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Bijou Brigitte: Wer hat eine Meinung zu der Aktie ? (Seite 994)


ISIN: DE0005229504 | WKN: 522950 | Symbol: BIJ
39,60
20.09.19
Tradegate
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Neuigkeiten zur Bijou Brigitte Modische Accessoires Aktie


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Schwer zu sagen, ob der Aktienkurs von Bijou Brigitte im laufenden Jahr einfach nur mit dem Gesamtmarkt nach oben gespült wurde, ungewöhnlich deutlich vom Aktienrückkaufprogramm profitierte oder ob der Titel – nach dem heftigen Kursverfall in den vorangegangenen 1,5 Jahren – einfach reif für eine markante Erholung war. Jedenfalls hat die Notiz der Modeschmuckkette seit Anfang Januar um rund 30 Prozent an Wert gewonnen und stand zwischenzeitlich sogar schon oberhalb von 45 Euro. Für einen Dämpfer sorgte allerdings der kürzlich vorgestellte erste Ausblick für 2019. Demnach rechnen die Hamburger bei Erlösen zwischen 320 und 330 Mio. Euro mit einem Gewinn vor Steuern in einer Bandbreite von 20 bis 30 Mio. Euro.

Hierin enthalten ist zwar ein bilanzieller Sondereffekt von etwa 3 Mio. Euro. Doch im Grunde zeigt die Vorschau nur zu deutlich, dass die Hamburger auch künftig kaum mehr Wachstum generieren können – und das nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit. So deckt sich der Ausblick für 2019 (die Einmalbelastung ausgeklammert) mit den vor einem Jahr formulierten Zielen für 2018 (Umsatz: 315 bis 330 Mio. Euro, Gewinn vor Steuern: 20 bis 30 Mio. Euro). Herausgekommen ist Bijou Brigitte am Ende bei Erlösen von 322 Mio. Euro sowie einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 31,70 Mio. Euro. Isoliert gesehen ist 2018 also eher ein Stück besser als gedacht gelaufen. Gleichwohl setzte sich mit dem Resultat die Kette der Gewinnrückgänge abermals fort.


Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 360,83 356,32 335,10 330,39 336,27 326,59 322,00 325,00
EBITDA1,2 71,53 59,25 54,27 51,44 49,87 45,95 45,80 42,30
EBITDA-Marge3 19,82 16,63 16,20 15,57 14,83 14,07 14,22 13,02
EBIT1,4 56,35 43,59 40,15 38,01 36,74 32,58 31,95 28,20
EBIT-Marge5 15,62 12,23 11,98 11,50 10,93 9,98 9,92 8,68
Jahresüberschuss1 39,25 28,07 26,30 25,07 24,03 21,67 21,50 19,00
Netto-Marge6 10,88 7,88 7,85 7,59 7,15 6,64 6,68 5,85
Cashflow1,7 39,73 52,76 33,56 30,51 38,32 40,21 38,00 26,50
Ergebnis je Aktie8 4,98 3,56 3,25 3.18 3,05 2,75 2,65 2,35
Dividende8 5,50 3,50 3,00 3,00 3,00 3,00 3,00 3,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben
Zur Boersengefluester-Analyse: Die Modelle der Analysten sind bei Unternehmen mit sehr hohem Cashbestand meines Erachtens mit Vorsicht zu genießen. Wenn man Unternehmen analysiert, sollte man das Unternehmen eigentlich immer auf den Unternehenswert (Enterprise Value) beziehen, also auf die Marktkapitalisierung zuzüglich Schulden und abzüglich Cashbestand. Bei BIJ mag es rechnerisch richtig sein, ein KGV von 20 zu errechnen. Aber wenn man dann hieraus ableitet dass das Unternehmen zu teuer ist, dann macht man auf lange Sicht wahrscheinlich einen großen Fehler. Bei BIJ beträgt der Unternehmenswert nur wenig mehr als die Hälfte der Marktkapitalisierung. Das heißt übersetzt dass das ajustierte KGV bezogen auf den Unternehmenswert nur bei knapp 10 liegt. Wenn ich alle meine Investments in 10-20 schuldenfreie Firmen mit 10% Rendite auf den Unternehmenswert einsetzen könnte, dann wäre ich mehr als froh. Ganz besonders im Zeitalter negativer Renditen.
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deshalb habe ich ja auch keinen kommentar darüber eingestellt!

trotzdem: eine tendenz ist absehbar...........


clownfisch
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.287.046 von Lou-Mannheim am 05.04.19 12:13:15Die Überlegung mit dem EV mag stimmen, wenn Du Dir überlegst, die Fa. zu übernehmen. als Kleinaktionär hast Du aber nicht viel davon, wenn das Unternehmen Dauerhaft Cash hortet, ohne es zu investieren oder an die Aktionäre zurück zu geben.
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...vielleicht will die fa. werner ja noch mal nen goldenen schnitt machen und verkaufen,bevor es den bach runter geht.......

müssen sie sich aber beeilen,denn die rezession ist under way und keiner weiß, wie heavy die ausfällt.........


clownfisch
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.287.724 von Weinberg-CP am 05.04.19 13:21:27Ja, Weinberg-CP, das ist absolut korrekt.

