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Wirecard - Top oder Flop - Beliebteste Beiträge



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.415.266 von WTB9 am 24.04.19 18:37:55Habe mich extra registriert und meine (persönliche) Meinung zu den Vorgängen FT/Wirecard mal loszuwerden.

Habe immer gedacht, bei der Financial Times handele es sich eben nicht um ein "Revolverblatt" übelster Sorte. Aber das habe ich auch vom "Spiegel" gedacht und auch hier gab es ja Vertreter der schreibenden Zunft, die mehr als "gefehlt" haben und den Bogen der journalistischen Freiheit extrem überspannt und die Ihnen eingeräumte Freiheit schamlos ausgenutzt haben.

Und selbst wenn an den Aussagen und Einlassung der FT was dran sein mag, so spricht doch der Zeitpunkt der Veröffentlichung Bände. Scheinbar scheint es dort Personen oder Kreise zu geben, denen jede positive Kursentwicklung einer Wirecard regelrechte körperliche Schmerzen zu bereiten scheint. Und/oder man ist so eng "verbandelt" mit Personen die auf fallende Kurse setzten, das man jetzt dem Ganzen nicht untätig zuschauen konnte.

Ich war selbst über 15 Jahre als Polizeibeamter tätig und kann nur soviel sagen: bevor eine BaFin einen Antrag auf Strafverfolgung bei einer Staatsanwaltschaft stellt, wurde im Vorfeld geprüft, ob diese und die darin geschilderten Vorwürfe auch genug Substanz haben, um einer Prüfung durch die Staatsanwaltschaft stand zu halten geschweige ausreicht, um ein offizielles Verfahren zu eröffnen. Niemand will sich hier eine Blöße geben.

Auch glaube ich nicht, das alle "Wirecardler" samt "Softbank" im Tal der Ahnungslosen unterwegs sind und nur bei der Financial Times hat man vom Baum der Erkenntnis genascht.

Und so wie ich unsere Gerichte und unsere Rechtsprechung kennengelernt habe, lohnt der der eingefahrene oder zu erwartende Ertrag durch diese Marktmanipulation durch gezielt (zumindest zeitlich) lancierte Artikel allemal. Denn wenn überhaupt wäre bei einer Verurteilung eine Strafe "Pipifax". Sollte tatsächlich rauskommen, das diese Artikel und Einlassungen in bewusst irreführender und nicht wahrheitsgemäßer Form erfolgt sind hier meine Prognose: von den dann Schuldigen würde keiner ein Gefängnis "von innen" sehen.

Ich kann nur hoffen, da ich an Wirecard und das Geschäftsmodell samt Aussichten glaube, das es morgen zumindest zu einem kleinen "Tag der Abrechnung" mit diesen Leuten kommt
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interessant ist, wenn man mal die Prognosedaten aus der Präsentation graphisch aufträgt und mit der Bilanz 2017/2018 zusammen bringt.

Dann gibt es nämlich bereits in der Prognose einen Knick zur positiven Richtung. Und das in 2019 oder 2020. (Oder man geht ab 2023/2024 von exponentiellem Wachstum aus)

Für Marge 30% (2020)


Für Marge 35% (2020)


ob das schon durchdringend erkannt wurde und eingespreist ist? mMn nicht.

viele Grüße
Mic
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Ich habe mal ein paar Stunden Zeit investiert und mir erlaubt, die Beiträge der beiden meiner Ansicht nach wichtigsten und besten Poster in diesem Thread, Svabo und Rentford, zu exzerpieren und habe daraus eine Story gebastelt. Dabei geht die Pro-Wirecard-Argumentation auf Svabo zurück, die Contra-Wirecard-Argumentation auf Rentford. Speziell bei der Contra-Argumentation habe ich teilweise Rentfort wörtlich zitiert (ohne dies als Zitat zu kennzeichnen). Ich möchte betonen, dass der Artikel nur hier erscheint und ich keinen finanziellen Vorteil daraus ziehen möchte. Daher habe ich mir das als "Stilmittel" erlaubt. Mir geht es um die Sache und ich finde die Thematik persönlich sehr spannend. Ich hoffe, das ist o.k. für Rentford und Svabo.

Svabo danke ich besonders für seine Antworten auf meinen im Nachhinein betrachtet eher schwachen Post hinsichtlich Wire Card UK und den Geldwäschevorwurf. Meine Befürchtungen hat Svabo größtenteils entkräftet.

Rentford danke ich für die genauen Bilanzanalysen (die bestimmt viele, viele Stunden Recherchearbeit in Anspruch genommen haben) und die Idee, die ganze "Affäre" als Pokerspiel zu sehen. Meines Erachtens ist dieser Vergleich sehr passend, mehr dazu im Fazit.



Das Wirecard-Pokerspiel: Die Einsätze werden nach oben getrieben - Muss Dr. Braun aufdecken?

Liebe Trader,

in den letzten Wochen ist der verbissene Kampf zwischen Leerverkäufern und Großaktionären rund um den Bezahldienstleister Wirecard wieder neu entfacht worden. Und die Einsätze sind höher als je zuvor.

Warum ist Wirecard überhaupt wichtig? Mit einer Marktkapitalisierung von rund vier Milliarden Euro gehört das Unternehmen inzwischen zu den absoluten Dickschiffen im TecDAX und damit zu den wichtigsten börsennotierten deutschen Technologiefirmen.

Die deutsche Öffentlichkeit scheint sich einig: Die Bösen sind die Shorties, insbesondere die anonym agierenden Zatarra Research, Wirecard das arme Opfer. Ich bin davon überzeugt, dass die tatsächliche Sachlage weit komplexer ist und viele der jüngsten Veröffentlichungen in der Finanzpresse nur an der Oberfläche der Thematik kratzen. Ich habe keine Antworten, aber ich glaube, es ist höchste Zeit sich inhaltlich (operativ und bilanziell) genauer und tiefergehender mit Wirecard zu beschäftigen und neue Fragen zu stellen.

Operatives Geschäft

Die Wirecard-Bullen postulieren, dass Tausende Händler und Kunden in unzähligen Shops regelmäßig mit der Wirecard Engine arbeiten und über Wirecard-Terminals bezahlen und verstehen deshalb den immer wieder kursierenden Vorwurf der Intransparenz nicht. Immerhin hat Wirecard Kooperationen mit den beiden wichtigsten Kreditkartenfirmen weltweit, Mastercard und Visa, vorzuweisen. Das Unternehmen wächst schnell, sowohl organisch als auch über Akquisitionen und agiert äußerst profitabel (zumindest wenn man den offiziellen Gewinnausweisen glaubt). Mehrere internationale Akquisitionen sollen dabei helfen, die Marke Wirecard global zu etablieren. Die Zahlungsströme im WWW sind schließlich auch global.
Wirecard übertrifft zudem regelmäßig die Erwartungen der Analysten und Mobile Payment ist ein gigantischer Wachstumsmarkt.

Letzteres bestreiten die Bären nicht. Sie geben aber zu bedenken, dass die Umsätze in diesem Markt bisher noch relativ gering sind und die Investitionskosten im Gegenzug sehr hoch, eben wegen der guten Zukunftsaussichten sei der Markt entsprechend umkämpft. So hat beispielsweise der Versandhandelsriese Otto erst vor kurzem seinen Bezahldienst Yapital mangels kalkulierbarer Erfolgsaussichten wieder eingestellt.

Auffällig sei auch, dass die Margen der Konkurrenz im Bereich Payment Processing für Onlineshops im allgemeinen viel geringer sind als bei Wirecard. Kleinere deutsche Wettbewerber wie Novalnet, PAYONE oder Heidepay müssen im Vergleich zu Wirecard mit weniger als der Hälfte auskommen.
Bei der Zahlungsabwicklung im stationären Bereich, wo in Deutschland B+S Card Service und Concardis Marktführer sind (international ist Wordpay einer der ganz Großen), sind die Margen noch einmal deutlich kleiner.

Es wird viel darüber geschrieben, dass das mobile Bezahlen mit der Einführung von Apple Pay einen gewaltigen Schub bekommen wird. Fraglich ist allerdings, ob Wirecard davon profitieren kann. Die Kreditkarte durch das Handy zu ersetzen, ist noch kein neues Zahlsystem, denn alle Informationen fließen weiter über die etablierten Informationswege der Händler und ihrer Zahlungsabwickler. Das Wirecard Online-Zahlsystem click2pay wird vom Unternehmen selbst seit zwei Jahren zumindest öffentlich eher stiefmütterlich behandelt. Nur auf relativ wenigen Seiten kann man tatsächlich mit click2pay bezahlen, beispielsweise in Online-Spielcasinos. Auch hier ist click2pay aber nur ein Anbieter unter vielen.

Kritiker stellen vor diesem Hintergrund die Frage, mit welchen Kunden es das Unternehmen 2015 geschafft haben soll, ein Transaktionsvolumen von 45 Milliarden Euro zu generieren?

Bilanzielle Fragezeichen

Will man diese Frage seriös beantworten, kommt man nicht umhin die Bilanzen von Wirecard zu studieren, insbesondere die Einzelabschlüsse, die im Online-Bundesanzeiger öffentlich zugänglich sind.

Meiner Ansicht nach sind die Vorwürfe der Shortseller Zatarra, die momentan diskutiert werden, nicht der Kern der Problematik. Wire Card UK, die umstrittene englische Tochtergesellschaft, war selbst offenbar nie operativ tätig. Möglicherweise hat man hier von zwei Dienstleistern einfach eine Vorratsgesellschaft gründen lassen, um im Fall der Fälle schnell in Großbritannien und Nordirland aktiv werden zu können. Möglicherweise aus steuerlichen Gründen hat man sich dann aber doch für den Weg über die Wirecard UK & Ireland entschieden.
Kein so gutes Bild hinterlässt hier allerdings die Entscheidung, bei Wire Card UK ausgerechnet Fermoya Ltd. und BMIE Ltd. als Dienstleister gewählt zu haben. Diesen wird nämlich vorgeworfen hunderte von Scheinfirmen gegründet zu haben, deren einziger Zweck darin bestanden habe, den eigenen Geschäftszweck zu verschleiern.

Viel spannender finde ich aber die Übernahmen von Wirecard: Betrachtet man die Käufe der letzten Jahre in Asien insbesondere Systems@Work in 2011, PT Prima Vista und Trans Infotec in 2012 sowie PaymentLink und PT Aprisma Indonesia in 2013, so wurden für diese fünf Akquisitionen einschließlich Earn-out-Regelungen ca. 240 Mio. Euro investiert.
Der kumulierte Umsatz der Gesellschaften betrug zum Zeitpunkt der Akquisition ca. 42 Mio. Euro. Da Wirecard in den Geschäftsberichten nicht durchgängig Angaben zum EBITDA zum Akquisitionszeitpunkt genannt hat, sondern wahlweise auch das Folgejahr gewählt hat, muss man hier ungenau sein. Das EBITDA dürfte in etwa 10 Mio. Euro betragen haben, vielleicht etwas mehr. Hieraus ergibt sich ein EBITDA-Multiplikator von 24, was schon ziemlich teuer ist.

Für die indische GI Retail zahlt Wirecard nun (Akquisition am 01.03.2016 vollzogen) inklusive Earn-out-Regelungen 340 Millionen Euro bei einem EBITDA von sieben Millionen Euro für 2015 (bzw. erwartet von 15 bis 18 Millionen Euro für 2016). Der EBITDA-Multiplikator beträgt 49 und erscheint absurd hoch. Wieso um alles in der Welt kauft Wirecard für sage und schreibe 330 Millionen Euro einen indischen Reiseveranstalter, der es im Geschäftsjahr 2013/2014 auf gerade einmal 15 Millionen Euro Umsatz gebracht hat, wovon nur minimale 0,1 Millionen Euro aus Zahlungsdienstleistungen gestammt haben?
Nicht eben vertrauenerweckender wird der Kauf, wenn man weiß, dass Usman Fayaz, der Gründer von GI Retail, unerlaubte Anlagegeschäfte betrieben hat und die beiden aktuellen GI-Manager Ramu Ramasamy und Palaniyapan Ramasamy zuvor für InLott gearbeitet haben. Der Gründer von InLott, Santiago Martin, wurde wegen des Verdachts des Lotteriebetrugs und der Geldwäsche verhaftet.

Bei der indonesischen Aprisma dagegen drängte sich bei der Betrachtung der Website auf, dass es sich um ein reines Softwareunternehmen gehandelt hat. Letztendlich war es sogar so, dass keines der in Südostasien und Neuseeland erworbenen Unternehmen primär mit dem Geschäft von Wirecard, dem Payment Processing bzw. dem Acquiring & Issuing zu tun hatte. Alle waren zum Zeitpunkt der Übernahme nur mäßig profitabel, alle hatten so gut wie kein Anlagevermögen und der Umfang an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war auch überschaubar. Eigenkapital war selbstverständlich auch so gut wie nicht vorhanden. In allen Fällen waren die aus der Erstkonsolidierung generierten immateriellen Vermögenswerte (u.a. Firmenwerte und insbesondere Kundenbeziehungen) größer als die Kaufpreise selbst. Für welche Kundenbeziehungen hat Wirecard dann soviel Geld bezahlt?

Die Kritik ist besonders dann berechtigt, wenn man betrachtet, was Wirecard aus den bisherigen Akquisitionen gemacht hat (lt. Einzelabschluss 2014): Die Akquisitionen der Jahre 2011 und 2012 verlieren Geld: Systems@Work 198.000 Euro, PT Prima Vista 1,04 Millionen Euro und Trans Infotec 473.000 Euro. PaymentLink kam 2014 auf ein positives Ergebnis von 1,15 Millionen Euro. Allein PT Aprisma Indonesia hat mit einem Ergebnis von 5,04 Millionen Euro die Erwartungen erfüllt.

Dafür liefert aber die cardSystems Middle East FZ-LLC, Dubai, die 2005 zum Konzern kam und bis 2012 ein Schattendasein gefristet hat, ab 2013 plötzlich spektakuläre Ergebnisse. 2013 waren es sage und schreibe 34,56 Millionen Euro Gewinn und 2014 dann gar 37,86 Millionen Euro. Woher kommt diese Gewinnexplosion bei einer Firma, von der wohl nur wenige Wirecard-Aktionäre zuvor gehört hatten? Waren die Vertriebsmannschaften der neuen Gesellschaften, die bisher mit dem Payment Processing nichts zu tun hatten, wirklich in der Lage, aus dem Nichts so hohe Umsätze zu generieren, die dann über Dubai abgerechnet worden sind? Und warum wurde die Zahlungsabwicklung überhaupt nach Dubai ausgelagert?

Und warum haben die im Payment Processing operativ tätigen Gesellschaften (Wirecard Technologies GmbH, Wirecard Payment Solutions Ltd., Dublin und cardSystems Middle East, Dubai) nur Forderungen aus der Zahlungsabwicklung und so gut wie keine Verbindlichkeiten aus dem gleichen Vorgang?

Weitere Fragen werden von Dan McCrum in dem Financial Times-Blog Alphaville aufgeworfen. Die (ahnungslose?) deutsche Finanzpresse wittert hier eine Verschwörung der Briten gegen ein deutsches Unternehmen. De facto sind die Beiträge dort aber sehr gründlich recherchiert und mit Dokumenten untermauert: Wieso fällt ausgerechnet eine so erfolgreiche Gesellschaft wie Wirecard Gibraltar einer Straffung der Konzernstruktur zum Opfer? Wieso wird E-Credit Plus kurz vor dem Erwerb durch Wirecard mit Verträgen aus dem Dunstkreis von Wirecard gefüttert? Auf all diese Fragen gibt es von Seiten des Unternehmens keine Antworten.

