ich wollte sie nur immer unter 12 Euro haben und was sehe ich da heute?: Schöner Absturz nach der Ad-hoc unter 12 €, aber was wird aus der Dividende und wie schlecht wird der Gewinn pro Aktie wirklich?

Grüße

N' Unwillichsiedochnichtmehroderdoch?
Nun, zumindest wurden genügen Titel in den letzten Tagen umgesetzt, um sich einen ordentlichen Anteil am nur noch knapp 90.000 Aktien umfassenden Streubesitz zu sichern.

Zu #140

Wieso denn Neuberwertung? Das Papier notiert doch schon mit erheblichem Abschlag und kapp über Buchwert. Wenn die Aktionäre je nach Witterung am Ende der Saison jeweils Neubewertungen vornehm wollten, hätten diese ja wohl nur noch schlaflose Nächte …


Zu den Zahlen: Obwohl zwar noch kein genaues Ergebnis vorliegt, kann allein schon die Formulierung „wesentlich unter Vorjahr“ als herbe Enttäuschung bezeichnet werden. Der Winter 2006/2007, der seinen Namen nicht verdient hat, wird wohl den Absatz an Mänteln und Jacken (Marcona) erheblich gedrückt haben (mit allen Folgewirkungen wie Preisnachlässe und Vorratsabwertungen etc.). Gegen 15 Grad und Sonnenschein ist in Sachen Wintermäntel eben kein Kraut gewachsen.
Der Kollektions-Konflikt kostete Geld

Ehrenberger Konzern Köhler & Krenzer will nach schwachem Jahr den Export forcieren

Der Ehrenberger Konzern Köhler & Krenzer hat ein schwaches Jahr hinter sich. Zwar liegen die exakten Zahlen des Jahresabschlusses 2006 für die börsennotierte Aktiengesellschaft noch nicht vor, doch die Verantwortlichen wissen, dass sich der Konzernumsatz voraussichtlich auf 68,8 Millionen Euro belaufen wird. Das sind gut elf Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.
„Natürlich bin ich damit nicht zufrieden. Das Jahr 2006 hatten wir uns anders vorgestellt“, resümiert Vorstandsvorsitzender Robert Schmitt. Doch der Chef der Textilgruppe blickt nach vorne: „80 Prozent der Probleme haben wir bereits abgearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2008 wieder auf der Schiene sind.“
Robert Schmitt (55) und sein Vorstandskollege Markus Wehner (44) haben „nach einer gründlichen Analyse der Situation gehandelt und die Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt“. Maßgeblich für die Talsohle ist demnach das 200 Mitarbeiter starke Tochterunternehmen Marcona in Gelsenkirchen gewesen, das immerhin gut 70 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Schmitt: „Marcona fertigt Damenmode im Bereich Modern Classic – also Kleidung für die mode- und qualitätsbewusste Frau ab 40. Doch in der Führungsebene gab es unterschiedliche Auffassungen vor allem mit dem Altgesellschafter über die Ausrichtung der Kollektion, die dann nicht mehr einheitlich in ihrer Aussage war – auf der einen Seite zu konservativ und auf der anderen zu modern.“ Für die Kombi-Mode, den Wachstumsmotor des Konzerns, hatte das offenbar fatale Auswirkungen – die Umsätze im In- und Ausland brachen ein.
„Doch die Auseinandersetzungen sind auch durch einen Generationswechsel beigelegt“, sagt Robert Schmitt zuversichtlich. Er ist nun auch Marcona-Geschäftsführer – neben seinen Kollegen Detlev Rauch und Markus Dejori. „Wir haben ein Leitbild für Marcona erarbeitet, und die Kollektion klar und eindeutig danach kreiert.“
Doch nicht nur der Konflikt in Gelsenkirchen hat den Konzern im vergangenen Jahr gebeutelt. „Wir hatten auch Probleme in unseren Produktionsstätten in Osteuropa – wie allerdings die gesamte Branche“, sagt Vorstand Markus Wehner und konkretisiert: „Viele Handelsunternehmen wie Ikea, Metro und Baumärkte haben sich in Osteuropa niedergelassen und viele gut ausgebildete Fachkräfte abgeworben.“ Mancher Betrieb habe auf einen Schlag gar 200 seiner 500 Mitarbeiter verloren. „Mittlerweile haben wir unsere Produktion, die rund 1,67 Millionen Teile umfasst, neu aufgestellt und etwa 20 Prozent nach Vietnam und China verlagert“, ergänzt Robert Schmitt, der den Konzern durch die Strukturanpassungen wieder auf einem guten Weg sieht. „Wir werden unser Shop-in-Shop-System in Kaufhäusern weiter forcieren. Bislang betreiben wir rund 130 Shops, in den nächsten zwei Jahren wollen wir auf 200 wachsen.“
Des weiteren will sich der Konzern, der in Ehrenberg 90 Mitarbeiter beschäftigt, noch stärker im Export entwickeln, und die Quote von derzeit 40 Prozent auf 50 verbessern – zum Beispiel auf dem lukrativen russischen Markt. „Für osteuropäische Kunden spielt der Preis oft keine Rolle. Sie verlangen höhere Qualität und edlere Accessoires wie etwa Pelzbesatz auf Jacken und Mänteln, die von deutschen Häusers gar nicht mehr gekauft werden“, sagt Schmitt. Für eine positivere Zukunft setzt der 55-Jährige überdies auf die Ertragskraft der heimischen Köhler & Krenzer GmbH und deren junge Mode unter dem Label Isabell.

