Pfeiffer Vacuum Fundamentales und Charts (Seite 66)

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    neuester Beitrag 04.08.25 15:00:03
    eröffnet am 04.11.04 00:43:43
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      #14
      @Art
      Habe ich ja auch nicht gesagt, dass du das anders siehst. Ich wollte nur meine Einstellung zu Aktie deutlich machen.

      Über die Dollarbewegung mache ich mir keine Gedanken. Ich sehe nur den aktuellen Kurs und der ist nicht gerade förderlich.

      Wesentliche Wettbewerber sind zu Beispiel Leybold und Varian. Leybold gehört zur schweizerischen Unaxis, zu der Pfeiffer übrigens auch mal gehörte. Leybold macht ca. 18% des Umsatzes von Unaxis. Ist somit größer als Pfeiffer aber unprofitabler. Auch die Umsatzzuwächse von Leybold sind im ersten Halbjahr geringer als bei Pfeiffer (L: +9%, P:+17%).

      Varian stellt Analysengeräte her. Da für die Analytik häufig Vakuum nötig ist, hat Varian daraus eine eigene Sparte gemacht. Die Analytik von Varian ist nicht die Gleiche wie die von Pfeiffer. Daher ist Varian hier nicht als Konkurrent zu sehen. Viel mehr sind es die Turbopumpen, bei denen Konkurrenz besteht. Nach Aussagen von Pfeiffer, sind die eigenen Pumpen besser, beziehungsweise effektiver. Ein Fakt der schlecht nachzuprüfen ist. Die hohe Profitabilität von Pfeiffer deutet aber darauf hin.

      Varian kann ich mir als Aufkäufer vorstellen. Allerdings ist Varian nicht so groß (ca. 850 Mio. USD Umsatz), dass das ohne Probleme möglich ist. Die Vakuumtechnik passt ins Unternehmen und die Analytik könnte eingegliedert oder verkauft werden. Varian schaut sich aber derzeit mehr in der Spektroskopie um, daher glaube ich nicht an Pfeiffer als Übernahmeziel. Unaxis ist derzeit nicht sonderlich profitabel und muss erst mal im eigenen Hause aufräumen. Zudem würde die Übernahme kartellrechtliche Probleme mit sich bringen. Was bleibt sind große Konzerne die Produktportfolio erweitern wollen – aber da kann man viel spekulieren.

      Grüße
      joati
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      #13
      joati, das ist was ich die ganze Zeit meine und von Unterbewertung hat hier nie jemand geredet: Eine "Value-Aktie" mit stetigem Gewinnwachstum und einer gesunden Dividendenpolitik. Problemfelder werden angepackt und ich kann mir gut vorstellen daß sie für den DVD-Bereich bis Ende dieses Jahres eine Lösung finden.
      Konkurrenz habe ich bei Pfeiffer noch keinen relevanten Mitbewerber gefunden.
      Der steigende Dollar kann sehr schnell auch wieder zu einem fallenden Dollar werden, siehe heute wo über 1 $ verloren wurden und die Zinsen in USA angehoben wurden.
      Beim Öl dachte auch keiner daß er so schnell wieder von seinem Höhenflug absteigt.
      Avatar
      #12
      Ich würde Pfeiffer nicht als völlig unterbewertet ansehen. Die momentane Bewertung spiegelt die Situation von Pfeiffer sehr gut wieder.

      1. Der steigende Dollar sorgt weiterhin für Margendruck.

      2. Die geringe Kapazitätsauslastung bei den Konkurrenten sorgt für Preisdruck.

      Der Margendruck wird zwar derzeit durch die bessere Auslastung von Pfeiffer mehr als ausgeglichen, das alleine ist jedoch keine Dauerlösung. In einigen Bereichen ist Pfeiffer Produktführer und braucht sich dem Preisdruck nicht im vollen Umfang beugen. Das gilt allerdings nur für einige Bereiche.

      Pfeiffer wird hin und wieder als Übernahmekandidat gehandelt. Der Käufer müsste schon einen langen Atem haben, da der Markt für Turbopumpen recht übersichtlich ist. Zudem sehe ich nicht viele Übernahmekandidaten die Pfeiffer kaufen könnten. Wobei eine Übernahme den Kurs natürlich richtig beflügeln könnte.

