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Edding AG - unbemerkt tut sich hier einiges !!!! CHANCE !!! (Seite 75)



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gemäß Seite 28 des Geschäftsberichtes 2017 ist für das Jahr 2020 ein Ebit in Höhe von 18 Millionen € geplant.

Gegenüber dem Ebit von 12 Millionen € in 2017 bedeutet dies eine Steigerung von 50 Prozent.

Wenn dieses Ebit-Ziel erreicht wird, dann bietet die Aktie noch gute Chancen für eine Kurssteigerung.
die SDK informiert unter https://sdk.org/veroeffentlichungen/hv-termine/HVTermine?id=… über das geplante Abstimmungsverhalten in der Hauptversammlung der Edding AG.

Die SDK ist jedoch nicht berechtigt, an der Abstimmung teilzunehmen, weil sich die Stammaktien im Familienbesitz befinden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.987.960 von Eddinglover am 14.06.18 18:33:43
Zitat von Eddinglover: War jmd. bei derHV?


Ja, siehe hier: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1173084-32201-32…

Gruß
int21
"PBS-Markenindustrie

18.06.2018

Europageschäft beflügelt Markenumsätze

Das vergangene Jahr war nicht für alle Unternehmen aus dem Verband der PBS-Markenindustrie gleichermaßen zufriedenstellend. Spätestens die ersten vier Monate dieses Jahres lieferten wieder moderate Umsatzzuwächse zwischen einem (Deutschland) und drei Prozent in Europa.

PBS-Markenprodukte für Privathaushalte, Büro und Schule bleiben, wie der Verband der PBS-Markenindustrie nach seiner Frühjahrs-Konferenz 2018 vom 14. Juni in Hamburg jetzt mitteilte, auch mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung unverzichtbar. So meldeten die großen PBS-Hersteller für die ersten vier Monate dieses Jahres ein durchschnittliches Umsatzwachstum von drei Prozent.

Den größten Anteil daran hatte das Europageschäft; in Deutschland verzeichneten die PBS-Markenfirmen insgesamt ein einprozentiges Wachstum gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Die Umsätze von Schreibgeräten und Büroartikeln wuchsen jeweils moderat, die Sparte „Papier“ entwickelte sich leicht rückläufig. Über eine besonders positive Geschäftsentwicklung konnten Anbieter von Büromaschinen berichten, die unter anderem von den erhöhten Anforderungen zum Datenschutz (DSGVO) profitieren.

„Die anhaltend gute Nachfrage nach PBS-Markenprodukten fürs Büro ist ein Spiegel der guten Konjunktur, aber auch Lösungen für Schulen und Privathaushalte trugen zur positiven Gesamtentwicklung bei“, resümierte Torsten Jahn, Pelikan, der zusammen mit Thorsten Streppelhoff, edding, dem Verband der PBS-Markenindustrie vorsteht. Streppelhoff: „Das Europageschäft hat den PBS-Markenfirmen in den ersten vier Monaten ein besonders kräftiges Plus beschert. Daran haben erfreulicherweise alle drei Bereiche ihren Anteil.“ Nur einzelne wenige Herstellerfirmen hätten Umsatzrückgange verzeichnen müssen, heißt es aus dem Verband.

Insgesamt blickten die Markenhersteller auf ein Gesamtjahr 2017 zurück, das ihnen durchschnittlich nur ein einprozentiges Wachstum bescherte. In Deutschland lagen die Umsätze mit 1,6 Prozent knapp darüber. Auch im vergangenen Jahr zeigte sich in den Umsatzergebnissen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit leicht rückläufigen Umsätzen in der Sparte „Papier“ und einem moderaten Wachstum bei „Büro“ und „Schreiben/Malen/Zeichnen“.

Für wirtschaftliche Dynamik sorgen die vielen Neuheiten der PBS-Markenfirmen, die in Deutschland, Europa und der Welt ihre Käufer haben. Stark vertreten sind dabei vor allem designorientierte Produkte aus allen Sortimentsbereichen. Auch kundenspezifische Lösungen tragen zum positiven Image von PBS-Markenartikeln der Hersteller aus dem Verband bei.

