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VIP-Medienfonds - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo hat irgendeiner eine Ahnung wie es hier weitergeht? Alle Fonds performen unter Plan! Erinnert mich irgendwie an Apollo! Gruß:confused::(
[posting]17.358.892 von epizeferi am 27.07.05 10:47:40[/posting]wieso? Ist die Rendite nicht egal? Es gibt doch eine zugesicherte Mindestrendite.. ich glaube von der Hypo Vereinsbank oder so?

Bei dieser Anlage steht/stand doch auch eher der steuerliche Aspelt im Vordergrund.
Da VIP mit ihren aktuellen Fonds 5 & 6 mal wieder mächtig Wind machen wollen & werden, finde ich eine Meldung, dass alle Altfonds "underperformer" sind hoch interessant und könnte bei Nicht-Beachtung durchaus haftungstechnische Probleme für Vermittler mit sich ziehen. javascript:eek::mad:

@epizeferi:
Bisher habe ich noch nichts über eine Entwicklung unter Plan gehört. Hast Du irgendwelche Details über die VIP-Altfonds? Der Initiator wird sich da ja wohl kaum darüber auslassen...da ist wie immer alles im Butter...getreu dem Motto: "Wir sind Helden" javascript:laugh::laugh::laugh:

Werde auf alle Fälle auch mal rumhören
Läuft den der 4er auch schlecht?

Was jemand, wie der GFP2 läuft? Herr Ott, wo sind Sie?
Für den GFP II dürfte es für ein erstes Resümee wohl leider zu früh sein, der Fonds wurde ja erst vor kurzem geschlossen. Somit denke ich, dass sich wohl noch kein Projekt in der Auswertung befinden kann.

Von GFP I höre ich allerdings viel gutes. Meines Erachtens wird wohl auch der GFP III in diesem Jahr eines der interessanteren Investments in Sachen Medienfonds für dieses Jahr bilden. (Solange diese Anlageklasse noch als interessant eingestuft werden kann javascript;) )

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass selbst andere Initiatoren von den GFP-Medienfonds "relativ viel" halten.
Hey, auf der Homepage von VIP kann man alles nachlesen! Alle Fonds sind Flops, was bleibt sind wohl die Bankgarantien, die dann wohl anschließend in Reinvestitionen verheizt werden! Verlust wahrscheinlich so um die 30% bei VIP 1 - 3! Bin in 3 und habe vage Hoffnung das nichts reinvestiert wird was als Bankgarantie zurückkommt! Scheiße wieder ein Fehlinvest! Gruß
Hallo, Gerlach Anlegerschutz hat das thema aufgegriffen und sieht massive Probleme, hat jemand diesen Artikel?:mad::(
Gerlach, 28.7.05

Am 25.07.05 haben die Abteilungen „PRIVATE KUNDEN Vertriebsunterstützung“ und „PRIVATE BANKING Geschlossene
Fonds“ der Commerzbank AG, Frankfurt, ihren Anlageberatern den Vertriebsstart des VIP MEDIENFONDS 5 und des VIP MEDIENFONDS 6 der VIP Vermögensberatung München GmbH, München, des Fondsinitiators Andreas Schmid wie folgt avisiert: "Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der Entertainmentmarkt zählt nach wie vor zu den bedeutendsten Zukunftsbranchen überhaupt ... Daher freuen wir uns, Ihnen die Medienfonds VIP 5, einen Fonds mit einer Kapitalgarantie von 110,5 % des Kommanditkapitals, sowie VIP 6, einer unternehmerischen Beteiligung mit einer Mindestkapitalgarantie von 75 % des Kommanditkapitals, zum Vertrieb zur Verfügung stellen zu können. Mit dieser Vertriebsentscheidung nutzen wir die aktuellen politischen und steuerlichen Rahmenbedingungen." Allerdings sollen die CoBa-Anlageberater auf Kundenanschreiben und Kundenveranstaltungen wegen „der kontrovers geführten Diskussion über Anlagen mit Steuergestaltungsmöglichkeiten“ verzichten. (...) Schmidt hatte, so lesen wir den 3. Quartalsbericht des VIP MEDIENFONDS 3, den Anlegern und dem Vertrieb suggeriert, dass die prospektierten Gesamteinnahmen von 29,492 Mio. € noch bis zum Jahresende 2004 „erfahrungsgemäß“ eingehen werden. Zwischenzeitlich liegen uns die auf den 24.05.05 (!!) datierten, in einen Bericht zusammengefassten Quartalsberichte 04/04 und 01/05 für den VIP MEDIENFONDS 3 mit den folgenden Ergebnissen vor: • Anstelle der für das Jahr 2004 prospektierten Umsatzerlöse von 29,492 Mio. € wurde ein Umsatz, offensichtlich im letzten Quartal 2004, von nur 519.000 €
erzielt.
Eine Zielverfehlung von über 98 %.
VIP reagiert auf Umsatzeinbußen

„Wir haben auf die nicht erfüllten Umsatzerwartungen von Fonds 3 reagiert und die Anleger rechtzeitig darüber in Kenntnis gesetzt“, sagt VIP-Geschäftsführer Andreas Schmid zu den Vorwürfen von Heinz Gerlach, Herausgeber des Anlegerschutz-Reports. Dieser bemängelt in seiner jüngsten Veröffentlichung, die VIP hätte in den Prospekten der aktuellen Medienfonds 5 und 6 auf die „extrem negativen Leistungsbilanzergebnisse“ ihres Vorgängers, des Medienfonds 3, hinweisen müssen. Schmid erklärt: „Wir haben die Prognosen im Prospekt für die zwei neuen Fonds gesenkt. Außerdem haben wir die geplante Dauer für die Geldrückflüsse aus den Filmen von drei auf vier Jahr verlängert.“ Sein Kritiker Heinz Gerlach hat bereits rechtliche Untersuchungen veranlasst.

Der Medienfonds 3 hatte für das Jahr 2004 seine Umsatzprognose um 98,2 Prozent verfehlt. Im ersten Quartal 2005 blieb der Fonds um 96,3 Prozent unter den Angaben im Prospekt. Dazu sagt Schmid: „Die Umsätze sind nicht verloren. Sie verschieben sich.“ Auch er sei von den bisherigen Ergebnissen des VIP Medienfonds 3 enttäuscht, so wie es bereits allen Anlegern mitgeteilt wurde. Im Filmgeschäft seien Drehverzögerungen an der Tagesordnung. Auch beim VIP 3 hätten sich Drehstarts verschoben, so der Geschäftsführer. Dadurch hätten es erst vier der zwölf Produktionen ins Kino beziehungsweise Fernsehen geschafft. Die übrigen acht Werke seien gerade in der Nachbearbeitung oder würden noch gedreht.

Dass selbst Erfolge wie „The Punisher“ oder „The Ring“ noch nicht in der Bilanz des Fonds auftauchen, erklärt Schmid damit, dass sie noch nicht die vom Filmvertrieb geleisteten Garantiezahlungen für die Produktionskosten nach Abzügen für Kinos und Vertrieb eingespielt hätten. Erst dann bringe der Film nämlich einen Zusatzertrag. „Klar ist, die Verschiebungen werden wahrscheinlich das Endergebnis negativ beeinflussen. Wir hatten für die Erträge aus 2004 eine sofortige Reinvestition vorgesehen, die sich nun auch verschiebt“, so Schmid. Das bezöge sich jedoch nur auf die Zusatzerträge für die Anleger. Die Garantie der Dresdner Bank bleibe nach wie vor bei 100 Prozent des Anlagebetrages.

Für die Erfolge der Fonds 5 und 6 ist der VIP-Chef optimistisch. „Jeder Euro, der heute in einen Fonds investiert wird, kommt in zwei bis drei Jahren in die Kinos. Die Lage wird dann besser sein“, sagt er. Seit 2001 gebe es kontinuierlich bessere Drehbücher. Die Bankgarantien und die weiterhin internationale Verwertung der Filme würden die Risiken für Anleger weiter im Rahmen halten.

DER FONDS.com 29.07.05 as
Danke, das sieht verdammt übel aus! Der ist genauso ein Schwätzer wie alle anderen Fondsmanager wo ich investiert habe! Mich beschleicht ein immer stärkeres ungutes Gefühl, im Prospekt steht das in der Reinvestition keine Bankgarantie mehr nötig ist und lediglich auf Produktionskosten garantiert wird ca. 80%? Es muß jegliche Reinvestition verhindert werden damit wir unsere Bankgarantierte Kohle wiederbekommen! Was haltet Ihr davon? Gruß:confused::mad::(
hat jemand die "Monster-Studie"?
Ein Journalist von der FTD hat bei VIP mal hinter die Kulissen bei der Produktion von "Monster" geschaut und das Zahlenwerk nachgerechnet. Eine Kurzversion stand mal in der FTD
[posting]17.362.171 von TheStreetbusters am 27.07.05 14:44:51[/posting]@ TheStreetbusters

Bin schon noch da. Allerdings gibt es ja auch noch ein Leben außerhalb der Firma. Familie.

Dem GFP 2 geht es sehr gut. Der mittlerweile eingetroffene Steuerbescheid für 2004 hat noch etwas höhere Verluste erbracht als im Prospekt ausgewiesen. Es ist zwar für Auswertungsergebnisse noch zu früh, da die Filme gerade produziert werden, aber ein paar Zahlen kann ich liefern. Nämlich die Vorverkäufe. Ein wesentlicher Teil des Erfolges dieses Fondskonzeptes. Hier sind Soll- und Istwerte, jeweils in % der Produktionskosten:

Die drei ??? (ewig erfolgreiche Bestsellerreihe). Kinofilm.
Soll: 85% Ist: 85%

Die drei Räuber (Klassiker von Tomi Ungerer). Kinofilm.
Soll: 85% Ist: 87%

Untergang der Pamir. TV-Film.
Soll: 90% Ist:90%

Die Nanny (so etwa Mary Poppins im 21. Jahrhundert). TV-Film.
Soll: 90% Ist: 91%

Herr der sieben Meere (So im Stil wie Käpt´n Ron mit Kirk Douglas). TV-Film. Dreharbeiten laufen gerade.
Soll: 90% Ist: 93%

Tote Hose (Komödie, ähnlich einer mit Walter Matthau). TV-Film.
Soll: 90% Ist: 100%

Vollgas. TV-Film.
Soll: 90% Ist: 91%

Zum Vergleich: Bei GFP 1 waren die Sollwerte 65% bei Kinofilmen und 80% bei TV-Filmen.

