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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots - Die letzten 30 Beiträge



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Auch ich darf mich kurz zur Diskussion um die SW einbringen:

Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal im weiteren Sinn ergibt sich insbesondere bei sperrigen Betonfertigteilen durch die hohen Transportkosten. Die Lieferradien betragen maximal einige wenige hundert km. Insofern verfügt ein Anbieter, der ein relativ neues und effizient arbeitendes Werk hat, über eine Art regionales Monopol. Ansonsten ist das grundsätzlich natürlich ein Produkt, das sich vor allem über den Preis definiert.

Ansonsten kann ich mich meinem Vorredner cicero nur anschließen:
-) Ein Vergleich der Ertragssituation (zwecks Prognostizierbarkeit) mit der Zeit, wo noch das Projektgeschäft vorhanden war, ist nicht zielführend. Man vergleicht dann Äpfel mit Birnen. Abgesehen davon ist eine gewisse Visibilität für die Zukunft aufgrund der EU-finanzierten Förderungen schon da, zumindest im Bereich Wasserschutz (wo aber die höheren Margen vorhanden sind). Dieser Bereich zieht aber gerade erst an.
-) Es gibt erste zarte Anzeichen, dass sich das Unternehmen wieder mehr dem Kapitalmarkt zuwendet. Die Meldung zum 3. Quartal würde jemand, der kein Interesse am Kapitalmarkt hätte, nicht gemacht haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.208.325 von Kleiner Chef am 14.11.18 07:54:53
Zitat von Kleiner Chef: @Cicero: Danke für Deine Infos und historische Aufbereitung
des Unternehmens.

Warum habe ich meine Bedenken bei dem Unternehmen?

1. Die Ertragsentwicklung ist durchaus nicht stetig, insofern
fällt es mir schwer hier einen langfristigen Investmentcase
aufzubauen, der erforderlich wäre.

2. Betonteile hört sich jetzt nicht erotisch an, was das Sortiments-
angebot angeht. Übersehe ich etwas, Alleinstellungsmerkmale?

3. Aktuell bin ich zurückhaltend mit Käufen, wie ich immer wieder
betone. Wenn die Konjunktur in eine Schieflage gerät, dann sind
Unternehmen mit einem solchen Bilanzbild einer Nettoversch. von
60 Mill. Euro zu meiden.

4. Nehmen wir an Dein Szenario des Schuldenabbaus geht auf. Dann
orientiere ich mich mal an des Eigenkapitals. 7 Mio. Market Cap aktuell,
11 Mio. Eigenkapital. Jedes Jahr ein Bewertungsaufschlag von 20 - 30 %?

5. Wenn der jährliche Bewertungsaufschlag 20 - 30 % richtig ist, dann
komme ich zu dem Ergebnis mir andere Werte auszusuchen.

6. Bekannt ist, das die Aktie nicht sehr liquide ist. Das aus meinem
Mund scheint widersprüchlich. Auf der Grundlage meiner bekannten
Depotstruktur aber durchaus nicht.

Das ist so der Kommentar, der mir aktuell einfällt.

Gruß



Zu Punkt 1:

Was verstehst Du unter einer stetigen Ertragsentwicklung? In den letzten 4 Jahren (einschließlich 2018) Jahren gab es Gewinne. Man darf auch nicht vergessen, dass die Verluste davor teilweise auch aus der Währungsentwicklung resultieren. Im nachfolgenden Diagramm sieht man die Ergebnisentwicklung Währungsbereinigt:



Man darf auch nicht vergessen, dass das Projektgeschäft (dieses wurde 2013 verkauft) in den letzten Jahren vor 2013 einen negativen Ergebniseinfluss hatte.

Zu Punkt 2: Natürlich sind Betonteile nicht gerade Sexy. Das mag den ein oder anderen schon von einem Kauf der Aktie abhalten. Soll das jetzt aber wirklich als Kriterium dienen?
Von Alleinstellungsmerkmalen weiß ich nichts. Bekannt ist mir nur, dass sie im Werk Nahe Budapest über eine Fertigungslinie für Spannbetonelemente verfügen. Diese soll die Größte in Ungarn sein. Sehr große Spannbetonelemente können also nur in diesem Werk gefertigt werden.
Marktführerschaften bestehen in verschiedenen Segmenten.

Zu Punkt 3:

Die Nettoverschuldung lag Ende 2017 bei 55,9 Mio und wird am Ende des GJ 2018 um die 50 Mio liegen.

Zu Punkt 4:

Das Eigenkapital wird am Ende des GJ wohl bei 8-9 Mio liegen. Kommt halt dann darauf an, wie es in den nächsten Jahren mit dem Gewinn weiter geht. Der durchschnittliche Free Cash Flow der vergangenen 6 Jahre lag bei 2,4 Mio Euro. Ich wüsste nicht, wieso man in Zukunft nicht mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2 Mio pro Jahr rechnen kann. Damit wäre man in etwa bei dem von Dir erwähnten jährlichen Bewertungsaufschlag von 25% pro Jahr.

Zu Punkt 6:

Die Aktie ist leider nicht wirklich liquide, das stimmt. Das kann und sollte sich aber mit den wohl steigenden Kursen ändern. Es dürfte auch sein, dass das Unternehmen kapitalmarkseitig wieder aktiver wird. Erste Ansätze gibt es bereits. Erstmals seit Jahren wurde ein kurzer Quartalsbericht veröffentlicht. Außerdem hat man bestehenden bekannten Aktionären erstmals den Quartalsbericht per EMail geschickt. Das sind alles erste Anzeichen einer Öffnung. Auf der letzten HV hat man auch angekündigt sich mehr dem Kapitalmarkt zuzuwenden. Eine Gelegenheit könnte die deutlich bessere EK-Quote bilden. Ein mögliches Rating einer größeren Bank steht hier im Raum. Wenn man geratet ist, kann man sich auch wieder den Instis zuwenden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.209.342 von wiener9 am 14.11.18 09:44:55Nichts was man nicht vorher bereits gewusst hätte. Die Neuverhandlung ist doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Eine andere Wahl als früher oder später einzuknicken haben die Italiener eh nicht. Da reicht ein Blick auf den Anstieg der 10 Jährigen ital. Staatsanleihen.
Wird genau so laufen wie bei den Griechen damals.

