Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots (Seite 5155)

eröffnet am 18.12.04 19:37:36 von
neuester Beitrag 08.03.21 22:56:16 von


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24.01.21 11:31:51
Beitrag Nr. 51.541 ()
@KC: Chapeau, tolles Posting, ich will nicht wissen wieviel Zeit dich das zu schreiben und recherchieren gekostet hat. Insbesondere gehst Du auf Anmerkungen aus dem Forum ein und begründest sachlich deine Meinung. Solche Beiträge verbessern meine Prognosen enorm, vielen Dank.

Zu SGS: Die meisten Punkte kann ich nur bestätigen. In Details habe ich eine andere Meinung, aber das ändert nichts an der grundlegenden Investitionsidee. Einen Hinweis habe ich noch: Die Mutter Mutares ist bei etwa 3 € eingestiegen und hat Ihren Anteil ausgebaut. Vorgabe der Mutter ist etwa das 6-8 fache des eingesetzten Kapitals wieder herauszuholen. Und wenn das jemand einschätzen können sollte, dann doch die Mutter : ). Kursziel der Mutter wäre also bei 18-24 €.

Zu AT&S: Die Aktie hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, ist mir auch schon fast zu groß. Ich habe mir die Zahlen mal genauer angeschaut. Prinzipiell finde ich deine Story gut. Das Unternehmen hat Kapital und steckt es in ein neues Produkt, bzw. erweitert ein altes. Sie scheinen den Markt gut einschätzen zu können. Allerdings muss man bei der Aktie auch dazu sagen, dass hier ein höheres Risiko besteht wenn der Bedarf nicht so eintritt wie prognostiziert. Hier werden schon recht hohe Summen (~500 Mio. €) investiert. Zum 10er KGV: Ich glaube Du hast nicht das KGV sondern das EBITDA gemeint. Das KGV lag ja eher bei 70 und wird dieses Jahr nur etwas besser. Zumindest habe ich das so auf Grund der letzten Verföffentlichungen verstanden. Bei einem KGV von 10 würde ich hier sofort einsteigen...
"Die EBITDA Marge soll auf 25-30 % steigen"... Ich würde hier von 25% ausgehen. Die alten Produkte dürften wohl bei etwa 20% bleiben. Die neuen bei 30%. Da die Umsatzanteile etwa bei 50/50 liegen ist ein 25% EBITDA im Rahmen der Ungewissheiten recht wahrscheinlich. Auf der Basis und mit der Umsatzverdopplung würd ich schätzen, dass ein Faktor von 2,5 bei plangemäßem Verlauf wahrscheinlich ist. Das wären jährliche Steigerungen von 25,7%, das ist schon sehr interessant.
Ich setze die AT&S mal auf die watchlist. Mir fällt die Einschätzung schwer, da für mein Modell entscheidend ist wieviel Ergebnis pro Aktie zu erwarten sind. Das ist bei den hohen unregelmäßigen Investitionen schwer einzuschätzen. Das macht die Aktie andererseits wieder interessant, da der Markt Risiko meidet... Ach ja, alles nicht so einfach.
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24.01.21 12:36:34
Beitrag Nr. 51.542 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.581.289 von Lynvestor am 24.01.21 11:31:51
AT&S: "Corona beschleunigt die Digitaliserung auf der Zeitachse um 10 Jahre!"
Zitat von Lynvestor: @KC: Chapeau, tolles Posting, ich will nicht wissen wieviel Zeit dich das zu schreiben und recherchieren gekostet hat. Insbesondere gehst Du auf Anmerkungen aus dem Forum ein und begründest sachlich deine Meinung. Solche Beiträge verbessern meine Prognosen enorm, vielen Dank.

Zu SGS: Die meisten Punkte kann ich nur bestätigen. In Details habe ich eine andere Meinung, aber das ändert nichts an der grundlegenden Investitionsidee. Einen Hinweis habe ich noch: Die Mutter Mutares ist bei etwa 3 € eingestiegen und hat Ihren Anteil ausgebaut. Vorgabe der Mutter ist etwa das 6-8 fache des eingesetzten Kapitals wieder herauszuholen. Und wenn das jemand einschätzen können sollte, dann doch die Mutter : ). Kursziel der Mutter wäre also bei 18-24 €.

