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ja, heute mal kurz die 83 gerissen und hier evtl pullver für weitere sprünge gen süden:

Wirtschaftsforscher fordern Zinssenkung
13.10.2011, 11:03 Uhr, aktualisiert 11:45 UhrDie schwache Konjunktur in der Eurozone und große Risiken der Schuldenkrise treiben die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute um. In ihrem Herbstgutachten fordern sie von Politik und Notenbank klare Entscheidungen.

Wegen des Konjunktureinbruchs im Euroraum raten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der EZB zu einer Zinssenkung. Die wirtschaftliche und monetäre Analyse der Lage und der Aussichten für den Euroraum sprächen dafür, den Schlüsselzins von 1,5 auf 1,0 Prozent zu senken, schrieben die Institute in ihrem am Donnerstag vorgelegten Herbstgutachten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Zinsen in diesem Jahr im Kampf gegen die anziehende Inflation zwei Mal erhöht. Trotz der aufkommenden Rezessionssorgen hielt sie den Schlüsselzins Anfang des Monats konstant. Da aber nach Aussage des scheidenden EZB-Chefs Jean-Claude Trichet das Für und Wider einer Zinssenkung bereits eingehend besprochen wurde, schließen Experten eine geldpolitische Lockerung in den nächsten Monaten nicht aus.

Die Wirtschaftsforscher sehen Deutschland im Gegensatz zu 2008 zwar nicht vor einer Rezession, schließen diese Gefahr aber ausdrücklich nicht aus. Banken und Versicherungen mit griechischen Staatsanleihen müssten zwar mit Einbußen rechnen, „eine Ansteckung in dem Ausmaß wie nach der Insolvenz von Lehman Brothers ist aber wenig wahrscheinlich“. Sollte sich die Staatsschuldenkrise jedoch weiter zuspitzen, werde das europäische Finanzsystem erneut ins Wanken geraten, so die Experten. Dies würde Auswirkungen auch auf nichtfinanzielle Unternehmen haben. Die deutsche Konjunktur würde dann stärker als erwartet gedämpft, so dass es zu einer Rezession käme.

Kritik übten die Wirtschaftsexperten am Euro-Krisenmanagement der Politik. Sie fordern, endlich einheitliche Verfahren für den Umgang mit Staats- und Bankenpleiten durchzusetzen.

Wirtschaftsforscher streiten über Anleihekäufe der EZB
Auch die Praxis der EZB, Staatstitel von Schuldenländern aufzukaufen, wird in dem Gutachten laut: „Die Mehrheit der Konsortien sieht in dem fortgesetzten Kauf von Staatsanleihen durch die EZB eine Überdehnung ihres Mandats.“ Dies gelte auch für andere unkonventionelle Maßnahmen. So akzeptiere die EZB Staatsanleihen Griechenlands, Portugals und Irlands trotz fehlender Bonität als Sicherheiten für Refinanzierungsgeschäfte.
Mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik verletze die Zentralbank „bisher gültige, zentrale geldpolitische Prinzipien“.

Wie steuert die EZB durch die Schuldenkrise?
Warum muss die EZB nun auch Staatsanleihen aus Spanien und Italien kaufen?Aus Sicht von Beobachtern bleibt der EZB derzeit kaum etwas anderes übrig. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen der beiden großen Euro-Staaten waren zuletzt deutlich gestiegen. Für Italien und Spanien, die ohnehin schon unter einer hohen Schuldenlast ächzen, wurde es dadurch immer teurer, sich zu refinanzieren. „Die Notenbank greift als Feuerlöscher ein, so lange es andere nicht tun können“, sagt Commerzbank-Volkswirt Michael Schubert. „Sie greift immer dann ein, wenn die Gefahr einer Kettenreaktion groß ist.“ Zwar soll künftig der europäische Rettungsfonds EFSF Anleihen von Krisenstaaten kaufen können. Dem Beschluss des Euro-Gipfels vom 21. Juli müssen aber noch die nationalen Parlamente zustimmen und das dürfte noch eine Weile dauern.

Wie reagieren die Märkte?Am Montag sanken die Renditen zehnjähriger italienischer und spanischer Anleihen kräftig. Dadurch wird die Refinanzierung für Rom und Madrid wieder günstiger. Zuletzt waren die Renditen für zehnjährige Anleihen über die von Experten als kritisch angesehene Marke von sechs Prozent geklettert.