      Positiv sehe ich die Dividende, die im nächsten Jahr durchaus 1EUR betragen kann. Zumindest könnte Pfeiffer das locker bezahlen. Zudem ist Pfeiffer wesentlich Margenstärker als die Konkurrenz. Im letzten Jahr wurden 4 Mio. mit DVDs verbrand. Ich glaube nicht, dass das dieses Jahr weniger wird. Die Reduzierung des Austragsbestandes und Auftragseingangs um 3.9 Mio. zeigt das ganz deutlich. Allerdings ist auch zu sehen wie gut die Auftragslage trotz der Reduzierung ist. Wenn das Trauerspiel DVD endlich vorbei ist, sollte es einen Margenschub geben.

      Für mich ist Pfeiffer ein solides Investment mit Wachstumschancen aber keine Kursrakete und auch keine unterbewertete Aktie.

      Grüße
      joati
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      #11
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      #10
      Fuchs,
      die Börse ist inzwischen ein Schlachtfeld geworden auf dem Football gespielt wird, also ein Abbild unserer Gesellschaft: Es wird gefakt, gebissen, angetäuscht, gepusht, gebasht, geängstigt, in Sicherheit gewogen,...
      Was willst Du da mehr erwarten?

      Gruß, Art.

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      #9
      @joati
      #7
      sehr guter Bericht. Alle freuen sich über sehr guten Aussichten.
      Aber was passiert? Heute ist PV mit einem Minus von 2,6 % einer der grössten Verlierer in einem an sich steigendem tecDax.
      So ist Börse - langsam verstehe ich das nicht mehr!
      Gruss
      Fuchs
      Avatar
      #8
      @ joati #6, da hast du recht. Können wir ja noch nachreichen.
      Mir ging es bei flüssigen Mitteln tatsächlich um die "flüssigen Mittel" die man recht schnell einsetzen kann, denn Forderungen sind in der Hand des Unternehmens und sie können darüber selbst entscheiden.
      Wo sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen hat, ist daß
      ich die DVD-Rückstellung von 1,7 Mio. als Netto in den Gewinn pro Aktie mit dazugerechnet habe, es wären also ohne die Rückstellung ca. 1 Mio. mehr Nettogewinn (also 1,58 statt 1,63) gewesen, wenn man die Abschlagsquote beim EBIT mit 38 % ansetzt. Ist aber immer noch gut.
      Ist mir leider erst heute aufgefallen beim Durchschauen der obigen Kennzahlen durch deine Anregung.

      Danke übrigens für deine Beiträge und die weiteren Infos!

      Gruß, Art.
      Avatar
      #7
      Die positiven Berichte über Pfeiffer nehmen zu. Hier noch ein Bericht aus Welt.de

      M. M. Warburg & Co sieht bei Pfeiffer Vacuum deutliches Kurspotential
      Hamburger Börsen-Tip

      Die Aktie von Pfeiffer Vacuum, ein weltweit führendes Unternehmen in der Vakuumtechnologie, empfiehlt Eggert Kuls, Analyst von M. M. Warburg & Co, zum Kauf. Vakuumtechnologie ist unter anderem für die Herstellung von Computerchips, Halbleitern sowie CDs und DVDs unverzichtbar.


      Im Kerngeschäft erwirtschaftet Pfeiffer im laufenden Jahr operative Margen von rund 20 Prozent. Im Randbereich Anlagen für optische Speichermedien waren dagegen Verluste zu verzeichnen. Es ist davon auszugehen, daß für diesen Bereich noch im Jahr 2004 eine Lösung gefunden wird.


      Angesichts der hohen Profitabilität im Kerngeschäft sowie exzellenten Bilanzrelationen - die Eigenkapitalquote liegt bei rund 80 Prozent, zudem operiert das Unternehmen ohne Finanzschulden - scheint ein KGV von mindestens 15 angemessen. Vor diesem Hintergrund sehen wir angesichts der angekündigten Bereinigung des Geschäfts mit optischen Speichermedien deutliches Kurspotential.


      Pfeiffer Vacuum hat erneut starke operative Zahlen für das dritte Quartal 2004 vorgelegt. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 39,2Millionen Euro und lag damit um drei Prozent höher als erwartet. Die Ertragskennziffern blieben dagegen um rund 0,5 Millionen Euro unter den Schätzungen. Hintergrund war eine Rückstellung für die Reorganisation des defizitären Geschäfts mit optischen Speichermedien in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Rechnet man diesen Einmalaufwand zum operativen Ergebnis hinzu, ergibt sich, daß das dritte Quartal aus operativer Sicht sogar besser als erwartet ausgefallen ist. Pfeiffer Vacuum ist gut in das vierte Quartal gestartet; Auftragseingang und Umsatz legten weiter zu.


      Die Hamburger Regionalwerte zeigten sich in der vergangenen Woche mit Ausnahme von Jungheinrich (minus vier Prozent) und MPC (plus acht Prozent) wenig verändert. Fielmann und Beiersdorf tendierten stabil.


