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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots - Die letzten 30 Beiträge



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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.966 von hzenger am 24.06.17 16:36:58
Zitat von hzengerOk danke für die Rückmeldung. Im wiki kann ich ohnehin nicht shorten, da ich das Anlageuniversum auf deutsche Aktien unterhalb des DAX beschraenkt hatte.

Es gibt ja durchaus viele Hedefondsmanager die hohe Long/Short Quoten haben. David Einhorn dürfte wohl meist 200% long und 150% short sein. Simmons ist wahrscheinlich sogar noch krasser gehebelt und damit seit Jahrzehnten erfolgreich.



Nur kurz (vielleicht war ja mein Text vorhin etwas zu lang, um da einen Roten Faden zu erkennen).

Wie gesagt, es gibt halt einen Unterschied (jetzt mal aufs private Depot bezogen) zwischen Absicherung und Shorten zur Renditemaximierung. Ich sichere mein Depot im Grunde nicht ab, sondern gehe dann wenn ich es für nötig halte in Cash.
Was anderes ist es, zusätzlich offensiv zu shorten, was ich auch oft genug tue. So aggressiv zu shorten wie du es oben bei Einhorn/Simmons bschreibst, halte ich aktuell aber für Unsinn. Aber einzelne Werte, wieso nicht? Kommt dann aber auf den Schein an. Da es ja heutzutage auf fast alles ETFs etc. gibt, muss man echt aufpassen, keine zu engen Scheine zu wählen. Lieber was konservatives.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.882 von katjuscha-research am 24.06.17 16:22:51Ok danke für die Rückmeldung. Im wiki kann ich ohnehin nicht shorten, da ich das Anlageuniversum auf deutsche Aktien unterhalb des DAX beschraenkt hatte.

Es gibt ja durchaus viele Hedefondsmanager die hohe Long/Short Quoten haben. David Einhorn dürfte wohl meist 200% long und 150% short sein. Simmons ist wahrscheinlich sogar noch krasser gehebelt und damit seit Jahrzehnten erfolgreich.
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.678 von hzenger am 24.06.17 15:16:05
Zitat von hzengerMal eine Frage zum Thema Shorts, katjuscha. Wenn ich es richtig sehe, hältst Du ja schon seit vielen Jahren auch immer wieder Puts auf den Gesamtmarkt oder gehst wie fallencommunist mit begrenztem Umfang short auf Einzelwerte zur Absicherung.

Ich habe das sporadisch auch hin und wieder mal gemacht, habe aber kein gutes Gespür dafür, ob das jetzt wirklich erfolgreich/sinnvoll war oder nicht. Z.B.: Wenn ich 110% long war und netto 5% short und der Gesamtmarkt ist gestiegen, dann ist es im Nachhinein schwer zu sagen, ob das jetzt Erfolg oder Misserfolg war. Klar: mit dem Short hat man dann keinen Gewinn gemacht, aber es war ja eine Absicherung und es ist einfach nur der Schadensfall nicht eingetreten.

Aktuell habe ich mich nach Durchsicht der Argumente von Jim Chanos (erfolgreicher US Shortseller) doch zum Kauf eines kleinen Knockout Puts auf Tesla hinreißen lassen.

Würdest Du (oder andere mit ähnlichen Erfahrungen hier) sagen, dass die Strategie "überwiegend long plus ein klein wenig short" langfristig erfolgreich ist? Oder meinst Du, dass Dich das spürbar Rendite gekostet hat für geringere kurzfristige Schwankungen?




Das ist mehr eine Frage der eigenen Psyche und Attitüde als von echtem Erfolg im Sinne von Outperformence.

Es gibt dazu deshalb auch diverse unterschiedliche Ansichten, die ich allesamt nachvollziehen kann.

Grundsätzlich macht Absicherung eigentlich keinen Sinn, wenn man Rendite erzielen will. Ich glaub Max Otte (wie immer man zu ihm stehen will) sagt sogar, dass er noch nie abgesichert hat und das auch nie tun wird, weil man letztlich von einem Investment überzeugt sein muss (und auch vom Marktumfeld) oder eben nicht. Wenn nicht, baut man halt Aktien stark ab und erhöht die Cashquote. Wobei Max Otte dann oft Edelmetall oder ähnliches empfiehlt als Streuung. In gewisser Weise ist das ja auch nichts anderes als ein Art von Absicherung, wenn man in unterschiedlichen Assetklassen breit streut, wovon ich beispielsweise wenig halte, wobei das natürlich damit zu tun hat, dass ich im wikifolio faktisch nur Aktien handeln kann (oder eben Derivate auf andere Assetklassen) und privat noch nicht so reich bin, um mir Immobilien oder große Mengen Edelemetalle zu leisten. Vielleicht ändere ich also mal meine Meinung, falls sich mein Vermögen erhöht.

Jedenfalls wollte ich nur sagen, dass ich im wikifolio manchmal absichere, weil ich einen eher langfristig ausgerichteten Ansatz verfolge, der zwar auch auf Outperformence ausgelegt ist, aber auch auf möglichst geringen Drawdown. Ich sichere im privaten Depot gar nicht ab. Wenn ich dort mal shorte, dann als Trade, um klar Rendite zu erzielen, meist sehr kurzfristig. Im wikifolio hingegen sichere ich ab und zu ab, um Risiken des Portfolios zu minimieren. Das hat mich unterm Strich würd ich sagen, 3-5% Rendite in den letzten zwei Jahren gekostet, da der Markt meistens eben nicht gefallen ist. Aber da kommt meine Ausgangsthese zum Ausdruck, wonach das eine Frage der Attitüde und Psyche ist. Wenn man eine klare Strategie für sein wikifolio hat und weiß, dass solche Absicherungsmaßnahmen auch Rendite kosten können, dann geht man damit entspannter um. Man fühlt sich dann in Märkten mit Verkaufssignalen erstmal wohler, wenn man kleine Shortpositionen im wikifolio hat, ist aber auch nicht verärgert wenn es dann doch hoch geht. Man nimmt diese kurze Phase der Underperformence gegenüber wikifolios mit deutlich höherer Renditeerwartung halt als Teil der eigenen Strategie hin. Ich hab natürlich auch hohe Renditeerwartungen, aber empfinde hinsichtlich drawdown offenbar eine etwas höhere Verwantrotung gegenüber meinen Investoren als andere wikifolioTrader. Das soll keine Kritik an anderen Tradern sein, nur eben eine Beschreibung meiner Strategie.


Insofern kann ich dir wahrscheinlich letztlich nicht helfen. Jeder Trader, insbesondere jeder wikifolioTrader hat ja eine andere Strategie. Mein privates Depot sieht beispielsweise deutlich anders aus als mein wikifolio. Ich trade Derivate dort eher kurzfristig zur Renditemaximierung, und halte zudem viele SmallCaps zusätzlich (Endor, B&S Banksystem, Vivanco bis vor kurzem Norcom etc), die ich im wikifolio nicht handeln kann oder will. Interessanterweise bin ich aber privat bei den Aktien, die ich auch im wikifolio halte, viel langfristuger ausgerichtet und trade da kaum. Manche der Aktien halte ich 5 oder gar 10 Jahre, ohne sie auch nur ein mal zu traden. Bei wikifolio bin ich da halt viel mehr daran interessiert, große Volalität draußen zu halten.

Deine Frage mit Tesla passt jetzt auch nicht wirklich zu deiner allgemeinen Frage zur Absicherung mit Shorts. Weil man Tesla natürlich einfach shorten kann, weil man sie für stark überbewertet hält. Man muss zwar das ETF-Argument von M.Koch dabei bedenken, aber grundsätzlich kann man einzelne Aktien natürlich shorten. Das hat aber nichts mit Absicherung zu tun. Nur wie gesagt, es gibt jede Menge Aktien, die ich schon vor 6 Monaten shorten wollte und heute glücklich bin es nicht getan zu haben. Das Markttiming derzeit ist einfach unfassbar schwer geworden, aufgrund Einflussfaktoren, die es früher nicht gab.
2 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.787 von Kleiner Chef am 24.06.17 10:46:57
Zitat von Kleiner ChefJetzt mit richtigem Link:

https://www.brn-ag.de/32575-Wall-Street-Street-Experte-Marku…



Starkes Interview!

