Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots (Seite 2660)

eröffnet am 18.12.04 19:37:36 von
neuester Beitrag 25.10.20 14:57:45 von


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21.01.17 15:17:17
Beitrag Nr. 26.591 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.137 von Bulle2911 am 21.01.17 13:20:01
Cegedim als Alternative zu Compugroup
Hallo Bulle 2911,
Nach einer Diskussion mit Scansoft auf Arriva habe mir neulich die französische Cegedim Aktie ins Depot gelegt.
Man ist ähnlich aufgestellt wie Compugroup.
Cegedim ist schwerpunktmäßig im französischen Markt unterwegs. Darüber hinaus ist man auch in Great Britain, Amerika und sechs weiteren Ländern vertreten.

Mit dem Verkauf der Sparte CRM in 2015 hat man sich neu aufgestellt.
Mit dem Geld wurden schulden getilgt und die Zinsbelastung reduziert und massiv in die eigenen Produkte investiert.
Im Bereich Healthcare werden bis Ende 2017 alle Software Produkte auf SaaS /Cloud umgestellt. Ab 2017 und vor allem ab 2018 wird man dann die Früchte daraus ernten
Im Versicherungsgeschäft wurde viel Geld in Dienstleistungen im Bereich Business Process Outsourcing investiert. Hierfür wurden in 2016 in großem Stil Mitarbeiter eingestellt. Unter anderem hat man einen großen Versicherungsanbieter als Kunden gewinnen können. Der Vertrag läuft über sieben Jahre und hat ein Volumen von 100 Mio. €. (5 Mio. in 2017, 10 Mio. in 2018 und danach jeweils 18 Mio. € je Jahr) Man erwartet sich aus diesem Referenzprojekt weitere Abschlüsse und ist hier in Verhandlungen.

In 2017 fallen ggü. 2016 Finanzierungskosten in Höhe von gut 20 Mio. weg. Das EbitDa will man um 10 Mio. € ggü. 2016 steigern. Die vollen Auswirkungen der Investitionen wird man allerdings erst in 2018 sehen: Aus dem Q3 Bericht S.34: “Cegedim expects to begin seeing the initial positive impact of its investments, reorganizations and transformations in 2017, with a full impact in 2018.”

Meine Einschätzung:
Bei Cegedim gibt es einen Doppelhebel bei Margen und Multiple.
So ist man für 2018 gemäß der nach meiner Meinung etwas konservativen Schätzungen auf Onvista mit einem KGV von unter 12 bewertet (EPS 2,38€). Compugroup ist mit einem Multiple von 16,5 bewertet.
Daneben hat man mit den großen Investitionen die Basis für starkes Wachstum und Margensteigerungen gelegt. Wenn sich die Investitionen dann in den Zahlen niederschlagen dann wird man auch für Cegedim wieder mit Multiples von 16-20 sehen.

Viele Grüße,

Johannes
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21.01.17 18:17:50
Beitrag Nr. 26.592 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.831.765 von TheGame90 am 05.12.16 19:08:50Ehre, wem Ehre gebührt! Deine Spekulation aus Down Under ( First Graphite), geht ab, wie ein Zäpfchen GTI:cool:
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21.01.17 18:34:19
Beitrag Nr. 26.593 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.422 von Junolyst am 21.01.17 14:49:36????

Wieso müssen für Gewinne im Wicki keine Abgeltungssteuer bezahlt werden. Das ist ja ganz neu für mich.
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21.01.17 18:40:05
Beitrag Nr. 26.594 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.256 von Fullhouse1 am 21.01.17 18:34:19Junolyst meint nicht, dass keine Steuer gezahlt werden muss, sondern dass sich aufgrund des Zinseszinseffekts eines Fonds die effektive Steuerlast verringert. Denn mit einem Fonds müssen Gewinne erst nach Verkauf des Fonds versteuert werden. Wenn man diesen privat repliziert, muss man die Steuer immer gleich sofort nach jeder Einzeltransaktion zahlen, was im Zeitablauf wegen des Zinseszinseffektes zu einem Steuernachteil führt. Denn je später man eine fällige Steuer zahlen muss, umso länger kann man mit dem Geld noch zusätzliche Erträge innerhalb des Fonds (bzw. innerhalb des wikis) generieren.
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21.01.17 19:12:28
Beitrag Nr. 26.595 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.301 von hzenger am 21.01.17 18:40:05so ist es. Danke für die Klarstellung! Deswegen die Anmerkung mit > 1 Jahr Haltedauer.