Bei der Gelegenheit: GFP 1 hat zur Zeit 21 Filme. Davon sind mittlerweile 8 (acht) im Gewinn! Am 18.08. kommt dann der nächste Film von GFP 1 in die Kinos: "Almost Heaven". Mit dem Star aus "Wunder von Lengede": Heike Makatsch. Ein wunderbarer, sehr gefühlvoller Film. Gaanz tolle Bilder! Die Damen sollten sich schon einmal eine Schulter zum Ankuscheln besorgen. :kiss: Und GFP 3 wartet nur noch auf die BaFin-Genehmigung. Die Systematik bleibt die gleiche wie bei GFP 2. Ergänzt wird halt noch der formelle Kram.

Heute fährt übrigens die Bayernradeltour des bayerischen Rundfunks bei uns durch. Die beneide ich bei dem Wetter nicht!

Schöne Grüße aus dem verregneten Schlüsselfeld......Wilhelm Ott GmbH
Mit Verlaub: Noch kann man nichts bis wenig zu der Performance des VIP 3 sagen.

Also erst einmal abwarten und dann meckern!
Hey was heißt denn hier Gewinn? Produktionskosten + NK eingespielt und dann eine Beteiligung erhalten? Dies wäre Gewinn aus Produktion! Gruß :rolleyes:
[posting]17.438.586 von VINSUPER am 03.08.05 18:15:46[/posting]@ VINSUPER:

Bitte genau lesen. Ich schrieb ganz bewußt, daß 8 Filme im Gewinn seien. Das heißt bei dieser Konstruktion, daß die Summen, welche der Fonds investiert hat, bereits an ihn zurückgeflossen sind. Und sogar noch mehr.

Ich behaupte nicht, daß der Fonds als Ganzes und damit auch die Anleger schon in der Gewinnzone wären. Siehe dazu auch meine bisherigen Beiträge. Es sind ja auch noch nicht einmal alle Filme schon in der Auswertung. Und erst, wenn alle Auswertungen gelaufen sind und der Schlußverkauf erfolgte, kann man sagen, ob die Anleger einen Gewinn gemacht haben. Erfreulicherweise deutet bis jetzt aber so einiges darauf hin.:)

Ansonsten stimme ich Ihnen zu, was die allgemeine Definition von Gewinn für den Anleger angeht.

Schönen Abend aus Schlüsselfeld......Wilhelm Ott GmbH
Commerzbank, Hauptvertrieb von VIP (75% des Gesamtvolumens) hat den Vertrieb von VIP-Fonds mit sofortiger Wirkung eingestellt.
Na, dann kann uns der Herr Ott die nächsten Tage wieder die Briefkästen zumüllen!:mad::mad::mad:
[posting]17.533.189 von Windschaden am 12.08.05 13:21:31[/posting]@ Windschaden:

Bestimmt nicht. Denn VIP habe ich niemals vertrieben und werde das auch künftig nicht.

Wenn Ihr Beitrag allerdings Ihre Meinung von seriöser Werbung darstellt: Auch gut. Noch haben wir Meinungsfreiheit in Deutschland. Und ich mache mir nichts aus ein paar Miesepetern, denen man ohnehin nichts recht machen kann. Wie sagte schon Franz Josef Strauß selig so treffend: "Was kümmert es die Eiche ...".

Haben Sie überhaupt schon einmal Werbung von mir bekommen? Wenn ja, geben Sie mir das nächste Mal kurz Bescheid. Dann lösche ich Ihre Adresse aus meiner Datenbank. Und freue mich über gespartes Porto.

So, und jetzt widme ich mich lieber wieder einer meiner Lieblingsbeschäftigungen: Geld verdienen. Nicht nur, aber auch mit German Film Productions. Und außerdem kann ich mich über höchst zufriedene Kunden freuen. Viele davon mehrfache Wiederholungszeichner. Sofern Sie Vermittler sind: Können Sie das auch? Oder sind Sie als Kunde zufrieden? Wenn Sie die richtigen Fonds gezeichnet haben, bestimmt. Wenn nicht: ...

Schönes Wochenende.........Wilhelm Ott GmbH
#18:
Es geht hier nicht um Miesepeterei, es geht auch nicht darum, es jemandem recht zu machen.
Ich selbst bin auch zufriedener Kunde des Vermittlungsbüros, wo ich meine Beteiligungen ausschliesslich gezeichnet habe.
Ich finde es zwischenzeitlich einfach höchst belästigend, wie VIELE Vermittlungsbüros mir zwischenzeitlich "irgendetwas" andrehen wollen. Nahezu täglich ist mein Briefkasten zugespamt mit Informationen, die ich niemals angefordert habe von Leuten, bei denen ich niemals etwas gekauft habe. Schiffe, Immobilien, Wind, Filme, Spiele, etc, etc, und neulich sogar eine Tropenholzplantage.
Manch hartnäckige rufen sogar bei mir an. Dabei bitte ich immer, mich aus dem Verteiler zu nehmen. Nützt nur leider nichts.
WO HABEN DIE ALLE MEINE ADRESSE HER? GIBT ES SIE WIRKLICH, DIE HANDELSREGISTER-ABSCHREIBER ???
#20

ich bin ganz Deiner Meinung. Aber im Unterschied zu diesen "Müllverteilern" kennt Herr Ott seine Produkte bestens und erzählt auch keinen Stuss. Ich weiss über seine Postings immer, was Sache ist bei GFP, den ich ebenfalls gezeichnet habe. Diese Infos bekomme ich vom Initiator nicht.

Also, bitte nicht pauschal auf Vermittler eindreschen!
Ich bin auch Vermittler und habe von Anfang an gegen Steuerberater gekämpft, die unbedingt den VIP empfehlen wollten. Und was bin ich froh jetzt :)

Wenn jemand einen unternehmerischen Medienfonds sucht, dann will er dafür Rendite sehen, muß sich aber der Risiken klar sein. Will er kein Risiko, muß er auf hohe Renditen verzichten und einen Leasingähnlichen Medienfonds nehmen.:(

Meine Empfehlung ist bei den Medienfonds aber eindeutig Equity Pictures! Der Fonds ist von keiner Bank abhängig und hat einen optimalen Zugang zu Produktionsfirmen.
Im neuen Fonds werden unter anderem wieder Produktion mit Bruce Willis, Colin Farrel und RAMBO IV produziert.
Auch steuerlich gibt es meiner Meinung nach kein besseres Konzept. Die Kapitalbindung ( nach Steuer ) liegt im ersten Jahr bei deutliuch unter 10% und die Gesamtlaufzeit sind nur 7 Jahre !:D

Garantiefonds sind meiner Meinung nach für keinen Anleger geeignet, da diese ja nur eine Mischlösung sind. man nimmt hohe Risikoklassen und die Chance auf hohe Renditen. Dann packt man eine Garantie rein, um das Risiko zu verringern und macht damit auch die Chance auf hohe Renditen kaputt. :mad:
Also besser gleich in der richtigen Risiko- und Assetklasse anlegen, das führt dauerhaft zu den besseren Ergebnissen. :D
[posting]17.598.608 von bleibaer am 18.08.05 12:46:21[/posting]@ bleibaer:

Ohne behaupten zu wollen, daß GFP die einzigen sind, welche Erfolge erzielen können, muß man schon mal die Frage stellen, wie Equity da abschneidet. Ich wurde von denen auch recht heftig umschwärmt, habe mich aber gegen sie entschieden. Unter anderem, weil mir die Gestaltungen sowohl sehr sportlich als auch zum Teil blauäugig vorkamen.

Und wenn ich mir - soweit möglich - im Internet die Ergebnisse bisheriger Filme von denen ansehe, die noch in Verbindung mit den Produktions- und Werbekosten bringe, dann sieht das zumindest jetzt noch nicht soo toll aus. Vielleicht tut sich da noch was, aber die Erfahrung lehrt, daß gerade bei den Kinofilmen entweder gleich ordentliche Einnahmen kommen. Oder gar nicht mehr ...

"...von keiner Bank abhängig...optimaler Zugang zu Produktionsfirmen...steuerlich kein besseres Konzept..." Da wage ich nun doch, gerade was den letzten Punkt angeht, leisen Widerspruch. Grundsätzlich. Weil die Herstellereigenschaft immer noch der Dreh- und Angelpunkt einer Medienbeteiligung ist. Und gerade hier ist DER Ansatzpunkt für die Finanzverwaltung. Denn man sollte sich sehr vor der Illusion hüten, aus dem fernen Deutschland nennenswerten Einfluß auf die Produktion in Hollywood zu haben. Das sehen die Verträge zumeist nur als windelweiche Floskeln oder gar nicht vor.

Und genau das ist ja der Punkt! Wenn ich nicht hieb- und stichfest nachweisen kann, zu jeder Zeit Herr des Geschehens (=Hersteller) gewesen zu sein, ist es ganz schnell aus mit der Herrlichkeit! Dann wird der Anleger bestenfalls zum Erwerber umqualifiziert! Und darf seine Verluste auf etliche Jahre verteilen. Wenn es ganz dumm läuft, ist er plötzlich Darlehensgeber. Mit Einkünften aus Kapitalvermögen! Da hilft auch die vermeintlich niedrige Kapitalbindung nach Steuern nicht mehr weiter. Weil sie der Anleger mit einem hohen Nachschußrisiko von etwa 50% seiner Zeichnung erkauft.

Auch das Argument, daß ja alles bankverbürgt sei, hilft nicht viel weiter. Weil ich nirgendwo die Bedingungen dieser Bankbürgschaften in Erfahrung bringen konnte. Zudem muß man die Frage stellen, was die Bank bekommt, damit sie diese Bürgschaft gibt. Das geht schließlich wieder von den Einnahmen der Anleger ab. Wenn diese Bürgschaft, wie es gemäß diverser Analysen zumindest in früheren Equity-Fonds so der Fall war, vom "Wert" der Filme abhängt, kann sich das für den Anleger ganz schnell zum Alptraum entwickeln. Weil die Bank bei unbefriedigendem Verlauf der Filme schnell sagen wird: "Die Filme sind die Sicherheit für das Darlehen, welches der Bürgschaft zugrunde liegt. Nachdem der Wert nicht mehr gegeben ist, legen Sie bitte Sicherheiten nach". Drei Mal dürfen Sie raten, wer das machen darf. Die Fondsgesellschaft nicht. Denn die darf ja so gut wie gar kein Geld mehr haben. Bleiben nur noch die Anleger.

Langer Rede, kurzer Sinn: Mir ist noch keine Konzeption untergekommen, welche wie GFP den Anleger mittels echten Vorverkäufen (=Vorkasse) dermaßen hoch absichert. Und die bisherigen Erfolge, immerhin 8 von 21 Filmen bereits jetzt im Gewinn, belegen höchst eindrucksvoll, daß man nicht nur in der obersten Risikoklasse (Kinofilme) gutes Geld verdienen kann. Sondern mit weitaus geringerem Risiko auch mit sehr guten TV-Produktionen. Auch bei GFP 2 sind die Vorverkäufe überwiegend noch höher als die ohnehin schon hochgeschraubten Vorgaben.