Warum man gerade in Deutschland so eine Angst vor den Brexit-Verhandlungen hat, ist für mich auch unverständlich. Sitzt die EU am längeren Hebel oder eine May ohne Konzept? Das Land ist tief zerstritten und die Verhandlungen werden seit geraumer Zeit verschoben. Man will geltende Verträge kündigen und sich die Rosinen rauspicken.
Da würde ich auch vor Verzweiflung mit ABBA und dem Song "Dancing Queen" bei meinen Veranstaltungen auftreten.

Wenn alle Leute Krise schreien, passiert meistens wenig ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.206.858 von Be_eR am 13.11.18 18:36:39
Zitat von Be_eR: Aliberto, du gibst hier aber nur die halbe Wahrheit wieder. Um den Vergleich zu den USA auf gleicher Ebene durchzuführen, musst du die Verschuldung gemessen am BIP darstellen. Dies hast du unterlassen.

Trotz gut laufender Konjunktur verschulden sich die USA weiter und die Verschuldung steigt gemessen am (ebenfalls wachsenden) BIP!
In Deutschland gibt es ein leichtes Budgetüberschuss und die Verschuldung gemessen am BIP sinkt. Von 81% des BIP 2010 sinkt sie auf 57% 2019!

Nur mal zur Info für alle, die es vergessen haben: Es gab keine Wiedervereinigung in den USA und auch keine Flüchtlingswellen.

Wo ist hier das Glashaus??


Ich habe hier keinen Vergleich USA versus Deutschland vorgenommen, weder hinsichtlich BIP, Staatsverschuldung, Arbeitslosenquote, Wirtschaftswachstum etc., noch irgendwelcher anderer Daten, sondern lediglich zwei aktuelle Artikel verlinkt und einen Spruch auf einen Politker bezogen.
puuh, möchte gar nicht wissen wie das im DAX heute und die nächsten Tage weiter geht,

Italien igmoriert die EU schlichtweg im Budgetstreit (keine Lösung in Sicht)
England wird den May Brexit Deal wohl scharf zurück weisen, (danach keine Lösung in Sicht)
und die Deutsche Wirtschaft schrumpft gegenüber dem Vorquartal seit ein paar Jahren mal wieder,

dass wir noch neue Tiefs im DAX sehen werden ist mir eigentlich klar, dafür war der Rebound auch viel zu schwach,
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.206.678 von Aliberto am 13.11.18 17:42:29
Zitat von Aliberto: Wie lautet doch der Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten…

BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen nach einer umfassenden Reform der deutschen Unternehmenssteuern eine Absage erteilt und sich in dem Zusammenhang überzeugt gezeigt, dass in den USA auf die dortigen Steuersenkungen zwangsläufig später wieder massive -erhöhungen folgen werden.

Deutschland habe seit der letzten großen Unternehmenssteuerreform unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) "ein sehr wettbewerbsfähiges Unternehmenssteuerrecht", sagte Scholz bei einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung in Berlin. "Das ist unverändert sehr modern in der Grundanlage."

Mit Blick auf die USA warnte Scholz: "Ich würde keiner Steuersenkung glauben, die mit Schulden bezahlt wird." So seien auch die Steuersenkungen unter dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan hinterher "mit riesigen Steuererhöhungen" gegenfinanziert worden. "So kommt es wieder", sagte der deutsche Finanzminister voraus.

Wer in den USAWerestiere, müsse dies berücksichtigen. "Wer also ein langfristiges Investment in den USA macht, sollte die nächste Steuererhöhung, die zwingend aus der jetzigen Steuersenkungsmaßn in den invahme erfolgt, mit einkalkulieren", riet Scholz, "weil natürlich auch die USA trotz der großen Bedeutung, die der Dollar hat, eine Staatsverschuldung von über 100 Prozent, auf die es hinausläuft, nicht ertragen können." Zudem warnte er, der Einstieg in einen internationalen Steuersenkungswettlauf spiele "das Geschäft der Populisten".

.....


Der Scholz ...
das ist doch der, der als Bürgermeister von Hamburg diese großartige Voraussicht bewies als er 2 Jahre Zeit hatte, den G20-Gipfel zu planen !!!
Die Durchführung bzw. die Ereignisse rund um den Gipfel in Hamburg kennen wir alle !

Den Scholz hat die SPD und CDU/CSU dann wohl aufgrund 'guter Eignung und guter Leistung' zum Finanzminister befördert.
Daher also ... die Fähigkeiten von Scholz hinsichtlich der Einschätzung von zukünftigen Entwicklungen ... ich seh da gar keine!
GESCO mit starkem ersten Halbjahr
DGAP-News: Gesco AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Halbjahresergebnis

14.11.2018 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



- Anhaltend hoher Auftragseingang

- Umsatz legt zu, Ergebnis steigt überproportional

- Auch im dritten Quartal Auftragseingang und Umsatz
auf hohem Niveau

- Sommer & Strassburger verstärkt als Hidden Champion
die GESCO-Gruppe

- Ausblick für das Gesamtjahr konkretisiert


Wuppertal, 14. November 2018 - Bei der im Prime Standard notierten GESCO-Gruppe setzte sich nach einem dynamischen ersten Quartal die lebhafte Geschäftstätigkeit auch im zweiten Quartal fort. Insgesamt weist das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 (01.04.2018 bis 31.03.2019) gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang, wachsende Umsätze sowie überdurchschnittlich steigende Ergebniskennzahlen auf.

Der Auftragseingang wuchs im ersten Halbjahr, das operativ die Monate Januar bis Juni der Tochtergesellschaften umfasst, mit 13,3 % kräftig und erreichte 313,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum 276,3 Mio. EUR). Der Umsatz erhöhte sich um 5,7 % von 264,7 Mio. EUR auf 279,9 Mio. EUR. In den Vorjahreszahlen war noch die im Dezember 2017 veräußerte Protomaster GmbH enthalten; organisch, also unter Bereinigung der Vorjahreszahlen um die Werte von Protomaster, betrugen die Wachstumsraten 15,8 % beim Auftragseingang und 7,7 % beim Umsatz.

