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Ahoi allerseits


Bekanntlich bewerten die Big Player den Wert eines Unternehmens.
Bei der Postbank stellt sich doch die Frage, ob man nicht falsche
Preisvorstellungen hat bzw. zu hoch pokert und zu hohe Erwartungshaltung
im Vorfeld des Börsengangs hat?

Es wurde zwar von der Presse gemeldet, dass die Investmentbanker
der Deutschen Bank die Übernahme verhindert hätten, aber
nicht aus dem gemeldetem Grund, dass die Regierung es zur
Bedingung machen würde, den rund 30 Milliarden schweren
Einlagenüberhang der Postbank in das mittelständische Kreditgeschäft
zu stecken, sondern weil die Postbank keinen fairen Übernahmepreis
angeboten hat ?

Die Postbank wird den IPO zu einem erhöhten Preis durchziehen wollen,
aber warum sollte der Anleger diesen Preis zahlen, wenn es
ein Big Player wie die Deutsche Bank nicht zahlen möchte ?




GoingPublic Kolumne: Postbank-Spektakel wirft Schatten

WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic.de) - Einflussreiche Investment-Banker der Deutschen Bank sollen intern die Übernahme der Postbank verhindert haben. Weil dies der „SPIEGEL“ undementiert berichtet, glauben wir es mal. Die Nachricht ist nicht besonders verheißungsvoll: Sollen Kleinanleger beim Börsengang jetzt kaufen, was die Deutsche Bank übrig gelassen hat?

Die Postbank ist im klassischen Retailgeschäft stark, und weil das die Deutsche Bank nach vielem Hin und Her bei der Strategie nicht mehr im gewünschten Maße ist, wurde dem Gedanken der Übernahme ein gewisser Charme zugebilligt. Stop!, sagten die höchstbezahlten US-Spezialisten, womöglich werde man durch politische Einflussnahme und öffentlichen Druck genötigt, den Einlageüberhang der Postbank ins Kreditgeschäft mit dem deutschen Mittelstand zu stecken.

Mittelstandsfinanzierung, das steht bei der Anti-Peanuts-Bank nicht eben oben auf der Prioritätenliste. Genaugenommen hat man sich, wie die übrigen Großbanken auch, daraus weitest gehend zurückgezogen und das Feld den öffentlich-rechtlichen und den genossenschaftlichen Instituten überlassen. Also die Entscheidung: Finger weg von der Postbank, die Risiken sind zu groß.

Das sind keine guten Startbedingungen für die Postbank. Der mündige Kleinanleger wird kaum begeistert kaufen, was die Deutsche Bank verschmäht hat. Nach dem Motto: Die guten Sachen krallt sich der Leader des Emissionskonsortium direkt, bei den weniger guten wird über den Umweg des Börsenganges Kasse gemacht.

Auch auf die Deutsche Bank wirft es kein besonders gutes Licht: Bestimmen dort US-Investmentbanker, wie man den deutschen Markt bearbeitet? Was für Nordamerika mit einer ganz anders gewachsenen und strukturierten Banklandschaft angezeigt ist, muß in Deutschland nicht funktionieren. Hier sind die Kunden nun mal an das Universalbank-Prinzip gewöhnt. Und wenn der Handwerker weiß, daß er bei seiner Bank ohnehin keinen Geschäftskredit bekommt, dann richtet er das private Girokonto und seine Frau das Aktiendepot auch gleich andernorts ein.

Der Postbank-Deal wäre eine gute Chance gewesen, wieder in das Geschäft mit weiten Teilen der deutschen Wirtschaft zurückzukehren. So, wie es gelaufen ist, hat die Deutsche Bank eine weitere Chance verpaßt und auch einen Schatten auf den Ruf als seriöses Emissionshaus in Kauf genommen.



all time high
HSM
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Das Marktumfeld lässt die Postbank kalt - "IPO nicht vom Stand des Dax abhängig"