Ihrer Meinung zu leasingähnlichen Modellen bzw. Garantiefonds kann man nur zustimmen. Der Anleger trägt alleine das Risiko, zumindest steuerlich, und auch im Erfolgsfall wird er überhaupt nicht adäquat beteiligt. Das ist die klassische Situation: Alle haben ihren Vorteil. Bis auf den Anleger. Der darf den ganzen Blödsinn bezahlen.

@ TheStreetbusters:
Erst mal vielen Dank für die lobenden Worte. Ich werde daran arbeiten, diesem Anspruch auch künftig gerecht zu werden. Und jetzt eine ganz neue Nachricht zu GFP 2: Laut Planrechnung sollte die erste Ausschüttung für das Jahr 2006, fällig im Herbst 2007, kommen. Aufgrund der guten Finanzlage kann aber bereits jetzt der demnächst stattfindenden Gesellschafterversammlung (06.09.2005) vorgeschlagen werden, eine vorgezogene Ausschüttung zu beschließen. Also zwei Jahre im Voraus. Das ist neuer Rekord! Und auch die Filme entwickeln sich höchst positiv. Siehe dazu die Gesellschafterinfo, welche in den nächsten Tagen in Ihrem Briefkasten sein wird.

Soviel für heute. Schöne Grüße aus dem sonnigen Schlüsselfeld.....Wilhelm Ott GmbH
@ Wilhelmottgmbh

Ich habe mir den GFP angesehen und kann Ihnen zustimmen. Der Fonds macht einen sehr guten Eindruck.
Ich kann aber keine Ratings dafür finden, obwohl ich glaube, daß eine Scope Analyse vorliegen müßte. Vielleicht können Sie mir die zukommen lassen oder einen Tipp geben, wo ich diese finde.
Da die Homepage nicht viel hergibt, freu ich mich über Ihre ausführlichen Ergebnisserläuterungen. Bekommen die Anleger und die Vermittler diese per newsletter ?
Wie kommen Sie darauf, daß die Ergebnisse bei equity "nicht soo toll" aussehen ? da kann ich Ihnen nicht zustimmen ! Immerhin haben Die in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse erzielt und mit HOSTAGE im Augenblickl einen Blockbuster in den USA, Start bei uns Ende des Jahres. Fernsehproduktionen (wie GFP) macht Equity für den Scifi-Channel. Das sind allerdings Auftragsproduktionen mit Sofortkasse. Es wird nciht behauptet, daß hier eine besondere kreative Herstellereigenschaft besteht.

"Steuerlich kein besseres Konzept"
Bei equity wird die Innenfinanzierung an den Kunden weitergegeben, so daß dieser einen Anfangsverlust von 200% ausweisen kann. Dadurch ist die Eigenkapitalbindung nach Steuer sehr niedrig.
Beim GFP kommen auf 14 Mio€ Eigenkapital 6 Mio€ Fremdkapital. Eine steuerliche Würdigung für den Anleger kann ich nicht finden. Der Anleger bekommt 100%.

Ihre Ausführung zur Herstellereigenschafft stimme ich vollkommen zu. Im Rahmen der bisherigen Produktionen der GFP sehe ich diese aber ein wenig durch den Einfluß des Konzerns Prosiebensat1 eingeschränkt. Bei den Fernsehproduktionen reden die Auftraggeber/Sender erheblich mit und geben vor, wie das ganze aussehen soll oder darf. Wer hier seinen Schwerpunkt setzt, sollte auf BOLL ausweichen. Hier liegt alles in den Händen von Herrn Boll persönlich, inklusive Regie und Vermarktung !

Bei Equity sehe ich das Risiko nicht in der Bankgarantie, da diese nichts anderes als ein Vorverkauf an die großen Vertriebsunternehmen sind. Allerdings wird wegen dem Umfang dieser Geschäfte die Summe nicht sofort in Cash gefordert, sondern als Garantie. Was diese Garantien wert sind, hängt am Schuldner und die sind ja immerhin Miramax, Warner Brothers und andere. Wenn der Vertrieb beginnt, wird das Geld gemäß Garantie in Bar bezahlt, auch wenn der Vertrieb das Ergebnis nicht erzielen kann.
Laut Homepage des GFP wird hier übrigens ebenso mit Garantien gearbeitet ! Allerdings wird hier bis 3 Mio€ auf den Completion Bond verzichtet.

Ihre Argumentation hierzu ist also ein Mißverständnis ! :confused:

Das Hauptrisiko bei Equity liegt in der Innenfinanzierung. Durch den "Vorverkauf" ist die Innenfinanzierung zwar abgedeckt, die eigentliche Rendite wird aber erst danch erzielt.

Alles in allem sind wir einer Meinung. Ich halte auch das Konzept des GFP für interessant, bitte Sie aber, sich das Equity Konzept genauer anzusehen. Für den Anleger kann sich das steuerliche Konzept des Equity auszahlen, für vorsichtigere Anleger ist die deutsche Ausrichtung des GFP vielleicht interessanter.

Ich bin begeistert, daß hier echte Profis im Forum dabei sind !
Sind wir doch mal ehrlich. Wenn wir mit den Fonds Geld verdienen wollen (und nicht nur die Steuer im Anfangsjahr drücken), dann helfen uns auch Garantien nicht viel. Diese können, wenn überhaupt, den Verlust auf -20% bis -50% begrenzen.

Was wir brauchen sind gute Filme, die gesehen werden und daher Geld einpielen, und zwar mehr, als sie gekostet haben. Und daher ist das alles entscheidende Kriterium: wem trauen wir zu echte Blockbuster zu produzieren, die mehr einspielen, als sie kosten?

Meine Meinung zu allen Hollywood Fonds (Equity, VIP etc.): zu gefährlich, denn die Filme sind extrem teuer. Siehe VIP Desaster. Ich wünsche Equity, dass es besser läuft!

Zu Herrn Boll kann ich nur sagen: der wird in den USA als der neue Ed Wood gehandelt. Sein Film Alone in the Dark spielte fast 90% weniger ein als prospektiert. Wer da noch investiert, muss völlig wahnsinnig sein!

Und übrigens hat der ein ordentliches Scope Rating, dass man sich als Anleger, der 70% oder so verloren hat an die Wand nageln kann! Vergiss das. Die haben keine Ahnung vom Filmgeschäft, und das ist das wichtigste!

Und das hat eben Herr Groenewold von GFP wie kaum ein anderer. Der ist eine Größe im deutschen Filmbusiness und hat seine Finger immer im Spiel, wenn die interessantesten Projekte verfilmt werden. Und daher ist das für mich der einzige Fonds, der in Frage kommt - sofern die Rahmendaten stimmen (Weichkosten, Garantien etc.). Und da nehmen sich die Fonds alle nicht viel.

In diesem Sinne.
@ streetbusters

Nett Gesagt, aber bitte nochmal meinen Beitrag lesen.
Durch den geringen Nachsteuerkapitaleinsatz und die Vorverkäufe ( über Garantien ) wird ein Verlustrisiko bei Equity Pictures ziemlich gut ausgeschlossen !
Je weniger Sie nach Steuer einsetzten, desto weniger können Sie auch verlieren.

Blockbuster:
Ich empfehle Ihnen hierzu, sich auf der Homepage der Equity aus zu toben. Die Frage ist, wann beginnt für Sie ein Blockbuster ? Wieviel Gewinn erwirtschaftet ein Wixxer international - Wieviel ein Hostage ?

Das VIP Desaster ist kein ERGEBNIS sondern ein UMSATZPROBLEM
Es kann also nicht daran liegen, daß die Filme zu teuer sind. Übrigens ist billig nicht automatisch profitabler.

Zu Boll:
Hier ging es mir nicht um die Ergebnisse, sondern um die angesprochene Herstellereigenschaft ! Was die Wert ist erkennt man hier ganz besonders

Wie schon gesagt, ich zweifele nicht daran, daß der GFP ein gutes Konzept hat und empfehlenswert ist. Schauen Sie sich aber mal den Vorstand und Belegschaft der Equity an.
Hier finden Sie erfahrene und angesehene Produzenten und Kompetenz für den Bereich Fondskonzeption und Finanzen
Ausserdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen, die sich das Gebäude mit Equity teilt.

Wenn Sie deutsche Filme als Anlagemöglichkeit suchen geht kein Weg an GFP vorbei, aber eine Garantie für positive Ergebnisse gibt auch dieser nicht. Von der Gesamtkonzeption sind die beiden Fonds nicht alzu unterschiedlich, unterscheiden sich vorrangig in der steuerlichen Konzeption und in den Zielprojekten. GFP vorrangig deutsch mit deutschen Stars, Equity vorrangig USA mit Hollywoodstars.

Interssant finde ich für die Anlageentscheidung aber durchaus auch, ob ich bei einer Anlage von 10.000 € nach Steuer mit 400 € oder mit 5.000 € im Risiko stehe. Außerdem stehe ich persönlich total auf die Hollywoodkracher mit Willis, Crowe etc. und ich glaube auch daß hier mehr Investitionsmöglichkeiten bestehen. Nicht nur vom Volumen, sondern auch von der Anzahl.
GFP ist vom KG-Volumen eher klein ( aber fein ), Equity doch ziemlich groß.

Scope beurteilt das wirtschaftliche Konzept und hat keine Ahnung von den Geschäften, die dahinter stehen ! Aber wieso haben manche Fonds gar kein Rating ?

Sie sollten sich die Homepage mal ansehen, ich will Sie vom GFP nicht abziehen und habe eine gute Meinung zu dem Konzept. Aber Sie sollten sich über andere Konzepte wenigstens informieren, um einen Vergleich zu haben
@ Bleibaer

Ich habe letztes Jahr wochenlang an Abenden nichts anderes verschlungen als Medienfondsprospekte. meine Frau zeigte mir schon die gelbe Karte. Habe mich dann nach X Telefonaten mit den Initiatoren für GFP entschieden. Equity war für mich bei den Hollywood Fonds auf der Pole Position. Habe dann aber dem Know-How von Groenewold und dem Track Record von GFP1 mehr vertraut. Außerdem waren mir die Hollywood Brocken dann doch etwas zu heiß. Dort kann man mit einem Film so viel versenken, wie GFP mit 5 oder 10.

Außerdem habe ich selbst in den USA gelebt und studiert und weiß, dass den Amis die Jacke näher ist als die Hose. Will heißen: Money talks and bullshit walks :laugh:. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich ein Major Studio von ein paar Herren aus Good Old Germany sonderlich beeidruckt zeigen und die Spendierhosen anhaben.

Zu Steuern: Equity hebelt stärker, daher der größere Steuervorteil. Wenn was schifgeht zahlt der ANleger auch mehr drauf (Haftung!)

