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First Majestic, ein Silberjunior auf dem Weg in die Mittelklasse? (Seite 3412)



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Leider können die Zinsen definitiv nicht angehoben werden. Und in den USA ganz besonders nicht.

Der US Dollar ist bereits so stark, dass die vielen Export abhängigen Unternehmen langsam aber sicher grundlegende Probleme bekommen. In sämtlichen anderen Nationen und in der EU erwägt man dann auch noch weitere Zinssenkungen weit in den Negativbereich (von bis zu 5-6% ist die Rede), und sobald das Barggeldverbot durch ist, auch mit ziemlicher Sicherhheit durchführbar.

Und dann sollen in den USA die Zinsen angehoben werden und der US Dollar weiter gestärkt werden? Dann kauft die ganze Welt keine Ami-Produkte mehr, und das wo selbst die eigene US Bevölkerung keine Kohle mehr zu Ausgeben hat. Nebenbei sind dann auch die Vielzahl der Schuldner-Länder der USA nicht mehr in der Lage, ihre US Schulden abzubezahlen. Die Wirtschaftswelt wäre dann wirklich bald am Ende.

Die Mär von der Zinswende sollte spätestens mit dem Eingeständnis vieler Länder, auch auf Dauer Negativzinsen einzuführen, ad acta gelegt worden sein. Aber dennoch labert immer mal wieder ein Fed Mitglied etwas von Zinswende, meiner Meinung nach auch, um die großen Feinde Silber und besonders Gold in Zaum zu halten.

Sollte man tatsächlich in naher Zukunft eine oder zwei Zinsanhebungen durchführen, WILL man meines Erachtens den Crash zwecks eines Resettes herbeiführen. Oder um danach schnellstmöglich wieder die Zinsen zu senken und ein Mega QE Programm aufzulegen. Anders kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt keine fundamental gerechtfertige und wirtschaftlich sinnvolle Zinserhöhung im Amiland erklären.
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Kein Wunder, dass die Mex. Regierung den Edemeltallproduzenten durch die Abschaffung der Sondersteuern unter die Arme greifen möchte ---> die (Silber)Produktion befindet sich im Kollapsmodus
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.451.996 von Streberleiche am 11.10.16 13:53:46Über die Leitzinshöhe entscheidet letztlich allein der Markt, nicht irgendwelche schlauen FED-Mitglieder. Auch der Dez 2015 Zinserhöhung ging ein Renditeanstieg am Markt voraus, der das Signal für die FED war, dass der Markt diese Erhöhung eingepreist hat und damit auch erwartet - dann bricht auch nix zurück. Der Markteinbruch im Januar lag am Chinacrash, weniger an der FED Zinserhöhung 2 Wochen zuvor.

Die FED wird ein Teufel tun und die Leitzinsen so weit anzuheben, dass die Zinskurve invers wird. Und die 10yr Rendite liegt halt um 1,7%, damit ist klar, wo aktuell die "Decke" auch am kurzen Ende liegt.

Gebrabbel über Zinssteigerungen darüber hinaus ist unsinnig. In der Tat steht uns anderes bevor mit der vermutlich 2017 beginnende US-Rezession.

Zählen tun sowieso nicht die US-Zinsen, solange die Währungen frei konvertierbar sind sondern die globale ZB-Bilanzsumme. Und die ist weiterhin stark expansiv. Ob nun die FED, die BoJ oder EZB das fiat money in die Märkte schleust, ist absolut nebensächlich. Wir haben nur "einen Markt" und nur eine Weltwirtschaft.



Die ZBs bekommen in den nächsten Wochen und Monaten ihre heiß erbeigesehnte Inflation. Schauen wir mal, was sie sagen, wenn sie ihnen aus den Händen gleitet :look:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.512 von Honeymoon am 11.10.16 14:55:31Sehr interessante Gedanken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.512 von Honeymoon am 11.10.16 14:55:31
Zitat von Honeymoon: Über die Leitzinshöhe entscheidet letztlich allein der Markt, nicht irgendwelche schlauen FED-Mitglieder.


Ich gebe dir Recht, dass wenn der Markt das Vertrauen in die Währung/ Solvenz verschiedener Marktteilnehmer verliert (Staat, Unternehmen, Banken), dass dann die Zinsen für Anleihen etc. nach oben schießen, egal was die FED macht. Dann müsste die FED alles aufkaufen, um sie niedrig zu halten, was die Währung zerstören würde.

Jedoch: Die FED ist Teil des Marktes. Wenn die FED anfängt Staatsanleihen zu verkaufen nimmt sie am Mark teil. Deswegen macht der Satz nicht wirklich Sinn. Die FED kann genauso entscheiden wie die Marktteilnehmer und hat wegen ihrer riesigen Bilanz deutlich mehr macht als ein einziger Marktteilnehmer.

Zitat von Honeymoon: Die FED wird ein Teufel tun und die Leitzinsen so weit anzuheben, dass die Zinskurve invers wird. Und die 10yr Rendite liegt halt um 1,7%, damit ist klar, wo aktuell die "Decke" auch am kurzen Ende liegt.

Gebrabbel über Zinssteigerungen darüber hinaus ist unsinnig.


Das hört sich nach ziemlichen Quatsch an. Die FED erhöht den federal funds rate durch Verkauf von Staatsanleihen. Dabei erhöhen sich die Zinsen für alle Laufzeiten. Es gibt keinen künstlichen Deckel für die FED Honey, außer die Blasenwirtschaft selbst, die sie nicht zum platzen bringen möchte.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.641 von porc am 11.10.16 15:11:44
Zitat von porc: Ich gebe dir Recht, dass wenn der Markt das Vertrauen in die Währung/ Solvenz verschiedener Marktteilnehmer verliert (Staat, Unternehmen, Banken), dass dann die Zinsen für Anleihen etc. nach oben schießen, egal was die FED macht. Dann müsste die FED alles aufkaufen, um sie niedrig zu halten, was die Währung zerstören würde.

