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INDUS - Div. Rendite über 7 % - KGV von 5 - hoch interessant ! - Die letzten 30 Beiträge


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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.616.297 von Huta am 21.05.19 21:10:54
Was zur HV
Guten Tag !

Bisher wurde hier ja noch nichts zur HV der Indus in der letzten Woche geschrieben. Ein paar Notizen habe ich mir gemacht:

1.) Perspektive für das laufende Jahr:
In der letzten Woche wurde ja nach langer Zeit mal wieder eine Firma übernommen - die Mesutronic aus Bayern. Der Vorstand des Unternehmens war auch auf der HV und hat sich und das Unternehmen kurz vorgestellt.

Herr Dr. Schmidt (CEO der Indus) hat in der HV ausdrücklich darauf verwiesen, dass sich der Markt für Firmenübernahmen wieder deutlich aufgehellt hat (das ist dann die für Indus positive Seite der etwas eingeschränkten Konjunktur) und er zeigte sich sicher, dass man bis Ende des Jahres 2019 noch mindestens eine weitere Firma auf Tochterebene wird übernehmen können. Grundsätzlich will man ja jedes Jahr mindestens 2 Unternehmen auf Tochterebene übernehmen. Dabei liegen die Multiples für die Unternehmen, für die sich Indus interessiert bei zwischen 7 und 8 mal EBIT.

Was die sehr vorsichtige Ergebnisprognose für das laufende Jahr angeht, sieht es wohl so aus, dass alle Bereiche gut laufen - nur eben zwei der drei Serienzulieferer im Bereich Fahrzeugtechnik nicht. Die Automobilindustrie selber (also die Kunden der Serienzulieferer) geht in ihren Quartalsberichten davon aus, dass sich die Krise bis Ende des Jahres wieder etwas beruhigt ("stabile bis leicht steigende Nachfrage") - Indus hat davon aber bisher anhand der Abfragezahlen bei den Serienzulieferern nichts gemerkt - und wenn die Zahlen sich nicht bald bessern, wird es eben sehr schwer, die Ergebnisprognose noch zu halten.


2.) "Problembären":
Der Vorstand hat ausdrücklich darauf verwiesen, dass die allermeisten Unternehmen in den Beteiligungen gut bis sehr gut laufen. Der CFO meinte, dass man insgesamt 42 "Cash Generating Units" für die Bilanzierung gebildet hat (da die Indus insgesamt 45 Beteiligungen hatte (vor dem Erwerb der Mesutronic) hat man also offensichtlich mehrere kleinere Beteiligungen bei den CGUs zusammengefasst.
Von diesen 42 CGUs laufen 38 absolut problemlos. Hier sind die Firmenwete heute nach Einschätzung der Indus AG teilweise sogar deutich höher als im Erwerbszeitpunkt, weil sich die Unternehmen weiterentwickelt hätten (Zuschreibungen dürfen aber nicht gemacht werden).

Probleme macht also tatsächlich nur eine kleine Minderheit der Beteiligungen - und das sind die Firmen Bacher, SMA, Selzer sowie in geringerem Umfang die Firma Köster.
In 2018 wurden ja Firmenwertabschreibungen bei vier Unternehmen vorgenommen - einmal bei der Firma Bacher, dann bei der Firma SMA und bei der Firma Selzer und (in geringerem Umfang bei der Firma Köster).
Die Firmen befinden sich jedoch offensichtlich in verschiedenen Phasen der Krise.

Bei der Firma Bacher geht man davon aus, dass diese im Laufe des Jahres 2019 wieder in die Gewinnzone zurückkehren wird. Die SMA hat das Schlimmste ebenfalls schon hinter sich. Neue Aufträge sind "im Haus" , zusätzliche Umsätze werden daraus aber eben voraussichtlich erst ab 2021 generiert und die Firma Selzer erscheint mir derzeit das größte Problem darzustellen. DIe Krise ist dort erst im 2. Halbjahr 2018 losgebrochen (Einbruch der Nachfragezahlen) und hier steht man erst am Anfang der Sanierung.

Die Sanierung selber wird dabei nicht von der Holdinggesellschaft vorgenommen sondern im Regelfall durch entsprechende neue Geschäftsführer bei den einzelnen Firmen in Eigenregie.

Der CFO bezifferte die Höhe schlimmstenfalls möglicher und nötiger zusätzlicher Firmenwertabschreibungen auf etwa 20 bis 30 Mio Euro (Köster ist inziwschen auf 0 abgeschrieben, SMA steht noch mit 18,1 Mio Euro in der Bilanz, Bacher mit 3,8 Mio Euro Firmenwert und Selzer noch mit 20,7 Mio Euro).

3.) Verkäufe:
Da derzeit für den Vorstand der Indus nicht absehbar ist, ob und wann sich die Nachfragesituation bei den zwei Serienzulieferern, die derzeit in Schwierigkeiten stecken, deutlich verbessert, ist es auch möglich, dass Indus ausnahmsweise einmal Firmen verkauft. Das macht man dann aber eben nicht, um Cash zu generieren sondern um den Firmen unter einem anderen Dach vielleicht bessere Chancen zu geben, sich zu sanieren.

4.) Beurteilung meinerseits (subjektiv!!!) :
Ich denke, und das wurde auch auf der HV von dem ein oder anderen Redner angesprochen, dass die derzeit eher unterdurchschnittliche Performance der Indus tatsächlich auch mit den recht hohen Firmenwerten zu tun hat. Darin stecken bei einem Konjunkturrückgang ja tatsächlich immer noch Abschreibungspotentiale (siehe Firmenwerte oben). Der dritte Serienzulieferer im Portfolio (Wiesauplast) hat derzeit zwar auch mit Nachfragerückgängen zu kämpfen, steckt aber nach Auskunft des Vorstands nicht in einer ausgesprochenen Krise (der Rest-Firmenwert der Wiesauplast beträgt derzeit auch nur noch 0,3 Mio Euro).
Auf der anderen Seite muss man natürlich auch zur Kenntnis nehmen, dass der absolut größte Teil der Beteiligungen gut läuft und nicht im Krisenmodus steckt. Man könnte natürlich argumentieren, dass die Problembereiche bei der Indus das Ergebnis ja auch nur vorübergehend belasten werden, weil man die Unternehmen entweder saniert bekommt oder zur Not auch verkaufen wird - die Grundsubstanz der Beteiligungen ist ja offenbar in Ordnung.
Für mich sind die größten Risiken derzeit einmal die Möglichkeit, dass die Sanierung von SMA und Selzer nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt (bei Bacher scheint man ja durchaus weiter zu sein) und diese beiden Firmen das laufende Ergebnis weiter belasten, so dass auch die eher vorsichtige Ergebnisprognose nicht eingehalten werden kann. Und zusätzlich könnten auch weitere Firmenwertabschreibungen auf die Holding zukommen. Und natürlich könnte auch der dritte Serienzulieferer im Automobilbereich wieder in die Krise geraten, wenn die Absatzschwierigkeiten in der Automobilindustrie weiter anhalten.
Chancen ergeben sich mMn dagegen aus den nun wieder anlaufenden Firmenzukäufen, die der Holding ja zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotential bescheren sowie aus einer Abschwächung der Automobilkrise. Darüber hinaus könnte der ja intensiv angedachte Verkauf von Sanierungsfällen zwar zu einer kurzfristigen Belastung der GuV durch Buchwertverluste führen, mittel- und langfristig dürfte ein derartiges Desinvestment mMn aber eher für positive Stimmung für die Aktie sorgen.