Warum wird die Übernahme von Staatsschulden als Tabubruch der EZB gesehen?Ihre Unabhängigkeit von der Politik ist ein herausragendes Merkmal der europäischen Notenbank. Wenn die Währungshüter nun Geld drucken, um damit Staatsanleihen zu kaufen, verwischen sie diese eigentlich klare Trennung von Haushalts- und Geldpolitik. Es könne der Eindruck entstehen, die Notenbank reagiere auf Zuruf der Politik, sagte der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt der „Welt am Sonntag“. Denn die EZB finanziert im Endeffekt die Staatsschulden derjenigen, die mit ihrer allzu laxen Haushaltspolitik gegen den Stabilitätspakt verstoßen haben. Das könnte sich negativ auf die Disziplin der Haushaltspolitiker auswirken - auch in weiteren Ländern, befürchten Ökonomen. Die EZB weist das zurück. Sie wolle mit dem Programm nur die Wirkung ihrer Geldpolitik sicherstellen.

Was passiert wenn die EZB auf den Ramschpapieren sitzenbleibt?Sollte tatsächlich einer der 17-Eurostaaten seine Schulden nicht mehr bedienen können, müssen die Gläubiger - also auch die Notenbanken - auf ihr Geld ganz oder teilweise verzichten. Die EZB müsste die Ramschanleihen als Verlust verbuchen und mit ihren Gewinnen verrechnen. Unter dem Strich könnte dann ein Minus stehen. Verluste und Gewinne der EZB entfallen nach einem bestimmten Schlüssel auf die nationalen Notenbanken. Die Bundesbank erhält wegen der Größe der deutschen Volkswirtschaft den größten Anteil der Gewinne aber auch möglicher Verluste. Für das Bundesfinanzministerium würde dies weniger Geld bedeuten, da die Bundesbank ihren Gewinn an Berlin überweist. „Kommt es ganz schlimm, könnten die Zentralbanken im Notfall aber auch einen Teil ihres Goldes verkaufen“, sagt Schubert.

Woher kommt das Geld für die Anleihekäufe ?Die Währungshüter können unbegrenzt Geld drucken - auch, um Anleihen zu kaufen. Dadurch kann allerdings das Inflationsrisiko steigen.

Seit wann kauft die Notenbank Staatsanleihen?Die Notenbank hat am 10. Mai 2010 beschlossen, auf unbestimmte Zeit und in nicht genannter Höhe Staatsanleihen zu kaufen. Damit reagierte sie mit einer historischen Kehrtwende auf die schwere Euro-Krise, die Griechenland damals erstmals an den Rand der Staatspleite gebracht hatte. Zuvor hatte sich die EZB immer strikt gegen einen solchen Schritt gewehrt. Dass die Notenbank indirekt die Schulden klammer Staaten finanzieren könnte, hatte bis dahin als Tabubruch gegolten. Zuletzt standen Bonds im Wert von mehr als 70 Milliarden Euro in den Büchern der EZB - aus Griechenland, Portugal und Irland.

Zudem habe die EZB bisher nicht überzeugend argumentieren können, dass ihr Handeln unabweisbar gewesen sei, um einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. „All dies hat die Berechenbarkeit und die bisher sehr hohe Glaubwürdigkeit der EZB beschädigt“, urteilte die Mehrheit der Institute.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle, das mit Kiel Economics eine Bietergemeinschaft innerhalb der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose bildet, widerspricht dieser Meinung allerdings: „Nach Ansicht des Konsortiums ergibt sich die Notwendigkeit für die Staatsanleihekäufe aus einer akuten Bedrohung der Stabilität des europäischen, möglicherweise sogar des weltweiten Banken- und Finanzsystems.“

Da die schuldenbeladenen Eurozonen-Kernländer Italien und Spanien im Sommer ins Visier der Märkte geraten waren, hatte die EZB ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen wiederbelebt und damit die Zinskosten der beiden Südländer de facto gedrückt.


Wirtschaftsforscher und EZB richten sich auf Wachstumsdelle ein

Mittlerweile hat sie für mehr als 160 Milliarden Euro Staatstitel von Schuldenländern in ihren Büchern. Kritiker laufen Sturm gegen diese Käufe in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik. Die EZB hofft laut Vizepräsident Vitor Constancio darauf, diese Geschäfte einstellen zu können, sobald der Europäische Rettungsfonds (EFSF) mit den nötigen Kompetenzen zum Ankauf der Schuldenpapiere ausgestattet ist.