Falsch, dass wird nicht passieren, weil dann die ZBs selbst als (alles) Aufkäufer auftreten.
Sie sind schon fleißig dabei.

Und die BoJ macht sogar vor, wie man den Zins unten hält, ohne auch nur eine einzige Anleihe zu kaufen: via der reinen Ankündigung, keinen höheren Zinszuzulassen. Bereits die Ankündigung reichte auch schon in den 40er Jahren in den USA.... will man also kein QE mehr, kann man die Zinsen so trotzdem auf dem gewünchten Niveau fixieren. Alles möglich, alles erprobt. Nur gegenwärtig will man (auf globaler Ebene!) QE.

Einer (in der Endkonsequenz) Flucht aus dem (Papier)Geld (Währung) selbst würde schlicht via Kapitalverkehrskontrollen begegnet werden. In Zypern und Greece wurde ja schon fleißig der Ernstfall geprobt. Und hats nicht funktioniert? :rolleyes:

Zitat von porc: Das hört sich nach ziemlichen Quatsch an. Die FED erhöht den federal funds rate durch Verkauf von Staatsanleihen. Dabei erhöhen sich die Zinsen für alle Laufzeiten. Es gibt keinen künstlichen Deckel für die FED Honey, außer die Blasenwirtschaft selbst, die sie nicht zum platzen bringen möchte.


Den Quatsch erzählst Du. Nicht ein FED-Mitglied spricht über Verkauf von ZB-Assets/Bonds oder Reduzierung der ZB-Bilanz. Das eine hat auch mit dem anderen nix zutun. Die effektive Umsetzung der offiziellen Leitzinsrange steuert die FED via eigener Zinszahlung auf die Überschussreserven. Damit ist sichergestellt, dass der Marktzins mind. auf selber Höhe ist, da ja jmd. verrückt wäre, wenn er günstiger money an einen weniger bonitätsstarken Gläubiger verleiht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.512 von Honeymoon am 11.10.16 14:55:31Alles richtig. Nur war mein Einwand bzgl. nicht stattfindender Zinswende hinsichtlich der Abhängigkeit der US Exportwirtschaft, die definitiv keinen stärkeren USD verkraften kann sowie - genauso wichtig - die USD Schulden anderer Länder, die schon jetzt ächzen, um wenigstens die Zinsen abstottern zu können. Die Währungsabhängigkeit von Zinsen ist einfach zu groß, als dass man im Amiland riskieren kann, seine eigene Exportwirtschaft völlig zu ruinieren und andere Länder noch stärker zu verschulden, sodass diese noch ärger in die Bredullie kommen.

Wenn zudem der Ölpreis wirklich den Turnaround schaffen sollte und sich wieder zu alten Höhen aufmacht (Stichwort Inflation), werden andere Länder schon damit zu kämpfen haben, dieses für sie wichtige Element per überteuertem USD zu bezahlen. Ebenso sieht es aus bei den sicher wieder anziehenden Rohstoffpreisen. Ein Rattenschwanz, ein elender. Und, auch nicht unwichtig: die US Rüstungsindustrie benötigt dringend weiterhin ausländische Abnehmer. Wie sollen die vielen von den USA selbst geschaffenen Brandherde mit US Waffen gelöscht werden, wenn diese nach Zinserhöhung und Dollarstärkung zu teuer werden. Dann läuft man ja sogar Gefahr, dass die Saudis und die ganze Kriegsbande ihre Waffen möglicherweise verstärkt bei den Europäern, den Russen und Chinesen kaufen...und und und

Sorry, das ist alles etwas off-topic.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.686 von Honeymoon am 11.10.16 15:20:32
Zitat von Honeymoon: Falsch, dass wird nicht passieren, weil dann die ZBs selbst als (alles) Aufkäufer auftreten. Sie sind schon fleißig dabei.


Genau das habe ich doch geschrieben :rolleyes: :

Zitat von porc: Dann müsste die FED alles aufkaufen, um sie niedrig zu halten, was die Währung zerstören würde.


Zudem: Nicht Falsch, die FED kann nicht einfach alles aufkaufen, da dann die Währung kollabiert. Genau deswegen wird der Markt die Zinsen irgendwann drastisch nach oben zwingen! Erst Vertrauensverlust, dann Kontrollverlust über die Währung oder Zinsen. Da ein Kontrollverlust über die Währung nicht gangbar ist, wird ein Kontrollverlust über die Zinsen eintreten.

Zitat von Honeymoon: Den Quatsch erzählst Du. Nicht ein FED-Mitglied spricht über Verkauf von ZB-Assets/Bonds oder Reduzierung der ZB-Bilanz. Das eine hat auch mit dem anderen nix zutun. Die effektive Umsetzung der offiziellen Leitzinsrange steuert die FED via eigener Zinszahlung auf die Überschussreserven.


Das geht vlt. bei kleinen Erhöhungen. Bei echten Erhöhungen (wenn die Inflation auf 3,4,5,6%) steigt, wird so ein Programm viel zu teuer. Da würde die FED massive! Verluste einfahren.
Zudem Honey: Wenn die Banken auf ihre Reserven so viel Zins bekommen, dann werden sie auch kein Geld mehr an die FED verleihen wollen. Gleichzeitig können sie den Einlegern höhere Zinsen bezahlen, die dann auch keine Anleihen mehr kaufen wollen.

Da wären wir wieder beim Problem: Die FED müsste Staatsanleihen en masse kaufen, was wiederum die Bilanz in die Schieflage bringt.

Wie mans dreht und wendet, sie haben ein Problem.
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