Last but not least möchte ich (noch einmal) erwähnen, dass das Unternehmen sich auch eine Langfriststrategie und darauf beruhend auch eine konkrete Langfristprognose zutraut, was ich persönlich sehr positiv finde.
Im Jahr 2025 möchte man zwischen 55 und 60 Beteiligungen im Portfolio haben (derzeit 46) , der Umsatz soll dann bei über 2,5 Mrd Euro liegen (in 2018 waren es noch 1,7 Mrd Euro) und die Marge soll wieder (wie z.B. in 2016) bei mindestens 10% liegen. Das würde bedeuten, dass man in 2025 ein EBIT von etwa 250 Mio Euro mindestens erreichen will. Rein rechnerisch würde das in etwa einem EpS von 5,50 Euro entsprechen (wie gesagt, das ist nur eine rechnerische Spielerei, weil ich ja nicht weiß, wie sich die Zinszahlungen entwickeln, wenn man die noch fehlenden Unternehmen zugekauft hat). Aber es zeigt ein bisschen die Richtung an, auf die es zulaufen soll.

Ziehe ich alles das zusammen, würde ich persönlich sagen, dass man sich die Aktie nach dem doch recht beachtichen Kursverfall zuletzt (2016 lag der Jahresschlusskurs bei knapp 52 Euro, 2017 bei etwa 60 Euro und in 2018 lag der Kurs auch schon einmal bei 66 Euro) schon einmal ins Depot legen könnte, wenn man mittel- bis langfristig orientiert ist. Kurzfristig könnten sich die Risiken (s.o.) in den Vordergrund schieben - aber auf Sicht sollten die Problemunternehmen wieder in die Reihe zu bekommen sein - entweder durch Sanierung oder Verkauf. Kurzfristig wäre mMn der Verkauf von Selzer oder SMA ein positiver Kurstrigger und die Ankündigung weiterer Firmenwertabschreibungen ein negativer!

Natürlich sind diese Ausführungen ohne Gewähr und die persönlichen Einschätzungen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verlauf der Aktie an andere Teilnehmer hier dar.

Einen guten Wochenstart allerseits.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.613.447 von Kwerdenker am 21.05.19 16:34:17Das sehe ich genauso. Im Bereich Fahrzeugtechnik sollen ja auch nicht alle Gesellschaften betroffen sein sondern " nur" die Serienzulieferer. Die sind aber so groß, dass deren Verluste (davon gehe ich auch aus) die Gewinne der anderen Bereichsunternehmen aufzehren.
Jetzt müsste man wissen, wie hoch die Firmenwerte der betroffenen Unternehmen aktuell noch sind und ob es da möglicherweise weiteren Firmenwertabschreibungsbedarf geben könnte, der das Ergebnis dann ja ähnlich wie im letzten Jahr wieder zusätzlich belasten könnte.

Das ist halt der Nachteil, wenn man einen großen Teil der Anschaffungskosten auf Firmenwertabschreibungsbedarf bucht.

Ich persönlich hätte nix dagegen, wenn man die Problemunternehmen in andere Hände verkauft, auch wenn das möglicherweise zu Buchwertverlusten führen könnte. "Fort mit Schaden" wäre da meine Devise.

Mal schauen, was auf der HV in der nächsten Woche zu dem Themenbereich gesagt wird.

Alles in allem würde ich aber meinen, dass der Kursrückgang derzeit etwas übertrieben ist (wie die Börse auf der anderen Seite ja auch bei positiven News gerne mal überreagiert)!

Ich persönlich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass man die Probleme bei den Serienzulieferern lange mitgeschleppt und sich davon die Bilanz verhageln lässt. Entweder schafft man es, die Unternehmen wieder profitabel zu machen oder man wird eine andere Lösung finden (mMn) und wenn man dann noch das ein oder andere interessante Unternehmen zu einem vertretbaren Preis erwerben kann, liegt der Fokus am Markt auch wieder auf erfreulicheren Dingen...
Eine Enttäuschung
Im Herbst letzten Jahres wurde eine Gewinnwarnung veröffentlicht, die das Egebnis 2018 deutlich belastete - aber mit reinen Wertberichtigungen des Goodwill, ohne operative Schmerzen. Dies erschien nachvollziehbar und angesichts der relativ begrenzten Bedeutung des Fahrzeugsegmentes habe ich erwartet, dass das Thema damit auch abgeschlossen sein sollte.

im Ergebnis wurde es nicht besser, sondern die Ernsthaftigkeit der Probleme nahm scheinbar deutlichere Konturen an.

Nun geht es aber nicht mehr um Goodwillabschreibungen sondern es werden operative Nullergebnisse in diesem einen Segment erwirtschaftet. Bezogen auf die einzelnen Unternehmen heißt das, dass die "Sorgenkinder" sogar operative Verluste in einer Höhe einfahren müssen, welche die anderen Kollegen im Segment nicht auszugleichen vermochten. Das nun ist eine Steigerung - im negativen Sinne.

Ich persönlich bin zuversichtlich, dass die Rezession ausbleibt und dass auch das Segment der Fahrzeugindustrie in rund 6 - 18 Monaten wieder rund laufen könnte. Allerdings bedeutet dies für INDUS, dass ein konsequentes Restrukturierungsmanagement im Segment erfolgen muss. Wird das unterlassen, könnten sie in diesem Segment so abstürzen wie anderer Automotive Zulieferer derzeit auch. Das würde dann der Aktie nachhaltig zusetzen.

Hoffen wir, dass das neue Management ein glückliches Händchen dabei hat, Fehler auszuräumen und das Gute festzuhalten.

Ich bin langfristig engagiert, halte INDUS Aktien seit über 10 Jahren. Sollte es weiter runtergehen, könnte ich aufstocken. Vorausgesetzt die positive Managementleistung wird deutlich, tue ich das auch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.377.226 von Huta am 06.12.18 11:15:06
Diskussion
Guten Morgen !

Das Interesse an der INDUS AG scheint ja hier im Forum nicht grade überwältigend zu sein, wenn man die Zahl der Diskussionsbeiträge in den letzten Monaten so anschaut.

Dabei ist das Unternehmen mMn nicht wirklich langweilig. Ich habe hier ja schon häufiger geschrieben, dass die INDUS am Markt sehr viel aggressiver auftritt als z.B. die Gesco (die in meinem Depot deutlich stärker vertreten ist) - und zwar sowohl was den Zukauf von Firmen angeht als auch was die Bilanzierung von Firmenwerte betrifft (siehe auch meinen letzten Beitrag hier).

INDUS ist aber nicht nur hier im Forum eher unbeachtet sondern auch was den Kurs angeht, ist das Unternehmen in den letzten Tagen eher "unter die Räder gekommen". Das liegt mit Sicherheit daran, dass man im Rahmen der Vorlage der Q1 Zahlen mitgeteilt hat, dass die Erreichung der gegebenen Prognose selbst am unteren Rand "sehr ambitioniert" wäre.