Zu den Ratings: ich bleibe dabei! Die raten nur die Prospekte, nicht die Realität. VIP hat doch sicher ein super Rating bekommen, oder? Und Boll auch. In den Prospekten kann doch jeglicher Stuss zusammengerechnet werden. Was zählt ist die Realität, und das zeigt sich ja nun bei VIP und bei Boll ebenso.

Schöne Grüße
@ streetbusters

:yawn:
Ich will nicht zu viel mutmaßen, aber ich denke Sie haben sich bei Ihrer Entscheidung einseitig beeinflussen lassen.
Die Argumente, welche Sie bringen, klingen nach einer Schulung eines deutschen Medienfonds. ( neben GFP gibt es auch noch andere )

Ich Frage mich, warum Sie in Medienfonds investieren :

Sie wollen eine hohe Rendite ?
Sie wollen steuerliche Förderungen bei der Investition ?

Wo sehen Sie hier die Vorteile des GFP ? :confused:

Zur Haftung durch den Hebel beim Equity Pictures, lesen Sie bitte meine letzten 2 Kommentare. :cool:

Zu den Risiken kann ich nur noch mal erwähnen, daß GFP bei Produktionen bis 3 Mio€ auf den Completion Bond verzichtet. Wieviele Produktionen über 3Mio€ haben die ?
Kann GFP es sich leisten zwischendurch 1 Mio € aus einer nicht fertigen Produktión zu versemmeln ? Und wie gut das mit den deutschen Produktionen läuft, sieht man auch am VIP, die haben doch letzten Jahr auch 7 Zwerge mitproduziert. :cry:

Zu den Studios und Majors:
Solange die aus Deutschland Geld bekommen, nehmen die es auch. Die Produktionen die Equity bisher produziert hat sprechen da für sich.

Die Ratings sind eine Offenlegung der Geschäftszahlen und Planzahlen zur Prüfung. Wenn eine Gesellschaft Ihre Ergebnisse nicht zeigen will, heisst das nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, aber eben auch selten etwas Gutes. Zum GFP sollte, soweit mir bekannt eine Scope-Analyse vorliegen, ich kann sie nur nicht finden !
Eventuell gab es vor der BAFin-prüfung eines und GFP kann oder will die Zahlen von 2004 nicht veröffentlichen.
Hat jemand auch Erfahrungen oder Informationen zum "VIP Medienfonds 2"?
[posting]17.615.945 von bleibaer am 19.08.05 14:58:01[/posting]@ bleibaer:

Wir wollen zunächst mal dieser Diskussion die Schärfe nehmen. Es geht auch nicht darum, daß Sie sich rechtfertigen sollen. Ich will im Folgenden mal auf Ihre diversen Statements eingehen:

Eine Scope-Analyse gibt es selbstverständlich. Übrigens mit so ziemlich dem besten Ergebnis, wozu Scope im Medienbereich jemals gekommen ist. Wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen, sende ich Ihnen einen Ausdruck zu.

Zu den nach meiner Kenntnis nicht sooo tollen Ergebnissen von Equity: Ich sagte klar, daß ich hier leider nicht den detaillierten Einblick habe. Doch zu zwei Filmen kann ich etwas mehr sagen. Eulogy war wohl DER Megaflop. Mit einem Einspielergebnis von rund $ 75.000,-- bei Produktionskosten von rund $ 10.000.000,-. Nur noch angenähert von Mediastream. Mehr muß man dazu wohl nicht sagen.

Hostage: Hat zur Zeit weltweit ca. $ 70 Mio. Einspielergebnis erzielt. Bruce Willis spielt erfahrungsgemäß bei Actionfilmen sehr gut. Ich werde mir den Film bei Gelegenheit mal ansehen. Aber bei Produktionskosten von ca. $ 75 Mio. (Quelle: The Numbers) machen wir mal folgende Überschlagsrechnung auf:
Etwa die Hälfte des Box Office bleibt bei den Kinos, also stehen diese Einnahmen bei rund $ 35 Mio.. Werbung (P&A) kann man Pi mal Daumen ebenfalls mit rund $ 30 Mio. veranschlagen. Also stehen Kosten von rund $ 100 Mio. verteilungsfähige Einnahmen von rund $ 35 Mio. gegenüber. Jetzt weiß ich nicht genau, wie Equity die Verträge abgeschlossen hat, würde mich aber sehr wundern, wenn ausgerechnet die es schafften, den Studiobossen eine bevorzugte Behandlung abzutrotzen. Es ist jedoch allgemein bekannt, daß die amerikanischen Studios eine unglaubliche Kreativität an den Tag legen, wenn es darum geht, einen mit ausländischen Partnern zu teilenden Gewinn kleinzurechnen ... Oder anders ausgedrückt: Ich warte seit über zehn Jahren darauf, daß mal einer kommt, der den Amis die Hosen nicht nur ausziehen will. Sondern das auch wirklich schafft.

Das steuerliche Konzept. Machen wir uns nichts vor: Die Verlustzuweisung bei Medienfonds beträgt IMMER maximal 100% der Zeichnungssumme. Mehr verhindert schon § 15a EStG. Wenn Sie nun bei Equity auf 200% kommen, so bezieht sich das auf die Bareinlage des Zeichners. Unter diesem Gesichtspunkt kommt GFP ab dem zweiten Fonds auch auf ca. 148% (bzw. ca. 196%, wenn man die zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit von weiteren 20% der Zeichnungssumme nützt). Also Klartext: Jede Zahl größer 100% ist finanzmathematische Spielerei und damit reine Augenwischerei! Das sollten Sie allerdings schon wissen.

Erkauft wird diese "niedrige" Eigenkapitalbindung immer mit einer mehr oder weniger hohen Nachschußpflicht des Anlegers. Wobei GFP auch hier einen sehr schönen Weg ging, um dieses Risiko für den Anleger zu minimieren.

Was die Einflußnahme von z.B. Pro7 angeht, so ist diese sicherlich vorhanden. Warum auch nicht? Bei allen anderen Fonds (Ausnahme bis jetzt Boll) ist das ja auch so. Das ist nichts Verwerfliches. Es geht ja "nur" darum, daß der Fonds die maßgeblichen Entscheidungen trifft. Und wenn bereits während der Produktion der Erstzahler die einzelnen "Bauabschnitte" mit abnimmt, hat man zum Schluß den höchst angenehmen Effekt, einen mängelfreien Film abliefern zu können.

Ihre Einlassungen zum Thema Garantie mit Verweis auf die Homepage von GFP: Es dürfte Ihnen bestimmt aufgefallen sein, daß die Homepage - leider - nicht vor Aktualität strotzt. Und auch wenn da mehrmals das Wort Garantie steht, sind doch tatsächlich die VORverkäufe gemeint. Beim Jesus-Video beispielsweise gingen die einzelnen Zahlungen von Pro7 immer deutlich vorfällig ein. Das Thema Completion Bond steht wegen der einzigartigen Finanzierungsstruktur des Fonds daher auch nur der Vollständigkeit halber drin. Was die Garantien bei anderen Fonds angeht: Das ist nur ein anderes Wort für Vorschuß. Welcher mit den tatsächlich erzielten Einnahmen verrechnet wird. Und nur, wenn diese höher sind, bekommt der Fonds noch etwas. Bei GFP sind die Verträge so gestaltet, daß zuerst GFP das Geld bekommt. Alles. Bis er nicht mehr im jeweiligen Film investiert ist. Bei uns nennt man das schneiderfrei. Erst dann wird mit den anderen Produktionspartnern geteilt. Klasse, nicht wahr?

Zum Thema Blockbuster: GFP richtet sein Augenmerk auf finanziell überschaubare Filme. Ihr Beispiel "Der WiXXer" hat ein Mehrfaches von dem erzielt, was auch die größten Optimisten glaubten. Und so konnten sich die Anleger über eine ungeplante Sonderausschüttung von 5% der Zeichnungssumme freuen! "Der WiXXer" hat also schon ganz erheblich Gewinn erwirtschaftet. "Hostage" muß diesen Beweis erst noch bringen. Das wünsche ich denen übrigens ausdrücklich! Sollte hier die Geschäftsleitung von Equity mitlesen: Liebe Leute, sendet mir doch mal eine DVD von Hostage. Meine Adresse habt Ihr ja.

Zu guter Letzt: Ich halte Equity Pictures noch für den gelungeneren Teil unserer Initiatoren. Trotzdem ist niemand vor Flops gefeit. Und wie ich in diversen früheren Postings breit ausführte, haben wir auch bei GFP keine Garantie, daß alles immer super klappt. Martini werden die Gänse gezählt! Allerdings ist es schon beruhigend, wenn man weiß, daß alle 21 Filme ÜBER Plan laufen. Wenn man weiß, daß davon 8 bereits jetzt schon im Gewinn sind. Und DAS soll ein anderer erst mal nachmachen!

Noch was: Am 25.08. startet "Almost Heaven" im Kino. Am 15.09. läuft "Tote Hose" auf Pro7. Und am 29.09. kommt "Tsunami" auf Pro7. Lauter GFP-Produktionen. Viel Spaß dabei!

So, nach dieser langen Antwort denke ich, daß wir zum Thema GFP einen eigenen Thread aufmachen sollten, denn eigentlich geht es hier um das Debakel bei VIP.

Schönen Sonntag.............Wilhelm Ott GmbH
Der Ansicht bin ich auch! Mein Schwager hat sich einen Equity Fonds aufschwatzen lassen, seinerzeit untertsützt durch einen Trailer eines "Blockbusters" der in diesem Fonds sei (Name war Eulogy), leider hat man auf Nachfrage zugeben müssen das der Film unterirdisch gefloppt ist wie alles aus diesem Fonds! Diesen Initiator kann man direkt neben Apollo und Cinerenta stellen, da liest man auch nur Katastrophenmeldungen! Ich habe leider einige Beteiligungen gemacht die meisten waren totaler Murks! Gruß:mad::confused:
@WilhelOttGmbH

vielen Dank für die Antwort und die Entschärfung.

ich habe mich daran gestört, daß Sie keine Gegnüberstellung der Fonds führen, sondern Punkte bei Equity negativ ansprechen, die für GFP genauso gelten und andere bei GFP positiv erläutern, die aber ebenso bei Equity standard sind.

Leider weiß ich nicht, wie ich Ihnen die Emailadresse zur Verfügung stelle, ohne diese zu im Forum zu veröffentlichen ( SPAM-FLUT ). Wenn Sie wissen, wie es geht, bin für einen Tipp dankbar oder Sie schicken mir eine email ?! ;)

Die steuerliche Konzeption und die 200% beziehen sich natürlich auf die Einlage, evtl. habe ich mich da einfach vertippt. Die Auswirkung auf die Kapitalbindung, mit welcher ich mich im Risiko befinde, halte ich für äusserst positiv.
Das erhöhte Risiko der Nachschußpflicht ist über die Vorverkäufe ( oder Garantien ) abgedeckt. Es bleibt also wieder das Nachsteuerkapital, welches verloren werden kann.

