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08.03.05 DGAP-Ad hoc: Robert Cordier AG <DE0005452403> - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 08.03.05 13:25:09 von
neuester Beitrag 10.04.07 23:57:53 von


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08.03.05 13:25:09



Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG

Ergebnis 2003/2004

Robert Cordier AG: Ergebnis der Cordier-Gruppe für das Geschäftsjahr 2003/2004

Ad-hoc-Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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ROBERT CORDIER AG 67098 Bad Dürkheim-Jägerthal 6

Ergebnis der Cordier-Gruppe für das Geschäftsjahr 2003/2004


Im ersten Geschäftshalbjahr 2003/2004 gelang der Cordier-Gruppe noch eine
Ergebniskompensation zwischen der Cordier Spezialpapier GmbH und der
Papierfabrik Salach GmbH. Leider hat sich die in unserem Zwischenbericht per
Ende März 2004 für das zweite Halbjahr prognostizierte Verbesserung der
Ertragssituation nicht bewahrheitet. Vielmehr sind die Preise im Segment der
gestrichenen Papiere noch mehr unter Druck geraten und haben zu einer weiteren
Margenverringerung geführt, so dass die Verlustsituation der Papierfabrik
Salach GmbH nicht mehr in dem notwendigen Umfang aufzufangen war. Der Konzern
hat das Geschäftsjahr 2003/2004 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
EUR - 1,5 Mio. (i. Vj. Fehlbetrag EUR - 0,6 Mio.) abgeschlossen.

Entgegen der letztjährigen stagnierenden Absatzkonjunktur hat sich die
Nachfrage in allen Produktsegmenten wesentlich belebt, so dass die Absatzmenge
der Gruppe um 8.462 Tonnen oder 6,6% auf insgesamt 136.038 Tonnen
(i. Vj. 127.576 Tonnen) angestiegen ist.

In Relation zu dieser positiven Mengenentwicklung ist der absolute Umsatzwert
von EUR 128,3 Mio. (i. Vj. EUR 124,7 Mio.) zwar ebenfalls gewachsen. Der
Umsatzzuwachs ist aber gegenüber der Mengenausdehnung mit einer Erhöhung von
EUR 3,6 Mio. bzw. 2,9% deutlich unterproportional. Die Durchschnittserlöse
sind um 3,5% zurückgegangen.

Die Investitionssumme mit EUR 4,1 Mio. (i. Vj. EUR 3,7 Mio.) ist zur
dringenden Beseitigung der Engpässe aus den Vorjahren erneut leicht gestiegen.
Alle Anlagenzugänge konnten ohne Inanspruchnahme von Investitionsdarlehen
finanziert werden.

Die Cordier-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 539 Mitarbeiter
(i. Vj. 537).

Auf Grund der marktabhängigen Risikofaktoren ist eine treffsichere Aussage
über die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2004/2005
nur sehr schwer möglich. Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass zu
viele konjunkturelle Unwägbarkeiten den Unternehmenserfolg beeinflussen
können.

Die Zielsetzung unseres Managements ist darauf ausgerichtet, positiv auf die
Gesamtmarge einzuwirken. Dazu soll die Produktion bei der Cordier
Spezialpapier GmbH deutlich gesteigert werden. Bei der Papierfabrik Salach
GmbH ist in den nächsten Monaten eine Qualitätsoffensive vorgesehen, von der
wir ein hohes Verbesserungspotential mit direkter Ergebnisauswirkung erwarten.

Die Planung der Cordier-Gruppe geht von einem in etwa ausgeglichenen Ergebnis
für das Geschäftsjahr 2004/2005 aus.


Bad Dürkheim, den 8.3.2005
DER VORSTAND

Robert Cordier AG
Jägerthal 6
67098 Bad Dürkheim
Deutschland

ISIN: DE0005452403
WKN: 545240
Notiert: Geregelter Markt in Frankfurt (General Standard) und Stuttgart;
Freiverkehr in Hamburg

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 08.03.2005


Autor: import DGAP.DE (© DGAP),13:21 08.03.2005

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08.03.05 14:26:18
Diese Meldung hat wiederum einen Informationswert von nahezu null. Der Preis für gestrichene Papiere ist zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum 1. Halbjahr gefallen, die Absatzpreise sind jedoch nur im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Im Vergleich zum 1. Halbjahr waren sie nahezu konstant.