Genauso gehts mir im Grunde auch.

Bin ständig drauf und dran wegen meiner eigentlich skeptischen Haltung mein Depot abzusichern oder bei hoch bewerteten Aktien short zu gehen, aber letztenendes lasse ich dann doch sein, weil dieser ganze Hype (durch passive Produkte noch verstärkt) in dieser Geldflut halt noch deutlich weitergehen kann.

Wie oft hab ich schon überlegt, bei Aktien ohne großes Wachstum und hoher Bewertung short zu gehen ... glücklicherweise hab ich es gelassen, denn sie sind weiter gestiegen. Irgendwann wird der Markt aber drehen. Die Frage ist, wie schnell man dann reagieren kann. Aber bis dahin macht man den Hype halt mit, zumal wir halt am breiten Markt (insbesondere im Dax) jetzt auch nicht übermäßig teuer sind, gemessen am Zinsniveau sowieso nicht. Trotzdem juckt es schon echt in den Fingern, zumindest selektiv zu shorten. Aber da kommt halt das zum Tragen, was Markus Koch so gut beschreibt. Eigentlich müsste man (egal ob man sich als Kapitalist betrachtet oder nicht) doch als Anleger wollen, dass man selektiv Aktien kauft, die man fundamental als günstig analysiert hat, die gute Perspektiven und geringe bilanzielle Risiken haben. Aber genau in dem Punkt kotzt mich der Markt seit knapp einem Jahr auch an, weil jeder Idiot mittlerweile durch breite Streuung oder mit ETFs genauso viel Gewinne machen kann, wie derjenige, der sich mit den Unternehmen genauer auseinandersetzt. Deshalb hatte ich hier im Forum auch schon 2-3 mal geschrieben, dass mich die Bewertungen nicht an den Neuen Markt erinnern, aber die Tatsache wie in Foren oder durch Analysten mit welcher Begründung die Aktienwerte empfohlen werden. Das ist teilweise so billig und unsinnig, dass zumindest das schon wie ein Hype in einer fragwürdigen Rallye wirkt. Aber darüber darf man sich auch nicht ärgern. Man muss halt die eigene Strategie finden, um vom Hype zu profitieren ohne zu große Risiken einzugehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.591 von katjuscha-research am 24.06.17 14:54:01Mal eine Frage zum Thema Shorts, katjuscha. Wenn ich es richtig sehe, hältst Du ja schon seit vielen Jahren auch immer wieder Puts auf den Gesamtmarkt oder gehst wie fallencommunist mit begrenztem Umfang short auf Einzelwerte zur Absicherung.

Ich habe das sporadisch auch hin und wieder mal gemacht, habe aber kein gutes Gespür dafür, ob das jetzt wirklich erfolgreich/sinnvoll war oder nicht. Z.B.: Wenn ich 110% long war und netto 5% short und der Gesamtmarkt ist gestiegen, dann ist es im Nachhinein schwer zu sagen, ob das jetzt Erfolg oder Misserfolg war. Klar: mit dem Short hat man dann keinen Gewinn gemacht, aber es war ja eine Absicherung und es ist einfach nur der Schadensfall nicht eingetreten.

Aktuell habe ich mich nach Durchsicht der Argumente von Jim Chanos (erfolgreicher US Shortseller) doch zum Kauf eines kleinen Knockout Puts auf Tesla hinreißen lassen.

Würdest Du (oder andere mit ähnlichen Erfahrungen hier) sagen, dass die Strategie "überwiegend long plus ein klein wenig short" langfristig erfolgreich ist? Oder meinst Du, dass Dich das spürbar Rendite gekostet hat für geringere kurzfristige Schwankungen?
3 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.435 von hzenger am 24.06.17 14:03:59
@hzenger
Ich danke dir für die schnelle und ausführliche Antwort. Adva hat mich bei Kursen von 7,50€ optisch zunächst überzeugt, ich finde die Finanzberichte jedoch sehr unübersichtlich (ganz zu schweigen von der Angabe von pro forma Ergebnissen). Hab mich seinerzeit gegen ein Investment entschieden. Mittlerweile habe ich mir doch eine kleine Position ins Depot gelegt. Hin und wieder bin ich auch gerne ein Parasit und hänge mich an die Ideen anderer User. Die Gewichtung fällt dann aber verhältnismäßig geringer aus. Von Wiener habe ich mir bspw. die DRAG abgekupfert (er hat den Investmentcase sehr schön vorgestellt), von Katjuscha seinerzeit RPX Corp. und von Scansoft Cegedim. Mit Adva schicke ich nun ein Pferd aus deinem Wiki ins Rennen.

Bzgl. der Diskussion, wie es mit dem Gesamtmarkt weitergeht, habe ich folgende Meinung:

Aktuell bin ich zu 99% investiert.
Ich versuche seit ca. 14 Tagen Werte zu finden, die ich vor dem Hintergrund einer eventuellen Sommerkorrektur in Cash umwandle. Aktuell kann ich sie nicht ausfindig machen.
- Francotyp Postalia: Solider Aufwärtstrend, vergleichsweise niedrige Bewertung, es scheint sich eine größere Adresse seit Wochen einzukaufen, Dividendenrendite >3%, Tendenz steigend; Fazit: Ein Verkauf drängt sich nicht auf
IVU Traffic: Erholt sich so langsam vom verkorksten Jahr 2016, wahnsinnig interessanter Zukunftsmarkt und sehr gute Auftragslage, downsize Risk ist begrenzt; Fazit: Halten und ggfs. minimal reduzieren
Adva: Bleibt zunächst im Depot
DRAG: Position bleibt auch noch drin, für mich als Vielfahrer ein Hedge auf den Ölpreis; fällt der Preis weiter, freue ich mich an der Tankstelle, steigt er, freut es mich für das Depot
Dialog Semiconductor: hier schwanke ich, Aktie unter der 200-Tage-Linie, erwarte aber ein sehr gutes Jahr 2017; Fazit: 50:50 ob ich verkaufe oder nicht
Covestro: eine der jüngsten Aktien im Depot, hab die Chance ergriffen, nachdem Bayer weitere Anteile verkauft hat; soll ein Basiswert für Dividenden werden
Genworth Financial: Sondersituation, halte ich auch; Idee von SirMike
Monsanto: Sondersituation, notiert immer noch unter dem Kaufangebot von Bayer; bleibt drin, die Prozente bis zum Übernahmeangebot nehme ich gerne mit, guter Tagesgeldersatz
AT&S: die Bewertung ist zu attraktiv, als dass ich hier nur wegen einer Korrektur rausgehe
Bavaria Industries: bleibt Kerninvestment, reagiert eh nicht auf dem Gesamtmarkt und notiert fast zu Cash
Cegedim: Wette auf die Zukunft

Am ehesten würde ich mich von General Mills trennen wollen, dann müsste ich jedoch einen soliden Quartalsdividenenzahler aufgeben :(
Dazu steht GFT Technologies zur Disposition.
Damit könnte ich die Cashquote auf 15% hochfahren. Mal sehen.

Ich sehe also noch keine Überhitzung bei meinen Werten im Depot.

Ein schönes WE allen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.763 von Spekulatius666 am 24.06.17 10:36:41
Zitat von Spekulatius666@ Hzenger:
Mich würde interessieren, warum du seit einem längeren Zeitraum die Unternehmen Adva, SNP Schneider und All for one Steeb so stark übergewichtest. Die Performance ist ja nicht unbedingt zufriedenstellend. Bei Hypoport könnte ich es seinerzeit nachvollziehen, hier hast du später in den starken Anstieg wieder auf eine normale Gewichtung reduziert. Erwartest du ähnliches auch bei den o.g. Werten? Oder ist das downsize risk in diesen Fällen so gering, dass du dich mit dieser Gewichtung wohl fühlst?
Katjuscha war ja zeitweise auch erhöht in Adva investiert, hat dann aber die Gewichtung wieder reduziert. Aktuell mag ich die Konstellation seines Wikis, vor allem die Gewichtung, was wahrscheinlich an der derzeit wieder etwas größeren Schnittmenge zum eigenen Portfolio liegt :)
...




Nur zur Info.