Das Verhalten der Großaktionäre und Banken

Einige Wirecard-Bullen schöpfen Hoffnung aus Stimmrechtsmitteilungen von Goldman Sachs und Credit Suisse, die von einem Überschreiten der Meldeschwellen durch diese beiden Akteure berichten. Allerdings ist es in Wirklichkeit anders, wie es auf den ersten Blick erscheint:
Fakt ist, dass Goldmann Sachs von den gemeldeten Stimmrechten von 5,43% lediglich 0,27 % Stimmrechtesanteile nach den §§ 21 bzw. 22 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hält. Nur dieser Anteil der Stimmrechte bezieht sich auf Aktien im Eigenbesitz.
5,16% der Stimmrechte hält Goldman Sachs nach den §§ 25 und 25a WpHG. Diese Stimmrechte beziehen sich auf Finanzderivate, die das Recht beinhalten das Stimmrecht auszuüben bzw. auf Finanzderivate, die das Recht beinhalten, das Stimmrecht zukünftig ausüben zu können.

Credit Suisse hält mittelbar (höchstwahrscheinlich über ihre Fonds) 2,01 % der Aktien. Dies sind weniger als 3 % der Anteile. Somit besteht keine Meldepflicht nach § 21 WpHG. Nun verleiht die Credit Suisse 2,78 % der Anteile an Dritte. Sie hat aber selber nicht genug Aktien. Darum besorgt sie sich weitere über einen Equity Swap (0,5%). Der mittelbare Bestand und beide Transaktionen lösen nun eine Überschreitung der Schwelle von 5 % aus. Die Aktienleihe fällt unter § 25 WpHG und der Equity Swap unter § 25a WpHG. Alles zusammen ergibt dann 5,29 % der Stimmrechte.

Das heißt: Goldman Sachs und Credit Suisse sind nicht selbst bzw. nur minimal selbst in Wirecard investiert, vielmehr scheinen sie den Leerverkäufern Stücke zum Shorten zu liefern. Plakativer könnte man auch formulieren: Sie liefern die Munition für die Shorties.

Spannend ist dabei aber, dass alle Analysten bullisch für Wirecard sind, insbesondere Goldman Sachs, bei denen sich Wirecard auf der Conviction Buy-List befindet, also unter den Top-Empfehlungen. Die einzige Ausnahme ist ausgerechnet Credit Suisse: Deren Analyst Charles Brennan äußerte sich sogar dahingehend, dass die Aktie von Wirecard zu den zehn Titeln mit den schlechtesten Kursaussichten in Europa zähle.

Es existiert offensichtlich eine Nähe der Credit Suisse zum Canada Pension Plan Investment Board. Dieser wiederum hat 2,29 Prozent der ausstehenden Wirecard-Aktien leerverkauft. Der Canada Pension Plan ist ein großer öffentlicher kanadischer Pensionsfonds zur Altersvorsorge (also kein "böser" Hedgefonds). Ist Charles Brennan auf Grund dieser (lukrativen) Geschäftsbeziehung seines Arbeitgebers vielleicht der einzige Analyst, der sich tatsächlich kritisch über Wirecard äußern kann und deshalb objektiver urteilt? Viele höchst interessante Fragen, auf die es bisher keine Antworten gibt.

MEIN FAZIT: Der Fall Wirecard hat sich vom Theaterstück früherer Tage (SdK-Affäre) zu einem Pokerspiel entwickelt, und zwar zu einem ganz großen. Die Hedgefonds glauben CEO Dr. Martin Braun nicht, dass er mit seiner Wirecard einen Royal Flush auf der Hand hat, sondern dass er nur blufft. Jetzt werden die Einsätze auf beiden Seiten immer weiter nach oben getrieben. Die Hedgefonds erhöhen ihre Shortwetten und Braun hat seinerseits in den letzten beiden Jahren über seine MB Beteiligungsgesellschaft Wirecard-Aktien im Wert von rund 70 Millionen Euro erworben, manche vermuten auf Kredit. Muss Dr. Braun nun aufdecken, möglicherweise gezwungen durch Margin-Calls seiner Bank(en), wenn die Wirecard-Aktie noch weiter fallen sollte? Oder schafft es Braun, die Shorties auszusitzen, so dass diese zwangseindecken müssen und geht damit auch diese Runde (wie immer in der Vergangenheit) wieder an ihn? Man darf gespannt sein.
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Braun Interview in der FAZ
Gespräch mit Wirecard-Chef
„Ich schließe weitere rechtliche Schritte nicht
aus“
Wirecard verklagt die „Financial Times“. Vorstandschef Braun hält die Vorwürfe gegen sein Unternehmen für widerlegt und reagiert auch auf neue Berichte kämpferisch.


Von MARKUS FRÜHAUF

Wirecard-Vorstandschef Markus Braun
Die „Financial Times“ lässt sich von Ihrer Klage nicht beeindrucken. Was sagen Sie zu den neuesten Vorwürfen in der britischen Tageszeitung, ein Teil ihrer Umsätze in Asien resultiere aus Scheingeschäften mit dubiosen Partnern?
Die aktuelle Berichterstattung der Zeitung ist Teil einer Reihe von falschen und irreführenden Informationen, die von der „Financial Times“ seit 2015 veröffentlicht werden. Gegen den Journalisten und die „Financial Times“ haben wir jetzt vor dem Landgericht München ein Verfahren wegen der wiederholten falschen Darstellung von vertraulichen Informationen und Betriebsgeheimnissen sowie der Fehlzitierung von Dokumenten eingeleitet. Die nun veröffentlichten falschen Informationen wurden von der „Financial Times“ absichtlich falsch zitiert, um Tatsachen zu verzerren.

Kann Wirecard nach dem Untersuchungsbericht schon zur Tagesordnung übergehen, oder ist eine gründlichere Aufarbeitung der Ereignisse nötig?

Wir können uns jetzt wieder auf das operative Geschäft konzentrieren. Grundsätzlich wurden die gegen uns erhobenen Vorwürfe widerlegt. Die Ereignisse werden von uns aufgearbeitet. Wo es Bedarf gibt, werden wir Prozesse verbessern. Wir sind ein Wachstumsunternehmen, hohe Standards für Sicherheit und Unternehmensführung sind für uns essentiell. Wir haben aus dem Untersuchungsbericht auch Erkenntnisse gewonnen, wie wir besser werden können.

Welche Erkenntnisse haben Sie denn gewonnen?

Die Fehlbuchung von 2,5 Millionen Euro hätte nicht passieren dürfen. Wir haben zu allen Erkenntnissen umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Qualitätssicherung in der Buchhaltung zu verbessern. Bei dieser Fehlbuchung ist aber weder Vorsatz noch strukturelles Fehlverhalten zu erkennen. Vielmehr wurde ein Softwareprojekt zu spät gestartet und zu früh gebucht.

Mussten Sie deshalb Ihre Bilanzpressekonferenz vom 4. auf den 26. April verschieben?

Die Auswirkungen auf die Bilanz sind marginal. Zudem gibt es auch Korrekturen, die sich positiv auswirken und die Fehlbuchung sogar mehr als kompensieren. Wir haben die Pressekonferenz verschoben, um unseren Prüfern mehr Zeit zu geben, die Erkenntnisse aus Singapur für den Abschluss zu verarbeiten.

Auf welcher Basis wurde der Bericht der Singapurer Kanzlei Rajah & Tann erstellt? Hatten die Anwälte uneingeschränkten Zugang, oder mussten sie sich auf von Wirecard zur Verfügung gestellte Dokumente stützen?

Die externe Rechtsanwaltskanzlei Rajah & Tann hat Anfragen gestellt, wir haben die gewünschten Dokumente zur Verfügung gestellt. Die Koordination dieser Prüfung hat die Kanzlei Fieldfisher übernommen. Die Untersuchung bezog sich auf Transaktionen in fünf asiatischen Ländern. Auf Basis der Antworten wurde der Bericht erstellt.

Warum veröffentlichen Sie nur Ihre Zusammenfassung des Untersuchungsberichts und diesen nicht ganz?

Wir haben immer gesagt, dass wir die Ergebnisse veröffentlichen, das haben wir getan. Wir dürfen den vollständigen Bericht nicht veröffentlichen, weil wir Persönlichkeitsrechte und Rechte Dritter verletzen würden. Die wichtigen Ergebnisse und Erkenntnisse liegen nun auf dem Tisch, auch die unerfreulichen wie zum Beispiel die Fehlbuchung. Wir haben Transparenz geschaffen. Der Markt hat alle wesentlichen Informationen.
Warum wurde die Wirecard-Aktie zum Spielball von Spekulationen?
Das Thema ist vorsätzlich falsch dargestellt worden, um von Spekulationen auf einen fallenden Aktienkurs profitieren zu können. Es gibt Hinweise, dass Marktteilnehmer schon
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/wirecard-chef-schliesst-weiter...liche-schritte-nicht-aus-16114720.html?premium&service=printPreview Page 2 of 4
Wirecard-Chef schließt „weitere rechtliche Schritte nicht aus“ 29.03.19, 17*19
vor der Veröffentlichung des ersten Berichts in der „Financial Times“ vorab informiert wurden. Nach unserer Feststellungsklage gegen die „Financial Times“ und einen Journalisten schließe ich weitere rechtliche Schritte nicht aus.

War daran nur eine Verschwörung böser Hedgefonds samt Journalisten schuld, oder liegt es nicht auch an den Strukturen von Wirecard, die eine Angriffsfläche bieten?

Ich bin alles andere als ein Anhänger von Verschwörungstheorien. Es gibt aber klare Indikationen für die Kursspekulationen, die fundamental nicht begründet sind. Dass wir ungeachtet davon unsere internen Strukturen weiter verbessern, wissen wir, und das tun wir bereits.

Wie laufen die strafrechtlichen Ermittlungen in Singapur? Das Verhältnis zu den Ermittlern scheint angespannt zu sein.

Ich habe vollstes Vertrauen in das Rechtssystem von Singapur. Wir kooperieren mit den Ermittlungsbehörden und sind daran interessiert, dass die Ermittlungen zügig beendet werden.

Halten Sie den Bericht wirklich für entlastend, nachdem die Anwälte Unregelmäßigkeiten in der Singapurer Niederlassung festgestellt hatten?

Zwischen den Ergebnissen des Berichts und den Vorwürfen in den Medien klafft ein großer Unterschied. Uns wurden wiederholt Bilanzfälschung und Karussellgeschäfte vorgeworfen, tatsächlich gibt es aber nur eine Fehlbuchung. Aus unserer Sicht sind die Vorwürfe widerlegt worden.
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/wirecard-chef-schliesst-weiter...liche-schritte-nicht-aus-16114720.html?premium&service=printPreview Page 3 of 4
Wirecard-Chef schließt „weitere rechtliche Schritte nicht aus“ 29.03.19, 17*19

Gibt es Ermittlungen gegen Wirecard noch in anderen Ländern wie zum Beispiel in Indien?

Indien war Teil der Untersuchung von Rajah & Tann und wurde ebenfalls entkräftet. Uns sind keine Ermittlungen in anderen Ländern bekannt.

Ist Ihre Wachstumsstrategie insbesondere in Asien zu aggressiv angesichts der internen Strukturen?

Asien ist ein sehr spannender Wachstumsmarkt für Wirecard. Die Gesellschaften in den dortigen Ländern sind teilweise noch bargeldgetrieben, gehen aber sehr schnell über zum digitalen Bezahlen. Wir stehen zu unseren Strategien dort. Wie bereits erwähnt, sehen wir die Notwendigkeit, die dortigen Strukturen bezüglich Unternehmensführung und Compliance, also der Einhaltung von Vorschriften, weiter zu entwickeln und an das Konzernniveau komplett anzupassen.

Ist das Geschäftsmodell von Wirecard zu komplex, um es als Außenstehender verstehen zu können?

Eigentlich ist es einfach zu verstehen. Wir erhalten Gebühren für die Ausführung von Transaktionen. Diese Gebühren beruhen auf einer technologischen Leistung und einer zeitweiligen Risikoübernahme durch Wirecard. Um dieses Kerngeschäft bieten wir immer mehr zusätzliche Dienstleistungen an, um unsere Wertschöpfungskette zu vertiefen. Das stellen wir so transparent wie möglich dar. Ich erkenne aber, dass Dienstleistungen rund um Software und Technologie eher abstrakt und nicht ganz so einfach zu verstehen sind wie im Hardware-Bereich, wo der Produktabsatz entscheidend ist.

Wie beugen Sie Geldwäsche vor?

Wir erfüllen die höchsten Standards der Prävention. Wirecard verfügt seit Jahren über eine Vollbanklizenz und unterliegt so einer sehr strengen Regulierung. Wahrscheinlich ist Wirecard eines der am besten geprüften Unternehmen in der Welt. Ungeachtet dessen werden wir weiter in die Compliance investieren.
Quelle: F.A.Z.
earnings - forecast
Quelle: finanzen.net



a) Disclaimer: Sehr langfristige Prognosen ( über Jahre hinweg ) sind grundsätzlich sehr schwierig bzw. mit großer Vorsicht zu genießen. Jederzeit kann ein Branchenfremder externer Auslöser ( z.b. 2007/2008 Immo-Krise in USA ) alle Prognosen über den Haufen werfen .....

b) Betrachtet man einmal nur die 2019er Schätzung so sieht man mit den 768 Mio beim EBIDTA das man hier noch am unteren Ende der neuen WDI-fy2019-guidance liegt. => es wird also hier noch zu Gewinnrevisionen nach oben kommen müssen in diesen Statistiken

c) völlig neutral und isoliert betrachtet scheint ein 2019er KGV von über 30 für einen DAX-Wert sehr hoch. Durch das hohe Wachstum sinkt das KGV in den nächsten Jahren aber drastisch. Möglicherweise sind das KGV sogar noch weiter durch die notwendigen Gewinnresisionen von Punkt b.

d) zusätzliche Deals durch Softbank fehlen in dieser Betrachtung komplett. Die Chancen dadruch sind groß bis sehr groß und Prognose-Erhöhungen dadurch wahrscheinlich bis sehr wahrscheinllich ( es gibt bereits Gespräche mit 6 bis 8 Beteiligungen von Softbank lt. Markus Braun )

e) in Anbetracht der Vision 2025 von Wirecard mit einem EBIDTA von > € 3.300 Millionen scheint WDI langfristig betrachtet ein :lick: sehr, sehr gutes Investment :lick: zu sein ( vorbehaltlich Punkt a. )

f) verglichen mit Mitbewerbern aus den USA mit geringerem Wachstum, denen heute bereits ein höheres KGV zugestanden wird, wäre ein höherer Kurs gerechtfertigt. Aber wir sind ja nun mal hier in Europa .......

g) das Risiko aus Singapur erscheint gering bis komplett erledigt. Im Q1 /2019 Bericht sieht man das bei Rechtsberatung, etc. einige Millionen mehr ausgegeben wurden, E&Y wird sich hier alles akribisch genau angesehen haben, mit einer mittelgroßen Mannschaft selbst in Singapur vor Ort gewesen sein, sich selbst auch nochmal extern abgesichert haben, bevor man testiert hat ....

g) Fazit: ich bleibe long
Die Aufwärtschance scheint deutlich größer als das Downsize Risiko


PS: einen schönen guten Morgen :D
Der Tag lief doch gar nicht so schlecht für langfristig investierten Aktionäre.

