Realtech unterbewertet
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Salve Gaston,
Habe ChatGBT jetzt noch zur Übernahmewarscheinlichkeit befragt (für was brauchen wir eigentlich noch Analysten ?)
ist eine Übernahme von Realtech realistisch ?
Ja – eine Übernahme der REALTECH AG ist grundsätzlich realistisch, aber ich würde sie aktuell eher als mögliches Szenario und nicht als unmittelbar bevorstehendes Ereignis einstufen.
Ein paar Punkte sprechen dafür:
- Sehr kleine Börsenbewertung: Die Marktkapitalisierung liegt aktuell nur bei rund 6,1 Mio. €.
- Strategisch interessantes Geschäft: REALTECH ist auf SAP-Transformation, Clean Core, ALM und SAP BTP spezialisiert und betreut rund 300 Unternehmenskunden. Für einen größeren SAP-Dienstleister könnte das als „Bolt-on“-Übernahme interessant sein.
- Aktionärsstruktur: Laut einer aktuellen BankM-Studie hält CEO Daniele Di Croce etwa 17,2 %, Peter Stier 13,8 %, die Ärzteversorgung rund 9,8 % und Wolfgang Erlebach 5,1 %. Damit gibt es einen relativ konzentrierten Kreis strategisch relevanter Aktionäre.
- Die Gesellschaft ist börsennotiert, wodurch ein Erwerber relativ einfach die Kontrolle über die Aktien anstreben könnte.
Der große Haken: REALTECH ist momentan kein hochprofitables Wachstumsunternehmen. 2025 wurden zwar 11,2 Mio. € Umsatz erzielt, aber nur etwa 0,22 Mio. € EBITDA und 0,03 Mio. € Nettogewinn. Für 2026 erwartet BankM sogar ein negatives EBITDA von rund -0,15 Mio. €, bevor ab 2027 wieder Gewinne erwartet werden.
Was ich besonders interessant finde
Bei einer Marktkapitalisierung von nur ~6 Mio. € ist REALTECH so klein, dass eine Übernahme für einen größeren strategischen Käufer finanziell kaum ins Gewicht fallen würde. Entscheidend wäre deshalb weniger der Kaufpreis als die Frage:
Kann ein größerer SAP-Anbieter REALTECH durch seine eigene Vertriebsorganisation und Kostenstruktur deutlich profitabler machen?
Wenn die Antwort darauf „ja“ lautet, kann der strategische Wert erheblich über dem aktuellen Börsenwert liegen.
Ich würde deshalb grob unterscheiden:
| Szenario | Einschätzung |
| Übernahme grundsätzlich | Ja, realistisch |
| Strategischer Käufer aus SAP-Umfeld | durchaus plausibel |
| Kurzfristig angekündigte Übernahme | derzeit keine belastbaren Hinweise |
| Übernahme mit hoher Prämie | möglich, aber stark abhängig von den Großaktionären |
| Wahrscheinlichkeit in den nächsten 12–24 Monaten | für mich eher moderat als hoch |
Wichtig: Auf der offiziellen REALTECH-Seite finde ich aktuell keine Ad-hoc-Meldung zu einem Übernahmeangebot; die 2026 veröffentlichten Ad-hocs betreffen bislang u.a. das Umsatzwachstum 2025.
Wenn du möchtest, kann ich als Nächstes REALTECH konkret als Übernahmekandidaten durchrechnen: Wer als Käufer infrage käme (z.B. SAP, Bechtle, Allgeier, CANCOM, msg, größere Private-Equity-Häuser), welche Kaufpreise bei 1× / 2× / 3× Umsatz plausibel wären und welcher Aktienkurs bei einer Übernahme realistisch wäre. Das wäre bei REALTECH ziemlich interessant.
ja, das möchte ich
Ja. Ich habe mir die aktuelleren Daten für 2026 noch einmal genauer angesehen – und dabei gibt es einen interessanten Punkt, der meine erste Einschätzung etwas verändert: Die Aktionärsstruktur hat sich Anfang 2026 deutlich verändert.
1. Ausgangslage: REALTECH ist extrem billig bewertet
Der Börsenkurs liegt derzeit ungefähr bei 1,05–1,10 €, bei 5,386 Mio. Aktien. Damit kommt REALTECH nur auf etwa 5,7–6,0 Mio. € Börsenwert.
