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Fuchs Petrolub konjunkturresistent? (Seite 260)

eröffnet am 31.05.02 10:33:45 von
neuester Beitrag 09.11.22 15:56:42 von


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    07.06.02 17:01:09
    Beitrag Nr. 15 ()
    @Syrtakihans

    Die Wandelanleihe wird erst bei deutlich höheren Aktienkursen bis 11/02 getauscht - daher eher zurückgezahlt. Es sind ca. € 50 Mio zu 4,13%, bei 2,5% höherer Refinanzierung macht das € 0,32 weniger Gewinn /Aktie.

    Die € 100 Mio Anleihe, die in 2005 ausläuft hat bereits 6,375% Kupon.

    Die ca. € 130 Mio Bankverbindlichkeiten könnten sich allerdings auch noch verteuern, gehe aber von einer Umlage auf die Verkaufspreise aus, da alle Produzenten davon betroffen sind. Sonst wäre hier noch eine evt. Ertragsminderung bei 1,5% Zinsanstieg von € 0,49 /Aktie einzurechnen.

    Sofern man beide Zinseffekte voll von meiner Schätzung von € 12,00 abziehen will, ergibt sich dann gut € 11,- eGewinn 2003.

    Korrigieren möchte ich allerdings den Buchwert pro Aktie um das Genußscheinkapital, es sind dann nur noch etwa € 45 /Aktie. Bei € 11,- eGewinn 2003 eine EK Rendite von 24%.

    CU, goldmine
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    07.06.02 16:01:05
    Beitrag Nr. 14 ()
    Weiter oben lese ich, daß bei Einlösung der Wandelschuldverschreibung 500.000 Papier ausgegeben werden, nach meinen Informationen sind es nur 400.000. Zusätzlich wird es im Falle der Wandlung zusätzliche Rückzahlungsansprüche von 5,0 Mio EUR geben. Summa Summarum wird es ab 2003 durch die Effekte aus dem Auslaufen der Wandelanleihe eine kleine Mehrbelastung von rd. einem Euro pro Aktie geben - egal ob gewandelt oder refinanziert wird. Eine weitere Belastung wird sich aus einer in 2005 auslaufenden 100 Mio EUR Anleihe ergeben, bis dahin haben wir aber zum Glück noch ein wenig Zeit. Ich meine auch, daß Basel II zu keinen nennenswerten Mehrbelastungen bei Fuchs führen wird - zum einen hat das Unternehmen die nötige Bonität um sich weiter günstig zu finanzieren, oder es kann so wie in der Vergangenheit auf den freien Kapitalmarkt zugreifen. Mit einer gewissen Verzögerung wird sich natürlich das gestiegene allgemeine Zinsniveau bemerkbar machen. Unter Berücksichtigung von rd. 60 Mio EUR zur Refinanzierung anstehender kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten könnten sich für 2003 insgesamt eine Mehrbelastung von bis zu zwei Euro ergeben, oder nicht?

    Bezüglich der Gewinnprognosen möchte ich zu bedenken geben, daß der Schmierstoffmarkt inflationsbereinigt gerade mal mit einer schwarzen Null wächst - also selbst bei brummender Konjunktur ist für Fuchs ein inneres zweistelliges Wachstum schwer erreichbar.

    Aber selbst bei einem 2003er KGV von 8 kann man ja wohl noch von einer klaren Unterbewertung sprechen. :)
    Avatar
    06.06.02 13:27:15
    Beitrag Nr. 13 ()
    Auch wenn man den Q1/02 Gewinn nur mit 3,7 auf 2002 hochrechnet und € 1 Mio erhöhten Zinsaufwand in 2003 unterstellt sowie bei besserer Konjunktur nur 8% Gewinnplus, so ergibt sich immer noch ein Gewinn von € 12,00 in 2003. Ich vermute allerdings noch ungenutzte Synergie- und Einsparpotentiale.

    Nach Dividendenzahlung beträgt das KGV 2003 dann 5,3.

    Trotzdem wird zum Kurs von € 68,50 eine größere Verkaufsorder abgearbeitet. Da will wohl jemand vor der HV sein Paket auflösen.

    CU, goldmine
    Avatar
    04.06.02 20:40:00
    Beitrag Nr. 12 ()
    Hallo zusammen!

    Ich habe Fuchs seit längerer Zeit im Research und war zwischenzeitlich auch Aktionär gewesen. Insbesondere zur Fragestellung der Abhängigkeit des Unternehmens von Konjunktur und Rohölpreisen konnte mir das Unternehmen im letzten Jahr folgendes darlegen: Preisschwankungen von Rohöl schlagen nur begrenzt zum Unternehmen durch, da auf der Einkaufsseite Öl- und Chemierohstoffe einer bereits hohen Verarbeitungsstufe angenommen werden. Ein hoher Teil des Margendrucks durch steigende Rohölpreise wird also von den Zulieferern geschluckt. Wie dieses funktioniert zeigt die Vergangenheit von Fuchs. Gegen Konjunkturschwankungen ist die Fuchs AG ebenfalls resitenter als man auf den ersten Blick vermuten mag, weil sie in den stagnierenden Massenmärkten (z. B. Standardmotoröle) weniger starkt präsent ist als in den wachsenden und weniger zyklischen Spezialitätenbereichen (z. B. umweltverträgliche Öle, Schmierlacke usw.)

    Das Eigenkapital besteht mehr als zur Hälfte aus Firmenwerten.

    Eine Unterbewertung sehe ich übrigens auch. Interessant wird es nach dem Dividendenabschlag ...
    Avatar
    04.06.02 10:23:44
    Beitrag Nr. 11 ()
    Hallo Heulsusi,

    willkommen im Board!

    >Mir fallen auch die zuletzt steigenden Umsätze auf, könnte dies mit der bevorstehenden HV zusammenhängen (Dividende??)?