Die Ergebniskennzahlen stiegen stärker als der Umsatz. So stieg das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) um 17,2 % von 20,4 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR und der Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter wuchs von 10,6 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR, was einem Anstieg von 21,3 % entspricht.

Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht beinhaltet operativ die Monate Januar bis Juni 2018 der Tochtergesellschaften. Im anschließenden dritten Quartal, das operativ die Monate Juli bis September 2018 der Tochtergesellschaften umfasst, lag der Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen mit rund 143 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 131,6 Mio. EUR. Auch der Konzernumsatz erreichte rund 143 Mio. EUR gegenüber 139,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal hat sich damit die Nachfrage auf einem hohen Niveau fortgesetzt.

Die GESCO-Gruppe generierte im ersten Halbjahr nicht nur internes Wachstum, sondern legte mit dem Erwerb der Sommer & Strassburger GmbH & Co. KG auch die Basis für externes Wachstum. Der Entwickler und Fertiger von Prozessanlagen für die Branchen Pharma, Lebensmittel, Wassertechnik und Chemie erwirtschaftet mit rund 130 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 20 Mio. EUR. Nachdem im August die Kaufverträge unterzeichnet wurden, erteilte das Bundeskartellamt im September die Zustimmung zum Erwerb, so dass die Transaktion mittlerweile abgeschlossen wurde.

Auf Basis der aktuell vorliegenden Erkentnnisse hat der Vorstand den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 konkretisiert. Beim Konzernumsatz erwartet die Gesellschaft, auf organischer Basis den oberen Rand der kommunizierten Bandbreite von 550 bis 560 Mio. EUR leicht zu überschreiten. Da Sommer & Strassburger zeitanteilig mit vier Monaten in die Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen wird, kommt zudem ein anorganischer Umsatzzuwachs von rund 6,5 Mio. EUR hinzu. Für den Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter erwartet die Gesellschaft nun ohne Berücksichtigung der Akquisition einen Wert am oder leicht unter dem unteren Rand der in Aussicht gestellten Bandbreite von 26 bis 27 Mio. EUR. Diese Einschätzung ist insbesondere in einer temporären Unterauslastung innerhalb des Segments Ressourcen-Technologie begründet. Der Erwerb von Sommer & Strassburger führt im Jahr des Erwerbs sowohl zu positiven als auch zu negativen Ergebniseffekten. Auf der einen Seite macht sich der zeitanteilige Ergebnisbeitrag des Unternehmens positiv bemerkbar. Auf der anderen Seite belasten Erwerbsnebenkosten sowie die planmäßigen Abschreibungen der aus der Kaufpreisallokation resultierenden Konsolidierungsmehrwerte das Konzernergebnis. Im Saldo wird der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter durch die Akquisition im laufenden Geschäftsjahr mit rund 0,5 Mio. EUR belastet. Im nächsten Geschäftsjahr wird Sommer & Strassburger dann erstmals Umsatz und Ergebnis eines vollen Geschäftsjahres beisteuern.

Ralph Rumberg, Sprecher des Vorstands: "Wir verkennen nicht die Vielzahl der politischen und ökonomischen Risiken, sehen derzeit allerdings keine konkreten Anzeichen für einen signifikanten Rückgang des operativen Geschäfts auf breiter Front. Bei einzelnen Tochtergesellschaften ist punktuell Investitionszurückhaltung seitens der Kunden spürbar, doch insgesamt verzeichnen wir eine robuste Nachfrage. Weiterhin schwierig ist das Geschäft in einigen Bereichen des Segments Mobilitäts-Technologie, doch alles in allem zeigt sich die GESCO-Gruppe in der Breite in solider Verfassung. Mit dem Erwerb von Sommer & Strassburger haben wir die Gruppe zudem nachhaltig mit einem führenden Unternehmen gestärkt, das attraktive und wenig konjunktursensible Märkte bedient."

Vollständige Quartalsmitteilung unter www.gesco.de/berichte.

Wesentliche Kennzahlen des GESCO-Konzerns für das erste Halbjahr
(01.04. bis 30.09.2018) des Geschäftsjahres 2018/2019 nach IFRS:

I. Halbjahr
2018/2019 I. Halbjahr
2017/2018 Verän-derung

Auftragseingang (TEUR) 313.045 276.294 +13,3%
Umsatz (TEUR) 279.883 264.736 +5,7%
EBITDA (TEUR) 35.212 32.560 +8,1%
EBIT (TEUR) 23.869 20.371 +17,2%
Ergebnis vor Steuern (TEUR) 22.741 19.138 +18,8%
Konzernüberschuss
nach Anteilen Dritter (TEUR) 12.804 10.558 +21,3%
Ergebnis je Aktie nach IFRS (EUR) 1,18 0,97 +21,3%
Mitarbeiter (Anz.) 2.497 2.572 -2,9%


Über GESCO
Die GESCO AG ist eine Industriegruppe mit markt- und technologieführenden Unternehmen der Investitionsgüterindustrie mit Schwerpunkten in der Produktionsprozess-Technologie, Ressourcen-Technologie, Gesundheits- und Infrastruktur-Technologie sowie der Mobilitäts-Technologie. Als im Prime Standard börsennotierte Gesellschaft eröffnet die GESCO AG privaten und institutionellen Anlegern den Zugang zu einem Portfolio mit Hidden Champions des industriellen deutschen Mittelstands.

Investor Relations - Oliver Vollbrecht
Tel. 0202 24820-18 - Fax 0202 24820-49
E-Mail: info@gesco.de - Internet: www.gesco.de
SW-Umwelttechnik: KGV von 2 hört sich verlockend an!
@Cicero: Danke für Deine Infos und historische Aufbereitung
des Unternehmens.

Warum habe ich meine Bedenken bei dem Unternehmen?

1. Die Ertragsentwicklung ist durchaus nicht stetig, insofern
fällt es mir schwer hier einen langfristigen Investmentcase
aufzubauen, der erforderlich wäre.

2. Betonteile hört sich jetzt nicht erotisch an, was das Sortiments-
angebot angeht. Übersehe ich etwas, Alleinstellungsmerkmale?

