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Joh. Friedrich Behrens AG - Nägel mit Köpfen? (Seite 110)

eröffnet am 05.11.03 13:30:06 von
neuester Beitrag 08.04.21 08:31:34 von

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17.11.03 21:44:22
Beitrag Nr. 4 ()
una secunda,
habe Behrens als ortsansässiger seit Jahren im Depot, im Gegensatz zu allen anderen Aktien liefert Behrens, wenn auch mitunter zwangsweise wg. der Mutter eine konstante Dividende, koste es was es wolle von 0,50 Euro, immerhin aktuell 8 % Dividende / anno. In heutigen Zeiten als Basiswert nicht schlecht. Im letzten Jahr war auch wieder ein Anstieg des Eigenkapitals zu verzeichnen.
Dennoch, wg. geänderter Struktur der Mutter keine Zukunftsgarantie.

Warte wie im letzten Jahr noch auf Ausverkaufskurse von unter 5 Euro = 10 % Rendite oder mehr

gruss
Turnaround2000
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05.11.03 13:51:10
Beitrag Nr. 3 ()
Hatte ich mal paar Jahre, ein sehr marktenger Wert. Du brauchst eine Bank, die für Nichtausführung nichts verlangt. Es gibt attraktivere Werte.
be.
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05.11.03 13:50:38
Beitrag Nr. 2 ()
Meine Meinung dazu ist, keine Firmen / Aktien aus dem Umfeld oder gar Konsolidierungskreis der VDN zu kaufen.

Bilanzierungstricks beherrschen die nämlich wirklich gut. Weniger gut die Steigerung der Unternehmenswerte. Da gibt es in HH doch sicher besseres zu kaufen.

CU, goldmine
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05.11.03 13:30:06
Beitrag Nr. 1 ()
Es gibt schon einen Zweig über BeA. Leider hat W:0 die unglückliche Regelung eingeführt, Zweige, die über sechs Monate nicht benutzt wurden, stillzulegen.

BeA produziert im Wesentlichen Nägel und Heftzwecken sämtlicher Größen. Um eine höhere Kundenbindung und Marge zu erreichen, hat man irgendwann angefangen, auch höherwertige Produkte im Randbereich hierzu anzubieten (Werkzeuge, Kleber).

Im NWJ wurde die Aktie jüngst als "Perle" bezeichnet. Auf dem ersten Blick mag das stimmen:

Kurs bei 6,20€, Buchwert 5€, Div.0,5€, "Ergebnis je Aktie" 0,93€, letzteres seit 1999 mit steigender Tendenz.

Ein genauer Blick führt m.E. zu einem nüchternen Resultat.

Das Ergebnis je Aktie bezieht sich auf den ausgeweisenen JÜ (2,612Mio.€ ). Dieser enthält jedoch auch die Gewinnanteile anderer Gesellschafter von 0,87 Mio. Dieser Wert betrug 1998 noch 0,49 Mio.

Außerdem wird hier nicht der Ausgeleichsposten für Währungsumrechnungen in der Bilanz berücksichtigt (-0,73 Mio.). Auch dieser Wert weist keinesfalls eine volatile Entwicklung auf. Im Gegenteil, mit Ausnahme 2001 (+0,1Mio) lag dieser Betrag in den letzten Jahren stets bei -0,7 Mio.

Die Dividende wird also schon seit vielen Jahren real aus der Substanz finanziert (siehe kontinuierlich abnehmendes EK). Grund hierfür dürfte die schwachbrüstige Hauptaktionärin VDN AG sein (65,13% des GK).


Wesentliche Ergebnislieferanten sind die Vertriebstochter in Polen (51%-Anteil, Gesamtjahresergebnis 02: 1,3 Mio.€ ), die Töchter in GB (1,04Mio.€ ) und Spanien und Tschechei (je 0,5 Mio).
Hierin dürfte der Grund liegen, warum das erste HJ 03 relativ schlecht lief:
In Polen wird ausschließlich für den dortigen Markt vertrieben (keine Produktion). Der Zloty hat jedoch gegenüber dem Euro bisher 16,45% verloren. GB produziert und vertreibt wie Spanien u.a. für die USA. Gegenüber dem Dollar hat jedoch wiederum der Euro an Wert gewonnen. Lediglich die Tschechische Krone verharrt auf stabilen Niveau (Euro/Krone +1,69% ). Gegenüber dem Vertriebsland Norwegen stieg der Euro ebenfalls um 13%.

Folglich wird im HJ-03 ein EBT von 1,5 Mio. erwirtschaftet (VJ.2,2 Mio.), obwohl der Umsatz in Polen um 24% stieg.

Angesichts des schwierigen Marktumfelds, in dem BeA sich bewegt, sind die Ergebnisse gar nicht so schlecht. Das Management handelt m.E. ebenfalls überlegt, auch wenn ich die Investitionen in die verlängerte Werkbank Tschechien lieber in z.B. Rumänien gesehen hätte. Tschechien ist mittlerweile nicht mehr ganz so günstig und in absehbarer Zeit €-Mitglied. Die relativ primitiven Güter von BeA dürften sicherlich auch in weiter unterentwickelten Staaten produziert werden können.

Ich gehe mal davon aus, dass 2003 ein JÜ vor Anteilen Dritter und ohne die Einbeziehung der Währungsverluste von unter 1,8 Mio. Euro erzielt wird. Lediglich die Dividende dürfte aufgrund des Blutsaugers VDN anhaltend hoch bleiben, wofür vorsorglich auch der irrwitzige Gewinnvortrag sorgt, den man schon seit Jahren vor sich herschiebt.

Schließlich wäre noch zu berücksichtigen, dass nahezu die gesamten Verbindlichkeiten eine Laufzeit von unter einem Jahr haben. Hier düften Zinssteigerungen relativ schnell durchschlagen.
Fragen hätte ich auch zur TESTA Grundstücks-Gesellschaft Ahrendsburg mit Sitz in Düsseldorf (dem Sitz der VDN AG).

M.E. ist die Aktie keinesfalls ein Schnäppchen.

Gibt`s (eventuell andere) Meinungen?

Gruß unicum
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