Zu AT&S: Die Aktie hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, ist mir auch schon fast zu groß. Ich habe mir die Zahlen mal genauer angeschaut. Prinzipiell finde ich deine Story gut. Das Unternehmen hat Kapital und steckt es in ein neues Produkt, bzw. erweitert ein altes. Sie scheinen den Markt gut einschätzen zu können. Allerdings muss man bei der Aktie auch dazu sagen, dass hier ein höheres Risiko besteht wenn der Bedarf nicht so eintritt wie prognostiziert. Hier werden schon recht hohe Summen (~500 Mio. €) investiert. Zum 10er KGV: Ich glaube Du hast nicht das KGV sondern das EBITDA gemeint. Das KGV lag ja eher bei 70 und wird dieses Jahr nur etwas besser. Zumindest habe ich das so auf Grund der letzten Verföffentlichungen verstanden. Bei einem KGV von 10 würde ich hier sofort einsteigen...
"Die EBITDA Marge soll auf 25-30 % steigen"... Ich würde hier von 25% ausgehen. Die alten Produkte dürften wohl bei etwa 20% bleiben. Die neuen bei 30%. Da die Umsatzanteile etwa bei 50/50 liegen ist ein 25% EBITDA im Rahmen der Ungewissheiten recht wahrscheinlich. Auf der Basis und mit der Umsatzverdopplung würd ich schätzen, dass ein Faktor von 2,5 bei plangemäßem Verlauf wahrscheinlich ist. Das wären jährliche Steigerungen von 25,7%, das ist schon sehr interessant.
Ich setze die AT&S mal auf die watchlist. Mir fällt die Einschätzung schwer, da für mein Modell entscheidend ist wieviel Ergebnis pro Aktie zu erwarten sind. Das ist bei den hohen unregelmäßigen Investitionen schwer einzuschätzen. Das macht die Aktie andererseits wieder interessant, da der Markt Risiko meidet... Ach ja, alles nicht so einfach.


Zu STS: Ich denke unser Case stimmt weitgehend. Ob wir die 18-24 Euro sehen schliesse ich nicht aus. Bekanntlich gibt es ökonomische Unsicherheiten, die man in den Case einbauen sollte. Wenn es besser kommt, so wirst Du und ich nichts dagegen haben. Ich jedenfalls habe auch kein Problem damit die 24 Euro fundamental zu begründen.

zu AT&S: Ich sprach vom Angebotsdefizit bei IC-Substraten und den High-End Markt, den AT&S bedient. Vielleicht hast 'Du die aktuelle Situation noch nicht wahrgenommen, was bereits aktuell passiert. Die globale Automobilindustrie muss die Bänder anhalten, weil die Vorlieferanten die Chips, IC-Substrate nicht liefern können. Das führt dazu, das man an der Preisspirale drehen kann. Das ist auch der Grund, weshalb zuletzt die Kursziele für AT&S um 50 % angehoben wurden, das EPS für das im Juli 21 beginnenende 'GJ wurden auf 3 Euro angehoben. Dieser Zustand wird sich über Jahre hinziehen, da der Aufbau neuer Kapazitäten Jahre Vorlauf in Anspruch nimmt. Die Pläne von AT&S hatte ich ausgeführt über die nächsten Jahre:

Hier mal stellvertretend ein Beitrag über die aktuelle Situation. Das Netz ist voll davon:

Nan Ya, Kinsus, verzeichnen aufgrund der starken Nachfrage nach IC-Substraten im vierten Quartal 20 ihren Höhepunkt
Jay Liu, Taipeh; Willis Ke, DIGITIMES Freitag, 8. Januar 2021 0 Dropdown umschalten
Die IC-Substratlieferanten Nan Ya PCB und Kinsus Interconnect Technology verzeichneten beide ihren Umsatz im vierten Quartal 2020 auf dem Höhepunkt des Jahres. Dies wurde durch höhere Preise gestützt, die von Kunden angeboten wurden, um nach einem Brand Ende Oktober in Unimicrons Werk in Nordtaiwan nach mehr Kapazitätsunterstützung zu suchen zu Industriequellen.