3. Aktuell bin ich zurückhaltend mit Käufen, wie ich immer wieder
betone. Wenn die Konjunktur in eine Schieflage gerät, dann sind
Unternehmen mit einem solchen Bilanzbild einer Nettoversch. von
60 Mill. Euro zu meiden.

4. Nehmen wir an Dein Szenario des Schuldenabbaus geht auf. Dann
orientiere ich mich mal an des Eigenkapitals. 7 Mio. Market Cap aktuell,
11 Mio. Eigenkapital. Jedes Jahr ein Bewertungsaufschlag von 20 - 30 %?

5. Wenn der jährliche Bewertungsaufschlag 20 - 30 % richtig ist, dann
komme ich zu dem Ergebnis mir andere Werte auszusuchen.

6. Bekannt ist, das die Aktie nicht sehr liquide ist. Das aus meinem
Mund scheint widersprüchlich. Auf der Grundlage meiner bekannten
Depotstruktur aber durchaus nicht.

Das ist so der Kommentar, der mir aktuell einfällt.

Gruß
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Im nachfolgenden Diagramm ist übrigens der Grund dafür zu finden, wieso die SW überhaupt in diese Schieflage geraten konnte:



In den Jahren 2005 bis 2007 gab es riesige Investitionen in neue Fabriken. Mit dem darauf folgenden Einbruch der Wirtschaft - insbesondere in Ungarn - rechnete die Unternehmensführung offenbar nicht. Das Unternehmen war auf viel höhere Umsätze ausgerichtet. Außerdem hatte man mit dem Projektgeschäft einen Klotz am Bein. Zusätzlich zu den schwachen Wirtschaften in Osteuropa kam es auch zu stetigen Währungsabwertungen, die das Eigenkapital zusätzlich dahin schmelzen ließ.

Das ist aber alles Schnee von gestern. Mittlerweile läuft das Geschäft wieder hervorragend.

Meiner Ansicht nach ist der Grund - wieso die Aktie noch immer auf dem derzeitigen Niveau steht - der geringe Bekanntheitsgrad. Nach Veröffentlichung der 9-Monatszahlen gab es lediglich eine handvoll Käufer. Normalerweise geht eine Aktie nach einer Verdoppelung der Gewinnprognose durch die Decke. Nicht so die SWUT. Dort wurde gerade einmal die Hälfte eines seit einigen Wochen auf der Ask-Seite befindlichen Aktienpaketes weggekauft. Aktuell gibt es in Wien noch immer etwa 2700 Stk bei 11 Euro zu kaufen.
KC

Ich habe die SW Umwelttechnik - Aktie hier schon mehrmals vorgestellt. Zuletzt hast Du angemerkt, dass Du bei der SWUT eine ähnliche Geschichte und Entwicklung sehen würdest als bei Deiner UET.

Ich habe mir die UET nun ein wenig angesehen und insbesondere Dein letztes Posting dazu gelesen. Ich kann Deinen Investmentansatz bei dieser Aktie verstehen. Es gibt hier tatsächlich einige Paralellen zwischen den beiden Unternehmen.
Beide werden übrigens von Österreichern geführt.
Ich denke allerdings, dass die SWUT in der Entwicklung schon einige Jahre vor der UET ist. Die SWUT schreibt bereits seit 2013 stabile Cash Flows. - siehe dazu das nachfolgende Diagramm:



Auch werden seit mittlerweile 3 Jahren Gewinne geschrieben. In 2018 werden die höchsten Gewinne seit 20 Jahren erwartet. Siehe dazu das nachfolgende Diagramm:



Die Erwartungen für 2018 ergeben sich aus den letzte Woche veröffentlichten 9-Monatszahlen. Diese Gewinne werden zu 90 % aus dem operativen Geschäft kommen. Es gab zwar einen kleinen Sondereffekt, der einen Buchgewinn von 0,9 Mio bringt, jedoch gibt es auch negative Währungseinflüsse idH von etwa 0,4 Mio. Aus den Gewinnen ergibt sich ein KGV 2018 von weniger als 2 und die Erwartung auf ein Eigenkapital von 8 - 9 Mio Euro, was eine Verdoppelung entsprechen würde.

Es ist natürlich richtig, dass die UET geringer verschuldet ist. Die SWUT baut jedoch stetig - der 15-jährigen Tilgungsvereinbarung entsprechend - ihre Finanzschulden ab. Ich habe daher ein Diagramm über den Verlauf des erwarteten Schuldenabbaus erstellt:



Meiner Ansicht nach ist der Weg bei der SWUT klar vorgezeichnet.

Nicht vergessen darf man bei der SWUT auch noch die hohen stillen Reserven, die in Form von unterbewerteten Grundstücken vorhanden sind. Hier gäbe es ein Aufwertungspotential von 15-20 Mio.
und die nächste Gewinnwarnung eben auf meiner watchlist,
shop-apotheke

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-11/4526842…

Die Online-Apotheke senkte ihr Profitabilitätsziel für das laufende Jahr und erwartet nun eine rückläufige bereinigte Ebitda-Marge von bis zu minus 2 Prozent. Bislang wurden minus 0,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Das erinnert ja fast schon wieder an neuer Markt Zeiten, wie kann man das Profitabilitätsziel von minus 0,5 auf minus 2% senken??
richtig müsste es doch heißen das Verlust Ziel wird von 0,5 auf 2 erhöht..............

naja egal, erneut hat mich mein Bauchgefühl die letzten 12 Monate nicht enttäuscht, hatte wirklich mehrmals darüber nachgedacht ob der tollen Wachstumsraten einzusteigen,
was mich aber immer wieder störte war die Tatsache dass die trotz 600 Mio. Jahresumsatz immer nur Verluste schrieben, das ist dann nichts für mich,

ich bin ja auch gerne einer der Wachstumsraten von 50-60% bei Werten hinaus posaunt, aber immer vor dem Hintergrund dass auch der Gewinn dabei deutlich mit ansteigt,
profitables Wachstum ist einer der wichtigsten Begriffe überhaupt an der Börse, und das gilt umso mehr in etwas stürmischeren Zeiten,
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.206.678 von Aliberto am 13.11.18 17:42:29Aliberto, du gibst hier aber nur die halbe Wahrheit wieder. Um den Vergleich zu den USA auf gleicher Ebene durchzuführen, musst du die Verschuldung gemessen am BIP darstellen. Dies hast du unterlassen.