Ich bin derzeit so hoch wie selten in Adva investiert, auch im wikifolio. Ich hab lediglich die Adva-Aktien gegen einen Adva-Call getauscht. Vorher hatte ich 12% Gewichtung in Adva-Aktien. Jetzt hab ich zwar nur noch 3,8% in Aktien, aber zusätzlich 2,7% in einem Call-Zerti mit Hebel 3,6 (2,7x3,6=9,7). Insgesamt bin ich also sogar höher in Adva gewichtet als vorher.

Das hab ich deshalb getan, um eben mehr Cash zu haben, um mal zur eigentlichen Diskussion zu kommen. Ich hab da eine Meinung so im Mix aus KC und hzenger. Wenn ich von all meinen Aktien 100% überzeugt wäre, dass sie auch kurzfristig steigen, wäre ich zu 95-100% im wikifolio investiert, mehr oder weniger unabhängig davon was ich vom Gesamtmarkt halte. Der Dax ist nicht hoch bewertet, Zinsniveau bleibt tief, Skepsis am Markt ist relativ hoch, also seh ich jetzt keinen Grund stark abzubauen. Trotzdem hab ich nun 18% Cashquote, was natürlich auch damit zu tun hat, dass der Sommer bevorsteht und es letztlich auch genug denkbare Risiken gibt, die ja bekannt sind. Zudem steht in wenigen Wochen mein Jahresurlaub (Norwegen) an, so dass ich jetzt mich wohl bei 15-20% Cashquote bis in den Spätsommer einpendeln werde, von schnellen Trades mal abgesehen. Das ist dann letztlich auch der einzige Vorteil einer hohen Cashquote. Man kann halt schnell mal reagieren, wenn es mal gute Kaufchancen gibt.
4 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.763 von Spekulatius666 am 24.06.17 10:36:41
ADVA, All for One Steeb und SNP
Wie beschrieben sind meine Renditeerwartungen an das eigene Depot momentan sicher spürbar geringer als zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 8 Jahren. Hypoports zu KGV 15 und S&Ts zu KGV 12 sehe ich einfach nicht. Natürlich gibt es sie irgendwo auch jetzt und viele davon werden hier sicher auch aktiv im Forum vorgestellt. Aber man muss halt auch selber überzeugt sein und da hat jeder Investor andere Ansätze und Erfahrungen. Insofern erwarte ich mir von ADVA, All For One und SNP keine Wunderdinge, sondern lediglich eine solide Performance. Konkret:

ADVA

ADVA habe ich jetzt zum dritten Mal im wiki und die ersten beiden Male waren jeweils sehr profitabel. Der kurze Investmentcase hier ist folgender:

- Guidance für das Gesamtjahr ist stark. CFO Dopfner: "Unser Ausblick für Q2 zeigt bei den Margen die Richtung an. Wir wollen uns quartalsweise steigern. Ich halte die Annahmen von bis zu 10% im Q4 durchaus für erreichbar. Unser Markt wächst mit 8 bis 12% pro Jahr. In der Vergangenheit sind wir immer schneller als der Markt gewachsen. Wir sollten das dieses Jahr auch tun, und das 2. Halbjahr fällt ohnehin traditionell etwas stärker aus als das 1. Halbjahr."
- Wenn das so hinkommt, sprechen wir vielleicht von einem KGV 12-13 für einen Wachstumswert
- Ramp-up margenstarker Produkte
- Der Markt selbst dürfte in den nächsten Jahren wegen Enterprise-Cloud, Streaming, Datacenterausbau und dem Rollout von 5G weiter gut wachsen
- Aber Downside: Zyklik, extrem kompetitiver Markt, der weitere Konsolidierung benötigt, sonst wird es immer wieder Margenprobleme geben
- (Langfristiger) Sicherheitsschirm: Familie des CEO ist Ankeraktionär und offenbar prinzipiell bereit, zum richtigen Preis an einen größeren US-Wettbewerber zu verkaufen.

All for One Steeb

- Marktführer für SAP für den Mittelstand in Deutschland
- Auch Mitbewerber wie Datagroup erkennen die höhere Qualität von All for One im SAP-Bereich ausdrücklich an
- SAP steht vor dem Rollout von HANA, der den Markt in den nächsten 8 Jahren sehr stark bewegen wird
- Im Prinzip müssen alle auf Cloud umstellen und werden für die Transition das Geschäft von All for One und ähnlichen Firmen über viele Jahre sehr antreiben
- All for One investiert gerade stark in die Umwandlung der branchenspezifischen Tools, die sie Kunden zur Verfügung stellen, was kurzfristig Marge kostet
- Ab 2018 werden diese Kosten geringer und ab 2019 sollte der Laden brummen
- Zudem sind die publizierten KGVs (ca. 24) optisch nach oben verzerrt durch erhebliche, nicht cashwirksame PPA Abschreibungen, da man viel durch Übernahmen wächst (außerdem hält man auch noch Net-Cash)
- All for One wird sicher kein Verdoppler werden in kurzer Zeit, ist in meinen Augen aber eine solide Basis für überdurchschnittliche (wenn auch sicher nicht spektakuläre) Renditen

SNP

- War früher eine kleine, lokale SAP Klitsche, hat dann aber die momentan führende Standardsoftware für die Integration von SAP-Datenbanken in komplexen Sondersituationen entwickelt (Mergers, Zusammenführungen unterschiedlicher Divisionen etc.)
- Durch die schlanken Strukturen und proprietären Software ist man bei Großprojekten deutlich schneller und billiger als konkurrierende Großunternehmen wie Accenture oder Cap Gemini
- Aufgrund dessen pitcht und gewinnt man mittlerweile einige der komplexesten Deals der Welt (Integration der Datenbanken nach der Dow Chemical / DuPont Fusion, Integration der Datenbanken im Kellog Konzern etc.)
- Was SNP fehlt ist momentan jedoch Größe um die Kompetenz effektiver zu skalieren; daher investiert man momentan wie blöd in Wachstum unter kurzfristiger Vernachlässigung der Marge
- Letztes Jahr wuchs man >40%, dieses Jahr wird man wieder >40% wachsen und nächstes Jahr will man allein organisch 20% weiterwachsen
- Hinzu kommt eine Kriegskasse von 30 Mio. für Akquisitionen. Wenn die wieder genutzt, könnte man 2018 auch wieder >40% wachsen
- Vorstand will von derzeit 100 Mio. Umsatz auf >400 Mio. mittelfristig wachsen und hat im hohen Millionenbereich eigene Aktien gekauft (die letzten Blöcke 20% über dem jetzigen Kurs)
- Die Marge will man mittelfristig auch spürbar erhöhen
- Selbst wenn man nicht auf diese Langfristszenarien schaut: Auf KUV-Basis ist die Aktie bereits heute wesentlich weniger teuer, als das optisch hohe KGV von 40 suggeriert. Man muss sehen, wo der Umsatz bereits in 1,5 Jahren stehen wird, wenn man das Cash investiert. Mit einer normalisierten Marge sieht das dann alles schon viel weniger wild aus
- Klar ist aber auch: ein solches Wachstumstempo birgt Risiken der Komplexität des Geschäftsausbaus. Außerdem ist auch klar: wenn der Gesamtmarkt mal crashen sollte, werden Aktien mit KGV 40 kurzfristig stark verlieren
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.787 von Kleiner Chef am 24.06.17 10:46:57
Cashquote und Anlagestrategie in hoch bewerteten Märkten
Interessante Diskussion und die Interviews mit Markus Koch sowie sein Livestream sind sehr interessant.
Von einer hohen Cashquote >5% halte ich nicht viel. Ich versuche dem deutschen und amerikanischen Markt auszuweichen.
Deswegen interessiere ich mich z.B.
- für japanische Aktien. Neben Sawai werde ich nächste Woche eine weitere japanische Aktie kaufen.
- Auch ist die französische Cegedim die mit einem KUV von unter 1 gehandelt wird ist wesentlich günstiger als eine Compugroup mit KUV von 4,9
- In Österreich sind die Firmen tendenziell günstiger bewertet als in Deutschland.
- Aktuell versuche ich Mitarbeiteraktien von meinem Arbeitgeber zu kaufen. Bei diesen Aktien wird der Kurs nach rein fundamentalen Kriterien vom Finanzamt ermittelt und ist etwa halb so hoch wie der ähnlicher Unternehmen.
So habe ich einen hohen Anteil meines Portfolios gegen die Überbewertungen abgesichert.