Es regnet wohl vor allem in den Bereich "Fahrzeugtechnik" hinein, wo vor allem zwei von drei (in dem Segment vergleichsweise großen) Serienzulieferer betroffen sind (der Rest des Bereichs Fahrzeugtechnik soll demnach ganz gut laufen - und die anderen Geschäftsfelder ebenfalls).

Dass die Automobilindustrie in einer tiefen Krise steckt - und das weltweit - ist sicher nicht zu bestreiten. Ich glaube aber nicht, dass der weltweite Trend zu individueller Mobilität damit sozusagen endgültig gebrochen ist - aber das Problem ist, dass niemand weiß, wann es denn wieder bergauf gehen könnte.

Wenn man sich die Prognosen der drei Analysten, die ihre Analysen nach Vorlage der Q1 Zahlen aktualisiert haben, für das laufende Jahr anschaut, kommen diese im Schnitt auf ein EpS von 3,38 Euro, was dann einem KGV von gut 12 entsprechen würde. Für das nächste Jahr gehen die drei Analysten wohl davon aus, dass sich die Situation bei den Problemfällen etwas beruhigt und geben ein EpS von im Schnitt 3,76 Euro als Ziel aus - was dann einem KGV von nur noch knapp 11 entspricht.

Für einen reinen Automobilzulieferer wäre das KGV wohl sogar noch etwas hoch - aber bei INDUS darf man nicht vergessen, dass der Fahrzeugbereich lediglich für gut 21% der Gesamtumsätze in Q1 steht und es dort wie schon gesagt auch nicht jedem Unternehmen schlecht geht.

Im letzten Jahr hatte man bei INDUS auch die Überlegung nach vorne getragen, die "Problemfälle" bei den Serienzulieferern möglicherweise, entgegen der eigentlichen Firmenphilosophie die ja darauf ausgerichtet ist, Firmen auf Dauer im Bestand zu halten, zu veräußern, wenn sich keine schnelle Besserung der Ertragssituation erreichen lässt (wobei sich hier dann tatsächlich die von mir schön häufiger angesprochene Art der Bilanzierung - Einbuchung eines hohen Firmenwerts verbunden mit dem Risiko, dass auf diesen dann auch bei schlechter Konjunktur bzw. bei einem Verkauf, Sonderabschreibungen vorgenommen werden müssen, bemerkbar machen würde). Derzeit hört man von Verkäufen nicht mehr viel - mal sehen ob es auf der HV dazu etwas zu vermelden gibt.

Was ich bei INDUS in jedem Fall positiv finde ist, dass man sich dort traut, auch weit in die Zukunft zu schauen und dem Aktionär einen Eindruck von den Zielen in der weiteren Zukunft zu verschaffen. So gibt es im Programm "PARKOURS" einen Plan für das Jahr 2025. Dann möchte man die Zahl der Beteiligungen auf 55-60 gesteigert haben, einen Umsatz von etwa 2,5 Mrd Euro machen (im letzten Jahr waren es 1,7 Mrd Euro) und wieder eine Ebitmarge verlässlich über 10% erreichen.

Natürlich ist das irgendwo auch eine Spielerei - aber wenn man mal 2,5 Mrd Euro Umsatz ansetzt und eine Marge von 10% kommt man für 2025 rechnerisch auf ein EpS von etwa 5,50 Euro (bezogen auf den Kurs von heute wäre das ein KGV von gut 7).

Wenn man dann noch ins Kalkül zieht, dass das Unternehmen ja schon seit Jahren regelmäßig eine durchaus beachtliche Dividende ausschüttet (für das abgelaufene Jahr liegt die Rendite derzeit bei etwa 3,6 %, die Tendenz dürfte mit steigendem Ergebnis auch weiter steigend sein), dann erscheint mMn eine Anlage zu derzeitigen Kursen schon einigermaßen attraktiv, wenn man langfristig investiert. Letztendlich habe ich die Chance, heute eine Aktie zu kaufen, die selbst wenn man ein KGV von 10 als gerechtfertigt ansieht, in 6 Jahren 30% höhere Kurse haben könnte und zudem in diesen sechs Jahren noch einmal gut 20% Dividende ausgeschüttet hat (natürlich nur, wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt;) ).

Zusammengefasst könnten Trigger für höhere Kurse die folgenden Punkte sein:
- Verkauf eines oder beider der Problemunternehmen
- Zukauf von weiteren Tochter- und Enkelgesellschaften (angekündigt wurde, dass man in diesem Jahr wieder deutlich günstigere Möglichkeiten für Zukäufe sieht - 2 sind als Plangröße angesetzt - , nachdem im letzten Jahr der Markt selbst nach Meinung von INDUS etwas überhitzt war).
- Verbesserung der Automobilkonjunktur mit entsprechenden Auswirkungen auf die Problemunternehmen
- höhere Ergebnisse und höhere Dividenden für die kommenden Jahre werden absehbar

Ich persönlich habe meinen Bestand in den letzten Tagen leicht aufgestockt - ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und soll keine Empfehlung für andere Teilnehmer hier sein.

Einen schönen Tag allerseits.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.266.393 von Huta am 21.11.18 10:52:59Guten Tag !

Die Aktie der Indus kommt auch heute wieder gewaltig unter die Räder. Wenn man mal davon ausgehen würde, dass der heutige Kurs (ca. 38,50 Euro) der Jahresschlusskurs wäre, dann würde man etwa auf dem Niveau des Jahresschlusskurses 2014 liegen - damals waren es 39,11 Euro. Vom Höchstkurs in diesem Jahr (64 Euro in der 4. KW) hat man sich nahezu halbiert.

Das sind schon deutliche Abstriche beim Kurs.

Sicher ist dieser Abschlag auch auf eine mauer werdende Konjunktur im Bereich Fahrzeugtechnik zurückzuführen (da hat Indus ja schon Firmenwertabschreibungen i.H.v. 16 Mio Euro für das laufende Jahr angekündigt und zusätzlich berichtet, dass man darüber nachdenkt, sich möglicherweise auch von der ein oder anderen Beteiligung in diesem Bereich im nächsten Jahr zu trennen - was ich persönlich für schlüssig halte).

Rein von den Zahlen her, erscheint der derzeitige Kurseinbruch (der sicher aber ja auch der allgemeinen Marktlage geschuldet ist) schon übertrieben zu sein - selbst wenn man die Firmenwertabschreibung ins EBIT reinrechnet (was ich angesichts der Tatsache, dass Firmenwerte ja sonst gar nicht abgeschrieben werden, für richtig halte), würde sich ein ungefähres EpS von 3,10 Euro ergeben und damit würde das KGV aktuell eben nur noch bei 12,4 liegen und wenn man im nächsten Jahr im Ergebnis nur flat bleiben würde aber keine Firmenwertabschreibungen mehr vornehmen müsste, läge das KGV dann bei 11 - nimmt man den Durchschnittswert der drei auf der Homepage veröffentlichten Analysen, die nach den Q3 Zahlen erstellt worden sind, kommt man auf ein EpS von etwas über 3,70 Euro und damit auf ein KGV von etwas über 10. Sicher sind das keine hohen Werte und wenn man sich die Historie anschaut und die in den letzten Jahren gezahlten KGV, dann sind diese Multiple sogar ausgesprochen günstig.