Trotz gut laufender Konjunktur verschulden sich die USA weiter und die Verschuldung steigt gemessen am (ebenfalls wachsenden) BIP!
In Deutschland gibt es ein leichtes Budgetüberschuss und die Verschuldung gemessen am BIP sinkt. Von 81% des BIP 2010 sinkt sie auf 57% 2019!

Nur mal zur Info für alle, die es vergessen haben: Es gab keine Wiedervereinigung in den USA und auch keine Flüchtlingswellen.

Wo ist hier das Glashaus??
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.206.678 von Aliberto am 13.11.18 17:42:29
Zitat von Aliberto: Wie lautet doch der Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen
.




Ich kenn den Spruch irgendwie anders :

Wer im Glashaus sitzt, er sollte im Keller vögeln. :look:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.203.432 von Aliberto am 13.11.18 10:59:52Wie lautet doch der Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten…

BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen nach einer umfassenden Reform der deutschen Unternehmenssteuern eine Absage erteilt und sich in dem Zusammenhang überzeugt gezeigt, dass in den USA auf die dortigen Steuersenkungen zwangsläufig später wieder massive -erhöhungen folgen werden.

Deutschland habe seit der letzten großen Unternehmenssteuerreform unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) "ein sehr wettbewerbsfähiges Unternehmenssteuerrecht", sagte Scholz bei einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung in Berlin. "Das ist unverändert sehr modern in der Grundanlage."

Mit Blick auf die USA warnte Scholz: "Ich würde keiner Steuersenkung glauben, die mit Schulden bezahlt wird." So seien auch die Steuersenkungen unter dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan hinterher "mit riesigen Steuererhöhungen" gegenfinanziert worden. "So kommt es wieder", sagte der deutsche Finanzminister voraus.

Wer in den USA investiere, müsse dies berücksichtigen. "Wer also ein langfristiges Investment in den USA macht, sollte die nächste Steuererhöhung, die zwingend aus der jetzigen Steuersenkungsmaßnahme erfolgt, mit einkalkulieren", riet Scholz, "weil natürlich auch die USA trotz der großen Bedeutung, die der Dollar hat, eine Staatsverschuldung von über 100 Prozent, auf die es hinausläuft, nicht ertragen können." Zudem warnte er, der Einstieg in einen internationalen Steuersenkungswettlauf spiele "das Geschäft der Populisten".

https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten…

BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesrechnungshof hat die Haushaltsplanung der Regierung kritisiert, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "Eine expansive Ausgabenpolitik und ausbleibende Konsolidierung nehmen dem Haushalt die Luft zum Atmen", sagte Rechnungshofs-Präsident Kay Scheller in Berlin, wo er die "Bemerkungen 2018" seiner Behörde vorstellte. Die günstigen Rahmenbedingungen für den Bundeshaushalt erzeugten eine "Scheinsicherheit". Tatsächlich gerate das Budget aber immer stärker unter Druck.

"Notwendig ist eine Strategie für eine nachhaltige Finanzpolitik", forderte Scheller deshalb. Sie müsse Schwerpunkte auf zukunftsbezogene Ausgaben legen, steuerliche Subventionen und sonstige Vergünstigungen auf den Prüfstand stellen, Kernbereiche im Haushalt finanziell auf Dauer absichern und das gute wirtschaftliche Umfeld nutzen, um echte Haushaltsspielräume zu schaffen. "Dazu gehört auch der Einstieg in den Schuldenabbau, denn das niedrige Zinsniveau wird nicht ewig so bleiben."

Mit dem Haushalt 2019 plant Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zum fünften Mal in Folge eine "schwarze Null", also ein ausgeglichenen Etat ohne Nettokreditaufnahme. Nach den abschließenden Beratungen des Bundestages sollen die Ausgaben und Einnahmen kommendes Jahr je 356,4 Milliarden Euro betragen - ein Zuwachs um 3,7 Prozent gegenüber dem Plan für 2018.

Der Rechnungshof bemängelte aber, die schwarze Null solle "ohne Konsolidierungsschritte erreicht werden". Stattdessen seien zusätzliche Ausgaben und steuerliche Entlastungen vorgesehen: Vor allem im Sozialbereich mit weiteren Leistungsverbesserungen bei der Rente, wie der Mütterrente 2 und der Festschreibung einer doppelten Haltelinie sowie zur Unterstützung von Länderaufgaben insbesondere im Bereich von Kitas, der schulischen Bildung und der sozialen Wohnraumförderung. Eine umfassende kritische Bestandsaufnahme des Bundeshaushalts finde hingegen nicht statt.

Herausforderungen wie der demografische Wandel, Erhalt und Modernisierung der Infrastruktur, wachsende Hilfen für Länder und Gemeinden, ein Wegfall des Solidaritätszuschlags sowie Risiken auf europäischer Ebene machten eine nachhaltige finanzwirtschaftliche Strategie notwendig, betonte Scheller. "Hierzu sollten die Ausgaben und die zahlreichen steuerlichen Vergünstigungen für verschiedene Interessengruppen einer kritischen Überprüfung unterzogen werden", forderte der Präsident des Bundesrechnungshofes.
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Tom Tailor heute auf Allzeit Tief und Minus 15%
das gleiche Bild bei Gerry Weber,

im Mode Sektor hagelt es weiterhin eine Gewinn und Umsatz Warnung nach der anderen,
der Sektor ist schwer krank und wir werden da noch viele Pleiten die nächsten 12-24 Monate sehen,
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.205.235 von Rainolaus am 13.11.18 14:07:15dann hoffen wir mal dass dieser Indikator diesmal nicht stimmt,

denn falls doch erwartet uns wohl die nächsten 12-24 Monate eine Rezession,
Top Bildung des Indikators in 2019 und danach Rezession..........

Antwort auf Beitrag Nr.: 59.204.305 von Kleiner Chef am 13.11.18 12:30:39Ich hatte geschrieben, whole Sales ist zu vernachlässigen.

