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► BAYER AG ■ Auf neuen Wegen ◄ (Seite 321)


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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.980.795 von Briglina am 27.02.19 21:07:41Die mögliche Einschätzung, dass nicht der Wirkstoff Glyphosat, sondern ein Beistoff der Formulierung in Produkten wie z.B. Roundup gesundheitlich bedenklich sein könnte, stellt zwar kurzfristig ein Risiko für Bayer und Co. dar, implizit nähme so ein Ergebnisse allerdings den Kritikern des GMO-Anbaues den Wind aus den Segeln. Denn der Beistoff hat ja nichts mit dem Wirkungskomplex aus Breitbandherbizid und genetisch resistenter Nutzpflanze zu tun....

Ich denke, dass die Übernahme von Monsanto, trotz aller relevanten, kurzfristigen Risiken, langfristig ein deutlichen betriebswirtschaftlichen Mehrwert für Bayer bringen könnte. Bayer hat Monsanto doch nicht wegen Round-Up und bestehenden Pflanzenzüchtungen gekauft. Meiner Meinung nach liegt der Wert in dem Know-how über die Gentechnik mit all ihren Bereichen von Smart Breeding bis CRISPR/Cas. Zusätzlich ist die Marktposition von Monsanto besonders auf den Zukunftsmärkten wie etwa in Indien ein großes Asset. Auch das Angebot digitaler Services für die Landwirte hatte Monsanto viel früher und umfassender angeboten als Bayer. Zudem bietet Monsanto sogar Dienste an, die klassischer weisen der Agrarhandel inne hatte, wie etwa Abnahmegarantien für Agrarerzeugnissen aus Monsanto-Saatgut.

Die Agrargeschäfte der Zukunft werden von einer ungeheuren Nachfrage durch die steigende Weltbevölkerung getrieben. Staaten wie China oder Indien erzeugen über 100 Mio. t Weizen im Jahr nur für den Eigenbedarf. Gepaart mit Klimaextremen, Landdegradierung und eingeschränkt möglicher Flächenausweitung wird die Gentechnik, ob das den nicht hungernden Europäern passt oder nicht, ein entscheidender Faktor (neben anderen) zur Bewältigung sehr großer Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten sein.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.985.631 von krv am 28.02.19 12:51:56Die 5- 6 wichtigsten GMO Staaten (USA, Canada, Lateinamerika, Indien) werden ihre eigene Agrarpolitik betreiben und weiterhin Herbizide einsetzen. Die EU wird die GMO- Futtermittel auch aus diesen Absatzkanälen beziehen.
Global betroffen sind alle Staaten von dem dramatischen Insektenschwund (-40% weltweit) und hier muss sich etwas ändern. Bayer ist seit 15 Jahren auf der Anklagebank (Neonikotinoide) und mit dem Erbe von Monsanto in besonderer Pflicht. Niemand hat dies wahrscheinlich so gewollt (zuletzt die Bauern!), aber so weiterfahren kann man nicht. Ich hoffe, dass können auch verantwortungsvolle Bayeraktionäre unterschreiben.
Gentechnik wird in der Medizin akzeptiert . Bei der grünen Gentechnik gibt es hier gesellschafts-politische Vorbehalte und die muss man einfach aktzeptieren. Die Agrargentechnik konnte auch ihre Versprechen in den letzten Jahrzehnten nicht einlösen (salz-klimaresistente Sorten). Erträge wurden zwar gesteigert, aber fairerweise man müsste auch die externalisierten Kosten (Umwelt) aufrechnen . Es gibt Hunderte von lokalen Sorten, die zwar etwas weniger Ertrag lieferen aber gut adaptiert sind auf die lokalen Bedürfnisse (Förderung der kleinbäuerlichen Wirtschaft und Absatzstrukturen in den Entwicklungsländern !).
Kalorien werden weltweit genügend erzeugt. Solange 1/3 der Nahrung weltweit zwischen dem Erzeuger und dem Tellerrand verloren gehen, gibt es näherliegendere Alternativen, um die Bäuche zu füllen. Einige Lösungsansätze finden sie in der Broschüre vom zuständigen Bundesministerium ( J. Klöckner). Wenn sie Roboter in der Landwirtschaft einsetzen und dieser präziser sprüht- wieso nicht? (Könnte ja sein, dass ein Maschinenhersteller dies besser als Bayer kann?)
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Weltern…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.988.061 von Briglina am 28.02.19 16:55:26
"Gentechnik wird in der Medizin akzeptiert . Bei der grünen Gentechnik gibt es hier gesellschafts-politische Vorbehalte und die muss man einfach aktzeptieren."
->In der EU-28 werden nur wenige hundert Hektar mit Bt-Mais in Spanien angebaut. Die Erzeuger akzeptieren den Willen der Konsumenten! Agrarfirmen bieten Produkte an, die kann man kaufen oder es lassen.... Dass man sich gentechnisch erzeugtes Insulin, ohne Bedenken, ins Unterhautgewebe spritzt, aber vor der Grünengentechnik Angst hat, muss man natürlich akzeptieren, aber nicht unbedingt verstehen....Kein gutes Argument!