Das Problem, das Indus mMn hat, sind aber, wie schon einen Beitrag höher angesprochen, die hohen Firmenwerte in der Bilanz. Diese sind in normalen Jahren eher günstig, weil darauf keine Abschreibungen entfallen - in Jahren in denen die Konjunktur im Land oder in einzelnen Branchen aber einbricht, kann (wohlgemerkt Konjunktiv) daraus schnell eine Falle werden, wenn die Preise, die für die einzelnen Beteiligungen seinerzeit gezahlt worden sind, aktuell nicht mehr angemessen sind und die Firmenwerte korrigiert werden müssen. Dann kann der laufende Gewinn schon teilweise einkassiert werden. Inwieweit da Gefahr droht, kann man als "außenstehender Aktionär" leider nicht ansatzweise abschätzen (und mir muss auch keiner sagen, dass er die komplizierten Regeln zum "Werthaltigkeitstest" der Firmenwerte, mit denen überprüft wird, ob eine Firmenwert zu hoch angesetzt ist, versteht ;)).

Insofern muss jeder für sich entscheiden, ob er die günstigen Zahlen oder die hohen Firmenwerte in den Vordergrund seiner Betrachtungen stellt....

Einen angenehmen Tag noch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.210.413 von pickuru am 14.11.18 11:22:57
Zitat von pickuru: Bremsspuren bei Indus

https://boerse.ard.de/aktien/bremsspuren-bei-indus100.html


Guten Tag !

Ich könnte mir vorstellen, dass das Bremsmanöver auch noch nicht so ganz vorbei ist.

Indus hat gestern gemeldet, dass man auch zwei Beteiligungen, die nicht wie erhofft laufen, Firmenwertabschreibungen i.H.v. insgesamt 16 Mio Euro wird vornehmen müssen:

https://www.indus.de/nc/presse-service/indus-aktuell/artikel…

Da macht sich dann negativ bemerkbar, dass Indus bei einem Beteiligungserwerb einen recht großen Teil des Kaufpreises in den Bilanzposten "Firmenwert" packt. Das ist zwar in Normaljahren zwar (optisch) recht vorteilhaft, weil man sich dadurch im Regelfall gewinnmindernde Abschreibungen "spart", denn der Firmenwert wird nicht regelmäßig Jahr für Jahr anteilig abgeschrieben. Aber es besteht halt immer auch das Risiko, dass, wenn die Branchenkonjunktur mal nicht so gut läuft, die Firmenwerte an Wert verlieren und man dann eben, wie in diesem Jahr Sonderabschreibungen vornehmen muss.

Und wenn so etwas passiert, dann muss man eben auch einmal darauf hinweisen, dass bei Indus in der bilanz auf den 31.12.2017 insgesamt 428 Mio Euro Firmenwerte ausgewiesen worden sind. Das ist im Prinzip das, was man bei einem Beteiligungserwerb über den Wert der reinen Assets (Waren, Anlagevermögen, Forderungen etc.) hinaus gezahlt hat). Dieser Bilanzposten macht, bezogen auf die Bilanzsumme immerhin gut 25% aus und bezogen auf das EK 63%. Natürlich ist das "Spökenkiekerei" aber wenn Deutschland mal in eine Konjunkturdelle gerät, könnte (Konjunktiv) es durchaus sein, dass in diesem Wert weiteres "Sonderabschreibungspotential" lauert.

Im laufenden Jahr verfehlt Indus jedenfalls die Prognosen der Analysten schon deutlich. Wenn man sich den Analystenkonsens auf der Homepage anschaut, der noch vor den Q3 Zahlen erstellt worden ist, dann rechnete man dort mit einem Ebit von gut 163 Mio Euro und einem daraus resultierenden EpS von 3,68 Euro. Nun wird Indus aber laut Meldung von gestern nur noch 138 Mio Euro Ebit erreichen (was rein rechnerisch dann einem EpS von 3,11 Euro entspricht).

Zwar ist das daraus resultierende KGV von aktuell ca. 13,5 auch nicht wirklich hoch - aber erstens gibt es im Bereich "Firmenwerte" möglicherweise weitere Risiken für die nächsten Jahre und man darf nicht vergessen, dass im Zuge der Konsolidierung an der Börse auch andere Werte deutlich günstiger geworden sind.

Einen angenehmen Tag noch allerseits.
Eine neue Holding wagt den IPO, die Primepulse SE möchte im Herbst in den Prime Standard einsteigen. Was meint ihr, könnte das eine neue INDUS für den Technologiesektor werden?
https://www.primepulse.de/adhoc/primepulse-bereitet-boersengang-vor/
Eine neue Holding wagt den IPO, die Primepulse SE möchte im Herbst in den Prime Standard einsteigen. Was meint ihr, könnte das eine neue INDUS für den Technologiesektor werden?
Im Geschäftsbericht 2017 ist mehrfach von notwendigen
Repositionierungen in den Bereichen Fahrzeugtechnik und Metalltechnik
die Rede. Weiß irgendjemand, was darunter im Detail zu verstehen ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.987.893 von Huta am 20.10.17 06:48:51
Zitat von Huta: Guten Morgen !

Ich kann mir da nur vorstellen, dass es "Stop-Loss-Order" waren, die den Abstieg gestern begünstigt haben.
Wenn der Kurs eine bestimmte Grenze nach unten durchbricht, schmeißen die Computerprogramme die Aktien in Massen auf den Markt und dann sackt der Kurs weiter durch und weitere SL-Grenzen werden gerissen und dann kommen die nächsten Aktien ungebremst auf den Markt.


Einen angenehmen Tag noch


Das könnte tatsächlich eine Erklärung sein. Es gab vorher einige kleinere Order, die den Kurs gedrückt haben auf knapp unter 58, bevor um 14:22 dann eine große Order mit exakt 30000 Stück den Kurs bis auf 53,90 gedrückt hat. Glückwunsch an diejenigen, die das dann abgefischt haben. Finde ich aber halt auch dumm und unverantwortlich, wenn solch große Anleger sich auf Computerprogramme mit Stop-Loss Order verlassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.988.985 von Kusoke am 20.10.17 09:22:36
Zitat von Kusoke: Das sehe ich auch so. Gute Gelegenheit, günstiger nachzukaufen ;-)

Gruß
Kusoke



...was man heute ja auch sehen kann, denn der Kurs ist wieder über die 60 Euro Marke geklettert.

Ich habe es gestern leider etwas zu spät mitbekommen, um nachzufassen bzw. habe meinen Bestand an technotrans-Aktien noch einmal leicht erhöht, die ebenfalls ein kleines Luftloch geschlagen haben - allerdings dauert die Erholung dort offensichtlich etwas länger..
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.987.893 von Huta am 20.10.17 06:48:51Das sehe ich auch so. Gute Gelegenheit, günstiger nachzukaufen ;-)

Gruß
Kusoke
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.986.939 von flitztass am 19.10.17 21:51:18Guten Morgen !

Ich kann mir da nur vorstellen, dass es "Stop-Loss-Order" waren, die den Abstieg gestern begünstigt haben.
Wenn der Kurs eine bestimmte Grenze nach unten durchbricht, schmeißen die Computerprogramme die Aktien in Massen auf den Markt und dann sackt der Kurs weiter durch und weitere SL-Grenzen werden gerissen und dann kommen die nächsten Aktien ungebremst auf den Markt.

