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Nanostart +++ Der Short-Thread!!! - 500 Beiträge pro Seite



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A0B9VV Nanostart (Seit Montag an der Börse notiert!)

Setzt dem Wahnsinn ein Ende!

Ich habe es mir nun 3 Tage lang von der Seitenlinie angeschaut und konnte nicht widerstehen, mit einer kleinen position short zu gehen!

Bei 12 Euro war diese Klitsche sagenhafte 54 Millionen Euro wert - Das kann es doch nicht geben!

Von Montag mittag bis jetzt verdreifacht!
Hallo Rudi,

in der Tat ein steiler Anstieg. Wo hast Du denn geshortet?
Würde mich mal interessieren.

Grüße

dme
steiler anstieg bei relativ hohen umsätzen!!!!rudi, wenn das mal nicht in die hose geht.
habe das gefühl, das hier größere adressen mitspielen.

gruß

niedersachsen
Danke für die schnelle Antwort, aber ich meinte wie kannst Du short in Nanostart sein? Bei welcher Bank hast Du ein Depot?

dme
[posting]16.841.285 von dme3 am 08.06.05 20:04:55[/posting]Du hast Post!
#3 von rudi334
erklär mir bitte kurz, was das heißt "bin zu 11,60 short". nicht das ich einem Missverständniss unterliege.
Danke:eek:
Short gehen?
Wie denn ? Es gibt keine Put-Scheine und Leerverkäufe sind in Deutschland nur den Instituionellen Anlegern gestattet....
[posting]16.841.131 von rudi334 am 08.06.05 19:51:48[/posting]Fast alle Beteiligungen dieser Klitsche zB.Obdukat notieren auf Mehrjahrestiefständen,aber Nanostar verdreifacht sich.Seit Börsendebut am Montag haben fast alle Beteiligungen nur an Wert verloren.Wie paßt das zusammen?
Ganz einfach.Es gibt 4,5 Mio Aktien.Allein Bernd Förtsch hat 3,9 Mio Aktien und es gibt nur 150000 Aktien im freet-float.Kurz vor Börsengang wurden wohl noch 250000 Aktien zu 1 Euro ausgegeben.Unglaublich.Tja und so ist es ein leichtes den Kurs mit Minikäufen nach oben zu ziehen.Und dann kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kapitalerhöhung oder Aktienplazierung.So könnte das Spiel laufen.Auf jeden fall istdie Bude selbst bei 3,50 Euro hoffnungslos überteuert.Von 12 Euro möchte ich gar nicht sprechen.Die Infos über die aktionärsstruktur und den Rest hat ein freund über Bloomberg bekommen.
Was hier läuft ist extrem schräg.Aber wie gesagt.Mit 150000 Aktien im free-float ist alles möglich.Nur eins ist für mich klar.Wenn alle ihr Ziel erreicht haben steht der Kurs bei 2 Euro.Und das kann schneller gehen als viele glauben.Das ist meine Meinung und jeder sollte sich sein eigenes Bild machen.

Gruß:mad:
[posting]16.841.918 von Dersisco am 08.06.05 21:33:35[/posting]Ich denke genauso - Hier läuft eine Riesenabzocke!

Aber wer sind die Anleger, die das mitmachen????

Oder kauft BF Holding hier zum Schein hoch um dann kräftig abzuladen???

Nur komisch, dass diese Woche im "Aktionär" noch nichts stand!

Vielleicht werden auch die Präsentationen der nächsten Woche genutzt, um Nanostart zu puschen, bis dahin sollten sie aber wieder bei 5 Euro stehen!
So, Short geschlossen bei 10,00.

Jetzt könnt Ihr das Teil ja wieder hochkaufen, ist ja jetzt saubillig!
Nur 8,8% Streubesitz.
2004 wurde bei einem Umsatz von 190.000 EUR
ein Gewinn von 5.100 EUR erzielt.

:eek:
In den USA wären Leute wie Frick und Förtsch schon lange im Knast. Na ja, wenigstens Frick hat´s ja wohl auch schon in Deutschland zu einer einschlägigen Vorstrafe gebracht.
Aus "DIE ZEIT"


B Ö R S E

Prophet in eigener Sache

Bäckermeister Frick wurde reich mit Aktien und einer Börsen-Hotline. Jetzt verheißt er schon wieder Gewinne

Thomas Morchner


Die kostenlose Werbung kann der badische Bäckermeister, Buchautor und Jungmillionär gut gebrauchen. Denn er ist längst dabei, sich abseits der 0190-Telefonie ein zweites, seriöseres Standbein zu schaffen. So erscheint in Kürze Fricks zweites Buch zur Geldanlage. Sein Erstwerk mit dem bescheidenen Titel Ich mache Sie reich verkaufte sich bereits 30 000-mal und wird derzeit in fünfter Auflage gedruckt. Im März will die Privatbank Hauck & Aufhäuser einen Fonds auflegen, der von Frick beraten wird. "Der Fonds wird eher konservativ ausgerichtet sein", sagt Frick. Er wolle dort sein gesamtes Privatvermögen - immerhin einige Millionen Euro, mehr verrät er nicht - anlegen.

