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Technische Analyse: MLP ohne klare Richtung - 500 Beiträge pro Seite



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Der Blick auf die bisherige Performance des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP sorgt für ein Wechselbad der Gefühle: Über weite Strecken des Börsenjahres 2005 befand sich die Aktie in einem intakten Abwärtstrendkanal, der bis zu einer Kursnotierung von unter 11,00 Euro andauerte. Erst Mitte April gab es dann den ersehnten Turnaround. Seitdem geht es mit den Anteilsscheinen kontinuierlich nach oben.

Inzwischen wurde ein Niveau von rund 13,70 Euro erreicht. In unmittelbarer Nähe verläuft hier eine Widerstandslinie. Sollte diese jetzt nachhaltig überschritten werden, so wäre der Weg zu neuen Jahreshöchstständen, die sich bei knapp 15,00 Euro befinden, frei.

Mit Sicht auf die abgelaufenen 52 Wochen können die Aktionäre mit dem Kursverlauf ohnehin (noch) ganz zufrieden sein. Die Aktie konnte sich binnen Jahresfrist um mehr als 11 Prozent verbessern.

Die technische Analyse zeigt unterdessen jedoch die Gefahr einer bevorstehenden Kurskonsolidierung auf. Die anhaltende Kurserholung könnte demnach schon bald zu Ende sein. Die Pluszeichen der letzten vier Wochen sind dafür verantwortlich, dass die Kursnotierung nun in unmittelbarer Nähe der oberen Begrenzung der Bollinger Bänder angelangt ist. Eine Verkaufsindikation scheint demnach nur noch eine Frage von wenigen Tagen zu sein.

Auch beim RSI klingeln schon die Alarmglocken: Seit Mitte April geht es mit diesem Indikator stetig nach oben. Mit einem Zählerstand von 67 wird hier ein überkauftes Niveau angezeigt. Daher ist auch hier mit einer baldigen Verkaufsempfehlung zu rechnen.

Der MACD verbreitet ebenfalls nicht gerade Zuversicht: Zwar notiert dieser noch immer über seiner Vergleichslinie, doch die Differenz zu diesem Trigger ist denkbar gering. Eine kurze Phase von möglichen Gewinnmitnahmen bei den MLP-Aktien bahnt sich hier bereits an.

In diesem Zusammenhang hilft es auch nicht, dass der Trendbestätigungsindikator die Marke von 100 Zälern überschritten hat. Doch der Abstand zu dieser Hürde ist nicht unbedingt so groß, dass man von einem anhaltend intakten Aufwärtstrend sprechen kann.

Es ist jetzt damit zu rechnen, dass der Aktienkurs in Kürze etwas nachgibt. Dabei könnte die Unterstützung bei rund 12,70 Euro getestet werden. Spätestens zum 21. Juni – am Tag der Hauptversammlung - werden von einigen Analysten aber wieder fundamental positive Nachrichten erwartet, die dann zu einem Kursplus beitragen könnten.



Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),17:53 08.06.2005



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