Indus war gestern auch nicht das einzige "Opfer". Technotrans z.B. ist ähnlich runtergeprügelt worden - ohne Nachricht. Erkennbar war mMn auch, dass gestern einige Nebenwerte "ordentlich" verloren haben - und wie gesagt, wenn man dann sein Depot mit SL "abgesichert" hat, steht man dann abends ohne Aktien da. Eine andere Erklärung für die Kurse gestern habe ich auch nicht, lasse mich aber gerne belehren....

Einen angenehmen Tag noch
Wer ist eigentlich so bekloppt und wirft bei XETRA 30 000 Stück auf einen Schlag unlimitiert auf den Markt, so dass der Kurs kurzfristig um über 10 % absackt?? Mit einem Limit von sagen wir 59 hätte man vielleicht maximal ein oder zwei Stunden gebraucht um die los zu werden und dann hätte man jetzt über 100 000 Euro mehr auf dem Konto. Muss ich sowas verstehen?? :rolleyes:
NDUS verstärkt Portfolio mit Spezialisten für Messtechnik

Bergisch Gladbach, 31. Januar 2017 –

INDUS erwirbt rund 76 % an der m+p international Mess- und Rechnertechnik GmbH (m+p GmbH), Hannover. Der Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung und -analyse beschäftigt 63 Mitarbeiter und hat 2016 einen vorläufigen Umsatz von rund 12 Mio. Euro erzielt. Nach Deutschland zählen Amerika und China zu den Hauptabsatzmärkten.

Die m+p-Gruppe wurde 1980 als Mahrenholtz + Partner Ingenieurgesellschaft durch den damaligen Direktor des Instituts für Mechanik an der (heutigen) Leibniz Universität Hannover und seine Mitarbeiter gegründet. m+p ist in vier Geschäftsbereichen tätig: Schwingungsprüfung, Schwingungs- und Schallanalyse, Prozessüberwachung, Entwicklung und Bau von Spezialprüfanlagen. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt leistungsfähige Messgeräte- und Softwaresysteme für die Anwendungsbereiche und erbringt umfassende Ingenieurdienstleistungen zum Betrieb und zur Erhaltung der gelieferten Anlagen. Zu den Kunden zählen weltweit die großen Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektro- und Elektronikgeräteindustrie sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie wie auch eine Vielzahl von Zulieferunternehmen sowie Lehr- und Forschungseinrichtungen.

Die gezielte Schwingungsanalyse liefert wichtige Hinweise für konstruktive Verbesserungen bei Produkten und Anlagen. So müssen beispielsweise Auto- oder Flugzeughersteller bei der Entwicklung neuer Modelle intensive Schwingungstests durchführen, um trotz des wachsenden Trends „Leichtbau“ einen hohen Komfort gewährleisten zu können. Gleiches gilt für Geräuschemissionen: auch hier sollen leichte Fahrzeuge dennoch leise sein. In Fahrzeugen wird immer mehr Elektronik verbaut, die ebenfalls auf Schwingfestigkeit geprüft werden muss. „Ein weiterer Trend, von dem m+p profitiert, ist die zunehmende Nachfrage nach Software-Wartung, denn in den Entwicklungsabteilungen wird mehr und mehr auf externes Fachpersonal gesetzt“, zeigt sich Jürgen Abromeit, Vorstandsvorsitzender von INDUS, überzeugt. Schon heute erzielt das Unternehmen in den USA mehr als 30 % seines Umsatzes mit Dienstleistungen. Der Erwerb der m+p-Gruppe stellt für INDUS eine attraktive Akquisition im strategischen Wachstumsfeld Mess- und Regelungstechnik dar.


Strategische Verstärkungen für Beteiligungen OBUK und WIESAUPLAST

Zum 29. Dezember 2016 hat die INDUS-Beteiligung OBUK, Oelde, den Bereich Haustürfüllungen für den französischen Markt vom Türenhersteller Noblesse, Berg/Pfalz, übernommen und verstärkt damit ihre Präsenz in Frankreich. Noblesse verkauft diesen Bereich im Rahmen eines Asset Deals. Dieser umfasst eine Betriebsstätte in Markranstädt (bei Leipzig) inklusive der Maschinen und Anlagen und ein Vertriebsbüros in Berg/Pfalz. Das erworbene Umsatzvolumen liegt bei rd. 2 Mio. Euro.
Weiterhin hat die INDUS-Beteiligung WIESAUPLAST 55 % der Anteile an der Vertriebsgesellschaft Wiesauplast-PMC de México von ihrem bisherigen Joint-Venture-Partner PMC erworben und hält damit nun 100 %. Das Unternehmen bleibt, wie bisher, zuständig für den Verkauf der Wiesauplast-Produkte in den NAFTA-Raum (North American Free Trade Agreement). Der Umsatz der Wiesauplast-PMC lag 2016 bei ca. 20 Mio. US-Dollar. „Mit diesen beiden kleineren Aktivitäten runden wir unsere Beteiligungs-Entwicklungsstrategie für 2016 ab“, so Jürgen Abromeit.
Goldene Zeiten für Beteiligungsgesellschaften? Aurelius, Bavaria, Blue Cap, DBAG, GBK Beteiligungen, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB, Mutares, Ringmetall

Vor einem Jahr gab ich zu den Beteiligungsgesellschaften als "Die Perlentaucher des deutschen Mittelstands" meine Einschätzungen ab und es ist Zeit für ein Resümee. Denn es gab viel Bewegung: Pleiten, Pech und Performance. Und nicht alle Unternehmen konnten halten, was sie versprochen haben. Dafür andere umso mehr.

Veränderte Rahmenbedingungen
Zunächst hat sich Grundsätzliches verändert. weiterlesen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.965.379 von bonaktionaer am 12.03.16 11:37:08
Zitat von bonaktionaer: Hi, Huta,
wieder einer Ihrer ausgezeichneten Beiträge zu Gesco vs. Indus.
Die Vorteile der konservativeren Gesco sehe ich ähnlich. Von Indus hatte ich mich vor Jahren schon verabschiedet, eben wegen der aggressiven Bilanzierung. Ich habe im Dezember Herrn Abromeit auf dem Bonner Aktienforum kennengelernt. Seit mehr als 2 Jahren überzeugender Chef von Indus,hat er die immer schon gute Auslese der Tochterfirmen von "buy & hold" um "develop" ergänzt. Idee dahinter: Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften kennen ihre vielfältigen Märkte, und sie wählen passende Enkelfirmen aus, die nach sorgfältiger Prüfung durch den Konzern dann ggf. erworben und in in jeweilige Tochter integriert werden. Ohne so vorzugehen, entstünde bei 43 Tochterfirmen auf Konzernebene ein Führungschaos.
In der Börsenbewertung ist Indus Gesco in den letzten Jahren weit enteilt.
Weil es auf die Chefs ankommt, so meine Überzeugung, habe ich wieder Indus-Aktien gekauft, räume aber ein, dass Gesco derzeit mehr Potenzial zum Aufholen haben könnte.
Beste Grüße
Bonaktionaer


Guten Morgen !

Heute mal etwas aus der Abteilung "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?".

Gestern hat Gesco die Zahlen für das erste Halbjahr geliefert (abweichendes Wirtschaftsjahr) und heute Indus die für Q3.
Ich habe ja schon häufiger geschrieben, dass Gesco deutlich konservativer bilanziert und die EpS von Indus alleine schon durch die geringeren Abschreibungen anders zu bewerten sind als die von Gesco.