Wie bereits berichtet revidieren die Forschungsinstitute ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich nach unten. Die Ökonomen erwarten nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr dann nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent.

Hauptgründe für den Wachstumseinbruch sind die Auswirkungen der Schuldenkrise und die weltweite Konjunkturabkühlung. Im Frühjahr hatten die Experten für 2012 noch ein Wachstum von 2,0 Prozent vorhergesagt. Auf dem Arbeitsmarkt geht das deutsche „Jobwunder“ aber weiter. Im nächsten Jahr werde die Arbeitslosenquote im Jahresschnitt auf 6,7 Prozent sinken (2011: 7,0).

Auch die EZB äußert sich in ihrem Monatsbericht pessimistisch. Das Wachstum des Euroraums werde vermutlich „sehr moderat“ ausfallen. Ausschlaggebend seien unter anderem die schwächere globale Nachfrage und die Schuldenkrise im Währungsraum. Zudem verweist die Notenbank auf ungünstigere Finanzierungsbedingungen. Die Wachstumsrisiken seien damit weiter nach unten gerichtet, während die Inflationsgefahren in etwa ausgeglichen seien. Damit bekräftigt die EZB jüngste Äußerungen ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet.
Ackermann verhandelt über Griechen-Pleite
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,druck-79…
Ackermann in seiner Funktion als Vorsitzender des Internationalen Bankenverbandes (IIF) zentral an den Gesprächen beteiligt. Dabei gehe es darum, dass die Banken Griechenland 50 Prozent seiner Schulden erlassen sollten - und zwar formal freiwillig.

In Finanzkreisen heißt es, dass der "Bild"-Bericht plausibel sei. Allerdings sei noch nicht klar, wie hoch der Schuldenschnitt genau ausfallen werde.

ist es allerdings sehr fraglich, ob bis Ende der Woche eine Einigung zustande kommt.

Für die großen deutschen Banken dürfte ein 50-prozentiger Schnitt auf griechische Anleihen alleine kein großes Problem sein. Sie haben die meisten Papiere in ihrer Bilanz ohnehin schon auf den Marktwert abgeschrieben
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Ich war immer ein Gegner eines radikalen haircuts. Auch weil dann griechische Banken mit Sicherheit neu rekapitalisiert werden müssten und ich Befürchtungen hege, dieser haircut könnte auf noch viel größere Länder wie Spanien oder Italien abstrahlen. In dem Sinne, dass sich aus diesen Ländern die Gläubiger radikal zurückziehen würden. Diese Ansteckungseffekte waren nach meinem dafürhalten so groß, dass es Sinn macht die Leiche Griechenland frisch zu halten. So lange bis sie ihr jrl. Defizit auf ein erträgliches Maß reduziert haben und die anderen Ländern mitttels Sparpakten und einer besseren Konjunktur vom Eis sind. Ein mgl. haircut könnte man 2013 dann ganz in Ruhe durchziehen.

Meine Meinung hat sich aber inzwischen geändert. Die Politiker haben das Problem Griechenland trotz milliardenschwerer Hilfspakete stets nur noch weiter verschlimmert. Insbesondere aus Deuschland war mal von hier und von dort zu hören ... Pleite ... Insolvenz ... haircut. So bringt man keine Ruhe rein, sondern gießt immer nur weiteres Öl ins Feuer. Damit hat man diesen gefährlicheren Schritt unausweichlich gemacht. Ein radikaler haircut der unausgegoren und destabilisierend für die anderen Mittelmeer- Anreinerländer daher kommt. Dies ist nun unausweichlich und 50% haircut sind das mindeste was dabei rausschauen sollte. Ackermann wird sicher nicht mehr machen als das minimum.. ich rechne es bleibt bei einem freiwilligen (Zwang) mit 50% cut.

mfg
Steve!
P.s: Ich glaube sogar, dass dies für dieser Schritt sogar eine Erleichterung für die internationalen Finanzmärkte darstellt.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 42.218.253 von Steveguied am 16.10.11 18:04:02Sehe das Kaskadenrisiko im vollen Lauf. Griechenland hätte eine Chance durch einen Marshallplan gehabt, frische Euros oder weniger Schulden helfen nicht.