"Elendiger Abzocker!"

Doch es gibt auch Kritisches zu Frick. "Dummschwätzer!", beschimpft ihn im Internet ein Anleger mit Pseudonym Joschka Schröder :D , und das zählt noch zu den harmlosen Ausdrücken. "Elendiger Abzocker, der sich mit seiner Hotline dumm und dämlich verdient, weil immer noch genug Lemminge anrufen!", poltert ein Mr. Unreal. Das Abzockerimage verfolgt Frick. Hartnäckig hält sich der Verdacht, dass er mit seinem Mentor, dem Börsenguru Bernd Förtsch, die Kurse kleiner Neue-Markt-Aktien manipuliert. In einigen Fällen soll Frick das zu seinem Vorteil ausgenutzt haben. "Alles andere wäre eine Überraschung", sagt Rolf Drees, Sprecher der Fondsgesellschaft Union Investment. Denn wer wirklich wisse, dass eine bestimmte Aktie morgen steige, "der braucht das nicht auf einer Hotline zu verkünden, sondern greift direkt zu", so Drees. Die 0190-Masche mache allerdings viel Sinn, wenn das gewünschte Ereignis - also der Kursanstieg - erst durch die Kauforders gutgläubiger Anrufer ausgelöst werde.

Tatsächlich sind zuweilen auffällige Kurssprünge zu beobachten, wenn Frick eine Aktie in den Himmel lobt. So kletterte der Neue-Markt-Wert Adva just an dem Tag auf ein Dreimonatshoch, als Frick die Aktie zum neuen "Toptipp" erkor. Es scheint, als habe Fricks Fangemeinde selbst dafür gesorgt, dass die Prophezeiung sich erfüllte. Das Feuerwerk dauerte jedoch nur einen Tag. Danach fiel der Adva-Kurs deutlich ab.

Den Börsenexperten Frick aus dem badischen Sinsheim machen solche Vorwürfe "sehr traurig". Und bei seinen Auftritten als so genannter Börsenmotivator schafft er es immer wieder, selbst hart gesottene Zweifler zu überzeugen. Zum Beispiel bei einem Vortrag in der ehemaligen evangelischen Kirche von Velbert-Langenberg, die heute ein Konferenzzentrum ist. "Ich bin an der Börse Millionär geworden, und Sie können das auch schaffen!", ruft Frick den kaum 30 Zuhörern zu. Manche runzeln da kritisch die Stirn. Der smarte Profit-Prophet, der im Nadelstreifenanzug unter dem Bild vom Lamm Gottes predigt, passt sich der Stimmung sofort an. "Auch ich habe hohe Verluste gemacht, das gehört an der Börse dazu", tröstet Frick die Kleinanleger. Als er dann über die Schwierigkeit spricht, Verlustaktien abzustoßen, nicken einige Zuhörer. "Wenn Ihre Aktie 20 Prozent fällt, sagen Sie: Jetzt muss sie eigentlich steigen. Wenn die Aktie 40 Prozent fällt, sagen Sie: Jetzt kann sie nur noch steigen. Und wenn Ihre Aktie dann 80 Prozent gefallen ist, sagen Sie: Jetzt brauche ich nicht mehr zu verkaufen, jetzt ist es eh zu spät."

Der Reichmacher mit dem badischen Zungenschlag kommt bei den Langenbergern gut an. Sein Mix aus Seelentrost und Heilsversprechen, garniert mit schlichten Anfängertipps, gefällt. Niemanden stört es, dass Fricks hoch riskante Strategie - mit wenigen heißen Aktien auf schnelle Gewinne setzen - nur bei steigenden Kursen funktioniert, was Frick übrigens gar nicht leugnet. Doch der Börsenentertainer hat sich womöglich selbst auf Kosten naiver Kleinanleger bereichert. Das legt ein Magazinbericht nahe, der sich auf Kontoauszüge von Frick stützt.