14.03.2007 Fuldaer Zeitung

http://www.fuldaerzeitung.de/sixcms/detail.php?id=175191
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.289.361 von DickeBacke am 14.03.07 14:16:57Sehr interessant - offenbar sind nicht nur Witterungseinflüsse für die schlechte Ergebnisentwicklung in 2006 verantwortlich gewesen.
Platow-Brief - Sind Bilanzen bei Modeaktien alle wettertauglich?

Vor einem Jahr analysierten wir an gleicher Stelle die deutschen Modeaktien. Damals übersprang Deutschland die Marke von 5 Mio. bei den Arbeitslosen. Dennoch machte sich zaghafter Konjunkturoptimismus breit. Wir waren daher bullish für die Modeanbieter.

Doch nicht alle Erwartungen wurden erfüllt. Köhler & Krenzer (K&K) meldete jüngst, der Umsatz werde mit knapp 69 Mio. Euro gleich 14% unter Vj., das EBT leicht über Null (Vj. 5,5 Mio. Euro) liegen. Die erhoffte Besserung im 2. Halbjahr blieb bei dem für Modeverkäufer viel zu warmen Winter aus. Die Aktie notiert auf einem 2-Jahrestief. Vorerst meiden.

K&K zeigt, dass die Branche trotz verbesserter Konsumstimmung im Land derzeit mit zwei Problemen kämpft. Der Wettbewerb nimmt zu. Die immer stärkeren Handelsmarken machen den klassischen Anbietern zu schaffen. Das Wetter ließ überdies die Lager mit der Herbst-Winter-Kollektion überquellen. Da der Abverkauf jetzt erst auslief, drohen Abschreibungen.

Das dürfte der Hauptgrund sein, warum auch die Aktien der Konzerne, die gute Zahlen reportierten, wie Hugo Boss, seit Herbst nicht vorankommen. Die Metzinger werden auf der Bilanz-PK am Mittwoch die 07er Prognose präzisieren. Die typische Vorsicht bei Boss könnte für etwas Enttäuschung (Erwartung: Umsatz +10%, Marge rauf) sorgen. Neuleser stauben bei 38 Euro ab. Wer unseren Kauftipps (PB v. 27.7.06) folgte, lässt Gewinne laufen. Stopp neu: 32 Euro.

Der rasche Umbau bei Escada hat uns positiv überrascht. Großaktionär (25%) Rustam Aksenenko geht es aber offenbar nicht schnell genug. Er soll den Kopf von CEO Frank Rheinboldt fordern. Zu dieser Unsicherheit kommt ein beim Umsatz eher schwaches Q1. Die AR-Sitzung am Montag sollte Licht ins Dunkel bringen. Warten Sie eine klare Datenlage ab.