Gleichzeitig hat REALTECH 2025:
- 11,2 Mio. € Umsatz
- 0,22 Mio. € EBITDA
- 0,03 Mio. € Nettogewinn
erzielt. Für 2026 erwartet BankM allerdings zunächst ein EBITDA von -0,15 Mio. €, danach wieder eine Verbesserung auf 0,325 Mio. € in 2027 und 0,466 Mio. € in 2028.
Das heißt: Der aktuelle Börsenwert entspricht nur rund 0,5× Umsatz.
Das ist für einen SAP-Spezialisten mit rund 300 Unternehmenskunden durchaus niedrig.
2. Was wäre REALTECH bei einer Übernahme wert?
Hier würde ich drei Ebenen unterscheiden:
| Szenario | Preis je Aktie | Unternehmenswert* |
| 20 % Prämie | ca. 1,30 € | ca. 7,0 Mio. € |
| 50 % Prämie | ca. 1,65 € | ca. 8,9 Mio. € |
| 100 % Prämie | ca. 2,20 € | ca. 11,8 Mio. € |
| strategische Übernahme | 2,50 € | ca. 13,5 Mio. € |
| sehr attraktiver strategischer Deal | 3,00 € | ca. 16,2 Mio. € |
| außergewöhnlich hoher Preis | 3,50 € | ca. 18,9 Mio. € |
*vereinfacht gerechnet mit 5,386 Mio. Aktien, ohne Berücksichtigung der Nettoliquidität.
Und genau hier wird es spannend:
BankM kommt auf einen fairen Wert von 1,85 € je Aktie (Update vom 8. April 2026) und stuft die Aktie weiterhin mit „Kaufen“ ein.
Damit wäre bereits ein Kurs von 2,20–2,50 € nicht völlig absurd, wenn ein strategischer Käufer einen Kontrollaufschlag bezahlt.
3. Der wirklich interessante Punkt: die Familie Di Croce
Hier hat sich Anfang 2026 etwas verändert.
Daniele Di Croce hatte ursprünglich 17,2 %. Anfang 2026 übertrug er 850.000 Aktien an seine beiden erwachsenen Kinder – jeweils 400.000 Aktien an Giuliano und Alessio sowie weitere Aktien innerhalb der Familie.
Aktuell sieht die Struktur ungefähr so aus:
- Peter Stier: 13,84 %
- BWVA: 9,84 %
- Alessio Di Croce: 7,89 %
- Giuliano Di Croce: 7,89 %
- Wolfgang Erlebach: 5,11 %
- Nils Bartram: 3,44 %
- Daniele Di Croce: 0,97 %
- Streubesitz: rund 51 %
Das ist für eine Übernahmespekulation sehr interessant.
Denn Daniele Di Croce hat nicht einfach seine Aktien auf den Markt geworfen.
Er hat sie innerhalb der Familie übertragen. Die REALTECH-Beteiligung bleibt damit zu einem erheblichen Teil im Familienumfeld.
4. Was müsste ein Käufer tatsächlich tun?
Nach deutschem Übernahmerecht liegt die Kontrollschwelle bei 30 % der Stimmrechte. Wer diese Schwelle erreicht, erlangt grundsätzlich Kontrolle und muss ein Pflichtangebot abgeben.
Und hier könnte ein Käufer theoretisch relativ elegant vorgehen.
Nehmen wir einmal hypothetisch an, ein strategischer Käufer würde sich mit größeren Aktionären einigen.
Die Beteiligungen von
Stier 13,84 % + Familie Di Croce 16,75 % = 30,59 %
reichen bereits knapp über die 30-%-Marke.
Das bedeutet nicht, dass diese Aktionäre tatsächlich gemeinsam handeln oder einen Verkauf planen – dafür gibt es aktuell keinen Beleg.
Aber rein strukturell ist das bemerkenswert.
Ein potenzieller Käufer müsste also nicht unbedingt den gesamten Streubesitz „einsammeln“, um Kontrolle zu erlangen.
5. Wer könnte REALTECH überhaupt kaufen?
Meine Einschätzung:
🥇 1. Ein größerer SAP-Dienstleister
Am plausibelsten.
REALTECH passt strategisch zu Unternehmen, die ihre SAP-Beratung ausbauen wollen.
Besonders interessant sind:
- SAP S/4HANA Transformation
- Clean Core
- SAP BTP
- Application Lifecycle Management
- Automatisierung
- AI-gestützte SAP-Services
Genau in diesen Bereichen positioniert sich REALTECH.