Als zentrale Herausforderung sehen die PBS-Markenfirmen die Sicherung der Fachkräftebasis ihrer Unternehmen. In vielen Regionen fällt es zunehmend schwerer, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Mut macht hier allerdings die Stärke der Marken, die für jeden Bewerber attraktive Adressen in den Lebensläufen bieten.

Der Verband der PBS-Markenindustrie mit Sitz in Düsseldorf vertritt aktuell die Interessen von 46 marktrelevanten Markenfirmen der PBS-Industrie. www.pbs-markenindustrie.de"

https://www.pbsreport.de/themen.html?nid=65094#newsletter
Ich hatte gesehen, dass ich meinen Bericht zur Hauptversammlung hier noch gar nicht verlinkt habe. Die HV ist zwar nun auch schon ein paar Tage her, aber wer mag, darf gerne trotzdem hier mal reinschauen:

https://dershinvestor.wordpress.com/2018/06/15/edding-berich…
"Stifte im Sekundentakt

Aus Japan brachten die Edding-Gründer die Idee für ihren Stift mit. Heute liefern sie aus Bautzen in 120 Länder.

03.07.2018

Von Miriam Schönbach

Sekundentakt
Eine Handvoll Stifte: Das Bautzener Edding-Werk verlassen jährlich 95 Millionen Marker in 120 Länder. Chef am Produktionsstandort ist Jörg Thomas Schimkus.
© Steffen Unger

Bautzen. Die Schicht von Ute Krönert ist gleich zu Ende. Doch die Maschinenbedienerin aus der Bautzener Edding-Produktionsstätte will ihre Montagelinie noch leerfahren. Zuerst rutscht der Plastikschaft auf ein Förderband. Automatisch dreht es ihn in die richtige Richtung. Schnell verschwindet darin ein Schaumstoffröhrchen für die Tinte. Die Schreibspitze wird als Nächstes montiert. Zuletzt kommt die Kappe drauf. 120 Stifte pro Minute spuckt die Apparatur aus. „Das ist noch langsam. Unsere Hochleistungsmaschinen stellen 150 Stifte pro Minute her“, sagt Jörg Thomas Schimkus. Vor neun Jahren kam der gebürtige Hamburger als Geschäftsführer an die Spree.

Dicht an dicht liegen die Stiftschäfte in passenden Wölbungen auf der Montagelinie. Ute Krönert lässt keinen aus dem Blick. Seit 19 Jahren arbeitet die ausgebildete Textilfacharbeiterin für den Schreibgerätehersteller im Bautzener Gewerbegebiet. Damals ist ihr heutiger Chef noch beim Mitbewerber Rotring tätig. Doch das Unternehmen wechselt gerade den Besitzer. Die neuen Eigentümer aus den USA verlagern die Produktion und kündigen Mitarbeiter. „Was ich aufgebaut habe, sollte ich abbauen“, sagt der 56-Jährige. Stattdessen räumt er seinen Schreibtisch und nimmt 2004 das Jobangebot der Edding AG an.

Der Maschinenbauingenieur soll sich im Familienunternehmen aus Ahrensburg um die Produktion, unter anderem in Argentinien, Bautzen und den Niederlanden, kümmern. Sein Erstkontakt mit Edding liegt etwas länger zurück. Als 16-Jähriger hinterlässt er mit einem solchen Permanentmarker seine Initialen auf einem Buspolster. Der Schmierfink ist schnell überführt. Ihm wird nahegelegt, die Schule zu verlassen. „Außerdem sagte man mir, dass ich weder Sprachen noch Physik könnte. Meine Eltern hatten damals keine gute Zeit mit mir“, sagt Jörg Thomas Schimkus. Er wird Technischer Zeichner und lernt Menschen kennen, die das Potenzial des jungen Wilden erkennen – und an ihn glauben.

Also setzt sich der Hamburger wieder auf die Schulbank, holt das Fachabitur nach, studiert Maschinenbau und legt noch ein BWL-Studium oben drauf. „Ich würde heute alles genauso wieder machen“, sagt er und geht in die Abteilung Werkzeugbau. Hier entstehen die Spritzgusswerkzeuge, um überhaupt einen Edding herstellen zu können. Das Bautzener Werk ist deutschlandweit die einzige Produktionsstätte der beliebten Marker. Hervorgegangen ist sie aus dem VEB Schreibgerätewerk Markant in Singwitz.