Allerdings bin ich positiv überrascht. Ich hatte ein deutlich schlechteres Ergebnis prognostiziert.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Zunhame der Mitarbeiter.

Ich freue mich schon auf den Geschäftsbericht, der hoffentlich ein detaillierteres Bild liefert. Insbesondere die Cash Flow Rechnung dürfte aufschlussreicher sein als dieses unsinnige Gelabere in der ad hoc.
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08.03.05 18:05:21
Zur Erinnerung:

Cordier hat seine Halbjahresprognose, die nach ca. acht Monaten des Geschäftsjahres abgegeben wurde

"RÜCKKEHR IN GEWINNZONE"

wieder einmal deutlich verfehlt.

Dem anhaltenden Preis- & Margenverfall läuft Cordier seit Jahren
mit Rationalisierungen und Mengensteigerungen hinter her.
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24.04.05 17:15:12
Entsprechend sieht es auch die SdK.
Nachhaltig verfehlt CORDIER seit Jahren seine eigenen Ergebnisprognosen.


Gegenanträge zur HV der Robert Cordier AG

Zur Hauptversammlung der Robert Cordier AG am 20.04.2005 in Bad Dürkheim hat SdK folgende Gegenanträge gestellt:

Gegenantrag zu TOP 2

Wir beantragen, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern.

Begründung:
Wie in den Jahren zuvor (mit Ausnahme des Geschäftsjahres 2001/2002) wurde auch
im Geschäftsjahr 2003/2004 wieder ein deutlicher Verlust in Höhe von 1,45 Mio. Euro „erwirtschaftet“.
Die Finanz- und Liquiditätssituation des Konzerns hat sich nochmals verschärft,
die Eigenkapitalquote beträgt gerade noch 9,8%.

Trotz des anhaltend schlechten Geschäftsverlaufes hat das Management bisher
kein schlüssiges und nachhaltiges Sanierungskonzept vorgelegt,
insbesondere nicht für die defizitäre 100%-Tochter Papierfabrik Salach GmbH.
Auch das Risikomanagement scheint offenbar nicht zu funktionieren,
so wurde Ende des ersten Halbjahres des abgelaufenen Geschäftsjahres
vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2003/2004 eine verbesserte Ertragslage
und eine Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht gestellt.
Danach wurde man dann offenbar im zweiten Halbjahr von
rückläufige Absatzpreisen überrascht.
Schon im vorherigen Geschäftsjahr 2002/2003 musste die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr revidiert werden.

Aus diesen Tatsachen ergibt sich insgesamt, dass der Vorstand im Geschäftsjahr
2003/2004 nicht so gearbeitet hat, dass ihm die Entlastung gewährt werden kann.
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28.04.05 09:48:19
Aus dem lesenswerten Hauptversammlungsbericht von German Small Cap Research www.gsc-research.de :

„das letzte Jahr war von steigenden Kosten vor allem bei der Rohstoffbeschaffung und
von rückläufigen Verkaufspreisen geprägt.
Da auch kein Abbau der Überkapazitäten erfolgte, gerieten die Gewinnmargen weiter unter Druck.
Darüber hinaus stiegen die Energiekosten um durchschnittlich rund
10 Prozent und belasteten ebenfalls die Ertragslage.
............
.... keine Verbesserung der Margen in Sicht“


Fazit:
...............
Aufgrund der ungünstigen Aussichten, speziell verursacht durch die
Papierfabrik Salach, drängt sich aktuell kein Engagement auf."

(Soweit GSC-Research)
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21.08.05 16:54:31
Cordier hat ein verschobenes Geschäftsjahr, deshalb gab es Ende Mai die neuen Halbjahreszahlen.


Diese sehen erneut äußerst schlecht aus:

- das Cash flow ist von 1,9 auf 0,9 Mio € zurück gegangen

- zum Halbjahr fiel ein Verlust von -118 T€ an (Vorjahr: +280 T€)

- der Verlust wäre sogar explodiert, wenn nicht 1,3 Mio Rückstellungen aufgelöst wären

- die Verbindlichkeiten stiegen um weitere 3 Mio auf nunmehr rd. 46 Mio €


Damit dürfte Codier mittlerweile ein Insolvenzkandidat sein.
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26.08.05 16:02:56
Merkwürdig der Kursanstieg in den letzten Tagen. Wer weiß was? Squezze Out (Fa. Cordier mind. 80%)?