Auf die Einflußnahem bin ich nur gekommen, weil Sie die Herstellereigenschaft als Maßgeblich herausgestellt haben und als besonderen Vorteil des GFP. Jetzt ist das durch Sie ja wieder richtiggestellt bzw. relativiert worden.

Ich werde mich mit GFP näher auseinandersetzen, da Ihre Ausführungen überzeugend sind ( manchmal leider auch wiedersprüchlich :confused: ) und würde mich über die Scope-Analyse sehr freuen. Wie ich gefunden habe, sind sowohl Equity, wie auch der GFP für den Scope-Award für die Transparenz nominiert !

@epizeferi

Etwas übertrieben und wohl ohne Beratung gehandelt ?!
Es gibt ausreichend excellente Beteiligungen und jeder kann das richtige für sich finden. Aber Beteiligungen sollten nur zur Vermögensbeimischung genutzt werden.

Equity ist ein gutes Konzept und natürlich kann jeder einen Flop erleiden. Daß alle Projekte gefloppt sind, ist nicht richtig und sollte so auch nicht in den Raum gestellt werden. Ich halte das für sehr unseriös !
@ bleibaer

dann machen wir doch mal Nägel mit Köpfen: welcher Equity Film (egal aus welchem Fonds) hat denn nachweislich die anteiligen Produktionskosten eingespielt?

Welcher nicht?

Und Geld verdient man erst ab ca. 120% Erlös
Ich schließe mich Thestreetbuster an! Die verarschen doch alle Anleger! Nicht ist bisher gelaufen und nicht einen Cent Gewinn hat irgendetwas von denen erbracht, mehr als die Garantien die hoffentlich Bankunterlegt sind, kommt da nicht! Gruß:mad:
@33,34
Sehe ich auch so. Die beschwichtigenden und scheinbar professionellen Antworten ALLER Anbieter unternehmerischer Filmfonds sind doch blanker Hohn. Was nützt das beste box-office Ergebnis , wenn NICHTS beim Anleger ankommt. Ihr Apollos,GFPs, Ideenkapital, Bolls, VIPs etc etc. zeigt doch mal, was Eure Anleger bis dato ehalten haben. Rien, Nichts, Nothing, Nada... bis auf irgendwelche Pseudoausschüttungen von 5-10%, die wer weiß wie zustande kommen. Und die absolut schlimmsten Konzepte sind diejenigen mit Wiederanlage der Ausschüttungen. Falk läßt grüßen. Hier in der community war mal von den
"Anlegerschafen" die Rede. VOLLTREFFER !!!
stille! ich habe nix anderes erwartet!

@ die medienfondsbranche

überlegt euch mal, ob das alles ok ist, was in diesem business so passiert! in jeder anderen branche würde man mit solchen erfolgsbilanzen (wie medienfonds allgemein) zum teufel gejagt :mad:

wenn ich mir aber die kataloge anschaue, dann wird immer voll auf die kacke gehauen: super geil hollywood wahnsinn! millionenbusiness, nein milliardenbusiness!

und immer schön die anleger reich rechnen mit zahlen, die sich doch alle als gequirrlte scheisse entpuppen. und von den vergangenen pleiten ist nix zu sehen! wir versenken gerade das geld der vorgängerfonds? ach was, no way! die party fängt gerade erst an, und wir werden immer besser! boll fährt mit "Alone in the Dark" 80% unter Prospekt ein, VIP ist 98% unter plan. schaut doch mal in die neuen vip und boll prospekte. steht davon etwas? nein, wir sind alle super.

und dass ihr vertriebler diese neuen pleitegeier dann auch noch verkauft und den anlegern die vorherigen pleitefonds verschweigt ist eine unverschämtheit! (danke commerzbank!)

aber vielleicht laufen ja alle filme schlecht und alle leiden darunter? die studios, die fondsinitiatoren, die vertriebler? Nöö, so haben wir schließlich nicht gewettet! in hollywood lachen sich die bonzen einen ast über deutsche trottel, und die fondsinitiatoren wie die vertriebler doch ebenso. 15% weichkosten bei einem 200 mio medienfonds. leute, das sind 30 mio euro:eek: alles kosten? dass ich nicht lache! schön die taschen voll stopfen und dem anleger das blaue vom himmel erzählen. die trottel sehen doch eh nur steuerersparnisse und das setzt das gehirn völlig aus.

es ist übrigens wirklich eine leistung, in einem so lukrativen business wie dem filmbusiness (vielfältige globale und höchst attraktive wertschöpfungsketten!) geld zu vernichten! super job! aber nein, was sag ich. ihr seid alle die besten!

in diesem sinne, eine schönen tag noch!
[posting]17.675.324 von Seiteneinsteiger am 24.08.05 21:32:46[/posting]@ Seiteneinsteiger:

Auch wenn an Ihren Ausführungen (und den vorhergehenden von VINSUPER etc.) durchaus so einiges dran ist, empfiehlt sich eine differenziertere Betrachtungsweise.

Was ich von den sog. "großen" Initiatoren halte, habe ich in diversen Postings wiederholt geschrieben, so daß ich mich hier nicht wiederholen muß. Perverserweise wird in Deutschland immer angenommen, ein Fondsanbieter ist super, erfahren und was weiß ich noch alles, wenn er nur genug Fondsvolumen umsetzen konnte. Das ist vielleicht Vertriebsstärke, sagt aber über die Qualität leider noch nicht viel aus.

Jetzt gehe ich nicht soweit, daß ich behaupte, nur GFP ist klasse, und da könne nie etwas passieren. Fakt ist aber, daß gerade die großen Anbieter wie z.B. Cinerenta, Apollo usw. meiner Meinung nach die Anleger mit großartigsten Versprechungen lockten. Um sich jetzt mehr oder minder ungerührt hinzustellen und zu sagen, daß das doofe Publikum schuld sei. Und sich Herr Anleger wohl vom größeren Teil seiner Beteiligung verabschieden könne.

Fakt ist aber auch, daß die bisherigen Ergebnisse aller 21 Filme aus GFP 1 über dem Prospektansatz liegen. Das fängt bei den Vorverkäufen an, welche ausnahmslos über den Vorgaben liegen. Und geht bei der zu erwartenden Gesamtperformance des Fonds weiter. Selbstverständlich muß dabei berücksichtigt werden, daß auch wir keine Kristallkugel haben und daher ein guter Teil dieser Zahlen genau das ist, als was er bezeichnet wird: Prognose. Erwartung. Nichts ganz Sicheres. Das wissen wir erst dann genau, wenn der Fonds abgewickelt ist. Doch grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, daß das Boxoffice nur dann etwas taugt, wenn auch ein angemessener Teil beim Anleger ankommt. Wie schön so etwas klappen kann, sieht man bei "Der WiXXer". Wo die Anleger schon ungeplante Sonderausschüttungen bekamen.

Was die Ausschüttungen angeht: Zumindest GFP 1 (für GFP 2 ist es noch zu früh) hat bislang deutlich mehr an die Anleger ausgeschüttet als geplant. Und zwar aus dem operativen Geschäft! Nicht aus irgendwelchen Liquiditätsreserven. Und natürlich kann ein Fonds wie GFP noch gar nicht mehr ausgeschüttet haben. Weil das allermeiste Geld wieder in neue Filme investiert wurde. Das wird sich allerdings in absehbarer Zeit ändern. Es ist im übrigen nichts Verwerfliches, wenn ein Fonds, der nicht reinvestiert, zuerst ggf. vorhandene Verleihgarantien an die Anleger auszahlt. Natürlich ist das noch kein Gewinn. Sondern erstmal Kapitalrückzahlung. Sollten die Filme darüber hinaus noch mehr Einnahmen erwirtschaften, kann man von Gewinn sprechen. Siehe Posting von TheStreetbusters, der als Schwelle ca. 120% der Produktionskosten nannte.

Zu Ihrer Attacke auf die Reinvestition: Das ist zu pauschal. Nur damit kann ich mit einer gegebenen Menge Geld deutlich mehr Filme produzieren. Und damit sowohl meine Einnahmenbasis verbreitern wie auch das Risiko streuen. Und nur damit kann man auch deutlich mehr Geld verdienen als in einem Fonds, welcher nur einmal investiert und Rückflüsse auskehrt, also zugunsten der Anleger der Kasse entnimmt. Wenn die Einnahmen stimmen. Denn das ist das Risiko der Reinvestition. Daß mit späteren Flops die möglicherweise sogar guten Anfangsergebnisse verwässert werden bzw. bei Flops am Anfang die gesamte Reinvestition blitzartig zum Erliegen kommt. Dieses Problem kann man sehr schön, siehe GFP, und weitgehend eindämmen. Ganz eliminieren darf man es nicht. Denn wo bleibt dann das unternehmerische Risiko, welches für die Herstellereigenschaft so absolut wichtig ist?

Also: Bitte nicht pauschal auf alle eindreschen, wenn Sie nur einige meinen.

Schönes Wochenende.........Wilhelm Ott GmbH
H:look::plo Herr Ott,

sie sind sicherlich jemand der sich sehr gut mit den sachen auseinandergesetzt hat! Nach meinen eigenen Erfahrungen mit VIP,Apollo etc. glaube ich allerdings absolut nicht an das Konzept der Reinvestition! Wenn Sie eine prima Aktie haben und mit Gewinn aussteigen und das Geld direkt wieder neu investieren ist ebenfalls keine größere Gewinnchance als vorher vorhanden! Meine Überzeugung "Finger weg von Reinvestitionsfonds" es gibt niemanden der bewiesen hätte das dort irgendeine wirtschaftliche Sinnhaftigkeit drin steckt! Gruß
Doch, die Weichkosten werden auf wesentlich mehr Ertragsvolumen umgelegt .... sofern ein Medienfonds Ertrag erwirtschaftet :laugh:


Filmfonds verlieren Steuervorteile
Fiskus verwehrt Victory-Media-Fonds Verlustzuweisungen
- CDU will Modell abschaffen

von Leo Fischer

Düsseldorf - "Die Abschaffung steuerlicher Verluste bedeutet den Tod der Filmfonds", prophezeit Analyst Stefan Loipfinger. An den vorgezogenen Bundestagswahlen scheiterte der Paragraph 15b, mit dem Rot-Grün die Verrechnung von steuerlichen Verlusten beenden wollte. Eine CDU-geführte Bundesregierung will aber mit Wirkung 2006 die Steuersparfonds abschaffen. Doch vielleicht bedarf es gar nicht solcher finanzpolitischer Maßnahmen, um den Filmfonds den Todesstoß zu versetzen. Denn bei einigen früher aufgelegten Filmfonds brennt es lichterloh.