Bei Ahlers zahlt sich Ihre Geduld (PB v. 17.10.05) nun endlich aus. Der Kurs liegt auf Rekordhoch, die Dividende bei 3 Euro. Kaufen bis 17 (Stopp weiter 13,50) Euro. Zu Gerry Weber siehe PB. v. 17.2.
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.499.571 von Marloh am 26.03.07 14:53:32ews - 19.04.07 13:40

DGAP-Adhoc: Köhler & Krenzer Fashion AG (deutsch)

Köhler & Krenzer Fashion AG: Konzernergebnis und Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2006

Köhler & Krenzer Fashion AG / Dividende/Jahresergebnis

19.04.2007

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Ehrenberg, 19. April 2007 +++ Der Köhler & Krenzer Konzern, ein Markenhersteller für Damenoberbekleidung, bestätigt den am 16. Februar 2007 veröffentlichten Ausblick auf die Geschäftszahlen 2006. Das Unternehmen konnte nicht das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres erreichen und litt wie die gesamte Branche unter einer schwachen Inlandsnachfrage. Der vom Aufsichtsrat in seiner heutigen Bilanzsitzung festgestellte Jahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr weist einen Umsatz von EUR 68,49 Mio. (Vj.: EUR 79,90 Mio.) auf.

Der Inlandsumsatz lag im Berichtsjahr bei EUR 40,56 Mio. nach noch EUR 49,81 Mio. im Vorjahr. Mit einem Umsatz von EUR 27,92 Mio. bewegten sich die Auslandsumsätze annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (Vj.: EUR 30,09 Mio.). Durch den Umsatzrückgang reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern (EBIT) von EUR 6,14 Mio. auf EUR 0,80 Mio. Das Konzernergebnis (EAT) belief sich auf EUR 0,25 Mio. (Vj.: EUR 3,61 Mio.). Das Ergebnis je Aktie sank von EUR 1,81 auf EUR 0,13 in 2006.

In der heutigen Aufsichtsratssitzung wurde gemeinsam von Aufsichtsrat und Vorstand entschieden, in der Hauptversammlung am 31. August 2007 eine Dividendenzahlung von EUR 0,30 (Vj.: EUR 0,70) für das Geschäftsjahr 2006 vorzuschlagen. Mit der Dividendenkürzung um EUR 0,40 gegenüber des Vorjahres trägt der Köhler & Krenzer Konzern der Geschäftsentwicklung 2006 Rechnung.

Der Vorstand geht davon aus, mittelfristig wieder ein positives Umsatz- und Ergebniswachstum zu erreichen. Eine modifizierte Vertriebsstrategie soll zu einem Anstieg der Umsätze führen. Gleichzeitig werden die internen Arbeitsabläufe vom Einkauf über die Fertigung bis zum Vertrieb neu strukturiert und so die Kostenstruktur optimiert. Die Maßnahmen wurden bereits im abgelaufenen Jahr eingeleitet.

Der Jahresabschluss 2006 wird am 27. April 2007 veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Geschäftsbericht 2006 unter www.koehler-krenzer.de als Download zur Verfügung stehen.

Köhler & Krenzer Fashion AG Herrn Robert Schmitt - Vorstandsvorsitzender Herrn Markus Wehner - Vorstand Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Telefon +49(0)6683/15-0 Telefax +49(0)6683/15-54 info@koehler-krenzer.de http://www.koehler-krenzer.de





DGAP 19.04.2007

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Sprache: Deutsch Emittent: Köhler & Krenzer Fashion AG Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Deutschland Telefon: +49 (0)6683 15-0 Fax: +49 (0)6683 15-51 E-mail: investor.relations@koehler-krenzer.de www: www.koehler-krenzer.de ISIN: DE0006303407 WKN: 630340 Indizes: Börsen: Geregelter Markt in Frankfurt (General Standard), Hamburg; Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.901.430 von Muckelius am 19.04.07 16:06:22Der GB für 2006 ist online verfügbar!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.033.039 von Muckelius am 27.04.07 17:04:50 15.05.2007 10:59
Köhler & Krenzer Fashion AG: Bekanntmachung gemäß § 37v, 37w, 37x ff. WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Köhler & Krenzer Fashion AG / Vorabbekanntmachung über die Veröffentlichung
von Rechnungslegungsberichten

Bekanntmachung nach § 37v, 37w, 37x ff. WpHG, übermittelt durch die DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Hiermit gibt die Köhler & Krenzer Fashion AG bekannt, dass für das
Geschäftsjahr 2007 folgende Finanzberichte veröffentlicht werden.


