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Berkshire Hathaway (Seite 102)

eröffnet am 23.04.05 08:39:05 von
neuester Beitrag 16.06.21 22:53:19 von

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28.04.05 18:31:45
Beitrag Nr. 3 ()
Dem Orakel gehen die Ideen aus
Frankfurter Allgemeine Zeitung

27. April 2005 Es sind beileibe keine armen Menschen, die an diesem Samstag in Omaha, einer rund 400.000 Seelen zählenden Stadt im Mittleren Westen Amerikas, zusammenkommen werden. Gleichwohl können sie vielerorts mit Rabatten rechnen - Rabatte auf Autoversicherungen, Schuhe, T-Shirts, Möbel, Bücher und Schmuck.

Die Omaha-Pilger werden aber auch deshalb gerne Geld in der Nebraska-Metropole lassen, weil sie wissen, daß es in der Familie bleibt. Denn es sind alles Firmen aus dem Reich von Warren Buffett, die mit den Vergünstigungen locken.

Berkshire Hathaway lädt zur Hauptversammlung

Buffett, der wohl erfolgreichste Investor aller Zeiten, lädt wieder einmal zum "Woodstock der Kapitalisten" ein, der Hauptversammlung seines Investmentvehikels Berkshire Hathaway. 19.500 Aktionäre waren es im vergangenen Jahr, die zu dieser Audienz ihres Idols gekommen waren.

In den Wochen vor der großen Aktionärsparty war der Kurs der A-Aktien von Berkshire bis auf ein Rekordhoch von 95.650 Dollar geklettert - die 100.000-Dollar-Marke schien greifbar nahe. Heute, gut ein Jahr später, hat sich der Aktienkurs bei 82.000 Dollar eingependelt, während sich der amerikanische Aktienmarkt im gleichen Zeitraum behauptet hat.

Die zündenden Ideen fehlen

Ein solches Zwölf-Monats-Fenster, in dem Buffett einmal hinter dem Markt zurückgeblieben ist, erscheint natürlich sehr willkürlich und schmälert in keiner Weise die beispiellose historische Bilanz des Investors Warren Buffett. Und dennoch: Der Aktienkurs von Berkshire ist jetzt wieder da, wo er schon einmal vor sieben Jahren war.

Und auch unabhängig vom Kurs drängt sich langsam der Eindruck auf, daß dem "Orakel von Omaha" die zündenden Ideen ausgehen. Der beste Beleg dafür ist die vor Kraft strotzende Bilanz von Berkshire: Zum Ende des vergangenen Jahres schob der Mischkonzern eine Liquidität von 43 Milliarden Dollar vor sich her, viermal mehr als noch zwei Jahre zuvor.

In seinem jüngsten Aktionärsbrief schrieb Buffett, seine Hoffnung sei es gewesen, mehrere Multimilliarden-Dollar-Käufe zu tätigen. "Aber das ist mir nicht gelungen." Buffett gelobte zwar, den "Geldschatz" in diesem Jahr in interessantere Anlagen umzuwandeln. Bisher ist davon freilich wenig zu sehen. Unlängst wurde nur bekannt, daß Berkshire bei der amerikanischen Brauerei Anheuser-Busch eingestiegen ist. Die letzte Milliardeninvestition war jedoch im Jahr 2003 der Kauf von Clayton Homes.

Sonderdividende könnte A-Rating gefährden

Es mehren sich denn auch die Spekulationen, daß Berkshire einen Großteil der angehäuften Liquidität an die Aktionäre weiterreicht. "Die Ausschüttung einer Sonderdividende wird immer wahrscheinlicher", sagt Charles Gates, Analyst bei Credit Suisse First Boston. Buffetts Freund Bill Gates, der im Board von Berkshire sitzt, hat vorgemacht, wie es geht: Der Software-Konzern schüttete im vergangenen Jahr auf einen Schlag 32 Milliarden Dollar aus.

Freilich müßte Buffett darauf achten, daß diese Sonderausschüttung das Triple-A-Rating von Berkshire nicht gefährdet. Berkshire ist heute in erster Linie ein Versicherungskonzern. Und für einen Versicherer ist die Bestnote der Rating-Agenturen ein großer Wettbewerbsvorteil.

Die Agentur Fitch hat Berkshire unlängst mit einem negativen Ausblick versehen. Interessanterweise hob sie dabei auch auf das fortgeschrittene Alter von Buffett ab. Der nach Bill Gates zweitreichste Mann der Welt wird im August 75 Jahre alt. Es werde nicht einfach sein, seine Talente zu ersetzen, schreiben die Fitch-Experten. Mit zunehmendem Alter wird Buffett somit selbst zu einem Risiko für die Berkshire-Aktie.
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23.04.05 10:54:07
Beitrag Nr. 2 ()
Gute Idee,

wir haben seit Auflegung der Aktie vor Jahrzehnten einige Stuecke im Familienbesitz. Die wurden bereits in der 2. Generation vererbt. Das ist so `ne Art Familientradition. Ich glaube, der Grossvater meiner Frau war ein enger Mitarbeiter von WB, als dieser mit Berhshire loslegte. Da hatte sich er damals vor vielen Jahren gleich einige Stuecke besorgt. War sicherlich nicht das schlechteste Investment.

:laugh::laugh::laugh:
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23.04.05 08:39:05
Beitrag Nr. 1 ()
Hallo Zusammen,

mir ist aufgefallen, daß es auf Wallstreet-Online keinen eigenen Berkshire Hathaway Thread gibt. Daher lege ich ihn hiermit an.