Sicherlich keine INSO-Bude. Da ewill die Familie die Aktionäre loswerden. Billiger als -auf Grund vermeindlich schlechter Zahlen- geht es nicht-Oder?

Es handelt sich hier um eine 50 DM -d.h. 25,56 €- Aktie für ca. 7,50.

Anscheinend niedrige Buchwerte (hohe Abschreibungen).

Man hat erst dann Geld verdient, wenn andere (wie Finanzamt, Minderheitsaktionäre) meinen, man hätte kein Geld verdient...
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27.08.05 12:41:22
Träum weiter von angeblichen Gewinnen bei Papierfabriken in Deutschland .........

Und weil angeblich irgendwo ganz dolle GEwinne versteckt sind,
steigen die Verbindlichkeiten auch drastisch an ....


Ein völlig verständnisloser
Merrill
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13.12.05 11:24:50
Ich bekam gerade ein INfopaket zu deutschen Papierfabriken zugeschickt.
Bei der Recherche zu News von CORDIER fiel mir auf, das die zwar ADHOC den Rausschmiß Ihres
Vorstands und Geschäftsführers Peter Gottschalk gemeldet haben, dies jedoch hier nicht erschienen ist.

Es war natürlich kein Rausschmiß .... - Cordier teilte nur am Donnerstag den 13.10.2005 mit,
das man sich "im beiderseitigen Einvernehmen) ab Samstag den 15.10 getrennt hat.


HINTERGRUND:
Wegen zu großem Erfolgs werden 99% der Vorstände/Geschäftsführer nicht gefeuert .....

Es ist zu vermuten, das auch weiterhin die Ertragszahlen aufgrund fortschreitenden
Margenverfalls deutlich hinter den Planungen hinterher hinken.
Schaut man sich
- die langjährigen Verlustreihen und
- zudem erheblichen Schulden von CORDIER
- in einem Markt mit immer stärkeren Margenverfall an,

bietet sich CORDIER nicht als Anlage an.
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15.12.05 16:16:14
Tja, was war zuerst da - die schlechten Zahlen oder der Vorstand? Sicherlich ist Cordier bei der gegebenen Lage ein potentieller Pleitekandidat - aber auch ein Wert mit einfach darstellbarer Fantasie. Die zahlen tatsächlich 15 % Zinsen für ihr Fremdkapital (Karstadt immerhin auch 12 %) und die Verluste werden nur von einem der vier Werke erwirtschaftet (alle anderen dick im plus).

ALSO man nehme eine Beteiligungsfirma, kaufe die Mehrheit von einigen Großaktionären, finanziere sich mit billigem Kapital, löse die Altschulden ab (oder finanziere um), schließe oder Verkaufe das Werk Salach (Abwicklung +/- 0€, Abfindungen in Höhe eines "normalen" Jahresverlustes) und erhalte ohne sonstige Einsparpotentiale eine AG mit einem um € 4,6 Mio. verbesserten Ergebnis, die dieses wohl auch bis auf weiteres erwirtschaften kann und damit solide in die Zukunft strebt

UND man finde einen dankbare Käufer der ein KGV von 7, völlig zurecht, für ein Schnäppchen hält und zuschlägt. Alle Deutschen sind glücklich über den innovativen Retter aus Übersee únd wundern sich wieder mal im Stillen warum NIEMAND vorher auf diese einfache Rechnung stieß.

Nur als Randbemerkung, NEIN ich habe noch keine Anteile an dem Laden, die Papierpreise steigen ab Januar um 5 - 10 % und ein KGV von 7 bei einem nSt.Erg. von € 3 Mio. entspricht einem Kurs von 40 €/Aktie.
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05.01.06 20:17:03
Wenn es mit Cordier so einfach wäre.