1. Die operative Story stimmt unverändert.
2. Der "Elefant im Raum" wurde endlich thematisiert. Es war doch klar (ich schrieb das in einem anderen - zur Zeit gestörten - Forum schon recht frühzeitig), dass McCrum irgendwie auch Recht haben wird - genauso wie Wirecard. So ganz ohne Wahrheitsgehalt kann McCrum die Artikel nicht raushauen - aber bei der FT werden Artikel freigegeben, erst recht wenn es zum Thema bereits Ermittlungen gibt. Das die Medien (hier: FT) den Wahrheitskern reißerisch aufmachen, übertreiben, emotionalisieren etc. ist leider normal. Schaut Euch einfach die Startseite hier bei w:o an. Die wollen auch vom den großen Wirecard-Interesse profitieren. Muss man alles nicht gut finden - aber der Journalismus hat auch einen Elefanten im Raum. Die Qualität leidet durch die Digitialisierung und Globalisierung enorm. Es wird alleine schon aus Zeitgründen mehr abgeschrieben als recherchiert.
3. Das Wirecard ein "Qualitätsproblem" hat ist mMn nicht schlimm. Wirecard ist ein kreatives und dynamisches System. Da stehen Compliance und so nicht ganz oben auf der Agenda. Die Mannschaft will nach vorne und sich nicht mit so lästigem Zeug aufhalten. Dieses lästige Zeug ist aber wichtig. Diese Lektion hat Braun jetzt gelernt; Er hat dafür viel Lehrgeld gezahlt, denn ohne diese Lektion stünde die Aktie vermutlich noch bei 200. Ich habe etwas davon profitiert, weil ich im Mittel bei 120/130 irgendwo eingestiegen bin. Fazit: Wenn sie die Lernkurve nehmen, dann hat McCrum auch nix zu schreiben. Insofern trotzdem Dank an ihn, dass er Braun zu dieser Lektion gezwungen hat.
4. Der Softbank-Deal ist sicher ne gute Sache. Allerdings verstehe ich nicht, warum hier die Verzinsung und der Kurs diskutiert werden. Braun hat es doch erklärt: Softbank wollte die 5% der Aktien jetzt schon kaufen (Kurs 130€ ist realistisch). Braun wollte das aber nicht. Man hat sich dann auf die Wandelanleihe verständigt, die etwa auf Höhe der Inflationsrate verzinst wird. Wenn Wirecard das Geld investieren will ist das ok. Wenn nicht, dann können sie für die 0,9 Mrd auch eigene Aktien kaufen. Pflegt den Kurs etwas, sichert die Preise von heute für die Transaktion in 5 Jahren und vermeidet die Verwässerung durch die dann nicht mehr nötige Kapitalerhöhung.
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Dieser Beitrag wurde von MODelfin moderiert. Grund: Tatsachenbehauptungen ohne Belege (siehe eigene Quelle/Link), zudem unberechtigte Unterstellung gegenüber dem Forenbetreiber
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.190.400 von Negan_L1 am 25.03.19 17:07:30
Wo bleibt der R&T Bericht ???
Mal an alle Ungeduldigen, die der Meinung sind, dass sich Wirecard nicht ausreichend um Aufklärung der Sachverhalte bemüht:

Was soll denn Wirecard Euerer Meinung nach tun, was nicht schon längst getan wurde?
Wirecard hat bislang auf jede erhobene Anschuldigung entsprechend reagiert und diese auf Basis des aktuellen Sachstands kommentiert:
- Die in den ersten FT-Berichten erhobenen Vorwürfe wurden als unrichtig dargestellt.
- Die internen Untersuchungen erbrachten keinerlei Hinweise auf irgenein kriminelles Verhalten
- Die externe Untersuchung der Kanzlei R&T dauert noch an, doch als vorläufiges Ergebnis hat auch hier die Kanzlei bestätigt, dass bislang keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten gefunden wurde.
Quellen: Wirecard Statements vom 04.-07. Februar sowie R&T Statement vom 03. Februar.

Das ist der derzeitige Sachstand ... und mehr kann Wirecard hierzu auf Basis des aktuellen Sachstandes auch nicht sagen. Sollen die etwa jeden Tag gebetsmühlenartig wiederholen, dass an den Vorwürfen nichts dran ist bzw. bislang weder in internen noch in externen Untersuchungen keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten gefunden wurden?

Der R&T Bericht liegt Wirecard ganz offensichtlich noch nicht vor - ansonsten wären dessen Ergebnisse aufgrund von Kursrelevanz nämlich ad hoc meldepflichtig.
Die "Schuld" liegt hier genz gewiss nicht bei Wirecard, sondern bei R&T, an denen die Fertigstellung des Berichtes hängt. Wirecard kann hier bestenfalls darum bitten, die Fertigstellung priorisiert zu bearbeiten ... doch R&T wird sich angesichts der derzeitigen Situation gewiss auch nicht unter Druck setzen lassen, sondern im Zweifelsfall alles nochmals ein zweites und drittes Mal überprüfen, bevor der Bericht offiziell herausgegeben wird. Sollte sich nämlich im Nachhinein durch die polizeilichen Untersuchungen herausstellen, dass R&T schlampig gearbeitet hätte und die Polizei etwas finden, was R&T nicht gefunden hätte, dann hätte R&T hier einen ziemlichen Ruf zu verlieren.
Wenn Wirecard vor 6 Wochen in Aussicht gestellt hatte, dass der Bericht voraussichtlich in 4 - 6 Wochen vorliegen würde, dann können sie sich hier auch nur auf eine Avis von Seiten der Kanzlei berufen haben, da es nicht in der Macht von Wirecard selbst liegt, wann R&T den Bericht fertig hat. Die Aussage hat natürlich Erwartungen geweckt, weshalb es vielleicht etwas ungeschickt war, von 4 - 6 Wochen zu reden ... doch ich vermute mal, dass dieser Zeithorizont zuvor von R&T so an Wirecard kommuniziert wurde. Markus Braun hätte diesbezüglich vielleicht geschickter Weise besser wie ein Politiker kommuniziert und jegliche konkrete Aussage vermieden - aber das ist eine andere Sache.

Was die in der weiteren Folge zusätzlich erhobenen Vorwürfe von Seiten der FT angeht, so hat sich Markus Braun auch hierzu entsprechend geäußert: Sämtliche erhobenen Vorwürfe hinsichtlich Indien, etc. sind alte Kamellen, die bereits in der Vergangenheit untersucht und widerlegt worden sind. Was sonst, soll er dazu auch sagen können. Hier werden von der FT faktisch alte Kamellen wieder ausgegraben und neu aufgewärmt, nur um so noch ein wenig mehr Unruhe zu verbreiten. Gleiches gilt für den heutigen Artikel über die für einen Bankkredit als Sicherheit hinterlegten Aktien von Markus Braun. Auch diese Information ist nicht neu ... und an so etwas ist auch nichts Ungewöhnliches.

Fakt ist: Die FT verbreitet momentan gezielt schlechte Stimmung gegen Wirecard ... doch bislang konnte Wirecard noch keinerlei Verfehlung nachgewiesen werden.

Kurzum: Außer den Statements, die Wirecard bislang auf Basis der aktuellen und bekannten Sachlage abgegeben hat, kann Wirecard momentan auch nichts weiter tun als wir Anleger, nämlich
- die Fertigstellung des R&T Berichts abzuwarten und
- die polizeilichen Ermittlungsergebnisse abwarten
welche sodann endgültig Klärung und Sicherheit für alle bringen sollten.

Man sehe es mal von dieser Seite:
Die Polizei in Singapur ist inzwischen seit 5 Wochen an der Untersuchung der Vorwürfe dran ... und bis heute hat auch die polizeiliche Ermittlung ganz offensichtlich noch kein kriminelles Verhalten feststellen können. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Viel schlimmer wäre es, wenn die schon gleich etwas gefunden hätten.
Dies zeigt vielleicht auch, dass eine solche Untersuchung eben nicht mal auf die Schnelle abgeschlossen ist, so wie dies hier einige unterstellen. Man darf eben nicht übersehen, dass es sich bei Wirecard nicht etwa um ein kleines Einzelhandelsunternehmen handelt, dessen Buchführung relativ schnell überprüft ist, sondern um einen internationalen Konzern mit etlichen Niederlassungen und Tochterfirmen. Da ist die Buchhaltung dann schon um einiges komplexer und wesentlich aufwändiger zu überprüfen.

Der R&T Bericht wird auch keine endgültige Ruhe in die Angelegenheit reinbringen. Die FT wird immer wieder mit irgendwelchen Andeutungen nachbuttern und Unruhe schüren, bis letztendlich auch die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind und Wirecard auch von dieser Seite her entlastet wurde. Dann zumindest haben die Anleger jedoch endlich die Sicherheit, dass bei Wirecard alles mit rechten Dingen zugeht, was Wirecard zukünftig hoffentlich auch etwas weniger angreifbar macht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.359.977 von jigajig am 15.04.19 17:20:09
Zitat von jigajig: https://www.wallstreet-online.de/userinfo/659081-futureisunc…
Was ist eigentlich Ihre Aufgabe hier?


Danke für die Frage, werter Jigajig.

Ich bin ein Korrektiv. Vor allem wenn die Ausgewogenheit komplett perdu ist. Ich war 20 Jahre Finanzvorstand und wesentlich Beteiligter einer börsennotierten AG. Ich habe jeden Tag aufs Neue ein Deja-Vu hier. Ich pushe nicht, ich bashe nicht. Ich diskutiere sachlich-nüchtern und faktenorientiert.

Ich schätze Ihre Quellenarbeit, die allerdings dann am „Besten“ zu sein scheint, wenn es gegen das Unternehmen geht.

Und Sie sind nach meiner Einschätzung, der „gefährlichste“ der „Meinungsbilder“ hier, weil Sie Ihre Message sehr subtil vermarkten, anders als Hecht & Co.
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Manche negative Meinungen hier im Forum darf man gelassen ignorieren. Das Pulver der FT ist längst verschossen, zurückgeblieben ist ein immenser Imageschaden einer Finanzzeitschrift und eine laufende Ermittlung der Staatsanwaltschaft gegen mehrere Beteiligte. Im Gegensatz dazu ist Wirecard ein Sauberes DAX Unternehmen, welches phänomenale Gewinn- und Wachstumsraten nachweislich erbracht hat. Wer meint das sich nach der guten Jahresbilanz und den guten Aussichten der Kurs nicht in absehbarer Zeit zu alten Höhen erholen wird, hat den Trend einfach nicht verstanden. Der zeigt nämlich deutlich nach oben. Klar, die Rallye hat die FT mal wieder kurz abgewürgt, eine Unart sind hier die schlecht recherchierten Artikel und die Zeitpunkte der Veröffentlichungen. Diese sprechen allerdings eine ganz klare Sprache: Ein persönlicher Kleinkrieg des Hr. Crum, dem liegt immer noch Zatarra im Nacken. Inwieweit dieser in die Marktmanipulationen involviert ist, wird sich noch herausstellen. Zudem sind die Verbindungen seiner Ehefrau zur direkten Konkurrenz Adyen, die bestimmt noch bestehen, mehr als fraglich. Ich stehe treu zu meinem Invest in Wirecard - Für mich sind die sehr guten Zahlen und Zukunftsaussichten, sowie die wesentlich günstigeren Fundamentaldaten im Branchenvergleich ausschlaggebend. Die Grossinvestoren haben aufgestockt, ein Ankeraktionär kommt hinzu, das Geschäftliche läuft prima. Ich frage mich wer hier das Handtuch wirft, das wirkt auf mich wie eine reine Angstreaktion bzw. wie weggeschmissenes Geld. Aber wovor hat man denn bitte jetzt noch Angst? Bilanzskandale? Das ist vom Tisch, das sollte man auch endlich mal kapieren. Andere werden hier mit Wirecard gutes Geld verdienen, ich möchte bei dieser Erfolgsstory dabei sein und fühle mich gut aufgehoben. Aktueller Kurs ist eine historische Einkaufsgelegenheit und die Nächste Rallye kommt sehr viel schneller als einige glauben. Was hat man mich hier beschimpft für meine Kursschätzungen, und? 129€ bis vor den Zahlen und ich sagte 132-142€ bei den Zahlen. Gute Einschätzung oder nicht? Ohne die erneute "Crum-Störung" hätte ich sogar zu niedrig gelegen. In dem Sinne, kann ich nur raten, lasst euch nicht von Angst oder Ungeduld treiben, das ist der schlechteste Ratgeber für euer Geld. Heute war kurstechnisch ein Schwarzer Tag - Ich freu mich auf die Nächste Rallye, und auch dann werde ich mit Sicherheit, NICHT verkaufen. So günstig wie aktuell kommt man nicht mehr rein. Thats it.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.429.621 von Capolenaris am 26.04.19 11:53:18Pssst. Sonst kommt Fraser Perring noch auf den Gedanken das Adyen auch nur "pump" ist.

sonst sind es schon:

Aurelius
Wirecard
Softbank (erst seit sie in Wirecard investiert haben, so ein Zufall aber auch)
... uvm.

ca 85% der Unternehmen erholen sich, nachdem die Shortmaschinerie bestehend aus Fake-Research, Medien und Shortsellern darüber gelaufen ist. Für mich übrigens gleichzeitig der beste Beweis das an den meisten Unternehmen wirklich nix dran ist und es lediglich ums Geld verdienen geht.

Der Kreis dieser Leute mit

unemon (Ex Hedgefund Manager, verurteilt wegen sexuellem Vergehen an seiner Tochter)
Fraser Perring (Ex Sozialarbeiter, 2-fach verurteilt wegen Bereicherung an den Gemeindefinanzen)
la_paan (schaut euch ihr Twitterpostings an, der Interessenkonflikt ist direkt sichtbar)
Mc Crum (dessen Frau beim größten Investor bei Adyen arbeitet)

Die Interessenskonflikte, sogar Straftaten sind mehr oder minder gut direkt sichtbar, allerdings ist es schwer einen solch international agierenden Kreis zu zerschlagen.
Direkt sichtbar auch die eingebauten Disclaimer in Twitterprofilen und anderen Medien, hier nur ein paar aufgezählt:

unemon
@unemon1

Do you own Due Diligence ... UENMON.s opinons might be wrong ... if you think so .. go bet against me! (erster Teil Disclaimer, 2. Teil Godmode Style um den ersten vergessen zu machen)

Fraser Perring - Grand Poobah of “criminal” shorts
@AIMhonesty

I have no particular talent. I am merely inquisitive. Views are my own and should not be considered that of my in-depth research. Trolling Frauds & Fakery!

(hier gibt er direkt zu das er Scheisse labert und dafür nicht haftbar ist)

usw usw.