Daß Einnahmeprognosen bei Filmfonds reine Kaffeesatzleserei bedeuten, wurde sogar aus dem Kreis der Initiatoren bestätigt. Und die Fonds, die tatsächlich ihren Anlegern über Ausschüttungen ihren Einsatz zurückbrachten - von einer Rendite gar nicht zu sprechen - lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Und ein Filmfondsinitiator, der im Laufe von mehr als zehn Jahren bei einigen Fonds dieses Kunststück fertigbrachte, die Victory-Gruppe, erlebt nun ein Fiasko: Das Finanzamt München hat die steuerlichen Verluste der Victory-Media-Fonds 2 bis 6 nach einer Betriebsprüfung zum größten Teil aberkannt.

Der Attraktivität von Filmfonds für Anleger in hoher Steuerprogression liegt darin, daß 100 Prozent der Kommanditbeteiligung als steuerlicher Verlust geltend gemacht werden können. Wenn der Anteilserwerb teilweise mit Fremdkapital finanziert wird, schnellt diese Quote auf 170 bis 180 Prozent der Bareinlage hoch.

Das Schicksal der Victory-Fonds kann auch noch anderen Filmbeteiligungen drohen. Denn sicher sind die von den Finanzämtern im Emissionsjahr zugewiesenen Verluste erst, wenn die Betriebsprüfung feststellt, daß diese zu Recht gewährt wurden. Und das geschieht in der Regel erst vier bis fünf Jahre nach der Auflegung der Fonds. Vor allem bei Fonds, die nach dem Medienerlaß vom 5.8.2003 konzipiert wurden, besteht das Risiko, daß die Betriebsprüfung in einigen Fällen die steuerlichen Verluste streicht.

Der verschärfte Medienerlaß fordert nämlich für die Nutzung von Verlustzuweisungen den anlegerbestimmten Fonds. Das heißt: Die Anleger müssen über einen Beirat, dem keine dem Initiator nahestehende Person angehören darf, über den Filmstoff, das Budget, die Schauspielerbesetzung und die Drehorte mit entscheiden. Diese Vorschrift hat die Branche wider Erwarten reibungslos umgesetzt. Ob wirklich kein Haar in der Suppe zu finden ist, entscheidet der Betriebsprüfer.

Der Marktführer der letzten Jahre, VIP, wird die erhoffte Sonderkonjunktur des letzten Jahrsendgeschäfts kaum nutzen können: Die Commerzbank, über deren Tresen VIP rund drei Viertel der fast 400 Mio. Euro Kommanditkapital des VIP 4 im Jahr 2004 eingesammelt hat, stellte den Vertrieb der aktuellen VIP-Fonds (5 und 6) ein. Die Entscheidung fiel, nachdem Heinz Gerlach, Herausgeber des Branchendienstes "Direkter Anlegerschutz", der Commerzbank die eklatante Zielverfehlung früherer VIP-Fonds vorgehalten hat. Die tatsächlichen Erträge des VIP 3 entsprächen zwei Prozent der Prognosen. VIP-Chef Andreas Schmid weist als Erklärung darauf hin, daß sich der Drehbeginn der Filme "nach hinten verschoben" habe.

Eine erhebliche Zielverfehlung mußte auch die Chorus-Gruppe den Kommanditisten der in den Jahren 1999 bis 2001 plazierten Apollo Medial-Fonds 1 bis 5 gestehen. Der Münchner Initiator läßt die Anleger aber nicht im Regen stehen, sondern hat eine Restrukturierung aller fünf Fonds in die Wege geleitet, die das Ziel hat, den Anlegern den Einsatz zurückzahlen zu können - unter Berücksichtigung der anfänglichen Steuervorteile. Der Initiator selbst verzichtet auf Forderungen und Managementgebühren von zwölf Mio. Euro. Bei einigen der betroffenen Fonds wähnten sich die Anleger auf der sicheren Seite, weil angeblich eine Erlösausfallversicherung über einen Londoner Broker abgeschlossen worden war. Doch eine solche Versicherung gibt es überhaupt nicht. Auch andere Initiatoren wie Cinerenta sind auf diesen Humbug hereingefallen.

Artikel erschienen am Sa, 3. September 2005

www.welt.de
Halle Herr Ott,

warum wird der GFP3 eigentlich "schlechter" gerechnet als der 2er?
Kann mir jmd sagen warum das FA bei Victory die steuerlichen Verluste nicht anerkannt hat?
[posting]17.790.680 von TheStreetbusters am 05.09.05 16:43:45[/posting]@ TheStreetbusters:

Kaufmännische Vorsicht. Es sollen weit überwiegend TV-Produktionen kommen (min. 80%), und da die Sender zur Zeit selbst nicht ganz so klar sehen, wie sich ihre Werbeeinnahmen entwickeln werden, nimmt man sicherheitshalber für die Zukunft etwas niedrigere Lizenzeinnahmen an.

Sollte sich die Situation künftig bessern, wie es gerade bei Pro7 schön zu sehen ist, kann das für den Fonds ja nur positiv sein.

BTW: "Blickpunkt Film" meldet: Der Actionfilm "Tsunami" bricht erste Rekorde. Noch vor der Ausstrahlung am 29.09. auf Pro7. In Spanien erreichte er einen Marktanteil von gigantischen 26%! Der Film wurde bereits nach Frankreich, Italien und Spanien verkauft, noch bevor er den Schneideraum verlassen hatte, wie es vom Verleih Beta-Film heißt. "Tsunami" ist übrigens eine GFP-Produktion. :):):)

Schöne Grüße........Wilhelm Ott GmbH
[posting]17.793.501 von WePeHA am 05.09.05 23:03:09[/posting]@ WePeHa:

Soweit ich informiert bin, muß das mit dem Thema "Ausländische Betriebsstätte" zusammenhängen. Absolut tödlich für Verrechnung von Werbungskosten im Inland. Mal sehen, wenn ich noch Näheres erfahre, poste ich es hier.

Schöne Grüße........Wilhelm Ott GmbH
Gibt es überhaupt Anleger, die ihr in Medienfonds angelegten Vermögen jemals zurückerhalten haben?

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Film floppt ist mehr als 90 %. Und wenn ein Film mal nicht floppt sind die amerikanischen Verträge so gestaltet, dass der amerikanische Partner die Kohle macht.

Ich kenne keinen Medienfonds, der nicht gefloppt ist!!!
[posting]17.798.581 von Risikoscheu am 06.09.05 14:19:35[/posting]@ Risikoscheu:

Gibt es. Zum Beispiel die Anleger, welche damals "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" produzierten. Die hatten dann sogar das Problem, daß sie ganz hübsch Steuern zahlen mußten. Weil sie viel mehr Geld zurückbekamen als erwartet ...

Selbstverständlich ist das Floprisiko bei Filmen hoch. Ganz besonders bei Kinofilmen. Zwar nicht gerade 90%, aber auch nicht sehr viel weniger. Doch kann man dagegen durchaus vernünftige Sicherungssysteme einbauen. Das System GFP zeigt sehr schön und eindrucksvoll, wie so etwas funktioniert.

Die Amis haben zu ihren üblichen Absicherungen noch eine "Alternative" auf Lager: So ziemlich alle Filme, bei denen man gaaar nicht sicher war, daß sie wenigstens ihre Kosten wieder einspielen, wurden mit deutschem Geld mindestens cofinanziert. Das größtenteils deprimierende Ergebnis ist bekannt. Auch wenn sich Initiatoren heute hinstellen und verkünden, daß man jetzt alles besser machen würde. Die ziemlich sicheren Kandidaten der großen US-Studios hingegen fanden - und finden - immer eine amerikanische Bank, die zur Finanzierung bereit war.

Das ist im Übrigen der wesentliche Grund, weshalb GFP sich auf solche Spielchen erst gar nicht einläßt. Weil die Amis alles andere als Amateure sind. Die Medienbranche ist ein Haifischbecken. Und gerade die mit den Stars and Stripes auf der Rückenflosse haben ganz besonders große und scharfe Zähne. Daher lautet die Devise von GFP ja auch: "Schuster, bleib bei deinem Leisten". Und die Anleger fahren sehr gut damit. Wie gestern auf der Gesellschafterversammlung von GFP II - wieder mal - höchst erfreut zu vernehmen war.

Schöne Grüße aus dem sonnigen Schlüsselfeld.......Wilhelm Ott GmbH
Hallo Herr Ott,

gab es auf der GV irgendwelche "Big News"?

Bin übrigens ganz Ihrer Meinung. Habe selbst in den USA studiert und für eine US Firma gearbeitet. Man lebt eben getrau der US Nationalhymne: "In God we trust ... all others pay cash." :laugh: :laugh:

In diesem Sinne
Staatsanwaltschaft gegen VIP

(DER FONDS) Am 27. September hat die Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren gegen Andreas Schmid, Eduard Wallner und Andreas Grosch eingeleitet. Die drei sind Mitglieder der Geschäftsleitung bei VIP Medienfonds. Mit untersucht wird auch die Rolle des steuerlichen Beraters der Geschäftsleitung, dessen Namen weder Staatsanwaltschaft noch VIP nennen wollten.

Die Staatsanwaltschaft spürt einem Anfangsverdacht auf gewerbsmäßigen Betrug sowie Steuerhinterziehung hinterher. Der Anwalt der Betroffenen hält dagegen, „nach erster Prüfung“ seien alle Vorwürfe in seinen Augen unzutreffend.

Betroffen sind von den behördlichen Untersuchungen die beiden Medienfonds VIP 3 und VIP 4. Die Staatsanwaltschaft nimmt an, das Garantiekonzept des Fonds würde steuerlich nicht in voller Höhe aufgehen. Anleger, die die Fonds dennoch gezeichnet haben, hätten also einen finanziellen Schaden in Höhe des Agios erlitten. VIP selbst betont, die Vorwürfe gingen nicht dahin zu behaupten, dass angelegte Kapital sei verloren. Einen Zweifel an den Garantien der Dresdner Bank für den VIP 3 sowie der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank für den VIP 4 hat die VIP nicht.

Zu weiteren Aussagen war das Haus nicht bereit.

28.09.05 ag
...was sagen die gut informierten Kreise dazu? Für das Aberkennen von Steuervorteilen braucht man doch wohl nicht gleich den Staatsanwalt...
Deutschlands Fondsbranche droht der schlimmste Skandal seit Jahren. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den prominenten Medienfondsanbieter VIP wegen Betrugs in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Tausende Anleger der VIP-Fonds-III und -IV bangen um ihr Steuersparmodell.

Der führende deutsche Medienfondsanbieter VIP München ist in Schwierigkeiten. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen die Filmfinanzierungsfirma um Chef und Unternehmensgründer Andreas Schmid wegen Betrugs. Der Vorwurf der Ermittler: VIP München habe das Geld seiner Anleger aus den Filmfonds VIP-III und VIP-IV gar nicht zu Filmproduktionen eingesetzt.