Bericht: Konzern-Finanzbericht (Halbjahr)
Veröffentlichungsdatum: Deutsch: 31.08.2007
Veröffentlichungsdatum: Englisch: 31.08.2007
Ort: Deutsch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/hjberich…
Ort: Englisch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/hjberich…

Bericht: Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres
Veröffentlichungsdatum: Deutsch: 16.05.2007
Veröffentlichungsdatum: Englisch: 16.05.2007
Ort: Deutsch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/zwmittei…
Ort: Englisch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/zwmittei…

Bericht: Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres
Veröffentlichungsdatum: Deutsch: 16.11.2007
Veröffentlichungsdatum: Englisch: 16.11.2007
Ort: Deutsch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/zwmittei…
Ort: Englisch:
http://www.koehler-krenzer.de/investor_relations/dl/zwmittei…

DGAP 15.05.2007
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Sprache: Deutsch
Emittent: Köhler & Krenzer Fashion AG
Am Schwimmbad 6
36115 Ehrenberg Deutschland
www: www.koehler-krenzer.de

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Antwort auf Beitrag Nr.: 29.321.537 von Muckelius am 15.05.07 11:15:45News - 16.05.07 15:16

DGAP Zwischenmitteilung: Köhler & Krenzer Fashion AG (deutsch)

Köhler & Krenzer Fashion AG:

Köhler & Krenzer Fashion AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37 WpHG

16.05.2007

Zwischenmitteilung nach § 37 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Zwischenmitteilung der Köhler & Krenzer Fashion Aktiengesellschaft gemäß §37x WpHG für das erste Quartal 2007

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

über die Entwicklung der Köhler & Krenzer Fashion Aktiengesellschaft in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2007 geben wir folgenden Zwischenbericht.

Umsatz- und Ertragsentwicklung Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2006 konnte die Köhler & Krenzer Fashion AG in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ihre Umsatz- und Ergebnisentwicklung stabilisieren. Entsprechend den Erwartungen ging der Netto-Umsatz des Markenherstellers für Damenoberbekleidung im ersten Quartal auf 21,4 Mio. Euro zurück. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1,3 Mio. Euro oder 6 Prozent. Während der Inlandsumsatz sank, wurde beim Export das Wachstum fortgesetzt. Die im Ausland erwirtschafteten Erlöse stiegen um rund 1,4 Prozent auf 9,8 Mio. Euro. Aus der Hochrechnung der Konzernzahlen des ersten Quartals 2007 ergibt sich ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT), das leicht unter dem des Vorjahreszeitraums liegt.

Die Auftragseingänge für die Herbst/Winter-Kollektion 2007/2008 bewegen sich etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Wie bereits bei der Veröffentlichung des Jahresabschlusses am 30. April 2007 prognostiziert, ist im ersten Halbjahr 2007 mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr zu rechnen.

Ausblick Auf die Entwicklungen hat das Unternehmen reagiert und noch in 2006 gezielte Maßnahmen eingeleitet. Die Umsetzung des Markenkonzepts für ISABELL und MARCONA wurde abgeschlossen und der Umbau der Vertriebsstrukturen erfolgreich eingeleitet. Der Vorstand geht davon aus, mittelfristig wieder ein positives Umsatz- und Ergebniswachstum zu erreichen.

Ehrenberg, 16. Mai 2007

Der Vorstand



Kontakt: Köhler & Krenzer Fashion AG Am Schwimmbad 6 D - 36115 Ehrenberg

Telefon: +49 (0) 66 83 / 15 - 0 Telefax: +49 (0) 66 83 / 15 54 E-Mail: info@koehler-krenzer.de

DGAP 16.05.2007

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Sprache: Deutsch Emittent: Köhler & Krenzer Fashion AG Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Deutschland www: www.koehler-krenzer.de

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Quelle: dpa-AFX
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.344.524 von Muckelius am 16.05.07 15:22:40News - 19.07.07 17:30

DGAP-News: Köhler & Krenzer Fashion AG (deutsch)

Köhler & Krenzer Fashion AG installiert eigene Retailgesellschaft

Köhler & Krenzer Fashion AG / Strategische Unternehmensentscheidung

19.07.2007

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Ehrenberg, 19. Juli 2007: Die Köhler & Krenzer Fashion AG hat im Juli 2007 eine eigene Retailgesellschaft, die K & K Retail Systems GmbH & Co. KG, gegründet.