Die Abstufungen von anderen Ländern werden in Serie gehen, die Minizinsen durch Ausfallrealitäten zu einem ernsten Problem. Negativrenditen auf ganzer Front auf Jahre, aus Lehman nichts gelernt
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Welche Folgen hat eine Staatspleite?
In der Regel halten sich die Geldgeber zurück, und geben erst nach Jahren zu hohem Zins erneut Kredit, wenn der betreffende Staat seine erfolgreichen Bemühungen glaubhaft machen kann (Siehe Argentienien).
Welche Folge tritt im Falle eines Mitglieds der Währungsunion Euro ein? 1.Verbleibt beispielsweise Griechenland weiterhin Mitglied?
2. Erhält das verbleibende Mitglieds-Land über den Rettungsschirm das Geld, was ihm andere Kreditgeber zu moderaten Konditionen überhaupt nicht geben?

Voraussichtlich werden die europäischen Mitgliedstaaten eine höhere (meines Erachtens grundsätzlich notwendigen) Eigenkapitalausstattung aller Banken (am tatsächlichen Risiko gemessen) beschließen, um bei ihren "kritischeren Bürgern" dem Verdacht entgegen zu wirken, ihre geldpolitischen Beschlüsse hätten sie an der Bankenleine vorgenommen. Denn das den Griechen fehlende Geld dient lediglich zu spontanen Befriedung der Gläubiger.
Wenn die Banken jetzt verhandeln, dann doch nur um starken Restriktionen (Zerschlagung der Banken, Abtrennen des Investmentgeschäfts) entgegen wirken. WGespannt bin ich, welchen Preis die Deutsche Bank bereit ist zu zahlen. denke an ein Abwehrangebot, wie die Zusage eines "dramatischen" Zurücknehmens des Derivategeschäfts.
Ich bin gespannt, denn solche Massnahmen haben dann nachhaltigen Kurseinfluss.
An das Krebsgeschwür in der Finanz- aber auch anderen Branchen, die unmäßigen Abschlussprämien und Boni ist man belegbar nicht wirklich heran gegengen. Bei den unappetitlichen Vergütungen für Vorstände und Aufsichtsräte wimmelt man die Kleinaktionäre weiterhin mit Hinweisen auf die Bedingungen in den USA ab, anstelle mal den Blick nach Japan (beispielweise zu Toyoota) zu richten.
Die Idee: Kündigen der Einlagen seitens der Sparer und Investoren, müsste auch in Deutschland zur Gründung von zukunftsorientierten Banken führen, deren Gründungs- und Betriebsziel nur Dienstleiter für den Auftraggeber und nicht Geldmaschine wäre.
Was sollen wir als Aktionäre tun?
E N T S C H U L D I G U N G
der Beitrag 42.218.894 sollte im thread der deutschen Bank gepostset sein.
Ich meine aber auch, dass er in seinen zentralen Inhalten auch hierher passt.
Schönen Abend
Tratsch
Kommentatoren sehen politische Entschlossenheit und das soll gut sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.218.844 von Friseuse am 16.10.11 23:00:23Griechenland hat eine Chance, wenn es die Strukturen anpasst.
Eine völlig überbesetzte Verwaltung, dazu völlig ineffizient.
(150 000 Steuerverfahren liegen bei den Richtern auf Halde)

Eine strangulierte, behinderte Witschaft und eine Gesellschaft, die stolz darauf ist, wenn man den Staat austrickst.

Gemäß Patriarch Bartholomäus hat GR im Wesentlichen ein moralischen Problem
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Antwort auf Beitrag Nr.: 42.222.151 von hermie01 am 17.10.11 18:06:50Deutsche sind auch Griechen, unterbeschäftigt und so beschäftigt teilineffizient. Grausam schrecklich wird diese Fehlaufstellung in der Regulierung weiter zementiert werden.

http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph…

Die Leitidee ist politisch eine brotlose Verschuldungswirtschaft öffentlicher Kassen. Es geht überhaupt nicht um unternehmerische Freiheiten oder realwirtschaftliche Ziele. Wichtig ist Politiker haben Verfügungsmasse und Rest egal. Wer glaubt an Rückzahlung deutscher Schulden:rolleyes: selbst die Bafin nicht, die regulieren nur als ob und treiben auch Versicherer in eine Non-Return-Kapitalanlage.

Das ist imaginäre Wirtschaft, als ob.
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