New Business ist natürlich wichtiger, aber bei weitem nicht so wichtig für Nettogewinn und Cashflow wie der Bereich Geschäftskunden. Im Grunde geht's ja auch nur um Nacamar, die den Turnaround wohl schafften. da würde Ecotel 100% profitieren, während bei Easybell die Minderheiten halt stark ins Kontor hauen.

An meiner Tabelle bei ariva.de zu den einzelnen Quartalen siehst du ja, dass sich New Business sich sehr gut entwickelt, mit allein etwa 1,5 Mio steigendem Rohertrag von 2016 auf 2018, obwohl der Umsatz nur 0,8 Mio gestiegen ist. Aber ich denke mal unterm Strich bleiben Ecotel davon vielleicht 0,5 Mio € Gewinnanstieg, und das auch nur, weil Nacamar sich in dem Zeitpunkt im Turnaround/Restrukturierung befand. Diesen überproportionalen Gewinnanstieg wird es daher in der Form in dem Segment nicht wieder geben, sondern da müsste dann entsprechend der Umsatz deutlicher steigen. Der Hebel dürfte daher verhältnismäßig gering sein, jedenfalls im vergleich dazu, was in B2B theoretisch möglich ist. Aber auch im B2B muss Ecotel erstmal liefern. Bisher find ich das enttäuschend.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.204.200 von katjuscha-research am 13.11.18 12:18:47
Ecotel: New Business zu vernachlässigen?
Zitat von katjuscha-research:
Ecotel: Langsam geht es voran!

mit leicht steigender Ertragstendenz. Aus meiner
Sicht in Line. Die nächsten Quartale werden spannend …



Ich hab zu Ecotel was in den entsprechenden Thread bei Ariva.de geschrieben.

Aus meiner Sicht geht's leider nicht wirklich voran. Ertrag auf Konzernebene ist ganz okay, also inline. New Business ist umsatzseitig auch weiter gut bis sehr gut. Whole Sale ist eh zu vernachlässigen.

Aber all das ist für den Investmentcase eher unwichtig. Alles steht und fällt mit dem Wachstum im B2B Segment. Und das ist für meinen Geschmack mit knapp 2% (gelinde gesagt) ausbaufähig. Ich geh natürlich weiter davon aus, dass es ab 2019 voran geht. Aber die Zeit der Ausreden ist dann auch vorbei.


Bin noch nicht dazu gekommen mir den Bericht anzuschauen. Aber das was im B2B Bereich möglich ist, ist auch im Segment Easybell möglich. Die Ausgangssituationen sind andere, aber in beiden Segmenten bestehen Ertragshebel. Insofern ist für mich Easybell auch interessant die Entwicklung zu verfolgen.

Gruß
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.201.968 von Kleiner Chef am 13.11.18 08:45:32
Ecotel: Langsam geht es voran!

mit leicht steigender Ertragstendenz. Aus meiner
Sicht in Line. Die nächsten Quartale werden spannend …



Ich hab zu Ecotel was in den entsprechenden Thread bei Ariva.de geschrieben.

Aus meiner Sicht geht's leider nicht wirklich voran. Ertrag auf Konzernebene ist ganz okay, also inline. New Business ist umsatzseitig auch weiter gut bis sehr gut. Whole Sale ist eh zu vernachlässigen.

Aber all das ist für den Investmentcase eher unwichtig. Alles steht und fällt mit dem Wachstum im B2B Segment. Und das ist für meinen Geschmack mit knapp 2% (gelinde gesagt) ausbaufähig. Ich geh natürlich weiter davon aus, dass es ab 2019 voran geht. Aber die Zeit der Ausreden ist dann auch vorbei.
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.198.974 von Wertefinder1 am 12.11.18 19:00:57
Zitat von Wertefinder1: Völlige Fehlbewertung der Lage meiner Meinung nach.

Der Trump lässt das Haushaltsdefizit in unverantwortlicher Weise noch schneller steigen als ohnehin schon. Im laufenden Jahr wird das BIP-Defizit der USA bei 5,2 % verortet - Italien will dagegen maximal 2,4 % machen. 2020 werden die USA mehr als 10 % aller Staatsausgaben für Zinszahlungen ausgeben müssen. Das beunruhigt erstaunlicherweise keinen Investor - jedenfalls wird nicht darüber breiter berichtet. Dazu heizt Trump die Inflation mit seinem Strafzollwahn an.

Das mündet in höheren Zinsen allgemein in den USA und in höheren Zinssätzen für US-Staatsanleihen, die auf ähnlichem Niveau wie Italien notieren. Auch das beunruhigt erstaunlicherweise keinen Investor - jedenfalls wird nicht darüber breiter berichtet.

Also gewissermaßen Happy-Hour vor der heftigen Katerstimmung. Schon Anfang 2019 muss die US-Schuldenobergrenze wieder erhöht werden - das wird Diskussionen geben. Wozu setzt man sich eine Grenze, wenn man sie niemals einhält? - In der EURO-Zone gibt es immerhin das Defizitverfahren wie jetzt bei Italien.

Ergo insgesamt ist die Lage in der EURO-Zone viel besser als in den USA. Nur die Stimmung - die ist in den USA besser. Aber das kennt man ja von Parties, wo die bereits angetrunkenen - hier die US'ler - auch schon bester Stimmung sind. Siehe oben der Kater der folgt.


Soll übersetzt heißen, Du würdest eher eine 10-jährige-italienische Staatsanleihe mit einer Rendite von 3,4% kaufen statt einer 10-jährigen-US-Anleihe mit einer Rendite von 3,2% ??

Wie sind denn die Arbeitslosenquoten, das Wirtschaftswachstum, die Inflation, die politischen Verhältnisse und die politische Stellung weltweit im Vergleich ? Wie hoch ist denn das prozentuale Staatsdefizit im Vergleich ?! Wie international stark sind denn die jeweils größten Unternehmen im Vergleich (da würde mir noch nicht einmal ein international einflussreiches italienisches Unternehmen spontan einfallen !) ? Wie ist denn die aktuelle finanzielle Situation bei den größten Banken in den USA im Vergleich zu Italien (bei italienischen Banken ist allerallerhöchste Vorsicht geboten !!!) ! Etc. etc.