Hinzu kommt auch noch, dass im wiki keinerlei Transaktionskosten anfallen.
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21.01.17 19:32:18
Beitrag Nr. 26.596 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.301 von hzenger am 21.01.17 18:40:05
Zitat von hzenger: Junolyst meint nicht, dass keine Steuer gezahlt werden muss, sondern dass sich aufgrund des Zinseszinseffekts eines Fonds die effektive Steuerlast verringert.


Das ist sehr attraktiv. Könnte man als Privatanleger ein Wikifolio aufmachen mit dem Hauptzweck, sein privates Vermögen steuerlich optimiert zu verwalten, wobei die Handelbarkeit durch die Öffentlichkeit ein wenig störender Nebeneffekt wäre - oder sprechen wesentliche Nachteile dagegen? Gibt es dazu eventuell ein FAQ? Ich habe schon einige Wikifolios mit sehr geringen AUM gesehen, die Größe dürfte somit kein Ausschlussgrund sein.

P.S.: Bin hier länger stiller Mitleser und möchte auch einmal den aktiven Schreibern hier sehr für die äußerst lehrreichen Beiträge danken. Ich hoffe, irgendwann auch mal auf Eurem Niveau beitragen zu können...
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21.01.17 20:03:59
Beitrag Nr. 26.597 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.619 von Ankhan am 21.01.17 19:32:18Ankhan das würde ich nicht tun. Dagegen spricht, dass neue Geldzuflüsse 1:1 dein bestehendes Depot nachbilden. Es wird automatisch das gekauft was in deinem Depot drinnen ist. Du kannst also nicht Geld nachschießen um eine bestimmte Aktie zu kaufen. Zum anderen sind die Stückmengen und Kurse auf L&S oft schlechter als auf XETRA. Zum anderen musst du dann aber auch wikifolio was abgeben an Gebühren und Gewinnbeteiligung. Und wenn du dann das Geld privat brauchst, fallen dann eben auch die Steuern an.

Ich kenne aber jemanden der hat noch vor Ende 2008 seinen eigenen Fond gegründet. Auch er hat mit seinen Transaktionen innerhalb des Fonds das Fondprivileg, es fallen also keine Steuern an. Wenn er dann nach vielen Jahren steuerfreier Gewinne seine Fondanteile gegen Geld eintauscht fällt auch keine Steuer an, da er die Fondanteile ja vor dem 31.12.2008 erworben hat und da das alte Steuerrecht galt. Der Staat verarscht uns und die Schlauen haben immer ihre Schlupflöcher.
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21.01.17 20:09:28
Beitrag Nr. 26.598 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.503 von JohannesWild am 21.01.17 15:17:17Auch der User Szew hatte Cegedim unter seinen 5 Favoriten für 2016. Eine Alternative wäre noch ifa Systems, die auch deutlich günstiger als Compugroup bewertet ist und auch aus dem gleichen Sektor kommt.
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21.01.17 20:11:21
Beitrag Nr. 26.599 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.619 von Ankhan am 21.01.17 19:32:18wer sein komplettes Depot in ein wiki steckt und es investierbar macht hat folgende Vorteile:

1. Keine Transaktionskosten bei Käufen/Verkäufen
2. Keine Steuern innerhalb des wikifolios
3. Man profitiert selber durch eine Wertsteigerung und profitiert durch das Investment der anderen durch die Performance Gebühr (ab 125.000€ inv. Kapital größter Gewinnanteil)
4. du meldest dich als selbstständig an und kannst Ausgaben geltend machen, die du mit den Erlösbeiträgen von wikifolio verrechnen kannst -> zudem kannst du dir darüber hinaus auch gezahlt Vorsteuer wiederholen.

Die von Straßenkoeter genannten Punkte mit dem evtl. bessere Pricing außerhalb von L&S kann man aber nicht leugnen. Das mit dem nachschießen ist Geschmacksache. Es sorgt dafür dass die Gewichtung immer gleich bleibt. Für mich ist das kein Problem.
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21.01.17 20:56:11
Beitrag Nr. 26.600 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.742 von Junolyst am 21.01.17 20:11:21Als größten Nachteil sehe ich da das Emittentenrisiko. Wenn man nur ein paar Wikis zur Depotbeimischung hat, ist das nicht so problematisch, aber mein gesamtes Depot würde ich nicht auf die fortdauernde Solvenz von L&S setzen wollen.
Außerdem könnte man dann nur Werte handeln, die bei L&S erlaubt sind, und hätte kein Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen.
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