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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots (Seite 4445)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.350.373 von haowenshan am 27.08.19 13:24:03is mir echt zu blöd, sorry!

erst behauptest du irgendwas (wie mit dem Ergebnisbeitrag der Verbund), und wenn man dich dann widerlegt, postest du halt was anderes, was ebenso längst diskutiert wurde.

Es hat niemand in Abrede gestellt, dass das KGV bei rund 15 liegt. Alle anderen Beteiligungen inklusive Verbund sind aber in der Gesamtbewertung nicht enthalten.
ich hab festgehalten, im konzernergebnis der evn ist der ergebnisbeitrag des verbunds enthalten und darauf basierend eine kopfrechnung für das kgv gemacht. ergebnisbeitrag des verbunds ist der beitrag des verbunds an die evn, das ist die dividende, was passt dir da nicht?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.350.121 von katjuscha-research am 27.08.19 12:49:53
Zitat von katjuscha-research: Wir brauchen jetzt eine Investitionsoffensive bei Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung. Ich befürchte nur, das wird zu spät fruchten. Übergangsweise könnte man das zumindest beim Thema Bildung durch mehr Zuwanderung von Fachkräften lindern, aber ob sich da genug finden, ob es die deutsche Bevölkerung will, und ob das so gut für die Herkunftsstaaten wäre?


Das halte ich für mausgraue Theorie. In der Praxis ist nämlich so, dass viel öffentliche Projekte momentan nicht umgesetzt werden in den Bereichen Infrastruktur (Straßen) oder Gebäude (Schulen, Sporthallen usw.). Nicht, weil das Geld fehlt, sondern weil die Firmen einfach satt sind und sich vor Aufträgen kaum retten können. Auch in "meiner" Stadt haben wir das Problem, dass bei Ausschreibungen manchmal nur noch ein Angebot abgegeben wird, wenn überhaupt, und das dann gerne mal 7% oder gleich 100% über dem Kostenansatz liegt. Und das sind keine Sparansätze gewesen, sondern die üblichen Preise, schon mit Aufschlägen. Ergo: eine Initiative, die hier noch mehr Nachfrage simuliert (die dann nicht bedient/abgearbeitet) werden kann, ist nichts mehr als eine Worthülse für Politiker im Wahlkampfmodus. Aber real bringt die nichts. Es muss erstmal (nur) das umgesetzt werden, was eh schon geplant war/ist.

Anderes Beispiel? Der Bundesverkehrswegeplan, in dem die öffentlichen Infrastrukturprojekte für einen mehrjährigen Zeitraum nach Priorität aufgelistet sind und wo die Bundesmittel (Zuschüsse/Anteile des Bundes an der Finanzierung) festgeschrieben sind. Bis vor einigen Jahren war der proppevoll, aber es wurde nur wenig umgesetzt - weil das Geld fehlte, trotz Zusagen im BVP. Jetzt ist es genau andersherum: der BVP ist mit rund 250 Milliarden Euro auf Sicht der nächsten 10 Jahre durchfinanziert, aber es wird kaum was umgesetzt. Weil die baureifen Projekte fehlen. In den Kommunen fehlen die Planer und/oder die Ausschreibungen schlagen fehl, weil kein Handwerker mehr zu den üblichen Konditionen arbeitet dank Auftragsflut. Und die öffentliche Hand kann nicht einfach für 75% mehr Geld den Zuschlag geben, dafür muss sie erst Mittel besorgen (also einen politisch beschlossenen Nachtragshauhalt).

Ich will mit damit nur sagen, dass die Theorie in der Praxis nicht so einfach funktioniert...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.350.589 von haowenshan am 27.08.19 13:47:01
Zitat von haowenshan: ich hab festgehalten, im konzernergebnis der evn ist der ergebnisbeitrag des verbunds enthalten und darauf basierend eine kopfrechnung für das kgv gemacht. ergebnisbeitrag des verbunds ist der beitrag des verbunds an die evn, das ist die dividende, was passt dir da nicht?