Vorstandschef von Schimmelmann: Kein bleibender Schaden durch zwischenzeitliche Irritationen

ski/ste Bonn - Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Postbank, Wulf von Schimmelmann, ist fest davon überzeugt, dass das Institut planmäßig am 21. Juni an die Börse geht, selbst wenn das Marktumfeld schwierig bleiben sollte. Im Interview der Börsen-Zeitung vertrat von Schimmelmann die Ansicht, dass der Markt nach den Börsengängen von Mifa und Wincor Nixdorf auch für eine große Emission wieder aufnahmebereit und aufnahmewillig sei. Eine Verschiebung des Initial Public Offering (IPO) schließe er aus heutiger Sicht aus. Es erscheine ihm nicht angemessen, den Börsengang von einem bestimmten Stand des Dax abhängig zu machen. Die Postbank sei als ein sehr konservativer und stabiler Wert von kurzfristigen Schwankungen des Dax tendenziell nur in begrenztem Maße betroffen, sagte von Schimmelmann. Im vergangenen Herbst habe der Dax in der Nähe von 3 300 Punkten gestanden, also ein ganzes Stück unter dem heutigen Niveau. Das habe die Postbank damals aber nicht daran gehindert, den Börsengang konkret zu planen und anzukündigen.

Vor etwa zwei Wochen hatte die Deutsche Bank, offenbar dazu von der Bundesregierung ermutigt, das Szenario einer Übernahme der Postbank als Alternative zum Börsengang geprüft. Dazu meinte von Schimmelmann, ihn habe am meisten die Frage bewegt, ob die "zwischenzeitlichen Irritationen" - unabhängig von dem aus seiner Sicht letztlich positiven Ausgang der Diskussion - einen bleibenden Schaden angerichtet haben könnten. Es habe das Risiko bestanden, dass der Emissionspreis heruntergeredet werden könnte. Doch heute sei dieses Thema weitestgehend überwunden. Auch die Tatsache, dass die Deutsche Bank weiterhin Global Coordinator sei und sich mit dem Mandat wie auch mit den früher in Aussicht gestellten Bewertungsansätzen voll identifiziere, spreche eine eindeutige Sprache.

Unter allen denkbaren strategischen Optionen passe der Börsengang eindeutig am besten zum Geschäftsmodell der Postbank, zu dessen Kernelementen die Nähe zur Deutschen Post und die gemeinsame Nutzung der Filialen gehörten, so der Vorstandsvorsitzende. Der jetzt eingeschlagene Weg biete die günstigsten Voraussetzungen, um die Stärken der Postbank weiterzuentwickeln.
Fondsmanager - Sechs Milliarden Euro für Postbank überzogen

Frankfurt 25. Mai (Reuters) - Die Postbank ist nach Ansicht vieler Investoren deutlich weniger wert als die von Post-Chef Klaus Zumwinkel und seinen Investmentbankern angesetzten sechs Milliarden Euro.

Fondsmanager bezeichnen es als nahezu utopisch, dass die Konzernmutter Deutsche Post beim Börsengang (IPO) am 21. Juni für die knapp fünfzig Prozent von Deutschlands größter Filialbank drei Milliarden Euro einnehmen wird. Stattdessen erwarten sie allenfalls einen Erlös von 2,5 Milliarden Euro. Die Postbank-Anteile dürften dann eher zu einem Stückpreis um die 30 Euro auf den Markt kommen statt für gut 36 Euro, wie sie sich bei den knapp 82 Millionen zum Verkauf stehenden Aktien und dem von der Post angesetzten Unternehmenswert sonst ergeben würden.

"Eine Kursfantasie für den Anleger ergibt sich eigentlich nur, wenn zum Börsengang weniger als fünf Milliarden angesetzt werden", sagt Jens Meyer, Fondsmanager bei Deka-Investment in Frankfurt. In den kommen zwei Wochen loten die am größten deutschen IPO seit April 2000 beteiligten Banken das Interesse der institutionellen Investoren aus.


INVESTOREN SITZEN AM LÄNGEREN HEBEL

In Kreisen der mit dem IPO betrauten Banken gelten drei Milliarden Euro für die Hälfte der Postbank nach wie vor als realistischer Preis. Vor allem die ausländischen Investoren seien positiv gestimmt und von der Postbank als erste reine börsennotierte Filialbank in Deutschland überzeugt. "Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass der Investor am längeren Hebel sitzt - also wird die Reise eher Richtung fünf Milliarden gehen", sagt ein Konsortialbanker.