Demnach profitierte Frick von seinem Kontakt zu Bernd Förtsch, einer der schillerndsten Figuren des Neuen Marktes. Förtsch fungiert als Berater mehrerer Fonds, mit denen er zeitweise Milliarden bewegte. Als Chef der Börsenmedien AG gibt er gleichzeitig das Anlegermagazin Aktionär sowie einige Börsenbriefe (Neuer Markt Inside, Biotech-Report) heraus. Zudem ist Förtsch an der Firma Finance Communications beteiligt, die mehrere Börsen-Hotlines - auch die von Frick - betreibt. Laut einem Bericht des Magazins Capital nutzte Frick die publizistische und finanzielle Macht seines Förderers Förtschs für eigene Geschäfte. So kaufte er angeblich am 18. Mai 2000 für 375 000 Euro Aktien des Bio-Tech-Unternehmens Morphosys. Einen Tag später empfiehlt Förtsch das Papier in der Fernsehsendung 3Sat-Börse und nimmt Morphosys in sein Fernsehmusterdepot auf. Auch Frick preist die Titel am 22. und 23. Mai auf seiner Börsen-Hotline. Auch im Internet verbreitet sich der Tipp schnell.

Das multimediale Trommelfeuer lässt den Kurs steigen. Frick nutzt dies, um am 24. und 25. Mai seine Aktien mit umgerechnet 60 000 Euro Gewinn zu verkaufen. Ähnlich laufen zwei weitere Transaktionen mit den Neue-Markt-Titeln Team Communications und Sparta. Frick verdient insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro.

Scalping nennt man das: Jubelmeldungen treiben den Kurs nach oben, dann steigen die Profis aus, bevor die Kursblase platzt. Anlegern, die den Kauftipps blind folgen, wird das Fell über die Ohren gezogen. Frick selbst betont allerdings, er habe die genannten Aktien schon auf seiner Hotline empfohlen, bevor er selbst zugriff.

"Hören Sie nicht auf Tipps!"

In den USA ist scalping strafbar. Hierzulande beobachtet das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel zwar Fricks Aktivitäten. "Aber mit den Insiderhandelsvorschriften ist das für uns nicht greifbar", sagt Sprecherin Sabine Reimer. Der Stuttgarter Oberstaatsanwalt Hans Richter, Experte für Strafverfolgung im Bank- und Börsenwesen, sagt: "Man müsste beweisen, dass Frick bereits beim Kauf wusste, dass er das Papier später empfehlen und damit den Kurs beeinflussen wird." Richter ermittelt in einem anderen Fall wegen Insiderhandels, Kursmanipulation und anderer Delikte gegen Sascha Opel, einen Zögling von Bernd Förtsch. Opel saß zeitweise in Untersuchungshaft, er muss mit einer Anklage rechnen. Dessen ungeachtet bespricht er derzeit wieder eine Börsen-Hotline, für die im Videotext des Fernsehsenders n-tvgleich neben der Frick-Nummer geworben wird. Frick behauptet, völlig unabhängig von seinem "Freund Bernd" zu arbeiten, von dem er noch "keinen einzigen Insidertipp" bekommen habe.

Doch auf seiner Hotline offenbart er einen engen Draht zu dem umstrittenen Strippenzieher. "Ich kann Ihnen verraten, Bernd Förtsch ist begeistert von einer Pixelnet, und was das heißt, das wissen Sie selbst", raunt Frick vielsagend in den Hörer und wird dann noch deutlicher: "Der Bernd Förtsch, der kauft mit Sicherheit wieder schön für seine Fonds bei einer Pixelnet ein", und deshalb, so schlussfolgert Frick, "werden wir bestimmt wieder höhere Kurse bei einer Pixelnet sehen."


Dass er selbst zuweilen Aktien kauft, die er auf seiner Hotline empfiehlt, sieht Frick nicht negativ, sondern als Zeichen seiner Glaubwürdigkeit. "Da haben wir - und ich sage bewusst wir, damit meine ich Sie und mich - schöne Gewinne gemacht", sagt Frick auf seiner Hotline über den Windparkentwickler P & T Techology. Er verspricht sogleich "weiterhin hier ganz klar weiter steigende Kurse". Eine Woche später ist das Strohfeuer bei P & T Technology allerdings erloschen, die Titel notieren kaum verändert.

In der Langenberger Kirche scheint der inszenierte Wandel vom Zocker-Saulus zum Anlegerschützer-Paulus perfekt. "Ich sage immer zu den Leuten, hören Sie nicht auf Tipps, nicht von Freunden und auch nicht im Fernsehen", sagt Markus Frick, der selbst täglich auf seiner 0190-Hotline Aktientipps verbreitet. "Und denken Sie immer daran: An der Börse will jeder Ihr Geld, wirklich jeder." Da hat er zweifellos Recht.


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