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Deutsche Beteiligungs AG


ISIN: DE000A1TNUT7 | WKN: A1TNUT | Symbol: DBAN
32,75
21.03.19
Wien
-1,95 %
-0,65 EUR

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Ein momentan völlig unbeachteter Wert ist die Deutsche Beteiligungs AG. Dabei ist die Entwicklung der Gesellschaft als äußerst positiv zu werten und steht in keinem Zusammenhang zur momentanen Kursentwicklung. Aber nun zu den Details:
Die Aktienanzahl beträgt 17.049.958 Stück. Dies bedeutet bei einem Kurs von 11 € eine Marktkapitalisierung von 187,55 Mio. €. Damit notiert die Gesellschaft weit unter dem ausgewiesenen Eigenkapital von 254 Mio. €. Der NAV je Aktie beträgt übrigens 13,62 €. Der Substanzwert ca. 16 €. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten wurde auf 0 € (!) zurückgefahren. In den ersten 3 Monaten erzielte man bereits ein Gewinn von 1,05 € je Aktie. Dies lässt für das Gesamtjahr einiges hoffen, zumal auch der Vorstandsvorsitzende sich ungewöhnlich optimistisch zeigte, was eigentlich höchst ungewöhnlich für ihn ist.
Über die Werthaltigkeit der Beteiligungen kann man natürlich immer streiten, sofern kein Börsenkurs vorliegt. Allerdings ist die Deutsche Beteiligungs AG fast ausschließlich in mittelständischen Marktführern involviert. Hier eine Übersicht Stand 2003:

Engagements / Buchwert in Tsd. € / Anteil am DBAG-Portfolio


Harvest Partners IV 32.048 12,9%
Bauer AG 27.594 11,1%
Homag AG 22.583 9,1%
schlott gruppe AG 17.392 7,0%
Harvest Partners III 12.927 5,2%
AKsys GmbH 12.636 5,1%
Lund Inc. 11.176 4,5%
Edgen Corp. 8.660 3,5%
Babcock Borsig Service GmbH 8.552 3,4%
Coveright Surfaces GmbH 8.509 3,4%
Summe der zehn größten Beteiligungen 162.078 65,0%
Summe der zehn nächstgrößten Beteiligungen 63.826
Summe der 20 größten Beteiligungen 225.904 90,6%
Summe der übrigen Engagements 23.380
Summe der Beteiligungen nach Buchwerten 249.284 100%


Mittlerweile wurden schlott gruppe AG, Babcock Borsig Service GmbH und Edgen Corp. veräußert. Die Edgen Corp. konnte aufgrund des Dollar-Verfalls nur zum Buchwert verkauft werden, dafür blieb bei den anderen Positionen ordentlich was hängen. Inklusive dem Verkauf von 500.000 Funkwerk-Aktien (Gewinn: 2,5 Mio. € ) blieben 19,6 Mio. € als Quartalsgewinn übrig. Die HVB schätzt, das bei Schlott ein Buchgewinn von 6,6 Mio. € und bei Babcock von 9 Mio. € erwirtschaftet wurden.
Nach Harvest Partners IV stellen Bauer AG und Homag AG die größten Positionen dar. Beide stehen zum Verkauf. Bauer AG (Umsatz 04: 604 Mio. € /Anteil: 41,2 %) steht mit einem Buchwert von 27,594 Mio. € in der Bilanz. Homag AG ( Umsatz 04: 672,1 Mio. € / Anteil: 21,4 % ) steht mit einem Buchwert von 22,583 Mio. € in der Bilanz. Bei beiden Positionen ist bei Veräußerung mit einem signifikanten Gewinn zu rechnen, der den NAV noch weiter ansteigen lassen wird.
In der Bilanz dürften sich m.E. nach keine Luftblasen befinden, da auch schon in der Vergangenheit rechtzeitig eventuelle Abschreibungen vorgenommen wurden. Bei Verkäufen wurde entweder zum Buchwert oder weit darüber verkauft, so das ich die aktuellen Buchwerte als konservativ erachte.
Noch kurz zur Aktionärsstruktur. Die Aktie befindet sich fest in der Hand institutioneller Investoren, die 77,9 % halten. Aber selbst bei den verbleibenden 22,1 %, sind sehr viele kleinere Institutionen mit im Boot, so dass wahrscheinlich weniger als 10% von sogenannten Kleinanlegern gehalten werden. Dieser Umstand sollte allerdings alles andere als Grund zur Besorgnis sein. So konnte z.B. letztes Jahr ohne viel Aufriss eine Kapitalerhöhung zu 11 € platziert werden, was immerhin 51,3 Mio. € Emissionserlös bedeutete.
Momentan kann man noch zu Kursen der letzten Kapitalerhöhung kaufen. Man erhält eine schuldenfreie Firma mit einer Eigenkapitalquote von 82,3 %, die weit unter NAV und Substanzwert notiert und für dieses Jahr einen beträchtlichen Gewinn ausweisen wird. Außerdem hat man schon in der Vergangenheit bewiesen, das man sehr erfolgreich auch größere Transaktionen stemmen kann, zu denen Mangels Masse kleinere Beteiligungsgesellschaften nicht in der Lage sind.
Alles in allem ein glasklarer Kauf, der nur noch auf seine Entdeckung wartet!