Fondsmanager in Deutschland halten einige der seit Freitag fertigen Analysen über die Postbank für tendenziell zu optimistisch und sind skeptischer als ihre ausländischen Kollegen. "Ein Aufschlag von gut 30 Prozent auf den Buchwert ist eindeutig zu hoch, dafür könnte man etwa in Italien mit der Banca Intesa den Marktführer kaufen, der profitabler ist", sagt Meyer, der den Buchwert bei 4,7 Milliarden Euro ansetzt.

Ähnlich äußert sich ein Portfoliomanager aus München: "Die Deutsche Post hat zu hohe Preisvorstellungen. Ich weiß nicht, wie sie auf sechs Milliarden kommen. Das war wohl der Preis den sie von der Deutschen Bank haben wollten." Bis vor zwei Wochen stand auch ein Komplett-Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank im Raum.


FONDSMANAGER: 30 BIS 31 EURO PRO AKTIE WÄRE FAIR

Der deutsche Branchenprimus - ausgerechnet zusammen mit Morgan Stanley Konsortialführer beim Börsengang - winkte aber angesichts der Preisforderungen von mehr als sechs Milliarden Euro ab, bevor es zu ernsthaften Verhandlungen kam. "Wenn die Deutsche Bank bis zu sechs Milliarden Euro zahlen wollte, warum sollte der IPO von 50 Prozent mit drei Milliarden ebenso teuer sein wie die ganze Bank", bringt es Ulf Moritzen, Fondsmanager bei Nordinvest in Hamburg, auf den Punkt. "Als Fondsmanager möchte ich einen Anreiz, deshalb wäre ein Ausgabekurs von 30 bis 31 Euro ein fairer Preis", fügt er hinzu.

Die Strategie der Postbank halten die meisten Fondsmanager angesichts der 11,5 Millionen Kunden und dem starken Einlagengeschäft für erfolgsversprechend. "Die Postbank hat außerdem einen guten Distributionskanal. Die langfristig Bindung an die Post ist ebenso positiv zu beurteilen wie das insgesamt mit wenig Risiko behaftete Geschäftsmodell", sagt Meyer. Der Vertrag über die Filialen und die Finanzberater sei kürzlich bis 2012 verlängert worden, sagt ein Postbank-Sprecher. Damit ist die Nutzung der etwa 9000 Filialen inklusive der etwa 2100 Mitarbeiter für die Postbank auch in den nächsten acht Jahren ein variabler Kostenblock. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Postbank an ihre Konzernmutter pro Jahr etwa 455 Millionen Euro überwiesen.

Aus Sicht von Meyer wird die Postbank nach dem Rekordgewinn 2003 von 352 Millionen Euro nach Steuern auch weiter zulegen - möglicherweise aber für die eigenen Profitabilitätsziel etwas länger brauchen. "Die Eigenkapitalrendite dürfte 2004 auf etwa acht Prozent steigen. Bis die angepeilten zehn Prozent erreicht werden könnte es noch bis 2006 dauern", sagt Meyer. mwo/zap
Postbank-Aktie für nur 30 Euro?

Wie viel darf die Postbank-Aktie kosten? Während die Deutsche Post 36 Euro für gerechtfertigt hält, wollen Fondsmanager höchstens 30 Euro zahlen. Die Absage des ATU-Börsengangs bringt die Post unter Preisdruck.

Das IPO der Autowerkstattkette sei vor allem an den überzogenen Preisvorstellungen von ATU gescheitert, hieß es am Donnerstag aus Fondsmanager-Kreisen. ATU hatte bis zuletzt auf einen Preis von 26 bis 31 Euro gesetzt. Diesen Preis seien die Investoren nicht bereit gewesen zu zahlen, berichtet die Financial Times Deutschland FTD. ATU-Chef Werner Aichinger musste einräumen, dass "die für einen erfolgreichen Börsengang erforderliche Bewertung nicht dem Wert des Unternehmens entspricht".