Für einen größeren Anbieter wäre REALTECH mit 11–12 Mio. € Umsatz ein kleiner Bolt-on, bei dem die Kosten der Akquisition relativ überschaubar wären.
🥈 2. Bechtle / Allgeier / CANCOM-artiger Käufer
Auch das halte ich grundsätzlich für möglich.
Der entscheidende Punkt wäre nicht der heutige Gewinn.
Der Käufer könnte sagen:
„Wir haben bereits Vertrieb, Einkauf, Verwaltung und Kundenbeziehungen. Wenn wir REALTECH integrieren, können wir aus 2 % EBITDA-Marge vielleicht 8–12 % machen.“
Dann verändert sich die Rechnung dramatisch.
Bei beispielsweise 12 Mio. € Umsatz und 10 % EBITDA wären das 1,2 Mio. € EBITDA.
Bei einem 8×-EBITDA-Multiple wären das schon 9,6 Mio. € Unternehmenswert – vor Synergien.
🥉 3. Private Equity
Möglich, aber für mich weniger wahrscheinlich.
Das Problem ist die derzeit sehr geringe Profitabilität.
Ein PE-Investor möchte normalerweise einen klaren Hebel sehen:
Buy → Kosten senken → EBITDA steigern → später höheres Multiple → Exit.
Bei REALTECH wäre das grundsätzlich möglich, aber das Unternehmen ist mit rund 11 Mio. € Umsatz für viele größere PE-Fonds schlicht sehr klein.
Ein kleinerer Tech-/Mittelstands-PE könnte dagegen Interesse haben.
4. SAP selbst
Theoretisch interessant, praktisch sehe ich das als eher unwahrscheinlich.
SAP könnte die Technologie und Kundenbeziehungen sicherlich gebrauchen.
Aber SAP kauft normalerweise keine kleinen börsennotierten SAP-Beratungsunternehmen für wenige Millionen Euro, wenn die gleiche Kompetenz auch über Partnerschaften oder organisch aufgebaut werden kann.
6. Was wäre mein realistischer Übernahmepreis?
Hier würde ich nicht einfach 1× Umsatz rechnen.
REALTECH hat zwar 11,2 Mio. € Umsatz, aber die Profitabilität ist derzeit schwach.
BankM erwartet:
2027:
- Umsatz 12,32 Mio. €
- EBITDA 0,325 Mio. €
2028:
- Umsatz 13,31 Mio. €
- EBITDA 0,466 Mio. €
2029:
- Umsatz 13,97 Mio. €
- EBITDA 0,537 Mio. €
Das ist noch kein Unternehmen, für das ich 3× Umsatz bezahlen würde.
Aber ein strategischer Käufer könnte Synergien einpreisen.
Deshalb wäre meine persönliche Bewertung:
1,30–1,60 €:
eher ein günstiges Angebot für den Käufer.
1,70–2,20 €:
für mich ein realistischer Übernahmebereich.
2,20–2,70 €:
interessant für Aktionäre und bei strategischem Interesse durchaus denkbar.
3,00 €+:
dafür müsste ein Käufer schon sehr überzeugt vom strategischen Wert bzw. von erheblichen Synergien sein.
7. Und jetzt kommt der für mich spannendste Punkt
BankM hatte im September 2025 einen fairen Wert von 2,22 € berechnet. In der April-2026-Aktualisierung wurde dieser auf 1,85 € reduziert.
Der Markt bewertet REALTECH aktuell aber nur mit ungefähr 1,05–1,10 €.
Das bedeutet:
Der Markt bezahlt derzeit nur ungefähr die Hälfte des von BankM errechneten fairen Wertes.
Das allein ist natürlich kein Übernahmesignal.
Aber es bedeutet, dass ein Käufer bei beispielsweise 2,00 € nicht zwangsläufig einen absurden Preis zahlen würde.
Er würde damit ungefähr den Wert bezahlen, den ein Analyst bereits ohne Übernahmeprämie für das Unternehmen errechnet hat.
SALVE!
A. Eigenkapital. 2025 2024
I. Gezeichnetes Kapital 5.385.652,00 5.385.652,00
(Bedingtes Kapital: EUR 1.050.000,00; i. V. EUR 525.000,00)
II. Kapitalrücklage 20.333.816,71 20.333.816,71
Habe heute ChatGPT mal zur Dividende von Realtech befragt. Interssante Zusammenfassung...
