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Spanien vor Immobiliencrash? (Seite 669)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 33.968.965 von Azul Real am 25.04.08 08:22:19das glaube ich auch, Spanien fängt an über seine Verhältnisse zu leben, wenn die EU Geldzufuhr stockt und kein ausländisches Kapital in den Immomarkt investiert wird, muss Spanien tatsächlich mit dem wirtschaften, was in Spanien erwirtschaftet wird. Es gibt einfach zu wenig Industrie, leerstehende wohnungen sind einfach keine wirkliche investition.
Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im ersten Quartal 2008 verschlechtert. Dies teilte die nationale Statistikbehörde INE am Freitag in Madrid mit.

So kletterte die saisonunbereinigte Arbeitslosenquote auf 9,3 Prozent, nach 8,5 Prozent im vierten Quartal 2007. Hierbei handelt es sich um die höchste Quote seit drei Jahren. Verantwortlich für diese Entwicklung sei die Konjunkturabschwächung.

+ 0,8% Punkte Zuwachs in einem Quartal !!!! oder knapp + 9,5% Anstieg in einem Quartal :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.973.476 von Azul Real am 25.04.08 15:42:29wenn der Hochbau um 50% einbricht und der Tiefbau um 20%, dann schrumpft der Anteil am BSP von ca. 19% auf 14%, also 5% weniger Beschäftigung.
News - 27.04.08 20:59
Das Kapital: Inflation, Deflation, Preisstabilität

Dafür, wie erstaunlich sie ist, wird eigentlich wenig Aufheben darum gemacht. Denn die Polarisierung der Finanzmärkte ist extrem.


Etwas zugespitzt formuliert, könnte man sagen, dass die Anleger an den Rohstoffmärkten Inflation spielen, jene an den Anleihemärkten Deflation - und jene an den Aktienmärkten Preisstabilität. Die drei Szenarien können offenbar nicht gleichzeitig aufgehen und verlangen völlig verschiedene Vermögensallokationen. Wer hat die besten Argumente?

Jene der Rohstoffanleger sind sicher nicht von der Hand zu weisen. In den USA ist die Geldmenge "Money of Zero Maturity" zwischen dem ersten Quartal 1995 und dem vierten Quartal 2007 um 92 Prozentpunkte schneller gestiegen als das nominale BIP. Im Euro-Raum hat die Geldmenge M3 um 68 Prozentpunkte und in Japan die Geldbasis um 100 Prozentpunkte rascher zugelegt als das nominale BIP. In China hat M2 über die vergangenen zwölf Jahre gar um 204 Prozentpunkte stärker zugenommen als das nominale BIP. Selbst wenn man von der Geldmengenaufblähung in den Öl produzierenden Ländern absieht, sollte das wohl für eine kleine Inflation ausreichen.

Zwar notieren die meisten Rohstoffe inzwischen weit über ihren Grenzkosten. Aber wie die Nachfrage steigen die Grenzkosten rapide. In China, wo der Leitzins um 15 Prozentpunkte unter dem Nominalwachstum liegt, berichten Kaufleute von galoppierenden Löhnen. Dabei steigen die US-Importpreise aus China jetzt schon um 4 %. Gleichzeitig unterschreitet der US-Leitzins das Nominalwachstum um beinahe drei Prozentpunkte. Perfekte Bedingungen für eine Lohn-Preis-Spirale.



Gegengewalten

Selbst im Euro-Raum mit seiner als so rigide empfundenen Geldpolitik liegt der Leitzins um 0,4 Prozentpunkte unter dem Nominalwachstum, während der japanische Leitzins nicht einmal die Preissteigerungsrate von 1,2 % abdeckt. Wie können sich Rentenanleger da in Europa, Japan und Amerika mit Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen in der Nähe der Inflationsraten begnügen?

Nun, eine zu lockere Geldpolitik muss eben nicht zwangsläufig in Inflation münden, sondern kann, wie Japan zeigt, auch Deflation zeitigen. Das liegt an jenem Schlendrian, der sich bei monetärer Überflutung regelmäßig breitmacht und dafür sorgt, dass Investitionen getätigt werden, die keinen Sinn ergeben - und Kredite vergeben werden, die nicht zurückbezahlt werden können. Kapitalfehlallokation und Überschuldung werden so lange überdeckt, wie die monetär induzierten Blasen wachsen. Platzen sie, übersteigen die Schulden mitunter das Vermögen. Kredite können nicht bedient werden, die Banken knausern, die aggregierte Nachfrage fällt, die Arbeitslosigkeit steigt, das Realeinkommen sinkt, die Zahlungsausfälle nehmen noch zu. Es kann sich eine deflationäre Spirale entwickeln, gegen die mit den herkömmlichen Mitteln der Geldpolitik nur schwer anzukommen ist.Das Dumme ist nun, dass die derzeit von Blasenwirtschaft und Überschuldung betroffenen Ökonomien wie die USA, Großbritannien oder Spanien seit Jahren über ihre Verhältnisse gelebt haben, also hochdefizitär sind. Sie sind daher quasi auf eine Basiskreditversorgung angewiesen, nur um das laufende Ausgabenniveau zu "halten". Doch wie witzeln die Briten über die Bilanzen der Banken: "On the left side nothing seems to be right, on the right side nothing seems to be left."
Glückseligkeit