=> Ergo insgesamt ist die Lage in der EURO-Zone viel besser als in den USA. => da bin ich aber mal ganz ganz anderer Meinung !!

Hast Du Dir eigentlich den Haushaltsentwurf der Italiener mal genauer angesehen ?; u.a. Senkung des Renteneintrittsalters von derzeit 67 auf 62 Jahren !! Schwachsinn hoch 10 und das geplante Defizit von 2,4% ist laut vieler Experten noch deutlichst "schöngerechnet" !

Und über das europäische Defizitverfahren brauchen wir jetzt hier wirklich nicht anfangen zu diskutieren, dies ist ein zahnloser Tiger und wird sowieso irgendwie wieder aufgeweicht; genau so wie die ursprünglich mal vereinbarten Maastricht-Kriterien => hat sich doch auch kein europäischer Staat jemals exakt dran gehalten -selbst Deutschland und Frankreich nicht- und es wurden immer Ausnahmen gemacht bzw. erlaubt!!
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Ecotel, Paragon und S&T: Die Zahlensaison in vollem Gange!
Ecotel: Langsam geht es voran!

mit leicht steigender Ertragstendenz. Aus meiner
Sicht in Line. Die nächsten Quartale werden spannend in Verbindung
mit einem deutlich steigenden All-Ip-Produktanteil und deutlich
höherer Wertschöpfung:


https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11008585-dgap-new…


Paragon: Zahresziel in Gefahr?

Wenn ich die Zahlen von Paragon bewerte, so stelle ich fest
wird es schwer die Jahresziele zu erreichen, sowohl hinsichtlich
Umsatz als auch Ertrag. Hier spielt auch der (verspätete)
Konsolidierungszeitpunkt der Übernahmen eine Rolle. Schauen
wir mal was der Markt daraus macht:

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11008426-dgap-new…

S&T enttäuscht über die gestrige Kursreaktion!

Wir hatten es gestern schon. Die Bewertung ist ambitioniert, trotz
Anhebung der Ziele zeigt sich Hannes enttäuscht von der Marktreaktion:

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11008543-s-t-ag-s…

Gruß
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.200.801 von Wertefinder1 am 12.11.18 22:44:05
Zitat von Wertefinder1: Der Crash ist längst schon geschehen. In einer Dramatik wie er nur selten vorkommt. Das Problem ist: Man sieht ihn nicht in den Indizes.

Es gibt haufenweise Aktien, die 2018 50, 60 % und mehr verloren haben und sehr günstig bewertet sind. Sogar günstiger als 2009 - nicht nominell, sondern von der Bewertung her. Denn damals gab es ja eine heftige Rezession und viele Firmen rutschten in die Verlustzone. Heute schreibt manche von den abgestürzten Werten sogar Redkordgewinne wie seit 2009 nicht mehr. Das ist total krass wenn man genauer hinschaut.

Nur es gibt eben auch diese abstrus überteuerten Werte. Den ETF-Boom der viele schon große (Index)-Werte oder Hype-Werte immer weiter aufgepumpt hat - Extrembeispiel Nvidia. Zwar schon die letzten Wochen von 290 auf 190 USD runtergekommen - aber immer noch KUV KBV von über 10.


@wertefinder1 ich glaub ich hab zwar schon mal gefragt, welche Werte sind denn heuer so riesig eingebrochen, sodass sie auch den Wert den sie vor ca 1.5 -2 Jahren hatten signifikant unterschritten haben? (von automotive suppliern vielleicht etwas abgesehen). ich suche, wirklich gefunden hab ich wenig... viele der stark eingebrochenen Werte sind halt im letzten Jahr sehr gut gelaufen und nun auf ein vernünftiges faireres Niveau runter (und vielleicht schlägt das Pendel auch ein wenig weiter aus, ist halt so)
nimm einhell her, norcom, diverses wie vectron, mvise, etc. und klammere gedanklich sachen mit einer grossen Differenz zum nav aus wo der angegebene nav halt irgendeine Zahl ist wie bei mutares oder german startup group bei denen man auch zweifel an den interessen des Managements haben kann (was nicht heisst dass bei diesen nicht jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt ist. aber ists ein investment mit Perspektive auf mehrere Jahre?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.200.513 von Mustang66 am 12.11.18 21:52:28Der Crash ist längst schon geschehen. In einer Dramatik wie er nur selten vorkommt. Das Problem ist: Man sieht ihn nicht in den Indizes.

Es gibt haufenweise Aktien, die 2018 50, 60 % und mehr verloren haben und sehr günstig bewertet sind. Sogar günstiger als 2009 - nicht nominell, sondern von der Bewertung her. Denn damals gab es ja eine heftige Rezession und viele Firmen rutschten in die Verlustzone. Heute schreibt manche von den abgestürzten Werten sogar Redkordgewinne wie seit 2009 nicht mehr. Das ist total krass wenn man genauer hinschaut.

Nur es gibt eben auch diese abstrus überteuerten Werte. Den ETF-Boom der viele schon große (Index)-Werte oder Hype-Werte immer weiter aufgepumpt hat - Extrembeispiel Nvidia. Zwar schon die letzten Wochen von 290 auf 190 USD runtergekommen - aber immer noch KUV KBV von über 10.

Ich selbst bin zu 90 % investiert. Aber meist in sehr niedrig bewerteten Firmen. Ich denke, das man bei den derzeit teilweise extremst günstigen Bewertungen zuschlagen muss. Manche Firmen bieten auch attraktive Dividendenrenditen deutlich über 5 %. Da macht man i.d.R. wenig falsch.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.200.621 von Fortknoxi am 12.11.18 22:09:19
Zitat von Fortknoxi: "Wenn man stärker wächst als 8-10%, bestünde gutes Kurspotential ..."
H&A hat S&T in der Vergangenheit sehr gut eingeschätzt, war meistens aber sogar noch etwas zu defensiv. Ihre EPS-Reihe von 2017-2020 ist 0,51; 0,80; 1,11; 1,37! Wenn dies einträte, müßte S&T nach Deiner Meinung also durch die Decke gehen?!
Niederhauser möchte 2023 2 Mrd. Umsatz erreichen bei überproportionaler Ebitda-Steigerung, das sind 15% Umsatzsteigerung p.a. und mehr als 15% Ebitda-Steigerung...
Dazu gibt es natürlich eine Menge Sahne obendrauf: Partner Foxconn, Intel, Microsoft; Übernahmephantasie durch Foxconn; China/Asien-Märkte; Nettocash; Niederhauser mit seiner überragenden Unternehmer-/Börsenvita etc.



