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EUROMICRON AG ( 566 000 ) - der Lichtwellenleiter - / Gla (Seite 690)


ISIN: DE000A1K0300 | WKN: A1K030
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.682.335 von Agio am 03.05.18 06:49:53Ich habe Euromicron eine Zeit lang aus den Augen verloren, habe aber heute den GB 2017 zugeschickt bekommen und mich bei der Gelegenheit ziemlich darüber aufgeregt, dass man sich dort mal wieder eher selbst beweihräuchert trotz fehlender Profitabilität und erneut stark gestiegener Bankverbindlichkeiten.

Nach einem Blick zur Nachrichtenlage nach 2017 habe ich mich daher erstmal darüber gefreut, dass einer der Vorstände seinen Hut genommen hat. Meine Freude währte allerdings nicht lange, denn ich habe gleich mal nach dem neuen Vorstand gegoogelt und folgende Infos aus dem Jahr 2013 gefunden:

"Trierweiler war zuletzt als kaufmännischer Geschäftsführer des süddeutschen Brauereizulieferers Ziemann tätig, der im vergangenen Sommer einen Insolvenzantrag stellte. Trierweiler war dort im Herbst 2011 angetreten, um das strauchelnde Unternehmen zu restrukturieren. Zuvor war er Geschäftsführer beim Automobilzulieferer Sellner. Dort musste er im Februar 2011 gemeinsam mit dem Co-Geschäftsführer Werner Renzel seinen Hut nehmen, nachdem Sellner Insolvenz hatte anmelden müssen."
(Hervorhebungen von mir, dem Tschechen)

Quelle: https://www.finance-magazin.de/cfo/cfo-wechsel/joern-trierwe…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.745.996 von Der Tscheche am 12.05.18 15:21:37@Tscheche, alter Weggefährte ;)

ganz locker bleiben..... :D

Trierweiler hat bei den anderen beiden Konkursfirmen nur geübt :laugh::laugh:
Jetzt macht er sein Meisterstück!

Gruß Agio
Ja wirklich schwache Zahlen. Keine Besserung erkennbar.
Insbesondere aufgrund höherer Sonderkosten, die maßgeblich im Zusammenhang mit der im März 2018 erfolgreich abgeschlossenen Anschlussfinanzierung des Konzerns stehen, beträgt der Konzernjahresfehlbetrag EUR -3,6 Mio. und fällt damit um EUR -0,8 Mio. höher aus als im ersten Quartal des Vorjahres.

DGAP-News: euromicron AG: euromicron AG startet stabil in das Geschäftsjahr 2018 | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10526506-dgap-news-euromicron-ag-euromicron-ag-stabil-geschaeftsjahr-2018


Eine Cashverbrennungsmaschine. Hier hat sich nichts gebessert.
Wer in diesen Zeiten kein Geld verdient, wird es auch später nicht. Die zwei “Interner“ aus der zweiten Reihe zu Vorständen zu machen, habe ich damals schon nicht ganz nachvollziehen können. Zumindest kannten die den Laden. Und man hätte ihnen zutrauen können, dass sie aich die Probleme kennen und angehen. Der letzte Vorstandsmove mit einem Externen aus der dritten Reihe ist noch unverständlicher. Vielleicht will keiner den Job 😦
Was man auf der HV so alles lesen konnte
und worüber man früher (rechtzeitig) nicht informiert wurde, zumindest nicht über die Details:

"Die euromicron AG nimmt mit Klage vor dem Landgericht Frankfurt am Main ein ehemaliges Vorstandsmitglied auf Rückzahlung von ausgezahlten Tantiemen für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 in Höhe von rund EUR 0,3 Mio. sowie auf Schadensersatz wegen Pflichtverletzungen bei der
Aufstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenberichten in Höhe von rund EUR 4,2 Mio. in Anspruch.

Hintergrund der Klage sind von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungswesen (DPR) festgestellte Bilanzierungsfehler in den IFRS-Konzernabschlüssen für die Geschäftsjahre 2012 und 2013. Diese
führten zum einen zum Ausweis überhöhter Finanzkennzahlen, auf deren Grundlage in der Folge überhöhte Tantiemen ausgezahlt wurden.
Zum anderen entstanden der Gesellschaft Schäden in Höhe von EUR 4,2 Mio., insbesondere durch die Ausschüttung einer Dividende, der kein entsprechender Bilanzgewinns gegenüberstand, sowie durch die Kosten für die Aufarbeitung der Bilanzierungsfehler. Der geltend gemachte Schadenersatz wegen
Pflichtverletzungen (EUR 4,2 Mio.) ist bilanziell nicht berücksichtigt und stellt dementsprechend eine Chance dar.