Jetzt frage ich mich wieder wie blind man eigentlich sein muss um alle direkten Hinweise zu übersehen das hier ein riesen Spiel zur Bereicherung weniger läuft. Das Opfer diesmal Wirecard. Morgen X, Übermorgen Y. Das ist eine Maschinerie, jeder bekommt sein Geld durch "Donations" für unabhängiges Research - prüft es nach es stimmt :). Geniale Masche, leider inzwischen ausgeleiert. Die gesetzlichen Regelungen fehlen noch, am einfachsten wäre es wohl Shortselling zu verbieten, ergo Grundlage entziehen. Die ganzen Leute die Shortselling als Gegenpol zum Kauf sehen haben in meinen Augen sowieso einen an der Klatsche. Wenn ich denke das ein Unternehmen schlecht ist, so kaufe ich diese Aktie nicht. Wenn das Unternehmen gut ist, gibt es einen Kauf.

Wieso man Aktien verkaufen kann die man sich ausleiht ist gelinde gesagt eine Sonderregelung der Finanzindustrie. Ich kann mir auch nicht das Auto vom Nachbarn für 50€ leihen und es verkaufen.

Wirecard wird seinen Weg gehen und die Ermittelungen in der Sache auch, aber bitte hört im Forum auf euch auf die Seite Krimineller zu schlagen. Damit diskreditiert ihr euch nur selbst.
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Auf den ersten Blick eine der Wachstumsstories:

Hervorgegangen aus dem CallCenter Betreiber "Infogenie" wurde durch Übernahmen der extrem profitable und schnell wachsende "Spezialist für elektronische Bezahllösungen".

Gewinn in 2007 fast verdoppelt, im ersten Quartal Umsatz um 52,6 % und Gewinn um 65% gesteigert. EBIT MArge bei 25% bei 0% Steueraufwand. Einfach paradisisch !!!

Der "Spezialist für elektronische Bezahllösungen" notiert mit 13,50 EUR nahe am ATH, KGV (2007) ungefähr 35, KBV ungef. bei 7,5, KUV ungef. bei 9. Bischen teuer zwar,aber für so einen tollen Wachstumswert kein Problem, oder ?

Die Kursentwicklung spricht für sich:



Finanzkrise ? Kein Problem für Wirecard. Von den Analysten gibt es wie es sich gehört fast nur Kaufempfehlungen, die Kursziele werden regelmässig nachgezogen.

Interessant wird es, wenn man sich wirklich mal den 2007er Geschäftsbericht ansieht.

Die wichtigste Einheit des Unternehmens scheint zwar die Bank zu sein, reported wird aber wie für ein normales Unternehmen. Seitenweise werden irgendwelche Umbuchungen in der Vergangenheit erklärt, die aber auch nach mehrmaligen lesen nicht verständlich sind. In der Konsolidierung verschwindet plötzlich fast 20% des Umsatzes.

Lässt man dies alles mal aussen vor, findet man aber Erstaunliches:

- dem Eigenkapital von 168 Mio. EUR stehen mittlerweile immaterielle Vermögensgegenstände von 149 Mio. EUr gegenüber
- Der ausgewiesene Gewinn von 30 Mio. EUR für 2007 geht größtenteils auf
+ die Erhöhung selbsterstelleter imm. Vermögensgegenstände (+4 Mio.)
+ Erhöhung sonstiger imm. Vermögensgegenstände (+18 Mio) zurück
+ Steuern fallen auf wundersame Weise gar nicht an bzw.

D.h. ohne diese erfolgswirksame Aktivierung von Unterschiedbträgen ala Arques hätte Wirecard maximal 8 Mio.vor Steuern verdient.

EIn besonderes "Zuckerl" ist auf Seite 124-125 zu finden, nämlich die Beschreibung der Erwerbe von sog. Kundenportfolios. Das Ganze sieht wohl im Prinzip so aus, dass jeweils zum Jahresende von wem auch immer irgendwelche Portfolios erworben werden, deren Hauptwert in hohen immateriellen Vermögensgegenständen besteht. Dann werden im Jahr darauf noch Nachzahlungen fällig, die dann natürlich wiede als Geschäftswert aktiviert werden.

Wenn ich den 2007er Deal richtig lese, werden für gut 43 Mio. ca. 20 Mio Geschäftswert und 15 Mio. Nettoassets erworben, die Differenz wird dann einfach wieder dem Geschäftswert zugeschlagen. Darauf wird dann nochmals eine Gewinnwirksame Aktivierung vorgenommen......

Vom Kaufpreis wurde erst die Hälfte bezahlt (finanziert durch eine Kapitalerhöhung !!!), der Rest folgt 2008. Wer immer der Verkäufer dieser Portfolio ist, scheint einen ganz guten Reibach zu machen, bekomt er doch ungefähr midestens das 3 fache des Buchwerts vor Nachzahlungen.

Die übernommene Trustpay AG kann man googeln wie man will, man findetausser der Wirecard News keine Infos. Nichts, gar nichts. und dafür 40Mio Firmenwert ?

Das sieht fast wie eine systematische Ausplünderung der Erlöse aus den Kapitalerhöhungen aus, v.a. wenn man bedenkt,dass das erworbene Unternehmen seinen Sitz ebenso wie Wirecard in Grassbrunn hat......

Die Erhöhung der sonst. imm.Vermögensgegenstände lässt sich ebenso wenig nachvollziehen wie die der Geschäftswerte.

Das Highlight ist aber die Cash Flow Rechnung. Der Korrekturposten "Anpassung aus Erstkonsolidierung" in Höhe von 33 Mio. soll eigentlich ja den Gewinn korrigieren, in der GuV ist allerdings davon nichts zu sehn. Meine Vermutung ist, dass es sich hier noch um zusätzliche Aktivierung von Unterschiedsbeträgen handelt, die in den Umsätzen (!!!!!) stecken und deshalb natürlich Cash unwirksam sind.

Deshalb fallen natürlich auch keine Steuern an, weil eine Aktivierung ja nicht steuerpflichtig ist. Da ist Arques ja noch ein Musterknabe. Wie üblich werden dann die Erhöhung der Kundeneinlagen als operativer Cashflow gezeigt anstatt als Finanzierungscashflow.

Dazu passt die EK Entwicklung auf Seite auch wieder nicht, hier sieht man neben den erworbenen Geschäftswerten nur einen weiteren Zugang von sonst. immateriellen Vermögensgegenständen (vmtl. Aktievierung von Kundenstämmen) in der Höhe von 18 Mio. EUR.

Das erklärt sich meiner Ansicht nach durch die starke Zunahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie der sonstigen Verbindlichkeiten und der Bank. Genaues weiss man nicht, aber es stinkt zum Himmel. Ich vermute, das die Verbindlichkeiten aus Zahlungen der Kunden resultieren, die vmtl. irgendwo verpfändet oder anderweitig vor dem freien Zugriff von Wirecard geschützt sind, wie z.B. die Einlagen bei der BAnk. Da allerdings die Bank ja nicht separat ausgewiesen wird, hat man auch keine Chance das zu überprüfen.

Warten wir mal ab, wie lange das Spielchen noch funktioniert, langsam dürfte die Luft allerdings dünn werden. Der AR Vorsitzende hat zum Jahresende schon mal fleissig Kasse gemacht.

zum Abschluss nochmal zum Verleich der Chart von Arques zum Vergleich:




MMI
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.422.730 von jigajig am 25.04.19 15:34:02
Oh je, Jigajig!
Zitat von jigajig: https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/wirecard-…
Da ist er also, der lang erwartete Showdown. Und dann passiert einfach - nicht viel. (...) die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young geben ihr "uneingeschränktes" Testat, der Bilanzskandal in Singapur hat nur minimale Auswirkungen auf die Geschäftszahlen. Ein Bericht der "Financial Times"("FT") mit neuen Zweifeln an der Substanz des deutschen Zahlungsabwicklers wird umgehend dementiert. "Wir denken wirklich, dass heute ein Wendepunkt ist", sagt Markus Braun (49) vor der Bilanzpressekonferenz im Interview des Fernsehsenders CNBC. Aber er sagt es mit nervösem Blinzeln, sichtlich angespannt (...)
Der Börsenhype um die obskure Firma aus Aschheim im Landkreis München hat den Österreicher zum Milliardär gemacht. Aber das wilde Auf und Ab des Aktienkurses seit den ersten "FT"-Vorwürfen nährt die ständige Furcht, das "House of Wirecard" könne einfach zusammenbrechen.
...
Gerade diese Obskurität aber macht Wirecard anfällig für Zweifel. So ganz ausräumen kann Firmenchef Braun die weiterhin nicht. Noch immer ermittelt die Polizei in Singapur wegen Scheingeschäften mit Wirecard-Partnerfirmen. (...) Ein Wendepunkt? Wohl kaum. Fans wie Skeptiker von Wirecard werden weiterhin reichlich Argumente für ihre jeweilige Sichtweise finden und die Aktie auf Achterbahnfahrt schicken - oder sich auch mal die Waage halten, wie an diesem Donnerstag.



Das ist heute Ihr Tag, augenscheinlich.

Das HB haut mit 2 Berichten drauf, ebenso das MM. Aus dem nervösen Blinzeln bei einem Interview entstehen gleich Verschwörungstheorien. Ich würde mich echt interessieren, wie sie vor laufender Kamera agieren würden.

An dem Deal mit Softbank wird kein gutes Haar gelassen.

Die außergewöhnlich guten Zahlen und das kontinuierliche starke Wachstum (das stärkste im DAX) wird hier komplett negiert

Das uneingeschränkte Testat mit Prädikat (EY hat zum üblichen Prüfungsumfang noch umfangreiche Prüfungen in Singapur vorgenommen, siehe Finanzbericht) geht in dem gebetsmühlenartigen Schlecht- und Negativmalen in der (deutschen) Presse unter.

Warum auch die deutsche Finanzpresse durchweg so negativ berichtet kann ich nur mutmaßen: springt man hier einem Kollegen aus den Vereinigten Königreich bei, egal wie schlecht recherchiert und journalistisch aufbereitet die (sorry) Pamphlete sind?

Ich vermisse die quellenorientierte journalistische Aufbereitung, wie sie früher zum Beispiel den Spiegel ausgezeichnet hat. Heute wird ohne Kenntnis der Quellen oder Nachweise einfach nachgeplappert, was andere geschrieben haben. Ist im Endeeffekt ja auch billiger.

Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Präzision SIE lediglich die negativen Aspekte aus den Presseberichten sezieren und hier im Forum präsentieren.

Bisher ist hier im Forum von mir noch niemand auf Ignore gesetzt worden. Ich befürchte das wird sich bald ändern.
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Die deutsche Presse berichtet in der Tat sehr desinteressiert bis nüchtern darüber (HB/WiWo, SPON, FAZ, SZ ...).

Die schweizerische NZZ fasst es glaube ich ganz gut zusammen: "Insofern ist das Münchener Unternehmen unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils."

Ich bin mal so naiv und würde McCrum/FT keine mutwillige Kursmanipulation durch bewusste Falschberichterstattung unterstellen. Die Konsequenz bzw. Tragweite eines solchen Artikels ist ihm natürlich bewusst und er nahm die logische Marktreaktion billigend in Kauf. Dass er aber mit den Shortsellern unter einer Decke steckt, kann ich mir nicht vorstellen.

IMO wurden der FT Halbwahrheiten/gefälschte Dokumente untergeschoben und die Zeitung für einen großen Short instrumentalisiert. Der FT als Wirtschaftsleitmedium glaubt zunächst mal jeder.

Der Informant hätte auch zu WSJ, Economist, NYT gehen können. Aber Dan McCrum war natürlich der perfekte Kandidat weil er sich mit den gefaketen Zatarra Reports über Wirecard bis auf die Knochen blamiert hat. Jetzt wäre für ihn die große Chance sein gekränktes Ego wieder herzustellen und zu zeigen, dass WC Dreck am Stecken hat - ein gefundenes Fressen sozusagen.

Entsprechend ungeprüft dürfte er die Story publiziert haben. So wie von uns jeder vom Ten-bagger träumt, träumt ein Investigativjournalist von einem solchen Skandal. Er hat ja selbst voller Stolz in GROSSBUCHSTABEN und mit drei !!! getwittert:

Dan McCrum Verifizierter Account @FD 30. Jan.
SCOOP!!!
A senior Wirecard executive in the €20bn fintech group’s accounting team was last year suspected of using forged and backdated contracts in a string of suspicious transactions. Story here from me and @stef_palma


Üblicherweise würde eine solche Story von einem Investigativteam aufgearbeitet, Quellen unabhängig verifiziert und eigenständig vor Ort nachrecherchiert werden. Letzlich besteht das Team aus McCrum und seiner Kollegin in Singapur und er beruft sich immer nur auf vorgelegte Dokumente und nie auf eigene Recherchen.

Also wenn hier irgendwo die Compliance versagt hat, dann bei der FT.


Meine Meinung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.861.359 von Almas am 13.02.19 11:35:34
Zitat von Almas: So wie ich es verstehe geht es bei den Sammelklagen nicht um die Frage ob in Asien die Bilanz manipuliert wurde oder nicht. Es geht um die Frage ob der Verdacht der Bilanzmanupulation und die Beauftragung externer Ermittler nicht Adhock pflichtig gewesen wäre. Das der Verdacht der Manipulation zumindest zeitweise bestand hat ja Wirecard inzwischen (zähneknirschend) eingeräumt. Das diese Informationen Kurs relevant sind ist denke ich soweit unstrittig. Die Klagen haben damit schon eine echte Begründung. Auch vor deutschen Gerichten kann (und wird?) man so klagen. Ähnlich wie bei VW etc.


Das ist Blödsinn. Meldepflicht wäre vielleicht ein Verstoß, bis zum heutigen Zeitpunkt wurde aber keiner gefunden. Was soll hier also meldepflichtig sein??

Interne Audits und Compliance Checks sind Standard in allen Unternehmen. Diese werden potentiell im Lagebericht/Anhang erwähnt, aber sind sicherlich nicht ad hoc pflichtig.

Unfassbar was hier an Falschinformationen von Leuten verbreitet wird, die keine Ahnung haben.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.424.518 von jigajig am 25.04.19 18:45:32
Zitat von jigajig:
Zitat von FutureIsUncertain: Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Präzision SIE lediglich die negativen Aspekte aus den Presseberichten sezieren und hier im Forum präsentieren.
Bisher ist hier im Forum von mir noch niemand auf Ignore gesetzt worden. Ich befürchte das wird sich bald ändern.
Bisschen widersprüchlich, sich auf der einen Seite über die kritische Tendenz der meisten Artikel zu beschweren und mir dann vorzuwerfen, ich würde in meinen Zusammenfassungen ein verzerrtes Bild zeichnen. Widersprüchlich ist auch Ihre oberlehrerhafte Haltung mir gegenüber bei gleichzeitiger Generosität gegenüber Hetz- Humbug- und Hurrapostings. Ich bin nicht von Ihrer Zustimmung abhängig. Ich habe die Artikel zusammengefasst und dabei das Augenmerk auf die Abweichungen von anderen Texten gelegt. Was die Ignoredrohung angeht, das lässt mich kalt, denn damit kann ich leben. Mit Hetze gegen einen Journalisten oder seine Familie will ich nicht leben. Da ist bei mir heute viel Emotion von Twitter hierher rübergeschwappt, das mag sein. Mit 130€ finde ich die Aktie annähernd fair bewertet, inklusive eines Unsicherheitsabzugs, der wegfallen wird, wenn Singapur grünes Licht gibt (dann wären höhere Kurse gerechtfertigt).