ALLERDINGS sind die Zahlen von Gesco inzwischen so viel schlechter als die von Indus, dass man das nicht alleine oder wenigstens überwiegend mit Unterschieden in der Bilanzpolitik erklären kann. Indus ist- da stimme ich @bonaktionaer durchaus zu, offenbar besser geführt als Gesco.

Während Indus die Niedrigzinsphase dazu genutzt hat, aggressiv auf dem Markt zuzukaufen (und auch die von @bonaktionaer erwähnte "develop-Strategie" mit dem Zukauf zahlreicher kleinerer Unterbeteiligungen für bestehende Beteiligungsgesellschaften unterlegt hat), bleibt Gesco bildlich gesprochen einfach stehen und ist nicht bereit die am Markt offenbar derzeit verlangten höheren Preise zu bezahlen, um sich fortzuentwickeln.

Das kann man bewundern, das kann man aber auch für falsch halten und wenn ich mir die Ergebnisentwicklung und die inzwischen deutlicher zu Tage tretenden Probleme struktureller Art anschaue, dann war die Entscheidung angesichts höherer Preise und trotz niedrigerer Zinsen nicht zuzukaufen wohl eine falsche!

Gesco ist jedenfalls (im Gegensatz zu Indus) ausschließlich im Bereich Investitionsgüter investiert und das bekommt dem Unternehmen genauso wenig wie die einseitige Abhängigkeit von drei oder vier großen Unternehmen, die ca. 50% des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmachen. Indus ist da deutlich "moderner" und vor allem "breiter" aufgestellt und das macht sich ja grade derzeit sehr positiv bemerkbar, wo die Abteilung "Fahrzeuge" bei Indus schwächelt.

Jedenfalls ist Indus inzwischen bei jeder einzelnen Ertragskennziffer vor Gesco. Gesco hat nach 6 Monaten 1,46 Euro je Aktie verdient und wird das Ergebnis vermutlich auf etwa 3,60 Euro steigern können (nach der gestern ebenfalls zurückgenommenen Prognose jedenfalls; dass das Erreichen dieses Zieles angesichts der Halbjahreszahlen recht ambitioniert ist, kann man leicht ersehen). Indus wird die 3,60 Euro sicher nicht erreichen, da werden es wohl eher so um die 3 Euro werden (ich vermute mal leicht über 3 Euro) aber Gesco ist derzeit auch 20 Euro teurer als Indus (mithin ist das KGV bei Gesco dann doch deutlich höher als das von Indus (etwa 20 zu etwa 17) und bei Gesco fehlt außerdem in der letzten Zeit jede Gewinndynamik.

Ja, Gesco bilanziert konservativer/vorsichtiger/vielleicht auch übersichtlicher für den Aktionär (eben wegen der deutlich geringeren Firmenwertausweise)- aber derzeit dürfte Indus ganz lar das bessere Investment sein und bei Gesco zeigt sich mMn eben nicht, wie das Unternehmen wieder zu Indus aufschließen könnte- zumal wie gesagt, die Dynamik in den letzten Jahren- auch hinsichtlich der Beteiligungszukäufe- deutlich für Indus spricht.

Ich habe daher in den letzten Wochen und auch heute noch einmal deutlich zugunsten von Indus und zulasten von Gesco "umgebaut"- auch wenn mir das als "alter" Gesco-Aktionär nicht ganz leicht gefallen ist. Aber ich halte Indus derzeit für deutlich interessanter (das ist natürlich nur meine Meinung und keine Handlungsempfehlung an andere Marktteilnehmer).

Einen schönen Tag noch

Huta
INDUS investiert in Geschäftsfeld „Digitale Infrastruktur“


Bergisch Gladbach, 17. Oktober 2016 –

Das INDUS-Unternehmen HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG beteiligt sich mit 50 % an der ZweiCom GmbH, Jagstzell, einem Spezialisten für die Entwicklung und Produktion von passiven Komponenten für Glasfaserinfrastruktur. ZweiCom wurde 2005 gegründet. Die von ZweiCom entwickelten Produkte zeichnen sich durch eine sehr hohe Packungsdichte für Glasfaser sowie eine einfache Installation aus, hierdurch spart der Kunde Platz und Zeit beim Aufbau der Glasfasernetzinfrastruktur.

HAUFF-TECHNIK zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Kabel-, Rohr- und Leitungsdurchführungen und ist in Deutschland als Marktführer bei Hauseinführungen auch an vielen Ausbauprojekten von Glasfasernetzen beteiligt. Das Unternehmen ist seit 1986 Teil der INDUS-Gruppe. Jürgen Abromeit, Vorstandsvorsitzender der INDUS-Gruppe, ist überzeugt, dass die Verbindung von HAUFF und ZweiCom beiden Unternehmen in der gemeinsamen Entwicklung des Geschäftsfeldes „Digitale Infrastruktur“ weiter helfen wird.


Enormer Nachholbedarf beim Glasfaserausbau in Deutschland

Bisher wurden Glasfasernetze in Deutschland meist nicht bis zum Verbraucher ins Haus gelegt, sondern bildeten das Rückgrat der Kommunikationsnetze. Die sogenannte „letzte Meile“ wird oft über meist schon vorhandene Telefon-Kupfer-Doppeladern oder Koaxialkabel abgedeckt. Beim Übergang von Glasfaserkabeln in Kupferleitungen muss das ankommende optische Signal in ein elektrisches Signal umgewandelt werden, um es dann in die Wohnungen weiter zu leiten. Dies geschieht in entsprechenden Kabelverzweigern am Straßenrand. Solche Kabelverzweiger, sogenannte Optical Distribution Frames, werden auch gebraucht, um die großen Glasfaserbündel bis zu den Endkunden weiter zu verbinden.

Die Bundesregierung hat zwischenzeitlich Förderprogramme aufgelegt. Regionalversorger, Kommunen und private Investoren in Deutschland nutzen nun diese Förderung, um in ihren Gebieten schnelle Glasfasernetze zu realisieren. Sie stellen neben der Deutschen Telekom derzeit das größte Marktpotenzial dar; über 70 % aller Glasfaseranschlüsse werden von solchen Unternehmen realisiert. „Das Zukunftsthema Digitale Infrastruktur sehen wir als wichtiges Wachstumsfeld. Allein in Deutschland schätzen wir, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren jährlich zehn bis 15 Mio. Haushalte an die schnelle Glasfaser angeschlossen werden. Für uns ist das auch keine Premiere, denn wir kennen diesen Markt gut. Unsere Beteiligung WEIGAND Bau ist hier seit Jahren mit wachsendem Erfolg unterwegs“, so Jürgen Abromeit.


