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ALLIANZ auf 6-Jahres-Tief! (Seite 3423)



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Godmode sieht den nächsten Schub nach oben kommen bei der Allianz-Aktie:

https://www.godmode-trader.de/analyse/allianz-trendbewegung-…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.839.719 von Der Tscheche am 19.06.19 10:20:35Ich kann es nicht lesen, weiß also nicht ob die Schub nach oben oder Schub nach unten prognostizieren.

Bei Adidas hat das Spiel mit der runden 200er Marke länger gedauert als viele gedacht haben und erst an dem Punkt als nicht perfekte Unternehmensnews zu einem Absacker geführt haben, der nicht mehr unter die 200er ging, setzte ein größerer Upswing ein und man konnte sich von der Marke distanzieren.

Das Spiel mit der runden Marke bei Allianz würde ich noch immer auf dem Schirm haben, kann mich aber auch irren. Beim DAX das gleiche, das Spiel um die 12k Marke, da ist noch immer nichts final entschieden. Beim DAX knabbern wir an der 12k Marke unter Schwankungen schon seit 2015 und das ist wohl gemerkt ein Performance Index inkl. reinvestierter Divis.

time will tell. Depot auf ATH.

Gruß
Stefan
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.838.228 von Steveguied am 19.06.19 08:26:07Hi Steve,

mich würde es auch nicht wundern, wenn die EZB die Zinsen nicht senkt. Es wurde ja nur angesprochen, dass es diese Möglichkeit gibt, auch wenn der Markt nun von einer Senkung ausgeht.

Aber zur erkauften Zeit:
Das Bankensystem ist heute sehr viel stabiler als noch vor einigen Jahren (Ertragskraft, Kapitalquoten, NPL) und die Staatsverschuldung in Relation zum BIP ist seit 2013 von 91,8 auf 85,1 % gefallen. Ein Stück weit wurde die Zeit genutzt. Die Fundamentaldaten sind deutlich robuster als 2013 und auch die Arbeitslosigkeit ist deutlich gefallen. Die Eurozone stabilisiert sich. Hoffen wir nur, dass keine stärkere Rezession dazwischen funkt.

Vielleicht erleben wir ja Ende 2020 die ersten leichten Zinsanstiege durch die EZB.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.841.330 von TME90 am 19.06.19 13:24:00Ich befürchte das Problem ist doch komplexer.

Italiens Defizit kommt einfach nicht runter. Der Sockel mag geringer sein als damals in Griechenland, aber Italien denkt inzwischen laut über eine Parallelwährung und ein nicht zurückzahlen der Target Salden nach. Es geht überhaupt nicht mehr darum Wirtschaftsreformen durchzuführen, sondern man denkt den lieben langen Tag daüber nach wie andere allen voran D die Rechnung bezahlen zu lassen. Der Druck auf den EZB Chef den Wünschen und Vorstellungen der ital. Regierung nach niedrigeren Zinsen nachzukommen wächst nahezu stündlich, sonst machen sie ihre Drohungen wahr. Sein Aktionsradius ist in dieser Endlosschleife "unkonventioneller Maßnahmen" gefangen.

Ich habe vor ein paar Wochen mal mit einem Freund kurz über Spanien gesprochen. Hier wurden früh richtige politische Maßnahmen ergriffen, später dann auch durch Matteo Renzi in Italien, aber das hat man nun wieder alles kaputt gehauen. Jedenfalls hat Spanien ganz erheblich seine Verschuldung zurückgefahren. Vielleicht nicht direkt sichtbar als Staatsverschuldung, aber Privathaushalte und Unternehmen sind wesentlich weniger verschuldet als 2012. Ich glaube der Freund hatte gemeint die Gesamtverschuldung Spaniens hat sich fast halbiert. Was Spanien angeht, bin ich auch guter Dinge. Ich sehe täglich in der Arbeit wie die Kunden in den einzelnen Ländern bestellen und Spaniens Industrie hat sehr früh angefangen sich zu erholen und ist den Weg immer weiter gegangen.

