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    Aktien sind keine Wertpapiere - 500 Beiträge pro Seite

    eröffnet am 22.05.02 04:44:53 von
    neuester Beitrag 22.05.02 08:10:48 von
    Beiträge: 3
    ID: 588.898
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      schrieb am 22.05.02 04:44:53
      Beitrag Nr. 1 ()
      Der schlimmste Fehler den ein Anleger machen kann, ist - sich in seine Aktien zu verlieben.


      Aktien sollten heutzutage nicht mehr als langfristige Kapitalanlage betrachtet werden

      • ungeeignet für die Rentenreform der Bundesregierung (System der kapitaldeckenden privaten und betrieblichen Altersversorgung)
      Aktien sollten durch den ständigen Kauf und Verkauf als eine Kapitalvermehrung dienen

      • rein ins Depot, raus aus dem Depot ... etc.

      • Aktien sind keine Wertpapiere, sondern lediglich Handelspapiere

      - ( allenfalls Risikopapiere - etwas Fiktives oder Virtuelles, wie etwa beim Monopoly ).

      - Denn wo bleibt der Wert, wenn man eine Aktie für 30 € kauft, die nach einiger Zeit nur noch 20 € wert ist.

      - ( wenn das Unternehmen nicht schon vorher einen Insolvenzantrag gestellt hat ).

      - Geldscheine oder Wechsel sind Wertpapiere;

      - Briefmarken sind auch Wertpapiere,

      - eine Mauritius, die Sachsen-Dreier, die One-Penny (von 1840) oder die British Guiana (1 Cent)

      - haben noch nie an Wert verloren.
      • Aktien sind keine Altersvorsorge,

      - also Aktien kaufen, im Depot liegenlassen und im Alter verkaufen (wie das in der Old-Economy Usus war).

      - ( sie sind dazu genau so geeignet, wie die staatliche Rentenversicherung oder ein SKL-Los ).

      - Es sei denn man treibt regelmäßigen Aktien-Handel (laufender Kauf und Verkauf).
      • Aktien sind keine Briefmarken

      - ( die man auf alle Ewigkeit im Album bzw. im Depot ablegt ).
      Aktien sind reine Spekulations-Objekte
      » nach der Devise: Kaufen und Verkaufen ... immer wieder ( langfistige Anlagen sind heute ein Risiko ).

      - Die Banken, Investmenthäuser sowie die immer größer werdende Zahl der Day-Trader (auch Privatanleger)

      - nehmen doch permament die Gewinne mit, wie soll da noch etwas für den Kleinanleger über bleiben.

      - Ihre Werbung für die langfristig-orientierten Anleger lautet daher auch: "Gut Ding will Weile haben" !
      • Früher - oder noch vor einigen Jahren ( in der Old-Economy ) kaufte man Aktien bei seiner Bank,

      - ließ sie ruhen und freute sich bei einer Steigerung des Indexes.
      • Heute - ist Aktien-Kauf Vertrauenssache.

      - Schauen sie sich das Unternehmen genau an, von dem sie Aktien kaufen.

      - Gehen sie ins Internet auf die Website der Firma ( das Layout der Seite sagt schon einiges )

      - und dort auf Investor Relations - da sollten alle Informationen über das Unternehmen nachlesbar sein.

      - Glauben sie auf keinem Fall den Börsen-Gurus und Analysten ! Bilden sie sich ein eigenes Wissen !

      - Beispielsweise nicht die Market-Performer ( Kaufempfehlungen ) von einigen Investmenthäusern und Banken,

      - die das betreffende Unternehmen selbst an die Börse gebracht haben ( sogar als Konsortialführer )

      - und dabei bis zu 25 Prozent der Aktien besitzen ( als IPO-Honorar ).
      - Und glauben sie auch nicht allen Ad-hoc-Meldungen der Unternehmen,

      - [ die sich eigentlich auf kurze unternehmens-relevante Mitteilungen beschränken sollten ]

      - sie werden immer öfter zur Selbstdarstellung und Werbezwecken (Dichtung oder Wahrheit ?) missbraucht.

      - Beim Kauf eines größeren Aktien-Paketes von einer Firma, gleich dort selbst vorbeischauen.

      • Handling von Aktien:
      - Aktienanlage ist harte Arbeit und keine Lotterie,

      - Aktien werden gekauft und bei einem Gewinn verkauft um wieder sofort neue Aktien zu kaufen ...

      - Die Erfolgreichen beim Aktienhandel sind die, die mit den Aktien Handel treiben,

      - also immer öfter kaufen und verkaufen [ die Spekulanten - das sind die Gewinner an der Börse ].

      - Die Ober-Erfolgreichen sind die, die ein Day-Trading über ihren Computer betreiben,

      - ohne einen Online-Broker, wie z.B. CONSORS oder E*TRADE zu brauchen

      - allerdings ist das nicht einfach und sehr aufwendig ( Profi-Hardware und Realtime-Börsensoftware ).

      - Die Wenig-Erfolgreichen beim Aktienhandel sind die, die Aktien kaufen und zu lange im Depot halten,

      - darauf warten bis sie einen - meist zu hoch angesetzten - Gewinn machen und auch dann noch nicht verkaufen.



      --------------------------------------------------------------------------------
      Hier ein Beispiel - anhand der Deutschen Telekom-Aktie, wenn man Aktien nicht oder zu spät verkauft:
      • Die höchst populäre T-Aktie im November 1996
      - kostete für Privat-Anleger 28,00 DM ( Emissionspreis noch in DM ~ 14,31 Euro )
      - und für institutionelle Investoren 28,50 DM ( Emissionspreis noch in DM ~ 14,57 Euro ).
      - Der Höchst-Stand - am 06.März 2000 - lag bei 103,90 Euro am Xetra-Dax-30 in Frankfurt
      - bzw. bei 101 Dollar an der New York Stock Exchange ! Die T-Aktie hatte sich zu einer "Cash-Cow" entwickelt.
      • Kurs der Telekom-Aktie, am 7.März 2001 - bei 28,50 Euro.
      - Kurs der Telekom-Aktie, am 13.März 2002 - bei 16,89 Euro.
      - Kurs der Telekom-Aktie, am 03.Mai 2002 - bei 12,80 Euro.
      • Jetzt jammern viele Telekom-Aktionäre, dass sie viel Geld verloren haben,
      - aber wer aus Unwissenheit, gar Dummheit oder Raffgier nicht verkauft hat - ist selber schuld.
      • Prominente sollten nicht für Aktien werben - denn Aktien sind schließlich keine Gummibärchen (Haribo):
      - Aber jetzt dem Schauspieler Manfed Krug einen Vorwurf zu machen,
      - er hatte beim Börsengang der T-Aktie für das Papier geworben - ist absoluter Schwachsinn.
      - Hier der Spruch von Manfred Krug:
      - "Manchmal stehen die Aktien hoch, und manchmal stehen sie niedrig,
      - ein Auf und Ab, grad wie beim Arsch von alten Kaiser Friedrich". (Friedrich II, der Große 1712-86


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      schrieb am 22.05.02 07:25:21
      Beitrag Nr. 2 ()
      und wer`s noch nicht geschnallt hat, den beissen die Bullen!
      Avatar
      schrieb am 22.05.02 08:10:48
      Beitrag Nr. 3 ()
      Die Zeiten wo man im Schlaf Geld verdient sind leider vorbei. Gebe dir 100% recht.
      Handle selber, vertraue niemanden
      (vor allem keinem ANALysten)


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