Das ist das was du jetzt daraus machst. Am Beginn der Diskussion war deine Argumentation eine ganz andere. Da meintest du noch, man könne die Verbund-Beteiligung nicht extra draufschlagen, weil der Ergebnisbeitrag der Verbund ja bereits im EVN-Konzernergebnis enthalten wäre. Ist er aber nunmal nicht, sondern nur die Verbund-Dividende. Demnach muss also zwingend die Verbund-Beteiligung über ihren Substanzwert oder den Ertragswert, den die Verbundaktie mit entsprechend höherem KGV (aufgrund starkem Wachstum) abbildet, draufgeschlagen werden. Da führt gar kein Weg dran vorbei.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.351.033 von sirmike am 27.08.19 14:32:23Ja, darum gings mir auch letztlich.

Ich bin weiter der Meinung, wir brauchen eine Investitionsoffensive (damit meinte ich nicht nur vom Staat), aber wie man gestern auch in der MDR-Wahlarena gehört hat, werden die ganzen Aufträge nicht abgerufen, weil schlicht die Fachkräfte fehlen. Wieso fehlen Fachkräfte? Weil wir falsche Bildunsganreize gesetzt haben, sprich die jungen Leute nicht mehr bereit sind ins Risiko zu gehen. In den 90er Jahren wäre so eine Investitionsopffensive noch auf viel Nachfrage gestoßen. Aktuell haben wir einfach nicht genug Unternehmer, die durch Eigeninitiative oder staatliche Förderung aktiv werden. Ein Dilemma, was man nicht kurzfristig lösen kann, was ich vorhin ja schon angedeutet hatte. Da müssen ganz neue Schwerpunkte in Sachen Bildung und Forschung gesetzt werden.

Das ist ja das was die Ansichten so schwer und unterschiedlich macht, wie man an Wertefinder und mir sieht. Wir hatten jetzt 10 Jahre Hausse. Vielleicht hat uns die zumindest in Deutschland einfach zu bequem gemacht. Der Export boomte ja, es gibt eine niedrige Arbeitslosigkeit, etc., aber die grundlegenden Zukunftsfragen wurden aufgeschoben. Ein weltweiter Handelskonflikt wäre daher vielleicht nur der Auslöser, der die Problematik offen legt, aber nicht unbedingt die Ursache.

Nicht desto trotz seh ich auch die günstigen Aktien, aber von einem grundsätzlich günstigen Aktienmarkt zu sprechen, da fehlt mir wohl die Fantasie. Oder ich hab einfach schon genug ganz andere Zeiten erlebt, wo man sich nicht an solche Bewertungen aus den letzten 2-3 Jahren gewöhnt hatte.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.351.066 von katjuscha-research am 27.08.19 14:36:10
Zitat von katjuscha-research:
Zitat von haowenshan: ich hab festgehalten, im konzernergebnis der evn ist der ergebnisbeitrag des verbunds enthalten und darauf basierend eine kopfrechnung für das kgv gemacht. ergebnisbeitrag des verbunds ist der beitrag des verbunds an die evn, das ist die dividende, was passt dir da nicht?



Das ist das was du jetzt daraus machst. Am Beginn der Diskussion war deine Argumentation eine ganz andere. Da meintest du noch, man könne die Verbund-Beteiligung nicht extra draufschlagen, weil der Ergebnisbeitrag der Verbund ja bereits im EVN-Konzernergebnis enthalten wäre. Ist er aber nunmal nicht, sondern nur die Verbund-Dividende. Demnach muss also zwingend die Verbund-Beteiligung über ihren Substanzwert oder den Ertragswert, den die Verbundaktie mit entsprechend höherem KGV (aufgrund starkem Wachstum) abbildet, draufgeschlagen werden. Da führt gar kein Weg dran vorbei.


huch, ein schwerer fall. der ergebnisbeitrag des verbunds ist die verbund-dividende, die natürlich steigen kann und wird falls der verbund mehr verdient.
ich zitier einfach aus meinem damaligen beitrag:
"berücksichtigung findet eine wertsteigerung des verbunds daher nur in entsprechend höheren ergebnisbeiträgen durch die verbund dividende. da können zukünftig natürlich steigerungen drinnen sein"
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.351.336 von haowenshan am 27.08.19 15:06:27Na ja, ich dednke du weißt auf welchen deiner Beiträge ganz am Anfang der Diskussion ich anspiele.

Es geht nicht um die Dividende, sondern um den Ertrag der Verbund AG. Genau auf den hattest du ja angespielt als du die reine KGV-Diskussion ohne jeglichen substanziellen Beitrag der Betzeiligungen hinaus wolltest.