    Ja, ich meine, der Kursverlauf mit Fall ins Sommerloch nach der HV ist typisch für einen dividendenstarken Nebenwert.


    Da es zur Zeit kaum Unternehmen gibt, die in dem schlechten konjunkturellen Umfeld eine positiven Geschäftsverlauf vermelden können, hoffe ich auf eine höhere Bewertung.
    Ich rechne aber auch damit, am Jahresende meine Position verbilligen zu können.

    ciao
    panta rhei
    Avatar
    04.06.02 00:50:45
    Beitrag Nr. 10 ()
    @goldmine
    Einige Faktoren sprechen dagegen, dass man das Ergebnis des 1. Quartals einfach mal vier nehmen kann:

    - im 1. Quartal profitierte Fuchs Petrolub von einem starken Dollar
    - im 1. Quartal profitierte Fuchs Petrolub von niedrigen Ölpreisen
    - im 1. Quartal profitierte Fuchs Petrolub von einer vorübergehend starken US-Konjunktur (z.B. künstlich angeheizter Automobilmarkt)

    Alle drei Faktoren sind heute nicht mehr gegeben. Der Dollar steigt und steigt, der Ölpreis ist wegen der Nahost-Ängste wieder angezogen, und der US-Automobilmarkt entwickelt sich im Mai wieder deutlich schwächer.

    Ab Ende 2002 wird die mit 4,13% finanzierte Wandelanleihe zu refinanzieren sein. Eine Zinserhöhung um 2-3% entspräche einer verschlechterung des Finanzergebnisses um 1-1,5 Mio. €. Der Konzern ist hoch verschuldet (Verschuldungsgrad rund 200%, EK-Quote nur 24%) und könnte durch Basel II und durch mögliche Zinserhöhungen bei anziehender europäischer Konjunktur einen wesentlich höheren Zinsaufwand zu tragen haben.

    Unter Herausrechnung der Goodwill-Abschreibungen bleibt die Aktie aber trotzdem recht preiswert. Ich könnte mir ein 2003er KGV von ca. 6,5 vorstellen, sofern die Weltkonjunktur einigermaßen stabil bleibt.
    Avatar
    03.06.02 23:46:29
    Beitrag Nr. 9 ()
    @Mandrella

    Siehe Seite 9 des Q1/02 Berichtes:

    dort steht, daß man dies auch nach IAS erwartet - also eine Anpassung der G/W Behandlung an USGAAP.

    Zumindest ich als Anleger (Buffet sieht es übrigens auch ganz klar so und ist mit der Neufasung der USGAAP bez. des G/W zufrieden. War m.W. nach bis Anfang der 70er Jahre auch schon so geregelt) rechne die G/W AfA nicht ergebnismindernd. Fast alle DAX100 Firmen buchen den G/W bereits seit längerem ergebnisneutral oder haben keinen nennenswerten abzuschreiben. 2 Bsp.: Gehe und Fresenius mit sehr hohen G/W Beträgen.

    Bei Fuchs Petro ist das aber eine wichtige Größe in der GuV und ist auch nicht weiter steuerrelevant (steuerlich ist das in Dt., EU und USA abschreibungspflichtig und daher steuermindernd). Latente Steuern entfallen somit.

    Wie also auch immer IAS angepaßt wird oder ob Fuchs auf USGAAP wechselt oder man es im Finanzbericht - so wie bereits jetzt von Fuchs übersichtlich präsentiert auf Seite 16 - einfach erläuternd darstellt, wirtschaftlich ist das Gewinn (nach Steuern).

    Daher bleibe ich bei der Zahl € 13 eGewinn pro Aktie 2003.

    Ergänzend ist auch der Buchwert, der über dem Kurs liegt, zu beachten. Die Aktie hat sich halt per Saldo 10 Jahre nicht bewegt, obwohl die company sich verbessert hat. Auch ist die blöde Parallelgesellschaft in der Schweiz mit Fuchs Mannheim verschmolzen und man hat die Beteiligungen / JV - mit DEA - aufgestockt oder übernommen und damit die quotale (und eigentlich unübliche) Konsolidierung dieser Umsätze bereinigt.

    CU, goldmine
    Avatar
    03.06.02 23:28:42
    Beitrag Nr. 8 ()
    Hat sich erledigt; habe eben den Hinweis im Quartalsbericht entdeckt:

    "Mit der erwarteten Anpassung der Firmenwertbehandlung
    unter IAS an die Regeln von US-GAAP,die vielleicht noch in
    diesem Jahr,spätestens aber in 2003 greifen sollten,würde
    keine ratierliche Firmenwertabschreibung mehr erfolgen."
    Avatar
    03.06.02 23:17:22
    Beitrag Nr. 7 ()
    @goldmine
    > Firmenwertabschreibungen, die in 2002 oder spätestens in 2003 nach US GAAP entfallen.

    Wieso US-GAAP :confused:
    Fuchs Petrolub hat in 2002 auf IAS umgestellt.
    Avatar
    03.06.02 23:05:13
    Beitrag Nr. 6 ()
    Hallo pantarhei!

    Ich verfolge schon länger (Passiv, bin erst seit gestern registriert) Deine Postings. Die gefallen mir sehr gut, ebenso die Auswahl Deiner Aktien.
    Habe mir aufgrund der wirklich beeindruckenden Fundamentaldaten eine Portion Fuchs ins Depot gelegt. Nach Lynch ist es nicht unbedingt ein Nachteil, wenn eine Aktie nicht im Rampenlicht von Analysten steht. Mir fallen auch die zuletzt steigenden Umsätze auf, könnte dies mit der bevorstehenden HV zusammenhängen (Dividende??)?

    Gruss

    Heulsusi
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