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► BAYER AG ■ Auf neuen Wegen ◄ (Seite 262)


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Gegen das eigene Bauchgefühl sollte man sich aber auch nicht positionieren.

Nur wenn die fake news so offensichtlich sind, beim Dieselskandal / Deutsche Umwelthilfe sind ja ähnliche Dinge zu beobachten, muss man natürlich auch mal den Kopf zum Denken benutzen, statt sich auf die US Gesinnungsjustiz zu verlassen. Poltik und Justiz können durchaus eine Bedrohung für bestehende Geschäftsmodelle sein, aber wenn man darauf wetten will, kann aus dem Bauchgefühl auch schnell Bauchweh werden. Da gibt es eben auch gegenläufige Interessen, die man leicht übersieht, wenn einem die tägliche Berichterstattung den Blick über den Tellerrand erschwert.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.851.390 von honigbaer am 02.10.18 12:56:45Also durchhalten bei Bayer, weil die emotional betonten Negativbetrachtungen irgendwann den Fakten gegenüber nachgeben werden?
Das halte ich zwar für sehr wahrscheinlich, aber durchhalten und aussitzen ist ja immer schwierig, wenn der Markt weiter gegen die eigene Position läuft. Dann positioniert man sich wohl besser mit Optionen, wenn überhaupt.
Bayer steigt voll in den Ring, getrieben von der Abhängigkeit des Saatgutgeschäfts von Breitbandherbiziden:

BERLIN (dpa-AFX) - Im Streit um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat hat Bayer-Chef Werner Baumann Umweltschützern vorgeworfen, bewusst mit Fehlinformationen zu arbeiten. "Sie nützen die Größe und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell", sagte Baumann der "Bild am Sonntag". Nur so bekämen Umweltschützer die nötige Aufmerksamkeit, um möglichst viele Spenden zu erhalten. Bio-Landbau sei nicht pauschal die nachhaltigere Anbaumethode. Baumann verteidigte das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel. Es werde benötigt, um die Menschheit zu ernähren. "Dank Glyphosat werden die Menschen satt", sagte Baumann. Es sei das meistgenutzte und erfolgreichste Pflanzenschutzmittel der Welt - "und damit ein ideales Feindbild für Nicht-Regierungsorganisationen und Aktivisten, die die moderne Landwirtschaft ablehnen". Der Dax-Konzern - hatte vor kurzem den Glyphosat-Hersteller Monsanto für 63 Milliarden US-Dollar gekauft. Die Leverkusener müssen sich nach der Übernahme mit rund 8700 Klagen in den USA wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat auseinandersetzen. Umweltschützer, Kleinbauern und verschiedene Wissenschaftler halten Glyphosat für gefährlich für die Natur und die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat 2015 als ein "wahrscheinliches humanes Karzinogen" ein, also als mutmaßlich krebserregend. Baumann lobte zudem US-Präsident Donald Trump, den er als "einen sehr aufmerksamen, zugewandten und auch sehr gut informierten Gesprächspartner" erlebt habe - und der ein "treuer Kunde von Bayer" sei. Der Präsident nehme täglich Aspirin./stz/DP/zb

Glyphosat-Streit: Bayer-Chef übt scharfe Kritik an Umweltschützern | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10895200-glyphosat-streit-bayer-chef-uebt-scharfe-kritik-umweltschuetzern


Das Risiko in Glyphosat ist mehr als die an sich bedrohlichen Klagen auf Schadenersatz, riskiert ist zusätzlich ein entfallendes Geschäft aus weiten Teilen der Monsanto-Übernahme und damit gibt es ein Existenzrisiko für Bayer gesamt. Bayer hat sich unternehmerisch gecornert, vergleichbar mit Fondsmanagern im Neuen Markt 2000 sind sie auf eine steigende Anwendung von Glyphosat angewiesen? Das war als strategisch ganz schlau geplant und vermutlich wird das ganz schlau, was soll Bayer also jetzt anders machen als jeden Angriff aus der Ecke zu testen?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.892.250 von Friseuse am 08.10.18 09:51:55Das war als strategisch ganz schlau geplant und vermutlich wird das ganz schlau, was soll Bayer also jetzt anders machen als jeden Angriff aus der Ecke zu testen?

Dies ist wahrscheinlich auch eine Stilfrage (Hollywood ?). Im anstehenden Gerichtsfall resp. in dem Hieb gegenüber den Spendensammlern erinnern die kämpferische Töne eher an die wohlbekannte Monsanto Tonalität.
Zur Erinnerung: Im Streit um Glyphosat geht es im Wesentlichen um die Deutungshoheit von Studien. IARC (WHO) stuft Glyphosat als kanzerogen beim Tier und "wahrscheinlich kanzerogen" beim Menschen ein. Die europäischen und amerikan. Zulassungsbehörden stellen sich auf den Standpunkt sie müssen nur den Wirkstoff prüfen und dieser ist nicht kanzerogen. Die umfassendere IARC-Studie hat in ihrer Bewertung das Handelsprodukt Roundup, das neben dem Wirkstoff auch eine Anzahl Beistoffe berücksichtigt. Nach bisherigem Kenntnisstand ist einer der Beistoffe 100-1000x toxischer als der Wirkstoff.
Wieso äufnet Bayer nicht einen Fond und lässt diesen Sachverhalt unabhänig klären.
Das wäre doch die neue Bayer!
Für eine langfristige Unternehmenspolitik muss man auch einmal die kurzfristigen Gewinnziele zurückstellen.
Alles tiefrot, nur Bayer mit über 5% im Plus nachbörslich. Warum?
Bloomberg
Bayer Weighs Selling Its Vet Unit in Post-Monsanto Revamp
By Aaron Kirchfeld, Eyk Henning, Ruth David, and Naomi Kresge
October 10, 2018, 7:26 PM GMT+2
https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-10/bayer-sai…
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HOCHINTERESSANT! diese Kursbewegung Heute ein eindeutiges Verkaufssignal.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.923.405 von El_Matador am 10.10.18 22:41:50Könnte auch der Glyphosatprozess oder beides sein:

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-10/4498164…
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Hhm, würde ich dann aber trotzdem in Richtung "kleiner ShortSqueeze" verbuchen (wollen als Bär).
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