Die geschundenen Banken werden daher den Teufel tun, überschuldete und defizitäre Kunden zu erträglichen Konditionen mit dem nötigen Kredit zu versorgen, zumal der Verbriefungsmarkt ausgedörrt ist. Es ist also schwer zu erkennen, wie die übliche monetäre Transmission - Zinssenkung, Kreditwachstum, Güternachfrageplus, Vermögenspreisanstieg - in dieser Krise vonstatten gehen soll.

Dennoch lautet die Wette am Aktienmarkt darauf, dass die Geldpolitik das Ruder im Verbund mit der Fiskalpolitik herumzureißen vermag. Dabei überwiegen die Deflations- die Inflationssorgen eindeutig, wie die positive Korrelation zwischen Aktienkursen und Anleiherenditen zeigt. Dass die Wirtschaft nicht dauerhaft unter ihrem Potenzial wachsen darf, weil das einen Teufelskreis bewirken würde, ahnen also selbst die Aktienanleger. Derweil gilt ihnen die Inflation aber schon als besiegt, sobald die Industrieländer für ein paar Quartale unterhalb ihres Potenzials bleiben. Mit Blick auf die Überlegungen der Rohstoffanleger ist das barer Unfug, den sich die Aktionäre indes einreden müssen, weil sie wissen, dass Inflation die Aktienbewertung ruiniert.

Insgesamt scheinen die Rentenanleger die besten Argumente zu haben. Nur könnten die Rohstoffanleger am Ende dennoch recht bekommen. Denn wenn die Rentenszenarien aufgehen, wird sich die Geldpolitik nicht mehr lange mit herkömmlichen Mitteln begnügen.





Quelle: Financial Times Deutschland

Wir leben in einer wirklich spannenden Zeit!:D
Die Preise fallen stärker, als uns gesagt wird.
Experten glauben, daß die offiziellen Statistiken die sinkenden Preise unterbewerten.


Interessanter Artikel zu der schon hier diskutierten Frage, welcher Statistik man Glauben schenkendarf

Los precios caen más de lo que nos dicen
Los expertos creen que las estadísticas oficiales infravaloran las bajadas en la vivienda

http://www.elpais.com/articulo/economia/precios/caen/nos/dic…
Der Einbruch des Immobilienmarktes trifft die anderen Industriesektoren.
Die Verkäufe von Steinen, Zement, Farbe, Möbel und Haushaltsgeräten brechen ein.

El parón del mercado inmobiliario arrastra a la industria auxiliar
Caen las ventas de ladrillos, cemento, pintura, muebles y electrodomésticos


http://www.elpais.com/articulo/economia/paron/mercado/inmobi…
Las familias destinan el 46% de su renta a la hipoteca

Laut BDE: Die Familien geben 46% Ihres Bruttogehaltes (vor Abzug der Steuervergünsigungen) zum Kauf einer Wohnung.

http://www.elpais.com/articulo/economia/familias/destinan/46…
09:02:36 RPT-SPANISH HOUSE SALES FALL 24.4 PERCENT YR/YR IN FEBRUARY VS 27.1 PCT FALL IN JANUARY - INE
Im ersten Quartal 2008 ist die Zahl der Arbeitslosen um 246.000 gestiegen. Die Quote liegt nun bei 9,63%


http://www.elmundo.es/mundodinero/2008/04/25/economia/120910…
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.981.845 von spain98 am 28.04.08 07:27:52"Y el problema de los portales inmobiliarios es que son una carta a los Reyes Magos. No dicen lo que se paga, sino lo que los propietarios piden", añade. :laugh:

und genau das waren die Angebote der jeweiligen regionalen Immobilienmakler/Promotoren und Immobilienunternehmen lange Zeit auch, ungeachtet der bereits erfolgten Trendwende und der erheblichen Neubau-Überkapazitäten am Markt.
(wohlgemerkt vor der den Markt beeinflussenden US.Subprimekrise, welche sich zu einer globalen Kreditkrise ausgewirkt hat.)
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