Der Umsatz von Nan Ya stieg im vierten Quartal sequenziell um 4,57% und gegenüber dem Vorjahr um 25,19% auf 10,986 Mrd. NT $ (392,36 Mio. US $), und der Jahresumsatz für 2020 stieg gegenüber dem Vorjahr um 23,86% auf 38,513 Mrd. NT $. Die Dezember-Umsätze stiegen sequenziell um 2,15% und gegenüber dem Vorjahr um 23,81% auf ein Neunjahreshoch von 3,731 Mrd. NT $, was auf die starke Nachfrage nach ABF- und BT-Substraten zurückzuführen ist.

Da die Nachfrage nach ABF-Substraten, Kfz-Leiterplatten und anderen traditionellen Anwendungen im ersten Quartal 2021 weiterhin stark sein wird, wird Nan Ya regelmäßig Produktionsmitarbeiter für die Neujahrsfeiertage im Februar bereitstellen. Das Unternehmen wird im ersten Quartal in seinem Werk in Kunshan, China, eine Kapazitätserweiterung von 10% für ABF-Substrate abschließen und den Einsatz im BT-basierten SiP-Substratsegment vertiefen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

In Kinsus stieg der Umsatz im vierten Quartal sequenziell um 9,8% und im Jahresvergleich um 21% auf ein Rekordhoch von 7,548 Mrd. NT $. Der Umsatz im Jahr 2020 stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,4% auf 27,098 Mrd. NT $.

Kinsus hat nicht nur robuste Lieferungen von ABF-Substraten an große US-amerikanische Anbieter von GPU- und FPGA-Chips aufrechterhalten, sondern auch erhebliche Aufträge für BT-Substrate von Anbietern mobiler SoCs wie Qualcomm und MediaTek erhalten, seit das Feuer in Unimicrons Werk zur Herstellung von FCSCP auf BT-Basis ausbrach Substrate für die Verarbeitung von Mobilteil-APs, so die Quellen. Das Unternehmen werde im Jahr 2021 eine weitere Wachstumsdynamik bei den Lieferungen von ABF- und BT-Substraten verzeichnen.

https://www.digitimes.com/news/a20210108PD209.html

Fazit: Der AT&S CEO wird zitiert aus einem jüngeren Interview. Corona bewirkt das die Umsetzung der Digitalisierung auf der Zeitachse um 10 Jahre beschleunigt wird. Ich denke das drückt die aktuelle Marktlage gut aus.
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24.01.21 13:52:23
Beitrag Nr. 51.543 ()
AT&S.
Grundlegend stimme ich mit der Meinung zu AT & S überein. Hatte AT&S auch in meinen Favoriten für 2021 genannt mit KZ von 36 EUR.
Zu den Zahlen, der aktuellen Marktlage und den daraus resultierenden Chancen ist nahezu auch alles gesagt, möchte auch noch anmerken, dass der Thread zur Aktie auf Ariva durch die User Cicero33 und HZenger hohe Qualität besitzt und durchaus empfehlenswert ist, falls sich jemand da noch tiefer einlesen möchte..
Ich selbst bin seit vielen Jahren bei der Aktie dabei, weil die PS von AT&S schon länger ersichtlich sind, aber man auch aufgrund äußerer, aber v.a. innerer Faktoren, diese oft nicht oder nur teilweise auf dei Straße brachte, beispielsweise Verzögerungen bei Chongqing III.
Positiv: Unterschätzt werden für mich zum Teil immer noch die Forschungsunits in Shanghai und Loeben, die für mich die Basis des Invests sind. Durch diese Chinesisch-Europäische Kombination garantiert man auf Jahre die Qualitätsführerschaft und bindet damit die Top-Kunden wie Apple.
Meine (einzigen) Bedenken beim Investment-Case:
AT&S wächst seit Jahren, das Unternehmen selbst ist für mich aber zu strikt auf Wachstum getrimmt.
Jedes Werk, egal ob jetzt China oder Indien, erfährt nach und nach eine Erweiterung wie zuletzt Chongqing mit Teil III.
Die Finanzierungen belasten entsprechend die Bilanz, sodass die Verschuldung durchaus ein Punkt ist, den man im Auge behalten sollte. Durch den konsequenten Wachstumskurs schiebt man die "Erntezeit" gefühlt seit Jahren vor sich her.
Sicher spielen nun der Coronaeffekt und die aktuelle Marktlage uns Anlegern in die Karten, da man eigentlich gar nicht mehr anders kann, als nun die Erntezeit beginnen zu lassen, jedoch sollte man in Hinterkopf behalten, dass aus meiner Sicht eine erneute Erweiterung eines der Werke nur über eine Kapitalerhöhung zu stemmen wäre.
Ich präferiere, dass die neu geschaffenen Kapazitäten nun zunächst komplett ausgeschöpft werden und sich etablieren. Dadurch sollten die nächsten Jahre eigentlich ein Umsatzwachstum von 15 % + pro Jahr drin sein, bei überproportionalem Gewinnwachstum. Ich meine der CEO hat hier mal Äußerungen Richtung 30 % plus getätigt.
Dadurch sollten auf Sicht von 5 Jahren 4 Eur pro Aktie drin sein, WENN man sich nicht erneut durch hohe Investitionen selbst einschränkt.
Die Frage, die sich stellt, ist: Sind die hohen Investitionskosten fortlaufend von Nöten, um den Qualitätsstandard zu halten und damit u. a. Apple zu binden, und wann würde dann die nächste Investitionsrunde beginnen? Lässt sich durch das Setzen der Benchmark auch ein besserer Endpreis erzielen, oder würde das ein Abwandern der Premiumkunden zur Folge haben?