Gruß,

Johannes

Zitat von Kleiner Chef
Zitat von Kleiner Chef...


Als ich das Interview mir angehört habe in Zusammenhang mit der Frage wie man die Märkte einschätzen muss, so fand ich das Interview sehr witzig und zutreffend. Zusammenfassend heißt es hier:

" Ich hasse diesen Markt, jeder macht und es führt zu 15 kg Übergewicht!".

Tatsache ist, das der breite Markt dieses Jahr gut gelaufen ist. Jeder fragt: Wie lange geht das gut. Du machst etwas, von dem du weißt das es falsch ist, einen Tag, eine Woche, einen Monat... und hy auf einmal stellt es sich als richtig heraus und Du machst mit.


Genau diese Aussage versuche ich, nicht nur im aktuellen Umfeld, zu umgehen, Tec-Dax Werte mit KGV´s von 20-30 zu kaufen, Nebenwerte zu kaufen die getrieben sind über Wikifolio-Übergewichtungen, Tesla-Glaubensfragen, die 3 Jahre Zukunft eingepreist haben, den breiten Markt zu kaufen wie es viele über Derivate machen, etc........

Dieser Versuch führt in 2017 bisher zu Einbussen in der Performance. Allerdings fühle ich mich wohler damit, als jetzt einem IPO von Delivery Hero oder anderen hinterherzulaufen. Und: Begrenztes Risiko in Nebenwerten ist weiterhin mein Kerngeschäft.

In diesem Zusammenhang höhere Cash-Qouten zu halten ist nicht nur Ausdruck möglicherweise keine attraktiven Picks zu finden, wie es HZenger ausdrückt. Wenn man zur Jahresmitte schon 20 %, oder wie ich 12 % vorne liegt, dann ist der Aufbau einer Cashquote, auch eine Art Absicherung, gegen fallende Märkte, denn nirgendwo steht geschrieben, ausser bei Flatex, das man zu 100 % investiert sein muss.

Und: Die Sommerzeit kommt, an der Börse werden die Volumina geringer und das macht den Markt anfälliger für Short-Attacken. Dann trifft es nicht nur eine Cytosorbents, sondern den Gesamtmarkt. Ich erinnere daran, wie in den letzten Jahren, in der Sommerzeit die Indizes plötzlich und unerwartet deutlich korrigiert haben.

Und: Wenn ich nicht zweimal die Woche auf dem Tennisplatz stehen würde, wie aktuell. Dann würde es mir genauso gehen wie Markus Koch.....

In diesem Sinne.

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Jetzt mit richtigem Link:

https://www.brn-ag.de/32575-Wall-Street-Street-Experte-Marku…
Mein Cash sind Sondersituationen und Puts
mMn gibt es nach wie vor Schnäppchen (aber auch vieles Überbewertetes). Ich halte selber relativ wenig Pulver trocken, da ich immer noch zahlreiche Gelegenheiten sehe. Wenn ich Pulver trocken halten wollte würde ich jedoch Cash eher vermeiden. Hier ein paar Alternativen:

- Sondersituationen mit floor. aktuell bestes Beispiel m4e
- ein paar Puts
- das Portfolio stärker konzentrieren in wenige aber gute Ideen
- Wandelanleihen nahe am "Strike-Preis" (beispiel Adler RE)

Ich selbst fahre einen Mix aus diesen Strategien. Ich würde mich aber bereits wohl fühlen mit:

a) einem Portfolio aus meinen Top 4 Positionen mit entsprechend hoher Gewichtung (Bakkafrost, Sto, Bell AG, BVB)
b) einem breit gestreuten Portfolio plus ein zwei Puts (z.B. Netflix, Tesla, Cisco oder auch auf den US-Gesamtmarkt)
c) einem Portfolio aus Sondersituationen (straßenköter kann sicher noch viele mehr benennen; Beispiele wären m4e, Biotest, Matica, Deufol, Moninger, Celesio, MAN, BWT, Schloss Wachenheim, ABO Wind, uvm.)

In einem Crash habe ich bei a) low-beta Werte und eine langfristige Perspektive, bei b) steigt der Put im Wert und kann zu Geld gemacht werden um Schnäppchen zu kaufen, bei c) ist unterdurchschnittlicher Verlust zu erwarten. Wenn es Schnäppchen gibt kann man solche "floored" Werte verkaufen und zum shoppen nutzen.

Ein Mix ist sicher das beste. Cash ist nicht mein Favorit. Der Markt könnte ja auch umgekehrt verrückt steigen, daher habe ich eine Präferenz für "Optionalität" im Sinne von "für alles gewappnet sein", inkl einem steigenden Markt. Die Marktvolatilität ist übrigens nahe an historischen Tiefs. Dinge die von mehr Volatilität profitieren (falls man long in Volatilität gehen will) sind Puts, Calls, Wandelanleihen und evtl Lang&Schwarz (da bin ich mir aber nicht sicher).
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.186.514 von katjuscha-research am 22.06.17 16:30:48Publity ist doch bestens positioniert. Man hat Mittelzusagen in Milliardenhöhe von Finanzinvestoren, die noch nicht investiert sind. Publity kauft hier Immobilien zu und verdient daran die Finders Fee. Danach verdient Publity an der Bewirtschaftung und am Ende, wenn der Verkauf einen prozentualen Mindestgewinn eingebracht hat für den Investor, verdient Publity eine erneute Erfolgsprovision. Da momentan die Immobilienpreise steigen, ist das eigentlich ein Selbstläufer - sofern Publity weiterhin genügend lukrative Immobilien findet!

Des Weiteren hat man sein Investmentspektrum nun erweitert, weil man einerseits kleinere Immobilien in den Fokus nehmen kann (für Consus) und dann auch weniger lukrative/höher risikobehaftete (für den südamerikanischen Investor). Also B- oder sogar C-Lagen mit höherem Leerstand oder in schlechterem Zustand.

Und mit dem 3-Milliarden-Euro- NPL-Portfolio wird sich auch einiges verdienen lassen, denn hier bekommt an 22% von allem, was noch reinzuholen ist. Sollten das nur 2% der Nominalsummen sein, wären davon 22% noch immer 14 Mio. Euro an Erträgen für Publity. Und jedes weitere Prozent über diese (von mir geschätzten) 2% hinaus bedeuten weitere 7 Mio. für Publity.

Und Publity hat absehbar keinen weiteren EK-Bedarf. Einerseits hat man die Wandelanleihe nun voll ausgeschöpft und noch ein paar Mios. hereingeholt, andererseits gab Olek neulich in einem Interview zum besten, dass die Investoren inzwischen nicht mehr auf 3% Co-Investments bestünden, sondern man eher bei 1% liege bei neuen Deals. Was nichts anderes bedeutet, als dass mit jedem Verkauf die dreifache Summe für Neuinvestments zur Verfügung steht.

Das sind die Gründe, weshalb ich in Publity investiert bin. Die Höhe meines Investments orientiere ich dabei auch am Kursverlauf - bei schwachen Kursen stocke ich auf, bei starken Kursen baue ich manchmal wieder etwas ab. Je nachdem...

Und für alle, die das Geschäftsmodell noch nicht wirklich kennen, anbei eine Grafik (ist schon ein paar Monate alt aus einer Publity-Präsentation und da steht noch 3% Co-Investments, das ist ja inzwischen etwas überholt).

Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.787 von Kleiner Chef am 24.06.17 10:46:57
MK
So unterhaltsam und doch informativ habe ich den Herrn noch gar nicht wahrgenommen. Der sollte noch mehr von der Leine gelassen werden.
Hzenger, vielen Dank für die ausführliche Antwort auf meine etwas hingerotzte Frage und das Vorantreiben der Gewichtungsdiskussion
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.763 von Spekulatius666 am 24.06.17 10:36:41
AT&S - Erholung voraus?
Zitat von Spekulatius666@ Hzenger:
Mich würde interessieren, warum du seit einem längeren Zeitraum die Unternehmen Adva, SNP Schneider und All for one Steeb so stark übergewichtest. Die Performance ist ja nicht unbedingt zufriedenstellend. Bei Hypoport könnte ich es seinerzeit nachvollziehen, hier hast du später in den starken Anstieg wieder auf eine normale Gewichtung reduziert. Erwartest du ähnliches auch bei den o.g. Werten? Oder ist das downsize risk in diesen Fällen so gering, dass du dich mit dieser Gewichtung wohl fühlst?
Katjuscha war ja zeitweise auch erhöht in Adva investiert, hat dann aber die Gewichtung wieder reduziert. Aktuell mag ich die Konstellation seines Wikis, vor allem die Gewichtung, was wahrscheinlich an der derzeit wieder etwas größeren Schnittmenge zum eigenen Portfolio liegt :)

Mich würde vor allem deine Einschätzung zu All for one steeb und SNP interessieren, da ich diese beiden Werte nicht im Depot habe.

Gerne auch per Boardmail, falls es hier unangebracht ist.

@KC:
Gratulation zu deiner Wochenperformance!

Hat irgendjemand eine Erklärung für den Kursanstieg bei AT&S in den letzten Tagen finden können? Ist ja auch wieder etwas angestiegen und am oberen Rand des Abwärtstrendes angekommen. Hoffentlich ist es nicht nur eine technische Gegenbewegung und es geht es nun nachhaltig nach oben.


Wir haben hier über die 10 NM Chip-Generation von Intel diskutiert. Der Roll-Out wurde bestätigt für dieses und nächstes Jahr. In letzten Call äußerte sich das Unternehmen zu dieser Entwicklung sehr zurückhaltend. Wenn sich das ändert, sollte es AT&S Rückenwind geben, unabhängig von anderen Entscheidungen wie Invest-Phase II Chonquing.

Die neue Chip-Generation von Intel ist für AT&S wichtiger als jedes I-Phone 8, wo man ja auch beteiligt sein wird und was ebenfalls mit neuer Technologie ausgestattet sein wird. Stichwort: MSAP.

Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.748 von Kleiner Chef am 24.06.17 10:31:41
Marktsentiment: Richtiger Link!
Zitat von Kleiner Chef
Zitat von hzengerZum Thema Bewertungen und Cashquote:

Ich versuche mich generell nicht darin, Gesamtmarktbewegungen vorherzusagen. Ich habe das früher versucht und ich habe damit nie systematisch Geld verdient. Ich kenne auch kaum jemanden, der damit nachhaltig Geld verdient hat.

Was ich allerdings schon tue, ist die Cashquote mit den individuellen Investitionsmöglichkeiten zu variieren. Wenn ich es sehr schwer finde, attraktive Einzeltitel zu finden, dann bleibe ich vorübergehend in Cash. Erfahrungsgemäß findet sich in den darauffolgenden 2 Monaten dann doch wieder etwas. Dafür sorgt allein schon die Volatilität der Einzeltitel.

Cashpositionen sind dann aber eben kein gezieltes Market-Timing, sondern eher ein Zeichen der Verzweiflung, nichts attraktives mehr zu finden. Eine positive Cashquote kann bei mir dann auch mehr über meine eigene Unfähigkeit Wert zu erkennen aussagen, als über den Gesamtmarkt. Zuletzt war es tendenziell so, dass ich mich schwer damit tue, Begeisterung für Einzelwerte zu verspüren. Die Werte in meinem Depot finde ich aktuell jedenfalls nur mäßig attraktiv. Zum Vergleich: sonst war ich privat eigentlich meist mehr als 100% long (vor allem nach Korrekturen).

Nebenwerte allgemein finde ich im Vergleich zum Gesamtmarkt aktuell eher teuer. Die Prämie für Bluechips in der Bewertung ist jedenfalls aktuell kaum auszumachen. Den DAX finde ich jedenfalls nicht unattraktiv bepreist im Vergleich (auch wenn einige DAX Mitglieder strukturelle Probleme haben und daher günstig bewertet sind).



Als ich das Interview mir angehört habe in Zusammenhang mit der Frage wie man die Märkte einschätzen muss, so fand ich das Interview sehr witzig und zutreffend. Zusammenfassend heißt es hier:

" Ich hasse diesen Markt, jeder macht und es führt zu 15 kg Übergewicht!".

Tatsache ist, das der breite Markt dieses Jahr gut gelaufen ist. Jeder fragt: Wie lange geht das gut. Du machst etwas, von dem du weißt das es falsch ist, einen Tag, eine Woche, einen Monat... und hy auf einmal stellt es sich als richtig heraus und Du machst mit.


Genau diese Aussage versuche ich, nicht nur im aktuellen Umfeld, zu umgehen, Tec-Dax Werte mit KGV´s von 20-30 zu kaufen, Nebenwerte zu kaufen die getrieben sind über Wikifolio-Übergewichtungen, Tesla-Glaubensfragen, die 3 Jahre Zukunft eingepreist haben, den breiten Markt zu kaufen wie es viele über Derivate machen, etc........

Dieser Versuch führt in 2017 bisher zu Einbussen in der Performance. Allerdings fühle ich mich wohler damit, als jetzt einem IPO von Delivery Hero oder anderen hinterherzulaufen. Und: Begrenztes Risiko in Nebenwerten ist weiterhin mein Kerngeschäft.

In diesem Zusammenhang höhere Cash-Qouten zu halten ist nicht nur Ausdruck möglicherweise keine attraktiven Picks zu finden, wie es HZenger ausdrückt. Wenn man zur Jahresmitte schon 20 %, oder wie ich 12 % vorne liegt, dann ist der Aufbau einer Cashquote, auch eine Art Absicherung, gegen fallende Märkte, denn nirgendwo steht geschrieben, ausser bei Flatex, das man zu 100 % investiert sein muss.

Und: Die Sommerzeit kommt, an der Börse werden die Volumina geringer und das macht den Markt anfälliger für Short-Attacken. Dann trifft es nicht nur eine Cytosorbents, sondern den Gesamtmarkt. Ich erinnere daran, wie in den letzten Jahren, in der Sommerzeit die Indizes plötzlich und unerwartet deutlich korrigiert haben.

Und: Wenn ich nicht zweimal die Woche auf dem Tennisplatz stehen würde, wie aktuell. Dann würde es mir genauso gehen wie Markus Koch.....

In diesem Sinne.

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Jetzt mit richtigem Link:

https://www.brn-ag.de/32575-Wall-Street-Street-Experte-Marku…
3 Antworten
@ Hzenger:
Mich würde interessieren, warum du seit einem längeren Zeitraum die Unternehmen Adva, SNP Schneider und All for one Steeb so stark übergewichtest. Die Performance ist ja nicht unbedingt zufriedenstellend. Bei Hypoport könnte ich es seinerzeit nachvollziehen, hier hast du später in den starken Anstieg wieder auf eine normale Gewichtung reduziert. Erwartest du ähnliches auch bei den o.g. Werten? Oder ist das downsize risk in diesen Fällen so gering, dass du dich mit dieser Gewichtung wohl fühlst?
Katjuscha war ja zeitweise auch erhöht in Adva investiert, hat dann aber die Gewichtung wieder reduziert. Aktuell mag ich die Konstellation seines Wikis, vor allem die Gewichtung, was wahrscheinlich an der derzeit wieder etwas größeren Schnittmenge zum eigenen Portfolio liegt :)

Mich würde vor allem deine Einschätzung zu All for one steeb und SNP interessieren, da ich diese beiden Werte nicht im Depot habe.

Gerne auch per Boardmail, falls es hier unangebracht ist.

@KC:
Gratulation zu deiner Wochenperformance!

Hat irgendjemand eine Erklärung für den Kursanstieg bei AT&S in den letzten Tagen finden können? Ist ja auch wieder etwas angestiegen und am oberen Rand des Abwärtstrendes angekommen. Hoffentlich ist es nicht nur eine technische Gegenbewegung und es geht es nun nachhaltig nach oben.
8 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.195.884 von hzenger am 24.06.17 01:16:50
Zum Marktsentiment: "Jeder macht mit und es führt zu 15 kg Übergewicht!"
Zitat von hzengerZum Thema Bewertungen und Cashquote:

Ich versuche mich generell nicht darin, Gesamtmarktbewegungen vorherzusagen. Ich habe das früher versucht und ich habe damit nie systematisch Geld verdient. Ich kenne auch kaum jemanden, der damit nachhaltig Geld verdient hat.