Es genügt ja nicht, einfach nur Cash anzuhäufen, sondern es sollte auch sinnvoll investiert werden. Im Falle BIJ gelingt das seit langem einfach nicht.

Aus diesem Grunde muss man als außenstehender Investor natürlich den ganzen nicht betriebsnotwendigen Geldbestand aufgrund von negativer Verzinsung und Kaufkraftverlust mit einem gewissen Abschlag versehen. Wenn man 10 Jahre lang 100 Mio zuviel mit sich herumschleppt, ohne es sinnvoll zu investieren, dann haben diese 100 Mio. ma Ende eben nur eine (nicht schönindexierte) Kaufkraft von der Hälfte. Nach 20 Jahren ist noch ein Viertel und nach 30 Jahren wahrscheinlich nur ein Achtel oder sogar noch weniger übrig.

Bei BIJ drängt sich nach mehr als 10 Cash-Schlummerjahren bei mir manchmal der Gedanke auf, dass innerhalb der nächsten paar Jahre eigentlich zwingend etwas gravierendes passieren müsste. Die Hanseaten sind ja durchaus als konservativ und geduldig bekannt, aber irgendwann muss doch auch mal der vorsichtigste Kaufmann erkennen, dass es so nicht weiter gehen kann. Wenn man das Geld, das man verwaltet, nicht sinnvoll investieren kann, dann muss man es doch den Eigentümern zurück geben. Das ist doch eine Binsenweisheit.

Selbstverständlich kann es aber auch sein, dass man hier auf Godot wartet.

Im Prinzip geht es mir hautpsächlich um die Tatsache, dass sich diese Firma völlig unnötig selbst im sklerotischen, depressiven Europa gefangen und eingesperrt hat, und dass das Management sich nicht zutraut das Geld in aufstrebende Regionen dieser Welt zu investieren. Das absolut unverständlichste hierbei ist, dass dies auch ganz offensichtlich vom Aufsichtsrat toleriert wird.

Große Teile von Asien, Japan und Ozeanien sind jung, dynamisch, und aufstrebend. Das gleiche gilt auch für Teile von Amerika. Viele Firmen, auch in unserer Branche, investieren in diesen Regionen und verdienen ganz gut. Allerdings muss man für eine weltweite Expansion etwas mehr tun als in Europa eine schrumpfende Anzahl von Läden zu verwalten.

Es ist so schade, insbesondere vor dem Hintergrund, dass BIJ auf Eigenkapital zurück greifen könnte, während die meisten anderen mit Hilfe von Krediten expandieren.

Manchmal denke ich dass dieser riesige und vollkommen überflüssige Cashberg die ganze Firma vollständig einschläfert. Mit Hilfe von soviel Cash kann man sich kapitale Fehler leisten, sowohl bei der Eröffnung von Shops als auch innerhalb der Firma bei der Führung auf allen Ebenen bis ganz hinunter. Und weil man es sich leisten kann, macht man diese Fehler auch, immer wieder, immer wieder.

Aus meiner Sicht hätte der Aufsichtsrat nur zwei Aufgaben. Nehmt diesem Vorstand bitte sofort 100 Mio. weg und gestaltet die Boni in einem weiteren Schritt so, dass diese anhand von 3-bis-5-Jahres-Zeiträumen auch zum Teil an der sinnvollen Reinvestition der Überschüsse gemessen werden. Dann würden auch solche idiotischen Dinge nicht mehr vorkommen, wie z.B. ein paar Shops in zweitklassigen Shoppingcenterlagen in Florida aufmachen, nach ein paar Jahren wieder zumachen, und anhand der verlustreichen Performance von diesen grottenschlechten Lagen entscheiden, dass man einem ganzen Kontinent mit 500 Mio. Konsumenten fern bleibt. Oder man öffnet in Spanien in kurzer Zeit hunderte von Läden und muss nach ein paar Jahren fast die Hälfte wieder schließen. Für all diesen Unsinn hat der Vorstand Boni kassiert. Diesen Spanien-Unsinn mit einer Fülle von zweit- und drittklassigen Lagen gab es auch schon unter Werner senior. Es gab und gibt Boni für sinkende Umsätze, sinkende Margen, sinkende Shops, sinkende Gewinne. Das ist fast so wie bei der Deutschen Bank.