Euer Wächter
Das sieht schon ziemlich gut aus.

Was noch fehlt, ist eine gewisse Kontinuität. Ich hoffe, dass
der Markt der DBAG eine höhere Bewertung zugesteht,
wenn auch das Jahr 2005 weiterhin erfolgreich verläuft.

Dann sind m.E. auch relativ schnell Kurse über 20 Euro denkbar.

Ausserdem wurden bei den letzten Exits tendenziell eher nicht
ganz optimale Zeitpunkte erwischt, das hat dem Image des Managements
evtl. auch etwas geschadet, obwohl sie bei den Einkäufen
in letzter zeit eine gute Hand hatten.

<momos>
Ich bin da auch seit einigen Monaten investiert.

Was wohl zusätzlich Phantasie verspricht ist die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IAS, weiss da jemand genaueres?
Hallo Wächter,
davon abgesehen das nach meinem Wissen die Aktienanzahl 18.670.000 beträgt und nicht 17.049.958 Stück stimme ich dir da voll und ganz zu.Oder bin ich was Die Aktienanzahl angeht nicht ganz auf dem Laufenden.Ich las mich da gerne eines besseren belehren.Ich persönlich bin schon seit 1994 investiert.Habe meinen Bestand seit November 2004 wieder stark aufgestockt.20 Euro halte ich für absolut gerechtfertigt,wenn es keine schlechten Nachrichten mehr gibt.
Schönes Wochenende und auf einen guten Börsenstart am Montag.
Hi Adlerauge1!

Die 17.049.958 Aktien sind der gewichtete Durchschnitt 2003/2004. Geben tut es wirklich 18.666.667 Aktien. Von daher ändert sich die Marktkapitalisierung bei 11 € Börsenkurs auf 205,33 Mio. €. Somit beträgt das Potenzial bis zum ausgewiesenen Eigenkapital 48,67 Mio. € oder 24 % bzw. 2,6 €/Aktie.
Hatte ich übersehen. Vielen Dank für den Hinweis!



Dein Wächter
Zur Abwechslung wir mal wieder was investiert:
Pressemeldungen
Deutsche Beteiligungs AG erwirbt Clyde-Bergemann-Gruppe


Buy-out des Weltmarktführers für Kesselreinigungs-Technologie

Frankfurt am Main, 30. Mai 2005. Die Deutsche Beteiligungs AG und ihr Parallelfonds DBAG Fund IV haben die Clyde-Bergemann-Gruppe erworben. Entsprechende Verträge haben die Deutsche Beteiligungs AG und der bisherige Eigentümer der Gruppe, die amerikanische Investorengruppe Saw Mill Capital, in der vergangenen Woche unterzeichnet. Das Transaktionsvolumen, also der Preis für das schuldenfreie Unternehmen, beträgt rund 90 Millionen Euro.