"Wir glauben, dass die Gesellschaft um Firmengründer Schmid das Geld der VIP-III- und VIP-IV-Anleger nie in Filmproduktionen gesteckt, sondern direkt auf Konten zweier Großbanken weitergeleitet hat", sagt Oberstaatsanwalt Anton Winkler gegenüber manager-magazin.de.

Die Staatsanwaltschaft München I hat am Dienstag dieser Woche bereits die Münchener Geschäftsräume der VIP-Gruppe durchsuchen lassen und dabei vor allem elektronische Daten sichergestellt. Auch die Privaträume des Fondspromotors Schmid wurden durchsucht.

VIP München war einer der ersten Anbieter, der seinen Anlegern besondere Sicherheiten für ihre Investments einräumte. Je nach Fonds garantierten die VIP-Vertragspartner Dresdner Bank und HypoVereinsbank den Anlegern, nach Ende der Fondslaufzeit im Jahre 2011 und 2014 mindestens das eingezahlte Kommanditkapital zu erstatten - egal wie gut oder schlecht sich das Filmgeschäft der Fonds entwickeln sollte.


Die Garantien für die VIP-III-Anleger übernahm die Dresdner Bank, die HypoVereinsbank sprang für die VIP-IV-Investoren in die Bresche.

Die Staatsanwaltschaft München I wirft dem Münchener Medienfondsanbieter VIP nun vor, das Geld seiner Anleger sogleich den beiden Großbanken zur Verfügung gestellt zu haben, die das Kapital als Sicherheit für ihre eigene Garantieerklärung nutzten und zinstragend anlegten. Neue Kino-Krimis, Komödien oder Fernsehfilme habe VIP mit dem Geld seiner Anleger dagegen nie produzieren lassen. VIP-Chef Schmid will zu den Vorwürfen nicht Stellung beziehen. Behält die Staatsanwaltschaft Recht, hätte das für die Investoren der VIP-Fonds-III und -IV fatale Folgen.

Quelle: Manager-Magazin
VIP – Geschäftsführer Andreas Schmid verhaftet
Staatsanwaltschaft veranlaßt Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr

Untersuchungshaft. Der leitende Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I, Christian Schmidt-Sommerfeld, bestätigte heute Mittag auf Anfrage des fondstelegramm die Verhaftung von Andreas Schmid, Geschäftsführer der VIP München. Als Haftgrund für die Untersuchungshaft wird Fluchtgefahr genannt. Weitere Informationen waren von der Staatsanwaltschaft noch nicht zu bekommen. Auf Seiten der VIP dagegen wusste nach eigenen Aussagen weder die hauseigene Pressestelle noch die externe PR-Agentur Bruno Media von Schmids Verhaftung. In einer VIP-Pressemitteilung von heute Vormittag wurde bekanntgegeben, dass Schmid bis zur Klärung der Vorwürfe seine Ämter innerhalb der Unternehmensgruppe ruhen lasse.

Anschuldigungen. In der Vorwoche teilte Oberstaatsanwalt Anton Winkler, Pressesprecher bei der Staatsanwaltschaft München I, fondstelegramm mit, dass gegen die Mitglieder der Geschäftsleitung Andreas Schmid, Eduard Wallner und Andreas Grosch sowie den steuerlichen Berater wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug und Steuerhinterziehung ermittelt werde. Nach seinen Aussagen gab die VIP in den Steuererklärungen an, das Geld der Anleger für die Produktion von Filmen verwendet zu haben. Tatsächlich aber sei es direkt zur Absicherung der Schuldübernahme durch Großbanken verwendet worden. Bestätigt sich dieser Verdacht, bestünde kein Unternehmerrisiko und damit keine Gewinnerzielungsabsicht. Dadurch würde die Grundlage für die steuerlichen Verlustzuweisungen fehlen. Als Folge gehe die Staatsanwaltschaft davon aus, dass dem Anleger ein Schaden in Höhe des Agios und der Fondsnebenkosten entstehen würde, da er im Falle einer Nichtanerkennung der Steuervorteile den Fonds nicht gezeichnet hätte.

Quelle: Fondstelegramm
...und das wurde mir von der commerzbank als sicheres Invenstment empfohlen.. :(

hoffentlich droht jetzt nicht der totalverlust!!
Hi,

erst so ein riesen Aufschrei und tamtam. Und jetzt ? Still ruht der See.

Gibt es denn hier irgend was Neues ?:confused:

Grüße

faxe
Hallo Faxe,

gestern wurde doch ein Schreiben mit einer Stellungnahme an die Anleger versandt.... Sieht wohl nicht nach "Totalverlust" aus....

Gruss KevinFred
[posting]18.332.947 von KevinFred am 18.10.05 18:49:21[/posting]ja, habe da schreiben auch erhalten. aber seriös erscheint mir die anlage auch nicht mehr.. :-(
Nichts Spektakuläres.....

Die Geschäftsführung wurde entlastet.
Eine kurze Erklärung zum Sachverhalt.
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sollen entkräftet werden.
100% des Kommanditkapitals sind durch eine Schuldübernahme der Dreba abgesichert.
Das GV-Protokoll folgt.

.....das wars....

Gruss KevinFred
Der Behauptung der Staatsanwaltschaft, 80% des Kommanditkapitals seinen NICHT für die Filmproduktion aufgewandt worden, wurde im Brief nicht widersprochen...
Deshalb kann es sein, dass die Steuervorteile im Eimer sind. P.S. Die Bankgarantie kommt von der HVB, nicht von der Dreba
Und das hat eine Steuerberatungsgesellschaft abgenickt? Und ein Beirat? Und eine Großbank? Denen sollte man allen in die Ei.. treten!

Leute, laßt Euch das nicht gefallen!
:confused:Welche sinnvollen Maßnahmen sollten wir? möglichst schnell einleiten, um die Schäden zu begrenzen?
Filme mit Billigbudgets können und konnten nie die versprochenen Erfolge einfahren, also doch Totalverlust + (!) Steuerschaden ("echtes Minus von 149%")

Daher; Anleger müssen sich zusammenschließen, Solidarisieren, Ziel gemeinsames Verhandeln mit Garantiegebern Dreba + Hypo und möglichen Versicherern im Hintergrund, Info-treffen und Veranstaltungen im November, Dezember?
Anleger müssen vor Zeichnung von "Steuerstundungsmodellen" einfach den Kopf einschalten.

Dann brauchts hinterher keine Solidarisierung.

Aber selbst jetzt laufen die Kaledos, GFP`s etc noch weiter. Selber schuld.

Herr Koch aus Hessen hat für heute Abend schon den staatlichen Kehraus angekündigt. Welche Steuermodelle wird`s da wohl erwischen?

Gruß Kickaha
Wie sagte der Rechtsproffesor:

Sie wollten Verluste, jetzt haben Sie welche. Warum machen Sie ein Geschrei darum? Es ist doch genau das eingetreten, was Sie wollten.

Gruß
[posting]17.358.892 von epizeferi am 27.07.05 10:47:40[/posting]Hier hat sich ja nichts mehr getan, die Frage ist nun was tun? Weiter vertrauen? Kennt jemand schon eine Interessengemeinschaft?
Es ist in der Presse bislang immer nur von den VIP Medienfonds Nr. 3 und 4 die Rede.

Weiss jemand, inwieweit möglicherweise auch frühere VIP-Fonds betroffen sind, z.B. der VIP Medienfonds Nr. 2?
ich schlage vor tatsächlich erst mal die ruhe zu bewahren.
von totalverlust kann momentan nicht die rede sein.
das geld liegt laut focus money sicher bei zwei deutschen großbanken.
eine dritte deutsche großbank ist aktiv in der vermittlung verwickelt.
persönlich glaube ich das die beteiligten banken, wenn wir alleine nur von der einlage reden, sich einen supergau von knapp 700 Mio. Euro nicht erlauben können. abgesehen das die vermittelnde bank auf anhieb eine große zahl von mehr als wichtigen geschäftskunden verlieren würde.
nun zu den lieben statsdienern.
das medienfonds schon lange den finanzbehörden ein dorn im auge ist, wissen wir alle.
Ist es also verwunderlich, das die statsanwaltschaft ausgerechent ende september kurz for dem vierten quartal zuschlägt, das wichtigste quartal der branche , wo alle wie gef... eichhörnchen rumlaufen um noch irgendwie steuern zu sparen?
medienfonds sind für normal denkende menschen nun tabu, ohne das es die gesetzesänderung gab.
strategisch perfekter schachzug, kopliment.
was die ermittlungen jetzt bringen wird sich zeigen irgendwann 2006, hoffentlich.
dann wissen wir auch ob ein schaden entstanden ist, erst dann kann man vorgehen.

also, erst mal ruhig blut.
75% der Fonds VIP3 und VIP4wurden von Beratern der Commerzbank verkauft.
Diese Kunden, zu denen ich gehöre, sollten die Commerzbank in die Verantwortung nehmen. Wie könnte dieser Personenkreis für eine schlagkräftige Interessengemeinschaft zusammenfinden?
hallo
war gestern auf der homepage von vip-medienfonds.de und habe die gedrehten filme gezählt. es sind ca. 10 filme,
die ab 2004 bis anfang 2006 ins kino kommen.
wenn jeder film jetzt 20. mio gekostet hat, dann dürfte das bankkonto keine zig mio an guthaben aufweisen.
wie erklärt sich jetzt der vorwurf der staatsanwaltschaft?

beim juragent hatte ich rats fatz die forderung vom finanzamt auf dem schreibtisch, bei vip hört man seit über einem monat nichts mehr?
zu vip2
ich habe einen nachtrag erhalten. die filme sind aufgrund der verspäteten fondsschließung erst verspätet abgedreht worden. filme wie 7 zwerge oder monster waren eindeutige finanzielle erfolge.
--- beim juragent hatte ich rats fatz die forderung vom finanzamt auf dem schreibtisch, ---

Würde mich interessieren: Ist der nicht anerkannt worden?
@Tacho,

ja so findet man den Thread - und der ist mir auch bekannt, sind ja auch ein "Paar" Postings von mir dabei ;)

Ab was nun berniebaer genau an Forderungen vom Finanzamt w/Juragent auf dem Tisch liegen hat würde mich trotzdem interessieren.

Grüße K1
die adresse vip-medienfonds.de führt direkt auf die homepage von vip.
Servus hat jemand von Euch ne Ahnung wie das jetzt da weitergeht? Ich meine VIP 3 hat doch Filme gemacht, hab mich gestern sogar in der Videothek nach welchen erkundigt und wenns die Filme gibt, dann gibt es doch auch die Verluste und dann kann das Geld doch nicht bei der Bank liegen und sich verzinsen. Ich hab mal gelernt, dass man Geld nur einmal ausgeben kann! Also entweder ich zahl für die Sicherheit oder ich mach den Film! Müsste doch nicht so schwer sein das nachzuvollziehen.
ich habe den VIP4 gekauft.. Fühle mich aber reingelegt.