Grüße
Carret
---

Warren Buffett macht mit Dollar-Wetten satten Gewinn
Frankfurter Allgemeine Zeitung

07. März 2005 Der Milliardär Warren Buffett hat auch im vierten Quartal auf einen schwachen Dollar gesetzt. Die Wetten des Investmentgurus haben seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway Inc. einen Gewinnanstieg von 40 Prozent auf 3,34 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) oder 2.171 Dollar je Aktie beschert.

Buffett hat seine Dollar-Terminkontrakte um sieben Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar erhöht, das hat ihm einen Gewinn von 1,63 Milliarden Dollar eingebracht. Ohne Buffetts Dollar-Wetten und andere Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, hätte Berkshire Hathaway im vierten Quartal einen Gewinn von 1,84 Milliarden Dollar erzielt, das entspricht einer Steigerung von 19 Prozent. Für das gesamte Jahr ging der Gewinn von Berkshire um zehn Prozent auf 7,31 Milliarden Dollar zurück. Verluste aufgrund der schweren Hurrikans in Amerika belasteten das Ergebnis.

Haushalts- und Handelsbilanzdefizite große Belastungsfaktoren

Buffett sieht den Dollar auch über die nächsten Jahre weiter fallen, belastet durch Haushalts- und Handelsbilanzdefizite in Amerika. "Die Handelspraktiken unseres Landes belasten den Dollar", kritisierte der 74-jährige Buffett. "Der Wertverlust ist bereits massiv, aber er dürfte weiter anhalten." Der Dollar- Index des New York Board of Trade, der den Dollar in Relation zu sechs anderen Währungen misst, gab in den vergangenen drei Monaten 2004 um 7,5 Prozent nach.

Berkshire Hathaway hat derzeit 43,4 Milliarden Dollar in der Kriegskasse und dürfte damit auch außerhalb von Amerika auf Einkaufstour gehen, erwarten Analysten. Buffett, nach Bill Gates der zweitreichste Mensch der Welt, hat mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway Dutzende von Firmen aufgekauft, die unter anderem Versicherungen, Farben, Teppichböden und Mobilheime verkaufen. Über Beteiligungen ist Berkshire der größte Aktionär von Coca-Cola Co., American Express Co. und Gillette Co.

Die liquiden Mittel von Berkshire sind von 43 Milliarden Dollar per 30. September weiter gestiegen. Buffett kündigte an, zusammen mit dem 81-jährigen Vice Chairman Charlie Munger daran zu arbeiten, "2005 einen Teil dieser Summe in interessantere Anlagen zu investieren, obwohl wir keinen Erfolg versprechen können." "Charlie und ich hätten jetzt gerne ein bisschen Action", schrieb Buffett in seinem jährlichen Aktionärsbrief.

Buchwert nach Steuern um 10,5 Prozent gestiegen

Die Einnahmen bei Berkshire stiegen im vierten Quartal 0,9 Prozent auf 20 Milliarden Dollar. Der Investmentertrag im Versicherungsbereich, einschließlich Zinsen und Dividenden, sackte acht Prozent auf 774 Millionen Dollar ab. Bei der Tochtergesellschaft General Re Corp. brachen die Einnahmen im Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft in Amerika 20 Prozent ein, nachdem sich die Rückversicherung von nicht einträglichen Geschäften zurückgezogen hatte, teilte Berkshire mit.

Der Buchwert der Holdinggesellschaft stieg 2004 um 10,5 Prozent nach Steuern. Zum Vergleich: der amerikanische Benchmarkindex Standard & Poor`s 500 kam auf ein Plus von 10,9 Prozent vor Steuern. Auf dieser Basis war 2004 eines von lediglich sechs Jahren seit 1965, in denen Berkshire eine schlechtere Wertentwicklung vorzuweisen hatte als der S&P 500, berichtete Buffett in seinem Aktionärsbrief. Er führte das geringe Wachstum auf fehlende Akquisitionsmöglichkeiten zurück.

Der Kurs der Berkshire-Aktie fiel am Freitag 0,3 Prozent auf 89.300 Dollar. Hätte Ein Anleger 1965 10.000 Dollar in Berkshire investiert, als Buffett die Kontrolle über die Gesellschaft übernahm, wäre seine Beteiligung heute 50 Millionen Dollar wert. Buffetts eigener Anteil an Berkshire hat einen Wert von rund 42,5 Milliarden Dollar. Buffett beurteilt die amerikanische Wirtschaft an sich positiv

Durch seine Investments in fremde Währungen habe Buffett "die Kaufkraft eines Teils seiner liquiden Mittel bewahrt", sagt Keith Trauner, Fondsmanager bei Fairholme Capital Management in Short Hills, New Jersey. Buffett selbst hofft, daß er mit seiner Dollar-Prognose falsch liegt. "Die Ressourcen von Berkshire sind stark in Dollar-basierten Anlagen konzentriert, und sowohl ein starker Dollar als auch ein Umfeld mit niedriger Inflation sind sehr in unserem Interesse", schrieb er in seinem Aktionärsbrief. Er forderte die amerikanische Regierung auf, einen neues Zollsystem einzuführen, um das Handelsdefizit unter Kontrolle zu bringen. 2004 verzeichnete Amerika ein Rekord-Handelsdefizit von 617,7 Milliarden Dollar.

Seine Ansichten hinsichtlich des Dollar spiegeln jedoch nicht etwa eine negative Einschätzung der amerikanischen Wirtschaft wider, betonte Buffett. "Unsere Volkswirtschaft ist bei weitem die kräftigste der Welt und wird das auch weiterhin sein", schrieb er.
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