Frankreich hat einen großen positiven Schub bekommen mit Emanuel Macron. Das größte Risiko was ich sehe ist, dass die Reformen wieder zurück gedreht werden, durch ne Irrfahrt in den rechten Flügel, oder Protesten die meinen es müsste schneller gehen. Wenn man das Pflänzchen, was am Wachsen und Entstehen ist, wieder kaputt macht.

Ich glaube, vor diesem Hintergrund ist der Druck auf die EZB, den Regierungen weiter Zeit zu erkaufen, wo die Frage lautet, ob ein mehr an Zeit, wie am Beispiel von Italien, die Irrfahrt nicht sogar verschlimmert, das richtige ist.

Die EZB kann eine Aufwertung des Euro zum Dollar nicht zulassen und die EZB ist gezwungen die Zinsen auf alle Euro Länder notfalls zwanghaft künstlich niedrig zu halten. Ein Ende dieses Verhaltens vermag ich nicht zu sehen.

Wir sind an dem Punkt, wo Trichet schon mal die Zinsen erhöht hatte, nach der Finanzkrise und dann komplett zurück gerudert ist. Jetzt hatte man ein bisschen das Fuß vom Gaspedal, ohne an der Zinsschraube zu drehen und es zeigt sich, die Regierungen kommen und wollen damit nicht klar kommen.

Aber was passiert, wenn es zu einer globalen Rezession kommt? Sowas tritt in regelmäßigen Abständen auf, weil es normale Konjunkturschwankungen sind. Es wäre eh längst überfällig. Was will die EZB an diesem Punkt der Rezession entgegensetzen? Will sie anfangen Aktien zu kaufen wie in Japan?

Und Griechenland, aber auch Portugal gibt es auch noch.

Gruß
Stefan
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.844.897 von Steveguied am 19.06.19 19:56:19Italien halte ich auch für eine Schwachstelle, die insbesondere dann kritisch wird, wenn wir eine schwere Rezession erleben. Dennoch 2 Punkte:

Das Defizit von Italien ist sehr überschaubar, hoch ist dagegen der Schuldenstand, der in den 90ern aufgeblasen wurde. Target-Salden sind eine reine Verrechnungsgröße, sie werden nicht "zurückbezahlt". Italiensorgen können aber sicherlich immer wieder aufflammen. Die Stabilisierung der italienischen Banken ist jedoch ein sehr wichtiger Stabilitätsanker im Vergleich zu den letzten Jahren seit der Eurokrise.

"die EZB ist gezwungen die Zinsen auf alle Euro Länder notfalls zwanghaft künstlich niedrig zu halten. Ein Ende dieses Verhaltens vermag ich nicht zu sehen. "

Das sehe ich leider auch so. "Normale" Zinssätze sind auf absehbare Zeit nicht möglich. Aber vielleicht ein wenig höhere, auch wenn sie anschließend immer noch historisch niedrig wären. Einen kurzfristigen Zinssatz von 0,5 statt -0,4 halte ich z. B. für das Jahr 2021 nicht ausgeschlossen. Trotzdem führt das Zinsumfeld natürlich zu allerlei Nebenwirkungen: Fehlanreize, Zombieunternehmen, die zu niedrigeren Margen durch mehr Wettbewerb und damit zu einer höheren Fragilität führen und natürlich soziale Probleme durch eine sehr schwierige Altersvorsorge. Mit diesen Problemen müssen wir wohl klarkommen.

"Was will die EZB an diesem Punkt der Rezession entgegensetzen? Will sie anfangen Aktien zu kaufen wie in Japan? "

Das könnte sie. Oder sie verteilt im Notfall Geld direkt an die Bürger. Sie hat unbegrenzte Feuerkraft.

Zum Thema globale Rezession:

Muss es zwangläufig durch "normale Konjunkturschwankungen" zu GLOBALEN Rezessionen kommen? Lokale sicherlich, aber globale sind dann doch selten und werden meist durch konkrete Ursachen ausgelöst: Ölpreiskrisen, Banken, die zu aggressiv Geld verliehen haben und bei hohen Verlusten den Kreditharn zudrehen (Kreditzyklus) waren die 2 primären Gründe für wirklich schwerwiegende Einbrüche. Basel III halte ich für ein sehr mächtiges Werkzeug, das zwar einerseits das globale Wachstum hemmte (durch geringe Kreditvergabe), andererseits aber einen enormen Sicherheitsgewinn darstellt. Der klassische Kreditzyklus wird durch Basel III signifikant gehemmt. Überfällige Kredite haben im historischen Vergleich stark angenommen, die Kapitalisierung der Banken massiv zugelegt. Schauen wir mal, ob der Handelskonflikt die Wirtschaft wirklich in Richtung einer Rezession treibt. Ich glaube es nicht.