Wenn du möchtest, kann ich dir auch REALTECHs Gewinne, Cashbestand und Bilanz anschauen und einschätzen, wie wahrscheinlich eine Dividende 2027 ist.
ja, das möchte ich
Ja. Ich habe mir die aktuellen Zahlen von REALTECH AG (WKN 700890) genauer angesehen. Mein Fazit ist etwas differenzierter:
Meine Einschätzung: Dividende 2027 ist möglich, aber noch nicht wahrscheinlich
Positiv:
- Der Umsatz ist 2025 um rund 10 % auf über 11 Mio. € gestiegen. Das Unternehmen spricht von weiterem Wachstum im SAP-Geschäft und einer guten Basis durch neue Kunden und Partnerschaften.
- Die Bilanz ist relativ solide. REALTECH hatte zuletzt eine hohe Eigenkapitalquote; im Halbjahr 2025 lag sie bei 64,3 %. Gleichzeitig verfügte das Unternehmen über eine komfortable Liquiditätsausstattung.
- Besonders interessant: REALTECH hat keine klassische hohe Verschuldung, sondern liquide Mittel bzw. Finanzanlagen. Das schafft grundsätzlich Spielraum für eine spätere Ausschüttung.
Der entscheidende Haken:
- 2025 wurde nur ein Konzerngewinn von etwa 30.000 € erzielt – bei 11,26 Mio. € Umsatz. 2024 waren es noch rund 170.000 €.
- Damit fehlt momentan die Ertragskraft, die ich für eine nachhaltige Dividende erwarten würde.
- Zudem besteht weiterhin ein Bilanzverlust. Im Jahresabschluss der REALTECH AG standen Ende 2025 rund –20,0 Mio. € Bilanzverlust.
Interessant wird 2026
Der nächste große Prüfpunkt ist der Halbjahresbericht am 15. September 2026. Der Geschäftsbericht 2026 soll am 31. März 2027 erscheinen.
Für eine Dividende für das Geschäftsjahr 2026 würde ich insbesondere auf drei Dinge schauen:
| Kennzahl | Für Dividende wichtig |
| Umsatz | ↗ deutlich steigend |
| EBIT/Gewinn | muss deutlich steigen |
| Cashbestand | hoch und nachhaltig |
| Bilanzverlust | muss aufgeholt bzw. ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn geschaffen werden |
Was müsste passieren?
Wenn REALTECH beispielsweise den Gewinn von praktisch 0 € auf 500.000–1 Mio. € jährlich steigern könnte und gleichzeitig der Cashbestand hoch bleibt, würde eine Dividende für mich deutlich realistischer.
Bei rund 5,39 Mio. Aktien wären beispielsweise:
- 0,05 € Dividende → ca. 270.000 € Ausschüttung
- 0,10 € → ca. 539.000 €
- 0,20 € → ca. 1,08 Mio. €
Das Unternehmen müsste dafür also nicht zwingend riesige Gewinne erzielen. Aber ein nachhaltiger Gewinnanstieg ist die entscheidende Voraussetzung.
Meine persönliche Wahrscheinlichkeitsschätzung
Unter Berücksichtigung der aktuellen Zahlen würde ich es ungefähr so einschätzen:
Dividende für Geschäftsjahr 2026 / Auszahlung 2027:
- 🟠 0,00 €: ca. 60 %
- 🟡 kleine Dividende (0,05–0,10 €): ca. 30 %
- 🟢 ≥ 0,20 €: ca. 10 %
Das ist natürlich keine Unternehmensprognose, sondern meine Einschätzung aus den verfügbaren Finanzdaten.
Was ich bei REALTECH momentan interessanter als die Dividende finde: Das Unternehmen hat eine relativ kleine Börsenbewertung, während gleichzeitig eine solide Bilanz und ein wachsendes SAP-/AI-Geschäft vorhanden sind. Die Frage ist deshalb eher, ob REALTECH den Umsatz endlich in deutlich mehr Gewinn umwandeln kann.
Wenn du möchtest, kann ich als Nächstes REALTECH komplett bewerten – also aktueller Aktienkurs, Marktkapitalisierung, Cash pro Aktie, Buchwert pro Aktie, fairer Wert und Kursziel für 2027. Das wäre bei dieser Aktie besonders interessant.
Ja das möchte ich
Ja. Ich habe die REALTECH AG (WKN 700890) jetzt etwas tiefer bewertet. Und dabei ist mir ein wichtiger Punkt aufgefallen: Für 2027 würde ich die Dividendenchance inzwischen niedriger einschätzen als in meiner vorherigen Antwort, weil REALTECH für 2026 ausdrücklich ein negatives Konzernergebnis erwartet.