Man kann nicht nur die Dividende einbeziehen, aber den substanziellen und Ertragswert der Verbund komplett auspreisen. Das macht Null Sinn. Nicht mal du würdest ja sagen, dass der Verbundaktienkurs auf Null fallen wird.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.314.181 von trustone am 28.11.18 09:23:09Die Halbjahreszahlen für EAK AG sind raus. Spannend!

https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/erlebnis-akademie-mi…

Erlebnis Akademie AG mit Umsatzrekord im ersten Halbjahr 2019
Umsatzplus von 2,4 % in den ersten sechs Monaten 2019


Jetzt verstehe ich, was der Mitposter im vergangenen Herbst mit zweistelligem Umsatzwachstum meinte. Ein Zweier an der ersten Stelle!!

Zitat von trustone: Ist dieser Vergleich wirklich dein ernst?
Du scheinst noch sehr unerfahren was Börse und Kennzahlen betrifft.

Du vergleichst also ernsthaft ein ganzes Branchen KUV mit einem einzelnen KUV einer AG!

Deine in der Tabelle angeführten Branchen haben im Jahr vielleicht ein Wachstum von 3-4%

Die EAK hingegen ist alleine in den erste 9. Monaten des Jahres um 50% beim Umsatz gewachsen.
(und wächst seit Jahren zweistellig)

Das ist wie Äpfel mit Birnen miteinander zu vergleichen.
Du scheinst noch sehr wenig Erfahrung zu haben was den Kapitalmarkt betrifft.
Anders ist dieser völlig sinnlose Vergleich von dir nicht zu erklären.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.351.162 von katjuscha-research am 27.08.19 14:49:21Naja, ich sehe nicht so sehr das Problem, dass die gut Ausgebildeten nicht ins Risiko gehen wollen. Es fehlen doch vor allem Azubis und Gesellen in den Handwerksbetrieben. Auf körperliche Arbeit hat kein junger Mensch (Deutscher) mehr Bock und die Zugewanderten haben die Grundprinzipien nicht drauf - Sprache, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Gründlichkeit. Mathe geht auch nicht, Lesen und Schreiben ebenso wenig. Was die Unternehmen/Handwerker da am markt angeboten bekommen, ist eine Vollkatastrophe, schon seit Jahren. Und das weiß ich nicht aus dem Trash-TV, sondern weil ich im Bekanntenkreis einige selbständige Handwerker und Unternehmer habe, die seit Jahren keine Leute mehr finden. Die nehmen keine weiteren Aufträge mehr an, weil sie die schlicht abarbeiten können. Und da ist es völlig egal, ob der Auftraggeber der Staat oder eine Firma oder ein Privatmann ist. Keine Leute, keine Arbeitsleistung, kein Ergebnis.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.352.080 von sirmike am 27.08.19 16:33:32Ob man das jetzt am "ins Risiko gehen" festmacht oder an "sie haben keinen Bock auf schwere Arbeit" sei mal dahingestellt. Letzteres find ich etwas vermessen. Ich kenne auch genug Leute, die durchaus arbeiten wollen, aber eben schlicht in der Schule/Fachhochschule nicht auf diesen Weg hin zu technischen und handwerklichen Berufen gebracht wurden. Das hat was mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und der Medienlandschaft zu tun. Aber das sie nicht arbeiten wollen, mag auf manche zutreffen, aber ist pauschal sicherliuch Unsinn, genau wie übrigens deine Aussage zu Zuwanderern, die angeblich unpünklich, unzuverlässig und ungenau wären. Da hab ich in meinem näheren Bekanntenkreis aber andere Erfahrungen gemacht. Gerade die Handwerksbetriebe profitieren aktuell sehr von Polen aber auch Syrern, die diese Jobs gerne und gut machen. Ansonsten ließe sich teilweise der Betrieb gar nicht mehr am Leben erhalten.

Aber grundsätzlich stimmst du mir ja eigentlich zu. Es fehlt an Leuten!!! Aber die Ursache ist doch wesentlich, um daran etwas zu ändern. Du scheinst da zu denken, Deutsche sind grundsätzlich nicht mehr arbeitssam und Ausländer wären unzuverlässig und ungenau. Ich sag, sowas kann man durch Bildung und auch bestimmte Anreize ändern. Eine andere, fast biologische Denkweise wäre ja fahrlässig. Dann könnten wir das Land auch gleich aufgeben.
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