"Erträge wurden zwar gesteigert, aber fairerweise man müsste auch die externalisierten Kosten (Umwelt) aufrechnen . "
->Das ist ein schlechtes Argument in der Kontroverse konventionell vs. GMO, denn der Gebrauch von Roundup etc. bei den gängigen GMO-Pflanzen (unabhängig von anderen potentiellen Risiken) führt zu deutlich geringerem Pestizideinsatz als konventionelle Anbaumethoden. Zumal die alternativen Pestizide viel giftiger für den Menschen sind. Damit sinken die externalisierten Kosten im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft. Wenn man Bio-Anbau vs konventioneller Landwirtschaft vergleicht sind die externalisierten Kosten natürlich anders gelagert. Ihr Argument ist falsch!

"Es gibt Hunderte von lokalen Sorten, die zwar etwas weniger Ertrag lieferen aber gut adaptiert sind auf die lokalen Bedürfnisse (Förderung der kleinbäuerlichen Wirtschaft und Absatzstrukturen in den Entwicklungsländern !). ->Volle Zustimmung. Die Bauern müssen die Wahl haben was sie anbauen.

"Kalorien werden weltweit genügend erzeugt. Solange 1/3 der Nahrung weltweit zwischen dem Erzeuger und dem Tellerrand verloren gehen, gibt es näherliegendere Alternativen, um die Bäuche zu füllen."
->Kalorien werden nur rechnerisch weltweit genügend erzeugt. Wenn die Konsumenten in USA/EU weniger wegschmeißen nützt es ihrem Geldbeutel und der Müllabfuhr, davon könnten auch bedürftige im Land profitieren durch Verteilungskonzepte, aber sicher nicht das hungernde Kind im Jemen. Mit dieser sehr komplexen Problematik haben Bayer und Co. nur wenig zu tun...Kein gutes Argument!

"Wenn sie Roboter in der Landwirtschaft einsetzen und dieser präziser sprüht- wieso nicht? (Könnte ja sein, dass ein Maschinenhersteller dies besser als Bayer kann?)"
->Precision farming ist eine Möglichkeit die Landnutzung umwelt- und ressourcenschonender zu gestallten. Mit Bayer hat das aber nichts zu tun, auch wenn ein Roboter sensor-gesteuert Pestizide punktuell appliziert, er verwendet immer noch Pestizide von Dupont, BASF, Bayer etc.... :confused:

Sie agieren interessengesteuert!!! Gerade Ihr letztes Argument ist sachlich ohne Bezug und polemisch. Was wollen Sie hier eigentlich bezwecken?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.985.631 von krv am 28.02.19 12:51:56Denn der Beistoff hat ja nichts mit dem Wirkungskomplex aus Breitbandherbizid und genetisch resistenter Nutzpflanze zu tun....

Richtig. Der Wirkstoff ist wasserlöslich und damit die wässerige Lösung auf dem Blatt/Pflanze haften bleibt braucht es aus quasi einen Haftvermittler (Tensid). Davon gibt es Hunderte, manche sind sehr toxisch andere wenig.
Monsanto kannte diese Problematik sehr genau und hat dies verharmlost. Die typische Argumentation war, diese Tenside verwendet ihr täglich beim Duschen resp. als Spuelmittel im Haushalt. Aus Versuchen an Zellen und Tieren weiss man, dass die Formulierung Round-up viel toxischer wirkt als der Wirkstoff alleine.

Ob GVO zum Verzehr sicher ist, wissen wir einfach nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.989.633 von krv am 28.02.19 19:52:34 Dass sie Gentechnik als entscheidenen Schlüssel zur Sicherung der Welternährung verstehen ist ihr Standpunkt. Ich habe Sie auf die Broschüre verwiesen, wo sie auch alternative Lösungsansätze finden. Verluste bei Ernte, Transport, Fäulnis, mangelnde Kühlkette ist auch in Afrika ein grosses Problem.
Wenn sie sich schon sich um das hungernde Kind in Jemen sorgen, so wissen Sie auch, dass Hunger vielfach mit politischer Instabilität zusammenhängt.
Das ist ein schlechtes Argument in der Kontroverse konventionell vs. GMO, denn der Gebrauch von Roundup etc. bei den gängigen GMO-Pflanzen (unabhängig von anderen potentiellen Risiken) führt zu deutlich geringerem Pestizideinsatz als konventionelle Anbaumethoden.
Leider trifft ihr Argument nur für die ersten Jahre zu. Bedingt durch die zunehmende Resistenz steigt in der USA die Aufwandmenge an Roundup gegenüber konventionellen Anbaumethoden.
Gerade Ihr letztes Argument ist sachlich ohne Bezug und polemisch