Was ich allerdings schon tue, ist die Cashquote mit den individuellen Investitionsmöglichkeiten zu variieren. Wenn ich es sehr schwer finde, attraktive Einzeltitel zu finden, dann bleibe ich vorübergehend in Cash. Erfahrungsgemäß findet sich in den darauffolgenden 2 Monaten dann doch wieder etwas. Dafür sorgt allein schon die Volatilität der Einzeltitel.

Cashpositionen sind dann aber eben kein gezieltes Market-Timing, sondern eher ein Zeichen der Verzweiflung, nichts attraktives mehr zu finden. Eine positive Cashquote kann bei mir dann auch mehr über meine eigene Unfähigkeit Wert zu erkennen aussagen, als über den Gesamtmarkt. Zuletzt war es tendenziell so, dass ich mich schwer damit tue, Begeisterung für Einzelwerte zu verspüren. Die Werte in meinem Depot finde ich aktuell jedenfalls nur mäßig attraktiv. Zum Vergleich: sonst war ich privat eigentlich meist mehr als 100% long (vor allem nach Korrekturen).

Nebenwerte allgemein finde ich im Vergleich zum Gesamtmarkt aktuell eher teuer. Die Prämie für Bluechips in der Bewertung ist jedenfalls aktuell kaum auszumachen. Den DAX finde ich jedenfalls nicht unattraktiv bepreist im Vergleich (auch wenn einige DAX Mitglieder strukturelle Probleme haben und daher günstig bewertet sind).



Als ich das Interview mir angehört habe in Zusammenhang mit der Frage wie man die Märkte einschätzen muss, so fand ich das Interview sehr witzig und zutreffend. Zusammenfassend heißt es hier:

" Ich hasse diesen Markt, jeder macht und es führt zu 15 kg Übergewicht!".

Tatsache ist, das der breite Markt dieses Jahr gut gelaufen ist. Jeder fragt: Wie lange geht das gut. Du machst etwas, von dem du weißt das es falsch ist, einen Tag, eine Woche, einen Monat... und hy auf einmal stellt es sich als richtig heraus und Du machst mit.


Genau diese Aussage versuche ich, nicht nur im aktuellen Umfeld, zu umgehen, Tec-Dax Werte mit KGV´s von 20-30 zu kaufen, Nebenwerte zu kaufen die getrieben sind über Wikifolio-Übergewichtungen, Tesla-Glaubensfragen, die 3 Jahre Zukunft eingepreist haben, den breiten Markt zu kaufen wie es viele über Derivate machen, etc........

Dieser Versuch führt in 2017 bisher zu Einbussen in der Performance. Allerdings fühle ich mich wohler damit, als jetzt einem IPO von Delivery Hero oder anderen hinterherzulaufen. Und: Begrenztes Risiko in Nebenwerten ist weiterhin mein Kerngeschäft.

In diesem Zusammenhang höhere Cash-Qouten zu halten ist nicht nur Ausdruck möglicherweise keine attraktiven Picks zu finden, wie es HZenger ausdrückt. Wenn man zur Jahresmitte schon 20 %, oder wie ich 12 % vorne liegt, dann ist der Aufbau einer Cashquote, auch eine Art Absicherung, gegen fallende Märkte, denn nirgendwo steht geschrieben, ausser bei Flatex, das man zu 100 % investiert sein muss.

Und: Die Sommerzeit kommt, an der Börse werden die Volumina geringer und das macht den Markt anfälliger für Short-Attacken. Dann trifft es nicht nur eine Cytosorbents, sondern den Gesamtmarkt. Ich erinnere daran, wie in den letzten Jahren, in der Sommerzeit die Indizes plötzlich und unerwartet deutlich korrigiert haben.

Und: Wenn ich nicht zweimal die Woche auf dem Tennisplatz stehen würde, wie aktuell. Dann würde es mir genauso gehen wie Markus Koch.....

In diesem Sinne.

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4 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.194.885 von Schewardnadze am 23.06.17 20:51:25Zum Thema Bewertungen und Cashquote:

Ich versuche mich generell nicht darin, Gesamtmarktbewegungen vorherzusagen. Ich habe das früher versucht und ich habe damit nie systematisch Geld verdient. Ich kenne auch kaum jemanden, der damit nachhaltig Geld verdient hat.

Was ich allerdings schon tue, ist die Cashquote mit den individuellen Investitionsmöglichkeiten zu variieren. Wenn ich es sehr schwer finde, attraktive Einzeltitel zu finden, dann bleibe ich vorübergehend in Cash. Erfahrungsgemäß findet sich in den darauffolgenden 2 Monaten dann doch wieder etwas. Dafür sorgt allein schon die Volatilität der Einzeltitel.

Cashpositionen sind dann aber eben kein gezieltes Market-Timing, sondern eher ein Zeichen der Verzweiflung, nichts attraktives mehr zu finden. Eine positive Cashquote kann bei mir dann auch mehr über meine eigene Unfähigkeit Wert zu erkennen aussagen, als über den Gesamtmarkt. Zuletzt war es tendenziell so, dass ich mich schwer damit tue, Begeisterung für Einzelwerte zu verspüren. Die Werte in meinem Depot finde ich aktuell jedenfalls nur mäßig attraktiv. Zum Vergleich: sonst war ich privat eigentlich meist mehr als 100% long (vor allem nach Korrekturen).

Nebenwerte allgemein finde ich im Vergleich zum Gesamtmarkt aktuell eher teuer. Die Prämie für Bluechips in der Bewertung ist jedenfalls aktuell kaum auszumachen. Den DAX finde ich jedenfalls nicht unattraktiv bepreist im Vergleich (auch wenn einige DAX Mitglieder strukturelle Probleme haben und daher günstig bewertet sind).
5 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.859 von halbgott am 23.06.17 17:58:42
Zitat von halbgottWenn hier ein Forist schreibt, der Aktienkurs vom Lion geht wegen einer bevorstehenden Kapitalerhöhung vermutlich runter, dann entgegne ich mit einfach nachvollziehbaren historischen kursverläufen, also plus 50% nach Kapitalerhöhung und Umsatzwarnung und unmittelbar vor der nächsten Kapitalerhöhung.

Und wieder schließt du von der Vergangenheit auf die Zukunft mit einer fast schon entzückend stursinnigen Überzeugung! Ich stelle fest, dass es dir offenbar egal ist, dass es nach 2 Mio € Umsatz in 2016 - für das Jahr hatte man ursprünglich 8 Mio € Umsatz in Aussicht gestellt - nun überhaupt keine Prognose seitens Lion mehr gibt. Ich stelle fest, dass dir offenbar nicht bewusst ist, dass die bisherigen KEs winzig waren (zu 8 € wurden gerade einmal 237.000 Aktien oder weniger als 4% des Grundkapitals platziert), nun aber offenbar eine größere KE bevorsteht (die den Kurs natürlich ganz anders beeinflussen würde), weil man sonst sicher auch nicht eine Beratungsgesellschaft (VTC Capital) engagiert hätte. Im übrigen wurden die bisherigen Mini-KEs nie mit einer Pressemitteilung im Vorfeld angekündigt. Und bis heute weiß man nicht, welcher Investor dahinter steckt. Kann also auch der Papa vom CEO gewesen sein. Zumindest würde auf den auch "langjähriger strategischer Investor" zutreffen.:laugh:

Bist du denn eigentlich bei Staramba dabei? Da gab es im März eine KE zu 20 € während der Kurs bei um die 15-17 € notierte. Da habe ich mehrfach (auch hier im Thread) drauf hingewiesen und auch nochmals bei 17 € nachgekauft. Das müsste doch ein klarer Fall für dich gewesen sein? Im übrigen kennt man bei Staramba die Investoren (Daudert, Elgeti, Bobic, 3D Safe) und es gibt eine Jahresprognose für 2017, die bereits nach oben korrigiert werden müsste (die Prognose für 2016 hat man im Gegensatz zu Lion auch erfüllt). Wenn Lion den Status einer Staramba (die von vielen immer noch als Startup gesehen wird) bezüglich Klarheit über Investoren und Orientierung bzgl. der aktuellen Geschäftsentwicklung erreicht, dann sind hier vielleicht wieder Kurse von 8-9 € gerechtfertigt. Ansonsten für diese Blackbox vor großer KE definitiv nicht!
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.721 von halbgott am 23.06.17 17:39:17
Zitat von halbgottWenn jetzt jemand sagt, daß der Aktienkurs von Lion abstürzen müsste, weil man eine Kapitalerhöhung zu befürchten hat, obwohl er bei den letzten beiden Kapitalerhöhungen direkt innerhalb kürzester Zeit 50% gestiegen ist, dann hat derjenige den Schuss nicht gehört. :p