Soll ich versuchen den Kauf rückabwickeln zu lassen (notfalls mit Anwalt)? Oder erstmal abwarten?:confused:
An Alle:

Wer von Euch (Betroffene/Vermittler) hat zu den Fonds

VIP Medienfonds III
VIP Medienfonds IV

ein Prospektprüfungsgutachten
und/oder ein Steuergutachten

Ich bitte um Rückmeldung - danke interna
Kaminholz,

ein Anwalt hat mir gesagt: Erst mal abwarten. Wann hast Du denn gekauft?

Gruß interna
[posting]19.186.390 von interna am 07.12.05 13:51:51[/posting]anfang 2005 glaub ich
Interna,
ich habe das WP-Gutchten zum VIP 4
soll ich da was bestimmtes mal nachschlagen?

wegemann
Kaminholz,

schaue mal nach, ob Du nicht zurücktreten kannst, weil Dir nicht alles ausgehändigt wurde. Details über Boardmail.

wegemann,

Du hast Boardmail - eilt - Danke!




interna
Ich bitte noch um Boardmails - denn VIP IV soll keine Details erhalten.

Gruß interna
Da verdienen die Anwälte jetzt wieder...

Commerzbank, Dresdner Bank und HVB droht Klage wegen Filmfonds

FRANKFURT (Dow Jones)--Drei deutschen Großbanken droht eine Schadenersatzklage wegen ihrer Geschäfte mit dem Filmfonds-Anbieter Film & Entertainment VIP Medienfonds bzw dem Vertrieb der Produkte. "Wir bereiten im Namen von rund 70 Anlegern eine Schadenersatzklage gegen Verantwortliche der VIP Medienfonds, aber auch gegen die Commerzbank, die Dresdner Bank und die Hypovereinsbank vor", kündigte Jens-Peter Gieschen, Rechtsanwalt bei der Bremer Kanzlei KTAG, am Dienstag im Gespräch mit Dow Jones Newswires an. In der zweiten Februarhälfte werde die Klage voraussichtlich eingereicht, da die Ansprüche der Anleger andernfalls bereits Ende März verjähren könnten.

Der VIP-Vorstandsvorsitzende, Andreas Schmid, sitzt bereits seit 29. September 2005 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen ihn wegen des Verdachtes auf Steuerhinterziehung und Betrug. Gieschen zufolge könnten die Dresdner Bank und die HVB dazu Beihilfe geleistet haben. Der Commerzbank wirft er Falschberatung beim Verkauf der beiden VIP Medienfonds 3 und 4 vor.

Schmid soll bei den beiden VIP Medienfonds mit einem Volumen von 235 Mio bzw 392 Mio EUR entgegen den Angaben in den Fondsprospekten und in Steuererklärungen lediglich einen geringen Teil des von den Anlegern eingesammelten Geldes tatsächlich in die Filmproduktion investiert haben. Der Löwenanteil der Anlegergelder soll hingegen über Zwischenstationen auf Konten der Dresdner Bank und der HVB geflossen sein, um so genannte Schuldübernahme-Garantien der Banken zu finanzieren.

Mittels dieser Bankverträge sollte den Investoren die vollständige Rückzahlung ihrer Gelder am Ende der Fondslaufzeit garantiert werden, während sie zunächst die Fondsverluste steuerlich hätten verwerten können.

Zweifelhaft ist zudem, ob diese Fondskonstruktion mit einer nur geringen Investition in Filmprojekte überhaupt als Medienfonds zu klassifizieren ist und die Verluste dementsprechend steuerlich genutzt werden können. KTAG rechne damit, dass den Anlegern die Steuervorteile aberkannt würden, so Gieschen. Dann stünden ihnen Steuernachzahlungen über 160 Mio EUR ins Haus.

Zudem ist Gieschen zufolge unklar, wieviel die Anleger überhaupt von ihrem Geld zurückerhalten. Denn der Kanzlei lägen Informationen aus den Verträgen mit den Banken vor, dass die Gelder nicht unbedingt an die Film & Entertainment VIP Medienfonds ausgezahlt werden müssten. Der Fonds könne die Banken auch anweisen, das Geld an Dritte zu überweisen. Damit seien die Bankgarantien für die Anleger wertlos, so Gieschen. Sollte die Film & Entertainment VIP Medienfonds in die Insolvenz gehen, drohe den Anlegern schlimmstenfalls sogar ein Totalverlust, da sie keine direkten vertraglichen Ansprüche gegen die Banken hätten.

Die Dresdner Bank und die HVB hätten das ins Visier der Staatsanwaltschaft geratene Fondskonzept durch ihre Beteiligung erst ermöglicht, sagte Gieschen. Daraus erwachse der Verdacht der Beihilfe. Die Commerzbank habe den meisten der jetzt von der Kanzlei vertretenen Anlegern die Fonds als sichere Anlage im Medienbereich empfohlen, ohne darauf hinzuweisen, dass das Investment wirtschaftlich überwiegend als festverzinsliche Anleihe mit niedrigen Zinsen und hohen Kosten zu bewerten sei. Das sei gemäß Wertpapierhandelsgestz als Falschberatung zu werten. Das Wertpapierhandelsgesetz verlangt von einer Bank, ihre Dienstleistung mit der erforderlichen Sachkenntnis und Sorgfalt zu erbringen.

VIP Medienfonds und die drei betroffenen Banken wollten sich auf Anfrage nicht zu dem Sachverhalt äußern. Unisono verwiesen Sprecher darauf, dass ihr Haus zu laufenden Verfahren keine Stellung nehme.

- Von Frank Noetzel, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 29725116,
frank.noetzel@dowjones.com

DJG/fno/mim/brb -0-
ok, die ersten klagen laufen, was machen denn jetzt uns der klage anschließen, oder weiter abwarten?
ich denke wir sollten uns zusammentun um die herrschaften die uns diesen fond vermittelt haben unter druck zu setzen.
dieses banker blabla geht mir mitlerweile richtig auf den keks.
u.a.w.g.
Rechtsanwälte reichen Klage gegen VIP-Medienfonds-Chef und Großbanken ein
23.02.2006

KTAG Rechtsanwälte reichen heute mit einem Streitwert von über 400.000 Euro beim Landgericht Berlin ihre erste Klage gegen den VIP-Geschäftsführer Andreas Schmid, die Commerzbank AG, die Dresdner Bank AG sowie die HypoVereinsbank AG im Zusammenhang mit den VIP-Medienfonds „3“ und „4“ ein. Gegen die Commerzbank AG richtet sich die Klage wegen nicht anleger- und anlagegerechter Beratung, während sich die Ansprüche gegen die weiteren Beteiligten auf einen deliktischen Schadensersatz und Prospekthaftung stützt, so die Kanzlei. Da die HypoVereinsbank nach Ansicht von KTAG Rechtsanwälte ihre Rolle als bloße Kreditgeberin überschritt und deshalb weitergehende Informationspflichten gegenüber den Anlegern hatte, werden gegen sie zusätzlich vertragliche Schadensersatzansprüche geltend gemacht. „Aus dem Fondsskandal wird immer mehr ein Bankenskandal, die Klagen von KTAG-Rechtsanwälte richten sich deshalb nicht nur aus Bonitätsgesichtspunkten in erster Linie gegen die beteiligten Banken“, begründet Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen von KTAG Rechtsanwälte in Bremen die Einbeziehung der drei Banken in die Klage vor dem LG Berlin.

Beide schuldübernehmende Banken waren umfassend in die fragwürdigen Fondskonstruktionen eingebunden und hatten erheblichen Einfluss auf die Umsetzung des Fonds, so Gieschen weiter. Nach einer Aussage von Andreas Schmid habe beispielsweise die Dresdner Bank die Prospekte nicht nur geprüft, sondern sogar mitgestaltet. Obwohl der Commerzbank als Vertriebsbank nach Meinung der KTAG die Weiterleitung der Anlegergelder und sonstigen Prospektmängel nicht verborgen bleiben konnte, vertrieb sie die Beteiligungen fälschlicherweise als „Garantiefonds“ an Tausende von Commerzbankkunden

Nach der Bewertung von KTAG Rechtsanwälte sind die Emissionsprospekte deshalb in mehrfacher Hinsicht unrichtig: Schon die Bezeichnung „Garantiefonds“ stelle eine Irreführung und Täuschung der Anleger dar, da Schuldübernahmen keine Garantien darstellen. Insbesondere bei dem „VIP 4“ werde eine wesentlich höhere Sicherheit suggeriert als tatsächlich vorhanden, nämlich 115 Prozent des jeweiligen Beteiligungskapitals. Rechtsanwalt Dietmar Kälberer von KTAG Rechtsanwälte hierzu: „Unseren Mandanten war regelmäßig nicht bewusst, dass von den Zahlungen aus der Schuldübernahme in 2014 bestenfalls lediglich ein Rest in Höhe von circa 35 Prozent der jeweiligen Beteiligungssumme zur Sicherung des Eigenkapitals zur Verfügung steht. In 2014 ist nämlich von den Zahlungen aus der Schuldübernahme in Höhe von 115 Prozent der Beteiligungssumme zunächst der Kredit zu bedienen, der dann zusammen mit den hohen aufgelaufenen Zinsen ungefähr 80 Prozent der jeweiligen Beteiligungssumme ausmachen wird.“

Weiter habe man den Anlegern verschwiegen, dass letztlich nach Abzug der weichen Kosten die eigenen Gelder zu ungefähr 4/5 als Entgelt für eine Schuldübernahme unter Zwischenschaltung von Firmen an die schuldübernehmende Bank weitergeleitet wurden. RA Kälberer: „Als besonders skandalös bewerten wir dies bei dem ,VIP 4´, da dort die Anleger zunächst 45,5 Prozent der Beteiligungssumme als Kredit bei der HypoVereinsbank aufnehmen mussten. Welchen Sinn – abgesehen davon, dass sich die weichen Kosten über das zusätzliche Volumen beinahe auf insgesamt 70 Millionen Euro verdoppeln werden und die HypoVereinsbank über 100 Millionen Euro an Zinsen berechnen kann – hat dies noch, wenn anstatt zur Produktion von Filmen rund 70 Prozent des jeweiligen Beteiligungskapitals als Entgelt für die Schuldübernahme wieder zurück an den Kreditgeber geht. Es liegt doch auf der Hand, dass Umgehungskonstruktionen bei dem Finanzamt kaum Bestand haben dürften“, so Kälberer. (rmk)

Quelle: FONDS professionell


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