Dan McCrum hat sich selbst den Anfeindungen ausgesetzt: er kann nicht Wind säen und sich dann über den Sturm wundern. Den Link seiner Frau zu Adyen halte ich für zumindest bemerkenswert, allerdings nicht wirklich als Quelle seines "Zorns". Ebenso finde ich bedenklich wie unsere "Freunde" bei Twitter Markus Braun persönlich angreifen. Das blieb bisher ohne Kommentar von Ihnen.

DMC ist auf einem persönlichen Rachfeldzug gegen Wirecard, gegen alle ethischen und moralischen Grundsätze eines "guten" Journalisten. Er ist 2x gescheitert und möchte es endlich "schaffen". Dass er dabei z.B. für seinen letzten Artikel SIRF/Roddy Boyd 1:1 zitiert/übernimmt, ist haarsträubend - Timing und Inhalt. Boyd schreibt auf Basis von Vermutungen, McCrum dichtet einen Whistleblower hinzu.

Ob er sich von Shortsellern instrumentalisieren lässt ist Gegenstand der Untersuchungen der Staatsanwaltschaft. Die Erfolgsaussichten sind mE eher gering.

Der "Bericht" gestern abend zur besten "Sendezeit" war insofern gut, da er den Verfasser endgültig entlarvt hat. Warum solche Berichte diese Wirkung entfalten, kann ich ich dennoch nicht nachvollziehen.

Zu Ihnen, werter Jigajig: Ich bin weder Lehrer, noch habe ich Sie auf dem Kieker. Warum ich immer wieder Sie kommentiere? Weil Sie, anders als die andere "durchgeknallten Psychos" hier (Sie sind das ausdrücklich nicht), sehr gut verstehen ein schiefes (= unausgewogenes) Bild zu zeichnen und das zudem sehr überzeugend.

Ich bin ein Korrektiv und das sachlich und faktenorientiert.

Ihre Einschätzung zum Kurs teile ich: solange Singapur offene Flanke ist, wird Wirecard in einer Range 120-150 pendeln.
Wirecard - Thread !!!!! ..... nicht Zoll-Thread ! ..... nicht Trump-Thread !
Hallo zusammen,

es wäre schön, wenn " Trump - Zoll - Handelskrieg - was Esse ich heute - wie ist das Wetter im Pazifik - Themen " in den entsprechenden Thread's diskutiert werden würden !!

Ich habe gerade 2 Seiten rückwärts gelesen - NICHT ein fachlicher Beitrag zu wirecard
( und erspart mir jetzt bitte die Meldung das die Weltlage auch WDI betrifft - Ja, stimmt betrifft aber dann alle 35.000 Aktien weltweit => bitte in diesen 34.999 anderen Aktientreads die Weltlage diskutieren !! )

https://www.deutschefxbroker.de/aktien-weltweit/

=> @ Admin: es wäre sehr schön wenn man hier einmal 14 Tage durchgängig jeglichen Müll zensieren würde !!

Einen schönen Tag noch ......
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.769.896 von LisaKirsch am 05.07.16 19:59:49Es gibt bei WC immer mal diese Seitwärtsphasen, so war das schon in 2014 (von Jan bis Okt) oder 2015 (Jan bis ca. Jul). In dieser Zeit wächst der Druck auf dem Kessel der sich dann irgendwann in Form eines schnellen Kursanstiegs entlädt. Bin seit Jahren - seit dem SdK-Skandal - in WC investiert, habe immer gekauft, wenn bei WC die Kanonen gedonnert haben. Ist eines meiner profitabelsten Investments überhaupt. Das Unternehmen ist aufgrund vergangener vermeintlicher Skandale besser durchleuchtet als die meisten Dax-Klitschen (Stichwort Dieselgate, nun auch noch angeblich Preisabsprachen beim Stahl etc. etc.) und dass die story stimmt muss man nicht erwähnen, daher ringen mir Aktionen wie die von Zatarra nur ein Lächeln ab. Bei solchen dips kaufe ich zu, wer weiß, wann es WC nochmal so billig gibt. Natürlich gibt es auch bei WC keine Garantie für zukünftigen Erfolg, klar, aber die gibt es nirgends, am wenigsten an der Börse. Überzeugende Alternativen zu Wirecard aber auch nicht viele.

Ich nutze aktuell, eigentlich gegen meine Gewohnheit, kleinere trading-Gelegenheiten bei Ausreißern nach unten bzw. oben, der große Rest der Stücke bleibt im Tresor. Selbst das war bislang ein Spiel, wie ich es so leicht noch nicht erlebt habe.

Keine Frage, dass dieses Pflänzchen weiter wächst. Allen Gärtnern, die das ähnlich sehen, wünsche ich schöne Ernte. Allen anderen, Gelassenheit. Falls ihr Recht habt, sind es nicht Eure Verluste (da ich nicht glaube, dass es hier echte shorties gibt, höchstens Posaunisten). Und wenn das alles nur Manifestationen von Altruismus sein sollen, schlage ich ehrenamtliche Tätigkeiten in Beteichen vor, die das dringender benötigen.
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Qui tacet, manet philosophus
Wahnsinn, was hier in den letzten Tagen abgeht... Es gibt da einige Berichte von dem "guy from FT" (Sebastien Szabowicz, Kepler Cheuvreux, Analystenkonferenz 2015) und der Wirecardkurs geht in die Knie, als ob die Insolvenz vor der Tür steht. Unfassbar.
Die üblichen Mechanismen greifen, wie schon immer seit 2008 - nur eben ein paar Hausnummern größer.
In 2019 ist es nicht ein memyselfandi007, der Wirecard infragestellt, sondern die "Washington Post"
Even if the allegations are as unfounded as the company says, there are valid questions about whether the payments processing specialist justifies its generous valuation (...) But part of what makes investors so skittish is the amount of optimism baked into Wirecard, whose valuation was looking very stretched before its recent drop
(Washington Post vom 4.2.19). [Ich empfehle als Lektüre noch Arvid Kaiser: "Diese Zweifel an Wirecard werden bleiben", managermagazin vom 4.2.2019)]
Das ist insofern spannend, als es auf den ersten Blick nichts mit den Vorwürfen der FT zu tun hat. Das ist einer der Mechanismen, die ich meine: jetzt plötzlich werden Zweifel an Wirecard laut, ganz grundsätzliche, fundamentale Zweifel. Das ist auf den ersten Blick betrachtet nicht logisch, denn die (exemplarisch in der Post) gestellten Fragen hat vorher kaum jemand gestellt (als die Aktie bei fast 200 stand) und sie sind in der FT-Berichterstattung gar nicht das Thema. Warum also jetzt? Warum wird jetzt plötzlich - massiv wie nie - das gesamte Geschäft der Wirecard angezweifelt? Man erkennt zunächst den Zusammenhang nicht. Eine Folge dieser FT-Artikel und des Kurssturzes ist eine Art "struktureller Zweifel", der inhaltlich nichts mit der FT-Berichterstattung zu tun hat, der "eigentlich" viel zu spät formuliert wird - der aber dringend von der Long-Seite ernst genommen werden sollte. Damit meine ich auch die Konzernspitze. Es reicht nicht, Dan McCrum anzugreifen wegen dem, was in Singapur passiert ist oder nicht. Denn die Zweifel, die aktuell mehr Gehör finden denn je, die werden eben NICHT verschwinden, nur weil womöglich in Singapur nichts Gravierendes passiert ist.

Der massive Einbruch der vergangenen Woche lässt mich ratlos zurück. Es gibt für mich keine rationale Erklärung, die dieses Blutbad sinnvoll mit den bisher bekannt gewordenen Vorwürfen in Relation setzen könnte. Wenn jemand auf Long-Seite diesem Massaker etwas Positives abgewinnen will, könnte er sich sagen "in diesen Kursrutsch ist jetzt aber jedes worst case scenario eingepreist"...

Damit zum Forum: Zu den weiteren bekannten Mechanismen zählt das, was nach einem solchen Kursrutsch in den Foren zu beobachten ist: da kommen plötzlich in Horden (oft neue) Diskussionsteilnehmer, die sowieso alles schon vorher gesagt und/oder gewusst zu haben behaupten und die hier Dreizeilerbashing betreiben. Es wird das gesamte Unternehmen in Grund und Boden geschrieben, ohne nähere Erläuterungen und als wären die doch erst vor Tagen veröffentlichten Zahlen nicht existent. Dabei erwecken die Autoren nicht im entferntesten den Eindruck, sich wirklich intensiv mit der Firma und mit den ja tatsächlich vorhandenen Zweifeln auseinandergesetzt zu haben. Ausnahmen von der Regel sind vorhanden, neben den reinen Bashern treten auch besonnenere Kritiker neu auf. Auch das ist erklärbar, denn wer im Stillen mit der Firma haderte und Gedanken hatte, die dem eindeutigen Mainstream der Diskussionen massiv zuwider liefen, der fühlt sich in einer solchen Situation bestärkt und "traut" sich mit kritischen Anmerkungen an die Öffentlichkeit. Das tut dem Thread gut und es wäre wünschenswert, wenn diese Stimmen erhalten blieben, wenn sich der Rauch verzogen hat.

Bedenklich und untragbar finde ich die höchst aggressiven Attacken auf alle, die sich kritisch äußern, bei denen nicht einmal mehr unterschieden wird, ob der Kritiker reines bashing betreibt oder diskutable Aussagen ins Gespräch bringt (mal ganz davon abgesehen, dass persönliche Schmähkritik niemals gerechtfertigt werden kann).

Dabei wäre eine angemessene Reaktion der Long-Seite, jene Dreizeilenbasher aufzufordern, konkreter zu werden. Wenn Vorwürfe dann konkretisiert würden, könnte man sie diskutieren. Naja, könnte - denn diskutieren will die Longseite ja scheinbar ohnehin nicht wirklich).

Stattdessen wird zu "Aktionen aus der unteren Schublade" aufgerufen, die Wortwahl wird abwertend, diffamierend und das Niveau sinkt überproportional zum Kursrutsch. Man kann dann auf 2008 zurückschauen und den Thread mal am Anfang lesen. Da könnte man teilweise die Beiträge 1:1 kopieren und heute reinschreiben, würde nicht groß auffallen...

Dan McCrum hat 2015 eine Reihe von Artikeln geschrieben, die damals im Forum überhaupt nicht thematisiert wurden. Er hat, wie ich vor Tagen gelesen habe, "nicht gegen Wirecard geschrieben sondern über Wirecard". Schöne Formulierung. Selbst Wirtschaftsjournalisten schrieben in den letzten Tagen abwertend über diese Veröffentlichungen, obwohl es dazu keinen objektiven Grund gab und gibt. Diese Abwertung ist Teil der Kampagne, die Dan McCrum mehr oder weniger direkt kriminelle Absichten unterstellt, oder zumindest "Fake News" (Heike Pauls!). Wozu so etwas führen kann, sieht man an den Beiträgen bis hin zu Wünschen, er möge es nicht (gesund) überleben. Das ist dann wirklich kriminell [die "Indizien" gegen Dan McCrum leugne ich dabei gar nicht... so ist die Koinzidenz des Odey-LV schon merkwürdig].

In einem dieser Beiträge geht es um Singapur. Durchaus wert, den Beitrag noch einmal zu lesen ("The strange case of Ashazi", Dan McCrum, 5.5.2015).

Es ist wichtig, dass der Themenkomplex "was passierte in Singapur wirklich?" abgearbeitet wird. Das kann hier im Forum niemand leisten. Wir haben allesamt nicht den Einblick, der nötig wäre. Die meisten Journalisten, die darüber schreiben, haben ihn auch nicht. Sie können ihre Unwissenheit oft nur besser verbergen als manche Leute hier, die teilweise einfach Unfug schreiben - in beide (!) Richtungen (ich meine damit, dass Dinge geschrieben werden, die halt einfach nicht stimmen - und darauf basierend werden Aussagen getroffen).

Zu den Vorwürfen an sich äußere ich mich nicht. Die vorhandenen Belege sind nicht zugänglich und können demzufolge nicht bewertet werden. Ich hoffe, dass wir sie irgendwann sehen können.
Ich sehe eine Wirtschaftszeitung, die ein irrwitziges Risiko geht mit ihrer Berichterstattung. Ich sehe ein Ansteigen der Shortquote, das mich die Stirn runzeln lässt (wenn LV jetzt einsteigen, was sollen dann deren Kursziele sein???). Ich sehe großes Kino für alle.

Etwas Konkretes zur Causa Singapur, was da passiert sein könnte und was es bedeuten könnte oder nicht - dazu sage ich derzeit nichts. Ich will dieses Mal der Philosoph bleiben.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.903.903 von EmeritusInsalvo am 18.02.19 20:50:07
Zitat von EmeritusInsalvo:
Zitat von SchlauerMeier: ...

Diesen Vorbehalt hat jede Verfügung. Ich fresse einen Besen, wenn das Ding binnen einer kürzeren Zeit als 1 Monat wieder aufgehoben wird.

Das wird jetzt richtig teuer für die Shorties, denn bei 115 wird die Aktie nicht bleiben und einen Schadenersatz vor Gericht werden sie auch nicht bekommen. Pech gehabt!


Soweit ich informiert bin, gilt erstmal für 2 Monate der Leerverkauf.


Natürlich ist die Maßnahme befristet, es ist ja eine Allgemeinverfügung im einstweiligen Marktschutz, eine solche stellt einen VA nach § 35 S. 1 VwVfG dar und wird bei solchen Allgemeinverfügungen sehr oft mit einer Nebenbestimmung nach § 36 Absatz 2 Nr. 3 VwVfG erlassen. Üblich ist die Zeit von 1,2,6 oder 12 Monaten bei solchen einstweiligen Maßnahmen. Trotzdem wird solch eine Verfügung immer mit dem Hinweis versehen, dass die Bafin die Frist auch eigenmächtig verkürzen kann, obwohl dies rechtlich gar nicht nötig wäre, weil die Bafin als Behörde diesen VA sowieso jederzeit nach § 49 VwVfG zurücknehmen kann.

Wer nun glaubt, dass dieser Hinweis hier eine besondere Bedeutung hätte, liegt falsch.

Übrigens arbeitet die Bafin üblicherweise sehr eng mit der STA zusammen. Dass hier solch eine Verfügung für einen Einzelwert erlassen wurde, spricht dafür, dass die STA sehr deutliche - für Wirecard entlastende - Hinweise hat. Umgekehrt spricht das schnelle und nicht verdeckt eröffnete Verfahren gegen McCrum dafür, dass hier deutlich belastendes Material vorliegt, sonst hätte man nämlich mit den Behörden in UK erstmal eine Hausdurchsuchung bei ihm gemacht. Sieht nicht gut aus für die FT.

Dies alles mal als Hinweis von einem, der 12 Jahre in diesem Bereich gearbeitet hat.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.167.808 von 007coolinvestor am 22.03.19 08:08:53die Message des Videos ist klar. Zwischen den Zeilen sagt er das die Vorwürfe nicht neu sind allerdings ein gemeinsames Arbeiten von Shortsellern, Medien und Kriminellen ala Frazer Perring eine neue Qualität erreicht hat. Wenn das der neuen Standard wird, muss man sich auf gesetzlicher Seite ein paar Gedanken dazu machen. Kleinere Unternehmen haben 0 Manpower um solchen Kampagnen etwas entgegen zu setzen. Hier wird eindeutig manipulativ zum Vorteil von einigen Wenigen die breite Masse ausgenommen. Reine Umverteilung, das perfide daran ist das durch das Hilfsmittel Presse der Zugang zum normalen Anleger passiert. Dieser hat sowieso schon weniger Informationsquellen und diese sagen : verkauf den Scheiss ... .