Der Aufsichtsrat müsste eigentlich nur an sehr wenig Stellschrauben drehen, und der ganze Laden würde sich mit der Zeit prächtig entwickeln. Das ist es, was am meisten wehtut.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.288.921 von Lou-Mannheim am 05.04.19 15:41:23

Ehrliche harte Worte von mir:

Aufsichtsrat von Bijou Brigitte = "irrer Witz"........sollten den Vorstand nicht nur "fördern" via fetten Boniklauseln, sondern fordern, Jahr für Jahr.....mit Vorgaben, die diesem Wort gerecht werden. So aber Versagen des Aufsichtsrats.

Boni für die "Leistungen der Vergangenheit" zahlen, weiter Jahr für Jahr, irre......

Boni sollte es nur für Z U W Ä C H S E geben......Versagen des Aufsichtsrats......

Ein Aufsichtsrat, der diese Bezeichnung verdient, ist der Sparringspartner des Vorstandes....man hat nur ein Interesse......das Unternehmen noch erfolgreicher zu machen, zu expandieren.

Für einen "Stillstand" würde ein (!) Sachverwalter reichen........

Aber das grotesk perverse an der Bijou Brigitte ist ja, dass der Vorstand im Rahmen seiner Kompentenz und Verantwortung einen sündhaft teueren Strategieberatervertrag mit Papa Werner abgeschlossen hat, und seit Jahren daran festhält.

Dieser hatte ursprünglich derart "abartige" Bonibestandteile" drin, dass diese in der Folgezeit nicht mehr angewendet wurden.

Welche großartigen strategischen Beraterleistungen hat denn Papa Werner all die Jahre erbracht?

Antworten erfolgten in mehreren HVs hierauf keine, kronkrete Leistungen Fehlanzeige?

Zumindest keinen (!) neuen Ländermarkt seitdem begonnen, keinen nennenswerten Masterfranchiser für eine Region gewonnen, ein Land, dass man selbst nicht abdecken möchte.

Diese "Beratung" kostete inzwischen siebenstellige Beträge......armer Papa Werner.....

Wenn seitdem der Aktienkurs sich positiv entwickelt hätte, der Gewinn, die Zahl der Filialen und Zahl der Ländermärkte.....

Ich in eigener Sache würde mich schämen, für eine derartige "Bilanz" noch abzukassieren......dass ganze ja als Hundertfacher Millionär.

Ach ja, die "Blockade" bei Bijou Brigitte könnte sich auch "biologisch" lösen......warten wir es ab.

Warum ich investiert bin? Weil diese AG aus meiner Sicht weit unter ihren Möglichkeiten "nur verwaltet" wird.

Kann nur besser werden im Zeitablauf.....das Potenzial ist da, es muss nur gehoben werden.

Auf den letzten MAPIC weltweit wurden derart viele Chancen angeboten, für expansionsfreudige Einzelhändler, auch via Masterfranchiser......

Europa bietet aktuell viele Expansionsmöglichkeiten, vor allem Osteuropa......man will nicht, weil Papa Werner bremst?!

Oder Concessions.....es warten tausende Standorte, nur in Europa.....weltweit noch viel mehr

Wie sagte einer der Redner auf einer der letzten HV.....jede Würstchenbude kann es besser......
:laugh:

Man wird auch 2019 nach aktueller Prognose mit doppelt angezogener Handbremse (oder Autohold) die AG nur verwalten.

Ein Jammer, wie diese AG weit weit unter den Möglichkeiten dahinsiecht.
Xetra-Orderbuch schaut weiterhin vielversprechend aus, die Zahl der gesuchten Aktien höher als die aktuell Verkaufswilligen.

Nicht wenige sehen somit mehr Chancen als Risiken auf der aktuellen Kursbasis sowie der bekannten Faktenlage.

Beeline GmbH weiterhin nicht bereit, seiner Veröffentlichungspflicht für 2017 (!) nachzukommen. Dürfte hoffentlich zu "Sanktionen" kommen, die Geld kosten. Dabei sind die Bilanzen ja intern längst fertig.....wohl seit über 10 Monaten........

Man ist nun schon über 3 Monate über der Frist. Die Spannung steigt, was der Hauptkonkurrent an "genialen" Zahlen liefern wird......für 2017
Sehr gute Umsatzzahlen für das erste Quartal 2019.......nachdem ja der stationäre Einzelhandel dem völligen Kollaps bevorsteht. ;-)

Plus 2,3% beim Umsatz...
.....darauf lässt sich aufbauen, um im Laufe des Jahres eine Prognoseanhebung zu sehen.
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