INDUS bereits mit WEIGAND Bau im Bereich Glasfaserausbau unterwegs

Das Unternehmen WEIGAND Bau aus Bad Königshofen (seit 2002 bei INDUS) verlegt unterirdische Glasfaserleitungen. WEIGAND Bau hat kürzlich den Auftrag erhalten, als Generalunternehmer das Netz in den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner-Kreis, Schwalm-Eder-Kreis, Waldeck-Frankenberg und Landkreis Kassel auszubauen. Dazu übernimmt WEIGAND die Ausführungs- und Netzplanung sowie die Bauarbeiten zur Errichtung des passiven Netzes. Nach voraussichtlichem Projekt-Abschluss Ende 2019 werden bei einem Auftragsvolumen von über 150 Mio. Euro über 100 Kommunen mit rund 570 Dörfern mit schnellem Internet versorgt sein. Die fünf Landkreise haben sich bereits 2014 zur „Breitband Nordhessen GmbH" zusammengeschlossen, um beim Ausbau des Highspeed-Internets eigene Wege zu gehen.
Ich war früher mal bei Indus investiert und finde die Strategie, Zukäufe und Dividendenpolitik nach wie vor überzeugend. Allerdings ist mir die Bewertung derzeit nicht attraktiv genug und die Verschuldung zu hoch.

Bei Gesco ist der Eigenkapitalanteil sehr viel besser, allerdings ist die Struktur der Tochterunternehmen - wie bereits erwähnt- mit der Dominanz von Dörrenberg sehr viel riskanter. Gerade bei Stahlunternehmen fühle ich mich derzeit sehr unwohl. Bewertung (trotz Verwässerung im Vergleich zu Indus wegen den Bilanzierungsunterschieden) und die Dividende sind auch nicht soo spannend, wobei man in 0%-Zinszeiten ja nimmt, was man kriegt.

Mal sehn, vielleicht kommen ja noch bessere Einstiegskurse bei einem der beiden Unternehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.947.214 von Huta am 10.03.16 10:05:51Hi, Huta,
wieder einer Ihrer ausgezeichneten Beiträge zu Gesco vs. Indus.
Die Vorteile der konservativeren Gesco sehe ich ähnlich. Von Indus hatte ich mich vor Jahren schon verabschiedet, eben wegen der aggressiven Bilanzierung. Ich habe im Dezember Herrn Abromeit auf dem Bonner Aktienforum kennengelernt. Seit mehr als 2 Jahren überzeugender Chef von Indus,hat er die immer schon gute Auslese der Tochterfirmen von "buy & hold" um "develop" ergänzt. Idee dahinter: Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften kennen ihre vielfältigen Märkte, und sie wählen passende Enkelfirmen aus, die nach sorgfältiger Prüfung durch den Konzern dann ggf. erworben und in in jeweilige Tochter integriert werden. Ohne so vorzugehen, entstünde bei 43 Tochterfirmen auf Konzernebene ein Führungschaos.
In der Börsenbewertung ist Indus Gesco in den letzten Jahren weit enteilt.
Weil es auf die Chefs ankommt, so meine Überzeugung, habe ich wieder Indus-Aktien gekauft, räume aber ein, dass Gesco derzeit mehr Potenzial zum Aufholen haben könnte.
Beste Grüße
Bonaktionaer
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.939.765 von woerthlich am 09.03.16 13:58:48Guten Morgen !

Im Prinzip sind die beiden Unternehmen mMn nur in der "Grundidee" vergleichbar. Beide Unternehmen verfolgen die "buy & hold" Strategie- das heißt, die kaufen Unternehmen und halten diese dann im Bestand, verfolgen also nicht die von anderen Holdings angewandte Strategie, Unternehmen zu entwickeln und dann zu verkaufen.

Die Vorgehensweise ist dabei aber unterschiedlich. Indus kauft relativ offensiv neue Unternehmen und hat daher ein größerers Portfolio. Gesco kauft nur sehr zurückhaltend (und ist insgesamt daher auch deutlich kleiner als Indus).

Indus verfolgt dabei mMn aber eben auch eine riskantere Bilanzpolitik. Zunächst einmal ist der Verschuldungsgrad bei Indus etwas höher als bei Gesco, vor allem aber fällt eben der unterschiedlich hohe (prozentuale) Firmenweransatz in den Bilanzen ins Auge. Während der Anteil bei Gesco nur bei knapp 3,5% der Bilanzsumme liegt, liegt der bei Indus bei 29% !

Das heißt unterm Strich, dass Gesco bei einem Firmenkauf sehr viel höhere Anteile des Kaufpreises auf abschreibunsfähige Wirtschaftsgüter verteilt als Indus. Das kann auch daran liegen, dass Gesco nicht so hohe Preise bezahlt. Durch diese Bilanzierung hat Gesco dann natürlich in den Folgejahren höhere Abschreibungen als Indus (weil der Firmenwert eben nicht regelmäßig abgeschrieben wird); dadurch weist Indus optisch höhere Gewinne aus- schleppt aber eben den höheren Firmenwert immer durch die Bilanz. Solange das Unternehmen/die Wirtschaft insgesamt gut läuft, ist das relativ unwichtig- aber wehe dem übernommenen Unternehmen gehts mal schlechter oder die Wirtschaft geht generell mal ein paar Jahre in die Knie. Dann kann es bei Indus natürlich zu sehr unschönen stark gewinnmindernden Firmenwertanpassungen kommen- dieses Risiko ist bei Gesco ungleich geringer.

Es ist aber richtig, dass der Kurs von Gesco in den letzten Jahren gegenüber Indus deutlich schlechter gelaufen ist. Das lag bei Gesco an zwei Unternehmen, die Schwierigkeiten hatten, weil die Kunden zu viele Aufträge erteilt haben- die Strukturen dafür waren in den Unternehmen nicht vorhanden. Nun scheint es aber so zu sein, dass ein Unternehmen wieder deutlich besser läuft und das andere wenigstens wieder Licht am Ende des Tunnels sieht. Dann sollten sich auch die Ertragskennziffern, die eben wegen dieser beiden "Irrläufer" in den letzten mindestens zwei Jahren nicht so berauschend waren, wieder verbessern- und dann hätte Gesco auch wieder Potential, weil das Unternehmen dann von den Kennziffern her günstiger werden dürfte als es Indus derzeit ist.

Ich bleibe dabei, dass Gesco für mich und meine Anlagepräferenzen die bessere Holding ist, weil sie für meinen Geschmack konservativer und damit "sicherer" buchen. Der Nachteil bei Gesco liegt aber, das lässt sich nicht leugnen, darin, dass man sehr viel kleiner ist und daher die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen größer ist (zumal man mit Dörrenberg Edelstahl auch noch ein sehr großes Unternehmen im Portfolio hat, das für ca. 35% der Umsätze steht- wehe dem Unternehmen gehts mal nicht so gut).
Indus ist aggressiver und risikoaffiner (mMn); letztendlich ist die Entscheidung also eher eine "Geschmacksfrage".

Letztendlich habe ich beide Unternehmen im Depot- allerdings ist der Gescoanteil bei mir aber deutlich höher- damit habe ich dann aber eine mMn ausgewogene Chance-Risiko-Mischung!

Das ist natürlich nur meine Meinung und keine Anlageempfehlung;)

Einen schönen Tag noch

Huta
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.927.933 von Huta am 08.03.16 10:15:12
Vergleich Indus/Gesco
Ich habe mir auch schon mehrfach überlegt,wem ich den Vorzug geben soll.
Wenn ich mir aber den Kurs von Gesco in den letzten drei Jahren ansehe,sehe ich da kein Potenzial zumal sie sehr konservativ investieren.
Bei Indus scheinen mir die Aussichten auf längere Sicht doch vielversprechender zu sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.132.549 von comiter am 19.11.15 18:24:10Guten Morgen !