Monsanto diversifizierte sich auf precision planting equipment (technology) , die sie offenbar vor dem Deal wieder veräusserte
. In dem Sinne ist mein Kommentar in Klammern zu lesen.
https://www.wsj.com/articles/agco-to-acquire-precision-plant…

Sie können mir Kommentare auch ohne 3 Ausrufezeichen schreiben. Ich beantworte sie auch, wenn sie zur Klärung beitragen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.989.633 von krv am 28.02.19 19:52:34
Agro Roboter
https://www.ecorobotix.com/de/autonomen-roboter/

Bitte informieren sie sich , was in der Start-up Szene passiert. In grossen Teilen steht die Technologie. Herbizidreduktion bis zu 90 %. Ja, Bayer war auch (via Bosch) involviert. BASF pumpt Millionen in diese Start-ups. Das gleiche passiert in der USA.
Der grosse Umbruch wird hier schneller als in der Autoindustrie erfolgen.Sehr wohl wird dies die Agrofirmen tangieren.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.994.442 von Briglina am 01.03.19 10:23:05Natürlich betrifft die technologische Entwicklung auch die Agrofirmen, wie Sie ja selbst schreiben, treiben die Firmen diese Innovationen sogar mit voran. Darf ich den Bezug ihres Postings zur Bayer Aktie dahingehend interpretieren, dass Sie der Meinung sind Bayer und Co werden schon bald deutlich weniger Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln machen, da neuartige, effiziente Roboter den Einsatz erheblich reduzieren werden? Mit welchen Umsatzrückgängen rechnen Sie?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.976.904 von Der Tscheche am 27.02.19 14:54:14
Zitat von Der Tscheche: Und für 0,39 in den gleichen Put von der Citi wieder rein: DE000CP0S0F7.


Kriegst du noch 0,33 € für heute. Mein Beileid, falls du gehalten hast, Tscheche. Ich hatte eigentlich vor Wochen angekündigt, dass man mit Puts bei Bayer vorsichtig sein sollte ... aber gut. Du bist ja schon erwachsen ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.994.913 von krv am 01.03.19 11:13:46Die Aussage war, die Aufwandmengen müssen drastisch zurückgehen (Kollaps des Oekosystems) und durch dein Einsatz von Robotern bietet sich diese Möglichkeit. Die Ansage von 90% Reduktion
ist sehr vielsprechend. Dies ist ein Prozess und der Zeithorizont von ca. 5 Jahren wird angepeilt. Umsatzprognose ist in diesem Stadium nicht möglich. Das Pflanzenschutzgeschäft wird sicher betroffen sein (Saatgut weniger). Natürlich werden alle etablierten Rezepturen für diese Technologien anbieten.
Vielleicht werden auch ganz neue Marktteilnehmer erscheinen und die traditionellen Anbieter unter Druck setzen.
«Präzision führt zu Effizienz, Effizienz führt zu geringerer Nutzung und geringerer Einsatz führt zu geringeren Margen», beschreibt Michael Underhill von der US-Investmentgesellschaft Capital Innovations die Wirkungskette.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.974.981 von Der Tscheche am 27.02.19 11:07:52
Hier bin uch
Zitat von Der Tscheche: Konnte gerade nicht widerstehen. Bayer wieder fast bei 70 und Sulzbach ist verstummt.
Da riskiere ich mal wieder einen lang laufenden Put mit Basis 50: DE000DDS3LF0 für 40 Cent das Stück. Ist allerdings schon sehr mutig von mir finde ich.
Objektiver formuliert: zockartig-verspielt und zu wenig risikoavers.


Hier bin ich: vekauf‘ am besten gleich Deine Position, Tscheche.

Die Zahlen von Bayer übrrzeugen mich, wenig verwunderlich, gar nicht. Ex-Monsanto sieht das nach Sanierungsfall aus. Monsanto mit bald 12.000 Klagen - noch einmal: zwölf tausend - ein lecker-Teilen.

Kursimplosion voraus, kurzfristiger Kursanstieg irrational, wie vieles an der börse.
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