Dem stehen jedoch ein halbes Dutzend Fakten entgegen:

1) Der Laden hat nicht nur ca. 43 Mio € "bilanzielle Verbindlichkeiten":
Außerhalb der Bilanz auch noch enorme Lasten im Zusammenhang mit Besserungsscheinen.
Sollte also wirklich CORDIER aus äußerst ungewöhnlichen Gründen Gewinne erzielen,
fallen diese ganz überwiegend an die Besserungsschein-Inhaber.

2) Beteiligungsgesellschaften investieren nicht in dt. Papierwerke, weil deren Zukunftsaussichten wg.
- seit Jahren sinkende Preise
- bei seit Jahren steigenden Rohstoffpreisen (Energie, Zellstoff, Wasser, Abwasser, Entsorgung) äußerst unattraktiv sind.

3) Für das defizitäre Werk Salach findet sich seit Jahren kein Käufer.
Schließen kann man es jedoch ebenfalls aus mehreren Gründen nicht.
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09.01.06 11:10:30
-merrill
1) Die Banken lassen sich das "bilanziell" abgeschriebene Geld in Besserungsscheinen zu dem von mir genannten Satz verzinsen - jeder Euro in den Abbau der Besserungssscheine investiert=15 % Zinsersparnis

2) Mir sind mehrere zeitnahe Beispiele von Beteiligungsaktionen in der Papierbranche bekannt, so zBsp. die Papierwerke Katz (Beteiligung von VC Ges. gekauft und mit Gewinn verkauft), oder Hakle (von Kimberly gekauft und ohne Markenrechte wieder verkauft)

3) Bei einer Insolvenz wird es so oder so geschlossen. Welche Gründe sollten denn SO unüberbrückbar sein?
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03.03.06 08:58:44
Tja, so geht es einem Vorstand der sagt "Ein Insolvenzantrag ohne mich!" Dann halt ohne dich Baby!

Die einzige Rettung für den Konzern, Insolvenzantrag Salach, wurde nun fakt. Nun heißt es für den konservativen Anleger noch abwarten wie die Auswirkungen auf den Konzern sind. Fundamental bleibt ein Spezialpapierhersteller mit hohen Erträgen aber auch hoher Verschuldung.

Sollte die Insolvenz Salach für den Konzern +/- 0,-- ausgehen, so könnte bei konstantem Restgeschäft ein schneller win-win-cashflip eintreten. Also hohe Gewinne werden zur Tilgung von hochverzinsten (15%) Besserungsscheinen eingesetzt - im Folgejahr dann höhere Tilgung durch Gewinn + eingesparten Zinsen etc. etc.

Auf die Watch-List setzen und abwarten!
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03.03.06 14:41:21
Deine Annahme ist falsch.

Es gibt von der Mutter CORDIER AG eine gesamtschuldnerischen Haftung für die insolvente Papierfabrik Salach.
Ich zitiere hierzu aus dem 2005-Hauptversammlungsbericht von GSC:

"Heftige Kritik übte Prof. Dr. Götz an der hohen Verschuldung der Gesellschaft,
bei der sich die bilanziellen Verbindlichkeiten auf 43 Mio. EUR belaufen.
Allerdings gebe es außerhalb der Bilanz auch noch enorme
Lasten im Zusammenhang mit Besserungsscheinen.

Als großen Fehler bezeichnete er auch die Abgabeerklärung der
gesamtschuldnerischen Haftung gegenüber allen Tochtergesellschaften
..."


Auch bei der Mutter CORDIER soll die Liquidität äußerst knapp sein.
So knapp, das der Tochter Papierfabrik Salach zuletzt nicht einmal
Liquidität für die Beschaffung betriebsnotwendiger Rohstoffe geliehen wurde,
so das diese trotz Personal den operativen BEtrieb teilweise einstellen musste.

Es brennt bei CORDIER also lichterloh !

(Quelle: http://www.a-p-r.de/closed/news/news.html)
1. März 2006
Papierfabrik Salach insolvent
Wie von vielen erwartet, musste die zur Robert Cordier AG gehörende Papierfabrik Salach,
Salach, Ende Februar Insolvenz anmelden. Neuer Insolventverwalter ist Werner Schneider, v
om Kanzleiverbund Schneider & Geiwitz in Neu Ulm.
.....................
Nach einem Bericht der Südwestpresse stand bei dem Unternehmen in letzter Zeit
die Produktion immer wieder still, weil Geld für den Kauf von Rohstoffen fehlt.
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03.03.06 18:54:03
#merill
Natürlich gibt es im Konzern eine gesamtschuldnerische Haftung, ohne diese wäre kein Regelbetrieb von Salach möglich gewesen. Das heisst nichts anderes daß es entweder eine "klassische" Liquidation von Salach oder eine Insolvenz des Gesamtkonzerns gibt. Die Kosten der Liquidation hatte ich oben mit sämtlichen Aktiva von Salach zuzüglich eines "normalen" Jahresverlustes des Werkes geschätzt.