Erstaunlicherweise hat sich hier ja noch niemand über die gestern veröffentlichten Zahlen der Indus AG geäußert...

Ich finde die Zahlen nicht schlecht. Beim Umsatz und beim Ebit hat man die Schätzungen mindestens erreicht- mMn sogar teilweise übertroffen. Hinterher hinkt dann aber das EpS.

Wenn ich als Vergleich mal die letzte auf der Homepage der Indus AG verlinkte Studie der WGZ heranziehe, dann liegt der erreichte Umsatz mit 1,388 Mrd Euro und das operative Ebit mit 136 Mio Euro über den Erwartungen von 1,31 Mrd Euro Umsatz bei einem Ebit von 132,1 Mio Euro.

Deutlich hinter den Erwartungen blieb aber das EpS mit 2,78 Euro (Erwartung WGZ 2,97 Euro). Mir ist nicht so ganz klar, woher denn diese Differenz rührt- es kann ja nur im Finanzergebnis oder bei der Steuerquote hängen. Nach 9 Monaten lag das Zinsergebnis um 25% schlechter als im Jahr zuvor- wahrscheinlich dürfte also dort mehr vom Ebit hängenbleiben. Ob die Analysten das nicht berücksichtigt haben oder ob es nicht doch noch irgendeinen Sondereffekt gibt, weiß man wohl erst, wenn der GB endgültig vorliegt.

Das zeigt natürlich auch das recht hohe übernahmegetriebene Wachstum des Unternehmens- denn die Übernahmen müssen dann ja auch irgendwie finanziert werden.

Der Nutzer Comiter hat Indus ein KGV von 16 zugestanden- dann würde noch ein bisschen Platz für den Kurs bleiben (16 x 2,78 macht 44,48 Euro).

Das Plus für Indus im Vergleich zu der von mir immer noch vorgezogenen Gesco liegt sicher in dem deutlich "mutigeren" Vorgehen auf den Märkten. Indus hat eine wesentlich höhere Investitionsquote im Bereich "Übernahmen" und will diese ja auch vorerst beibehalten. Das kann sich dann auszahlen, wenn die Cashflows hoch bleiben und man die (derzeit sicher günstig zu finanzierenden Kredite- Stichwort "niedrige Zinsen") dann aus den Cashflowwachstum zurückzahlen kann. Gesco kauft derzeit nur sehr sparsam zu- dadurch sieht deren Gearing natürlich günstiger aus. Unterschiedliche Herangehensweisen eben.

Ich habe mir, wegen der eigentlich sehr unterschiedlichen "Geschäftspolitik", in den letzten Wochen auch wieder ein paar Indus ins Depot gelegt. Comiter nennt diese "Beteiligungsaktien" ja "eher langweilig"; ich finde das nicht wirklich. Man kann sich im Prinzip mit einer Beteiligung bei Gesco und bei Indus an interessanten (kleineren) Unternehmen in Deutschland beteiligen und zwar einmal mit einem aggressiveren Ansatz und einmal mit einem defensiven Ansatz (je nach eigenem Gusto).

Negativ bei Indus bleibt für mich, neben der mindestens vorübergehend höheren Verbindlichkeitenquote, aber weiterhin der recht hohe Firmenwertausweis in der Bilanz. Wenn ich einen nicht unwesentlichen Teil des Kaufpreises für ein Unternehmen in den Firmenwert stecke, der ja nicht jedes Jahr automatisch abgeschrieben werden muss, dann ist es natürlich sehr viel leichter, eine höhere Marge auszuweisen- ich bezahle das dann aber mit deinem erhöhten Risiko für Sonderabschreibungen, wenn ein Firmenwert mal nicht mehr werthaltig ist und als Aktionär erkaufe ich mir die höheren Margen mit etwas mehr Intarnsparenz, denn ich glaube, dass die allermeisten außenstehenden Aktionäre den Impairmenttest und die dafür grundlegenden Annahmen nicht wirklich durchschauen können.

Bei mir ist der Depotanteil von Gesco aber immer noch deutlich höher als der von Indus (etwa um den Faktor drei), zumal ich vermute, dass Gesco demnächst durch das Abarbeiten von negativen Sonderfaktoren vom KGV her günstiger werden könnte als Indus. Bei Indus muss man halt abwarten, ob die Finanzierungskosten tatsächlich (zu) viel vom wachsenden Ebit wegnimmt.

Das ist natürlich alles nur meine Meinung und keine Empfehlung!

Einen schönen Tag noch

Huta
Ist ne recht langweilige Aktie auf den deutschen Mittelstand, die derzeit fair bewertet ist. M.E., siehe auch hier:
http://www.investresearch.net/indus-holding-aktie/
Derjenige, der am Montag morgen in Panik bei Tradegate 12000 Indus-Aktien für 33 Euro verschleudert hat, wird sich jetzt schon kräftig in den Arsch beissen. Und der Käufer hat mal in wenigen Tagen einen fetten Gewinn eingestrichen.
nach meiner Meinung nur die PANIK
mit Kaufen hast du alles richtig gemacht - die Zahlen passen !!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.436.651 von senna7 am 19.08.15 17:02:35Guten Tag!

Indus hat ja in den letzten Börsentagen doch erheblich (und überproportional?) Federn lassen müssen. Hat jemand eine Vorstellung, woran das liegt?

Ich hatte Indus ja eine lange Zeit im Depot, habe dann aber verkauft, weil mir der Kurs etwas zu weit gelaufen war. Heute habe ich eine erste, kleine, Position zurückgekauft.

Ich bleibe war kritisch, was die Bilanzpolitik des Unternehmens angeht (i.d.R. wird ein relativ hoher Anteil des Erwerbspreises eines unternommenen Unternehmens in den Posten "Firmenwert" gebucht, was dazu führt, dass sich dort, bei einem insgesamt recht hohen Anteil an der Bilanzsumme, natürlich gefährliches und für den außenstehenden Aktionär nicht rechtzeitige zu erkennendes Abschreibungspotential auftürmen kann- nicht muss) aber es ist auf der anderen Seite nicht zu leugnen, dass Indus agressiver am Markt auftritt als z.B. Gesco und deutlich mehr Unternehmen in der derzeitigen Niedrigzinsphase erwirbt, was sich dann langfristig natürlich auszahlen sollte.

Da ich das Unternehmen zuletzt jedoch nicht mehr so intensiv verfolgt habe, würde ich gerne mal fragen, ob die Halbjahreszahlen irgendwie unter den Erwartungen lagen bzw. enttäuscht haben- die Analysten scheinen ja eher weiter positiv gestimmt zu sein- oder ist der Kursrutsch nach Meinung der Experten hier bei w:o eher der allgemeinen Marktverfassung zu verdanken?

Danke und einen schönen Tag noch

Huta
Independent belässt Indus Holding auf 'Kaufen' - Ziel 60 Euro

Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Indus Holding nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Mit dem Umsatz für das erste Halbjahr sei die Beteiligungsgesellschaft auf gutem Weg, die Unternehmensziele für 2015 zu erreichen, schrieb Analyst Matthias Engelmayer in einer Studie vom Mittwoch. Die Kreditkennziffern seien solide./mzs/edh

quelle :
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-08/34710828…


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