REALTECH: meine aktuelle Bewertung
Die Aktie notiert zuletzt bei etwa 1,11 €; die verfügbaren Kursdaten reichen derzeit bis Ende Juli 2026. Bei 5,386 Mio. Aktien entspricht das einer Börsenbewertung von nur rund 6 Mio. €.
1. Der interessanteste Punkt: die Liquidität
Zum Jahresende 2025 verfügte REALTECH über mehr als 7 Mio. € liquide Mittel. Gleichzeitig lagen die Finanzverbindlichkeiten nur bei rund 0,3 Mio. €.
Grob gerechnet:
| Kennzahl | ca. Wert |
| Aktien | 5,39 Mio. |
| Kurs | 1,11 € |
| Börsenwert | 6,0 Mio. € |
| Cash/Liquidität | >7,0 Mio. € |
| Finanzschulden | ~0,33 Mio. € |
| Netto-Cash | ~6,7–6,9 Mio. € |
| Netto-Cash je Aktie | ~1,25–1,29 € |
Das ist bemerkenswert.
Die Aktie kostet also ungefähr 1,11 €, während allein der Netto-Cashbestand grob in der Größenordnung von 1,25–1,29 € je Aktie liegt.
Aber: Das bedeutet nicht, dass REALTECH automatisch 1,29 € je Aktie ausschütten kann. Das Geld wird für den laufenden Geschäftsbetrieb und die geplanten Investitionen benötigt.
2. Das Problem ist die Ertragskraft
2025 war beim Umsatz durchaus gut:
Umsatz: ca. 11,2 Mio. € → +10 %
Währungsbereinigt waren es sogar mehr als 14 % Wachstum.
Das Problem ist aber die Marge.
REALTECH erwirtschaftete 2025 zwar einen operativen Cashflow von ungefähr 0,5 Mio. €, aber das ausgewiesene Ergebnis war sehr schwach. Im ersten Halbjahr 2025 lag das EBIT sogar bei -7.000 € und das Ergebnis nach Steuern bei -14.000 €.
Das Unternehmen hat also momentan ungefähr dieses Profil:
guter Cashbestand + Umsatzwachstum + kaum Gewinn
Für eine nachhaltige Dividende ist das nicht ideal.
3. Besonders wichtig: Was REALTECH für 2026 selbst sagt
Hier liegt für mich der entscheidende Punkt.
REALTECH will 2026 kräftig in KI, neue Mitarbeiter, Marktaufbau und SmartTransform investieren.
Das Management erwartet im bestehenden Kerngeschäft zwar ein operatives Ergebnis von ungefähr 300.000 €, gleichzeitig sollen die zusätzlichen Investitionen aber dazu führen, dass das Konzernergebnis 2026 insgesamt negativ ausfällt.
Das verändert meine Dividendenprognose:
Dividende 2027
Ich würde momentan ungefähr so gewichten:
- keine Dividende: ~70 %
- kleine Dividende 0,03–0,10 €: ~25 %
- >0,10 €: ~5 %
Das ist meine persönliche Einschätzung, keine Prognose des Unternehmens.
Der nächste wirklich wichtige Termin ist deshalb der Halbjahresbericht am 15. September 2026.
4. Aber warum finde ich die Aktie trotzdem interessant?
Weil die Bewertung ungewöhnlich niedrig ist.
Bei ca. 1,11 € beträgt der Börsenwert nur etwa 6 Mio. €.
REALTECH hat aber:
- rund 11,2 Mio. € Jahresumsatz
- über 7 Mio. € Liquidität
- sehr geringe Finanzschulden
- etwa 300 Unternehmenskunden
- ein wachsendes SAP-Geschäft
- eine neue Strategie rund um KI und SmartTransform.
Das bedeutet für mich:
Die Aktie ist weniger eine Dividendenstory und momentan eher eine Turnaround-/Substanzstory.
5. Was wäre REALTECH meiner Meinung nach wert?
Hier würde ich nicht einfach ein KGV verwenden. Bei einem Unternehmen mit ~0 Gewinn ist ein KGV von beispielsweise 20 oder 30 wenig sinnvoll.
Ich würde drei Szenarien betrachten.
🔴 Szenario 1 – Geschäftsmodell stagniert
Umsatz bleibt ungefähr bei 11 Mio. €, Gewinne bleiben niedrig oder negativ.