ATU als mahnendes Beispiel

Das geplatzte IPO von ATU wirkt sich nun auch auf den Börsengang der Postbank aus. Die Postbank müsse die Lehren aus dem Fall ATU ziehen und den Preis für die Postbank-Aktie senken. Die Deutsche Post will drei Milliarden Euro aus dem Börsengang ihrer Tochter kassieren. Daraus ergäbe sich für die 82 Millionen zum Verkauf stehenden Aktien ein Preis von 36 Euro. Das halten Investoren für nahezu utopisch. Laut dem Handelsblatt rechnen sie mit einem Erlös von maximal 2,5 Milliarden Euro. Damit würden die Postbank-Aktien lediglich 30 Euro kosten.

Angesichts der heftigen Kursschwankungen in den vergangenen Wochen sind Investoren extrem vorsichtig geworden. Ein Abschlag von zehn Prozent in der Bewertung würde die Investoren zufrieden stellen und ihnen Chancen für Gewinne nach dem Börsengang bieten. Ob die Postbank den Forderungen der Fondsmanager nach einer Preissenkung nachgeben wird, ist fraglich. Die größte Emission des Jahres gilt als Prestigeprojekt für die Post, bei der sie nicht das Gesicht verlieren will.

Post hält an Börsengang fest

Eine Verschiebung des Börsengangs steht (noch) nicht zur Debatte. Erst wenn der Dax auf 3.300 Punkte falle, würde das IPO abgesagt, hieß es zu Wochenbeginn von einer der begleitenden Banken. Danach sieht es zurzeit nicht aus. Am Mittwoch hatte eine Post-Sprecherin nach dem geplatzten ATU-IPO betont, am Börsengang festzuhalten.

Der Postbank soll am 21. Juni – rechtzeitig zum Sommerbeginn - an die Börse kommen. Die Zeichnungsfrist soll schon in eineinhalb Wochen am 7. Juni starten.

Streikwelle belastet weiter

Ein weiterer Stolperstein für den Postbank-Börsengang könnte die Ausweitung der Streikwelle bei der Deutschen Post sein. Am Donnerstag hat der Streik auch die Angestellten in Berlin und Brandenburg erfasst. Sollten auch Post-Filialen bestreikt werden, wäre das ein enormer Image-Schaden für die Post und indirekt auch für die Postbank. Anleger, die sich über die Postbank-Aktie informieren wollen, würden möglicherweise vor verschlossenen Türen stehen.

Die Aktie der Deutschen Post trotzt am Donnerstag den schlechten Nachrichten. Die Aktie Gelb notiert leicht im Plus. Möglicherweise ist dies auch eine technische Gegenreaktion auf die Verluste der vergangenen Tage. Der Post-Papier büßte seit Dienstag rund fünf Prozent ein.
Zitat von Prof. Dr. Max Otte auf börse.de

Auch Börsengänge (IPOs) sind selten etwas für Privatanleger.
Kaufen Sie Aktien lieber im normalen Handel. Bei einem Börsengang
überlegen sich viele Spezialisten den für das Unternehmen
besten Zeitpunkt und Preis. (Damit ist der Zeitpunkt für
den Käufer der Aktien, also Sie, besonders ungünstig!)
Derzeit wird der Börsengang der Postbank hochgejubelt.
Eberhard Dilger, Leiter Aktienemissionen der Commerzbank:
„Ich gehe davon aus, dass dieses IPO kommen wird. Er wird
nicht nur national, sondern auch international von besonderer
Bedeutung sein.“ Was der Deutschen Bank (trotz fusionsbedingt
möglicher Kosteneinsparungen) zu teuer war, sollen nun die
Privatanleger kaufen. Ich kann nur sagen: „Finger weg!“


:rolleyes:
Presse: Deutsche Bank sieht Postbank-Wert bei 4,4-5,3 Mrd EUR :rolleyes:

HAMBURG (Dow Jones-VWD)--Die Deutsche Bank AG hat einem Zeitungsbericht zufolge Anfang dieser Woche ein Informationsblatt an institutionelle Investoren verteilt, in dem sie einen Marktwert von 4,4 Mrd bis 5,3 Mrd EUR für die Deutsche Postbank AG, Bonn, nennt. Bei der Deutschen Post AG, die für die Hälfte ihrer Tochter 3 Mrd EUR erlösen will, sorge das Papier für Aufregung, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitagausgabe).