Gruß
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24.01.21 14:27:47
Beitrag Nr. 51.544 ()
Ich muss zugeben ich kann die AT&S noch nicht so gut einschätzen. Ich hatte das KGV auf das aktuelle bzw. vergangene GJ bezogen. Ein EPS von 3 wäre schon sehr stark. Kann sein, dass ein EPS von 3 nächstes Jahr möglich wird. Ist mir nur nicht so ganz klar, wie das mit den Investitionen machbar ist. So wie ich die Folien verstanden habe sollen im GJ20/21 etwa 240 Mio. verwendet werden. Damit blieben noch etwa 250 Mio. für GJ 21/22. Die GJ-Aufteilung finde ich ziemlich verwirrend... Falls wirklich ein EPS von 3 geschafft wird, wäre die AT&S aus meiner Sicht bei dem Gewinnwachstum ein Schnäppchen..
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24.01.21 14:57:49
Beitrag Nr. 51.545 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.582.656 von Lynvestor am 24.01.21 14:27:47
AT&S: Ein paar Indikatoren für die Gewinnentwicklug!
Zitat von Lynvestor: Ich muss zugeben ich kann die AT&S noch nicht so gut einschätzen. Ich hatte das KGV auf das aktuelle bzw. vergangene GJ bezogen. Ein EPS von 3 wäre schon sehr stark. Kann sein, dass ein EPS von 3 nächstes Jahr möglich wird. Ist mir nur nicht so ganz klar, wie das mit den Investitionen machbar ist. So wie ich die Folien verstanden habe sollen im GJ20/21 etwa 240 Mio. verwendet werden. Damit blieben noch etwa 250 Mio. für GJ 21/22. Die GJ-Aufteilung finde ich ziemlich verwirrend... Falls wirklich ein EPS von 3 geschafft wird, wäre die AT&S aus meiner Sicht bei dem Gewinnwachstum ein Schnäppchen..


Man hat im Q1 noch 16 % EBITDA hingelegt. Im Q2 bereits 25 % bei einem EBITDA absolut von 72 Mill. Euro bei 290 Mill. Euro Umsatz. Nun wissen wir das die relativ starke Entwicklung der asiatischen Währung den Überschuss negativ beeinflussen.

Gleichzeitig wissen wir das die aktuelle Ausbaustufe Chonquing seit dem Q2 zur Verfügung steht. Aber: Die 5G Smartphone Releases hatten eine Verzögerung, insofern hat man im Q2 noch nicht in vollen Umfang von der aktuellen Ausbaustufe profitieren können.