Lange Rede kurzer Sinn: Ein neues Umverteilspiel von der Mittelschicht zu ein paar Bonzen/Verbrechern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.181.035 von jigajig am 24.03.19 01:37:13Für vielen Klein/st-Anleger, junge Investoren, unerfahrene Investoren die sich einen informativen Mehrwert für ihre Investitionsentscheidung in wirecard erhoffen ist dieses Forum hier mittlerweile pures Gift.
In den letzten Wochen ist ein unsäglicher Personenkult um Beteiligte auf beiden Seiten ausgebrochen. Namen und damit verbundene Emotionen werden immer dann gerne bemüht, wenn eine sachliche Diskussion nicht möglich oder nicht erwünscht ist.
Was hier seit Wochen passiert ist die Reaktion auf Vorwürfe, die bis heute weder belegt noch auch nur im Ansatz bestätigt wurden. Sie stehen lediglich im Raum, was 2019 leider schon genügt, um Lawinen auszulösen. Nicht vermeintliche Fehlverhalten des Unternehmens hat den Kurssturz ausgelöst, es war die Angst vieler Menschen, die dafür verantwortlich war.
Leider wird auch in diesem Forum allen in wirecard investierten und interessierten ein Bärendienst erwiesen, indem relevante und belastbare Diskussionen in den Hintergrund gedrängt werden und stattdessen eine Kampagne von Vermutungen, Verschwörungen und persönlicher Vorwürfe - alles im konjunktiv, denn wie gesagt, Belege gibt es keine - vorangetrieben wird.
Angst und Emotionen verkaufen sich heute, wo jeder meint alles anzweifeln und besser wissen zu müssen leider besser, als Zuversicht und sachliche Bewertungen.
Wie bereits zu Beginn geschrieben, beeinflusst der so geschaffene negative Tenor im Forum genau die, die von einer objektiven und auf des wesentliche bezogenen Einschätzung des Unternehmens am meisten abhängig sind, weil ihnen Erfahrung und Wissen in der Analyse von Investitionen schlicht fehlen, oder diese sich gerade erst entwickeln.
Ich kann nur jedem der sich mit der Aktie beschäftigt empfehlen sich an den harten Fakten zu orientieren. Denkt selbst und blendet, auch wenn es schwer fällt, künstlich geschaffene Nebenkriegsschauplätze aus.
Was hier teilweise geschrieben wird ist schlicht zu vernachlässigen weil größtenteils irrelevant in der Betrachtung des großen Ganzen.
Wer hier am bisher schönsten und wärmsten Wochenende des Jahres das Internet auf links dreht auf der Suche nach Informationen, die dann aber wieder nur im Konjunktiv formuliert sind und aus Hörensagen unbeteiligter Dritter resultieren, der betreibt bestenfalls ein zeitintensives Hobby, leistet aber keinen Beitrag zur Aufklärung der Anschuldigungen.
Niemand hier weiss irgendetwas, so lange von offizieller Seite - wirecard oder Ermittlungsbehörden - keine Stellungnahme gegeben wird. Die wird kommen, bis dahin empfehle ich allen, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Wirecard ist ein Dax-Wert der eine starke Entwicklung genommen hat und der diese starke Entwicklung nach aktuellen Aussagen des Unternehmens auch jetzt weiterführt.
Genießt die Zeit mit Freunden und Familie und vertraut und lasst die Angst nicht die Oberhand gewinnen. Angst ist der schlechteste Ratgeber, wenn es um eure Finanzen geht.
Schönes restliches Wochenende und einen fantastischen Start in den Montag 😉
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Man braucht hier die letzten 30 Kommentare garnicht zu lesen, fast allesamt von Shortys geschrieben welchen langsam die Panik ins Gesicht geschrieben steht. Ihr müsst euch bald alle eindecken, auch euch ist das längst bewusst, denn es gibt und gab hier keine grossen Skandale. Nicht Mal Kleine. Nur Mini personelle Differenzen. Ihr verdreht hier bewusst Tatsachen, zum Bsp. wird hier behauptet, ich zitiere "Der R&T Bericht hat nicht belastet, aber auch nicht entlastet.". Gezielt versucht Ihr Verunsicherung zu streuen, der Satz ist sowas von behämmert, entweder eine externe Untersuchung entlastet oder belastet - Im Fall Wirecard war das Ergebnis eindeutig das alle Vorwürfe widerlegt wurden. Das mag Euch nicht schmecken, aber ihr Kritiker habt auf eine Externe Untersuchung bestanden. Gehofft habt ihr auf schmutzige Dinge, in diesem Fall hättet Ihr die Glaubwürdigkeit der Anwaltskanzlei R&T gen Himmel gelobt. Wirecard wurde bis ins Detail durchleuchtet. Oder wieviele Externe Untersuchungen mit Gleichem Ergebnis werden noch verlangt?10? Oder vielleicht.... 1000? Die Shortys haben verloren - Game Over. Accept it. Wirecard ist Sauber und in 6 Börsentagen werden die Zahlen entscheiden jenachdem ob sie gut oder schlecht ausfallen ob es rauf oder runter geht. Es werden sich auf jeden Fall viele Leute noch jetzt in den Letzten Tagen positionieren, wer erst nach Ostern covert muss halt auch eventuell schon mit Kursen um die 117/118€ rechnen. Schwierige Entscheidung! Aktuell halte ich es, aufgrund der fehlenden Skandale und keinerlei Beweisen, eher gegenteiligen Beweisen (R&T Berichte, Interne Compliance, Singapur hat bis jetzt nichts gefunden) für Wahnsinn diese Saubere Erfolgsmaschinerie Wirecard zu Shorten. Ich bin Long & Happy. Bei Short würde ich sofort die Reisslinie ziehen bevor es zu spät ist.
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und wieder muss ich mich hier zu Wort melden! Bei diesem unendlichen Sockenpuppen haufen der hier seine Analysen und Weissagungen zum besten gibt kann ich nicht anders.

Ich gebe zu das auch ich keine Ahnung habe ob hier irgendwann ein böses erwachen kommt oder wirecard seinen extremen Aufwärtstrend unvermindert fortsetzen wird aber ich persönlich setze auf letzteres!

Aber um das noch mal deutlich zu machen es muss doch jedem klar sein das hier einige Leute extrem Detailreich posten wo man schon etwas hellhörig werden sollte nicht Wirecard betreffend sondern betreffend der User. Versucht mal selbst als relativ unwissender normaler Aktionär diese Informationen aus dem Netz zusaugen und diese dann auch noch iregndwie so zusammenzustellen damit andere hier das auch nur ansatzweise nachvollziehen können. Dafür falls ihr überhaupt nach stunden etwas findet braucht ihr auch nochmal Zeit. Wer verdammt nochmal hat diese Zeit ausser er verdient daran!! K E I N E R

Manch einer versucht hier den Schein aufzubauen er wäre auch privat hier und opfere seine Zeit um dem ein oder anderen Anleger zu helfen oder gar zu waren.....wie lustig ist das denn.......Nächstenliebe im Börsenforum......

Ich appeliere an den gesunden Menschenverstand jedes einzelnen mal darüber etwas nachzudenken

Meine Meinung
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Die ewig alte Leier der Basher wird durch ständiges Wiederholen Euer Beiträge doch zunehmend langweilig... Zum x-ten Mal GI-Retail und Verbindlichkeiten aus dem Acquiring-Bereich...

Euer Problem: Der Markt sieht das anders. Analysten und institutionelle Investoren können auch rechnen und kommen zu anderen Ergebnissen und kaufen die Aktie, wie man an der Kursentwicklung sieht!!!

Und weil Ihr Basher so gerne auf Wiederholungen steht, hier noch eine von mir:

"...Rentfort hat bilanztechnisch in Gegensatz zu vielen anderen reinen Kläffern hier bilanztechnisch echt was drauf. Nur leider nutzt er sein Know How immer dahingehend, daß er stets in seinen Beiträgen die Methode, Formel oder Kennzahl auswählt und hier reinstellt, nach der Wirecard am übelsten aussieht.

Da wird eine Free Cash Flow-Übersicht zusammengebastelt und ohne Erläuterung(!) oder Interpretationskontext hier reingestellt, die für Wirecard einen MinusCF von 216 Mio. ausweist! Und die User hier, die keine Ahnung von Bilanzierung haben, denken: Ach Du Schande, die Bude ist fertig ..., weil die Beiträge von Rentfort durch Zahlen und Berechnungen fundiert wirken. Sieht natürlich professionell aus, aber es gibt auch den Leitsatz: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber zusammengestellt hast!

Dann wird aber von ihm bei bestimmmten Bewertungspositionen noch behauptet, daß Analysten das ebenfalls kritisch sehen, aber keine Quelle geliefert!!!
Alle mir bekannten Research-Reports, die seit den neuen Zahlen rausgekommen sind, sind positiv und die meisten loben die Transparenz und bessere Nachvollziehbarkeit sowie die guten Ergebnisse. Kein Analyst (soweit mir bekannt) kritisiert die Zahlen. Wie wärs da mal mit dem konkreten Nachweis... und ich hoffe, es ist nicht nur Zatarra oder einer der Financial Times-Cretins.

Zudem oft Kein Hinweis von ihm zur selbstgewählten Zahlenzusammensetzung, keine Info das mehrere Methoden zu seinen Kennzahlen und z.B. zur FCF-Berechnung gibt (FCFE, FCFF, FTE mit unterschiedlichen Ergebnissen, besser Discounted Cash Flows) gibt und das seine Einpflege der kompletten M&A nach strengen Bewertungsrichtlinien so auch nicht geht (sog. Problematik der Run Rate). Und wenn man die M&A komplett reinnimmt muß man die Veränderung der Verbindlichkeiten konsequent positiv einrechnen, usw...

Es gibt andere FCF-Berechnungen, da ergibt sich für Wirecard ein Free Cash Flow von 145,2 Mio (wohlgemerkt nicht minus sondern positiv)! Obwohl mir das als Betrag betragsmäßig wiederum auch zu positiv ist.

Überhaupt kann man diskutieren, ob einige seiner Berechnungen und Kennzahlen auf Unternehmen und Unternehmenssituation richtig passen bzw. richt in den situativen Kontext gestellt werden. Bestimmte Kennzahlen und Interpretationen funktionieren für Wachstumsunternehmen nicht, bzw. sehen in Wachstumsphasen immer schlecht oder risikoreicher aus, aber das Unternehmen muß das hinnehmen um notwendige Markteinstiege und steigende Marktanteile vor der Konkurrenz zu erreichen, was aber später dann zu einer außerordentlich positiven Ertrags- und Kennzahlenentwicklung führen kann.
Fairnesshalber sei erwähnt, daß ich ihn in einem anderen Posting schon darauf hingewiesen habe und er mir zugestimmt hat, dennoch bleibt ein Tendenz-Geschmäckle...

Leider ist Wirecard wegen des spezifischen Produktes der Gelddienstleistung und dem damit besonderen Geschäftsmodell sehr schwer zu bewerten. Da hat jeder seine Meinung/Einschätzung.

Meine Meinung zu Wirecard ist positiv, Rentforts ist deutlich negativ, auch wenn er vermutlich anführen wird, er sei objektiv und kommt aufgrund seiner Bewertungen zu diesem negativen Votum. Aber dafür sind mir die Grundstimmung seiner Postings und die Auswahl seiner Bewertungsansätze schon zu tendentiös negativ. Aber jedem seine Meinung, dafür ist ein Forum da.

Jeder Anleger sollte sich besser selber ein Bild auf Basis mehrerer Quellen machen, Informationsmöglichkeiten gibt es genug... "
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Ohje, da kommt bei einigen aber massiv Schadenfreude auf. Ich weiß auch noch nicht, was das nicht zustande kommen eines Deals, beziehungsweise ein Dementi mit Zatarra schon wieder zu tun haben soll, aber irgendwer muss denn ja hervorholen.
Bei der HV wurde von Markus Braun erwähnt, dass sich das Unternehmen in Gesprächen mit verschiedenen Partnern befindet, Ali gehört da anscheinend jetzt doch nicht dazu. Macht ja nix. Der jetzige Sturz ist die logische Konsiquenz, dass dieser Deal nicht zustande kommt. Wesentlich interessanter wird es wohl erst wenn Wirecard bei den Verhandlungen konkrete Ergebnisse hat, die man Vorweise kann und veröffentlichen kann, so schnell wie es Bergauf ging, ging es bergab, aber genauso schnell geht es wieder bergauf, wenn die erste Partnerscharf womöglich präsentiert wird.
Natürlich haben sich viele heute gefreut, einige werden sich vermutlich gerade ärgern. Realisten können das ganze aber entspannt beobachten.
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Unsere Short-Freunde gehen mir auf die Nerven:

Sind der Meinung, sie könnten einem vorschreiben, was man schreibt. Wie man es schreibt. Und statt sich auf ihrem Nebenthread zu konzentrieren, nutzen sie diesen Thread für ihr Mitteilungsbedürfnis. Was können wir dafür, dass sich niemand für deren Thread interessiert. Sobald jemand etwas einstellt, beschweren sie sich auf arrogante Weise. Selber wird gleich 20 Seiten gepostet mit uninteressanten Beiträgen.

Shortie:Wir wollen nur warnen. Wir haben kein finanzielles Interesse.

Einfach nur lächerlich!