      Artikel erschienen am Mon, 8. November 2004
      Avatar
      #6
      @Art4444

      Wenn du zu den liquiden Mitteln die Forderungen hinzurechnest, dann musst du bei den Verbindlichkeiten auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigen. Diese Vorgehensweise halte ich aber nicht für aussagekräftig, da die kurzfristige Verbindlichkeiten und Forderungen zu Geschäftstätigkeit gehören.

      Zur Ermittlung der ausschüttungsfähigen liquiden Mittel ist es notwendig zu wissen wie viel Liquidität Pfeiffer für die Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit benötigt. Davon kann man dann noch die Rückstellungen abziehen. Die würde ich abziehen, weil sie eindeutig Schulden sind, deren Zahlungsdatum nicht bekannt ist. Nach meiner Rechnung bleiben etwa 20 Mio. ausschüttungsfähige Liquidität übrig. (2,28 je Aktie)

      Das charmante an Pfeiffer, ist der gute Cashflow. Der selbst in schlechten Jahren positiv ist. Pfeiffer könnte über 50% des Konzerngewinns ausschütten und hätte immer noch genügend liquide Mittel. I.d.R. ist das 4. Quartal stärker als das 3., daher sollten ca. 2 EUR Nachsteuergewinn drin sein.

      Grüße
      joati
      Avatar
      #5
      Jetzt machste mich ein bisserl verlegen. ;) Aber es macht mir ja Spaß und flutscht eigentlich recht schnell, trotz der Bemühungen sie einem "Chart-Laien" verständlich zu machen. Ich hätte sonst ganz andere Begriffe gewählt.
      Aber wie du siehst, wenn jeder sein Scherflein, so wie du vorher, zu einer Aktie beiträgt und nicht so sehr auf seinem, Entschuldigung Mod !, Egoisten-Arsch sitzt kann das alles recht gute Ergebnisse bringen um ein Gesamtbild zu bekommen. Und jeder vernünftige Beitrag motiviert wiederum den anderen. Wobei auch fundierte Gegenargumente und Gegentatsachen willkommen und erwünscht sind, die man vielleicht übersehen hat.

      Gruß, Art.
      Avatar
      #4
      Art,
      super Darstellung.
      Da habe sogar ich "Chart-Muffel" viel verstanden. Deine Erklärungen unter den Charts sind dabei sehr hilfreich.
      Deine Ausarbeitung und Bemühung erinnert mich in Art und Weise irgendwie an die solide, doch noch vorhandene "Deutsche Wertarbeit", wie auch bei Pfeiffer Vacuum praktiziert.
      Nochmals vielen Dank und Gruss
      Fuchs
      Avatar
      #3
      Schön Fuchs, daß ist doch auch Fundamentales.
      Vor allem der letzte Absatz bestätigt auch meine Informationen. Deutlich höhere Dividende! Sie haben dieses Jahr schon 0,40 + 0,30 cts. ausbezahlt. Einer der wenigen TecDax-Werte die eine Dividende auszahlen und nun eine "deutlich" höhere im nächsten Jahr.

      "value-stock": Aktiengesellschaften die den Wert des Unternehmens für die Aktionäre steigern wollen, fast immer verbunden mit regelmäßigen guten Dividendenzahlungen. Warren Buffet ist "der" Verfechter des Value-Ansatzes und ist in der Aktienblase 2000/2001 belächelt worden daß er damals nicht in die Internet-Klitschen ("growth-stocks" = Wachstumswerte) investiert hat. Nur, er hat die damalige Blase unbeschadet überstanden und hat nicht bluten müssen wie der größte Teil der "Anleger" die jetzt immer noch auf ihren Verlusten sitzen oder deren Aktien gar nicht mehr existieren (Comroad und Co.). Jetzt steht er besser da als alle anderen und die damals ihn Belächelnden sind von der Bildfläche verschwunden (gibt es ja in BRD auch so einige). Die Aktien seines Unternehmens Bikshire Hathaway (Ziel: Investieren in "value-stocks") sind eine der teuersten Aktien der Welt, momentan ca. 83000 $ und die waren Ende der 70`er/Anfang 80`er bei ein paar $:


      Hier noch ein kleiner Auszug aus einem n-tv-Bericht:

      Während des Börsenbooms hatten ihn viele Anleger schon abgeschrieben: Warren Buffett. Doch die Baisse gab ihm Recht. Die Wachstumswerte stürzten ins Bodenlose. Seine Holding - die Berkshire Hathaway-Aktie - konnte zwischen 2000 und März 2003 um 50 Prozent zulegen. Die Rückkehr der Substanzaktien bedeutete zugleich das Comeback von Altmeister Warren Buffett. Allein in den letzen 12 Monaten konnten sich Anleger über weitere 50 Prozent freuen. Von seinen Aktionären wird Buffett gefeiert. Wie sich Buffett gegenwärtig positioniert und was das Finanzgenie langfristig von der Börse erwartet, erfahren wir von Hendrik Leber. Der Value-Stratege leitet die Acatis Vermögensverwaltung und ist mit den Investmententscheidungen Buffetts bestens vertraut.



