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Ein neuer Nabil sucht Baisse bis China - 500 Beiträge pro Seite



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EMFIS
Autor: EMFIS.COM
16:39 | 20.01.05

Crash an den Weltbörsen
Die Entwicklung vollzieht sich ganz wie erwartet


Eigentlich muss sich niemand über die derzeitigen Kurseinbrüche an den Börsen wundern, denn die globale Liquiditätsfalle war bereits im vierten Quartal 2004 deutlich sichtbar. In einigen meiner Kolumnen im letzten Jahr habe ich immer wieder darauf hingewiesen wie wichtig das chinesische Geldmengenwachstum und die Kapitalflüsse für die westlichen und östlichen Börsen geworden sind.

Doch leider gibt es immer noch einige Anleger, die den US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten eine größere Bedeutung beimessen, als sie es verdient hätten. Ich nenne diese Anleger "Rückspiegel-Investoren", denn sie sehen immer erst im nachhinein was vor ihnen gelegen hat. Versuchen Sie einmal ein Auto nur mit Hilfe des Rückspiegels zu lenken, ich verspreche Ihnen, dass Sie damit nicht glücklich werden. Ausnahmen bilden natürlich jene Anleger die dauernd im Rückwärtsgang stecken und nach und nach wieder aus dem Blickfeld verschwinden.

Doch nun zu den wirklich entscheidenden Themen. Denn heute wurde bekannt gegeben, dass China 30 große Bauprojekte "auf Eis gelegt" hat. Darunter 26 Energieprojekte und auch das 3-Staudammprojekt, welches sich in der Stromerzeugung bereits über Plan befindet. Hinzu kommt eine Anweisung für Airlines keine Flugzeuige mehr für 2005 anliefern zu lassen.

Meine Meinung ist, dass die chinesischen Offiziellen die Wirtschaft nicht künstlich bremsen, sondern diese ohnehin vor oder in einer zyklischen Abschwächung befindet. Weniger von Seiten der Konsumnachfrage, als vielmehr bei den Investitionen.

Anhand der Nachrichten, wie westliche Konzerne bei ihrem Weg nach China auf die Nase fallen, merke ich, dass hier wohl einige Entscheidungen in den Vorstandsetagen etwas vorschnell getroffen wurden. Doch auf diese Riskiken hatte ich ja immer wieder hingewiesen.

Der Shanghaier Aktienmarkt musste heute erhebliche Verluste verkraften, nachdem erneute Liquiditätsengpässe den Markt belasteten. Der Shanghai Compisite Index, welcher die Entwicklung der inländischen A-Aktien als auch der für In- und Ausländer zugänglichen B-Aktien repräsentiert schloss mit einem Verlust von 1,13 Prozent auf 1 204 Punkten, bei einem Umsatz von 5,38 Milliarden Yuan (540 Millionen Euro).

Der chinesische Aktienmarkt notiert damit auf einem neuen Sechsjahrestief. Das Tagestief lag mit 1 199 Punkten sogar noch unter der 1 200 Punkte Marke.

Den Ausschlag für die heftigen Kursverluste fand man in einigen IPO`s und Kapitalerhöhungen wieder.

Die Börsenaufsicht hat heute eine große Kapitalerhöhung bei Baoshan Iron & Steel Co Ltd`s (SHA 600019) genehmigt, die damit Übernahmen im Wert von fast 30 Milliarden Yuan finanzieren möchte.

Auch Versorgerwerte standen unter Druck nachdem mit Huadian Powert erstmals seit sechs Monaten ein größerer Wert an der Börse in Shanghai eingeführt wurde. Die Aktien von Huadian Power sind bereits unter HK:1071 in Hong Kong notiert. Dort lagen die Aktien heute allerdings wie auch im deutschen OTC Handel unverändert.

In Hong Kong notierten die Aktien nach schlechten US-Vorgaben, die aufgrund von unter den Erwartungen liegenden Quartalszahlen ausgelöst wurden, um ein Prozent tiefer. Mit 4616 Punkten und einem Rückgang von 0,88 Prozent zeigten sich die H-Aktien in Hong Kong noch relativ solide. Die relativen Bewertungsunterschiede zwischen A-Aktien und H-Aktien sowie ein hoher Ölpreis sorgen immer noch für eine leichte Unterstützung.

Nichtsdestotrotz dürfte das chinesische Wirtschaftswachstum noch etwas anhalten. Eine Rezession halte ich für nicht notwendig und wenn wir ehrlich sind so haben fallende Preise bei Autos, Immobilienpreisen und bei den Mieten einen ganz erheblichen Vorteil. Sie bringen Kaufkraft in die Hände der chinesischen Verbraucher, die in der Lage sind trotz einer Lohnstagnation immer mehr zu konsumieren und weiterhin riesige Gelder zu sparen.