Bis zur Wende sind seine heutigen Kollegen Spezialisten für Filzstifte. 1991 kauft Edding den Markant-Werkzeugbau, die Spritzerei und die Montage. Drei Jahre später wird das neue Werk in Bautzen eingeweiht. „Bis dahin kamen unsere Produkte aus Fertigungsstätten in Deutschland und dem Ausland. Die Firmenleitung hatte aber strategisch entschieden, eine eigene Fertigung aufzubauen“, sagt Jörg Thomas Schimkus. Die Idee des Permanent-Schreibers bringen die Firmengründer Volker Detlef Ledermann und Carl-Wilhelm Edding von einer Japan-Reise Ende der 1950er-Jahre mit nach Hause. Dort entdecken die Freunde einen Tintenschreiber mit Filzspitze und permanenter Tinte. Ihn importieren sie nach Deutschland. Das ist die Geburtsstunde vom „Edding No.1“.

Tinte im Blut
Die Wiege aller Bautzener Eddings ist die Spritzerei. In drei Schichten entstehen hier die Einzelteile aus Kunststoff für die Stifte – der Schaft, die markante Flügel-Kappe und das Mundstück. Über Nacht laufen die Maschinen sogar unbemannt in der sogenannten Geisterschicht. Die Produktion der Eddings kündigt sich mit zartem Geklingel an. Über dem Kopf verlaufen Röhren, über die das Kunststoffgranulat direkt aus dem Silo in die Spritzgussmaschinen automatisch verteilt wird. „Wir verbrauchen davon 1 000 Tonnen pro Jahr“, sagt der Werkleiter. Ein bisschen erinnert das Granulat an zu groß geratenes Konfetti.

230 Grad macht daraus eine flüssige Kunststoffmasse. Aus ihr sollen in diesem Produktionsschritt Kappen werden. „Wir stellen jährlich 95 Millionen Marker in 50 verschiedenen Größen und Formen her, die in 120 Länder verkauft werden. Der Beliebteste aber ist unser Edding 3000 mit der schwarzen Kappe“, sagt Jörg Thomas Schimkus, während das Werkzeug der Spritzgießmaschine mit einem Zischen auseinanderfährt. Unter dem Spritzdruck von 1 300 bar und der Schließkraft von 80 Tonnen entstehen in jedem Takt 32 Kappen. Das übrig bleibende Material kommt in den danebenstehenden Schredder und kehrt in den Produktionskreislauf zurück.

Über 80 Mitarbeiter denken bunt in Bautzen. „Wir sind eine Familie und haben Edding-Tinte im Blut“, sagt der Geschäftsführer. Neben seiner Wohnung in Hamburg hat er sich längst ein Refugium in Bautzen zugelegt – und engagiert sich in der Stadt. Ein Jahr lang gab er neben seiner Arbeit zweimal pro Woche Deutschunterricht für Asylbewerber. Bei der Initiative „Bautzen bleibt bunt“ will sich Jörg Thomas Schimkus wieder stärker einbringen. Buntgemischt ist auch die Belegschaft. Flüchtlinge machen Praktika im Betrieb. Ein junger Syrer macht seit einem Jahr die Ausbildung zum Elektriker. Ein weiterer junger Mann aus Mali könnte demnächst seine Lehre im Unternehmen beginnen.

Ausgebildet werden Werkzeugmacher, Mechatroniker und Verfahrensmechaniker. Dazu gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit der Staatlichen Studienakademie Bautzen. „Unsere Führungskräfte sind überwiegend junge Leute. Die Spritzerei leitet eine Frau, die hier gelernt hat“, sagt Jörg Thomas Schimkus. Blau macht der „Fischkopp“ – wie er sich selbst nennt – übrigens am Geierswalder See. Mit dem Motorboot fährt er soweit hinaus, dass bei abgestelltem Motor nur noch das Plätschern des Wassers zu hören ist. Und wenn er in seiner Hamburger Heimat ist, legt er häufig einen Stopp an der Außenalster ein, um wieder von der Elbe an die Spree zu fahren."

https://www.sz-online.de/nachrichten/stifte-im-sekundentakt-3967686.html
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