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Wall Street Schluss: Märkte schließen fester, Yahoo! deutlich unter Druck - 500 Beiträge pro Seite



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Die US-Märkte waren am Morgen des heutigen Mittwochs noch mit Abschlägen in den Tag gestartet, konnten aber im letzten Drittels des Handelstages das Blatt wenden und in die Gewinnzone drehen. Der Dow Jones gewann knapp 0,4 Prozent auf 10.688 Punkte hinzu, die NASDAQ verbuchte ein Plus von 0,71 Prozent auf 2.188 Zähler.

Seitens der Konjunktur gab es heute Äußerungen von \"Mr Fed\"-Alan Greenspan. Der amerikanische Notenbankpräsident hat im Rahmen seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses eine Fortsetzung der bisherigen Zinspolitik der US-Notenbank Fed angekündigt. Gleichzeitig bestätigte der Notenbankpräsident die langfristig positive Einschätzung bezüglich der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit sowie der langfristig kontrollierbaren Inflationsrisiken. Nach den Worten von Greenspan bergen jedoch die angesichts steigender Zinsen relativ niedrigen langfristigen Anleihen-Renditen Risiken, welche zu spekulativen Verwerfungen auf einigen Märkten beitragen könnten.

Im Fokus standen zur Wochenmitte die Quartalszahlen vieler Unternehmen, vor allem aus dem Technologiesegment. Nachdem am Montag nach Börsenschluss noch IBM mit seinen Zahlen für gute Stimmung gesorgt hatte, taten sich Intel und Yahoo! gestern Abend deutlich schwerer. Besonders Yahoo! enttäuschte die Anleger, weshalb die Aktie mehr als 10 Prozent verlor. Intel gelang zwar eine Punktlandung, wurde aber ebenso mit Abschlägen bestraft wie Motorola. Heute folgten nun u.a. GM, Pfizer, Altria, JP Morgan und Eastman Kodak. Auch hier gelangen keine wirklichen Überraschungen. Diese kamen eher aus der zweiten Reihe. Besonders die American Airlines-Muttergesellschaft AMR erfreute die Anleger.

Der US-Telekommunikationshersteller Motorola Inc. (ISIN US6200761095/ WKN 853936) meldete am Dienstag nach Börsenschluss in den USA die Zahlen für das vergangene zweite Quartal und konnte die Marktschätzungen erneut übertreffen. Zudem gab sich der Konzern optimistisch für das laufende Quartal. Der Konzern steigerte demnach seine Erlöse im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 8,83 Mrd. Dollar. Der Überschuss belief sich laut Motorola auf 947 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 619 Mio. Dollar oder 25 Cents je Aktie im zweiten Quartal 2004. Analysten hatten wiederum mit einem EPS von 25 Cents bei Erlösen in Höhe von 8,55 Mrd. Dollar gerechnet. Für das laufende Quartal gehen die Analystenschätzungen von einem EPS von 25 Cents und einem Umsatz von 8,58 Mrd. Dollar aus. Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen selbst mit einem Umsatz von 8,9 bis 9,1 Mrd. Dollar und einem Gewinn von 27 bis 29 Cents je Aktie.

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer Inc. (ISIN US7170811035/ 852009) meldete am Mittwoch, dass sein Gewinn im zweiten Quartal klar gestiegen ist, was mit starken Umsätzen beim Cholesterin-Präparat Lipitor zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 3,46 Mrd. Dollar bzw. 47 Cents pro Aktie, nach 2,86 Mrd. Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 46 Cents pro Aktie. Der Umsatz erreichte im Berichtszeitraum 12,43 Mrd. Dollar, was einem Wachstum von 1 Prozent entspricht. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 44 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 12,15 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 48 Cents bei Erlösen von 12,54 Mrd. Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern aufgrund der jüngsten Dollar-Stärke mit einem leichten Umsatzrückgang. Auf Basis der aktuellen Wechselkurse erwartet man für 2005 weiterhin einen operativen Gewinn von rund 1,98 Dollar pro Aktie, was der durchschnittlichen Analystenschätzung entspricht.

Die General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) hat am Mittwoch die Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Zwar konnte der weltgrößte Autobauer den Verlust des ersten Quartals abbauen, allerdings gelang dies nur durch ein positives Ergebnis der Finanz-Tochter. Das Nettoverlust belief sich demnach auf 286 Mio. Dollar bzw. 0,51 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 1,38 Mrd. Dollar bzw. 2,42 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal hatte sich der Fehlbetrag noch auf 1,1 Mrd. Dollar belaufen. Um Einmaleffekte wie die Restrukturierungen in Europa und Steuereffekte bereinigt, belief sich der Verlust auf 0,56 Dollar je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld einen durchschnittlichen EPS-Wert von 0,02 Dollar je Aktie angegeben. Die Umsatzerlöse gingen im zweiten Quartal von 49,25 Mrd. Dollar auf nun 48,51 Mrd. Dollar zurück. Dabei gingen die Umsätze im Automobilbereich um 2,5 Prozent zurück. Im Finanzbereich stiegen die Umsätze dagegen um 3,5 Prozent. Die Analystenschätzungen hatten sich im Vorfeld auf 38,91 Mrd. Dollar belaufen. Für das dritte Quartal geben die Analysten die EPS-Schätzungen mit -0,15 Dollar an. Die Umsätze werden bei 35,81 Mrd. Dollar gesehen.