Wenn die Kapitalverluste dann auch noch von Volkswagen und Co. gertragen werden, dann ist dies für die langfristige Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft nur vorteilhaft und deshalb glaube ich, dass Anleger in China-zentrischen Investments (Rohstoffe, Rohstoffaktien, Thailand, H-Shares, usw.) weiterhin besser aufgehoben sind als in US-Aktien, die immer noch dramatische Überbewertungen aufzeigen.

Nach Veröffentlichung seiner Zahlen notieren die Aktien von Qualcomm bereits 10 Prozent tiefer, als noch gestern Mittag. Ein Zeichen, dass die Gesamtnachfrage nach Mobilfunktelefonen und Equipment erheblich unter den optimistischen Prognosen liegt und dies insbesondere weil China mit neuen Kapazitäten auf die Weltmärkte drückt und Chinas Verbraucher zumindest im Moment kaum noch Nachfragepotential in den Elektronikmärkten besitzen.

Fragen Sie mich deshalb nicht vor Ende März, ob es wieder Zeit sein könnte Aktien zu kaufen.

Gestern hat Emfis.com übrigens seine letzten Empfehlungen im japanischen Stahlsektor nach gut eineinhalb Jahren realisiert. Die Bilanz: Plus 148 Prozent mit KOBE STEEL und Plus 78 Prozent mit NIPPON STEEL.

Meine Meinung zu den Stahlwerten kennen Sie ja bereits aus meiner letzten Kolumne.

In diesem Sinne viel Erfolg!
Ihr
Andreas Lambrou
Neue Allzeithochs - Amerika vor dem großen Wirtschaftsboom!



Liebe Trader-Gemeinde,

wir stehen vor einer klasse Zukunft, in der neue Allzeithochs in den weltweiten Leitindizes lediglich eine Frage der Zeit sind. Die amerikanische Wirtschaftspolitik stellt gerade die Weichen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Man kann von Geroge W. Bush halten was man will, die Reformansätze seiner liberalen Wirtschaftspolitik werden Amerika zur effizienteten Wirtschaftszone der Welt machen. Die republikanische Partei sieht sich als Partei der Freiheit. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich, muss selbst für seine soziale Absicherung und seine Altervorsorge aufkommen. Zu diesem Zweck will Bush in seiner zweiten Amtsperiode mit massiven Steuersenkungen auf Einkommen und Vermögen den Menschen mehr finanzielle Freiheit geben. Durch Steuern bevormundet der Staat die Bürger - so die Meinung der Rebublikaner, die ich voll und ganz unterstützen kann. Ich bin sogar regelrecht begeistert von den Plänen der Bush-Administration.

Die wichigsten Komponenten für langfristig solides Wirtschaftswachstum sind hohe Investitionen, die am besten durch eine niedrige Staatsquote erfüllt werden. Die Innovationsfähigkeit und den Egoismus jedes Menschen für die Allgemeinheit nutzen - das garantiert hohen Wohlstand für alle. Stellen Sie sich eine Insel vor, auf der hundert Menschen leben. Wenn von diesen hundert Menschen dreißig mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind, herrscht auf dieser Insel defakto kein effizientes Gesellschaftssystem. Die kleine Inselrepublik wäre deutlich produktiver, wenn nur fünf Personen damit beschäftigt sein müssten, den Staat zu verwalten. Wer ein solches Wirtschaftssystem befürwortet, wird oft als unsozial beschimpft. Die Kritiker verlieren dabei meist aus den Augen, dass im Grunde genommen derjenige unsozial ist, der staatliche Umverteilung fördert. Denn das Allgemeinwohl, das sich aus den Präferenzen jedes einzelnen Menschen summiert, wird durch Umverteilungspolitik eher minimiert als maximiert. Und machen Sie sich bitte noch keine Sorgen um die US-Staatsverschuldung. Jede Quote unter 70% des BIP ist noch im grünen Bereich. Erst recht wenn die Ausgaben dem langfristigen Wachstum dienen.

Viele Grüße
Simon Betschinger
Kontakt: simon.betschinger@mastertraders.de



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Der Autor TradeCentre schreibt für den w:o-Premium-Bereich,
:rolleyes:
Der Konter ist gelungen:eek:YoyoStock:look: Nun mag China ähnlich wie die USA 2000 laufen, nur warum ziehen wir uns immer neue Verkaufsmotive an Land:confused:

Wir sind doch schon verkauft und verraten:rolleyes:

Gibt es noch Aktionäre wie vor zehn Jahren, die Zukunft in ihrem:rolleyes: Unternehmen sehen oder sehen wir nur noch Klippen:confused:


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