Wir wissen: Die Apple Phones laufen besser als prognostiziert und man sprach ja zuletzt davon
das die Prognosen um 20 % zu niedrig angesetzt sein könnten.

Bedeutet: Q3 lief aus vollen Rohren. Wir werden einen Umsatz über 300 Mill. Euro sehen, das EBITDA kann bereits 100 Mill. Euro erreicht haben. Hängt von den zuletzt schwächelnden übrigen Segmenten ab.

Und: Im nächsten GJ wird man über das ganze Jahr die aktuell volle Ausbaustufe nutzen können, einhergehend mit möglicherweise einer Margenausweitung von 25 % EBITDA plus.

Zu den Finanzierungen der Ausbaustufen: AT&S hat das Ziel die Nettoverschuldung unter vom 3-fachen EBITDA zu halten, was sie trotz der immensen Investitionen auch weitgehend schaffen werden.

Und: Man muss mehrere 100 Mill. Euro an Vorleistungen in die Hand nehmen um die Marktchancen
zu nutzen. Was sind da 500 Mill. Euro Nettoschulden, wenn man die ab 24 in einem Jahr fast abbauen kann. Das relativiert die Schuldensituation deutlich.

Hinzu kommt: Man kann nicht alles haben. Keine Neuinvests würde bedeuten Stillstand und Marktopportunitäten könnten nicht genutzt werden. Jeder Investor würde dann zurecht die Strategie und Kompetenz des Unternehmens anzweifeln.

Aber: Sie haben in den letzten Jahren bewiesen, das sie den Markt gut einschätzen und besetzen können. Die aktuelle Situation verdeutlicht die richtige Einschätzung.

Meine Meinung: Sie machen einen guten Job bei AT&S. Die Ausbaupläne waren nicht risikolos, wie Phase I Chonquing gezeigt hat. Mittllerweile beherrschen sie die neue Technik. Das Risiko hat sich damit deutlich reduziert und ist überschaubar.

Gruß
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24.01.21 23:03:55
Beitrag Nr. 51.546 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.573.467 von Kleiner Chef am 23.01.21 11:45:50
Zitat von Kleiner Chef:
Zitat von Aktienangler: Sehr schöner Beitrag von halbgott. Allerdings mit einem gravierenden Tippfehler im ersten Satz:
...
Es muss natürlich Insiderkäufe heißen, nicht Verkäufe.

Auf diese hatten halbgott und ich hier hingewiesen. Wer sich ein wenig in die Situation eingelesen hatte und den Insidern gefolgt ist, konnte hier in 2 Monaten 100% einfahren.


Der Löwe beisst endlich zu. Lange hat es gedauert, ich bin leider nicht dabei. Wie üblich kann man nicht überall dabei sein.

ich gratuliere allen die Sitzfleisch bewiesen haben.

Gruß


ich bedanke mich artig! Wir hatten damals ein wenig gestritten, aber das ist Schnee von gestern. Die Performance mit Deinen Aktien ist fabelhaft, da gratuliere ich auch :rolleyes:
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24.01.21 23:51:47
Beitrag Nr. 51.547 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.582.860 von Kleiner Chef am 24.01.21 14:57:49
AT&S
Ja, läuft momentan schon wirklich alles wie am Schnürchen für AT&S. Bei den iPhone-Verkäufen brummt es im Lockdown, was AT&S als großem Zulieferer natürlich sehr zugute kommt. Durch den 5G-Zyklus dürfte das auch noch etwas weitergehen. Und im Bereich Datacenter hat man mit IC Substraten für Intel genau auf's richtige Pferd gesetzt, wie sich aktuell zeigt (große Knappheit).

Wie Homer richtig schreibt, muss AT&S natürlich immer wieder neue Investments für Kunden wie Apple und Intel stemmen, um technologisch an der Spitze zu bleiben. Diese Kapitalintensität schmälert seit jeher den FCF. Andererseits hat man sich so zur weltweiten Technologieführerschaft hochgearbeitet und enorm an Know-How gewonnen. Das reduziert mittelfristig auch die Konkurrenz.