Die Geschäftsführung übernimmt Herr Holger Herbst (46), der bei der Tochtergesellschaft Marcona in den letzten Jahren erfolgreich die Flächenpartnerschaften aufgebaut hat. Zum Prokuristen wurde Herr Peter Hartmann (27) aus dem Hause Köhler & Krenzer bestellt, der zuletzt als Gebietsexportleiter tätig war.

Neben der Unterstützung der eigenständigen Konzernmarken 'ISABELL' und 'MARCONA' auf den Flächen wird die neue Retailgesellschaft die Vertikalisierung vorantreiben. Eigenverantwortliche Shops der beiden Konzernmarken, Concessions und Stores im Partnerkonzept sollen über diese neue Konzerngesellschaft betrieben werden.

'Die Gründung der Retailgesellschaft ist ein weiterer Baustein zur Umsetzung unserer Zukunftsstrategie. Vertikale Absatzstrukturen sind heute wichtige Schlüsselfaktoren', so der Vorstandsvorsitzende der Köhler & Krenzer Fashion AG Robert Schmitt. 'Sie dienen uns zur Stärkung der Marktdurchdringung und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades. Durch die Kundennähe erwarten wir den größten Nutzen für unsere Kollektionsleistung.'

Geschäftsführer Holger Herbst weist auf die besondere Stellung der Gesellschaft hin: 'Wir müssen heute wie Einzelhändler denken. Deshalb freuen wir uns darauf, mit der K & K Retail Systems, Marcona und Köhler & Krenzer dem Handel mit neuen Konzepten in Service- oder Partnerfunktion als adäquater Partner zur Verfügung zu stehen'.

Für das laufende Geschäftsjahr plant die Retailgesellschaft die Ausweitung der Flächen-partnerschaften mit den eigenständigen Konzernmarken 'ISABELL' und 'MARCONA' sowie die Eröffnung eigener Stores im Frühjahr nächsten Jahres.



Köhler & Krenzer Fashion AG Herrn Robert Schmitt - Vorstandsvorsitzender Herrn Markus Wehner - Vorstand Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Telefon +49(0)6683/15-0 Telefax +49(0)6683/15-54 info@koehler-krenzer.de http://www.koehler-krenzer.de



DGAP 19.07.2007

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Sprache: Deutsch Emittent: Köhler & Krenzer Fashion AG Am Schwimmbad 6 36115 Ehrenberg Deutschland Telefon: +49 (0)6683 15-0 Fax: +49 (0)6683 15-51 E-mail: investor.relations@koehler-krenzer.de Internet: www.koehler-krenzer.de ISIN: DE0006303407 WKN: 630340 Indizes: Börsen: Geregelter Markt in Frankfurt (General Standard), Hamburg; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Quelle: dpa-AFX
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.763.221 von Muckelius am 19.07.07 17:32:22aus dem elektr. Bundesanzeiger:

Köhler & Krenzer Fashion Aktiengesellschaft
Ehrenberg
– Wertpapier-Kenn-Nummer 630 340 –
– ISIN-Nr. DE 000 630 3407 –


Wir laden hiermit unsere Aktionäre zu der am Freitag, den 31. August 2007, 11.00 Uhr, im Hotel ESPERANTO, Räume Berlin, Paris und London, Esperantoplatz in 36037 Fulda, stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung ein.

TAGESORDNUNG

1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006, des Lageberichts und Konzernlageberichts, des ergänzenden Berichts des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB sowie des Berichts des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2006
Diese Unterlagen können in den Geschäftsräumen der Köhler & Krenzer Fashion Aktiengesellschaft in 36115 Ehrenberg, Am Schwimmbad 6, eingesehen werden. Auf Anfrage werden diese Unterlagen, die im übrigen auch während der Hauptversammlung ausliegen, jedem Aktionär kostenlos übersandt.

2. Verwendung des Bilanzgewinns
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn von EUR 11.791.355,07 wie folgt zu verwenden:


a) Ausschüttung einer Dividende von
EUR 0,30 je Stückaktie auf das Grundkapital
in Höhe von EUR 5.120.000,00


EUR


600.000,00

b) Gewinnvortrag auf neue Rechnung


EUR


11.191.355,07


EUR


11.791.355,07

3. Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2006
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Mitgliedern des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006 Entlastung zu erteilen.

4. Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2006
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006 Entlastung zu erteilen.

5. Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2007
D