Ich kenne niemanden hier der so etwas behauptet hat, zumindest hat meines Wissens hier niemand das Wort "abstürzen" in den Mund genommen. Davon abgesehen ist die Formulierung mit "den Schuss nicht gehört" ein schöner Seitenhieb! Als hätte Katjuscha nicht einfach Recht... So so - ein Anstieg von 8 € (letzte KE) auf 9,25 € sind bei dir also 50%...
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.192.734 von katjuscha-research am 23.06.17 15:33:03
Zitat von katjuscha-researchauf wikifolio.com gibts grad einen Blogbeitrag zum Thema "mögliche Trends des 2.Halbjahres"

10 Punkte dabei aufgelistet. Den für uns hier im Nebenwertethread wichtigen hab ich mal fettgedruckt. Was haltet ihr davon? Nur ins Blaue hinein spekuliert oder realistisch?


Zehn (potenzielle) Trends für das zweite Halbjahr 2017:

- Das Thema „Zinsängste“ nimmt eine größere Rolle ein als im ersten Halbjahr
- Die monetäre Unterstützung durch die Notenbanken lässt spürbar nach
- Die großen Aktienindizes erleiden einen heftigen Rückschlag
- Der DAX entwickelt sich besser als MDAX, TecDAX und SDAX
- Das Segment der boomenden Nebenwerte wird überproportional hart getroffen
- Die gesunkenen Kurse stellen sich im Nachhinein als gutes Einstiegsniveau heraus
- Rohstoffe rücken wieder stärker in den Fokus der Investoren
- Die Nachfrage nach Social Trading-Produkten bleibt hoch
- Nach der Bundestagswahl endet die Ära der Großen Koalition
- In den USA steigt die Wahrscheinlichkeit vorgezogener Neuwahlen

...


Ich werde selbstverständlich zwei Stunden vor dem Crash aus Lion, Vectron und dem BVB aussteigen, die ich schon gekauft hatte, als ihr noch in die Windeln geschissen habt. ;-)

Was mich generell wundert, ist die geringe Cashquote, die ihr Beiden (Hzenger sogar noch geringer & du) vorhaltet. Ich rechne noch immer mit einem Crash. Bloß, wenn alle vom Crash reden, kommt er vielleicht nicht. Egal, zwei Stunden vorher steige ich aus. Schönes Wochenende
6 Antworten
Wochenupdate: Wochenbilanz führt das Depot auf Jahreshoch!
Aus zeitlichen Gründen bereits heute ein verkürztes Wochenupdate. Im Depot überwogen in der vergangenen Woche die grünen Vorzeichen und es die Performance führt zu einem neuen Jahreshoch.


Wochengewinner und Verlierer im Überblick!

In der vergangenen Woche verlor das Depot 2 % an Wert. Die Wochengewinner zeigt die nachfolgende Übersicht.




Jahresperformance liegt bei 12 %!


Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.778 von katjuscha-research am 23.06.17 17:48:32
Zitat von katjuscha-researchWas mich halt nur nervt


Hast Du in allen Varianten 1000x mal aufgeschrieben, mein Verhalten ändert sich aber nicht, Du kritisierst es aber weiterhin JAHRELANG, 1000x

Natürlich suchst Du Streit und persönliche Auseinandersetzung, das was Du tust, ist nix anderes. Jeder hat schon längst Deinen immer gleichen Punkt begriffen, meine Entgegnung auch.

Wenn hier ein Forist schreibt, der Aktienkurs vom Lion geht wegen einer bevorstehenden Kapitalerhöhung vermutlich runter, dann entgegne ich mit einfach nachvollziehbaren historischen kursverläufen, also plus 50% nach Kapitalerhöhung und Umsatzwarnung und unmittelbar vor der nächsten Kapitalerhöhung. Du bezichtigst mich des Selbstlobes, obwohl ich da klarste Tradingfehler gemacht hatte und das auch mehrmals aufgeschrieben hatte. Keinen einzigen Euro hatte ich damit verdienen können. Völlig absurd. Du bist so dermaßen streitsüchtig, daß Du noch nicht mal einfachste Dinge überhaupt zur Kenntnis nehmen kannst.

Und wieder: gefühlt 1000 Sätze zu persönlichen Auseinandersetzungen, kein einziger Satz zu Lion E-Mobility. So wie immer bei Dir.

Man könnte sich ja stattdessen einfach darüber unterhalten, ob die Fehlererkenntnis im eigenen Tradingverhalten stichhaltig ist oder ob die Nachrichtenlage rund um China überhaupt relevant sein könnte.
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.721 von halbgott am 23.06.17 17:39:17
Zitat von halbgottEin Anleger mit dem ich darüber sprach (Anlagevolumen über 60.000 Euro)


Korrektur: Anlagevolumen ist bei ihm deutlich höher im mittleren sechsstelligen Bereich.

Was Katjuscha zum Sentiment schreibt: Es ist kein Seitenhieb an KC. KC hat bei DRAG seinen eigenen Fehler erkannt, nämlich daß das Sentiment viel zu bullisch war, was man negativ deuten müsse.

Man kann und sollte hier durchaus eigene und andere Fehler benennen dürfen, JEDER macht massenweise Fehler, das Tradingverhalten kann nur dann optimiert werden, wenn man diese Fehler erkennt und das Tradingverhalten ändert.

Bei meinem Ersteinstieg bei Lion war ich EXTREM vorsichtig, weil diese Aktie hier im Thread extrem gut und oft besprochen wurde, die Vorsicht wurde aber dadurch relativ, weil in den Lion Threads selbst nix los war und auch kein einziges Pusherblättchen irgendeinen Plan hatte. Bzw. manchmal eben doch Aktien steigen, obwohl viele drin sind. Die Apple Aktie war bei einem Aktienkurs von 16 Euro ein must have an der Nasdaq und stieg extrem stärker als alles andere.

Es war also die sehr glorreiche Recherche von KC bei Lion. Dies habe ich extrem oft sehr ausdrücklich belobigt, ich habe ihm mehrmals gedankt, weil der Tip so ziemlich das Beste war in den letzten Jahren, ohne ihn wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen oder aber viel zu spät.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.721 von halbgott am 23.06.17 17:39:17War klar!

Ich greif dich nicht an. Ich versuch dir seit längerem ganz nüchtern zu erklären, was ich an deinen Postings für fragwürdig halte.

Und das sind nicht deine Fundamentalanalysen. Dafür lobe ich dich ständig. Ich bin ja deshalb beim BVB auch in den letzten Jahren durchgängig gut investiert gewesen und hab dich in den Forenthreads immer unterstützt.

Was mich halt nur nervt, sind deine ständigen kleinen Seitenhiebe gegen andere User, wenn sie mal nicht so handeln oder argumentieren wie du. Da musst du ihnen ständig sagen, dass sie doch nicht jetzt verkaufen dürfen, weil doch die Historie bewiesen hätte, dass es jetzt wieder aufwärts geht, und du es ja ohnehin schon immer gesagt und danach gehandelt hättest. Wen interessiert das denn?

Kannst du deine Fundamentalanalysen nicht einfach niederschreiben, ohne zu erwähnen, wann du eingestiegen, ausgestiegen bist, wann du die Aktie empfohlen hast und andere User dabei kritisch waren, wann andere User ganz oder teilweise ausgestiegen sind? 10% deiner Posting von den abertausenden beschäftigen sich damit, was andere User zu tun und zu lassen haben. Lass das doch einfach mal weg, oder geht das bei dir nicht?