Die Altria Group Inc. (ISIN US02209S1033/ WKN 200417), der weltweit größte Tabakkonzern, gab am Mittwoch bekannt, dass sie ihren Gewinn im zweiten Quartal leicht steigern konnte, was das Ergebnis höherer Preise in den USA und eines starken Geschäfts in Übersee ist. Der Nettogewinn betrug 2,67 Mrd. Dollar bzw. 1,28 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu 2,63 Mrd. Dollar bzw. 1,27 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 1,40 Dollar pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 24,78 Mrd. Dollar, wobei er ohne Verbrauchssteuern um 6 Prozent auf 17,33 Mrd. Dollar stieg. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,34 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 17,79 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 1,34 Dollar und Erlöse von 17,03 Mrd. Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr schätzt der Konzern den Gewinn aus dem laufenden Geschäft auf 5,00 bis 5,10 Dollar pro Aktie, was 5 Cents pro Aktie über der letzten Prognose liegt. Die Markterwartungen liegen derzeit bei einem EPS-Ergebnis von 5,13 Dollar.

Die J.P. Morgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628), die drittgrößte Bankgesellschaft in den USA, erklärte am Mittwoch, dass sie im zweiten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat, der jedoch durch Einmaleffekte und eine schwache Handelsaktivität belastet wurde. Der Nettogewinn belief sich auf 994 Mio. Dollar bzw. 28 Cents pro Aktie, nach einem Fehlbetrag von 548 Mio. Dollar bzw. 27 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 2,3 Mrd. Dollar bzw. 66 Cents pro Aktie. Der Umsatz erreichte im Berichtszeitraum 12,74 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 8,63 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 64 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 13,43 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren sie ein EPS-Ergebnis von 71 Cents bei Erlösen von 13,47 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Foto-Ausrüster Eastman Kodak Co. (ISIN US2774611097/ WKN 850937) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen sowie der Neuausrichtung des Konzerns auf Digitalprodukte einen Verlust. Demnach lag der Nettoverlust im Berichtszeitraum bei 146 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 136 Mio. Dollar bzw. 46 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten verbuchte Konzern einen Gewinn von 53 Cents je Aktie, was deutlich unterhalb der durchschnittlichen Analystenschätzung von 80 Cents je Aktie lag. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 3,69 Mrd. Dollar, was die Analystenprognose von 3,65 Mrd. Dollar leicht übertreffen konnte. Für das laufende Quartal erwarten Analysten ein EPS von 79 Cents sowie einen Erlös von 3,80 Mrd. Dollar. Aufgrund der enttäuschenden Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr kündigte Eastman Kodak im Anschluss an die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse eine Ausweitung der Restrukturierungsmaßnahmen sowie der geplanten Stellenstreichungen an. Demnach sollen anstelle der im Januar 2004 angekündigten Strechung von insgesamt 15.000 Arbeitsplätzen nunmehr 22.500 bis 25.000 Stellen wegfallen. Die hierfür notwendigen Aufwendungen wurden auf 2,7 bis 3,0 Mrd. Dollar beziffert, wobei man im Januar vergangenen Jahres in diesem Zusammenhang noch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,3 bis 1,7 Mrd. Dollar erwartet hatte.

Die AMR Corp. (ISIN US0017651060/ WKN 850211) gab am Mittwoch die Zahlen für das zweite Quartal 2005 bekannt. Demnach konnte die Muttergesellschaft der American Airlines Inc., der größten Fluggesellschaft in den USA, das Ergebnis deutlich steigern. Dabei konnte vor allem der Passagierzuwachs die höheren Ölpreise überkompensieren. Das Nettoergebnis verbesserte sich von 6 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie auf nun 58 Mio. Dollar bzw. 30 Cents je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von -2 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen im zweiten Quartal von 4,83 Mrd. Dollar auf nun 5,31 Mrd. Dollar. Im Vorfeld hatten die Analysten einen durchschnittlichen Wert von 5,14 Mrd. Dollar erwartet. Für das dritte Quartal erwarten die Analysten ein EPS von -23 Cents bei Umsätzen von 5,16 Mrd. Dollar.



Wertpapiere des Artikels:
PFIZER INC.
INTEL CORPORATION
YAHOO! INC
MOTOROLA, INC.
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Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),22:05 20.07.2005



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