Meine Meinung.
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Für die ganzen Shorties ist der derzeitig Kurs so oder so eine Katastrophe! Sie würden sich wünschen das die Aktie viel weiter im Keller wäre, aber das passiert ja zurzeit nicht. Wenn man sich ansieht wie viel auf Twitter und anderen Portalen versuchen hier negativ Campaigning zu betreiben, dann ist es für mich nicht verwunderlich. So entsteht zurzeit eine Patt Situation, die aber Aufgrund der immer weiter zurückgehenden Leerverkäufer zurzeit eher zugunsten von Wirecard ausgehen wird.
In Amerika gibt es in der Politik einen Begriff den ich hier sogar noch passender finde: Dirty Campaining. Man wirft immer und immer wieder mit Dreck und hofft das irgendwann irgendwas heften bleibt oder dadurch das Vertrauen in den Kandidaten maßgeblich gedrückt wird. Wirecard ist ja eigentlich ein Paradebeispiel, wie dieses dreckige Spiel funktioniert und irgendwann wird man es auf Universitäten als Lehrbeispiel Unterrichten.
So gesehen sehe ich den Kurs nicht als so überraschend an. Logischerweise ist das kein ewig andauernder Zustand, denn umso mehr Kooperationen und positive Dinge Wirecad zu stande fördert, was sie ja auch tun, umso beschissener (entschuldigt die Ausdrucksweise) wird es für die "Shorties". über 80 Prozent der Analysten geben noch immer Kaufempfehlungen ab. Sie sehen die Situation vermutlich genauso wie Ich. Die meisten Wirecard Anleger und viele die neu dazu gekommen sind, wissen ja, dass es mal einen besseren mal einen schlechteren Tag gibt. Aber die meisten sind sich auch bewusst, dass sich Shorties, wenn Wirecard zu stark wird ein anderes Objekt suchen werden, denn dann wird das Spiel zu langwierig und vor allem weit entfernt von Profitabel. In dem Moment haben die Wirecard Anleger und vor allem die, die noch zugelegt haben gewonnen. So sehe ich das ganze, und die Kursentwicklung, beziehungsweise, die meisten Analysten geben mir mit ihren Ratings auch recht.
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Also wenn Apple eine zusammenarbeit eingeht, dann ist das auf jeden Fall nicht gut weil die PR Abteilung keinen riesen Wirbel darum macht?
Folgende überlegungen Apple hat: McBooks, Ipads, Iphones, ist ein riesen Globaler Player und bringt jeden Tag weit größere Meldungen raus?
Also kommt mir das komisch vor? Eher weniger. Was mir jedoch komisch vorkommt ist wenn jemand sagt: hey deren PR Abteilung macht nix, die wollen nicht, dass jemand von der zusammenarbeit weiß... (darauf läuft es ja hinaus).
Wenn Apple sich unsicher wäre, würden sie Wirecard nicht als Partner heranziehen, die werden sich also schon sicher sein. Kann ich auch gut verstehen, denn Wirecard steht ja ohnehin dafür verlässlich zu sein.
Freue mich auch schon auf die Quartalszahlen.
Aber manche versuchen halt Krampfhaft den Wurm in der Kirsche zu finden, auch wenn dieser nicht vorhanden ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.305.760 von Svabo am 12.07.17 07:37:01Wollte mich eigentlich zu dir nicht mehr äußern.
Aber deine Aussage an Wertegründer er könne
keine Fehler eingestehen ist aus deinem Munde
der blanke Hohn. Was du hier schon alles nachweislich
an falschen Aussagen getätigt hast und nicht reviedierst
hast ist für jedermann nachvollziehbar.
Und dann immer wieder deine oberlehrerhaften Provokatioen!
Einfach nur peinlich.
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Wenn ihr euch gefangen habt langsam...
...dann zeige ich euch wie der CU0KC9 heute früh eröffnete! Remember nachkauf zu 0,22



Aber übers ganze Wochenende kluge Ratschläge über Delta, Vega , Gamma, Omega, Aufgeld, Imolazierte Vola. :laugh::laugh:

Trader sind keine Analysten ;)
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Relativ uninteressanter Thread
- viel Geschwätz
- wenig Infos
- zu viele dumme/unerfahrene Jung/Mädels
- immer dasselbe

Ich schaue trotzdem gelegentlich rein. Vielleicht ändert es sich ja noch! :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.878.894 von Genussschein am 14.02.19 23:23:25Wie lange hast an dem Schmarrn geschrieben ? Oder bekommt ihr das bereits fertig ausgearbeitet?
Das KGV Thema dient dem Bashertrupp zur Verunsicherung - damit selbst auf diesem Kursniveau noch Zweifel erzeugt werden ob denn das nun fundamental gerechtfertigt ist.
Wir haben derzeit Kurs 103€ warum sollten da jetzt „viele“ darauf Warten bei 110 verkaufen zu können nachdem sie es bei 130-170€ nicht getan haben?
Du meinst die 7-10% machen da den Unterschied? = lächerlich
So einfältiges Bashen wie hier, hatte ich schon lang nicht mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.881.159 von Anubisra100 am 15.02.19 10:29:41
deine Kommentare
sind auch zum fremdschämen
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Eilmeldung!!!!!!
Dan Mc Crumm gehts an den Sack :laugh:

https://www.faz.net/aktuell/wirecard-ermittlungsverfahren-ge…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.009.605 von kingder am 03.03.19 17:55:32
Zitat von kingder: ist doch ganz einfach warteb wir es, da ich erst bei einigermaßen fairer Bewertng(um die 60€) dabei bin kann ich mich entspannt zurück lehnen und muss mir nicht diese ganzen holen Postings dsr Jünger antun. Der Markt macht den Kurs und das ist gut so. Über kurz oder lang helfen auch die Versuche det Bafin nichts.


Deine verzweifelten Versuche das Unternehmen und die Bewertung schlecht zu reden sind richtig bemitleidenswert. Investiere deine Zeit lieber in Bildung und gute Bücher, anstatt hier die Leute mit deinen geistigen Ergüssen zu belästigen. Danke :)
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Interessantes aus dem Aktienkanal:

Am Freitag ging es im Tief bis auf 103 Euro runter. In der vergangenen Woche hatten wir ja zwischenzeitlich bereits wieder die 135 Euro überschritten.
Was ist passiert?

Erstens gab es eine Abstufung durch die Citigroup von "neutral" auf "verkaufen" und eine deutliche Reduzierung des Kursziels von 144 auf 100 Euro. Die Begründung: Es könne länger dauern, die Anschuldigungen zu entkräften als der Markt dies im Moment erwarte.

Diese These könnte mit der angeblichen Ausweitung der polizeilichen Ermittlungen gegen Wirecard zusammenhängen. Nun sei auch Indien im Fokus der Ermittler. Aus meiner Sicht ist das aber keine wirkliche Neuigkeit.

Der Kernvorwurf lautet ja, dass Geld von Wirecard-Konten auf externe Konten in Hongkong transferiert und dann weiter auf Wirecard-interne Konten in Indien geleitet worden sei (Round-Tripping). Insofern ist es dann ja wenig überraschend, dass auch die Wirecard-Töchter in Indien im Fokus der Ermittler stehen.

Das "Handelsblatt" setzt diese Untersuchungen nun sofort wieder in einen Zusammenhang mit der 2015 in Indien getätigten Übernahme des Paymentgeschäfts von GI Retail. Dafür gibt es aus meiner Sicht keinen Anlass.

Es gab diesbezüglich bereits Anfang 2018 Anschuldigungen der Southern Investigative Research Foundation (SIRF) gegen Wirecard. SIRF ist ein forensischer Bilanzanalyst.

Solche werden gerne von Shortsellern engagiert, um via Studium von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnungen und sonstigen öffentlich zugänglichen Dokumenten, Schwachstellen bei Unternehmen zu finden. Diese werden dann von professionellen Shortsellern als Grundlage für eine Attacke verwendet.

Die Vorwürfe von SIRF konnte Wirecard aber allesamt bereits im Januar 2018 entkräften. Hier sind die Links zur SIRF-Analyse und die entsprechenden Reaktionen von Wirecard darauf: Artikel 1, Artikel 2 & Artikel 3...

Die damalige Vorgehensweise von Wirecard bei der Übernahme und die geflossenen Summen wurden also bereits im Detail ausgeleuchtet und auseinander dividiert.

Insofern finde ich es befremdlich, dass nun das Handelsblatt wieder anfängt darin "rumzuwühlen" und schreibt:

Ein indisches Wirtschaftsmedium berichtete jedoch Anfang 2017, dass der Fonds 180 Millionen Dollar in ein Unternehmen namens Orbit Corporate Leisure Travels investiert habe.

Die Summe entspricht in etwa dem Betrag, den Finanzjournalist Boyd bei seinen Recherchen zur Wirecard-Zahlung nicht aufspüren konnte.

Boyd ist der Verfasser der SIRF-Analyse. Bei dem genannten Fonds handelt es sich um den Emerging Markets Investment Fund 1A. Dieser war Eigentümer von GI Retail - und zwar sowohl von der GI Retail Payment-Sparte als auch der GI Travel-Sparte. Orbit (und eine weitere Tochter namens Goomo) gehören zu GI Travel.

Wirecard hat von Anfang an berichtet, dass man nur Payment-Sparte von GI Retail gekauft habe. Die GI Travel-Sparte verblieb beim Fonds. Wenn dieser Fonds nun 180 Millionen Dollar in Orbit Corporate Leisure Travels investiert hat, dann ist doch sehr naheliegend, was passiert ist:

Der Fonds hat die Einnahmen aus dem Verkauf der Payment-Sparte an Wirecard in seine verbleibende Travel-Sparte investiert. Dass Boyd (und offensichtlich auch das Handelsblatt) das nicht verstehen wollen oder können, ist nicht das Problem von Wirecard.

Genauso wenig ist es das Problem von Wirecard, dass dieser Fonds auf Mauritius ansässig ist. Das hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit steuerliche Gründe. Das muss man nicht gut finden. Aber es ist legal.

Wirecard hat auch nochmals betont, dass die rechtliche Situation bei der Transaktion sehr genau geprüft worden ist. Und Wirecard hat den vollen Kaufbetrag bezahlt. Das wurde noch nicht mal von SIRF bestritten.

Dass Orbit danach weiter ein Partner von Wirecard geblieben ist, ist doch selbstverständlich. Wirecard wäre ja dumm gewesen, wenn sie nicht die Zahlungsabwicklungen für Orbit via GI Retail weiter übernommen hätten. Schließlich agieren ja beide Firmen quasi unter einem Dach.
Wirecard AG (ISIN: DE0007472060)
WKN / Kürzel

Börsenwert

KGV 18/19e/20e

Kurs
747206 / WDI

12,9 Mrd. EUR

34 / 24 / 18

104,70 EUR

MEINE MEINUNG:

Zugegeben: Es ist schwierig angesichts der Vielzahl an Übernahmen und der daraus resultierenden über 50 Tochtergesellschaften bei Wirecard den Überblick zu behalten.

Allerdings darf es nicht sein, dass dann in nationalen Medien längst widerlegte Thesen von Shortsellern kritiklos wiedergekäut werden - zum Nachteil des Unternehmens.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Abschlussbericht von Rajah & Tann, der ja noch im März veröffentlicht werden soll, tatsächlich für Klarheit sorgt, was die aktuellen Vorwürfe betrifft.

Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 104 Euro ist die Aktie aus meiner Sicht kaufenswert.
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Ich verfolge dieses Forum nun schon längere Zeit und möchte folgendes dazu, ohne entsprechende und der Mehrheit eh bekannte Quellen/Nachweise anzugeben, anmerken:

1] Wirecard (WC) hat Beschuldigungen/Vorwürfe seitens der Presse bzw. einzelner Reporter (manche davon als Journalisten zu bezeichnen wäre in meinen Augen nicht korrekt!) zurückgewiesen bzw. eine andere Sichtweise auf die Dinge mitgeteilt.
Warum sollte WC also auf die sich ständige wiederholende Berichterstattung erneut reagieren, wenn keine neuen Vorwürfe vorliegen, auf die reagiert werden müsste?
Man bekommt das Gefühl, dass einige Presseagenturen hier bewusst Pressemitteilungen immer wieder unter geänderter Schlagzeile/Überschrift streuen und ggf. unwichtige Details abändern, um eine erneute Schlagzeile/Pressemitteilung lancieren zu können. Es erinnert einen an Werbung und das platzieren einer "Marke" bzw eines "Images". Welches Image hier erzeugt werden soll, das muss jeder selbst erkennen.
2] Es stehen hier Unregelmäßigkeiten in Höhe von unter 10 Mio. €|$ im Raum. Wie hoch ist nochmal der Umsatz des Unternehmens WC? Klar müssen Unregelmäßigkeiten aufgedeckt und aufgeklärt werden. Das passiert und wir warten auf Ergebnisse. Heute berichtet FT nun, dass es scheinbar um Unregelmäßigkeiten von 2. Mio Euro gehen soll. (Jetzt kommt der Stein ins Rollen) Woher möchte FT diese Informationen haben? Das bleibt mehr oder minder offen. Aber rechtfertigt das diese Kursschwankungen? Auch diese Frage muss sich jeder selbst beantworten.
3] Klagen aus und in den USA.
Halte ich für völlig überflüssig. Da muss viel mehr passieren als das. Es ist m. E. nur eine von vielen Pressemeldungen, die das Image von WC schädigen sollen.
4] Viele hier im Forum sind der Meinung, dass sie die Attacke gegen den Aktienkurs richtet. Meiner Meinung nach richtet sich die Attacke gegen das Unternehmen an sich. Hier soll anscheinend mit Hilfe einer "Kampagne" WC diskreditiert werden und somit Kunden, gewerbliche wie private, zur Konkurrenz gelenkt werden.
Fast immer finden sich am Ende von Artikeln, die sich gegen WC richten ein Hinweis auf die Konkurrenz. Legitim aber auffällig.

Dieser Text stellt keine Tatsachen dar, sondern meine Meinung. Er soll als Anregung zum Nachdenken beitragen.
Da wird wochenlang so getan als wären die gesamten Asienumsätze von Wirecard durch Kreisgeschäfte gefaked. Man habe Beweise, Aussagen von Mitarbeitern, Emails,... mindestens 30 Millionen Umsatz sind gefälscht, Konten gefälscht,...
Tja und dann wirds immer weniger. Plötzlich nur mehr ein Problem mit einem Firmenkauf.
Plötzlich ist ein Mitarbeiter suspendiert.
Und gestern gehts dann nur noch um eine Geldüberweisung von 2 Millionen € von der Wircard Mutter and die Tochter damit die genug Kapitalausstattung hat für eine Lizenz in Hongkong.
Uiiii und wie dramatisch die schicken das Geld nicht direkt sondern womöglich Steuerschinen mit Zwischenstation.
Uiii und es gibt noch nicht mal eine Anzeige des Hongkonger Lizenzgebers.
Nach 7 Wochen Ermittlungen der Polizei nicht mehr Geldwäsche, Kontenfälschung zu belegen?
Ists womöglich so wie der Vorstand sagt: Nichts dran?
Stattdessen gibt es verzweifeltes Geschreibsel von FT, Aktionär und Handelsblatt die von
Irgendwas Faseln was durch Nichts belegt ist. Wo die einzelnen Sätze schon keinen Zusammenhang haben. Einfach nur drauflosphantasiert. Vielleicht in der Hoffnung das ein Wunder geschieht?
Geniale Inszenierung? Nö nur noch lächerlich.
Die Münchner Staatsanwaltschaft findet keinen Anfangsverdacht - klar is ja auch Nichts relevantes.
Bleibt nur die Marktmanipulation der FT.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.190.895 von pischtie_hufnagel am 25.03.19 18:04:31
Eine kleine Ermutigung an alle Zittrigen
Guter Beitrag, Negan_L ! :)

Von mir vielleicht auch noch eine kleine Ermutigung an alle Zittrigen:
Wennes drei schlechte Ratgeber an der Börse gibt, dann sind dies Angst/Panik, Gier und vor allen Dingen auch Ungeduld. Diese drei Eigenschaften sind die besten Voraussetzungen, um an der Börse viel Geld zu verlieren!

Hierzu eine kleine Anekdote:
Mein erstes Börsengeschäft tätigte ich im September 1987 - damals noch als Schüler in der Oberstufe. Ich hatte mir über die Sommerferien mittels eines Ferienjobs eine für mich damals recht nette Summe erarbeitet, die ich beabsichtigte, auf mein Sparbuch zu legen.
Mein Vater riet mir wegen Geldvernichtung auf dem Sparbuch davon ab und empfahl mir, das Geld doch lieber an der Börse zu investieren. Ich vertraute ihm und fragte ihn, welche Aktie er mir denn empfehlen würde (für eine Risikostreuung war der Betrag nicht groß genug - daher nur ein Titel). Er empfahl mirt damals Hoogovens, die sich sodann zu einem Einstandskurs von ca. 40 DM pro Aktie kaufte.
Ihr ahnt es schon: Im Oktober kam der große Börsencrash. Nicht unbedingt die beste Ersterfahrung für einen Börsenneuling. :D
Im Nullkommanichts stand der Kurs bei 20 DM ... und im Dezember sodann sogar bei 10 DM. Mal so eben auf die Schnelle 75% des hart erarbeiteten Kapitals vernichtet. Die Schweißperlen standen mir auf de Stirn und ich verfluchte den tollen Tipp meines Vaters.
Der hingegen sagte nur ganz ruhig: "Cool bleiben! Brauchst Du das Geld momentan unbedingt? Wenn nicht, dann lass es stehen - ein Kursverlust ist nur dann ein Verlust, wenn Du ihn jetzt durch Verkauf realisierst. An der Börse geht es ständig auf und ab ... Hoogovens ist ein gesundes Unternehmen und daher wird es auch wieder aufwärts gehen."
Also nahm ich das mal so als gegeben hin. Und siehe da ... im Frühling stand der Kurs plötzlich bei 50 DM. Ich wischte mir also die Schweißperlen von der Stirn, realisierte erleichtern meinen Gewinn durch Verkauf der Aktien und erfreute mich an den 20% Rendite innerhalb eines halben Jahres.
Daraus habe ich gelernt.