Die Wahl von Joe Biden ist sicher auch nicht verkehrt für AT&S. Die Demokraten sind, was China angeht, zwar auch nicht zimperlich. Allerdings würden sie vermutlich nicht mutwillig die chinesischen Lieferketten von Apple und Intel kaputtmachen -- bei Trump konnte man sich da nicht so sicher sein.

Ein einschränkender Hinweis zu IC Substraten: Hier herrscht zwar enorme Knappheit gerade nach dem Brand bei Unimicron. Allerdings kann AT&S nicht ohne weiteres kurzfristig neue Kunden beliefern -- egal, wie groß deren Not sein mag (z.B. nach dem Unimicron Brand). Denn in der Industrie muss man qualifiziert sein als Supplier und eine Qualifikation dauert Jahre. OEMs haben oft mehrere Lieferanten, so dass sie bei kurzfristiger Knappheit eher bestehenden Suppliern Zusatzaufträge geben (wenn diese noch eine Schicht drauflegen können).

Bei den IC Substraten sollte man wohl den Großkunden Intel im Auge behalten, der als Launch Customer einen großen Teil der neuen Kapazitäten füllen soll. Im Moment hat Intel für Datacenter-Chips 90% Marktanteil und ist insofern ein perfekter Kunde. Allerdings hat Intel in der Chip-Produktion derzeit enorme Probleme. Sie schaffen die 7nm-Generation nicht, obwohl TSMC und Samsung bereits auf 5nm produzieren und an 3nm arbeiten. Zudem dürfte Konkurrent NVIDA mit großem Schwung auf Basis der ARM-Architektur gegen Intels X86 Datacenter-Chips antreten in Zukunft.

Das ist alles im Moment kein Drama. Intel muss dann halt ggfs. einen Teil der Chips durch TSMC produzieren lassen. Aber das sollte man langfristig vielleicht im Auge behalten.

Die Aktie ist jetzt natürlich zuletzt auch gut gelaufen. Ich habe reduziert, bin aber nach wie vor dabei.
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25.01.21 08:38:52
Beitrag Nr. 51.548 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.576.872 von Kleiner Chef am 23.01.21 18:05:45Der Newsletter von Clinuvel Pharmaceutical wurde veröffentlicht:

Zitat von ODI01: https://www.sharetease.com/index.php?attachments/02333248-pd…/
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25.01.21 12:08:04
Beitrag Nr. 51.549 ()
Leoni
Wollte keiner haben in 2019/20 und jetzt rennen sie in das Papier. Ist mittlerweile eine meiner größeren Positionen.

Der Shift vom Focus auf die Risiken (Qualitätsprobleme) zum Focus auf die Chancen (neue Produkte/Märkte) ist prototypisch. Dazu kommen zu viele, zu langsame Shorties, die ausgequetscht werden wollen.

Bleibe dabei.

Nicht ganz so glücklich bin ich mit meinen Aktionen bei Blackberry. Zu viele verfrühte Verkäufe. Viel Shortsqueeze Aktionen aktuell. Siehe auch Gamestop. Und noch ein paar mehr.

Grüsse Juergen
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25.01.21 12:46:47
Beitrag Nr. 51.550 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.592.358 von Eye2 am 25.01.21 12:08:04
SW Umwelttechnik
Noch ein Shift, diesmal aber eher bei der Firma, weniger bei den Anlegern.

SW Umwelttechnik hat seine Homepage überarbeitet:

https://www.sw-umwelttechnik.com/

war auch dringend notwendig, die alte war schon seeehr introvertiert. Denke auch, dass das einhergeht mit mehr Aktionärsfokussierten und extrovertierteren Denken. Auch das was früher immer gegen die Aktie gesprochen hat - der hohe Spread und die Illiquidität - verbessert sich.

HJ2 2019 + HJ1 2020 hat man 13,52€ Gewinn gemacht, das KGV kann jeder selbst ausrechnen, nach Einmalgewinnen sieht es auch nicht aus.

Wer ebenfalls seine Homepage erneuert hat und wo es ebenfalls notwendig war, ist Deutsche Forfait. Die sind allerdings wie jeder weiss etwas schwer einzuschätzen.

Grüsse Juergen
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