Es gibt bei Bedarf noch einige weitere Gründe, wieso die globale Wirtschaft heute meiner Ansicht nach, trotz geringeren Wachstums sehr viel robuster ist als in der Vergangenheit.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.845.221 von TME90 am 19.06.19 20:30:43
Zitat von TME90: Italien halte ich auch für eine Schwachstelle, die insbesondere dann kritisch wird, wenn wir eine schwere Rezession erleben.


Wenn wir eine schwere Rezession erleben, dann ist nicht nur Italien eine Schwachstelle, sondern z.B. auch jede Menge der Investment Grade Anleihen, die von der Allianz nicht nur für ihre Kunden, sondern auch selbst gehalten werden.

Siehe dazu z.B. die Ausführungen vom "Bond-King Gundlach ab Min. 2 im folgenden Video vom Februar diesen Jahres:

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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.894.318 von Der Tscheche am 26.06.19 11:58:43Wenn Italien, China, der Euro oder sonst ein weitreichendes Ereignis eintritt, dann hat nicht nur die Allianz ein Problem sondern die gesamte Wirtschaft und voraussichtlich alle anderen an der Börse notierten Unternehmen.

Diese Diskussionen werden doch schon seit geraumer Zeit geführt - und diejenigen welche sich davon beeindrucken lassen haben bereits etliche gute Chancen verpasst.

Es geht doch nicht darum ob Italien ein Problem darstellt, sondern vielmehr darum ob die zuständigen Stellen es weiterhin schaffen dieses Problem zu handhaben.

Diese Argumentationen haben meines Erachtens keinen direkten Bezug zur Allianz und sollten deshalb eigentlich in einem anderem Tread geführt werden.
Allianz | 210,50 €
Den Zusammenhang gibt es ja schon. Die Allianz hat ein großes Anleihenportfolio und zwar primär im Corporate-Segment. Gundlach spricht höhe Verschuldungsgrade im Anleihenmarkt an. Diese Anleihen decken primär Lebensversicherungsverpflichtungen ab, teilweise aber natürlich auch EK oder andere Verpflichtungen (Schaden/Unfall).

Höhere Ausfallraten würden die Allianz treffen, natürlich. In diesem Szenario leidet jedoch die ganze Wirtschaft, also der gesamte Aktienmarkt. Einige stärker (high Beta), andere weniger stark (low Beta). Leidet die Allianz dann überproportional? Im Vergleich zum MSCI World evtl. ja. Insgesamt ist der Betafaktor, der genau diese Sensitivität gegenüber dem Gesamtmarkt misst, aber grob im Bereich des Marktdurchschnitts. Aber auch 3 fundamentale Punkte:

1. Ja, die Verschuldungsquoten vieler Unternehmen sind höher als im historischen Vergleich. Allerdings liegt das daran, dass das Zinsniveau so niedrig liegt. Die Zinsbelastung ist nicht erhöht.

2. Wie erwähnt führen Ausfalle zu einer Dämpfung durch die versicherungstechnische Rückstellung.

3. Wenn man sich die Ausfallraten im Corporate-Segment z. B. in Geschäftsberichten von Banken anschaut, dann sind sie sehr niedrig, obwohl die europäische Wirtschaft eher holprig läuft.

Die Allianz hat einige BBB-Papiere. Darunter kaum etwas. Natürlich haben wir ein Konjunkturrisiko. Die Allianz ist keine Nestlé. Aber die Allianz ist sehr gut kapitalisiert und weist starke Margen auf. Ich trage das Risiko.
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SocGen erhöht Kursziel für Allianz SE von €215 auf €240. Buy. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com
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Italien: Zweijahreszins fällt erstmals seit Mai 2018 unter 0 %. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com
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