Unwissend bin ich aber bei den AN. Anspruch auf Auszahlung aller zustehenden Gehälter ist klar; doch besteht an den Konzern noch Abfindungsanspruch bei Entlassung im Insolvenzverfahren?

Sicherlich ist die Kacke bei Cordier ordentlich am Dampfen, ABER dieser Schritt war schonmal richtig. Die Kritik des Prof. an zu hoher Verschuldung ist natürlich SEHR geistreich und innovativ. Das kann ich auch: DEUTSCHLAND HAT EINE VIEL ZU HOHE STAATSVERSCHULDUNG! Hey, das hat sogar Volkswirtschaftlichen Background!:D
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08.03.06 20:33:57
Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals !

Aufgrund der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung bei der Robert Cordier AG
und der jüngst am 28.02.2006 beantragten Insolvenz für die 100% ige Tochter,
Papierfabrik Salach GmbH, besteht ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des
Grundkapitals im Sinne des § 92 Abs. 1 AktG bei der Robert Cordier AG.
Der Vorstand wird die Hauptversammlung unverzüglich nach § 92 Abs. 1 AktG einberufen und ihr den Verlust anzeigen.
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Cordier muss seine Forderungen gegen die größte Tochter, die insolvente Papierfabrik Salach, abschreiben.
Zudem muss Cordier wohl noch für einige Altlasten der Tochter aufkommen.
"Klassische" Papierfabriken haben am Standort Deutschland offensichtlich keine Überlebenschance.
Dies umso mehr, wenn Sie wie die Robert Cordier AG, auch noch extrem
hohe Schulden mit entsprechenden Zinsverpflichtungen aufweisen.
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17.03.06 18:03:42
Ging schneller, als ich dachte:
Robert Cordier AG ist insolvent !

Die Banken werden die Ertragsperlen an die Konkurrenz verscheuern
und die Aktionäre schauen wir fast immer in die Röhre.


Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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ROBERT CORDIER AG 67098 Bad Dürkheim-Jägerthal 6

Insolvenz

Wertpapierkennnummern: 545240, 545242, 545246


Die Robert Cordier AG hat heute beim Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße
wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag
gestellt. Grund hierfür sind die Auswirkungen der Insolvenz ihrer 100%igen
Tochtergesellschaft Papierfabrik Salach GmbH.


Bad Dürkheim, den 17. März 2006
ROBERT CORDIER AG
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20.03.06 16:40:03
und nun ?
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21.03.06 08:41:34
Cordier hatte über 43 Mio Verbindlichkeiten und zusätzlich noch
außerhalb der Bilanz enorme Lasten im Zusammenhang mit Besserungsscheinen.
Der Margenverfall ging im vergangenen Jahr weiter - die Energiekosten (Hauptkostenpunkt
in der Papierproduktion) stiegen jedoch deutlich an.
In einem aktuellen Artikel stand, das nur die insolvente Tochter Papierfabrik Salach alleine 6 Mio Verluste in 2005 erzielt hat.
Ich rechne daher mit einem Anwachsen der Verbindlichkeiten
auf über 50 Mio PLUS zusätzlich Besserungsscheine etc
in 2005.
All dies muss erstmal befriedigt werden, bevor Aktionäre vom Rest etwas erhalten könnten.

Mein Prognose:
1) Die Banken sichern sich die Perlen und verscheuern diese an Mitbewerber.
2) Alternativ: Es wird eine Weiterführungsgesellschaft gebildet,
die von den Banken gegen Beteiligung kapitalisiert wird.
Für diese wird dann ein Käufer gesucht, der Erlös fliesst den Banken zu.
3) Die Aktionäre schauen so oder so in die Wäsche.