Die Clyde-Bergemann-Gruppe (www.clydebergemann.de) liefert weltweit Komponenten für Kohlekraftwerke, die einen effizienten, sicheren und möglichst umweltschonenden Betrieb der Anlagen gewährleisten. Im vergangenen Geschäftsjahr 2004/2005 (28. Februar) hat die Gruppe mit ca. 900 Mitarbeitern einen Umsatz von 180 Millionen US-Dollar (rund 140 Millionen Euro) erzielt. Wichtigstes Produkt sind Reinigungssysteme ( z.B. so genannte Rußbläser), mit denen während des laufenden Betriebs in den Kraftwerkskesseln Verbrennungsrückstände entfernt werden. In einem Kohlekraftwerk mit 1.000 MW Leistung werden ca. 150 solcher Rußbläser im Rahmen eines kompletten Reinigungssystems (inkl. intelligenter Steuerung, Sensoren , Software, Armaturen etc.) benötigt. In einem weiteren Geschäftsbereich werden Anlagen zum Transport und zur Entsorgung der Asche aus den Kraftwerkskesseln entwickelt und produziert.

Clyde Bergemann ist ein international tätiges Unternehmen im Energie-Service-Markt: In einzelnen Produkten hat das Unternehmen einen weltweit führenden Marktanteil. Die Gruppe besteht aus acht wesentlichen Gesellschaften. Der Ursprung des Unternehmens ist in Wesel; dort befinden sich weiterhin ein Teil der Fertigung und das Technologiezentrum der gesamten Gruppe. Auch ein Teil der Unternehmensleitung hat dort seinen Sitz. Weitere Standorte hat das Unternehmen in seinen wichtigsten Märkten. So ist Clyde Bergemann mit zwei Produktionsstätten im Wachstumsmarkt China vertreten und profitiert so direkt von dem enormen Kraftwerksbau in dem Land; dort erzielt Clyde Bergemann gut ein Drittel seines Umsatzes. Aus Europa und Amerika kommt jeweils ebenfalls ein Drittel des Umsatzes. Weitere Standorte gibt es in Großbritannien, Estland und in den USA. Sitz der Gesellschaft ist in den USA.

Die Deutsche Beteiligungs AG und ihr Parallelfonds DBAG Fund IV erwerben an Clyde Bergemann die Mehrheit; sie werden rund 33 Millionen Euro Eigenkapital bereitstellen. Das bisherige Management wird an dem Unternehmen beteiligt bleiben und seinen Anteil im Zuge der Transaktion erhöhen.

Clyde Bergemann profitiert von der weltweit steigenden Stromnachfrage, die zu mehr als einem Drittel aus Kohlekraftwerken befriedigt wird. Daneben kommt dem Unternehmen das Bemühen um weitere Effizienzverbesserungen in den Kohlekraftwerken zugute. Die Gesellschaft erwartet darüber hinaus erhebliches Wachstumspotenzial in China.

„Clyde Bergemann soll durch konsequentes Ausnutzen der vorhandenen Marktchancen weiter wachsen“, so Torsten Grede, Mitglied des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG. Dazu kann auch der Kauf kleinerer Unternehmen gehören, mit denen das Angebot intelligenter Technologien rund um den Kraftwerkskessel abgerundet werden kann: „Mit der neuen Eigenkapitalausstattung ist diese Wachstumsstrategie jetzt abgesichert“, so Grede weiter.
Heute kommen die Käufer endlich mal aus ihren Löchern, hoffentlich bleiben Sie dem Wert nicht nur bis zum 14. Juni (Quartalsbericht) bei der Stange.
Man sollte übrigens mal die Deutsche Beteiligungs AG von der Bewertung her mit der Indus Holding AG vergleichen. Sollte die Börse der DBAG irgendwann mal auch eine solche Bewertung zugestehen, treffen wir uns alle jeden Freitag in der Südsee auf eine Partie Golf. Abgemacht!