"Das ist ein Papier, das gar nicht existieren dürfte. Wenn das stimmt, ist das der Nagel, an den die Deutsche Bank gehängt wird", habe es in Post-Kreisen mit Blick auf die weitere Rolle der Deutschen Bank bei der Erstemission der Postbank geheißen. Die Deutsche Bank ist gemeinsam mit Morgan Stanley Konsortialführer beim größten Börsengang in Deutschland seit Herbst 2000.

Das Deutsche-Bank-Papier mit der Überschrift "Preliminary Offering Summary" liegt der Zeitung nach eigenen Angaben vor. Seine Weitergabe an Investoren könnte nach Einschätzung der "FTD" ein Verstoß gegen die so genannte Blackout-Periode sein, in der die Konsortialbanken keine Aussagen über die Bewertung machen dürfen. Die Periode begann am 22. Mai, was auch in der Unterlage vermerkt sei. Verteilt worden sei das Papier noch danach.

Die Deutsche Bank habe inoffiziell mitgeteilt, das Papier sei 14 Tage alt und gebe nicht die aktuelle Einschätzung des Hauses wieder. Es habe sich um eine Information der Verkaufsabteilung gehandelt, die nicht für Investoren bestimmt gewesen sei. Wo ihre jetzige Bewertung für die Postbank liege, habe die Deutsche Bank offen gelassen.

Bei Investoren hieß es nach Angaben der Zeitung, die Preisspanne sei immer noch aktuell. Auf Nachfrage bei der Deutschen Bank habe es Donnerstag geheißen: "Das wird hier so gelebt." Die Bewertung entspricht einer Preisspanne der Postbank-Aktie von 26,83 bis 32,32 EUR. In Finanzkreisen hatte es bislang geheißen, die Analysten der Konsortialbanken schätzen den Wert der Postbank-Aktie auf 35 bis 38 Euro.
Dow Jones Newswires/11/28.5.2004/jhe/mi
Deutsche Bank hat Bewertung der Postbank noch nicht abgeschlossen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat die Bewertung der Postbank kurz vor deren Börsengang noch nicht abgeschlossen. " Wir sind in einer Orientierungsphase, an deren Ende eine Preisspanne genannt wird" , sagte ein Bank-Sprecher am Freitag in Frankfurt. Der Konsortialführer beim Börsengang der Postbank reagierte damit auf einen Bericht der " Financial Times Deutschland" . Die Zeitung hatte gemeldet, in einem internen Bank-Papier werde der Marktwert der Postbank auf lediglich 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro eingeordnet. Analysten verschiedener Banken hatten die Postbank dagegen auf rund 6 Milliarden Euro geschätzt.

" Es handelt sich bei diesem Papier um ein internes Memo, das 14 Tage alt ist und nur für interne Zwecke bestimmt war" , sagte der Sprecher. Die darin genannte Zahl sei eine " technische Orientierungsgröße" , die nicht der aktuellen Preis-Bewertungsspanne für die Postbank entspreche. Angeblich soll die Deutsche Bank bei den gescheiterten Gesprächen für eine Übernahme der Postbank vor einigen Wochen nur 4,3 Milliarden Euro geboten haben.

Die Post will die Preisspanne am 6. Juni bekannt geben, der Börsengang ist für den 21. Juni geplant. Die Postbank-Aktie soll voraussichtlich mindestens 35 Euro kosten. Die Deutsche Bank räumte ein, dass offenbar ein institutioneller Investor das interne Papier erhalten habe. " Das hätte niemals passieren dürfen" , verlautete aus den Bankentürmen in Frankfurt.

Analysten zeigten sich nicht überrascht über die angeblich niedrigere Bewertung der Postbank. " Die genannten 6 Milliarden Euro sind viel zu hoch" , sagte Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland- Pfalz. " Das gehört alles zum Taktieren. Die Deutsche Post hat den Emissionspreis extra hoch angesetzt, um dann runterzugehen." /mt/DP/sit
Die Deutsche Post hat den Emissionspreis extra hoch angesetzt, um dann runterzugehen." /mt/DP/sit




....das klingt doch extrem bescheuert, oder ?????????????
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