Übrigens: Ich bin mit einer Aktie Aktionär, erhalte daher die
Unternehmensinfos - wenn es denn welche gäbe .......
Das erklärt auch den unverändert geringen Aktienumsatz:
Die AKtionäre sind über
- Insolvenz Papierfabrik Salach
- Verlustanzeige hälftiges Grundkapital verbunden mit ao. HV und
- Insolvenz Cordier AG
unverändert nicht angeschrieben worden.
WEnn die Aktionäre angeschrieben und davon unterrichtet werden, rechne ich mit einem extremen Kurseinbruch.
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21.03.06 11:41:34
Die alleinige Entscheidungshoheit liegt nun bei Gericht bzw. des bestellten Insolvenzverwalters. Die Banken sind nur ein Gläubiger und haben kein Recht irgendwas zu verkaufen! Nach neuem Recht ist es das vorrangige Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und eine lebensfähige Nachfolgefirma zu installieren. Wenn also Investor

A) anbietet: Übernahme von 50 % aller Verbindlichkeiten, Entlassung von 50 % aller Mitarbeiter und Schließung von 2 der restlichen Werke

und

B) anbietet: Keinerlei Übernahme von "Altschulden" (nur von, für die weitere Arbeit erforderlichen, wie unersetzlicher Rohstofflieferant, Zulieferer etc.), aber Ausstattung von 90 % der Mitarbeiter mit neuen Arbeitsverträgen und unbefristeter Weiterbetrieb aller Werke

SO SOLLTE Investor B den Zuschlag erhalten - da kann die Commerzbank noch so toben! Die Aktionäre sind nur das letzte Glied in der Kette und ohne jedwedes Anhörungs- oder Befragunsrecht - wer sollte deren Interessen vertreten?

Durchaus möglich das Investor B den Zuschlag für ein paar Euro erhält - dieser Betrag reicht wahrscheinlich nicht mal für staatliche Forderungen und anteilige Mitarbeiterleistungen und sicherlich nicht für die Befriedigung aller Verbindlichkeiten.

Im Insolvenzrecht ist ein Gesellschaftsanteil nur mit der letztmöglichen Nachrangigkeit bewertet!

Mein Tipp: Cordier ohne Salach wird verkauft und läuft relativ problemlos als GmbH weiter, die Aktie hält sich bis zur Denotierung zwischen 0,05 und 0,10€ auf! Alles andere ist wishfull thinking.

Sicher ist natürlich auch, das Investoren die Firma X jetzt zigmal billiger bekommen. Schon allein der "Wert" von neuen Arbeitsverträgen hinsichtlich wegfallender "Abfindungskeule" und neu beginnender 2-jähriger Probezeit ...
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21.03.06 12:18:31
Teile deine Einschätzung aus xx-facher Beobachtung von Insolvenzverläufen bei AGs:

1) Produktionsanlagen oder Fabriken werden verkauft, ggf. an Investor, der Arbeitsplätze übernimmt.
Das Geld hierfür bekommen die Gläubiger, die damit wenigstens x-Prozent ihrer Forderungen erhalten.

2) Die Cordier-Aktie dümpelt bei 0,x € bis auf weiteres weiter.

3) Wenn man sich die Kursverläufe nach Insolvenz anschaut, gibt´s immer ein auf Sicht kontiniuerlichers Abrutschen.
Bei Cordier kommt der massive Kursrutsch mit der Information der Aktionäre.
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27.08.06 12:43:53
any news?
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04.10.06 20:03:39
Wie von mir prognostiziert:

1) Die Robert Cordier AG ist tot.
Ihr gehört nichts mehr.
Die Aktien sind bis auf die Börsennotierung wertlos,
der Verlustvortrag kaum nutzbar.