      Nun zum 2.Teil, die Charts von Pfeiffer.
      Tageschart:

      Der Selloff letzten Dienstag war mit höheren Umsätzen begleitet wie damals im März, was man als Panikreaktion deuten könnte. Gleichzeitig hat sich ein Hammer gebildet der in der Regel (fast 70 %) den Abschluß eines Abwärtstrends zeigt. Die Stochastik mit ihrem höherem Tief gegenüber dem tieferen Verlaufstief bildet eine Divergenz, was auch für eine Trendumkehr spricht. Der MACD zeigt noch kein eindeutiges Kaufsignal hat aber einen Boden gebildet und könnte bald seinen Trigger nach oben durchstossen, wenn die Kurse die nächsten Tage anziehen.
      Zur besseren Verdeutlichung der 6-Monatschart:


      Wochenchart:

      Die Stochastik generiert schon fast ein Kaufsignal auf Wochenbasis. Der gelbe Trigger ist noch nicht ganz durchstossen. MACD langweilt sich noch etwas, ist aber typisch für einen Wochenchart, die Kaufsignale kommen erst wenn der Kurs schon 1-2 Wochen nach oben gegangen ist, aber dann gilt das Signal für mehrere Monate und könnten einen neuen Aufwärtstrend einläuten.
      Unterstützend für einen Up-Trend wären die anziehenden Umsätze.
      So, das wärs erstmal.

      Gruß, Art.
      Avatar
      #2
      Hallo Art,
      vielen Dank für den 1. Schub.
      Obwohl es nichts fundamentales ist, hier ein paar Anmerkungen.
      Nach Auskunft des Unternehmens wurde auf meine Anfrage bestätigt, dass es bis zum Jahresende eine klare Aussage zum DVD-Geschäft geben wird. Man befindet sich derzeit in Verhandlungen und hat mehrere Optionen offen. Ich gehe daher davon aus, dass es sich um eine einmalige Rückstellung handelt. Diese zeugt übrigens von Weitsichtigkeit und Ehrlichkeit der Unternehmensführung.
      Obwohl man sich über die schwachen Konjunkturaussichten im Klaren ist, wurde ich noch auf die Tatsache hingewiesen, dass man sich mit der Ausschüttung einer deutlich höheren Dividende in die Reihe der "value stocks" einreihen würde, was immer das auch heisst.
      Gruss
      Fuchs
      Avatar
      #1
      So Fuchs, heute kommt mal der erste Schub, das Fundamentale.

      Auf Basis der 9-Monatszahlen und auf das Jahr hochgerechnet unter Betrachtung der Entwicklung 3.Q. 2003 auf 4.Q. 2004 (leider hat Pfeiffer keine Aussichten zum 4.Q 2004 gegeben):

      - KGV: ca. 15 (wäre niedriger wenn die Rückstellungen wegen der Reorganisation des DVD-Bereichs von 1,7 Mio. nicht gewesen wären, so fehlen 20 cts. beim Gewinn, statt 1,63 halt nur 1,43 Euro 9-Monatsgewinn)
      - Kurs/Umsatzverhältnis: 1,6
      - Kurs/Buchwertverhältnis: 1,8 (kommt daher, daß der Goodwill sprich der Firmenwert gerade nur mit 1 Mio. Euro in der Bilanz angesetzt ist)
      - Kurs/Cashflowverhältnis: 10
      - Eigenkapitalrendite: 12 %
      - Bruttorendite: 43 %
      - Nettorendite: 11 %
      - keine nennenswerten langfristigen Verbindlichkeiten (2,6 Mio.)
      - flüssige Mittel inklusive Forderungen: 63 Mio. Euro

      Wie gesagt die Kennzahlen wären alle durchweg um 10 % besser wenn diese (einmalige ?) Rückstellung nicht gewesen wäre.

      Charts kommen noch nach. Wenn jemand noch anderes an Fundamentalen hat, nur her damit.
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