Ich weiß natürlich nicht was du unter "durch die Decke gehen" verstehst, aber JA, dann hätte S&T gutes Kurspotenzial. Würde ich dann auf 26-28 € als faires Niveau taxieren.

Allerdings auf Sicht von 2-3 Jahren. Bis dahin kann ja viel passieren, sowohl operativ als auch am Finanzmarkt.

Das Problem haben aber letztlich alle Aktien.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.197.477 von katjuscha-research am 12.11.18 16:53:27"Wenn man stärker wächst als 8-10%, bestünde gutes Kurspotential ..."
H&A hat S&T in der Vergangenheit sehr gut eingeschätzt, war meistens aber sogar noch etwas zu defensiv. Ihre EPS-Reihe von 2017-2020 ist 0,51; 0,80; 1,11; 1,37! Wenn dies einträte, müßte S&T nach Deiner Meinung also durch die Decke gehen?!
Niederhauser möchte 2023 2 Mrd. Umsatz erreichen bei überproportionaler Ebitda-Steigerung, das sind 15% Umsatzsteigerung p.a. und mehr als 15% Ebitda-Steigerung...
Dazu gibt es natürlich eine Menge Sahne obendrauf: Partner Foxconn, Intel, Microsoft; Übernahmephantasie durch Foxconn; China/Asien-Märkte; Nettocash; Niederhauser mit seiner überragenden Unternehmer-/Börsenvita etc.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.199.892 von wiener9 am 12.11.18 20:25:51Du hast mich nicht verstanden. Es fehlt der Ausverkauf damit Leute bereit sind wieder ein zu steigen und wenn dann nur kurz worauf das ganze wieder in den nächsten Abverkauf mündet.

Was soll den bitte die Leute dazu bewegen wieder in dem Markt ein zu steigen? Man hat sich an die Kursschwankungen gewöhnt womit es auch kein Ausverkauf gibt, was einige ermutigen würde in den Markt wieder ein zu steigen. Die deutliche Gefahr dabei ist doch das wenn das so weiter geht zwar du kein Crash siehst aber wir am Schluss dann eine bekommen. Ist vergleichbar wie ein Salami Crash der Scheibchen weise statt findet und jede Erholung wieder abverkauft wird. Dort kann man auch nicht erkennen wo das hin führt erst wenn die Kurs an einem Tag übertrieben stark runter geprügelt werden ist ein Ende meist in Sicht. Nur wo ist das erkennbar bei extrem Kursschwankungen wie wir gerade erleben? Wenn der DAX mal Prozentual mal zweistellig an einem Tag abgibt?

Ich rede nicht davon das wir einen Crash haben oder gerade sehen nur wenn das so weiter geht ist die Diskussion darüber überflüssig weil wir in dann bekommen werden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.198.974 von Wertefinder1 am 12.11.18 19:00:57
S&T nicht billig ,aber mit Perspektive!
Zitat von Wertefinder1: Völlige Fehlbewertung der Lage meiner Meinung nach.

S&T ist alles andere als günstig und sicher auch nicht eines der besten Unternehmen.


Kurs 19€
KGV 19' : 19
EV / EBITDA 19' : 12

Schätzungen:
EPS 18 auf 19: + 35%
EPS 19 auf 20: + 25%

Bis 2025 prognostizieren Forscher dem Markt für die sogenannte Industrie 4.0 mehr als eine Verdoppelung.

Ziel: 2 MRD revenues in 2023
EBITDA to 10%
Bedeutet 200 Mio EBITDA in 2023 bei 12*EBITDA: EV = 2,4 Mrd. (aktuell 1,3 Mrd) wäre in 5 Jahren eine Verdoppelung oder 20 % p.a.

Hannes Niederhauser ist sicherlich auch kein schlechter CEO und wird nicht völlig blind bei 22,50 EUR für 0,5 Mio eigene Aktien gekauft haben..
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.199.802 von Be_eR am 12.11.18 20:19:21natürlich erstmal "nur" weniger Wachstum weshalb ich ja auch grundsätzlich positiv für den Markt gestimmt bin,
aber es wird auch ein paar Länder geben die gerade in die Rezession rutschen, und da muss man erst noch sehen wie hoch die Ansteckungsgefahr ist,

was auch noch niemand sagen kann ist die Frage ob sich ein Abschwung dann immer weiter verstärken kann,

das Jahr 2007 war ganz ähnlich wie 2017, die Wirtschaft brummte wie lange nicht mehr, kaum eine Wolke am Konjunktur Himmel erstmal, und die Indizes 2007 wie auch 2017 auf Rekordniveau,

2008 (2018) begann dann schon deutlich volatiler und ruppiger, die Wirtschaft begann weltweit zu bremsen,
aufgrund der Banken Krise wurde daraus ab Mitte 2008 eine Vollbremsung samt Crash,

ich denke aber wir werden schon die nächsten Monate die Antwort bekommen ob dies aktuell bereits das ende dieses langen Bullenmarktes ist oder es sich nur um eine "normale" Korrektur handelt,
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.199.688 von Mustang66 am 12.11.18 20:08:00weil wir einen richtigen Ausverkauf eben auch noch überhaupt nicht gesehen haben,
und der muss auch noch nicht kommen, das kann noch Jahre dauern,

der letzte Ausverkauf war 2008-2009,
wo es wohl fast alle Aktien mit KGVs von unter 10 gab und jede noch so gute und solide Aktie gefallen ist,

die US Indizes stehen noch immer nahe am Allzeit Hoch, viele auch wir werden mit Ihren Depot Ständen durchaus noch nahe an den Allzeit Hochs sein,

nein, also mehr als eine etwas kräftigere Korrektur ist das bisher nicht,
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