2) Neueigentümer aller Anlagen ist die "Cordier Spezialpapier
GmbH", an der Neuinvestoren und die Banken beteiligt sind.
Die Aktionäre schauen in die Röhre.
Details des Deals:
http://s143556738.online.de/Cordier_v2_0/resources/downloads…
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16.12.06 18:10:45
Hi all,

hab´es in anderen Threads schon mal beschrieben: Aus meiner Sicht ein interessanter Mantel, da 80% in festen Händen der Familie Cortier sind (Aktienkapital von 400.000 Stück Robert Cordier Aktien, die nicht zum Handel an der börse zugelassen sind). Somit ssind aktuell maximal 20% im Free Float (Grundgesamtheit aller zum Handel zugelassener Aktien) wobei 2 Adressen jeweils rund 5% halten (Quelle Comdirect AG). Da sollte doch ein Manteldealer, dem an der Notiz der Aktie gelegen ist, mal mit der Familie sprechen. Entweder hat die Familie Cortier noch was mit der Notierung vor (dann ist das zumindest gut für die außenstehenden Aktionäre). Oder aber die Famielie gibt ab und es wird was Neues eungebracht. Auch das wäre gut für die außenstehenden Aktionäre.
Im voraus bereit sdanke für ernstgemeinte Beiträge.

Keine Kaufempfehlung da investiert!
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06.01.07 16:55:25
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.235.820 von tupras am 16.12.06 18:10:45Hi all,

hab´mich recht nett positioniert. Denke da gehen jetzt aktuell die stücke der beiden großen Minderheitsaktionäre über die Börse. Denen scheint egal zu welchen Kursen abgegeben wird- Hauptsache raus. Wenn diese Stücke weg sind (jeweils so 25k Stücke- große Teile haben da wohl schon einen neuen Besitzer- Umsätze im Dezember rund 25k)), dann sind hier bessere Sprünge zu erwarten. Nur meine Meinung!

Keinerlei Kauf/Verkaufsempfehlung da investiert!
Avatar
10.04.07 23:57:53
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.720.113 von tupras am 06.01.07 16:55:25Hi all,

nach fast vier Monaten ohne jegliche Regung in diesem Board versuche ich es einfach nochmal die Fakten zu Robert Cordier zusammen zu fassen. Doch Achtung: Gleich zu Anfang: Habe auch heute wieder einige St?m Markt gekauft. Ich bin investiert. Deshalb weder eine Kauf- noch eine Verkaufsempfehlung.
Also- der Nachteil gleich zu Beginn. Es handelt sich halt nicht um einen dieser Subpennies odere wie man das auch immer nennt, bei denen so mancher denkt \\\\\\\"toll jetzt habe ich hier 10.000 Bl? gekauft- ich bin ein toller Typ... etc...\\\\\\\", aber wichtig ist aus meiner Sicht auch weiterhin bei Insodeals oder Manteldeals oder wie Ihr das auch immer nennen wollt Geduld zu haben und eben im Vorfeld die Hardfacts abzuklopfen. Die sind bei der Robert Cordier folgende: Der Wert ist effektiv auslieferbar, es handelt sich dabei um eine Stammaktie im Geregelten Markt. Die kann man also mit sehr wenigen Ausnahmen nicht von heute auf Morgen vom kurszettel vrschwinden lassen. Anders als bei so mancher Leiche im Freiverkehr (ich sag nur Z䨮...). Es gibt 500.000 Aktien. Das sind aktuell 500.000 Euro Marketcap. klingt nicht besonders spektakul䲭 jedoch . 80% oder 400.000 Aktien sind nicht zum B?nhandel angemeldet und liegen bei der Familie Cordier (und die wird diese bei einer insolventen Company wohl auch nicht mehr an der B? zum Handel anmelden- oder???). Also ganze 100.000 St?ree float, der gleichzeitig an der B? angemeldet ist. Freefloat deshalb, da ich der Auffassung bin, dass die beiden Groߡktion䲥 Ihre St?ereits an der B? verkauft haben

(Laut Quelle Comdirect:
Roland Oetker
5,20%

G?Schneider
5,03%

also jeweils rund 25000 St?5% von 500.000 Aktien).

Es liegen also maximal 100K St?n freien H䮤en. Die Marketcap. halte ich mit 500k f?ht zu hoch- etwa die gleiche zur Immobude WKM, die im Freiverkehr notiert und nicht mehr effektiv auslieferbare St?erbrieft...

Also, es w?ich fruen, wenn der ein oder andere sich aufgerufen f?onstruktiv her was zu posten. Eure Einschä´ºung bitte! Danke.

So long - nen sch? Abend noch!

PS: Die Jungs haben Feinpapier hergestellt- falls es jemnaden interessiert...


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