Euer Wächter


PS:
Besonders die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten bei Indus sind mit über 435 Mio. € bei einer Liquidität von 150 Mio. € schon ein Hammer. Alle Unternehmen der Indus AG zusammen haben einen Umsatz von 708 Mio. € - bei der DBAG haben alleine Bauer und Homag schon 1,276 Mrd. €....:rolleyes:
Der Chart (FSE) erinnert so ein wenig an 1996/97, eine ähnliche Weiterentwicklung wie damals wäre dann das Südsee-Ticket.:yawn:
Die neuesten Quartalszahlen: :)
Deutsche Beteiligungs AG steigert Ergebnis weiter


Halbjahr: 29,8 Millionen € Konzernüberschuss / Net Asset Value je Aktie 13,84 €

Frankfurt am Main, 14. Juni 2005. Die Deutsche Beteiligungs AG ist weiterhin ausgesprochen erfolgreich: Zum 30. April 2005, nach der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2004/2005, weist sie einen Konzernüberschuss nach IFRS von 29,8 Millionen Euro aus. Das sind 12,1 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, der einen Konzernüberschuss von 17,7 Millionen Euro aufwies. Zum Ende des ersten Quartals am 31. Januar 2005 hatte der Konzernüberschuss 19,6 Millionen Euro betragen. Der Net Asset Value je Aktie, die international übliche Kennzahl zur Beurteilung von Beteiligungsgesellschaften, verbesserte sich auf 13,84 Euro.

Zu dem Anstieg des Net Asset Value je Aktie um 1,27 Euro von 12,57 Euro zu Beginn des Geschäftsjahres auf nunmehr 13,84 Euro zum 30. April haben mehrere Faktoren geführt. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen hatte den größten Einfluss auf den Anstieg des Net Asset Value: „Die Konzentration auf Buy-outs im deutschsprachigen Raum hat sich ausgezahlt – besonders die guten Ergebnisse dieser Unternehmen haben zur Wertentwicklung beigetragen“, erläutert Wilken von Hodenberg, Sprecher des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG, den Zwischenabschluss.

Im März hat die Deutsche Beteiligungs AG an ihre Aktionäre eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie ausgeschüttet. Der gesamte Wertzuwachs für die Aktionäre nach den ersten beiden Quartalen beträgt damit 1,60 Euro je Aktie; das entspricht 12,7 Prozent, bezogen auf den Net Asset Value je Aktie zu Beginn des Geschäftsjahres. Im Vorjahr war der NAV in den ersten beiden Quartalen um 0,99 Euro je Aktie oder 8,3 Prozent gestiegen.

Das zweite Quartal war von wichtigen Veränderungen im Portfolio geprägt: So wurden fünf Beteiligungen veräußert, nämlich die Anteile an der Babcock Borsig Service GmbH, der amerikanischen Edgen Corp., an der schlott gruppe AG, der ad pepper media International N.V. und der Drillisch AG. Im Mai, nach Beginn des dritten Quartals, hat die Deutsche Beteiligungs AG gemeinsam mit ihrem Parallelfonds DBAG Fund IV im Rahmen eines Management-Buy-outs die Clyde Bergemann Gruppe mehrheitlich erworben.

„Mit dem guten Ergebnis von fast 30 Millionen Euro einher gehen ein vollständiger Abbau der Bankverschuldung und der Aufbau einer beträchtlichen Liquiditätsposition“, so von Hodenberg weiter.

Der Vorstand der Deutschen Beteiligungs AG ist zuversichtlich, ungeachtet des bereits bisher Erreichten in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres das Ergebnis der Deutschen Beteiligungs AG weiter steigern zu können und prüft gegenwärtig verschiedene Möglichkeiten, die Aktionäre an der guten Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung teilhaben zu lassen.

Besonders der letzte Satz kommt bei Aktionären (und solchen die es noch werden wollen) gut an. :yawn:
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