Im Sommer stand der Kurs von Hoogovens dann bei 90 DM. :cry:
Auch daraus habe ich gelernt! Ein Verlust an der Börse ist durchaus schmerzhaft - aber noch viel größer ist der Ärger über entgangene Gewinne. :mad:

Was ich damit aber eigentlich sagen will:
Der derzeitige Kurseinbruch von Wirecard ist eine Ausnahmesituation, die aufgrund von mieser Stimmungsmache in den Medien verursacht wird.
Wirecard hat keine strukturellen oder fundamentalen Probleme, wie dies z. Bsp. bei einer Deutschen Bank oder Bayer der Fall ist, sondern Wirecard ist ein fundamental gesundes Unternehmen mit einem gut laufenden und stark wachsendem operativem Geschäft (wir reden schlimmstenfalls von ein paar Unregelmäßigkeiten in der Buchführung, die für die Gesamtergebnisrechnung des Unternehmens keine nennenswerte Relevanz haben).
Langfristig wird sich der Kurs immer an der Ertragslage des Unternehmens orientieren. Da, wo Geld verdient wird, kaufen sich die Anleger ein - und Wirecard verdient zweifelsohne gutes Geld!
Die Leerverkäufer haben irgendwann ihren Schnitt gemacht, die Presse wird irgendwann von Wirecard ablassen ... und spätestens dann wird dem Markt bewusst werden, dass Wirecard deutlich unterbewertet ist. Es mag vielleicht 1 - 2 Jahre dauern ... aber spätestens dann werden wir auch wieder Kurse um die 200 € sehen - ggf. auch schon früher.

Ich persönlich rechne jedenfalls damit, dass sich bereits spätestens zum 04.04. der Wind wieder in eine andere Richtung zu drehen beginnt, denn spätestens im Rahmen der Bilanzpressekonferenz wird Wirecard eben auch mit etlichen Fragen zu der derzeitigen Situation konfrontiert werden ... und ich denke, Wirecard ist sich durchaus darüber bewusst, dass dabei auch eine angemessene Stellungnahme erwartet wird. Ich vermute mal, dass momentan bereits entsprechende Vorbereitungen von Wirecard getroffen werden, sodann auch entsprechend zu liefern und eine nachhaltige Antwort auf die ganzen Vorwürfe zu geben, die eben auch der Komplexität der Gesamtzusammenhänge gerecht wird und ggf. weiteren haltlosen Vorwürfen vorbeugt.

Lasst uns also einfach mal 2 Wochen Geduld bewahren und die Situation nach dem 04.04. neu bewerten. Bis dahin brngt es gar nichts, den Kursverlauf minütlich zu kommentieren oder sich von den aufgewärmten Kaffeeklatsch-Meldungen der FT aus der Ruhe bringen zu lassen. ;)
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Durch die Historie getrieben, mit den Attacken in der Vergangenheit, und dem Wissen dass die "Leerverkäufer-Lobby" nur auf Fehler von Seiten WC wartet, gehe ich jedenfalls davon aus, dass sich WC definitiv nichts Grobes zu Schulden kommen haben lassen. Die wissen ja, dass sie am "Radar" dieser Störefriede sind.

Ich traue mich zu sagen (kann mir eh niemand das Gegenteil beweißen), dass bei jedem Unternehmen in dieser Größenordnung, kleiner Delikte zu finden sind wenn man danach gräbt. D.h. solch eine Schmutz-Kampagne könnte man bei nahezu jedem Unternehmen starten...

Wie diese Anschuldigungen aufgebauscht und medial verpackt werden ist wirklich grenzwertig und aus meiner Sicht eindeutige Marktmanipulation. Es steht in keiner Relation zu den Abschlägen, die der Kurs durchmacht.

Ich hoffe innigst, dass in irgendeiner Form, diese offensichtlich bezahlten Schreiblinge rechtlich belangt werden können, und nicht damit durch kommen.

Ich finde, dass WC grundsätzlich OK reagiert --> nur weil der Kurs nicht die Richtung einschlägt auf die man hofft, alles auf die Kommunikation von WC zu schieben, finde ich nicht fair.
Kurzfristig ist es ein unfairer Kampf: der Schreibling kann verzapfen was er will und kann sich auf Pressefreiheit rausreden. WC muss klar überlegte Antworten absetzen, die nicht wieder Oberfläche für die Schreiblinge liefern und weiters auch keinen rechtlichen Rattenschwanz mit sich ziehen.
Längerfristig wird WC Klarheit schaffen und die Schreiblinge einstampfen, aktuell bringt uns das leider wenig.

Ich für meinen Teil werde meine Long-Strategie abfahren, die 1-3% Restrisiko dass dabei grob was daneben geht, und wirklich irgendwas Elementares "aufpoppt" nehme ich auf mich...
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Wirecard Aktie – FT legt nach: CEO Markus Braun ist ein Alien!
https://www.youtube.com/watch?v=I5RQ5RO3t7E
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.311.485 von EliasRafael am 09.04.19 11:10:47Ja, sehr objektiv *lach*, Sie sind als "DER" Basher hier bekannt. Ihre Beiträge sind manipulativ und entbehren jeglicher Faktenlage. Erstmal haben Sie vollkommen Recht, die Fa. Wirdcard liefert sehr sehr gute Zahlen, das ist Fakt. Jedoch betiteln Sie dies als "Hype", das hiesse hier kurze immense Gewinne in einem Branchenbereich, die schlagartig zusammenbrechen. Entschuldigung, da muss ich wirklich noch lauter lachen, Ihre Aussagen haben damit die gleiche Qualität als würden Sie voraussagen das morgen das Internet "Out" wäre und es übermorgen niemand mehr nutzen würde. Ganz schön peinlich für Sie, vor allem da sich hier im Forum alle einig sind in welchem Starken Wachstumsmarkt die Fa. Wirecard unterwegs ist. Desweiteren wurde Wirecard nicht einfach so zum Mitglied des DAX geadelt, das war kein kein Ritterschlag wie im Mittelalter, bevor so etwas geschieht wird das Unternehmen durch unzählige Kontroll- und Prüfungsgremien bis ins kleinste Detail auseinander genommen. Anschliessend reden Sie von Euphorie und übertriebenen Kurszielen "Aus dieser Zeit", aus der die vielen Institute nicht rauskommen würden. Meine Güte, was für eine Verdrehung von Tatsachen, denn genau diese Kursziele wurden nach der Veröffentlichung des R&T Berichtes Erneut von vielen Ratingagenturen und Banken bestätigt. Das Geschäftsmodell ist keineswegs kompliziert und intransparent, vielleicht für Kleinanleger, diejenigen die sich mit der Materie beschäftigt haben wissen sehr wohl in welchem Geschäftsfeld Wirecard so unglaublich erfolgreich ist. Oder wollen Sie die Zahlen Basher-Like immer noch komplett "In Frage stellen" und darauf pochen das die gesamte Bilanz gefälscht wäre? Sie reden über Informationen von "vermeintlichen Insidern", welch schönes Wort, denn das verleitet Sie hier hier grossspurig negative Spekulationen zu streuen. Wenn Sie von investigativen Journalisten sprechen, meinen Sie da Herrn Crum? Derjenige der bereits damals die völlig erfundene Zatarra Studie aufgegriffen hat und die nachweislich genutzt wirden ist zur Marktmanipulation, dessen Ersteller von unserem Strafrechtsystem immer noch per Haftbefehl gesucht werden? Sie haben Recht, das Management von Wirecard hat auf personeller Ebene in der Zentrale von Singapur nicht geglänzt - Jedoch wurden diese Fehler behoben und ich bin mir sicher das Wirecard seinen Denkzettel nicht vergessen wird und gestärkt aus dieser Situation weiter geht. Der Einzige der hier nicht überzeugend agiert, sind Sie und Ihre Beiträge. Sie vermeiden es grundsätzlich auf die Kritik oder Fragen Ihrer Forenteilnehmer einzugehen. Schwache Leistung und Fremdschäm Deluxe.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.330.307 von letni am 11.04.19 11:50:25
Zitat von letni:
Zitat von WTB9: Man braucht hier die letzten 30 Kommentare garnicht zu lesen, fast allesamt von Shortys geschrieben welchen langsam die Panik ins Gesicht geschrieben steht. Ihr müsst euch bald alle eindecken, auch euch ist das längst bewusst, denn es gibt und gab hier keine grossen Skandale. Nicht Mal Kleine. Nur Mini personelle Differenzen. Ihr verdreht hier bewusst Tatsachen, zum Bsp. wird hier behauptet, ich zitiere "Der R&T Bericht hat nicht belastet, aber auch nicht entlastet.". Gezielt versucht Ihr Verunsicherung zu streuen, der Satz ist sowas von behämmert, entweder eine externe Untersuchung entlastet oder belastet - Im Fall Wirecard war das Ergebnis eindeutig das alle Vorwürfe widerlegt wurden. Das mag Euch nicht schmecken, aber ihr Kritiker habt auf eine Externe Untersuchung bestanden. Gehofft habt ihr auf schmutzige Dinge, in diesem Fall hättet Ihr die Glaubwürdigkeit der Anwaltskanzlei R&T gen Himmel gelobt. Wirecard wurde bis ins Detail durchleuchtet. Oder wieviele Externe Untersuchungen mit Gleichem Ergebnis werden noch verlangt?10? Oder vielleicht.... 1000? Die Shortys haben verloren - Game Over. Accept it. Wirecard ist Sauber und in 6 Börsentagen werden die Zahlen entscheiden jenachdem ob sie gut oder schlecht ausfallen ob es rauf oder runter geht. Es werden sich auf jeden Fall viele Leute noch jetzt in den Letzten Tagen positionieren, wer erst nach Ostern covert muss halt auch eventuell schon mit Kursen um die 117/118€ rechnen. Schwierige Entscheidung! Aktuell halte ich es, aufgrund der fehlenden Skandale und keinerlei Beweisen, eher gegenteiligen Beweisen (R&T Berichte, Interne Compliance, Singapur hat bis jetzt nichts gefunden) für Wahnsinn diese Saubere Erfolgsmaschinerie Wirecard zu Shorten. Ich bin Long & Happy. Bei Short würde ich sofort die Reisslinie ziehen bevor es zu spät ist.




gut dass Du als EINZIGER die Wahrheit kennst.

Und die Ansicht dass dass was hier oder auf Twitter geschrieben wird auch nur im entferntesten etwas am Kurs der Aktie ändern könnte ist auch erheiternd........da spielen ganz andere mit ein paar MRD mit, und die bestimmen wo es hingeht.

Und fakt ist, das R&T Wircard nicht entlastet hat, oder warum hat WCD einen anderen Wirtschaftsprüfer (BIS HEUTE ANONYM) beauftragt?
Wahrscheinlich handelt es sich um E&Y Singapur, und jetzt ist E&Y Deutschland seit Tagen in Singapur...seltsam...


Entschuldigen Sie,.. Sie sind Short und schieben gerade übelst Panik. E&Y wurden zusätzlich beauftragt um das Vertrauen der Anleger in Wirecard zu bestätigen, die haben nichts zu vertuschen, auch wenn Ihnen das nicht passt. Ich vertraue den Ergebnissen von R&T, einer renommierten Kanzlei, die auf solche Compliance Angelegenheiten spezialisiert sind. Die haben einen guten Job gemacht und Wirecard bis ins Detail durchleuchtet und nur eine Fehlbuchung über 2,5 Mio gefunden. Das sind die Fakten - Gerne können Sie das Gegenteil behaupten, besser noch, Sie als kleiner Forenteilnehmer: Beweisen Sie uns das Gegenteil!!!! Solange stehen Ihre Behauptungen gegen die von R&T und jetzt raten Sie mal welchen Experten ich glaube? Was kann ich dafür das Ihnen da das Vertrauen fehlt bzw. Ihnen die Ergebnisse einfach nicht in den Kram passen? Oo
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.390.172 von letni am 19.04.19 13:03:43
Zitat von letni: ich hatte unter 100 schon gekauft und wieder verkauft......
und genau soetwas schwebt mir aufgrund der Faktenlage nochmals vor.

Ob das gelingt weiss der Liebe Gott...


Und genau DAS ist der Grund warum der Kurs bis Dienstag Abend steigen wird! Alle, im Grunde sogar die Basher möchten Wirecard kaufen - Kein Wunder, der aktuelle Kurs von ca. 120,40€ ist ein schlechter Scherz. Extrem unterbewertet, gutes Wachstum und bis Stand Jetzt, keinerlei Skandal. Eines stört mich aber, Sie haben hier heute schon sooooviele Stapel vom Lager gelassen, alles mit dabei: Bilanzbetrug, USA Klagen, R&T hat keinen Bericht, EY wird kein Testat erteilen, Gefahren/Gefährdung von Wirecard, die Unternehmensführung korrupt. Jetzt mal klare Worte: Sie labbern den grössten Bullshit hier auf Erden! Und wozu? Kleinanleger verunsichern und die Hoffnung auf "Günstig" einkaufen. Ja ich sag das jetzt mal so salop - Karma - Es könnte sein, dass Sie dafür vom Nächsten Bus überfahren werden. Ich halte meine Aktien selbst wenns irgendwann in den Nächsten Monaten nochmal auf 110€ gehen sollte - Glaube ich aber nicht dran! Und Dienstag wird der Kurs steigen, niemand wird die Aktie shorten, das macht man nur bei HOHEN Kursen Sie Genie und wäre Stand jetzt ein wirtschaftlicher Suizid, das wissen auch die Profis. Würde viel mehr Sinn machen nach dem Jahres- oder Quartalsbericht. Aber schön das Sie mit Ihrer Aussage zu einem niedrigem Kurs einkaufen zu wollen im Grunde bestätigen das Sie wissen das Wirecard stark steigen wird. Im Endeffekt haben Sie sich hier vollkommen entlarvt. Vielleicht machen Sie uns den Gefallen und schreiben hier nichts mehr. Sind doch eh nur Lügen! Eventuell rettet Sie das noch vor den Bus.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.393.457 von 4tom5 am 20.04.19 14:50:03Viele können aber auch wirklich nichts dafür!
Die Mutter ein Tollpatsch, die Wickelkommode hoch...schon ist´s passiert, der Intellekt dahin.

Und es heißt immer die Dummen haben es gern warm. Jetzt rat mal was Lauwarm auf Polnisch heißt...:keks::laugh:
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