Dann würde ich die Aktie ungefähr bei:
0,90–1,20 €
sehen.
Der Cashbestand bietet zwar einen gewissen Schutz, aber der Markt würde dem operativen Geschäft kaum Wert geben.
🟡 Szenario 2 – mein Basisszenario
REALTECH schafft es, das Umsatzwachstum fortzusetzen und nach der Investitionsphase wieder 500.000–800.000 € Gewinn zu erzielen.
Dann halte ich ungefähr:
1,50–2,00 €
für durchaus erreichbar.
Bei 1,75 € wäre REALTECH nur etwa 9,4 Mio. € an der Börse wert.
Das wäre angesichts von Umsatz, Cashbestand und einem wieder profitablen Geschäftsmodell nicht besonders hoch.
🟢 Szenario 3 – KI/SAP-Strategie funktioniert
Das wäre der interessante Fall.
Wenn SmartTransform/AI tatsächlich zusätzliche Kunden bringt und REALTECH beispielsweise mittelfristig:
-
- 13–15 Mio. € Umsatz
-
- 1 Mio. €+ operativen Gewinn
- weiterhin mehrere Millionen Euro Netto-Cash
erreicht, könnte ich mir durchaus:
2,50–3,00 €
vorstellen.
Das wäre gegenüber 1,11 € eine Kurssteigerung von ungefähr +125 bis +170 %.
Aber dieses Szenario würde ich momentan nicht als wahrscheinlichstes betrachten.
Meine Bewertung
| Szenario | Kursbereich | Einschätzung |
| Schwach | 0,90–1,20 € | 🔴 |
| Basis | 1,50–2,00 € | 🟡 |
| Erfolgreicher Turnaround | 2,00–2,50 € | 🟢 |
| KI/SAP-Erfolg | 2,50–3,00 €+ | 🚀 |
Mein persönlicher fairer Wert heute:
ca. 1,60–1,80 €
mit einer relativ großen Unsicherheit.
Warum nicht höher? Weil REALTECH bisher noch nicht bewiesen hat, dass das Umsatzwachstum in nachhaltig hohe Gewinne umgewandelt werden kann.
Und jetzt kommt der für dich wahrscheinlich interessanteste Punkt
REALTECH hat zum 31.12.2025 5.385.652 Aktien ausstehend. Die Aktionärsstruktur ist zudem interessant: Daniele Di Croce hält 17,20 %, Peter Stier 13,84 %, die BWVA 9,84 % und weitere größere Aktionäre kommen hinzu. Der Streubesitz liegt bei etwa 50,57 %.
Das ist für einen so kleinen Börsenwert durchaus relevant.
Wenn REALTECH 2027/28 tatsächlich wieder 1 Mio. € oder mehr verdient, könnte sich die Bewertung sehr schnell verändern.
Und genau deshalb würde ich bei REALTECH nicht primär auf die Dividende warten.
Meine persönliche Einstufung:
Dividendenaktie: ⭐⭐☆☆☆
Substanz/Cash: ⭐⭐⭐⭐⭐
Wachstum: ⭐⭐⭐☆☆
Turnaround-Chance: ⭐⭐⭐⭐☆
Risiko: ⭐⭐⭐⭐☆
Chance/Risiko bei ~1,11 €: interessant, aber spekulativ
Der 15. September 2026 wird für mich der entscheidende Termin. Wenn dort sichtbar wird, dass trotz der KI-Investitionen der Cashbestand stabil bleibt und das operative Geschäft Richtung Gewinn läuft, könnte die Aktie deutlich interessanter werden.
Zeit für einen Einstieg....
The Other 2027 Deadline
https://sapinsider.org/blogs/realtech-sap-solution-manager-e…
....ich bin da bei dir...
Ich hab bestimmt schon zwanzigmal überlegt bei realtech reinzugehen. Nun ist es mit einer Teilposition soweit. Neben den hier geteilten Infos (danke dafür!), wäre das die perfekte Aktie für einen Memezock analog zu z.B. Unterhaching und Deutsche Forfait. MK ca. 6 Millionen und die hohen Umsätze Ende Februar. Aber nur so ein Gedanke, schön wärs aber.......
SALVE!
Hauptversammlung 2026 am 25 Juni
Bernd Leukert jetzt bei Realtech im Aufsichtsrat !
Neue strategische Partnerschaft mit LeapGreat GmbH
Nächstes Ki-Webinar am 29.April 10 Uhr 30
Basisstudien-update