Das betreffende Vorstandsmitglied bestreitet die Ansprüche und macht widerklagend behauptete Vergütungsansprüche in Höhe von EUR 1,6 Mio. wegen seiner ungerechtfertigten Kündigung geltend. Gestützt auf die Einschätzung externer Rechtsanwälte, die die ausgesprochene Kündigung für wirksam
und die Ansprüche des ehemaligen Vorstandsmitglieds für unbegründet erachten, wurde dieser Sachverhalt bilanziell bislang nicht berücksichtigt. Das mögliche Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt."
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.978.015 von Erdman am 13.06.18 17:39:52
Und noch einer - diesmal fremde Dividenden kassieren und Steuern rausholen ...
.... doch das Finanzamt spielte nicht mit. (Wann wurden wir Aktionäre zum 1. Mal darüber informiert?)

"Die euromicron AG hat in den Jahren 2010 bis 2012 Wertpapierleihen über
den Dividendenstichtag mit einer Bank
durchgeführt." Gehörte sowas zum ordentlichen Geschäftszweck der AG?
"Die Betriebsprüfung für die Jahre 2010 bis 2012 kam zu dem Ergebnis, dass die euromicron AG
nicht wirtschaftliche Eigentümerin der betreffenden Aktien zum jeweiligen Dividendenstichtag gewesen sei und versagte dieser daher die Anrechnung der von den Dividenden einbehaltenen Kapitalertragsteuern. Das Veranlagungsfinanzamt erließ daraufhin gegenüber der euromicron AG
geänderte Körperschaftsteuerbescheide für die Jahre 2010 bis 2012 und fordert Anrechnungsbeträge in Höhe von insgesamt ca. EUR 5,8 Mio. (zzgl. Zinsen) zurück.
Gegen diese Bescheide legte die euromicron AG form- und fristgerecht Einspruch ein; die Vollziehung der Beträge wurde ausgesetzt. Ferner wurde eine Anrechnung aus Billigkeit " der armen Steuersünder, Finanzvorstand und -Prokurist? "beantragt und die beteiligte Bank aufgefordert, ihrerseits alternativ eine Anrechnung der Beträge bei ihrem Finanzamt zu beantragen.
Für den Fall, dass das Finanzamt der beteiligten Bank die abgeführte Kapitalertragsteuer anrechnet," was wohl kaum der Fall sein wird, cum ex "liegt eine schriftliche Zusage der beteiligten Bank vor, diese Beträge an die euromicron AG weiterzuleiten.
Parallel hierzu wurde im August 2017 Klage gegen die beteiligte Bank unter anderem auf Erstattung der im Rahmen der Durchführung der Wertpapierleihen in Höhe der oben bezeichneten Kapitalertrag-steuerbeträge zu hoch geleisteten Kompensationszahlungen eingereicht.
Zudem wurde den ehemaligen Vorständen im Januar 2018 der Streit verkündet," das hat aber lange gedauert "da sie für die Durchführung der Wertpapierleihe in den Jahren 2010-2012 verantwortlich sind.
Sollten weder die genannten steuerlichen Verfahren noch der Zivilprozess erfolgreich sein, ist vorgesehen, die ehemaligen Vorstände der Gesellschaft hierfür in Regress zu nehmen, wobei durch die Streitverkündung die Feststellungen des Gerichtsverfahrens gegen Bankhaus Lampe auch im Rahmen einer Klage gegen die Streitverkündeten bindend sind. Eine entsprechende Inanspruchnahme der ehemaligen Vorstände dürfte durch den Versicherungsschutz der D&O Versicherung gedeckt sein. Mit einem negativen Einfluss auf die Liquidität des Konzerns aus diesem Risiko wird daher von Seiten des Vorstands der Gesellschaft insgesamt nicht gerechnet. Und der Einfluss auf den Gewinn? Stellt sich auch noch die Frage nach der Verjährung bei den noch vorgesehenen Klagen.
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EUC wird an einer Kapitalerhöhung nicht vorbei kommen. Hab ich an anderer Stelle schon vor einigen Monaten geschrieben.

Die Frage ist nur, ob man es jetzt tut oder erst dann wenn die Kacke (bei einer Rezession oder Börsenbaisse) schon am dampfen ist.

Aktuell fressen die Investitionen und Zinsaufwendungen jegliche operative Cashflows auf, so dass man weiterhin nicht von der hohen Verschuldung runterkommt und somit auch die Zinsaufwendungen nicht reduzieren kann. Was soll das erst bei steigenden Zinsen und schlechterer Konjunktur werden?


Andere Möglichkeit wäre noch die Ebitda-Marge annähernd zu verdoppeln und dann mit den Gläubigern irgendwelche Umschuldungen zu vereinbaren. Aber ob das noch gelingt? Bin da skeptisch, wenn das schon in super starker Konjunkturlage nicht gelungen ist.
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