Und wie gesagt, nein das ist kein Streit meinerseits. Ich versuch es dir immer im Guten zu sagen und beleidige dich dabei nie. Leider fasst du Kritik als Angriff und Streitsucht auf. Frag dich mal wieso andere User nicht so kritisiert werden wie du! Und übrigens eben nicht nur von mir.In den BVB-Threads sind die Threads vollvon Kritik zu deiner Art und Weise der Diskussion, explizit nicht zum Inhalt deiner Fundamentalanalysen.



Schönes Wochenende! Ich lass dir wie immer das letzte Wort.
2 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.664 von TheGame90 am 23.06.17 17:31:26Ich bin da ein wenig zwiegespalten.

Einerseits erscheinen mir die 10 Punkte ohnehin sehr plakativ zu sein. Jeder wird sich da seine Punkte raussuchen, die er ähnlich sieht oder eben nicht.

Was die Nebenwerte angeht, gibt es halt diverse heißgelaufene Aktien, wie du ja schon ansprichst. Andererseits auch noch viele Aktien, die zumindest mal interessant bewertet sind und perspektivisch gute Wachstumsmöglichkeiten haben. Plus diverse Sonderstories, die ich ja immer besonders interessant finde.

Ich höre ja im Hinblick auf die Nebenwerte oder die Tec-Aktien, dass angeblich viel an den Neuen Markt erinnert. Da kann ich zwar hinsichtlich manchen Forenbeiträgen und Analystenempfehlungen folgen, weil mir die ähnlich oberflächlich erscheinen wie damals. Das Thema hatte ich ja vor ein paar Wochen schon mal angeschnitten. Aber hinsichtlich Bewertung sind wir weit von den damaligen Zeiten entfernt, und da hab ich das unterschiedliche Zinsniveau noch nicht mal bedacht. Insofern seh ich jede größere Konsolidierung eh als Kaufchance solange sich nicht wirklich sehr große politische Krisenherde auftun, was ich mal nicht hoffen will.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.616 von katjuscha-research am 23.06.17 17:22:41
Zitat von katjuscha-researchdann artet es regelmäßig in Streit aus, den niemand will


Anscheinend ist Dir noch nicht aufgefallen, daß Du der einzige bist, der hier Streit sucht. Keiner greift mich an, Du bist aber immer und immer wieder ganz vorne dabei. Hatte ich mit Kleiner Chef oder hzenger jemals Streit? Nicht daß ich wüsste.

Ein Anleger mit dem ich darüber sprach (Anlagevolumen über 60.000 Euro) meinte, daß Dein Wikifolio nicht mehr sein Favorit wäre, weil Du ganz im Gegensatz zu hzenger ständig Streit suchst. Mit Deinem Verhalten schadest Du dir selbst.

Der historische Vergleich mit Lion zeigte eben nicht, daß ich toll getradet hätte, sondern das genaue Gegenteil. Weil ich alle Lion Aktien viel zu früh verkauft hatte, daß habe ich geschrieben. Jemand der zu früh verkauft, ist ein Anfänger. Habe ich mich jetzt selber so klar kritisiert, daß sogar Du in der Lage bist, die einfache Aussage zu verstehen?

Der historische Vergleich kam deswegen, weil hier behauptet wurde, daß eine Kapitalerhöhung bei Lion automatisch tiefere Aktienkurse zur Folge haben müsste, die Aussage ist insbesondere bei Lion fast schon tölpelhaft.

Ich habe eben nicht bei 8 oder 9 verkauft. Als bei 5,50 die fette Umsatzwarnung kam, habe ich sehr deutlich reduziert, ein ganz klarer Fehler. Als der Aktienkurs bei 6,30 stand, hatte ich nur sehr wenige Lion Aktien. Dann kam die Kapitalerhöhung, diese war bei 8 Euro, ich hatte kaum Vorteile davon, weil ich völlig falsch positioniert war. So wie fast jeder andere auch, wenig später stand der Aktienkurs bei 9,25.
Der Aktienkurs steig von 5,50 bis 9,25 und meine Gewichtung lag bei 2,5% Keine Gewinne mitgenommen, da die Gewichtung viel zu gering war und ich nicht komplett raus wollte. Schade eigentlich.

Wenn jetzt jemand sagt, daß der Aktienkurs von Lion abstürzen müsste, weil man eine Kapitalerhöhung zu befürchten hat, obwohl er bei den letzten beiden Kapitalerhöhungen direkt innerhalb kürzester Zeit 50% gestiegen ist, dann hat derjenige den Schuss nicht gehört. :p

Du behauptest, ich würde mein Tradingverhalten als toll darstellen, obwohl das Gegenteil der Fall ist, ich versuche nämlich von meinen eigenen letzten Fehlern zu lernen. Und die Nachrichtenlage diesmal anders zu deuten, als bei den vorletzten Kapitalerhöhungen und Umsatzwarnung bei 5,50. Ich hatte meine Gewichtung extrem deutlich auf 2,5% reduziert, das war ein Fehler, diesmal mache ich es genau umgekehrt.
5 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.616 von katjuscha-research am 23.06.17 17:22:41Und natrlich darf ein kleiner Seitenhieb gegen einen User wie KC etc auch nie fehlen, auch wenn du wieder behaupten wirst, dass du damit ja nur was zum Sentiment sagen wolltest, wenn du meinst jetzt ist KC nicht mehr so bullish oder jetzt hat dieser oder jenes User nicht mehr eine so hohe Gewichtung. Kannst du dir das echt nicht sparen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.192.734 von katjuscha-research am 23.06.17 15:33:03@Katjuscha:

Ich halte von derlei Prognosen nicht wirklich viel.
Im Januar 2016 hatte ich die Möglichkeit bei einem Meeting von Analysten und Fondsmanagern einer großen deutschen Bank dabei zu sein. Dort ging es um den Ausblick für 2016.
Bei den Szenarien die dort ausgemalt wurden gerade in Hinblick auf Brexit und Trump müsste der DAX heute wohl eher bei 6.000 Punkten stehen und nicht deutlich über 12.000.
Am Ende kommt es dann halt doch anders als man denkt. ;)

Natürlich sind viele Nebenwerte heißgelaufen und ich denke einige hier warten schon sehnsüchtig auf den Knall um ihr Cashreserven endlich zu investieren. So lange die Wirtschaft brummt kann das Spielchen aber auch noch eine ganze weile so weiter gehen. Es geht ja ständig bergauf und von daher ist dann statt einem KGV von 10 auch mal 20 angemessen und dann 40... es gibt ja schließlich noch irgendwo jemanden der später 60 bezahlt.

Ich hab einige Werte auf der Watchliste bei denen ich schon vor Monaten der Meinung war, dass sie zu teuer sind und bald korrigieren. Seither ging es teilweise um 50-100% weiter nach oben und kein Ende ist in Sicht.

Meine Meinung: Wenn der Rücksetzer kommt wird er überproportional hart, ob dies in den nächsten 6 Monaten passiert zweifle ich aber an.
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.193.460 von halbgott am 23.06.17 17:05:09Ja, du hast Lion, BVB und Vectron günstig gekauft. Glückwunsch!

Mann, müssen denn diese historischen Vergleiche mit alten Kaufempfehlungen bei dir immer sein, wenn du erklären willst wieso eine Aktie heute für die Zukunft spannend bzw. kaufenswert ist?

Oder anders gefragt, wieso muss man bei Lion deiner aktuellen Analyse glauben schenken bzw. sie genauso sehen, nur weil du beim BVB bei 4 € oder bei Vectron bei 40 €bullish warst? Wo ist denn da das inhaltliche Argument?

Ich kenne echt keinen anderen User hier im Forum, der immer wieder diese Vergleiche zu seinen alten Trades ziehen muss. Beim BVB ich es von dir ja in den Threads gewohnt, aber das muss doch hier nicht auch sein. Dummerweise fühlst du dich immer gleich angegriffen, wenn man es dir im Guten sagt. Da du eine Kritik nicht annehmen kannst, wirst du auch jetzt wieder was dazu schreiben und dann artet es regelmäßig in Streit aus, den niemand will. Ich hoffe bei dir halt irgendwann mal auf ein Einsehen. Wahrscheinlich sollte ich die Hoffnung nach drei Jahren aufgeben. Du bist da einfach nicht kritikfähig, selbst wenn man dich für deine Fundamentalanalysen lobt.
7 Antworten


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